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Title:
SQUEEZING UNIT FOR A STRIP ROLLING MILL AND STRIP ROLLING MILL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/131377
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a squeezing unit (5) for a strip rolling mill and to a strip rolling mill comprising such a squeezing unit, wherein the squeezing unit (5) has an upper roller (6) and a lower roller (7), between which a squeezing nip (8) is formed. To achieve long service lives, ensure low residual moisture and minimize surface damage on the strip, at least one of the rollers (6, 7) is provided with a revolving shell (9) and a stationary yoke (10), which passes axially through the shell (9), wherein a pressing device (12) is arranged between the yoke (10) and the shell (9). The pressing device (12) subjects the shell (9) to an outward bearing pressure in a radial direction, wherein the bearing pressure is variable over a roller width such that zonal control and active width adjustment are effected.

Inventors:
SCHNYDER, Eugen (Rigisstr. 1, Waltenschwil, CH-5622, CH)
DELL'AVA, Marco (Langackerweg 7, Niederhasli, CH-8155, CH)
Application Number:
EP2011/050578
Publication Date:
October 27, 2011
Filing Date:
January 18, 2011
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (Sankt Poeltener Straße 43, Heidenheim, 89520, DE)
SCHNYDER, Eugen (Rigisstr. 1, Waltenschwil, CH-5622, CH)
DELL'AVA, Marco (Langackerweg 7, Niederhasli, CH-8155, CH)
International Classes:
B21B1/36; B21B3/02; B21B13/14; B21B27/05; B21B45/02; F16C13/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Quetschwerk für ein Bandwalzwerk mit einer oberen Walze und einer unteren Walze, zwischen denen ein Guetschspait zum Durchführen einer MetalIbahn ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Walzen (6, 7} einen umlaufenden Mantel (9) und ein feststehendes Joch (10) aufweist, das den Mantel (9) axial durchsetzt wobei- zwischen dem Joch (10) und dem Mantel (9) eine Andrückeinrichtung (12) angeordnet ist, die den Mantel (9) in einer Radialrichtung mit einer Andruckkraft nach außen belastet, wobei die Andruckkraft über eine Walzenbreite (1.3) variabel ist.

2. Quetschwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinrichtung hydrostatische oder hydrodynamische Stutzquellen und/oder eine Rollenabstötzung und/oder Luftlager und/oder mindestens einen Öldruckraum aufweist. 3. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Außendurchmesser des Mantels (9) kleiner als 1000 mm ist. 4. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (9) ein metallisches Material, insbesondere Bronze, aufweist.

5. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (9) ais Faserverbundrohr mit einer Koro- posit- oder Gümmibeschichtung ausgebildet ist 6. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet dass der Mantel (9) als Vollgummimanlel oder als Gummimantel mit. Verstärkung ausgebildet ist, 7. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (9) als Elastomer- oder Polymermantel ausgebildet ist und insbesondere eine Verstärkung aufweist 8. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (6. 7} offene oder geschlossene Führungs- lager (18) aufweist. 9. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (6, 7) eine Seibstanstellung aufweist. 10. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Mantel (9) konzentrisch zum Joch (10) geführt ist und dass das Joch (10) über externe Zylinder angestellt wird. 11. Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (9) getrennt vorn Kern der Walze ausbau- bar ist.

12. Quetschwerk, nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen (8,7) in eine in die Maschine einschiebbare Kassette angeordnet sind. 13. Bandwalzwerk zum Kaltwalzen einer Metallbahn, insbesondere einer Edelstahlbahn, mit einem Quetschwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12.

Description:
Questschwerk für ein Bandwalzwerk und Bandwalzwerk

Die Erfindung betrifft ein Quetschwerk für ein Bandwalzwerk mit einer oberen Walze und einer unteren Walze, zwischen denen ein Quetschspalt zum Durchführen einer Metallbahn ausgebildet ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Bandwalzwerk zum Kaltwalzen einer Metallbahn, insbesondere einer Edelstahlbahn, mit einem derartigen Quetschwerk.

Beim Kaltwalzen von Metallbahnen, insbesondere von

Edelstahibahnen, wird die Metalibahn zwischen zwei Wickelstationen z.B. in einem Vielrollenwalzgerüst mit Druck beaufschlagt, so dass eine Reduzierung der Dicke der Metalibahn erfolgt. Ein derartiges VielroSienwalzgerüst ist beispielsweise aus EP 0 693 328 A1 bekannt.

Die Metailbahn wird dabei von einer Wiekelstation abgewickelt, durchläuft den Pressspalt im Vielroiienwalzgerüst und wird auf der anderen Wickelstation aufgewickelt. Kurz bevor die Metailbahn vollständig abgewickelt ist. wird angehalten und der Pressspalt enger gestellt. Anschließend durchläuft die Metallbahn den Pressspalt in entgegengesetzter Richtung. Die beiden Wickelstationen tauschen dabei ihre Aufgaben.

Im eigentlichen Walzbereich, also im Bereich des Pressspalts, ist ein massives Köhlen und Schmieren der Metallbahn erforderlich. Zum Köhlen und Schmieren wird ein öl verwendet das auf die Metallbahn vor dem Press- spait aufgebracht wird. Zusätzlich oder alternativ kann öl auch auf die Presswalzen des Vielrollenwalzgerüsts aufgebracht werden.

Vor dem Aufwickeln muss die Metallbahn vom Öl gereinigt werden, da das Öl zu Schwierigkeiten beim Aufwickeln führen kann (z.B. seitliches Te- leskopieren). Auch nachfolgende Reinigungsprozesse werden durch das Öl auf der Metallhahn erschwert. Zum Entfernen des Öls ist. zwischen dem Vielrollenwalzgerüst und den Wickel Stationen jeweils eine Ölabstreifzone vorgesehen. Häufig wird dabei zunächst eine Vorreinigung mit Hilfe einer Lippe vorgenommen, die das öl von der Oberfläche des Metallbands ab- streift. Eine gründlichere Reinigung erfolgt mit Hilfe eines Quetschwerks, das eine obere Walze und eine untere Walze aufweist. Die Walzen bilden einen Quetschspalt, durch den die Metallbahn geführt wird und mit einem Druck beaufschlagt wird. Dadurch wird ein auf einer Oberfläche der Metallbahn befindlicher Ölfilm abgequetscht

Gegebenenfalls können im Anschluss an das Quetschwerk noch weitere dünne Stahlwalzen angeordnet sein, die zum weiteren Entfernen des Öls dienen.

Damit im Quetschwerk Ol entfernt werden kann, ist es erforderlich, die

Metallbahn im Quetschspalt mit einem Druck zu beaufschlagen. Wenn die Anpresskräfte zu gering sind, kann es insbesondere bei höheren Arbeitsgeschwindigkeiten zu einem Aufschwimmen der Walsen kommen, so dass Öl durch den Quetschspalt gelangt. Höhere Anpresskräfte führen jedoch insbesondere bei sich ändernden Bahnbreiten schnell zu einem Überpressen der Bahnkanten, die dadurch einlaufen. Das führt dazu , dass, z.B. bei reduzierter Bahnbreite, im Bereich der Einlaufspuren nahe den Bahnkanten öl durch den Quetschspalt mitgeführt werden kann. Um ein Überpressen der Bahnkanten zu verhindern, ist es bekannt, die Walzen des Quetschwerks bombiert auszuführen, also mit einer gewissen Galligkeit zu versehen. Ober einen Zeitraum von wenigen Wochen bis ein paar Monaten lassen sich damit befriedigende Ergebnisse erzielen. Allerdings verschleißen die Walzen relativ schneit so dass relativ häufig ein Austausch der Walzen erfolgen muss.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Standzeiten zu verlängern.

Erfindungsgemäß, wird diese Aufgabe bei einem Quetschwerk der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass mindestens eine der Walzen einen umlaufenden Mantel und ein feststehendes Joch aufweist, das den Mantel durchsetzt, wobei zwischen dem Joch und dem Mantel eine Andrückeinrichtung angeordnet ist, die den Mantel in einer Radialrichtung mit einer Andruckkraft nach außen belastet, wobei die Andruckkraft über eine Walzenbreite variabel ist.

Mindestens eine der Walzen des Quetschwerks ist also als innengestützte Walze ausgebildet, wobei ein Mantel um ein feststehendes Joch rotiert. Dabei kann die obere, oder die untere Walze derartig ausgestaltet sein , während die jeweils andere Wälze als herkömmliche Stahlwalze ausgebildet ist. Es ist auch denkbar, sowohl die obere als auch die untere Walze als innengestützte Walze mit einem umlaufenden Mantel auszubilden. Die Andrückeinrichtung ist zwischen dem Joch und dem Mantel angeordnet und drückt den Mantel im Bereich des Quetschspalts radial nach außen. Mit Hilfe der Andrückeinrichtung wird also die gewünschte Anpresskraft eingestellt. Dabei kann durch die über die Walzenbreite variable Andruckkraft eine Wirkbreitenverstellung bzw, eine Zonensteuerung erfolgen. Die Breite des Quetschspalts kann dadurch auf die jeweilige Breite der Metalibahn eingestellt werden, wobei ein Uberpressen der Bahnkanten durch eine entsprechende Einstellung verhindert werden kann. Gleichzeitig wird dafür gesorgt dass über die gesamte Bahnbreite im Quetschspalt eine ausreichende Anpresskraft auf die Metallbahn ausgeübt wird, so dass ein gutes Abquetschen des Öls gewährleistet ist. Eine Restfeuchtigkeit auf dem Metallband wird dabei minimiert. Gleichzeitig kann die Metallbahn mit höheren Bahngeschwindigkeiten betrieben werden. Durch das Verhindern von überpressung ergeben sich dabei auch verlängerte Standzeiten und bessere Oberflächen des Metallbands. Die Erfindung erreicht somit, den Äbquetscheffekf zu verbessern, Schäden am Band zu verringern und Geschwindigkeitssteigerungen zu ermöglichen. Insgesamt wird damit die Produktivität des Gesamtprozesses verbessert.

Vorzugsweise weist die Andrückeinrichtung hydrostatische oder hydrodynamische Stützquellen und/oder eine Rollenabstützung und/oder Luftlager und/oder mindestens einen Öldruckraum auf. Durch eine derartige Ausbildung ist eine Zonensteuerung bzw. Wirkbreitenverstellung relativ einfach und genau möglich. Die Anpresskräfte in Bahnquerrichtung, also über die Walzenbreite, können dann relativ genau eingestellt werden. Gewünschte Kraftprofile sind dann relativ einfach realisierbar, wodurch sichergestellt werden kann, dass über die gesamte Walzenbreite im Quetschspalt ein ausreichender Druck auf das Metallband ausgeübt wird, so dass ein gutes Abquetschen des Öls erreicht wird.

Vorzugsweise ist ein Außendurchmesser des Mantels kleiner als 1000 mm. Durch einen kleinen Äußendurchmesser können gute Abquetschergebnisse erzielt werden. Durch die Andrückeinrichtung ist es dabei möglich, sehr kleine Durchmesser zu verwenden, ohne dass dies zu einer ungleichmäßigen Anpressung im Quetschspalt führt. Eine fehlende Steifigkeit der Walze aufgrund des geringen Durchmessers wird durch die vari- able Einstellung der Andruckkraft über die Waizenbreite ausgeglichen. Vorzugsweise weist der Mantel ein metallisches Material, insbesondere Bronze, auf. Ein metallisches Material ist relativ widerstandsfähig gegen abrasive Belastung, wobei gleichzeitig eine gewisse Elastizität erhalten werden kann. Insbesondere bei Bronze, das ein relativ weiches Metall ist, kann dabei ein VerKratzen der Oberfläche der Metallbahn verhindert werden. Gleichzeitig können dabei relativ hohe Anpresskräfte auf die Metallbahn ausgeübt werden.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Mantel als Faserverbundrohr mit einer Komposit- oder Gummibeschichtung ausgebildet. Die Ausbildung des Mantels als Faserverbundrohr ist häufig kostengünstiger als die Verwendung eines metallischen Materials. Gleichzeitig kann damit das Gewicht des Mantels reduziert werden, was die Handhabung Insbesondere im Falle eines Austauschs des Mantels vereinfacht. Durch eine Komposit- oder Gummibeschichtung kann dabei erreicht werden, dass eine schonende Behandlung der Oberfläche der Metallbahn und gleichzeitig eine gute ölaufnahme erfolgt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Mantel als Vollgummimantel oder als Gummimantel mit Verstärkung ausgebildet. Der Mantel weist dadurch eine relativ hohe Elastizität auf, so dass in Axialrichtung, also über die Walzenbreite, relativ unterschiedliche Andruckkräfte eingestellt werden können.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Mantel als Elastomer- oder Polymermantel ausgebildet und weist insbesondere eine Verstärkung auf. Hinsichtlich ihrer Elastizität lassen sich derartige Mäntel relativ genau einstellen. Gleichzeitig sind sie relativ robust gegen Umwelteinflüsse und relativ leicht. Vorzugsweise weist die Walze offene oder geschlossene Führungslager auf. Die Führungslager führen den Walzenmantel auf dem feststehenden Joch. Eine geschlossene Ausbildung der Führungslager hat den Vorteil, dass in der Ändrückeinrichtung verwendetes Öl nicht nach außen gelangen kann. Dadurch wird eine Verschmutzung der Metallbabn durch dieses Öl verhindert Bei einer offenen Ausbildung der Führungslager können diese einfacher aufgebaut sein und insbesondere mit geringerer Reibung arbeiten. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Eindrückeinrich- tung mit einem öl betreibbar ist, das dem Öl entspricht, das im Pressspalt des Vielrollenwalzgerüsts auf die Bahn gebracht wird Dadurch ergibt sich ein relativ einfacher Aufbau.

Vorzugsweise weist die Walze eine Selbstanstellung auf. Dies bedeutet, dass der Mantel der Walze gegenüber dem feststehenden Joch derart bewegt werden kann, dass der Quetschspalt geöffnet wird. Dies ist insbesondere für das Einfädeln eines neuen Metalibandes erforderlich. Bei Walzen ohne Selbstansteilung erfolgt die erforderliche Verschiebung beispielsweise mit Hilfe von Anstellzylindern, die in einem Walzengerüst angeordnet sind.

Alternativ ist bevorzugt, dass der umlaufende Mantel konzentrisch zum Joch geführt ist und dass das Joch über externe Zylinder angestellt wird. Diese Ausführungsform verfügt über keinen inneren Eigenhub, wodurch der Walzenaußendurchmesser minimiert und dadurch die Abquetschwirkung nochmals verstärkt werden kann. Die Andröckeinnchtung ist in dieser Ausführungsform för eine Durchbiegungseinstellung verantwortlich. Der Spalt zum Einfädeln wird durch die Verstellung externer Zylinder hergestellt. Mit Vorteil ist der Mantel getrennt vom Kern der Walze ausbaubar. Wenn nur das leichte und gut handhabbare Verschleissteil, der Mantel, aus der Maschine ausbaubar ist, kann das Joch der Walze in der Maschine verbleiben. So kann z. B. die Hydraulikversorgung des Walzensystems immer gekoppelt bleiben, und der Mantel-Wechselvorgang ohne aufwändige Hilfsmittel sehr effizient und sicher gestaltet werden.

Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Walzen in eine in die Maschine einschiebbare Kassette angeordnet sind. Diese Ausführungsform erlaubt die gesamte detaillierte Integration der Bauteile auβerhalb der Maschine vorzunehmen und das gesamte System gemeinsam in die Maschine zu schieben. Dabei können die hydraulischen Anschlüsse automatisch gekoppelt werden. Dadurch lassen sich die Stillstandszeiten der Maschine minimieren und der eigentliche Wechselvorgang kann nach Bedarf einfach automatisiert werden.

Die Aufgabe wird auch durch ein Bandwalzwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst Ein derartiges Bandwalzwerk weist beispielsweise zum Bearbeiten der Metallbahn, also zur Verringerung der Dicke der Metallbahn, ein Vielrol- lenwalzgerüst auf, das einen Pressspalt für die Metallbahn erzeugt. Auf beiden Seiten des Pressspalts ist jeweils ein Quetschwerk angeordnet. An den vom Pressspalt abgewandten Seiten der Quetschwerke befindet sich jeweils eine Wickelstation. Die Metallbahn wird dann mit wechselnder Richtung durch den Pressspalt geführt, wobei vor jedem Richtungswech- sei eine Verringerung der Pressspalthöhe erfolgt. Auch bei wechselnden Bahnbreiten ist durch die in Richtung der Walzenbreite variable Andruck- kraft des Quetschwerks ein Überpressen von Bahnkanten beim Abquet- sehen des Öls vermeidbar. Dabei wird ein gleichmäßiges und gründliches Äbqueischen des Öls sichergestellt Das Bandwalzwerk kann dadurch mit relativ hohen Geschwindigkeiten betrieben werden. Gleichzeitig sind relativ lange Standzeiten erreichbar. Insgesamt wird so die Produktivität des Bandwalzwerks gesteigert

Die Erfindung wird Im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbei- spiele in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Aufbau eines Bandwalzwerks,

Fig. 2 einen schematischen Aufbau eines Quetschwerks,

Fig. 3 einen Querschnitt des Quetschwerks gemäß Fig. 2 und

Fig. 4 eine bevorzugte Ausgestaltung einer Welze des Quetschwerks.

In Fig. 1 ist schematisch ein Bandwalzwerk 1 dargestellt mit einem Vielrol- lenwalzengerüst 2, das einen Pressspalt 3 aufweist, durch den eine Metallbahn 4 geführt ist. Die Metallbahn ist in abwechselnden Richtungen durch den Pressspalt 3 führbar, wobei vor jeder Umkehrung der Richtung der Pressspalt 3 enger gestellt wird . Dadurch erfolgt eine Verringerung der Dicke der Metallhahn 4. Die Metallbahn 4 ist bei diesem Äusführungsbei- spiel eine Edelstahlbahn.

Zur Kühlung der Metallbahn 4 wird vor dem Pressspalt 3 über nicht dargestellte Aufbringeinrichtungen Öl aufgebracht. An beiden Seiten des Pressspalts 3 ist zum Entfernen des Öls jeweils ein Quetschwerk 5a, 5b angeordnet, die gleich ausgebildet sind. Das Quetschwerk 5a, 5b weist eine obere Walze 6a, 6b und eine untere Walze 7a, 7b auf, wobei zwischen den oberen Walzen 6a, 8b und den unteren Walzen 7a, 7b ein Quetschspalt 8a, 8b ausgebildet ist, durch den die Metallbahn 4 geführt ist Auf den von dem Pressspalt 3 abgewandten Seiten der Quetschwerke 5a, 5b ist jeweils eine Wickelstation angeordnet, die jedoch nicht dargestellt ist. Zusätzlich zu den Quetsch werken können auch noch weitere ölabstreif- vorrichtungen vorgesehen sein.

Der Aufbau der Quetschwerke 5a, 5b wird im Folgenden anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert Dabei stellt Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2 dar.

In Fig. 2 ist das Quetschwerk 5 in geschnittener Darstellung gezeigt. Sowohl die obere Walze 6 als auch die untere Walze 7 sind dabei als innengestützte Walzen ausgebildet. Sei der Darstellung in Fig. 1 ist nur die obere Walze 8 als innengestützte Walze ausgebildet, während die untere Walze 7 eine herkömmliche Stahlwalze ist.

Der Aufbau der innengestützten Walze wird im Folgenden anhand der o- beren Walze 6 erläutert. Die Walze 8 weist einen umlaufenden Mantel 9 auf, der rotierbar um ein feststehendes Joch 10 gelagert ist. Das Joch 10 ist über Lagerstellen 1 1 in einem nicht dargestellten Walzengesteil 11 gelagert, wobei die Lagerstellen 1 1 beispielsweise über Andruckzylinder belastet werden können, um eine Anpresskraft im Quetschspalt 8 zu erhöhen. Über derartige Andruck- zyllnder ist es auch möglich, die Walzen 6, 7 voneinander zu entfernen und den Quetschspalt 8 zu öffnen, so dass ein Einfädeln eines neuen Metallbandendes relativ problemlos möglich ist.

Zwischen dem Mantel 9 und dem Joch 10 ist eine Andrückeinrichtung 12 angeordnet, die bei diesem Ausführungsbeispiel eine Vielzahl hydrostati- scher oder hydrodynamischer Stützquellen 14 aufweist Die Stützquellen 14 sind dabei über eine Walzen breite, deren Verlauf durch einen Pfeil 13 symbolisiert wird, gleichmäβig verteilt- Dadurch ist eine variable Einstel- lung der Anpresskraft über die Walzenbreite 13 möglich. Die Walzenbreite 13 erstreckt sich in Richtung einer Metallbahnbreite bzw. in Axialrichtung der Walze.

Durch entsprechende Beaufschlagung der Stützquellen 14 kann die Anpresskraft im Quetschspalt 8 über die Walzehbreite 13 eingestellt werden. Dadurch kann ein gewünschtes Druckprofil eingestellt werden. Insbesondere ist dabei eine Zonensteuerung und Wirkbreitenverstellung möglich. Die Wirkbreite des Quetschspalts 8 kann dabei auf die Breite der jeweiligen Metallbahn 4 eingestellt werden. Ein Überpressen von Bahnkanten wird damit verhindert. Der auf die Metallbahn ausgeübte Druck im

Quetschspalt lässt sich durch die variable Einstellung der Anpresskräfte sehr konstant halten, so dass über die gesamte Bahnbreite ein sicheres Abquetschen des Öls gewährleistet werden kann.

Die untere Walze 7 ist entsprechend der oberen Walze 8 ausgebildet. Auf eine detaillierte Beschreibung der unteren Walze 7 wird daher verzichtet. Die Andrückeinrichtung 12 ist Jeweils auf der dem Quetschspait zugewandten Seile des Jochs. 10 abgeordnet, so dass eine direkte Beaufschlagung des Mantels 9 durch die Andrückeinrichtung 12 im Wirkbereich des Quetschspalts 8 erfolgt. in Fig. 4 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer innengestützten Walze dargestellt, wobei es sich bei diesem Beispiel um die obere Walze 6 handelt. Das feststehende Joch 10 ist dabei über die Lagerstellen 11 in einem Gestell 15 gelagert. Der Mantel 9 ist über offene Führungslager 16 drehbar am Joch 10 befestigt. Offenes Führungslager bedeutet dabei, dass ein Flüssigkeitsaustausch zwischen einem Innenraum 17 des Mantels 9 nach außen erfolgen kann.

Im Joch 10 sind Stützquellen 14 der Ändrückeinnchtung 12 gelagert, Die Stülzquellen 14 sind dabei als hydrodynamische Stützquellen ausgebildet und werden durch eine Hohlleitung, die im Joch 10 axial verläuft mit Öi versorgt. Dabei ist eine individuelle Versorgung der Stützquellen 14 möglich, so dass über die Walzenbreite eine variable Einstellung der Anpress- kraft möglich ist, mit der der Mantel 9 von den Stötzquellen 14 beauf- schlagt wird. Die Andrückeinnchtung 12 ist dabei nur an einer Seite des Jochs 10 angeordnet und zwar an der Seite, die zur Ausbildung des Quetschspalts dient, in Randbereichen des Mantels 9 sind Sekundär- stützqtiellen 18 angeordnet, die zur Einstellung der radialen Lage des Mantels 9 gegenüber dem Joch 10 dienen. Dadurch ist eine Selbsteinste!- lung der Walze 6 möglich.

Der Mantel 9 ist bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel als Rohr 19 mit einer außen liegenden Beschichtung 20 ausgebildet Das Rohr 19 ist beispielsweise als Faserverbundrohr ausgebildet und die Be- schichtung als Kompositbeschichtung. Auch andere Kombinationen sind denkbar, um eine Anpassung der Walze an die jeweiligen Anforderungen zu ermöglichen.

Es ist auch denkbar, den Mantel 9 austauschbar zu gestalten, so dass auch eine nachträgliche Anpassung der Walze 8 möglich ist. Dabei ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei der nur der Mantel 9 mit gewissen Anbauteilen ausgebaut wird, der verbleibende Kern der Walze (10, 12, 14, 18 etc.) dagegen in der Maschine verbleibt. Durch die Verwendung des gleichen Öls als Betriebsmedium, das im Pressspalt 3 zum Kühlen der Metallbahn 4 eingesetzt wird, ist eine Abdichtung des Innenraums 17 nicht erforderlich. Das öl kann dadurch seitlich außerhalb des Metallbandes in einem Sammelbehälter gesammelt werden, in dem auch das von der Metallbahn abgequetschte Öl gesammelt wird.

In Flg. 4 ist nur eine obere Walze dargestellt. Es ist auch denkbar, die untere Walze entsprechend auszugestalten, wobei das Quetschwerk durch zwei derartige Walzen gebildet ist Ebenso ist es möglich, nur die untere Walze als innengestützte Walze auszubilden, während als obere Walze eine herkömmliche Stahlwalze eingesetzt wird.

Es ist auch denkbar, die Walzen 6 in einer Kassette vorzumontieren und In die Maschine einzuschieben.