Bernhard, Schuller
Ferdinand, Wohlgemuth
Werner
Bernhard, Schuller
Ferdinand, Wohlgemuth
Werner
| 1. | Gestanztes Strickv/erkzeug für Strick oder Wirk¬ maschinen mit einem an einem Schaft über einen Hals angeformten Haken, der bis zum Hakenende oder zum Beginn einer dort ausgebildeten Haken¬ spitze durchgehend aus einem im Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Profilmaterial besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (5) , aus gehend von einem Größtwert (3) der Querschnitts abmessungen im Bereiche des Halses (4) , zum Hakenende oder zum Beginn der Hakenspitze (9) hin mit sich stetig verjüngenden Querschnitts abmessungen ausgebildet ist. '. |
| 2. | Strickwerkzeug nach Anspruch 1 , dadurch gekenn¬ zeichnet, daß jede rechteckige Querschnitts fläche im Bereich der Verjüngung mit ihren längeren Seiten in Richtung der Breitenab messung (11) weist. |
| 3. | Strickv/erkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß jede rechteckige Querschnitts¬ fläche im Bereich der Verjüngung mit ihren längeren Seiten in Richtung der Höhenabmessung . (12) weist. |
| 4. | Strickwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß zumindest der Haken (5) im Quer schnitt im wesentlichen quadratisch ist. |
| 5. | Strickwerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Hals (4) im Querschnitt im wesentlichen rechteckig bzw. quadratisch ist. OMPI Strickv/erkzeug nach einem der vorhergehenden An¬ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Quer¬ schnittsflächen zumindest des Hakens (5) in dem Bereich der Verjüngung zueinander ähnlich sind. Strickwerkzeug nach einem der vorhergehenden An¬ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß seine εeiten begrenzenden Kanten zumindest in dem Bereich der Verjüngung abgerundet oder angefast sind (bei 10) , 8 Strickv/erkzeug nach einem der vorhergehenden An¬ sprüche, in der Ausbildung als Zungennadel, da¬ durch gekennzeichnet, daß der Bereich der Ver¬ jüngung von einem in Bereiche des höchsten Punktes der Nadelbrust (maximale Nadelbrusthöhe 3a) liegen¬ den Größtwert der Querschnittsabmessungen aus^ gehend, zu dem Hakenende oder dem Beginn der Hakenspitze (9) hin sich erstreckt. |
Die Erfindung betrifft ein gestanztes Strickwerkzeug für Strick- oder Wirkmaschinen, mit einem an einem Schaft über einen Hals angefor teή Haken, der bis zum Hakenende oder zum Beginn. einer dort ausgebildeten Ilakenspitze durchgehend aus einem im Querschnitt im vesentllchen rechteckigen Profilmaterial besteht.
Zu den Strickwerkzeugen der infragestehenden Art ge¬ hören Zungennadeln, Schiebernadeln, Spitzennadeln-, aber auch sogenannte Plüschhaken, wie sie zur Her¬ stellung von Plüschware verwendet werden, und dergl .
Bei solchen Strickwerkzeugen weist der Haken in der überwiegenden Mehrzahl eine kreisförmige Querschnitts- gestalt auf. Die zunehmende Steigerung der Betriebs- σeschwindigkeit der mit derartigen Strickwerkzeugen ausgerüsteten Strick- oder Wirkmaschinen führt zu immer größeren Beanspruchungen der Strickwerkzeuge in Bereiche des Hakens. Um die Festigkeit des Hakens zu erhöhen, wurde schon versucht, ihn mit rechteckiger, creieckförmiger oder anderer Querschnittsgeεtalt aus¬ zubilden, wie dies beispielsweise aus den US-PSen 2854 836, 4178 781 und 4210 003 bekannt ist. Durch diese Querschni sveränderungen konnte zwar das Widerstandsmoment des stark beanspruchten Hakens
erhöht werden, doch haben sich derartige Haken in der Praxis deshalb nicht durchgesetzt, weil durch den über den ganzen Haken gleichbleibenden großen Querschnitt sich zwangsläufig unerwünscht große Dimensionen des ganzen Hakens ergaben. Beispiels¬ weise bei der Herstellung von sehr feinen Qualitäten von Strickwaren können Nadeln mit solchen verhältnis¬ mäßig großen Haken nicht eingesetzt werden, weil die Maschengröße auch durch die Hakengröße bestimmt ist und bei der Maschenbildung seitlich der Haken ein maximaler Fadenfreiraum vorhanden sein soll.
Aufgabe der Erfindung ist es, hier abzuhelfen und ein gestanztes Strickwerkzeug für Wirk- oder Strickmaschinen zu schaffen, dessen Haken die beim Strickvorgang auftretenden großen Beanspruchungen ohne die Gefahr des vorzeitigen Hakenbrucheε oder Hakenaufbiegens oder anderer Beschädigungen auf¬ nehmen _kann und sich gleichzeitig durch eine an- gemessen kleine Größe auszeichnet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das eingangs genannte Strickwerkzeug erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Haken, ausgehend von einem Größtwert der Querschnittsabmessungen im Bereiche des Halses zum Hakenende oder zum Beginn der Hakenspitze hin mit sich stetig verjüngenden Querschnittsabmessungen ausgebildet ist.
Die rechteckige Querschnittsgestalt des Hakens ergibt ein großes Widerstandsmoment während des Strickvorgangeε. Dadurch, daß sich die Querschnitts¬ abmessungen aber zum Hakenende hin stetig verjüngen
wird erreicht, daß' der Haken dennoch mit verhält¬ nismäßig kleinen Dimensionen ausgebildet werden kann, ohne daß darunter seine Festigkeit leiden würde.
Um das Gleitverhalten des Fadens auf dem Strickwerk¬ zeug beim Stricken günstig zu beeinflussen und der Gefahr einer Fadenbeschädigung vorzubeugen, ist es zweckmäßig, wenn seine seitenbegrenzenden Kanten zumindest in dem Bereich der Verjüngung abgerundet oder angefast sind.
Abhängig von der Art der Beanspruchung des jeweiligen Strickwerkzeuges beim Strickvorga ' ng kann das Strick- Werkzeug derart ausgebildet sein, daß jede rechteckige Querschnittsfläche im Bereich der Ver¬ jüngung mit ihren längeren Seiten entweder in Richtung der Breitenabmessung oder der Höhenabmessung weist. Auch kann zumindest der Haken im Querschnitt im wesentlichen quadratisch sein. Entsprechend kann auch der Hals im Querschnitt im wesentlichen rechteckig bzw. quadratisch ausgebildet sein.
In einer bevorzugten Auεführungsform sind alle Querschnittsflächen zumindest des Hakens in dem
Bereich der Verjüngung zueinander ähnlich, was be¬ deutet, daß die Verjüngung sowohl in Richtung der Breitenabmessung als auch der Höhenab eεsung um jeweils gleiche Werte erfolgt. Die Verjüngung kann sich auch über den ebenfalls eine rechteckige bzw. quadratische- Querschnittεgeεtalt aufweiεenden Hals erstrecken.
Bei der Ausbildung eines solchen Strickwerkzeuges als Zungennadel ist es vorteilhaft, wenn der Be¬ reich der Verjüngung, von einem im Bereiche des
höchsten Punktes der Nadelbrust (maximale Nadel- brusthöhe) liegenden Größtwert der Querεchnitts- abmessungen ausgehend, zu dem Hakenende oder ' dem
Beginn der Hakenεpitze hin sich erstreckt.
In der Zeichnung sind Ausführungεbeiεpiele deε Gegen-^
Standes der Erfindung dargestellt. Eε zeigen:
Fig. 1 ein Strickwerkzeug gemäß der Erfindung, in der Auεbildung als Zungennadel, in einer Seitenansicht und in vergrößerter Darstellung,
Fig. 2 daε S rickwerkzeug nach Fig. 1 ,- " im Ausschnitt und in perspektivischer Darstellung,unter Veranschau- lichung des Hakens, sowie in einem anderen Maßstab,
Fig. 3 bis 6 das Strickwerkzeug nach Fig. 2, jeweils geschnitten längs der Linien III-III bzw. IV-IV bzw. V-V bzw. VI-VI der Fig. 2, ' in einer Seitenansicht,
Fig. 7 eine Querεchnittsdarstellung entsprechend Fig. 4 einer Zungεnnadel nach Fig. 2, in einer anderen Ausführύngsform, und
Fig. 8 eine QuerschnittsdarStellung entsprechend Fig. 4 einer Zungennadel- nach Fig. 2 , in einer weiteren 7-usführungsform.
Die in den Fig . 1 bis.- 6 dargestellte gestanzte Zungennadel weist einen Nadelεchaft 1 auf , der in die Kadelbruεt 2 mit der bei 3a- angedeuteten maxima ' len Nadelbrusthöhe über¬ geht. Daran schließt sich der angefor te Nadelhals 4 an , auf den schließlich der rundgeboσene Nac.ell.opf oder -haken 5 folgt. Im Bereiche der Nadelbrust ist ein Zungenschlitz 6 ausge¬ arbeitet , in dem eine Nadelzunge 7 um eine Zungenachse 8
schwenkbar gelagert ist, wie dies auε Fig. 1 zu er¬ sehen ist, in der die Zunge 7 im geschlossenen und - gestrichelt - im geöffneten Zustand veranschau¬ licht ist.
Aus Fig. 2 und den in den Fig. 3 bis 6 veranschau¬ lichten Querschnittεdarstellungen iεt zu ersehen, daß das den Haken 5 und den Hals 4 bildende Profil¬ material eine im wesentlichen quadratische Querschnitts¬ gestalt aufweist. Die Anordnung ist dabei, derart getrof- fen, daß ausgehend von einem durch die maximale Nadel- brusthöhe 3a gegebenen Größtwert der Querschnittsab¬ messungen (Fig. 3) der Hals 4 und der Haken 5 bis zum Beginn einer bei 9 ' angedeutete y im Querschnitt runden Hakenspitze hin mit sich stetig verjüngenden Querschnittsabmessungen ausgebildet sind. Die in den Fig. 3 bis 6 veranschaulichten Querschnitte zeigen, daß alle Querεchnittsflachen des Hakens 5 und des Halses 4 in dem sich verjüngenden Bereich zueinander ähnlich sind.
Um eine Vorstellung von dem Größenverhältnissen zu geben sei bemerkt, daß bei der beispielhaft darge¬ stellten Zungennadel die Kantenlänge der quadratischen Rechteckfläche nach Fig. 4 (entsprechend der Schnitt- ebene IV-IV der Fig. 2) 0,36 mm, der Querschnittsfläche nach Fig. 5 (entsprechend der Schnittebene V-V der Fig. 2) 0,31 nun und der Querschnittsflache nach Fig. 6 (entsprechend der Schnittlinie VI-VI der Fig.2) 0,28 mm beträgt.
Die seitenbegren∑enden Kanten des Hakens 5 und des Halses 4 können arigefast oder abgerundet sein, wie dies in den Fig. 3 bis 8 jeweils bei 10 gestrichelt angedeutet ist.
In einer alternativen Auεführungsform kann der Ver- jüngungεbereich sich auch lediglich über die Länge
OMPI
des eigentlichen Hakens 5 - d.h. beginnend etwa bei 3, d.h. der Schnittebene IV-IV der Fig. 2 - bis zum Beginn der Hakenspitze 9 erstrecken, während der Hals 4 eine konstante Dicke aufweist, die bei- spielsweise schon der Dicke des Nadelεchaftes 1 entspricht. Es sind auch Ausführungsformen denk¬ bar, bei denen im Bereiche des Hakens die Ver- - jüngung in der Richtung der Breitenabmessung 11 - und der dazu rechtwinkligen Höhenabmessung 12 je- weils im gleichen Maße erfolgt, so daß über den Haken die Querschnittsflachen jeweils ähnliche Quadrate sind, während im Bereiche des Halses 4, auεgehend von der maximalen Nadelbrusthöhe 3a, die Verjüngung in der Richtung der'Breitenab- messung 11 kleiner ist als jene in der dazu recht¬ winklig stehenden Höhenabmessungsrichtung 12.
Bei anderen möglichen Ausführungsformen, wie sie in den Fig. 7 und 8 jeweils durch ein Querschnitts- bild des Hakens 5 angedeutet sind, weist der Haken 5 — gegebenenfalls gemeinsam mit dem Hals 4 - eine rechteckige Querschnittsgestalt auf, die mit ihren . längeren Seiten in die Richtung der Hakenbreiten¬ abmessung 11 oder der rechtwinklig dazu verlaufenden Hakenhöhenabmesεung -12 weist (vergl. Fig. 8, 7).
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