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Title:
STATOR OF AN ELECTRICAL MACHINE, ELECTRICAL MACHINE AND CONNECTING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/215031
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a stator (34) of an electrical machine (8), more particularly an electric motor of a motor vehicle, comprising: a laminated stator core (36), which has a number of stator teeth (38) and is provided with a rotating field winding (40), which is arranged on the stator teeth (38) and comprises a plurality of phases, the phases of the rotating field winding (40) being formed from a continuously wound winding wire (42); and a connecting device (44) having a number of U-shaped sockets (50) corresponding to the number of phases, said sockets being provided for each holding one insulation displacement contact (52) as a point of connection of the winding wire (42) to phase terminals on a stator end face, each socket (50) having two vertical U legs (50b, 50c) and a contact slot (56) arranged therebetween for receiving the winding wire (42), one of the two vertical U legs (50c) of the socket (50) being longer in an axial direction (A) than the other vertical U leg (50b) in each case.

Inventors:
WIESSMANN, Nico (Würzburger Str. 12, Kitzingen, 97318, DE)
VOLKAMER, Alexander (Greuther Str. 4, Oberscheinfeld, 91483, DE)
STRAUSS, Wolfgang (Gartenstraße 4, Unterpleichfeld, 97294, DE)
Application Number:
EP2019/061370
Publication Date:
November 14, 2019
Filing Date:
May 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BROSE FAHRZEUGTEILE GMBH & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT, WÜRZBURG (Ohmstraße 2a, Würzburg, 97076, DE)
International Classes:
H02K3/52; H02K15/00
Domestic Patent References:
WO2019068389A12019-04-11
Foreign References:
DE102013114688A12015-06-25
DE102016206657A12017-10-26
DE102004049072A12006-04-13
Other References:
None
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Claims:
Ansprüche

1. Stator (34) einer elektrischen Maschine (8), insbesondere Elektromotor eines Kraftfahrzeugs, aufweisend

- ein Statorblechpaket (36), welches eine Anzahl von Statorzähnen (38) aufweist und mit einer auf den Statorzähnen (38) angeordneten, mehrere Phasen umfassenden Drehfeldwicklung (40) versehen ist, wobei die Pha- sen der Drehfeldwicklung (40) aus einem durchgängig gewickelten Wick- lungsdraht (42) gebildet sind,

- sowie eine Verschaltungseinrichtung (44) mit einer der Anzahl der Phasen entsprechende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen (50) zur Aufnahme jeweils eines Schneidklemmkontaktes (52) als Verschaltungspunkt des Wicklungsdrahts (42) mit Phasenanschlüssen an einer Statorstirnseite, wobei jede Stecktasche (50) zwei vertikale U-Schenkel (50b, 50c) und ei- nen zwischen diesen angeordneten Kontaktschlitz (56) zur Aufnahme des Wicklungsdrahts (42) aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass einer der beiden vertikalen U-Schenkel (50c) der Stecktasche (50) ent- lang einer Axialrichtung (A) länger als der jeweils andere vertikale U- Schenkel (50b) ausgeführt ist.

2. Stator (34) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Wicklungsdraht (42) tangential zur jeweiligen Stecktasche (50) ge- führt ist, wobei der entlang der Tangentialrichtung (T) vorderseitige U- Schenkel (50c) der Stecktasche (50) axial verlängert ist.

3. Stator (34) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Freiende (60) des verlängerten U-Schenkels (50c) eine dem Kon- taktschlitz (56) zugewandte Fase (62) aufweist.

4. Stator (34) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,

- dass der horizontale U-Schenkel (50a) der Stecktasche (50) entlang der Tangentialrichtung (T) orientiert ist, und

- dass die Öffnungsrichtung des Kontaktschlitzes (56) entlang der Radial- richtung (R) orientiert ist.

5. Stator (34) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Stecktasche (50) eine radial außenseitige Abstützkontur (64) auf- weist, welche der Stecktasche (50) radial emporsteht.

6. Stator (34) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Abstützkontur (64) eine gekrümmt verlaufende Drahtführung (66) aufweist, mittels welcher der Wicklungsdraht (42) ausgehend von einem Bo- den des Kontaktschlitzes (56) von einem axialen in einen tangentialen Ver- lauf überführt wird.

7. Stator (34) nach Anspruch 5 oder 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Abstützkontur (74) an dem axial verlängerten U-Schenkel (50c) der Stecktasche (50) angeformt ist.

8. Stator (34) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

- dass die Verschaltungseinrichtung (44) zwei Verlegeringe (46) aufweist, welche an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Statorblechpakets (36) axial aufgesetzt sind, und

- dass die Verlegeringe (46) jeweils eine Anzahl der Statorzähne (38) ent- sprechende Anzahl von radial nach innen gerichteten halbhülsenartigen

Spulenkörper (48) aufweisen, wobei die Spulen der Drehfeldwicklung (40) um die Spulenkörper (48) gewickelt sind.

9. Stator (34) nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Stecktaschen (50) einstückig an einem der Verlegeringe (46) ange- formt sind.

10. Elektrische Maschine (8), insbesondere Elektromotor eines Kraftfahrzeugs, vorzugsweise für eine Ölpumpe (4) eines Kraftfahrzeuggetriebes, mit einem Stator (34) nach einem der Ansprüche 1 bis 9. 11. Verschaltungseinrichtung (44) für einen Stator (34) einer elektrischen Ma- schine (8) mit einer Drehfeldwicklung (40) mit einer Anzahl von Phasen, wo- bei die Phasen der Drehfeldwicklung (40) aus einem durchgängig gewickel- ten Wicklungsdraht (42) gebildet sind, aufweisend eine der Anzahl der Pha- sen entsprechende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen (50) zur Aufnahme jeweils eines Schneidklemmkontaktes (52) als Verschaltungspunkt des Wick- lungsdrahts (42) mit Phasenanschlüssen an einer Statorstirnseite,

- wobei jede Stecktasche (50) zwei vertikale U-Schenkel (50b, 50c) und ei- nen zwischen diesen angeordneten Kontaktschlitz (56) zur Aufnahme des Wicklungsdrahts (42) aufweist, und

- wobei einer der beiden vertikalen U-Schenkel (50c) der Stecktasche (50) entlang einer Axialrichtung (A) länger als der jeweils andere vertikale U- Schenkel (50b) ausgeführt ist.

Description:
Beschreibung

Stator einer elektrischen Maschine und elektrische Maschine sowie Verschaltungseinrichtung Die Erfindung betrifft einen Stator einer elektrischen Maschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, aufweisend ein Statorblechpaket, welches eine Anzahl von Statorzähnen aufweist und mit einer auf den Statorzähnen angeordneten, mehrere Phasen umfassenden Drehfeldwicklung versehen ist, wobei die Phasen der Dreh- feldwicklung aus einem durchgängig gewickelten Wicklungsdraht gebildet sind, sowie eine Verschaltungseinrichtung mit einer der Anzahl der Phasen entspre- chende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen zur Aufnahme jeweils eines

Schneidklemmkontaktes als Verschaltungspunkt des Wicklungsdrahts mit Pha- senanschlüssen an einer Statorstirnseite, wobei jede Stecktasche zwei vertikale U-Schenkel und einen zwischen diesen angeordneten Kontaktschlitz zur Aufnah- me des Wickeldrahts aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin eine elektrische Ma- schine mit einem solchen Stator sowie eine Verschaltungseinrichtung für einen derartigen Stator.

Ein insbesondere bürstenloser Elektromotor als elektrische (Drehstrom-)Maschine weist einen Stator mit einem Statorblechpaket mit einer Anzahl von beispielsweise sternförmig angeordneten Statorzähnen auf, welche eine elektrische Drehfeldwick- lung in Form einzelner Statorspulen tragen, die ihrerseits aus einem Isolierdraht gewickelt sind. Die Spulen sind einzelnen Strängen oder Phasen der Maschine zugeordnet und untereinander in einer vorbestimmten Weise über Verbindungslei- ter einer Verschaltungseinrichtung oder Schalteinheit verschaltet.

Im Falle eines bürstenlosen Elektromotors als dreiphasige Drehstrommaschine weist der Stator drei Phasen und damit beispielsweise drei Phasenleiter oder Pha- senwicklungen auf, die jeweils phasenversetzt mit elektrischem Strom beauf- schlagt werden, um ein magnetisches Drehfeld zu erzeugen, in dem ein üblicher weise mit Permanentmagneten versehener Rotor oder Läufer rotiert. Die Phasen- enden der Phasenwicklungen werden zur Ansteuerung des Elektromotors an eine Motorelektronik geführt. Die Spulen der Drehfeldwicklung werden mittels der Pha- senenden über Phasenanschlüsse in bestimmter Weise miteinander verschaltet. Die Art der Verschaltung ist durch das Wickelschema der Drehfeldwicklung be- stimmt, wobei als Wickelschema eine Sternschaltung oder eine Dreiecksschaltung der Phasenwicklungen üblich ist.

Ebenso denkbar ist es, dass die Phasen der Drehfeldwicklung aus einem gemein- samen, durchgehenden Spulen- oder Wicklungsdraht gebildet sind. Anstelle zwei- er Phasen- oder Spulenenden wird hierbei insbesondere der einzelne Wicklungs- draht punktuell an Verschaltungspunkten mit den Phasenanschlüssen gekoppelt.

Die Verschaltung der Drehfeldwicklung bzw. des Wicklungsdrahts kann mittels Schneidklemmkontakten erfolgen. Hierzu wird der zu kontaktierende Drahtab- schnitt des Wicklungsdrahts in eine hülsenartige Stecktasche eingedrückt und mit einem in die Stecktasche einsteckbaren metallischen Schneidklemmkontakt (Klemmstecker) innerhalb der Stecktasche mechanisch fixiert. Der Schneid- klemmkontakt weist typischerweise mindestens eine Schneide auf, die beim Ein- stecken in die Stecktasche die Isolierung des Isolierdrahts des Wicklungsdrahts derart durchtrennt, dass bei einem eingesteckten Schneidklemmkontakt eine Ader des Wicklungsdrahts mit dem Schneidklemmkontakt elektrisch leitfähig gekoppelt ist. Die Schneidklemmkontakte sind im Montagezustand über die Phasenan- schlüsse mit der Motorelektronik zur Bestromung der Phasen kontaktiert.

Insbesondere bei Drehfeldwicklungen, welche aus einem einzelnen durchgehen- den Wicklungsdraht gewickelt sind tritt hierbei das Problem auf, dass das Wickel- Werkzeug typischerweise breiter als die lichte Weite des Kontaktschlitzes ist.

Dadurch ist es nicht möglich, den Wicklungsdraht ohne Weiteres in die Steck- tasche der jeweiligen Schneidklemmkontakte kollisionsfrei zu verlegen. Somit ist es in diesem Falle beispielsweise notwendig, dass das Wickelwerkzeug oder die Wickelmaschine mit zusätzlichen Haltevorrichtungen für das Einführen des Wick- lungsdrahts in die Stecktasche versehen ist. Dadurch wird die Herstellung einer solchen einteiligen oder einstückigen Drehfeldwicklung vergleichsweise aufwendig und kostenintensiv.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen besonders geeigneten Stator für eine elektrische Maschine anzugeben. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine besonders geeignete Verschaltungseinrichtung für einen solchen Stator sowie eine besonders geeignete elektrische Maschine mit einem derartigen Stator anzugeben.

Hinsichtlich des Stators wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich der Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs 10 sowie hinsichtlich der Verschaltungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 11 erfindungs- gemäß gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegen- stand der jeweiligen Unteransprüche. Die im Hinblick auf den Stator und/oder die Maschine angeführten Vorteile und bevorzugten Ausgestaltungen sind sinngemäß auch auf die Verschaltungseinrichtung übertragbar und umgekehrt. Der erfindungsgemäße Stator ist für eine elektrische Maschine, insbesondere für einen Elektromotor eines Kraftfahrzeugs, vorzugsweise für eine Ölpumpe eines Kraftfahrzeuggetriebes, geeignet und eingerichtet. Hierzu umfasst der Stator ein insbesondere stanzpaketiertes Statorblechpaket, welches eine Anzahl von insbe- sondere sternförmig angeordneten, beispielsweise radial nach innen gerichteten, Statorzähnen aufweist. Die Statorzähne sind mit einer mehrphasigen Drehfeld- wicklung versehen, wobei jede Phase (Phasenwicklung) mindestens eine Spule oder Spulenwicklung umfasst.

Die Phasen der Drehfeldwicklung sind aus einem durchgängig gewickelten Wick- lungsdraht gebildet. Dies bedeutet, dass sämtliche Spulen der Drehfeldwicklung aus einem gemeinsamen, durchgehenden Spulen-, Phasen- oder Wicklungsdraht gewickelt sind. Zur Bildung einer solchen Spule ist der Wicklungsdraht in mehre- ren Windungen um einen jeweiligen Statorzahn gewickelt. Die Phasen der Dreh- feldwicklung sind somit einteilig, also einstückig oder monolithisch, miteinander gekoppelt. Mit anderen Worten gehen die Phasen der Drehfeldwicklung unterbre- chungsfrei ineinander über. Die Spulen der Drehfeldwicklung sind somit als Mehr- fachspulen ausgeführt, deren Spulenwicklung auf mehreren, insbesondere sämtli- chen, Statorzähnen aufgebracht ist.

Der Wicklungsdraht weist vorzugsweise eine elektrisch leitfähige Ader auf, welche mit einer isolierenden Ummantelung (Isolierung) versehenen ist. Mit anderen Wor- ten ist der Wicklungsdraht als ein Isolierdraht, insbesondere als ein isolierter Kup- ferdraht, ausgeführt. Der Wicklungsdraht ist mit einer Verschaltungseinrichtung zur Drehfeldwicklung verschaltet, also im Montagezustand mit Phasenanschlüssen kontaktiert oder elektrisch leitend verbunden. Hierzu weist die Verschaltungsein- richtung eine der Anzahl der Phasen entsprechende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen als Verschaltungspunkte des Wicklungsdrahts mit Phasenanschlüs- sen an einer Statorstirnseite auf. Vorzugsweise sind die beiden Phasen- oder Drahtenden des Wicklungsdrahts ebenfalls mit einem Phasenanschluss verschal- tet oder verschaltbar.

Jede Stecktasche weist zwei vertikale U-Schenkel mit einem zwischen diesen an- geordneten Kontaktschlitz zur Aufnahme eines jeweiligen Drahtabschnitts des Wicklungsdrahts auf. Vorzugsweise wird der Wicklungsdraht abschnittsweise in den Kontaktschlitz eingesetzt und anschließend mittels des Schneidklemmkon- takts elektrisch kontaktiert und mechanisch fixiert. Erfindungsgemäß ist einer der beiden vertikalen U-Schenkel der Stecktasche ent- lang einer Axialrichtung des Stators länger als der jeweils andere vertikale U- Schenkel ausgeführt. Mit anderen Worten weisen die vertikalen U-Schenkel der Stecktaschen entlang der Axialrichtung zueinander unterschiedliche Längen auf. Der Wicklungsdraht wird zur Bildung der Phasenleiter oder Spulendrähte der Drehfeldwicklung beispielsweise vollautomatisch mittels eines Einnadel- oder Mehrnadelverfahrens auf die Statorzähne des Statorblechpakets aufgebracht. Der verlängerte U-Schenkel wirkt hierbei als eine (axial) erhöhte Schulter im Zuge des Wickelprozesses. Beim Wickeln oder Verlegen wird der Wicklungsdraht mittels eines Wickelwerkzeugs einer Wickelmaschine um den verlängerten U-Schenkel geführt und anschließend nach unten, also axial in Richtung des Statorblechpa- kets, gezogen. Dadurch gleitet der Wicklungsdraht am verlängerten U-Schenkel ab, und wird somit in die gewünschte Position innerhalb des Kontaktschlitzes ge- bracht.

Mit anderen Worten ist es somit möglich, den Wicklungsdraht im Zuge eines Wi- ckelprozesses ohne Verwendung zusätzlicher Haltevorrichtungen oder derglei- chen der Wickelmaschine und/oder der Verschaltungseinrichtung in dem Kontakt- schlitz anzuordnen. Dadurch ist es in einfacher Art und Weise möglich, den Stator in einem Durchgang, also ohne eine Unterbrechung des Wickelprozesses, mit der Drehfeldwicklung zu bewickeln. Dadurch ist ein besonders geeigneter Stator reali- siert, welcher insbesondere hinsichtlich des Montage- oder Wicklungsaufwands verbessert ist. Insbesondere ist es bei dem erfindungsgemäßen Stator möglich, vergleichsweise einfache Wickelmaschinen zur Herstellung der Drehfeldwicklung zu verwenden, wodurch die Herstellung des Stators vereinfacht und in der Folge Herstellungskosten reduziert werden. Durch die Kontaktierung des durchgängigen Wicklungsdrahts mittels in die Steck- taschen einsteckbaren Schneidklemmkontakten wird die Verschaltung der Dreh- feldwicklung und somit des Stators wesentlich vereinfacht. Insbesondere wird die Ankontaktierung der Spulen oder Phasen vereinfacht, da kein zusätzlicher Abiso- lationsschritt für den isolierten Wicklungsdraht bei der Montage und Verschaltung benötigt wird. Dadurch ist eine lötfreie und werkzeugreduzierte Verbindung und elektrische Kontaktierung zwischen dem Wicklungsdraht und dem jeweils zuge- ordneten Phasenanschluss realisiert. Dies überträgt sich in der Folge vorteilhaft auf eine Reduzierung des Montageaufwands bei der Montage des Stators, wodurch dessen Herstellungskosten weiter reduziert werden. Des Weiteren ist eine einfache und kostengünstige Kontaktierung und Fixierung des Wicklungs- drahts realisiert. Der oder jeder Schneidklemmkontakt weist beispielsweise zwei unter Bildung ei- nes Schneidklemmschlitzes mit freiendseitiger Schlitzöffnung zueinander beab- standete Schneidklemmschenkel zum Kontaktieren von mindestens einem in dem Kontaktschlitz der zugeordneten Stecktasche einsitzenden Drahtabschnitt auf, wobei die Schneidklemmschenkel im Montage- oder Fügezustand in Aufnahmen der vertikalen U-Schenkel der Stecktasche einsitzen. Der Kontaktschlitz der Steck- tasche und der Schneidklemmschlitz des Schneidklemmkontakts sind hierbei ge- eigneterweise fluchtend zueinander orientiert. Die Schlitze des Schneidklemmkon- takts und der Stecktasche verlaufen zweckmäßigerweise axial, dies bedeutet be- zogen auf den Montagezustand des Stators in Axialrichtung.

Die Stecktasche ist insbesondere zur Aufnahme von mindestens einem Drahtab- schnitt des Wicklungsdrahts ausgebildet. Der Schneidklemmkontakt wird bei spielsweise axial in die Stecktasche eingesteckt, wobei der Drahtabschnitt in die- sem Bereich dauerhaft kontaktiert wird. Der Schneidklemmschlitz und/oder die Schneidklemmschenkel des Schneidklemmkontakts sind daher vorzugsweise der- art ausgebildet, dass der mindestens eine in den Schneidklemmschlitz eingeführte und dort an mindestens einer schenkelseitigen Messerkante entlanggeführte Drahtabschnitt des Wicklungsdrahts betriebssicher und zuverlässig kontaktiert ist.

In einer vorteilhaften Ausführung ist der Wicklungsdraht tangential, also entlang der Tangentialrichtung oder entlang des Umfangs des Stators, zur jeweiligen Stecktasche geführt, wobei der entlang der Tangentialrichtung vorderseitige U- Schenkel der Stecktasche axial verlängert ist. Dadurch ist ein besonders einfa- ches Verlegen und Verschalten des Wicklungsdrahts im Zuge eines Wickelpro- zesses realisiert.

Der Wicklungsdraht wird hierbei tangential zum verlängerten vertikalen U- Schenkel geführt und um diesen herumgeschlungen, also um den U-Schenkel herum verlegt. Der verlängerte U-Schenkel wirkt somit als eine Verlegehilfe und als ein Umlenkmittel im Zuge des Wickelprozesses. Mit anderen Worten ist der Wicklungsdraht als Drahtschlinge oder Drahtschlaufe um den verlängerten U- Schenkel der Stecktasche geführt. Der Wicklungsdraht wird also beispielsweise tangential und radial innenseitig zum verlängerten U-Schenkel hingeführt und tan- gential und radial außenseitig zum verlängerten U-Schenkel ab- oder weggeführt. Anschließend wird der Wicklungsdraht nach unten gezogen, so dass er in den Kontaktschlitz eingeleitet. Dadurch wird sichergestellt, dass der Wicklungsdraht unter Zug, also unter einer gewissen (mechanischen) Vorspannung, in die Kon- taktschlitze eingelassen wird, so dass eine besonders materialsparende und bau- raumkompakte Drehfeldwicklung realisiert ist.

In einer denkbaren Ausgestaltung weist das Freiende des verlängerten U- Schenkels eine dem Kontaktschlitz zugewandte Fase oder Schräge als Einführhil- fe für den Wicklungsdraht auf. Bei einer Verlegung des Wicklungsdrahts um den längeren U-Schenkel herum und bei einem anschließenden Absenken des Wick- lungsdrahts, gleitet dieser selbsttätig von der Fase in den Kontaktschlitz ein.

Dadurch ist ein besonders einfaches und aufwandarmes Verlegen des Wicklungs- drahts realisiert.

In einer bevorzugten Weiterbildung ist der horizontale U-Schenkel der Stecktasche entlang der Tangentialrichtung orientiert. Die Öffnungsrichtung des Kontaktschlit- zes ist hierbei entlang der Radialrichtung, also quer zur Tangentialrichtung, orien- tiert. Dadurch wird ein besonders zweckmäßiges Verlegen des Wicklungsdrahts, auch unter Zug, gewährleistet. Mit anderen Worten verläuft der Wicklungsdraht im kontaktierten Bereich normal zur vom Kontaktschlitz aufgespannten Schlitzebene, also entlang der Radialrichtung. Die Stecktaschen sind vorzugsweise jeweils zwischen zwei entlang der Tangenti- alrichtung benachbarten Statorzähnen angeordnet. Die jeweilige Stecktasche ist hierbei zweckmäßigerweise axial oberhalb eines umfangsseitigen Statorjochs des Statorblechpakets angeordnet. In einer alternativen Weiterbildungsform sind die horizontalen U-Schenkel der Stecktaschen beispielsweise um 90° gedreht, also parallel oder entlang der Radi- alrichtung orientiert. Wobei die Öffnungsrichtungen der Kontaktschlitze entspre- chend entlang der Tangentialrichtung orientiert sind. Ein zusätzlicher oder weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die oder jede Stecktasche eine radial außenseitige, also dem Außenumfang des Stators oder des Statorblechpakets zugewandte, Außenkontur als Abstützkontur aufweist, wel- che der Stecktasche radial emporsteht. In einer geeigneten Weiterbildung weist die Abstützkontur eine gekrümmt verlaufende Drahtführung auf, mittels welcher der Wicklungsdraht von einem Boden des Kontaktschlitzes aus von einem axialen in einen tangentialen Verlauf überführt wird. Die Abstützkontur wirkt somit als Terminierung zur radial außenseitigen, tangentialen Führung des Wickeldrahts an der Stecktasche. Dadurch ist ein besonders effektiver und aufwandsarmer Wickel- prozess sichergestellt.

In einer bevorzugten Ausbildung ist die Abstützkontur an dem axial verlängerten U-Schenkel der Stecktasche angeformt. Mit anderen Worten ist die Abstützkontur als eine radial außenseitige Verbreiterung des U-Schenkels der Stecktasche aus- gebildet. Dadurch ist eine besonders zweckmäßige Führung des Wicklungsdrahts ermöglicht.

Die Ausgestaltung der Stecktasche mit einer vorstehend beschriebenen Abstütz- kontur wird als eine eigenständige Erfindung angesehen.

Insbesondere wird auch ein entsprechender Stator einer elektrischen Maschine, insbesondere Elektromotor eines Kraftfahrzeugs, als eine eigenständige Erfindung angesehen. Ein solcher Stator weist ein Statorblechpaket auf, welches eine An- zahl von Statorzähnen aufweist und mit einer auf den Statorzähnen angeordneten, mehrere Phasen umfassenden Drehfeldwicklung versehen ist, wobei die Phasen der Drehfeldwicklung aus einem durchgängig gewickelten Wicklungsdraht gebildet sind. Ein solcher Stator weist weiterhin eine Verschaltungseinrichtung mit einer der Anzahl der Phasen entsprechende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen zur Aufnahme jeweils eines Schneidklemmkontaktes als Verschaltungspunkt des Wicklungsdrahts mit Phasenanschlüssen an einer Statorstirnseite, auf. Jede der Stecktaschen weist hierbei zwei vertikale U-Schenkel und einen zwischen diesen angeordneten Kontaktschlitz zur Aufnahme des Wicklungsdrahts auf, wobei an die Stecktasche eine vorstehend beschrieben Außen- oder Abstützkontur angeformt ist.

Ein zusätzlicher oder weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die Verschal- tungseinrichtung zwei Verlegeringe aufweist, welche an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Statorblechpakets axial aufgesetzt sind. Die Verlegeringe sind hierbei vorzugsweise isolierende, also elektrisch nicht leitende Kunststoffteile. Die Verlegeringe weisen jeweils eine Anzahl der Statorzähne entsprechende Anzahl von radial nach innen gerichteten halbhülsenartigen Spulenkörpern auf, wobei die Spulen der Drehfeldwicklung um die Spulenkörper gewickelt sind. Mit anderen Worten sind die die Spulen bildenden Spulenwicklungen, also der Wicklungsdraht, jeweils um einen den jeweiligen Statorzahn umgreifenden Spulenträger der ge- genüberliegend angeordneten Verlegeringe gewickelt. Der Spulenträger weist vor- zugsweise stirnseitige, dass bedeutet senkrecht zur Zahnlängsrichtung gerichtete, Flanschkragen auf, zwischen denen der vorhandene Wickelraum begrenzt ist. Der Spulenträger verhindert somit ein Heruntergleiten der Drehfeldwicklung von den Zähnen des Stators.

In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung sind die Stecktaschen einstückig an einem der Verlegeringe, welcher nachfolgend auch als Verschaltungsring be- zeichnet ist, angeformt. Insbesondere sind die Stecktaschen und der Verlege- o- der Verschaltungsring als ein gemeinsames Spritzgussteil hergestellt. Dadurch ist eine besonders kostengünstige und aufwandsreduzierte Herstellung der Verschal- tungseinrichtung gewährleistet, welche sich in der Folge vorteilhaft auf die Herstel- lungskosten des Stators überträgt.

In einer bevorzugten Anwendung ist der Stator Teil einer elektrischen Maschine, insbesondere eines Elektromotors eines Kraftfahrzeugs. Der Elektromotor ist hier bei vorzugsweise als elektromotorischer Antrieb einer elektrischen Ölpumpe, bei- spielsweise für ein Kraftfahrzeuggetriebe, ausgebildet. Durch die Verwendung ei- nes erfindungsgemäßen Stators ist eine besonders zweckmäßige und kosten- günstige Maschine realisiert. Derartige Ölpumpen und insbesondere auch sogenannte Hilfs- oder Zusatzpum- pen dienen zum Fördern von Öl als Schmiermittel für insbesondere bewegte Teile oder Komponenten beispielsweise auch eines verbrennungsmotorisch, hybrid- technisch oder elektrisch angetriebenen Fahrzeugs (Kraftfahrzeugs). Eine solche Ölpumpe erzeugt üblicherweise aufgrund deren Fördereigenschaften einen Öl- kreislauf, beispielsweise mit einem Ölsumpf zur Aufnahme von überschüssigem Öl und/oder Leckageöl. Eine beispielsweise elektrisch oder elektromotorisch ange- triebene Hilfs- oder Zusatzpumpe dient häufig zur zumindest zeitweisen Schmie- rung oder Zusatzschmierung von Getriebeteilen eines Fahrzeuggetriebes, insbe- sondere eines Automatikgetriebes. Das geförderte Öl dient hierbei häufig auch zur Kühlung von Komponenten oder Zusatzkomponenten des Antriebsstranges eines derartigen Fahrzeugs.

Die erfindungsgemäße Verschaltungseinrichtung ist für einen Stator einer elektri- sehen Maschine geeignet und eingerichtet. Der Stator weist hierbei mit eine Dreh- feldwicklung mit einer Anzahl von Phasen auf, wobei jede Phase mindestens eine Spule umfasst, und wobei die Phasen der Drehfeldwicklung aus einem durchgän- gig gewickelten Wicklungsdraht gebildet sind. Die Verschaltungseinrichtung weist hierbei eine der Anzahl der Phasen entsprechende Anzahl von U-förmigen Steck- taschen zur Aufnahme jeweils eines Schneidklemmkontaktes zur Kontaktierung des Wicklungsdrahts mit Phasenanschlüssen an einer Statorstirnseite auf. Die oder jede Stecktasche ist mit zwei vertikalen U-Schenkeln und mit einen zwischen diesen angeordneten Kontaktschlitz zur zumindest abschnittsweisen Aufnahme des Wicklungsdrahts ausgeführt. Erfindungsgemäß ist einer der beiden vertikalen U-Schenkel der Stecktasche entlang einer Axialrichtung länger als der jeweils an- dere vertikale U-Schenkel ausgeführt.

Die Verschaltungseinrichtung ist insbesondere zur Kontaktierung eines Elektromo- tors einer elektrischen Ölpumpe für Anwendungen im Kraftfahrzeug- und Automo- bilbereich geeignet und eingerichtet.

Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen: Fig. 1 in einer schematischen und vereinfachten Darstellung einen Öl- kreislauf eines Kraftfahrzeugs mit einer elektromotorischen Ölpum- pe,

Fig. 2 in perspektivischer Darstellung die Ölpumpe mit einem Elektromo- tor,

Fig. 3 und 4 in perspektivischer Darstellung ausschnittsweise einen Stator des

Elektromotors mit einer Drehfeldwicklung und mit einer Verschal- tungseinrichtung mit einem Schneidklemmkontakt und mit einer Stecktasche mit Blick auf eine radiale Innenseite der Stecktasche, Fig. 5 in perspektivischer Darstellung ausschnittsweise den Stator mit

Blick auf eine radiale Außenseite der Stecktasche,

Fig. 6 in Frontansicht die Stecktasche mit Blick auf die radiale Innenseite bei einem Wickelvorgang, bei welchem ein Wickeldraht um einen U-Schenkel der Stecktasche gelegt wird,

Fig. 7 in Draufsicht die Stecktasche bei einem Wickelvorgang,

Fig. 8 in Frontansicht die Stecktasche mit Blick auf die radiale Innenseite bei einem Eingleiten des Wickeldrahts in einen Kontaktschlitz der Stecktasche, und

Fig. 9 in Draufsicht die Stecktasche bei einem Eingleiten des Wickeldrahts in einen Kontaktschlitz der Stecktasche.

Einander entsprechende Teile und Größen sind in allen Figuren stets mit den glei chen Bezugszeichen versehen.

Fig.1 zeigt in schematischer und vereinfachter Darstellung einen Teilbereich eines Ölkreislaufs 2 eines nicht näher dargestellten Kraftfahrzeugs. Der Ölkreislauf 2 umfasst eine elektrische oder elektromotorische Pumpe 4 als kombinierte Flaup- tölpumpe und Hilfs- oder Zusatzpumpe zur Beförderung eines Fluides 6, insbe- sondere eines (Schmier-)Öls zu Getriebeteilen eines Fahrzeuggetriebes.

Die im Nachfolgenden auch als Ölpumpe bezeichnete Pumpe 4 weist einen Elekt- romotor 8 als elektrische Maschine auf. Im Betrieb der Maschine 8 bzw. der Pum- pe 4 wird das Öl 6 mittels einer Unterdruckleitung 10 aus einem Ölsumpf 12 über einen (Pumpen-)Einlass 14 angesaugt und über einen (Pumpen-)Auslass 16 in eine Ölleitung 18 hineingepumpt, welche sich in eine Hauptölleitung 20 und in eine Hilfs- oder Zusatzleitung 22 aufteilt.

Die Hauptölleitung 20 bildet einen Hauptölkreislauf des Ölkreislaufs 2 und ist ins- besondere zur Versorgung und Betätigung von hydraulischen Getriebeaktuatoren 24 vorgesehen, mit denen beispielsweise die Gänge einer Getriebeanordnung 26 eines vorzugsweise als Automatikgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe ausge- führten Fahrzeuggetriebes eingelegt beziehungsweise umgeschaltet werden. Die Hilfs- oder Zusatzleitung 22 ist entsprechend insbesondere Teil eines Hilfs- oder Zusatzkreislaufs zur zumindest zeitweisen Schmierung oder Zusatzschmierung von Getriebeteilen wie beispielsweise der Getriebeanordnung 26. Die Ölpumpe 4 ist in der Fig. 2 vergleichsweise detailliert gezeigt. Die Ölpumpe 4 umfasst ein Pumpengehäuse 28 mit einer nicht näher gezeigten Pumpenmechanik zur Förderung des Öls 6. Die Pumpenmechanik ist antriebstechnisch mit der Ma- schine 8 gekoppelt. Hierzu ist die Maschine 8 an einer ersten Stirnseite an dem Pumpengehäuse 28 befestigt. An der dem Pumpengehäuse 28 gegenüberliegen- den Stirnseite der Maschine 8 ist ein Funktionsträger 30 vorgesehen, welcher eine (Motor-)Elektronik zum Betrieb der Maschine 8 trägt. Zur Entwärmung und Schutz der Elektronik ist diese mittels einer Kühlstruktur 32 fluiddicht abgedeckt. Mit ande- ren Worten bilden der Funktionsträger 30 und die Kühlstruktur 32 ein geschlosse- nes Elektronikgehäuse der Ölpumpe 4.

In den Figuren 3 bis 5 ist ausschnittsweise ein Stator 34 der Maschine 8 darge- stellt. Der Stator 34 weist ein stanzpakettiertes Statorblechpaket 36 auf. Das Statorblechpaket 36 weist eine Anzahl von radial nach innen gerichteten

Statorzähnen 38 auf, welche eine beispielsweise dreiphasige Drehfeldwicklung 40 tragen.

Nachfolgend sind Richtungsangaben insbesondere bezüglich des Montagezu- stands des etwa zylindrischen Stators 34 angegeben. Die Axialrichtung A ist hier- bei entlang der Längsrichtung oder Zentralachse des Stators 34 orientiert. Die Ra- dialrichtung R erstreckt sich von der Zentralachse aus zu einem Außenumfang des Stators 34. Die Tangential- oder Azimutalrichtung T ist senkrecht zur Axialrich- tung A und der Radialrichtung R, und somit entlang des Außenumfangs des Sta- tors 34 orientiert.

Die Phasen der Drehfeldwicklung 40 sind aus einem durchgängig, also unterbre- chungsfreien, Wicklungsdraht 42 gewickelt, welcher als Mehrfachspule auf die Statorzähne 38 gewickelt ist. Der Wicklungsdraht 42 ist in diesem Ausführungs- beispiel insbesondere in einem Einnadelwickelprozess auf das Statorblechpaket 36 beziehungsweise auf die Statorzähne 38 aufgebracht. Der Wicklungsdraht 42 ist hierbei im Bereich der Statorzähne 38 als Spulen um diese gewickelt und an- sonsten insbesondere tangential entlang eines Außenumfangs des Stators 34 be- ziehungsweise des Statorblech pakets 36 geführt.

Der Stator 34 weist eine Verschaltungseinrichtung 44 zur Führung und Verschal- tung des Wicklungsdrahts 42 auf. Die Verschaltungseinrichtung 44 weist zwei Ver- legeringe 46 auf, welche an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Statorblech- pakets 36 auf dieses axial aufgesetzt sind. In den Ausschnitten der Figuren 3 bis 9 ist lediglich jeweils einer der Verlegeringe 46 dargestellt.

Die Verlegeringe 46 weisen jeweils eine Anzahl der Statorzähne 38 entsprechen- de Anzahl von radial nach innen gerichteten halbhülsenartigen Spulenkörper 48 auf, wobei der Wicklungsdraht 42 der Drehfeldwicklung 40 um die Spulenkörper 48 gewickelt sind.

Der dargestellte, dem Funktionsträger 30 zugewandte, Verlegeringe 46 weist wei- terhin eine der Anzahl der Phasen der Drehfeldwicklung 40 entsprechende Anzahl von U-förmigen Stecktaschen 50 auf. Die Stecktaschen 50 sind hierbei zur Auf- nähme jeweils eines Schneidklemmkontaktes (Klemmstecker) 52 ausgebildet. Die Stecktaschen 50 sind hierbei einteilig, also einstückig oder monolithisch, an dem Verlegering 46 angeformt. Die eingesteckten Schneidklemmkontakte 52 wirken als jeweiliger Verschaltungs- punkt des Wicklungsdrahts 42 mit Phasenanschlüssen an der dem Funktionsträ- ger 30 zugewandten Statorstirnseite. Hierzu weisen die Schneidklemmkontakte 52 eine etwa U-förmige Aussparung 54 auf, in welche der jeweilige Phasenanschluss im Montagezustand kontaktierend eingreift.

Die etwa U-förmige, hülsenartige Stecktasche 50 ist hierbei zur Aufnahme und Kontaktierung eines jeweiligen Drahtabschnitts des Wicklungsdrahts 42 geeignet und eingerichtet. Der horizontale U-Schenkel (Horizontalschenkel) 50a der Steck- tasche 50 ist hierbei entlang der Tangentialrichtung T orientiert, wobei die zwei hierzu senkrecht angeordneten vertikalen U-Schenkel (Vertikalschenkel) 50b und 50c entlang der Axialrichtung A orientiert sind. Zwischen den U-Schenkel 50b und 50c ist mittig oder zentral ein länglicher Kontaktschlitz 56 vorgesehen, in welchen der Wicklungsdraht 42 einsitzt. Der Kontaktschlitz 56 verläuft somit entlang der Axialrichtung A, wobei der Kontaktschlitz 56 entlang der Radialrichtung R geöffnet ist.

Die vertikalen U-Schenkel 50b und 50c der Stecktasche 50 weisen jeweils eine nutenartige Aufnahmekammer 58 auf, welche zu dem zentralen Kontaktschlitz 56 hin geöffnet ist. In die Aufnahmekammern 58 ist - wie in den Figuren 3 bis 5 ange- deutet - der metallische Schneidklemmkontakt 52 eingesteckt oder einsteckbar.

Der Schneidklemmkontakt 52 weist eine der Stecktasche 50 zugewandte etwa U- förmige Schneide auf. Bei einem Einstecken des Schneidklemmkontakts 52 wird der als Isolierdraht ausgeführte Wicklungsdraht 42 der Drehfeldwicklung 40 einer- seits form- und kraftschlüssig in den Kontaktschlitz 56 eingepresst oder einge- quetscht, wobei andererseits die Schneide die Isolierungen des Isolierdrahts durchschneidet oder zumindest durchtrennt. Dadurch wird eine elektrisch leitfähi ge Ader des Wickklungsdrahts 42 mit dem Schneidklemmkontakt 52 elektrisch leitfähig kontaktiert, wobei der Schneidklemmkontakt 52 wiederrum im Montage- zustand über die Aussparung 54 mit den nicht näher dargestellten Phasenan- schlüssen zur Bestromung der Drehfeldwicklung 40 kontaktiert ist. Wie in den Figuren 3 bis 9 vergleichsweise deutlich ersichtlich ist, ist der vertikale U-Schenkel 50c der Stecktasche 50 entlang der Axialrichtung A länger als der ver- tikale U-Schenkel 50b ausgeführt. Mit anderen Worten überragt ein Freiende 60 des U-Schenkels 50c das entsprechende Freiende des U-Schenkels 50b entlang der Axialrichtung A.

Der Wicklungsdraht 42 ist tangential, also entlang der Tangentialrichtung T oder entlang des Umfangs des Stators 34, zur jeweiligen Stecktasche 50 geführt, wobei der entlang der Tangentialrichtung T vorderseitige U-Schenkel 50c der Steck- tasche 50 axial verlängert ist.

Das Freiende 60 des verlängerten U-Schenkels 50c ist - wie insbesondere in Fig. 4 ersichtlich - mit einer dem Kontaktschlitz 56 zugewandten Fase oder Schräge 62 als Einführhilfe für den Wicklungsdraht 42 ausgeführt.

Wie insbesondere in der Fig. 5 gezeigt, ist der U-Schenkel 50c mit einer außen- umfangsseitigen, also einer radial außenseitigen, dem Außenumfang des Stators 34 oder des Statorblechpakets 36 zugewandten, Abstützkontur 64 versehen. Die Abstützkontur 64 steht hierbei der Stecktasche 50 beziehungsweise dem U- Schenkel 50c radial empor. Die Abstützkontur 64 ist, wie beispielsweise in der Fig. 3 ersichtlich, als radiale Verdickung oder Schulter des U-Schenkels 50c aus- geführt.

Die Abstützkontur 64 weist in einer durch die Radialrichtung R und Tangentialrich- tung T aufgespannten Ebene etwa eine Querschnittsform eines rechtwinkeligen Dreiecks auf. Die Katheten sind hierbei entlang der Radialrichtung R einerseits und der Tangentialrichtung R andererseits orientiert, wobei die Flypotenuse aus- gehend vom Kontaktschlitz 56 derart geneigt ist, dass der U-Schenkel 50a ausge- hend von dem Kontaktschlitz 56 entlang der Tangentialrichtung T zunehmend ra- dial verjüngt wird.

Die Abstützkontur 64 weist von einem Boden des Kontaktschlitzes 56 ausgehend einen gekrümmten Verlauf 66 auf. Mittels des nachfolgend auch als Drahtführung bezeichneten Verlaufs 66 wird der Wicklungsdraht 42, von dem Boden des Kon- taktschlitzes 56 aus, von einem axialen in einen tangentialen Verlauf überführt.

Der in dem Kontaktschlitz 56 radial geführte Drahtabschnitt des Wicklungsdrahts 42 ist hierbei axial gebogen und entlang der Drahtführung 66 verlaufend geführt, so dass der Wicklungsdraht 42 am Ende der Drahtführung 66 entlang der Tangen- tialrichtung T verläuft. Die Abstützkontur 64 wirkt somit als eine Terminierung zur radial außenseitigen und tangentialen Führung des Wickeldrahts 42 an der Steck- tasche 50. Die Ausgestaltung der Stecktasche 50 mit einer vorstehend beschriebenen Ab- stützkontur 64 wird als eine eigenständige Erfindung angesehen.

Die Stecktaschen 50 des Verlegerings 46 weisen eine zusätzliche Terminierung 68 auf, welche als nutenartige Aussparung am U-Schenkel 50a angeformt ist. Die Terminierung 68 dient einer umfangs- oder tangentialseitigen Führung des Wick- lungsdrahts 42 hinter den Statorzähnen 38 von Statorzahn 38 zu Statorzahn 38, sodass der entsprechende Drahtabschnitt des Wicklungsdrahts 42 nicht mit dem an der Abstützkontur 64 oder Drahtführung 66 geführten Drahtabschnitt kollidiert. Nachfolgend ist der Wicklungsprozess zum Bestücken des Statorblechpakets 36 mit der Drehfeldwicklung 40 anhand der Figuren 6 bis 9 näher erläutert. Die Pfeile der Figuren 6 bis 9 deuten den Verlauf des Wicklungsdrahts 42 im Zuge des Wick- lungsprozesses an. Der Wicklungsdraht 42 wird zur Bildung der Phasenleiter oder Spulendrähte der Drehfeldwicklung 40 vollautomatisch mittels eines Einnadelverfahrens auf die Spu- lenkörper 48 der Statorzähne 38 des Statorblechpakets 36 aufgebracht. Der ver- längerte U-Schenkel 50c wirkt hierbei als eine (axial) erhöhte und (radial) verbrei- terte Schulter im Zuge des Wickelprozesses.

Beim Wickeln wird der Wicklungsdraht 42 mittels eines Wickelwerkzeugs einer Wickelmaschine - wie in der Fig. 6 und Fig. 7 angedeutet - von einem als Spu- lenwicklung ausgeführten Drahtabschnitt tangential und radial innenseitig zu dem verlängerten U-Schenkel 50c geführt. Das Wickelwerkzeug ist hierbei breiter als der Kontaktschlitz 56 ausgeführt, so dass der Wicklungsdraht 42 einerseits ober- halb des Freiendes des U-Schenkels 50b und andererseits unterhalb des Freien- des 60 des U-Schenkels 50c kollisionsfrei geführt wird. Mit anderen Worten wird der Wicklungsdraht 42 im Bereich der Fase 62 an dem U-Schenkel 50c angelegt.

Anschließend wird der Wicklungsdraht 42 - wie in den Figuren 8 und 9 angedeutet - derart verlegt oder gewickelt, dass er an der Drahtführung 66 der Abstützkontur 64 verläuft. Dadurch wird der Wicklungsdraht 42 abgesenkt, also axial nach unten bewegt. Der Drahtabschnitt an der Fase 62 gleitet hierbei entlang der Axialrich- tung A ab und wird somit in den Kontaktschlitz 56 eingezogen. Dadurch wird der Wicklungsdraht 42 in der Stecktasche 50 geführt, insbesondere wird der Wick- lungsdraht 42 hierbei an den Boden des Kontaktschlitzes 56 gelegt. Der verlängerte U-Schenkel 50c wirkt somit als eine Verlegehilfe und als ein Um- lenkmittel im Zuge des Wickelprozesses. Mit anderen Worten ist der Wicklungs- draht 42 als Drahtschlinge oder Drahtschlaufe um den verlängerten U-Schenkel 50c der Stecktasche 50 geführt. Somit ist es möglich, den Wicklungsdraht 42 im Zuge eines Wickelprozesses ohne Verwendung zusätzlicher Flaltevorrichtungen oder dergleichen der Wickelmaschi- ne in dem Kontaktschlitz 56 anzuordnen. Dadurch ist es möglich, den Stator 34 in einem Durchgang, also ohne eine Unterbrechung des Wickelprozesses, mit der Drehfeldwicklung 40 zu bewickeln.

Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu ver- lassen. Insbesondere sind ferner alle mit den Ausführungsbeispielen beschriebe- nen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere ist es möglich, dass die Drehfeldwicklung 40 mehr als drei Phasen aufweist, wobei eine entsprechend größere Anzahl von Stecktaschen 50 und Schneidklemmkontakte 52 zur Verschaltung vorgesehen sind.

Bezugszeichenliste

2 Ölkreislauf

4 Ölpumpe

6 Fluid/Öl

8 Elektromotor/Maschine

10 Unterdruckleitung

12 Ölsumpf

14 Einlass

16 Auslass

18 Ölleitung

20 Hauptölleitung

22 Hilfsleitung/Zusatzleitung

24 Getriebeaktuator

26 Getriebeanordnung

28 Pumpengehäuse

30 Funktionsträger

32 Kühl Struktur

34 Stator

36 Statorblechpaket

38 Statorzahn

40 Drehfeldwicklung

42 Wicklungsdraht

44 Verschaltungseinrichtung

46 Verlegering

48 Spulenkörper

50 Stecktasche

50a, 50b, 50c U-Schenkel

52 Schneid klemmkonta kt

54 Aussparung

56 Kontaktschlitz

58 Aufnahmekammer

60 Freiende 62 Fase/Schräge

64 Abstützkontur

66 Verlauf/Drahtführung

68 Terminierung

A Axialrichtung

R Radialrichtung

T Tangentialrichtung




 
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