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Title:
STEERING COLUMN FOR A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/096664
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a steering column for a motor vehicle, comprising: an actuating unit (2) with a steering shaft (3) mounted for rotation about its longitudinal axis (L) in an outer steering column (2a); a support unit (1) which can be connected to the body of the motor vehicle and in which the actuating unit (2) can be accommodated; a securing mechanism (5) which can be moved between a release position, in which the actuating unit (2) can be released and displaced relative to the support unit (1) for adjustment, and a securing position, in which the actuating unit (2) is fixed in relation to the support unit (1) until a predefined release force is attained; and an actuating element (8) which is coupled to the securing mechanism (5) and designed to move between the release position and the securing position. The actuating element (8) can be shifted between different operating positions: an adjusting operating position, in which the securing mechanism is moved into the release position, the actuating unit being displaced in relation to the support unit along an adjustment path and the length of said adjustment path being limited by a limiting element; a securing operating position, in which the securing mechanism is moved into the securing position, the actuating unit being displaceable in relation to the support unit once a predefined release force has been exceeded, cancelling the limiting of the adjustment path; and a stowage operating position, in which the securing mechanism is moved into the securing position and the actuating unit is displaceable in relation to the support unit, cancelling the limiting of the adjustment path.

Inventors:
KURZ, Hannes (Reichenfeldgasse 8a, 6800 Feldkirch, 6800, AT)
Application Number:
EP2018/080583
Publication Date:
May 23, 2019
Filing Date:
November 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP PRESTA AG (Essanestraße 10, 9492 Eschen, 9492, LI)
THYSSENKRUPP AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
International Classes:
B62D1/183; B62D1/184
Foreign References:
DE102011056351A12013-06-13
DE102009055973B32011-06-16
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Lenksäule für ein Kraftfahrzeug, umfassend

- eine Stelleinheit (2) mit einer in einem Mantelrohr (2a) um ihre Längsachse (L) dreh- bar gelagerten Lenkwelle (3),

- eine mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbare Trageinheit (1 ), in der die Stelleinheit (3) aufnehmbar ist,

- eine Fixiereinrichtung (5), die umschaltbar ist, zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit (2) relativ zur Trageinheit (1 ) zur Verstellung verschiebbar freigeben ist, und einer Fixierstellung, in der die Stelleinheit (2) gegenüber der Trageinheit (1 ) bis zum Erreichen einer vorgegebenen Lösekraft festgelegt ist,

- ein Stellelement (8), welches mit der Fixiereinrichtung (5) gekoppelt ist und zur Um- schaltung zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung eingerichtet ist, wobei das Stellelement (8) zwischen unterschiedlichen Bedienstellungen verlagerbar ist:

- einer Verstell-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Freigabestellung umgeschaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit entlang eines Ver- stellwegs verschiebbar ist und die Länge des Verstellweges mit einer Begrenzung be- grenzt ist, und

- einer Fixier-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Fixierstellung um- geschaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit nach Überschreiten einer vorbestimmten Lösekraft verschiebbar ist und die Begrenzung des Verstellwegs aufgehoben ist,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das Stellelement (8) weiter in eine Verstau- Bedienstellung verlagerbar ist, in welcher die Fixiereinrichtung in die Freigabestellung umgeschaltet ist und Stelleinheit gegenüber der Trageinheit verschiebbar ist, wobei die Begrenzung des Verstellwegs aufgehoben ist.

2. Lenksäule für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 , g e k e n n z e i c h n e t durch

- einen ersten Anschlag (17), der an der Stelleinheit (2) angeordnet ist; und

- ein schwenkbares Bauteil (13), welches an der Trageinheit (1 ) angeordnet und mit dem Stellelement (8) wirkverbunden ist, wobei das schwenkbare Bauteil (13) beim Schwenken des Stellelements (8) zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Nichtbegrenzungsstellung verschwenkt wird und wobei das schwenkbare Bauteil (13)

- in der Begrenzungsstellung einen dem ersten Anschlag (17) zugeordneten, zwei- ten Anschlag (18) ausbildend mit dem ersten Anschlag (17) kollidierbar ist und - in der Nichtbegrenzungsstellung mit dem ersten Anschlag (17) unkollidierbar ange- ordnet ist, wobei

- in der Verstau-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil (13) in der Nichtbegren- zungsstellung angeordnet ist,

- in der Verstell-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil (13) in der Begrenzungsstel- lung angeordnet ist, und

- in der Fixier-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil (13) in der Nichtbegrenzungs- stellung angeordnet ist.

3. Lenksäule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, das schwenkbare Bauteil (13) mit einem Bügelbauteil gebildet ist.

4. Lenksäule nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das schwenk- bare Bauteil (13) in der Nichtbegrenzungsstellung für die Stelleinheit(2) einen Crashver- lagerungsweg freigebend angeordnet ist.

5. Lenksäule nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das schwenkbare Bauteil (13) über eine Koppelstange (12) mit dem Stellelement (8) wirkverbunden ist.

6. Lenksäule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Drehachse (D1) für eine drehbare Lagerung der Koppelstange (12) an dem Stellelement (8) und ei- ne zweite Drehachse (D2) für die Verlagerung des Stellelements (8) zwischen der ersten und der zweiten Bedienstellung zueinander axial versetzt angeordnet sind.

7. Lenksäule nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Drehachse für eine drehbare Lagerung der Koppelstange (12) an dem schwenkbare Bauteil (13) und eine vierte Drehachse zur schwenkbaren Lagerung des schwenkbaren Bauteils (13) zwischen der Begrenzungsstellung und der Nichtbegrenzungsstellung be- abstandet angeordnet sind.

8. Lenksäule nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die zweite Drehachse für die Verlagerung des Stellelements (8) zwi- schen den Bedienstellungen und die vierte Drehachse für das Verschwenken des schwenkbaren Bauteils (13) zwischen der Begrenzungsstellung und der Nichtbegren- zungsstellung zueinander beabstandet angeordnet sind.

9. Lenksäule nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n - z e i c h n e t, dass ein Anschlagabschnitt des schwenkbaren Bauteils (13), an der der zweite Anschlag (18) gebildet ist, in Richtung der Längsachse versetzt zur Drehachse für das Verschwenken des schwenkbaren Bauteils (13) zwischen der Begrenzungsstel- lung und der Nichtbegrenzungsstellung angeordnet ist.

10. Lenksäule nach mindestens einem der vorangehenden, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass das schwenkbare Bauteil (13) an gegenüberliegenden Flanschen (14, 15) der Tra- geinheit (1 ) jeweils drehbar gelagert ist.

1 1. Lenksäule nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n - z e i c h n e t, dass die Fixiereinrichtung (5) ein elastisch verformbares Element (11 a) auf- weist, welches zusammendrückbar ist, um eine Verlagerung des Stellelements (8) in die dritte Bedienstellung zu erlauben.

12. Lenksäule für ein Kraftfahrzeug, umfassend

- eine Stelleinheit (2) mit einer in einem Mantelrohr (2) um ihre Längsachse (L) drehbar gelagerten Lenkwelle (3),

- eine mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbare Trageinheit (1 ), in der die Stelleinheit (3) aufnehmbar ist, und

- ein erster Anschlag (17), der an der Stelleinheit (2) angeordnet ist;

- einer Fixiereinrichtung (5), die zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit (2) relativ zur Trageinheit (1 ) in der Verstellung freigeben ist, und einer Fixierstellung, in der die Stelleinheit (2) gegenüber der T rageinheit (1 ) festgelegt ist, umschaltbar ist;

- einem Stellelement (8), welches an der Fixiereinrichtung (5) angeordnet und zum Be- dienen der Fixiereinrichtung (5) zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung; und

- einem Bügelbauteil (13), welches an der Trageinheit (1 ) verschwenkbar angeordnet und mit dem Stellelement (8) wirkverbunden ist, derart, dass, wenn das Stellelement (8) zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung verlagert wird, das Bügel- bauteil (13) zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Nichtbegrenzungsstellung verschwenkt wird, wobei das Bügelbauteil

- in der Begrenzungsstellung einen dem ersten Anschlag (17) zugeordneten, zwei- ten Anschlag (18) ausbildend mit dem ersten Anschlag (17) kollidierbar und in der Nichtbegrenzungsstellung mit dem ersten Anschlag (17) unkollidierbar ange- ordnet ist.

Description:
Lenksäule für ein Kraftfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Lenksäule für ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Stelleinheit mit einer in einem Mantelrohr um ihre Längsachse drehbar gelagerten Lenkwelle, eine mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbare Trageinheit, in der die Stelleinheit aufnehmbar ist, eine Fixiereinrichtung, die umschaltbar ist zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit relativ zur Trageinheit zur Verstellung verschiebbar freigegeben ist, und einer Fixierstellung, in der die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit bis zum Erreichen einer vor- gegebenen Lösekraft festgelegt ist, ein Stellelement, welches mit der Fixiereinrichtung ge- koppelt ist und zur Umschaltung zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung einge- richtet ist, wobei das Stellelement zwischen unterschiedlichen Bedienstellungen verlagerbar ist:

einer Verstell-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Freigabestellung umgeschaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit entlang eines Ver- stellwegs verschiebbar ist, wobei die Länge des Verstellweges mit einer Begrenzung be- grenzt ist,

einer Fixier-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Fixierstellung um-ge- schaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit nach Überschreiten einer vorbestimmten Lösekraft verschiebbar ist, wobei die Begrenzung des Verstellwegs auf- gehoben ist,

Hintergrund

Verstellbare Lenksäulen können eine Stelleinheit und eine Trageinheit aufweisen. Die Trag- einheit ist mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs direkt oder indirekt verbindbar und nimmt die Stelleinheit auf. Es ist eine Fixiereinrichtung vorgesehen, die dazu dient, die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit zu fixieren oder freizugeben, so dass zum Verstellen eine Relativ- verlagerung zwischen Stelleinheit und Trageinheit ermöglicht ist. Das Fixieren erfolgt bei- spielsweise mittels Klemmen. Wenn eine Verlagerung zwischen Stelleinheit und Trageinheit durch die Fixiereinrichtung freigegeben ist, kann zum Begrenzen der Verlagerung (Verstel- lung) ein fester Anschlag vorgesehen sein, der den Verstellweg zwischen Stelleinheit und Trageinheit begrenzt.

Bei verstellbaren Lenksäulen kann darüber hinaus ein Crashsystem vorgesehen sein, bei dem in einer fixierenden Stellung der Fixiereinrichtung ein Sperrhaken bzw. ein Arretierteil in eine Formschlussstruktur eines Crashelements eingreift. Aber auch andere Ausgestaltungen wurden für das Einkoppeln des Crashelements in den Kraftschluss zwischen Stelleinheit und Trageinheit vorgeschlagen.

Aus dem Dokument DE 10 201 1 056 351 A1 ist eine Lenksäule mit einem Endanschlag be- kannt, der mittels der Ansteuerung der Fixiereinrichtung in und außer Eingriff gebracht wird, so dass eine Begrenzung der Verlagerung zwischen Stelleinheit und Trageinheit bereitge- stellt ist, wenn sich die Fixiereinrichtung in der Freigabeposition befindet. Bei der bekannten Lenksäule sind ein erstes und ein zweites Bauteil vorgesehen, wobei das zweite Bauteil, die Stelleinheit, in einer durch das erste Bauteil, die Trageinheit, hindurch gebildeten und von dem ersten Bauteil wenigstens teilweise umfassten Öffnung angeordnet ist. Zum Begrenzen der Verstellung zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil ist an dem zweiten Bauteil ein erster Anschlag gebildet, der mit einem zweiten Anschlag an einem Block zusammenwirkt. Der schwenkbar gelagerte Block ist mit einem Bedienhebel wirkverbunden. Bedienhebel und Block sind um eine gemeinsame Achse drehbar, sodass der an dem Block gebildete zweite Anschlag in einer Blockstellung mit dem ersten Anschlag kollidierbar und in einer weiteren Blockstellung mit dem ersten Anschlag nicht kollidierbar ist.

Aus der DE 10 2009 055 973 B3 ist eine weitere Lenksäule mit einem Endanschlag bekannt, der mittels der Ansteuerung der Fixiereinrichtung in und außer Eingriff gebracht wird, so dass eine Begrenzung der Verlagerung zwischen Stelleinheit und Trageinheit bereitgestellt ist, wenn sich die Fixiereinrichtung in der Freigabeposition befindet. Dies ist dadurch realisiert, dass ein als Bedienhebel ausgebildetes Stellelement Steuerflächen aufweist, die mit einem Anschlagkörper in Wirkverbindung stehen und den Anschlagkörper in der Freigabestellung der Fixiereinrichtung so in Position bringen, dass die Bewegung der Stelleinheit gegenüber der Trageinheit begrenzt ist.

Zusammenfassung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Lenksäule für ein Kraftfahrzeug anzugeben, bei der eine Begrenzung eines Verstellwegs in einem Verstellbereich auf einfache und siche- re Weise bereitgestellt ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Lenksäule nach dem unabhängigen Anspruch 1. Wei- terhin ist zur Lösung eine Lenksäule nach dem nebengeordneten Anspruch 13 geschaffen. Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen. Es wird eine Lenksäule für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, umfassend eine Stelleinheit mit einer in einem Mantelrohr um ihre Längsachse drehbar gelagerten Lenkwelle,

eine mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbare Trageinheit, in der die Stellein- heit aufnehmbar ist,

eine Fixiereinrichtung, die umschaltbar ist, zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit relativ zur Trageinheit zur Verstellung verschiebbar freigeben ist, und einer Fixierstellung, in der die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit bis zum Erreichen einer vorgegebenen Lösekraft festgelegt ist,

ein Stellelement, welches mit der Fixiereinrichtung gekoppelt ist und zur Umschaltung zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung eingerichtet ist,

wobei das Stellelement zwischen unterschiedlichen Bedienstellungen verlagerbar ist: einer Verstell-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Freigabestellung umgeschaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit entlang eines Verstellwegs verschiebbar ist, wobei die Länge des Verstellweges mit einer Begren- zung begrenzt ist,

einer Fixier-Bedienstellung, in welcher die Fixiereinrichtung in die Fixierstellung um- geschaltet ist, wobei die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit nach Überschreiten einer vorbestimmten Lösekraft verschiebbar ist, wobei die Begrenzung des Verstell- wegs aufgehoben ist.

Erfindungsgemäß ist das Stellelement weiter in eine Verstau-Bedienstellung verlagerbar, in welcher die Fixiereinrichtung in die Freigabestellung umgeschaltet ist und Stelleinheit gegen- über der Trageinheit verschiebbar ist, wobei die Begrenzung des Verstellwegs aufgehoben ist.

In der Verstell-Bedienstellung ist der Verstellweg mit einer Begrenzung begrenzt, so dass die Verstellung der Stelleinheit relativ zur Trageinheit innerhalb eines vorbestimmten Bereichs ermöglicht ist, dieser jedoch durch die vorgesehene Begrenzung limitiert ist, wobei die Be- grenzung beispielsweise durch einen Anschlag bereitgestellt ist, der mit einem weiteren An- schlag zusammen wirkt und somit den Verstellweg begrenzt.

In der Verstau-Bedienstellung ist diese Begrenzung des Verstellwegs aufgehoben, so dass die Stelleinheit über den durch die Begrenzung begrenzten Verstellweg der Verstell-Bedien- stellung hinaus verstellbar ist. Somit ist der mögliche Verstellweg der Stelleinheit in der Ver- stau-Bedienstellung größer als der mögliche Verstellweg in der Verstell-Bedienstellung. Weiters wird eine Lenksäule für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, umfassend eine Stellein- heit mit einer in einem Mantelrohr um ihre Längsachse drehbar gelagerten Lenkwelle, eine mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbare Trageinheit, in der die Stelleinheit auf- nehmbar ist, und ein erster Anschlag, der an der Stelleinheit angeordnet ist; einer Fixierein- richtung, die zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit relativ zur Trageinheit in der Verstellung freigeben ist, und einer Fixierstellung, in der die Stelleinheit gegenüber der Trageinheit festgelegt ist, umschaltbar ist; einem Stellelement, welches an der Fixiereinrich- tung angeordnet und zum Bedienen der Fixiereinrichtung zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung verlagerbar ist; und einem Bügelbauteil, welches an der Trageinheit ver- schwenkbar angeordnet und mit dem Stellelement wirkverbunden ist, derart, dass, wenn das Stellelement zwischen der Freigabestellung und der Fixierstellung verlagert wird, das Bügel- bauteil zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Nichtbegrenzungsstellung ver- schwenkt wird, wobei das Bügelbauteil in der Begrenzungsstellung einen dem ersten An- schlag zugeordneten, zweiten Anschlag ausbildend mit dem ersten Anschlag kollidierbar und in der Nichtbegrenzungsstellung mit dem ersten Anschlag unkollidierbar angeordnet ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung umfasst die Lenksäule weiter

einen ersten Anschlag , der an der Stelleinheit angeordnet ist;

ein schwenkbares Bauteil, welches an der Trageinheit angeordnet und mit dem Stell-ele- ment wirkverbunden ist, wobei das schwenkbare Bauteil beim Schwenken des Stell-ele- ments zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Nichtbegrenzungsstellung ver- schwenkt wird und wobei das schwenkbare Bauteil

in der Begrenzungsstellung einen dem ersten Anschlag zugeordneten, zweiten Anschlag ausbildend mit dem ersten Anschlag kollidierbar ist und

in der Nichtbegrenzungsstellung mit dem ersten Anschlag unkollidierbar angeordnet ist, wobei

in der Verstau-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil in der Nichtbegrenzungs- stellung angeordnet ist, und

in der Verstell-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil in der Begrenzungsstellung angeordnet ist, und

in der Fixier-Bedienstellung das schwenkbare Bauteil in der Nichtbegrenzungs-stel- lung angeordnet ist.

Die Fixiereinrichtung ist eingerichtet, die Relativlage zwischen der Trageinheit und Stellein- heit beispielsweise mittels einer Klemmung zu sichern. Mithilfe der Relativverlagerung der Stelleinheit gegenüber der Trageinheit kann eine Längen- verstellbarkeit für die Lenksäule bereitgestellt sein.

Mit dem ersten und dem zweiten Anschlag ist ein mechanischer Endanschlag bereitgestellt, welcher den Verstell- oder Einstellweg beim Verstellen der Lenksäule begrenzt.

Das Stellelement kann mit einem Hebelelement oder durch einen motorischen Antrieb gebil- det sein, wobei das Hebelelement oder der motorische Antrieb mit der Fixiereinrichtung wirk- verbunden ist. Der motorische Antrieb in Kombination mit der Fixiereinrichtung wird auch als elektro-mechanische Fixiereinrichtung oder als elektrische Klemmvorrichtung bezeichnet.

In der Verstau-Bedienstellung des Stellelements ist die Stelleinheit für eine Verlagerung in Richtung der Längsachse freigegeben, wobei die Fixiereinrichtung sich in der Freigabestel- lung befindet und das schwenkbare Bauteil in der Nichtbegrenzungsstellung, so dass die Bewegung der Stelleinheit nicht durch das schwenkbare Bauteil begrenzt wird.

Die Trageinheit kann als ein Außenmantel ausgeführt sein. Die Stelleinheit umfasst ein Man- telrohr, welches als Innenmantel ausgebildet sein kann, der in der als Außenmantel ausgebil- deten Trageinheit verlagerbar, auch als teleskopierbar bezeichnet, aufgenommen ist.

Die Trageinheit kann eingerichtet sein, direkt oder indirekt unter Zwischenschaltung einer Konsole in einem Fahrzeug montiert zu werden.

Bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass die Trageinheit verschwenkbar an einer Konsole festgelegt ist, wobei die Konsole mit der Karosserie des Kraftfahrzeugs verbindbar ist. Die verschwenkbare Anbringung der Trageinheit an der Konsole ermöglicht eine Höhenverstel- lung der Trageinheit und Stelleinheit relativ zur Konsole im Fall das sich die Fixiereinrichtung in der Freigabestellung befindet.

Die Verstau-Bedienstellung bildet in Ergänzung zu der Verstell-Bedienstellung und der Fi- xier-Bedienstellung eine weitere Bedienstellung, in der die Stelleinheit relativ zur Trageinheit verlagerbar ist, beispielsweise um die Stelleinheit so weit wie möglich in die Trageinheit hin- ein zu teleskopieren und diese zu verstauen. Die Verlagerung der Stelleinheit relativ zur Trageinheit in Richtung der Längsachse kann hierbei über einen Verlagerungsweg erfol- gen, der größer ist als der durch den ersten und den zweiten Anschlag begrenzte Verlage- rungsweg. Hierdurch kann die Anordnung insbesondere zusätzlich längenverkürzt werden, um ein Verstauen zu ermöglichen. Es kann vorgesehen sein, dass die Verstau-Bedienstel- lung, welche verschieden von der Verstell-und der Fixier-Bedienstellung ist, einstellbar oder erreichbar ist, indem das Stellelement aus der Fixier-Bedienstellung in die Verstell-Bedien- stellung und dann über die Verstell-Bedienstellung hinaus in gleicher Schwenkrichtung ver- schwenkt wird um in die Verstau-Bedienstellung zu gelangen.

Im Fall einer Crashverlagerung kann eine Relativverlagerung zwischen der Stelleinheit und der Trageinheit erfolgen, wobei diese Verlagerung in Richtung der Längsachse über einen Crashverlagerungsweg erfolgen kann, der größer ist als der begrenzte Verlagerungsweg beim Verstellen der Anordnung, wenn dieser Verlagerungsweg durch den ersten und den zweiten Anschlag begrenzt ist. Hierbei kann ein Crashsystem bei der Anordnung vorgesehen sein, zum Beispiel mit einem Crashelement, welches beispielsweise als Biegelasche oder Biegereißlasche ausgeführt ist, wobei das Crashelement an der Stelleinheit angeordnet ist. Das Crashelement kann mit einem zugeordneten Arretierelement Zusammenwirken, zum Beispiel einem Sperrhaken, welches zum Aktivieren mit dem Crashelement in Eingriff bring- bar ist. Die hier vorgeschlagene Anordnung kann mit verschiedenen Crashsystemen kombi- niert werden, die als solche in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt sind.

Das schwenkbare Bauteil kann mit einem Bügelbauteil gebildet sein.

Bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass das Bügelbauteil zumindest teilweise durch einen Kunststoff bedeckt ist, bevorzugt durch einen Kunststoff umspritzt ist. Somit lässt sich auf einfache Art und Weise eine Dämpfung realisieren, wenn der erste Anschlag mit dem zwei- ten Anschlag kollidiert. Das Bügelbauteil kann eine kreiszylindrische oder rechteckige Quer- schnittsfläche aufweisen.

Das schwenkbare Bauteil kann über eine Koppelstange mit dem Stellelement wirkverbunden sein. Über die Koppelstange wird die Schwenkbewegung des schwenkbaren Bauteils beim Bedienen des Stellelements bewirkt. Die Koppelstange kann endseitig jeweils drehbar gela- gert sein, also beispielsweise an dem Stellelement und dem schwenkbaren Bauteil.

Eine erste Drehachse für eine drehbare Lagerung der Koppelstange an dem Stellelement und eine zweite Drehachse für die Verlagerung des Stellelements zwischen Bedienstellun- gen können zueinander axial versetzt sein. Die zweite Drehachse kann durch einen Klemm- bolzen, der drehfest mit dem Stellelement gekoppelt ist, gebildet sein. Eine dritte Drehachse für eine drehbare Lagerung der Koppelstange an dem schwenkbaren Bauteil und eine vierte Drehachse zur schwenkbaren Lagerung des schwenkbaren Bauteils zwischen der Begrenzungsstellung und der Nichtbegrenzungsstellung können zueinander beabstandet sein. Bevorzugt ist die die dritte Drehachse und die vierte Drehachse in Rich- tung der Längsachse zueinander beabstandet.

Die zweite Drehachse für die Verlagerung des Stellelements den Bedienstellungen und die vierte Drehachse für das Verschwenken des schwenkbaren Bauteils zwischen der Begren- zungsstellung und der Nichtbegrenzungsstellung können zueinander beabstandet sein. Be- vorzugt ist die die zweite Drehachse und die vierte Drehachse in Richtung der Längsachse zueinander beabstandet.

Ein Anschlagabschnitt des schwenkbaren Bauteils, an der der zweite Anschlag gebildet ist, kann in Richtung der Längsachse versetzt zur Drehachse für das Verschwenken des schwenkbaren Bauteils zwischen der Begrenzungsstellung und der Nichtbegrenzungsstel- lung angeordnet sein.

Das schwenkbare Bauteil kann an gegenüberliegenden Flanschen der Trageinheit jeweils drehbar gelagert sein. Das schwenkbare Bauteil kann hierbei auf gegenüberliegenden Seiten der Trageinheit drehbar gelagert sein. Weist das schwenkbare Bauteil einen U-förmigen Bü- gelabschnitt auf, an dem in möglichen Ausgestaltungen der zweite Anschlag gebildet sein kann, kann der U-förmige Bügelabschnitt zwischen den gegenüberliegenden Flanschen an- geordnet sein. Bei dieser Ausführungsform ist der U-förmige Bügelabschnitt zwischen den gegenüberliegenden Lagerungen des schwenkbaren Bauteils angeordnet.

Das schwenkbare Bauteil kann an der Trageinheit die Stelleinheit übergreifend angeordnet sein. Das schwenkbare Bauteil, insbesondere bei der Ausführung als Bügelbauteil, erstreckt sich hierbei in Richtung quer zur Längsachse über die Breite Stelleinheit. Die Trageinheit kann dabei als Außenmantel ausgebildet sein, wobei der Außenmantel einen Schlitz auf- weist, der sich in Richtung der Längsachse erstreckt, wobei der Schlitz mittels der Fixierein- richtung verschmälerbar ist, so dass die Stelleinheit in der als Außenmantel ausgebildeten Trageinheit einklemmbar ist. Die Trageinheit ist somit als Klemmschelle ausgebildet. Das schwenkbare Bauteil übergreift in dieser Anordnung den Schlitz der als Außenmantel ausge- bildeten Trageinheit. Dem Stellelement kann ein elastisch verformbares Element zugeordnet sein, welches zu- sammendrückbar ist, um eine Verlagerung des Stellelements ausgehend von der Verstell- Bedienstellung in die Verstau- Bedienstellung zu erlauben. Mithilfe des elastisch verformba- ren Elements, welches zum Beispiel mit einem Gummipuffer gebildet sein kann, kann eine Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes oder selbsttätiges Verlagern des Stellelements in die Verstau-Bedienstellung bereitgestellt sein. Eine Lagerung des Stellelements kann bei dieser oder anderen Ausführungsformen mit Hubscheiben gebildet sein, die beispielsweise eine Nockenscheibe und eine zugeordnete Kulissenscheibe bilden. Insbesondere können zwei zusammenwirkende Hubscheiben vorgesehen sein. Bei der Ausführung mit den Hubschei- ben kann vorgesehen sein, dass das elastisch verformbare Element mit einem elastisch ver- formbaren Abschnitt an einer der Hubscheiben angeordnet ist. Beim Verlagern des Stellele- ments in die Verstau-Bedienstellung wird das Element (zwangsweise) elastisch verformt.

Alternativ oder zusätzlich zu dem elastisch verformbaren Element kann eine Kulissenbahn oder ein Kulissenbahnabschnitt in einer der Hubscheiben vorgesehen sein, die ein Kraftspit- ze erforderlich machen, um zwischen der Verstell- und der Verstau-Bedienstellung hin und her zu wechseln. Somit kann eine Rastung bereitgestellt werden, um zwischen den Bedien- positionen zu wechseln und somit dem Kraftfahrzeugführer ein haptisches Gefühl zu vermit- teln, in welcher Bedienstellung sich das Stellelement befindet.

Beschreibung von Ausführunqsbeispielen

Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf Figuren einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:

Figur 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Lenksäule;

Figur 2 eine weitere schematische perspektivische Darstellung der Anordnung aus Fi- gur 1 ;

Figur 3 eine zusätzliche schematische perspektivische Darstellung der Lenksäule aus Fi- gur 1 ;

Figur 4 eine schematische perspektivische Detaildarstellung der Lenksäule aus Figur 1 ohne Konsole;

Figur 5 eine Darstellung eines Querschnitts der Lenksäule aus Figur 1 in einer Fixier-Be- dienstellung;

Figur 6 eine Darstellung eines Querschnitts der Lenksäule aus Figur 1 in einer Verstell- Bedienstellung; Figur 7 eine Darstellung eines Querschnitts der Lenksäule aus Figur 1 in einer Verstau- Bedienstellung;

Figur 8 eine Detaildarstellung zur Fixiereinrichtung mit zwei Hubscheiben, mit denen eine

Kulissenscheibe und eine zugeordnete Nockenscheibe gebildet ist;

Figur 9 eine Detaildarstellung der Lenksäule aus Figur 1 in der Fixier-Bedienstellung, wo bei ein schwenkbares Bauteil in einer Nichtbegrenzungsstellung angeordnet ist; Figur 10 eine Detaildarstellung der Lenksäule aus Figur 1 in der Verstell-Bedienstellung, wobei das schwenkbare Bauteil in einer Begrenzungsstellung angeordnet ist; Figur 11 eine Detaildarstellung der Lenksäule aus Figur 1 in der Verstau-Bedienstellung, wobei das schwenkbare Bauteil in einer Nichtbegrenzungsstellung angeordnet ist;

Figur 12 eine Darstellung eines Querschnitts einer Lenksäule in einer zweiten Ausfüh- rungsform in einer Fixier-Bedienstellung;

Figur 13 eine Darstellung des Stellelements der Lenksäule gemäß Figur 12 .

Die Figuren 1 bis 3 zeigen schematische perspektivische Darstellungen einer verstellbaren Lenksäule, bei der eine Trageinheit 1 vorgesehen ist, welches einen Außenmantel 1 a auf- weist. In der Trageinheit 1 ist eine Stelleinheit 2 verlagerbar aufgenommen, die ein Mantel- rohr 2a aufweist. Die Stelleinheit 2 nimmt eine Lenkwelle 3 mit einem Lenkradanschluss 4 drehbar um die Längsachse L auf. Der Lenkradanschluss 4 ist mit einem nicht gezeigten Lenkrad verbindbar. Die Trageinheit 1 ist verschwenkbar um eine Schwenkachse S an einer Konsole 6 über eine Schwenklagerung 7 gehalten. Die Konsole 6 umfasst zwei zueinander beabstandete Seitenwangen 61 , wobei die Trageinheit 1 zwischen den Seitenwangen 61 angeordnet ist. Die Seitenwangen 61 umfassen jeweils ein Langloch 62, das sich in einer Richtung orthogonal zur Längsachse L der Lenkwelle 3 erstreckt. Mittels der Langlöcher 62 ist eine Höhenverstellung der Trageinheit 1 und der Stelleinheit 2 relativ zur Konsole 6 reali siert, wobei die Höhenverstellung eine Verschwenkbewegung der Trageinheit 1 und der Stel- leinheit um die Schwenkachse S relativ zur Konsole 6 darstellt.

Eine Fixiereinrichtung 5 ist vorgesehen, um die Trageinheit 1 und die Stelleinheit 2 in ihrer Relativlage zueinander zu fixieren oder freizugeben, derart, dass die Stelleinheit 2 entlang der Längsachse L relativ zur Trageinheit 1 verlagerbar ist, so dass eine Längenverstellbar- keit bereitgestellt ist. Die Fixiereinrichtung 5 umfasst einen Klemmbolzen 8a, der sich in eine Richtung quer zur Längsachse L erstreckt und durch die Langlöcher 62 der Seitenwangen 61 der Konsole 6 hindurchragt. Die Fixiereinrichtung 5 ist zwischen einer Freigabestellung, in der die Stelleinheit 2 relativ zur Trageinheit 1 zur Verstellung freigeben ist, und einer Fixier- stellung, in der die Stelleinheit 2 gegenüber der Trageinheit 1 festgelegt ist, umschaltbar. Ein bei der gezeigten Ausführungsform als Hebelelement ausgeführtes Stellelement 8 ist vorgesehen, um die Fixiereinrichtung 5 zu bedienen. Das Stellelement 8 ist drehfest mit dem Klemmbolzen 8a gekoppelt.

Das Stellelement 8 ist mit einer ersten, als Nockenscheibe ausgeführten Hubscheibe 10 der Fixiereinrichtung 5 drehfest gekoppelt, wobei die Fixiereinrichtung 5 eine zweite, als Kulis senscheibe mit Kulissenbahn ausgeführte Hubscheibe 1 1 aufweist, die mit der ersten Hub- scheibe 10 zusammenwirkt, wobei bei einer Verdrehung der ersten Hubscheibe 10 relativ zur zweiten Hubscheibe 11 eine Hubbewegung erzeugt wird, bei der sich die zweite Hubscheibe 1 1 in Richtung der Drehachse der Klemmbolzens 8a relativ zur ersten Hubscheibe 10 verla- gert. Die Drehachse des Klemmbolzens 8a entspricht der zweiten Drehachse D2 des Stell elements 8. Die als Kulissenscheibe ausgebildete zweite Hubscheibe 1 1 ist unverdrehbar an der Konsole gehalten, in dem die zweite Hubscheibe 11 Vorsprünge aufweist, die in das Langloch 62 der einen Seitenwange 61 der Konsole 6 eingreifen. An der als Kulissenscheibe ausgebildeten zweiten Hubscheibe 11 ist ein elastisch verformbares Element 11 a angeord- net. Dieses wird elastisch zusammengedrückt, wenn das Stellelement in die Verstau-Bedien- stellung verlagert wird (vgl. Figuren 7 und 11 ). Das elastisch verformbare Element 11 a kann dabei als Gummipuffer ausgebildet sein.

Das Stellelement 8 ist über eine Koppelstange 12 mit einem schwenkbaren Bauteil 13 wirk- verbunden, welches bei der gezeigten Ausführungsform mit einem Bügelbauteil gebildet und seinerseits an Flanschen 14, 15 der Trageinheit 1 drehgelagert ist. Aufgrund der Wirkverbin- dung wird das schwenkbare Bauteil 13 in verschiedene Dreh- oder Schwenkstellungen verla- gert, wenn das als Stellhebel ausgebildete Stellelement 8 geschwenkt wird. Die Koppelstan- ge 12 ist endseitig jeweils drehgelagert, einerseits an dem Stellelement 8 um eine erste Drehachse D1 und andererseits an dem schwenkbaren Bauteil 13 um eine dritte Drehachse D3 (vgl. Figuren 3 und 4). Drehachsen D1 , D3 dieser Lagerungen sind axial versetzt zur Drehachse D2 der Lagerung des Stellelements 8 einerseits und der Drehlagerung des schwenkbaren Bauteils 13 um die vierte Drehachse D4 andererseits.

Zwischen den Drehlagerungen an den Flanschen 14, 15 weist das schwenkbare Bauteil 13 einen U-förmigen Bügelabschnitt 16 auf. Ein erster Anschlag 17, der an der Stelleinheit 2 gebildet ist, wirkt mit einem zweiten Anschlag 18 am schwenkbaren Bauteil 13 zusammen, sodass ein Verlagerungsweg der Stelleinheit 2 relativ zu der Trageinheit 1 hierdurch in Ab- hängigkeit von der Stellung von Stellelement 8 und Bügelteil 13, begrenzt werden kann. Ein insbesondere in Figur 4 gezeigter Sperr- oder Mitnehmerhaken 19 ist Teil eines Crash- systems der Anordnung und kann betätigt werden, um das Crashsystem zu aktivieren und zu deaktivieren. Das Crashsystem ist aktiviert, wenn der Sperr- oder Mitnehmerhaken 19 so geschwenkt ist, dass dieser mit einem der Rastöffnungen der Biegelasche 20 in Eingriff ge- bracht ist. Zum Deaktivieren wird der Sperrhaken 19 außer Eingriff gebracht.

Die Figuren 5, 6 und 7 zeigen eine Detaildarstellung der Fixiereinrichtung 5 im Querschnitt durch den Klemmbolzen 8a, wobei Stellelement 8 und schwenkbares Bauteil 13 in unter- schiedlichen Stellungen angeordnet sind, wie dies die weiteren Figuren 9 bis 11 zeigen. Die Figur 5 entspricht der Stellung des schwenkbaren Bauteils 13 der Figur 9, wobei dies die Fixier-Bedienstellung darstellt, in der das schwenkbare Bauteil 13 in der Nichtbegrenzungs- stellung angeordnet ist und die Fixiereinrichtung 5 in der Fixierstellung ist. Die Figur 6 ent- spricht der Stellung des schwenkbaren Bauteils 13 der Figur 10, wobei dies die Verstell-Be- dienstellung darstellt, in der das das schwenkbare Bauteil 13 in der Begrenzungsstellung angeordnet ist und die Fixiereinrichtung 5 in der Freigabestellung ist. Die Figur 7 entspricht der Stellung des schwenkbaren Bauteils 13 der Figur 1 1 , wobei dies die Verstau-Bedienstel- lung darstellt, in der das schwenkbare Bauteil 13 in der Nichtbegrenzungsstellung angeord- net ist und die Fixiereinrichtung 5 in der Freigabestellung ist, wobei die erste Hubscheibe 10 gegenüber der zweiten Hubscheibe 11 weiter verdreht ist und das elastische Element 1 1a zusammengedrückt ist.

Figur 9 zeigt das schwenkbare Bauteil 13 in einer Nichtbegrenzungsstellung, in welcher das schwenkbare Bauteil 13 den Verstell- oder Verschiebeweg für die Stelleinheit 2 nicht be- grenzt, wenn dieses relativ zur Trageinheit 1 verlagerbar ist, so dass ein gegenüber dem in der Verstell-Bedienstellung möglichen Verstellweg vergrößerter Crashweg für die plastische Verformung eines Crashelements zur Verfügung steht, so dass im Crashfall eine kontrollierte Energieabsorption erfolgt, wenn eine Crashkraft in die Lenksäule und somit in die Stelleinheit eingetragen wird, die eine vorbestimmte Lösekraft überschreitet und so die Stelleinheit 2 trotz der Klemmung der Fixiereinrichtung (Fixierstellung) gegenüber der Trageinheit 1 verla- gert. Die Figuren 9 und 1 1 zeigen somit eine erste und eine zweite Nichtbegrenzungsstellung des schwenkbaren Bauteils 13, derart, dass das schwenkbare Bauteil 13 in diesen Stellun- gen mit dem ersten Anschlag 17 der Stelleinheit 2 nicht kollidierbar, d.h. unkollidierbar ist. In diesen Stellungen begrenzt das schwenkbare Bauteil 13 also nicht einen Verstellweg der Stelleinheit. Während in der Situation nach Figur 9 die Stelleinheit 2 gegenüber der Tragein- heit 1 und auch gegenüber der Konsole 6 relativ zueinander fixiert sind, nachdem ihre Rela- tivlage zueinander eingestellt wurde (vgl. Figur 10). Auch in der Fixier-Bedienstellung in Figur 1 1 begrenzt das schwenkbare Bauteil 13 einen Verlagerungsweg, auch als Verstellweg be- zeichnet, des ersten Anschlags 17 nicht, so dass hierdurch zum Beispiel die Möglichkeit ge- geben ist, die Stelleinheit 2 weiter einzuschieben als in der Verstell-Bedienstellung (Fi- gur 10), in der sich die Fixiereinrichtung auch wie in der Verstau-Bedienstellung in der Frei- gabestellung befindet, jedoch das schwenkbare Bauteil 13 sich in der Begrenzungsstellung befindet, in der der erste Anschlag 17 mit dem zweiten Anschlag 18 der Stelleinheit 2 kolli dierbar ist. Somit bietet die Verstau-Bedienstellung beispielsweise die Möglichkeit zum Ver- stauen der Stelleinheit 2 innerhalb der T rageinheit 1.

Das schwenkbare Bauteil 13 kann um einen Winkel a gegenüber der Längsachse L geneigt sein. In der Figur 9 ist zur verbesserten Darstellung eine Achse L1 dargestellt, die parallel zur Längsachse L ausgerichtet ist, wobei das schwenkbare Bauteil 13 gegenüber der Achse L1 um den Winkel a geneigt ist. Für den Wert des Winkels a ist es unerheblich, ob dieser sich zwischen dem schwenkbaren Bauteil 13 und der Längsachse L oder der Achse L1 auf- spannt. In der Nichtbegrenzungsstellung ist der Wert des Winkels a grösser als der Wert des Winkels a in der Begrenzungsstellung des schwenkbaren Bauteils 13.

Zum Übergang in die Verstau-Bedienstellung ist beim Verlagern des Stellelements 8 die Ge- genkraft des elastisch verformbaren Elements 11 a zu überwinden, um dieses hierbei zu ver- formen, insbesondere zusammenzudrücken. Auf diese Weise kann eine Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes oder selbsttätiges Verlagern des Stellelements 8 ausgehend von der Verstell- in die Verstau-Bedienstellung bereitgestellt sein.

In den Figur 12 und 13 ist eine erfindungsgemäße Lenksäule in einer zweiten Ausführungs- form dargestellt, wobei in der Figur 12 ein Querschnitt durch die Lenksäule der zweiten Aus- führungsform dargestellt ist, wobei sich die Lenksäule in der Fixier-Bedienstellung befindet. Für die erfindungsgemäße Begrenzung ist ein Anschlagkörper 181 vorgesehen, welcher in diesem Ausführungsbeispiel zumindest bereichsweise als ein veschiebbarer Stift ausgebildet ist. Dieser ist verschiebbar in dem Führungskanal 126 der zweiten Hubscheibe 1 1 und damit an der Konsole 6 gelagert. Der Anschlagkörper 181 weist ein Ende 127 auf, mit dem er, wie weiter unten im Detail geschildert, in der Freigabestellung der Fixiereinrichtung die Verstell- barkeit der Stelleinheit 2 relativ zur Trageinheit 1 begrenzt. Der Anschlagkörper 181 kann somit eine Begrenzungsstellung und eine Nichtbegrenzungsstellung einnehmen. Das Stell element 8 ist erfindungsgemäß in die Fixier-Bedienstellung, Verstell-Bedienstellung und in die Verstau-Bedienstellung umschaltbar. Am gegenüberliegenden Ende des Endes 127 des Anschlagkörpers 181 ist ein Eingreifha- ken 125 vorgesehen. Über diesen ist der Anschlagkörper 181 mit dem Stellelement 8 zwangsgekoppelt. Konkret ist dabei vorgesehen, dass der Anschlagkörper 181 in die von den Steuerflächen 1 17 und 118 begrenzte Nut 1 19 am Stellelement 8 permanent eingreift. Der Verlauf der Steuerflächen 1 17 und 1 18 ist wie in Figur 13 dargestellt ist, bezogen auf die zweite Drehachse D2 des Klemmbolzens 8a , so ausgebildet, dass, wenn sich der Eingriffs haken 125 in den Endpositionen 1 19a, 119b der Nut 1 19 befindet, der Anschlagkörper 181 sich in der Nichtbegrenzungsstellung befindet, und der, wenn sich der Eingriffshaken im mitt- leren Bereich 119c der Nut 119 befindet, der Anschlagkörper 181 in der Begrenzungsstel- lung ist. Der Anschlagkörper 181 nimmt die Begrenzungsstellung ein, wenn sich das Stellele- ment in der Verstell-Bedienstellung befindet. Der Eingriffshaken 125 befindet sich in der End- position 1 19a, wenn das Stellelement 8 in der Fixier-Bedienstellung befindet. Der Eingriffsha- ken 125 befindet sich in der Endposition 1 19b, wenn das Stellelement 8 in der Verstau-Be- dienstellung befindet. Der zwischen den Steuerflächen 1 17 und 1 18 geführte Anschlagkörper 8 führt bei einem Verschwenken des Stellelements 8 um die zweite Drehachse D2 zwangs- weise eine Verschiebebewegung parallel zur Drehachse D2 aus, wie dies mit dem Pfeil 151 dargestellt ist.

Die Steuerfläche 1 17 sorgt dafür, dass der Anschlagkörper 181 bei einem Verschwenken des Stellelements 8 von der Verstell-Bedienstellung in die Verstau-Bedienstellung oder von der Verstell-Bedienstellung in die Fixier-Bedienstellung in Richtung hin zum Stellelement 8 gezogen wird. Durch diese Verschiebebewegung des Anschlagkörpers 181 wird dessen En- de 27, wie besonders gut in Figur 12 zu sehen, aus der kanalförmigen Ausnehmung 112 in der Stelleinheit 2 herausgezogen, so dass der Verstellweg der Stelleinheit 2 nicht begrenzt ist, da sich der Anschlagkörper 181 in der Nichtbegrenzungsstellung befindet. Die am Ende dieser Verschiebebewegung vom Anschlagkörper 181 in der Fixier-Bedienstellung des Stell elements erreichte Endstellung ist besonders gut in Figur 12 zu sehen. In dieser Bedienstel- lung, wie auch in der Verstau-Bedienstellung, steht der Anschlagkörper 181 nicht im Eingriff mit der Stelleinheit 2, so dass diese in der Verstau-Bedienstellung den Verstellweg der Stel leinheit 2 nicht begrenzt und in der Fixier-Bedienstellung im Fall eines Fahrzeugcrashs die Stelleinheit 2 relativ zur Trageinheit 1 verschoben werden kann, ohne dass der Anschlagkör- per 181 noch einen Einfluss auf die Bewegung der Stelleinheit 2 hat. Der Energieabbau im Crashfall, also wenn eine vorbestimmte Lösekraft überschritten wird, wird aufgrund dieser Maßnahme durch den Anschlagkörper 181 nicht gestört bzw. nicht mit zusätzlichen uner- wünschten Kraftspitzen belastet. Die kanalförmige Ausnehmung 1 12 der Stelleinheit 2 ist bevorzugt als Langloch ausgebildet, welches sich in Richtung der Längsachse L erstreckt. Die Steuerflächen 1 17, 1 18 sind so ausgebildet, dass der Anschlagkörper 181 bei einem Wechsel des Stellelements 8 von der Fixier-Bedienstellung über die Verstell-Bedienstellung in die Verstau-Bedienstellung eine Hubbewegung ausgehend von der Nichtbegrenzungsstel- lung über die Begrenzungsstellung in die Nichtbegrenzungsstellung ausführt. Günstigerweise sind die Steuerflächen 1 17, 1 18 derart ausgebildet, dass beim Wechsel von der Fixier-Bedienstellung in die Verstell-Bedienstellung der Anschlagkörper 181 derart ver- schoben wird, dass er bereits dann in die Begrenzungsstellung, bei der er die Verstellung der Stelleinheit begrenzt, verschoben ist, wenn das Haltekraftniveau der Fixiereinrichtung 5 noch mehr als 50%, bevorzugt mehr als 80%, der Haltekraft in der Verriegelungsstellung beträgt. Damit wird erreicht, dass beim Öffnen des Klemmsystems, auch bei schneller und kraftvoller Verstellbetätigung der Lenksäule in der Verstell-Bedienstellung durch den Fahrer, die Stel- leinheit 2 nicht über den vorgesehenen Verstellweg hinaus verschoben wird. Aufgrund der geometrisch festgelegten Zusammenhänge kann diese Auslegung einfach durch eine geo- metrische Festlegung erreicht werden.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie der Zeichnung offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein.