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Title:
STEERING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/233996
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a steering system comprising a steering rod (2) mounted in a housing (1) such that it can move along a longitudinal axis and providing teeth (5), comprising a steering pinion (4), which is rotatably mounted in the housing (1) and meshes with the teeth (5) of the steering rod (2), and comprising a pressure piece unit (7), by means of which the steering rod (2) can be pressed onto the steering pinion (4). The pressure piece unit (7) comprises a main part (9) having a pressure piece (8) which abuts on the steering rod (2) on the side facing away from the steering pinion (4). The pressure piece unit (7) also comprises a force application element (11), which abuts the pressure piece (8) on the side facing away from the steering rod (2), and a spring element (15) which is arranged between the main part (9) and the force application element (11) under preload. A relative movement of the force application element (11) along the longitudinal axis (3) of the steering rod (2) relative to the pressure piece (8) can be achieved by preloading the spring element (15). The pressure piece (8) and the force application element (11) are designed such that such a relative movement leads to the pressure piece (8) being pressed onto the steering rod (2).

Inventors:
SCHWARZER, Steffen (Lammweg 2, Aalen, 73432, DE)
BOSCH, Julian (Rechbergstraße 24, Ellwangen, 73479, DE)
Application Number:
EP2018/064191
Publication Date:
December 27, 2018
Filing Date:
May 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B62D3/12
Foreign References:
EP1787890A12007-05-23
EP1711390A12006-10-18
DE102009007351A12009-10-08
DE2336572A11974-01-31
DE102010029603A12011-12-08
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Lenksystem mit einer verschiebbar in einem Gehäuse (1 ) gelagerten und eine Verzahnung (5) ausbildenden Lenkstange (2), mit einem drehbar in dem Gehäuse (1 ) gelagerten und mit der Verzahnung (5) der Lenkstange (2) kämmenden Lenkritzel (4) und mit einer Druckstückeinheit (7), mittels der die Lenkstange (2) an das Lenkritzel (4) andrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstückeinheit (7) einen Grundkörper (9) mit einem Druckstück (8), das auf der von dem Lenkritzel (4) abgewandten Seite an der Lenkstange (2) anliegt, ein Beaufschlagungselement (1 1 ), das auf der von der Lenkstange (2) abgewandten Seite an dem Druckstück (8) anliegt, und ein Federelement (15), das unter Vorspannung zwischen dem Grundkörper (9) und dem Beaufschlagungselement (1 1 ) angeordnet ist, umfasst, wobei durch die Vorspannung des Federelements (15) eine Relativbewegung zwischen dem Druckstück (8) und dem Beaufschlagungselement (1 1 ) entlang der Längsachse (3) der Lenkstange (2) erzielbar ist und wobei das Druckstück (8) und das Beaufschlagungselement (1 1 ) derart ausgebildet sind, dass eine durch die Vorspannung des Federelements (15) bewirkte Relativbewegung zu einem Andrücken des Druckstücks (8) an die Lenkstange (2) führt.

2. Lenksystem gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (8) derart ausgebildet ist, dass dieses infolge des Kontakts mit der Lenkstange (2) elastisch und radial bezüglich der Längsachse (3) der Lenkstange (2) nach außen deformiert ist.

3. Lenksystem gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende des Druckstücks (8) elastisch und radial nach außen ausgelenkt ist.

4. Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (15) eine Druckfeder oder Wellfeder oder Tellerfeder ist oder umfasst.

5. Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (8) und das Beaufschlagungselement (1 1 ) eine schräg bezüglich der Längsachse (3) der Lenkstange (2) ausgerichtete Kontaktflächenpaarung (19) ausbilden, die derart angeordnet ist, dass eine durch die Vorspannung des Federelements (15) bewirkte Relativbewegung zu einem Andrücken des Druckstücks (8) an die Lenkstange (2) führt.

Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9) einen Stützabschnitt (14) aufweist, der eine durch die Vorspannung des Federelements (15) auf den Grundkörper (9) aufgebrachte Kraft an einem gehäusefesten Bauteil abstützt.

Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beaufschlagungselement (1 1 ) einen Führungsabschnitt (13) aufweist, der auf einem Führungsabschnitt (12) des Grundkörpers entlang der Längsachse (3) der Lenkstange (2) beweglich gelagert ist.

Lenksystem gemäß Anspruch 6 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (15) an dem Stützabschnitt (14) des Grundkörpers (9) und/oder an dem Führungsabschnitt (13) des Beaufschlagungselements (1 1 ) abgestützt ist.

Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9) und/oder das Beaufschlagungselement (1 1 ) einen Lagerungsabschnitt (30) aufweist/aufweisen, der bezüglich der radial zu der Längsachse (3) der Lenkstange (2) gelegenen Richtungen unbeweglich an einem gehäusefesten Bauteil gelagert ist.

Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9), beabstandet von einem oder beiden umfangsseitigen Enden des Druckstücks (8), (jeweils) ein an der Lenkstange (2) anliegendes Führungselement (17) aufweist.

Lenksystem gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellängsachse (34) des Druckstücks (8) um 180° ± 5° in Umfangsrichtung versetzt bezüglich eines Mittelpunkts des Verzahnungseingriffs von Lenkstange (2) und Ritzel (4) angeordnet ist und/oder die Mittellängsachse(n) des oder der Führungselemente (17) um 90° ± 5° in Umfangsrichtung versetzt bezüglich des Mittelpunkts des Verzahnungseingriffs von Lenkstange (2) und Ritzel (4) angeordnet ist/sind.

12. Lenksystem gemäß einem der der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beaufschlagungselement (1 1 ) auf der von dem Druckstück (8) abgewandten Seite beabstandet von einem benachbarten Bauteil angeordnet ist.

13. Lenksystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9) und das Beaufschlagungselement (1 1 ) lösbare Verbindungselemente ausbilden, die bei einem verbindenden Zusammenwirken eine durch die Vorspannung des Federelements (15) bewirkte Relativbewegung zwischen dem Druckstück (8) und dem Beaufschlagungselement (1 1 ) beschränken.

14. Lenksystem gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente zur Ausbildung einer Bajonettverbindung ausgebildet sind.

Description:
Lenksystem

Die Erfindung betrifft ein Lenksystem für ein Kraftfahrzeug mit einer verschiebbar in einem Gehäuse gelagerten und eine Verzahnung ausbildenden Lenkstange, mit einem drehbar in dem Gehäuse gelagerten und mit der Lenkstange kämmenden Lenkritzel und mit einer Druckstückeinheit, mittels der die Lenkstange an das Lenkritzel andrückbar ist.

Die Druckstückeinheit eines solchen Lenksystem dient einem Ausgleich von Spiel in dem von der Lenkstange einerseits und von dem Lenkritzel andererseits ausgebildeten Verzahnungseingriff, wobei ein solches Spiel nicht nur durch Fertigungstoleranzen hinsichtlich der Bauteilabmessungen sondern auch durch betriebsbedingten Verschleiß und Materialsetzungen entstehen kann.

Ein Lenksystem der genannten Art ist beispielsweise aus der DE 2 336 572 C2 bekannt. Die darin als„Lagerjoch" bezeichnete Druckstückeinheit ist als einstückiges Element dargestellt, das eine halbzylindrische Vertiefung zur Aufnahme der Zahnstange ausbildet.

Selbst unter der Annahme einer Ausbildung des Lagerjochs bei dem Lenkgetriebe gemäß der DE 2 336 572 C2 aus einem hochelastischen Werkstoff, wie beispielsweise einem Elastomer, wäre dessen Funktion nur unzureichend. Dies liegt primär an dem nicht unerheblichen Verschleiß, dem ein solches Lenkgetriebe während der Nutzungsdauer unterliegt. Würde das Lagerjoch (aus hochelastischem Werkstoff) mit so großer Vorspannung montiert, dass dieses auch zum Ende der Nutzungsdauer und dem entsprechenden Verschleiß noch ausreichende Druckkräfte auf die Lenkstange ausübt, um ein ausreichend geringes Spiel in dem Verzahnungseingriff zu gewährleisten, wären zu Beginn der Nutzungsdauer die Druckkräfte so groß, dass die entsprechende Reibung in dem Verzahnungseingriff und damit das an dem Lenkritzel aufzubringende Betätigungsmoment unerwünscht hoch wären. Diese Auslegungsproblematik hinsichtlich einer für das Lagerjoch vorzusehenden Vorspannung wird noch dadurch erschwert, dass mit diesem auch die Form- und Lagetoleranzen der Bauteile kompensiert werden müssen.

Eine in dieser Hinsicht verbesserte Druckstückeinheit ist aus der DE 10 2010 029 603 A1 bekannt. Diese umfasst ein Basisteil, das zur Fixierung in einer Aufnahme eines Gehäuses eines Lenkgetriebes vorgesehen ist, und ein Druckstück, das eine Lenkstange des Lenkgetriebes beaufschlagen soll, wobei zwischen diesen Komponenten eine vorgespannte Druckfeder abgestützt ist. Die Rückstell kraft der Druckfeder bewirkt die elastische Beaufschlagung der Lenkstange durch das Druckstück und damit des Lenkritzels durch die Lenkstange. Um toleranzbedingtes Spiel nach der Montage der Druckstückeinheit in dem Lenkgetriebe auszugleichen ist das Basisteil mit ringförmigen Schrägflächen ausgebildet, die mit komplementären ringförmigen Schrägflächen einer Stellscheibe zusammenwirken, wobei diese mittels einer auf Torsion vorgespannten Drehfeder zueinander drehbar sind, um die Stellscheibe von dem Basisteil weg zu beaufschlagen. Dies erfolgt nach der Montage der Druckstückeinheit nach dem Lösen eines Aktivierungsstifts, der bis dahin nicht nur das Verdrehen der Stellscheibe gegenüber dem Basisteil verhindert, sondern auch die komplette Druckstückeinheit unter relativ großer Vorspannung der Druckfeder zusammenhält. Die Druckstückeinheit muss daher nicht im Rahmen der Montage komprimiert werden. Für die Montage der Druckstückeinheit wird diese in eine Aufnahmeöffnung des Gehäuses des Lenkgetriebes eingesetzt und durch das Anbringen eines als Anschlag für das Basisteil dienenden Sprengrings gesichert. Nach dem Lösen des Aktivierungsstifts wird die Aufnahmeöffnung mittels eines Deckels verschlossen. Die aus der DE 10 2010 029 603 A1 bekannte Druckstückeinheit ist in konstruktiver und montagetechnischer Hinsicht relativ aufwändig.

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Lenksystem mit einer in konstruktiver und/oder montagetechnischer Hinsicht vorteilhaften Druckstückeinheit anzugeben.

Diese Aufgabe wird mittels eines Lenksystems gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen eines solchen Lenksystems sind Gegenstände der abhängigen Patentansprüche und/oder ergeben sich aus der nachfolgenden

Beschreibung der Erfindung.

Erfindungsgemäß ist ein Lenksystem mit einer längsaxial, d.h. in den durch ihre Längsachse definierten Richtungen verschiebbar in einem Gehäuse gelagerten und eine Verzahnung ausbildenden Lenkstange, mit einem drehbar in dem Gehäuse gelagerten und mit der Lenkstange kämmenden Lenkritzel und mit einer (innerhalb des Gehäuses gelagerten) Druckstückeinheit, mittels der die Lenkstange an das Lenkritzel andrückbar ist, vorgesehen. Die Druckstückeinheit umfasst einen Grundkörper mit einem Druckstück, das auf der von dem Lenkritzel abgewandten Seite an der Lenkstange anliegt. Die Druckstückeinheit umfasst weiterhin ein Beaufschlagungselement, das auf der von der Lenkstange abgewandten Seite (des Druckstücks) an dem Druckstück anliegt, und ein Federelement, das unter Vorspannung zwischen dem Grundkörper und dem Beaufschlagungselement angeordnet beziehungsweise abgestützt ist. Durch die Vorspannung des Federelements ist eine Relativbewegung zwischen dem Druckstück und dem Beaufschlagungselement entlang der Längsachse der Lenkstange erzielbar. Dabei sind das Druckstück und das Beaufschlagungselement derart ausgebildet, dass eine solche durch die Vorspannung bewirkte Relativbewegung zu einem Andrücken des Druckstücks an die Lenkstange führt. Hierzu kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Druckstück und das Beaufschlagungselement in Kombination eine schräg bezüglich der Längsachse der Lenkstange ausgerichtete Kontaktflächenpaarung ausbilden, die derart angeordnet ist, dass eine durch die Vorspannung bewirkte Relativbewegung zu einem Andrücken des Druckstücks an die Lenkstange führt.

Die Druckstückeinheit eines erfindungsgemäßen Lenksystems ist in konstruktiver und/oder montagetechnischer Hinsicht relativ einfach ausgebildet, wodurch die Ausgestaltung eines relativ kostengünstigen und/oder leichten Lenksystems möglich ist.

Infolge der zumindest primär entlang der Längsachse der Lenkstange gerichteten Beaufschlagung des Druckstücks mittels des (ersten) Federelements kann es sich als schwierig oder aufwändig erweisen, mittels dieses Federelements ein Andrücken des Druckstücks an die Lenkstange und damit ein Andrücken der Lenkstange an das Lenkritzel mit ausreichend hoher Kraft zu realisieren. Daher kann es vorteilhaft sein, bei einem erfindungsgemäßen Lenksystem ein zweites Federelement vorzusehen, durch das das Druckstück zusätzlich oder vorzugsweise primär gegen die Lenkstange beaufschlagt ist. Die Wirkungslinie der durch das zweite Federelement bewirkten Beaufschlagungskraft kann dabei vorzugsweise möglichst senkrecht beziehungsweise radial bezüglich der Längsachse der Lenkstange ausgerichtet sein

Durch diese bevorzugt vorgesehene kombinierte Beaufschlagung des Druckstücks gegen die Lenkstange mittels des ersten Federelements und des zweiten Federelements können weitere Vorteile realisiert werden. Insbesondere besteht dadurch die Möglichkeit, die Funktion des Spielausgleichs mit stets ausreichend hoher Anpresskraft primär durch die Beaufschlagung mittels des zweiten Federelements zu bewirken, während die Beaufschlagung mittels des ersten Federelements im Wesentlichen ausschließlich der toleranz- und verschleißbegründeten Nachstellung dieser Spiel ausgleichenden Beaufschlagung dient. Dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass die Beaufschlagung des Druckstücks durch das zweite Federelement und damit das Andrücken der Lenkstange an das Lenkritzel unabhängig von den Bauteiltoleranzen und dem Verschleißzustand des Lenksystems stets annähernd gleich gehalten werden kann.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das zweite Federelement von dem Druckstück selbst ausgebildet ist, wozu das Druckstück derart ausgebildet sein kann, dass dieses infolge des Kontakts mit der Lenkstange elastisch und radial (bezüglich der Längsachse der Lenkstange) nach außen deformiert ist. Diese elastische Deformation des Druckstücks soll somit nicht Folge der Beaufschlagung infolge des vorgespannten (ersten) Federelements sein, sondern sich bereits konstruktiv infolge der Anordnung des Beaufschlagungselements relativ zu der Lenkstange im Rahmen der Montage eines erfindungsgemäßen Lenksystems einstellen.

Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung eines solchen erfindungsgemäßen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass dabei ein freies Ende des Druckstücks elastisch und radial nach außen ausgelenkt beziehungsweise verschwenkt ist. Das Druckstück kann demnach in der Art eines elastischen Federstegs ausgebildet sein, dessen freies Ende an der für einen Kontakt mit der Lenkstange vorgesehenen Seite im nicht montierten Zustand so weit radial nach innen ragt, dass dieses für eine Montage des Lenksystems aufgrund eines dabei erfolgenden Kontakts mit der Lenkstange radial nach außen ausgelenkt werden muss.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass das Federelement eine Druckfeder oder Wellfeder oder Tellerfeder ist oder eine solche Druckfeder oder Wellfeder oder Tellerfeder zumindest umfasst. Ein Vorteil einer solchen Well- oder Tellerfeder liegt darin, dass diese vergleichsweise hohe Rückstellkräfte bei gleichzeitig relativ geringer Deformation erzeugen kann, was bei einem erfindungsgemäßen Lenksystem vorteilhaft ausgenutzt werden kann, um kompakte Abmessungen für die Druckstückeinheit und damit auch des Lenksystems insgesamt realisieren zu können. Diese Eigenschaft einer Well- oder Tellerfeder ist bei einem erfindungsgemäßen Lenksystem vorteilhaft ausnutzbar, da die Relativbewegung zwischen dem Druckstück und dem Beaufschlagungselement insbesondere oder ausschließlich zum Ausgleich von Verschleiß und Materialsetzung über der Betriebslebensdauer des Lenksystems vorgesehen sein kann, so dass die maximal zu realisierende Relativbewegung dementsprechend vergleichsweise klein sein kann.

Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper einen vorzugsweise ringförmigen, insbesondere kreisringförmigen Stützabschnitt aufweist, der eine durch die Vorspannung des Federelements auf den Grundkörper aufgebrachte Kraft an einem gehäusefesten Bauteil, insbesondere an dem Gehäuse selbst, abstützt. Auf diese Weise können die sich aus der Vorspannung des Federelements ergebenden und entlang der Längsachse der Lenkstange gerichteten Kräfte möglichst vollumfänglich sowie symmetrisch und demnach möglichst gleichmäßig an dem Gehäuse abgestützt werden.

Das Beaufschlagungselement eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann weiterhin bevorzugt einen vorzugsweise ringförmigen, insbesondere kreisringförmigen Führungsabschnitt aufweisen, der auf einem Führungsabschnitt des Grundkörpers entlang der Längsachse der Lenkstange beweglich gelagert ist. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine stets zentrische beziehungsweise koaxiale Ausrichtung zwischen dem Grundkörper und dem Beaufschlagungselement der Druckstückeinheit bei gleichzeitig ausreichender längsaxialer Beweglichkeit sichergestellt werden.

Bei einem erfindungsgemäßen Lenksystem, bei dem der Grundkörper einen solchen Stützabschnitt und/oder das Beaufschlagungselement einen solchen Führungsabschnitt aufweist, kann weiterhin bevorzugt vorgesehen sein, dass das Federelement an dem Stützabschnitt des Grundkörpers und/oder an dem Führungsabschnitt des Beaufschlagungselements abgestützt ist, wodurch sich eine vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung für die Druckstückeinheit und damit das erfindungsgemäße Lenksystem ergibt. Bei der bevorzugten ringförmigen Ausgestaltung des Stützabschnitts des Grundkörpers und/oder des Führungsabschnitts des Beaufschlagungselement kann dann weiterhin bevorzugt vorgesehen sein, dass die Beaufschlagung mittels des mindestens einen (ersten) Federelements möglichst vollumfänglich bezüglich der Ringform(en) verteilt erfolgt, wie dies in vorteilhafter Weise u.a. durch die bevorzugte Ausgestaltung des Federelements als Well- oder Tellerfeder erreichbar ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann auch vorgesehen sein, dass der Grundkörper und/oder das Beaufschlagungselement einen Lagerungsabschnitt aufweist/aufweisen, der bezüglich der radial zu der Längsachse der Lenkstange gelegenen Richtungen (möglichst) unbeweglich an einem gehäusefesten Bauteil, insbesondere an dem Gehäuse selbst, gelagert ist. Durch den oder die Lagerungsabschnitte kann folglich eine bezüglich der Längsachse der Lenkstange zentrierte Lagerung der Druckstückeinheit innerhalb des Gehäuses realisiert werden.

Vorzugsweise kann für ein erfindungsgemäßes Lenksystem weiterhin vorgesehen sein, dass der Grundkörper, beabstandet von einem oder beiden umfangsseitigen Enden des Druckstücks, (jeweils) ein an der Lenkstange anliegendes Führungselement aufweist. Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Mittellängsachse (d.h. die in Umfangsrichtung des Druckstücks mittig gelegene und entlang der Längsachse der Lenkstange verlaufende Achse) des Druckstücks um 180° ± 5° in Umfangsrichtung versetzt bezüglich eines Mittelpunkts des Verzahnungseingriffs von Lenkstange und Ritzel angeordnet ist und/oder die (jeweilige) Mittellängsachse des oder der Führungselemente um 90° ± 5° in Umfangsrichtung (um die Längsachse der Lenkstange) versetzt bezüglich des Mittelpunkts des Verzahnungseingriffs von Lenkstange und Ritzel angeordnet ist/sind. Das Druckstück stützt somit in vorteilhafter Weise den Verzahnungseingriff in einer möglichst radial gegenüberliegenden beziehungsweise um 180° versetzten Anordnung ab, während die Führungselemente in vorteilhafter Weise die Lenkstange seitlich beziehungsweise in etwa mittig (bezüglich der Umfangsrichtung) zwischen dem Verzahnungseingriff und dem Druckstück führen.

Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass das Beaufschlagungselement auf der von dem Druckstück abgewandten Seite beabstandet von einem (unmittelbar) benachbarten Bauteil, bei dem es sich insbesondere um das Gehäuse handeln kann, angeordnet ist. Der Abstand zwischen dem Beaufschlagungselement und dem benachbarten Bauteil kann dabei beispielsweise mindestens oder möglichst exakt 0,1 mm betragen. Durch diesen Abstand kann gewährleistet werden, dass das Beaufschlagungselement infolge einer entsprechend gerichteten Bewegung der Lenkstange im Betrieb des Lenksystems, die über das Druckstück auf das Beaufschlagungselement übertragen wird, in ausreichendem Maße ausweichen kann, ohne an dem benachbarten Bauteil anzuschlagen, was anderenfalls zu einem ungewollten akustischen Betriebsverhalten führen kann. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper und das Beaufschlagungselement lösbare Verbindungselemente ausbilden, die bei einem verbindenden Zusammenwirken eine durch die Vorspannung des Federelements bewirkte Relativbewegung zwischen Druckstück und Beaufschlagungselement beschränken. Dadurch wird ermöglicht, für die Montage eines solchen erfindungsgemäßen Lenksystems die Vorspannung des Federelements temporär zu blockieren, wodurch die Montage relativ einfach durchführbar ist. Ein Lösen der zunächst verbindend zusammenwirkenden Verbindungselemente sollte demnach auch dann möglich sein, wenn die Druckstückeinheit bereits montiert und insbesondere eine abschließende Positionierung für zumindest die Lenkstange und die Druckstückeinheit innerhalb des Gehäuses vorgenommen worden ist.

Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung eines solchen Lenksystems kann vorgesehen sein, dass die Verbindungselemente zur Ausbildung einer Bajonettverbindung geeignet beziehungsweise vorgesehen sind. Eine solche Bajonettverbindung gewährleistet im verriegelten Zustand infolge ihrer Formschlusswirkung ein sicheres Beschränken der durch die Vorspannung des Federelements grundsätzlich vorgesehenen Relativbeweglichkeit zwischen dem Grundkörper und dem Beaufschlagungselement. Gleichzeitig kann eine verriegelte Bajonettverbindung auf einfache Weise durch eine nur relativ kleine Relativverdrehung zwischen dem Grundkörper und dem Beaufschlagungselement lösbar sein, wodurch ein nachträgliches Lösen nach der Montage der Druckstückeinheit vergleichsweise einfach realisierbar ist.

Eine vorteilhafte Führung der Lenkstange an dem Druckstück kann dadurch realisiert werden, dass das Druckstück eine rinnenförmige, insbesondere teilzylindrische Aufnahme beziehungsweise Führungsfläche für die Lenkstange ausbildet.

Weiterhin bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das Druckstück und/oder die vorzugsweise vorgesehenen Führungselemente vollständig oder zumindest an der mit der Lenkstange in Kontakt kommenden Führungsfläche, die auch von einer auf einem Basiskörper des Druckstücks und/oder der Führungselemente aufgebrachten Beschichtung ausgebildet sein kann, aus einem Gleitlagerwerkstoff, d.h. einem Werkstoff zur Reduzierung oder Erhöhung einer Reibung ausgebildet ist. Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein radbasiertes

Kraftfahrzeug, vorzugsweise einen PKW oder LKW, mit einem erfindungsgemäßen Lenksystem.

Die unbestimmten Artikel („ein",„eine",„einer" und„eines"), insbesondere in den Patentansprüchen und in der die Patentansprüche allgemein erläuternden

Beschreibung, sind als solche und nicht als Zahlwörter zu verstehen. Entsprechend damit konkretisierte Komponenten sind somit so zu verstehen, dass diese mindestens einmal vorhanden sind und mehrfach vorhanden sein können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 : einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Lenksystems in einem teilweisen

Längsschnitt;

Fig. 2: eine Druckstückeinheit des Lenksystems in einer perspektivischen

Darstellung;

Fig. 3: einen Grundkörper der Druckstückeinheit in einer perspektivischen

Darstellung;

Fig. 4: ein Beaufschlagungselement der Druckstückeinheit in einer perspektivischen

Darstellung;

Fig. 5: einen Längsschnitt durch die Druckstückeinheit und durch einen Abschnitt einer Lenkstange im Rahmen einer Montage des Lenksystems

Fig. 6: eine Aufsicht auf eine Druckstückeinheit gemäß einer zweiten

Ausgestaltungsform in einer ersten Funktionsstellung;

Fig. 7: einen Querschnitt durch die Druckstückeinheit entlang der Schnittebene

VII - VII in der Fig. 6;

Fig. 8: eine Draufsicht auf die Druckstückeinheit gemäß der zweiten

Ausgestaltungsform in einer zweiten Funktionsstellung;

Fig. 9: einen Querschnitt durch die Druckstückeinheit entlang der Schnittebene

IX - IX in der Fig. 8; Fig. 10: eine Draufsicht auf die Druckstückeinheit gemäß der zweiten Ausgestaltungsform in einer dritten Funktionsstellung; und

Fig. 1 1 : einen Querschnitt durch die Druckstückeinheit entlang der Schnittebene

XI - XI in der Fig. 10.

Die Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Lenksystems, das insbesondere als rein mechanisches beziehungsweise manuelles Lenksystem oder als Hilfskraftlenksystem ausgebildet sein kann.

Das Lenksystem umfasst ein einteiliges oder mehrteiliges (insbesondere zweiteiliges), im Wesentlichen rohrförmiges Gehäuse 1 (z.B. aus Metall, insbesondere aus

Leichtmetall, und/oder aus Kunstsoff), innerhalb dessen eine Lenkstange 2

(vorzugsweise aus Metall, z.B. Stahl) beweglich entlang ihrer Längsachse 3 gelagert ist. An ihren beiden längsaxialen Enden ist die Lenkstange 2 jeweils zur Verbindung mit einem Kugelgelenk (nicht dargestellt) vorgesehen, das wiederum der Verbindung mit jeweils einem Radlenkhebel (nicht dargestellt) dient, wobei mittels der

Radlenkhebel eine längsaxiale Bewegung der Lenkstange 2 in ein Schwenken von gelenkten Räder (nicht dargestellt) eines Kraftfahrzeugs gewandelt werden kann.

Eine längsaxiale Bewegung der Lenkstange 2, die eine zylindrische Grundform aufweist, kann zum einen durch das Aufbringen eines Lenkmoments auf eine

Lenkhandhabe (nicht dargestellt), insbesondere ein Lenkrad, des Kraftfahrzeugs und daraus folgend durch das Erzeugen einer Drehbewegung der Lenkhandhabe bewirkt werden, wobei diese Drehbewegung der Lenkhandhabe über eine Lenksäule ( nicht dargestellt) auf ein Lenkritzel 4 übertragen wird. Das Lenkritzel 4 wirkt hierzu mit einer als Zahnstangenkontur ausgebildeten Verzahnung 5, die in einem Abschnitt der Lenkstange 2 ausgebildet ist, zusammen, um die Drehbewegung des Lenkritzels 4 in eine translatorische Bewegung der Lenkstange 2 entlang ihrer Längsachse 3 zu wandeln.

Eine längsaxiale Bewegung der Lenkstange 2 kann ergänzend durch die Erzeugung eines Hilfslenkmoments mittels eines Lenkmotors (nicht dargestellt) bewirkt werden. Die Antriebsleistung des Lenkmotors kann hierzu beispielsweise mittels eines

Getriebes 6 auf die Lenksäule übertragen werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, das Verschieben der Lenkstange 2 ausschließlich mittels eines durch den Lenkmotor erzeugten Lenkmoments zu bewirken. Eine Lagerung der Lenkstange 2 innerhalb des Gehäuses 1 erfolgt in der Nähe eines der Enden des Gehäuses 1 mittels des Lenkritzels 4 sowie mittels einer

Druckstückeinheit 7, die ein dem Lenkritzel 4 bezüglich der Längsachse 3 der

Lenkstange 2 radial gegenüberliegendes Druckstück 8 umfasst. Die Druckstückeinheit 7 dient zudem einem definierten Andrücken der Lenkstange 2 an das Lenkritzel 4, wodurch eine möglichst vollständige Spielfreiheit des Eingriffs der Verzahnung des Lenkritzels 4 in die Verzahnung 5 der Lenkstange 2 erreicht werden soll.

Die Druckstückeinheit 7 umfasst (vgl. auch Fig. 2 bis 1 1 ) einen das Druckstück 8 integrierenden Grundkörper 9, der einen im Wesentlichen zylindrischen Hohlraum 10 zur Aufnahme der Lenkstange 2 ausbildet. Der Innendurchmesser des Hohlraums 10 entspricht im Wesentlichen dem Außendurchmesser (der zylindrischen Grundform) der Lenkstange 2, wobei ein definiertes, wenn auch möglichst minimales Übermaß vorgesehen ist, um eine gleichzeitig spiel- und reibungsarme Beweglichkeit der Lenkstange 2 innerhalb des Grundkörpers 9 zu realisieren.

Die Druckstückeinheit 8 umfasst weiterhin ein Beaufschlagungselement 1 1 , das in Grenzen axial verschiebbar und gleichzeitig gegen ein Verdrehen gesichert auf dem Grundkörper 9 gelagert ist. Hierzu umfasst der Grundkörper 9 einen Führungsabschnitt 12, der eine abschnittsweise durch Öffnungen oder Vertiefungen unterbrochene, zylindrische Außenfläche ausbildet. Auf dieser Außenfläche des Führungsabschnitts 12 des Grundkörpers 9 ist eine zylindrische Innenfläche eines kreisringförmigen Führungsabschnitts 13 des Beaufschlagungselements 1 1 gleitend geführt.

Zwischen dem Führungsabschnitt 13 des Beaufschlagungselements 1 1 und einem bezüglich des Druckstücks 8 auf der distalen Seite gelegenen Stützabschnitt 14 des Grundkörpers 9, der in Form eines vollumfänglich umlaufenden, ringförmigen Vorsprungs ausgebildet ist, ist ein Federelement 15 unter Vorspannung abgestützt. Dieses Federelement 15 ist in dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausgestaltungsbeispiel der Druckstückeinheit 7 in Form einer Schraubenfeder ausgebildet, während bei der sich von dieser Druckstückeinheit 7 lediglich hinsichtlich der Ausgestaltung des Federelements 15 unterscheidenden Druckstückeinheit 7 gemäß den Fig. 6 bis 1 1 eine Wellfeder vorgesehen ist. Eine solche Wellfeder kann gegenüber einer Schraubenfeder den Vorteil aufweisen, dass bei dieser auf relativ einfache Weise bereits mit relativ kleinen Federvorspannungen relativ hohe Rückstellkräfte erzeugt werden können. Mittels des jeweiligen Federelements 15 kann das Beaufschlagungselement 1 1 (bei separater beziehungsweise nicht montierter Druckstückeinheit 7) relativ zu dem Grundkörper 9 bis in eine Endstellung verschoben werden, die durch ein Anschlagen des Führungsabschnitts 13 des Beaufschlagungselements 1 1 an Anschlagvorsprüngen 16, die von Führungselementen 17 des Grundkörpers 9 ausgebildet sind, definiert beziehungsweise begrenzt ist.

Ein Verschieben des Beaufschlagungselements 1 1 in der durch die Vorspannung des Federelements 15 bewirkten Richtung entlang der Längsachse 3 der Lenkstange 2 führt zu einem Auslenken des sich laschenformig von dem Führungsabschnitt 12 des Grundkörpers 9 entlang der Längsachse 3 der Lenkstange 2 erstreckenden Druckstücks 8 in radialer Richtung bezüglich der Längsachse nach innen. Um dies zu erreichen, bilden das Druckstück 8 und das Beaufschlagungselement 1 1 , konkret ein Beaufschlagungsabschnitt 18 des Beaufschlagungselements 1 1 , eine schräg bezüglich der Längsachse 3 der Lenkstange 2 beziehungsweise der dazu koaxialen Längsachse 3 des Hohlraums 10 des Grundkörpers 9 ausgerichtete Kontaktflächenpaarung 19 aus, durch die eine Bewegung des Beaufschlagungselements 1 1 relativ zu dem Grundkörper 9, die aus der Belastung mittels des vorgespannten Federelements 15 resultiert, in eine radial nach innen gerichtete Auslenkung (des freien Endes) des Druckstücks 8 gewandelt wird.

Bei dem Druckstück 8 weist nicht nur die Außenseite, die einen Teil der Kontaktflächenpaarung darstellt, eine Schrägstellung bezüglich der Längsachse 3 der Lenkstange 2 beziehungsweise des Hohlraums 10 des Grundkörpers 9 auf, sondern dies gilt auch für die rinnenförmige, teilzylindrische Innenfläche, die als Führungsfläche 20 für die in längsaxialer Richtung relativ zu dem Grundkörper 9 der Druckstückeinheit 7 verschiebbaren Lenkstange 2 dient. Dies gilt zumindest dann, wenn die Lenkstange 2 noch nicht in den Grundkörper 9 der Druckstückeinheit 7 eingeführt worden ist. Dabei ist diese Schrägstellung der Führungsfläche 20 des Druckstücks 8 in einem deutlich geringeren und in den Zeichnungen kaum oder nicht erkennbaren Maße bezüglich der Längsachse 3 der Lenkstange 2 beziehungsweise des Hohlraums 10 schräg ausgerichtet. Das freie Ende des Druckstücks 8 liegt infolge dieser Schrägstellung radial näher an der Längsachse 3 der Lenkstange 2 beziehungsweise des Hohlraums 10 als das in den Führungsabschnitt 12 übergehende Ende des Druckstücks 8, wobei diese radiale Distanz im Bereich des freien Endes des Druckstücks 8 geringer als der Radius (der zylindrischen Grundform) der Lenkstange 2 ist, so dass das freie Ende des Druckstücks 8 (elastisch) radial nach außen ausgelenkt wird, wenn die Druckstückeinheit 7 und die Lenkstange 2 montiert und dazu die Lenkstange 2 in den von dem Grundkörper 9 der Druckstückeinheit 7 ausgebildeten Hohlraum 10 eingeführt wird. Mittels des auf diese Weise elastisch deformierten Druckstücks 8 wird eine Kraft auf die Lenkstange 2 ausgeübt, durch die die Lenkstange 2 gegen das Ritzel 4 beaufschlagt wird, um eine möglichst weitgehende Spielfreiheit in dem Verzahnungseingriff zwischen der Lenkstange 2 und dem Ritzel 4 zu erreichen. Diese Kraft wirkt somit grundsätzlich unabhängig davon erzeugt, ob mittels des durch das vorgespannte Federelement 15 beaufschlagten Beaufschlagungselements 1 1 eine zusätzliche Kraft erzeugt wird, durch die das Druckstück 8 zusätzlich gegen die Lenkstange 2 gedrückt würde.

Die durch das elastische und radial nach außen gerichtete Auslenken des freien Endes des Druckstücks 8 im Rahmen der Montage des Lenksystems bewirkte Kraft dient, wie bereits erläutert wurde, der Erzielung eines möglichst spielfreien Verzahnungseingriffs zwischen dem Ritzel 4 und der Lenkstange 2. Dadurch soll ein möglichst geräuscharmer Betrieb des Lenksystems gewährleistet werden. Die ergänzende Beaufschlagung des Druckstücks 8 mittels des durch das vorgespannte Federelement 15 belasteten Beaufschlagungselements 1 1 dient dagegen primär einem Ausgleich von Spiel, das einerseits auf Form- und Lagetoleranzen der Bauteile zurückgehen kann und andererseits erst im Betrieb des Lenksystems infolge von Verschleiß und einem Setzen von Kunststoffmaterialien, aus denen beispielsweise u.a. der Grundkörper 9 der Druckstückeinheit 7 und damit auch das Druckstück 8 ausgebildet sein können, entsteht. Während der Betriebslebensdauer des Lenksystems verschiebt demnach das vorgespannte Federelement 15 das Beaufschlagungselement 1 1 sehr langsam und in einem geringen Maße relativ zu dem Grundkörper 9, wodurch verschleiß- und setzungsbegründetes Spiel, das zu einer Verringerung der Beaufschlagung der Lenkstange 2 gegen das Ritzel 4, die durch die elastische und radial nach außen gerichtete Auslenkung des Druckstücks 8 im Rahmen der Montage erzeugt wurde, führen würde, kompensiert werden kann.

Um eine möglichst einfache Montage des Lenksystems sowie im Rahmen der Montage einen Ausgleich von infolge von Form- und Lagetoleranzen ausgebildetem Spiel zu ermöglichen ist die Verschiebbarkeit des Beaufschlagungselements 1 1 relativ zu dem Grundkörper 9 in einer Ausgangsstellung, in der das Federelement 15 weitestmöglich vorgespannt ist, mittels einer Bajonettverbindung blockierbar. Hierzu bildet der Führungsabschnitt 12 des Grundkörpers 9 eine L-förmige Verbindungsnut 21 aus (vgl. Fig. 3), in der ein Verbindungsvorsprung 22 des Führungsabschnitts 13 des Beaufschlagungselements 1 1 (vgl. Fig. 4) geführt ist. Ein erster Schenkel der L- förmigen Verbindungsnut 21 verläuft dabei parallel bezüglich der Längsachse 3 der Lenkstange 2 beziehungsweise des Hohlraums 10 des Grundkörpers 9. An dem bezüglich des Druckstücks 8 distalen Ende dieses ersten Schenkels ist ein zweiter Schenkel der L-förmigen Verbindungsnut 21 vorgesehen, der senkrecht zu dem ersten Schenkel ausgerichtet ist und demnach in Umfangsrichtung bezüglich der Längsachse 3 verläuft. Zum Verriegeln der Bajonettverbindung wird das Beaufschlagungselement 1 1 ausgehend von der in den Fig. 6 und 7 dargestellten (End-)Stellung unter zunehmender Vorspannung des Federelements 15 in Richtung des Stützabschnitts 14 des Grundkörpers 9 verschoben, bis der Verbindungsvorsprung 22 des Beaufschlagungselements 1 1 in dem Übergang zwischen den beiden Schenkeln der Verbindungsnut 21 an einer der Seitenflächen des zweiten Schenkels anschlägt (vgl. Fig. 8 und 9). In dieser (Ausgangs-)Stellung kann das Beaufschlagungselement 1 1 dann relativ zu dem Grundkörper 9 verdreht werden, wodurch der Verbindungsvorsprung 22 des Beaufschlagungselements 1 1 in den von dem ersten Schenkel beabstandeten Abschnitt des zweiten Schenkels bewegt wird, so dass die Bajonettverbindung geschlossen wird.

Die Druckstückeinheit 7 wird mit geschlossener Bajonettverbindung montiert. Hierzu kann zunächst die Druckstückeinheit 7, ausgehend von dem proximalen Ende des Gehäuses 1 , bis zum Erreichen der für diese vorgesehenen Position in das Gehäuse 1 eingeschoben werden. Dazu wird der umlaufende Vorsprung des Stützabschnitts14 des Grundkörpers 9 radial elastisch deformiert, da der (maximale) Außendurchmesser des Stützabschnitts 14 größer als der Innendurchmesser des Gehäuses 1 in dem Abschnitt, der zwischen dem proximalen Ende des Gehäuses 1 und der zur Aufnahme der montierten Druckstückeinheit 7 vorgesehenen Position gelegen ist, ausgebildet ist. An der vorgesehenen Position ankommend rastet der umlaufende Vorsprung des Stützabschnitts 14 in eine innenseitig von dem Gehäuse 1 ausgebildete, umlaufende Aufnahmevertiefung 23 ein, wodurch der Grundkörper 9 der Druckstückeinheit 7 in Wechselwirkung mit dessen Beaufschlagung durch das Federelement 15, die dazu führt, dass der Stützabschnitt 14 des Grundkörpers 9 gegen ein längsaxiales Ende der Aufnahmevertiefung 23 gedrückt wird, innerhalb des Gehäuses 1 lagegesichert (bezüglich der längsaxialen Anordnung) ist. Anschließend kann die Lenkstange 2 in die Druckstückeinheit 7 eingeführt werden, wobei, wie es bereits beschrieben worden ist, das Druckstück 8 radial nach außen ausgelenkt wird, so dass die Lenkstange 2 gegen das vor oder nach dem Einführen der Lenkstange 2 montierte Ritzel 4 gedrückt wird. Anschließend kann die Bajonettverbindung gelöst werden, um durch Form- und Lagetoleranzen begründetes Spiel auszugleichen, indem dann das Beaufschlagungselement 1 1 infolge der Vorspannung des Federelements 15 soweit relativ zu dem Grundkörper 9 verschoben wird, wie dies für den Spielausgleich erforderlich beziehungsweise durch das aktuell existierende Spiel möglich ist.

Um ein Lösen der Bajonettverbindung der bereits montierten und somit innerhalb des Gehäuses 1 aufgenommenen Druckstückeinheit 7 zu ermöglichen bildet der Grundkörper 9 eine längsaxial verlaufende Durchgangsöffnung 24 aus, die sich von dem bezüglich des Druckstücks 8 distalen Ende bis in eine schlitzförmige Öffnung 25, die zwischen dem Druckstück 8 und einem der Führungselemente 17 ausgebildet ist, erstreckt. In dieser Öffnung 25 ist ein Entriegelungsvorsprung 26 angeordnet, der innenseitig des Führungsabschnitts 13 des Beaufschlagungselements 1 1 ausgebildet ist und dessen Breite in Umfangsrichtung kleiner als die Breite (in Umfangsrichtung) der Öffnung 25 ist. Der Entriegelungsvorsprung 26 bildet ebenfalls eine längsaxial verlaufende Durchgangsöffnung 27 aus. Ausgehend von dem proximalen Ende des Gehäuses 1 kann ein zur Entriegelung genutztes Werkzeug durch die Durchgangsöffnung 24 des Grundkörpers 9 bis in die Durchgangsöffnung 27 des Entriegelungsvorsprungs 26 des Beaufschlagungselements 1 1 gesteckt und mittels des Werkzeugs ein Drehmoment auf das Beaufschlagungselement 1 1 aufgebracht werden, durch das die Bajonettverbindung gelöst und dazu der Verbindungsvorsprung 22 des Beaufschlagungselements 1 1 bis in den ersten Schenkel der L-förmigen Verbindungsnut 21 des Grundkörpers 9 bewegt werden kann.

Die Kombination aus Verbindungsvorsprung 22 und Verbindungsnut 21 bewirkt auch eine drehfeste Führung des Beaufschlagungselements 1 1 auf dem Grundkörper 9, nachdem der Bajonettverschluss gelöst und das Beaufschlagungselement 1 1 infolge der Vorspannung des Federelements 15 ein Stück weit axial (relativ zu dem Grundkörper 9) verschoben worden ist.

Die Führungselemente 17 dienen einer seitlichen Führung der Lenkstange 2, wozu diese, wie auch das Druckstück 8, innenseitig jeweils eine teilzylindrische Führungsfläche 28 ausbilden, die für einen Kontakt mit der Lenkstange 2 vorgesehen sind. Außenseitig bilden die Führungselemente 17 jeweils einen Abstützvorsprung 29 aus, dessen abgeflachte(r) Scheitel/Spitze für einen Kontakt mit der Innenseite des Gehäuses 1 vorgesehen ist. Mittellängsachsen 33 der Führungselemente 17 sind dabei um ca. 90° in Umfangsrichtung bezüglich eines Mittelpunkt des Verzahnungseingriff versetzt angeordnet und liegen somit in Umfangsrichtung jeweils etwa mittig zwischen diesem Mittelpunkt des Verzahnungseingriff und einer Mittellängsachse 34 des Druckstücks 8. Durch die schlitzförmigen Öffnungen 25, die zwischen jeweils einem der Führungselemente 17 und dem Druckstück 8 ausgebildet sind, kann sich das Druckstück 8 in radialer Richtung verformen, ohne dass dies durch die Führungselemente 17 verhindert oder behindert würde.

Der Grundkörper 8 der Druckstückeinheit 7 weist weiterhin einen zylindrischen Lagerungsabschnitt 30 auf, der bezüglich des Stützabschnitts 14 auf der von dem Druckstück 8 abgewandten Seite angeordnet ist. Der Außendurchmesser dieses Lagerungsabschnitts 30 entspricht möglichst exakt dem Innendurchmesser des diesen umgebenden Abschnitts des Gehäuses 1 , wodurch der Grundkörper 9 und damit auch die in dem Hohlraum 10 des Grundkörpers 9 koaxial geführte Lenkstange 2 zentral innerhalb des Gehäuses 1 gelagert sind. Gleiches gilt für den ringförmigen Führungsabschnitt 13 des auf dem Grundkörper 9 geführten Beaufschlagungselements 1 1 . Der Außendurchmesser des Führungsabschnitts des Beaufschlagungselements ist jedoch definiert kleiner (z.B. um 0,2 mm) als der Innendurchmesser des Gehäuses 1 in dem das Beaufschlagungselement 1 1 umgebenden Abschnitt dimensioniert. In Verbindung mit einer im Wesentlichen exakt koaxialen Ausrichtung der teilzylindrischen Außenfläche des Beaufschlagungsabschnitt 18 des Beaufschlagungselements 1 1 wird vollflächig ein konstruktiv definierter Abstand x von ca. 0,1 mm zwischen dieser Außenfläche des Beaufschlagungsabschnitts 18 und der angrenzenden Innenfläche des Gehäuses 1 realisiert (vgl. Fig. 5). Durch diesen Abstand kann gewährleistet werden, dass das Beaufschlagungselement 1 1 infolge einer entsprechend gerichteten Bewegung der Lenkstange 2 im Betrieb des Lenksystems, die über den Grundkörper 9 auf das Beaufschlagungselement 1 1 übertragen wird, in ausreichendem Maße ausweichen kann, ohne an dem Gehäuse 1 anzuschlagen.

In dem Lagerungsabschnitt 30 des Grundkörpers 9 ist eine umlaufende Aufnahmenut 31 ausgebildet, in der ein Dicht- und Dämpfungselement 32, beispielsweise in Form eines herkömmlichen O-Rings, angeordnet ist (nur in den Fig. 5 bis 1 1 dargestellt). Dadurch kann der das Ritzel 4 und somit auch den Verzahnungseingriff von Ritzel 4 und Lenkstange 2 umgebende Abschnitt des Gehäuses 1 abgedichtet werden. Bezugszeichenliste

1 Gehäuse

2 Lenkstange

3 Längsachse der Lenkstange / des Hohlraums des Grundkörpers

4 Lenkritzel

5 Verzahnung des Lenkstange

6 Getriebe

7 Druckstückeinheit

8 Druckstück

9 Grundkörper

10 Hohlraum des Grundkörpers

1 1 Beaufschlagungselement

12 Führungsabschnitt des Grundkörpers

13 Führungsabschnitt des Beaufschlagungselements

14 Stützabschnitt des Grundkörpers

15 Federelement

16 Anschlagvorsprung des Grundkörpers

17 Führungselement des Grundkörpers

18 Beaufschlagungsabschnitt des Beaufschlagungselements

19 Kontaktflächenpaarung

20 Führungsfläche des Druckstücks

21 Verbindungsnut des Grundkörpers

22 Verbindungsvorsprung des Führungsabschnitts

23 Aufnahmevertiefung des Gehäuses

24 Durchgangsöffnung des Grundkörpers

25 Öffnung zwischen dem Druckstück und einem der Führungselemente

26 Entriegelungsvorsprung des Beaufschlagungselements

27 Durchgangsöffnung des Beaufschlagungselements

28 Führungsfläche eines Führungselements

29 Abstützvorsprung eines Führungselements

30 Lagerungsabschnitt des Grundkörpers

31 Aufnahmenut des Grundkörpers

32 Dichtelement

33 Mittellängsachse eines Führungselements

34 Mittellängsachse des Druckstücks