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Patent Searching and Data


Title:
STIRRING DEVICE FOR WASTEWATER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/135783
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a stirring device for wastewater, comprising a drive device (1) having a drive shaft (4) which vertically extends away therefrom when mounted, a stirring body (5) mounted on the drive shaft (4), and a safety bearing (7), in which a free end (E) of the drive shaft (4) is rotatably held. In order to avoid damage to the stirring device, a sliding sleeve (14) is mounted at the free end (E) of the drive shaft (4), and a device (13, 16, 17) for detecting a state of wear of said sliding sleeve (14) is provided.

Inventors:
HÖFKEN MARCUS (DE)
Application Number:
EP2015/054299
Publication Date:
September 17, 2015
Filing Date:
March 02, 2015
Export Citation:
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Assignee:
INVENT UMWELT & VERFAHRENSTECH (DE)
International Classes:
B01F15/00; B01F7/00; B01F7/16; F16C17/24
Domestic Patent References:
WO2011083063A12011-07-14
WO2014010027A12014-01-16
Foreign References:
US5701119A1997-12-23
JPH07332355A1995-12-22
US20090223083A12009-09-10
GB2192949A1988-01-27
SU727886A11980-04-15
US5618107A1997-04-08
JPS5092462U1975-08-04
DE102005049373A12007-04-19
Attorney, Agent or Firm:
GASSNER, Wolfgang et al. (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Rührvorrichtung für Abwasser, umfassend eine Antriebseinrichtung (1 ) mit einer im Montagezustand sich vertikal davon erstreckenden Antriebswelle (4), einen an der Antriebswelle (4) angebrachten Rührkörper (5), und ein Fanglager (7), in welchem ein freies Ende (E) der Antriebswelle (4) drehbar gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende (E) der Antriebswelle (4) eine Gleithülse (14) angebracht ist, und dass eine Einrichtung (13, 16, 17) zur Erfassung eines Verschleißzustands der Gleithülse (14) vorgesehen ist.

2. Rührvorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die Einrichtung (13, 16, 17) zur Erfassung des Verschleißzustands einen am Fanglager (7) angebrachten Sensor

(13) und eine Auswerteeinrichtung (AW) zur Auswertung der vom Sensor (13) gelieferten Signale umfasst.

3. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Auswerteeinrichtung (AW) eine Schaltung (S) umfasst, welche bei Erfassung eines vorgegebenen Verschleißzustands automatisch die Antriebseinrichtung (1 ) abschaltet.

4. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung (13, 16, 17) zur Erfassung des Verschleißzustands eine Anzeigeeinrichtung (P3, P4) zum Anzeigen eines von der Auswerteeinrichtung (AW) ermittelten Betriebszustands umfasst.

5. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Betriebszustand der Verschleißzustand der Gleithülse (14) und/oder ein Notab- schaltzustand ist.

6. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Fanglager (7) eine die Gleithülse (14) umgreifende Lagerbuchse (12) umfasst und der Sensor (13) an der Lagerbuchse (12) angebracht ist. 7. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Fanglager (7) eine Haltevorrichtung (8) zur Befestigung an einem Boden (2) eines Abwasserbeckens umfasst und die Lagerbuchse (12) an der Haltevorrichtung (8) lösbar befestigt ist. 8. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sensor (13) ein Magnetfeldsensor, eine Induktionsspule, ein Schaltkontakt, ein Dehnungs- oder Schwingungssensor ist.

9. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Magnetfeldsensor ein Reed-Schalter oder ein Hall-Sensor ist.

10. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Gleithülse (14) zumindest ein mittels des Sensors (13) detektierbares Detektions- element aufgenommen ist.

1 1 . Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Gleithülse (14) in über deren Umfang verteilter Anordnung mehrere Detektions- elemente aufgenommen sind. 12. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Detektionselemente gleichmäßig über den Umfang verteilt sind.

13. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mehreren Detektionselemente in der Gleithülse (14) in voneinander verschiedenen Tiefen bezüglich eines Außenumfangs (A) der Gleithülse (14) vorgesehen sind. 14. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Detektionselement ein Permanentmagnet (16) oder ein mit der Antriebswelle (4) elektrisch leitend verbundener weiterer Schaltkontakt (17) ist.

15. Rührvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rührkörper (5) hyperboloidartig gestaltet ist.

Description:
Rührvorrichtung für Abwasser

Die Erfindung betrifft eine Rührvorrichtung für Abwasser nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Eine solche Rührvorrichtung ist aus der WO 2010/083063 A1 bekannt. Bei der bekannten Rührvorrichtung ist eine Antriebseinrichtung an einer ein Abwasserbe- cken überspannenden Brücke befestigt. Von der Antriebseinrichtung erstreckt sich in vertikaler Richtung eine Antriebswelle, an der ein Rührwerkzeug befestigt ist. Ein freies Ende der Antriebswelle ist in einem am Boden des Abwasserbeckens befestigten Fanglager drehbar gehalten. - Im Abwasser sind Schlamm und Sand enthalten. Infolgedessen verschleißt das freie Ende der Rührwelle. Ein Spiel zwischen dem freien Ende der Rührwelle und einer Lagerbuchse des Fanglagers kann so groß werden, dass das freie Ende bricht. Infolgedessen kann es durch unkontrollierte Bewegungen des Rührkörpers zu einer Zerstörung des Rührkörpers und/oder einem Bruch der Antriebswelle kommen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu besei- tigen. Es soll insbesondere eine Rührvorrichtung für Abwasser abgegeben werden, bei der das Risiko eines Totalschadens vermindert wird.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 15.

Nach Maßgabe der Erfindung wird vorgeschlagen, dass am freien Ende der Antriebswelle eine Gleithülse angebracht ist, und dass eine Einrichtung zur Erfassung eines Verschleißzustands der Gleithülse vorgesehen ist. Der Verschleißzu- stand des freien Endes der Antriebswelle ist bei Rührvorrichtungen nach dem Stand der Technik nur dann erkennbar, wenn das freie Ende der Rührwelle aus dem Fanglager herausgezogen wird, so dass eine Sichtprüfung möglich ist. Das ist zeit- und kostenaufwändig. Erfindungsgemäß ist am freien Ende der Antriebswelle eine Gleithülse vorgesehen. Die Gleithülse umgibt das freie Ende der Antriebswelle und ist damit drehfest verbunden. Ferner ist eine Einrichtung zur Erfassung des Verschleißzustands der Gleithülse vorgesehen. Sofern mit der Einrich- tung zur Erfassung des Verschleißzustands ein bestimmter vorgegebener Verschleißzustand erfasst wird, kann das während des Betriebs außerhalb des Ab- wasserbeckens erkannt werden. Es ist dann möglich, die Gleithülse rechtzeitig zu wechseln, so dass ein übermäßiger Verschleiß des freien Endes der Antriebswelle sicher und zuverlässig vermieden werden kann. Es kann nicht mehr zu einem To- talschaden durch einen Bruch der Antriebswelle kommen.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Einrichtung zur Erfassung des Verschleißzustands einen am Fanglager angebrachten Sensor und eine Auswerteeinrichtung zur Auswertung der vom Sensor gelieferten Signale. Die Auswerteeinrichtung befindet sich zweckmäßigerweise außerhalb des Abwasser- beckens. Sie ist über ein Kabel mit dem Sensor verbunden. Sie ist vorteilhafterweise mit einer Steuerung zum Steuern der Antriebseinrichtung kombiniert. Eine derartige Steuerung kann einen Not-Ausschalter zum manuellen Ausschalten der Antriebseinrichtung umfassen.

Die Auswerteeinrichtung umfasst zweckmäßigerweise eine Schaltung, welche bei Erfassung eines vorgegebenen Verschleißzustands automatisch die Antriebseinrichtung abschaltet. Damit kann sicher und zuverlässig ein erheblicher Schaden oder ein Totalschaden vermieden werden. Die Schaltung kann so ausgestaltet sein, dass eine Wiederinbetriebnahme der Rührvorrichtung erst nach Betätigen eines beim automatischen Abschalten sich automatisch öffnenden Schalters möglich ist.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Einrichtung zur Er- fassung des Verschleißzustands eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen eines von der Auswerteeinrichtung ermittelten Betriebszustands. Bei dem Betriebszustand kann es sich um den Verschleißzustand der Gleithülse und/oder einen Not- Abschalt-Zustand handeln. Die Anzeigeein chtung kann optische und/oder akustische Signalmittel umfassen. Unter einem "Not-Abschalt-Zustand" wird ein Zustand verstanden, welcher sich infolge eines automatischen Abschaltens der Antriebseinrichtung bei Erfassung des vorgegebenen Verschleißzustands ergibt. Der Be- triebszustand kann selbstverständlich auch mittels eines Computers in einer zentralen Überwachungseinrichtung angezeigt werden.

Das Fanglager kann eine die Gleithülse umgreifende Lagerbuchse umfassen und der Sensor ist vorteilhafterweise an der Lagerbuchse angebracht. Ferner kann das Fanglager eine Haltevorrichtung zur Befestigung an einem Boden des Abwasserbeckens umfassen und die Lagerbuchse ist zweckmäßigerweise lösbar an der Haltevorrichtung befestigt. Die Lagerbuchse kann insbesondere relativ zur Haltevorrichtung verschiebbar sein, so dass sie sich auch nach Befestigung der Haltevorrichtung am Boden des Abwasserbeckens bezüglich der Antriebswelle justieren lässt.

Bei dem Sensor kann es sich um einen Magnetfeldsensor, eine Induktionsspule, einen Schaltkontakt, einen Dehnungs- oder Schwingungssensor handeln. Vorteilhafterweise wird ein Magnetfeldsensor, insbesondere ein Reed-Schalter oder ein Hallsensor, verwendet. Die Verwendung eines Magnetfeldsensors ermöglicht eine besonders einfache Ausgestaltung der Auswerteeinrichtung.

In der Gleithülse ist zweckmäßigerweise zumindest ein mittels des Sensors detektierbares Detektionselement aufgenommen. Vorteilhafterweise sind in der Gleithülse in über deren Umfang verteilter Anordnung mehrere Detektionselemen- te aufgenommen. Die Detektionselemente sind zweckmäßigerweise gleichmäßig über den Umfang verteilt. Die mehreren Detektionselemente sind nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung in der Gleithülse in voneinander verschiedenen Tiefen bezüglich eines Außenumfangs der Gleithülse vorgesehen. Wenn die Gleithülse neu ist, sind sämtliche Detektionselemente vorhanden. Vom Sensor wird bei einer vorgegebenen Betriebsdrehzahl der Antriebswelle eine erste Impulsfrequenz erfasst, welche den unverschlissenen Zustand der Gleithülse anzeigt. Mit zunehmendem Verschleiß der Gleithülse brechen nacheinander die in verschiedenen Tiefen bezüglich des Außenumfangs der Gleithülse vorgesehenen Detekti- onselemente aus. Der Verlust jedes Detektionselements bewirkt eine Änderung der mittels des Sensors erfassten Impulsfrequenz. Mittels der Auswerteeinrichtung kann daraus ein dem Verschleißzustand entsprechendes Anzeigesignal zur Anzeige mittels der Anzeigeeinrichtung und/oder ein Notabschaltsignal zum automatischen Abschalten der Antriebseinrichtung erzeugt werden.

Unter Verwendung eines Dehnungs- oder Schwingungssensors ist es möglich, aus einem Schwingungszustand auf den Verschleißzustand der Gleithülse zu schließen. In der Gleithülse kann auch ein weiterer Schaltkontakt vorgesehen sein, welcher elektrisch leitend mit der vorzugsweise aus Metall hergestellten Rührwelle verbunden ist. Wenn der weitere Schaltkontakt in Kontakt mit dem an der Lagerbuchse vorgesehenen Schaltkontakt kommt, wird ein Stromkreis ge- schlössen, der einen bestimmten Verschleißzustand anzeigt.

Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der Rührkörper hyperboloidartig ausgestaltet. Ein solcher Rührkörper ist beispielsweise aus der WO 201 1/083063 A1 bekannt.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig eine schematische Seitenansicht einer Rührvorrichtung

Fig 2 eine perspektivische Ansicht eines Fanglagers

Fig 3 Schnittansicht gemäß Fig. 2 Fig 4 eine Detailansicht des Bereichs A in Fig. 3 Fig. 5 eine schematische Schnittansicht einer ersten Erfassungseinrichtung,

Fig. 6 eine erste Impulsfolge über dem Drehwinkel,

Fig. 7 eine zweite Impulsfolge über dem Drehwinkel,

Fig. 8 eine dritte Impulsfolge über dem Drehwinkel, Fig. 9 eine Auswerteeinrichtung,

Fig. 10 eine Schaltung zum automatischen Abschalten,

Fig. 1 1 eine schematische Schnittansicht einer zweiten Erfassungseinrich- tung,

Fig. 12 einen ersten Dehnungsverlauf der Lagerbuchse über dem Drehwinkel, Fig. 13 einen zweiten Dehnungsverlauf der Lagerbuchse über dem Drehwinkel und

Fig. 14 eine schematische Schnittansicht einer dritten Erfassungseinrichtung.

Bei der in Fig. 1 gezeigten Rührvorrichtung ist eine Antriebseinrichtung 1 oberhalb eines Beckenbodens 2, z. B. an einer ein Abwasserbecken (hier nicht gezeigt) überspannenden Brücke 3, befestigt. Der Beckenboden 2 verläuft in horizontaler Richtung. Von der Antriebseinrichtung 1 erstreckt sich im gezeigten Montagezu- stand in vertikaler Richtung eine Antriebswelle 4, an der ein Hyperboloidrührkörper 5 angebracht ist. Ein sich von einer Unterseite des Hyperboloidrührkörpers 5 erstreckendes freies Ende der Antriebswelle 4 ist mit dem Bezugszeichen E be- zeichnet. Zwischen dem Beckenboden 2 und dem Hyperboloidrührkörper 5 ist eine Ringleitung 6 zum Zuführen von Luft in einen Bereich unterhalb des

Hyperboloidrührkörpers 5 vorgesehen. Mit dem Bezugszeichen 7 ist allgemein ein auf dem Beckenboden 2 montiertes Fanglager bezeichnet, in welchem das freie Ende E der Antriebswelle 4 drehbar gehalten ist.

Die Fig. 2 bis 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Fanglagers 7. Es umfasst eine Haltevorrichtung 8, welche aus einem trapezartig geformten Blech gebildet ist. Ein erhabener Abschnitt 9 der Haltevorrichtung 8 ist über zwei sich davon er- streckende Schenkel 10 gegen den (hier nicht gezeigten) Beckenboden 2 abgestützt. Im erhabenen Abschnitt 9 ist eine Ausnehmung 1 1 vorgesehen, in welcher eine Lagerbuchse 12 befestigt ist. In der Lagerbuchse 12 ist drehbar das freie Ende E der (hier nicht weiter gezeigten) Antriebswelle 4 gehalten. Mit dem Bezugszeichen 13 ist ein an der Lagerbuchse 12 angebrachter Sensor bezeichnet. Am freien Ende E der Antriebswelle 4 ist eine Gleitbuchse bzw. Gleithülse 14 vorgesehen, die aus einem Kunststoff oder Metall hergestellt sein kann. Das die Gleithülse 14 bildende Material weist vorteilhafterweise eine geringere Härte auf als ein die Lagerbuchse 12 bildendes weiteres Material. Die Lagerbuchse 12 ist üblicherweise aus Metall, insbesondere Stahl, hergestellt. Die Gleithülse 14 ist mittels ei- ner am freien Ende E der Antriebswelle 4 angebrachten Schraube 15 oder dgl. befestigt. Eine verschlissene Gleithülse 14 kann durch Lösen der Schraube 15 vom freien Ende E der Antriebswelle 4 entfernt und gegen eine neue Gleithülse 14 ersetzt werden. Die Gleithülse 14 ist vorzugsweise aus einem elektrisch nicht leitenden oder einem nicht magnetischen Material, vorzugsweise aus einem Kunst- Stoff wie z. B. PBT, PTFE, PA 6 G, PA 6, PA 66, PA 12 G, PET, PEEK, POM oder dgl., hergestellt.

In der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Gleithülse 14 sind Detektionselemente aufgenommen, welche mit dem Sensor 13 erfassbar sind, wenn sie in dessen Nähe vorbeigeführt werden. Bei den Detektionselementen kann es sich beispielsweise um Permanentmagnete 16 handeln. In diesem Fall ist die Gleithülse 14 z. B. aus einem Kunststoff hergestellt. Die Permanentmagnete 16 können in den Kunststoff eingegossen sein.

Die Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittansicht durch eine erste Erfassungsein- richtung. In der Gleithülse 14 sind gleichmäßig über deren Umfang verteilt vier Permanentmagnete 16 aufgenommen. Die Permanentmagnete 16 sind bezüglich eines Außenumfangs A in verschiedenen Tiefen in der Gleithülse 14 angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird als Sensor 13 ein Magnetfeldsensor, insbesondere ein Hall-Sensor, verwendet.

Fig. 6 zeigt eine erste Impulsfolge, welche mittels des Sensors 13 erfasst wird, wenn sämtliche Permanentmagnete 16 in der Gleithülse 14 enthalten sind. Es ergeben sich pro Umdrehung der Antriebswelle 4 vier Impulse. Fig. 7 zeigt eine zweite Impulsfolge. Dabei ist infolge von Verschleiß der Gleithülse 14 bereits derjenige Permanentmagnet 16 ausgebrochen, welcher am nächsten des Außenumfangs A angebracht gewesen ist. Es ergeben sich in diesem Fall nur noch drei Impulse pro Umdrehung der Antriebswelle 4. Bei der in Fig. 8 gezeigten dritten Impulsfolge sind infolge zunehmenden Verschleißes bereits zwei Permanentmagnete 16 aus der Gleithülse 14 ausgebrochen. Pro Umdrehung werden in diesem Fall vom Sensor 13 nur noch zwei Impulse erzeugt. In Abhängigkeit der Impulszahl pro Zeiteinheit bzw. einer Impulsfrequenz ist es möglich, mittels einer Anzeigeeinrichtung einen Verschleißzustand der Gleithülse 14 außerhalb des Abwasserbeckens anzuzeigen. Ferner kann in Abhängigkeit der Impulsfrequenz die Antriebseinrichtung 1 automatisch abgeschaltet werden, um einen Schaden am freien Ende E der Antriebswelle 4 und/oder an der Lagerbuch- se 12 zu vermeiden. Die Fig. 9 und 10 zeigen Ausführungsbeispiele einer Auswerteeinrichtung AW sowie einer Schaltung S zum automatischen Abschalten der Antriebseinrichtung. Bei der in Fig. 9 gezeigten Auswerteeinrichtung AW wird z. B. ein Hall-Sensor über die Klemmen 0V und 12V mit einer Messspannung versorgt. Ein Sensorsignal wird über die Klemme E1 erfasst. Die Auswerteeinrichtung AW wird über die Anschlüsse A1 und A2 mit einer Netzspannung versorgt, welche durch einen ersten Schalter S1 unterbrochen werden kann. Mit einem zweiten Schalter S2 ist es möglich, ein Relais R zurückzusetzen. Eine Schaltposition des Relais R wird mittels der Auswerteeinrichtung AW in Abhängigkeit der Impulsfrequenz gewählt.

Fig. 10 zeigt eine Schaltung S zum automatischen Abschalten eines Motors M der Antriebseinrichtung 1 (hier nicht gezeigt). Mit dem Bezugszeichen Q1 ist ein Schütz bezeichnet, welcher beim Schalten des Relais R von der Schaltposition 1 1/12 in die Schaltposition 1 1/14 geöffnet wird. Mit dem Bezugszeichen P3 und P4 sind Anzeigelampen bezeichnet, welche den Schaltzustand des Schützes Q1 anzeigen. Statt oder zusätzlich zu der Anzeigelampe P3 kann beispielsweise auch ein akustisches Signalmittel vorgesehen sein, mit dem das automatische Abschalten der Antriebseinrichtung anzeigt werden kann. Fig. 1 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht durch eine zweite Erfassungseinrichtung. Dabei ist der Sensor 13 ein Dehnungs- oder Biegesensor. Es kann sich beispielsweise um einen Dehnungsmessstreifen, einen piezoelektrischen Biegesensor oder dgl. handeln. Mit einem solchen Sensor 13 können in Abhängigkeit des Drehwinkels der Antriebswelle 4 Formänderungen oder Schwin- gungen der Lagerbuchse 12 erfasst werden. Mit zunehmendem Verschleiß der Gleithülse 14 nehmen bei der Rotation der Antriebswelle 4 die Formänderungen oder Schwingungen in der Lagerbuchse 12 zu.

Fig. 12 zeigt eine Formänderung ΔΖ über dem Drehwinkel, wenn die Gleithülse 14 nicht oder kaum verschlissen ist. Fig. 13 zeigt die Formänderung ΔΖ der Lagerbuchse 12 über dem Drehwinkel, wenn die Gleithülse 14 verschlissen ist. In diesem Fall sind die Amplituden der Formänderung ΔΖ größer als ein vorgegebener Grenzwert M g . Wenn die Amplituden der Formänderung ΔΖ den Grenzwert M g übersteigen, kann das zur Erzeu- gung eines Abschaltsignals zum Abschalten der Antriebseinrichtung 1 benutzt werden.

Fig. 14 zeigt eine schematische Schnittansicht durch eine dritte Erfassungseinrichtung. Die Gleithülse 14 ist in diesem Fall mit einem Kontaktstift 17 versehen, wel- eher elektrisch leitend mit der aus Metall hergestellten Antriebswelle 4 verbunden ist. Die Gleithülse 14 ist in diesem Fall beispielsweise aus einem Kunststoff hergestellt. Als Sensor 13 dient hier ein einfacher elektrischer Kontakt, welcher mit der ebenfalls aus Metall hergestellten Lagerbuchse 12 verbunden ist. Über eine einfache Widerstandsmessung kann ein Zustand erkannt werden, bei dem der Kon- taktstift 17 in Kontakt mit der Lagerbuchse 12 ist. Ein solches Signal kann ebenfalls zum Abschalten der Antriebseinrichtung 1 benutzt werden.

Bezugszeichenliste

1 Antnebseinnchtung

2 Beckenboden 3 Brücke

4 Antriebswelle

5 Rührkörper

6 Ringleitung

7 Fanglager

8 Haltevorrichtung

9 erhabener Abschnitt

10 Schenkel

1 1 Ausnehmung

12 Lagerbuchse 13 Sensor

14 Gleithülse

15 Schraube

16 Permanentmagnet

17 Kontaktstift

A Außenumfang

AW Auswerteeinrichtung

A1 , A2 Anschluss

E freies Ende

M Motor

P3, P4 Anzeigelampe

Q1 Schütz

R Relais

S Schaltung

S1 erster Schalter

S2 zweiter Schalter