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Patent Searching and Data


Title:
STOCKADE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/047828
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a stockade comprised of exposed or wall faces (11, 12) disposed on opposite sides and surfaces (13, 14) located in between the latter. A protuberant convex head (15) is formed on one of the surfaces (13, 14) while the other surface has a correspondingly formed concave locating area (16) for said head (15). When building a palisade wall, the head of one stockade can be engaged with the locating area of the adjacent stockade in such a way that the head (15) substantially fills the entire locating area (16). In order to angle contiguously disposed stockades along a wide angle relative to one another and to enhance possibilities for configuring a palisade wall, the head (15) and the locating area (16) are eccentrically disposed on the corresponding surface (13, 14) and preferably in the corner area between the surface and the corresponding exposed or wall face (11, 12).

Inventors:
Schmitz, Michael (Im Erlengrund 6 Rheinmünster, D-77836, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/000981
Publication Date:
August 17, 2000
Filing Date:
February 08, 2000
Export Citation:
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Assignee:
KARL WEBER BETONWERK GMBH & CO. KG (Meissener Strasse 4 Porta Westfalica, D-32457, DE)
Schmitz, Michael (Im Erlengrund 6 Rheinmünster, D-77836, DE)
International Classes:
E02D29/02; E04C1/39; E04B2/02; E02D29/02; E04C1/00; E04B2/02; (IPC1-7): E02D29/02; E04C1/39
Attorney, Agent or Firm:
Lichti, Heiner (Postfach 41 07 60 Karlsruhe, D-76207, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Palisade mit auf entgegengesetzten Seiten angeordneten Sichtoder Wandflächen (11,12) und dazwischen liegen den Stirnseiten (13,14), wobei auf einer der Stirnsei ten (13) ein vorstehender konvexer Kopf (15) und auf der anderen Stirnseite (14) eine konkave Aufnahme (16) ausgebildet ist und wobei der Kopf (15) und die Auf nahme (16) bei der Bildung einer Palisadenwand mit ei ner Aufnahme bzw. einem Kopf einer benachbarten Pali sade derart in Eingriff treten, daß der Kopf (15) die Aufnahme (16) im wesentlichen vollständig ausfüllt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (15) und die Auf nahme (16) auf der jeweiligen Stirnseite (13,14) in gleicher Richtung außermittig angeordnet sind.
2. Palisade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB der Kopf (15) und die Aufnahme (16) jeweils im Eckbe reich zwischen der jeweiligen Stirnseite (13,14) und der Sichtoder Wandfläche (12) angeordnet sind.
3. Palisade nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtoder Wandflächen (11,12) und die Stirnsei ten (13,14) im wesentlichen senkrecht zueinander ver laufen und daB der Schnittpunkt S der den Kopf (15) tragenden Sichtoder Wandfläche (12) mit der zugeord neten, den Kopf (15) tragenden Stirnseite (13) inner halb des Querschnittes des Kopfes (15) liegt.
4. Palisade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt M des Querschnittes des Kopfes (15) in der Ebene der den Kopf (15) tragenden Sichtoder Wandfläche (12) und zwischen den Stirnseiten (13,14) angeordnet ist.
5. Palisade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt M des Querschnittes des Kopfes (15) zwischen den Sichtoder Wandflächen (11,12) und zwi schen den Stirnseiten (13,14) angeordnet ist.
6. Palisade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt M des Querschnittes des Kopfes (15) außerhalb der den Kopf (15) tragenden Sichtoder Wandfläche (12) und/oder der den Kopf (15) tragenden Stirnseite (13) angeordnet ist.
7. Palisade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB der Mittelpunkt M des Querschnittes des Kopfes (15) in der Ebene der den Kopf (15) tragenden Stirnseite (13) und zwischen den Sichtoder Wandflächen (12,13) ange ordnet ist.
8. Palisade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt M des Querschnitts des Kopfes (15) im Schnittpunkt S der den Kopf (15) tragenden Sichtoder Wandfläche (12) und der den Kopf (15) tragenden Stirn seite (13) angeordnet ist.
9. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, daB der Kopf (15) einen teilkreisförmi gen Querschnitt aufweist.
10. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, daB der Kopf (15) einen polygonförmigen Querschnitt insbesondere in Form eines regelmäBigen Vielecks aufweist.
11. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daB der Umfang des Kopfes (15) sich über einen Winkel von ca. 270° erstreckt.
12. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daB die Aufnahme (16) eine Hohlkehle ist.
13. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daB die Aufnahme (16) einen teilkreis förmigen Querschnitt aufweist.
14. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daB die Aufnahme (16) einen polygon förmigen Querschnitt aufweist.
15. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daB die Aufnahme (16) sich über einen Winkel von ca. 90° erstreckt.
16. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daB zumindest eine der Sichtoder Wandflächen (11,12) gewölbt und/oder oberflächlich strukturiert ist.
17. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daB sie aus Beton besteht.
18. Palisade nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daB sie über ihre Höhe einen im we sentlichen konstanten Querschnitt aufweist.
Description:
Palisade Die Erfindung betrifft eine Palisade mit auf entgegenge- setzten Seiten angeordneten Sicht-oder Wandflächen und da- zwischen liegenden Stirnseiten, wobei auf einer der Stirn- seiten ein vorstehender konvexer Kopf und auf der anderen Stirnseite eine konkave Aufnahme ausgebildet ist und wobei der Kopf und die Aufnahme bei der Bildung einer Palisaden- wand mit einer Aufnahme bzw. einem Kopf einer benachbarten Palisade derart in Eingriff treten, daß der Kopf die Auf- nahme im wesentlichen vollständig ausfüllt.

Die Aneinanderreihung von in den Erdboden vertikal einge- grabenen oder in sonstiger Weise festgelegten Palisaden bzw. Pfählen zur Bildung von Wänden oder Mauern ist seit langem bekannt. Während die Palisaden ursprünglich als Schutzwälle dienten, finden sie heute insbesondere auch bei der Gestaltung von Gärten und AuBenanlagen, beispielsweise bei Hochbeeten, Hangabstützungen, Terrassierungen etc. Ver- wendung. Die Palisaden bestehen in der Regel aus Holz oder Beton und werden im Erdboden in einem Betonfundament einge- spannt. Wenn nur sehr geringe Belastungen auf die Palisade

einwirken, kann es auch ausreichen, diese lediglich in den Erdboden einzugraben.

Im folgenden soll beispielhaft von einer aus nebeneinander angeordneten Palisaden gebildeten Wand ausgegangen werden, die entweder freistehend oder zumindest einseitig mit Erd- boden hinterfüllt sein kann.

Während früher in der Regel Holzstämme als Palisaden ver- wendet wurden und diese deshalb einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt besaßen, werden Palisaden heutzu- tage meistens als Beton-Fertigteile hergestellt, was es er- möglicht, die Palisaden in der Formgebung ihres Quer- schnitts entsprechend den gestellten Anforderungen auszuge- stalten. Eine derartige Palisade, wie sie in der DE 297 15 696 U1 gezeigt ist, besitzt auf zwei entgegengesetzten Sei- ten angeordnete Sicht-oder Wandflächen, die zusammen mit den entsprechenden Sicht-oder Wandflächen benachbarter Pa- lisaden im aufgestellten Zustand die Oberflächen der Wand bilden. An den Enden der Sicht-oder Wandflächen der Pali- sade ist jeweils eine Stirnseite ausgebildet, die im we- sentlichen senkrecht zu den Sicht-oder Wandflächen ver- läuft. Bei der Aneinanderreihung der Palisaden werden be- nachbarte Palisaden mit ihren aneinander zugewandten Stirn- seiten in Anlage gebracht.

Die Standfestigkeit jeder einzelnen Palisade wird durch die Einbettung im Erdboden erreicht. Um örtlich begrenzt auf- tretende, im wesentlichen senkrecht zur Wandebene gerich- tete Kräfte besser aufnehmen zu können, ist es aus der DE 297 15 696 Ul bekannt, nebeneinander angeordnete Palisa- den miteinander in Eingriff zu bringen, so daß Querlasten, die auf eine Palisade einwirken, auch auf benachbarte Pali- saden übertragen und von diesen mit abgeleitet werden, so daß die Standfestigkeit der Wand erhöht ist.

Der gegenseitige Eingriff benachbarter Palisaden wird da- durch erreicht, daß auf der einen Stirnseite ein sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Stirnseite erstreckender, zentrisch ausgerichteter Kopf mit halbkreis- förmiger, konvexer Gestalt und auf der entgegengesetzten Stirnseite eine komplementäre Aufnahme in Form einer teil- kreisförmigen Hohlkehle angeordnet ist, die sich ebenfalls über die gesamte Breite der Stirnseite erstreckt. Da der Kopf in verschiedenen Positionen innerhalb der Aufnahme an- geordnet sein kann, ist zwischen benachbarten Palisaden eine Art Gelenk mit vertikaler Gelenkachse gebildet, das es ermöglicht, zwischen benachbarten Palisaden eine Abwinke- lung auszugestalten, so daß auch polygonartig gekrümmte Wände gebildet werden können.

Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Gestaltungsmöglichkei- ten mit den bekannten Palisaden relativ begrenzt sind und optische Nachteile besitzen. Dies ist einerseits darin be- gründet, daß das Maß der Abwinkelung zwischen zwei benach- barten Palisaden beschränkt ist, und andererseits läßt sich aufgrund des auf den Stirnflächen vorstehenden Kopfes keine glatte, durchgehende Wandfläche ausbilden. Auf diese Weise ist auf den Wandflächen einer Palisadenwand eine Vielzahl von Nischen gebildet, die einer ebenen Wandfläche entgegen- stehen und eine optisch ungleichmäßige Oberfläche darstel- len. Darüber hinaus ist aufgrund der Nischen im Fußbereich der Palisaden keine geradlinige Kante für den Anschluß von Bodenplatten gebildet, so daß im Übergang zwischen der Wand-und der Bodenfläche Spalten gebildet sind, die zur Verschmutzung und Vermoosung bzw. Verkrautung neigen.

Aus der DE 195 15 636 A1 ist eine stabförmige Palisade aus Beton bekannt, die auf ihren Stirnseiten jeweils einen hak- enartigen, exzentrisch versetzt angeordneten Vorsprung

trägt. Die Vorsprünge sind dabei auf den beiden Stirnseiten zu entgegengesetzten Seiten versetzt, so daß die einander zu gewandten Vorsprünge nebeneinanderstehender Palisaden miteinander in Anlage treten können. Ein definiertes Gelenk mit einem konvexen Kopf, der in eine entsprechend geformte konkave Aufnahme eingreift, ist dabei jedoch nicht vorgese- hen. Auch eine aus derartigen Palisaden aufgebaute Wand weist die oben bereits beschriebenen Nachteile hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten und der Nischenbildung auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Palisade der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der die vorgenann- ten Probleme vermieden sind und die dem Benutzer aufgrund ihrer konstruktiven Ausgestaltung eine Vielzahl von Gestal- tungsmöglichkeiten für den Aufbau einer Palisadenwand er- möglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Palisade da- durch gelöst, daß der Kopf und die Aufnahme auf der jewei- ligen Stirnseite in gleicher Richtung außermittig angeord- net sind.

Durch den gleich gerichteten Versatz des Kopfes und der Aufnahme in Querrichtung der Palisade, d. h. senkrecht zu den Sicht-oder Wandflächen, ist erreicht, daß der Kopf und die Aufnahme eine der Sicht-oder Wandflächen nicht tangie- ren, so daß auf dieser Seite der Palisade eine durchgehende Wandoberfläche ausgebildet werden kann, ohne daß der Kopf von dieser Seite der Palisade sichtbar ist.

Darüber hinaus ermöglicht die asymmetrische Anordnung des Kopfes und der Aufnahme eine deutliche Erhöhung der Gestal- tungsmöglichkeiten für den Benutzer, da in Abhängigkeit von der gegenseitigen Ausrichtung benachbarter Palisaden unter- schiedliche Wanddesigns entstehen.

Die Mittelpunkte des Kopfes und der Aufnahme können um ein beliebiges Maß aus der vertikalen Mittel-bzw. Wandebene der Palisade versetzt sein, wobei sie entweder zwischen den beiden Sicht-oder Wandflächen oder auch außerhalb von die- sen liegen können.

Vorzugsweise sind der Kopf und die Aufnahme jeweils in Querrichtung bis zum Ende der Stirnseiten versetzt, so daß sie jeweils im Eckbereich zwischen der jeweiligen Stirn- seite und der zugeordneten Sicht-oder Wandfläche angeord- net sind. Dies ermöglicht es, daß der Kopf von der Palisade relativ weit vorsteht und gut zugänglich ist, so daß das von dem Kopf und einer mit diesem in Eingriff stehenden Aufnahme gebildete Gelenk über einen großen Winkelbereich verstellt werden kann und die bei einem Kurvenzug entste- hende klaffende Fuge durch den sichtbar werdenden Kopf ver- hindert wird.

In einer möglichen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Sicht-oder Wandflächen und die Stirnseiten im wesentlichen senkrecht zueinander verlaufen und daß der Schnittpunkt bzw. Schnittgerade der den Kopf tragenden Sicht-oder Wand- fläche mit der zugeordneten, den Kopf tragenden Stirnseite innerhalb des Querschnitts des Kopfes liegt. Dabei kann der Kopf mit seinem Mittelpunkt entweder innerhalb oder außer- halb des Kernquerschnittes der Palisade liegen, der durch die Sicht-oder Wandflächen oder die Stirnseiten begrenzt ist. Einerseits ist es möglich, daß der Mittelpunkt des Querschnittes des Kopfes in der Ebene der den Kopf tragen- den Sicht-oder Wandfläche und zwischen den Stirnseiten an- geordnet ist. Alternativ kann der Mittelpunkt des Quer- schnittes des Kopfes auch zwischen den Sicht-oder Wandflä- chen und zwischen den Stirnseiten angeordnet sein, d. h. in- nerhalb des Kernquerschnittes der Palisade liegen.

Außerhalb des Kernquerschnittes der Palisade liegt der Mit- telpunkt des Querschnittes des Kopfes dann, wenn er außer- halb der den Kopf tragenden Sicht-oder Wandfläche und/oder außerhalb der den Kopf tragenden Stirnseite angeordnet ist.

Statt in der Ebene der den Kopf tragenden Sicht-oder Wand- fläche kann der Mittelpunkt des Querschnittes des Kopfes auch in der Ebene der den Kopf tragenden Stirnseite und zwischen den beiden Sicht-oder Wandflächen angeordnet sein.

In einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung ist vorge- sehen, daß der Mittelpunkt des Querschnittes des Kopfes im Schnittpunkt der den Kopf tragenden Sicht-oder Wandfläche und der den Kopf tragenden Stirnseite, d. h. genau in einem Eckpunkt des Kernquerschnittes der Palisade angeordnet ist.

In einer Ausgestaltungsmöglichkeit ist vorgesehen, daß der Kopf einen teilkreisförmigen Querschnitt aufweist, der sich von der Außenseite der zugeordneten Sicht-oder Wandfläche über einen Winkel von ca. 270° bis zur Oberfläche der zuge- ordneten Stirnseite erstreckt. Alternativ kann der Kopf auch einen polygonförmigen Querschnitt insbesondere in Form eines regelmäßigen Vielecks besitzen, wodurch der Kopf und die Aufnahme nur in vorbestimmten Relativstellungen ange- ordnet werden können, dabei jedoch einen besseren und ins- besondere drehfesten Eingriff besitzen. Die teilkreisför- mige Ausgestaltung des Kopfes und der Aufnahme ermöglicht hingegen eine stufenlose Winkelverstellung zwischen benach- barten Palisaden.

Die Aufnahme, die zur gleichen Seite wie der Kopf relativ zur Mitte der Palisade in Querrichtung versetzt ist, weist eine der Ausgestaltung des Kopfes komplementäre Ausgestal- tung auf. Vorzugsweise ist die Aufnahme als Hohlkehle aus-

gebildet, die entsprechend der Kopfgestaltung entweder ei- nen teilkreisförmigen Querschnitt oder einen polygonförmi- gen Querschnitt besitzt. Die Aufnahme ist in einem Eckbe- reich zwischen der jeweiligen Stirnseite und der zugeordne- ten Sicht-oder Wandfläche angeordnet und weist eine Umriß- linie über einen Winkelbereich von ca. 45° bis 180° und vorzugsweise von 90° auf.

Die Sicht-oder Wandflächen können entweder glatt ausgebil- det sein, es ist jedoch auch möglich, sie oberflächlich zu strukturieren oder beispielsweise durch Strahlen zu ver- edeln, um der Palisadenwand ein aufgelockertes bzw. edleres Design zu vermitteln. Alternativ oder zusätzlich dazu kön- nen die Sicht-oder Wandflächen konvex oder konkav gewölbt sein.

Vorzugsweise besteht die Palisade aus Beton und weist über ihre Höhe einen im wesentlichen konstanten Querschnitt auf, wobei sie je nach Größe der aufzunehmenden Lasten unbewehrt oder bewehrt ausgebildet sein kann.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Palisade gemäß einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Palisade gemäß einer zweiten Ausführungsform, Fig. 3 eine erste Abwandlung der Palisade gemäß Fig.

2,

Fig. 4 eine zweite Abwandlung der Palisade gemäß Fig. 2, Fig. 5 zwei Palisaden gemäß Fig. 1 in gegenseitigem Eingriff unter Bildung einer Abwinkelung, Fig. 6 zwei Palisaden gemäß Fig. 2 in gegenseitigem Eingriff unter Bildung einer Abwinkelung, Fig. 7 eine Vorderansicht eines ersten Ausführungs- beispiels einer Palisadenwand, Fig. 8 die Rückansicht der Palisadenwand gemäß Fig.

7, Fig. 9 eine Vorderansicht eines zweiten Ausführungs- beispiels einen Palisadenwand und Fig. 10,11, den Querschnitt einer Palisade gemäß Fig. 1 12,13, mit unterschiedlichen Positionen des Kopfes 14,15 und der Aufnahme.

Eine in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Palisade 10 be- steht aus Beton und weist über ihre Höhe, d. h. senkrecht zur Zeichenebene, einen im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitt auf. Sie besitzt eine erste Sicht-oder Wand- fläche 11, die im wesentlichen eben ausgebildet ist, und auf ihrer entgegengesetzten Seite eine parallel dazu ver- laufende zweite Sicht-oder Wandfläche 12, die ebenfalls eben ist. Senkrecht zu den beiden Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 verlaufen auf entgegengesetzten Seiten seitliche Stirnseiten 13 und 14.

Im Eckbereich der einen, gemäß Fig. 1 rechten Stirnseite 13 mit der zweiten Sicht-oder Wandfläche 12 ist ein Kopf 15

einstückig angeformt, der einen teilkreisförmigen konvexen Querschnitt besitzt und dessen Mittelpunkt M im Schnitt- punkt der Stirnseite 13 und der Sicht-oder Wandfläche 12 liegt. Der kreisförmige Umfangsbereich des Kopfes 15 er- streckt sich von der zweiten Sicht-oder Wandfläche 12 über einen Winkel von 270° bis zur Stirnseite 13. Im dargestell- ten Ausführungsbeispiel entspricht der Radius des Kopfes im wesentlichen der halben Breite der Palisade, d. h. dem hal- ben Abstand der beiden Sicht-oder Wandflächen 11 und 12.

Im Eckbereich zwischen der entgegengesetzten Stirnseite 14 und der zweiten Sicht-oder Wandfläche 12 ist eine als Hohlkehle ausgebildete konkave Aufnahme 16 ausgebildet, de- ren Krümmungsradius dem Radius des Kopfes 15 entspricht und deren Mittelpunkt P im Schnittpunkt der Stirnseite 14 mit der zweiten Sicht-oder Wandfläche 12 liegt. Die konkave Aufnahme 16 erstreckt sich zwischen der Stirnfläche 14 und der zweiten Sicht-oder Wandfläche 12 über einen Winkel von 90°.

Wie in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist, werden zum Aufbau einer Palisadenwand mehrere Palisaden 10 nebeneinander an- geordnet, wobei der Kopf einer Palisade in die Ausnehmung der benachbarten Palisade eingreift und die einander zuge- wandten Stirnseiten der benachbarten Palisaden in Anlage kommen. Da sich die Aufnahme 16 nur über einen Winkelbe- reich von ca. 90° erstreckt, der Kopf 15 jedoch einen Um- fangsbereich von 270° aufweist, können nebeneinander ange- ordnete Palisaden über einen Winkelbereich von 180° in be- liebiger Ausrichtung zueinander angeordnet werden, wobei der Kopf jeweils in der Aufnahme liegt und diese vollstän- dig ausfüllt. Auf diese Weise können Abwinkelungen zwischen benachbarten Palisaden über einen großen Winkelbereich rea- lisiert werden. Eine mögliche Abwinkelung zweier benachbar- ter Palisaden gemäß Fig. 1 ist in Fig. 5 gezeigt.

Der Eingriff des Kopfes in die Aufnahme einer benachbarten Palisade stellt sicher, daß auch quer zur Wandebene auftre- tende punktuelle Kräfte von mehreren Palisaden aufgenommen und abgetragen werden, wodurch die Standfestigkeit der Pa- lisadenwand erhöht ist.

Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Pali- sade 10, die sich von der Palisade gemäß Fig. 1 lediglich dadurch unterscheidet, daß der Kopf 15 keinen Teilkreis- querschnitt, sondern einen polygonförmigen konvexen Quer- schnitt in Form eines regelmäßigen Vielecks besitzt, wobei in Fig. 2 ein Kopf mit einem Umfang von 270° eines regelmä- ßigen Achtecks dargestellt ist. Entsprechend ist die Auf- nahme 16 gemäß einem 90°-Abschnitt des entsprechenden Acht- ecks ausgebildet, so daß der Kopf 15 in die Aufnahme 16 ei- ner benachbarten Palisade eingreifen kann. Hierbei ist je- doch im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 keine stufenlose Verstellung zweier benachbarter Palisaden relativ zueinander möglich, sondern aufgrund der Polygon- form des Kopfes und der Aufnahme sind vorbestimmte Winkel- verstellungen gegeben. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind fünf verschiedene Stellungen zwischen zwei benachbarten Palisaden möglich, von denen eine gerad- linige Ausrichtung in Fig. 2 gestrichelt angedeutet und eine abgewinkelte Ausrichtung in Fig. 6 dargestellt ist.

Während bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 2 die beiden Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 parallel zu- einander verlaufen, zeigt Fig. 3 eine Abwandlung dahinge- hend, daß sowohl die erste Sicht-oder Wandfläche 11 als auch die zweite Sicht-oder Wandfläche 12 konvex nach außen gewölbt ist, während die Form des Kopfes und der Aufnahme unverändert geblieben ist. Zwar sind in Fig. 3 ein polygon- förmiger Kopf und eine polygonförmige Aufnahme dargestellt,

in gleichartiger Weise können die gewölbten Sicht-oder Wandflächen jedoch auch bei teilkreisförmigem Kopf bzw. entsprechender Aufnahme gemäß Fig. 1 vorgesehen sein.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen dadurch, daß die Oberflächen der Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 mittels Erhöhungen und Vertiefungen leicht strukturiert sind. Dies kann unabhängig von der Form des Kopfes und der Aufnahme sowie der Ausrichtung der Sicht-oder Wandflächen vorgese- hen sein.

Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus einer Palisadenwand, die aus vier gleichartigen Palisaden 10 aufgebaut ist. Die drei rechten Palisaden sind dabei linear zueinander ausgerich- tet, so daß ihre aneinander zugewandten Stirnseiten direkt aneinanderliegen und die vorderen Sicht-oder Wandflächen 11 eine glatte, im wesentlichen kontinuierliche, nur durch die relativ kleinen Fugen 18 zwischen den Palisaden unter- brochene Außenfläche bildet. Die gemäß Fig. 7 linke Pali- sade ist gegenüber ihrer benachbarten Palisade um ca. 45° abgewinkelt, wobei der Kopf weiterhin in der Aufnahme der benachbarten Palisade angeordnet ist. In dem abgewinkelten Bereich ist eine klaffende Fuge 17 gebildet, die den Blick auf den säulenartigen Kopf 15 erlaubt.

Fig. 8 zeigt die Rückansicht einer Palisadenwand aus drei linear ausgerichteten Palisaden, wobei die Köpfe als halb- kreisförmige Vorsprünge erscheinen, während auf der nicht sichtbaren Rückseite eine im wesentlichen glatte Fläche ge- bildet ist.

Aufgrund des erfindungsgemäßen Versatzes des Kopfes und der Aufnahme aus der Mittelebene der Palisade jeweils in Rich- tung eines Eckpunktes ist es möglich, die Ausrichtung ne-

beneinander angeordneter Palisaden bei der Bildung einer Palisadenwand zu variieren. Fig. 9 zeigt ein entsprechendes Ausführungsbeispiel, wobei nebeneinander stehende Palisaden jeweils in einer um eine vertikale Achse um 180° gedrehten Ausrichtung angeordnet sind. Dies ergibt eine Palisaden- wand, bei der benachbarte Palisaden um eine Palisadenbreite zueinander in Querrichtung der Wand versetzt sind, so daß eine aufgelockerte Oberflächengestaltung mit einem Wechsel von vorstehenden Bereichen und Vertiefungen 19 erreicht wird. Auch hierbei ist es selbstverständlich möglich, ne- beneinanderliegende Palisaden relativ zueinander abzuwin- keln.

Der in Fig. 1 dargestellte Querschnitt einer Palisade weist die Besonderheit auf, daß der Mittelpunkt M des teilkreis- förmigen konvexen Kopfes 15 genau im Schnittpunkt der Stirnseite 13 und der senkrecht dazu verlaufenden Sicht- oder Wandfläche 12 liegt. Die Fig. 10 bis 15 zeigen jeweils eine etwas davon abweichende Position des Kopfes 15 und dementsprechend auch der Aufnahme 16, wobei in allen darge- stellten Ausführungsbeispielen der Schnittpunkt S der den Kopf 15 tragenden Sicht-oder Wandfläche 12 mit der zuge- ordneten, den Kopf 15 tragenden Stirnseite 13 innerhalb des Querschnittes des Kopfes 15 liegt.

Die in den Fig. 10 bis 15 dargestellten Palisadenquer- schnitte besitzen einen Kernquerschnitt, der durch die bei- den ebenen, parallel zueinander verlaufenden Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 sowie die beiden ebenen, ebenfalls parallel zueinander verlaufenden, sich senkrecht zu den Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 erstreckenden Stirnseiten 13 und 14 definiert ist. Der Schnittpunkt S der den Kopf 15 tragenden oberen Sicht-oder Wandfläche 12 mit der zugeord- neten, den Kopf 15 tragenden rechten Stirnseite 13 stellt somit einen Eckpunkt des Kernquerschnittes dar. Der Punkt

S'stellt den Schnittpunkt der beiden Flächen dar, zwischen denen sich die Aufnahme 16 erstreckt, d. h. den Schnittpunkt zwischen der oberen Sicht-oder Wandfläche 12 und der dem Kopf abgewandten Stirnseite 14.

Wie Fig. 10 zeigt, liegt der Mittelpunkt M des teilkreis- förmigen konvexen Kopfes 15 in der Ebene der oberen Sicht- oder Wandfläche 12 und zwischen den beiden Stirnseiten 13 und 14, so daß der Kopf verglichen mit der Querschnittsge- staltung der Palisade gemäß Fig. 1 entlang der oberen Sicht-oder Wandfläche 12 um den Abstand zwischen den Punk- ten M und S nach innen gezogen ist. Entsprechend ist der Mittelpunkt P der Aufnahme 16 gegenüber dem Schnittpunkt S' um das gleiche Maß nach außen versetzt.

Fig. 11 zeigt eine ähnliche Ausgestaltung, wobei der Mit- telpunkt M des Kopfes auf der Ebene der rechten Stirnseite 13 liegt und gleichzeitig zwischen den beiden Sicht-oder Wandflächen 12 angeordnet ist, d. h. gegenüber der Ausge- staltung gemäß Fig. 1 auf der Stirnseite 13 um den Abstand zwischen den Punkten S und M zur Mitte der Palisade ver- setzt ist. Entsprechend ist auch der Mittelpunkt P der Auf- nahme 16 auf der linken Stirnseite 14 um das gleiche Maß gegenüber dem Schnittpunkt S'zur Mitte der Palisade ver- setzt.

Die Fig. 12 und 13 zeigen jeweils eine Ausgestaltung einer Palisade, bei der der Mittelpunkt M des Kopfes 15 im Inne- ren des Kernquerschnittes der Palisade liegt, d. h. gegen- über der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 sowohl in Querrichtung als auch in Längsrichtung der Palisade nach innen versetzt ist. Dabei kann das VersatzmaB in beide Richtungen gleich oder-wie in den Fig. 12 und 13 dargestellt-jeweils un- terschiedlich sein. GemäB Fig. 12 ist der Versatz des Mit- telpunktes M gegenüber dem Schnittpunkt S in Längsrichtung

der Palisade, d. h. parallel zu den Sicht-oder Wandflächen 11 und 12 gober als in der senkrecht dazu verlaufenden Querrichtung. GemäB Fig. 13 ist der Versatz in Querrichtung größer als in Längsrichtung der Palisade. In beiden Fällen ist auch der Mittelpunkt P der Aufnahme 16 entsprechend ge- genüber dem Schnittpunkt S'versetzt.

Um einen möglichst weit hervorstehenden Kopf 15 zu erhal- ten, kann der Mittelpunkt M des Kopfes 15 auch auBerhalb des Kernquerschnittes der Palisade liegen, wie es in den Fig. 14 und 15 dargestellt ist. Auch hierbei kann in Längs- richtung und in Querrichtung der Palisade ein gleichartiger Versatz vorgesehen sein, die Fig. 14 und 15 zeigen jedoch unterschiedliche VersatzmaBe in Längsrichtung und Querrich- tung der Palisade. GemäB Fig. 14 ist der Versatz des Mit- telpunktes M gegenüber dem Schnittpunkt S in Längsrichtung der Palisade nach innen gerichtet gober als der nach auBen gerichtete Versatz in Querrichtung, während gemäB Fig. 15 ein nach innen gerichteter Versatz des Mittelpunktes M re- lativ zu dem Schnittpunkt S in Querrichtung gober als ein nach auBen gerichteter Versatz in Längsrichtung der Pali- sade ist. Auch in diesen beiden Fällen ist der Mittelpunkt P der Aufnahme 16 gegenüber dem Schnittpunkt S'entspre- chend versetzt.