WANDTKE, Sebastian (Dantestr. 37, Heidelberg, 69115, DE)
SCHULZ, Martin (Binsenschlauchweg 17, Karlsruhe, 76187, DE)
GM GLOBAL TECHNOLOGY OPERATIONS LLC (300 Renaissance Center, P.O. Box 300Mail Code 482-C23-B2, Detroit MI, 48265-3000, US)
GAUDING, Ralf (Kölner Str. 43, Rüsselshei, 65428, DE)
WANDTKE, Sebastian (Dantestr. 37, Heidelberg, 69115, DE)
SCHULZ, Martin (Binsenschlauchweg 17, Karlsruhe, 76187, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Ablagevorrichtung (10) mit einer Bodenfläche (22), einer mit dieser einen Aufnahmeraum (20) bildende Innenwandung (24) und zumindest zwei in der Innenwandung (24) ausgebildeten Lagervorrichtungen (26), die Ablagevorrichtung (10) aufweisend: wenigstens einen plattenförmigen und elastischen Raumteiler (40), der an zwei entgegengesetzt zueinander gelegenen Seitenrand-Abschnitten (42; 42a, 42b) in den Lagervorrichtungen (26) der Innenwandung (24) unter Ausbildung der Lagerachse (A) an die Innenwandung (26) gekoppelt ist, wobei die Lage der Lagervorrichtungen (26) derart vorgesehen und der Raumteiler (40) derart ausgeführt ist, dass der Raumteiler (40) wenigstens zwei stabile Verformungszustände mit zumindest abschnittsweise mit entgegen gesetzten Krümmungsverläufen einnehmen kann, um den Aufnahmeraum (20) der Ablagevorrichtung (10) in Teil-Aufnahmeräume (20a, 20b) einzuteilen, und zumindest eine Überlastsicherungs-Vorrichtung (50) für die Anordnung des Raumteilers (40) in der Ablagevorrichtung (10), wobei die Überlastsicherung (50) derart ausgestaltet ist, dass diese bei einer vordefinierten Kraft, die der Raumteiler (40) in dessen Längsrichtung (LR) auf wenigstens eine Lagervorrichtung (26) ausübt, zumindest eine der Seitenrand-Abschnitte (42; 42a, 42b) aus der jeweiligen Lagervorrichtung (26) freigibt. 2. Ablagevorrichtung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung (50) derart ausgestaltet ist, dass eine Überlastung des Materials des Raumteilers (40) zu Beginn, im Laufe und/oder am Ende der Bewegung des Raumteilers (40) zwischen dem ersten stabilen Verformungszustand und dem zweiten stabilen Verformungszustand vermieden wird. 3. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung (50) zumindest teilweise durch wenigstens eine entsprechend ausgestaltete Lagervorrichtung (26) und eine entsprechend ausgestaltete Längskante (42) des Raumteilers (40) gebildet ist. 4. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Lagervorrichtung (26) zumindest ein Federelement (27) aufweist, das gegen eine Federkraft bewegbar ist und mit einem Rastelement (47a) der Längskanten (42) des Raumteilers (40) derart korrespondiert, dass im eingerasteten Zustand des Rastelements (47a) dieses über das Federelement (27) gelenkig in der Lagervorrichtung (26) gehalten ist und bei Überschreiten der definierten Lagerkraft das Federelement (27) gegen die Federkraft bewegt und damit das Rastelement (47a) freigegeben wird. 5. Ablagevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung (50) bezogen auf die Lagerachse (A) an einem Ende wenigstens einer Längskante (42) des Raumteilers (40) ein erstes Rastelement (47a) aufweist, welches mit dem Federelement (27) der Überlastsicherung (50) korrespondiert, und an seinem anderen Ende ein zweites Rastelement (47b) aufweist, welches mit einer entsprechenden Verrastung der Lagervorrichtung (26) als Widerlager korrespondiert, so dass bei der Freigabe des ersten Rastelements (47a) automatisch auch das zweite Rastelement (47b) und damit die gesamte Längskante (42) des Raumteilers (40) freigegeben wird. 6. Ablagevorrichtung (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (27) entlang der Lagerachse (A) gegen eine Federkraft verschiebbar ist. 7. Ablagevorrichtung (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (27) gegen eine Federkraft senkrecht zur Lagerachse (A) bewegbar ist. 8. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Lagervorrichtung (26) und die Überlastsicherung (50) zumindest teilweise integral ausgeführt sind. 9. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Raumteiler (40) im ersten stabilen Verformungszustand an der Innenwandung (24) zumindest abschnittsweise anliegt. 10. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Raumteiler (40) längliche Verstärkungsmittel (60) aufweist, die sich entlang der Lagerachse (A) erstrecken und derart ausgestaltet sind, dass sie die Torsionssteifigkeit des Raumteilers (40) entlang der Lagerachse (A) reduzieren. 11. Ablagevorrichtung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsmittel (60) Stifte (62) aufweisen, die zumindest teilweise durch wenigstens abschnittsweises Umspritzen mit einem eine elastische Matrix (64) formenden Material des Raumteilers (40) verbunden sind. 12. Ablagevorrichtung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslösevorrichtung in dem Bereich der Innenwandung (24) vorgesehen ist, an welchem der Raumteiler (40) im ersten stabilen Verformungszustand zumindest abschnittsweise anliegt, welcher derart ausgestaltet ist, dass bei Betätigung derselben der Raumteiler (40) so weit aus dem ersten stabilen Verformungszustand ausgelenkt wird oder auslenkbar ist, so dass der Raumteiler (40) automatisch dem zweiten stabilen Verformungszustand zustrebt. Raumteiler (40) zum Einsatz in einer Ablagevorrichtung (10) mit den Merkmalen der Ansprüche 1 bis 12. |
Ablagevorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Ablagevorrichtung insbesondere für den Einsatz in dem Innenraum eines Fahrzeuges sowie einen Raumteiler zum Einsatz in einer solchen Ablagevorrichtung.
Derartige Ablagevorrichtungen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt. So werden sie beispielsweise in Kraftfahrzeugen dafür verwendet, Kleinutensilien während der Fahrt, wie beispielsweise Schlüssel, Stifte oder Wiedergabemedien wie CDs abzulegen. Darüber hinaus werden solche Ablagevorrichtungen dafür verwendet, als Getränkehalter Flaschen, Dosen oder anderes geartete Getränkeverpackungen aufzunehmen, diese insbesondere zu halten. Dabei werden üblicherweise für die Halterung von Getränken aufwendige mechanische Komponenten verwendet, welche an eine definierte Bechergröße, bzw. Flaschengröße oder Dosengröße angepasst sind. Bei Ablagevorrichtungen für Kleinutensilien sind häufig keine Trennsysteme
vorgesehen. Zwar ist bereits vorgeschlagen worden, flexible Raumteiler vorzusehen, welche zum Beispiel durch verschiedene Steckpositionen unterschiedliche
Aufteilungen eines Aufnahmeraums ausbilden können, jedoch ist allen bekannten Ablagevorrichtungen gemein, dass sie entweder mit auffälligen komplexen Mechaniken arbeiten oder aber bei flexiblen Raumteilern die Gefahr besteht, dass diese während des Einsatzes, insbesondere während des Wechsels zwischen verschiedenen
Einsatzsituationen, zerstört werden. Dies rührt daher, dass der Wechsel zwischen verschiedenen Einsatzsituationen vom Nutzer eines Kraftfahrzeuges durchgeführt wird und dieser nicht zwingend innerhalb einer vordefinierten Maximalkraft bei der
Bewegung des Raumteilers bleibt. Dem Nutzer eines Kraftfahrzeuges mit einer solchen Ablagevorrichtung erscheint die Zerstörung bzw. die Beschädigung eines solchen Raumteilers als mangelnde Qualität der Ablagevorrichtung und damit des gesamten Kraftfahrzeuges.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die voranstehend erläuterten Probleme bekannter Ablagevorrichtungen zu lösen. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ablagevorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche flexibel auf verschiedene Einsatzsituationen reagieren kann und darüber hinaus eine hohe Einsatzdauer aufweist.
Gelöst wird voranstehende Aufgabe durch eine Ablagevorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den auf diese rückbezogenen Unteransprüchen angegeben.
Erfindungsgemäß ist insbesondere eine Ablagevorrichtung mit einer Bodenfläche, einer mit dieser einen Aufnahmeraum bildenden Innenwandung und zumindest zwei in der Innenwandung ausgebildeten Lagervorrichtungen vorgesehen. Die
Ablagevorrichtung weist auf: wenigstens einen plattenförmigen und elastischen Raumteiler, der an zwei entgegengesetzt zueinander gelegenen Seitenrand-Abschnitten in den
Lagervorrichtungen der Innenwandung unter Ausbildung der Lagerachse mit der Innenwandung verbunden ist, wobei die Lage der Lagervorrichtungen derart vorgesehen und der Raumteiler derart ausgeführt ist, dass der Raumteiler wenigstens zwei stabile Verformungszustände mit zumindest abschnittsweise mit entgegen gesetzten Krümmungsverläufen einnehmen kann, um den
Aufnahmeraum der Ablagevorrichtung in Teil-Aufnahmeräume einzuteilen, und zumindest eine Überlastsicherung für die Anordnung des Raumteilers in der Ablagevorrichtung, wobei die Überlastsicherung derart ausgestaltet ist, dass diese bei einer vordefinierten Kraft, die der Raumteiler auf wenigstens eine Lagervorrichtung ausübt, zumindest eine der Seitenrand-Abschnitte aus der jeweiligen Lagervorrichtung freigibt.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemäße Ablagevorrichtung für den Einsatz in dem Innenraum eines Fahrzeugs weist einen Aufnahmeraum auf, der von einer Bodenfläche und einer Innenwandung umgrenzt wird, die zumindest zwei
Lagervorrichtungen aufweist. Dabei ist grundsätzlich unerheblich, welche Form die Bodenfläche sowie die Innenwandungen aufweisen. So ist es möglich, dass die Bodenflächen im Wesentlichen eben ausgestaltet sind, jedoch ist es auch denkbar, dass gewölbte Bodenflächen oder gekrümmte Bodenflächen sich an spezifische Einsatzsituationen in einem Kraftfahrzeug anpassen. Auch die Innenwandung kann vorteilhafterweise im Wesentlichen senkrecht zur Bodenfläche diese umlaufen. Jedoch ist es auch möglich, dass die Innenwandung eine oder mehrere Krümmungen aufweist, um komplexere Geometrien des Aufnahmeraums und damit der Ablagevorrichtung zu ermöglichen. In der Innenwandung sind zumindest zwei Lagervorrichtungen
vorgesehen, die vorteilhafterweise sich über die gesamte Länge der Innenwandung ausgehend von der Bodenfläche erstrecken. Jedoch ist es auch möglich, dass die Lagevorrichtungen sich nur über einen Teil der Höhe der Innenwandung erstrecken.
Weiter weist eine erfindungsgemäße Ablagevorrichtung wenigstens einen
plattenförmigen elastischen Raumteiler auf, der an zwei entgegengesetzt zueinander gelegenen Längskanten in den Lagervorrichtungen der Innenwandung unter
Ausbildung jeweils einer Lagerachse gelenkig gelagert ist. Mit anderen Worten ist ein plattenförmiger und elastischer Raumteiler vorgesehen, der durch die gelenkige Lagerung in den Lagervorrichtungen innerhalb des Aufnahmeraums zwischen diversen Positionen bewegbar aufgenommen ist. Unter einem plattenförmigen und elastischen Raumteiler ist dabei zu verstehen, dass der Raumteiler eine Erstreckung in einer Längs- und einer Querrichtung aufweist, die relativ zu seiner Dicke deutlich größer ist. So kann ein plattenförmiger Raumteiler insbesondere auch folienartig oder mittels eines dünnen Blechs gebildet sein. Unter dem Begriff "elastisch" ist dabei zu verstehen, dass es sich bei dem Raumteiler um eine Komponente handelt, welche elastisch, also flexibel verformbar ist. Die Elastizität bewirkt dabei, dass bei Verformung des Raumteilers Rückstellkräfte im Material desselben, welche den Raumteiler wieder in seine ursprüngliche, unverformte Form, zurückdrängen, ausgebildet werden.
Elastizität im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist demnach die Kombination aus Flexibilität und Rückstellkräften des Raumteilers.
Weiter ist die Lage der Lagervorrichtungen bei einer erfindungsgemäßen
Ablagevorrichtung derart vorgesehen, dass der Raumteiler zwischen wenigstens zwei stabilen Verformungszuständen derart reversibel verformbar ist, dass in einem ersten stabilen Verformungszustand der Raumteiler eine erste Krümmung aufweist, sowie in einem zweiten stabilen Verformungszustand der Raumteiler eine zweite Krümmung aufweist, die zumindest abschnittsweise entgegengesetzt zur ersten Krümmung ist. Mit anderen Worten kann der Raumteiler zwischen den beiden stabilen
Verformungszuständen hin und her schnappen. Die Verformungszustände zwischen den zumindest zwei stabilen Verformungszuständen sind demnach instabile
Verformungszustände, welche je nach exakter Position des instabilen
Verformungszustands dem einen oder dem anderen stabilen Verformungszustand zustreben. Die stabilen Verformungszustände sind demnach Situationen, in welchen ein Kraftgleichgewicht zwischen den Rückstellkräften im elastischen Raumteiler und den Lagerkräften, die über die Lagervorrichtungen abgetragen werden, herrscht.
Dabei sind die Lagervorrichtungen hinsichtlich ihrer Anordnung, wie auch die geometrischen Abmessungen des Raumteilers derart eingestellt, dass sich zwischen den beiden Lagervorrichtungen der Raumteiler derart erstreckt, dass in zumindest einem Verformungszustand des Raumteilers der Aufnahmeraum durch diesen in voneinander getrennte Teilaufnahmeräume aufgeteilt wird. Das bedeutet also, dass zumindest in einem der beiden stabilen Verformungszustände ein gesamter
Aufnahmeraum der Ablagevorrichtung verschiedene Teilaufnahmeräume aufweist, die voneinander durch den Raumteiler getrennt sind. Diese Trennung kann vollständig, also beginnend von der Bodenfläche an sein. Jedoch ist es auch möglich, dass die Trennung nur unvollständig, also nicht von Beginn der Bodenfläche und/oder nicht bis zum oberen Ende der Innenwandung durchgeführt ist. Für die Aufbewahrung von Kleinutensilien ist es vorteilhaft, wenn der Raumteiler bereits bündig mit der
Bodenfläche mit seiner geometrischen Erstreckung beginnt. Dies verhindert, dass Kleinutensilien unter dem Raumteiler durchrutschen und trennt somit auch für
Kleinutensilien die Teilaufnahmeräume wirksam voneinander ab. Für die Ablagerung größerer Utensilien, wie beispielsweise von Getränkeverpackungen, wie Flaschen oder Dosen, kann es jedoch auch ausreichend sein, kleinere elastische Raumteiler vorzusehen, welche sich darüber hinaus nicht direkt ab der Bodenfläche erstrecken, sondern einen Zwischenraum zwischen Raumteiler und Bodenfläche des
Aufnahmeraums verbleiben lassen.
Darüber hinaus ist anzumerken, dass zumindest einer der beiden stabilen
Verformungszustände eine Abtrennung in zwei Teilaufnahmeräume durchführt. So ist es denkbar, dass in besonderen Einsatzsituationen der zweite stabile
Verformungszustand derart ausgebildet ist, dass der Raumteiler in diesem
Verformungszustand zumindest abschnittsweise flächig an der Innenwandung anliegt. Ein flächiges Anliegen des Raumteilers, möglicherweise sogar über die gesamte geometrische Erstreckung des plattenförmigen Raumteilers, kann insbesondere in großen Aufnahmeräumen vorteilhaft sein, da in einem solchen Verformungszustand der Raumteiler das gesamte mögliche Aufnahmevolumen des Aufnahmeraums frei gibt. Damit kann der Nutzer der Ablagevorrichtung frei wählen, ob er den gesamten Aufnahmeraum oder nur einen Teilaufnahmeraum zur Verfügung haben möchte. Die Flexibilität im Einsatz beschränkt sich damit nicht auf unterschiedlich große
Teilaufnahmeräume, sondern bietet einen gesamten Aufnahmeraum, der aktiv abteilbar ist.
Darüber hinaus ist bei einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung zumindest eine Überlastsicherung für den Raumteiler vorgesehen, die derart ausgestaltet ist, dass diese ab einer vordefinierten Lagerkraft, die der Raumteiler auf die zumindest eine Lagervorrichtung ausübt, zumindest eine der Längskanten aus der entsprechenden Lagervorrichtung frei gibt. Mit anderen Worten ist damit sichergestellt, dass Kräfte im Raumteiler, die sich zum einen durch elastische Rückstellkräfte ausbilden, zum anderen durch die Aufnahme von Haltekräften, beispielsweise bei der Aufnahme von Getränkeverpackungen in den Teilaufnahmeräumen, und die sich über die
Lagereinrichtungen abstützen, nicht zu einer Beschädigung des Raumteilers führen. Die Kräfte im Raumteiler stützen sich als Lagerkräfte über die Lagervorrichtungen ab und bilden dort entsprechende Gegenkräfte, so dass die Gegenkraft im Lager der Lagerkraft, die durch den Raumteiler ausgeübt wird, entgegenwirkt. Durch dieses Kraftgleichgewicht entsteht letztendlich der stabile Verformungszustand. Dabei hängt die vordefinierte Lagerkraft, die der Raumteiler auf die zumindest eine
Lagervorrichtung ausübt, zum einen von den Materialparametern des Raumteilers, sowie dessen Geometrie ab, darüber hinaus ist jedoch auch eine Abhängigkeit von der Geschwindigkeit und/oder weiteren Umgebungsparametern während der Verformung zwischen den beiden stabilen Verformungszuständen mit ausschlaggebend. Die Überlastsicherung kann fest voreingestellt oder einstellbar die Lagerkraft vordefinieren, ab welcher zumindest eine der Längskanten aus der entsprechenden Lagervorrichtung freigegeben wird.
Dabei ist im Sinne der vorliegenden Erfindung wesentlich, dass wenigstens eine der Längskanten, diese aber vollständig aus der entsprechenden Lagervorrichtung freigegeben wird. Mit anderen Worten reduziert sich die im Raumteiler befindliche Kraft/Spannung nach der Freigabe im Wesentlichen auf Null. Die elastischen
Rückstellkräfte im Raumteiler bewegen den Raumteiler in eine Position, in welcher dieser auf das Material bezogen in einer kraftfreien Position ist. Die Kräfte im Material werden somit auf ein zugelassenes Maximum der vordefinierten Lagerkraft, die der Raumteiler auf die zumindest eine Lagervorrichtung ausübt, begrenzt, und diese vordefinierte Lagerkraft vorteilhafterweise auf einen Wert beschränkt, welcher maximal der Materialbelastungsgrenze des Materials des Raumteilers entspricht. Insbesondere ist jedoch ein gewisser Sicherheitsabstand zwischen der vordefinierten Lagerkraft und der maximalen Belastbarkeit des Materials des Raumteilers vorgesehen. So kann es vorteilhaft sein, wenn der Sicherheitsabstand derart eingestellt ist, dass die
vordefinierte Lagerkraft, also die Auslösekraft der Überlastsicherung 50%, 60%, 70%, 80% oder bis zu 90% der maximalen Materialbelastung des Materials des Raumteilers beträgt.
Das Freigeben aus der Überlastsicherung kann dabei reversibel erfolgen. So ist es also möglich, dass nach dem Freigeben einer der Längskanten des Raumteilers diese vom Nutzer oder von einem fachkundigen Bediensteten in einer Werkstatt wieder in die Lagervorrichtung eingeführt werden kann. Die Reversibilität des Freigebens bedingt zwei technische Voraussetzungen. So ist es erforderlich, dass aus mechanischen, insbesondere jedoch aus geometrischen Gründen, ein Wiedereinsetzen der
Lagerkante überhaupt möglich ist. Darüber hinaus ist für eine reversible
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung notwendig, dass weder die
Überlastsicherung, noch die Längskanten, noch die Lagerkanten durch das Auslösen in Mitleidenschaft gezogen werden, also nicht beschädigt werden.
Die Überlastsicherung selbst kann dabei sowohl Teil der Lagervorrichtung sein, als auch separat davon. Die Überlastsicherung ist somit als Funktionalität zu verstehen, die also teilweise von der Lagervorrichtung aber auch von weiteren zusätzlichen Elementen übernommen werden kann. Ein solch zusätzliches Element kann zum Beispiel auch die Längskante sein, welche dementsprechend ausgebildet ist.
Unter dem Begriff "entgegengesetzte Ausrichtung der ersten Krümmung im Bezug zur zweiten Krümmung" ist dabei zu verstehen, dass eine unterschiedliche
Krümmungsrichtungen und insbesondere unterschiedliche Orientierungen derselben vorliegt. Insbesondere, also bei einfachen Krümmungen, ist es dabei sinnvoll, wenn in einem ersten Verformungszustand eine konvexe Krümmung des Raumteilers vorliegt, während im zweiten stabilen Verformungszustand eine konkave Krümmung
vorgesehen ist. Dabei ist grundsätzlich der Wert der Krümmung unwichtig. So ist es möglich, dass die konkave Krümmung deutlich stärker gekrümmt ist als die konvexe oder umgekehrt. Jedoch kann es vorteilhaft sein, wenn die beiden Krümmungen im Wesentlichen den gleichen Wert aufweisen, jedoch mit unterschiedlichen Vorzeichen. Mit anderen Worten ist in einem solchen Fall die„Krümmungsstärke" im einen
Verformungszustand in konvexer Richtung identisch mit der Krümmung im anderen stabilen Verformungszustand in konkaver Richtung. Insbesondere bei der Aufnahme von runden Utensilien, wie es sich bei den meisten Getränkeverpackungen verhält, kann auf diese Weise eine Ablagevorrichtung zur Verfügung gestellt werden, deren ausgeklappter Raumteiler eine Krümmung aufweist, welcher die Krümmung der Innenwandung des entsprechenden Teilaufnahmebereichs wieder aufnimmt. Mit anderen Worten ist es damit möglich, einen Teilaufnahmeraum zu schaffen, welcher im Wesentlichen kreisförmig in seiner Querschnittsausbildung ist. Eine solche
kreisförmige Aufnahme ermöglicht ein verbessertes Aufnehmen von Utensilien, wie beispielsweise Getränkeverpackungen mit rundem Querschnitt.
Die vordefinierte Lagerkraft für die Überlastsicherung ist dabei insbesondere größer als 50N, zum Bespiel im Bereich von 50 bis 100N, um sicherzustellen, dass nicht zu frühes, und damit zu häufiges Auslösen der Überlastsicherung eine
Qualitätsminderung der Ablagevorrichtung erzeugt.
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die Elastizität des Materials des Raumteilers darüber hinaus vorteilhafter Weise auf geringer Biegesteifigkeit des Raumteilers in zumindest einer Längsrichtung entlang der Lagerachsen beruht. In der zur
Längsrichtung, die durch die Lagerachsen definiert ist, senkrecht stehenden
Querrichtung des Raumteilers ist dabei vorteilhafterweise zumindest eine geringe Dehnbarkeit vorgesehen, um sicherzustellen, dass die beiden stabilen
Verformungszustände weder reversibel noch irreversibel durch Dehnung des
Raumteilers verändert werden. Eine geringe Dehnung kann jedoch von Vorteil sein, um ein Einklemmen von Getränkeutensilien in einem Teilaufnahmeraum zu ermöglichen. Dabei wird beim Einschieben der Kleinutensilien oder der Getränkeverpackungen in den Teilaufnahmeraum der Raumteiler entlang seiner Querrichtung, also senkrecht zu den Lagerachsen gestreckt und übt damit eine Haltekraft in Form einer Reibungskraft zwischen dem Raumteiler und der Getränkehalterung auf diesen aus.
Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn die Überlastsicherung derart ausgestaltet ist, dass eine Überlastung des Materials des Raumteilers zu Beginn, im Laufe oder am Ende der Bewegung des Raumteilers zwischen dem ersten stabilen
Verformungszustand und dem zweiten stabilen Verformungszustand vermieden wird. Unter Überlastung ist dabei zu verstehen, dass ein übermäßiger Verschleiß, oder sogar eine Beschädigung bis hin zum Zerstören des Raumteilers vermieden wird. Verschleiß entsteht dabei auch durch zu hohe Materialkräfte, die das Gefüge innerhalb des Materials des Raumteilers verändern. Dies muss nicht zwangsläufig in einer sofort visuell sichtbaren Beschädigung des Raumteilers resultieren. Vielmehr ist auch zu vermeiden, dass Gefügeveränderungen die Standzeit, also die Funktionszeit des Raumteilers, bzw. dessen Einsatzzeit, bzw. die Anzahl der möglichen Wechselzyklen zwischen den stabilen Verformungszuständen verringert. Selbstverständlich ist durch die Überlastsicherung jedoch auf jeden Fall eine Situation zu vermeiden, welche den Riss oder das vollständige Zerstören des Raumteilers nach sich ziehen würde. Dabei ist die Überlastsicherung insbesondere derart ausgestaltet, dass dies nicht nur in den Endpositionen, also in den wenigstens zwei stabilen Verformungszuständen der Fall ist, sondern auch während der Bewegung zwischen diesen stabilen
Verformungszuständen.
Vorteilhaft bei der vorliegenden Erfindung ist es, wenn bei der Ablagevorrichtung die Überlastsicherung zumindest teilweise durch wenigstens eine entsprechend ausgestaltete Lagervorrichtung und eine entsprechend ausgestaltete Längskante des Raumteilers gebildet ist. Das bedeutet also, dass die Überlastsicherung in ihrer Funktion zwei Komponenten übergreifen kann. So kann sie gebildet werden durch das Zusammenspiel zwischen Lagervorrichtung und Längskante. Dies ermöglicht die Ausführung der Überlastsicherung in einem Zusammenspiel zwischen Längskanten des Raumteilers und Lagervorrichtung selbst. Damit können teilweise die
Lagervorrichtung, wie auch teilweise die Längskante durch deren entsprechende Ausgestaltungsform zur Überlastsicherung zusätzliche Komponenten einer
Überlastsicherung vermeiden, was die Komplexität und damit auch die Kosten einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung weiter reduziert. Es reicht dabei aus, wenn wenigstens eine der beiden Längskanten freigegeben wird, so dass auch die
Anpassung einer einzigen Längskante des Raumteilers und einer einzigen
entsprechend ausgestalteten Lagervorrichtung ausreicht. Dies reduziert die
Komplexität der Ablagevorrichtung noch weiter, so dass Herstellung und Kosten noch weiter optimiert werden.
Auch kann es vorteilhaft sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung wenigstens eine Lagervorrichtung zumindest ein Federelement aufweist, das gegen eine Federkraft bewegbar ist und mit einem Rastelement der Längskanten des Raumteilers derart korrespondiert, dass im eingerasteten Zustand des Rastelements dieses über das Federelement gelenkig in der Lagervorrichtung gehalten ist und bei Überschreiten der definierten Lagerkraft das Federelement gegen die Federkraft bewegt und damit das Rastelement freigegeben wird. Mit anderen Worten wird die Überlastsicherung durch ein Zusammenspiel zwischen der Lagervorrichtung und den Längskanten gebildet. Insbesondere dienen dazu die beiden funktionalen Elemente des Federelements der Lagervorrichtung und des Rastelements der Längskanten des Raumteilers. Diese kommunizieren miteinander, so dass in Bezug auf die Federkraft ein Freigeben des Rastelements und damit der Längskante möglich wird. Dabei ist in einem ersten Schritt unerheblich, in welcher Richtung das Federelement und damit die Federkraft wirken. So ist es möglich, dass Federkräfte in Achsrichtung der Lagerachse vorgesehen sind, wie auch Federelemente, die eine Federkraft unabhängig von der Lagerachse, zum Beispiel quer zur Lagerachse aufbringen. Das Federelement kann dabei unterschiedliche geometrische Ausprägungen haben, so kann es zum Beispiel kugelförmig oder nasenförmig, insbesondere kegelförmig sein. Das Rastelement der Längskanten des Raumteiles korrespondiert mit dem
Federelement, insbesondere mit dessen geometrischer Ausprägung. So ist es beispielsweise als Nase oder aber auch als Vertiefung ausgeführt, welche mit dem Federelement korrespondiert. Bei der Ausführung eines hervorstehenden
Federelements, beispielsweise als Kugel oder Nase, ist das Rastelement der
Längskanten des Raumteilers vorteilhafterweise als Vertiefung mit mehr oder weniger zum Federelement korrelierender Kontur ausgebildet. Damit kann das Federelement in das Rastelement einrasten, so dass die Federkraft das Federelement in der
gewünschten Rastpostion im Rastelement hält. Auch eine umgekehrte
Ausführungsform, also eine vertiefende Ausführung des Federelements und eine hervorstehende Ausführung des Rastelements sind jedoch im Rahmen der
vorliegenden Erfindung denkbar.
Auch ist es möglich, dass das Federelement eine Art Einspannung für die Lagerkante ausbildet. Insbesondere bei Längskanten des Raumteilers, welcher ein im
Wesentlichen runden Querschnitt aufweisen, können Einspannungen umlaufend um die Umfangsrichtung des runden Querschnitts der Längskante vorteilhaft sein. Solche umlaufenden Lagervorrichtungen können teilweise mit federnden Bereichen
ausgestaltet sein, so dass eine Öffnung der Lagervorrichtung verbleibt, durch welche nicht nur die Längskante des Raumteilers montiert werden kann, sondern über welchen die Längskante als Überlastsicherung auch wieder freigegeben werden kann. Damit wirken in einem solchen Fall die Federelemente in Form der
Freigabevorsprünge einer solchen Lagervorrichtung sowohl für eine
Montageüberwindungskraft, wie auch als vordefinierte Lagerkraft der
Überlastsicherung, also als Überlastkraft.
Weiter ist unerheblich, ob die Federkraft durch das Federelement selbst, also durch eine integrale Ausgestaltung eines Kraft ausübenden Teils und des Federelements, zur Verfügung gestellt wird, oder ob eine separate Feder oder federndes Element vorgesehen ist. Vorteilhaft ist es, wenn die Überlastsicherung einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung bezogen auf die Lagerachse an einem Ende wenigstens einer Längskante des Raumteilers ein erstes Rastelement aufweist, welches mit dem Federelement der Überlastsicherung korrespondiert, und an seinem anderen Ende ein zweites Rastelement aufweist, welches mit einer entsprechenden Verrastung der Lagervorrichtung als Widerlager korrespondiert, so dass bei der Freigabe des ersten Rastelements automatisch auch das zweite Rastelement und damit die gesamte Längskante des Raumteilers freigegeben wird. Mit anderen Worten handelt es sich bei dieser Ausführungsform um ein technisches Konzept, welches die Anzahl der
Gesamtkomponenten reduziert und damit Komplexität und Kosten der
Ablagevorrichtung optimiert. So sind aktive Elemente wie das Federelement nur an einem Ende der Längskante des Raumteilers vorzusehen, während an der anderen Seite der Längskante des Raumteilers ein passives, also ein auf das aktive Element antwortendes Element, vorgesehen ist. Mit anderen Worten wird es auf diese Weise möglich, dass das Federelement der Überlastsicherung das erste Rastelement aus dem Federelement freigibt und damit die Längskante in eine Position bewegt wird/werden kann, welche es ermöglicht, dass die Längskante auch aus dem zweiten Rastelement freigegeben wird. Das zweite Rastelement ist dabei beispielsweise als Nase oder als Vertiefung ausgebildet, welche mit einer entsprechenden Vertiefung oder Nase der Lagervorrichtung korrespondiert. Durch das Freigeben der Längskante am ersten Rastelement wird die Längskante in eine Position bewegt, bei welcher die Längskante nicht mehr gegen die Nase oder Vertiefung am unteren Ende der
Längskante durch die Federkraft gepresst wird. Damit ist die Längskante frei und kann sich von der Lagervorrichtung frei weg bewegen.
In der Lagersituation ist demnach die Längskante zwischen oberem und unterem Ende der jeweiligen Lagervorrichtung, insbesondere zwischen der Vertiefung oder Nase unterhalb des zweiten Rastelements und dem Federelement gegenüber des ersten Rastelements eingeklemmt und damit gelenkig gelagert.
Das Federelement kann dabei in unterschiedlichen Weisen gebildet sein. Neben einer Ausbildung als Kugel oder Nase, welche gegen eine Feder drückt, oder welche selbst aus elastischem Material gebildet ist, ist es auch denkbar, dass eine Biegefeder, also eine Feder, welche auf Biegemomente beansprucht wird, vorgesehen ist. Eine solche Biegefeder ermöglicht sozusagen ein Umlenken der Federkräfte, so dass die
Gesamthöhe der Lagervorrichtung und damit die Gesamthöhe der Ablagevorrichtung auf ein Minimum reduziert wird. Die Flexibilität im Einsatz einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung wird damit weiter erhöht.
Vorteilhafterweise kann das Federelement derart ausgebildet sein, dass es gegen eine Federkraft senkrecht zur Lagerachse bewegbar ist. Die Ausbildung des Federelements mittels einer Bewegung gegen eine Federkraft senkrecht zur Lagerachse hat den Vorteil, dass kein Bauraum oberhalb und unterhalb der Längskante des Raumteilers für die Ausbildung der Überlastsicherung notwendig ist. Damit reduziert sich die Bauhöhe des gesamten Konzepts der Ablagevorrichtung und die Flexibilität wird weiter erhöht.
Jedoch ist es je nach Einsatzsituation auch denkbar, dass vorteilhafterweise bei einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung das Federelement entlang der Längsachse gegen eine Federkraft verschiebbar ist.
Dies ermöglicht eine besonders einfache Konstruktion, welche insbesondere hinsichtlich der Fehleranfälligkeit optimiert ist. Bei einer Federkraft senkrecht zur Lagerachse kann nicht nur die Feder bzw. das Federelement besonders einfach eingebaut werden, sondern darüber hinaus ist auch das Freigeben gegen eine solche Federkraft aufgrund der nicht notwendigen Umlenkung der Lagerkraft besonders sicher gewährleistet.
Auch kann es vorteilhaft sein, wenn wenigstens eine Lagervorrichtung einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung und die Überlastsicherung zumindest teilweise integral ausgeführt sind. Die integrale Ausführungsform, als das vorteilhafterweise funktionsintegrale Ausführen, wobei Teile der Lagervorrichtung gleichzeitig die
Überlastsicherung ausbilden, reduziert die Teileanzahl und damit die Komplexität der gesamten Ablagevorrichtung. Durch die kompakte Bauweise und die Teilereduktion werden Kosten eingespart.
Die integrale Ausführungsform kann zum Beispiel durch besondere
Konturanpassungen der Lagervorrichtungen ausgebildet werden, oder durch eine Überlastsicherung, die gleichzeitig die Lagerfunktion übernimmt. Dies ist zum Beispiel mit Federelementen möglich, die ausreichend stark sind, dass sie Lagerkräfte aufbringen, die die gelenkige Lagerung ermöglichen, und darüber hinaus in ihrer geometrischen Ausprägung die Freigabe der entsprechend gelagerten Längskante als Überlastsicherung ermöglichen. Es herrscht sozusagen eine Funktionsunion zwischen Lagervorrichtung und zumindest einem Teil der Überlastsicherung in ein und denselben Komponenten.
Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn der Raumteiler einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung im ersten stabilen Verformungszustand an der Innenwandung zumindest abschnittsweise anliegt. Das abschnittsweise Anliegen hat den Vorteil, dass in einem solchen stabilen Verformungszustand der Raumteiler für den Nutzer der Ablagevorrichtung quasi nicht in Erscheinung tritt. Im steht sozusagen der gesamte freigegebene Aufnahmeraum der Ablagevorrichtung zur Verfügung. Er kann somit zwischen einem großen Gesamtaufnahmeraum und zwei Teilaufnahmeräumen, welche durch den Raumteiler abgeteilt werden können, wählen. Im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen, welche nur die Größe der immer vorhandenen
Teilaufnahmeräume verändern können, wird die Flexibilität des Nutzers auf ein Vielfaches vergrößert. So kann er entscheiden, ob er Kleinutensilien in einem separaten Teilbereich des Aufnahmeraums aufnehmen will oder kann für größere Utensilien den gesamten Aufnahmeraum verwenden, da der Raumteiler sich in einer Position bewegen kann, die einer solchen Nutzung nicht entgegensteht.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung kann es sein, wenn der Raumteiler längliche Verstärkungsmittel aufweist, die sich entlang der Lagerachse erstrecken und derart ausgestaltet sind, dass die Torsionssteifigkeit des Raumteilers entlang der Lagerachse reduziert wird. Die Torsionssteifigkeit des Raumteilers entlang der Längsachse bezieht sich damit auf eine Steifigkeit gegen Biegemomente, deren Biegemomentenvektor im Wesentlichen senkrecht zur Lagerachse verläuft. Mit anderen Worten sind dies Biegemomente, welche beispielsweise durch Utensilien wie Getränkeverpackungen, auf den Raumteiler einwirken. Dies wird beispielsweise durch an angehendes Verkippen einer solchen Verpackung erzielt. Die Versteifung des Raumteilers durch längliche Verstärkungsmittel reduziert also die Wahrscheinlichkeit, dass ein großes Utensil, welches über die Innenwandung der Aufnahmevorrichtung hinausragt, aus dieser Aufnahmevorrichtung in unerwünschter Weise freigegeben wird. Es wird demnach eine Stabilisierung dieses Teilaufnahmeraums erzielt, welcher die Einsatzfähigkeit der Ablagevorrichtung noch weiter erhöht.
Auch kann es vorteilhaft sein, wenn die voranstehend genannten Verstärkungsmittel Stifte aufweisen, die zumindest teilweise durch wenigstens abschnittsweises
Umspritzen mit einem eine elastische Matrixform bildenden Material des Raumteilers verbunden sind. Dies stellt eine insbesondere vorteilhafte Ausführungsform dar, da sie besonders einfach herzustellen ist. So kann eine elastische Matrix beispielsweise aus thermoplastischem Material geformt sein, welche in einfachem Guss, insbesondere Spritzgusswerkzeugen hergestellt wird. Durch vorangehendes Einlegen der
stiftförmigen Verstärkungsmittel kann ein einfaches Umspritzen und damit ein formschlüssiges und damit auch kraftschlüssiges Verbinden der elastischen Matrix mit den Stiften erzielt werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Stifte vollständig oder nur teilweise hinsichtlich ihrer Umfangsrichtung umspritzt werden. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, um zum Beispiel besondere optische Effekte zu erzielen, oder aber Spannungen an den Kontaktflächen zwischen den Stiften und der elastischen Matrix auf ein Minimum zu reduzieren, dass die Stifte entlang ihrer gesamten Erstreckung entlang der Lagerachse aus der elastischen Matrix hervorstehen. Die Stifte definieren dabei vorteilhafterweise eine eigene Längsachse, die sich entlang der Lagerachse erstreckt.
Weiter ist es vorteilhaft, wenn eine Auslösevorrichtung in dem Bereich der
Innenwandung einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung vorgesehen ist, an welchem der Raumteiler im ersten stabilen Verformungszustand zumindest
abschnittsweise anliegt, welche derart ausgestaltet ist, dass bei Betätigung derselben der Raumteiler so weit aus dem ersten stabilen Verformungszustand ausgelenkt wird oder auslenkbar ist, so dass der Raumteiler automatisch dem zweiten stabilen
Verformungszustand zustrebt. Wie bereits voranstehend erläutert worden ist, handelt es sich bei dem elastischen Material des plattenförmigen Raumteilers um ein Material und eine Geometrie, welche stabile und instabile Verformungszustände aufweist. Die instabilen Verformungszustände zeichnen sich dadurch aus, dass durch Spannungen, also Kräfte innerhalb des Materials des Raumteilers, dieser in eine stabile Verformungszustandssituation bewegt werden soll. Die Mechanik der
Auslösevorrichtung dient dazu, zumindest ein Teil des Raumteilers in eine Position zu bewegen, welche ausreicht, damit der Raumteiler der gegenüberliegenden stabilen Verformungszustandssituation zustrebt. Vorteilhafterweise wird die Bewegung so weit ausgeführt, dass ein Zurückschnappen in die Ausgangsposition, also in den ersten stabilen Verformungszustand, verhindert wird. Die Auslösevorrichtung kann dabei sehr einfach gestaltet sein und beispielsweise als Vertiefung in der Innenwandung der Aufnahmevorrichtung ausgebildet sein, so dass ein Benutzer mit seinem Finger hineingreifen und den Raumteiler in die gewünschte Position bewegen kann. Auch einfachere oder komplexere mechanische Ausgestaltungsformen, wie beispielsweise Drehschieber oder Schieberegler können vorgesehen sein, um mit Schiebenasen den Raumteiler in die gewünschte Position verfahren zu können.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Raumteiler zum Einsatz in eine Ablagevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Ein solcher Raumteiler hat den Vorteil, dass insbesondere bei bereits bestehenden Ablagevorrichtungen diese mit der Funktionalität gemäß der vorliegenden Erfindung versehen werden können. Auch bei erfindungsgemäßen Ablagevorrichtungen, die über einen gewissen Zeitraum verwendet worden sind, kann der erfindungsgemäße Raumteiler ersetzt werden, so dass der Raumteiler sozusagen ein Verschleißteil darstellt, welcher jedoch aufgrund der vorliegenden Erfindung eine deutlich längere Einsatzzeit hat als dies bei bekannten Raumteilern und bei bekannten Ablagevorrichtungen der Fall ist.
Die vorliegende Erfindung wird näher beschrieben anhand der beigefügten
Zeichnungsfiguren. Dabei beziehen sich die verwendeten Begriffe "links", "rechts", "oben" und "unten" auf die Zeichnungsfiguren mit einer Ausrichtung mit normal lesbaren Bezugszeichen. Es zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung,
Fig. 2 die Ablagevorrichtung aus Fig. 1 mit einem Raumteiler in zweitem stabilen
Verformungszustand, Fig. 3a eine Ablagevorrichtung in einer weiteren Ausführungsform mit zwei Raumteilern,
Fig. 3b die Ablagevorrichtung nach Fig. 3a mit einem Raumteiler in einem anderen stabilen Verformungszustand,
Fig. 3c die Ablagevorrichtung der Fig. 3a und 3b mit beiden Raumteilern in anderen Verformungszuständen,
Fig. 4a die Ablagevorrichtung der Fig. 3a bis 3c im Ausschnitt,
Fig. 4b den Ausschnitt der Fig. 4a mit dem Raumteiler mit freigegebener
Längskante,
Fig. 5 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Überlastsicherung,
Fig. 6 die Überlastsicherung der Fig. 5 in freigegebenem Zustand,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung,
Fig. 8 die Überlastsicherung der Fig. 7 im freigegebenen Zustand,
Fig. 9a eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung,
Fig. 9b die Überlastsicherung der Fig. 9a im freigegebenen Zustand,
Fig. 10a eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung,
Fig. 10b die Überlastsicherung der Fig. 10a im freigegebenen Zustand,
Fig. 11 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung, Fig. 12 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung,
Fig. 13a zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Raumteilers,
Fig. 13b eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Raumteilers,
Fig. 14 in isometrischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
erfindungsgemäßen Raumteilers.
Anhand der Fig. 1 und 2 soll kurz die Funktionalität einer erfindungsgemäßen
Ablagevorrichtung 10 grundsätzlich erläutert werden. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen in mit seinen Seitenrand-Abschnitten in einander gegenüber liegenden
Lagerungsvorrichtungen gelenkig oder nicht gelenkig gelagerten und sich den
Seitenrand-Abschnitten in einer Längsrichtung LR erstreckenden Raumteiler 40, der in diesen Figuren in zwei unterschiedlichen jeweils stabilen Verformungszuständen dargestellt ist. Der erste stabile Verformungszustand ist dabei in Fig. 1 , und der zweite stabile Verformungszustand in Fig. 2 dargestellt. Die Stabilität der
Verformungszustände ergibt sich aus einer Elastizität des Raumteilers insgesamt, d.h. als sich zwischen den Seitenrand-Abschnitten erstreckenden Wandung oder Platte, die bei einer Länge L des Raumteilers und bei einer Lagerung oder Halterung des
Raumteils in Lagerungsvorrichtungen, die voneinander mit einem Abstand entfernt liegen, der geringer als die Länge L und dabei insbesondere um mindestens 10 % geringer als die Länge L ist, einerseits nach den zwei in den Figuren 1 und 2 dargestellten Richtungen ausweicht und deshalb keine ebene Platte, sondern nur gekrümmte Verformungszustände ausbilden kann. Die Platte insgesamt hat eine Elastizität, bei der diese Verformungszustände stabil sind. Bei diesen
Verformungszuständen treten insbesondere jeweils Krümmungsverläufe in der
Längsrichtung LR des Raumteilers auf, die keinen Wendepunkt, also keinen
Krümmungswechsel aufweisen und somit einheitlich sind.
Die Ablagevorrichtung 10 weist einen Aufnahmeraum 20 oder Ablageraum auf, welcher der von einer Bodenfläche 22 und einer Innenwandung 24 mit zumindest einer Aufnahmeraum-Seitenfläche umgrenzt wird. Sowohl die Bodenfläche 22 als auch die Innenwandung 24 sind dabei ausgeschnitten dargestellt, um eine bessere Sicht auf den Raumteiler 40 zu erhalten. Der Raumteiler 40 ist in Fig. 1 derart angeordnet, dass erstreckt sich zwischen zwei im Wesentlichen sich an der Innenwandung 24 gegenüberliegenden angeordneten oder in dieser ausgebildeten Lagervorrichtungen oder Aufnahmevorrichtungen 26a, 26b durch den Aufnahmeraum 20 hindurch erstreckt. In der dargestellten Ausführungsform sind die Aufnahmevorrichtungen 26a, 26b an zwei Abschnitten der Innenwandung 26 gelegen, die einander zugewandt sind und generell winklig zueinander verlaufen. Der Raumteiler 40 ist als Ganzes elastisch ausführt und weist zwei zueinander entgegengesetzt gelegene als versteifte
Lagerachsen A ausgebildete Seitenrand-Abschnitte 42a, 42b auf, so dass der Raumteiler 40 bei Einsatz der Seitenrand-Abschnitte 42a, 42b in Lagervorrichtungen 26a, 26b der Innenwandung 24 eine Ablagevorrichtung 10 wenigstens zwei stabile Verformungszustände mit zumindest abschnittsweise mit entgegen gesetzten
Krümmungsverläufen einnehmen kann, um einen Aufnahmeraum 20 der
Ablagevorrichtung 10 einzuteilen. Die Seitenrand-Abschnitte 42a, 42b sind in den Figuren auch generell mit dem Bezugzeichen 26 versehen.
Durch die Ausbildung in einem ersten stabilen Verformungszustand befindet sich der Raumteiler 40 im Wesentlichen vollflächig anliegend an der Innenwandung 24. Mit anderen Worten befindet sich der Raumteiler 24 durch die vollflächig anliegende Situation im ersten stabilen Verformungszustand in einer Position, in welcher nahezu der vollständige Aufnahmeraum 20 frei für die Aufnahme von Utensilien ist. Der Raumteiler 40 und die Innenwandung 24 der Ablagevorrichtung können jedoch generell derart ausgeführt sein, dass der Raumteiler 40 bei beiden
Verformungszuständen beabstandet zur Innenwandung 26 verläuft.
Die Lagervorrichtungen, die im Folgenden auch generell mit dem Bezugzeichen 26 versehen sind, erstrecken von der Bodenfläche 22 entlang der Innenwandung 24 bis zu dessen oberen Ende. Damit erstreckt sich auch der Raumteiler 40 von der Bodenfläche 22 bis zum oberen Ende der Innenwandung 24. Bewegt man nun den Raumteiler 40 aus der ersten Position gemäß Fig. 1 , also aus dem ersten stabilen Verformungszustand hinaus, so bewegt man ihn durch eine Vielzahl von Zwischenstellungen, die aufgrund der Elastizität des Raumteilers 40 jeweils unterschiedlicher instabiler Verformungszustände desselben sind. Diese instabilen Verformungszustände rühren aus den Einspannkräften in den Lagervorrichtungen 26 an der Innenwandung 24, wie auch aus im Material des Raumteilers 40 gebildeten elastischen Rückstellkräften. Je nach Position des elastischen Raumteilers 40 strebt demnach dieser Raumteiler 40 aus dem instabilen Verformungszustand dem einen oder dem anderen stabilen Verformungszustand zu. Sobald ausgehend von der Position in Fig. 1 , der Raumteiler 40 eine Mindestposition zwischen den beiden Lagervorrichtungen 26 überschritten hat, strebt er dem zweiten stabilen
Verformungszustand des Raumteilers 40 zu, also der Position, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. Fig. 2 zeigt den Endzustand dieser Bewegung, also den Raumteiler 40, in dem zweiten stabilen Verformungszustand. In dieser Position teilt der Raumteiler 40 den Aufnahmeraum 20 in zwei Teilaufnahmeräume 20a und 20b. Der
Teilaufnahmeraum 20a ist dabei zwischen dem Raumteiler 40 und dem Teil der Innenwandung 24 vorgesehen, an welchem der Raumteiler 40 im ersten stabilen Verformungszustand, wie in Fig. 1 dargestellt, anliegt. In dieser Position können Kleinutensilien aber auch Getränkeverpackungsvorrichtungen im Teilaufnahmeraum 20a zwischen dem Raumteiler 40 und der entsprechenden Innenwandung 24 aufgenommen werden. Die Elastizität des Raumteilers insgesamt ist also derart ausgeführt, dass der Raumteiler als Ganzes in den beiden stabilen
Verformungszuständen eine ausreichende Eigenstabilität hat.
Wie in Fig. 1 und 2 noch nicht näher dargestellt, aber im Folgenden in verschiedenen Ausführungsbeispielen detailliert erläutert, sind in der Ablagevorrichtung 10 wenigstens eine Überlastsicherungs-Vorrichtung vorgesehen, welche verhindert, dass der
Raumteiler 40 beschädigt oder sogar vollständig zerstört wird. Insbesondere sind diese Überlastsicherungen 50 im Zusammenhang mit den Lagervorrichtungen 26 und den Längskanten 42 des Raumteilers 40 ausgebildet. Diese Art von Überlastsicherungen 50 gemäß der vorliegenden Erfindung werden im Nachfolgenden noch ausführlich erläutert.
Die Fig. 3a bis 3c zeigen eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei diese Ablagevorrichtung 10 einen Aufnahmeraum 20 aufweist, in welchem zwei Raumteiler 40 angeordnet sind. Auf diese Weise ist die Einsatzflexibilität einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung 10 noch weiter verdeutlicht. So ist es möglich, aus einem einzigen großen Aufnahmeraum 20, wie er in Fig. 3a dargestellt ist, sowohl eine Abtrennung in zwei Teilaufnahmeräume 20a und 20b, wie in Fig. 3b dargestellt, zu erzielen, wie auch in drei Teilaufnahmeräume 20a, 20b, wie in Fig. 3c dargestellt. So ist es auch möglich, dass Teilaufnahmeräume 20a gemäß Fig. 3a identische, also symmetrische Anordnung und geometrische Ausbildung aufweisen. Durch das
Ausklappen der Raumteiler 40 aus dem eingeklappten ersten Verformungszustand, wie er für beide Raumteiler 40 in Fig. 3a dargestellt ist, in die zweiten
Verformungszustände im ausgeklappten Zustand, wie er für beide Raumteiler 40 in Fig. 3c dargestellt ist, entsteht somit eine Einsatzflexibilität für den Nutzer, der zwischen einem großen Aufnahmeraum 20 gemäß Fig. 3a, einem mitttelgroßen Aufnahmeraum 20b und einem kleinen Aufnahmeraum 20a wie in Fig. 3b oder drei kleinen Aufnahmeräumen 20a und 20b, wie in Fig. 3c dargestellt, frei wählen kann.
Wie ebenfalls in den Fig. 3a bis 3c zu erkennen ist, handelt es sich bei den nicht näher dargestellten Lagervorrichtungen 26 um Lagervorrichtungen 26, die eine gelenkige Lagerung der Längskanten 42 ermöglichen. Dies hat insbesondere im Vergleich zu Festlagern als Lagervorrichtungen 26 den Vorteil, dass eine Gelenkigkeit von bis zu 180° um die Lagerachse A möglich sind. Auf diese Weise kann der Aufnahmeraum 20, bzw. die Teilaufnahmeräume 20a und 20b noch besser genutzt werden. Im Gegensatz zu einer Festlagerung verläuft bei der gelenkigen Lagerung der Raumteiler 40 in der Nähe auf die Innenwandung 24 als Tangente zu, während bei einer Festlagerung sich der Raumteiler im Wesentlichen senkrecht von der Innenwandung weg erstreckt.
Dieser Randbereich ist bei einer Festlagerung demnach nicht oder zumindest nur eingeschränkt nutzbar.
Da üblicherweise der Verwender einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung 10 häufig zwischen den einzelnen Einsatzsituationen wechseln wird und damit eine relativ hohe Beanspruchung des Raumteilers 40 und der Lagervorrichtungen 26 einhergeht, ist nach der vorliegenden Erfindung wenigstens eine Überlastsicherung 50
vorgesehene, deren Funktionsweise anhand der Fig. 4a und 4b nachfolgend kurz erläutert werden soll. In Fig. 4a ist in einer Vergrößerung der Ausschnitt gemäß der Ausführungsform gemäß der Fig. 3a bis 3c dargestellt. In Fig. 4a ist die Position des Raumteilers 40 im zweiten stabilen Verformungszustand, also ausgeklappt gezeigt. Der Raumteiler 40 erstreckt sich dabei zwischen der Innenwandung 24 zwischen den beiden Lagervorrichtungen 26, die einander im Wesentlichen gegenüberliegen. Auf der Oberseite der Abbildung der Fig. 4a ist dabei eine Überlastsicherung 50 teilweise integral mit der
Lagervorrichtung 26 ausgebildet, wie anhand der nachfolgenden Ausführungsformen noch anschaulicher erläutert werden wird. Bewegt sich nun ein Raumteiler 40 in eine Position wie sie in Fig. 4a dargestellt wird, so schlägt der Raumteiler 40 am Ende dieser Bewegung in der Zustandsanzeige gemäß Fig. 4a den zweiten
Verformungszustand an. Die Beendigung, also das Bremsen der Bewegung des Raumteilers 40 wird dabei von Kräften im Material des Raumteilers 40 aufgenommen, die sich wiederum in den Lagervorrichtungen 26 abstützen. Überschreiten diese Kräfte die Materialbelastbarkeit des Raumteilers 40, so besteht die Gefahr, dass sich das Material, insbesondere das Materialgefüge verändert und damit eine Schwächung des Materials eintritt, die die Dauerbelastbarkeit des Raumteilers 40 um ein Vielfaches reduziert. Auch kann es passieren, dass ab einer gewissen Kraft nicht nur eine
Gefügeveränderung eintritt, sondern auch Einrisse, bzw. vollständige Abrisse des Raumteilers 40 entstehen und dieser zusammen mit der gesamten Ablagevorrichtung 10 damit unbrauchbar wird.
Um dies zu vermeiden, ist die Überlastsicherung 50 vorgesehen, welche eingreift, um eine Situation zu erzeugen, wie sie in Fig. 4b dargestellt ist. Hier ist die Längskante 42, nicht näher dargestellt in Fig. 4b, aus der Überlastsicherung 50 und damit auch aus der Lagervorrichtung 26 freigegeben, so dass sich die Kräfte im Raumteiler 40 entspannen können und keine Spannungsspitzen bzw. Kraftspitzen zu Gefügeveränderungen im Material oder sogar zu Rissen und zur Beschädigung oder Zerstörung des Raumteilers 40 führen können. Die Überlastsicherung 50 schützt demnach die Funktionalität des Materials des Raumteilers 40, so dass auch bei dem Autreten zu großer Kräfte der Raumteiler funktionsfähig und in die jeweilige Lagervorrichtung wieder einsetzbar ist.
In den Fig. 5 und 6 ist eine erste Ausführungsform einer Überlastsicherung 50 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Überlastsicherung 50 kann dabei insbesondere in der Innenwandung 24 vorgesehen sein. Jede der Lagervorrichtungen 26 ist derart ausgeführt, dass jeweils ein Seitenwandabschnitt 42 gelenkig oder nicht gelenkig gegenüber der Innenwandung 26 gelagert bzw. gehalten wird. Bei der Ausführungsform der Überlastsicherung nach der Figur 5 dient diese zugleich zur Lagerung des jeweiligen Randabschnitts 42.
Eine Ausführungsform der Überlastsicherung 50 weist ein Rastelement 47a auf, das mittels einer Vorspannungsvorrichtung zwischen einer Raststellung und einer
Freigabestellung derart bewegbar und in die Raststellung vorgespannt ist, so dass dieses in dessen Raststellung wenigstens teilweise in eine Ausnehmung 52 oder Vertiefung des Raumteilers 40 einfahrbar ist, die an der Oberseite 53 des
Endabschnitts 54 ausgebildet ist, die in axiale Richtung A des Seitenrand-Abschnitts 42 des Raumteilers 40 vom Innenbereich desselben nach außen weist und im eingesetzten Zustand des Raumteilers 40 der Ausnehmung 51 zugewandt ist. Um den Raumteiler einsetzen zu können, kann, wie es aus der Figur 5 hervorgeht, die
Innenwandung mit einer Vertiefung 24a, die einen als versteifte Lagerachse
ausgebildeten Seitenrand-Abschnitt 42 aufnehmen kann, und einen in Bezug auf die Schwerkraftrichtung und die Ablagevorrichtung in ihrem eingebauten Zustand oberen, die Vertiefung 24a in horizontaler Richtung gesehen überragenden und somit als Gegenlager für die Oberseite 53 vorgesehenen Lagerabschnitt 24b aufweist. Der Bodenabschnitt der Ablagevorrichtung weist einen Lagerabschnitt 24b auf, der in der Schwerkraftrichtung gesehen dem Lagerabschnitt 24b gegenüber liegt, so das zwischen den Abschnitten 24b und 24c der Seitenrand-Abschnitt 42 gehalten und gelagert werden kann.
Nach einem Ausführungsform kann die Vorspannungsvorrichtung wenigstens ein in die Aufnahmevorrichtung eingesetztes Federelement 27 und optional ein in der
Ausnehmung 51 geführtes und darin bewegbares Rastelement 47a aufweisen, das gegen die Federkraft des Federelements 27 zwischen einer Raststellung und einer Freigabestellung derart bewegbar und in die Raststellung vorgespannt ist, dass dieses in dessen Raststellung wenigstens teilweise in eine Aufnahme 52 in einem Seitenrand- Abschnitt 42 des Raumteilers 40 einfahrbar ist und im eingerasteten Zustand des Rastelements 47a den Seitenrand-Abschnitt 42 gelenkig lagert und bei Überschreiten einer betragsmäßig definierten und quer zur Schwerkraftrichtung S oder Achsrichtung A verlaufenden Richtung ausgeübten Querkraft auf den Seitenrand-Abschnitt 42 dieses aus dem jeweiligen Abschnitt der Innenwandung freigeben kann. Die
Vorspannvorrichtung kann auch ohne Rastelelement 47a ausgeführt sein.
Nach der Ausführungsform der Figur 5 weist die Vorspannungsvorrichtung ein
Federelement 27 auf, das zweiteilig ausgeführt ist. Zum einen ist das Federelement 27 mit einer Spiralfeder versehen, deren Achse die Richtung der Federkraft definiert und entlang der Lagerachse A der Lagervorrichtung 26 ausgerichtet ist. Darüber hinaus weist das Federelement 27 einen Stift oder ein nasenförmiges Mittel oder Formteil auf, welches als ein erstes Rastelement 47a in die Vertiefung 52 in dem Seitenrand- Abschnitt 42 des Raumteilers 40 eingreifen kann. Ebenfalls in den Fig. 5 und 6 zu erkennen ist, dass der Raumteiler 40 ein von der Haupterstreckung des Raumteilers 40 separate Ausführung der Längskante 42 aufweist. Vorteilhafterweise ist der
Querschnitt des in Schnittdarstellung gemäß Fig. 5 und 6 dargestellten Längskante 42 als runder Querschnitt ausgeführt.
In Fig. 5 ist den gesicherten Zustand des Raumteilers 10 der Überlastsicherung 50 dargestellt. Das bedeutet, dass das Federelement 27 in die Vertiefung des ersten Rastelements 47a der Längskante 42 des Raumteilers 40 eingefahren ist. Damit ist eine Bewegung des Raumteilers 40, insbesondere der Längskante 42, quer zur Lagerachse A vermieden, wodurch eine Freigabe der Längskante 42 verhindert ist. Das Federelement 27 dient gleichzeitig zur Bildung der Lagervorrichtung 26. So dient die nasenförmige Fortsetzung des Federelements 27, welche in die Vertiefung des ersten Rastelements 47a hineinragt dazu, die Längskante 42 entlang der Lagerachse A axial zu lagern. Dabei erstrecken sich vorteilhafterweise die Lagerachse A und die Kraftachse des Federelements 27 koaxial zueinander. Mit anderen Worten übt die Sicherungskraft des Federelements 27 gleichzeitig die notwendige Lagerkraft des Lagerelements 26 auf die Längskante 42 aus, so dass Lagerelement 26 und
Überlastsicherung 50 im Wesentlichen integral miteinander ausgeführt sind.
Fig. 6 zeigt die Ausführungsform der Fig. 5 jedoch im freigegebenen Zustand. Anhand dieser Situation wird die Funktionsweise einer derartigen Überlastsicherung 50 erläutert werden. Wird die Kraft, welche im Raumteiler 40 an der Längskante 42 zieht, also die Kraft, welche dazu neigt, die Längskante 42 aus der Lagervorrichtung 26 herauszuziehen, so groß, dass sie einen vordefinierten Betrag einer Lagerkraft übersteigt, so gleitet das Federelement 27, insbesondere dessen nasenförmiger Fortsatz entlang seiner abgerundeten Kanten aus der Vertiefung des ersten
Rastelements 47a der Längskante 42 hinaus. Dieses Hinausgleiten gibt die
Längskante 42 frei, so dass diese sich von der Lagerachse A weg bewegen kann, wie dies in einer Situationsaufnahme in Fig. 6 dargestellt ist. Die Lagerkante 42 und damit der gesamte Raumteiler 40 sind also aus der Lagervorrichtung 26 freigegeben, so dass eine Abstützung etwaiger Kräfte nicht mehr in der Lagervorrichtung 26 erfolgen kann und der Raumteiler 40 sich in Richtung eines neuen Kraftgleichgewichts bewegt, welche insbesondere Materialspannungen, also Kräfte im Material des Raumteilers 40, gegen Null tendieren lässt. Eine Gefügeveränderung im Material des Raumteilers 40 wie auch Rissbildung oder Zerstören des Raumteilers 40 oder der Längskante 42 wird durch das Vermeiden der Überlast durch die Überlastsicherung 50 auf diese Weise verhindert.
Wie aus dem Voranstehenden erkenntlich wird, ist die Funktionsweise der
Überlastsicherung 50 besonders einfach in dieser Ausführungsform, da die
vordefinierte Lagerkraft durch die Federkraft eingestellt werden kann. So ist es möglich, in Abhängigkeit des Härtegrades der Feder unabhängig von konstruktiven Änderungen einzelner Bauteile unterschiedliche vordefinierte Lagerkräfte einzustellen, welche die Freigabekraft der Überlastsicherung 50 definieren. Damit ist es möglich, ein und dieselbe konstruktive Vorrichtung für unterschiedlichste Materialien und auch Geometrien von Aufnahmevorrichtungen 10, bzw. Raumteilern 40 verwenden zu können. Die Einsatzflexibilität derartiger Raumteiler 40 bzw. derartiger
Aufnahmevorrichtungen 10 erhöht sich damit um ein Vielfaches.
Die Fig. 7 und 8 sind im Wesentlichen gleich zu den Fig. 5 und 6, nur dass die
Ausführungsform, welche in diesen beiden Figuren dargestellt ist, eine
Funktionsumkehr hinsichtlich des Federelements 27 und des ersten Rastelements 47a aufweist. Hier handelt es sich bei dem Federelement 27 um eine Korrelation aus einer Spiralfeder, welche in der Innenwandung 24 angeordnet ist und einem Fortsatz mit einer Vertiefung. In dieser Vertiefung ist das erste Rastelement 47a in Form einer Nase aufgenommen, wobei auch hier abgerundete Kanten des Fortsatzes des ersten Rastelements 47a dafür sorgen, dass ein erleichtertes Austreten bzw. Zurückschieben des Federelements 27 gegen die Federkraft entlang der Lagerachse A erfolgen kann. Die Funktionsweise der Überlastsicherung 50 und das Freigeben der Längsachse 42 erfolgt in gleicher weise, wie dies bereits bezüglich der Fig. 5 und 6 ausführlich erläutert worden ist.
In den Fig. 9a und 9b ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Überlastsicherung 50 dargestellt. Auch hier ist in Fig. 9a die gesicherte Position und in den Fig. 9b die freigegebene Position der Längskante 42 dargestellt.
Fig. 9a zeigt die gesicherte Position der Überlastsicherung 50. Diese ist hier mittels eines Federelements 47 ausgestaltet, das aus einer korrespondierender Spiralfeder und einem Kugelelement ausgebildet ist. Das Kugelelement ragt in eine Vertiefung eines ersten Rastmittels 47a am oberen Ende der Längskante 42 des Raumteilers 40 hinein und sichert diesen. Um ein Widerlager für die Federkraft des Federelements 27 bilden zu können, befindet sich auf der Unterseite der Lagervorrichtung 26 ein zweites Rastelement 47b an der Längskante 42, welche ebenfalls als Vertiefung ausgeführt ist. Diese korrespondiert mit einem nasenförmigen Fortsatz des Materials der
Innenwandung 24. Nach dem Einsetzen in die Position gemäß Fig. 9a drückt sozusagen die Federkraft des Federelements 27 über die Kugel in die Vertiefung des ersten Rastelements 47a erstreckt sich als Kraftrichtung entlang der Längskante entlang der Lagerachse A bis zum unteren Ende und damit bis zur Vertiefung des zweiten Rastelements 47b am unteren Ende der Längskante und stützt sich auf dem nasenförmigen Fortsatz der Innenwandung 24 ab. Damit bildet der nasenförmige Fortsatz an der Innenwandung 24 ein Widerlager für die Federkraft bzw. für die Lagerkraft. Die Funktionsweise am Auslösen ist im Wesentlichen identisch wie dies bereits in den Fig. 5 bis 8 erläutert worden ist, jedoch ist hier von Bedeutung, dass durch die Ausbildung des Widerlagers durch ein zweites Rastelement 47b ein
Verkippen der Lagerkante 42 erfolgt. So ist es nicht notwendig, dass die
Überlastsicherung 50 am oberen und am unteren Ende vorgesehen ist, sondern vielmehr reicht es aus, wenn eine einzige Überlastsicherung 50 an einem Ende der Längskante 42 angebracht ist. Durch das Freigeben an einem Ende der Längskante 42 wie dies in Fig. 9b dargestellt ist, kann der Raumteiler 40, insbesondere die
Längskante 42 verkippen, und die Längskante 42 sich nach oben von dem
nasenförmigen Fortsatz der Innenwandung 24 ablösen. Die gesamte Längskante 42 ist somit freigegeben und gleichzeitig die Teileanzahl und damit die Komplexität der Überlastsicherung 50 wie auch der damit integral ausgeführten Lagervorrichtung 26 auf ein Minimum reduziert.
Fig. 10a und 10b zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ablagevorrichtung 10, wobei die Funktion der Überlastsicherung 50 im Wesentlichen identisch zu der Funktion der Überlastsicherung 50 gemäß den Ausführungsformen in Fig. 5 bis 9b ist. Jedoch ist hier eine Umlenkung der Kraftrichtung der Lagerkraft bzw. der Überlastkraft erfolgt. Dies wird ermöglicht durch die Ausbildung des Federelements 27 als Biegefeder. Diese stützt sich in einer Aufnahme in der Innenwandung 24 links von der Längskante 42 des Raumteilers 40 ab. Durch eine Biegung um 180° erstreckt sich eine Nase als Rastfortsatz in den Bereich der Innenwandung 24, der für die Lagervorrichtung 26 vorgesehen ist. Ein nasenförmiger Fortsatz an dem Federelement 27 greift in eine Vertiefung eines ersten Rastelements 47a am oberen Ende der Längskante 42 des Raumteilers 40 ein. Am unteren Ende der Längskante 42 ist in identischer weise zu den Fig. 9a und 9b ein Rastfortsatz der Innenwandung 24 vorgesehen, der in eine Vertiefung des Rastelements 47b der Längskante 42 des Raumteilers 40 eingreift. Das Freigeben erfolgt in identischer Weise wie dies zu den Fig. 9a und 9b erläutert worden ist. Vorteil einer solchen Ausführungsform ist die Umlenkung der Federkraft, die zur Lagerkraft, bzw. zur Überlastkraft der
Überlastsicherung 50 bzw. der Lagervorrichtung 26 dient. Im Vergleich zu den Fig. 9a und 9b ist keine Bauhöhe oberhalb der Längskante 42 notwendig. Vielmehr wird die gesamte Federkraft der Überlastsicherung durch Umlenkung links von der Längskante 42 des Raumteilers 40 abgestützt. Das Gesamtsystem der Ablagevorrichtung 10 kann damit deutlich kompakter ausgeführt werden, insbesondere kann sich der Raumteiler 40 und dessen Längskante 42 viel weiter nach oben erstrecken, so dass der
Unterschied in der Höhe zwischen der Innenwandung 24 und des Raumteilers 40 auf ein Minimum reduziert wird. Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung. Dabei ist in dieser Darstellung ein Querschnitt gewählt, welcher sich im Wesentlichen entlang der Lagerachse A der Lagervorrichtung 26 orientiert. Hier ist die Lagervorrichtung 26 integral mit der Innenwandung 24 ausgeführt. Im
Wesentlichen handelt es sich hierbei um eine Bohrung mit einem Querschnitt, der im Wesentlichen rechteckig mit abgerundeten Ecken ausgeführt ist. In dieser Bohrung ist die Längskante 42 des Raumteilers 40 aufgenommen und erstreckt sich entlang der nicht dargestellten Lagerachse A, welche senkrecht zur Zeichnungsebene in Fig. 11 verläuft. Ein Teil der Innenwandung 24, welcher sich in Richtung des Raumteilers 40, also in Fig. 11 nach unten, erstreckt, wird dabei immer dünner, so dass durch die Reduktion der Materialstärke ein Federelement 27 entsteht. Die Federwirkung des Federelements 20 wird dabei einerseits durch die Materialcharakteristik, also die Rückstellkräfte des Materials der Innenwandung 24 ausgebildet, wie auch durch die Abhängigkeit von der entsprechenden Materialstärke. Damit kann eine Federkraft eingestellt werden, die einerseits ausreicht, die Längskante 42 des Raumteilers 40 in der notwendigen Position zu halten, solange regulärer Betrieb des Raumteilers 40 erfolgt. Gleichzeitig dient die Kraft, welche zum Halten in der Lagervorrichtung 26 genützt wird, auch dazu, als Federelement 27 einer Überlastsicherung 50 zu dienen. Damit wirken Teile der Längskante 42 entlang ihrer Umfangsrichtung, welche zum Anliegen am Federelement 27 kommen, als erste Rastelemente 47a. Diese biegen die Federelemente 27 nach außen, so dass eine Freigabe der Längskante 42 vollständig erfolgen kann. Dabei kann eine solche Ausführungsform, wie sie in Fig. 11 dargestellt ist, sowohl über die gesamte axiale Erstreckung entlang der Längskante 42 entlang der Lagerachse A erfolgen, wie auch nur abschnittsweise ausgebildet sein.
In Fig. 12 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Überlastsicherung dargestellt, wie sie ähnlich schon in Fig. 11 erläutert worden ist. Bei dieser Ausführungsform ist jedoch im Unterschied zu Fig. 11 nicht das Material der Innenwandung 24 als Federelement 26 ausgebildet, sondern ein Clip vorgesehen, welcher im Wesentlichen im Querschnitt eine Form des griechischen Symbols Omega aufweist. Die Funktionsweise von zur Öffnung des Clips in Omega-Form gerichteten Kanten des Clips der Überlastsicherung 50 wirken dabei als Federelemente 27 und die entsprechenden Kontaktabschnitte der Längskante 42 des Raumteilers 40 als entsprechende erste Rastelemente 47a. Auch hier erfolgt ein Aufbiegen des Omega- förmigen Überlastsicherungsteils, also der Federelemente 27, so dass eine
vollständige Freigabe der Längskante 42 des Raumteilers 40 erfolgen kann.
Die Ausführungsform der Fig. 12 kann modifiziert werden, wie sie in Fig. 15 dargestellt ist. Dort ist ebenfalls ein Clip in Form des Buchstaben Omega zu erkennen. Dieser ist innerhalb einer Vertiefung in der Innenwandung 24 aufgenommen und stütz sich mit seinen beiden Schenkeln im inneren dieser Vertiefung gegen diese ab. Wird nun von dem Raumteiler 40 Zug aufdie Längskante 42 ausgeübt, werden die beiden Schenkel des Clips nach links und rechts entlang dieser Flächen geschoben. Dabei vergrößert sich nicht nur der Innendurchmesser des Omega-Clips, sondern auch die Öffnung, die den Weg für die Längskante 42 aus dem Clip heraus versperrt. Übersteigt die Kraft imn Raumteiler 40 eine vordefinierte Lagerkraft, so ist die Öffnung des Clips groß genug, dass die Längskante 42 nicht mehr darin gehalten werden kann, sondern frei gegeben wird. Anschließend schnapp der Clip wieder in seine Ausgangsposition zurück, so dass er nach einem anschließenden Einsetzen der Längskante 42 in diesen wieder als Überlastsicherung verwendet werden kann. Auch bei dieser Ausführungsform wirkt die Überlastsicherung 50 gleichzeitig auch als Lagervorrichtung 26 für die Längskante 42 des Raumteilers 40. Auch weisen Teile des Clips in dessen Schenkels des Omega die Funktionalität eines Federelements 27, und Teile der Längskante 42 die Funktionalität eines ersten Rastelements 47a auf.
Die Fig. 13a und 13b zeigen zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Raumteilers 40. Diese sind zur Versteifung entgegen Torsionsmomenten, also
Biegemomenten, deren Momentvektor entlang der Längsrichtung L des Raumteilers 40 oder im Wesentlichen senkrecht zur Längskante 42, bzw. der Lagerachse A
ausgerichtete ist. Dies wird erzielt durch die Erstreckung von Stiften 62 von
Versteifungsmitteln 60, welche sich im Wesentlichen entlang der Lagerachse A, die in den Fig. 13a und 13b nicht dargestellt ist, innerhalb einer Matrix 64 des Raumteilers 40 erstrecken. Die Matrix 64 des Raumteilers 40 ist dabei aus elastischem Material ausgeführt, welches deutlich einfacher hinsichtlich seiner Materialkomponenten und hinsichtlich der notwendigen Biegesteifigkeit für die erforderlichen Rückstellkräfte und Rückstellmomente um eine entlang der Tiefenrichtung T verlaufenden Momentenachse zur Verformung in die beiden stabilen Verformungszustände ausgeführt sein kann. Die Tiefenrichtung T kann dabei definitionsgemäß die Achsrichtung A sein, die durch die Gestaltung des Seitenrand-Abschnitts 42 und die Lagervorrichtungen bestimmt ist. Die Stabilisierung der Verformungszustände des Raumteilers 40 erfolgt zielgerichtet, entgegen unerwünschter Torsionen, bzw. Biegungen durch die Verstärkungsmittel 60. Dabei können die Verstärkungsmittel 60, insbesondere die Stifte 62 vollständig umspritzt sein, also vollständig im Inneren des Raumteilers 40 aufgenommen sein, wie dies in Fig. 13a dargestellt ist. Dies kann vorteilhaft sein, um auch einfachere
Materialien für die Stifte 62, zum Beispiel nicht rostfreie Stähle verwenden zu können, da durch die Vermeidung eines Kontakts zur Umgebung eine Korrosion vermindert wird.
Generell kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Raumteiler 40 wenigstens eine biegesteife Trägermatrix-Versteifungsvorrichtung 60 aufweist, die als sich quer zur Längsrichtung L des Raumteilers 40 erstreckende Längsprofile 61 an der oder durch die Trägermatrix 80 ausgebildet ist. Die Längsprofile erstrecken sich in der
Tiefenrichtung des Raumteilers 40. In der Längsrichtung L gesehen zwischen einander benachbarten Längsprofilen 61 sind Verbindungs-Bereiche 80a der Trägermatrix 80 gelegen, die die Längsprofile miteinander verbinden und/oder die zusammen eine zwischen den Seitenrand-Abschnitten 42a, 42b erstreckende und diese verbindende Grundplatte des Raumteilers 40 bilden. Durch die Längsprofile wird die Biegesteifigkeit des Raumteilers 40 gegenüber der Biegesteifigkeit der Trägermatrix 80 ohne
Längsprofile gegen Biegemomente, deren Momentachsen quer zu den Achsrichtungen der Lagerachsen A verlaufen, vergrößert. Zur Bereitstellung einer Elastizität des Raumteilers, bei der bei einer Verformung desselben die zur Stabilisierung der stabilen Verformungszustände geeignete Rückstellmomente um eine Momentenachse erzeugt, die in der Tiefenrichtung T des Raumteilers 40 verläuft, sind die Verbindungsbereiche 80a aus einem geeigneten Material ausreichender Elastizität gebildet und
insbesondere mit einer geeigneten Dicke geformt. Die Rückstellfähigkeit des
Raumteilers und die Stabilisierung der stabilen Verformungszustände in dessen eingespannten Zustand kann sich isnbesondere nur aus der Elastizität der
Verbindungsbereiche ergeben, da die Verstärkungs-Längsprofile sich nicht oder kaum um eine in Tiefenrichtung verlaufende Krümmungsachse krümmen können. Fig. 13b ist im Wesentlichen sehr ähnlich zu der Ausführungsform gemäß Fig. 13a, jedoch sind hier die Stifte 62 mit im Wesentlichen elliptischen Querschnitten versehen. Diese erzielen zusätzlich eine Versteifung entlang der Querrichtung, also im
Wesentlichen senkrecht zur Lagerachse A für den Raumteiler 40. Damit ist die Dehnbarkeit und damit die Instabilisierung der stabilen Verformungszustände um ein weiteres reduziert. Darüber hinaus ragen die Stifte 62 aus dem Inneren der Matrix 64 des Raumteilers 40 hervor, so dass höherwertige Materialien hierfür erforderlich sind. Jedoch entsteht durch das Herausragen eine optische Struktur, die technischer Natur ist und eine Gesamterscheinung von höherer Ästhetik für den Benutzer einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung 10, insbesondere eines erfindungsgemäßen Raumteilers 40 ermöglicht.
In Fig. 14 ist die schamtische isometrische Darstellung der beiden Ausführungsformen der Fig. 13a und 13b dargestellt. Hier ist gut zu erkenne, dass sich die Stifte 62 der Verstärkungsmittel 60 entlang der Lagerachse A erstrecken.
Die voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nur besondere
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wobei die einzelnen
Ausführungsformen technisch beliebig miteinander kombinierbar sind. Demnach beschränkt die Erläuterung zu den einzelnen Ausführungsbeispielen den
Schutzbereich der vorliegenden Erfindung nicht.
Bezugszeichenliste
Ablagevorrichtung
Aufnahmeraum
a Teil-Aufnahmeraum
b Teil-Aufnahmeraum
Bodenfläche
Innenwandung
Lagervorrichtung
Federelement
Raumteiler
Längskante
a erstes Rastelement
b zweites Rastelement
Überlastsicherung
Verstärkungsmittel
Stifte
elastische Matrix
Lagerachse
Next Patent: FIBRE REINFORCED COMPOSITE MOULDING
