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Title:
STRAIGHTENING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/202591
Kind Code:
A1
Abstract:
Straightening machine (1, 38, 49, 50) for straightening material (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') in the form of a steel wire, bar or strip, comprising a machine frame (51) and a number of straightening devices (8, 9, 10, 11, 12, 13, 52, 53), preferably six or eight, which are arranged on the machine frame (51) and are intended for straightening the straightening material (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7'), wherein at least two of the straightening devices (8, 9, 10, 11, 12, 13, 52, 53) differ structurally from one another, in order to straighten straightening materials (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') with different straightening-material properties, preferably different thicknesses (25, 26, 27, 28), and wherein each straightening device (8, 9, 10, 11, 12, 13, 52, 53) is provided with a feeding device (14, 15), by means of which a straightening material (2, 3, 4, 5, 6, 7) to be straightened can be fed to the straightening device (8, 9, 10, 11, 12, 13, 52, 53), wherein at least one feeding device (14, 15), preferably all of the feeding devices (14, 15), comprises a straightening-material changing device (14, 15), with which at least one further straightening material (2', 3', 4', 5', 6', 7') to be straightened can be fed to the straightening device (8, 9, 10, 11, 12, 13, 52, 53).

Inventors:
STOFNER, Helmut (Reinswald 102, Sarntal, 39058, IT)
STUFLESSER, Alexander (Tschöfas 12e, Lajen, 39040, IT)
Application Number:
EP2017/060909
Publication Date:
November 30, 2017
Filing Date:
May 08, 2017
Export Citation:
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Assignee:
PROGRESS HOLDING A.G. (Julius Durst-Straße 100, Brixen, 39042, IT)
International Classes:
B21F1/02; B21D3/00; B21F23/00
Attorney, Agent or Firm:
GANGL, Markus et al. (Wilhelm-Greil-Str. 16, 6020 Innsbruck, 6020, AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) für draht-, stab- oder bandförmiges Richtgut (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') aus Stahl, umfassend ein Maschinengestell (51 ) und mehrere, vorzugsweise sechs oder acht, an dem Maschinengestell (51 ) angeordnete Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zum Geraderichten des Richtguts (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7'), wobei sich mindestens zwei der Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) konstruktiv voneinander unterscheiden, um Richtgüter (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T) mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken (25, 26, 27, 28), geradezurichten, und wobei pro Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) eine Zuführvorrichtung (14, 15) vorgesehen ist, über welche ein geradezurichtendes Richtgut (2, 3, 4, 5, 6, 7) der Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Zuführvorrichtung (14, 15), vorzugsweise alle Zuführvorrichtungen (14, 15), eine Richtgutwechselvorrichtung (14, 15) umfasst, mit welcher wenigstens ein weiteres geradezurichtendes Richtgut (2',3',4',5',6',7') der Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zuführbar ist.

2. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 1 , wobei sich die mindestens zwei Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53), welche dazu ausgebildet sind, Richtgüter (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken (25, 26, 27, 28), geradezurichten, in ihren Abmessungen (24, 39), und/oder in ihrer Bauform, und/oder in der Ausbildung ihrer Richtdüsen konstruktiv voneinander unterscheiden.

3. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Maschinengestell (51 ) derart ausgebildet ist, dass die Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) in einem Transportcontainer (54), vorzugsweise mit einer Breite (41 ) von 2350 mm und einer Höhe (55) von 2600 mm, anordenbar ist.

4. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) in Gebrauchslage der Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) im Wesentlichen auf einer Linie (58), welche vorzugsweise einen Winkel (40) von etwa 45° zum Untergrund (56) einschließt, angeordnet sind.

5. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) wenigstens eine Trennvorrichtung (18), vorzugsweise Schneidevorrichtung, zum Abtrennen des geradegerichteten Richtguts (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') mit einer bestimmten Länge (19) und wenigstens eine Vorschubvorrichtung (20, 21 ) zum Transport des Richtguts (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T) in eine Vorschubrichtung (22) aufweist, wobei die wenigstens eine Trennvorrichtung (18) und die wenigstens eine Vorschubvorrichtung (20, 21 ) eine Produktionslinie (23) definieren.

6. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 5, wobei die Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zwischen der wenigstens einen Trennvorrichtung (18) und der wenigstens einen Vorschubvorrichtung (20, 21 ) angeordnet sind.

7. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die wenigstens eine Vorschubvorrichtung (20, 21 ) wenigstens ein Rollenpaar aus einer antreibbaren Rolle (29) und einer damit zusammenwirkenden Gegenrolle (30) aufweist, wobei die wenigstens eine antreibbare Rolle (29) relativ zur Gegenrolle (30) zumindest eine Vorschubstellung (31 ) mit einem ersten Abstand (32) zur Gegenrolle (30) und eine Wechselstellung (33) mit einem zweiten, größeren Abstand (34) zur Gegenrolle (30) einnehmen kann, wobei in der Vorschubstellung (31 ) Richtgut (3, 4, 6), welches zwischen der antreibbaren Rolle (29) und der Gegenrolle (30) angeordnet ist, in Vorschubrichtung (22) beförderbar ist und in der Wechselstellung (33) ein weiteres Richtgut (3', 4', 6') in die wenigstens eine Vorschubvorrichtung (20, 21 , 40, 41 ) einwechselbar und damit der Produktionslinie (23, 24) zuführbar ist.

8. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) und die Zuführvorrichtungen (14, 15) auf einem gemeinsamen Träger (17) angeordnet sind.

9. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei der gemeinsame Träger (17) relativ zu der wenigstens einen Trennvorrichtung (18) und der wenigstens eine Vorschubvorrichtung (20, 21 ) verstellbar ist, so dass das von einer bestimmten Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) geradegerichtete Richtgut (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') der wenigstens einen Produktionslinie (23) zuführbar ist.

10. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach Anspruch 9, wobei der gemeinsame Träger (17) in eine Richtung (37), welche im Wesentlichen quer zur Vorschubrichtung (22) verläuft, verstellbar ist.

1 1 . Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13) als Rotorrichtvorrichtungen ausgebildet sind.

12. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , wobei wenigstens eine Richtvorrichtung (1 1 ) dazu ausgebildet ist, Richtgüter (5, 5') mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken (27, 28), zu richten, wobei bei einem Wechsel von einem ersten Richtgut (5) mit ersten Eigenschaften (27) auf ein zweites Richtgut (5') mit zweiten, davon abweichenden Eigenschaften (28), eine Anpassung der wenigstens einen Richtvorrichtung (1 1 ) auf die abweichenden Eigenschaften (28) vornehmbar ist.

13. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Richtgutwechselvorrichtung (14, 15) in eine Richtung (35) verstellbar ist, welche im Wesentlichen quer zur Richtung (22), in welche das geradezurichtende Richtgut (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') den Richtvorrichtungen (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zuführbar ist, ausgerichtet ist.

14. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Richtgutwechselvorrichtung (14, 15) wenigstens eine Führungsvorrichtung (14) und/oder wenigstens eine lösbare Klemmvorrichtung (15) aufweist. 15. Richtmaschine (1 , 38, 49, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei pro Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) wenigstens eine, vorzugsweise genau zwei, Abspulvorrichtung (16) vorgesehen ist, mit welcher das von der Richtvorrichtung (8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, 52, 53) zu richtende Richtgut (2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7') von einer Haspel (36) abspulbar ist.

Description:
Richtmaschine

Die Erfindung betrifft eine Richtmaschine für draht-, stab- oder bandförmiges Richtgut aus Stahl, umfassend ein Maschinengestell und mehrere, vorzugsweise sechs oder acht, an dem Maschinengestell angeordnete Richtvorrichtungen zum Geraderichten des Richtguts, wobei sich mindestens zwei der Richtvorrichtungen konstruktiv voneinander unterscheiden, um Richtgüter mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken, geradezurichten, und wobei pro Richtvorrichtung eine Zuführvorrichtung vorgesehen ist, über welche ein geradezurichtendes Richtgut der Richtvorrichtung zuführbar ist.

Derartige Richtmaschinen sind beispielsweise aus dem Bereich des Stahlbetonbaus bekannt und werden hier dazu eingesetzt, von Haspeln abgewickelten Stahldraht für die Weiterverarbeitung in Bewehrungselemente gerade zu richten. Richtmaschinen mit mehr als einer Richtvorrichtung verfolgen dabei den Zweck, die Verarbeitung von drahtförmigem Richtgut mit unterschiedlichen Drahtdurchmessern zu ermöglichen, wobei durch das Vorsehen mehrerer Richtvorrichtungen schnell und einfach zwischen den Drahtdurchmessern hin und her gewechselt werden kann. Bisher hat man sich dabei auf einen Drahtdurchmesserbereich von 6 bis 16 mm beschränkt.

Heutzutage besteht allerdings der Bedarf an einem Drahtdurchmesserbereich bis zu 20 mm. Außerdem gibt es länderspezifische Unterschiede in der geforderten Stahlqualität. Zum Beispiel wird in Deutschland eine andere Stahlqualität gefordert als in Österreich. Dies stellt für Firmen, welche in grenznahen Bereichen tätig sind, eine große Herausforderung dar, da dann nicht nur ein bestimmter Drahtdurchmesserbereich abgedeckt werden muss, sondern dies auch für unterschiedliche Stahlqualitäten.

Nun könnte man sich überlegen, diesem Erfordernis durch eine entsprechende Erhöhung der Anzahl an Richtvorrichtungen Rechnung zu tragen. Dies wird aber zwangsläufig zu einer Richtmaschine mit sehr großen Abmessungen führen, was weitere Nachteile zur Folge hat. Zum Beispiel kann die Richtmaschine nicht mehr in einen Transportcontainer verladen werden, um an einem anderen Produktionsort - im Falle von mobilen Produktionsanlagen - aufgebaut zu werden.

Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht also darin, eine Richtmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, welche die genannten Nachteile des Standes der Technik vermeidet und eine höhere Flexibilität in der Fertigung bei gleichzeitiger Kompaktheit der Richtmaschine ermöglicht.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Richtmaschine gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 .

Es ist also erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens eine Zuführvorrichtung, vorzugsweise alle Zuführvorrichtungen, eine Richtgutwechselvorrichtung umfasst, mit welcher wenigstens ein weiteres geradezurichtendes Richtgut der Richtvorrichtung zuführbar ist.

Durch das Vorsehen einer Richtgutwechselvorrichtung bei wenigstens einer Zuführvorrichtung ist es möglich, bei nahezu gleichbleibender Maschinengröße die Anzahl der verarbeitbaren unterschiedlichen Richtgüter zu erhöhen, wodurch die Flexibilität der Produktion vergrößert wird. Gleichzeitig kann auch ein Stillstand der Maschine vermieden werden, wenn ein bestimmtes Richtgut vollständig von einer Haspel abgespult ist und die alte Haspel durch eine neue ausgetauscht werden muss. Durch das Vorsehen der Richtgutwechselvorrichtung kann bereits ein frischer Richtgutstrang in die Maschine eingespannt werden, der dann, wenn die alte Haspel zur Neige geht, innerhalb weniger Sekunden vollautomatisch der zugeordneten Richtvorrichtung zuführbar ist.

Gemäß bevorzugten Ausführungsformen ist es vorgesehen, dass sich die mindestens zwei Richtvorrichtungen, welche dazu ausgebildet sind, Richtgüter mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken, geradezurichten, in ihren Abmessungen, und/oder in ihrer Bauform, und/oder in der Ausbildung ihrer Richtdüsen konstruktiv voneinander unterscheiden. Hinsichtlich der Bauform kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass eine Richtvorrichtung zur Verarbeitung von dünnem Richtgut Seitenplatten aus Aluminium aufweist, wohingegen dies für eine Richtvorrichtung zur Verarbeitung von dickerem Richtgut aus Stabilitätsgründen nicht ausreicht.

Die Flexibilität der Richtmaschine kann weiter dadurch erhöht werden, dass wenigstens eine Richtvorrichtung dazu ausgebildet ist, Richtgüter mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken, zu richten, wobei bei einem Wechsel von einem ersten Richtgut mit ersten Eigenschaften auf ein zweites Richtgut mit zweiten, davon abweichenden Eigenschaften, eine Anpassung der wenigstens einen Richtvorrichtung auf die abweichenden Eigenschaften vornehmbar ist. Vorteilhafter Weise findet eine Anpassung der wenigstens einen Richtvorrichtung dabei aber in einem im Vergleich zum Stand der Technik begrenzten Bereich statt, beispielsweise in einem Drahtdurchmesserbereich von +/- 1 mm.

Unter dem Begriff Richtguteigenschaften sind nicht nur Eigenschaften, die die äußere Geoemtrie des Richtgut betreffen, sondern auch physikalische und/oder chemische Eigenschaften zu verstehen, welche einen unmittelbaren Einfluss auf die Stahlqualität haben.

Besonders bietet es sich an, dass die bei der Richtvorrichtung zum Einsatz kommenden Richtvorrichtungen als Rotorrichtvorrichtungen ausgebildet sind. Solche Rotorrichtvorrichtungen sind beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP 0800876 A2 offenbart, wobei der Offenbarungsgehalt dieser Patentanmeldung explizit dem Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung zuzuzählen ist. Ist es vorgesehen, dass wenigstens eine Richtvorrichtung dazu ausgebildet ist, Richtgüter mit unterschiedlichen Richtguteigenschaften, vorzugsweise unterschiedlichen Dicken, zu richten, wobei bei einem Wechsel von einem ersten Richtgut mit ersten Eigenschaften auf ein zweites Richtgut mit zweiten, davon abweichenden Eigenschaften, eine Anpassung der wenigstens einen Richtvorrichtung auf die abweichenden Eigenschaften vornehmbar ist, und dass es sich bei dieser wenigstens einen Richtvorrichtungen um eine Rotorrichtvorrichtung handelt, kann die Anpassung der wenigstens einen Richtvorrichtung auf die abweichenden Eigenschaften vollautomatisch durch die Stelleinheit der Rotorrichtvorrichtung erfolgen. Es hat sich als weiterhin vorteilhaft herausgestellt, dass die Richtmaschine wenigstens eine Trennvorrichtung, vorzugsweise Schneidevorrichtung, zum Abtrennen des geradegerichteten Richtguts mit einer bestimmten Länge und wenigstens eine Vorschubvorrichtung zum Transport des Richtguts in eine Vorschubrichtung aufweist, wobei die wenigstens eine Trennvorrichtung und die wenigstens eine Vorschubvorrichtung eine Produktionslinie definieren, und/oder die Richtvorrichtungen zwischen der wenigstens einen Trennvorrichtung und der wenigstens eine Vorschubvorrichtung angeordnet sind, und/oder die wenigstens eine Vorschubvorrichtung wenigstens ein Rollenpaar aus einer antreibbaren Rolle und einer damit zusammenwirkenden Gegenrolle aufweist, wobei die wenigstens eine antreibbare Rolle relativ zur Gegenrolle zumindest eine Vorschubstellung mit einem ersten Abstand zur Gegenrolle und eine Wechselstellung mit einem zweiten, größeren Abstand zur Gegenrolle einnehmen kann, wobei in der Vorschubstellung Richtgut, welches zwischen der antreibbaren Rolle und der Gegenrolle angeordnet ist, in Vorschubrichtung beförderbar ist und in der Wechselstellung ein weiteres Richtgut in die wenigstens eine Vorschubvorrichtung einwechselbar und damit der Produktionslinie zuführbar ist.

Die Vorteile dieser Ausführungsformen oder eine Kombination davon kommen insbesondere dann zu tragen, wenn die Richtvorrichtungen und die zugeordneten Zuführvorrichtungen auf einem gemeinsamen Träger angeordnet sind und der gemeinsame Träger relativ zu der wenigstens einen Trennvorrichtung und der wenigstens eine Vorschubvorrichtung verstellbar ist, so dass das von einer bestimmten Richtvorrichtung gerichtete Richtgut der wenigstens einen Produktionslinie zuführbar ist, wobei es dabei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der gemeinsame Träger im Wesentlichen quer zur Vorschubrichtung verstellbar ist. Letztendlich kann hierdurch in sehr effizienter Weise das von einer bestimmten Richtvorrichtung geradegerichtete Richtgut der wenigstens einen Produktionslinie zugeführt werden.

Um die Flexibilität der Richtmaschine so weit als möglich zu erhöhen, aber gleichzeitig noch sicherzustellen, dass sie transportabel ist, bietet es sich an, dass das Maschinengestell derart ausgebildet ist, dass die Richtmaschine in einem Transportcontainer, vorzugsweise mit einer Breite von 2350 mm und einer Höhe von 2600 mm, anordenbar ist, und/oder dass die Richtvorrichtungen in Gebrauchslage der Richtmaschine im Wesentlichen auf einer Linie, welche vorzugsweise einen Winkel von etwa 45° zum Untergrund einschließt, angeordnet sind.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 13 bis 15 definiert.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert:

Darin zeigen

Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Richtmaschine in einer schematischen Darstellung,

Fig. 2 eine zweite bevorzugte Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Richtmaschine in einer schematischen Darstellung,

Fig. 3a einen Ausschnitt des Querschnitts der Richtmaschine gemäß der ersten Ausführungsform entlang der Produktionslinie,

Fig. 3b eine Draufsicht auf die beiden unteren antreibbaren Rollen der

Vorschubvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform samt

Richtgutwechselvorrichtung,

Fig. 4a und 4b in einer schematischen Darstellung ein Rollenpaar einer

Vorschubvorrichtung in der Vorschubstellung (Figur 4a) und in der Wechselstellung (Figur 4b),

Fig. 5a und 5b die erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Richtmaschine (Fig. 5a) samt einer Querschnittsdarstellung der in einem Transportcontainer angeordneten Richtmaschine (Fig. 5b), Fig. 6a und 6b eine dritte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Richtmaschine (Fig. 6a) samt einer Querschnittsdarstellung der in einem Transportcontainer angeordneten Richtmaschine (Fig. 6b), und Fig. 7a und 7b eine vierte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Richtmaschine (Fig. 7a) samt einer Querschnittsdarstellung der in einem Transportcontainer angeordneten Richtmaschine (Fig. 7b). Figur 1 zeigt eine Richtmaschine 1 für drahtförmiges Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' wobei insgesamt 6 Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 vorgesehen sind. Diese Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 sind als Rotorrichtvorrichtungen ausgebildet. Die Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 sind auf einem gemeinsamen Träger 17 angeordnet. Jeder Richtvorrichtung 8,9,10, 1 1 , 12 und 13 ist jeweils eine Zuführvorrichtung 14, 1 5 zugeordnet, über welche Richtgüter 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' der jeweiligen Richtvorrichtung zuführbar sind. Die Zuführvorrichtungen 14, 15 umfassen jeweils eine Richtgutwechselvorrichtung 14, 15, mit welcher jeweils ein weiteres zu richtendes Richtgut 2', 3', 4', 5', 6' und 7' der zugeordneten Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 zuführbar ist. Details dieser Richtgutwechselvorrichtungen 14 und 15 werden anhand der Figuren 3a und 3b sowie 4a und 4b erläutert. Die Zuführvorrichtungen 14, 15 sind ebenfalls auf dem Träger 17 angeordnet. Pro Richtvorrichtung sind zwei zwei Abspulvorrichtungen 16, mit welchen das von der jeweiligen Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 zu richtende Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T von Haspeln 36 abspulbar ist, vorgesehen.

In der in Figur 1 gezeigten Stellung ist jeweils ein bestimmtes Richtgut 2, 3, 4, 5, 6, und 7 den Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 zugeführt. Parallel dazu sind in den Richtgutwechselvorrichtungen 14 und 15 jeweils ein alternatives Richtgut 2', 3', 4', 5', 6' und 7' vorgesehen, welches innerhalb weniger Sekunden anstelle der Richtgüter 2, 3, 4, 5, 6, und 7 der jeweiligen Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 zuführbar ist.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Richtvorrichtung 8 dazu ausgebildet, ein Richtgut 2 und 2' mit einer bestimmten Dicke 25 zu richten. Sobald das Richtgut 2 von der entsprechenden Haspel 36 vollständig abgespult ist, kann unmittelbar ein Richtgut 2' mit derselben Dicke 25 der Richtvorrichtung 8 zugeführt werden, ohne dass hierzu der Produktionsvorgang längere Zeit unterbrochen werden muss. Während der Verarbeitung des Richtguts 2' oder eines der anderen Richtgüter 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' kann im laufenden Betrieb die verbrauchte Haspel 36 des Richtguts 2 ausgewechselt werden. Im Vergleich zur Richtvorrichtung 8 ist die Richtvorrichtung 13 dazu vorgesehen, ein Richtgut 7 und 7' mit einer anderen Dicke 26 zu richten. Die Richtvorrichtung 1 1 ist dazu vorgesehen, Richtgüter 5, 5' mit unterschiedlichen Dicken 27 und 28 zu richten, wobei bei einem Wechsel von dem Richtgut 5 mit einer ersten Dicke 27 auf das Richtgut 5' mit einer zweiten davon abweichenden Dicke 28 eine Anpassung der Richtvorrichtung 1 1 auf die abweichende Dicke 28 vornehmbar ist. Die Dicken 25, 26, 27 und 28 stehen exemplarisch für unterschiedliche Richtguteigenschaften.

Insgesamt gesehen, können mit der in der Figur 1 gezeigten Richtmaschine 1 bei gleichbleibender Größe im Vergleich zum Stand der Technik bis zu zwölf unterschiedliche Richtgüter anstelle von bis zu sechs unterschiedlichen Richtgütern in schneller und einfacher Weise verarbeitet werden. Dabei ist es ohne weiteres denkbar, die Richtgutwechselvorrichtungen 14 und 15 derart auszubilden, dass anstelle von zwei Richtgütern drei oder mehr Richtgüter einer bestimmten Richtvorrichtung zuführbar sind. Auf diese Weise ist das System nahezu beliebig skalierbar.

Die Richtmaschine 1 in der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform umfasst weiterhin eine Trennvorrichtung 18 in Form einer Schneidevorrichtung zum Abtrennen eines geradegerichteten Richtguts 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' mit einer bestimmten Länge 19 und eine Vorschubvorrichtung 20, 21 zum Transport des Richtguts 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' in eine Vorschubvorrichtung 22, wobei die Trennvorrichtung 18 und die Vorschubvorrichtung 20, 21 eine Produktionslinie 23 definieren.

Konkret transportiert die Vorschubvorrichtung 20, 21 im gezeigten Zustand der Richtmaschine 1 das Richtgut mit dem Bezugszeichen 4 von der Abspulvorrichtung 16 zu der Richtvorrichtung 10, durch diese Richtvorrichtung 10 hindurch und zu der Trennvorrichtung 18. Steht das geradegerichtete Richtgut 4 mit einer gewünschten Länge 19 weit genug aus der Trennvorrichtung 18 heraus, so wird die Trennvorrichtung 18 aktiviert und das gerichtete Richtgut 4 mit der Länge 19 vom restlichen Richtgutstrang abgetrennt. Soll nun anstelle des Richtguts 4 das in der Richtgutwechselvornchtung 14, 15 dieser Richtvorrichtung 10 bevorratete Richtgut 4' der Richtvorrichtung 10 zugeführt werden, so wird die Richtgutwechselvornchtung 14, 15 wie weiter unten beschrieben aktiv.

Alternativ kann aber auch eines der Richtgüter 2, 3, 5, 6, und 7 der Produktionslinie 23 zugeführt werden, nämlich indem der Träger 17, auf welchem die Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 und 13 sowie die zugeordneten Zuführvorrichtungen 14, 15 angeordnet sind, relativ zu der Trennvorrichtung 18 und der Vorschubvorrichtung 20, 21 verstellt wird. Die Verstellung erfolgt dabei im Wesentlichen quer zur Vorschubrichtung 22. Diese Richtung ist in der Figur 2 mit dem Bezugszeichen 37 kenntlich gemacht. In diesem Fall ist dann anstelle der Richtvorrichtung 10 eine der anderen Richtvorrichtungen 8, 9, 1 1 , 12 oder 13 aktiv. Über die jeweilige Richtgutwechselvornchtung 14, 15 kann dann auch noch ein Wechsel zwischen den Richtgütern 2 und 2', 3 und 3', 5 und 5', 6 und 6' oder 7 und 7' vorgenommen werden.

Insgesamt gesehen kann also innerhalb kürzester Zeit jedes der bevorrateten Richtgüter 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' der Produktionslinie 23 zugeführt werden und zwar durch das Tätigwerden einer Richtgutwechselvornchtung 14, 15 einer der Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12 oder 13 und/oder durch eine Verstellung des Trägers 17 relativ zu der Trennvorrichtung 18 und der Vorschubvorrichtung 20, 21 . Figur 2 zeigt eine Richtmaschine 38 gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform. Der Aufbau ist im Wesentlichen derselbe wie bei der Richtmaschine 1 gemäß Figur 1 . Ein grundlegender Unterschied besteht aber darin, dass anstelle einer einzigen Produktionslinie 23 nun zwei Produktionslinien 23 vorgesehen sind. Der gemeinsame Träger 17 nimmt relativ zu den beiden Produktionslinien 23 im gezeigten Zustand eine Stellung ein, in welcher das von den Richtvorrichtungen 9 und 12 gerichtete Richtgut 3 bzw. 6 den Produktionslinien 23 zugeführt wird. Das Vorsehen mehrerer Produktionslinien 23 hat den Vorteil, dass im Parallelbetrieb gerichtet werden kann, was in der gleichen Zeit bei zwei Produktionslinien 23 den doppelten, bei drei Produktionslinien 23 den dreifachen usw. Output ermöglicht. Wie aus der Figur 3a hervorgeht, umfasst die Vorschubvorrichtung 20, 21 zwei Rollenpaare 20 und 21 , die sich jeweils aus einer antreibbaren Rolle 29 und einer damit zusammenwirkenden Gegenrolle 30 zusammensetzen. Durch eine gegenläufige Rotationsbewegung dieser Rollen 29 und 30 ist es möglich, ein Richtgut 4, welches sich zwischen den beiden Rollen befindet, in Vorschubrichtung 22, das heißt in Richtung der Richtvorrichtung 10 und durch diese hindurch in Richtung der Trennvorrichtung 18 (vergleiche Figur 1 ) zu befördern. Die antreibbaren Rollen 29 werden dabei über einen Elektromotor 42 (vergleiche Figur 3b) angetrieben. Die Umfangsseiten der antreibbaren Rollen 29 weisen eine Riffelung auf, um die Reibung mit dem anzutreibenden Richtgut 4 zu erhöhen. Die Gegenrollen 30 werden selber nicht aktiv angetrieben. Sie liegen vielmehr kraftschlüssig an dem Richtgut 4 an und drehen sich automatisch durch die Bewegung des Richtguts 4 in die Vorschubrichtung 22 gegenläufig mit.

Wie aus der Figur 3b hervorgeht, kann die Richtgutwechselvornchtung 14, 15 derart ausgebildet sein, dass sie eine Führungsvorrichtung 14 und eine lösbare Klemmvorrichtung 15 aufweist. Dabei ist die Führungsvorrichtung 14 und die lösbare Klemmvorrichtung 15 jeweils zweiteilig aufgebaut, wobei ein erster Teil 43 und 45 der Führungsvorrichtung 14 der Führung des Richtguts 4 und ein zweiter Teil 44 und 46 der Führungsvorrichtung 14 der Führung des einwechselbaren Richtguts 4' dienen. Entsprechend ist auch die lösbare Klemmvorrichtung zweigeteilt, wobei ein erster Teil 47 mit dem Richtgut 4 zusammenwirkt und ein zweiter Teil 48 mit dem Richtgut 4'. Die Komponenten 43 und 45 des ersten Teils der Führungsvorrichtung 14 bzw. die Komponenten 44 und 46 des zweiten Teils der Führungsvorrichtung 14 sind jeweils benachbart und gegenüberliegend voneinander relativ zu der antreibbaren Rolle 29 des Rollenpaars 21 angeordnet.

Die beiden Teile 47 und 48 der lösbaren Klemmvorrichtung 15 können zwei Zustände einnehmen, nämlich einen Zustand, in welchem das Richtgut 4 bzw. 4' von der lösbaren Klemmvorrichtung 15 gehalten wird, und einen Zustand, in welchem sich das Richtgut 4 bzw. 4' frei durch die lösbare Klemmvorrichtung 15 hindurchbewegen kann. Die Figuren 4a und 4b zeigen schematisch eines der Rollenpaare gebildet aus der antreibbaren Rolle 29 und der damit zusammenwirkenden Gegenrolle 30 und zwar in der Figur 4a in der Vorschubstellung 31 und in der Figur 4b in der Wechselstellung 33.

In der Vorschubstellung 31 nimmt die antreibbare Rolle 29 relativ zur Gegenrolle 30 einen ersten Abstand 32 ein, welcher im Wesentlichen der Dicke des zwischen den Rollen 29 und 30 angeordneten Richtguts 4 entspricht. Die Rollen 29 und 30 liegen kraft- bzw. reibschlüssig an dem Richtgut 4 an und können es so durch eine gegenläufige Drehbewegung befördern.

In der Wechselstellung 33 nimmt die antreibbare Rolle 29 einen zweiten, größeren Abstand 34 zur Gegenrolle 30 ein. Das bedeutet, dass ein weiteres Richtgut 4' - oder 2, 2', 3, 3', 5, 5', 6, 6', 7, 7' - in die Vorschubvorrichtung 20, 21 einwechselbar und damit der Produktionslinie 23 zuführbar ist (vergleiche Figur 1 oder 2).

Im Einzelnen kann ein erstes in der Produktionslinie 23 befindliches Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T wie folgt durch ein zweites Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' ersetzt werden: Zunächst wird das aktuell in der Produktionslinie 23 befindliche Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T mittels der entsprechenden Vorschubvorrichtung 20, 21 bis hinter die aktive Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13 vorgeschoben. Dabei befinden sich die Rollenpaare der Vorschubvorrichtung 20, 21 in der Vorschubstellung 31 . Die lösbare Klemmvorrichtung 15 ist geöffnet. Anschließend bewegen sich die Rollenpaare der Vorschubvorrichtung 20, 21 aus der Vorschubstellung 31 in die Wechselstellung 33. Die lösbare Klemmvorrichtung 15 schließt sich und wird gemeinsam mit der Führungsvorrichtung 14 im Wesentlichen quer zur Vorschubrichtung 22 verstellt und zwar so weit, bis sich das benachbart angeordnete Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' zwischen den Rollenpaaren der Vorschubvorrichtung 20, 21 befindet. Handelt es sich bei dem eingewechselten Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' um ein Richtgut mit abweichenden Richtguteigenschaften 25, 26, 27, 28 wird gegebenenfalls gleichzeitig eine Anpassung der Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13 auf die abweichenden Richtguteigenschaften 25, 26, 27, 28 vorgenommen. In weiterer Folge bewegen sich die Rollenpaare der Vorschubvorrichtung 20, 21 aus der Wechselstellung 33 in die Vorschubstellung 31 . Die lösbare Klemmvorrichtung 15 wird geöffnet und die Vorschubvorrichtung 20, 21 kann das eingewechselte Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' in Richtung 22 der Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, durch diese hindurch und zur Trennvorrichtung 18 befördern. Gegebenenfalls wird dabei noch der Rest des alten Richtguts 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' endgültig aus der Produktionslinie 23 mithilfe des neuen Richtguts 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, T hinausgeschoben. Dieser Rest kann aber genauso gut auch manuell oder mit einem weiteren Hilfsmittel entfernt werden.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Richtung, in welche die Führungsvorrichtung 14 und die lösbare Klemmvorrichtung 15 im Zuge des Wechselvorgangs verstellt werden kann, in den Figuren 1 , 2 und 3b mit dem Bezugszeichen 35 versehen ist. Diese Richtung ist im Wesentlichen parallel zur Verstellrichtung 37 des gemeinsamen Trägers 17 im Zuge eines Wechsels zwischen den Richtvorrichtungen 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13, welcher in analoger Weise zu einem Wechsel zwischen Richtgütern 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7', mit welchen eine einzelne Richtvorrichtung 8, 9, 10, 1 1 , 12, 13 versorgt werden kann, erfolgt.

Figur 5a zeigt noch einmal die Richtmaschine 1 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform (vergleiche Figur 1 ). Figur 5b zeigt diese Richtmaschine 1 in einer Querschnittsdarstellung, wobei die Richtmaschine 1 zusätzlich in einem Transportcontainer 54 angeordnet ist. Der Transportcontainer 54 weist eine Breite 41 von 2350 mm und eine Höhe 55 von 2600 mm auf. An diese Abmessungen des Transportcontainers 54 ist das Maschinengestell 51 der Richtmaschine 1 angepasst, so dass die Richtmaschine 1 in dem Transportcontainer 54 anordenbar ist. Um den zur Verfügung stehenden Raum bestmöglich auszureizen, sind die Richtvorrichtungen 8, 9 10, 1 1 , 12 und 13 auf einer - gestrichelt eingezeichneten - Linie 58 angeordnet. Diese schließt einen Winkel 40 zum Untergrund 56 von etwa 45° ein. Die sechs Richtvorrichtungen 8, 9 10, 1 1 , 12 und 13 sind auf einem gemeinsamen Träger 17 angeordnet. Dieser kann, um das von einer bestimmten Richtvorrichtung 8, 9 10, 1 1 , 12 bzw. 13 geradegerichtete Richtgut 2, 2', 3, 3', 4, 4', 5, 5', 6, 6', 7, 7' der Produktionslinie 23 zuzuführen, in eine Richtung 37 quer zur Vorschubrichtung 22 verstellt werden.

Figur 6a zeigt eine Richtmaschine 49 gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform. Ein wesentlicher Unterschied zu der zweiten bevorzugten Ausführungsform (vergleiche Figur 2) besteht darin, dass die Richtmaschine 49 acht Richtvorrichtungen 8, 9 10, 1 1 , 12, 13, 52 und 53 umfasst. Diese sind auf einem gemeinsamen Träger 17 angeordnet und können über eine Verstellung des Trägers 17 zwei Produktionslinien 23 zugeführt werden. Figur 6b zeigt die Richtmaschine 49 bei einer Anordnung in einem Transportcontainer 54 in einer Querschnittsdarstellung.

Figur 7a zeigt eine Richtmaschine 50 gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform. Die Richtmaschine 50 umfasst acht Richtvorrichtungen 8, 9 10, 1 1 , 12, 13, 52 und 53. Diese sind im Vergleich zu den übrigen Ausführungsbeispielen fest mit dem Maschinengestell 51 verbunden. Es besteht keine Notwendigkeit für eine Verstellbarkeit, da alle Richtvorrichtungen 8, 9 10, 1 1 , 12, 13, 52 und 53 bereits auf einer Produktionslinie 23 angeordnet sind. Figur 7b zeigt die Richtmaschine 50 bei einer Anordnung in einem Transportcontainer 54 in einer Querschnittsdarstellung.