Märtz, Josef (Uhlandstrasse 2, Eching, D-85386, DE)
Märtz, Josef (Uhlandstrasse 2, Eching, D-85386, DE)
| 1. | l. bis die mehr als zwei Außenteile auf den an das Mittelteil angrenzenden Außenteilen liegen,... |
| 2. | 2b Umschlagen des einen an das Mittelteil angrenzenden Außenteils entlang der einen Faltzone auf die eine äußere, von der zweiten Lage wegzeigende Oberfläche des Mittelteils, 1. 3 Umschlagen des anderen an das Mittelteil angrenzenden Außenteils entlang der anderen Faltzone auf die andere äußere, von der ersten Lage wegzeigende Ober fläche des Mittelteils, so daß sichin Kettrichtung gesehendie Gestalt eines flachgedrückten ZickZack ergibt, 1.4 Umstülpen des Mittelteils"nach links", so daß die ehemals voneinander weg zeigende eine und andere Oberfläche des Mittelteils einander zugekehrt sind und die umgeschlagenen Außenteile zwischen sich einschließen. |
| 3. | Verfahren zum Herstellen eines aufblasbaren Gurtbandes, insbesondere für einen Sicherheitsgurt, gekennzeichnet durch folgende Schritte : 2.1 Weben eines zweilagigen Gewebes (obere Lage, untere Lage) folgender Kon struktion : a) die Bandbreite des Gewebes ist in drei etwa gleich breite Teile (linker Außenteil, Mittelteil, rechter Außenteil) unterteilt, b) die Kettfäden der Außenteile sind wesentlich feiner als die Kettfäden des Mittelteils, c) in zwei jeweils zwischen dem Mittelteil und den Außenteilen liegenden schmalen Faltzonen sind die Kettfaden feiner als die Kettfäden im Mittelteil, aber gröber als in den Außenteilen, d) die beiden Gewebelagen sind im Bereich der äußeren Ränder der Außenteile fest miteinander verwebt, e) die beiden Gewebelagen sind wenigstens im Bereich der beiden schmalen Faltzonen mit mindestens einem im wesentlichen in Kettrichtung laufenden Aufreißfaden miteinander verbunden, 2.2 Umschlagen des einen Außenteils entlang der einen Faltzone auf die eine Ober fläche des Mittelteils, 2. 3 Umschlagen des anderen Außenteils entlang der anderen Faltzone auf die andere Oberfläche des Mittelteils, so daß sichin Kettrichtung gesehendie Gestalt eines flachgedrückten Z ergibt, 2.4 Umstülpen des Mittelteils"nach links", so daß die ehemalige eine und andere Oberfläche des Mittelteils einander zugekehrt sind und die umgeschlagenen Außenteile zwischen sich einschließen. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet. daß das zweilagige Gewe be (obere Lage, untere Lage) folgende Konstruktion hat : a) die Bandbreite des Gewebes ist in drei etwa gleich breite Teile (linker Außenteil, Mittelteil, rechter Außenteil) unterteilt, b) die Kettfäden der Außenteile haben die Feinheit (dtex) für Airbags üblicher Kettfäden, insbesondere eine Feinheit (dtex) von etwa 1/10 der Feinheit (dtex) der Kettfäden des Mittelteils, c) in zwei jeweils zwischen dem Mittelteil und den Außenteilen liegenden schmalen Faltzonen sind die Kettfäden feiner als die Kettfäden im Mittelteil, haben insbesondere eine Feinheit (dtex) von etwa 1/2 der Feinheit (dtex) der Kettfäden des Mittelteils, d) die beiden Gewebelagen sind im Bereich der äußeren Ränder der Außenteile fest miteinander verwebt, e) die beiden Gewebelagen sind wenigstens im Bereich der beiden schmalen Faltzonen mit mindestens einem im wesentlichen in Kettrichtung laufenden Aufreißfaden miteinander verbunden. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gewebe lagen im mittleren Bereich des Mittelteils mit mindestens zwei in Kettrichtung laufen den Aufreißfäden miteinander verwebt werden. |
| 6. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe vor dem Umschlagen außen beschichtet wird. |
| 7. | Gurtband, insbesondere für einen Sicherheitsgurt, mit gewebtem zweilagigen Gewebe (obere Lage, untere Lage), gewebt nach dem Verfahren eines der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere gekennzeichnet durch folgende Merkmale : a) die Bandbreite des Gewebes ist in drei etwa gleich breite Teile (linker Außenteil, Mittelteil, rechter Außenteil) unterteilt, b) die Kettfäden der Außenteile sind wesentlich feiner als die Kettfäden des Mittel teils, c) in zwei jeweils zwischen dem Mittelteil und den Außenteilen liegenden schmalen Faltzonen sind die Kettfäden feiner als die Kettfäden im Mittelteil, aber gröber als in den Außenteilen, d) die beiden Gewebelagen sind im Bereich der äußeren Ränder der Außenteile fest miteinander verwebt, e) die beiden Gewebelagen sind wenigstens im Bereich der beiden schmalen Faltzo nen mit mindestens einem im wesentlichen in Kettrichtung laufenden Aufreißfa den miteinander verbunden, f) der eine Außenteil ist entlang der einen Faltzone auf die eine Oberfläche des Mittelteils umgeschlagen, g) der andere Außenteil ist entlang der anderen Faltzone auf die andere Oberfläche des Mittelteils umgeschlagen, so daß sichin Kettrichtung gesehendie Gestalt eines flachgedrückten Z ergibt, h) das Mittelteil ist"nach links"umgestülpt, so daß die ehemalige eine und andere Oberfläche des Mittelteils einander zugekehrt sind und die umgeschlagenen Außenteile zwischen sich einschließen. |
| 8. | Gurtband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die in den beiden schmalen Faltzonen laufenden Aufreißfäden gewebt oder genäht sind. |
| 9. | Gurtband nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe außen beschichtet ist. |
| 10. | Gurtband nach Anspruch 6,7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schußfaden aus einem Monofil und/oder einem Multifil besteht. |
| 11. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Schritt"1.2 (2.2) Umschlagen des einen Außenteils"folgende Schritte durchgeführt werden : 1.11 (2.11) Ablängen einer bestimmten Länge Gurtbandes und Bestimmen eines Auf rollbereiches (ARB) des Gurtbandes und eines Aufblasbereiches (ABB) des Gurtbandes, 1.12 (2.12) Zusammennähen der Außenteile des Gurtbandes mittels Quernähten (LSN ; RSN) in Schußrichtung entlang einer vorbestimmten Linie (QL) zwischen Aufrollbereich (ARB) und Aufblasbereich (ABB), 1.13 (2.13) Zusammennähen der Außenteile des Gurtbandes mittels Längsnähten (3,11) in Kettrichtung entlang direkt neben den Faltzonen im Aufrollbereich ver laufender Linien, 1.14 (2.14) Ausschneiden der jeweils durch die Längsund Quernähte (3 ; 11 ; LSN ; RSN) vom restlichen Gurtband abgeteilten Außenteile (AS), und nach dem Schritt"1.4 (2.4) Umstülpen des Mittelteils"folgender Schritt durch geführt wird : 1.7 (2.7) Zusammennähen der nun übereinanderliegenden Lagen (untere Lage Mittelteil mit Außenteil, obere Lage Mittelteil mit Außenteil) entlang der Linie (QL) der Quernähte in einer Mittennaht (MN). |
| 12. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, zur Herstellung eines im Rapport geweb ten Gurtbandes, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt"1.1 (2.1) Weben eines zweilagigen Gewebes"derart durchgeführt wird, daß das zweilagige Gewebe folgende weiteren Merkmale aufweist : 1.1 (2.1) f) das Gewebe ist in zwei zum Teil unterschiedlich gewebte Berei che unterteilt, nämlich einen Aufrollbereich des Gurtbandes und einen Aufblasbereich des Gurtbandes, g) die obere Lage und die untere Lage der Außenteile (LA, RA) des Gurtbandes sind mittels Quernähten (7,9) in Schußrichtung entlang eines vorbestimmten Streifens zwischen Aufrollbereich und Aufblasbereich miteinander verwebt, h) die obere Lage und die untere Lage der Außenteile des Gurtban des sind mittels Längsnähten (5,11) in Kettrichtung entlang direkt neben den Faltzonen im Aufrollbereich verlaufender Streifen miteinander verwebt, daß vor dem Schritt"1.4 (2.4) Umstülpen des Mittelteils"folgender Schritt durch geführt wird : 1.31 (2.31) Ausschneiden der jeweils durch die gewebte Längsund Quernaht vom restlichen Gurtband abgeteilten Außenteile (AS), und daß nach dem Schritt"1.4 (2.4) Umstülpen des Mittelteils"folgender Schritt durchgeführt wird : 1.7 (2.7) Zusammennähen der nun übereinanderliegenden Lagen (untere Lage Mittelteil mit Außenteil, obere Lage Mittelteil mit Außenteil) entlang der Streifen der Quernähte (7,9). |
| 13. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Schritt"1.4 (2.4) Umstülpen des Mittelteils"eines abgelängten Stückes Gurtband folgen de Schritte durchgeführt werden : 1.5 (2.5) Einführen eines Endbereichs (EB) einer bestimmten Länge eines einlagigen Gurtbandes (13) zwischen die beiden Lagen des zweilagigen Gewebes (obere Lage mit Außenteil, untere Lage mit Außenteil), 1.6 (2.6) Vernähen der nun übereinanderliegenden Lagen (obere Lage Mittelteil mit Außenteil, Endbereich der bestimmten Länge des einlagigen Gurtbandes, untere Lage Mittelteil mit Außenteil) mittels einer oder mehrerer Nähte (VN), die so weit auseinanderliegen, daß der Überlappungsbereich (EB) der Lagen biegeweich bleibt. ***. |
Aus der DE-PS 20 08 048 (Rutzki) ist ein Gurtband bekannt, das als Schlauch ausgebildet ist und in Teilbereichen eine eingenähte Reißfalte aufweist, die so ausgebildet ist, daß sie bei einer Kollision durch vom Gurt ausgeübte Zugkräfte aufreißt und das Öffnen eines damit gekoppelten Ventils das Aufblasen eines Teilbereiches des Schlauchgurtes bewirkt. Hierdurch wird der vor dem Unfall als Flachschlauch liegende Gurt, dessen Breite dem halben Umfang des aufgeblasenen Gurtes entspricht, teilweise schlagartig aufgeblasen. Er stellt dadurch ein gewisses, gegenüber dem einfachen Gurt vorteilhaftes,"Aufprallkissen"dar. Ein ausreichen- der Schutz des Fahrzeugpassagiers ist jedoch aufgrund der unbedeutenden Ausmaße des teilweise aufgeblasenen Schlauchgurtes nicht zufriedenstellend gewährleistet. Eine ebenfalls in der zitierten Schrift genannte Vergrößerung des Gurtschlauchumfanges mit einem aufblas- baren Kissen, welches in einem Gurtteil um den Gurt herum angeordnet ist, ist ebenfalls nachteilig, da sich das entsprechende Kissen im Notfall nicht unbedingt an der richtigen Stelle befindet und somit für seinen eigentlichen Zweck nicht zur Verfügung steht.
Aus der internationalen Patentanmeldung PCT/US95/10695 (Simula) ist ein aufblasbares schlauchförmiges Rückhaltesystem bekannt. Das hier gezeigte Sicherheitsgurtsystem besteht aus einem Beckengurt und einem Schultergurt, wobei der Beckengurt bereichsweise aus einem aufblasbaren Ballon besteht, der während des Aufblasens seine Länge verkürzt und damit neben einer Aufprallfunktion auch eine Gurtstrafffunktion hat. Hierbei ist zwar der Bauchraum des Passagiers besonders geschützt, der Schulter-und Kopfbereich jedoch, außer einer zusätzlichen Rückhaltung der Schulter durch den gestrafften Gurt, nicht weiter berück- sichtigt.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung einen Gurt bzw. ein Gurtband sowie ein Verfahren zu deren Herstellung zu schaffen, das weitgehend unbegrenzt, d. h. auch möglichst ortsunabhän- gig, in einer Unfallsituation optimalen Aufprallschutz gewährleistet, bzw. eine kostengünstige und zuverlässige Herstellung des Gurtbandes ermõglicht.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und/oder ein Verfahren nach Anspruch 2 und ein Gurtband gemäß Anspruch 6.
Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 1 zum Herstellen eines Gurtbandes umfaßt (abgekürzt) folgende Schritte : Weben eines zweilagigen (obere oder erste Lage, untere oder zweite Lage) drei-oder mehrteiligen (wenigstens ein linkes Außenteil, Mittelteil, wenigstens ein rechtes Außenteil) Gewebes, zickzack-förmiges Umschlagen und Aufeinanderlegen von mehr als zwei Außenteilen, vom jeweils äußersten Außenteil zum jeweils innersten Außenteil, bis die mehr als zwei Außenteile auf den an das Mittelteil angrenzenden Außenteilen liegen, Umschlagen des einen an das Mittelteil angrenzenden Außenteils entlang der einen Faltzone auf die eine äußere, von der zweiten Lage wegzeigende Oberfläche des Mittelteils, Um- schlagen des anderen Außenteils entlang der anderen Faltzone auf die andere äußere, von der ersten Lage wegzeigende Oberfläche des Mittelteils, so daß sich-in Kettrichtung gesehen- die Gestalt eines flachgedrückten Zick-Zack ergibt und Umstülpen des Mittelteils"nach links", so daß die ehemals voneinander weg zeigende eine und andere Oberfläche des Mittel- teils einander zugekehrt sind und die umgeschlagenen Außenteile zwischen sich einschließen.
Mit einem auf diese Art hergestellten Gurtband läßt sich vorteilhafterweise jede beliebige Gurtband/Luftsack-Konfiguration realisieren. Abhängig von der gewählten Anzahl von Außenteilen ergibt sich ein durch-infolge einer Kollision veranlaßtes-Aufblasen des Gurtluftsacks erreichbares Gurtluftsackvolumen unterschiedlicher Größe. Man kann damit auf unterschiedlichste Fahrzeugtypen, Sitzkonfigurationen, Passagiergrößen, aufzufangende Körpergewichte etc. eingehen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch ein zusätzliches individuelles"Abnähen"der Außenteile, von den-im Webzustand äußersten-Rändern her nach innen zum Mittelteil hin, ein in Längsrichtung des Gurtbandes ungleichmäßiges Gurt- sackvolumen geschaffen werden kann (Fig. 6 bis 8 und 10). Dadurch ist es dann möglich, den üblicherweise in der Türverkleidung untergebrachten Seitenairbag und den üblicherweise in der Dachleiste über den Türen untergebrachten Kopf-Airbag einzusparen. Der Passagier wird mit einem einzigen, im Sicherheitsgurt integrierten Airbag = Gurtsack im Becken-, Flanken-, Brust-und Kopfbereich-unabhängig von seiner Haltung, ob entspannt, erschlafft oder aufrecht sitzend-gesichert und vor Verletzungen durch Aufprallen auf Fahrzeugteile ge- schützt. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und des damit herstell- baren Gurtbandes liegt in der Einsparung mehrerer teuerer Airbagsysteme (pro Passagier wenigstens 1 Türairbag und 1 Seiten-/Kopf Airbag). Das o. g."Abnähen"ist nicht auf das tatsächliche Abnähen d. h. das Legen einer Naht beschrãnkt. Damit sind sämtliche Maß- nahmen gemeint, die zur individuellen lokalen Verbindung der oberen mit der unteren Gewebelage geeignet sind, wie Verweben, Kleben, Verschweißen und dergl. Besonders vorteilhaft und kostensparend ist die Herstellung des oder der"Abnäher (s)" durch gezieltes Verweben der oberen mit der unteren Gewebelage auf einer Jacquardwebmaschine.
Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 2 zum Herstellen eines Gurtbandes umfaßt (abgekürzt) folgende Schritte : Weben eines zweilagigen (obere Lage, untere Lage) dreiteiligen (linker Außenteil, Mittelteil, rechter Außenteil) Gewebes. Umschlagen des einen Außenteils entlang der einen Faltzone auf die eine Oberfläche des Mittelteils, Umschlagen des anderen Außenteils entlang der anderen Faltzone auf die andere Oberfläche des Mittelteils, so daß sich -in Kettrichtung gesehen-die Gestalt eines flachgedrückten Z ergibt und Umstülpen des Mittelteils"nach links", so daß die ehemalige eine und andere Oberfläche des Mittelteils einander zugekehrt sind und die umgeschlagenen Außenteile zwischen sich einschließen.
Das Weben kann auf einer Jacquard-Breitwebmaschine oder einer Nadelband-Webmaschine durchgeführt werden. Das Umschlagen der Außenteile wird auf nicht weiter beschriebenen, einfachen und dazu geeigneten Vorrichtungen durchgeführt. Die Umstülpung des Mittelteils "nach links"geschieht dadurch, daß man in eine abgepaßte Länge Gurtband zwischen den beiden Mittelteillagen eine an der Spitze mit einem Greifer versehene Stange oder dgl. einführt, bis der Greifer am anderen offenen Ende des Gurtbandes wieder erscheint und in den Greifer die nach innen gestülpten Mittelteile zusammen mit den darauf gefalteten Außen- teilen einklemmt und bei geeigneter Gegenhaltung die Stange mit dem Greifer wieder entgegen der Einfuhrrichtung aus dem Inneren des Mittelteils herauszieht. Ist die Stange mit Greifer vollständig herausgezogen, liegt ein vollständig"nach links"umgestülptes Gurtband vor, in dem die Außenteile zwischen den Gewebelagen des Mittelteils untergebracht sind. Das erfindungsgemäße Verfahren ist deshalb von Vorteil, daß es sehr einfach ist und glatte Gurtbänder ergibt.
Der Schußfaden des erfindungsgemäßen Gurtbandes kann ein Multifil alleine oder ein Multifil mit einem Monofil sein. Der Einsatz von Monofil als Schußfaden ergibt ein steiferes, elasti- scheres Gurtband. Selbstverständlich können in das erfindungsgemäße Gurtband mit ent- sprechender Einstellung der Schäfte und der Schaftsteuerung auch Namenszüge und dergl. eingewebt werden. Den Wünschen der Anwender sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist aus Anspruch 2 zu entnehmen, wobei hier insbesondere die Kettfäden im Bereich der schmalen Faltzonen eine Feinheit von etwa der Hälfte der Feinheit der Kettfäden des Mittelteils aufweisen. Haben beispielsweise die Kettfäden des Mittelteils eine Feinheit von dtex 1100, so haben die Kett- fäden der schmalen Faltzonen eine Feinheit von dtex 550. Dies bringt den Vorteil, daß im gefalteten Zustand, in dem insgesamt gesehen das Material der Faltzonen vierfach gelegt vorliegt, gegenüber dem zweifachen Vorliegen des Mittelteils, daß sich über die gesamte Breite eine etwa gleichmäßige Dicke des gefalteten Gurtbandes ergibt, da die Faltzonenkett- fäden etwa halb so dick sind wie die Mittelteilkettfäden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung werden die beiden Gewebelagen im mittleren Bereich des Mittelteils mit mindestens zwei im wesentlichen in Kettrichtung laufenden Aufreißfäden miteinander verbunden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird das Gewebe des Gurtbandes vor dem Umschlagen mit einer Beschichtung versehen. Die Beschichtung bringt eine deutli- che Herabsetzung der Permeabilität des Gewebes mit sich und ermöglicht ein Aufrecht- erhalten des Innendrucks eines aufgeblasenen Gurtbandes über eine längere Zeit. Das ist besonders dann entscheidend, wenn ein Fahrzeug direkt nach der Kollision nicht zum Stehen kommt, sondern sich noch überschlagend oder weiterrollend bewegt, so daß der Fahrzeugpas- sagier über längere Zeit noch gesichert im Fahrzeugsitz gehalten werden muß.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden unter Verweis auf die beiliegenden Zeichnungen kurz beschrieben und weiter im Detail erklärt.
Figur 1 zeigt schematisch in perspektivischer Ansicht ein erfindungsgemäßes (Anspruch 2) Gurtband nach dem Verfahrensschritt"Weben".
Figur 2 zeigt einen Ausschnitt X der Darstellung von Figur 1 vergrößert im Schnitt.
Figuren 3a bis 3c zeigen in stark schematischer Darstellung das erfindungsgemäße Gurt- band gemäß Anspruch 2 vor, während und nach dem Umschlagen der Außenteile.
Figur 4 zeigt schematisch in extremer Vergrößerung das erfindungsgemäße Gurtband gemäß den Figuren 3a bis 3c nach dem Verfahrensschritt "Umstülpen".
Figur 5 zeigt einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Gurtbandes (nach Fig. 1) schematisch in Draufsicht von oben.
Figur 6 zeigt eine Weiterbildung des Gurtbandes, hergestellt nach dem Verfah- ren gemäß Anspruch 10.
Figur 7 zeigt eine Weiterbildung des Gurtbandes, hergestellt nach dem Verfah- ren gemäß Anspruch 11.
Figur 8 zeigt eine Weiterbildung des Gurtbandes, hergestellt nach dem Verfah- ren gemäß Anspruch 12.
Figur 9 zeigt schematisch ein abgepaßt gewebtes Gurtband mit jeweils zwei Außenteilen und einem Mittelteil.
Figur 10 zeigt schematisch die Art und Weise des aufeinanderfolgenden Um- schlagens der Außenteile bis schließlich auf das Mittelteil.
Figur 1 zeigt ein Gurtband 1 nach dem Weben mit den beiden Gewebelagen"obere Lage"O und"untere Lage"U, die wiederum in drei etwa gleich breite Teile"linkes Außenteil"LA, "Mittelteil"M und"rechtes Außenteil"RA unterteilt sind. Die Dicke der jeweiligen Kett- fäden, die in Richtung des Doppelpfeils K verlaufen, und die einzelnen Kettfäden werden zur Vereinfachung der Darstellung nur schematisch angedeutet. Man erkennt im Mittelteil M, daß die Kettfaden wesentlich dicker sind als die Kettfäden in den Außenteilen LA und RA. Auf der linken Seite des linken Außenteils sind die obere Gewebelage O und die untere Gewebe- lage U miteinander verwebt. Dieser Bereich ist mit dem Bezugszeichen LK angedeutet. Ihr gegenüber liegt eine Kante LR, entlang derer die rechten Außenteile RA der oberen Gewebe- lage O und der unteren Gewebelage U miteinander verwebt sind. Im Übergangsbereich vom Mittelteil M zu den Außenteilen RA und LA sind Faltzonen FZ zu erkennen, in denen die Kettfäden feiner sind als im Mittelteil M und gröber sind als in den Außenteilen LA und RA.
Die Einzelheit X wird in Figur 2 vergrößert dargestellt und weiter beschrieben. So wie das Gurtband in Figur 1 dargestellt ist, verläßt es den Webstuhl.
Figur 2 zeigt die Einzelheit X von Figur 1 in schematischer Darstellung extrem vergrößert, um die Kettfaden-Dickenunterschiede darzustellen. Man erkennt auf der linken Seite die linke Kante LK, entlang derer die obere Gewebelage O und die untere Gewebelage U miteinander verwebt sind. Von der linken Außenseite des gewebten Gurtbandes bis zur auf der rechten Seite von Figur 2 dargestellten Symmetrieachse sind folgende Bereiche des Gurtbandes zu erkennen : linkerhand befindet sich der linke Außenteil LA, daran schließt sich die linke Faltzone FZ an, die wiederum in den Mittelteil M übergeht. In diesem Ausführungsbeispiel sind nicht die einzelnen Ketten dargestellt, sondern ihre Dicke durch als Streifen gezeichnete Gurtbanddicke. Man erkennt im Ausführungsbeispiel von Figur 2 gut die unterschiedlichen Kettfadendurchmesser. So ist beispielsweise der Kettfadendurchmesser im linken Außenteil etwa 1/10 des Kettfadendurchmessers des Hauptteils. In der Faltzone FZ ist der Kettfaden- durchmesser etwa halb so groß wie der Durchmesser der Kettfäden im Bereich des Mittelteils M. Die Vorteile bzw. die unterschiedliche Funktionszuordnung der unterschiedlichen Kett- fadendurchmesser ergeben sich im Detail bei der Beschreibung der Figur 4. Etwa in der Mitte der Faltzone FZ, möglicherweise jedoch auch etwas näher zum Mittelteil M gerückt, ist die Position eines schematisch dargestellten Aufreißfadens AF angegeben, der die obere Gewebe- lage O und die untere Gewebelage U miteinander verbindet und unter einer vorbestimmbaren Bruchlast aufreißt, so daß sich die einzelnen Gewebelagen in Richtung der Explosionspfeile E (Figur 4) bewegen und das Gurtband zu einem aufgeblasenen Gurtsack öffnen. Für den Anwendungsfall, in dem das Material der Außenteile LA und RA dicker gewählt wird. kann man die Position der Aufreißfäden AF (Fig. 4) auch etwas nach innen versetzen, um dem stärkeren Auftragen entgegezukommen. Die obere und die untere Gewebelage können sich nämlich dann etwas voneinander entfernen, da das Gewebe in den Faltzonen (in Fig. 4 nach oben und unten) etwas nachgeben kann Figuren 3a bis 3c zeigen schematisch das Umschlagen der Außenteile auf den Mittelteil. Zur Vereinfachung der Darstellung wurden in dieser Darstellung Kettfaden-Durchmesserunter- schiede nicht berücksichtigt. In den Figuren 3a bis 3c sind die Kettfäden durchweg mit gleichem Durchmesser schematisch dargestellt. Figur 3 a zeigt die noch nicht zueinander umgeschlagenen Gewebeteile LA, M und RA. In Figur 3b ist bereits der linke Außenteil LA auf den mittleren Mittelteil M umgeschlagen. Gleichzeitig zeigt Figur 3b auf der rechten Seite den Richtungspfeil. der die Umschlagrichtung des rechten Außenteils RA andeutet. Die Bezugszeichen FZ geben hier die Lage der Faltzonen FZ an. Figur 3c zeigt das Gurtband nach dem Umschlagen der Außenteile. Im übrigen ist es ohne Belang, ob das linke Außenteil LA oben und das rechte Außenteil RA unten auf das Mittelteil zu liegen kommt. Ebenso kann das Umschlagen in umgekehrter Richtung erfolgen. Dies ergibt technisch keinen Unterschied.
Die in Figur 3c dargestellte Umschlagsfigur ergibt im Prinzip etwa die Figur eines S. Die umgekehrte Umschlagrichtung würde die Figur Z ergeben. Wie gesagt, hier besteht kein Unterschied. Die vergrößerte Darstellung von Figur 4 bezieht sich hierbei auf eine Um- schlagrichtung mit dem Ergebnis der Gestalt eines Buchstabens Z.
Figur 4 zeigt in stark vergrößerter schematischer Schnittdarstellung die tatsächlichen Kett- faden-Durchmesserunterschiede. In der hier vereinfachten schematischen Darstellung erkennt man das erfindungsgemäße Gurtband nach dem Umstülpen"nach links". Es ist wieder der Mittelteil M zu erkennen, der in der Mitte abgebrochen dargestellt ist, sowie die linke Faltzone FZ. Da das erfindungsgemäße Gurtband I um die Mittelachse bzw. den Punkt PS punktsymmetrisch ausgebildet ist, wird die Figur 4 aus Gründen der Vereinfachung im wesentlichen nur auf einer Seite mit Bezugszeichen versehen. Natürlich erkennt man, daß in Figur 4 die tatsächliche Konfiguration des umgestülpten Gurtbandes nicht dargestellt werden kann, da die hier dargestellten Hohlräume H beispielsweise die im Bereich des Abreißfadens bzw. in den Umkehrstellen zu sehen sind, tatsächlich nicht vorliegen. Das Gurtband wird nämlich nach dem Umstülpen gebügelt oder in anderer Art und Weise geplättet und fixiert.
Damit"sucht sich"jedes Material den ihm zur Verfügung stehenden Platz, so daß sich eine optimal verdichtete Packung ergibt. Diese jedoch in einer Figur darzustellen, ist einerseits äußerst schwierig. Andererseits könnte man daraus kaum noch brauchbare Informationen entnehmen.
In Fig. 4 ist auf der linken Seite ein zusätzlicher Reißfaden ZRF zu erkennen, der in der Faltzone FZ die gefalteten Gewebelagen miteinander verbindet. Diese Variation kann dann zum Einsatz kommen, wenn man ein ggfs. auftretendes"Aufbauschen"eines eingelegten voluminösen Inlets vermeiden will und ein kompakteres Gurtband anstrebt.
In Figur 5 ist ein Abschnitt eines erfindungsgemäßen Gurtbandes schematisch in Draufsicht von oben gezeigt. Im Mittelteil des Gurtbandes sind zwei gestrichelte Linien SF angegeben, die die Position von optionalen Abnähern für den Liefergasschlauch angeben. Diese Abnäher können entlang des Gurtbandes in das umgestülpte Gurtband mittels einer Nähmaschine eingenäht werden. Zwischen den beiden Abnähern wird der genannte Liefergasschlauch eingeschoben, der das Gurtband im Explosionsfall mit Explosionsgas versorgt.
Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch 9. Die Zeichnung ist aus Gründen der Vereinfachung stark schematisiert und zeigt nicht das letztendliche Produkt, sondern verschiedene Verfahrensstadien und deren besondere Merkmale. So wird hier im Prinzip ein zum Einbau in ein Sicherheitsgurtmodul vorbereiteter Sicherheitsgurt gezeigt, dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß er einen Bereich hat, in dem er aufblasbar ist (ABB) und einen Bereich, in dem er in einem Retraktor aufgerollt werden soll (ARB). Im Ergebnis ist der Sicherheitsgurt im Aufrollbereich ARB dünner als im Aufblasbereich ABB. Der obere Teil von Figur 6 zeigt den aus den früheren Ausführungsbei- spielen dargestellten Aufblasbereich ABB des erfindungsgemäßen Gurtbandes mit dem Mittelteil M und den Außenteilen LA und RA sowie die aus dem Vorhergehenden bekannte, in den Faltzonen verlaufende Aufreißnaht AF. Ist aus einem in dieser Art gewebten Gurtband eine vorbestimmte Länge aus den Endlosmaterial abgelängt, werden die an einer Linie QL aneinanderstoßenden Aufrollbereiche ARB und Aufblasbereich ABB definiert. Sodann werden die Quemähte LSN und RSN in den Außenteilen des Gurtbandes in der Flucht der Linie QL mit einer Näheinrichtung angebracht. Diese Nähte sind Dichtnähte und schließen die Webla- gen der Außenteile eng aneinander. Vor oder nach dem Anbringen der Quemähte LSN und RSN werden die Längsnähte 3 und 11 angebracht, die sich entlang des Aufrollbereiches ARB erstrecken. Die Nähte LSN, RSN, 3 und 11 umschließen im linken wie im rechten Außenteil zusammen mit den Außenrändern des Gurtbandes und den zuvor mit den Scherenlinien markierten Kanten Bereiche AS, die jeweils mit einer Doppelpunkt-Strich-Linie schematisch umfaßt sind. Sind die Bereiche AS ausgeschnitten, werden die verbleibenden Außenteile LA und RA, wie zuvor bei anderen Ausführungsbeispielen beschrieben, insbesondere bei der Erläuterung zu den Figuren 3a, 3b und 3c, Z-förmig eingeschlagen und das gesamte Gurtband gemäß dem Verfahrensschritt"Umstülpen des Mittelteils"nach links gestülpt. Dadurch ergibt sich ein Bereich, in dem das Luftsackgewebe nach innen geschlagen den Aufblasbereich ergibt, während das im Aufrollbereich ARB umgestülpte Band kein Baggewebe in sich enthält. Sodann wird der Mittelteil M des Gurtbandes entlang der Linie QL mit einer Mitten- naht MN gasdicht verschlossen. Es ergibt sich ein für die Modulfertigung einbaufertiges Gurtband.
Figur 7 zeigt eine Ausbildungsform eines erfindungsgemäßen Gurtbandes, im wesentlichen gleich der Version nach Figur 6. Der Hauptunterschied besteht jedoch darin, daß dort nach dem Weben keine Nähte zur Verbindung der oberen und unteren Weblage der Außenteile gesetzt werden, sondern die Verbindung von oberer und unterer Weblage in diesem Bereich entlang einer Querlinie QL bereits während des Webens erzeugt wird, nämlich indem die obere Lage und die untere Lage der Außenteile LA und RA des Gurtbandes mittels Quernäh- ten 7 und 9, die in Schußrichtung verlaufen, in einem Streifen miteinander verwebt werden, so daß bereits beim Weben eine formschlüssige Verbindung von oberer und unterer Weblage vorliegt. Dieselbe Verwebung soll auch entlang der Faltzonen im Aufrollbereich stattfinden, so daß in Streifen 5 und 11 entlang der Faltzonen auch eine feste Verbindung der oberen und unteren Weblage während des Webens hergestellt wird. Diese hier mit einer Kreuzschraffur symbolisch angedeuteten Verbindungsbereiche von oberer und unterer Weblage ersetzen die im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 angebrachten Längs-und Quernähte. Die weitere Behandlung des Gurtbandes bis zum einbaufertigen Zustand im Modul ist aus der Beschrei- bung zum Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 gleich und deshalb dort zu entnehmen. In den Ausführungsbeispielen nach Fig. 6 und 7 ist im Bereich ARB keine Aufreißnaht AF er- forderlich.
Figur 8 zeigt nun in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Gurtbandes, das nach dem Verfahren gemäß Anspruch 11 hergestellt wurde. Man erkennt im oberen Teil der Figur 8 das erfindungsgemäße Gurtband, bereits umgestülpt, so daß die Außenteile LA und RA innen zu liegen kommen. Ein Gurtband 13 wird (in Fig. 8 von unten) in den Innenraum des umgestülpten Gurtbandes in die mit einem Pfeil ME angedeutete Mittelebene zwischen den eingestülpten Außenteilen LA und RA eingeschoben, und zwar in einer Länge EB, die die Länge eines Endbereiches des eingeführten Gurtbandes 13 bezeichnen soll. Der Ein- fachheit halber wurden die unterschiedlich dicken Gewebestärken nicht mit unterschiedlichen Strichstärken gezeichnet, sondern nur in einheitlicher Strichstärke. Aus dem Beschreibungs- teil, insbesondere zu Figur 2 und 4, ist zu entnehmen, daß hier wesentliche Dickenunter- schiede der Gewebe tatsächlich vorliegen. Nach dem Einbringen des einlagigen Gurtbandes 13 zwischen die beiden Lagen des zweilagigen Gewebes werden diese mittels einer oder mehrerer Nähte VN, die soweit auseinanderliegen, daß der Überlappungsbereich EB der Lagen biegeweich bleibt, vernäht. Es ist leicht einsehbar, daß die in Figur 8 gezeigten Ausführungsbeispiel vier angedeuteten Quernähte VN die Biegeweichheit des Übergangs- bereichs EB des Gurtbandes nicht beeinträchtigen. Die hier gewählte Anzahl von vier Nähten VN und auch der Endbereich EB bzw. dessen Länge sind nur beispielhaft gewählt. Abhängig von besonderen Wünschen des Anwenders kann der Endbereich bzw. dessen Länge-/Breite- verhältnis anders sein als in Figur 8 dargestellt ist. Auch die Anzahl der Quernähte VN und deren Abstand zueinander kann, je nach Anforderungen des Modulherstellers. variiert werden.
Zur Montage der soeben beschriebenen Gurtbänder mit unterschiedlichen Bereichen werden diese im Aufrollbereich ARB zum Retraktor hin orientiert eingebaut, während das andere Ende mit dem Aufblasbereich ABB mit einer Gasversorgung verbunden werden. Details hierzu sind aus dem Stand der Technik bekannt und müssen deshalb an dieser Stelle nicht mehr besonders beschrieben werden.
In Figur 9 ist ein abgepaßt gewebtes Gurtband dargestellt mit einem Mittelteil M, rechten Außenteilen RA1, RA2 und linken Außenteilen LA1, LA2, die nach Fig. 10, die ein gewebtes zweilagiges Gurtband (stark schematisiert) im Querschnitt zeigt, in der Reihenfolge der Pfeile Ul, U2 umgeschlagen werden, so daß sie schlußendlich auf der Ober-bzw. Unterseite des Mittelteils M zu liegen kommen. Die weitere Verfahrensweise ergibt sich aus den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen.
Die Außenkontur des von der Webmaschine gelieferten Gurtbandes ist in Fig. 9 gestrichelt dargestellt. Die dicke, umrandende Linie 50 im Bereich der Außenteile markiert die oben beschriebenen"Abnäher". Der zwischen Außenkontur und Linie 50 liegende schraffierte Bereich wird ausgeschnitten. Details hierzu sind analog der Beschreibung zu Fig. 6 zu entnehmen. Grundsätzlich sind sämtliche Konfigurationen der"ausgeschnittenen"Gurtsack- Bandbreite möglich, z. B. für großes Volumen im Kopfbereich,"Fast-Null"-Volumen im Bereich der Schließzunge etc. Die jeweilige Ausführung wird harmonisch nach den Vorstel- lungen des Kunden bestimmt.
Das linke Ende des in Fig 9. gezeigten Gurtbandes weist einen Bereich 100 auf, der im Einsatzfall in der Gegend des Kopfes des Passagiers aufgeblasen wird, während das rechte Ende einen, gegenüber dem Bereich 100 querschnittsmäßig kleineren Bereich 200 enthält, der sich im Brust-und Beckenbereich des Passagiers befindet und aufgeblasen wird. Das in Fig. 10 dargestellte Gurtband ist in folgende fünf Abschnitte unterteilt : LA1, LA2, M, RA2 und RA1. Die Abschnitte LA1 und RAI werden gemäß den Pfeilen Ul um etwa 180° (in Fig. 10) im Uhrzeigersinn umgeschlagen und auf die Abschnitte LA2 bzw. RA2 gelegt. Sodann werden die"Pakete"LA1/LA2 und RA1/RA2 jeweils auf das Mittelteil M umge- schlagen. Damit liegen die einzelnen Abschnitte zickzack-förmig übereinander.
Die weitere Behandlung des Gurtbandes verläuft analog zur oben beschrieben Gurtband- version mit drei Abschnitten. Erfindungsgemäß ist es je nach Anforderung auch möglich, weitere Außenteile LA3, LA4,..., RA3, RA4,... vorzusehen (sieben Abschnitte, neun Ab- schnitte...), um den Umfang des aufgeblasenen Gurtluftsacks den jeweiligen Anforderungen folgend individuell zu gestalten.
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