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Patent Searching and Data


Title:
STRIP COILER FOR STARTING AND FINISHING TO COIL METAL STRIPS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/094506
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a strip coiler for coiling a metal strip (20), comprising a coiling mandrel (21), pressing rollers (26) associated with the coiling mandrel (21), and adjustable deflection shells (28) for pressing the leading edge (24) of the metal strip (20) against the coiling mandrel (21). The disclosed strip coiler is characterized in that at least one of the deflection shells (28) has a tip (22) which is adjustable relative to the deflection shell (28).

Inventors:
KIPPING, Matthias (Augustrastrasse 10, Herdorf, 57562, DE)
HÖFER, Helmut (Waldstrasse 50 a, Hilchenbach, 57271, DE)
IRLE, Reinhard (Untere Wiesenstrasse 59, Hilchenbach, 57271, DE)
RASCHKE, Uwe (An der Gernsbach 15, Haiger, 35708, DE)
M!ULLER, Heinz-Adolf (Höhstrasse 18, Wilnsdorf, 57234, DE)
SUDAU, Peter (Wilhelm Münker-Strasse 8, Hilchenbach, 57271, DE)
HOLZHAUER, Thomas (Gübecke 14, Kirchhundem, 57399, DE)
Application Number:
EP2010/001106
Publication Date:
August 26, 2010
Filing Date:
February 22, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Str. 4, Düsseldorf, 40237, DE)
KIPPING, Matthias (Augustrastrasse 10, Herdorf, 57562, DE)
HÖFER, Helmut (Waldstrasse 50 a, Hilchenbach, 57271, DE)
IRLE, Reinhard (Untere Wiesenstrasse 59, Hilchenbach, 57271, DE)
RASCHKE, Uwe (An der Gernsbach 15, Haiger, 35708, DE)
M!ULLER, Heinz-Adolf (Höhstrasse 18, Wilnsdorf, 57234, DE)
SUDAU, Peter (Wilhelm Münker-Strasse 8, Hilchenbach, 57271, DE)
HOLZHAUER, Thomas (Gübecke 14, Kirchhundem, 57399, DE)
International Classes:
B21C47/32
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Patentanwälte Hemmerich & Kollegen, Hammerstr. 2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bandhaspel zum Aufhaspeln eines Metallbandes (20) mit einem Wickeldorn (21) und mindestens einer Umlenkschale (28) mit einer Spitze (22) zum Umlenken des Metallbandes (20) um den Wickeldorn (21), dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (22) gegenüber der Umlenkschale (28) verstellbar ist.

2. Bandhaspel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkschale (28) und/oder die Spitze (22) an ihrer dem Wickeldorn (21) zugewandten Flanke eine Kontur aufweisen, die wenigstens im Wesentlichen wie der Wickeldorn (21) und das darauf gewickelte Metallband (20) gekrümmt ist.

3. Bandhaspel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (22) durch eine Drehbewegung und/oder eine lineare Bewegung gegenüber der Umlenkschale (28) verstellbar, insbesondere aus der Andrückposition von dem Wickeldorn (21) wegführbar ist.

4. Bandhaspel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (22) hydraulisch, mechanisch oder elektromechanisch bewegbar ist.

5. Bandhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkschale an ihrem vorderen Ende einen Umlenkschalenkopf (30) aufweist; dass die Spitze (22) an dem Umlenkschalenkopf (30) fest, vorzugsweise einstückig, angeordnet ist; und dass die Spitze (22) durch Drehung des Umlenkschalenkopfes (30) gegenüber der Umlenkschale (28) schwenkbar ist.

6. Bandhaspel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (39), den die Spitze (22) bezüglich des Wickeldorns (21) in der Andrückposition einnimmt, nach Maßgabe der Dicke des aufzuwickelnden Metallbandes (20) einstellbar ist.

7. Bandhaspel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung, insbesondere ein Hydraulikzylinder (36) zum Verstellen des Umlenkschalenkopfes (30) gegenüber der Umlenkschale (28) vorgesehen ist, wobei die Vorrichtung mit einer Positionsmessvorrichtung (38) ausgestattet ist.

8. Bandhaspel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmessvorrichtung (38) eine Recheneinheit zur Berechnung des einzustellenden Abstands (39) umfasst.

9. Bandhaspel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (22) in einem Bereich zwischen zwei Anschlägen (41 ,

42) bewegbar ist.

10. Bandhaspel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Anschläge (41 , 42) einstellbar ist, insbesondere durch ein Beilagepaket.

11. Bandhaspel nach einem der Ansprüche 5 bis 101 dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkschalenkopf (30) von dem Wickeldorn (21) wegschwenkbar oder wegziehbar ist, wenn eine vorgegebene Kraft auf die Spitze (22) überschritten wird.

12. Bandhaspel nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Bandhaspel neben den Umlenkschalen auch Andrückrollen (26) aufweist zum Andrücken des Metallbandes (20) und insbesondere von dessen vorderen Kante (24) gegen den Wickeldorn (21 ).

13. Verfahren zum Betreiben eines Bandhaspels nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (22) einer Umlenkschale (28) je nach Wickelsituation des Metallbandes (Anwickeln, aufgewickelt zu Coil), geeignet gegenüber der Umlenkschale (28) und dem Wickeldorn (21) eingestellt wird.

Description:
Bandhaspel zum Anwickeln und Fertigwickeln von Metallbändern

Die Erfindung bezieht sich auf einen Bandhaspel zum Aufhaspeln eines Metall- bandes mit einem Wickeldorn, diesem zugeordneten Andrückrollen und verstellbaren Umlenkschalen zum Andrücken des vorderen Endes des Metallbandes gegen den Wickeldorn.

In Walzwerken werden Metallbänder zu Tafeln oder zu gewickelten Bunden, den so genannten Coils, geformt, um den Transport sowie die Weiterverarbeitung bei einem Kunden zu ermöglichen. Die Coils entstehen, wenn ein in gerader Richtung gefördertes Metallband in einer Haspelanlage radial aufgewickelt werden soll. Das Metallband ist beispielsweise ein Produkt einer Kalt- oder einer Warmbandstraße. Je nach Anlagentyp kann die Temperatur des Metallban- des bis zu 800° C betragen.

Haspelanlagen funktionieren derart, dass ein Metallband auf einen rotierenden Haspeldorn geführt wird. Hierzu werden Führungselemente wie beispielsweise Umlenkschalen, Umlenkrollen, Riemenbänder oder dgl. eingesetzt. Wenn der Haspeldorn nach dem Anwickeln das Metallband trägt und der Bandzug aufgebaut ist, können die Führungselemente von dem Metallband abgeschwenkt werden. Diese können, falls nötig, beim Erreichen des Bandendes, wenn das Metallband den Zug durch Ausfädeln aus dem Walzgerüst oder dem Treibapparat der Haspelanlage zu verlieren droht, wieder angeschwenkt werden. Dadurch wird verhindert, dass das Bandende aufgrund seiner Fliehkräfte oder seiner Eigensteifigkeit umherschlägt und die Führungselemente sowie die Bandoberfläche beschädigt. Außerdem wird verhindert, dass das Coil durch den Zugverlust im Band seine Form verliert und ähnlich einer Uhrfeder aufspringt, wenn keine Radialkraft von außen auf das Coil einwirkt. Aus der DE 29 39 894 A1 ist ein Bandhaspel zum Wickeln von Bändern zu Coils bekannt, der Anpressrollen zur Anpressung eines zu wickelnden Bandes gegen eine Trommel aufweist. Der Bandhaspel umfasst ferner Führungsschürzen zur Führung des Bandes am Umfang der Trommel in den Umfangsberei- chen zwischen den Anpressrollen. Die Anpressrollen und die Führungsschür- zen werden durch unabhängig voneinander schwenkbare Gestellteile gehalten.

Gemäß einem weiteren in den Figuren 1 , 2 und 3 gezeigten Stand der Technik funktioniert der Aufwickelvorgang so, dass ein Metallband 1 (Fig. 1), das auf einen Haspeldorn 2 aufgewickelt werden soll, durch einen Haspelschacht 3 läuft, der einerseits von einer Umlenkschale 4 und andererseits von einer Schachtklappe 5 gebildet wird. Ferner wird das Metallband 1 beim Aufwickeln auf den Haspeldorn 2 durch weitere Umlenkschalen 6, 7 sowie durch zwischen den Umlenkschalen 4, 6, 7 angeordnete Andrückrollen 8, 9, 10 geführt. Die Andrückrollen 8, 9, 10 sorgen dafür, dass sich das Metallband 1 eng um den Has- peldorn 2 schmiegt.

Nachdem eine vordere Kante 11 des Metallbandes 1 an den Umlenkschalen 6, 7 und den Andrückrollen 8, 9, 10 vorbeigelaufen ist, läuft sie an der Umlenkschale 4 vorbei und auf eine an dieser angebrachte vordere Spitze 12 zu. Durch die ungünstige Ausformung der Spitze 12 stößt das Metallband 1 mit seiner vorderen Kante 11 unter Umständen nahezu senkrecht auf das aus einer Richtung 13 durch den Haspelschacht 3 nachfolgende Metallband 1. Dabei kann es zu Ausbeulungen 14 (Fig. 2) des Metallbandes 1 kommen, wenn durch das Auftreffen der Metallbandkante 11 auf das nachgeförderte Metallband 1 die vordere Kante 11 gestoppt oder abgebremst wird. Es wirkt somit eine große Kraft auf die vordere Kante 11 und auf die Andrückrollen 8, 9, 10. Der Vorgang reduziert die Kontaktkraft zwischen dem Metallband 1 und der Haspeldornoberfläche und bewirkt dadurch ein zusätzliches Ausbeulen 14 des Metallbandes 1. Ein lokales Abheben des Metallbandes 1 vom Haspeldorn 2 geschieht dann zwangsläufig. Die Form der Spitze 12 (Fig. 1 , 2, 3) repräsentiert ein erstes Ausführungsbei- spiel für die Spitze der Umlenkschale 4 im Stand der Technik. Sie ist vorteilhafterweise so „stumpf gestaltet, dass sie bei maximalem Coildurchmesser nicht in die letzte Windung 15 eines von dem Metallband 1 gebildeten Coils 16 eintauchen und die außen liegende Oberfläche der letzten Windung 15 beschä- digen kann. Für den Anwickelvorgang nach Fig. 1 wäre stattdessen eine spitzere Form der Spitze gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, wie sie in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 17 dargestellt ist, vorteilhaft, um das Metallband 1 beim Anwickeln möglichst eng um den Haspeldorn 2 zu führen. Die Spitze 17 würde aber nachteiliger Weise die äußere Windung 15 streifen und beschädi- gen, wenn der Coildurchmesser eine bestimmte Größe erreicht hat oder maximal ist. Die Spitze 17 wäre auch deshalb nicht sinnvoll realisierbar, da sie konstruktionsbedingt ein Anliegen der Andrückrolle 10 an der letzten Windung 15 des Coils 16 verhindern würde.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Bandhaspel zu schaffen, mit dem sich ein Metallband sowohl zu Beginn eines Wickelvorgangs als auch insbesondere am Ende des Wickelvorgangs optimal aufwickeln lässt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Bandhaspel der eingangs ge- nannten Art dadurch gelöst, dass wenigstens eine der Umlenkschalen mit einer Spitze ausgestattet ist, die gegenüber der Umlenkschale verstellbar ist.

Durch die erfindungsgemäß verstellbar ausgebildete Spitze der Umlenkschale wird einerseits sichergestellt, dass das Metallband zu Beginn des Wickelvor- gangs möglichst eng an den Haspeldorn angewickelt wird, aber andererseits die Spitze während des weiteren Aufwickelvorgangs nicht mehr stören und insbesondere nicht das Aufbringen der letzten Lage auf das Coil beeinträchtigen kann. Insbesondere kann die Spitze vorteilhafterweise nach dem Aufbringen der ersten Windung auf dem Wickeldorn aus dem Wickelbereich des Metall- bandes wegbewegt werden, ohne dass dann bereits die Umlenkschale gegenüber dem Wickeldorn bewegt werden müsste. Als besonders geeignet erweist sich eine Ausgestaltung der Spitze bzw. der die Spitze tragenden Umlenkschale, mit einer Kontur, die wenigstens im Wesentlichen wie der gegenüberliegende Wickeldorn und das darauf gewickelte Metallband gekrümmt ist.

Vorzugsweise lässt sich die Spitze entweder durch eine Drehbewegung oder eine lineare Bewegung gegenüber der Umlenkschale verstellen, wobei beide Bewegungen auch überlagert oder nacheinander ausgeführt werden können. Die Spitze kann im Laufe eines Aufwickelvorgangs aus der Andrückposition zu Beginn des Wickelvorganges mit zunehmender Anzahl der aufgewickelten Windungen des Metallbands in eine von dem Wickeldorn weiter entfernte Ruheposition überführt werden. Vor Beginn eines neuen Aufwickelvorganges wird die Spitze wieder in die Andrückposition bzw. an den Wickeldorn herangeführt.

Die Spitze lässt sich auf verschiedene Weise antreiben. In Betracht kommen eine hydraulische, eine mechanische oder eine elektromechanische Antriebsweise.

Mit Vorteil ist der Bandhaspel so ausgestaltet, dass die Spitze an einem vorde- ren Ende einer Umlenkschale, an einem Umlenkschalenkopf, angeordnet ist. Anders ausgedrückt, kann die Spitze als Umlenkschalenkopf ausgebildet sein. Dabei wird die Spitze durch Drehung des Umlenkschalenkopfes gegenüber der Umlenkschale verstellbar, insbesondere aus der Andrückposition weg schwenkbar.

Da Metallbänder verschiedener Banddicke mit demselben Bandhaspel aufgewickelt werden sollen, lässt sich in einer vorteilhaften Ausgestaltung des Bandhaspels der Abstand, den die Spitze bezüglich des Wickeldorns in der Andrückposition einnimmt, entsprechend der Dicke des aufzuwickelnden Metallbandes einstellen. Mit Vorteil lässt sich auch vorsehen, dass eine Vorrichtung zur Einstellung der Andrückposition der Spitze, insbesondere ein Hydraulikzylinder zum Verschwenken des Umlenkschalenkopfes, mit einer Positionsmessvorrichtung ausgestattet ist. Dann kann die Dicke des Metallbandes unmittelbar in ein Distanzmaß für die Einstellung der Andrückposition der Spitze umgerechnet wer- den.

Hierzu umfasst die Positionsmessvorrichtung mit Vorteil eine Recheneinheit zur Berechnung des einzustellenden Abstands. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn sich die Spitze in einem Bereich zwischen zwei Anschlägen bewegen lässt.

Mit Vorteil lässt sich wenigstens einer der Anschläge einstellen, insbesondere durch ein Beilagepaket.

Um Beschädigungen der Spitze oder des Metallbandes zu vermeiden, wird in einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung die Spitze bzw. der Umlenkschalenkopf von dem Wickeldorn weggeschwenkt oder weggezogen, wenn eine vorgegebene Kraft auf die Spitze überschritten wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü- chen.

Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Bandhaspel mit verstellbarer Spitze;

Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Bandhaspel mit detaillierter Darstellung eines Antriebs für die verstellbare Spitze, und Fig. 6 ein Schema eines Regelkreises zur Positionseinstellung der in Fig. 5 dargestellten Spitze unter Berücksichtigung der durch das Metallband auf die Spitze ausgeübten Kraft.

Das Ziel der Erfindung besteht darin, dass bei jedem Anwickelvorgang ein Metallband 20 (Fig. 4) so eng wie möglich um einen Wickeldorn 21 gewickelt wird. Hiermit soll sichergestellt werden, dass möglichst früh ein Zug in dem Metallband 20 entsteht, d. h. zwischen dem Wickeldorn 21 und einem (hier nicht dargestellten) Treibapparat. Außerdem soll sich das Metallband 20 während des Aufwickelvorgangs nicht von dem Wickeldorn 21 lösen. Stöße, wie sie im

Stand der Technik durch das Auftreffen der vorderen Kante 11 des Metallbandes 1 (Fig. 2) auf das in den Haspelschacht 25 einlaufende Metallband 1 vorkommen, sollen vermieden werden, damit das einlaufende Metallband 20 fest um den Wickeldorn 21 gewickelt wird und dabei keine Ausbeulungen 14 bildet, wie sie in Fig. 2 dargestellt sind. Der Anwickelvorgang wird durch die Erfindung insgesamt sicherer und erfolgt stoß- und schwingungsfrei.

Hierzu wird die vordere Kante 24 des Metallbandes 20 beim Anwickeln (Bereich 23) durch eine geeignet spitz ausgeformte Spitze 22 tangential oder nahezu tangential zu dem durch den Haspelschacht 25 nachgeförderten Metallband 20 geführt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich im Bereich einer Andrückrolle 26 lediglich der Dickenunterschied aufgrund der zusätzlichen Lage des Metallbandes 20 bemerkbar macht. Die Spitze 22 und eine Umlenkschale 27, auf der die Spitze 22 verstellbar angebracht ist, weisen beide wenigstens im Wesentlichen dieselbe Krümmung wie der Wickeldorn 21 auf.

Damit ist zwar einerseits ein optimierter Anwickelvorgang möglich, andererseits jedoch muss gemäß der Erfindung das Problem gelöst werden, dass die Spitze 22 bei Beendigung des Wickelvorgangs nicht in den Raumbereich hineinragt, der von den äußeren Windungen 15 des Coils 16 eingenommen wird. Es ist sonach gemäß der Erfindung vorzusehen, dass die Spitze 22 einerseits beim Anwickeln das Metallband 20 führt, andererseits aber bei Beendigung des Wickelvorgangs nicht im Wege steht.

Demgemäß sieht die Erfindung einen Mechanismus vor, der es erlaubt, die Spitze 22 von dem Coil wegzuschwenken. Die Spitze 22 (Fig. 5) ist zu diesem Zweck an einen rundstabförmigen Umlenkschalenkopf 30 angeformt, der um mindestens einen Drehpunkt 29 drehbar gelagert ist. Der Umlenkschalenkopf 30 mit der Spitze 22 ist in einer Umlenkschale 28 aufgenommen und dort gegenüber dieser schwenkbar gelagert. Die Kontur des Umlenkschalenkopfes 30 mit der Spitze 22 wird im Bereich des Haspelschachts 25 durch eine Gerade 31 gebildet. In der Nachbarschaft zu dem Wickeldorn oder dem Coil 16 wird die Form der Spitze 22 durch eine wenigstens im Wesentlichen kreisförmige oder kreisähnliche Kontur 32 mit mindestens einem Radius gebildet, der an den Radius des Wickeldorns 21 bzw. des Coils 16 angepasst ist.

Ein Doppelpfeil 33 zeigt die möglichen Dreh- oder Schwenkbewegungen, die die Spitze 22 mit dem Umlenkschalenkopf 30 gegenüber der Umlenkschale 28 vollziehen kann. Wenn sie von der Anwickelposition, nachfolgend auch Andrückposition genannt, in die bei Beendigung des Wickelvorgangs einzuneh- mende Position geschwenkt wird, schwenkt der Umlenkschalenkopf 30 mit der Spitze im Uhrzeigersinn. Der Umlenkschalenkopf 30 besitzt mindestens einen Schwenkarm 34, der an einer Kolbenstange 35 eines pneumatischen oder hydraulischen Zylinders 36 drehbar angelenkt ist. Dieser ist in der Lage, den Umlenkschalenkopf 30 mit der Spitze 22 in Richtung des Pfeils 33 zu bewegen.

Grundsätzlich kommen zur Bewegung des Umlenkschalenkopfs 30 nicht nur Drehbewegungen, sondern als auch lineare Bewegungen oder beide Bewegungsarten in Betracht; siehe Pfeile 33, 37. Entsprechend kann eine Mehrzahl von Zylindern vorgesehen werden, welche die eine oder die andere Bewegung der Spitze veranlassen. Die unterschiedlichen Bewegungsarten können zeitgleich überlagernd oder zeitlich nacheinander erfolgen. Damit die Aufgabe des tangentialen Führens des Metallbandes 20 insbesondere beim Anwickeln bei unterschiedlichen Metallbanddicken durch die vordere Spitze 22 optimal erfolgt, ist es sinnvoll, den Abstand 39, der von der Oberfläche des Wickeldoms 21 oder der äußeren Windung 15 des Coils 16 bis zu der gegenüberliegenden Fläche des Umlenkschalenkopfes 30 bzw. zu der Spitze 22 reicht, einstellbar zu gestalten. Zu diesem Zwecke ist der Hydraulikzylinder 36 mit einer Positionsmessvorrichtung 38 gekoppelt. Die Positionsmessung kann mit verschiedenen Prinzipien realisiert werden, beispielsweise über einen Volumenstrommesser, der das Volumen des Fluids in dem Hydraulikzylinder 36 misst. Ebenso kann auch ein elektrischer Weggeber, vorhanden sein. Ist die Position des Hydraulikzylinders 36 bekannt, kann mit Hilfe eines Algorithmus, der die Geometrie des Umlenkschalenkopfes 30, der Umlenkschale 28, des Wickeldoms 21 und die auf den Wickeldorn aufgebrachten Wickellagen des Metallbandes 20 berücksichtigt, ein Ist-Wert für den Abstand 39 berechnet wer- den, und es kann dann der Abstand 39 auf einen gewünschten Soll-Wert eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt durch eine Bewegung der Spitze 22 ggf. mit dem Umlenkschalenkopf 30 gegenüber der Umlenkschale 28.

Um die Spitze 22 des Umlenkschalenkopfes 30 vor Beschädigungen zu schüt- zen, ist es möglich, dass der Zylinder 36 den Umlenkschalenkopf 30 ab dem Erreichen einer voreingestellten oberen Kraftgrenze von dem Metallband wegschwenkt und somit die vordere Kante 24 des Metallbandes 20 freigegeben ist. Mit Hilfe eines Regelkreises (Fig. 6) lässt sich eine Position der Spitze 22 und/oder die Kraft, mit der die Position der Spitze 22 gehalten werden soll, ein- regeln.

Die Umlenkschale 28 besitzt mindestens einen ersten Anschlag 40, der die Drehung des Umlenkschalenkopfes 30 linksdrehend begrenzt und mindestens einen zweiten Anschlag 41 , der die Drehung des Umlenkschalenkopfes 30 rechtsdrehend begrenzt. Eine Kante 42 des Umlenkschalenkopfes 30 kann höchstens bis gegen den Anschlag 41 bewegt werden kann. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Umlenkschalenkopf 30 bei einer Rechtsdrehung gegen das aufgewickelte Metallband 20 stößt und dessen Oberfläche beschädigt.

Vorzugsweise lassen sich die beiden Anschläge 40, 41 einstellen, beispielsweise durch Beilagepakete, so dass der Umlenkschalenkopf 30 auch dann sehr einfach angesteuert werden kann, wenn der Haspel nur eine einzige Banddicke oder Bänder mit einem eingeschränkten Banddickenbereich wickeln soll.

In Fig. 6 ist ein Positions-Regelkreis zur Einstellung einer Soll-Position des Hydraulikzylinders 36 bzw. der Spitze 22 mittels eines untergeordneten Regelkrei- ses zur Kraftregelung dargestellt. Dabei wird die Ist-Position der Spitze maximal nur bis zum Erreichen eines vorgegebenen Kraftlimits an die vorgegebene Soll- Position angenähert. Anhand des über einen Druckmesser gemessenen Drucks in dem Hydraulikzylinder 36 und der diesem entsprechenden Ist-Kraft regelt der unterlegte Kraftregelkreis die Andrückkraft der Spitze gegen das Metallband in der aktuellen Ist-Position auf eine vorgegebene Sollkraft, die kleiner als das Kraftlimit sein kann.

Gemäß der Erfindung kann auch die Anpresskraft der Andrückrolle 26 und/oder deren Abstand 43 (Fig. 4) bezüglich des Wickeldoms 21 eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt vorzugsweise im Ansprechen auf die von dem Regelkreis gemäß Fig. 6 ermittelten Ergebnisse.

Bezugszeichenliste

1 Metallband

2 Wickeldorn

3 Haspelschacht

4 Umlenkschale

5 Schachtklappe

6 Umlenkschale

7 Umlenkschale

8 Andrückrolle

9 Andrückrolle

10 Andrückrolle

11 vordere Kante des Metallbandes 1

12 Spitze

13 Richtung

14 Ausbeulung

15 äußere Windung

16 Coil

17 Spitze

18 —

19 —

20 Metallband

21 Wickeldorn

22 Spitze

23 Bereich des Aufeinandertreffens

24 vordere Kante des Metallbandes 20

25 Haspelschacht

26 Andrückrolle

27 Umlenkschale

28 Umlenkschale 29 Drehpunkt

30 Umlenkschalenkopf

31 Gerade

32 kreisförmige Kontur

33 Pfeil 34 Arm

35 Kolbenstange

36 Hydraulikzylinder

37 Pfeil

38 Positionsmessvorrichtung 39 Abstand

40 Anschlag

41 Anschlag

42 Kante

43 Abstand 44 Spalt