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Patent Searching and Data


Title:
STRUCTURAL ELEMENT AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/129975
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for producing a structural element (10) comprising a fibre-reinforced plastic. According to the invention, a flexible hose (1) is provided with a tubular woven fabric (2) and shaped into the desired form. A plastic (3) that is preferably in liquid form is applied to the tubular woven fabric (2) and is subsequently cured.

Inventors:
TROI, Valentine (Hoettinger Au 78, Innsbruck, A-6020, AT)
Application Number:
AT2010/000152
Publication Date:
November 18, 2010
Filing Date:
May 06, 2010
Export Citation:
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Assignee:
UNIVERSITAET INNSBRUCK (Innrain 52, Innsbruck, A-6020, AT)
TROI, Valentine (Hoettinger Au 78, Innsbruck, A-6020, AT)
International Classes:
B29C70/08
Attorney, Agent or Firm:
SCHWARZ & PARTNER (Wipplingerstrasse 30, Wien, A-1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verfahren zur Herstellung eines Strukturelements (10), umfassend einen faserverstärkten Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass ein flexibler Schlauch (1) mit einem

Schlauchgewebe (2) versehen wird und in die gewünschte Form gebracht wird, wobei anschließend ein auf das Schlauchgewebe (2) aufgebrachter, vorzugsweise flüssiger,

Kunststoff (3) ausgehärtet wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Kunststoff (3) auf das

Schlauchgewebe (2) aufgebracht wird, nachdem der flexible Schlauch (1) mit dem Schlauchgewebe (2) versehen wurde.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) bereits vor dem Versehen des flexiblen Schlauchs (1) mit dem Schlauchgewebe (2) mit dem Kunststoff

(3) versehen wurde.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) über den flexiblen Schlauch (1) gestülpt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) auf den flexiblen Schlauch (1) aus Rovings (8) aufgewebt oder aufgeflochten wird.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (8) des

Schlauchgewebes (2) bereits vor dem Verweben mit flüssigem Kunststoff (3) versetzt wurden.

7. Verfahren nach Anspruch 1 einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) in das Innere des flexiblen Schlauchs (1) eingebracht wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Kunststoff (3) durch das Anlegen eines erhöhten Drucks oder eines verringerten Drucks in das Innere des flexiblen Schlauchs (1) eingebracht wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) mit dem flüssigen Kunststoff (3) bestrichen und/oder besprüht und/oder bedruckt wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible

Schlauch (1) ausgewählt ist aus der Gruppe Gummi, PVC, PE, PA, PU, der Silikone, PTFE.

1 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (1) nach dem Aushärten des Kunststoffs (3) zumindest teilweise wieder entfernt wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (1) einen mittleren Außendurchmesser (a) von 5 mm bis 100 mm und eine mittlere Wandstärke (d) von 0,5 mm bis 15 mm aufweist.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das

Schlauchgewebe (2) mehrere Lagen aufweist oder mehrlagig aufgebracht wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Kunststoff (3) durch Polymerisation ausgehärtet wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, dass das der Kunststoff (3) ausgewählt ist aus der Gruppe der Epoxidharze, Polyesterharze, Vinylesterharze oder Mischungen daraus.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das

Schlauchgewebe (2) ausgewählt ist aus der Gruppe von gewebten Glasfasern, Kohlenstofffasern, Aramidfasern, Basaltfasern, Hanf, Flachs, Baumwolle oder Mischungen daraus.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das

Schlauchgewebe (2) zylindermantelförmig ausgebildet ist.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das

Schlauchgewebe (2) derart gewebt ist, dass es radial und/oder in Längsrichtung drehbar ist.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe - gegebenenfalls vor dem Versehen mit flüssigem Kunststoff - vor dem Aushärten des Kunststoffs mit einem zusätzlichen Schlauchmantel (5), vorzugsweise Schrumpfschlauch, versehen wird.

20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Schlauchmantel vorzugsweise Schrumpfschlauch (5), nach dem Aushärten des Kunststoffs entfernt wird.

21. Verfahren nach Anspruch 19 oder Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Kunststoff zwischen flexiblen Schlauch (1) und zusätzlichem Schlauchmantel (5) infundiert wird.

22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zusätzlichem Schlauchmantel (5), vorzugsweise Schrumpfschlauch, und Schlauchgewebe (2) oder zwischen flexiblen Schlauch (1) und Schlauchgewebe (2) eine Fließhilfe (6) eingebracht wird.

23. Strukturelement (10) umfassend zumindest einen flexiblen Schlauch (1), ein Schlauchgewebe (2) und einen ausgehärteten Kunststoff (3), der auf das Schlauchgewebe (2) aufgetragen ist.

24. Strukturelement nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) an der inneren Mantelfläche (Ia) des flexiblen Schlauchs (1) angeordnet ist.

25. Strukturelement nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlauchgewebe (2) an der äußeren Mantelfläche (Ib) des flexiblen Schlauchs (1) angeordnet ist.

26. Strukturelement nach Anspruch 25 dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Schlauchgewebe (2) ein weiterer Schlauchmantel (5), vorzugsweise Schrumpfschlauch, angeordnet ist.

27. Strukturelement (10) umfassend zumindest ein Schlauchgewebe (2) und einen ausgehärteten Kunststoff (3), ausgewählt aus der Gruppe der Epoxidharze, Polyesterharze, Vinylesterharze oder Mischungen daraus, der auf das Schlauchgewebe (2) aufgetragen ist.

28. Anordnung (11) von wenigstens zwei Strukturelementen (10) nach einem der Ansprüche 23 bis 27.

29. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung (11) nach Anspruch 28, wobei zumindest zwei Strukturelemente (10) nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22 hergestellt werden, wobei die wenigstens zwei Strukturelemente (10) miteinander verbunden werden.

30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei

Strukturelemente (10) vor dem Aushärten des Kunststoffs (3) miteinander verbunden werden.

31. Verfahren nach Anspruch 29 oder Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (10) vor dem Aufbringen des Kunststoffs (3) miteinander verbunden werden.

32. Dachkonstruktion umfassend zumindest ein Strukturelement (10) nach einem der Ansprüche 23 bis 27 oder hergestellt durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22.

33. Verwendung zumindest eines Strukturelementes nach einem der Ansprüche 23 bis 27 oder einer Anordnung nach Anspruch 28 für ein Deckenelement, Fassadenelement, Möbelteil, einen Beleuchtungskörper, eine Rauminstallation oder dergleichen.

34. Deckenelement, Fassadenelement, Möbelteil, Beleuchtungskörper, Rauminstallation, umfassend ein Strukturelement nach einem der Ansprüche 24 bis 28 oder eine Anordnung nach Anspruch 29.

Description:
Strukturelement y Sowie Verfahren zu dessen Herstellung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Strukturelements, umfassend einen faserverstärkten Kunststoff. Weiters betrifft die Erfindung derartige Strukturelemente sowie die Verwendung einzelner solcher Strukturelemente in einem größeren Verbund wie beispielsweise in Konstruktionsmodulen, Trägerelementen, Tragwerken und frei form- und gestaltbaren Flächentragwerken.

Aus der US 6,082,075 ist die Herstellung von Strukturelementen, umfassend einen faserverstärkten Kunststoff, bereits bekannt. Dabei wird ein Skelett aus Rohren und Spanten mit mehreren Halteelementen in die gewünschte Form gebracht und anschließend mit einem

Gewebe, das um dieses Skelett gewickelt wird, versehen. Schließlich wird ein Kunststoff aufgebracht, der zur Aushärtung gebracht wird und dem Strukturelement die endgültige Form gibt. Vereinfacht ausgedrückt schlägt die US 6,082,075 die Herstellung von Kastenholmen vor, wobei ein Skelett - nachdem es in die gewünschte Form gebracht wurde - mit Gewebe umwickelt wird und hernach auf dieses Gewebe aushärtbarer Kunststoff aufgebracht wird.

Das in der US 6,082,075 beschriebene Verfahren weist den Nachteil auf, dass die Herstellung des formgebenden Skelettes aus Rohren, Halteelementen und Spanten sehr aufwändig ist und dass aufgrund der Komplexität des vorgeschlagenen- Skelettes die Formbarkeit der Strukturelemente engen Grenzen unterliegt. So sind beispielsweise enge Biegeradien oder komplexere Topologien wie z.B. Schlingen, Schlaufen oder Knoten nicht oder nur mit erheblichem Aufwand machbar. Weiters ist das in der US 6,082,075 vorgeschlagene Aufbringen des Gewebes durch Umwickeln der finalen Form sehr aufwändig und zusätzlich weist die so erzielbare Oberfläche aufgrund der Wickelstruktur des Gewebes optische Beeinträchtigungen auf.

Die US 6,082,075 schlägt ein weiteres Verfahren vor, in welchem anstelle des formgebenden Skelettes aus Rohren, Halteelementen und Spanten eine aufblasbare Blase als Positiv-Form für die Aufbringung des faserverstärkten Kunststoffes verwendet wird, wobei diese Blase so ausgebildet sein muss, dass sie durch das Aufblasen die gewünschte Form einnimmt, auf welche hernach das Gewebe durch Umwickeln aufgebracht wird. Dieses Verfahren weist die Nachteile auf, dass einerseits die Herstellung einer solchen aufblasbaren Positv-Form, welche durch den Aufblasdruck die gewünschte Form einnehmen soll, sehr aufwändig ist und andererseits auch hier enge Biegeradien oder komplexere Topologien wie z.B. Schlingen, Schlaufen oder Knoten nicht oder nur mit erheblichem Aufwand machbar sind.

Weiters eignen sich die in der US 6,082,075 vorgeschlagen Strukturelemente nicht oder nur unter unverhältnismäßig hohem Herstellungs- und Kostenaufwand zum Verbund zu komplexeren Konstruktionsmodulen, Trägerelementen, Tragwerken und frei form- und gestaltbaren Flächentragwerken.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie auch ein Strukturelement der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei denen die oben beschriebenen Nachteile vermindert sind und welche insbesondere zur Herstellung von komplexen Strukturen wie Konstruktionsmodulen, Trägerelementen, Tragwerken und frei form- und gestaltbare Flächentragwerken geeignet sind.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass ein flexibler Schlauch mit einem Schlauchgewebe versehen wird und in die gewünschte Form gebracht wird, wobei anschließend ein auf das Schlauchgewebe aufgebrachter, vorzugsweise flüssiger, Kunststoff ausgehärtet wird.

Hierfür kann vorgesehen sein, dass ein flexibler Schlauch mit einem Schlauchgewebe versehen wird, anschließend ein flüssiger Kunststoff auf das Schlauchgewebe aufgebracht wird, der flexible Schlauch samt Gewebe und flüssigem Kunststoff in die gewünschte Form gebracht wird und anschließend der Kunststoff ausgehärtet wird. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe bereits vor dem Versehen des flexiblen Schlauchs mit dem Schlauchgewebe mit dem Kunststoff versehen wurde.

Die Erfindung beruht also auf der Erkenntnis, dass ein vorzugsweise dehnbares Schlauchgewebe rascher mit dem als formgebendes Element dienenden flexiblen Schlauch in Berührung gebracht werden kann und die anschließende Tränkung mit flüssigem Kunststoff einfacher erfolgen kann, als wenn ein bandförmiges Gewebe um eine Positiv-Form gewickelt werden muss. Dabei ist insbesondere auch von Vorteil, dass der (als formgebendes Element dienende) flexible Schlauch bereits bevor er in die gewünschte finale Form gebracht wird mit dem (zur Faserverstärkung des Kunststoffs dienenden) Schlauchgewebe versehen werden kann. Bei der erfindungsgemäß vorgesehenen Herstellung von komplexeren Strukturen und Anordnungen, welche aus einem Verbund von mehreren erfindungsgemäßen Strukturelementen bestehen, ist es dadurch möglich, die einzelnen Strukturelemente bereits vor dem Zusammenfügen zum Verbund und bereits vor der finalen Formgebung mit dem Gewebe zu versehen. Die Herstellung von komplexen Elementen (wie beispielsweise Konstruktionsmodule, Trägerelemente, Tragwerke und frei form- und gestaltbaren Flächentragwerke) kann so - verglichen mit Verfahren, bei denen das Gewebe erst um die finale Form gewickelt wird - wesentlich vereinfacht werden, wodurch deutliche Produktionsund Kostenvorteile erzielbar sind.

Das Verfahren erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn das Schlauchgewebe in das Innere des flexiblen Schlauchs eingebracht wird. Gemäß der US 6,082,075 hergestellte Strukturelemente müssen das formgebende Element praktisch immer im Inneren beherbergen, d.h. das Gewebe muss außen auf das formgebende Element aufgewickelt werden. Demgegenüber ist es mit einem Schlauchgewebe möglich, dieses in das Innere des flexiblen Schlauchs, d.h. auf dessen Innenmantelfläche einzubringen und anschließend durch Aufbringen von flüssigem Kunststoff, der ausgehärtet wird, das endgültige Strukturelement herzustellen. Dabei ist günstigerweise vorgesehen, dass der flüssige Kunststoff durch das Anlegen eines erhöhten Drucks oder eines verringerten Drucks in das Innere des flexiblen Schlauchs eingebracht wird. Weiters kann das Einbringen des flüssigen Kunststoffes mittels einer Zerstäubungsdüse erfolgen, welche durch das Innere des flexiblen Schlauches gezogen wird. Weiters kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, nach dem Tränken des Schlauchgewebes mit flüssigem Kunststoff überschüssigen Kunststoff aus dem Innenvolumen des Schlauches mittels Über- oder Unterdruck oder mechanisch zu entfernen, was sowohl Gewichts- als auch Kostenvorteile bringt.

In einer Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das vorzugsweise dehnbare Schlauchgewebe über den flexiblen Schlauch gestülpt wird. In diesem Fall ist es günstig, wenn das Schlauchgewebe mit dem flüssigen Kunststoff bestrichen und/oder besprüht und/oder bedruckt wird. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe auf den flexiblen Schlauch aus Rovings aufgeflochten bzw. aufgewebt wird. Die Rovings des Schlauchgewebes können dabei bereits vor dem Verweben oder Verflechten mit flüssigem Kunststoff versetzt worden sein. Generell kann das Schlauchgewebe gleichermaßen auch eine Geflecht sein, sodass es sich gleichermaßen um ein Schlauchgeflecht handelt. Das Aufweben oder Aufflechten des Schlauchgewebes bzw. Schlauchgeflechts kann sowohl händisch als auch maschinell z.B. durch eine Flechtmaschine erfolgen.

Für das Verfahren ist es vorteilhaft, wenn der flexible Schlauch ausgewählt ist aus der Gruppe Gummi, PVC, PE, PA, PU, der Silikone oder PTFE.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Schlauch nach dem Aushärten des Kunststoffs zumindest teilweise wieder entfernt wird. Zurück bleibt in diesem Fall nur mehr noch der faserverstärkte Kunststoff als Strukturelement. Dies ist besonders einfach zu bewerkstelligen bei dem Verfahren, wo das Schlauchgewebe in das Innere des flexiblen Schlauchs eingebracht wurde, da der flexible Schlauch beispielsweise aufgeschnitten und entfernt werden kann. Falls der flexible Schlauch allerdings innerhalb des faserverstärkten Kunststoffs angeordnet ist, kann der flexible Schlauch dann gut entfernt werden, wenn dieser durch Dehnen in Längsrichtung seinen Durchmesser verringert und sich so vom glasfaserverstärkten Kunststoff ablösen lässt, da er einen geringeren Außendurchmesser als der glasfaserverstärkte Kunststoff Innendurchmesser aufweist. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Schlauch am Strukturelement verklebt.

Die Flexibilität des Schlauches sollte so gestaltet sein, dass dieser ohne große Kraftaufwendungen in die gewünschte Form gebracht werden kann. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft (auch abhängig von der jeweiligen Materialwahl), wenn der Schlauch einen Durchmesser von 5 mm bis 100 mm und eine Wandstärke von 0,5 mm bis 15 mm aufweist. Die Flexibilität des Schlauchs hängt unter anderem vom Elastizitätsmodul des Materials ab. Ausgehend von der mittleren Wandstärke des Schlauchs und der Materialauswahl ist es günstig, wenn der Schlauch so flexibel ist, dass er mit einer Kraft von unter 500 N, vorzugsweise unter 100 N, in die gewünschte Form gebracht werden kann. Der Elastizitätsmodul wird standardmäßig in N/mm 2 und bei einer Temperatur von 20°C angegeben. Dementsprechend können natürlich auch biegeweiche Rohre eingesetzt werden. Hieraus kann der Fachmann leicht ermitteln, welche Materialien und Querschnittsflächen des Schlauchs auszuwählen sind. Der flexible Schlauch weist im einfachsten Fall einen kreisringförmigen Querschnitt auf, ist also beispielsweise als Kreiszylindermantel ausgebildet. Selbstverständlich kann der Schlauch aber auch vom Kreisring abweichende Querschnittsformen aufweisen. Der Schlauch kann sowohl eine Innenkontur als auch Außenkontur (im Querschnitt) aufweisen, die polygonartig, rechteckig, quadratisch, elliptisch ist oder eine sonstige geschlossene Kurvenform aufweisen.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass der als formgebendes Element dienende flexible Schlauch aufgrund seiner Eigensteifigkeit in die finale Form gebracht werden kann, indem man Kräfte und/oder Drehmomente lediglich an einzelnen Punkten einbringt. Beispielsweise sind auf diese Weise Formen wie Biegungen, S-Kurven, sogenannte Spline- Kurven sowie Schlingen und Schlaufen bis hin zu Knoten ohne aufwändigen Formenbau realisierbar. Die Formgebung kann z.B. über eine Modelliermaschine CNC gesteuert ablaufen.

Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass ein Verbund aus einzelnen erfindungsgemäßen Strukturelementen vor dem Aushärten des Kunststoffes durch das Einbringen von Kräften und/oder Drehmomenten lediglich an einzelnen Punkten in die finale Form gebracht wird, wodurch auch beispielsweise frei geformte Flächentragwerke ohne aufwändigen Formenbau realisierbar sind.

In einer Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe mehrere Lagen aufweist, und/oder dass zusätzliche Schichten vorgesehen sind, um dem Strukturelement eine höhere Steifigkeit zu verleihen.

Im einfachsten Fall kann vorgesehen sein, dass der flüssige Kunststoff durch Polymerisation ausgehärtet wird. Hierbei haben sich insbesondere Kunststoffe, ausgewählt aus der Gruppe der Epoxidharze, Polyesterharze, Vinylesterharze oder Mischungen daraus bewährt. Die Polymerisation kann dabei wie an sich bekannt beispielsweise durch UV-Strahlung, thermische Behandlung oder Lufttrocknung etc. erfolgen. Weiters kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe ausgewählt ist aus der Gruppe von gewebten und geflochtenen Glasfasern, Kohlenstofffasern, Aramidfasern, Basaltfasern, Hanf, Flachs, Baumwolle oder Mischungen daraus. Glasfasern haben sich dabei als bevorzugtes Ausführungsbeispiel erwiesen, da sie einerseits kostengünstig sind bei gleichzeitig sehr hoher Belastbarkeit. Zusätzlich sind sie aufgrund ihrer Farblosigkeit in vielen Bereichen, die lichtdurchlässig sein sollen, bevorzugt einsetzbar.

Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Schlauchgewebe zylindermantelförmig ausgebildet ist. Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass das Schlauchgewebe derart gewebt ist, dass es radial und in Längsrichtung dehnbar ist, was für das Aufbringen auf oder das Einbringen in den als formgebendes Element dienenden flexiblen Schlauch von Vorteil ist. Hier kann sich ein beispielsweise biaxial gewebtes bzw. geflochtenes Gewebe als günstig erweisen.

In der Ausführungsvariante mit außen liegendem Schlauchgewebe ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Schlauchgewebe derart gewebt bzw. geflochten ist, dass sich bei Zug in Längsrichtung sein Radius verkleinert. Dadurch kann bei Auswahl eines Schlauchgewebes, welches einen Innendurchmesser aufweist, der einige Prozent größer ist, als der Außendurchmesser des flexiblen Schlauches, das Schlauchgewebe leicht über den flexiblen Schlauch gestülpt werden und hernach durch einfaches Ziehen an beiden Enden straff auf den als formgebendes Element dienenden Schlauch gespannt werden, was sowohl für die Einfachheit des Verfahrens, als auch für die erzielbare Qualität der Oberfläche von Vorteil ist.

In der Ausführungsvariante mit innen liegendem Schlauchgewebe ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Schlauchgewebe derart gewebt ist, dass es radial dehnbar ist, sodass für leichtes Einführen in den formgebenden Schlauch ein Schlauchgewebe gewählt werden kann, dessen Außendurchmesser einige Prozent kleiner ist, als der Innendurchmesser des

Schlauches, und das Schlauchgewebe hernach durch radiales Dehnen an die Innenwand des formgebenden Schlauches geschmiegt werden kann - beispielsweise mittels geeigneten Bürsten oder durch Einbringen und Aufblasen eines weiteren aufblasbaren Innenschlauches.

Im Falle eines maschinellen Aufflechtens der Faserkomponente (Rovings) auf den flexiblen Schlauch, der als formgebendes Element dient, kann sich ein beispielweise triaxial geflochtenes Schlauchgewebe als günstig erweisen, weil diese Flechtvariante dem Strukturelemente konstruktive Vorteile bringt (und eine Dehnen, das nur bei biaxialen Geflechten möglich ist wegen des direkten Aufflechtens nicht notwendig ist).

In einer Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe — gegebenenfalls vor dem Versehen mit flüssigem Kunststoff - vor dem Aushärten des Kunststoffs mit einem zusätzlichen Schlauchmantel, vorzugsweise Schrumpfschlauch, versehen wird. Diese Maßnahme führt dazu, dass die Oberfläche des ausgehärteten Kunststoffs ebenmäßiger ausgebildet ist, was beispielsweise optisch ansprechendere Ergebnissen liefert, weil der zusätzliche Schlauchmantel die Oberflächenstruktur vorgibt und Ebenfalls wird eines bessere Durchtränkung der Faserkomponente mit dem flüssigen Kunststoff bewirkt. Beim zusätzlichen Schlauchmantel handelt es sich bevorzugt um einen Schrumpfschlauch, d.h. einen Schlauch, der sich bei Temperaturerhöhung zusammenzieht, da Schrumpfschläuche leicht handhabbar sind. Bevorzugt besteht dieser aus Polyolefinen wie PE, PTFE, PVE etc..

Dabei kann vorgesehen sein, dass der zusätzliche Schlauchmantel vorzugsweise Schrumpfschlauch, nach dem Aushärten des Kunststoffs entfernt wird, speziell, wenn die Oberfläche des erhaltenen Strukturelements aus dem gehärteten Kunststoff gebildet sein soll. Theoretisch kann der zusätzliche Schlauchmantel aber auch am Strukturelement verbleiben.

Von der Handhabungsseite hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der flüssige Kunststoff zwischen flexiblen Schlauch und zusätzlichem Schlauchmantel infundiert wird. Dabei kann zusätzlich vorgesehen sein, dass zwischen zusätzlichem Schlauchmantel, vorzugsweise Schrumpfschlauch, und Schlauchgewebe oder zwischen flexiblen Schlauch und Schlauchgewebe eine Fließhilfe eingebracht wird. Die Fließhilfe kann beispielsweise auch aufgeflochten werden. Die Fließhilfe bewirkt einerseits eine bessere Infundierbarkeit des Kunststoffes und andererseits auch einen Sandwicheffekt zur Stabilisierung des fertigen Strukturelements. Dadurch wird eine höhere statische Belastbarkeit erzielt. Die Fließhilfe kann z.B. eine maschenartiges Geflecht, ein vliesartiges Gewebe aus Kunststofffasern wie PE, Polyamid, PP etc sein. Die eingangs gestellte Aufgabe wird auch durch ein entsprechendes Strukturelement gelöst. Dieses umfasst zumindest einen flexiblen Schlauch, ein Schlauchgewebe sowie einen ausgehärteten Kunststoff, der auf das Schlauchgewebe aufgetragen ist. Auch hier kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe an der inneren Mantelfläche des flexiblen Schlauchs angeordnet ist. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass das Schlauchgewebe an der äußeren Mantelfläche des flexiblen Schlauchs angeordnet ist. In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Strukturelement umfassend zumindest ein Schlauchgewebe und einen ausgehärteten Kunststoff, ausgewählt aus der Gruppe der Epoxidharze, Polyesterharze, Vinylesterharze oder Mischungen daraus, der auf das Schlauchgewebe aufgetragen ist.

Zusätzlich kann beim Strukturelement vorgesehen sein, dass auf dem Schlauchgewebe ein weiterer Schlauchmantel, vorzugsweise Schrumpfschlauch, angeordnet ist.

Generell ist für das Strukturelement zu sagen, dass die oben erwähnten Materialien und Dimensionen für das Verfahren auch für das Strukturelement zutreffen. Dies bedeutet, dass der flexible Schlauch ausgewählt sein kann aus der Gruppe Gummi, PVC, PE, PA, PU der

Silikone und PTFE. Dessen Dimension kann zwischen 5 mm und 100 mm bei einer mittleren

Wandstärke von 0,5 mm bis 15 mm betragen. Das Schlauchgewebe kann mehrlagig ausgebildet sein und der ausgehärtete Kunststoff kann ein Polymerisat aus der Gruppe der Epoxidharze, Polyesterharze, Vinylesterharze oder Mischungen daraus sein. Das

Strukturelement ist bevorzugt im Inneren hohl ausgebildet.

Das Schlauchgewebe ist bevorzugt aus der Gruppe von gewebten Glasfasern, Kohlenstofffasern, Aramidfasern, Basaltfasern, Hanf, Flachs, Baumwolle oder Mischungen daraus hergestellt und idealerweise zylindermantelförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist das Schlauchgewebe radial und in Längsrichtung dehnbar ausgebildet, indem es beispielsweise biaxial gewebt ist.

Sowohl zum Verfahren als auch zum Strukturelement gilt zu sagen, dass besonders bevorzugt vorgesehen ist, dass der flexible Schlauch unmittelbar mit dem Schlauchgewebe in Kontakt gebracht wird, d.h. dass das Schlauchgewebe unmittelbar an den flexiblen formgebenden

Schlauch angrenzt. Auch kann der flexible Schlauch wenigstens abschnittsweise perforiert sein. Dadurch kann die Masse des Strukturelements erniedrigt werden, ohne dass es zu einer nennenswerten Stabilitätsverminderung kommt.

In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung diverse Verwendungsmöglichkeiten der zuvor beschriebenen Strukturelemente. Dies kann einerseits eine einfache Anordnung mehrerer solcher Strukturelemente umfassen. Darüber hinaus sind komplexere Anordnungen wie beispielsweise Konstruktionsmodule, Trägerelemente, Tragwerke und frei form- und gestaltbare Flächentragwerke, Dachkonstruktionen oder andere Gebilde, die durch solche Strukturelemente herstellbar sind, denkbar.

Folglich betrifft die Erfindung in einem weiteren Aspekt derartige Anordnungen und Verfahren zur Herstellung solcher Anordnungen. Hierfür ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest zwei Strukturelemente nach dem zuvor beschriebenen Verfahren hergestellt werden, die miteinander verbunden werden. Die wenigstens zwei Strukturelemente können dabei vor dem Aushärten des Kunststoffs miteinander verbunden werden. Dabei ist es also entweder möglich, den flexiblen Schlauch, der mit dem Schlauchgewebe versehen worden ist, mit einem zweiten flexiblen Schlauch, der mit einem Schlauchgewebe versehen worden ist, vor oder nach dem Aufbringen des Kunststoffs miteinander zu verbinden und den Kunststoff anschließend auszuhärten. Das Verbinden kann wie an sich bekannt mit Halteelementen, Klebeverbindungen usw. erfolgen.

Typische Einsatzgebiete der Strukturelemente der vorgenannten Art sind beispielsweise in Dachkonstruktionen, Deckenelementen, Fassadenelementen, Möbelteilen,

Beleuchtungskörpern, in Rauminstallationen oder dergleichen. Die zuvor genannten Strukturelemente können auch mit anderen Materialien wie z.B. Textilien, plattenförmigen Materialien etc. kombiniert bzw. eingearbeitet werden.

Weitere Details und Vorteile der Erfindung sollen anhand der folgenden Figuren und Figurenbeschreibungen erläutert werden. Es zeigen:

Fig. Ia, Ib ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Strukturelement in Längs- und

Querschnitt,

Fig. 2a und 2b ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strukturelements in Längs- und Querschnitt, Fig. 3a und 3b ein drittes Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Strukturelements in Längs- und Querschnitt,

Fig. 4a bis 4d ein viertes und fünftes Ausfuhrungsbeispiel erfindungsgemäßer

Strukturelemente in Längs- und Querschnitt,

Fig. 5a und 5b ein sechstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Strukturelements in Längs- und Querschnitt,

Fig. 6 einzelne Verfahrensschritte für ein erstes erfindungsgemäßes Verfahren,

Fig. 7 Verfahrensschritte für ein zweites erfindungsgemäßes Verfahren,

Fig. 8 und 9 Verfahrensschritte für ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren, Fig. 10a und 10b Detailansichten der Verfahrensschritte „A" der Fig. 6 und 7,Fig. I Ia und

I Ib ein Schlauchgewebe in unterschiedlichen Positionen zur

Verwendung für ein erfindungsgemäßes Verfahren,

Fig. 12a bis 12e mögliche Anordnungen erfindungsgemäßer Strukturelemente und Fig. 13a bis 13c drei Ansichten einer erfindungsgemäßen Anordnung von Strukturelementen.

Die Fig. Ia zeigt im Längsschnitt ein erfindungsgemäßes Strukturelement 10. Die Fig. Ib zeigt den entsprechenden Querschnitt des Strukturelements 10. Dabei ist ein flexibler Trägerschlauch 1 als strukturgebendes Element im Inneren vorgesehen. Um den flexiblen Schlauch 1 ist nunmehr ein Schlauchgewebe 2 aufgebracht, das an der Außenmantelfläche des Schlauchs 1 liegt, auf das anschließend ein Kunststoff 3 aufgebracht wird, der eine Matrix bildet. Die Schicht 4 kennzeichnet eine weitere Schicht mit oder ohne Schlauchgewebe und einem Kunststoff. Der mittlere Außendurchmesser a des flexiblen Schlauches 1 beträgt etwa 30 mm, die mittlere Wandstärke d 1,5 mm (als mittlerer Wert ist der arithmetische Mittelwert gedacht).

In den Fig. 2a und 2b sind die analogen Ansichten der Fig. Ia und Ib gezeigt, wobei hier die Reihenfolge der einzelnen Schichten verändert wurde. An der Innenmantelfläche Ia des flexiblen Trägerschlauchs 1 ist nunmehr ein Schlauchgewebe 2 angeordnet, das anschließend mit einer härtbaren Kunststoffmasse 3 versehen wurde. Die Schicht 4 kennzeichnet eine weitere solche Schicht. Die in den Fig. Ia bis 2b gezeigten Ausführungsbeispiele umfassen einen flexiblen Schlauch 1 aus PVC, ein Schlauchgewebe 2 aus Glasfasergewebe und einen Kunststoff, der gehärtetes Polyesterharz umfasst. Die Fig. 3 a und 3 b zeigen eine weitere Ausführungsvariante angelehnt an das Ausführungsbeispiel der Fig. Ia und Ib. Erneut erkennbar ist ein flexibler Trägerschlauch 1 als strukturgebendes Element im Inneren. Um den flexiblen Schlauch 1 ist ein Schlauchgewebe 2 aufgebracht, das an der Außenmantelfläche des Schlauchs 1 liegt, auf das anschließend ein Kunststoff 3 aufgebracht wird, der eine Matrix bildet. Die Schicht 4 kennzeichnet eine weitere Schicht mit oder ohne Schlauchgewebe und einem Kunststoff. Zusätzlich ist auf dem Schlauchgewebe 2 ein weiterer Schlauchmantel 5 in der Form eines Schrumpfschlauches angeordnet.

Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4a und 4b zeigt eine Variante des Ausführungsbeispiels der Fig. 3 a und 3b allerdings in diesem Fall mit einer Fließhilfe 6 zwischen flexiblen Schlauch 1 und Schlauchgewebe 2 zum besseren infundieren von flüssigem Kunststoff. Fig. 4c und 4d zeigen ebenfalls eine Variante des Ausführungsbeispiels der Fig. 3a und 3b, diesmal allerding mit einer Fließhilfe 6 zwischen Schlauchgewebe 2 und dem weiteren Schlauchmantel 5, dem Schrumpfschlauch.

Das Auführungsbeispiel der Fig. 5a und 5b lehnt sich an das Ausführungsbeispiel der Fig. 2a und 2b an. Zusätzlich ist im Inneren ein weiterer Schlauchmantel 5, der in diesem Ausführungsbeispiel allerdings aufblasbar gestaltet ist.

In der Fig. 6 sind die einzelnen Verfahrensschritte für die Herstellung eines Strukturelements 10 gezeigt, bei dem der flexible Schlauch 1 im Inneren des Strukturelements 10 angeordnet ist. Ausgehend vom flexiblen Schlauch 1 wird in Schritt A das Schlauchgewebe 2 über den flexiblen Schlauch 1 gestülpt und an die Außenmantelfläche Ia angelegt, wie in Schritt B erkennbar ist. In Schritt C wird ein zweites Schlauchgewebe 2' aufgebracht und entsprechend straff gezogen. Schritt D zeigt, dass der flexible Schlauch 1 samt Schlauchgewebe 2, 2' in die gewünschte Form gebracht wird. Hierfür können nicht gezeigte Halteelemente verwendet werden. In Schritt E wird anschließend ein flüssiger Kunststoff als Kunststoffharz 3 auf das Schlauchgewebe 2, T aufgetragen, sodass sich ein faserverstärkter Kunststoff mit zwei Schlauchgeweben 2, 2' ausbildet. Das Kunststoffharz 3 wird anschließend ausgehärtet, sodass das fertige Strukturelement 10 vorhanden ist. In einem optionalen Schritt F wird der Schlauch 1 aus dem ausgehärteten Strukturelement wieder entfernt. Die Fig. 7 zeigt eine Alternative zum Beispiel der Fig. 6. Dabei wird das Schlauchgewebe 2 in das Innere des Schlauchs 1 eingeführt. Das Schlauchgewebe 2 kann einerseits aus einzelnen Rovings 8 direkt auf einen weiteren Schlauchmantel 5, der die Funktion einer Einführhilfe 5 übernimmt, aufgeflochten werden (angedeutet durch die einzelnen Rovings 8 des Schlauchgewebes in Schritt A). Andererseits kann das Schlauchgewebe 2 vorgefertigt sein und auf die Einführhilfe 5 aufgeschoben werden (nicht gezeigt). Die Einführhilfe 5 (aufblasbarer Schlauch 5) und Schlauchgewebe 2 werden in Position gebracht durch Einführen in den flexiblen Schlauch 1 (Schritt B). In Schritt C wird der flexible Schlauch 1 samt Schlauchgewebe 2 in die gewünschte Form gebracht. Schritt D zeigt nun schematisch das Aufbringen des flüssigen Kunststoffs 3. Hierzu kann beispielsweise durch Druck das Kunststoffharz in das Innere (in Pfeilrichtung) des Schlauches 1 eingebracht werden. Hierbei ist von Vorteil, den Druck lediglich ins Volumen zwischen Schlauch 1 und aufblasbarem Schlauch 5 einzubringen, sodass das Kunststoffharz lediglich das zwischen Schlauch 1 und aufblasbarem Schlauch 5 liegende Schlauchgewebe 2 tränkt und nicht das gesamte Innenvolumen von Schlauch 1 ausfüllt, was kosten- und Gewichtsvorteile bringt. Auch wäre es möglich, an der anderen Seite des Schlauches 1 einen niedrigeren Druck (beispielsweise Vakuum) — vorteilhafterweise wiederum lediglich am Volumen zwischen Schlauch 1 und aufblasbarem Schlauch 5 - anzulegen, um das Kunststoffharz in das Innere des Schlauches 1 zu befördern. Der aufblasbare Schlauch 5 kann nach dem Einbringen des Kunststoffharzes mittels Über- oder Unterdruck wieder entfernt werden. Nach einem Aushärteschritt wird im optionalen Schritt E der Außenmantel (flexibler Schlauch 1) aufgeschnitten und entfernt. Zurück bleibt der faserverstärkte Kunststoff als Strukturelement 10 mit besonders glatter Außenkontur, da dieser die Innenkontur des Schlauchs 1 übernommen hat. Schritt E kann aber auch entfallen.

In der Fig. 8 sind einzelne Verfahrensschritte für die Herstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Strukturelements 10 gezeigt, bei dem der flexible Schlauch 1 im Inneren des Strukturelements 10 angeordnet ist. Ausgehend vom flexiblen Schlauch 1 wird in Schritt A ein Schlauchgewebe 2 aus Rovings 8 auf den flexiblen Schlauch 1 gewebt und an die Außenmantelfläche Ia angelegt (Schritt A). In Schritt B wird ein zusätzlicher Schlauchmantel 5 in Form eines Schrumpfschlauchs auf das Schlauchgewebe 2 aufgebracht. Anschließend erfolgt die Formgebung von flexiblen Schlauch 1 mit Schlauchgewebe 2 und Schrumpfschlauch 5 in die gewünschte Endform (Schritt C). In Schritt D wird der Schrumpfschlauch 5 mittels Temperatureinwirkung geschrumpft, sodass er eng am Schlauchgewebe 2 anliegt. In Schritt E wird ein flüssiger Kunststoff als Kunststoffharz 3 auf das Schlauchgewebe 2 aufgetragen, indem er zwischen Schrumpfschlauch 5 und flexiblen Schlauch 1 eingebracht wird, so dass sich das Schlauchgewebe mit dem flüssigen Kunststoffharz 3 benetzt. Das Kunststoffharz 3 wird anschließend ausgehärtet, In einem optionalen Schritt F kann der Schrumpfschlauch 5 entfernt werden. Die Schritte C und D können auch in umgekehrter Reihenfolge statt finden.

Fig. 9 zeigt eine Variante für das Beispiel der Fig. 8 wo zunächst auf den flexiblen Schlauch 1 eine Fließhilfe 7 aufgebracht wird, damit der flüssige Kunststoff 3 besser zwischen Schrumpfschlauch 5 und flexiblen Schlauch 1 eindringen kann. Anschließend wird das Schlauchgewebe 2 (hier direkt als Schlauch) in zwei Lagen mit einer Fließhilfe 7 als Zwischenlage aufgebracht.

Fig. 10a und 10b zeigen, dass das Schlauchgewebe 2 entweder als vorgefertigter biaxialer Schlauch (Fig. 10a) oder direkt am flexiblen Schlauch 1 aus Rovings 8 gewebt werden kann.

In der Fig. 11 a ist ein Schlauchgewebe 2 erkennbar, das zylindermantelförmig ausgebildet ist und einen Innendurchmesser aufweist, sodass es um einen flexiblen Schlauch 1, wie in der Fig. I Ib strichliert dargestellt, schiebbar wäre. Allerdings kann das Schlauchgewebe 2 auch so ausgebildet sein, wie im rechten Teil der Abbildung I Ib erkennbar, dass er in Längsrichtung dehnbar ist und somit seinen Innendurchmesser verkleinert und damit in das Innere des flexiblen Schlauchs 1 einführbar ist.

In den Fig. 12a bis 12e sind unterschiedliche Ausgestaltungen gezeigt, wie die einzelnen Strukturelemente 10 zueinander angeordnet sein könnten, um eine Anordnung 11 zu bilden. Diese könnten einerseits ästhetisch angeordnet werden, andererseits für komplexere Strukturen wie beispielsweise Konstruktionsmodule, Trägerelemente, Tragwerke und frei form- und gestaltbaren Flächentragwerke eingesetzt werden.

Die Fig. 13a bis 13c zeigen drei Ansichten einer erfindungsgemäßen Anordnung 11 von Strukturelementen 10. Die Fig. 13a zeigt dabei eine Seitenansicht, die Fig. 13b eine Draufsicht und die Fig. 13c eine Schrägansicht. Zur Verdeutlichung ist in der Fig. 13a ein Mensch eingezeichnet, sodass klar ist, dass die Anordnung 11 eine Art Dachkonstruktion bildet.

Selbstverständlich ist denkbar und in weiteren Ausführungsbeispielen vorgesehen, die erfindungsgemäßen Strukturelemente zu Anordnungen für weitere Anwendungen zu verbinden, wie z.B. ftir Dachkonstruktionen und Pavillons, Decken- und Fassadenelemente, Möbel und insbesondere Stühle, Lampen und Beleuchtungskörper, Rauminstallationen sowie weitere Kunstobjekte oder ästhetische Formschöpfungen.