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Patent Searching and Data


Title:
STRUCTURE FOR ELONGATED RECESSES, IN PARTICULAR GROOVES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/167412
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a structure (A) and to a method for positioning and fastening a tool, which can be fastened to the structure to an elongated recess, in particular groove (N), in particular of a rotor, that is spatially extending along a first longitudinal axis (L1) and has end surfaces on two front faces (S1, S2). The structure has a plate (3), which spatially extends along a second longitudinal axis (L2) having a cutout that can be aligned in parallel with the first longitudinal axis, and together therewith frames the elongated recess. Said plate is fixedly connected to a centering device and to a clamping device, wherein the centering device (1) is provided with at least one centering jaw (2), which is movable along the second longitudinal axis and into as well as out of the elongated recess. On the side of the plate facing the elongated recess, the clamping device (5) has clamping jaws (6), each of which can be movably fastened along the second longitudinal axis, and can be fastened to be mechanically contactable to and detachable from one of the end surfaces of the front faces of the elongated recess.

Inventors:
HEINE, Wolfgang (Pater-Rupert-Mayer-Str. 16, Unterhaching, 82008, DE)
KÖRDEL, Martin (Agnesstraße 62, München, 80797, DE)
EULER, Helmuth (Franz-Kaltner-Straße 13, Glonn, 85625, DE)
SCHICK, Anton (Riemerweg 2, Velden, 84149, DE)
Application Number:
EP2016/080007
Publication Date:
October 05, 2017
Filing Date:
December 07, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B23Q9/00; B23P6/00; B23Q9/02; F01D5/00; F01D5/30; F01D25/28; B23D43/02
Foreign References:
EP0486131A21992-05-20
EP1568439A12005-08-31
US20140223709A12014-08-14
DE102008000480A12009-09-10
DE885001C1953-08-17
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Claims:
Patentansprüche

1. Aufbau (A) zur Positionierung und Befestigung eines an den Aufbau befestigbaren Werkzeuges an einer sich entlang ei- ner ersten Längsachse (LI) sich räumlich erstreckenden und an zwei Stirnseiten (Sl, S2) Endoberflächen aufweisenden länglichen Ausnehmung, insbesondere Nut (N) , insbesondere eines Ro¬ tors, dadurch gekennzeichnet, dass

-der Aufbau eine eine entlang einer zweiten Längsachse (L2) sich räumlich erstreckende und mit dieser parallel zu der ersten Längsachse ausrichtbare Aussparung aufweisende und die längliche Ausnehmung einrahmende Platte (3) aufweist, die mit einer Zentriereinrichtung und einer Klemmeinrichtung fest verbunden ist;

-wobei die Zentriereinrichtung (1) mindestens eine Zentrierbacke (2) aufweist, die in der Aussparung entlang der zweiten Längsachse und in die sowie aus der länglichen Ausnehmung be¬ wegbar ist;

-wobei die Klemmeinrichtung (5) auf der der länglichen Aus- nehmung zugewandten Seite der Platte Klemmbacken (6) aufweist, die jeweils entlang der zweiten Längsachse bewegbar und mit einer der Endoberflächen der Stirnseiten der länglichen Ausnehmung mechanisch kontaktierbar und lösbar

befestigbar sind.

2. Aufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacke (2) sich in einem Querschnitt zu der zwei¬ ten Längsachse über den Verlauf der länglichen Ausnehmung in einem Querschnitt zu der ersten Längsachse räumlich hinaus erstreckt und in die längliche Ausnehmung klemmbar ist.

3. Aufbau gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacke (2) die Form eines Keils, eines Ke¬ gels, eines Kegelstumpfes, einer Halbkugel oder eines Quaders aufweist und insbesondere aus Kunststoff besteht.

4. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacke (2) lotrecht zur Plat- te oder von einer der Stirnseiten der ersten Längsachse in die sowie aus der länglichen Ausnehmung bewegbar ist.

5. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einen Öffnungswinkel der länglichen

Ausnehmung entsprechende Keile erzeugende Zentrierbacken und vier Klemmbacken geschaffen sind.

6. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die längliche Aussparung entlang der zweiten Längsachse sich räumlich über die Länge der länglichen Ausnehmung entlang der ersten Längsachse derart hinaus erstreckt, dass die Zentrierbacke (n) aus der länglichen Aus¬ nehmung heraus und entlang der zweiten Längsachse über die Endoberfläche (n) hinaus außerhalb der länglichen Ausnehmung bewegbar ist/sind.

7. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zweier Klemmbacken an zwei Stirnseiten größer als die Länge der länglichen Ausnehmung ist .

8. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Kontakt der Klemmbacken mit den Stirnseiten der länglichen Ausnehmung mittels mechanischem Druck oder Magnetkraft geschaffen wird.

9. Aufbau gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken zur Anpassung an einen Winkel zwischen der ersten Längsachse und einer dritten

Längsachse (L3) einer Rotorwelle um ein Lot zur Platte dreh¬ bar einstellbar sind.

10. Verfahren zur Positionierung und Befestigung eines an einen gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche geschaffenen

Aufbau befestigbaren Werkzeuges an einer sich entlang einer ersten Längsachse sich räumlich erstreckenden und an zwei Stirnseiten vier Endoberflächen aufweisenden länglichen Aus- nehmung, insbesondere Nut, insbesondere eines Rotors, mit den Schritten

-(ST1) Bewegen der Zentrierbacken der Zentriereinrichtung in die länglichen Ausnehmung;

-(ST2) Bewegen der Klemmbacken der Klemmeinrichtung jeweils entlang der zweiten Längsachse und mechanisches Kontaktieren mit jeweils einer der, insbesondere vier, Endoberflächen der zwei Stirnseiten der länglichen Ausnehmung und Befestigen an den Endoberflächen.

11. Verfahren gemäß Anspruch 10, gekennzeichnet durch beim Bewegen und/oder Kontaktieren ausgeführtes Drehen der Klemmbacken zur Anpassung an einen Winkel zwischen der ersten Längsachse und einer dritten Längsachse einer Rotorwelle um ein Lot zur Platte.

12. Verfahren gemäß Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch (ST4) Bewegen der Zentrierbacke (n) lotrecht zur Platte aus der länglichen Ausnehmung heraus und entlang der zweiten Längsachse über die Endoberfläche (n) hinaus außerhalb der Nut .

13. Verfahren gemäß Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch (ST4) Bewegen der Zentrierbacke (n) aus den Stirnseiten der länglichen Ausnehmung heraus.

Description:
Beschreibung

Aufbau für längliche Ausnehmungen, insbesondere Nuten Die Erfindung betrifft einen Aufbau zur Positionierung und Befestigung eines an den Aufbau befestigbaren Werkzeuges an einer sich entlang einer ersten Längsachse sich räumlich erstreckenden, insbesondere einen Öffnungswinkel, und an zwei Stirnseiten, insbesondere vier, Endoberflächen aufweisenden länglichen Ausnehmung, insbesondere Nut, insbesondere eines

Rotors, insbesondere eines Gasturbinenrotors, und ein dazuge ¬ höriges Verfahren zur Positionierung und Befestigung.

Zur Inspektion, zur dimensionalen Vermessung, zur Bearbeitung und zur Revision von Gasturbinen-Rotornuten, insbesondere geraden Nuten, sind verschiedene Werkzeuge erforderlich. Um diese Werkzeuge in den Nuten zu betreiben, müssen diese rela ¬ tiv zu der Nut positioniert und befestigt werden. Herkömmlicher Weise werden individuelle Modelle als Werkzeuge verwendet. Diese werden nicht an der Nut und dem Rotor befes ¬ tigt und manuell positioniert.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Bearbeitung einer länglichen Ausnehmung, beispielsweise einer Nut, insbesondere eines Turbinenrotors, mit einer Vielzahl von ver ¬ schiedenen Werkzeugen einfach, kostengünstig, wirksam, sicher und genau zu ermöglichen. Es soll ein Werkzeug einfach, si ¬ cher und genau relativ zu der Nut positioniert und befestigt werden können.

Eine Ausnehmung ist insbesondere ein räumlicher Bereich eines Materialkörpers, in dem kein Material des Körpers vorhanden ist .

Die Aufgabe wird durch einen Aufbau gemäß dem Hauptanspruch und ein Verfahren gemäß dem Nebenanspruch gelöst. Gemäß einem ersten Aspekt wird ein Aufbau zur Positionierung und Befestigung eines an den Aufbau befestigbaren Werkzeuges an einer sich entlang einer ersten Längsachse sich räumlich erstreckenden und an zwei Stirnseiten, insbesondere vier, Endoberflächen aufweisenden länglichen Ausnehmung, insbesondere Nut, insbesondere eines Rotors, vorgeschlagen, wobei der Aufbau eine eine entlang einer zweiten Längsachse sich räumlich erstreckende und mit dieser parallel zu der ersten

Längsachse ausrichtbare Aussparung aufweisende und die läng- liehe Ausnehmung, beispielsweise Nut, einrahmende Platte auf ¬ weist, die mit einer Zentriereinrichtung und einer Klemmeinrichtung fest verbunden ist, wobei die Zentriereinrichtung mindestens eine Zentrierbacke aufweist, die in der Aussparung entlang der zweiten Längsachse und in die sowie aus der läng- liehen Ausnehmung bewegbar ist, wobei die Klemmeinrichtung auf der der länglichen Ausnehmung zugewandten Seite der Platte Klemmbacken aufweist, die jeweils entlang der zweiten Längsachse bewegbar und mit einer der Endoberflächen der zwei Stirnseiten der länglichen Ausnehmung mechanisch

kontaktierbar und lösbar befestigbar sind.

Eine Aussparung ist insbesondere ein räumlicher Bereich eines Materialkörpers, in dem kein Material des Körpers vorhanden ist. Die Aussparung kann als durchgängige Öffnung erzeugt sein.

Erfindungsgemäß wird ein Bearbeitungsaufbau für längliche Ausnehmungen, insbesondere Nuten, insbesondere für Gasturbi ¬ nen-Rotornuten, als eine mechanische Basis für die Anwendung verschiedener Werkzeuge vorgeschlagen. Dieser Bearbeitungsbau weist insbesondere eine Zentrierungs- und eine Klemmeinrich ¬ tung aus .

Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Verfahren zur Positionie- rung und Befestigung eines an einem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche geschaffenen Aufbau befestigbaren Werkzeuges an einer sich entlang einer ersten Längsachse sich räumlich erstreckenden und an zwei Stirnseiten vier Endoberflächen aufweisenden länglichen Ausnehmung, insbesondere Nut, insbesondere eines Rotors, mit den folgenden Schritten vorgeschla ¬ gen. Bewegen der Zentrierbacken der Zentriereinrichtung in die Nut. Bewegen der Klemmbacken der Klemmeinrichtung jeweils entlang der zweiten Längsachse und mechanisches Kontaktieren mit jeweils einer der, insbesondere vier, Endoberflächen der zwei Stirnseiten der länglichen Ausnehmung und Befestigen an den Endoberflächen. Vorteilhaft ist der Aufbau kompakt, tragbar, modular und für eine große Vielzahl von Werkzeugen geeignet. Er kombiniert die gesamten Verfahrensschritte des Zentrierens und Klemmens entlang der länglichen Ausnehmung, insbesondere der Nut, in einem Schritt ohne jede manuelle Feineinstellungen. Deshalb sind an den Aufbau befestigte Werkzeuge bereits relativ zu der länglichen Ausnehmung, zu deren Wänden und zu der Längsachse der länglichen Ausnehmung positioniert. Das Klemmen ist an den vorderen/hinteren (Stirn-) Oberflächen der länglichen Ausnehmungen, insbesondere Nuten, derart ausführbar, dass die innere Oberfläche der länglichen Ausnehmung weder blockiert noch beschädigt wird. Dies hält den Zentriermechanismus. Dies ist ideal geeignet insbesondere für Serviceanwendungen sowie für Herstellungsanwendungen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden in Verbindung mit den Unteransprüchen beansprucht.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Zentrierbacke sich in einem Querschnitt zu der zweiten Längsachse über den Verlauf der länglichen Ausnehmung in einem Querschnitt zu der ersten Längsachse räumlich hinaus erstrecken und in die längliche Ausnehmung klemmbar sein. Ein Umriss der Zentrierbacke ist vorteilhaft größer als der der Ausnehmung und an diese insbesondere für einen Formschluss angepasst. Die Zent- rierbacken können sich in Richtung zu der länglichen Ausnehmung im Querschnitt verjüngen. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Zentrierbacke die Form eines Keils, eines Kegels, eines Ke ¬ gelstumpfes, einer Halbkugel oder eines Quaders aufweisen und insbesondere aus Kunststoff bestehen.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Zentrierbacke lotrecht zur Platte oder von einer der Stirn ¬ seiten der ersten Längsachse in die sowie aus der länglichen Ausnehmung bewegbar sein.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können zwei einen Öffnungswinkel der länglichen Ausnehmung ausbildende Keile erzeugende Zentrierbacken und vier Klemmbacken geschaffen sein. Mittels zweier Keile ist eine Zentrierung entlang der ersten Längsachse wirksam vereinfacht. Zwei Keile sind ebenso einfach entfernbar.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die längliche Aussparung entlang der zweiten Längsachse sich räumlich über die Länge der länglichen Ausnehmung entlang der ersten Längsachse derart hinaus erstrecken, dass die Zent ¬ rierbacke (N) aus der länglichen Ausnehmung heraus und entlang der zweiten Längsachse über die Endoberfläche (n) hinaus außerhalb der länglichen Ausnehmung bewegbar ist/sind. In der Ausgestaltung von zwei Keilen können diese einfach über die beiden Endoberflächen hinaus außerhalb der länglichen Ausnehmung bewegt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Abstand zweier Klemmbacken an zwei Stirnseiten größer als die Länge der länglichen Ausnehmung sein. Auf diese Weise können Klemmbacken einfach gegen Stirnseiten gedrückt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der mechanische Kontakt der Klemmbacken mit den Stirnseiten der länglichen Ausnehmung mittels mechanischem Druck oder Magnetkraft geschaffen sein. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung können die Klemmbacken zur Anpassung an einen Winkel zwischen der ersten Längsachse und einer dritten Längsachse einer Rotorwelle um ein Lot zur Platte drehbar einstellbar sein. Damit erlaubt die Klemmeinrichtung die Kompensation von Scherkräften mittels Einbauen drehbar feineinstellbarer Klemmbacken.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann ein Drehen der Klemmbacken zur Anpassung an einen Winkel zwischen der ersten Längsachse und einer dritten Längsachse einer Ro ¬ torwelle um ein Lot zur Platte ausgeführt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann ein Bewegen der Zentrierbacke (m) lotrecht zur Platte aus der läng ¬ lichen Ausnehmung heraus und entlang der zweiten Längsachse über die Endoberfläche (n) hinaus außerhalb der länglichen Ausnehmung ausgeführt werden. Auf diese Weise können die Zentrierbacken aus einem Arbeitsbereich eines Werkzeugs bzw. aus dem Bereich der länglichen Ausnehmung entfernt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann ein Bewegen der Zentrierbacke (n) aus den Stirnseiten der länglichen Ausnehmung heraus ausgeführt werden. Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Figuren näher beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine Ansicht auf einen herkömmlichen Rotor; Figur 2 eine erste Ansicht auf einen erfindungsgemäßen Auf- bau;

Figur 3 eine zweite Ansicht auf einen erfindungsgemäßen

Aufbau ;

Figur 4 eine dritte Ansicht auf einen erfindungsgemäßen

Aufbau ; Figur 5 eine vierte Ansicht auf einen erfindungsgemäßen Aufbau ;

Figur 6 eine fünfte Ansicht auf einen erfindungsgemäßen

Aufbau ;

Figur 7 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Verfahrens . Figur 1 zeigt eine Ansicht auf einen herkömmlichen Gasturbi ¬ nenrotor. Dieser weist eine Vielzahl von Nuten N auf. Dabei erstreckt sich eine Nut N entlang einer ersten Längsachse LI. Jede Nut weist an zwei Stirnseiten Sl und S2 zusammen vier Endoberflächen auf. Die Draufsicht zeigt, dass eine Nut N ei- nen Öffnungswinkel aufweist, mit der sich eine Nut N radial zu einer Rotorwelle R erweitert. Figur 1 zeigt wie die Rotor ¬ welle R sich entlang einer dritten Längsachse L3 räumlich erstreckt. Figur 1 zeigt, dass zwischen der ersten Längsachse LI und der dritten Längsachse L3 ein Winkel ausgebildet ist.

Figur 2 zeigt eine erste Ansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Aufbaus. Der Aufbau A kann ebenso als Plattform bezeichnet werden. Ebenso kann diese Plattform zum Tragen eines beliebigen Werkzeugs ebenso als Tooling- Plattform bezeichnet werden. Diese bietet unterschiedlichsten Werkzeugen, wie beispielsweise einem Messkopf oder einem Frä ¬ ser, eine definierte und stabile Befestigung beispielsweise an einer Gasturbinen-Nut N. Der Aufbau A ist in erster Nähe ¬ rung ein die Nut N umgebender Rahmen, der fest mit der nach- folgend beschriebenen Zentriereinrichtung 1 und Klemmeinrichtung 5 verbunden ist.

Figur 3 zeigt eine zweite Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Aufbaus. Figur 3 zeigt die Zentriereinrichtung 1, die ebenso als Zentriermechanismus bezeichnet werden kann. Der Zentriermechanismus dient zur Ausrichtung des Aufbaus A bzw. der Plattform entlang der Achse, insbeson dere der ersten Längsachse LI einer jeweiligen länglichen Ausnehmung, die beispielsweise eine Nut N sein kann. Bei ¬ spielsweise kann ein erfindungsgemäßer Aufbau ebenso auf Spalten aufgebracht werden. Er besteht gemäß diesem Ausführungsbeispiel aus zwei beweglichen Zentrierbacken 2, die hier beispielsweise keilförmig einem Öffnungswinkel der Nuten N angepasst sind. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine sofortige Zentrierung der Achse, insbesondere der zweiten Längsachse L2, der Plattform, die insbesondere als Platte ausgebildet ist, mit der ersten Längsachse LI, die der Nut N zugeordnet ist. Um die Zentrierung hervorzurufen, kann eine lotrechte Bewegung der Zentrierbacken 2 erfolgen. Dies kann entweder mittels der Bewegung der Backen relativ zur Plattform bzw. der Platte oder der Bewegung der gesamten Plattform bzw. des Aufbaus A erfolgen, beispielsweise infolge Eigengewichts. Die Zentrierung kann alternativ mittels Einführen der Zentrierbacken 2 von den Stirnseiten der länglichen Ausnehmung her ausgeführt werden. Die Zentrierbacken 2 können je nach deren räumlichen Ausgestaltung zudem in die längliche Ausnehmung hineingedreht werden.

Ist die Zentrierung erfolgt, muss die Klemmung erfolgen, um die Zentrierbacken 2 aus der Nut N heraus bewegen zu können, ohne dass die Ausrichtung verloren geht. Nach erfolgter Klemmung müssen die Zentrierbacken 2 zunächst in lotrechter bzw. vertikaler Richtung aus der Nut N heraus bewegt werden und dann in Richtung entlang der zweiten Längsachse L2, die eine horizontale Richtung sein kann, nach außen, damit die Nut N entlang ihrer vollen Länge frei zugänglich wird. Figur 4 zeigt eine dritte Ansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Aufbaus. Figur 4 zeigt einen Aufbau A von der den jeweiligen Nuten N oder länglichen Ausnehmungen zugewandten Seite. Figur 4 zeigt die Zentrierbacken 2, die hier keilförmig ausgebildet sind und mit ihrer Geometrie ei- nem Öffnungswinkel der Nut entsprechen, so dass die Zentrier ¬ backen 2 die Platte 3 und damit den Aufbau A zentrieren können. Vorteilhaft werden zwei Zentrierbacken 2 verwendet, da auf diese Weise eine einfache Ausrichtung der zweiten Längs- achse L2 parallel zu der ersten Längsachse LI ausgeführt wer ¬ den kann. Ebenso können zwei Zentrierbacken 2 einfach aus dem Bereich der Nuten entlang der zweiten Längsachse heraus bewegt werden, was für eine optimale Zugänglichkeit des Werk- zeugs vorteilhaft ist.

Figur 5 zeigt eine vierte Ansicht eines erfindungsgemäßen Aufbaus A. Figur 5 zeigt insbesondere die Klemmvorrichtung 5, die zur Halterung des Aufbaus A an den Stirnseiten Sl und S2 der jeweiligen Nuten N dient. Die Klemmvorrichtung 5 weist gemäß dieser Ausgestaltung vier Klemmbacken 6 auf, und zwar zwei pro Seite Sl und S2, die sich entlang der zweiten Längs ¬ achse L2 bewegen lassen. Der Aufbau A weist eine eine entlang einer zweiten Längsachse L2 sich räumlich erstreckende und mit dieser parallel zu der ersten Längsachse LI ausrichtbare Aussparung aufweisende und die Nut einrahmende Platte 3 auf, die mit der Zentriereinrichtung 1 und der Klemmeinrichtung 5 fest verbunden ist. Der Abstand zwischen den Klemmbacken 6 von Stirnseite Sl zur Stirnseite S2 entspricht etwas mehr als die Länge der Nut N entlang der ersten Längsachse LI. Ist die Zentrierung der Plattform bzw. des Aufbaus A erfolgt, sorgen die Klemmbacken 6 mittels mechanischem Kontakt, beispielswei ¬ se mittels Druck oder Magnetkraft, zur Stirnseite Sl und S2 der Nuten N für die Fixierung des Aufbaus A an der Nut N. Da die Nuten N einen Winkel zur dritten Längsachse L3 aufweisen, der der Turbinenwelle zugeordnet ist, besitzen die Klemmba ¬ cken 6 im Winkel einstellbare Backen. Figur 5 zeigt auf einer Oberseite des Aufbaus A die Zentrierrichtung 1 mit zwei Zent ¬ rierbacken 2, die längs der zweiten Längsachse L2 und lot- recht zur Platte 3 bewegbar sind.

Figur 6 zeigt eine fünfte Ansicht auf einen erfindungsgemäßen Aufbau A. Figur 6 zeigt den Aufbau A bzw. die Plattform von der den jeweiligen Nuten N zugewandten Seite. Figur 6 zeigt die Klemmeinrichtung 5, die hier vier Klemmbacken 6 aufweist. Diese sind entlang der zweiten Längsachse L2 beweglich. Zusätzlich sind die Klemmbacken 6 um ein Lot senkrecht zur Platte 3 in einem Winkel einstellbar. Mittels dieser Winkel- einstellung wird gewährleistet, dass keine Schwerkräfte wäh ¬ rend der Klemmung auftreten. Mittels der Klemmung an den Stirnseiten Sl und S2 der Nut N wird sichergestellt, dass keine funktionale Fläche infolge mechanischer Beanspruchung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Mit einem ersten Schritt ST1 erfolgt ein Bewegen der Zentrierbacken der Zentriereinrichtung entlang der zwei- ten Längsachse und lotrecht zur Platte in die Nut. Mit einem zweiten Schritt ST2 erfolgt ein Bewegen der Klemmbacken der Klemmeinrichtung jeweils entlang der zweiten Längsachse und ein mechanisches Kontaktieren mit jeweils einer der vier Endoberflächen der zwei Stirnseiten der Nut und ein Befestigen an den Endoberflächen, wobei während des zweiten Schrittsein Drehen der Klemmbacken zur Anpassung an einen Winkel zwischen der ersten Längsachse und einer dritten Längsachse einer Ro ¬ torwelle um ein Lot zur Platte erfolgt. Mit einem abschlie ¬ ßenden dritten Schritt ST3 erfolgt ein Bewegen der Zentrier- backen lotrecht zur Platte aus der Nut heraus und entlang der zweiten Längsachse über die Endoberflächen hinaus außerhalb der Nut. Im Ergebnis ist nun ein Werkzeug relativ zu einer Nut positioniert, so dass die jeweilige Nut mittels des Werk ¬ zeugs bearbeitet werden kann. Dabei ist die Nut dem Werkzeug vollständig zugänglich.