Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
STRUT BEARING FOR BEARING A STRUT ON A MOTOR VEHICLE BODY AND A METHOD FOR CONFIGURING CHASSIS OF MOTOR VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207482
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a strut bearing (1) for bearing a strut (2) on a motor vehicle body (10, 10') and for configuring and adjusting the camber at the strut (2) of a wheel suspension, with the strut bearing (1) comprising at least one securing means (3, 3', 3"), wherein at least one detachable clamping connection can be formed with the securing means (3, 3', 3") between the strut bearing (1) and the motor vehicle body (10, 10'), in particular a screw connection, as well as a strut receiver (4) and an adjustment device (5), wherein the adjustment device (5) has at least one slot nut (6) with at least one guide element (7), a bearing plate (8) with at least one guide element receiver (9) forming a linear guide of the at least one slot nut (6) with the at least one guide element (7) together with the at least one guide element receiver (9), wherein the adjustment device (5) also has a clamping plate (11), wherein the bearing plate (8), the at least one slot nut (6) and the clamping plate (11) are arranged in relation to one another in such a way that the at least one slot nut (6) can be at least clampingly secured between the bearing plate (8) and the clamping plate (11), and wherein the strut receiver (4) is arranged on the at least one slot nut (6) in such a way that the position of the at least one slot nut (6) in the linear guide correlates with the position of the camber at the strut.

Inventors:
PRIESS, Jens (Hügelstraße 60b, Oberhausen, 46117, DE)
WIENERS, Daniel (Am Dornbusch 6, Bochum, 44803, DE)
BURDINSKI, Ralf (Heinrich-König-Str. 119, Bochum, 44795, DE)
Application Number:
EP2017/062881
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
May 29, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
THYSSENKRUPP BILSTEIN GMBH (August-Bilstein-Str. 4, Ennepetal, 58256, DE)
THYSSENKRUPP AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
International Classes:
B60G13/00; B60G15/06; B62D17/00
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche l. Federbeinlager (1) zum Lagern eines Federbeins (2) an einer Kraftfahrzeugkarosserie (10, 10') und zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes am Federbein (2) einer

Radaufhängung, das Federbeinlager (1) umfassend wenigstens ein Befestigungsmittel (3, 3', 3"), wobei mit dem Befestigungsmittel (3, 3', 3") mindestens eine wieder lösbare Klemmverbindung mit dem Federbeinlager (1) und der Kraftfahrzeugkarosserie (10, 10') ausbildbar ist, insbesondere eine Schraubverbindung ist, eine Federbeinaufnahme (4) und eine Versteileinrichtung (5),

dadurch gekennzeichnet, dass

die Versteileinrichtung (5) mindestens einen Nutenstein (6) mit mindestens einem Führungselement (7), eine Lagerplatte (8) mit mindestens einer Führungselementaufnahme (9) ausbildend eine Linearführung des mindestens einen Nutensteins (6) mit dem mindestens einen Führungselement (7) zusammen mit der mindestens einen Führungselementaufnahme (9) umfasst, wobei die Versteileinrichtung (5) zusätzlich eine Klemmplatte (11) aufweist, wobei die Lagerplatte (8), der mindestens eine Nutenstein (6) und die Klemmplatte (11) derart zueinander angeordnet sind, dass der mindestens eine Nutenstein (6) zwischen der Lagerplatte (8) und der Klemmplatte (11) zumindest klemmend fixiert werden kann und wobei die Federbeinaufnahme (4) an dem mindestens einem Nutenstein (6) derart angeordnet ist, dass die Position des mindestens einen Nutensteins (6) in der Linearführung mit der Stellung des Radsturzes am Federbein korreliert. 2. Federbeinlager (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die

Versteileinrichtung (5) auf der der Kraftfahrzeugkarosserie (10, 10') zugewandten oder abgewandten Seite angeordnet ist, wobei die Federbeinaufnahme (4) sich gegen das Federbeinlager (1), insbesondere die Versteileinrichtung (5) abstützt. 3. Federbeinlager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselementaufnahme (9) ein Führungsrahmen ist, wobei der mindestens eine Nutenstein (6) innerhalb des Führungsrahmens angeordnet ist.

4. Federbeinlager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (8) oder die Klemmplatte (11) und der mindestens eine Nutenstein (6) zumindest formschlüssig miteinander paarbare Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen aufweisen, wobei die miteinander gepaarten Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen eine zumindest formschlüssige Verbindung in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse ausbilden.

5. Federbeinlager (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen aus jeweils mindestens einem Zahnmodul ausgebildet sind.

6. Federbeinlager (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen zumindest teilweise als eine Schrägverzahnung ausgebildet ist.

7. Federbeinlager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmplatte (11) mindestens eine Verstellskala (12) aufweist, wobei die Verstellskala (12) derart angeordnet ist, dass die Verstellskala (12) mit der Position, in welcher die Federbeinaufnahme (4) in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse angeordnet ist, korreliert, insbesondere mit dem Radsturz korreliert.

8. Verfahren zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes von Kraftfahrzeugen am umfassend die folgenden Schritte:

a) Bereitstellen eines Federbeins (2) mit einem auf der dem Rad abgewandten Seite angeordneten Federbeinende,

b) Bereitstellen eines Federbeinlagers (1) umfassend eine Federbeinaufnahme (4) zur Aufnahme des Federbeinendes des in Schritt a) bereitgestellten Federbeins (2), eine Versteileinrichtung (5) umfassend mindestens einem Nutenstein (6) mit mindestens einem Führungselement (7), eine Lagerplatte (8) mit mindestens einer Führungselementaufnahme (9) ausbildend eine Linearführung des mindestens einen Nutensteins (6) mit dem mindestens einen Führungselement (7) zusammen mit der mindestens einen Führungselementaufnahme (9), wobei die Versteileinrichtung (5) zusätzlich eine Klemmplatte (11) aufweist, wobei die Lagerplatte (8), der mindestens eine Nutenstein (6) und die Klemmplatte (11) derart zueinander angeordnet sind, dass der mindestens eine Nutenstein (6) zwischen der Lagerplatte (8) und der Klemmplatte (11) zumindest klemmend fixiert werden kann und wobei die Federbeinaufnahme (4) an dem mindestens einem Nutenstein (6) angeordnet ist und das Federbeinlager (1) wenigstens ein Befestigungsmittel (3, 3', 3") aufweist, wobei mit dem Befestigungsmittel (3, 3', 3") mindestens eine wieder lösbare Klemmverbindung mit dem Federbeinlager (1) und der Fahrzeugkarosserie (10, 10') ausgebildet ist, insbesondere eine Schraubverbindung ist, wobei die Klemmverbindung zusätzlich zwischen dem Federbeinlager (1) und der Versteileinrichtung (5) ausgebildet ist, wobei die Klemmverbindung die Position des mindestens einen Nutensteins (6) zumindest klemmend fixiert,

c) Teilweises Lösen des wenigstens einen Befestigungsmittels (3, 3', 3") des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers (1), wobei die zumindest eine Klemmverbindung teilweise gelöst wird und das in Schritt b) bereitgestellte Federbeinlager (1) mit der Fahrzeugkarosserie (10, 10') verbunden bleibt, wobei der mindestens eine Nutenstein (6) des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers (1) in der Versteileinrichtung (5) des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers (1) verschiebbar ist,

d) Verschieben des aus Schritt c) verschiebbaren mindestens einen Nutensteins (6) in der Versteileinrichtung (5) in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse zum Einstellen und/oder Verstellen des Radsturzes, bei aus dem Schritt c) teilweise gelöster Klemmverbindung,

e) Anziehen des aus Schritt c) teilweise gelösten wenigstens einen Befestigungsmittels (3, 3', 3"), wobei die teilweise gelöste Klemmverbindung aus Schritt d) wenigstens teilweise wiederhergestellt wird, wobei der in Schritt d) in der Versteileinrichtung (5) verschobene mindestens eine Nutenstein (6) zumindest klemmend fixiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (8) oder die Klemmplatte (11) und der mindestens eine Nutenstein (6) des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers (1) zusätzlich zumindest formschlüssig miteinander paarbare Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen aufweisen, wobei nach dem Verschieben in Schritt d) in einem weiteren Schritt dl) eine Verzahnung erfolgt, wobei zusätzlich eine zumindest formschlüssige Verbindung in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse ausgebildet wird.

Description:
Federbeinlager zum Lagern eines Federbeins an einer Kraftfahrzeugkarosserie und ein Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Federbeinlager zum Lagern eines Federbeins an einer Kraftfahrzeugkarosserie und ein Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen.

Stand der Technik

Federbeinlager zum Lagern eines Federbeins an einer Kraftfahrzeugkarosserie sind im Stand der Technik in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt.

Ein Federbeinlager, insbesondere auch als Domlager bezeichnet, ist ein Teil des Fahrwerks von Kraftfahrzeugen. Es befindet sich oberhalb der Feder am Federbein. Das Federbeinlager verbindet das Federbein, insbesondere umfassend den Schwingungsdämpfer und die Feder, mit der Karosserie eines Fahrzeugs. Zudem sind Federbeinlager ein wichtiges Konstruktionselement der Achsaufhängung und tragen dazu bei, dass ein optimaler Kontakt zwischen Reifen und Straßenoberfläche erfolgt. Des Weiteren steigern Federbeinlager den Komfort, indem sie Abroll- und Straßengeräusche von der Karosserie isolieren. Zudem kann über eine an dem Federbeinlager angeordnete Versteileinrichtung das Fahrwerk von Kraftfahrzeugen, insbesondere der Radsturz eingestellt werden. Der Winkel zwischen der Radmittelebene und einer Senkrechten auf die Fahrbahn wird als Radsturz bezeichnet. Man unterscheidet den Radsturz bezüglich der Fahrbahn und den Radsturz bezüglich des Fahrzeugs. Im fahrzeugfesten System ist der Radsturz positiv, wenn die Oberseite des Rades nach außen geneigt ist. Bei Personenkraftwagen ist ein leicht negativer Sturz aller Räder allgemein üblich, da er eine höhere maximale Seitenführungskraft in Kurven bewirkt.

Aus der DE 20 2005 018 496 U l ist ein einstellbares Federbeinlager mit zwei zueinander axial verschiebbaren und ineinander greifenden zylindrischen Platten bekannt.

Problematisch bei den im Stand der Technik bekannten Ausführungsformen ist, dass zum Verstellen des Fahrwerks von Kraftfahrzeugen, insbesondere des Radsturzes das Achsbein ausgebaut und demontiert werden muss. Insbesondere umfasst ein Ausbau das Anheben eines Kraftfahrzeuges bis zu einer Höhe, bei welcher die Räder des Kraftfahrzeuges den Kontakt zum Boden verlieren. Bei einem Ausbau müssen zudem die Räder des Kraftfahrzeuges demontiert werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Federbeinlager und/oder eine verbessertes Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen, bei welchem die zuvor genannten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll es mit diesem verbesserten Federbeinlager und/oder verbesserten Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen möglich sein, das Fahrwerk eines Kraftfahrzeugs, insbesondere den Radsturz, einzustellen, ohne das Achsbein auszubauen und oder demontieren zu müssen. Des Weiteren soll eine zeitsparende und feine Verstellung des Radsturzes ermöglicht werden.

Offenbarung der Erfindung Diese Aufgabe wird mit einem Federbeinlager nach Anspruch 1 und einem Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen, insbesondere zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes am Federbein einer Radaufhängung nach Anspruch 8 gelöst.

Das erfindungsgemäße Federbeinlager weist gegenüber konventionellen Federbeinlagern den Vorteil auf, dass es das Einstellen von Fahrwerken, insbesondere des Radsturzes ohne den Ausbau und die Demontage des Achsbeins erfolgen kann. Des Weiteren ermöglicht das erfindungsgemäße Federbeinlager eine einfache und genaue Möglichkeit zum Einstellen von Fahrwerken, insbesondere des Radsturzes. Zudem wird die Einstellung des Radsturzes ermöglicht, ohne die Spur eines Fahrzeugs zu verstellen. Insbesondere kann das Einstellen von Fahrwerken, wie beispielsweise die Einstellung des Radsturzes bei auf dem Boden stehenden Kraftfahrzeugen durchgeführt werden. D.h., dass das Kraftfahrzeug nicht auf einer Höhe angehoben werden muss, bei welcher die Räder des Kraftfahrzeuges den Kontakt zum Boden verlieren. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen weist gegenüber konventionellen Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken den Vorteil auf, dass eine Verstellung des Fahrwerks, insbesondere Einstellung des Radsturzes vorgenommen werden kann, ohne das Achsbein ausbauen und demontieren zu müssen. Hierdurch ist eine zeitsparende Einstellung des Radsturzes möglich. Des Weiteren stellt das erfindungsgemäße Verfahren eine einfache und genaue Möglichkeit zum Einstellen von Fahrwerken zur Verfügung. Zudem wird die Einstellung des Radsturzes ermöglicht, ohne die Spur eines Fahrzeugs zu verstellen. Insbesondere kann das Einstellen von Fahrwerken, wie beispielsweise die Einstellung des Radsturzes bei auf dem Boden stehenden Kraftfahrzeugen durchgeführt werden. D.h., dass das Kraftfahrzeug nicht auf eine Höhe angehoben werden muss, bei welcher die Räder des Kraftfahrzeuges den Kontakt zum Boden verlieren.

Das erfindungsgemäße Federbeinlager zum Lagern eines Federbeins an einer

Kraftfahrzeugkarosserie und zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes am Federbein einer Radaufhängung, umfasst wenigstens ein Befestigungsmittel, wobei mit dem Befestigungsmittel mindestens eine wieder lösbare Klemmverbindung mit dem Federbeinlager und der

Kraftfahrzeugkarosserie ausbildbar ist, insbesondere eine Schraubverbindung ist, eine

Federbeinaufnahme und eine Versteileinrichtung, wobei die Versteileinrichtung mindestens einen Nutenstein mit mindestens einem Führungselement, eine Lagerplatte mit mindestens einer Führungselementaufnahme ausbildend eine Linearführung des mindestens einen Nutensteins mit dem mindestens einen Führungselement zusammen mit der mindestens einen

Führungselementaufnahme umfasst, wobei die Versteileinrichtung zusätzlich eine Klemmplatte aufweist, wobei die Lagerplatte, der mindestens eine Nutenstein und die Klemmplatte derart zueinander angeordnet sind, dass der mindestens eine Nutenstein zwischen der Lagerplatte und der Klemmplatte zumindest klemmend fixiert werden kann und wobei die Federbeinaufnahme an dem mindestens einem Nutenstein derart angeordnet ist, dass die Position des mindestens einen Nutensteins in der Linearführung mit der Stellung des Radsturzes am Federbein korreliert.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes von Kraftfahrzeugen am umfassend die folgenden Schritte:

a) Bereitstellen eines Federbeins mit einem auf der dem Rad abgewandten Seite

angeordneten Federbeinende,

b) Bereitstellen eines Federbeinlagers umfassend eine Federbeinaufnahme zur Aufnahme des Federbeinendes des in Schritt a) bereitgestellten Federbeins, eine Versteileinrichtung umfassend mindestens einem Nutenstein mit mindestens einem Führungselement, eine Lagerplatte mit mindestens einer Führungselementaufnahme ausbildend eine

Linearführung des mindestens einen Nutensteins mit dem mindestens einen

Führungselement zusammen mit der mindestens einen Führungselementaufnahme, wobei die Versteileinrichtung zusätzlich eine Klemmplatte aufweist, wobei die Lagerplatte, der mindestens eine Nutenstein und die Klemmplatte derart zueinander angeordnet sind, dass der mindestens eine Nutenstein zwischen der Lagerplatte und der Klemmplatte zumindest klemmend fixiert werden kann und wobei die Federbeinaufnahme an dem mindestens einem Nutenstein angeordnet ist und das Federbeinlager wenigstens ein Befestigungsmittel aufweist, wobei mit dem Befestigungsmittel mindestens eine wieder lösbare Klemmverbindung mit dem Federbeinlager und der Fahrzeugkarosserie ausgebildet ist, insbesondere eine Schraubverbindung ist, wobei die Klemmverbindung zusätzlich zwischen dem Federbeinlager und der Versteileinrichtung ausgebildet ist, wobei die Klemmverbindung die Position des mindestens einen Nutensteins zumindest klemmend fixiert,

c) Teilweises Lösen des wenigstens einen Befestigungsmittels des in Schritt b)

bereitgestellten Federbeinlagers, wobei die zumindest eine Klemmverbindung teilweise gelöst wird und das in Schritt b) bereitgestellte Federbeinlager mit der Fahrzeugkarosserie verbunden bleibt, wobei der mindestens eine Nutenstein des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers in der Versteileinrichtung des in Schritt b) bereitgestellten

Federbeinlagers verschiebbar ist,

d) Verschieben des aus Schritt c) verschiebbaren mindestens einen Nutensteins in der

Versteileinrichtung in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse zum Einstellen und/oder Verstellen des Radsturzes, bei aus dem Schritt c) teilweise gelöster Klemmverbindung, e) Anziehen des aus Schritt c) teilweise gelösten wenigstens einen Befestigungsmittels, wobei die teilweise gelöste Klemmverbindung aus Schritt d) wenigstens teilweise wiederhergestellt wird, wobei der in Schritt d) in der Versteileinrichtung verschobene mindestens eine Nutenstein zumindest klemmend fixiert wird.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter Einstellen das Einstellen des Radsturzes eines Kraftfahrzeugs nach den vom Kraftfahrzeughersteller empfohlenen Angaben, insbesondere bei Serienfahrzeugen, verstanden. Unter Verstellen des Radsturzes wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung das Einstellen des Radsturzes eines Kraftfahrzeugs in einem Bereich, welcher über die vom Kraftfahrzeug hersteiler empfohlenen Angaben hinaus geht, wie beispielsweise Radsturzeinstellungen im Rennsportbereich, Rallyebereich, Stuntbereich oder Kombinationen hiervon.

Unter Befestigungsmittel werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Mittel verstanden, welcher wieder lösbare Klemmverbindungen ausbilden können. Beispiele für erfindungsgemäße Befestigungsmittel sind Schraube-Mutter-Verbindungen, Gewindezapfen Mutter-Verbindungen, Gewindebolzen-Mutter-Verbindungen, Schnellspanner-Verbindungen, Bolzen-

Sicherungsklammer-Verbindungen oder Kombinationen hiervon. Insbesondere können für nachfolgend angeführte Schraubverbindungen folgende Anzugsmomente angegeben werden: M8 = 13 Nm, M IO = 25 Nm, M 12 = 45 Nm, M 14 = 72 Nm, M 16 = 110 Nrn.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter einem Führungselement, ein an einem Nutenstein angeordnetes Element verstanden, welches zusammen mit einer Führungselementaufnahme eine lineare Führung des Nutensteins ermöglicht. Beispiele für Führungselemente sind eine Kante, eine Feder, ein Schlitten, ein Draht, ein Steg oder Kombinationen hiervon.

Unter Führungselementaufnahme wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung einer Elementaufnahme zur Aufnahme eines Führungselements erstanden, welche zusammen mit dem Führungselement eine lineare Führung des Nutensteins ermöglicht. Beispiele für Führungselementaufnahmen sind eine Gegenkante, eine Nut, eine Ausnehmung, ein Rahmen, eine Schiene, ein Steg, eine Rolle oder Kombinationen hiervon.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter einer Linearführung eine geradlinige Führung des Führungselements eines Nutensteins mit der Führungselementaufnahme einer Lagerplatte verstanden. Insbesondere korreliert die Richtung der Linearführung mit der Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung fixiert das wenigstens eine Befestigungsmittel, welches mindestens eine wieder lösbare Klemmverbindung mit dem Federbeinlager und der Kraftfahrzeugkarosserie ausbildet auch den mindestens einen Nutenstein zwischen der Lagerplatte und der Klemmplatte zumindest klemmend. Beispielsweise besteht damit die Möglichkeit, dass durch teilweises Lösen des wenigstens einen Befestigungsmittels die zumindest eine Klemmverbindung insbesondere zwischen der Lagerplatte, dem mindestens einen Nutenstein und der Klemmplatte teilweise gelöst wird und das Federbeinlager mit der Fahrzeugkarosserie verbunden bleibt, wobei der mindestens eine Nutenstein des Federbeinlagers in der Versteileinrichtung des Federbeinlagers verschiebbar ist. Insbesondere erfolgt mit der vorgenannten Anordnung und der Fixierung des wenigstens einen Befestigungsmittels zum einen die Klemmverbindung zwischen Federbeinlager und Kraftfahrzeugkarosserie und zum anderen die Klemmverbindung zwischen der Lagerplatte, dem mindestens einen Nutenstein und der Klemmplatte.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das das Federbeinlager wenigstens zwei, vorzugsweise drei Befestigungsmittel.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Versteileinrichtung auf der der Kraftfahrzeugkarosserie zugewandten oder abgewandten Seite angeordnet, wobei die Federbeinaufnahme sich gegen das Federbeinlager, insbesondere die Versteileinrichtung abstützt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter der Anordnung der Versteileinrichtung auf der der Kraftfahrzeugkarosserie zugewandten Seite verstanden, dass die Kraftfahrzeugkarosserie auf der Seite in der Reihenfolge nach der Klemmplatte des Federbeinlagers angeordnet ist. Hingegen wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter der Anordnung der Versteileinrichtung auf der der Kraftfahrzeugkarosserie abgewandten Seite verstanden, dass die Kraftfahrzeugkarosserie auf der Seite in der Reihenfolge nach der Lagerplatte des Federbeinlagers angeordnet ist. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Führungselementaufnahme ein Führungsrahmen, wobei der mindestens eine Nutenstein innerhalb des Führungsrahmens angeordnet ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die Lagerplatte oder die Klemmplatte und der mindestens eine Nutenstein zumindest formschlüssig miteinander paarbare Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen auf, wobei die miteinander gepaarten Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen eine zumindest formschlüssige Verbindung in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse ausbilden. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen aus jeweils mindestens einem Zahnmodul ausgebildet. Insbesondere können durch die modulweise Ausbildung ein oder mehrere Einfachverzahnungsmodule mit ein oder mehreren Einfachverzahnungsmodule gepaart werden und/oder ein oder mehrere Mehrfachverzahnungsmodule mit ein oder mehreren Mehrfachverzahnungsmodulen gepaart werden. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen zumindest teilweise als eine Schrägverzahnung ausgebildet. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Klemmplatte mindestens eine Verstellskala auf, wobei die Verstellskala derart angeordnet ist, dass die Verstellskala mit der Position, in welcher die Federbeinaufnahme in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse angeordnet ist, korreliert, insbesondere mit dem Radsturz korreliert. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter einer Verstellskala eine Anzeigeeinrichtung zum Ablesen eines Wertes, welcher mit dem Radsturz korreliert, insbesondere eines Radsturzwertes, verstanden.

In einer üblichen Ausführungsform der Erfindung ist die Klemmplatte auf der der Kraftfahrzeugkarosserie zugewandten Seite des Federbeinlagers angeordnet und die Lagerplatte auf der der Kraftfahrzeugkarosserie abgewandten Seite des Federbeinlagers angeordnet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Klemmplatte auf der der Kraftfahrzeugkarosserie abgewandten Seite des Federbeinlagers angeordnet und die Lagerplatte auf der der Kraftfahrzeugkarosserie zugewandten Seite des Federbeinlagers angeordnet. Vorteilhaft ist bei dieser Ausführungsform, das leichtere Einstellen von Fahrwerken, wie beispielsweise die Einstellung des Radsturzes, da das Gewicht des Kraftfahrzeuges nicht auf dem Federbeinlager lastet, sowie einer verbesserte Klemmwirkung im Fahrbetrieb, da das Gewicht des Kraftfahrzeuges gegen die Lagerplatte wirkt und die Klemmkraft erhöht. Bei dieser Ausführungsform muss zum Einstellen des Fahrwerks, wie beispielsweise die Einstellung des Radsturzes, das Kraftfahrzeug auf eine Höhe angehoben werden, bei welcher die Räder des Kraftfahrzeuges den Boden nicht mehr berühren, wobei die Räder des Kraftfahrzeuges nicht demontiert werden müssen. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die Lagerplatte oder die Klemmplatte und der mindestens eine Nutenstein des in Schritt b) bereitgestellten Federbeinlagers zusätzlich zumindest formschlüssig miteinander paarbare Einfachverzahnungen und/oder Mehrfachverzahnungen auf, wobei nach dem Verschieben in Schritt d) in einem weiteren Schritt dl) eine Verzahnung erfolgt, wobei zusätzlich eine zumindest formschlüssige Verbindung in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse ausgebildet wird. Kurze Beschreibung der Zeichnungen Das erfindungsgemäße Federbeinlager und das erfindungsgemäße Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen, insbesondere zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes am Federbein einer Radaufhängung werden anhand der Zeichnungen erläutert.

Fig. 1 zeigt in einer Explosionsdarstellung schematisch eine Schrägaufsicht durch ein Federbeinlager gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 zeigt schematisch einen Längsschnitt durch ein Federbeinlager nach Fig. 1 mit Anordnungsbeispielen an einer Kraftfahrzeugkarosserie gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

In der Fig. 1 ist eine Schrägaufsicht durch ein Federbeinlager 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Das Federbeinlager 1 zeigt ein Federbein 2, eine Federbeinaufnahme 4 und eine Versteileinrichtung 5. Die Versteileinrichtung 5 umfasst einer Lagerplatte 8, einer Klemmplatte 11 und einen Nutenstein 6, wobei der Nutenstein 6 zwischen der Lagerplatte 8 und der Klemmplatte 11 angeordnet ist. Der Nutenstein 6 umfasst ein Führungselement 7 und die Lagerplatte 8 umfasst eine Führungselementaufnahme 9. Das Führungselement 7 bildet mit der Führungselementaufnahme 9 eine Linearführung des Nutensteins 6 aus. Das Federbeinlager 1 ist mit Befestigungsmitteln 3, 3', 3" an einer nicht dargestellten Kraftfahrzeugkarosserie 10, 10' derart angeordnet, dass die Linearführung des Nutensteins 6 in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse verläuft. Die Befestigungsmittel 3, 3', 3" verlaufen von der Lagerplatte 8 durch die Klemmplatte 11 und die nicht dargestellte Kraftfahrzeugkarosserie 10, 10' . Mit den Befestigungsmitteln 3, 3', 3" kann der Nutenstein 6 zwischen der Lagerplatte 8 und der Klemmplatte 11 klemmend fixiert werden. Die Führungselementaufnahme 9 ist als ein Führungsrahmen ausgebildet, wobei die Führungselementaufnahme 9 eine Einfachverzahnung aufweist und der Nutenstein 6 innerhalb des Führungsrahmens angeordnet ist. Der Nutenstein 6 zeigt eine mit der Einfachverzahnung der Führungselementaufnahme 9 paarbare Einfachverzahnung auf. Die Federbeinaufnahme 4 ist an dem Nutenstein 6 derart angeordnet, dass die Position des Nutensteins 6 in der Linearführung mit der Stellung des Radsturzes am Federbein korreliert. An der Klemmplatte 11 ist eine Verstellskala 12 derart angeordnet ist, dass die Verstellskala 12 mit der Position, in welcher die Federbeinaufnahme 4 in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse angeordneten ist, korreliert, insbesondere mit dem Radsturz korreliert.

In der Fig. 2 ist schematisch ein Längsschnitt durch das Federbeinlager 1 nach Fig. 1 mit Anordnungsbeispielen an der Kraftfahrzeugkarosserie 10, 10' gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Beispielhaft ist die Kraftfahrzeugkarosserie 10 an der Klemmplatte 11 angeordnet oder an der Lagerplatte 8. Der Doppelpfeil zeigt die mögliche Verschiebungsrichtung des Nutensteins 6 mit der Federbeinaufnahme 4 in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse. Die mögliche Verschiebungsrichtung ist umgesetzt durch eine Beabstandung der dem Nutenstein 6 zugewandten Seite der Federbeinaufnahme 4 zu der der Federbeinaufnahme 4 zugewandten Seite des Nutensteins 6, was durch einen Abstand, insbesondere ein Spiel zwischen dem Nutenstein 6 zu der Federbeinaufnahme 4 dargestellt ist. Beispielsweise wird der Abstand durch Befestigungselemente mit welchen die dargestellten sich jeweils gegenüber liegenden Öffnungen des Nutensteins 6 und der Federbeinaufnahme 4 verbunden werden, eingestellt auf ein gewünschtes Abstandsmaß. Für die Funktion der Verstellung ist gut ersichtlich, dass in einem verbundenen und beabstandeten Zustand des Nutensteins 6 zu der Federbeinaufnahme 4 die mit dem Doppelpfeil dargestellte mögliche Verschiebungsrichtung des Nutensteins 6 mit der Federbeinaufnahme 4 zu der Lagerplatte 8, insbesondere in Querrichtung zu der Fahrzeuglängsachse möglich ist, solange der Nutenstein 6 nicht zwischen der Lagerplatte 8 und der Klemmplatte 11 fixiert ist. Eine Fixierung kann durch die dargestellte Verzahnung des Nutensteins 6 mit einer gepaarten Verzahnung der Lagerplatte und/oder einer Klemmverbindung, welche durch Verspannung des Nutensteins 6 zwischen der Lagerplatte 8 und der Klemmplatte 11 mittels der Befestigungsmittel 3, 3', 3" erfolgen kann. Auch bei der Fixierung ist die dem Nutenstein 6 zugewandten Seite der Federbeinaufnahme 4 zu der der Federbeinaufnahme 4 zugewandten Seite des Nutensteins 6 beabstandet.

Gewerbliche Anwendbarkeit Federbeinlager und Verfahren zum Einstellen von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen, insbesondere zum Einstellen und Verstellen des Radsturzes am Federbein einer Radaufhängung der vorbeschriebenen Art für Fahrzeuge werden in der Produktion und/oder Wartung von Fahrzeugen, insbesondere von Fahrwerken von Kraftfahrzeuge eingesetzt. Bezugszeichenliste

1 Federbeinlager

2 Federbein

3, 3', 3" Befestigungsmittel 4 Federbeinaufnahme 5 Versteileinrichtung

6 Nutenstein

7 Führungselement

8 Lagerplatte

9 Führungselementaufnahme

10, 10' Kraftfahrzeugkarosserie 11 Klemmplatte

12 Verstellskala