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Patent Searching and Data


Title:
STUD AND PNEUMATIC VEHICLE TYRE WITH STUDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/149461
Kind Code:
A1
Abstract:
A stud (1, 1') having a stud body (2, 2') which has a base flange (6, 6') and which is composed of a non-metallic, elastic material, in particular a rubber material, and having a stud pin (3, 3') which is composed of hard metal and which is anchored in an insert (4, 4') and which projects with an end portion beyond the stud body, said insert being situated within the stud body and having a base part (4a, 4'a), wherein the base part (4a, 4'a) together with an encasing layer (5, 5') composed of the material of the stud body forms the base flange (6, 6') of the stud body, and wherein the base flange has an outer contour which is of symmetrical design with respect to at least one plane of symmetry (Si, S2) and which has two long sides and two narrow sides. The outer contour of the base part differs geometrically from that of the base flange, such that, on one side of the base part, which is assigned to a long side and/or to a narrow side, the encasing layer (5, 5') has at least one portion in which said encasing layer is thicker than at the opposite side of the base part.

Inventors:
SCHLITTENHARD, Jan (30900 Wedemark, 30900, DE)
KÖTTER, Maik (30451 Hannover, 30451, DE)
SPECHTMEYER, Torben (30451 Hannover, 30451, DE)
Application Number:
EP2019/050053
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH (Vahrenwalder Str. 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
B60C11/16
Domestic Patent References:
WO1999052721A11999-10-21
WO2017088995A12017-06-01
WO2017088995A12017-06-01
Attorney, Agent or Firm:
FINGER, Karsten (Continental Aktiengesellschaft, Intellectual PropertyPostfach 169, Hannover, 30001, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Spike (1 , G) zum Verankern in einem Spikeloch eines Laufstreifens eines

Fahrzeugluftreifens mit einem einen Fuß flansch (6, 6‘) aufweisenden Spikekörper (2, 2‘) aus einem nicht metallischen, elastischen Material, insbesondere einem Gummimaterial, und einem Spikepin (3, 3‘) aus Hartmetall, welcher in einem innerhalb des Spikekörpers (2, 2‘) befindlichen, einen Fußteil (4a, 4’a) aufweisenden Einsatz (4, 4‘)verankert ist und mit einem Endabschnitt (3a, 3’a) den Spikekörper (2, 2‘) überragt, wobei der Fußteil (4a, 4’a) gemeinsam mit einer Umhüllungsschicht (5, 5‘) aus dem Material des Spikekörpers (2, 2‘) den Fuß flansch (6, 6‘) des Spikekörpers (2, 2‘) bildet, und wobei der Fuß flansch (6, 6‘) eine Außenkontur aufweist, welche bezüglich zumindest einer Symmetrieebene (Si, S2) symmetrisch gestaltet ist und zwei Fängsseiten und zwei Schmalseiten aufweist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,

dass sich die Außenkontur des Fußteiles (4a, 4’a) geometrisch von jener des Fußflansches (6, 6‘) unterscheidet, sodass die Umhüllungsschicht (5, 5‘) an der einen einer Fängsseite und/oder einer Schmalseite zugeordneten Seite des Fußteiles (4a, 4’a) zumindest einen Abschnitt aufweist, in welchem sie dicker ist als an der gegenüberliegenden Seite des Fußteiles (4a, 4’a).

2. Spike (1, 1‘) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt, in welchem die Umhüllungsschicht (5, 5‘) eine größere Dicke aufweist, ein Umhüllungsschichtpolster (9, 9‘) bildet.

3. Spike (1, 1‘) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der

Fuß flansch (6, 6‘) in Draufsicht entlang seinen Fängsseiten gerade verlaufende und entlang seiner Schmalseiten nach außen gebogen verlaufende Außenflächen aufweist.

4. Spike (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußteil (4a) den Längs-und Schmalseiten des Fußflansches (6) zugeordnete Längs- und Schmalseiten mit nach außen gerundeten Begrenzungsflächen (8a) an den Schmalseiten und entlang der einen Längsseite zwei zueinander unter einem stumpfen Innenwinkel (a) verlaufende Begrenzungsflächen (8ci, 8c2) aufweist, sodass die Umhüllungsschicht (5) zur Außenfläche des Fußflansches (6) zwei, in Draufsicht vorzugsweise dreieckige Umhüllungsschichtpolster (9) bildet.

5. Spike (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der stumpfe

Innenwinkel (a) zwischen den Begrenzungsflächen (8ci, 8c2) 150° bis 170 ° beträgt. 6. Spike (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Umhüllungsschichtpolster (9) eine größte Dicke (d2) von 0,35 mm bis 1,0 mm, insbesondere von 0,7 mm bis 1,0 mm, aufweisen.

7. Spike (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllungsschicht (5) entlang jener Längs- und Schmalseiten des Fußteiles (4a), an welchen kein Umhüllungsschichtpolster (9) gebildet ist, eine Dicke aufweist, die geringer ist als die größte Dicke (d2) des/der

Umhüllungsschichtpolster(s) (9). 8. Spike (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der

Endabschnitt (3a) des Spikepins (3) quer zu den Längsseiten des Fußflansches (6) und des Fußteiles (4a) langgestreckt ist und zwei sich in Richtung der Längsseiten erstreckende ungleich lange Griffkanten (lOai, l0a2 ) aufweist, wobei die längere Griffkante (lOai) jene ist, die der Längsseite, an welcher das/die Umhüllungsschichtpolster (9) ausgebildet ist bzw. sind, näherliegt.

9. Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifen mit Spikes (1) gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spikes (1) im Laufstreifen derart positioniert sind, dass in jeder Laufstreifenhälfte sich die Umhüllungsschichtpolster (9) im Fuß flansch (6) jeweils näher zum

benachbarten Laufstreifenrand befinden.

10. Spike (l‘) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußteil (4‘a) den Längs-und Schmalseiten des Fußflansches (6‘) zugeordnete Längs- und Schmalseiten mit nach außen gerundeten Begrenzungsflächen (8’ai, 8’a2 ) an den Schmalseiten aufweist, wobei zumindest eine dieser

Begrenzungsflächen (8’ai, 8’a2 ) im Bereich ihres Rundungszentrums mit einem abgeflachten, in Draufsicht insbesondere gerade verlaufenden Abschnitt (l2ai, l2a2) versehen ist, sodass die Umhüllungsschicht (5‘) zur Außenfläche des Fußflansches (6) ein Umhüllungsschichtpolster (9‘) bildet.

11. Spike (l‘) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseiten des Fußflansches (6‘) und des Fußteiles (4a‘) ungleich breit sind, wobei der Fußteil (4’a) zumindest an seiner breiteren Schmalseite im Bereich des

Rundungszentrums mit einem abgeflachten, in Draufsicht insbesondere gerade verlaufenden Abschnitt (l2a2) versehen ist, welcher vorzugsweise eine Länge von 2,0 mm bis 3,0 mm aufweist.

12. Spike (1‘) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das

Umhüllungsschichtpolster (9‘) eine größte Dicke (d5) von 0,5 mm bis 1,0 mm, insbesondere 0,7 mm bis 1,0 mm aufweist.

13. Spike (1‘) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede der nach außen gerundeten Begrenzungsflächen (8’ai, 8’a2 ) an den Schmalseiten im Bereich ihres Rundungszentrums mit einem abgeflachten, in Draufsicht gerade verlaufenden Abschnitt (l2ai, 2a2) versehen ist, wobei das Umhüllungsschichtpolster (9‘) an der Schmalseite mit der größeren Breite eine größere Dicke an seiner dicksten Stelle aufweist als das

Umhüllungsschichtpolster (9‘) an der Schmalseite mit der geringeren Breite.

14. Spike (1‘) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußteil (4’a) an seinen Längsseiten konkav nach innen gebogen verlaufende

Begrenzungsflächen (8’b) aufweist.

15. Spike (l‘) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die

Umhüllungsschicht (5‘) an den an den konkav nach innen gebogen verlaufenden Begrenzungsflächen (8’b) in Draufsicht gerade verlaufende Außenflächen und eine variierende Schichtdicke (d6) von insbesondere 0,2 mm bis 0,4 mm aufweist.

16. Spike (1‘) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 10 bis 15, dadurch

gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (3‘a) des Spikepins (3‘) in Draufsicht quer zu den Längsseiten des Fußflansches (6‘) und des Fußteiles (4‘a) langgestreckt ist und zu den Schmalseiten des Fußteiles (4’a) ungleich lange Griffkanten (l3ai, l3a2 ) aufweist, wobei die kürzere Griffkante (l3a2) jene ist, die dem Umhüllungsschichtpolster (9‘) an der Schmalseite bzw., falls an beiden Schmalseiten Umhüllungsschichtpolster (9‘) ausgebildet sind, dem dickeren Umhüllungsschichtpolster (9‘) näher liegt.

17. Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifen mit Spikes (1’) gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis3 oder 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Spikes (1’) im Laufstreifen derart positioniert sind, dass das bzw. die

Umhüllungsschichtpolster (9‘) der Umfangsrichtung des Reifens zugeordnet bzw. zugewandt ist bzw. sind.

Description:
Beschreibung

Spike und Fahrzeugluftreifen mit Spikes

Die Erfindung betrifft einen Spike zum Verankern in einem Spikeloch eines Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit einem einen Fuß flansch aufweisenden Spikekörper aus einem nicht metallischen, elastischen Material, insbesondere einem Gummimaterial, und einem Spikepin aus Hartmetall, welcher in einem innerhalb des Spikekörpers befindlichen, einen Fußteil aufweisenden Einsatz verankert ist und mit einem Endabschnitt den Spikekörper überragt, wobei der Fußteil gemeinsam mit einer Umhüllungsschicht aus dem Material des Spikekörpers den Fußflansch des Spikekörpers bildet, und wobei der Fußflansch eine Außenkontur aufweist, welche bezüglich zumindest einer Symmetrieebene symmetrisch gestaltet ist und zwei Längsseiten und zwei Schmalseiten aufweist

Spikes werden üblicherweise durch eine Kombination aus Formschluss und Klemmung in den Spike löchern des Laufstreifens von Fahrzeugluftreifen gehalten. Herkömmliche Spikes bestehen aus einem Spikekörper aus Aluminium oder Stahl, in welchem der über die Laufstreifenoberfläche hervorstehende Spikepin, der aus Hartmetall besteht, gehalten ist.

Es ist bereits vorgeschlagen worden, Spikes mit Spikekörpem aus Gummi oder aus Kunststoff zu verwenden. So ist beispielsweise aus der WO 2017/088995 Al ein Spike der eingangs genannten Art bekannt, bei welchem der Spikepin und der aus Kunststoff oder Aluminium bestehende Einsatz in einen Gummimantel bzw. in Gummimaterial eingebettet sind. Die besonderen Vorteile dieser Ausführung liegen in den grundsätzlichen

Materialeigenschaften des Gummikörpers. Durch seine geringe Dichte von etwa 1 g/cm 3 ist Gummi im Vergleich zu Aluminium oder Stahl besonders leicht. Der Austausch von Aluminium oder Stahl durch Gummi als Körpermaterial führt daher zu einer Reduktion des Spikegewichtes, welches sich unter anderem positiv auf den Straßenverschleiß und auf die Feinstaubbildung auswirkt. Die elastischen Materialeigenschaften des Gummis haben jedoch noch weitere Vorteile. Zum einen dämpft das elastische Körpermaterial Stöße, sodass geringere Kräfte auf Steine in der Straßenoberfläche oder auf Streugutpartikel wirken. Auch dieser Effekt reduziert den Straßenverschleiß und die Feinstaubbildung. Darüber hinaus sind Spikekörper aus Gummi jenen aus Aluminium oder Stahl im

Abriebverhalten überlegen, da sie ein komplett anderes Verschleiß verhalten aufweisen. Da Steine im Straßenbelag und Split üblicherweise eine größere Härte als Aluminium oder sogar Stahl aufweisen, wird ein Spikekörper aus Aluminium oder Stahl stark abgeschliffen, wodurch sich die Spikekörperhöhe und der Durchmesser des Spikekörpers verringern. Dies führt dazu, dass die Kantenbereiche des Spikekörpers bei den Spikelöchem einem schneidenden Abrieb ausgesetzt werden, die Kantenbereiche erodieren, wodurch sich der Spalt zwischen dem Spike und der umliegenden Gummimatrix vergrößert. Dadurch wird das Eindringen von Sand und kleinen Sternchen, die den Spikekörperabrieb weiter beschleunigen, begünstigt. Spikekörper aus Gummi können ein ähnliches Abriebverhalten wie das Gummimaterial des Laufstreifens aufweisen, wodurch Spalten zwischen dem

Spikekörper und dem Laufstreifenmaterial zumindest weitgehend nicht mehr auftreten. Die elastischen Eigenschaften von Gummi bewirken zudem eine sich auf die Dauerhaltbarkeit des Spikes günstig auswirkende Einbettung des Spikes im Gummimaterial des

Laufstreifens.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten elastischen

Eigenschaften des Materials des Spikekörpers zur Optimierung der Einbettungssteifigkeit des Spikes im Gummimaterial des Laufstreifens besser als bisher und insbesondere optimal auszunützen.

Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass sich die Außenkontur des Fußteiles geometrisch von jener des Fußflansches unterscheidet, sodass die

Umhüllungsschicht an der einen einer Längsseite und/oder einer Schmalseite zugeordneten Seite des Fußteiles zumindest einen Abschnitt aufweist, in welchem sie dicker ist als an der gegenüberliegenden Seite des Fußteiles. Die Erfindung gestattet eine Optimierung der Eisperformance des Spikes durch eine gezielte Beeinflussung der Bettungssteifigkeit durch eine entsprechende Ausführung und Ausgestaltung des Fußteiles und des Fußflansches zur Bildung von Bereichen mit unterschiedlichen Schichtdicken der Umhüllungsschicht an einander gegenüberliegenden Seiten des Fußflansches. Die auf den Spikepin beim Bremsen, bei Traktion und bei

Kurvenfahrt auf eisigem Untergrund ausgeübten Kräfte werden durch die Hebelwirkung besonders stark in den Fuß flansch übertragen. Eine dickere Umhüllungsschicht mit höherer Elastizität und besserem Dämpfungsverhalten wird daher an jenem Bereich der

Fußflanschseite vorgesehen, wo eine weichere Bettung vorteilhaft ist. Eine dünnere, daher weniger elastische Umhüllungsschicht bewirkt eine steifere Einbettung der Spikes bei bestimmten Belastungen.

Bei einer bevorzugten Ausführung bildet der zumindest eine Abschnitt, in welchem die Umhüllungsschicht eine größere Dicke aufweist, ein Umhüllungsschichtpolster. Die Ausführung als Polster ist mit dem Vorteil eines weitgehend kontinuierlichen Überganges in die benachbarten Umhüllungsschichtabschnitte über dünner werdende Schichtdicken verbunden.

Besonders vorteilhaft ist ferner eine Ausbildung des Spikes, bei welchem der Fuß flansch in Draufsicht entlang seiner Längsseiten gerade verlaufende und entlang seiner Schmalseiten nach außen gebogen verlaufende Außenflächen aufweist. Dabei können die Längsseiten in Draufsicht gerade und insbesondere parallel zueinander verlaufen, die beiden Schmalseiten sind insbesondere bogenförmig nach außen gerundet ausgeführt und können auch übereinstimmend gestaltet sein. Die Längsseiten können ferner derart verlaufen, dass der Fußflansch an der einen Schmalseite eine größere Breite aufweist als an der anderen Schmalseite. Der Fußflansch weist daher insbesondere eine der üblichen und

gleichmäßigen, in Draufsicht im Wesentlichen ovalen Formen auf, die eine gute

Verankerung des Spikes in herkömmlichen Spikelöchem von Laufstreifen in

Fahrzeugluftreifen gestatten.

Besonders vorteilhaft ist ferner eine Ausführung des Fußteiles des Einsatzes mit den Längs- und Schmalseiten des Fußflansches zugeordneten Längs- und Schmalseiten mit nach außen gerundeten Begrenzungsflächen an den Schmalseiten und mit entlang der einen Längsseite zwei zueinander unter einem stumpften Innenwinkel verlaufenden Begrenzungsflächen, sodass die Umhüllungsschicht zur Außenfläche des Fußflansches zwei, in Draufsicht vorzugsweise dreieckige Umhüllungsschichtpolster bildet. Der stumpfe Innenwinkel zwischen den Begrenzungsflächen beträgt insbesondere 150° bis 170°, die größte Dicke der Umhüllungsschichtpolster bei der bevorzugten Ausführung 0,35 mm bis 1,0 mm, insbesondere 0,7 mm bis 1,0 mm. Eine besonders vorteilhafte Bettungssteifigkeit eines auf diese Weise ausgeführten Spikes ergibt sich dann, wenn der Spike derart im Laufstreifen und in dessen Laufstreifenhälften positioniert wird, dass sich die die Längsseiten des Lußflansches in Umfangsrichtung erstrecken und sich die Umhüllungsschichtpolster im Luß flansch jeweils näher zum benachbarten Laufstreifenrand befinden. Erfolgt eine Belastung des Spikepins in axialer oder vorrangig in axialer Richtung zur nicht gepolsterten Lußflanschkante kann sich der Spike in diesem Bereich gut abstützen und Kräfte für eine gute Seitenführung können optimal übertragen werden. Erfolgt eine Belastung in die entgegengesetzte axiale Richtung, etwa durch Schlupfbewegungen beim Abplatten des Reifens, dann kommt die weichere Bettung des Spikes im Bereich der

Umhüllungsschichtpolster zur Wirkung und der Spike kann in erwünschter Weise relativ weich nachgeben. Bei einer Ausführung des Spikes mit zumindest einem Umhüllungsschichtpolster an einer Längsseite des Lußteiles bzw. des Lußflansches weist die Umhüllungsschicht in jenen Bereichen, wo kein Umhüllungsschichtpolster gebildet ist, eine Dicke auf, die geringer ist als die größte Dicke des bzw. der Umhüllungsschichtpolster. Bei Ausführungen des Spikes mit zumindest einem Umhüllungsschichtpolster an der einen Längsseite des Lußteiles bzw. Lußflansches ist auch eine besondere Ausgestaltung des Spikepins bzw. seines den Spikekörper überragenden Endabschnittes und der dort an der Deckfläche ausgebildeten Griffkanten besonders vorteilhaft für einen optimalen Eisgriff. Der Endabschnitt des Spikepins ist quer zu den Längsseiten des Lußflansches und des Lußteiles langgestreckt und weist zwei sich in Richtung der Längsseiten erstreckende ungleich lange Griffkanten auf, wobei die längere Griffkante jene ist, die der Längsseite, an welche das/die Umhüllungsschichtpolster ausgebildet ist bzw. sind, näher liegt. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Spikes weist der Fußteil den Längs- und Schmalseiten des Fußflansches zugeordnete Längs- und Schmalseiten mit nach außen gerundeten Begrenzungsflächen an den Schmalseiten auf, wobei zumindest eine dieser Begrenzungsflächen im Bereich ihres Rundungszentrums mit einem abgeflachten, in Draufsicht insbesondere gerade verlaufenden Abschnitt versehen ist, sodass die

Umhüllungsschicht zur Außenfläche des Fußflansches ein Umhüllungsschichtpolster bildet.

Besonders bevorzugt ist dabei eine Ausführung des Spikes, bei welchem die Schmalseiten des Fußflansches und des Fußteils ungleich breit sind, wobei der Fußteil zumindest an seiner breiteren Schmalseite im Bereich des Rundungszentrums mit einem abgeflachten, in Draufsicht insbesondere gerade verlaufenden Abschnitt versehen ist, welcher vorzugsweise eine Länge von 2,0 mm bis 3,0 mm aufweist. Die größte Dicke dieses

Umhüllungsschichtpolsters beträgt insbesondere 0,5 mm bis 1,0 mm, vorzugsweise 0,7 mm bis 1,0 mm. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn solche Spikes im Laufstreifen derart positioniert sind, dass das Umhüllungsschichtpolster der Umfangsrichtung des Reifens zugeordnet bzw. zugewandt ist. Diese Spikeanordnung ist für die

Bettungssteifigkeit bei unter Traktionsbelastungen und Bremsbelastungen auf eisigem Untergrund wirkenden Kräften besonders günstig.

Bei einer weiteren bevorzugten und vorteilhaften Ausführung des Spikes ist an jeder der nach außen gerundeten Begrenzungsflächen an den Schmalseiten im Bereich des

Rundungszentrums ein abgeflachter, in Draufsicht gerade verlaufender Abschnitt vorgesehen, wobei das Umhüllungsschichtpolster an der Schmalseite mit der größeren Breite eine größere Dicke an seiner dicksten Stelle aufweist als das

Umhüllungsschichtpolster an der Schmalseite mit der geringeren Breite. Auf diese Weise kann gezielt auf die Bettungssteifigkeit bei Brems- und Traktionsbelastungen Einfluss genommen werden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung dieses Spikes ist vorgesehen, dass der Fußteil an seinen Längsseiten konkav nach innen gebogen verlaufende Begrenzungsflächen aufweist, wobei die Umhüllungsschicht an diesen Begrenzungsflächen bevorzugt derart ausgebildet ist, dass sie in Draufsicht gerade verlaufende Außenflächen und eine entsprechend variierende Schichtdicke von insbesondere 0,2 mm bis 0,4 mm aufweist. Die Schichtdicke ist daher entlang dieser Begrenzungsflächen geringer als im Bereich von Umhüllungsschichtpolster an den Schmalseiten. Im mittleren Bereich dieser

Begrenzungsflächen ist die Schichtdicke in Folge der konkaven Ausführung der

Begrenzungsflächen am größten und kann daher ebenfalls die Bettungssteifigkeit des Spikes beeinflussen.

Bei dieser Spikeausgestaltung ist für eine gute Eisperformance eine besondere

Ausgestaltung des Spikepins bzw. seiner Griffkanten an seiner äußeren Deckfläche von besonderem Vorteil. Bei dieser Ausgestaltung ist der Endabschnitt des Spikepins in Draufsicht quer zu den Längsseiten des Fußflansches und des Fußteiles langgestreckt und weist zu den Schmalseiten des Fußteiles ungleich lange Griffkanten auf, wobei die kürzere Griffkante jene ist, die dem Umhüllungsschichtpolster an der Schmalseite bzw., falls an beiden Schmalseiten Umhüllungsschichtpolster ausgebildet sind, dem jeweils dickeren Umhüllungsschichtpolster näher liegt.

Die Erfindung betrifft ferner einen Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifen mit erfindungsgemäß ausgeführten Spikes, wobei die Spikes derart im Laufstreifen positioniert sind, dass ihre längere Erstreckung der Umfangsrichtung oder im Wesentlichen der

Umfangsrichtung zugeordnet ist. Dabei ist auch eine Anordnung besonders vorteilhaft, bei der die Spikes in über den Umfang verlaufenden Spikespuren angeordnet sind und in jeder Spikespur sich jeweils Spikes mit an den Schmalseiten ausgebildeten und Spikes mit an den Längsseiten ausgebildeten Umhüllungsschichtpolstem befinden. Besonders günstig ist ferner eine Anordnung der Spikes im Laufstreifen derart, dass sich im mittleren Bereich des Laufstreifens vorrangig oder ausschließlich Spikes mit Umhüllungsschichtpolstem an den Schmalseiten und in den seitlichen Bereichen des Laufstreifens vorrangig oder

ausschließlich Spikes befinden, bei welchen die Umhüllungsschichtpolster an den

Längsseiten ausgebildet sind.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die Ausführungsbeispiele darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen Fig. 1 und Fig. 2 Seitenansichten einer ersten Ausführungsform eines Spikes gemäß der Erfindung,

Fig. 3 eine Schrägansicht des Spikes gemäß Fig. 1 und Fig. 2,

Fig. 4 eine Draufsicht auf den Spike gemäß der ersten Ausführungsform,

Fig. 5 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie V-V in Fig. 4 gekennzeichneten Schnittebene,

Fig. 6 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie VI-VI in Lig. 4 gekennzeichneten Schnittebene,

Lig. 7 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie VII-VII in Lig. 1

gekennzeichneten Schnittebene,

Lig. 8 und Lig. 9 Seitenansichten einer zweiten Ausführungsform eines Spikes gemäß der Erfindung,

Lig. 10 eine Schrägansicht des Spikes gemäß Lig. 8 und Lig. 9,

Lig. 11 eine Draufsicht auf den Spike gemäß der zweiten Ausführungsform,

Lig. 12 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie XII-XII in Lig. 11

gekennzeichneten Schnittebene,

Lig. 13 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie XIII-XIII in Lig. 11

gekennzeichneten Schnittebene,

Fig. 14 eine Schnittdarstellung entlang der durch die Linie XIV-XIV in Fig. 1

gekennzeichneten Schnittebene und Fig. 15 eine Draufsicht auf einen Umfangsabschnitt eines Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit einer Ausführungsvariante der Anordnung der Spikes.

Die Figuren 1 bis 14 zeigten vereinfachte Darstellungen von Spikes 1, l‘ gemäß der Erfindung. In der nachfolgenden Beschreibung verwendete Begriffe wie senkrecht, oben, unten und dergleichen beziehen sich auf die Darstellungen der Spikes 1, 1‘ in den Figuren.

Die in den Figuren gezeigten Spikes 1 (Fig. 1 bis Fig. 7) und V (Fig. 8 bis Fig. 14) bestehen grundsätzlich aus einem Spikekörper 2 (Fig. 1 bis Fig. 7) und 2‘ (Fig. 8 bis Fig. 14) und einem Spikepin 3 (Fig. 1 bis Fig. 7) und 3‘ (Fig. 8 bis Fig. 14). Im Spikekörper 2,

2‘ ist ein Einsatz 4, 4‘ enthalten, welcher einen Fußteil 4a, 4’ a und einen Pinhalter 4b, 4’b aufweist, in dessen Mitte jeweils der Spikepin 3, 3‘ verankert ist, welcher mit einem Endabschnitt 3a, 3’a den Spikekörper 2, 2‘ überragt. Die Spikes 1, V weisen vertikal verlaufende zentrale Hochachsen a (Fig. 5, 6; Fig. 12, 13) auf, auf welchen sich der nicht bezeichnete Massenschwerpunkt der Spikes 1 , 1‘ befindet.

Der Einsatz 4, 4‘ besteht aus Kunststoff, insbesondere aus einem duroplastischen oder thermoplastischen Kunststoff, oder aus Metall, insbesondere aus Aluminium. Der bei den gezeigten Ausführungen beispielhaft blockförmig gestaltete Pinhalter 4, 4’, erstreckt sich bis in den mittleren Bereich des Spikekörpers 2, 2‘. Der Fußteil 4a, 4‘a des Einsatzes 4 ist ein den Pinhalter 4b, 4‘b vorzugsweise an allen Seiten überragender Bauteil, dessen größte Dicke di (Fig. 5, Fig. 12) in der Größenordnung von 1,0 mm bis 1,4 mm beträgt.

Der Spikekörper 2, 2‘ weist einen Fuß flansch 6, 6‘ auf, welcher aus dem Fußteil 4a, 4‘a des Einsatzes 4, 4‘ und einer den Fußteil 4a, 4’ a umgebenden Umhüllungsschicht 5, 5‘ besteht, sodass der Fußteil 4a, 4’ a in das Material des Spikekörpers 2, 2‘ eingebettet ist. Abgesehen vom Fuß flansch 6, 6‘ ist der Spikekörper 2, 2‘ bei den dargestellten vereinfachten

Ausführungen ein zylindrischer Bauteil. Der Spikekörper 2, 2‘ kann jedoch auch eine andere äußere Gestalt aufweisen, beispielsweise kegelstumpfförmig oder auf andere Weise konisch gestaltet sein. Der Spikekörper 2, 2‘ besteht aus einem nichtmetallischen, elastischen Material, vorzugsweise einem Gummimaterial, insbesondere einem schnitt- und abriebbeständigen Gummimaterial. Alternativ besteht der Spikekörper 2, 2‘ aus einem thermoplastischen Vulkanisat mit ähnlichen Eigenschaften wie Gummimaterialien.

Mischungszusammensetzungen zur Herstellung geeigneter Gummimaterialien sowie geeigneter thermoplastischer Vulkanisate sind dem Reifenfachmann hinlänglich bekannt. Das Material des Spikekörpers 2, 2‘ umhüllt ferner den Endabschnitt 3a, 3’a des Spikepins 3, 3‘, gegebenenfalls mit oder ohne Bedeckung der Deckfläche 7, 7‘ des Endabschnittes 3a, 3’a.

Der Spikepin 3, 3‘ besteht insbesondere aus einem Hartmetall und ist ein stiftartig gestalteter, über seine Länge sich konisch verjüngender Bauteil, welcher mit seinem verjüngten Endabschnitt im Pinhalter 4b, 4’b fest verankert ist. Die Querschnittsfläche des Spikepins 3, 3‘ wird durch die Verjüngung des Spikepins 3, 3‘ entlang der

Längserstreckung des Spikepins 3, 3‘ kontinuierlich kleiner, bleibt jedoch bei der bevorzugten Ausgestaltung des Spikepins 3, 3‘ geometrisch gleichartig erhalten.

Bei der in Fig. 1 bis Fig. 7 gezeigten Ausführung ist der Fußteil 4a des Einsatzes 4 ein länglich ovaler Bauteil mit in Draufsicht gleich breiten Schmalseiten und mit zwei unterschiedlich gestalteten Längsseiten. Wie insbesondere Fig. 7 zeigt befinden sich an den Schmalseiten bogenförmig nach außen gerundete Begrenzungsflächen 8a, wobei an der einen Längsseite die Begrenzungsflächen 8a durch eine gerade verlaufende

Begrenzungsfläche 8b und an der anderen Längsseite durch zwei zueinander unter einem stumpfen Innenwinkel a verlaufende Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 miteinander verbunden sind. Der stumpfe Winkel a beträgt in der Größenordnung von 150° bis 170°. Die beiden Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 weisen vorzugsweise übereinstimmende Längen auf, ihr Übergangsbereich ineinander ist im gezeigten Ausführungsbeispiel gerundet.

Die Umhüllungsschicht 5 umgibt den Fuß teil 4a entlang der Begrenzungsflächen 8a und 8b mit einer jeweils konstanten oder nahezu konstanten Dicke in der Größenordnung von 0,2 mm bis 0,30 mm. Entlang der Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 weist die Umhüllungsschicht 5 eine Außenfläche auf, welche parallel zu der am gegenüberliegenden Bereich der Umhüllungsschicht 5 entlang der Begrenzungsfläche 8b verlaufenden

Außenfläche verläuft, sodass entlang der Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 in Draufsicht (Fig. 7) bzw. im Querschnitt dreieckförmige und gegenüber der sonstigen Schichtdicke der Umhüllungsschicht 5 verdickte Umhüllungsschichtpolster 9 vorliegen. Die Dicke d 2 dieser Umhüllungsschichtpolster 9 beträgt an ihrer dicksten Stelle in der Größenordnung von 0,35 mm bis 1,0 mm, insbesondere mindestens 0,7 mm. Im Bereich der Übergangsrundung zwischen den Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 befindet sich lediglich eine sehr dünne Gummischicht mit einer Dicke in der Größenordnung von 0,1 mm bis 0,15 mm.

Bei der bevorzugten Ausführung beträgt die Breite bi des Fußflansches 7 in der

Größenordnung von 6,5 mm bis 7,0 mm, insbesondere 6,7 mm, seine größte Länge h 7,7 mm bis 8,3 mm, insbesondere 8,0 mm. In Folge der Ausgestaltung des Fußteiles 4a weist der Spike 1 eine einzige, durch die Hochachse a gehende und im rechten Winkel zu den Längsseiten des Fußflansches 7 verlaufende Symmetrieebene, welche in Fig. 4 durch die Linie Si versinnbildlicht ist, auf.

Der Spikepin 3 ist bei der dargestellten und bevorzugten Ausführung ebenfalls nur bezüglich der Symmetrieebene Si symmetrisch gestaltet. Von Bedeutung für den Eisgriff ist die Ausgestaltung der äußeren Deckfläche 7 am Endabschnitt 3 a des Spikepins 3. Die Deckfläche 7 weist entlang der Symmetrieebene Si ihre größte Erstreckungslänge auf, sodass der Spikepin 3 in Draufsicht entlang der Symmetrieebene Si langgestreckt ist. Die Länge l 2 (Fig. 4) der Deckfläche 7 beträgt 2,7 mm bis 3,2 mm, ihre größte Breite b 2 2,0 mm bis 2,3 mm. Die Deckfläche 7 weist somit an ihren in Längserstreckung befindlichen Schmalseiten je eine im rechten Winkel zur Symmetrieebene Si verlaufende Griffkante lOai, l0a 2 auf, wobei die Griffkante lOai länger ist als die Griffkante l0a 2 . Die Länge der Griffkante lOai beträgt 1,6 mm bis 2,2 mm, die Länge der Griffkante l0a 2 ist um 0,2 mm bis 0,5 mm kleiner. Der Spikepin 3 ist derart im Pinhalter 4b verankert, dass die längere Griffkante lOai jene ist, die den Begrenzungsflächen 8ci und 8c 2 des Fußteiles 4a des Einsatzes 4 näherliegt. Die beiden Griffkanten lOai, l0a 2 sind bei der gezeigten Ausführung jeweils durch zwei gleich gestaltete und unter einem stumpfen Innenwinkel ß in der Größenordnung von vorzugsweise 160° bis l70°zueinander verlaufende Griffkanten l lai und l la 2 miteinander verbunden. Bei der gezeigten Ausführung ist ferner die unmittelbar an die Griffkante lOai anschließenden Griffkante 1 lai kürzer als die Griffkanten 1 la 2 . Bei alternativen, gesondert nicht dargestellten Ausführungsformen sind die Griffkanten lOai, l0a 2 jeweils durch eine einzige gerade oder durch eine bogenförmig nach außen verlaufende Griffkante

miteinander verbunden. Die Griffkanten lOai, l0a 2 , l lai und l la 2 gehen entlang des Spikepins 3 in diesen entsprechend begrenzende Seitenflächen über.

Die spezielle Ausgestaltung des Fußteiles 4a des Einsatzes 4 erleichtert es, den Einsatz 4 mit dem Spikepin 3 mit richtiger Orientierung in die Form zum Umspritzen mit dem Material des Spikekörpers 2 einzusetzen.

Für die Eigenschaften des Spikes 1 ist die spezielle Ausgestaltung des Fußflansches 6 mit Umhüllungsschichtpolstem 9 von Bedeutung, die eine Beeinflussung und Optimierung der Bettungssteifigkeit des im Laufstreifen eingesetzten Spikes 1 gestatten. Der Spike 1 wird, wie es beispielsweise bei Fig. 4 mit dem Pfeil U angedeutet ist, im Laufstreifen

vorzugsweise mit seiner längeren Erstreckung des Fußflansches 6 parallel oder annähernd parallel - mit einer Abweichung von bis zu ca. 15° - zur Umfangsrichtung des Laufstreifens positioniert und in den Laufstreifenhälften ferner derart, dass sich die

Umhüllungsschichtpolster 9 im Fuß flansch 6 jeweils näher zum benachbarten

Laufstreifenrand befinden, sodass je nach der vorrangig wirkenden Belastungsrichtung eine unterschiedliche Bettungssteifigkeit des Spikes 1 resultiert. Erfolgt nun eine Belastung des Spikepins 3 in axialer oder vorrangig in axialer Richtung, wie es in Fig. 7 durch den Pfeil Pi angedeutet ist, dann stützt sich der Spike 1 im Bereich der nicht gepolsterten

Fußflanschkante ab. Kräfte für eine gute Seitenführung können somit optimal übertragen werden. Erfolgt eine Belastung aus der Richtung des Pfeiles P 2 , etwa durch

Schlupfbewegungen beim Abplatten des Reifens, dann kommt die weichere Bettung des Spikes 1 im Bereich der Umhüllungsschichtpolster 9 zur Wirkung und der Spike 1 kann in erwünschter Weise relativ weich nachgeben. Bei der in Fig.8 bis Fig. 14 gezeigten Ausführung ist der Fußteil 4‘a des Einsatzes 4‘ ebenfalls ein länglich ovaler Bauteil, jedoch mit in Draufsicht ungleich breiten

Schmalseiten und mit gleich gestalteten Längsseiten (Fig. 14). Der Spike 1‘ ist bezüglich einer in der Längserstreckung des Lußflansches 4’a durch die Hochachse a verlaufenden Symmetrieebene S 2 (Lig. 11) symmetrisch gestaltet. An den Schmalseiten des Lußteiles 4’a befinden sich bogenförmig nach außen gerundete Begrenzungsflächen 8’ai und 8’a 2 . An den Längsseiten befinden sich konkav nach innen gebogen verlaufende

Begrenzungsflächen 8’b. Die Enden der Begrenzungsflächen 8’b verbindende Gerade verlaufen jeweils unter einem spitzen Winkel g in der Größenordnung von 5° bis 20° zur Symmetrieebene S 2 derart, dass ihr gegenseitiger Abstand an ihren Enden zur

Begrenzungsfläche 8’ai kleiner ist, als ihr gegenseitiger Abstand an ihren Enden bei der Begrenzungsfläche 8’a 2 . Die Begrenzungsflächen 8’ai und 8’a 2 sind jeweils im Bereich ihrer Rundungszentren mit einem abgeflachten, in Draufsicht gerade verlaufenden

Abschnitt l2ai und l2a 2 versehen. Diese Abschnitte l2ai und l2a 2 verlaufen im rechten Winkel zur Symmetrieebene S 2 . Der Abschnitt l2ai ist um 0,3 mm bis 0,8 mm kürzer als der Abschnitt l2a 2 , dessen Länge in der Größenordnung von 2,0 mm bis 3,0 mm beträgt. Die Umhüllungsschicht 5‘ umgibt die Begrenzungsflächen 8’ai und 8’a 2 gleichmäßig und jeweils insgesamt nach außen gerundet und zu den gerundeten Abschnitten der

Begrenzungsflächen 8’ai und 8’a 2 mit konstanter oder im Wesentlichen konstanter Schichtdicke d 3 , d 4 . Die Schichtdicke d 3 der Umhüllungsschicht 5‘ entlang den gerundeten Abschnitten der kürzeren Begrenzungsfläche 8‘ai kann jedoch auch geringer sein als jene entlang den gerundeten Abschnitten der längeren Begrenzungsfläche 8‘a 2 . In jedem Fall wird entlang des abgeflachten Abschnittes l2a 2 an der längeren Begrenzungsfläche 8‘a 2 ein größeres und dickeres Umhüllungsschichtpolster 9‘ gebildet ist als entlang des Abschnittes l2ai an der Begrenzungsfläche 8‘ai. Die Dicke ds dieses Umhüllungsschichtpolsters 9‘ beim abgeflachten Abschnittes l2a 2 beträgt 0,5 mm bis 1,0 mm. Entlang der konkav nach innen gebogen verlaufenden Begrenzungsflächen 8‘b des Fußteiles 4’a wird die

Umhüllungsschicht 5‘ vorzugsweise mit einer ebenen Außenfläche und daher mit entsprechend variierender Schichtdicke d 6 von 0,2 mm bis 0,4 mm ausgebildet.

Der in der Mitte des Spikes 1‘ entlang der Hochachse a positionierte Spikepin 3‘ weist eine Deckfläche 7‘ auf, welche annähernd die Gestalt eines länglichen Viereckes mit abgeschrägten Ecken und einer Länge b von 2,8 mm bis 3,2 mm und einer Breite b 3 von 1,8 mm bis 2,0 mm, wobei der Spikepin 3‘ im Einsatz 4‘ derart verankert ist, dass er sich im rechten Winkel zur Symmetrieebene S 2 erstreckt und somit gegenüber dieser symmetrisch ausgeführt ist. Die Deckfläche 7‘ besitzt daher zwei längere, im rechten Winkel zur Symmetrieebene S 2 verlaufende Griffkanten 13ai und l3a 2 und ferner zwei kürzere, parallel zur Symmetrieebene S 2 verlaufende gleichlange Griffkanten 13b. Die Griffkanten 13b weisen insbesondere eine Erstreckungslänge von 1,0 mm bis 1,7 mm, die Griffkante l3ai eine Länge von 2,3 mm bis 3,2 mm und die Griffkante l3a 2 weist eine Länge auf, die um bis zu 1,2 mm geringer ist als die Länge der Griffkante 13ai . Eckkanten l4a verbinden die Griffkante 13ai mit den Griffkanten 13b, Eckkanten l4b die Griffkante l3a 2 mit den Griffkanten 13b. Entlang der Erstreckung des Spikepins 3‘ schließen von den Griffkanten l3ai, l3a 2 , l3b und den Eckkanten l4a, l4b ausgehende, entsprechend gestaltete

Seitenflächen an, die nicht bezeichnet sind, an. Anstelle von Eckkanten und zugehörigen Eckflächen kann der Spikepin 3‘ Übergangsrundungen und gerundete Übergangsflächen aufweisen.

Der Spike 1‘ ist ein sogenannter Traktions- und Bremsspike, welcher vorzugsweise in sämtlichen Spikespuren eines Laufstreifens, insbesondere in Kombination mit Spikes 1 , vorgesehen wird. Bei Laufstreifen, die nicht laufrichtungsgebunden ausgeführt sind, wird etwa die Hälfte der im Laufstreifen vorgesehenen Spikes 1‘ - entsprechend über den Umfang verteilt - mit einer Orientierung zur Umfangsrichtung (Pfeil U bei Fig. 11) - wie in den Figuren dargestellt angeordnet, die zweite Hälfte der vorgesehenen Spikes 1‘ mit entgegengesetzter Orientierung. Besonders vorteilhaft ist jedoch die Anordnung der Spikes 1‘ in Laufstreifen von Reifen mit einer vorgegebenen Drehrichtung bei Vorwärtsfahrt, also in Reifen mit einem Laufstreifen, der laufrichtungsgebunden ausgestaltet ist. Dabei erfolgt die Anordnung der Spikes V derart, dass die breitere Seite der Fuß flansche 6‘ beim

Abrollen des Reifens bei Vorwärtsfahrt in die Abrollrichtung zeigt, wie es in Fig. 11 mit dem Pfeil U angedeutet ist. Eine derartige Anordnung der Spikes 1‘ ist für die

Bettungssteifigkeit bei unter Traktionsbelastungen und Bremsbelastungen auf eisigem Untergrund wirkenden Kräften besonders vorteilhaft. Bei Traktion dringt der Spikepin 3‘ des Spikes 1‘ mit seiner kürzeren Griffkante l3a 2 leicht in die Eisoberfläche ein und beginnt mit der Kraftübertragung, dabei wird er verkippt und stützt sich steif auf dem schmäleren Umhüllungsschichtpolster 9 ab. Das vordere, dickere Umhüllungsschichtpolster 9‘ erleichtert die Spikeverkippung, weil das elastische

Gummimaterial eine geringere Steifigkeit als das Kunststoff- oder Aluminiummaterial des Fußteiles 4’a aufweist. Dadurch kann sich der Spike 1‘ leicht„aufstellen“, um einen höheren Überstand auszubilden und um schneller den optimalen Fräswinkel einzunehmen.

Bei der Bremskraftübertragung dringt der Spikepin 3‘ auch zunächst mit seiner kürzeren Griffkante l3a 2 ins Eis ein, wird jedoch dann durch die Relativbewegung zwischen Reifen und Straßenoberfläche„umgekippt“ und überträgt nun die Bremskräfte mit seiner längeren Griffkante l3ai. Beim„Umkippen“ des Spikes wird der Pin 3‘ quasi automatisch ins Eis gedrückt. Zur Maximierung der Bremskräfte ist es besonders wichtig, dass der Spike 1‘ weich gebettet ist, damit Spannungsspitzen abgebaut werden und so ein vorzeitiger Eisbruch verhindert wird. Die weiche Bettung erfolgt über das dickere, elastische

Umhüllungsschichtpolster 9‘ am Fuß flansch 6‘.

Fig. 15 zeigt schematisch einen Umfangsabschnitt eines Laufstreifens für einen PKW- Winterreifen mit einem drehrichtungsgebundenen Profil. Der beispielhaft gezeigte

Laufstreifen weist zwei schulterseitige Profilblockreihen 15 und zwischen diesen im mittleren Laufstreifenbereich weitere Profilblöcke 16, die durch V-förmig über die Breite des Laufstreifens verlaufende Querrillen 17 und eine Anzahl von Umfangsrillen 18 und Schrägrillen 19 gebildet sind, auf. Die Drehrichtung bei Vorwärtsfahrt ist durch einen Pfeil P v gekennzeichnet. B bezeichnet die Breite des bodenberührenden Teils des Laufstreifens. Innerhalb dieser Breite B sind Spikes 1 , 1‘ in sogenannten Spikespuren Sp, deren Anzahl üblicherweise zwischen 4 und 25, insbesondere 12 und 20 beträgt, angeordnet. Spikespuren Sp sind parallel zur Umfangsrichtung kreisförmig umlaufende Linien und in Fig. 15 als gestrichelte Linien versinnbildlicht. Bei der in Fig. 15 gezeigten Ausführung sind pro Laufstreifenhälfte sieben Spikespuren Sp vorgesehen, deren Anordnung bezüglich des Reifenäquators A-A symmetrisch erfolgt. Im gezeigten Umfangsabschnitt ist beispielhaft in jeder Spikespur zumindest ein Spike 1 und zumindest ein Spike 1‘ eingezeichnet. Üblicherweise sind pro Spikespur Sp über den Umfang des Reifens 4 bis 25, insbesondere 7 bis 16, Spikes 1, V positioniert. Bei einer alternativen Ausführung sind in den Spikespuren Sp in den beiden seitlichen

Umfangsbereichen ausschließlich Spikes 1 und in den Spikespuren Sp im mittleren Umfangsbereich ausschließlich Spikes l‘ positioniert.

Bezugszeichenliste

1 , 1‘ . Spike

2, 2‘ . Spikekörper

2a . Spikekörperteil

3, 3‘ . Spikepin

4, 4‘ . Einsatz

4a, 4‘a . Fußteil

4b, 4’b . Pinhalter

5, 5’ . Umhüllungsschicht

6, 6’ . Fuß flansch

7, 7’ . Deckfläche

8a, 8b . Begrenzungsfläche

8’ai, 8’a 2 . Begrenzungsfläche

8’b . Begrenzungsfläche

8ci, 8C 2 . Begrenzungsfläche

9, 9’ . Umhüllungsschichtpolster lOai, l0a 2 . Griffkante

11 ai , 11 a 2 . Griffkante

l2ai, l2a 2 . Abschnitt

13ai , 13 a 2 . Griffkante

13b . Griffkante

l4a, l4b . Eckkante

15 . Profilblockreihe

16 . Profilblock

17 . Querrille

18 . Umfangsrille

19 . Schrägrille

a, ß, g . Winkel

A- A . Reifenäquator a Hochachse

B Breite bi, b 2, b 3 Breite Länge di, d 2 Dicke d 3 , cU, d 5, d 6 Dicke

Pi, P 2 Pfeil

Pv Pfeil

Si, S 2 Symmetrieebene

Sr Spikespur