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Title:
SUBSTITUTED CYCLOPROPYLCARBONYL-PHENYLAMINOSULPHONYL UREAS AS HERBICIDES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/029167
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to novel substituted cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulphonyl ureas of formula (I) in which the constituents R1, R2, R3 and R4 have the meanings given in the description and R5 is optionally halogen or C1-C4 alkyl-substituted cyclopropyl, and salts of the compounds of formula (I), excepting the compound N-(4,6-dimethoxy pyrimidine-2-yl)-N'-(2-cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulphonyl) urea, and processes for producing the novel compounds and their use as herbicides.

Inventors:
Jansen, Johannes-r
Drewes, Mark-wilhelm Riebel Hans-jochem Dollinger Markus Santel Hans-joachim
Application Number:
PCT/EP1995/001394
Publication Date:
November 02, 1995
Filing Date:
April 13, 1995
Export Citation:
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Assignee:
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT JANSEN, Johannes-R
Drewes, Mark-wilhelm Riebel Hans-jochem Dollinger Markus Santel Hans-joachim
International Classes:
A01N47/36; C07C225/22; C07D521/00; (IPC1-7): C07D239/42; A01N47/36; C07D239/47; C07D239/52
Foreign References:
US5280007A1994-01-18
EP0463287A11992-01-02
EP0530994A11993-03-10
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Claims:
Patentansprüche
1. Substituierte Cyclopropylcarbonylphenylaminosulfonylharnstoffe der allge¬ meinen Formel (I) in welcher R für Wasserstoff, Halogen oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C1C3 Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 4 Kohlen¬ stoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, R2 für Wasserstoff oder Halogen steht, R3 für Halogen oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C1C3 Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkyl¬ sulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoff¬ atomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, R4 für Wasserstoff, Halogen, Formyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C1C3 Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, und R5 für gegebenenfalls durch Halogen oder C1C4 Alkyl substituiertes Cyclo¬ propyl steht, sowie Salze der Verbindungen der Formel (I), wobei die Verbindung N(4,6 Dimethoxypyrimidin2yl)N(2cyclopropylcarbonylphenylaminosulfonyl) harnstoff ausgenommen ist.
2. Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß darin R für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkyl thio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, R2 für Wasserstoff, Fluor, Chlor oder Brom steht, R3 für Fluor, Chlor, Brom oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkyl sulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, R4 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Formyl oder für jeweils gegebenen¬ falls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, und R für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methyl oder Ethyl substituiertes Cyclopropyl steht, ausgenommen die Verbindung N(4,6Dimethoxypyrimidin2yl)N'(2cyclo ρropylcarbonylphenylaminosulfonyl)harnstoff.
3. Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß darin R für Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethylamino steht, R2 für Wasserstoff steht, R3 für Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Difluor¬ methoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethyl amino steht, R4 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, n oder iPropyl, Trifluormethyl, Methoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Acetyl oder Methoxycarbonyl steht, und R5 für Cyclopropyl steht, ausgenommen die Verbindung N(4,6Dimethoxypyrimidin2yl)N'(2cyclo propylcarbonylphenylaminosulfonyl)harnstoff.
4. Verbindungen der Formeln (IA) und (IB) gemäß Anspruch 1, in welchen jeweils R1 für Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethylamino steht, R2 für Wasserstoff steht, R3 für Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Difluor¬ methoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethyl amino steht, R4 für Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, n oder iPropyl, Trifluormethyl, Methoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Acetyl oder Methoxycarbonyl steht, und R5 für Cyclopropyl steht.
5. Verfahren zur Herstellung von substituierten Cyclopropylcarbonylphenylamino sulfonylharnstoffen der Formel (I) oder deren Salzen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminopyrimidine der allgemeinen Formel (II) in welcher Rl, R2 und R3 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, mit Chlorsulfonylisocyanat (ClSθ2N=C=O), gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, umsetzt und die hierbei gebildeten Chlorsulfonyl harnstoffe der allgemeinen Formel (EI) in welcher R, R2 und R3 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, 33 mit Anilinen der allgemeinen Formel (IV) in welcher R4 und R5 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines Säureakzeptors und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt und gegebenenfalls die so erhalte¬ nen Verbindungen der Formel (I) nach üblichen Methoden in Salze überführt.
6. Herbizide Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einer Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1.
7. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum.
8. Verfahren zur Bekämpfung von Unkräutern, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1 auf die Unkräuter oder ihren Lebensraum einwirken läßt.
9. Verfahren zur Herstellung von herbiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt.
10. Aniline der Formel (IVa), in welcher A für Halogen, Formyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C1C3 Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht und R5 für gegebenenfalls durch Halogen oder C1C4 Alkyl substituiertes Cyclopropyl steht.
Description:
SUBSTITUIERTE CYCLOPROPYLCARBONYL-PHENYLAMINOSULFONYL-HARNSTOFFE ALS HERBIZIDE

Die Erfindung betrifft neue substituierte Cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl- harnstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Herbizide.

Es ist bekannt, daß die Verbindung N-(4,6-Dimethoxy-pyrimidin-2-yl)-N , -(2-cyclo- propylcarbonyl-phenylaminosulfonyl)-harnstoff, als selektives Herbizid eingesetzt werden kann (vgl. EP-A 463287 / US-P 5009699).

Einige Alkylcarbonylphenylaminosulfonylharnstoffe sind aus älteren Patentan¬ meldungen bekannt, haben jedoch keine Bedeutung erlangt (vgl. EP-A 264467 / US-P 4622065).

Es wurden nun die neuen substituierten Cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl- harnstoffe der allgemeinen Formel (I)

in welcher

R- für Wasserstoff, Halogen oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder Cι-C3-Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsul- fonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht,

R-- für Wasserstoff oder Halogen steht,

R-* für Halogen oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder Cι-C3-Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkyl¬ gruppen steht,

R^ für Wasserstoff, Halogen, Foπnyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C1-C3 -Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 4 Kohlen¬ stoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, und

R5 für gegebenenfalls durch Halogen oder Cj-C^Alkyl substituiertes Cyclopropyl steht,

sowie Salze der Verbindungen der Formel (I) gefunden, wobei die Verbindung N- (4,6-Dimethoxy-pyrimidin-2-yl)-N , -(2-cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl)- harnstoff (bekannt aus EP-A 463287 / US-P 5009699) durch Disclaimer ausge¬ nommen ist.

Man erhält die neuen substituierten Cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl- harnstoffe der allgemeinen Formel (I) bzw. deren Salze, wenn man Aminopyrimidine der allgemeinen Formel (II)

in welcher

R-_ R-- und R-- die oben angegebene Bedeutung haben,

mit Chlorsulfonylisocyanat (Cl-Sθ2-N=C=O), gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, umsetzt und die hierbei gebildeten Chlorsulfonylharnstoffe der allgemeinen Formel (III)

in welcher

R-, R-- und R-- die oben angegebene Bedeutung haben,

mit Anilinen der allgemeinen Formel (IV)

in welcher

R4 und R5 die oben angegebene Bedeutung haben,

gegebenenfalls in Gegenwart eines Säureakzeptors und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels umsetzt und gegebenenfalls die so erhaltenen Verbindungen der Formel (I) nach üblichen Methoden in Salze überführt.

Eine weitere mögliche Herstellungsmethode für die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) ist nachstehend skizziert, wobei R-, R-~, ?, R ~ - und Rr 1 die oben an¬ gegebene Bedeutung haben und R für Alkyl (insbesondere für Methyl oder Ethyl), Aralkyl (insbesondere Benzyl) oder Aryl (insbesondere Phenyl) steht:

Die neuen substituierten Cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl-harnstoffe der all¬ gemeinen Formel (I) zeichnen sich durch starke und selektive herbizide Wirksamkeit aus.

Überraschenderweise zeigen die neuen Verbindungen der Formel (I) bei teilweise besserer Verträglichkeit gegenüber Kulturpflanzen erheblich stärkere herbizide Wirkung als die strukturell ähnliche bekannte Verbindung N-(4,6-Dimethoxy- pyrimidin-2-yl)-N'-(2-cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfony l)-harnstoff.

Gegenstand der Erfindung sind vorzugsweise Verbindungen der Formel (I), in welcher

R- für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht,

R^ für Wasserstoff, Fluor, Chlor oder Brom steht,

R^ für Fluor, Chlor, Brom oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylamino oder Dialkylamino mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoff¬ atomen in den einzelnen Alkylgruppen steht,

R4 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Formyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkyl¬ thio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht, und

R5 für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methyl oder Ethyl substituiertes Cyclo¬ propyl steht,

mit Ausnahme der oben durch Disclaimer ausgenommenen Verbindung N-(4,6-

Dimethoxy-pyrimidin-2-yl)-N'-(2-cyclopropylcarbonyl-pheny laminosulfonyl)- harnstoff.

Gegenstand der Erfindung sind weiter vorzugsweise Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Calcium-, Ammonium-, Cι-C4-Alkyl-ammonium-, Di-(Cι-C4-alkyl)-ammonium-, Tri-(Cι-C4-alkyl)-ammonium-, C5- oder Cg-Cycloalkyl-ammonium- und Di-(Cj-C2- alkyl)-benzyl-ammonium-Salze von Verbindungen der Formel (I), in welcher R-, R--, R?, R^ und R-- die oben vorzugsweise angegebenen Bedeutungen haben.

Gegenstand der Erfindung sind insbesondere Verbindungen der Formel (I), in welcher

R- für Wasserstoff, Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Di¬ fluormethoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethyl- amino steht,

R-- für Wasserstoff steht,

R 3 für Chlor, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Ethylthio, Methylamino, Ethylamino oder Dimethylamino steht,

R^ für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, Trifluor¬ methyl, Methoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Acetyl oder Methoxycarbonyl steht, und

R5 für Cyclopropyl steht,

mit Ausnahme der oben durch Disclaimer ausgenommenen Verbindung N-(4,6-

Dimethoxy-pyrimidin-2-yl)-N , -(2-cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl)- harnstoff.

Ganz besonders bevorzugte Gruppen von Verbindungen der Formel (I) sind die Ver- bindungen der Formeln (IA) und (IB)

in welchen jeweils

R-, R^ und R 3 die oben als insbesondere bevorzugt angegebene Bedeutung haben,

R^ für Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, Trifluormethyl, Methoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Acetyl oder Methoxy- carbonyl steht, und

R5 für Cyclopropyl steht.

Die oben aufgeführten allgemeinen oder in Vorzugsbereichen angegebenen Restede¬ finitionen gelten sowohl für die Endprodukte der Formel (I) als auch entsprechend für die jeweils zu Herstellung benötigten Ausgangsstoffe bzw. Zwischenprodukte.

Diese Restedefinitionen können untereinander, also auch zwischen den angegebenen Bereichen bevorzugter Verbindungen, beliebig kombiniert werden.

Die bei den Restedefinitionen genannten Kohlenwasserstofifreste, wie Alkyl, auch in Kombinationen mit Heteroatomen, wie in Alkoxy, Alkylthio oder Alkylamino, sind auch dann, wenn dies nicht ausdrücklich angegeben ist, geradkettig oder verzweigt.

Halogen steht im allgemeinen für Fluor, Chlor, Brom oder Iod, vorzugsweise für Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere für Fluor oder Chlor.

Verwendet man beispielsweise 4-CWor-6-methoxy-2-amino-pyrimidin, Chlorsulfonyl¬ isocyanat und 2-Cyclopropylcarbonyl-6-fluor-anilin als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsablauf beim erfindungsgemäßen Verfahren durch das folgende Formel¬ schema skizziert werden:

- HCI

Die beim erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe zu verwendenden Amino- pyrimidine der Formel (II) sind bekannte, zum Teil im Handel erhältliche Synthese¬ chemikalien.

Die weiter als Ausgangsstoffe benötigten Aniline der Formel (IV) sind teilweise be- kannt (vgl. US-P 5009699).

Noch nicht aus der Literatur bekannt und als neue Stoffe ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Anmeldung sind die Aniline der allgemeinen Formel (IVa)

in welcher

A für Halogen, Formyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Halogen oder C\- C3 -Alkoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in den einzelnen Alkylgruppen steht.

In der Formel (IVa) steht A vorzugsweise für Fluor, Chlor, Brom, Formyl oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Methoxy oder Ethoxy substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbonyl oder Alkoxycarbonyl mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstofifatomen in den einzelnen Alkylgruppen; insbesondere für Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Trifluormethyl, Methoxy, Methylthio, Methyl- sulfinyl, MethylsulfonyL, Acetyl oder Methoxycarbonyl.

Man erhält die neuen Aniline der Formel (IVa), wenn man entsprechende Aoilin- derivate der allgemeinen Formel (V)

in welcher

die oben angegebene Bedeutung hat,

mit Nitrilen der allgemeinen Formel (VI)

R 5 -CN (VI)

in welcher

R5 die oben angegebene Bedeutung hat,

in Gegenwart eines Reaktionshilfsmittels, wie z.B. Bor(III)-chlorid und/oder Aluminium(III)-chlorid, und gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z.B. Dichlorethan, bei Temperaturen zwischen -20°C und +100°C umsetzt (vgl. die Herstellungsbeispiele). Die Ausgangsstoffe der Formeln (V) und (VI) sind bekannt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen der Formel (I) wird vorzugsweise unter Verwendung von Verdünnungsmitteln durchgeführt. Als Verdünnungsmittel kommen dabei praktisch alle inerten organischen Lösungsmittel infrage. Hierzu gehören vorzugsweise aliphatische und aromatische, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Heptan, Cyclohexan, Petrol- ether, Benzin, Ligroin, Benzol, Toluol, Xylol, Methylenchlorid, Ethylenchlorid, Chloroform, Tetrachlormethan, Chlorbenzol und o-Dichlorbenzol, Ether wie Diethyl- und Dibutylether, Glykoldimethylether und Diglykoldimethylether, Tetrahydrofuran und Dioxan, Ketone wie Aceton, Methyl-ethyl-, Methyl-isopropyl- und Methyl-iso- butyl-keton, Ester wie Essigsäuremethylester und -ethylester, Nitrile wie z.B. Aceto- nitril und Propionitril, Amide wie z.B. Dimethylformamid, Dimethylacetamid und N- Methylpyrrolidon sowie Dimethylsulfoxid, Tetramethylensulfon und Hexamethyl- phosphorsäuretriamid.

Als Säureakzeptoren können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren alle üblicherweise für derartige Umsetzungen verwendbaren Säurebindemittel eingesetzt werden. Vor¬ zugsweise kommen Alkalimetallhydroxide wie z.B. Natrium- und Kaliumhydroxid, Erdalkalihydroxide wie z.B. Calciumhydroxid, Alkalicarbonate und -alkoholate wie Natrium- und Kalium-carbonat, wie Natrium- und Kalium-tert-butylat, ferner aliphatische, aromatische oder heterocyclische Amine, beispielsweise Triethylamin, Trimethylamin, Dimethylanilin, Dimethylbenzylamin, Pyridin, 1,5-Diazabicyclo[4,3,0]- non-5-en (DBN), l,8-Diazabicyclo-[5,4,0]-undec-7-en (DBU) und 1,4-Diazabicyclo- [2,2,2]-octan (DABCO) in Betracht.

Die Reaktionstemperaturen können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem größeren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man bei Temperaturen zwischen -30°C und +80°C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen -10°C und +60°C.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird im allgemeinen unter Normaldruck durchge¬ führt. Es ist jedoch auch möglich, unter erhöhtem oder vermindertem Druck zu arbei¬ ten.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die jeweils benötigten Ausgangsstoffe im allgemeinen in angenähert äquimolaren Mengen eingesetzt. Es ist jedoch auch möglich, eine der beiden jeweils eingesetzten Komponenten in einem grö¬ ßeren Überschuß zu verwenden. Die Reaktionen werden im allgemeinen in einem ge¬ eigneten Verdünnungsmittel in Gegenwart eines Säureakzeptors durchgeführt, und das Reaktionsgemisch wird mehrere Stunden bei der jeweils erforderlichen Tempera¬ tur gerührt. Die Aufarbeitung erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren jeweils nach üblichen Methoden (vgl. die Herstellungsbeispiele).

Aus den erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) können gege¬ benenfalls Salze hergestellt werden. Man erhält solche Salze in einfacher Weise nach üblichen Salzbildungsmethoden, beispielsweise durch Lösen oder Dispergieren einer Verbindung der Formel (I) in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B. Methylen- chlorid, Aceton, tert-Butyl-methylether oder Toluol, und Zugabe einer geeigneten Base. Die Salze können dann - gegebenenfalls nach längerem Rühren - durch Ein¬ engen oder Absaugen isoliert werden.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können z.B. bei den folgenden Pflanzen verwendet werden:

Dikotyle Unkräuter der Gattungen: Sinapis, Lepidium, Galium, Stellaria, Matricaria, Anthemis, Galinsoga, Chenopodium, Urtica, Senecio, Amaranthus, Portulaca, Xanthi- um, Convolvulus, Ipomoea, Polygonum, Sesbania, Ambrosia, Cirsium, Carduus, Sonchus, Solanum, Rorippa, Rotala, Lindernia, Lamium, Veronica, Abutilon, Emex, Datura, Viola, Galeopsis, Papaver, Centaurea, Trifolium, Ranunculus, Taraxacum.

Dikotyle Kulturen der Gattungen: Gossypium, Glycine, Beta, Daucus, Phaseolus, Pi- sum, Solanum, Linum, Ipomoea, Vicia, Nicotiana, Lycopersicon, Arachis, Brassica, Lactuca, Cucumis, Cucurbita.

Monokotyle Unkräuter der Gattungen: Echinochloa, Setaria, Panicum, Digitaria, Phleum, Poa, Festuca, Eleusine, Brachiaria, Lolium, Bromus, Avena, Cyperus, Sor¬ ghum, Agropyron, Cynodon, Monochoria, Fimbristylis, Sagittaria, Eleocharis, Scirpus, Paspalum, Ischaemum, Sphenoclea, Dactyloctenium, Agrostis, Alopecurus, Apera.

Monokotyle Kulturen der Gattungen: Oryza, Zea, Triticum, Hordeum, Avena, Seeale, Sorghum, Panicum, Saccharum, Ananas, Asparagus, AUium.

Die Verwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe ist jedoch keineswegs auf diese Gattungen beschränkt, sondern erstreckt sich in gleicher Weise auch auf andere Pflan¬ zen.

Die Verbindungen eignen sich in Abhängigkeit von der Konzentration zur Total- Unkrautbekämpfung z.B. auf Industrie- und Gleisanlagen und auf Wegen und Plätzen mit und ohne Baumbewuchs. Ebenso können die Verbindungen zur Unkrautbe¬ kämpfung in Dauerkulturen, z.B. Forst, Ziergehölz-, Obst-, Wein-, Citrus-, Nuß-, Bananen-, Kaffee-, Tee-, Gummi-, Ölpalm-, Kakao-, Beerenfrucht- und Hopfenanla¬ gen, auf Zier- und Sportrasen und Weideflächen und zur selektiven Unkrautbe- kämpfung in einjährigen Kulturen eingesetzt werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) eignen sich insbesondere zur se¬ lektiven Bekämpfung von monokotylen und dikotylen Unkräutern in monokotylen und dikotylen Kulturen sowohl im Vorauflauf- als auch im Nachauflauf- Verfahren.

Die Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lö- sungen, Emulsionen, Spritzpulver, Suspensionen, Pulver, Stäubemittel, Pasten, lösli¬ che Pulver, Granulate, Suspensions-Emulsions-Konzentrate, Wirkstoff-imprägnierte Natur- und synthetische Stoffe sowie Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen.

Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln.

Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lö¬ sungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kom¬ men im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, oder Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorben¬ zole, Chlorethylene oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyc- lohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, mineralische und pflanzliche Öle, Alko¬ hole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Me- thylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser.

Als feste Trägerstoffe kommen in Frage:

z.B. Ammoniumsalze und natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Ge¬ steinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate, als feste Trä¬ gerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengeln; als Emul- gier- und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z.B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fett- alkohol-Ether, z.B. Alkylaryl-polyglykolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfo- nate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel kommen in Frage: z.B. Lignin- Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulvrige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipi-

de, wie Kephaline und Lecithine und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile Öle sein.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferro- cyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarb- Stoffe und Spurennährstoffe wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Mo¬ lybdän und Zink verwendet werden.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0, 1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 %.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können als solche oder in ihren Formulierungen auch in Mischung mit bekannten Herbiziden zur Unkrautbekämpfung Verwendung finden, wobei Fertigformulierungen oder Tankmischungen möglich sind.

Für die Mischungen kommen bekannte Herbizide infrage, beispielsweise Anilide, wie z.B. Diflufenican und Propanil; Arylcarbonsäuren, wie z.B. Dichlorpicolinsäure, Di- camba und Picloram; Aryloxyalkansäuren, wie z.B. 2,4-D, 2,4-DB, 2,4-DP, Fluroxy- pyr, MCPA, MCPP und Triclopyr; Aryloxy-phenoxy-alkansäureester, wie z.B. Diclo- fop-methyl, Fenoxaprop-ethyl, Fluazifop-butyl, Haloxyfop-methyl und Quizalofop- ethyl; Azinone, wie z.B. Chloridazon und Norflurazon; Carbamate, wie z.B. Chlor- propham, Desmedipham, Phenmedipham und Propham; Chloracetanilide, wie z.B. Alachlor, Acetochlor, Butachlor, Metazachlor, Metolachlor, Pretilachlor und Propa- chlor; Dinitroaniline, wie z.B. Oryzalin, Pendimethalin und Trifluralin; Diphenylether, wie z.B. Acifluorfen, Bifenox, Fluoroglycofen, Fomesafen, Halosafen, Lactofen und Oxyfluorfen; Harnstoffe, wie z.B. Chlortoluron, Diuron, Fluometuron, Isoproturon, Linuron und Methabenzthiazuron; Hydroxyla ine, wie z.B. Alloxydim, Clethodim, Cycloxydim, Sethoxydim und Tralkoxydim; Imidazolinone, wie z.B. Imazethapyr, Imazamethabenz, Imazapyr und Imazaquin; Nitrile, wie z.B. Bromoxynil, Dichlobenil und Ioxynil; Oxyacetamide, wie z.B. Mefenacet; Sulfonylharnstoffe, wie z.B. Amido- sulfuron, Bensulfüron-methyl, Chlorimuron-ethyl, Chlorsulfüron, Cinosulfüron, Met- sulfuron-methyl, Nicosulfuron, Primisulfüron, Pyrazosulfuron-ethyl, Thifensulfuron- methyl, Triasulfuron und Tribenuron-methyl; Thiolcarbamate, wie z.B. Butylate, Cycloate, Diallate, EPTC, Esprocarb, Molinate, Prosulfocarb, Thiobencarb und Tri-

allate; Triazine, wie z.B. Atrazin, Cyanazin, Simazin, Simetryne, Terbutryne und Ter- butylazin; Triazinone, wie z.B. Hexazinon, Metamitron und Metribuzin; Sonstige, wie z.B. Aminotriazol, Benfüresate, Bentazone, Cinmethylin, Clomazone, Clopyralid, Di- fenzoquat, Dithiopyr, Ethofümesate, Fluorochloridone, Glufosinate, Glyphosate, Iso- xaben, Pyridate, Quinchlorac, Quinmerac, Sulphosate und Tridiphane.

Auch eine Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen, wie Fungiziden, Insekti¬ ziden, Akariziden, Nematiziden, Schutzstoffen gegen Vogelfraß, Pflanzennährstoffen und Bodenstrukturverbesserungsmitteln ist möglich.

Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder den daraus durch weiteres Verdünnen bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lö¬ sungen, Suspensionen, Emulsionen, Pulver, Pasten und Granulate angewandt werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z.B. durch Gießen, Spritzen, Sprühen, Streuen.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können sowohl vor als auch nach dem Auflaufen der Pflanzen appliziert werden. Sie können auch vor der Saat in den Boden eingear¬ beitet werden.

Die angewandte Wirkstoffmenge kann in einem größeren Bereich schwanken. Sie hängt im wesentlichen von der Art des gewünschten Effektes ab. Im allgemeinen lie¬ gen die Aufwandmengen zwischen 1 g und 10 kg Wirkstoff pro Hektar Bodenfläche, vorzugsweise zwischen 5 g und 2 kg pro ha.

Die Herstellung und die Verwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe geht aus den nachfolgenden Beispielen hervor.

Herstellun sbeispiele :

Beispiel 1

5,0 g (36 mMol) 2-Amino-4-methoxy-6-methyl-pyrimidin werden bei 0°C bis 5°C unter Rühren zu einer Mischung aus 5,1 g (36 mMol) Chlorsulfonylisocyanat und 50 ml Methylenchlorid gegeben und das Gemisch wird ca. 30 Minuten bei dieser Tem¬ peratur gerührt. Dann werden 5,9 g (36 mMol) 2-Cyclopropylcarbonyl-anilin und 4,0 g (40 mMol) Triethylamin in 50 ml Methylenchlorid dazugegeben und das Reaktions¬ gemisch wird 18 Stunden bei 20°C gerührt. Anschließend wird mit Wasser ge¬ waschen, mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wird eingeengt, der Rückstand mit wenig Ethanol verrieben und das kristallin angefallene Produkt durch Absaugen isoliert.

Man erhält 7,0 g (48% der Theorie) N-(4-Methoxy-6-methyl-pyrimidin-2-yl)-N'-(2- cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl)-harnstoff vom Schmelzpunkt 164°C.

Analog Beispiel 1 sowie entsprechend der allgemeinen Beschreibung der erfindungs¬ gemäßen Herstellungsverfahren können beispielsweise auch die in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen der Formel (I) hergestellt werden.

Tabelle 1: Beispiele für die Verbindungen der Formel (I)

Bsp.- R 1 R 2 R 3 R 4 R 5 Schmelz-

Nr. (Position-) punkt C )

2 CH 3 H CH 3 172

Cl H OCH 3 155

CH 3 H CH 3 163

Cl H OCH3 168

CH 3 H OCH3 184

CH 3 H CH 3 198

Cl H OCH3 180

9 CH 3 H OCH3 208

10 CH3 H CH 3 (6-)CH 3 <1 21

11 OCH3 H OCH3 (6-)C 2 H 5 1 170

12 CH3 H OCH3 (6-)C 2 H 5 <] 97

13 OCH3 H OCH3 (6-)C 3 H 7 -i < 187

Tabelle 1 (Fortsetzung):

Bsp.- R- R 2 R 3 R 4 R 5 Schmelz-

Nr. (Position-) punkt (°Q

14 CH 3 H OCH 3 100

15 OCH3 H OCH3 194

16 CH3 H OCH3 175

17 Cl H OCH3 178

18 OCH3 H OCH3 175

19 CH3 H OCH3 161

20 Cl H OCH3 178

21 CH 3 H CH3 163

22 CH 3 Br CH 3

23 OCH3 H OCH3 162

24 OCH3 H OCH3 190

25 Cl H OCH3

26 OCH3 H OCH3 174

Tabelle 1 (Fortsetzung):

Bsp.- R 1 R 2 R 3 R 4 R5 Schmelz-

Nr. (Position-) punkt (°Q

27 OCH 3 H OCH3 167

28 CH 3 H OCH3 167

29 OCH3 H OCH3 175

30 OCH3 H OCH3 173

31 OCH3 H OCH3 165

32 Cl H OCH3 164

33 OCH3 H OCH3 (6-)C 3 H 7 -n <^| 155

34 CH 3 H OCH3 (6-)C 3 H 7 -n 13

35 Cl H OCH3 (6-)C 3 H 7 -n <] 137

36 Cl H OC 2 H 5 (6-)CH 3 < 156

37 Cl H OC 2 H 5 (6-)Cl <1 172

38 Cl H OC 2 H 5 (6-)F <^| 149

39 CH3 H OC 2 H 5 (6-)CH 3 <1 112

Tabelle 1 (Fortsetzung):

Bsp.- R 1 R 2 R 3 R 4 R 5 Schmelz- Nr. (Position-) pun t C )

40 Cl H OC 2 H 5 H < 176

41 Cl H CH 3 (6-)CH 3 181

42 Cl H CH 3 H /l 158

43 Cl H CH 3 (6-)Cl < 188

Ausgangsstoffe der Formel (IV):

Beispiel (IV- 1)

250 ml Dichlorethan werden bei 0°C bis +5°C mit 30 g (0,25 Mol) Bor(H[)-chlorid versetzt und zu dieser Mischung werden bei 0°C bis +5°C 26,8 g (0,25 Mol) 2-Me- thyl-anilin tropfenweise gegeben. Dann werden 25 g (0,375 Mol) Cyclopropylcyanid bei 0°C bis +5°C zugetropft und anschließend 36 g (0,275 Mol) Aluminium(iπ)-chlo- rid portionsweise eindosiert. Die Reaktionsmischung wird dann ca. 15 Stunden unter Rückfluß erhitzt, anschließend abkühlen gelassen und auf ca. 1 Liter Eiswasser ge¬ gossen. Es wird bis zur Auflösung der festen Komponenten gerührt, die organische Phase abgetrennt, mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wird im Was¬ serstrahlvakuum eingeengt, der Rückstand durch Digerieren mit Ligroin zur Kristalli¬ sation gebracht und das Produkt durch Absaugen isoüert.

Man erhält 58 g (66% der Theorie) 2-Cyclopropylcarbonyl-6-methyl-anilin vom Schmelzpunkt 64°C.

Analog Beispiel (IV- 1) können beispielsweise auch die in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführten Verbindungen der Formel (TV) hergestellt werden.

Tabelle 2: Beispiele für die Verbindungen der Formel (IV)

Bsp.-Nr. (Position-)R 4 R5 Schmelz¬ punkt (°C)

IV-2 (4-)OCH 3 (amorph)

-

IV-3 (5-)C 2 H 5 50

-<

IV-4 (6-)C 2 H 5 -<ι 54

IV-5

IV-6

IV-7

IV-8

IV-9

IV- 10

- 22

Tabelle 2 ( Fort setzung ) : Bsp.-Nr. (Position-)R 4 R5 Schmelz¬ punkt (°C)

IV- 11 (6-)Cl -<3 76

IV-12 (6-)F (amorph)

Anwendungsbeispiele

In den Anwendungsbeispielen wird die folgende Verbindung (A) als Vergleichssub¬ stanz herangezogen:

N-(4,6-Dimethoxy-pyrimidin-2-yl)-N , -(2-cyclopropylcarbonyl-phenylaminosulfonyl)- harnstoff (bekannt aus EP-A 463287/US-P 5009699).

Beispiel A

Post-emergence-Test

Lösungsmittel: 5 Gewichtsteile Aceton

Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die an¬ gegebene Menge Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Mit der WirkstofEzubereitung spritzt man Testpflanzen, welche eine Höhe von 5 - 15 cm haben so, daß die jeweils gewünschten Wirkstofl&nengen pro Flächeneinheit ausgebracht werden. Die Konzentration der Spritzbrühe wird so gewählt, daß in 2000 1 Wasser/ha die jeweils gewünschten Wirkstoffmengen ausgebracht werden. Nach drei Wochen wird der Schädigungsgrad der Pflanzen bonitiert in % Schädigung im Vergleich zur Entwicklung der unbehandelten Kontrolle.

Es bedeuten:

0 % = keine Wirkung (wie unbehandelte Kontrolle) 100 % = totale Vernichtung

In diesem Test zeigt beispielsweise die Verbindung gemäß Herstellungsbeispiel 3 bei sehr guter Verträglichkeit gegenüber Kulturpflanzen, wie z.B. Rüben, erheblich stär- kere Wirkung gegen Unkräuter als die bekannte Verbindung (A) (vgl. Tabelle A-l).

Weitere Testverbindungen und ihre Aufwandmengen sowie die verwendeten Test¬ pflanzen und die Testergebnisse zeigt die nachfolgende Tabelle A-2.

Tabelle A-l : Post-emergence-Test/Gewächshaus

Wirkstoff Aufwand- Rüben Amaran- Matri¬ Poly- Sola- menge (g ha) thus caria gonum num

(A) (bekannt) 30 90 70 95 70 40

( ) 30 80 100 80 100

Tabelle A-2:

Post-emergence-Test / Gewächshaus

Wirkstoff Aufwand- Weizen Amaran- Matricaria Poly- Solanum

(gemäß Herstel- menge thus gonum lungsbeispiel Nr.) (g/ha)

Beispiel B

Pre-emergence-Test

Lösungsmittel: 5 Gewichtsteile Aceton

Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstofϊzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die ange¬ gebene Menge Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Samen der Testpflanzen werden in normalen Boden ausgesät. Nach 24 Stunden wird der Boden mit der Wirkstoffzubereitung begossen. Dabei hält man die Wassermenge pro Flächeneinheit zweckmäßigerweise konstant. Die Wirkstoffkonzentration in der Zubereitung spielt keine Rolle, entscheidend ist nur die Aufwandmenge des Wirkstoffs pro Flächeneinheit. Nach drei Wochen wird der Schädigungsgrad der Pflanzen bonitiert in % Schädigung im Vergleich zur Entwicklung der unbehandelten Kontrolle. Es bedeuten:

0 % = keine Wirkung (wie unbehandelte Kontrolle) 100 % = totale Vernichtung

In diesem Test zeigt beispielsweise die Verbindung gemäß Herstellungsbeispiel 6 bei sehr guter Verträglichkeit gegenüber Kulturpflanzen, wie z.B. Baumwolle, erheblich stärkere Wirkung gegen Unkräuter als die bekannte Verbindung (A) (vgl. Tabelle B-l).

Weitere Testverbindungen und ihre Aufwandmengen sowie die verwendeten Test¬ pflanzen und die Testergebnisse zeigt die nachfolgende Tabelle B-2.

Tabelle B-l : Pre-emergence-Test/Gewächshaus

Wirkstoff Auf- Ger- Mais Baum- Sor- Abu- Am- Che- Da- Ma- Si- Vio- wand- ste wolle ghum tilon bro- no- tu- tri- na- la menge sia po- ra ca- pis

(g/ha) dium na

(A) (bekannt) 60 30 30 30 60 80 90 70 90 60 60

(6) 60 20 10 0 70 90 95 95 90 95 90 90

Tabelle B-2:

Pre-emergence-Test / Gewächshaus