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Patent Searching and Data


Title:
SUCTION APPLIANCE AND METHOD FOR CLEANING A FILTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/001152
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention provides a suction appliance comprising a suction unit for generating a suction stream (40), at least one filter (22) and a filter-cleaning device (34), wherein the filter-cleaning device (34) has at least one valve (42) with a movable closing body (44) and also has an abutment device (74) for the closing body (44), and wherein, in an open position of the at least one valve (42), the at least one filter (22) is subjected to the action of a cleaning stream and, in a closed position (90) of the at least one valve (42), the cleaning stream is, or becomes, inactive, wherein the closing body (44) has at least one first bearing region (70) in relation to the abutment device (74) and a second bearing region (72) in relation to the abutment device (74), wherein the second bearing region (72) is spaced apart in a vertical direction (48) from the first bearing region (70), wherein, in the closed position (90) of the at least one valve (42), both the first bearing region (70) and the second bearing region (72) bear against the abutment device (74), and wherein, in the open position of the at least one valve (42), both the first bearing region (70) and the second bearing region (72) are spaced apart from the abutment device (74), wherein, in the open position of the at least one valve (42), a purging-air stream flows past both the first bearing region (70) and the second bearing region (72) en route to the filter (22).

Inventors:
TREITZ, Felix (DE)
Application Number:
EP2020/066794
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
June 17, 2020
Export Citation:
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Assignee:
ALFRED KÄRCHER SE & CO. KG (DE)
International Classes:
A47L9/20; B01D46/00; B01D46/42; B01D46/04
Attorney, Agent or Firm:
HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Saugvorrichtung, umfassend ein Saugaggregat (16) zur Erzeugung eines Saugstroms (40), mindestens ein Filter (22), und eine Filter-Abreini- gungseinrichtung (28; 34; 156; 182; 226; 236; 260), wobei die Filter- Abreinigungseinrichtung (28; 34; 156; 182; 226; 236; 260) mindestens ein Ventil (42; 166; 210; 228; 240; 266) mit einem beweglichen

Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) und eine Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) für den Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) auf weist, und wobei in einer offenen Stellung (108; 180; 238) des mindes tens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) das mindestens eine Filter (22) mit einem Abreinigungsstrom beaufschlagt ist und in einer geschlossenen Stellung (90; 165; 212; 262) des mindestens einen Ven tils (42; 166; 210; 228; 240; 266) der Abreinigungsstrom inaktiv ist oder wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) mindestens einen ersten Anlagebereich (70; 192; 234; 276) an die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) und einen zweiten Anlagebereich (72; 196; 232; 280) an die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) aufweist, wobei der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) in einer Höhenrichtung (48; 204) beabstandet zu dem ersten Anlage bereich (70; 192; 234; 276) ist, dass in der geschlossenen Stellung (90; 165; 212; 262) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) sowohl der erste Anlagebereich (70; 192; 234; 276) als auch der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) an der Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) anliegen, und dass in der offenen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) sowohl der erste Anlagebereich (70; 192; 234; 276) als auch der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) beabstandet zu der Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) sind, wobei in der offenen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) ein Spül luftstrom sowohl an dem ersten Anlagebereich (70; 192; 234; 276) als auch an dem zweiten Anlagebereich (72; 196; 232; 280) vorbei zu dem Filter (22) strömt. 2. Saugvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Unter druckbereich (92) in einem Saugbetrieb, an welchem das mindestens eine Filter (22) angeordnet ist, und einen Normaldruckbereich (94), an welchem die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) angeordnet ist, wo bei in der geschlossenen Stellung (90; 165; 212; 262) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) der Normaldruckbereich (94) von dem Unterdruckbereich (92) fluiddicht getrennt ist, und in der offenen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) der Normaldruckbereich (94) und der Unterdruck bereich (92) durch eine Kanaleinrichtung (122, 124) fluidwirksam mit einander verbunden sind.

3. Saugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abreinigungsstrom durch Bringen des mindestens einen Ventils (42;

166; 210; 228; 240; 266) von der geschlossenen Stellung (90; 165;

212; 262) in die offene Stellung (108; 180; 238) erzeugt ist oder wird.

4. Saugvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanaleinrichtung (122, 124) eingangsseitig in den Normaldruck bereich (94) und ausgangsseitig in den Unterdruckbereich (92) mündet.

5. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn

zeichnet, dass ein Eintrittsquerschnitt für Luft in die Kanaleinrichtung (122, 124) sich beim Abheben des Schließkörpers (44; 158; 188; 230; 268) von der Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) mit einem Ventilhub stetig vergrößert.

6. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abreinigungsstrom während Beaufschlagung des mindestens einen Filters (22) durch das Saugaggregat (16) mit einem Saugstrom (40) erzeugt ist oder wird. 7. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch mindestens eines der Folgenden : die Höhenrichtung (48; 204) ist parallel zu einer Bewegungsrich tung und insbesondere Verschiebungsrichtung des Schließkörpers (44; 158; 188; 230; 268); die Höhenrichtung (48; 204) ist parallel zu einer Hauptströmungs richtung eines Saugstroms bei Durchströmung des mindestens einen Filters (22) in einem Saugbetrieb; die Höhenrichtung (48; 204) ist parallel zu einer Hauptströmungs richtung des Abreinigungsstroms bei Durchströmung des mindes tens einen Filters (22); die Höhenrichtung (48; 204) ist quer und insbesondere senkrecht zu einer Einhüllendenoberfläche des mindestens einen Filters (22) an einer Reinseite (26); die Höhenrichtung (48; 204) ist parallel zu einer Symmetrieachse des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266).

8. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) einen ersten Gegen-Anlagebereich (80) für den ersten Anlagebereich (70; 192; 234; 276) und einen zweiten Gegen-Anlagebereich (86) für den zweiten Anlagebereich (72; 196; 232; 280) aufweist, wobei der zweite Gegen- Anlagebereich (86) und der erste Gegen-Anlagebereich (80) in der Höhenrichtung (48; 204) beabstandet zueinander sind. 9. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Anlagebereich (70; 192; 234; 276) und dem zweiten Anlagebereich (72; 196; 232; 280) jeweils eine Dich tungseinrichtung (82; 88) insbesondere in der Form eines Dichtungsrings zugeordnet ist, und insbesondere gekennzeichnet durch mindestens eines der Folgenden : die Dichtungseinrichtung (82; 88) ist an dem Schließkörper (44;

158; 188; 230; 268) angeordnet; die Dichtungseinrichtung ist an der Gegeneinrichtung (74; 184;

252; 272) angeordnet.

10. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegeneinrichtung (74; 184) ein Gehäuse (76; 186) aufweist, in welchem der Schließkörper (44; 188) beweglich ange ordnet ist, und welches einen Durchströmungsraum für Spülluft aufweist.

11. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reinseite (26) des mindestens einen Filters (22) an einer Unterdruckkammer (36) liegt, insbesondere mit mindes tens einem der Folgenden : die Unterdruckkammer (36) ist mit dem Saugaggregat (16) ver bunden; in einem Saugbetrieb der Saugvorrichtung ist die Unterdruck kammer (36) permanent fluidwirksam mit dem Saugaggregat (16) verbunden; mindestens ein Kanal (122; 124) der Filter-Abreinigungseinrichtung (34) mündet zur Luftzuführung zu dem mindestens einen Filter (22) in einem Abreinigungsbetrieb in die Unterdruckkammer (36); die Gegeneinrichtung (74) ist an der Unterdruckkammer (36) an geordnet; das mindestens eine Ventil (42) trennt die Unterdruckkammer (36) in einer geschlossenen Stellung (90) des mindestens einen Ventils (42) fluiddicht von einem Normaldruckbereich (94).

12. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ventil (42; 166; 210; 228; 240; 266) und/oder der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) rota tionssymmetrisch zu einer Symmetrieachse ausgebildet ist, wobei ins besondere die Symmetrieachse parallel zur Höhenrichtung (48; 204) ist. 13. Saugvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) und die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) so aneinander angepasst sind, dass bei offener Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) eine Mehrzahl von getrennten Luft-Teilströmen (140; 144) an der Filter-Abreinigungseinrichtung (28; 34; 156; 182; 226; 236; 260) strömt, und insbesondere ein erster Teilstrom (140) an dem Schließ körper (44; 158; 188; 230; 268) außen vorbei und ein zweiter Teilstrom (144) durch den Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) hindurch zu dem mindestens einen Filter (22) strömt.

14. Saugvorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter- Abreinigungseinrichtung (28; 34; 156; 182; 226; 236; 260) in der offe nen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) mindestens einen ersten Kanal (122) für einen ersten Teilstrom (140) und einen zweiten Kanal (124) für einen zweiten Teilstrom (144) aufweist, wobei der zweite Kanal (124) getrennt von dem ersten Kanal (122) ist.

15. Saugvorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch mindestens eines der Folgenden : der erste Kanal (122) mündet eingangsseitig in einen Normaldruck bereich (94); der zweite Kanal (124) mündet eingangsseitig in den Normaldruck bereich (94); der erste Kanal (122) mündet ausgangsseitig in einen Unterdruck bereich (92); der zweite Kanal (124) mündet ausgangsseitig in den Unterdruck bereich (92); in der geschlossenen Stellung (90) des mindestens einen Ventils (42) ist der erste Kanal (122) eingangsseitig zu dem Normaldruck bereich (94) geschlossen; in der offenen Stellung (108) des mindestens einen Ventils (42) ist der erste Kanal (122) eingangsseitig zu dem Normaldruckbereich (94) offen; der erste Kanal (122) ist ausgangsseitig permanent fluidwirksam mit dem Unterdruckbereich (92) verbunden; in der geschlossenen Stellung (90) des mindestens einen Ventils (42) ist der zweite Kanal (124) ausgangsseitig zu dem Unterdruck bereich (92) geschlossen; in der offenen Stellung (108) des mindestens einen Ventils (42) ist der zweite Kanal (124) ausgangsseitig zu dem Unterdruckbereich (92) offen; der zweite Kanal (124) ist eingangsseitig permanent mit dem Nor maldruckbereich (94) fluidwirksam verbunden.

16. Saugvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanal (122) mindestens mit einem Teilbereich durch den Schließkörper (44) hindurch verläuft, und insbesondere dass der erste Kanal (122) mindestens in einem Teilbereich durch eine Innenwandung des Schließkörpers (44) begrenzt ist. 17. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Kanal (122; 216; 294) und/oder der zweite Kanal (124; 218; 298) mindestens in einem Teilbereich längs einer seit lichen Außenkontur des Schließkörpers (44; 158; 188; 230; 268) ver läuft, und insbesondere dass eine seitliche Außenwandung des Schließ körpers (44; 158; 188; 230; 268) den ersten Kanal (122; 216; 294) und/oder den zweiten Kanal (124; 218; 298) begrenzt.

18. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Kanal (122; 216; 294) und/oder der zweite Kanal (124; 218; 298) mindestens einen ersten Bereich (126; 132; 136) und mindestens einen zweiten Bereich (130; 138) aufweisen, wobei der mindestens eine erste Bereich (126; 132; 136) quer zu der Höhen richtung (48; 204) orientiert ist und der mindestens eine zweite Bereich (130; 138) mindestens näherungsweise parallel zu der Höhenrichtung (48; 204) orientiert ist und in einem Abreinigungsbetrieb eine Haupt strömungsrichtung in dem mindestens einen ersten Bereich (126; 132; 136) quer zu der Höhenrichtung (48; 204) orientiert ist und insbeson dere radial orientiert ist, und in dem mindestens einen zweiten Bereich (130; 138) eine Hauptströmungsrichtung in dem Abreinigungsbetrieb mindestens näherungsweise parallel zu der Höhenrichtung (48; 204) und insbesondere axial orientiert ist.

19. Saugvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanal (122; 216; 294) und/oder der zweite Kanal (124; 218; 298) einen Umlenkungsbereich (128) für eine Strömungsumlenkung auf weisen. 20. Saugvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch min destens eines der Folgenden : an einem ersten Bereich (126) des ersten Kanals (122) ist min destens ein Eingang des ersten Kanals (122) angeordnet; an einem zweiten Bereich (130) des ersten Kanals (122) ist min destens ein Ausgang des ersten Kanals (122) angeordnet; an einem ersten Bereich (132) des zweiten Kanals (124) ist min destens ein Eingang des zweiten Kanals (124) angeordnet; an einem zweiten Bereich (138) des zweiten Kanals (124) ist min destens ein Ausgang des zweiten Kanals (124) angeordnet.

21. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekenn zeichnet, dass der zweite Kanal (124; 218; 298)und/oder der erste Kanal (122; 216; 294) in der Höhenrichtung (48; 204) beabstandete erste Bereiche (126; 132; 136) aufweisen, zwischen welchen ein zweiter Be reich (130; 138) liegt.

22. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, gekennzeichnet durch mindestens eines der Folgenden : in der offenen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ven tils (42; 166; 210; 228; 240; 266) ist ein erster Bereich des ersten Kanals (122; 216; 294) zwischen einer Oberseite des Schließkör pers (44; 158; 188; 230; 268) und der Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) gebildet; ein zweiter Bereich (130) des ersten Kanals (122; 216; 294) ist in dem Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) gebildet; in der offenen Stellung (108; 180; 238) des mindestens einen Ventils (42; 166; 210; 228; 240; 266) sind ein oder mehrere erste Bereiche (126; 132; 136) des zweiten Kanals (124; 218; 298) und/oder des ersten Kanals (122; 216; 294) und/oder ein oder mehrere zweite Bereiche (130; 138) des zweiten Kanals (124; 218; 298)und/oder des ersten Kanals (122; 216; 294) zwischen der Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) und dem Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) gebildet; in der offenen Stellung (220) des mindestens einen Ventils (208) ist ein erster Bereich (222) des zweiten Kanals (218) zwischen einer Unterseite des Schließkörpers (188) und der Gegeneinrich tung (184) gebildet.

23. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 22, gekennzeichnet durch mindestens eines der Folgenden : der erste Kanal (294) weist mindestens einen ersten Eingang (296) und einen zu dem ersten Eingang (296) beabstandeten zweiten Eingang (298) auf; der erste Kanal (294) ist mindestens in einem Teilbereich im Quer schnitt T-förmig; der erste Kanal (294) hat einen Querbereich, an welchem der erste Eingang (296) und der zweite Eingang (298) angeordnet sind, wobei an dem Querbereich ein Sammelbereich (300) angeordnet ist, und wobei ausgehend von dem ersten Eingang (296) ein erster Teilstrom (290) zu dem Sammelbereich (300) und ausgehend von dem zweiten Eingang (298) ein zweiter Teilstrom (292) jeweils zu dem Sammelbereich (300) strömt; der erste Kanal (294) weist einen Sammelbereich (300) auf, welcher Teilströme (290; 292) vereinigt und ein Vereinigungsstrom ist durch den Schließkörper (268) hindurch zu dem mindestens einen Filter (22) geführt.

24. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anlagebereich (276) und/oder zweite Anlagebereich (280) eine Mehrzahl von Unter-Anlagebereichen (276a, 276b; 280a, 280b) aufweist, insbesondere mit mindestens einem der Folgenden :

Unter-Anlagebereiche (276a, 276b) des zugehörigen ersten Anlage bereichs (276) liegen bezogen auf die Höhenrichtung (274) auf der gleichen Höhe;

Unter-Anlagebereiche (280a, 280b) des zweiten Anlagebereichs (280) liegen bezogen auf die Höhenrichtung (274) auf der gleichen Höhe; ein erster Unter-Anlagebereich (276a, 280a) umgibt einen zweiten Unter-Anlagebereich (276b, 280b);

Unter-Anlagebereiche sind konzentrisch zueinander; zwischen Unter-Anlagebereichen (276a, 276b; 280a, 280b) ist ein Kanal (294) durch den Schließkörper (268) hindurch geführt.

25. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) ein erstes Scheibenelement (54; 190) und ein zu dem ersten Scheibenele ment (54; 190) in der Höhenrichtung (48; 204) beabstandetes zweites Scheibenelement (56; 194) aufweist, wobei der erste Anlagebereich (70; 192; 234; 276) an dem ersten Scheibenelement (54; 190) angeordnet oder gebildet ist und der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) an dem zweiten Scheibenelement (56; 194) angeordnet oder gebildet ist, und wobei ein Verbindungsbereich (58; 164; 198) zwischen dem ersten Scheibenelement (54; 190) und dem zweiten Scheibenelement (56; 194) positioniert ist. 26. Saugvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenkontur (66) des Verbindungsbereichs (58; 164; 198) bezogen auf ein seitliches Ende (62; 64) des ersten Scheibenelements (54; 190) und des zweiten Scheibenelements (56; 194) zurückgesetzt ist.

27. Saugvorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) im Querschnitt an dem Verbindungsbereich (58; 164; 198) C-förmig oder U-förmig ist.

28. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) eine Wandung (78) aufweist, welche in einen Raum (66) zwischen dem ersten Schei benelement (54; 190) und dem zweiten Scheibenelement (56; 194) ragt, wobei insbesondere in der geschlossenen Stellung (90) des mindestens einen Ventils (42) der erste Anlagebereich (70) an der Wandung (78) anliegt.

29. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Anlagebereich (70; 192; 234; 276) und der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) bezogen auf die Höhen richtung (48; 204) in eine gleiche Richtung weisen.

30. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Anlagebereich (70) an dem ersten Scheiben element (54; 190) in Richtung von dem mindestens einen Filter (22) weg weist und der zweite Anlagebereich (72) an dem zweiten Scheiben element (56) von dem mindestens einen Filter (22) weg weist, oder dass der erste Anlagebereich (192) an dem ersten Scheibenelement (190) dem mindestens einen Filter (22) zuweist und der zweite Anlagebereich (196) an dem zweiten Scheibenelement (194) dem mindestens einen Filter (22) zuweist. 31. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 30, dadurch gekenn zeichnet, dass das erste Scheibenelement (54; 190) und das zweite Scheibenelement (56; 194) einen unterschiedlichen Durchmesser auf weisen.

32. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegeneinrichtung (74) und der Schließkörper (44) so aneinander angepasst ausgebildet sind, dass bei Übergang des mindestens einen Ventils (42) von der geschlossenen Stellung (90) in die offene Stellung (108) sich der Schließkörper (44) in Richtung des min destens einen Filters (22) bewegt.

33. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gegeneinrichtung (184) und der Schließkörper (188) so aneinander angepasst ausgebildet sind, dass bei Übergang des min destens einen Ventils (210) von der geschlossenen Stellung (212) in die offene Stellung (220) der Schließkörper (188) sich von dem mindestens einen Filter (22) weg bewegt.

34. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegeneinrichtung (74; 184; 252; 272) eine erste Wandung (78; 200) als Gegenfläche für den ersten Anlagebereich (70; 192;) aufweist und eine in der Höhenrichtung (48; 204) beabstan- dete zweite Wandung (84; 202) als Gegenfläche für den zweiten Anlage bereich (72; 196) aufweist.

35. Saugvorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der ersten Wandung (78) und der zweiten Wandung (84) eine Öffnung an der Gegeneinrichtung (74) angeordnet ist, welche in fluid wirksamer Verbindung mit einem Normaldruckbereich (94) ist, wobei insbesondere eine Normale für eine Mündung der Öffnung (98) quer zu der Höhenrichtung (48) orientiert ist. 36. Saugvorrichtung nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkörper (44; 158; 188; 230; 268) mit einem ersten Scheibenelement (54; 190) und einem beabstandeten zweiten Scheiben element (56; 194) die erste Wandung (78; 200) übergreift.

37. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, dadurch gekenn zeichnet, dass der zweite Anlagebereich (72; 196; 232; 280) beweglich zwischen der ersten Wandung (78; 200) und der zweiten Wandung (84; 202) ist.

38. Saugvorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der zweiten Wandung (84) und der ersten Wandung (78) ein erster Raum (85) gebildet ist, in welchem ein zweites Scheibenelement (56) des Schließkörpers (44) beweglich ist, und zwischen der ersten Wandung (78) und einer weiteren Wandung (87) ein zweiter Raum (89) gebildet ist, in welchem ein erstes Scheibenelement (54) des Schließ körpers (44) beweglich ist.

39. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, dadurch gekenn zeichnet, dass der erste Anlagebereich (70; 192; 234; 276) beweglich zwischen der ersten Wandung (78) und der zweiten Wandung (84) ist.

40. Saugvorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der zweiten Wandung (84) und einer weiteren Wandung (87) ein erster Raum gebildet ist, in welchem ein zweites Scheibenelement (194) des Schließkörpers (188) beweglich ist, und zwischen der ersten Wandung (78) und der zweiten Wandung (84) ein zweiter Raum gebildet ist, in welchem ein erstes Scheibenelement (190) des Schließkörpers (188) beweglich ist.

41. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter-Abreinigungseinrichtung (34; 156; 182; 226; 260) eine Magneteinrichtung (102; 172) aufweist. 42. Saugvorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Magneteinrichtung (102) einen schaltbaren Hubmagneten (104) aufweist und dass mit dem Schließkörper (44) ein Anker (106) verbunden ist, wobei der Schließkörper (44) über eine Kopplung des Ankers (106) an den Hubmagneten (104) in seiner Bewegung antreibbar ist.

43. Saugvorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die Magneteinrichtung (172) einen schaltbaren Haltemagneten (174) auf weist, und an einem Gegenelement (178) für den Haltemagneten (174) mit dem Schließkörper (158) verbunden ist.

44. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch eine Federeinrichtung (116), deren Federkraft bestrebt ist, das mindestens eine Ventil (42) von der offenen Stellung (108) in die geschlossene Stellung (90) zu bringen.

45. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch ein Hand-Betätigungselement (244), welches mit dem Schließkörper (242) verbunden ist und zur manuellen Betätigung eines Abreinigungsvorgangs dient.

46. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem mindestens einen Ventil (42; 166; 210; 228; 240; 266) und/oder einem Betätigungselement (242) eine elastische Energiespeichereinrichtung (154) zugeordnet ist.

47. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass druckwirksame Flächen für den ersten Anlage bereich (70; 192; 234; 276) und den zweiten Anlagebereich (72; 196; 232; 280) unterschiedlich sind. 48. Saugvorrichtung nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass die druckwirksamen Flächen derart angepasst aneinander ausgebildet sind, dass bei einem Betrieb der Saugvorrichtung das mindestens eine Ventil (42) aufgrund einer Druckdifferenz an den druckwirksamen Flächen in der geschlossenen Stellung (90) ist.

49. Saugvorrichtung nach einem der Ansprüche 47 oder 48, dadurch ge kennzeichnet, dass die druckwirksamen Flächen derart aneinander angepasst ausgebildet sind, dass zum Übergang von der geschlossenen Stellung (90) in die offene Stellung (108) eine Kraftausübung auf den Schließkörper (44) erforderlich ist.

50. Saugvorrichtung nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass die druckwirksamen Flächen derart aneinander angepasst ausgebildet sind, dass eine externe Haltekraft notwendig ist, um im Betrieb der Saugvor richtung das mindestens eine Ventil (166) in der geschlossenen Stellung

(165) zu halten.

51. Saugvorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wegfall der Haltekraft eine Druckdifferenz das mindestens eine Ventil

(166) von der geschlossenen Stellung (165) in die offene Stellung (180) bringt.

52. Saugvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekenn zeichnet durch eine Batterieeinrichtung (32) für einen Batteriebetrieb, insbesondere des Saugaggregats (16) und der Filter-Abreinigungs- einrichtung (34; 156; 182; 226; 260). 53. Verfahren zur Abreinigung eines Filters (22), insbesondere bei einer Saugvorrichtung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem durch Abheben eines Schließkörpers (44) eines Ventils (42) von einer Gegeneinrichtung (74) das Filter (22) mit einem Luft-Abreinigungsstrom beaufschlagt wird, wobei in einer offenen Stellung (108) des Ventils (42) Spülluft an dem Schließkörper (44) seitlich vorbei und durch den

Schließkörper (44) hindurch zu dem mindestens einen Filter (22) strömt, und/oder wobei Spülluft in der offenen Stellung (108) des Ventils (42) auf mehreren in einer Höhenrichtung beabstandeten Bereichen einge koppelt wird.

54. Verfahren nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, dass in eine

geschlossene Stellung (90) des Ventils (42) der Schließkörper (44) mit einem ersten Anlagebereich (70) und mit einem in einer Höhenrichtung (48) beabstandeten zweiten Anlagebereich (72) an der Gegeneinrichtung (74) anliegt, und in der offenen Stellung (108) des Ventils (42) Spülluft sowohl an dem ersten Anlagebereich (70) als auch an dem zweiten An lagebereich (72) vorbei zu dem Filter (22) strömt.

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Description:
SAUGVORRICHTUNG UND VERFAHREN

ZUR ABREINIGUNG EINES FILTERS

Die Erfindung betrifft eine Saugvorrichtung, umfassend ein Saugaggregat zur Erzeugung eines Saugstroms, mindestens ein Filter, und eine Filter-Abreini- gungseinrichtung, wobei die Filter-Abreinigungseinrichtung mindestens ein Ventil mit einem beweglichen Schließkörper und eine Gegeneinrichtung für den Schließkörper aufweist, und wobei in einer offenen Stellung des mindestens einen Ventils das mindestens eine Filter mit einem Abreinigungsstrom beauf schlagt ist und in einer geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils der Abreinigungsstrom inaktiv ist oder wird.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Abreinigung eines Filters.

Die US 4,329,161 offenbart einen Staubsauger mit einem Ventilsystem zur Erzeugung von Luftpulsen durch ein Filterelement.

Die DE 20 2006 020 948 Ul offenbart ein Saugreinigungsgerät mit einem Schließventil zur Abreinigung eines Filters.

Die DE 10 2015 100 426 Al offenbart ein Reinigungsgerät mit einem Loch plattenresonator, welcher einer Geräuschquelle zugeordnet ist und schall wirksam mit der Geräuschquelle verbunden ist.

Die EP 2 451 332 Bl betrifft ein Sauggerät für Reinigungszwecke, welches eine Ventileinrichtung mit einem einen Fremdlufteinlass bildenden Ventilsitz und einen relativ dazu beweglichen Ventilkörper umfasst, der in einer Schließ stellung am Ventilsitz dichtend anliegt und in einer Öffnungsstellung den Ven tilsitz freigibt. Das Sauggerät umfasst eine Energiespeichereinrichtung, wel cher durch Betätigung eines Betätigungsorgans zu speichernde Energie zu- führbar ist und von der gespeicherten Energie zur Überführung des Ventil körpers von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung freisetzbar ist. Die Energiespeichereinrichtung umfasst mindestens ein elastisch verformbares Energiespeicherglied, wobei das mindestens eine Energiespeicherglied als Feder ausgebildet ist.

Die DE 10 2010 029 518 Al offenbart einen Staubsauger mit einem Schmutz sammelbehälter, der einen Saugeinlass aufweist und über mindestens einen Filter und eine Absaugleitung mit einem Saugaggregat in Strömungsverbin dung steht, und mit einer Spülluftzufuhreinrichtung zum Zuführen von Spülluft in die Absaugleitung stromabwärts des Filters, wobei die Spülluftzufuhrein richtung mindestens eine Spülluftöffnung aufweist sowie einen hülsenförmigen Schließkörper, der in einer Schließstellung das Einströmen von Spülluft über die mindestens eine Spülluftöffnung in die Absaugleitung verhindert und der in einer Bewegungsrichtung manuell in eine das Einströmen von Spülluft über die mindestens eine Spülluftöffnung in die Absaugleitung freigebende Freigabe stellung bewegbar ist. Der Schließkörper ist an seinen beiden Stirnseiten offen und verhindert in der Schließstellung mit mindestens zwei miteinander zu sammenwirkenden Dichtelementen, die in Bewegungsrichtung relativ zuein ander versetzbar sind, das Einströmen von Spülluft über die mindestens eine Spülluftöffnung in die Absaugleitung.

Die DE 10 2010 029 524 Al offenbart einen Staubsauger mit einem Schmutz sammelbehälter, der einen Saugeinlass aufweist und über mindestens ein Fil ter und eine Absaugleitung mit einem Saugaggregat in Strömungsverbindung steht, und mit einer Spülluftzufuhreinrichtung zum Zuführen von Spülluft in die Absaugleitung stromabwärts des Filters, wobei die Spülluftzufuhreinrich tung mindestens eine Spülluftöffnung aufweist, sowie einen Schließkörper mit einer der Absaugleitung zugewandten Stirnseite und einer der Absaugleitung abgewandten Rückseite, der zwischen einer Schließstellung, in der er die Spül luftöffnung verschließt, und einer Freigabestellung, in der er die Spülluft öffnung freigibt, hin- und herbewegbar ist. Der Schließkörper ist durch Be aufschlagung seiner Rückseite mit Unterdrück entgegen einer Rückstellkraft in seine Freigabestellung bewegbar. Die EP 2 672 871 Bl offenbart einen Staubsauger mit einer Batterieeinrichtung zur Energieversorgung einer Fremdluftventileinrichtung. Es ist eine Steue rungseinrichtung vorgesehen, welche die Abreinigung einer Filtereinrichtung mittels der Fremdluftventileinrichtung steuert, wobei ein Auslösen der Abrei nigung manuell oder automatisch erfolgt, und wobei die Steuerungseinrichtung eine Elektromotoreinrichtung eines Saugaggregats ansteuert.

Die WO 2014/173481 Al offenbart einen Schmutzsauger mit Abreinigungs steuerung für einen Filter.

Die DE 10 2011 015 074 Al offenbart ein Sauggerät mit einem Saugmotor, welchem ein Motorsensor zugeordnet ist. Der Motorsensor dient zur Erzeugung eines Saugmotor-Sensorsignals. Es ist eine Steuerungseinrichtung zur Ansteu erung einer Abreinigungseinrichtung zur Durchführung eines Abreinigungs prozesses eines Filters in Abhängigkeit von dem Saugmotor-Sensorsignal vor gesehen.

Die DE 10 2016 125 385 Al offenbart einen Staubsauger.

Die EP 3 120 744 Bl offenbart eine Vorrichtung zur Steuerung einer Reinigung einer Filtereinheit für Staubsauger.

Die DE 10 2013 108 559 Al offenbart ein Verfahren zum Betreiben eines Staubsaugers zum Rückreinigen eines vom Staubsauger umfassten Filter elements.

Die DE 20 2010 012 821 Ul offenbart eine Filterabreinigung für Schmutz sauger mit externem Gebläse.

Die DE 101 01 219 C9 offenbart einen Schmutzsauger.

Die US 2005/0011036 Al offenbart einen Staubsauger. Die DE 10 2005 017 702 Al offenbart ein Verfahren zum Abreinigen der Filter eines Staubsaugers.

Die EP 2 347 690 Bl offenbart ein Saugreinigungsgerät.

Die CN 101484060 B offenbart ebenfalls einen Staubsauger.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Saugvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, wobei sich eine effektive Abreinigung des min destens einen Filters erreichen lässt.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Saugvorrichtung erfindungs gemäß dadurch gelöst, dass der Schließkörper mindestens einen ersten An lagebereich an die Gegeneinrichtung und einen zweiten Anlagebereich an die Gegeneinrichtung aufweist, wobei der zweite Anlagebereich in einer Höhen richtung beabstandet zu dem ersten Anlagebereich ist, dass in der geschlos senen Stellung des mindestens einen Ventils sowohl der erste Anlagebereich als auch der zweite Anlagebereich an der Gegeneinrichtung anliegen, und dass in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils sowohl der erste Anlage bereich als auch der zweite Anlagebereich beabstandet zu der Gegeneinrich tung sind, wobei in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils ein Spülluftstrom sowohl an dem ersten Anlagebereich als auch an dem zweiten Anlagebereich vorbei zu dem mindestens einen Filter strömt.

Dadurch, dass der Schließkörper (mindestens) einen ersten Anlagebereich und einen zu dem ersten Anlagebereich versetzten zweiten Anlagebereich aufweist, lässt sich eine Abdichtung in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils an der Gegeneinrichtung über (mindestens) zwei Ebenen erreichen. Bei der Öffnung des Ventils kann dann Spülluft an dem mindestens einen Filter auf (mindestens) zwei getrennten Ebenen einströmen.

Unter offener Stellung des mindestens einen Ventils werden dabei alle Stel lungen verstanden, bei denen der Schließkörper abgehoben von der Gegen- einrichtung ist. Es kann sich dabei um eine Mehrzahl von Stellungen handeln, das heißt es muss sich nicht um eine einzige Stellung handeln.

Die Mehrzahl von Abgabebereichen ermöglicht eine schnelle Öffnung des min destens einen Ventils. Dies wiederum ermöglicht ein gutes Abreinigungs ergebnis des mindestens einen Filters. Es lässt sich erreichen, dass ein großer Volumenstrom eines Spülstroms (Fremdluftstroms) innerhalb kurzer Zeit an dem mindestens einen Filter ansteht. Es hat sich gezeigt, dass ein zeitlicher Verlauf eines Volumens von Rückspülluft über den mindestens einen Filter (welches den Abreinigungsstrom ergibt) steil ist.

Weiterhin ergibt sich relativ schnell ein hohes Niveau für eine Spülluftmenge (für eine Abreinigungsluftmenge), welche den mindestens einen Filter beauf schlagt.

Es lässt sich so insbesondere auch bei einem Sauggebläse mit geringerer Leistung, wie beispielsweise bei einer Saugvorrichtung, welche batterie betrieben ist, ein optimiertes Abreinigungsergebnis für das mindestens eine Filter erreichen. Dadurch lässt sich eine dauerhaft konstante Saugleistung realisieren.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung lassen sich bei der Öffnung des Ventils Teilströme an Spülluft an dem mindestens einen Ventil erreichen. Insbe sondere kann ein Teilstrom an dem Schließkörper vorbei zu dem mindestens einen Filter strömen und es kann ein Teilstrom durch den Schließkörper hin durch zu dem mindestens einen Ventil strömen. Durch die mindestens zwei Anlagebereiche, welche höhenversetzt sind, lassen sich bei Öffnung des min destens einen Ventils mindestens zwei Spalte insbesondere in der Form von Ringspalten mit relativ großem Durchmesser schnell öffnen. Es lässt sich er reichen, dass ein Öffnungsquerschnitt mit dem Ventilhub steigt. Auch dies trägt dazu bei, dass ein optimiertes Abreinigungsergebnis erreicht wird. Es ist auch möglich, bezüglich eines druckwirksamen Bereichs den ersten An lagebereich und den zweiten Anlagebereich unterschiedlich auszubilden. Je nach Ausbildung kann beispielsweise erreicht werden, dass eine Druckdifferenz zwischen einem Unterdrück- und einem Normaldruckbereich den Schließkörper in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils in der geschlosse nen Stellung hält, oder es kann erreicht werden, dass die Druckdifferenz be strebt ist, den Schließkörper des mindestens einen Ventils aus der geschlos senen Stellung in die geöffnete Stellung zu treiben. Auch dies trägt dazu bei, eine schnelle Öffnung des mindestens einen Ventils zu erhalten und dabei einen großen Luftquerschnitt zu erhalten.

Es hat sich ferner gezeigt, dass bei der erfindungsgemäßen Lösung Knall geräusche, welche durch die Öffnung des mindestens einen Ventils erzeugt sind, reduziert sind.

Die erfindungsgemäße Saugvorrichtung kann beispielsweise bei einem Staub sauger in Form eines Stand-alone-Geräts eingesetzt werden. Sie kann bei spielsweise auch in eine Maschine integriert werden, die weitere Funktionen zusätzlich zu der Saugvorrichtung hat, wie beispielsweise eine fahrbare

Bodenreinigungsmaschine (wie eine Kehrmaschine). Sie kann beispielsweise auch an einem Saugroboter realisiert sein. Eine erfindungsgemäße Saug vorrichtung kann beispielsweise auch in ein fest installiertes Saugsystem integriert sein.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass ein Abstand zwischen dem ersten An lagebereich und dem zweiten Anlagebereich in der Höhenrichtung mindestens 6 mm und vorzugsweise mindestens 10 mm beträgt.

Ein Bewegungshub des Schließkörpers, welcher insbesondere ein linearer Hub ist, beträgt insbesondere mindestens 5 mm. Vorzugsweise beträgt dieser Be wegungshub höchstens 50 mm. Es ist insbesondere ein Unterdruckbereich in einem Saugbetrieb vorgesehen, an welchem das mindestens eine Filter angeordnet ist, und es ist ein Normal druckbereich vorgesehen, an welchem die Gegeneinrichtung angeordnet ist, wobei in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils der Normal druckbereich von dem Unterdruckbereich fluiddicht getrennt ist, und in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils der Normaldruckbereich und der Unterdruckbereich durch eine Kanaleinrichtung fluidwirksam miteinander ver bunden sind. In einem "Normalbetrieb" der Saugvorrichtung, ohne dass das mindestens eine Ventil für die Abreinigung des mindestens einen Filters aktiv ist, ist der Normaldruckbereich fluiddicht von dem Unterdruckbereich getrennt. Bei einer Aktivierung des mindestens einen Ventils, zur Abreinigung des min destens einen Filters, wird der Schließkörper von der Gegenrichtung abge hoben. Aufgrund der Druckdifferenz zwischen Normaldruckbereich und dem Unterdruckbereich entsteht ein Spülluftstrom, welcher zur Abreinigung des mindestens einen Filters verwendet wird. Der Normaldruckbereich ist ein Bereich, auf welchen das Saugaggregat mit seiner Unterdruckbeaufschlagung nicht wirkt. Beispielsweise liegt im Normaldruckbereich atmosphärischer Druck vor. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass in dem Normaldruckbereich ein Überdruck gegenüber atmosphärischem Druck vorliegt. Beispielsweise ist es beim Ausführungsbeispiel einer Kehrmaschine vorgesehen, dass an den Nor maldruckbereich über einen Kompressor ein Überdruck gegenüber atmosphä rischem Druck erzeugt wird.

Insbesondere ist der Abreinigungsstrom durch Bringen des mindestens einen Ventils von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung erzeugt oder wird erzeugt. Dadurch lässt sich durch Öffnen des Ventils ein entsprechender Ab reinigungsstrom "automatisch" erzeugen, indem Fremdluft einströmen kann und das mindestens eine Filter beaufschlagen kann.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die Kanaleinrichtung eingangsseitig in den Normaldruckbereich und ausgangsseitig in den Unterdruckbereich mün det. Es lässt sich so auf einfache Weise ein Abreinigungsstrom zur Beauf schlagung des mindestens einen Filters erzeugen. Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Eintrittsquerschnitt für Luft in die Kanaleinrichtung, welcher insbesondere an einem Spalt und vorzugsweise Ringspalt vorliegt, sich beim Abheben des Schließkörpers von der Gegenein richtung mit einem Ventilhub stetig vergrößert. Dadurch lässt sich das Ventil schnell öffnen und es lässt sich ein relativ großer Volumenstrom schnell dem mindestens einen Filter zur Abreinigung bereitstellen.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der Abreinigungsstrom während Beaufschlagung des mindestens einen Filters durch das Saug aggregat mit einem Saugstrom erzeugt ist oder wird. Es lässt sich dadurch gewissermaßen während eines laufenden Betriebs eine Abreinigung des mindestens einen Ventils durchführen. Dadurch ergibt sich unter anderem eine einfache Steuerung eines Abreinigungsvorgangs.

Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen : die Höhenrichtung ist parallel zu einer Bewegungsrichtung und insbe sondere Verschiebungsrichtung des Schließkörpers; die Höhenrichtung ist parallel zu einer Hauptströmungsrichtung eines Saugstroms bei Durchströmung des mindestens einen Filters in einem Saugbetrieb; die Höhenrichtung ist parallel zu einer Hauptströmungsrichtung des Abreinigungsstroms bei Durchströmung des mindestens einen Filters; die Höhenrichtung ist quer und insbesondere senkrecht zu einer Ein hüllendenoberfläche des mindestens einen Filters an einer Reinseite; die Höhenrichtung ist parallel zu einer Symmetrieachse des mindestens einen Ventils. Durch die entsprechende Orientierung der Höhenrichtung lässt sich die Filter- Abreinigungseinrichtung kompakt ausbilden und in die Saugvorrichtung in tegrieren. Es lässt sich ein schnelles Öffnen des mindestens einen Ventils er reichen.

Vorzugsweise weist die Gegeneinrichtung einen ersten Gegen-Anlagebereich für den ersten Anlagebereich und einen zweiten Gegen-Anlagebereich für den zweiten Anlagebereich auf, wobei der zweite Gegen-Anlagebereich und der erste Gegen-Anlagebereich in der Höhenrichtung beabstandet zueinander sind. Es lässt sich dadurch auf einfache Weise in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils der Schließkörper über mindestens zwei Anlage bereiche, welche höhenversetzt sind, an der Gegeneinrichtung anlegen. Ins besondere weisen der erste Gegen-Anlagebereich und der zweite Gegen- Anlagebereich in der Höhenrichtung einen Abstand von mindestens 6 mm und vorzugsweise von mindestens 10 mm auf. Günstigerweise ist die Gegenein richtung dabei so ausgebildet, dass bei Übergang des mindestens einen Ventils von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung der erste Anlagebereich und der zweite Anlagebereich mindestens näherungsweise gleichzeitig von der Gegeneinrichtung abheben. Entsprechend ist es vorzugsweise vorgesehen, dass der erste Anlagebereich und der zweite Anlagebereich beim Übergang des Schließkörpers von der geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung min destens näherungsweise gleichzeitig an der Gegeneinrichtung anliegen.

Um eine Fluiddichtigkeit an den Anlagebereichen zu erreichen, ist es vorge sehen, dass dem ersten Anlagebereich und dem zweiten Anlagebereich jeweils eine Dichtungseinrichtung insbesondere in der Form eines Dichtungsrings zu geordnet ist, wobei insbesondere die Dichtungseinrichtung an dem Schließ körper angeordnet ist und/oder die Dichtungseinrichtung an der Gegenein richtung angeordnet ist. Die Dichtungseinrichtung sorgt für eine fluiddichte Abdichtung. Sie kontaktiert den Schließkörper und die Gegeneinrichtung.

Günstig ist es, wenn die Gegeneinrichtung ein Gehäuse aufweist, in welchem der Schließkörper beweglich angeordnet ist, und welches einen Durchströ- mungsraum für Spülluft aufweist. Das Gehäuse lässt sich dazu nutzen, das mindestens eine Ventil geschützt anzuordnen. Ferner lässt sich das Gehäuse für eine Strömungsführung nutzen.

Günstig ist es, wenn eine Reinseite des mindestens einen Filters an einer Unterdruckkammer liegt, insbesondere mit mindestens einem der Folgenden : die Unterdruckkammer ist mit dem Saugaggregat verbunden; in einem Saugbetrieb der Saugvorrichtung ist die Unterdruckkammer permanent fluidwirksam mit dem Saugaggregat verbunden; mindestens ein Kanal der Filter-Abreinigungseinrichtung mündet zur Luftzuführung zu dem mindestens einen Filter in einem Abreinigungs betrieb in die Unterdruckkammer; die Gegeneinrichtung ist an der Unterdruckkammer angeordnet; das mindestens eine Ventil trennt die Unterdruckkammer in einer geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils fluiddicht von einem Normaldruckbereich.

Es ergibt sich eine einfache Strömungsführung, wenn eine Reinseite des min destens einen Filters an einer Unterdruckkammer liegt. Die Unterdruckkammer lässt sich durch das mindestens eine Ventil auf einfache Weise fluiddicht ge genüber einem Normaldruckbereich der Saugvorrichtung abdichten. Durch die Verbindung der Unterdruckkammer mit dem Saugaggregat und insbesondere durch eine permanente fluidwirksame Verbindung (in einem Saugbetrieb) lässt sich auf einfache Weise ein Saugstrom durch das mindestens eine Filter durch führen, um insbesondere einen Saugbehälter, einen Sauganschluss und bei spielsweise einen Saugschlauch oder ein Saugrohr mit dem Saugstrom zu beaufschlagen. Ein oder mehrere Kanäle der Filter-Abreinigungseinrichtung, welche in die Unterdruckkammer münden, können dazu benutzt werden, Spülluft zur Abreinigung des mindestens einen Filters bereitzustellen.

Durch Positionierung der Gegeneinrichtung an der Unterdruckkammer ergibt sich ein kompakter Aufbau für die Saugvorrichtung mit der Filter-Abreini- gungseinrichtung.

Günstig ist es, wenn das mindestens eine Ventil und/oder der Schließkörper rotationssymmetrisch zu der Symmetrieachse ausgebildet ist, wobei insbe sondere die Symmetrieachse parallel zur Höhenrichtung ist. Es ergibt sich so eine optimierte Luftzuführung zu dem mindestens einen Filter, um eine effek tive Abreinigung zu erreichen.

Die eingangs genannte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Schließkörper und die Gegeneinrichtung so aneinander angepasst sind, dass bei offener Stellung des mindestens einen Ventils eine Mehrzahl von getrennten Luft-Teilströmen an der Filter-Abreinigungseinrichtung strömt, und insbesondere ein erster Teilstrom an dem Schließkörper außen vorbei und ein zweiter Teilstrom durch den Schließkörper hindurch zu dem mindestens einen Filter strömt. Es lässt sich so auf einfache Weise ein schnelles Öffnen des min destens einen Ventils erreichen. Das mindestens eine Filter lässt sich bei einem Abreinigungsvorgang mit einem großen Volumenstrom beaufschlagen.

Die eingangs genannte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Filter-Abreinigungseinrichtung in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils mindestens einen ersten Kanal für einen ersten Teilstrom und einen zweiten Kanal für einen zweiten Teilstrom aufweist, wobei der zweite Kanal getrennt von dem ersten Kanal ist. Es lässt sich dadurch ein schnelles Öffnen des mindestens einen Ventils erreichen. Bei einem Abreinigungs vorgang des mindestens einen Filters lässt sich dieses mit einem hohen Vo lumenstrom an Spülluft beaufschlagen.

Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen : der erste Kanal mündet eingangsseitig in einen Normaldruckbereich; der zweite Kanal mündet eingangsseitig in den Normaldruckbereich; der erste Kanal mündet ausgangsseitig in einen Unterdruckbereich; der zweite Kanal mündet ausgangsseitig in den Unterdruckbereich; in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils ist der erste Kanal eingangsseitig zu dem Normaldruckbereich geschlossen; in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils ist der erste Kanal eingangsseitig zu dem Normaldruckbereich offen; der erste Kanal ist ausgangsseitig permanent fluidwirksam mit dem Unterdruckbereich verbunden; in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils ist der zweite Kanal ausgangsseitig zu dem Unterdruckbereich geschlossen; in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils ist der zweite Kanal ausgangsseitig zu dem Unterdruckbereich offen; der zweite Kanal ist eingangsseitig permanent mit dem Normaldruck bereich fluidwirksam verbunden.

Es lässt sich dadurch auf einfache Weise durch ein Abheben des Schließ körpers von der Gegeneinrichtung erreichen, dass sowohl über den ersten Kanal als auch über den zweiten Kanal Spülluft dem mindestens einen Filter zugeführt wird. Es lässt sich ein schnelles Öffnen des mindestens einen Ventils erreichen und das mindestens eine Filter lässt sich mit einem hohen Volumen strom an Spülluft für dessen Abreinigung beaufschlagen. Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der erste Kanal mindestens mit einem Teilbereich durch den Schließkörper hindurch verläuft, und insbesondere der erste Kanal mindestens in einem Teilbereich durch eine Innenwandung des Schließkörpers begrenzt ist. Es lässt sich so ein schnelles Öffnen des mindes tens einen Ventils erreichen. Das mindestens eine Filter lässt sich innerhalb relativ kurzer Zeit mit einem großen Volumenstrom an Spülluft für die Abreini gung des mindestens einen Filters beaufschlagen.

Es ist ferner günstig, wenn der erste Kanal und/oder der zweite Kanal min destens in einem Teilbereich längs einer seitlichen Außenkontur des Schließ körpers verläuft, und insbesondere eine seitliche Außenwandung des Schließ körpers den ersten Kanal und/oder den zweiten Kanal begrenzt. Es lässt sich so ein zusätzlicher Fluidweg bereitstellen, um eine effektive Abreinigung des mindestens einen Filters bei geöffnetem mindestens einen Ventil zu erreichen.

Es ist ferner günstig, wenn der erste Kanal und/oder der zweite Kanal min destens einen ersten Bereich und mindestens einen zweiten Bereich auf weisen, wobei der mindestens eine erste Bereich quer zu der Höhenrichtung orientiert ist und der mindestens eine zweite Bereich mindestens näherungs weise parallel zu der Höhenrichtung orientiert ist und in einem Abreinigungs betrieb eine Hauptströmungsrichtung in dem mindestens einen ersten Bereich quer zu der Höhenrichtung orientiert ist und insbesondere radial orientiert ist, und in dem mindestens einen zweiten Bereich eine Hauptströmungsrichtung in dem Abreinigungsbetrieb mindestens näherungsweise parallel zu der Höhen richtung und insbesondere axial orientiert ist. Es lässt sich so das mindestens eine Ventil auf schnelle Weise öffnen. Es lässt sich schnell ein relativ hoher Volumenstrom dem mindestens einen Filter zur Abreinigung bereitstellen.

Es ist dann günstig, wenn der erste Kanal und/oder der zweite Kanal einen Umlenkungsbereich für eine Strömungsumlenkung aufweisen. Es lässt sich so effektiv Spülluft dem mindestens Filter zu Abreinigungszwecken an dem min destens einen Filter zuführen. Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen : an einem ersten Bereich des ersten Kanals ist mindestens ein Eingang des ersten Kanals angeordnet; an einem zweiten Bereich des ersten Kanals ist mindestens ein Ausgang des ersten Kanals angeordnet; an einem ersten Bereich des zweiten Kanals ist mindestens ein Eingang des zweiten Kanals angeordnet; an einem zweiten Bereich des zweiten Kanals ist mindestens ein Ausgang des zweiten Kanals angeordnet.

Es lässt sich so eine effektive Strömungsführung bei kompaktem Aufbau der Filter-Abreinigungseinrichtung erreichen. Das mindestens eine Ventil lässt sich schnell öffnen und es lässt sich ein hoher Volumenstrom dem mindestens einen Filter zur Abreinigung bereitstellen.

Bei einer Ausführungsform weisen der erste Kanal und/oder der zweite Kanal in der Höhenrichtung beabstandete erste Bereiche auf, zwischen welchen ein zweiter Bereich liegt. Es ergibt sich so eine optimierte Strömungsführung mit Umlenkung, um dem mindestens einen Filter für die Abreinigung einen hohen Volumenstrom an Spülluft bereitzustellen.

Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen : in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils ist ein erster Bereich des ersten Kanals zwischen einer Oberseite des Schließkörpers und der Gegeneinrichtung gebildet; ein zweiter Bereich des ersten Kanals ist in dem Schließkörper gebildet; in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils sind ein oder meh rere erste Bereiche des zweiten Kanals und/oder des ersten Kanals und/oder ein oder mehrere zweite Bereiche des zweiten Kanals und/oder des ersten Kanals zwischen der Gegeneinrichtung und dem Schließkörper gebildet; in der offenen Stellung des mindestens einen Ventils ist ein erster Be reich des zweiten Kanals zwischen einer Unterseite des Schließkörpers und der Gegeneinrichtung gebildet.

Es ergibt sich so eine optimierte Strömungsführung. Es lässt sich erreichen, dass Spülluft bei geöffnetem mindestens einen Ventil sowohl durch den

Schließkörper hindurch als auch an dem Schließkörper vorbei dem mindestens einen Filter zugeführt wird. Das mindestens eine Ventil lässt sich schnell bei relativ geringer Geräuschentwicklung öffnen und dem mindestens einen Filter lässt sich ein relativ großer Volumenstrom für die Abreinigung des mindestens einen Filters bereitstellen.

Bei einer Ausführungsform ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen : der erste Kanal weist mindestens einen ersten Eingang und einen zu dem ersten Eingang beabstandeten zweiten Eingang auf; der erste Kanal ist mindestens in einem Teilbereich im Querschnitt T-förmig; der erste Kanal hat einen Querbereich, an welchem der erste Eingang und der zweite Eingang angeordnet sind, wobei an dem Querbereich ein Sammelbereich angeordnet ist, und wobei ausgehend von dem ersten Eingang ein erster Teilstrom zu dem Sammelbereich und ausgehend von dem zweiten Eingang ein zweiter Teilstrom jeweils zu dem Sammel bereich strömt; der erste Kanal weist einen Sammelbereich auf, welcher Teilströme ver einigt und ein Vereinigungsstrom ist durch den Schließkörper hindurch zu dem mindestens einen Filter geführt.

Durch den ersten Eingang und den zweiten Eingang lässt sich Spülluft an unterschiedlichen Stellen für einen Teilstrom einkoppeln. Beispielsweise wird ein erster Teilstrom erzeugt, welcher radial nach innen strömt, und es wird ein zweiter Teilstrom erzeugt, welcher radial nach außen strömt. Dieser Teilstrom wird an dem Sammelbereich vereinigt und kann dann den Schließkörper durchströmen. (Es gibt dazu noch mindestens einen weiteren Teilstrom, wel cher an dem Spülkörper vorbeiströmt.) Es lässt sich so innerhalb kurzer Zeit eine große Luftmenge an Spülluft dem mindestens einen Filter zur Abreinigung bereitstellen. Das mindestens eine Ventil lässt sich schnell öffnen.

Es ist dann vorteilhaft, wenn der erste Anlagebereich und/oder der zweite An lagebereich eine Mehrzahl von Unter-Anlagebereichen aufweist, insbesondere mit mindestens einem der Folgenden :

Unter-Anlagebereiche des zugehörigen ersten Anlagebereichs liegen be zogen auf die Höhenrichtung auf der gleichen Höhe;

Unter-Anlagebereiche des zweiten Anlagebereichs liegen bezogen auf die Höhenrichtung auf der gleichen Höhe; ein erster Unter-Anlagebereich umgibt einen zweiten Unter-Anlage bereich;

Unter-Anlagebereiche sind konzentrisch zueinander; zwischen Unter-Anlagebereichen ist ein Kanal durch den Schließkörper hindurch geführt. Es lässt sich so insbesondere erreichen, dass der erste Kanal eine Mehrzahl von Eingängen aufweist, wobei diese Eingänge in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils geschlossen sind.

Bei einer Ausführungsform weist der Schließkörper ein erstes Scheibenelement und ein zu dem ersten Scheibenelement in der Höhenrichtung beabstandetes zweites Scheibenelement auf, wobei der erste Anlagebereich an dem ersten Scheibenelement angeordnet ist oder gebildet ist und der zweite Anlage bereich an dem zweiten Scheibenelement angeordnet oder gebildet ist, und wobei ein Verbindungsbereich zwischen dem ersten Scheibenelement und dem zweiten Scheibenelement positioniert ist. Durch das erste Scheibenelement und das zweite Scheibenelement lassen sich auf einfache Weise Anlage bereiche zu einer Oberseite und zu einer Unterseite hin ausbilden. Es lässt sich eine Wandung der Gegeneinrichtung zwischen dem ersten Scheibenelement und dem zweiten Scheibenelement positionieren, um eine optimierte Spülluft zuführung zu dem mindestens einen Filter bei einem Abreinigungsvorgang zu erhalten. Das erste Scheibenelement und/oder das zweite Scheibenelement haben beispielsweise eine Kreisscheibenform.

Insbesondere ist eine Außenkontur des Verbindungsbereichs bezogen auf ein seitliches Ende des ersten Scheibenelements und des zweiten Scheibenele ments zurückgesetzt. An dieser Außenkontur kann ein Teilstrom an Spülluft vorbeiströmen. Durch die Zurücksetzung der Außenkontur kann eine Wandung der Gegeneinrichtung zwischen dem ersten Scheibenelement und dem zweiten Scheibenelement positioniert sein bzw. werden. Der Schließkörper lässt sich dann bezüglich der Wandung bewegen, wobei insbesondere eine Anlage (bei spielsweise über den ersten Anlagebereich) an dieser Wandung möglich ist. Es lässt sich so auf einfache Weise sowohl ein erster Kanal als auch ein zweiter Kanal zur Zuführung von Spülluft zu dem mindestens einen Filter bei Öffnung des mindestens einen Ventils öffnen.

Beispielsweise ist der Schließkörper im Querschnitt an dem Verbindungs bereich C-förmig oder U-förmig. Es lässt sich so auf einfache Weise eine zurückgesetzte Außenkontur erreichen, wo beispielsweise eine Wandung zwischen dem ersten Scheibenelement und dem zweiten Scheibenelement positionierbar ist.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die Gegeneinrichtung eine Wandung aufweist, welche in einen Raum zwischen dem ersten Scheibenelement und dem zweiten Scheibenelement ragt, wobei insbesondere in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils der erste Anlagebereich an der Wan dung anliegt. Es ergibt sich so ein kompakter Aufbau der Filter-Abreinigungs- einrichtung. Es ist möglich, durch Abhebung des Schließkörpers von der Gegeneinrichtung mindestens zwei getrennte Kanäle für zwei getrennte Teil ströme zu öffnen. Es ergibt sich so ein schnelles Öffnen des mindestens einen Ventils.

Insbesondere ist es vorgesehen, dass der erste Anlagebereich und der zweite Anlagebereich bezogen auf die Höhenrichtung in eine gleiche Richtung weisen. Es ergibt sich so ein kompakter Aufbau.

Bei einer Ausführungsform weist der erste Anlagebereich an dem ersten Scheibenelement in Richtung von dem mindestens einen Filter weg und weist der zweite Anlagebereich an dem zweiten Scheibenelement von dem mindes tens einen Filter weg. Bei einer alternativen Ausführungsform weist der erste Anlagebereich an dem ersten Scheibenelement dem mindestens einen Filter zu und der zweite Anlagebereich an dem zweiten Scheibenelement weist ebenfalls dem mindestens einen Filter zu.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das erste Scheibenelement und das zweite Scheibenelement einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen. Je nachdem, ob das erste Scheibenelement oder das zweite Scheibenelement einen größeren druckwirksamen Durchmesser aufweisen, lässt sich der Schließkörper aufgrund einer Druckdifferenz zwischen einem Unterdruck bereich und einem Normaldruckbereich automatisch von der Gegeneinrichtung abheben oder aufgrund der Druckdifferenz an der Gegeneinrichtung im ge schlossenen Zustand des mindestens einen Ventils "automatisch" halten.

Günstig ist es, wenn die Gegeneinrichtung und der Schließkörper so anein ander angepasst ausgebildet sind, dass bei Übergang des mindestens einen Ventils von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung sich der Schließ körper in Richtung des mindestens einen Filters bewegt.

Alternativ ist es möglich, dass die Gegeneinrichtung und der Schließkörper so aneinander angepasst ausgebildet sind, dass bei Übergang des mindestens einen Ventils von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung sich der Schließkörper von dem mindestens einen Filter weg bewegt.

Bei einer Ausführungsform weist die Gegeneinrichtung eine erste Wandung als Gegenfläche für den ersten Anlagebereich auf und weist eine in der Höhen richtung beabstandete zweite Wandung als Gegenfläche für den zweiten An lagebereich auf. Die Filter-Abreingungseinrichtung lässt sich so kompakt aus bilden.

Insbesondere ist zwischen der ersten Wandung und der zweiten Wandung eine Öffnung an der Gegeneinrichtung angeordnet, welche in fluidwirksamer Ver bindung mit einem Normaldruckbereich ist, wobei insbesondere eine Normale für eine Mündung der Öffnung quer zu der Höhenrichtung orientiert ist. Es las sen sich so bei Abheben des Schließkörpers von der Gegeneinrichtung min destens ein erster Kanal und ein zweiter Kanal öffnen. Das mindestens eine Ventil lässt sich so schnell öffnen und das mindestens eine Filter lässt sich mit einem hohem Spülluft-Volumenstrom beaufschlagen.

Es ist dann günstig, wenn der Schließkörper mit einem ersten Scheiben element und einem beabstandeten zweiten Scheibenelement jeweils die erste Wandung übergreift. Es lassen sich so bei kompakter Ausbildung der Filter- Abreinigungseinrichtung auf einfache Weise sowohl ein erster Kanal als auch ein zweiter Kanal, welche getrennt voneinander sind, bei Abheben des

Schließkörpers von der Gegeneinrichtung öffnen.

Insbesondere ist der zweite Anlagebereich beweglich zwischen der ersten Wandung und der zweiten Wandung. Es lässt sich so eine optimierte Spülluft zuführung (Fremdlufteinkopplung) zu dem mindestens einen Filter erreichen.

Bei einer Ausführungsform ist zwischen der zweiten Wandung und der ersten Wandung ein erster Raum gebildet, in welchem ein zweites Scheibenelement des Schließkörpers beweglich ist, und ist zwischen der ersten Wandung und einer weiteren Wandung ein zweiter Raum gebildet, in welchem ein erstes Scheibenelement des Schließkörpers beweglich ist. Es ergibt sich so eine opti mierte Luftzuführung zu dem mindestens einen Filter bei einem Abreinigungs vorgang.

Alternativ ist es möglich, dass der erste Anlagebereich beweglich zwischen der ersten Wandung und der zweiten Wandung ist.

Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass zwischen der zweiten Wandung und einer weiteren Wandung ein erster Raum gebildet ist, in welchem ein zweites Scheibenelement des Schließkörpers beweglich ist, und zwischen der ersten Wandung und der zweiten Wandung ein zweiter Raum gebildet ist, in welchem ein erstes Scheibenelement des Schließkörpers beweglich ist.

Bei einer Ausführungsform weist die Filter-Abreinigungseinrichtung eine Mag neteinrichtung auf. Über die Magneteinrichtung lässt sich je nach Ausbildung der Filter-Abreinigungseinrichtung der Schließkörper in seiner Bewegung von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung antreiben, oder es lässt sich der Schließkörper in der geschlossenen Stellung des mindestens einen Ventils halten.

Bei einer Ausführungsform weist die Magneteinrichtung einen schaltbaren Hubmagneten auf und mit dem Schließkörper ist ein Anker verbunden, wobei der Schließkörper über eine Kopplung des Ankers an den Hubmagneten in seiner Bewegung antreibbar ist. Der Hubmagnet arbeitet mit dem Anker zu sammen. Über Bestromung des Hubmagneten lässt sich der Anker und damit der Schließkörper bewegen. Es lässt sich so insbesondere eine Abhebungs bewegung des Schließkörpers durchführen; dadurch lässt sich insbesondere das mindestens eine Ventil von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung überführen.

Bei einer alternativen Ausführungsform umfasst die Magneteinrichtung einen schaltbaren Haltemagneten, wobei ein Gegenelement für den Haltemagneten mit dem Schließkörper verbunden ist. Über den Haltemagneten lässt sich dabei insbesondere die geschlossene Stellung des mindestens einen Ventils halten. Wenn der Haltemagnet entsprechend bestromt wird, wird diese Halte stellung aufgehoben, und der Schließkörper kann sich von der Gegeneinrich tung abheben.

Bei einer Ausführungsform ist eine Federeinrichtung vorgesehen, deren Feder kraft bestrebt ist, das mindestens eine Ventil von der offenen Stellung in die geschlossene Stellung zu bringen. Es lässt sich dadurch insbesondere eine automatische Rückkehr von der offenen Stellung in die geschlossene Stellung erreichen.

Bei einer Ausführungsform ist ein Hand-Betätigungselement vorgesehen, wel ches mit dem Schließkörper verbunden ist und zur manuellen Betätigung eines Abreinigungsvorgangs dient. Es lässt sich dadurch eine manuelle Abreinigung durchführen.

Bei einer Ausführungsform ist dem mindestens einen Ventil und/oder einem Betätigungselement eine elastische Energiespeichereinrichtung zugeordnet. Es wird in diesem Zusammenhang Bezug genommen auf die EP 2 451 332 Bl. Es lässt sich dadurch insbesondere ein schnelles Öffnen des mindestens einen Ventils erreichen. Günstig ist es, wenn druckwirksamen Flächen für den ersten Anlagebereich und den zweiten Anlagebereich unterschiedlich sind. Es lässt sich so aufgrund von Druckunterschieden in einem Normaldruckbereich und einem Unterdruck bereich je nach Ausbildung des Schließkörpers der Schließkörper automatisch in der geschlossenen Stellung halten, ohne dass eine zusätzliche externe Kraft notwendig ist, oder der Schließkörper lässt sich von der Gegeneinrichtung ab heben, ohne dass eine zusätzliche externe Kraft notwendig ist.

Bei einer Ausführungsform sind die druckwirksamen Flächen derart aneinander angepasst ausgebildet, dass bei einem Betrieb der Saugvorrichtung das min destens eine Ventil aufgrund einer Druckdifferenz an den druckwirksamen Flächen in der geschlossenen Stellung ist. Aufgrund eines Druckunterschieds zwischen einem Normaldruckbereich und einem Unterdruckbereich wird dann der Schließkörper gegen die Gegeneinrichtung gedrückt. Um den Schließ körper von der Gegeneinrichtung abzuheben, ist eine externe Kraft notwendig.

Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass die druckwirksamen Flächen derart angepasst ausgebildet sind, dass zum Übergang von der geschlossenen Stel lung in die offene Stellung eine Kraftausübung auf den Schließkörper erforder lich ist. Dies kann beispielsweise über einen Hubmagneten erfolgen.

Bei einer alternativen Ausführungsform sind die druckwirksamen Flächen der art aneinander angepasst ausgebildet, dass eine externe Haltekraft notwendig ist, um im Betrieb der Saugvorrichtung das mindestens eine Ventil in der geschlossenen Stellung zu halten. Es ist dann keine externe Kraft notwendig, um den Schließkörper von der Gegeneinrichtung abzuheben. Die externe Haltekraft wird beispielsweise durch einen Haltemagneten bereitgestellt.

Insbesondere bringt dann bei Wegfall der Haltekraft eine Druckdifferenz das mindestens eine Ventil von der geschlossenen Stellung in die offene Stellung, wobei dieser Übergang dann bei Wegfall der Haltekraft automatisch erfolgt. Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Batterieeinrichtung für einen Batteriebetrieb der Saugvorrichtung vorgesehen ist. Die Batterieeinrichtung ist insbesondere wiederaufladbar. Es ist insbesondere ein Batteriebetrieb sowohl für das Saugaggregat als auch für die Filter-Abreinigungseinrichtung vorge sehen. Die erfindungsgemäße Filter-Abreinigungseinrichtung lässt sich auf effektive Weise mit optimierter Filter-Abreinigung betreiben, auch wenn die Saugleistung verringert ist, wie es bei Saugvorrichtungen mit Batteriebetrieb der Fall sein kann.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Abreinigung eines Filters bereitge stellt, bei dem durch Abheben eines Schließkörpers eines Ventils von einer Gegeneinrichtung das Filter mit einem Luft-Abreinigungsstrom beaufschlagt wird, wobei in einer offenen Stellung des Ventils Spülluft an dem Schließkörper seitlich vorbeiströmt und durch den Schließkörper hindurch zu dem mindes tens einen Filter strömt, und/oder wobei Spülluft in der offenen Stellung des Ventils auf mehreren in einer Höhenrichtung beabstandeten Bereichen einge koppelt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Saugvorrichtung erläuterten Vorteile auf.

Insbesondere lässt sich das Ventil schnell öffnen und innerhalb relativ kurzer Zeit lässt sich dem Filter ein hoher Spülluft-Volumenstrom zur Abreinigung bereitstellen.

Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich an der erfindungsgemäßen Saug vorrichtung durchführen bzw. die erfindungsgemäße Saugvorrichtung lässt sich bezüglich der Abreinigung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren be treiben.

Insbesondere ist es günstig, wenn in einer geschlossenen Stellung des Ventils der Schließkörper mit einem ersten Anlagebereich und mit einem in einer Höhenrichtung beabstandeten zweiten Anlagebereich an der Gegeneinrichtung anliegt, und in der offenen Stellung des Ventils Spülluft sowohl an dem ersten Anlagebereich als auch an dem zweiten Anlagebereich vorbei zu dem Filter strömt. Es lässt sich dadurch ein schnelles Öffnen des Ventils erreichen. Es lässt sich innerhalb kurzer Zeit ein großer Volumenstrom an Fremdluft (Spül luft) zum Abreinigen des Filters dem Filter bereitstellen und entsprechend lässt sich dann das Filter mit einem Abreinigungsstrom beaufschlagen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens wur den bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Saugvorrichtung erläutert.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen :

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer

Saugvorrichtung in Form eines Stand-alone-Staubsaugers;

Figur 2 eine schematische Schnittdarstellung eines ersten Ausfüh

rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungs einrichtung in einer geschlossenen Stellung eines Ventils;

Figur 3 die Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 2 in einer

offenen Stellung des Ventils;

Figur 4 schematisch einen zeitlichen Verlauf eines Volumens von Spül luft über einem Filter bei der Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 2 und im Vergleich dazu in durchbrochenen Linien einen Verlauf bei einer aus dem Stand der Technik bekannten Filter-Abreinigungseinrichtung; Figur 5 eine schematische Schnittdarstellung eines zweiten Ausfüh rungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungs- einrichtung bei geschlossenem Ventil;

Figur 6 die Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 5 bei offenem

Ventil;

Figur 7 eine schematische Schnittansicht eines dritten Ausführungs beispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungseinrich tung bei geschlossenem Ventil;

Figur 8 die Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 7 bei offenem

Ventil;

Figur 9 eine schematische Schnittansicht eines vierten Ausführungs beispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungseinrich tung bei geschlossenem Ventil;

Figur 10 die Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 9 bei offenem

Ventil;

Figur 11 eine schematische Schnittansicht eines fünften Ausführungs beispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungseinrich tung bei offenem Ventil;

Figur 12 eine schematische Schnittansicht eines sechsten Ausführungs beispiels einer erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungseinrich tung bei geschlossenem Ventil; und

Figur 13 die Filter-Abreinigungseinrichtung gemäß Figur 12 bei offenem

Ventil. Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Saugvorrichtung ist ein Staubsauger 10 (Figur 1) in Form eines Stand-alone-Geräts.

Der Staubsauger 10 umfasst einen Sauggutbehälter 12. In dem Sauggut behälter 12 ist ein Aufnahmeraum für Sauggut gebildet.

An dem Sauggutbehälter 12 sitzt insbesondere abnehmbar ein Saugkopf 14. An dem Saugkopf 14 ist ein Saugaggregat 16 angeordnet. Bei einer Ausfüh rungsform umfasst das Saugaggregat 16 ein Sauggebläse und einen Motor und insbesondere Elektromotor, welcher ein oder mehrere Laufräder des Sauggebläses rotatorisch antreibt.

Das Saugaggregat 16 erzeugt im Betrieb des Staubsaugers 10 einen Saug strom. Der Saugstrom beaufschlagt den Sauggutbehälter 12.

An dem Sauggutbehälter 12 ist ein Anschluss 18 für einen Saugschlauch oder ein Saugrohr 20 angeordnet.

Es ist auch möglich, dass der Anschluss 18 an dem Saugkopf 14 angeordnet ist und der Anschluss 18 dann fluidwirksam mit dem Sauggutbehälter 12 verbunden ist.

Der Saugschlauch 20 lässt sich mit dem Saugstrom beaufschlagen. Es lässt sich über ihn Sauggut in den Sauggutbehälter 12 einsaugen.

Der Staubsauger 10 weist (mindestens) ein Filter 22 auf. Das Filter 22 ist zwischen dem Sauggutbehälter 12 und dem Saugaggregat 16 angeordnet. Es weist eine Schmutzseite 24 auf, welche dem Sauggutbehälter 12 zugewandt ist, und weist eine Reinseite 26 auf, welche dem Saugaggregat 16 zugewandt ist. Das Filter 22 dient dazu, Schmutzpartikel zurückzuhalten, sodass diese nicht zu dem Saugaggregat 16 gelangen können.

Das Filter 22 ist bei einer Ausführungsform ein Flachfaltenfilter. Es ist auch möglich, dass das Filter ein Patronenfilter, Kerzenfilter, Beutelfilter usw. ist.

Es ist auch möglich, dass der Staubsauger 10 mehrere Filter aufweist und insbesondere Filter mit unterschiedlicher Filterwirkung aufweist. Es wird in diesem Zusammenhang beispielhaft auf die WO 2019/011429 Al verwiesen.

Der Staubsauger 10 umfasst eine Filter-Abreinigungseinrichtung 28. Im

Betrieb des Staubsaugers 10 können sich Schmutzpartikel an dem Filter 22 ansammeln und diesen "zusetzen". Dies verschlechtert die Saugleistung des Staubsaugers 10. Durch die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 lässt sich das Filter 22 reinigen. Die Reinigung erfolgt dabei insbesondere von der Reinseite 26 des Filters 22 her. Durch die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 lassen sich Schmutzpartikel von dem Filter 22 lösen und in den Sauggutbehälter 12 führen.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 ist insbesondere so ausgebildet, dass sie das Filter 22 mit Spülluft (Fremdluft) beaufschlägt, und dass dies zum Lösen von Schmutzpartikel von dem Filter 22 führt.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Filter-Abreinigungs einrichtung 28 bedarfsgesteuert ist. Es ist dazu eine Steuerungseinrichtung 30 vorgesehen. Beispielsweise wird durch einen oder mehrere Drucksensoren ermittelt, wann eine Filter-Abreinigung notwendig ist, und es wird dann bei entsprechendem Detektionsergebnis über die Steuerungseinrichtung 30 auto matisch eine Filter-Abreinigung durchgeführt. Es wird in diesem Zusammen hang beispielhaft auf die WO 2015/139751 Al verwiesen.

Es ist auch möglich, dass die Steuerungseinrichtung 30 die Notwendigkeit einer Filter-Abreinigung anzeigt, und diese dann durch einen Bediener manuell durchgeführt werden muss. Bei einer Ausführungsform ist der Staubsauger 10 mit einer Batterie

einrichtung 32 und insbesondere einer wiederaufladbaren Batterieeinrichtung 32 betrieben. Es ist dabei insbesondere vorgesehen, dass die Batterie einrichtung 32 die notwendige elektrische Energie für das Saugaggregat 16 bereitstellt, und auch die notwendige elektrische Energie für die Filter-Abrei- nigungseinrichtung 28 bereitstellt.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 ist bei einem Ausführungsbeispiel ober halb des Filters 22 an dem Saugkopf 14 angeordnet. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 an dem Sauggutbehälter 12 angeordnet ist.

Bei einem ersten Ausführungsbeispiel einer Filter-Abreinigungseinrichtung, welches in den Figuren 2 und 3 gezeigt und dort mit 34 bezeichnet ist, ist es beispielsweise vorgesehen, dass das Filter 22 in den Sauggutbehälter 12 ragt.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 umfasst eine Unterdruckkammer 36, welche in fluidwirksamer Verbindung mit dem Saugaggregat 16 steht

(Figur 2).

Das Saugaggregat 16 erzeugt im Bereich des Staubsaugers 10 einen Unter drück, welcher in der Unterdruckkammer 36 ansteht (in Figur 2 durch den Druck pi angedeutet).

Das Filter 22 ist zwischen der Unterdruckkammer 36 und dem Sauggut behälter 12 angeordnet. Beim Betrieb des Staubsaugers 10 herrscht in dem Sauggutbehälter 12 ebenfalls ein Unterdrück, welcher näherungsweise pi entspricht (und in der Regel aufgrund des Filters 22 betragsmäßig größer ist als pi).

Der Staubsauger 10 weist eine Öffnung 38 an der Unterdruckkammer 36 zu dem Filter 22 auf. Über die Öffnung 38 ist das Filter 22 und dadurch der Saug gutbehälter 12 mit dem Saugstrom (in Figur 2 durch das Bezugszeichen 40 angedeutet) beaufschlagbar. Durch die Öffnung 38 ist (wie später erläutert wird) das Filter 22 auch mit einem Spülluft-Abreinigungsstrom der Filter- Abreinigungseinrichtung 34 beaufschlagbar.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 umfasst ein Ventil 42 mit einem Schließ körper 44.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Schließkörper 44 bewegungsfest an einer Spindel 46 angeordnet. Die Spindel 46 ist in einer Höhenrichtung 48 verschieblich. Dadurch ist auch der Schließkörper 44 in dieser Höhenrichtung 48 linear verschieblich.

Das Filter 22 hat an der Reinseite 26 eine Einhüllende 27 (Figur 2), welche insbesondere eine Einhüllendenebene ist. Die Höhenrichtung 48 ist quer und insbesondere senkrecht zu dieser Einhüllenden 27.

Die Spindel 46 ist an einer ersten Führungseinrichtung 50 linear verschieblich geführt. Die erste Führungseinrichtung 50 ist bewegungsfest bezüglich der Unterdruckkammer 36.

Es ist ferner vorgesehen, dass der Schließkörper an einer zweiten Führungs einrichtung 52 verschieblich und beispielsweise gleitverschieblich geführt ist. Die zweite Führungseinrichtung ist ebenfalls verschiebungsfest bezüglich der Unterdruckkammer 36.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die erste Führungseinrichtung 50 zentral angeordnet. Die zweite Führungseinrichtung 52 ist peripher angeordnet.

Der Schließkörper weist ein erstes Scheibenelement 54 auf. Es weist ferner ein zweites Scheibenelement 56 auf, welches in der Höhenrichtung 48 beabstan- det zu dem ersten Scheibenelement 54 ist. Zwischen dem ersten Scheiben element 54 und dem zweiten Scheibenelement 56 ist ein Verbindungsbereich 58 positioniert. Der Schließkörper 44 ist insbesondere rotationssymmetrisch zu einer Sym metrieachse 60, welche parallel zu der Höhenrichtung 48 ist. Die Symmetrie achse 60 ist insbesondere eine zentrale Achse, wobei die erste Führungs einrichtung 50 an dieser zentralen Achse liegt.

Bei einer Ausführungsform haben das erste Scheibenelement 54 und das zweite Scheibenelement 56 jeweils einen kreisförmigen Umfang.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Schließkörper 44 zweiteilig ausgebildet. Er ist aus zwei Teilen hergestellt, welche miteinander verbunden sind. An dem einen Teil ist das erste Scheibenelement 54 gebildet und ein Teil des Verbin dungsbereichs 58, und an dem zweiten Teil ist das zweite Scheibenelement 56 und ein Teil des Verbindungsbereichs 58 gebildet.

Das erste Scheibenelement 54 hat ein stirnseitiges Ende 62. Das zweite Schei benelement 56 hat ein stirnseitiges Ende 64. Wie oben erwähnt, sind das erste Scheibenelement 54 und das zweite Scheibenelement 56 an ihrem jeweiligen stirnseitigen Ende 62 bzw. 64 kreisförmig.

Das erste Scheibenelement 54 ist dem Filter 22 zugewandt. Das zweite Schei benelement 56 ist dem Filter 22 abgewandt. Das erste Scheibenelement 54 sitzt dadurch zwischen dem Filter 22 und dem zweiten Scheibenelement 56.

Der Verbindungsbereich 58 hat eine Außenkontur 66, welche gegenüber den stirnseitigen Enden 62, 64 zurückgesetzt ist. Dadurch ist zwischen dem ersten Scheibenelement 54, dem Verbindungsbereich 58 und dem zweiten Scheiben element 56 ein Raum 68 seitlich an dem Schließkörper 44 gebildet.

Dieser Raum 68 ist insbesondere ringförmig bzw. umgibt ringförmig den Ver bindungsbereich 58. Der Raum 68 wird nach oben hin durch das zweite Scheibenelement 56 über ragt, und nach unten hin (zu dem Filter 22 hin) durch das erste Scheiben element 54 überragt.

An dem ersten Scheibenelement 54 ist ein erster Anlagebereich 70 angeordnet bzw. gebildet. An dem zweiten Scheibenelement 56 ist ein zweiter Anlage bereich 72 angeordnet bzw. gebildet.

Der erste Anlagebereich 70 ist an dem ersten Scheibenelement 54 abweisend zu dem Filter 22 angeordnet. Der zweite Anlagebereich 72 ist an dem zweiten Scheibenelement 56 abweisend von dem Filter 22 angeordnet.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 umfasst eine Gegeneinrichtung 74 für den Schließkörper 44. Die Gegeneinrichtung 74 ist an der Unterdruckkammer 36 angeordnet.

Die Gegeneinrichtung 74 ist durch ein Gehäuse 76 gebildet.

Die Gegeneinrichtung 74 bildet einen Ventilsitz bzw. Schließkörpersitz.

Der Schließkörper 44 ist in dem Gehäuse 76 beweglich angeordnet.

Die Gegeneinrichtung 74 umfasst eine erste Wandung 78. Die erste Wandung 78 ragt in den Raum 68 um den Verbindungsbereich 58 des Schließkörpers 44. Die erste Wandung 78 ist ortsfest angeordnet. Das erste Scheibenelement 54 und das zweite Scheibenelement 56 sind relativ zu der ersten Wandung 78 beweglich.

An der ersten Wandung 78 ist ein erster Gegen-Anlagebereich 80 für den ersten Anlagebereich 70 an dem Schließkörper 44 gebildet.

Dem ersten Anlagebereich 70 und dem ersten Gegen-Anlagebereich 80 ist eine erste Dichtungseinrichtung 82 zugeordnet. Die erste Dichtungseinrichtung 82 ist insbesondere in Form eines Rings, welcher insbesondere symmetrisch zu der Symmetrieachse 60 ist.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die erste Dichtungseinrichtung 82 an dem Schließkörper 44 angeordnet. Es ist alternativ möglich, dass die entsprechen de Dichtungseinrichtung an der Gegeneinrichtung 74 und dabei an der ersten Wandung 78 positioniert ist. Weiterhin ist es möglich, dass eine Dichtungs einrichtung sowohl an der Gegeneinrichtung 74 als auch an dem ersten Schei benelement 54 des Schließkörpers 44 angeordnet ist.

Die erste Dichtungseinrichtung 82 dient zur Fluiddichtung, wenn über dem ersten Anlagebereich 70 der Schließkörper 44 an die Gegeneinrichtung 74 an den ersten Gegen-Anlagebereich 80 angelegt ist.

Die Gegeneinrichtung 74 umfasst ferner eine zweite Wandung 84. Die zweite Wandung 84 ist in der Höhenrichtung 48 beabstandet zu der ersten Wandung 78 und liegt weiter entfernt zu dem Filter 22 als die erste Wandung 78; die erste Wandung 78 liegt zwischen der zweiten Wandung 84 und dem Filter 22 bezogen auf die Höhenrichtung 48.

An der zweiten Wandung 84 ist ein zweiter Gegen-Anlagebereich 86 für den zweiten Anlagebereich 72 an dem zweiten Scheibenelement 56 des Schließ körpers 44 angeordnet bzw. gebildet.

Dem zweiten Anlagebereich 72 und dem zweiten Gegen-Anlagebereich 86 ist eine zweite Dichtungseinrichtung 88 zugeordnet. Diese ist insbesondere in der Form eines Dichtungsrings.

Die zweite Dichtungseinrichtung 88 sitzt an dem zweiten Scheibenelement 56 (vergleiche Figur 2), oder an der Gegeneinrichtung 74. Es ist auch möglich, dass die zweite Dichtungseinrichtung 88 Teile aufweist, welche sowohl an der Gegeneinrichtung 74 als auch an dem Schließkörper 44 sitzen. Die Gegeneinrichtung 74 und der Schließkörper 44 sind so angepasst anein ander ausgebildet, dass, wenn der Schließkörper 44 mit dem ersten Anlage bereich 70 die Gegeneinrichtung 74 (an dem ersten Gegen-Anlagebereich 80) kontaktiert und dabei eine Fluiddichtigkeit dort erreicht ist, auch der zweite Anlagebereich 72 den zweiten Gegen-Anlagebereich 86 kontaktiert und dort auch eine Fluiddichtigkeit erreicht ist (Figur 2).

Wenn der erste Anlagebereich 70 und der zweite Anlagebereich 72 des

Schließkörpers 44 an der Gegeneinrichtung 74 anliegen, dann befindet sich das Ventil 72 in einer geschlossenen Stellung 90 (Figur 2).

Im Betrieb 10 weist der Staubsauger einen Unterdruckbereich 92 auf. Der Unterdruckbereich 92 ist derjenige Bereich, welcher mit einem Saugstrom beaufschlagt ist. Das Filter 22 liegt an diesem Unterdruckbereich 92. Ein Innenraum der Unterdruckkammer 36 liegt an dem Unterdruckbereich 92.

Wenn das Saugaggregat 16 einen Saugstrom erzeugt, dann herrscht in dem Unterdruckbereich 92 gegenüber einem Außenraum und insbesondere gegen über Atmosphärendruck ein Unterdrück. Der Unterdrück kann dabei an unter schiedlichen Stellen des Unterdruckbereichs 92 unterschiedlich sein.

Der Staubsauger 10 weist ferner einen Normaldruckbereich 94 auf. Der Nor maldruckbereich 94 umgibt die Unterdruckkammer 36 und umgibt die Filter- Abreinigungseinrichtung 34. Das Ventil 42 dient dazu, wenn es in der ge schlossenen Stellung 90 ist, den Normaldruckbereich 94 von dem Unterdruck bereich 92 fluiddicht zu trennen. Bei einem "normalen" Saugbetrieb verhindert eine fluiddichte Trennung des Normaldruckbereichs 94 von dem Unterdruck bereich 92 Leckströme.

Zur Bereitstellung von Spülluft für eine Filter-Abreinigung des Filters 22 durch die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 ist eine fluidwirksame Verbindung zwi schen dem Normaldruckbereich 94 und dem Unterdruckbereich 92 vorge sehen. In dem Normaldruckbereich 94 herrscht ein Druck p2, welcher größer ist als der Druck pi im Unterdruckbereich. Bei einer Ausführungsform ist der Druck p2 näherungsweise konstant und liegt beim äußeren Atmosphärendruck.

Es ist auch möglich, dass der Druck p2 im Normaldruckbereich 94 größer ist als der Atmosphärendruck. Beispielsweise ist es bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass ein Kompressor den Normaldruckbereich 94 beaufschlägt und dort dann ein Druck p2 ansteht, welcher über dem Atmosphärendruck liegt. Eine solche Ausführungsform wird beispielsweise bei einer Kehrmaschine eingesetzt.

Der Schließkörper 44 weist an dem ersten Scheibenelement 54 und dem zwei ten Scheibenelement 56 wirksame Flächen für die Druckbeaufschlagung auf.

Bei einem Ausführungsbeispiel (vergleiche Figuren 2 und 3) ist der Schließ körper 44 an dem ersten Scheibenelement 54 und dem zweiten Scheiben element 56 bezüglich den druckwirksamen Flächen derart ausgebildet, dass der Schließkörper 44 in der geschlossenen Stellung 90 aufgrund der Druck differenz zwischen dem Normaldruckbereich 94 und dem Unterdruckbereich 92 in der geschlossenen Stellung 90 gehalten wird. Das zweite Scheibenelement 56 weist dazu einen größeren Durchmesser als das erste Scheibenelement 54 auf. Das stirnseitige Ende 64 des zweiten Scheibenelements 56 ist weiter beabstandet zu der Symmetrieachse 60 als das stirnseitige Ende 62 des ersten Scheibenelements 54; das stirnseitige Ende 62 ist gegenüber dem stirnsei tigen Ende 64 um einen Abstand D zurückgesetzt (vergleiche das Bezugs zeichen 96 in Figur 2).

Beispielsweise ist der für eine Dichtung wirksame Durchmesser des zweiten Scheibenelements 56 um einen Faktor größer Eins bis ca. 1,3 größer als der wirksame Durchmesser des ersten Scheibenelements 54. Dieser Unterschied in der Ausbildung des ersten Scheibenelements 54 und des zweiten Scheibenelements 56 bewirkt, dass die Kraft aufgrund der Druckdiffe renz zwischen dem Normaldruckbereich 94 und dem Unterdruckbereich 92 den Schließkörper 44 gegen die Gegeneinrichtung 74 drückt.

Das Gehäuse 76 der Gegeneinrichtung 74 weist eine Öffnung oder weist eine Mehrzahl von Öffnungen 98 auf, über welche Luft (aus dem Normaldruck bereich 94) in das Gehäuse 76 einströmen kann.

Insbesondere hat eine Öffnung 98 eine Mündungsnormale, welche quer und insbesondere senkrecht zu der Höhenrichtung 48 liegt. In Figur 2 ist diese Mündungsnormale mit dem Bezugszeichen 100 angedeutet.

Ausgehend von der Öffnung oder den Öffnungen 98 weist das Gehäuse 76 einen Raum 101 auf, in welchem der Schließkörper 44 beweglich ist. Dieser Raum 101 ist mit einem entsprechenden Raum der Unterdruckkammer 36 verbunden und ist dadurch auch mit dem Filter 22 verbunden.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 weist eine Magneteinrichtung 102 auf. Diese umfasst einen (Elektro-)Magneten 104, welcher durch die Steuerungs einrichtung 30 angesteuert ist.

Der Magnet 104 ist zentral und insbesondere koaxial zu der Symmetrieachse 50 verschiebungsfest bezüglich der Unterdruckkammer 36 positioniert.

An der Spindel 46 sitzt ein Anker 106. Der Anker 106 ist ebenfalls an der zentralen Achse 60 positioniert.

Der Anker 106 kooperiert mit dem Magneten 104.

In der geschlossenen Stellung 90 des Ventils 42 sorgt die durch die Druck differenz verursachte Kraft dafür, dass der Schließkörper 44 an der Gegen einrichtung 74 anliegt. Der Magnet 104 ist als Hubmagnet ausgebildet. Der Anker 106 ist beispiels weise ein beweglicher Eisenkern.

Durch Bestromung des Magneten 104 übt er eine Kraft auf den Anker 106 und damit den Schließkörper 44 aus. Der Schließkörper 44 kann sich von der Gegeneinrichtung 74 abheben (Figur 3). Das Ventil 42 wird geöffnet; das Ventil 42 befindet sich in einer geöffneten Stellung 108.

Es ist dabei grundsätzlich möglich, dass das Ventil 42 bezogen auf die Höhen richtung 48 in der geöffneten Stellung 108 unterschiedliche Positionen ein nehmen kann.

Ein maximaler Hub des Schließkörpers 44 ausgehend von der geschlossenen Stellung 90 ist durch einen Anschlag 110 an der ersten Führungseinrichtung 50 (oder alternativ bzw. zusätzlich durch einen Anschlag an der zweiten Füh rungseinrichtung 52 vorgegeben).

Ausgehend von der geschlossenen Stellung 90 bewegt sich der Schließkörper 44 bei Öffnung des Ventils 42 in einer Richtung 112 (vergleiche Figur 2) auf das mindestens eine Filter 22 zu.

Von der offenen Stellung 108 bewegt sich der Schließkörper 44 zum Erreichen der geschlossenen Stellung 90 in eine Richtung 114 (vergleiche Figur 3), wel che die Gegenrichtung zu der Richtung 112 ist, und welche von dem Filter 22 weg ist.

Durch entsprechende Ansteuerung (Bestromung) des (Elektro-)Magneten 104 lässt sich gesteuert der Schließkörper 44 von der Gegeneinrichtung 74 ab heben, um gesteuert einen Spülluft-Abreinigungsstrom zu erzeugen.

Insbesondere ist der Schließkörper 44 über eine Federeinrichtung 116 abge stützt. Die Federeinrichtung 116 ist so angeordnet, dass sie bestrebt ist, eine Kraft auszuüben, welche als Rückstellkraft wirkt, und welche in der Richtung 114 wirkt. Insbesondere wird die Federeinrichtung 116 komprimiert, wenn der Schließkörper 44 aus der geschlossenen Stellung 90 in die geöffnete Stellung 108 gebracht wird. Dazu ist eine externe Kraft notwendig, welche über den Magneten 104 auf den Anker 106 ausgeübt wird. Wenn diese Kraft, die die entsprechende Kraft der Federeinrichtung 116 überwiegt, nicht mehr vorhan den ist, dann bringt die Federeinrichtung 116 (zusätzlich zu der vorhandenen Druckdifferenz) den Schließkörper 44 wiederum in die geschlossene Stellung 90, indem sie diesen in der Richtung 114 bewegt. Die Kraft der Federeinrich tung 116 wirkt also in die Richtung 114.

Bei einer Ausführungsform weist die Gegeneinrichtung 74 eine zentrale Öff nung 118 um die Symmetrieachse 60 auf. Oberhalb dieser Öffnung 118 ist der Magnet 104 positioniert. In der Öffnung 118 ist mindestens teilweise der Anker 106 positioniert.

Zwischen dem Anker 106 bzw. der Spindel 46 und dem Magneten 104 ist eine Dichtungsmanschette 120 positioniert, welche die Beweglichkeit des Ankers 106 ermöglicht (um einen Übergang zwischen der geschlossenen Stellung 90 und der geöffneten Stellung 108 und umgekehrt zwischen der geöffneten Stellung 108 und der geschlossenen Stellung 90 zu ermöglichen, und dabei eine fluiddichte Abdichtung des Raums 101 gegenüber dem Magneten 104 zu erhalten.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 28 umfasst (mindestens) einen ersten Kanal 122 und einen von dem ersten Kanal 122 getrennten zweiten Kanal 124 für Spülluft.

Der erste Kanal 122 umfasst einen ersten Bereich 126 (vergleiche Figur 3), welcher quer zu der Höhenrichtung 48 orientiert ist. Spülluft, welche in dem ersten Bereich 126 strömt, weist eine Hauptströmungsrichtung auf, welche mindestens näherungsweise quer zu der Höhenrichtung 28 orientiert ist. Der erste Bereich 126 geht aus von der Öffnung 98 in dem Gehäuse 76. Der erste Bereich 126 hat eine Ringform.

Der erste Bereich 126 ist zwischen einer Oberseite des Schließkörpers 44 und dabei zwischen dem zweiten Scheibenelement 56 und der zweiten Wandung 84 gebildet.

An den ersten Bereich 126 schließt sich ein Umlenkungsbereich 128 an. Dieser Umlenkungsbereich 128 dient zur Strömungsumlenkung. An den Umlenkungs bereich 128 schließt sich ein zweiter Bereich 130 des ersten Kanals 122 an. Dieser zweite Bereich 130 des ersten Kanals 122 ist durch den Schließkörper 44 hindurch und dabei durch das erste Scheibenelement 54, den Verbindungs bereich 58 und das zweite Scheibenelement 56 hindurchgeführt und er mün det in die Unterdruckkammer 36.

Eine Hauptströmungsrichtung in dem zweiten Bereich 130 des ersten Kanals 122 ist mindestens näherungsweise parallel zu der Höhenrichtung 48.

Der zweite Bereich 130 ist mindestens teilweise durch die zweite Wandung 84 begrenzt, wobei die zweite Wandung 84 insbesondere bogenförmig ausge bildet ist und einen Bereich aufweist, welcher mindestens näherungsweise parallel zu der Höhenrichtung 48 liegt.

In der geschlossenen Stellung 90 des Ventils 42 ist der erste Kanal 122 ein gangsseitig zu dem Normaldruckbereich 94 geschlossen. Der erste Bereich 126 ist gegenüber dem Normaldruckbereich 94 geschlossen (vergleiche Figur 2). Er ist dabei fluiddicht abgeschlossen, sodass in der geschlossenen Stellung 90 des Ventils aufgrund Anlage des zweiten Anlagebereichs 72 an den zweiten Gegen-Anlagebereich 86 eingangsseitig in den ersten Kanal 122 ausgehend von einem Normaldruckbereich 94 keine Luft einströmen kann. Der erste Kanal 122 ist mit seinem zweiten Bereich 130 permanent fluidwirk sam mit der Unterdruckkammer 36 verbunden, das heißt er ist ausgangsseitig permanent mit der Unterdruckkammer 36 verbunden.

Der zweite Kanal 124 weist einen ersten Bereich 132 auf (vergleiche Figuren 2 und 3), welcher quer zu der Höhenrichtung 48 orientiert ist. Bei Strömung von Spülluft in dem ersten Bereich 132 des zweiten Kanals 124 liegt eine Haupt strömungsrichtung in dem ersten Bereich quer zu der Höhenrichtung 48.

Der erste Bereich 132 bildet einen Eingang des zweiten Kanals 124 aus. Über den ersten Bereich 132 ist der zweite Kanal 124 ständig eingangsseitig mit dem Normaldruckbereich 94 (vergleiche die Figuren 2 und 3) verbunden.

Der erste Bereich 132 des zweiten Kanals 124 ist zwischen der ersten Wan dung 78 und dem zweiten Scheibenelement 56 gebildet.

An den ersten Bereich 132 schließt sich ein Umlenkungsbereich 134 an. Dieser Umlenkungsbereich 134 umfasst einen zweiten Bereich, in dem mindestens näherungsweise eine Hauptströmungsrichtung parallel zu der Höhenrichtung 48 ist.

An den Umlenkungsbereich 134 schließt sich ein weiterer erster Bereich 136 an, welcher ebenfalls quer zu der Höhenrichtung 48 orientiert ist. An den weiteren ersten Bereich 136 schließt sich ein weiterer zweiter Bereich 138 an, welcher mindestens näherungsweise parallel zu der Höhenrichtung 48 orien tiert ist. In dem weiteren zweiten Bereich 138 ist eine Hauptströmungsrich tung mindestens näherungsweise parallel zur Höhenrichtung 48. Der weitere zweite Bereich 138 des zweiten Kanals 124 mündet in die Unterdruckkammer 36.

Der zweite Kanal 124 mündet eingangsseitig in den Normaldruckbereich 94 und ausgangsseitig in die Unterdruckkammer 36 und dadurch in den Unter druckbereich 92. Der zweite Kanal 124 ist über den ersten Bereich 132 permanent mit dem Normaldruckbereich 94 verbunden, das heißt ist sowohl in der geschlossenen Stellung 90 des Ventils 42 als auch in der offenen Stellung 108 des Ventils 42 mit dem Normaldruckbereich 94 verbunden (vergleiche die Figuren 2 und 3).

Der zweite Kanal 124 ist über seinen weiteren zweiten Bereich 138 ausgangs seitig nur in der geöffneten Stellung 108 des Ventils 42 mit dem Unterdruck bereich 92 (und dabei der Unterdruckkammer 36) fluidwirksam verbunden. In der geschlossenen Stellung 90 ist durch Anlage des ersten Anlagebereichs 70 an den ersten Gegen-Anlagebereich 80 der zweite Kanal 124 fluiddicht gegen über dem Unterdruckbereich 92 geschlossen.

Der erste Kanal 122 und der zweite Kanal 124 sind ringförmig ausgebildet. Insbesondere ist bei jedem Querschnitt zu der Höhenrichtung 48 der erste Kanal 122 bzw. der zweite Kanal 124 ringförmig.

Mit dem ersten Kanal 122 lässt sich in geöffneter Stellung 108 des Ventils 42 Spülluft in einem ersten Teilstrom 140 (vergleiche Figur 3) durch den Schließ körper 44 hindurch und dabei durch eine Öffnung 142 im Schließkörper hin durch dem Filter 22 zuführen.

Durch den zweiten Kanal 124 lässt sich ein zweiter Teilstrom 144 an Spülluft an dem Schließkörper 44 seitlich vorbei und dabei außen an dem Verbindungs bereich 58 längs der Außenkontur 66 vorbei führen und dem Filter 22 zu führen.

Zwischen der zweiten Wandung 84 und der ersten Wandung 78 ist ein erster Raum 85 gebildet. In diesem ersten Raum 85 ist das zweite Scheibenelement 56 des Schließkörpers 44 beweglich. Es existiert eine weitere Wandung 87, welche zwischen der ersten Wandung 78 und dem Filter 22 liegt. Die weitere Wandung 87 kann auch Teil der Unterdruckkammer 36 sein. Zwischen der ersten Wandung 78 und der weiteren Wandung 87 ist ein zweiter Raum 89 gebildet. In diesem zweiten Raum 89 ist das erste Scheibenelement 54 be weglich.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 34 funktioniert wie folgt:

In einem Saugbetrieb des Staubsaugers 10 erzeugt das Saugaggregat 16 einen Saugstrom. In dem Unterdruckbereich 92 liegt gegenüber dem Normal druckbereich 94 ein Unterdrück vor. In einem Normalbetrieb ist das Ventil 42 geschlossen; es liegt in der geschlossenen Stellung 90 vor. Die Anlagebereiche 70, 72 liegen an der Gegeneinrichtung 74. Die Unterdruckkammer 36 ist dadurch gegenüber dem Normaldruckbereich 94 fluiddicht geschlossen.

Bei der Initiierung eines Filter-Abreinigungsvorgangs wird der Schließkörper 44 bewegt.

Es wird dazu der Magnet 104 entsprechend strombeaufschlagt (angesteuert durch die Steuerungseinrichtung 30). Dies führt zu einer Bewegung des Ankers 106 und es resultiert ein Abheben des Schließkörpers 44 von der Gegeneinrichtung 74.

Es wird dadurch der erste Kanal 122 eingangsseitig geöffnet und der zweite Kanal 124 wird ausgangsseitig geöffnet.

Aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Normaldruckbereich 94 und dem Unterdruckbereich 92 strömen der erste Teilstrom 140 und der zweite Teil strom 144. Die beiden Teilströme 140, 144 sind ringförmig.

Der erste Teilstrom 140 durchströmt den Schließkörper 44. Der zweite Teil strom 144 umströmt den Schließkörper 44.

Ein entsprechender Spülstrom strömt in die Unterdruckkammer 36 und strömt von der Unterdruckkammer (durch diese hindurch) zu dem Filter 22. Es entsteht ein Abreinigungsstrom, welcher das Filter 22 beaufschlagt (Figur 3; der Abreinigungsstrom ist mit dem Bezugszeichen 146 angedeutet). Das Filter 22 wird durch den entsprechenden Spülstrom gespült. Anhaftende Schmutzpartikel können sich lösen und in den Sauggutbehälter 12 fallen.

Die Filterabreinigung erfolgt dabei derart, dass an der Unterdruckkammer 36 weiterhin der Saugstrom des Saugaggregats 16 anliegt.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist in der geschlossenen Stellung 90 die Abdichtung gegenüber dem Normaldruckbereich 94 durch den Schließkörper 94 auf (mindestens) zwei Ebenen über den ersten Anlagebereich 70 und den zweiten Anlagebereich 72 erreicht. Der erste Anlagebereich 70 und der zweite Anlagebereich 72 sind in der geschlossenen Stellung 90 gleichzeitig wirksam. Der erste Anlagebereich 70 und der zweite Anlagebereich 72 sind versetzt in der Höhenrichtung 48.

Wenn der Schließkörper 44 aus der geschlossenen Stellung 90 gehoben wird, werden Mündungsöffnungen an dem ersten Kanal 122 und dem zweiten Kanal 124 freigegeben, durch die Spülluft (Fremdluft) strömen kann. Eine radiale Öffnungsfläche nimmt dabei mit dem Ventilhub zu.

Spülluft strömt dann an dem ersten Anlagebereich 70 und dem zweiten An lagebereich 72 zu dem Filter 22. Entsprechend strömt Spülluft auch an dem ersten Gegen-Anlagebereich 80 und dem zweiten Gegen-Anlagebereich 86 vorbei zu dem Filter 22.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 ist ein wirksamer Dichtungsdurch messer des Schließkörpers 44 an dem ersten Scheibenelement 54 und dem zweiten Scheibenelement 56 unterschiedlich, sodass eine unterschiedliche Druckwirkung besteht. Bei dieser Ausführungsform ist dies derart dimensio niert, dass der Schließkörper 44 aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Unterdruckbereich 92 und dem Normaldruckbereich 94 ohne äußere Kraft der Schließkörper 44 in der geschlossenen Stellung 90 gehalten wird. Wenn der Schließkörper 44 aus der geschlossenen Stellung 90 gehoben wird, dann wird ungefähr gleichzeitig die fluiddichte Abdichtung an dem ersten An lagebereich 70 und dem zweiten Anlagebereich 72 aufgehoben.

Bei der Öffnung des Ventils 72 lässt sich ein großer Luftquerschnitt für Spülluft zur Zuströmung zu dem Filter 22 erreichen. Es lässt sich bei der Öffnung schnell ein relativ großer Luftquerschnitt erreichen.

In Figur 4 ist schematisch in einer durchgezogenen Linie ein zeitlicher Verlauf eines Volumens von Abreinigungsluft über dem Filter 22 bei der erfindungs gemäßen Lösung gezeigt. Man erkennt, dass innerhalb relativ kurzer Zeit ein schneller Anstieg erfolgt und dann ein relativ hohes Niveau erreicht wird. Die Messung wurde dabei im Zusammenhang mit einem Sauggutbehälter 20 mit einem Aufnahmevolumen von 20 I durchgeführt.

Im Vergleich dazu ist in durchbrochenen Linien der entsprechende Verlauf für eine konventionelle Filter-Abreinigungsvorrichtung gezeigt, wie sie in der DE 10 2010 029 518 Al beschrieben ist.

Man erkennt bei der erfindungsgemäßen Lösung mit dem Verlauf 148 im Ver gleich zu dem Verlauf 150 den schnelleren Anstieg und das höhere Plateau 152.

Der steilere Verlauf 158 ist auf ein schnelleres Öffnen des Ventils 42 zurück zuführen. Ein höheres Niveau 152 steht für eine größere Menge an Spülluft (Fremdluft als Abreinigungsluft).

Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird durch die höhenversetzten Anlage bereiche 70, 72 bei Öffnen des Ventils 42 eine Ringspaltöffnung auf unter schiedlichen Ebenen erreicht und dabei mit großem Durchmesser. Wie er wähnt, steigt der Öffnungsquerschnitt mit dem Ventilhub. Beispielsweise öffnet ein Impuls in der Größenordnung von 90 ms auf dem Magneten 104 (Hub magneten) das Ventil 42.

Es ist grundsätzlich möglich, dass eine zusätzliche Energiespeicherfeder 154 (vergleiche Figur 3) vorgesehen ist, welche beispielsweise an der ersten Füh rungseinrichtung 50 angeordnet ist, und welche dazu dient, die Öffnungs geschwindigkeit zu erhöhen. Eine Kraftwirkung der Energiespeicherfeder 154 ist bestrebt, den Schließkörper 44 von der Gegeneinrichtung 74 abzuheben.

Die Energiespeicherfeder 154 muss entsprechend dimensioniert werden, unter Berücksichtigung der Federeinrichtung 116 und der Druckkraft, welche den Schließkörper 44 an der Gegeneinrichtung 74 in der geschlossenen Stellung 90 hält.

Es hat sich gezeigt, dass bei der erfindungsgemäßen Filter-Abreinigungs- einrichtung 34 eine relativ geringe Geräuschentwicklung bezüglich Knall geräuschen vorhanden ist. Es hat sich im Vergleich mit einer Filter-Abrei- nigungseinrichtung, wie sie in der DE 10 2010 029 518 Al beschrieben ist, eine Reduzierung von Knallgeräuschen um ca. 3,6 dB(A) oder mehr ergeben.

Es lässt sich eine effektive Filter-Abreinigung mit der Filter-Abreinigungs- einrichtung 34 erreichen, auch wenn das Sauggebläse schwächer ausgebildet ist, wie beispielsweise bei einem Staubsauger 10, welcher mit einer Batterie einrichtung 32 betrieben ist.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der Magnet 104 periodisch angesteuert wird. Beispielsweise werden alle 15 s drei dicht aufeinander folgende Öffnungsimpulse mit einer Dauer von ca. 90 ms oder 100 ms ab gegeben.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der erste Anlagebereich 70 an dem ersten Scheibenelement 54 bei einem Durchmesser von ca. 115 mm liegt. Der zweite Anlagebereich 72 an dem zweiten Scheibenelement 56 liegt bei einem Durchmesser von ca. 120 mm. Ein Hub des Ventils 42 und damit ein Hub des Schließkörpers 44 in der Höhenrichtung 48 ausgehend von der geschlossenen Stellung 90 liegt ins besondere bei mindestens 5 mm. Vorzugsweise liegt der Hub bei höchstens 50 mm.

Bei einem konkreten Ausführungsbeispiel liegt der Ventilhub im Bereich zwischen 10 mm und 20 mm.

Es ist vorgesehen, dass der Abstand des ersten Anlagebereichs 70 und des zweiten Anlagebereichs 72 in der Höhenrichtung 48 bei mindestens 6 mm und vorzugsweise bei mindestens 10 mm liegt. Bei einer konkreten Ausführungs form liegt dieser axiale Abstand bei 30 mm.

Vorzugsweise beträgt ein Durchmesser am zweiten Anlagebereich 72 mindes tens 50 mm. Der Dichtungsdurchmesser am ersten Anlagebereich 70 beträgt maximal 200 mm.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Filter-Abreinigungseinrichtung, welches in den Figuren 5 (mit geschlossenem Ventil) und 6 (mit offenem Ventil) ge zeigt und mit 156 bezeichnet ist, umfasst einen Schließkörper 158 mit einem ersten Scheibenelement 160, einem zweiten Scheibenelement 162 und einem Verbindungsbereich 164 zwischen dem ersten Scheibenelement 160 und dem zweiten Scheibenelement 162. Wie bei dem Schließkörper 44 ist an dem ersten Scheibenelement 160 eine erster Anlagebereich angeordnet und an dem zweiten Scheibenelement 162 ein zweiter Anlagebereich.

Der Schließkörper 158 unterscheidet sich von dem Schließkörper 44 dadurch, dass ein wirksamer Druckbereich an dem ersten Scheibenelement 160 größer ist als an dem zweiten Scheibenelement 162; bezüglich des ersten Anlage bereichs weist das erste Scheibenelement 160 einen größeren Durchmesser auf als das zweite Scheibenelement 162. Beispielsweise ist der wirksame Durchmesser des zweiten Scheibenelements 162 um einen Faktor bis 0,7 kleiner als der wirksame Durchmesser des ersten Scheibenelements 160.

Die Gegeneinrichtung ist grundsätzlich gleich ausgebildet wie die Gegen einrichtung 74. Es wird deshalb das gleiche Bezugszeichen verwendet.

Dadurch wirkt in einer geschlossenen Stellung 165 (Figur 5) eines entspre chenden Ventils 166 mit dem Schließkörper 158, wenn die Anlagebereiche des Schließkörpers 158 an der Gegeneinrichtung 74 liegen, eine Kraft auf den Schließkörper 158, welche bestrebt ist, diesen in Richtung des Filters 22 zu bewegen. Die entsprechende Wirkungsrichtung ist in Figur 2 durch die Pfeile mit dem Bezugszeichen 168 angedeutet.

Um das Ventil 166 in der geschlossenen Stellung 165 zu halten, ist eine Halte einrichtung 170 notwendig. Die Halteeinrichtung 170 ist als Magneteinrichtung 172 ausgebildet. Diese Magneteinrichtung 172 weist einen Haltemagneten 174 auf, welcher insbesondere ein Elektromagnet ist. Der Haltemagnet 174 ist fest mit einer Unterdruckkammer 36 verbunden. Bezüglich des Haltemagneten 174 ist der Schließkörper 158 verschieblich.

Der Haltemagnet 174 ist insbesondere durch die Steuerungseinrichtung 30 angesteuert.

Das Ventil 166 weist eine Spindel 176 auf, an welcher eine magnetische Halteplatte 178 sitzt. In der geschlossenen Stellung 156 des Ventils 166 ist der Haltemagnet 174 derart bestromt, dass er eine magnetische Kraft auf die Halteplatte 178 und damit die Spindel 176 mit dem Schließkörper 158 ausübt. Die geschlossene Stellung 165 des Ventils 166 ist dadurch fixiert.

Zur Öffnung des Ventils 166 und Übergang in eine offene Stellung 180 (Figur 6) wird die Strombeaufschlagung des Haltemagneten 174 derart verändert, dass die magnetische Kraft des Haltemagneten 174 nicht mehr ausreicht, den Schließkörper 158 mit der Halteplatte 178 in der geschlossenen Stellung 165 zu halten. Aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Unterdruckbereich 92 und dem Normaldruckbereich 94 geht das Ventil 166 auf und die Anlageberei che des Schließkörpers 158 werden von der Gegeneinrichtung 74 abgehoben. Es kann dann Spülluft wie oben anhand der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 beschrieben zu dem Filter 22 gelangen.

In dieser Hinsicht funktioniert die Filter-Abreinigungseinrichtung 156 gleich wie die Filter-Abreinigungseinrichtung 34.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 156 kann als eine Art von kinematischer Umkehr der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 angesehen werden. Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 bewirkt die Druckdifferenz zwischen dem Unterdruckbereich 92 und dem Normaldruckbereich 94 ein Halten des Schließ körpers 44 in der geschlossenen Stellung 90.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 156 ist aufgrund der entsprechenden Ausbildung des Schließkörpers 158 eine Haltekraft notwendig, um den

Schließkörper 158 an der Gegeneinrichtung 74 in der geschlossenen Stellung 165 zu halten.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 übt zum Erreichen der geöffneten Stellung 108 des Ventils 42 die Magneteinrichtung 102 mit dem Hubmagneten 104 eine entsprechende Kraft auf den Schließkörper 44 aus, um diesen in Richtung des Filters 22 zu bewegen und dabei die geöffnete Stellung 108 zu erreichen.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 156 wird durch Wegfall (oder Verringe rung) der Haltekraft durch den Haltemagnetenl74 der Schließkörper 158 auf grund der Druckdifferenz in die offene Stellung 108 in Richtung auf das Filter 22 zu bewegt. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass der Haltemagnet 174 in Zusammen wirkung mit der Halteplatte 178 so ausgebildet ist, dass er in einem nicht- bestromten Zustand die geschlossene Stellung 165 hält, und bei Strombeauf schlagung die Haltekraft verringert wird, um das Ventil 166 aus der geschlos senen Stellung 165 heraus zu bewegen.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 156 wird in der geschlossene Stellung 165 ebenfalls eine Anlage des Schließkörpers 158 an der Gegeneinrichtung 74 auf mindestens zwei Ebenen erreicht.

Bei Öffnung des Ventils 166 bildet sich grundsätzlich ein ähnliches bzw. glei ches Strömungsbild wie bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 mit den dort erläuterten Vorteilen aus.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 156 umfasst insbesondere eine Federein richtung 181, welche als Rückstell-Federeinrichtung wirkt, und bestrebt ist, das Ventil 166 von der offenen Stellung 180 in die geschlossene Stellung 165 zu bringen.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Filter-Abrei nigungseinrichtung 182, welches in Figur 7 (in der geschlossenen Stellung eines Ventils) und Figur 8 (in einer offenen Stellung des Ventils) schematisch gezeigt ist, umfasst eine Gegeneinrichtung 184 mit einem Gehäuse 186.

In dem Gehäuse 186 ist ein Schließkörper 188 verschieblich geführt. Der Schließkörper 188 umfasst ein erstes Scheibenelement 190 mit einem ersten Anlagebereich 192. Er umfasst ferner ein zweites Scheibenelement 194 mit einem zweiten Anlagebereich 196. Zwischen dem ersten Scheibenelement 190 und dem zweiten Scheibenelement 194 ist ein Verbindungsbereich 198 posi tioniert. Die Gegeneinrichtung 184 weist eine erste Wandung 200 auf. Diese hat einen ersten Gegen-Anlagebereich für den ersten Anlagebereich 192. Die Gegeneinrichtung hat ferner eine zweite Wandung 202, welche einen Gegen-Anlagebereich für den zweiten Anlagebereich 196 aufweist.

Die erste Wandung 200 und die zweite Wandung 202 sind in einer Höhen richtung 204 beabstandet zueinander. Der erste Anlagebereich 192 und der zweite Anlagebereich 196 an dem Schließkörper 188 sind ebenfalls in der Höhenrichtung 204 beabstandet zueinander, wie bei der Filter-Abreinigungs- einrichtung 34 oder 156.

Das Gehäuse 166 weist eine dritte Wandung 206 auf. Zwischen der dritten Wandung 206 und der zweiten Wandung 202 ist ein Raum 208 gebildet.

Zwischen der zweiten Wandung 202 und der dritten Wandung 206 als weiterer Wandung ist ein erster Raum 207 gebildet. In diesem ersten Raum 207 ist das zweite Scheibenelement 194 beweglich.

Zwischen der ersten Wandung 200 und der zweiten Wandung 202 ist ein zweiter Raum 209 gebildet. In diesem ist das erste Scheibenelement 190 beweglich.

Ein Ventil 210 mit dem Schließkörper 188 ist verschieblich bezüglich der Gegeneinrichtung 184. Ausgehend von einer geschlossenen Stellung 212 des Ventils 210 (Figur 7), in welcher der Schließkörper 188 mit seinen Anlage bereichen 192, 196 an der Gegeneinrichtung 184 anliegt, ist der Schließkörper 188 in einer Richtung 214 von dem Ventil 22 weg bewegbar.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 182 weist einen ersten Kanal 216 und einen zweiten Kanal 218 auf.

In der geschlossenen Stellung 212 des Ventils 210 (Figur 7) sind der erste Kanal 216 und der zweite Kanal 218 gegenüber einem Normaldruckbereich 94 fluiddicht geschlossen. Bei einem Ventilhub (Figur 8), bei dem das Ventil 210 in einer offenen Stellung 220 vorliegt, sind der erste Kanal 216 und der zweite Kanal 218 eingangsseitig zu dem Normaldruckbereich 94 offen.

Es kann dann Spülluft einströmen und zu dem Filter 22 strömen (in den Figu ren 7, 8 ist das Filter nicht gezeigt; sein Ort ist durch das Bezugszeichen 22 angedeutet).

Der erste Kanal 216 weist dabei einen ersten Bereich 222 auf, an welchem ein Eingang liegt. Über diesen kann in der offenen Stellung 220 Luft einströmen. Ein Teilstrom an Luft strömt dabei an eine Außenkontur des Schließkörpers 188 vorbei und strömt in dem Gehäuse 186 zwischen einer Oberseite des Schließkörpers 188 und der dritten Wandung 206. Der Teilstrom wird umge lenkt und strömt dann durch den Schließkörper 188 hindurch zu dem Filter 22.

Ein weiterer Teilstrom 224 strömt über einen ersten Bereich des zweiten Kanals 218 ein und wird umgelenkt zu dem Filter 22 hin.

Bei einer Ausführungsform weist das erste Scheibenelement 190 bezogen auf den ersten Anlagebereich 192 einen größeren Durchmesser auf als das zweite Scheibenelement 194 bezüglich eines zweiten Anlagebereichs 196.

Dies bedeutet, dass aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Normaldruck bereich 94 und einem Unterdruckbereich 92 der Schließkörper 188 an die Gegeneinrichtung 184 gedrückt wird und die geschlossene Stellung 212 ge sichert ist.

Um das Ventil 210 aus der geschlossenen Stellung 212 zu bringen, ist eine externe Kraft erforderlich.

Dazu ist eine Magneteinrichtung entsprechend der Magneteinrichtung 102 vor gesehen (für gleiche Elemente werden gleiche Bezugszeichen verwendet). Diese umfasst einen Hubmagneten 104, welcher auf einen entsprechenden Anker 106 wirkt.

Der erste Anlagebereich 192 und der zweite Anlagebereich 196 an dem

Schließkörper 188 sind dem Filter 22 zugewandt, das heißt weisen in eine Richtung in Gegenrichtung zu der Richtung 214.

Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 182 erfolgt ein Übergang von der geschlossenen Stellung 12 in die offene Stellung 220 durch eine Bewegung des Schließkörpers 188 von dem Filter 22 weg und dadurch gewissermaßen nach oben.

Bei den Filter-Abreinigungseinrichtungen 34 und 156 erfolgt eine Öffnung des entsprechenden Ventils 42 bzw. 166 aufgrund einer Bewegung des jeweiligen Schließkörpers 44 bzw. 158 auf das Filter 22 zu.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Filter-Abreinigungseinrichtung, welches in den Figuren 9 und 10 gezeigt und mit 226 bezeichnet ist, wobei in Figur 9 eine geschlossene Stellung eines Ventils 228 gezeigt ist, und in Figur 10 eine offene Stellung des Ventils 228 gezeigt ist, umfasst einen Schließkörper 230. Es ist eine Gegeneinrichtung vorgesehen, welche grundsätzlich gleich aus gebildet ist wie die Gegeneinrichtung 184. Für gleiche Elemente wie bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 182 werden gleiche Bezugszeichen verwendet.

Der Schließkörper 230 ist so ausgebildet, dass er bezüglich eines zweiten Anlagebereichs 232 einen größeren effektiven Druckdurchmesser aufweist als für einen ersten Anlagebereich 234.

Die Druckdifferenz zwischen einem Normaldruckbereich 94 und einem Unter druckbereich 92 bewirkt eine Wegbewegung des Schließkörpers von seiner Anlage an die Gegeneinrichtung 184. Um die geschlossene Stellung gemäß Figur 9 zu gehalten, ist deswegen eine Haltekraft notwendig. Beispielsweise wird dazu eine Magneteinrichtung ent sprechend der Magneteinrichtung 172 mit einem Haltemagneten 174 ver wendet. Für gleiche Elemente wie bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 56 werden gleiche Bezugszeichen verwendet.

In dieser Hinsicht funktioniert die Filter-Abreinigungseinrichtung 226 gleich wie die Filter-Abreinigungseinrichtung 156. Wie die Filter-Abreinigungseinrichtung 156 eine Art von kinematischer Umkehr der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 darstellt, so stellt die Filter-Abreinigungseinrichtung 226 eine Art von kine matischer Umkehr der Filter-Abreinigungseinrichtung 182 dar.

Bei den Filter-Abreinigungseinrichtungen 182 und 226 erfolgt ein Übergang von der geschlossenen Stellung 212 in die offene Stellung 220 durch Weg bewegung des entsprechenden Schließkörpers 188 bzw. 230 von dem Filter 22 weg gewissermaßen nach oben.

Es lässt sich wiederum, wie bei den Filter-Abreinigungseinrichtungen 34 und 156 ein Abreinigungsstrom erzeugen, bei welchem ein steiler Anstieg und ein hohes Niveau (vergleiche Figur 4) erreicht wird und dadurch eine effektive Abreinigung erreicht wird.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Filter-Abreini gungseinrichtung, welches in Figur 11 schematisch gezeigt und mit 236 bezeichnet ist, wobei eine offene Stellung 238 eines Ventils 240 mit einem Schließkörper 242 gezeigt ist, ist bezüglich der Ausbildung des Schließkörpers und der Strömungsführung gleich ausgebildet wie die Filter-Abreinigungs einrichtung 34.

Die Filter-Abreinigungseinrichtung 236 ist zur Handbetätigung vorgesehen. Sie umfasst ein Hand-Betätigungselement 244. Dieses Hand-Betätigungselement ist mit einer Spindel 246 verbunden. Das Hand-Betätigungselement 244 ist mit dem Schließkörper 242 verbunden. Auf das Hand-Betätigungselement 244 kann ein Bediener direkt zugreifen, oder es ist ein entsprechender Umsetzungsmechanismus vorgesehen, über welchen eine Handbetätigung eines Bedieners auf das Hand-Betätigungs element 244 weitergeleitet wird.

Der Schließkörper 242 ist über eine erste Führungseinrichtung 248, welche zentral ist, und eine zweite Führungseinrichtung, welche peripher ist, an einer Gegeneinrichtung 252 für den Schließkörper 242 verschieblich geführt.

Durch Druck auf das Hand-Betätigungselement 244 in einer Richtung 254 auf das Filter 22 zu wird der Schließkörper 242 abgehoben, auf die gleiche Art und Weise wie oben bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 anhand des Schließ körpers 44 beschrieben. (Bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 erfolgt das Abheben aufgrund des Hubmagneten 104.)

Eine Federeinrichtung 256 sorgt für eine Rückstellung des Schließkörpers 242 in seine geschlossene Stellung, von der ausgehend die Betätigung mit dem Hand-Betätigungselement 244 erfolgt.

Der Schließkörper 242 ist so ausgebildet wie der Schließkörper 44 bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34. Dadurch ist eine geschlossene Stellung des Ventils 240 durch den Druckunterschied zwischen einem Normaldruckbereich und einem Unterdruckbereich gesichert. Es ist eine externe Kraft notwendig, um eine Anlage des Schließkörpers 242 an der Gegeneinrichtung 252 aufzu heben, das heißt, um das Ventil 240 aus einer geschlossenen Stellung zu heben.

Es ist dabei grundsätzlich möglich, dass das Hand-Betätigungselement 244 als Betätigungsknopf ausgebildet ist und eine Federeinrichtung 258 vorgesehen ist, welche insbesondere als Energiespeicher ausgebildet ist. Die oben erwähn te Federeinrichtung 256 sorgt für eine Rückstellung des Hand-Betätigungs elements 244. Bezüglich der Strömungsführung funktioniert die Filter-Abreinigungseinrich- tung 236 wie die Filter-Abreinigungseinrichtung 34.

Bei einem sechsten Ausführungsbeispiel einer Filter-Abreinigungseinrichtung, welches in den Figuren 12 und 13 gezeigt und dort mit 260 bezeichnet ist, wobei in Figur 12 eine geschlossene Stellung 262 und in Figur 13 eine offene Stellung 264 eines Ventils 266 gezeigt ist, sitzt an dem Ventil 266 ein Schließ körper 268. Der Schließkörper 268 ist in einem Gehäuse 270 einer Gegen einrichtung 272 geführt. Er ist dabei in einer Höhenrichtung 274 verschieblich.

Der Schließkörper 268 hat einen ersten Anlagebereich 276 an eine erste Wandung 278 der Gegeneinrichtung 272. Der erste Anlagebereich 276 weist einen ersten Unter-Anlagebereich 276a und einen zweiten Unter-Anlage bereich 276b auf. Der erste Unter-Anlagebereich 276a und der zweite Unter- Anlagebereich 276b sind in einer radialen Richtung senkrecht zu der Höhen richtung 274 beabstandet zueinander. Sie sind insbesondere ringförmig und konzentrisch zueinander. Insbesondere ist der erste Unter-Anlagebereich 276a ein äußerer Bereich, welcher geschlossen den zweiten Unter-Anlagebereich 276b umgibt.

Ferner ist an dem Schließkörper 268 in der Höhenrichtung beabstandet zu dem ersten Anlagebereich 276 ein zweiter Anlagebereich 280 gebildet. Dieser weist einen ersten Unter-Anlagebereich 280a und einen zweiten Unter-Anlage bereich 280b auf.

Diese Unter-Anlagebereiche 280a und 280b sind insbesondere ringförmig und konzentrisch zueinander.

Die Unter-Anlagebereiche 280a, 280b sind radial beabstandet zueinander, das heißt sie sind in einer Richtung senkrecht zu der Höhenrichtung 264 beabstan det zueinander. Die Gegeneinrichtung 272 weist entsprechende Gegen-Anlagebereiche auf.

In dem Schließkörper 268 ist zwischen dem ersten Unter-Anlagebereich 276a und dem zweiten Unter-Anlagebereich 276b des ersten Anlagebereichs 276 auf der einen Seite, und dem ersten Unter-Anlagebereich 280a und dem zweiten Unter-Anlagebereich 280b des zweiten Anlagebereichs 280 eine durchgehende und insbesondere ringförmige Öffnung 282 gebildet. Diese bildet Teile eines Kanals.

Der zweite Anlagebereich 280 dient zur Anlage an einer zweiten Wandung 284 der Gegeneinrichtung 272 in der geschlossenen Stellung 262.

Zwischen der zweiten Wandung 284 und der ersten Wandung 278 ist eine seitliche Öffnung 286 gebildet.

Ferner ist eine ringförmige Öffnung 288 an der zweiten Wandung 284 dem zweiten Unter-Anlagebereich 280b zugeordnet gebildet.

Bei Hub des Ventils 296 aus der offenen Stellung 264 (vergleiche Figur 13) kann aus einem Normaldruckbereich 94 Spülluft über die Öffnung 286 ein strömen und dabei durch die Öffnung 282 des Schließkörpers 268 strömen. Ferner kann Spülluft über die Öffnung 286 einströmen und durch die Öffnung 282 des Schließkörpers 268 strömen.

Es bildet sich über dem Schließkörpers 268 ein erster Teilstrom 290 und ein zweiter Teilstrom 292 aus (vergleiche Figur 13). Es ist ein erster Kanal 294 gebildet, weicher einen ersten Eingang 296 und einen zweiten Eingang 298 aufweist.

Ferner ist ein zweiter Kanal 300 gebildet, welcher grundsätzlich dem zweiten Kanal 124 bei der Filter-Abreinigungseinrichtung 34 entspricht. Der erste Kanal 294 ist im Bereich der zweiten Wandung 284 T-förmig aus gebildet mit einem Querbereich, an welchem der erste Eingang 296 und der zweite Eingang 298 liegen.

Der Querbereich des ersten Kanals 294 zwischen dem ersten Eingang 296 und dem zweiten Eingang 298 weist einen Sammelbereich 300 auf. In diesem sind der erste Teilstrom 290 und der zweite Teilstrom 292 zusammen geführt und strömen durch die Öffnung 282 auf. Insbesondere liegt der Sammelbereich 300 oberhalb der Öffnung 282. Nachfolgend dem Sammelbereich 300 fließt ein Vereinigungsstrom als Vereinigung des ersten Teilstroms 290 und des zweiten Teilstroms 292 durch die Öffnung 282 in dem Schließkörper 268.

Bei Öffnung des Ventils 266 kann dann der erste Teilstrom 290 ausgehend von dem ersten Eingang 296 radial nach innen strömen und dann durch den Schließkörpers 268 strömen. Der zweite Teilstrom 292, welcher durch den zweiten Eingang 292 eintritt, kann radial nach außen strömen und dann durch die Öffnung 282 und dadurch durch den Schließkörper 268 dem Filter 22 Zuströmen.

Ansonsten funktioniert die Filter-Abreinigungseinrichtung 260 gleich wie die Filter-Abreinigungseinrichtung 34.

Erfindungsgemäß wird eine Filter-Abreinigungseinrichtung bereitgestellt, welche in der geschlossenen Stellung Anlagebereiche (Dichtungsbereiche) auf unterschiedlichen Ebenen aufweist.

Bei der Öffnung eines entsprechenden Ventils kann dadurch auch aus einem Normaldruckbereich Spülluft (Fremdluft) für die Filter-Abreinigung auf ver schiedenen Ebenen einströmen. Es lassen sich getrennte Teilströme vereini gen, welche dann das Filter 22 zu einer effektiven Abreinigung beaufschlagen. Es ergeben sich dadurch große radiale Querschnitte für eine einströmende Spülluft. Der entsprechende Schließkörper wird von Spülluft in Teilströmen sowohl durchströmt als auch umströmt. Es lässt sich so ein Volumen einer Spülluft zur Abreinigung des Filters errei chen, welche innerhalb kurzer Zeit ein hohes Niveau bezüglich der Abreini gungsluftmenge erreicht. Das entsprechende Ventil lässt sich auf schnelle Weise öffnen. Eine erfindungsgemäße Filter-Abreinigungsvorrichtung ist wie oben beschrie ben bei einem Stand-alone-Staubsauger einsetzbar. Sie ist beispielsweise auch bei einer Saugvorrichtung einsetzbar, welche in ein Fahrzeug wie eine selbst fahrende Bodenreinigungsmaschine (wie eine Kehrmaschine 10) integriert ist. Sie ist beispielsweise auch in einem Saugroboter einsetzbar.

Bezugszeichenliste

Staubsauger

Sauggutbehälter

Saugkopf

Saugaggregat

Anschluss

Saugschlauch

Filter

Schmutzseite

Reinseite

Einhüllende

Filter-Abreinigungseinrichtung

Steuerungseinrichtung

Batterieeinrichtung

Filter-Abreinigungseinrichtung (Erstes Ausführungsbeispiel)

Unterdruckkammer

Öffnung

Saugstrom

Ventil

Schließkörper

Spindel

Höhenrichtung

Erste Führungseinrichtung

Zweite Führungseinrichtung

Erstes Scheibenelement

Zweites Scheibenelement

Verbindungsbereich

Symmetrieachse

Stirnseitiges Ende

Stirnseitiges Ende

Außenkontur Raum

Erster Anlagebereich

Zweiter Anlagebereich

Gegeneinrichtung

Gehäuse

Erste Wandung

Erster Gegen-Anlagebereich

Erste Dichtungseinrichtung

Zweite Wandung

Erster Raum

Zweiter Gegen-Anlagebereich

Weitere Wandung

Zweite Dichtungseinrichtung

Zweiter Raum

Geschlossene Stellung

Unterdruckbereich

Normaldruckbereich

Abstand

Öffnung

Mündungsnormale

Raum

Magneteinrichtung

Magnet

Anker

Geöffnete Stellung

Anschlag

Richtung

Richtung

Federeinrichtung

Öffnung

Dichtungsmanschette

Erster Kanal

Zweiter Kanal Erster Bereich

Umlenkungsbereich

Zweiter Bereich

Erster Bereich

Umlenkungsbereich

Weiterer erster Bereich

Weiterer zweiter Bereich

Erster Teilstrom

Öffnung

Zweiter Teilstrom

Abreinigungsstrom

Verlauf

Verlauf

Niveau

Energiespeicherfeder

Filter-Abreinigungseinrichtung (Zweites Ausführungsbeispiel) Schließkörper

Erstes Scheibenelement

Zweites Scheibenelement

Verbindungsbereich

Geschlossene Stellung

Ventil

Richtung

Halteeinrichtung

Magneteinrichtung

Haltemagnet

Spindel

Halteplatte

Offene Stellung

Filter-Abreinigungseinrichtung (Drittes Ausführungsbeispiel) Gegeneinrichtung

Gehäuse

Schließkörper Erstes Scheibenelement

Erster Anlagebereich

Zweites Scheibenelement

Zweiter Anlagebereich

Verbindungsbereich

Erste Wandung

Zweite Wandung

Höhenrichtung

Dritte Wandung

Erster Raum

Raum

Zweiter Raum

Ventil

Geschlossene Stellung

Richtung

Erster Kanal

Zweiter Kanal

Offene Stellung

Erster Bereich

Weiterer Teilstrom

Filter-Abreinigungseinrichtung (Viertes Ausführungsbeispiel) Ventil

Schließkörper

Zweiter Anlagebereich

Erster Anlagebereich

Filter-Abreinigungseinrichtung (Fünftes Ausführungsbeispiel) Offene Stellung

Ventil

Schließkörper

Hand-Betätigungselement

Spindel

Erste Führungseinrichtung

Zweite Führungseinrichtung Gegeneinrichtung

Richtung

Federeinrichtung

Federeinrichtung

Filter-Abreinigungseinrichtung (Sechstes Ausführungsbeispiel) Geschlossene Stellung

Offene Stellung

Ventil

Schließkörper

Gehäuse

Gegeneinrichtung

Höhenrichtung

Erster Anlagebereich

a Erster Unter-Anlagebereich

b Zweiter Unter-Anlagebereich

Erste Wandung

Zweiter Anlagebereich

a Erster Unter-Anlagebereich

b Zweiter Unter-Anlagebereich

Öffnung

Zweite Wandung

Seitliche Öffnung

Öffnung

Erster Teilstrom

Zweiter Teilstrom

Erster Kanal

Erster Eingang

Zweiter Eingang

Sammelbereich