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Patent Searching and Data


Title:
SUCTION DREDGER HAVING A SWIVELING FILTER UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/197178
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a suction dredger (01) having a vehicle chassis (02), a suction fan (08), and a tiltable material collection container (05). The material collection container has a collection chamber (09) and can be swiveled about a tilt axis (15) extending parallel to the vehicle longitudinal axis (04) between a working position and an emptying position. Furthermore, there is a filter unit (12), which is arranged in a filter chamber (19) in the material collection container (05) and through which suction current flows. The filter unit (12) is rotatably mounted on a rotation axis (21) extending parallel to the tilt axis (15) of the material collection container (05), wherein, in an unlocked state, a swiveling of the filter unit (12) about the rotation axis (21) is enabled in order to swivel the filter unit (12) out of the filter chamber (19) at least in sections.

Inventors:
RENGER, Karl-Heinz (Reschwitz 58, Saalfelder Höhe, 07422, DE)
RENGER, Marina (Reschwitz 58, Saalfelder Höhe, 07422, DE)
GRABER, Jens (Vordere Hacke 6, OT Unterwirbach, Saalfelder Höhe, 07422, DE)
Application Number:
EP2018/058755
Publication Date:
November 01, 2018
Filing Date:
April 05, 2018
Export Citation:
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Assignee:
RSP GMBH (Zum Silberstollen 10, Saalfeld, 07318, DE)
International Classes:
E02F3/88; B60P1/16; E01H1/08; E02F7/06
Foreign References:
DE202010007463U12010-11-04
EP2896748A12015-07-22
DE9016448U11991-02-21
DE102012009576A12013-11-21
JP2004270160A2004-09-30
DE202016005074U12016-09-21
DE3837670A11990-05-10
DE102011119924A12013-06-06
DE19851111C11999-12-02
EP1151165B12003-05-21
DE102012003226A12013-08-22
DE202016005074U12016-09-21
DE9016448U11991-02-21
Attorney, Agent or Firm:
ENGEL, Christoph K. (PATENTSCHUTZengel, Marktplatz 6, Suhl, 98527, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Saugbagger (Ol) mit:

einem Fahrzeuggestell (02);

einem Sauggebläse (08), welches einen Saugstrom erzeugt; einem auskippbaren Materialsammelbehälter (05), der eine Sammelkammer (09) aufweist und um eine parallel zur Fahrzeuglängsachse (04) verlaufende Kippachse (15) schwenkbar ist zwischen einer Arbeitsposition und einer Entleerungsposition, in welcher sich eine

Sammelkammeröffnung (16) in einer unteren Position befindet, um das in der Sammelkammer (09) enthaltene Material schwerkraftbedingt austreten zu lassen; eine an einer parallel zur Kippachse (15) des

Materialsammelbehälters (05) verlaufenden Drehachse (21) drehbeweglich gelagerte Filtereinheit (12), welche in einer Filterkammer (19) im Materialsammelbehälter (05) in Saugstromrichtung hinter der Sammelkammer (09) angeordnet ist und mindestens ein Filterelement (17) enthält, das vom Saugstrom durchströmt wird;

dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein

Verriegelungselement (22) vorgesehen ist, welches im verriegelten Zustand die Lage der Filtereinheit (12) in der Filterkammer (19) fixiert und die Drehung um die Drehachse (21) blockiert, während im entriegelten Zustand ein

Schwenken der Filtereinheit (12) um die Drehachse (21) ermöglicht ist, um die Filtereinheit (12) zumindest

abschnittsweise aus der Filterkammer (19) heraus zu

schwenken, und dass der Schwerpunkt der Filtereinheit (12) in Bezug zur Drehachse (21) derart angeordnet ist, dass die Filtereinheit (12) beim Übergang von der Arbeitsposition in die Entleerungsposition und bei entriegeltem

Verriegelungselement (22) schwerkraftbedingt selbsttätig zumindest abschnittsweise aus der Filterkammer (19) herausschwenkt .

2. Saugbagger (Ol) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (21) in Bezug auf eine

Fahrzeugmittelebene der Kippachse (15) diametral

gegenüberliegt .

3. Saugbagger (Ol) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Filtereinheit (12) eine

Halteplatte (18) besitzt, an welcher mehrere Filterelemente (17) befestigt sind, und dass die Halteplatte (18) an einer ihrer Seitenkanten an der Drehachse (21) gelagert ist.

4. Saugbagger (Ol) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckel (13) vorhanden ist, welcher den Materialsammelbehälter (05) in der Arbeitsposition an seiner Oberseite verschließt und schwenkbar an einer

Klappachse (14) gelagert ist, um beim Übergang in die

Entleerungsposition die Oberseite des

Materialsammelbehälters (05) freizugeben.

5. Saugbagger (01) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckel (13) Luftkanalabschnitte zur Führung des Saugstroms von der Filtereinheit (12) zum Sauggebläse (08) angeordnet sind.

6. Saugbagger (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Materialsammelbehälter (05) um mehr als 90° um die Kippachse (15) verschwenkbar ist, um von der Arbeitsposition in die Entleerungsposition zu gelangen .

7. Saugbagger (Ol) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement durch mehrere zylindrische Filterpatronen (17) aus Filtermaterial gebildet ist.

8. Saugbagger (Ol) nach Anspruch 7, soweit er auf Anspruch 3 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die

Filterpatronen (17) mithilfe von Schnellspannverschlüssen lösbar in der Halteplatte (18) befestigt sind.

9. Saugbagger (Ol) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch

gekennzeichnet, dass zwischen den Filterpatronen (17), welche von der Drehachse (21) am weitesten entfernt

positioniert sind, und der Wandung der Filterkammer (19), welche von der Drehachse am weitesten entfernt liegt, ein Freiraum (23) verbleibt, der das Ausschenken der

Filtereinheit (12) gestattet, ohne Kollision zwischen diesen Filterpatronen und dieser Wandung.

10. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch

gekennzeichnet, dass ein Schwenkantrieb vorgesehen ist, der bei Aktivierung auf die Filtereinheit einwirkt, um das Ausschwenken aus der Filterkammer zu unterstützen.

Description:
Saugbagger mit schwenkbarer Filtereinheit

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Saugbagger mit einer Filtereinheit. Solche Saugbagger besitzen ein Fahrzeuggestell, ein Sauggebläse, welches einen Saugstrom erzeugt, einen aus ¬ kippbaren Materialsammelbehälter, der eine Sammelkammer aufweist und um eine parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Kippachse schwenkbar ist zwischen einer Arbeitsposition und einer Entleerungsposition, in welcher sich eine Sammelkammer-

Öffnung in einer unteren Position befindet, um das in der Sammelkammer enthaltene Material schwerkraftbedingt austreten zu lassen. Die Filtereinheit ist in einer Filterkammer im Materialsammelbehälter in Saugstromrichtung hinter der Sammel- kammer angeordnet und enthält zumeist mehrere Filterelemente, die vom Saugstrom durchströmt werden. Ein Sauganschluss mündet beispielsweise an der hinteren Stirnwand des Materialsammel ¬ behälters in die Sammelkammer. Die eine Saugstromführung führt vom Sauganschluss durch die Sammelkammer und die Filtereinheit zum Sauggebläse und von dort zu einem Auslass.

Bei einem Saugbagger handelt es sich um ein Fahrzeug mit einem Fahrzeuggestell mit einer Fahrzeuglängsachse, die in einer Fahrzeugmittenebene verläuft. Üblicherweise kommt ein auskipp- barer Materialsammelbehälter zum Einsatz, der an einer

parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufenden Kippachse auf ¬ gehängt ist. Im Zusammenhang mit Nutz- und Lastfahrzeugen ist es bekannt, dass auf einem sogenannten Fahrzeugchassis für den jeweiligen Einsatzzweck erforderliche Aufbauten angeordnet werden, die mehr oder weniger an den mobilen Einsatzfall angepasst sind. Solche Aufbauten werden mit dem Fahrzeug ¬ gestell verbunden, wobei in bestimmten Einsatzfällen der Fahr- zeughauptantrieb auch als Antriebsaggregat für Zusatz ¬ funktionen genutzt wird.

Aus der DE 38 37 670 AI ist ein Saugbagger bekannt, umfassend einen pneumatischen Saugrüssel, einen Sammelbehälter für das aufgesaugte Erdreich, in den der Saugrüssel mündet und in dem das Erdreich aus dem Saugluftstrom abgeschieden wird, sowie ein an den Sammelbehälter angeschlossenes Sauggebläse zur Erzeugung des Saugluftstroms. Zu den weiteren üblichen

Bestandteilen der Saugbagger gehören Führungselemente für den

Saugrüssel und Filter zum Reinigen der Saugluft, bevor diese den Sammelbehälter wieder verlässt und an die Umgebung

abgegeben wird. Die DE 10 2011 119 924 AI zeigt einen Saugbagger zum Aufnehmen von Sauggut, wie Erdreich oder Schlämme, mit einer

pneumatischen Saugturbine zur Erzeugung eines Saugluftstromes, die an einem Sammelbehälter angeschlossen ist, in welchen ein Saugschlauch mündet. Der Saugschlauch ist an einem Führungsarm angeordnet, welcher an einer vertikalen Drehachse befestigt ist, um den Arbeitsbereich des Saugbaggers zu erweitern. An dem Materialsammelbehälter sind zwei Saugschlauchanschlüsse vorgesehen, die jeweils am äußeren Seitenbereich einer

hinteren Stirnwand in den Sammelbehälter münden.

Die DE 198 51 111 Cl beschreibt einen Saugbagger mit einer im Materialsammelbehälter in Fahrtrichtung vorn angeordneten Sammelkammer und in Fahrtrichtung hinten liegendem Filter. Der Anschluss des Saugrohrs an dem Materialsammelbehälter erfolgt an einer Seite des Hecks des Sammelbehälters.

Auch in der EP 1 151 165 Bl ist ein Saugbagger beschrieben. Dieser arbeitet nach dem Dünnstrom-Förderprinzip und ist hauptsächlich zum Aufnehmen von Bodenaushub konfiguriert. Die Filtereinheit liegt in Fahrtrichtung vor dem Sammelraum und wird von dem Saugstrom durchströmt, nachdem die groben

Materialbestandteile im Sammelraum abgeschieden wurden. Ober- halb der Filtereinheit sind Druckluftrohre vorgesehen, die

Druckluft durch den Filter blasen können, um diesen zu

reinigen. Dennoch kommt es nach und nach zu einer so starken Verschmutzung der Filtereinheit, sodass diese ausgebaut und gereinigt werden muss, um die gewünschte Saugleistung aufrecht zu erhalten. Der Aufwand dieser Filterreinigung ist hoch, denn bereits für den Ausbau des relativ schweren Filters wird ein Kran oder eine vergleichbare Hubeinheit benötigt.

In der DE 10 2012 003 226 AI ist ein Saugbagger mit einer hydraulischen Hubvorrichtung beschrieben. Durch Ausfahren der

Hubvorrichtung wird ein Deckel eines Materialsammelbehälters um eine Deckeldrehachse geschwenkt, so dass der

Materialsammelbehälter nach oben zur Seite geöffnet wird. Die DE 20 2016 005 074 Ul beschreibt eine Filteranordnung eines Saugbaggers mit mehreren Filterpatronen, welche

zumindest an einer Stirnseite mit einem Flansch zur Montage in der Filteranordnung versehen sind. Die Filteranordnung ist schwenkbar in der Saugeinheit des Saugbaggers montiert, so dass diese zum Wechseln der Filterpatronen geschwenkt werden kann .

Die DE 90 16 448 Ul zeigt einen Saugbagger mit einer

Filterwandung. Die Filterwandung ist in mehrere dicht

aneinander anschließende Filterlamellen gegliedert, welche vorzugsweise mittels einer Antriebsvorrichtung aus der

Filterebene zur Reinigung in eine Schräglage verschwenkt werden können. Auf diese Weise kann auf der Oberseite der Filterwandung abgelagerter Staub in den Sauggut-Aufnahmeraum gebracht werden. Im Deckel des Aufnahmebehälters können

KlopfWerkzeuge angeordnet sein, welche auf die Filterwandung einwirken. Alternativ kann eine Presslufteinrichtung zur

Filterreinigung zum Einsatz kommen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen verbesserten Saugbagger bereitzustellen, der eine schnellere und einfachere Kontrolle und Reinigung seiner Filtereinheit gestattet.

Diese Aufgabe wird durch einen Saugbagger gemäß dem beige ¬ fügten Anspruch 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Saugbagger besitzt zunächst in herkömm ¬ licher Weise ein Fahrzeuggestell, welches neben den üblichen Fahrzeugbestandteilen auch die Spezialaufbauten, die den Saugbaggerbetrieb ermöglichen, trägt. Dazu gehören ein Saug ¬ gebläse, welches einen Saugstrom erzeugt, sowie ein auskipp- barer Materialsammelbehälter, der eine Sammelkammer aufweist und um eine parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufende Kipp ¬ achse schwenkbar ist, zwischen einer Arbeitsposition und einer Entleerungsposition. Die Arbeitsposition wird für den Saugbaggerbetrieb oder die Fahrt eingenommen. In der Entleerungs- position wurde der Materialsammelbehälter um die Kippachse geschwenkt, sodass sich eine Sammelkammeröffnung in einer unteren Position befindet, um das in die Sammelkammer

aufgenommene Material schwerkraftbedingt auszukippen. Der Materialsammelbehälter umfasst weiterhin in einer Filterkammer eine Filtereinheit, welche im Materialsammelbehälter in Saug ¬ stromrichtung hinter der Sammelkammer angeordnet ist und mindestens ein Filterelement enthält, das vom Saugstrom durch ¬ strömt wird. Je nach Art der Führung des Saugluftstroms kann die Filterkammer dabei bezogen auf die Fahrtrichtung des Saugbaggers vor oder hinter dem Materialsammelbehälter

angeordnet sein. Die Filtereinheit ist an einer parallel zur Kippachse des

Materialsammelbehälters verlaufenden Drehachse drehbeweglich gelagert. Die Drehachse ist radial beabstandet von der

Kippachse angeordnet, bevorzugt diametral gegenüberliegend zur Kippachse. Die Drehachse ist am Materialsammelbehälter

gelagert. Die Filtereinheit ist anders als in vorbekannten

Anwendungen somit nicht am Deckel des Sammelbehälters

befestigt. Dies gestattet es, die gesamte Filtereinheit über die Drehachse aus der Fahrzeugflucht heraus zu schwenken, sodass die ausgeschwenkte Filtereinheit einfach zugänglich wird.

Außerdem ist mindestens ein Verriegelungselement vorgesehen, welches im verriegelten Zustand die Lage der Filtereinheit in der Filterkammer fixiert und die Drehung der Filtereinheit um die Drehachse blockiert, sodass auch beim das Auskippen

(Entleeren) des Materialsammelbehälters die Filtereinheit in der Filterkammer verbleibt. Wenn das Verriegelungselement entriegelt wird, ist die Filtereinheit nicht mehr in der

Filterkammer fixiert, sondern um die Drehachse schwenkbar, sodass es aus der Filterkammer herausgeschwenkt werden kann.

Vorzugsweise sind geeignete Dichtelemente angeordnet, durch welche sichergestellt ist, dass der Saugluftstrom durch die Filtereinheit geführt wird und keine Nebenluft ein- oder austritt. Besonders bevorzugt stellen das Verriegelungselement dazu auch sicher, dass die Filtereinheit im verriegelten

Zustand entsprechend abgedichtet in der Filterkammer

angeordnet ist. Der Schwerpunkt der Filtereinheit in Bezug zur Drehachse ist dabei so angeordnet, dass die Filtereinheit beim Übergang von der Arbeitsposition in die Entleerungsposition, d. h. beim Auskippen des Materialsammelbehälters und bei gleichzeitig entriegeltem Verriegelungselement schwerkraftbedingt zumindest abschnittsweise aus der Filterkammer herausschwenkt.

Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist ein Schwenkantrieb vorgesehen, der bei Aktivierung zusätzlich auf die Filterein- heit einwirkt, um das Ausschwenken aus der Filterkammer zu unterstützen. Ebenso sind Ausführungsformen möglich, bei denen die Filtereinheit bei entriegeltem Verriegelungselement in der Entleerungsposition zunächst schwerkraftgetrieben ein erstes Stück aus der Filterkammer heraus schwenkt und für das weiter- gehende Herausschwenken dann ein Schwenkantrieb zum Einsatz kommt .

Das Verriegelungselement ist im einfachsten Fall durch eine oder mehrere Schrauben oder dergleichen gebildet, die manuell gelöst werden müssen. In weitergebildeten Ausführungsformen kommen automatische Verriegelungselemente zum Einsatz, die z.B. elektrisch oder hydraulisch betätigt werden können. Die Verriegelungselemente sichern die Filtereinheit auch gegen eine Verlagerung aufgrund des im Betrieb in der Filterkammer herrschenden Unterdrucks.

Die erfindungsgemäß abgewandelte Lagerung der Filtereinheit kann ohne weitere Änderungen am Saugprinzip in bisher

gefertigte Saugbagger eingefügt werden. Da die Filtereinheit beim Auskippen des Materialsammelbehälters und entriegeltem Verriegelungselement aus der Filterkammer herausschwenken, kann der Zustand der einzelnen Filterelemente begutachtet werden und bei Bedarf eine Reinigung, beispielsweise mit einem Hochdruckreiniger erfolgen oder auch der Austausch von Filterelementen vorgenommen werden. Die regelmäßige Filterreinigung verbessert auch die Leistung des Saugbaggers. Die Lebensdauer der Filtereinheit wird durch Vermeidung bzw. schneller

Entfernung von starker Verschmutzung verlängert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Filtereinheit lösbar an der Drehachse angebracht oder alternativ ist die Drehachse lösbar am Materialsammelbehälter angebracht, sodass sich nach dem Lösen der entsprechenden Verbindung die gesamte

Filtereinheit aus der Filterkammer entnehmen lässt. Müssen ein oder mehrere Filterelemente ausgetauscht werden, kann entweder nach Entfernen von beispielsweise vier Sicherungsbolzen an der Drehachse die gesamte Filtereinheit oder das zu ersetzende Filterelement einzeln aus der Filterkammer entnommen werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Drehachse auf der in Bezug auf eine Fahrzeugmittel ¬ ebene der Kippachse diametral gegenüberliegenden Seite

angeordnet ist. Die Drehachse ist bevorzugt an der oberen

Kante des Materialsammelbehälters gelagert. Es ist

vorteilhaft, wenn der Materialsammelbehälter um mehr als 90° um die Kippachse verschwenkbar ist, um von der Arbeitsposition in die Entleerungsposition zu gelangen. Beim Übergang von der Arbeitsposition in die Entleerungsposition wird die Drehachse der Filtereinheit mit dem Materialsammelbehälter um die

Kippachse geschwenkt, durchläuft dabei eine Ebene, die

senkrecht steht und die Kippachse einschließt, und nimmt in der Entleerungsposition des Sammelbehälters eine Position ein, die außerhalb der Projektionsebene des Fahrgestells des

Saugbaggers liegt, also auf derselben Seite wie die Kippachse in Bezug zur Fahrzeugmittenebene, aber weiter entfernt von dieser ist. Gemäß einer Ausführungsform besitzt die Filtereinheit eine Grund- oder Halteplatte, an welcher die mehreren Filterelemente befestigt sind. Vorzugsweise ist die Halteplatte an einer ihrer Seitenkanten an der Drehachse gelagert, sodass sie mit der Filtereinheit um die Drehachse verschwenkt werden kann, wenn die Verriegelungselemente im entriegelten Zustand sind . Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform besitzt der Saugbagger einen Deckel, welcher einteilig oder mehrteilig

gestaltet sein kann und den Materialsammelbehälter in der Arbeitsposition an seiner Oberseite verschließt. Zum Öffnen des Deckels ist dieser bevorzugt schwenkbar an einer Klapp- achse gelagert, um beim Übergang in die Entleerungsposition die Oberseite des Materialsammelbehälters freizugeben, sodass das in der Sammelkammer enthaltene Material ausgeschüttet werden kann. Vorzugsweise sind im Deckel Luftkanalabschnitte zur Führung des Saugstroms von der Filtereinheit zum Saug- gebläse angeordnet.

Eine abgewandelte Ausführungsform des Materialsammelbehälters besitzt einen Deckel, der mindestens zweigeteilt ist. Jedes Deckelteil ist dabei an einer in der Symmetrieebene des

Materialsammelbehälters liegenden Klappachse drehbeweglich befestigt, sodass jeweils etwa die Hälfte der Oberseite des Materialsammelbehälters geöffnet werden kann, wenn dieser zum Entleeren verkippt wird. Es ist vorteilhaft, wenn Öffnungs-, Verschluss- und Verriegelungselemente vorgesehen sind, um den Deckel zu öffnen bzw. während des Saugbetriebs dicht zu verschließen, sodass die Druckverhältnisse im Materialsammel ¬ behälter den Anforderungen eines Saugbaggers genügen. Eine bevorzugte Ausführungsform verwendet ein Filterelement, welches durch mehrere zylindrische Filterpatronen aus Filter ¬ material gebildet ist. Vorzugsweise sind die Filterpatronen mithilfe von Schnellspannverschlüssen lösbar in der

Halteplatte befestigt. Um eine Ausschwenken der Filtereinheit aus der Filterkammer zu ermöglichen, verbleibt zwischen den Filterpatronen, welche von der Drehachse am weitesten entfernt positioniert sind, und der Wandung der Filterkammer, welche von der Drehachse am weitesten entfernt liegt, ein Freiraum.

Je nach Ausführungsform des Materialsammelbehälters kann die Sammelkammer vor oder hinter der Filtereinheit liegen, bezogen auf die Fahrtrichtung des Saugbaggers. Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform ist ein Auskippen des Materialsammelbehälters auf beiden Fahrzeugseiten ermög ¬ licht. Gleichzeitig ist es zweckmäßig, wenn eine erhöhte

Position der Kippachse vorgesehen ist, um ein Entleeren des Materialsammelbehälters auf unterschiedlich hohe Flächen, beispielsweise ein nebenstehendes Fahrzeug zu gestatten.

Der Saugbagger besitzt gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mindestens einen Kippantrieb, der auf den Materialsammel ¬ behälter einwirkt, um diesen für einen Entleerungsvorgang um die Kippachse zu schwenken.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden

Beschreibung einer bevorzugen Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen: Fig. 1 eine vereinfachte perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Saugbaggers mit einem Material ¬ sammelbehälter in Entleerungsposition und mit ausgeschwenkter Filtereinheit; Fig. 2 den Materialsammelbehälter in einer perspektivischen

Ansicht in Arbeitsposition.

Fig. 1 zeigt in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht einen Saugbagger 01, der zunächst in herkömmlicher Weise ein Fahrzeuggestell 02 sowie mehrere Fahrzeugräder 03 umfasst. Zur

Orientierung ist eine Fahrzeuglängsachse 04 eingezeichnet. Weiterhin umfasst der Saugbagger 01 einen Materialsammelbehälter 05, der auf dem Fahrzeuggestell 02 montiert ist und in Fig. 1 in eine Entleerungsposition geschwenkt dargestellt ist. Stattdessen zeigt Fig. 2 als Detail den Materialsammel ¬ behälter 05 in einer Arbeitsposition.

An der hinteren Seite des Fahrzeugs ist ein Sauganschluss 06 vorgesehen, an welchem ein Saugschlauch 07 angeschlossen ist. Am freien Ende des Saugschlauchs 07 wird Material eingesaugt, mithilfe eines Saugstroms, der durch ein Sauggebläse 08 erzeugt wird.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform verläuft der Saugstrom zunächst in eine Sammelkammer 09 gelenkt. Der Saugstrom verläuft dann durch eine Trennwand 11 in eine Filter ¬ einheit 12, in welcher kleinere Partikel, die sich noch im Saugstrom befinden, herausgefiltert werden. Bei der

dargestellten Ausführungsform befindet sich die Sammelkammer 09 in Fahrtrichtung hinter der Filtereinheit 12. Der Materialsammelbehälter 05 ist an seiner Oberseite durch einen Deckel 13 verschlossen, der in Fig. 1 in der geöffneten Position gezeigt ist. Dazu ist er um eine hier in Fahrt ¬ richtung auf der rechten Fahrzeugseite angeordnete Klappachse 14 nach oben geschwenkt. In der geschlossenen Position dichtet der Deckel 13 auch die Filterkammer an ihrer Oberseite ab, sodass der Saugluftstrom nur durch die Filtereinheit und von dort durch die entsprechenden Luftführungskanäle zu einem Auslass strömen kann.

Der Materialsammelbehälter 05 ist um eine Kippachse 15 (Fig. 2) schwenkbar, um von der Arbeitsposition (Fig. 2) in die Entleerungsposition (Fig. 1) geschwenkt werden zu können. In der Entleerungsposition weist eine Sammelkammeröffnung 16 nach unten, sodass das aufgesaugte Material selbsttätig austreten kann .

Die Kippachse 15 verläuft in dem dargestellten Fall an der linken unteren Kante des Materialsammelbehälters 05, sodass der Materialsammelbehälter zur linken Fahrzeugseite hin ausgekippt werden kann. Die Seitenwand des Materialsammel ¬ behälters verläuft auf der Seite der Kippachse 15 keilförmig nach unten, sodass im unteren Bereich des Materialsammelbehälters Platz geschaffen ist für die Kippachse, wodurch diese nicht oder allenfalls geringfügig über die maximalen

Abmessungen des Materialsammelbehälters hinausragt.

Die Filtereinheit 12 umfasst als ein Filterelement zahlreiche Filterpatronen 17, die in matrixartig einer Halteplatte 18 befestigt sind. Die so gebildete Filtereinheit 12 befindet sich in der Arbeitsposition vollständig in einer Filterkammer 19, die ihrerseits ein Bestandteil des Materialsammelbehälters 05 ist. Die Filtereinheit 12 ist während des Saugbetriebs vom Deckel 13 an ihrer Oberseite verschlossen.

Die Filtereinheit 12 ist mit der Halteplatte 18 an einer Dreh- achse 21 drehbar befestigt. Die Drehachse 21 verläuft an der rechten oberen Kante des Materialsammelbehälters 05, somit parallel zur Kippachse 15, jedoch radial beabstandet zu dieser. In Bezug auf den Materialsammelbehälter liegt die Drehachse 21 der Kippachse 15 diametral gegenüber. In der Arbeitsposition liegt die Halteplatte 18 in einem Rahmen an der Oberseite der Filterkammer, wobei zu Abdichtung dort ein Dichtgummi oder dergleichen vorgesehen sein kann.

Um die Filtereinheit 12 zu säubern oder zu warten, kann diese aus der Filterkammer 19 heraus geschwenkt werden. Dazu ist zunächst ein Verriegelungselement 22, welches beispielsweise mehrere Schrauben umfasst und die Filtereinheit in der Filter ¬ kammer fixiert, zu entriegeln. Wenn nachfolgend der Material ¬ sammelbehälter 05 aus der Arbeitsposition in die Entleerungs- position geschwenkt wird, führt dies bei einer Verkippung von mehr als 90° automatisch dazu, dass das vom Gewicht der

Filtereinheit 12 ausgeübte Drehmoment ein Verschwenken der Filtereinheit um die Drehachse 21 bewirkt, sodass die Filter ¬ einheit aus der Filterkammer herausschwenkt. Dieser heraus- geschwenkte Zustand der Filtereinheit 12 ist in Fig. 1 erkenn ¬ bar. Je weiter der Materialsammelbehälter über einen Schwenkwinkel von 90° hinaus verkippt wird, desto weiter schwenkt auch die Filtereinheit schwerkraftbedingt heraus. Alternativ kann ein zusätzlicher Antrieb vorgesehen sein, um das Heraus- schwenken der Filtereinheit zu unterstützen. Damit die Filterpatronen 17 beim Herausschwenken nicht mit der Wandung der Filterkammer 19 kollidieren, ist ein Freiraum 23 vorgesehen. Bezugszeichenliste

01 Saugbagger

02 Fahrzeuggestell

03 Fahrzeugräder

04 Fahrzeuglängsachse

05 Materialsammelbehälter

06 Sauganschluss

07 Saugschlauch

08 Sauggebläse

09 Sammelkämmer

10

11 Trennwand

12 Filtereinheit

13 Deckel

14 Klappachse

15 Kippachse

16 Sammelkammeröffnung

17 Filterelement / Filterpatrone

18 Halteplatte

19 Filterkammer

20

21 Drehachse

22 Verriegelungselement

23 Freiraum