| JP2003061724 | AWNING |
| WO/2011/071915 | RETRACTABLE AWNING WITH AUTOMATIC PITCHING GABLE OR ARCH |
| JP3373500 | AWNING |
| Patentansprüche 1. Sonnenschutzdach, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffbespannung an zwei Seiten an zwei Riegelstangen eines geschlossenen Rahmens befestigt ist und dazwischen über eine Firststange verläuft. Der Rahmen ist fest oder drehbar bzw. verschieblich mit einer Stütz- bzw. Hängekonstruktion oder mit der Firststange verbunden. Die Firststange ist fest oder verschieblich bzw. drehbar mit der Stütz- /Hängekonstruktion oder mit dem Bespannungs-Rahmen verbunden. 2. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung des Stoffes eingestellt wird, indem die Firststange gegen die Bespannung gedrückt oder gezogen wird bzw. indem der Rahmen mit der Stoffbahn gegen die Firststange gespannt wird. 3. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung des Stoffes oder die Länge der Stoffbahn durch das Ziehen an der Stoffbahn oder durch das Aufrollen der Bespannung eingestellt werden. 4. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen ausziehbar ist und geweitet werden kann. 5. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine Firststange angeordnet wird. 6. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen bzw. die Stangen an einer festen oder verschieblichen bzw. drehbaren frei stehenden Stützkonstruktion befestigt werden. 7. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen bzw. die Stangen über eine feste oder verschiebliche bzw. drehbare Stützoder Hängekonstruktion an bestehenden Objekten befestigt werden. 8. Sonnenschutzdach nach Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Dachvorrichtungen neben- bzw. hintereinander angeordnet werden, ggf. mit zusätzlicher Abdeckung der Zwischenbereiche, z.B. um eine größere Fläche abzudecken. |
[1] Sonnenschutzdach
[2] Technisches Gebiet: Bau von Zelten und Schutzdächern; Ausbau von Gebäuden
[3] Es ist bekannt, dass Bereiche, in denen sich Personen aufhalten, zum Schutz gegen die direkte Sonneneinstrahlung überdacht oder abgeschirmt werden. Es ist eine Vielzahl von
Konstruktionsarten zu diesem Zweck bekannt, die jeweils unterschiedliche
Nutzungseigenschaften aufweisen.
Sog. Sonnen-Pavillions wie im Gebrauchsmuster DE 200 14 887 Ul bieten den optimalen
Sonnenschutz nur bei hoch stehender Sonne.
Sonnenschirme wie in der Offenlegung DE 195 19 034 Al weisen Einschränkungen bzgl. der
Einstellung entsprechend dem Sonnenstand auf.
Lageänderungen von Sonnensegeln wie im Gebrauchsmuster DE 20 2005 018 873 Ul
2006.03.16 sind relativ umständlich.
Seitenlaufblenden wie in der Offenlegung DE 10 2004 055 746 Al 2006.05.24 bieten keinen
Schutz gegen die tief stehende Sonne.
Markisen wie im Gebrauchsmuster DE 20 2008 000 131 Ul 2008.05.29 bieten nur eingeschränkten Schutz gegen die tief stehende Sonne und beschatten unter Umständen in unerwünschter Weise Innenräume.
Der Sonnenschutz Typ „Hollywood-Schaukel" bietet die Möglichkeiten der Lage-Einstellung nur in einem begrenzten Ausmaß.
Sonnendächer mit geteilten Rahmen gemäß Patente US 2005/0103371 Al und US 2 844 156
A erlauben lediglich symmetrische Einstellungen des Sonnenschutzes und benötigen simultane Aufrollmechanismen für die Stoffbahn.
Das „aufrollbare Sonnendach" nach Offenlegungsschrift DE 10 2005 009 141 Al gestattet zwar asymmetrische Stellungen des Sonnenschutzes. Ein funktionaler Schwerpunkt dieser
Vorrichtung liegt jedoch auf der Möglichkeit, die Stoffbahn samt Konstruktion zusammenzurollen. Dadurch bedingt muss der Rahmen hier aus zwei unabhängig voneinander zu neigenden Rahmenteilen bestehen. Diese Teile benötigen für ihre Lageeinstellung vier zusätzliche, voneinander weitgehend unabhängige Druckstreben mit entsprechenden
Führungen. Die Rahmenteile wären sonst instabil. Die Vorrichtungen gemäß Patente CH 655 539 A5 und EP 0 669 447 Al erlauben keine wesentlichen Schrägstellungen der Dachfläche.
[4] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, den zu schützenden Aufhaltebereich bei sich im Tagesverlauf änderndem Sonnenstand möglichst gleichbleibend abdeckend zu beschatten.
Der technische und konstruktive Aufwand soll dabei möglichst gering gehalten werden, um eine robuste Konstruktion zu erhalten. Es soll eine einfache und schnelle Handhabung der
Vorrichtung erzielt werden.
Das Problem wird durch das Rahmen-Stange-System nach Patentanspruch 1 gelöst.
Schon eine vereinfachte Ausführung mit fix eingestellten Bauteilen bietet den passenden
Sonnenschutz zu einer gewählten Tageszeit.
Der entscheidende Nutzungsvorteil ergibt sich durch die Möglichkeit der variablen
Einstellung der Bauteile. Dadurch kann der Sonnenschutz dem Sonnenstand folgen.
Das konstruktive Unterscheidungsmerkmal gegenüber der „Hollywood-Schaukel"' besteht darin, dass die Firststange der vorliegenden Erfindung nicht mit der Scharnierachse des Rahmens zusammenfällt. Aus dieser geänderten Anordnung ergeben sich wesentliche Nutzungsvorteile.
Der bauliche Unterschied gegenüber dem o.g. „aufrollbaren Sonnendach" besteht darin, dass bei der vorliegenden Erfindung ein geschlossener einteiliger Rahmen mit durchlaufenden Stielen verwendet wird. Der einteilige Rahmen stabilisiert sich im wesentlichen selbst und benötigt statisch lediglich zwei drehbare und davon einen feststellbaren Lagerpunkt. Für die Feststellung des Lagerpunkts stehen viele konstruktive Möglichkeiten zur Auswahl. Unter Anderem kann die Feststellung auch durch lediglich eine statisch notwendige Strebe erfolgen. Dadurch wird gegenüber dem „aufrollbaren Sonnendach" ein in der Verringerung des konstruktiven Aufwands und in der Erhöhung der Robustheit der Konstruktion liegender Vorteil erzielt. Zudem wird eine schnellere Handhabung der Vorrichtung ermöglicht. Die Wahl des einteiligen Rahmens wird durch den bewussten Verzicht auf die Möglichkeit des Zusammenrollens der Bespannungskonstruktion zugunsten der genannten Vorteile möglich. Ein eventuelles Aufrollen der Bespannung selbst, z.B. in der Achse eines Rahmen-Riegels und zum Zweck der Regulierung der Stoffspannung, bleibt hiervon unberührt. Der Bespannungsrahmen kann in einem großen Lagebereich frei und entsprechend dem Sonnenstand symmetrisch oder asymmetrisch bewegt und eingestellt werden. Durch die von der Lage des Rahmens unabhängige Positionierung der Firststange kann der Verlauf der Stoffbahn gebrochen und so die Überkopffreiheit im Aufhaltebereich gewährleistet sowie die Stoffspannung reguliert werden.
Es ist auch möglich, das Dach in einer Position einzustellen, in der Personen im Aufhaltebereich optimal vor Regen geschützt werden.
Es ist möglich, mehrere Dächer nebeneinander und hintereinander aufzustellen, erforderlichenfalls mit zusätzlichen Abdeckungen der Zwischenbereiche gegen Regen. Dadurch wird die Abdeckung größerer Flächen ermöglicht.
Durch die Verschieblichkeit der Stütz- oder Hängekonstruktion wird die Flexibilität der Lage- Einstellung des Sonnenschutzes unterstützt.
[5] Einige Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
Fig. l zeigt das Ausfuhrungsbeispiel mit Führungsschienen der Stützkonstruktion die mit Fundamenten verbunden sind, die im Boden eingelassen werden. Die Stützkonstruktion kann auf den Schienen nach Bedarf verschoben und fixiert werden. Die Stützkonstruktion wird von Pfosten zusammen mit einem Verbindungsbalken gebildet. Die Höhe des Bespannungs- Rahmens kann entlang der Pfosten verändert und fixiert werden. Durch Scharniere kann die Neigung des Rahmens verändert werden. Die Firststange wird unabhängig vom Rahmen entlang der Pfosten geführt. Ihre Lage wird an die Stellung des Rahmens und der Bespannung angepasst und fixiert.
Fig.2 zeigt das Beispiel mit auf dem Untergrund aufgestellten Fundamentblöcken, an denen die Führungsschienen der Stützkonstruktion befestigt sind. Ein weiterer Unterschied zum vorangegangenen Beispiel besteht im Weglassen des Verbindungsbalkens der Stützkonstruktion, der funktional durch die Firststange ersetzt wird. Über senkrechte Stiele wird die Firststange auf die Pfosten aufgesetzt, entlang der Pfosten ge fuhrt und in der Höhe eingestellt. Fig.3 zeigt ein Beispiel, in dem der Rahmen auf der Außenseite der First-Stangenführung angeordnet ist. Damit verbunden ist der Vorteil, falls gewünscht, die Dachfläche ohne Knick in ihrem Verlauf durchgehend flach einzustellen. Dadurch kann z.B.. bei schräger Stellung, das Regenwasser zu einer Seite ablaufen.
Die Art der Führung der Stand-Unterkonstruktion bildet hier eine durchgehend ebene Fläche und erlaubt ihr gefahrloses Betreten.
Fig.4 zeigt das Beispiel der Befestigung des Sonnenschutzdachs an einem bestehenden Objekt. Die Hängekonstruktion wird über Schienen am bestehenden Objekt festgehalten und geführt. Die Firststange wird über waagerechte Stiele ausziehbar in auskragenden Balken der Hängekonstruktion geführt. Führungsstutzen des Bespannungs-Rahmens werden drehbar und verschieblich an den waagerechten Stielen befestigt. Der Bespannungsrahmen wird verschieblich in den Führungsstutzen geführt und gehalten. Die Lage des Dachs wird grob über das Ausziehen der Firststange und die Wandschienen-Führung bestimmt. Die Neigung des Dachs, seine Höhenlage und die Spannung der Stoffbahn werden über die Einstellung der Stutzen und des Bespannungsrahmens festgelegt.
[6] Der beste Weg zur Ausführung der Erfindung besteht in der Herstellung der
Konstruktionsbauteile aus druck-, zug- und schubfesten Baustoffen, wie z.B. aus Stahl, ggf. mit Korrosionsschutz.
Die Bespannung soll aus biegsamen Stoffen bestehen, z.B. aus Segelruch.
Die Aufstell- bzw. Haltevorrichtungen können im Boden gerammt oder betoniert werden, aus fertigen Blöcken bestehen oder als Verankerungen an vorhandenen Objekten ausgeführt werden.
