Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SUPPORT DEVICE FOR THE CONSTRUCTION INDUSTRY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/106032
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a support device (2) for the construction industry, particularly for supporting a joist formwork. The support device (2) comprises an elongate horizontal transverse carrier (4) and at least two supporting elements (6) arranged perpendicularly to the transverse carrier (4), the heights of which are adjustable. The length of the transverse carrier (4) is variable in order to improve adaptability.

Inventors:
HACKMANN, Rainer (Siemensstraße 5, Lohne, 49835, DE)
Application Number:
EP2018/082877
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 28, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HACKMANN, Rainer (Siemensstraße 5, Lohne, 49835, DE)
LÖLFING, Christopher (Reiherhorst 12, Lingen, 49811, DE)
International Classes:
E04G13/04; E04G11/48; E04G17/00; E04G17/14; E04G11/50; E04G25/00
Foreign References:
KR100926750B12009-11-16
DE1049076B1959-01-22
KR20170022733A2017-03-02
CN206636208U2017-11-14
DE202007013220U12008-01-10
DE1684236A11971-04-01
Attorney, Agent or Firm:
ENGELMANN, Kristiana (Großhandelsring 6, Osnabrück, 49084, DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1 . Stützvorrichtung (2) für den Baubereich, insbesondere zum Stützen einer Unterzugschalung, mit einem horizontalen Querträger (4) und zumindest zwei senk recht zum Querträger (4) angeordneten, höhenverstellbaren Stützkörpern (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (4) längenvariabel ausgebildet ist.

2. Stützvorrichtung (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (4) zumindest zwei koaxial angeordnete Querträgersegmente (4a, 4b) umfasst und zur stabilen Längenverstellung teleskopartig aus- bzw. einfahrbar aus gebildet ist.

3. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stützkörper (6) höhenverstellbar im und/oder am Querträger (4) geführt sind.

4. Stützvorrichtung (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkörper (6) jeweils in am Querträger (4) angeordneten, rohrförmigen, die Stütz körper (6) entlang ihres Umfangs umschließenden Führungselementen (16) ange ordnet sind.

5. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Querträger (4) ein Adapterelement (22) zum Anschluss von

Schraubstützen oder anderer Baustützen aufweist.

6. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass an zumindest einem der Stützkörper (6) ein Seitenträger (10, 10', 10") angeordnet ist, der eine in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse (A) des Querträgers (4) verlaufende vertikale Abstützfläche (12), insbesondere zur Abstüt zung eines Schalungselements (30) gegen ein Verkippen (K) um eine Vertikalachse (V), ausbildet.

7. Stützvorrichtung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Seitenträger (10, 10', 10") in einer senkrecht zu einer Längsmittelachse (4) des Querträgers (4) und senkrecht zu einer Längsmittelachse (B) des Stützkörpers (6) verlaufenden Richtung erstreckt.

8. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekenn zeichnet, dass der Seitenträger (10, 10', 10") eine horizontale Abstützfläche (14) zur Abstützung von unten ausbildet.

9. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeich net, dass zumindest ein Seitenträger (10, 10', 10") mit Öffnungen (21 ) versehen ist, durch die ein an der vertikalen Abstützfläche (12) und/oder der horizontalen Abstütz fläche (14) anliegendes Schalungselement (30) mittels Schrauben oder anderen Verbindungsmitteln am Seitenträger (10, 10', 10") festgelegt werden kann.

10. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeich net, dass an jedem Seitenträger (10, 10', 10") zwei parallel verlaufende Stützkörper (6) festgelegt sind.

1 1. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, dass zumindest ein Seitenträger (10, 10', 10") auf einer der vertikalen Ab stützfläche (12) abgewandten Seite ein Aufnahmeelement (24) zur Aufnahme einer Absturzsicherung aufweist.

12. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 1 1 , dadurch gekenn zeichnet, dass sie einen Laser (26) zur Ausrichtung der Stützvorrichtung (2) und/oder von Schalungselementen (30) umfasst, der einen horizontal und parallel zur vertikalen Abstützfläche (12) verlaufenden Laserstrahl (28) bereitstellt.

13. Stützvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekenn zeichnet, dass zumindest einer der Seitenträger (10, 10', 10") ein Lagerelement (34) zur Aufnahme und zur seitlichen und unteren Abstützung eines von oben ersetz baren Schalungselements (30) ausbildet.

Description:
Stützvorrichtung für den Baubereich

Die Erfindung betrifft eine Stützvorrichtung für den Baubereich, insbesondere zum Stützen einer Unterzugschalung, mit einem länglichen, horizontalen Querträger und zumindest zwei senkrecht zum Querträger angeordneten Stützkörpern, wobei die Stützkörper höhenverstellbar sind.

Eine derartige Stützvorrichtung ist aus der DE 1 684 236 A bekannt. Dabei liegen vertikale und horizontale Schalungselemente einer Unterzugschalung auf dem Quer träger auf, und werden durch die Stützelemente seitlich gestützt. Nachteilig an derar tigen Stützvorrichtungen ist, dass sie vergleichsweise sperrig und kompliziert in der Handhabung sind. Beispielsweise muss eine derartige Stützvorrichtung durch zu mindest zwei Schraubstützen am Boden abgestützt werden, was viel Platz auf der Baustelle einnimmt. Zudem sind die Einsatzmöglichkeiten dieser Stützvorrichtung aufgrund ihrer vergleichsweise sperrigen Geometrie auf die Abstützung von Unter zugschalungen limitiert.

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Stützvorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die die vorgenannten Nachteile vermeidet.

Diese Aufgabe wird beispielsweise dadurch gelöst, dass der Querträger längenvari abel ausgebildet ist. Dadurch kann die gesamte Breite der Stützvorrichtung durch eine Anpassung der Länge des Querträgers optimal an einen zu schalenden Unter- zug angepasst werden. Die erfindungsgemäße Stützvorrichtung ist dadurch kompak ter und leichter in der Handhabung.

Mit Vorteil sind die Stützkörper an den Enden des Querträgers angeordnet, wodurch die Stützvorrichtung noch kompakter ist, da der Querträger bezogen auf die Stütz körper möglichst wenig übersteht.

Die erfindungsgemäße Stützvorrichtung lässt sich mit Hilfe lediglich einer Schraub stütze oder einer anderen Baustütze abstützen und nimmt somit weniger Platz auf der Baustelle ein.

Insbesondere ist der Querträger teleskopartig aus- bzw. einfahrbar, wodurch eine stabile Längenverstellung möglich ist. Dazu umfasst der Querträger zumindest zwei koaxial angeordnete Querträgersegmente. Vorzugsweise ist zur stufenlosen Län genverstellung des Querträgers eine innerhalb der Querträgersegmente angeordne te Gewindestange vorgesehen, die mit zumindest einer an einem der Querträger segmente festgelegten Verschiebemutter zusammenwirkt. Alternativ können die Querträgersegmente über einen Kraftschluss, beispielsweise durch eine seitlich an greifende Stellschraube oder eine Schelle, relativ zueinander festgelegt werden, wo bei eine Längenverstellung per Hand erfolgt. Ferner kann auch eine gestufte Fest legung mithilfe von Sicherungsbolzen vorgesehen sein. Insbesondere sind die Quer trägersegmente lösbar miteinander verbunden. ln einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an zumindest einem der Stützkör per ein Seitenträger angeordnet, der sich in einer senkrecht zu einer Längsrichtung bzw. Längsmittelachse des Querträgers und senkrecht zu einer Längsrichtung bzw. Längsmittelachse des Stützkörpers verlaufenden Richtung erstreckt. Der Seitenträ ger bildet dabei eine vertikale Abstützfläche aus, die in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung bzw. Längsmittelachse des Querträgers verläuft. Somit erfährt ein vertikales Schalungselement, auch ohne die Verwendung von Kanthölzern, eine verbesserte seitliche Stabilisierung. Insgesamt kann daher zum Abstützen einer Schalung eine geringere Anzahl an Stützvorrichtungen eingesetzt werden, was den für den Einsatz der Stützvorrichtung notwendigen Arbeitsaufwand und Platzbedarf senkt. Dabei sind Schalungselemente nicht Teil der Erfindung.

Vorzugsweise beträgt die Länge des Seitenträgers zumindest 40 cm, bevorzugt zu mindest 60 cm. Insbesondere weist die vertikale Abstützfläche eine Länge von zu mindest 40 cm, bevorzugt zumindest 60 cm, und eine Breite von zumindest 2 cm, bevorzugt zumindest 4 cm, auf. Mit Vorteil beträgt die Fläche der vertikalen Abstütz fläche zumindest 80 cm 2 , bevorzugt zumindest 240 cm 2 . Bei diesen Geometrien ist eine besonders gute Abstützung der Schalungselemente gegeben.

Seitenträger und Stützkörper können dabei einteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Seitenträger an einem Ende des Stützkörpers festgelegt.

Mit Vorteil umfasst der Seitenträger eine L-Profilschiene, eine T-Profilschiene, eine U-Profilschiene und/oder ein Vierkantrohr, welche(s) die vertikale Abstützfläche aus- bildet. Dies gewährleistet die nötige Steifheit des Seitenträgers, so dass dieser seit liche Kräfte optimal aufnehmen kann.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung bildet der Seitenträger eine horizon tale Abstützfläche aus, die in einer Ebene parallel zur Längsrichtung bzw. Längsmit telachse des Querträgers verläuft. Dadurch können die Seitenträger zusätzlich zur Abstützung von unten eingesetzt werden. Somit kann die Stützvorrichtung beispiels weise auch zur Abstützung eines Jalousiekastens ohne Zuhilfenahme von Kanthöl zern verwendet werden. Insbesondere weist die horizontale Abstützfläche eine Län ge von zumindest 40 cm, bevorzugt zumindest 60 cm, und eine Breite von zumin dest 2 cm, bevorzugt zumindest 4 cm, auf. Vorzugsweise beträgt die Fläche der horizontalen Abstützfläche zumindest 80 cm 2 , bevorzugt zumindest 240 cm 2 . Bei diesen Geometrien ist eine besonders gute Abstützung, beispielsweise eines han delsüblichen Jalousiekastens, gewährleistet.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Seitenträ ger Vierkantrohre, wobei die vertikale Abstützfläche sowie die horizontale Abstütz fläche von zwei Seiten des Vierkantrohrs ausgebildet werden. Alternativ kann zu mindest ein Seitenträger von einer U- oder L-Profilschiene ausgebildet werden, wo bei die vertikale und die horizontale Abstützfläche von zwei Seiten der U-Profil- schiene oder den beiden Schenkeln der L-Profilschiene ausgebildet werden. Dies gewährleistet die notwendige Steifheit der Seitenträger, die sich sonst bei der Aufnahme der seitlichen Kräfte eines Schalungselements durchbiegen würden. ln einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützkörper höhenverstellbar im und/oder am Querträger geführt. Insbesondere sind dazu rohr förmige, die Stützkörper entlang ihres Umfangs umschließende Führungselemente am Querträger angeordnet. Vorzugsweise ist die Innenkontur an die Außenkontur des Umfangs der Stützkörper oder Teilen des Stützkörpers angepasst, so dass die Stützkörper formschlüssig in den Führungselementen geführt werden. Dies stabili siert die Stützkörper gegen seitlich wirkende Kräfte, ohne dass zusätzliche Stütz streben notwendig sind. Hierbei umfasst der Begriff„rohrförmig“ auch nicht runde Rohrformen (bspw. Vierkantrohre).

Vorzugsweise schließen die oberen Kanten der Führungselemente mit einer oberen Stützfläche des Querträgers oder des Querträgersegments ab, so dass die Stütz körper größtenteils oder vollständig unter die obere Stützfläche abgesenkt werden können, so dass der daran angeordnete Seitenträger auf der oberen Stützfläche des Querträgers oder des Querträgersegments aufliegt. Dadurch kann im Fall, dass zwei Seitenträger zu Abstützung von unten verwendet werden, beispielsweise beim Ab stützen eines Jalousiekastens, der Querträger möglichst nah an zumindest einem der Seitenträger positioniert werden. Eine solche Konfiguration der Stützvorrichtung ist besonders stabil. Zudem ist es durch die größere Höhenvariabilität möglich, auch relativ kleine Unterzüge zu schalen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Stützkörper ggf. samt Seitenträger aus dem Querträger bzw. aus den Führungselementen heraus nehmbar. Dies bietet eine weitere Einsatzmöglichkeit der Stützvorrichtung bei der Abstützung von Randschalungen. Die Stützvorrichtung kann in einer Konfiguration mit nur einem Stützkörper samt Seitenträger mit der obersten Stützfläche des Quer trägers, welche von der oberen Stützfläche des äußeren Querträgersegments gebil det wird, eine Decke stützen, während der Stützkörper samt Seitenträger eine Rand schalung eines oberhalb der Decke zu gießenden Bodenbelags stützt.

Mit Vorteil ist der Seitenträger mit Öffnungen versehen, durch die ein an der vertika len und/oder der horizontalen Abstützfläche anliegendes Schalungselement mittels Schrauben oder anderen Verbindungsmitteln am Seitenträger festgelegt werden kann. Dies erleichtert die schnelle Herstellung einer stabilen Schalung.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind an jedem Seitenträger zwei pa rallel verlaufende Stützkörper festgelegt. Insbesondere sind die beiden an einem Seitenträger angeordneten Stützkörper derart angeordnet, dass ihre Längsmittel achsen in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse des Querträgers verlaufen. Dies führt zu einer weiteren Erhöhung der Stabilität, ohne die Gesamtbreite der Stützvorrichtung zu vergrößern.

Vorzugsweise sind die Stützkörper an den diese aufnehmenden Führungselementen durch herausnehmbare Verriegelungsbolzen festgelegt, wobei Längsmittelachsen der Verriegelungsbolzen parallel zu den Seitenträgern verlaufen. Dadurch können im Fall, dass zwei Stützkörper an einem Seitenträger angeordnet sind, beide Stützkör per durch einen gemeinsamen Verriegelungsbolzen festgelegt werden. Dazu weisen die Stützkörper und die diese aufnehmenden Führungselemente entsprechende Bohrungen auf.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Querträger ein Adapterelement zum Anschluss externer, nicht zur Erfindung gehörender Schraub stützen oder anderer Baustützen auf. Die Stützvorrichtung kann somit kraft- und/oder formschlüssig mit einer Baustütze verbunden werden. Insbesondere weist das Adapterelement dafür ein Gewinde zur Herstellung einer Schraubverbindung auf. Dies führt zu einer leicht herstellbaren und besonders stabilen Verbindung zwi schen Stützvorrichtung und Baustütze. Schraubstützen oder andere Baustützen sind dabei nicht Teil der Erfindung.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest einer der Seitenträ ger ein Aufnahmeelement zur Aufnahme einer Absturzsicherung oder eines Teils davon auf. Das Aufnahmeelement ist vorzugsweise in Form eines Rohrs auf der der vertikalen Abstützfläche abgewandten Seite des Seitenträgers angeordnet. Dadurch sind weniger oder keine weiteren Stützhilfen für eine Absturzsicherung nötig, was zu mehr Platz auf der Baustelle führt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Stützvorrich tung einen Laser zur Ausrichtung der Stützvorrichtung und/oder der Schalungsele mente. Vorzugsweise stellt der Laser einen parallel zur vertikalen Abstützfläche so wie parallel zur horizontalen Abstützfläche verlaufenden Laserstrahl bereit. Dadurch kann bei waagerechter Ausrichtung der Seitenträger anhand des auf eine vertikal verlaufende Wand projizierten Lasers die Höhenlage der Stützvorrichtung kontrolliert werden.

Vorzugsweise ist der Laser an oder in einem Seitenträger angeordnet. Beispielswei se kann somit eine Ausbeulung eines vertikalen Schalungselements überprüft wer den, indem über die Länge des Schalungselements der Abstand zwischen Scha lungselement und Laserstrahl gemessen wird. Ferner können auch zwei Stützvor richtungen zueinander ausgerichtet werden, indem beispielsweise eine festgelegte Stützvorrichtung einen Laserstrahl bereitstellt und eine weitere Stützvorrichtung da ran ausgerichtet wird.

Insbesondere weisen als Vierkantrohr ausgebildete Seitenträger beidseitig Endkap pen auf, wobei der Laser in einer der Endkappen angeordnet ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Seitenträger ein Lagerelement auf, das insbesondere in Form einer L-Profilschiene zur Aufnahme eines von oben einsetzbaren Schalungselements ausgebildet ist und das Scha lungsbrett von unten und seitlich abstützt. Lagerelement und Seitenträger können dabei auch einteilig ausgebildet sein.

Die erfindungsgemäße Stützvorrichtung ist somit ein multifunktionales Bauhilfsmittel bzw. Werkzeug für den Bau.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind den nachfolgend beschriebe nen, schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen zu entnehmen; es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung in einer Ansicht von schräg oben,

Fig. 2 die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung ge mäß Fig. 1 in einer Seitenansicht,

Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrich tung in einer Ansicht von schräg oben,

Fig. 4 die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung ge mäß Fig. 3 in einer Seitenansicht,

Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrich tung in einer Ansicht von schräg oben,

Fig. 6 die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung ge mäß Fig. 5 in einer Seitenansicht,

Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützvorrich tung in einer Ansicht von schräg oben.

Die nachfolgend erläuterten Merkmale der erfindungsgemäßen Ausführungsbei spiele können auch einzeln oder in anderen Kombinationen als dargestellt oder be- schrieben Gegenstand der Erfindung sein. Nachfolgend werden gleichwirkende Elemente der Erfindung mit einer einheitlichen Bezugsziffer versehen, sofern dies sinnvoll ist.

Fig. 1 bis 7 zeigen verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung 2 für den Baubereich mit einem länglichen, horizontalen Querträ ger 4 sowie vier paarweise endseitig am und senkrecht zum Querträger 4 angeord neten, höhenverstellbaren, länglichen Stützkörpern 6. Der Querträger 4 ist teleskop artig aus- bzw. einfahrbar und dadurch längenvariabel. Der Querträger 4 umfasst zwei koaxial angeordnete Querträgersegmente 4a, 4b in Form von Vierkantrohren. Die einzelnen Querträgersegmente 4a, 4b sind somit stabil gegen eine Torsion um eine Längsmittelachse A des Querträgers 4 ausgebildet. Eine koaxial zu den Quer trägersegmenten 4a, 4b angeordnete Gewindestange 8 dient der stufenlosen Län genverstellung des Querträgers 4. An je einem Paar von Stützkörpern 6 ist ein Sei tenträger 10, 10', 10" angeordnet. Dieser erstreckt sich in einer senkrecht zur Längs mittelachse A des Querträgers 4 und senkrecht zu einer Längsmittelachse B der Stützkörper 6 verlaufenden Richtung. Die Seitenträger 10, 10', 10" bilden eine vertikale Abstützfläche 12 aus, die in einer Ebene senkrecht zur Längsmittelachse A des Querträgers 4 verläuft. Wie aus Fig. 7 deutlich wird, erfährt ein vertikales Scha lungselement 30 eine verbesserte seitliche Stabilisierung, die ein Verkippen K des Schalungselements 30 um eine Vertikalachse V verhindert. Schalungselemente sind dabei nicht Teil der Erfindung. In den in Fig. 1 bis 4 und Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispielen bilden die Seiten träger 10, 10' zudem eine horizontale Abstützfläche 14 aus, die in einer Ebene paral lel zur Längsmittelachse A des Querträgers 4 verläuft.

In den Fig. 1 , 2 und 7 sind beide Seitenträger 10 als Vierkantrohre ausgebildet, wo bei die vertikale Abstützfläche 12 sowie die horizontale Abstützfläche 14 von zwei über Eck gelegenen Seiten des Vierkantrohrs ausgebildet werden. Die Ausführungs formen gemäß den Fig. 3 bis 6 weisen jeweils einen Seitenträger 10 in Form eines Vierkantrohrs auf. In den Fig. 3 und 4 ist ein Seitenträger 10' in Form einer L-Profil- schiene gezeigt, wobei die vertikale Abstützfläche 12 und die horizontale Abstütz fläche 14 von den beiden Schenkeln der L-Profilschiene ausgebildet werden. Derart ausgebildete Seitenträger 10, 10' weisen die notwendige Steifigkeit auf, um genü gend Widerstand gegenüber Belastungen von oben oder von der Seite aufzubrin gen.

Fig. 1 bis 7 zeigen vier paarweise endseitig am Querträger 4 angeordnete Füh rungselemente 16, in denen die Stützkörper 6 höhenverstellbar geführt sind. Dabei sind jeweils zwei Führungselemente 16 an je einem Querträgersegment 4a, 4b an geordnet. Wie in den Fig. 2, 4 und 6 gezeigt ist, schließen die oberen Kanten der Führungselemente 16 mit einer oberen Stützfläche 18a, 18b jenes Querträgerseg ments 4a, 4b ab, an dem sie angeordnet sind. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 können so die Stützkörper 6 bis zum Anschlag des Seitenträgers 10 abgesenkt werden, so dass die Seitenträger 10 auf der jeweiligen oberen Stützflä che 18a, 18b aufliegen. In einer Konfiguration der Stützvorrichtung 2, bei dem die beiden Seitenträger 10 unterschiedlich weit aus den Führungselementen herausge fahren bzw. auf unterschiedlichen Höhen eingesetzt werden sollen, kann der Quer träger 4 direkt unterhalb des tiefergelegenen Seitenträgers 10 positioniert werden. Dies stellt eine besonders stabile Konfiguration der Stützvorrichtung 2 dar.

In allen gezeigten Ausführungsformen (Fig. 1 bis 7) sind die Stützkörper 6 durch herausnehmbare Verriegelungsbolzen 20 an den Führungselementen 16 festgelegt. Dabei sind die beiden gemeinsam an einem Seitenträger 10, 10', 10" angeordneten Stützkörper 6 durch denselben Verriegelungsbolzen 20 gegenüber den Führungs elementen 16 festgelegt. Stützkörper 6 und Führungselemente 16 weisen dazu ent sprechende Öffnungen bzw. Bohrungen auf. Die Stützkörper 6 sind samt der Seiten träger 10, 10', 10" aus den Führungselementen 16 einfach durch Herausziehen des jeweiligen Verriegelungsbolzens 20 herausnehmbar. Dadurch kann die Stützvorrich tung 2 in einer weiteren Konfiguration verwendet werden, wobei beispielsweise mit der obersten Stützfläche des Querträgers 4, welche von der oberen Stützfläche 18a des äußeren Querträgersegmentes 4a gebildet wird, eine Decke abgestützt wird, während der Seitenträger 10, 10', 10" samt beiden daran angeordneten Stützkörpern 6 eine Randschalung eines oberhalb der Decke zu gießenden Bodenbelags stützt.

Die Seitenträger 10, 10', 10" sind mit Öffnungen bzw. Bohrungen 21 versehen, durch die ein an der vertikalen Abstützfläche 12 und/oder der horizontalen Abstütz fläche 14 anliegendes Schalungselement mittels Schrauben oder anderen Verbin dungsmitteln am Seitenträger 10, 10', 10" festgelegt werden kann. Gemäß der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 weist der Querträger 4 auf seiner Unterseite ein Adapterelement 22 zur Herstellung einer Kraft und/oder formschlüssi gen Verbindung mit einer Baustütze auf. Die Baustütze ist dabei nicht Teil der Erfin dung. Das Adapterelement 22 kann beispielsweise von einer Baustütze umfasst bzw. umgriffen werden, so dass eine seitliche Verschiebung der Stützvorrichtung 2 gegenüber der Baustütze verhindert wird. Insbesondere weist das Adapterele ment 22 ein Gewinde auf, an die eine Baustütze angeschraubt werden kann.

Ferner weist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 einer der Seitenträger ein rohrförmiges Aufnahmeelement 24 auf der in der vertikalen Abstützfläche 12 abge wandten Seite bzw. der Rückseite des Seitenträgers 10 auf. Beispielsweise beim Einsatz als Randschalungsstütze kann ein Teil einer Absturzsicherung in das Auf nahmeelement 24 eingesteckt und fixiert werden.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 ist der Seitenträger 10" in Form einer L-Profilschiene ausgebildet, die eine vertikale Abstützfläche 12 ausbildet und zudem ein Lagerelement 34 ausbildet, so dass ein Schalungselement von oben in das Lagerelement eingesetzt werden kann, wobei das Schalungselement von unten und seitlich abgestützt wird.

Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Stützvorrichtung 2 ein Laserge rät 26 umfasst, der in einem der Seitenträger 10 angeordnet ist. Das Lasergerät 26 stellt einen Laserstrahl 28 bereit, der parallel zur vertikalen Abstützfläche 12 sowie parallel zur horizontalen Abstützfläche 14 und somit parallel zu einer Längser- Streckung des Seitenträgers 10 verläuft. Bei waagerechter Ausrichtung der Seiten träger 10 kann anhand des Laserstrahls 28 die Höhe H gemessen und somit die Höhenlage der Stützvorrichtung 2 kontrolliert werden. Ferner kann ein vertikales Schalungselement 30 auf Ausbeulungen überprüft werden, indem über die Länge des Schalungselementes 30 der Abstand D zwischen Schalungselement 30 und Laserstrahl 28 gemessen wird. Die als Vierkantrohr ausgebildeten Seitenträger 10 weisen beidseitig Endkappen 32 auf, wobei das Lasergerät 26 in einer der End kappen 32 angeordnet ist.