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Patent Searching and Data


Title:
SUPPORT DEVICE FOR MANUAL GROUNDWORK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/067728
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a support device for manual groundwork. A chest support (7) for the thorax of the user serves to support the upper body in order to relieve the back and/or spinal column on performing said groundwork.

Inventors:
Heck, Gerd (Robert-Koch-Str. 6 Neuried-Ichenheim, 77743, DE)
Application Number:
PCT/DE2002/000687
Publication Date:
September 06, 2002
Filing Date:
February 23, 2002
Export Citation:
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Assignee:
Heck, Gerd (Robert-Koch-Str. 6 Neuried-Ichenheim, 77743, DE)
International Classes:
E04F21/20; (IPC1-7): A47C9/02
Attorney, Agent or Firm:
Goy, Wolfgang (Zähringer Strasse 373 Freiburg, 79108, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Abstützvorrichtung für menschliche Bodenarbeiten mit Knieauflagen (9) für die Knie des Benutzers, gekennzeichnet durch eine Brustauflage (7) für den Brustkorb des Benutzers zur Abstützung des Oberkörpers.
2. Abstützvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustauflage (7) plattenförmig ausgebildet ist.
3. Abstützvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustauflage (7) eine Polsterung (8) aufweist.
4. Abstützvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustauflage (7) verschwenkbar ist.
5. Abstützvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Brustauflage (7) mittels eines Kugelgelenks (5) verschwenkbar ist.
6. Abstützvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Brustauflage (7) einstellbar ist.
7. Abstützvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf dem Boden aufliegende Tragplatte (1) oder ein Tragrahmen vorgesehen ist, auf der/dem an einem nach oben ragenden Traggestell (3) die Brustauflage (7) an geordnet ist.
8. Auflagevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (3) in Richtung Tragplatte (1)/Tragrahmen nach unten kippbar ist.
9. Abstützvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite der Tragplatte (1)/des Tragrahmens mit Rollen, insbesondere Rä dern (13) oder Gelenkrollen (2) versehen ist.
10. Abstützvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen bezüglich der Tragplatte (1)/des Tragrahmens höhenverstellbar sind.
11. Abstützvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Tragplatte (1)/des Tragrahmens mit den Knieauflagen (9) verse hen ist.
12. Abstützvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Knieauflagen (9) schalenförmig ausgebildet sind.
13. Abstützvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (1)/der Tragrahmen mit einer Griffausnehmung (10) versehen ist.
Description:
Abstützvorrichtung für menschliche Bodenarbeiten Die Erfindung betrifft eine Abstützvorrichtung für menschliche Bodenarbeiten mit Knieaufla- gen für die Knie des Benutzers.

Die erfindungsgemäße Abstützvorrichtung ist insbesondere für Fliesenleger, Bodenleger, Plasterer sowie weiterhin in der Landwirtschaft zum Ernten von Bodengewächsen oder für ähnliche Berufsgruppen gedacht, also Arbeiten, welche auf dem Boden ausgeführt werden.

Aber auch für Kfz-Mechaniker ist die erfindungsgemäße Abstützvorrichtung geeignet, wenn Arbeiten im Motorraum durchgeführt werden müssen. In diesem Fall wird die Abstützvor- richtung auf entsprechenden Auflagestellen oberhalb des Motorblocks aufgelegt.

Eine bekannte Abstützvorrichtung für menschliche Bodenarbeiten sieht für die Knie des Be- nutzers Knieauflagen vor, um so die Druckbeanspruchung zu mindern. Ein großes Problem besteht allerdings weiterhin in der gebückten Haltung, welche den Rücken, insbesondere die Wirbelsäule sehr stark beansprucht und im Laufe der Zeit zu Wirbelsäulenschäden führen kann.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abstützvorrich- tung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit welcher der Rücken bzw. die Wirbel- säule entlastet wird.

Als technische Lösung wird eine Brustauflage für den Brustkorb des Benutzers zur Abstützung des Oberkörpers vorgeschlagen.

Die Grundidee der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung besteht in einer Abstützung des Oberkörpers, indem der Brustkorb des Benutzers auf der erfindungsgemäßen Brustauflage aufliegt. Dadurch wird der Rücken bzw. die Wirbelsäule vollständig entlastet, so daß Schä- den an der Wirbelsäule vermieden werden.

Durch die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 erhält der Brustkorb eine großflächige Abstüt- zung und Druckverteilung.

Durch die Weiterbildung gemäß Anspruch 3 ist der Komfort durch die abgefederte Auflage verbessert. Insbesondere werden dadurch punktuelle Druckstellen minimiert.

Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der Brustauflage schlägt gemäß Anspruch 4 vor, daß diese verschwenkbar ist. Gemäß Anspruch 5 ist die Brustauflage insbesondere mittels eines Kugelgelenks verschwenkbar. Der Verschwenkpunkt der Brustauflage wird sich dabei vor- zugsweise in der zentralen Mitte der Brustauflage befinden. Der Vorteil der Verschwenkbar- keit der Brustauflage liegt darin, daß sich die Brustauflage den Bewegungen des Oberkör- pers des Benutzers anpaßt und somit jederzeit eine größtmögliche Auflage des Brustkorbes auf der Brustauflage gewährleistet ist. Der Benutzer kann somit problemlos zu den beiden Seiten hin kippen, nach vorne kippen oder aber die Brustauflage nach hinten kippen. Somit paßt sich die Brustauflage den unterschiedlichsten Arbeitspositionen des Benutzers selb- ständig an.

Um die Brustauflage der individuellen Größe des Benutzers anpassen zu können, schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 6 vor, daß die Höhe der Brustauflage einstellbar ist. Die- se Höhenverstellung kann beispielsweise mittels einer Gewindestange erfolgen, an welcher das Kugelgelenk angeordnet ist.

Eine weitere bevorzugte Weiterbildung schlägt Anspruch 7 vor. Dadurch ist ein universell einsetzbares Gestell geschaffen, bei dem die Basis durch die untere Tragplatte oder den Tragrahmen gebildet ist. Auf dieser Tragplatte bzw. dem Tragrahmen ist an dem Traggestell die Brustauflage montiert. Bei dem Traggestell kann es sich beispielsweise um ein Tragrohr handeln, welches sich vorzugsweise schräg nach oben hin erstreckt.

Die Grundidee der Weiterbildung gemäß Anspruch 8 besteht darin, für den Nichtgebrauch der Abstützvorrichtung das Traggestell zusammen mit der Brustauflage nach unten zu kip- pen, so daß dann eine kompakte Einheit geschaffen ist. Um das Gerät in den Gebrauchszu- stand überzuführen, wird das Traggestell wieder nach oben verschwenkt und beispielsweise mittels einer Schnellspannschraube fixiert. Auch ist durch diese Verschwenkbarkeit eine Einstellmöglichkeit geschaffen.

Eine weitere bevorzugte Weiterbildung schlägt gemä# Anspruch 9 vor, da# die Unterseite der Tragplatte bzw. des Tragrahmens mit Rollen versehen ist. Dadurch ist es möglich, daß der Benutzer die Abstützvorrichtung verfahren kann und er beispielsweise die Abstützvor- richtung für einen neuen Arbeitsbereich nicht von Hand umsetzen muß. Mittels der Ge- lenkrollen kann der Benutzer die Vorrichtung in jede beliebige Richtung verfahren, während mittels der Räder in der Regel eine Verfahrbarkeit in eine bestimmte Richtung möglich ist.

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 10 schlägt vor, daß die Rollen höhenverstellbar sind.

Durch diese höhenverstellbare Radaufhängung kann der Abstand der Tragplatte bzw. des Tragrahmens zum Boden entsprechend den Bedürfnissen eingestellt werden. Diese Weiter- bildung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Abstützvorrichtung für Erntearbeiten verwendet wird und die Abstützvorrichtung auf diese Weise entsprechend der Höhe der Pflanzen eingestellt werden kann, so daß der Wagen problemlos über die Pflanzen hinweg- fahren kann, ohne sie zu beschädigen. Die höhenverstellbare Radaufhängung kann derge- stalt technisch realisiert werden, indem eine senkrechte Führungsstange, an deren unterem Ende sich die Achse des Reifens befindet, in einer ebenfalls senkrechten Führungshülse verschiebbar ist. Zur Fixierung kann ein Sicherungsbolzen dienen.

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 11 schlägt vor, daß die Oberseite der Tragplatte bzw. des Tragrahmens mit den Knieauflagen versehen ist. Gemäß Anspruch 12 sind die Knie- auflagen vorzugsweise schalenförmig ausgebildet. Dadurch ist eine universelle Abstützung für den Benutzer geschaffen, d. h. die Abstützvorrichtung stützt nicht nur den Oberkörper des Benutzers ab, sondern er liegt gleichzeitig auch mit seinen Knien auf. Dadurch ist für ihn die Möglichkeit einer fest vorgegebenen Körperhaltung gegeben, welche individuell auf seine Bedürfnisse einstellbar ist.

Schließlich schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 13 vor, daß die Tragplatte bzw. der Tragrahmen mit einer Griffausnehmung versehen ist. Der Vorteil besteht darin, daß mittels dieser Griffausnehmung die Abstützvorrichtung problemlos getragen und damit transportiert werden kann ; Die erfindungsgemäße Abstützvorrichtung ist nicht nur für menschliche Bodenarbeiten für die entsprechenden Berufsgruppen einsetzbar, sondern gleichermaßen auch für Behinderte, welche sich auf dem Boden fortbewegen. Dies stellt eine eigenständige Erfindung sowie einen eigenständigen Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung dar, welche in diesem Fall die vorbeschriebenen Rollen an der Unterseite besitzt.

Zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung für menschliche Bodenarbeiten wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Abstütz- vorrichtung ; Fig. 2 eine Vorderansicht der Abstützvorrichtung in Fig. 1 ; Fig. 3 eine Draufsicht der Abstützvorrichtung in Fig. 1 ; Fig. 4 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Abstütz- vorrichtung ; Fig. 5 eine Vorderansicht der Abstützvorrichtung in Fig. 4 ; Fig. 6 eine Draufsicht der Abstützvorrichtung in Fig. 4.

In den Fig. 1 bis 3 ist eine erste Ausführungsform und in den Fig. 4 bis 6 eine zweite Ausfüh- rungsform der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung dargestellt.

Die Abstützvorrichtung der ersten Ausführungsform weist zunächst eine Tragplatte 1 auf, deren Form in Fig. 3 erkennbar ist. Die Unterseite der Tragplatte 1 ist mit insgesamt sechs Gelenkrollen 2 ausgestattet. Die Gelenke dieser Gelenkrollen 2 besitzen dabei eine vertikale Verschwenkachse.

Die Oberseite der Tragplatte 1 ist mit einem Traggestell 3 in Form eines Tragrohres verse-- hen. Die Verbindung dieses Traggestells 3 mit der Tragplatte 1 erfolgt dabei mittels eines Kippmechanismus 4. Das obere Ende des Traggestells 3 weist ein Kugelgelenk 5 auf, wel- ches mittels einer Gewindestange 6 mit dem Traggestell 3 verbunden ist. Auf dem Kugelge- lenk 5 lagert eine plattenförmige Brustauflage 7. Diese weist eine rechteckige Grundform auf und besitzt eine oberseitige Polsterung 8.

Beidseits des Traggestells 3 sind auf der Tragplatte 1 zwei schalenförmige Knieauflagen 9 angeordnet. Außerdem weist die Tragplatte 1 noch eine Griffausnehmung 10 auf.

Die Funktionsweise der Abstützvorrichtung ist wie folgt : Zur Durchführung einer Bodenarbeit kniet der Benutzer mit seinen beiden Knien auf den Knieauflagen 9. Den Oberkörper stützt der Benutzer mit seinem Brustkorb auf der Brustauf- lage 7 ab. Entsprechend seiner Körpergröße kann er den Höhenabstand der Brustauflage 7 von der Tragplatte 1 mittels der Gewindestange 6 einstellen. Aufgrund des Kugelgelenks 5 stellt sich die richtige Verschwenkposition der Brustauflage 7 automatisch ein.

Für den Nichtgebrauch der Abstützvorrichtung wird mittels des Kippmechanismus 4 das Traggestell 3 nach unten verschwenkt. Mittels der Griffausnehmung 10 kann die Abstützvor- richtung dann bequem transportiert werden.

Die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform im wesentlichen durch die Radaufhängung. Während bei der ersten Ausführungsform die Gelenkrollen 2 in ihrer Höhe unverstellbar an der Unterseite der Tragplatte 1 angeordnet sind, ist bei dieser zweiten Ausführungsform eine höhenver- stellbare Radaufhängung vorgesehen. Zu diesem Zweck sind an den vier Eckpunkten der Tragplatte 1 senkrechte Führungsrohre 11 vorgesehen. In diesen ist jeweils eine Führungs- stange 12 höhenverstellbar angeordnet. An den unteren Enden dieser Führungsstangen 12 sind Räder 13 mit einer Luftbereifung gelagert. Die Führungsstangen 12 sowie die Füh- rungsrohre 11 weisen Durchbrechungen auf, so daß mittels eines hindurchgesteckten Siche- rungsbolzens 14 die gewünschte Höhe der Tragplatte 1 über dem Boden eingestellt werden kann.

Bezugszeichenliste 1 Tragplatte 2 Gelenkrolle 3 Traggestell 4 Kippmechanismus 5 Kugelgelenk 6 Gewindestange 7 Brustauflage 8 Polsterung 9 Knieauflage 10 Griffausnehmung 11 Führungsrohr 12 Führungsstange 13 Rad 14 Sicherungsbolzen