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Patent Searching and Data


Title:
SUPPORT AND/OR DRAINAGE PLATES MADE OF A FOIL-LIKE PLASTIC MATERIAL FOR A PLATE-LINED FLOOR STRUCTURE OR WALL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/054571
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a support and/or drainage plate made of a foil-like plastic material, for use with a plate-lined floor structure or a wall so as to create a space between the ground and the surface lining to be applied onto the foil-like plate. The structure of the plate is such that cavities are created by means of, on the one side, projections extending substantially in one direction and, on the other side, raised areas at the same level between which chambers are embodied for receiving a hardening contact medium, such as mortar or adhesive, which forms a contact layer with the surface lining to be applied. According to the invention the structure consists of projections (N¿1?, N¿2?) or (S¿1?, S¿2?) which extend in at least two directions and intersect. The resulting chambers (M¿1?) are delimited in their circumference by the projections (S¿1?, S¿2?), which are open towards the other side of the plate.

Inventors:
Schlüter, Werner (Am Schierloh 6 Iserlohn, D-58644, DE)
Application Number:
PCT/EP1999/002549
Publication Date:
October 28, 1999
Filing Date:
April 15, 1999
Export Citation:
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Assignee:
SCHLÜTER-SYSTEMS GMBH (Schmölestrasse 7 Iserlohn, D-58640, DE)
Schlüter, Werner (Am Schierloh 6 Iserlohn, D-58644, DE)
International Classes:
E02D5/80; E02D31/02; E04B1/64; E04D11/00; E04F13/04; E04F15/18; (IPC1-7): E04F15/18
Domestic Patent References:
WO1982003099A11982-09-16
Foreign References:
FR2544460A11984-10-19
DE3045390A11982-06-03
US5052161A1991-10-01
DE29602442U11996-04-04
DE2650160A11978-05-11
DE9114591U11993-03-25
DE29622129U11997-04-30
DE3704414A11988-08-25
DE29602442U11996-04-04
Other References:
See also references of EP 1073813A1
Attorney, Agent or Firm:
Schröter, Martin (Schröter & Haverkamp Im Tückwinkel 22 Iserlohn, D-58636, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Trägerund/oder Drainageplatte aus folienartigem Kunststoff für einen plattenbekleideten Bodenaufbau oder eine Wand zum Erzie len einer Entkopplung zwischen dem Untergrund und der auf die folienartige Platte aufzubringenden Flächenbekleidung, wobei die Platte eine Strukturierung zum Ausbilden von Vertiefungen durch im wesentlichen in einer Richtung verlaufende Ausprägungen auf einer Seite und auf der anderen Seite niveaugleiche, erhabene Be reiche aufweist, zwischen denen Kammern zur Aufnahme eines zur Ausbildung einer Kontaktschicht mit der aufzubringenden Flächen bekleidung vorgesehenen aushärtenden Kontaktmittels, wie Martel oder Kleber, gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Strukturierung aus mindestens in zwei Richtungen verlaufenden, sich kreuzenden Ausprägungen (N1N8 bzw. S,S8) besteht, wobei die gebildeten Kammern (M,M4) umfänglich durch die zur anderen Seite der Platte hin offenen Ausprägungen (S1S8) begrenzt sind.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu ei ner Seite offenen Ausprägungen (N,N8 bzw. S1S8) Nuten mit ei nem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt bilden, so daß sich kreuzende Nutenscharen gebildet sind.
3. Platte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich kreuzende Nutenscharen (N,N8 bzw. S1S8) vorgesehen sind.
4. Platte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ab stand der Nuten (N,, N3, N5) einer ersten Nutenschar voneinander und der Abstand der Nuten (N2, N4, N6) einer zweiten Nutenschar voneinander gleich ist.
5. Platte nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß ein in eine Kammer (M,M3) hineinragender Hinterschnitt (H,H3) Teil einer Ausprägung ist.
6. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß stegartig ausgeprägte Strukturelemente (N7, N8, S7, S8) wabenartig angeord net sind, wobei innerhalb dieser wabenartig angeordneten Struktu relemente jeweils mit stirnseitigem Abstand weitere im Grundriß etwa rechteckige und im Querschnitt etwa Uförmige, stegartig ausgeprägte Strukturelemente (14) vorgesehen sind.
7. Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Durchbre chungen (15) sich vom Bereich der Stirnwände (14a) der im Grund riß etwa rechteckigen Strukturelemente (14) bis zu den diesen ge genüberliegenden vertikalen Wandbereichen (13a) der Teilab schnitte (13) der angrenzenden ausgeprägten Strukturelemente (N7, Sa) erstrecken.
8. Platte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (15) schlitzartig sind.
9. Platte nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, daß an einer oder beiden Platten seiten ein netzartiges Gewebe oder ein Vlies (2) vorgesehen ist.
Description:
Träger-und/oder Drainageplatte aus folienartigem Kunst- stoff für einen plattenbekleideten Bodenaufbau oder eine Wand

Die Erfindung betriffl eine Träger-und/oder Drainageplatte aus folienarti- gem Kunststoff für einen plattenbekleideten Bodenaufbau oder eine Wand zum Erzielen einer Entkopplung zwischen dem Untergrund und der auf die folienartige Platte aufzubringende Flächenbekleidung, wobei die Platte eine Strukturierung zum Ausbilden von Vertiefungen durch im wesentli- chen in eine Richtung verlaufende Ausprägungen auf einer Seite und auf der anderen Seite niveaugleiche, erhabene Bereiche aufweist, zwischen denen Kammern zur Aufnahme eines zur Ausbildung einer Kontaktschicht mit der aufzubringenden Flächenbekleidung vorgesehenen aushärtenden Kontaktmittels, wie Martel oder Kleber, gebildet sind.

Die Aufbringung von Bekleidungen, insbesondere Keramikplatten, im In- neren oder außen an Gebäuden ist vielfach problematisch. Aufgrund un- terschiedlicher Wärmeausdehnungen und den damit verbundenen Span- nungen können Risse in der Bekleidung entstehen, auch das Ablösen von Bekleidungsplatten ist aufgrund solcher Spannungszustände feststelibar.

Insbesondere Keramikplattenbelege werden vielfach im sogenannten Dünnbettverfahren verlegt, bei dem ein geeigneter Kontaktkleber Verwen- dung findet. Dabei ergeben sich Schwierigkeiten in den unterschiedlichen Haftungsbedingungen an der Unterseite einer solchen Platte bzw. an dem Untergrund. Zusätzlich werden solche Problematiken auch noch durch Anforderungen an die Dichtheit des Aufbaues oder die Vorsehung einer Drainagefähigkeit beeinflußt.

Um in solchen Anwendungsfällen auftretende Spannungsunterschiede abzubauen bzw. den Aufbau bezüglich der auftretenden Spannung vom Untergrund zu entkoppeln, sind bereits Trägerplatten aus folienartigem Kunststoff vorgeschlagen, die auch als Drainageplatten mit entsprechen- den Durchbrechungen ausgestaltet sein können. Eine entsprechende Platte ist aus der DE 37 04 414 A1 bekannt. Durch abwechselnd nach

beiden Plattenseiten hin offenen schwalbenschwanzförmigen Nuten ist dabei eine Trägerplatte vorgeschlagen worden, die sich bei Druck-und Zugbeanspruchung quer zum Verlauf dieser Nuten bewegen faßt. Wird eine solche Trägerplatte am Untergrund befestigt und darauf eine Beklei- dung mit entsprechendem Kontaktmittel aufgebracht, so kann dann ein Spannungsausgleich in dieser angegebenen Richtung herbeigeführt wer- den, wenn sichergestellt ist, daß sich die gebildeten Nuten nicht mit dem Kontaktmittel, beispielsweise einem Kleber, vollständig ausfüllen. Um die- ses Ausfüllen zu verhindern, ist bereits vorgeschlagen worden, solche Platten an einer oder an beiden Seiten mit netzartigen Textilien oder ei- nem Vlies zu versehen, wodurch auch eine erhöhte Kontakffähigkeit be- günstigt wird. Solche Trägerplatten sind aber nur in einer bevorzugten Richtung dehnfähig bzw. zusammendrückbar. Vielfach ist daher mit sol- chen Platten ein notwendiger Spannungsabbau nicht möglich.

Aus der Tatsache, daß aufgrund unterschiedlicher Ausdehnungsspan- nungen Risse im Aufbau auftreten, ist es bekannt, daß sich diese Span- nungen in Rißbildungen darstellen. Man hat daher auch bereits vorge- schlagen, Trägerplatten mit Strukturelementen so zu gestalten, daß be- wußt die Ausbildung einer Vielzahl von solchen Spannungsrissen begün- stigt, sozusagen initiiert wird. In der DE 296 02 442 U1 sind Fußboden- verbundkörper mit vollvolumigen Trägerplatten aus Styropor oder derglei- chen vorgeschlagen worden mit einer Vielzahl gleichmäßig über die Flä- che verteilten Strukturelementen. Bei Auftreten von Spannungen im Fuß- bodenaufbau können sich an diesen Strukturelementen, insbesondere an deren Kanten und Ecken Trennflächenscharen ausbilden, die die Span- nungen abbauen, so daß stärkere Rißbildungen, insbesondere im Bereich der Plattenbekleidung vermieden werden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Träger-und/oder Draina- geplatte aus folienartigem Kunststoff für den plattenbekleideten Boden- aufbau oder eine entsprechende Wand vorzuschlagen, mit der in optimie- render Weise bei deren entsprechendem Einsatz auftretende unterschied- liche Spannungen zwischen Untergrund und Bekleidung abgebaut bzw. entkoppelt werden.

Gelöst wird diese Erfindungsaufgabe mit einer Träger-und/oder Draina- geplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Eine solche erfindungsge- mäße Platte aus folienartigem Kunststoff weist eine sich kreuzende Strukturierung auf, bei der auf einer Plattenseite sich kreuzende Ausprä- gungen ausgebildet sind, die jeweils umfänglich geschlossene Kammern bilden. Auf der anderen Seite sind diese Ausprägungen nutartig ausgebil- det, so daß die andere Plattenseite durch sich kreuzende Nutenscharen bestimmt ist. In der Regel wird die Plattenseite mit den Ausprägungen und den damit gebildeten Kammern dem Kleber oder Martel aufnehmen, wo- durch ein inniger Verbund mit der Kleber-oder Mörtelschicht entsteht. In dieser Schicht können sich bei vorhandenen Spannungen wiederum an den zahireichen Kanten und Ecken der Ausprägungen Trennflächenscha- ren ausbilden, die dem Spannungsabbau dienen. Die folienartige Platte selbst ist aufgrund der vorgeschlagenen Strukturierung und ihres Materi- als in beiden Richtungen ihrer Erstreckungsebene zumindest in geringem ausreichendem Maße dehnfähig bzw. zusammenschiebbar, so daß Spannungsdifferenzen aus dem Untergrund und der Bekleidung aufge- nommen werden können.

Bei der erfindungsgemäß strukturierten Platte aus einer Kunststoffolie wird bevorzugt vorgeschlagen, die zu einer Seite offenen Ausprägungen mit Nuten mit einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auszubilden, so daß sich kreuzende Nutenscharen vorhanden sind. Dabei ist es zweckmäßig, diese Nutenscharen in gleichmäßiger Flächenverteilung in zueinander senkrechter Anordnung auszubilden.

Die zumindest in zwei unterschiedlichen, sich kreuzenden Richtungen verlaufenden Ausprägungen bilden jeweils Kammern zur Aufnahme von Martel oder Kleber zum Befestigen des eigentlichen Bekleidungsgelages.

Anstelle von zwei in unterschiedlichen Richtungen verlaufenden Ausprä- gungen können auch drei oder mehr vorgesehen sein. Durch die Ausbil- dung von Ausprägungen, die in zumindest zwei unterschiedlichen Rich- tungen verlaufend angeordnet sind, können auftretende Scherspannun- gen entsprechend der richtungsunterschiedlichen Ausbildung der Ausprä- gungen aufgefangen werden, so daß die Flächenbekleidung von dem Untergrund wirksam entkoppelt ist. Durch die sich kreuzenden Ausbildun- gen der Ausprägungen sind im Gegensatz zum vorbekannten Stand der

Technik die zur Aufnahme von Mörtel oder Kleber vorgesehenen Kam- mern in allen Umfangsrichtungen begrenzt und grenzen jeweils an eine Schubspannung aufnehmende Ausprägung. In Abhängigkeit der Richtung der auftretenden Scherspannung wird diese mit unterschiedlichen Antei- len in Abhängigkeit der jeweiligen Ausrichtung von den Ausprägungen aufgenommen.

Zweckmäßigerweise ist die lichte Weite der einzelnen Nuten der Nuten- schar entsprechend derjenigen der anderen Nutenschar ausgebildet, so daß das durch die Nuten ermöglichte Kompensationsvermögen im Hin- blick auf die auftretenden Scherkräfte in beiden Richtungen gleich ist. Zur Ausbildung des in eine Kammer hineinragenden Hinterschnittes zum Her- beiführen einer formschlüssigen Verklammerung eines in eine solche Kammer eingebrachten Martels oder Klebers kann vorgesehen sein, daß dieser Hinterschnitt Teil einer Ausprägung ist.

Eine solche Ausprägung laf3t sich beispielsweise durch Vakuumformen einer Kunststoffolie ausbilden. Dabei kann vorgesehen sein, daß der Hin- terschnitt voll umfänglich entlang den einer Kammer begrenzenden Aus- prägungen angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, daß lediglich Abschnitte der angrenzenden Ausprägungen jeweils einen Hinterschnitt aufweisen, wie dies beispielsweise bei sich kreuzenden Nutenscharen durch jeweils bestimmte Abschnitte einer Kante einer solchen Kammer bildenden Ausprägung realisiert sein kann. Zur Ausbildung einer solchen Hinterschneidung können auch die Kreuzungspunkte der sich kreuzenden Ausprägungen, beispielsweise der sich kreuzenden Nuten, vorgesehen sein, wobei eine solche Hinterschneidung teilweise der einen Nutenschar und teilweise der anderen Nutenschar zugeordnet werden kann.

Nach einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung sind die ausge- prägten Strukturelemente wabenartig angeordnet, wobei innerhalb dieser wabenartig angeordneten Strukturelemente jeweils mit stirnseitigem Ab- stand weitere im Grundriß etwa rechteckige und im Querschnitt etwa U- förmige, stegartig ausgeprägte Strukturelemente vorgesehen sind. Dabei können zur Ausbildung eine Drainageplatte die gleichmäßig flächenver- teilten Strukturelemente zur Wasserdurchflußseite durchbrochen sein. Die Ausbildung dieser wabenartigen Strukturen führten zu einer stabilen trag-

fähigen Platte, die die Entkopplungsfunktion in einem Fußbodenaufbau in der darüber anzuordnenden Mörtelschicht übernimmt. An den gleichmäßig verteilten Strukturelemente bilden sich bei entsprechender Überdeckung mit der Kontaktschicht in feiner Verteilung Trennflächenscharen bei Span- nungsbeaufschlagung in besonders günstiger Weise auf. Die Strukturele- mente bilden zu ihrer Unterseite hin offene Strömungskanäle für das durchtretende Drainagewasser. Die zwischen den Strukturelementen aus- gebildeten Bereiche stellen großflächige Übertragungsbereiche für die senkrechten Belastungen dar, so daß senkrechte hohe örtliche Flache- pressungen auf den Abdichtungsgrund, beispielsweise eine Bitumen- schicht, vermieden werden.

Um solche erfindungsgemäßen Platten am Untergrund und/oder Beklei- dung zu befestigen, wird vorgeschlagen, auf einer oder beiden Platten- seiten wasserdurchlässiges Vlies oder netzartiges Textilgewebe vorzuse- hen.

Anhand abgebildeter Ausführungsbeispiele wird die Erfindung im folgen- den näher erleutert. Es zeigen : Fig. 1a : eine schematisierte Draufsicht auf einen Ausschnitt einer strukturierten Kunststoffolie als Trägerplatte für eine Gebäu- deflächenbekleidung zum Erzielen einer Spannungsent- kopplung, Fig. lb : eine dreidimensionale Schnittdarstellung durch die Träger- platte der Figur 1 a entlang der Schnittlinie A-B, Fig. 2a : eine weitere strukturierte Kunststoffolie im Ausschnitt als Trägerplatte für eine Gebäudeflächenbekleidung zum Erzie- len einer Spannungsentkopplung in einer schematisierten Draufsicht, Fig. 2b : eine dreidimensionale Schnittdarstellung durch die Kunst- stoffolie der Figur 2a entlang der Linie C-D,

Fig. 3a : im Ausschnitt eine weitere Trägerplatte für eine Gebäudeflä- chenbekleidung zum Erzielen einer Spannungsentkopplung in einer schematisierten Draufsicht, Fig. 3b : eine dreidimensionale Schnittdarstellung durch die Platte der Figur 3a entlang der Linie E-F, Fig. 4 : die Platte der Figur 1 a in einer Einbausituation.

Fig. 5 : eine Draufsicht auf eine Drainageplatte, Fig. 6 : eine zugehörige Unteransicht zu Fig. 5 und Fig. 7 : einen Schnitt nach der Linie 1-1 in Fig. 6.

Eine vakuumgeformte Trägerplatte 1 aus einer Kunststoffolie ist durch zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Nutenscharen mit den Nuten Nl, N2 strukturiert. Die Nuten Nl, N2 sind zu einer Seite der Platte 1 hin offen, so daß sich diese bei der in Figur 1a gezeigten Draufsicht als erhabene Stegbereiche S, bzw. S2 darstellen. Die Stegbereiche S, verlaufen in Längsrichtung der Platte 1 ; die Stegbereiche S2 verlaufen in Querrichtung.

Die Nuten N, und N2 schneiden sich rechtwinklig, wobei vorgesehen ist, daß die Nutenschar bildenden Nuten N, und die die Nutenschar bildenden Nuten N2 jeweils einen gleichen Abstand zueinander aufweisen. Die Steg- bereiche S"S2 umschließen jeweils eine Mörtelkammer M,, in die Mörtel zum Anbringen eines Flächenbelages, beispielsweise eines Fliesenbela- ges eingebracht wird. Die Mörtelkammern M, weisen einen voll umfänglich angeordneten Hinterschnitt H, auf, so daß in eine Mörtelkammer M, ein- gebrachter Martel nach seinem Aushärten formschlüssig darin gehalten ist und somit mit der Platte 1 verbunden ist. Die Darstellung des Hinter- schnittes H, einer Mörtelkammer M, wird ebenfalls aus der Schnittdarstel- lung der Figur 1b deutlich. Unterseitig trägt die Platte 1 ein Vlies 2, wel- ches zur Verklammerung der Platte 1 in einer auf einem Untergrund auf- gebrachten Kontaktschicht dient. Ferner dient das Vlies 2 oder ein fein- maschiges Gittergewebe zur Verhinderung eines Verfüllens der rückseitig offenen Nuten N, und Nu der Nutenscharen. Dabei kann das Vlies 2 durch eine Klebeverbindung an der Rückseite der Platte 1 befestigt oder in noch

plastischem Zustand der Platte 1 rückseitig in diese eingedrückt sein.

Der Hinterschnitt H, der Platte wird dadurch ausgebildet, daß die Nuten Ni, N2 oberseitig eine T-förmige Verbreiterung aufweisen. Eine solche hinterschnittene Ausbildung läßt sich beispielsweise durch einen Vaku- umformprozeß erstellen. Anstelle der in den Figuren 1a und 1b gezeigten Ausbildung des Hinterschnitts H, kann dieser ebenfalls etwa schwalben- schwanzförmig ausgebildet sein.

Eine weitere gleichartige Trägerplatte 3 ist in den Figuren 2a und 2b dar- gestellt. Diese Platte 3 ist entsprechend der Platte 1 aufgebaut, weist je- doch im Unterschied zu der Kunststoffolie 1 Mörtelkammern M2 auf, die nur bereichsweise hinterschnitten sind. Die Hinterschnitte H2 dieser Platte 3 sind jeweils einer Nut N3, N4 bzw. einem Abschnitt des Steges S3 bzw. S4 zugeordnet. Die hinterschnittenen Bereiche der Stege S3 bzw. S4 sind durch zur Mörtelkammer M2 weisende Auskragungen, wie in Figur 2b ver- deutlicht gebildet.

Noch eine weitere Trägerplatte 4 ist den Figuren 3a und 3b gezeigt, die ebenfalls aufgebaut ist wie die Platte nach den Figuren 1 a und 1 b mit dem Unterschied, daß die durch die Nuten N5, N6 gebildeten Stege S5, S6 in die Mörtelkammern M3 hineinragende Hinterschneidungen H3 definieren, die sich im Bereich der Kreuzungspunkte der Nuten N5, N6 bzw. der Stege S5, S6 befinden. Die Ausbildung des Hinterschnittes H3 wird insbesondere aus der Figur 3b ersichtlich.

Figur 4 zeigt die Platte 1 in einer Einbausituation, bei der die Platte 1 mit- tels eines Klebers oder Martels 5 auf einem Untergrund 6 befestigt ist. Der in das Vlies 2 eindringende Kleber oder Martel 5 findet in dem Vlies 2 eine ausreichende Verklammerung zur Anbindung der Platte 1 an den Unter- grund 6. Nach Befestigen der Platte 1 auf den Untergrund 6 wird die Platte 1 mit einem Kleber 7 oder Mörtel überdeckt, der in die Mörtelkam- mern M eindringt und auch hinter die Hinterschneidungen H, eingebracht wird. Auf den Kleber werden anschließend Fliesen 8 aufgelegt. Dabei ist vorgesehen, daß die Oberseiten der Stegbereiche S.,, S nur in einer ge- ringen Schichtdicke mit Kleber 7 bedeckt sind. Bei einem Einsatz des Fliesenbelages als Fußboden stützen sich die Fliesen 8 steizenartig über

den in den Mörtelkammern M ausgehärteten Kleber 7 untergrundseitig ab. Diese Mörtelsteizen sind durch die Nuten Nl, N2 voneinander getrennt. Auftretende Scherkräfte zwischen dem Untergrund und dem Belag 8 kön- nen nunmehr wirkungsvoll durch die Kunststoffolie 1 infolge der Anord- nung der Nuten N,, N2 kompensiert, so daß eine durchgreifende Rißbil- dung vermieden ist.

Die Seitenwände der Nuten können, wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, mit Durchbrechungen versehen sein. Die Nuten- kanäle dienen dann auch als Entwässerungskanäle, so daß in einem sol- chen Fall die verwendete Trägerplatte nicht nur der Spannungsentkopp- lung sondern auch eine Drainageplatte dient.

Die mit der Ziffer 1'insgesamt bezeichnete Drainageplatte aus Kunststoff gemäß der Figuren 5-7 la (3t sich aus einer Folie in einfacher Weise ent- weder durch Prägen oder Tiefziehen herstellen. An dieser Drainageplatte 1'sind in der Art eines Wabengitters in gleichmäßiger Flächenverteilung Strukturelemente zur Oberseite hin vorstehend ausgeprägt, die mit den Ziffern 11,12,13 bezeichnet sind. Diese im Querschnitt nach unten offe- nen Strukturelemente bilden ein zusammenhängendes System von zum Untergrund hin offenen Nuten oder Strömungskanälen 11 b, 12 b, 13 b.

Die Bereiche 16 zwischen den die Waben bildenden ausgeprägten Strukturelementen 11,12,13 bilden mit ihrer Unterseite die Auflageflä- chen einer solchen Drainageplatte.

Innerhalb der wabenartigen Kammern M4 bilden Anordnungen der stegar- tigen Strukturelemente zusätzliche im Grundriß etwa rechteckige Struktu- relemente 14, die nach oben vorstehend ausgeprägt und im Querschnitt U-förmig profiliert sind. Von den Stirnwänden 14 a dieser Strukturele- mente ausgehend sind schlitzartige Druchbrechungen 15 vorgesehen, die sich jeweils bis zu den vertikalen Seitenwänden 13 a der Strukturelemente bzw. der Strukturelementabschnitte 13 erstrecken. Solche Durchbrechun- gen lassen sich in einfacher Weise nach der Prägung der Grundplatte durch entsprechende durchlaufende Schnitte von der Rückseite her ein- bringen.

In den Bereichen 16 bzw. den Kammern M4, deren nach oben ragende Ansichtsflachen die Ziffern 16 a tragen, wird beim Fußboden-oder Wandaufbau der Mörtel eingebracht und bildet in diesem Bereich zwi- schen den Strukturelementen Steizen. Ausgehend von den Strukturele- menten 11,12,13 insbesondere von deren von den Oberseiten 11 a, 12 a, 13 a her abgekantete Bereiche bilden nach Aushärten des Martels und einer späteren Spannungsbelastung in vielfältiger Weise die ge- wünschten Haarrisse als Trennscharen in dem Mörtel aus. Diese Rißaus- bildung wird ebenfalls begünstigt durch die zusätzlichen Strukturelemente 14.

Die ausgeprägten Strukturelemente 12 bilden Stegscharen S7, die sich mit dem durch die Strukturelemente 13 gebildeten Stegscharen Sa kreuzen. An der anderen Plattenseite sind dabei die entsprechenden sich kreuzen- den Nutenscharen N7 und N8 ausgebildet.

Flache Randbereiche 17 der Drainageplatte 1'dienen der überlappenden Verbindung zweier Platten.

Die niveaugleichen Stegoberseiten der Stegscharen bieten die Möglich- keit von abgedichteten Stoßverbindungen in unterschiedlichen Richtungen der durch die Stegoberseiten bestimmten Ebene mittels entsprechend breiten aufgeklebten Dichtbändern.

Zusammenstellung der Bezugszeichen 1,1'Platte 11 Strukturelement 11 a Oberseite 11 b Nut, Strömungskanal 12 Strukturelement 12 a Oberseite 12 b Strömungskanal 13 Strukturelement 13 a vertikale Wand 13 b Strömungskanal 14 Strukturelement 14 a Stirnwand 14 b Strömungskanal 15 Durchbrechung 16 Kammer 16 a Oberseite 16 b Unterseite 17 Randabschnitt 2 Vlies, netzartiges Gewebe 3 Platte 4 Platte 5 Mörtel, Kleber 6 Untergrund 7 Kleber, Martel 8 Fliese N,-N8 Nuten, Nutenschar S,-S8 Stege, Stegschar <BR> <BR> <BR> M-MMörtetkammer<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> H1-H3 Hinterschnitt