Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SUPPORT FOR ELECTRONIC COMPONENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/053508
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a ceramic support for electronic components which presents at least two contact surfaces (2) which are electrically insulated in relation to each other. The contact surfaces are arranged on a common plane of the support. The invention is characterized in that other metallized surfaces (3) are positioned on at least one plane of the support which is not parallel to the common plane of the contact surfaces (2). Each metallized surface is connected in a conductive manner to one of the contact surfaces (2). The invention also relates to the use of the support for inductive components and to a method for producing such a component.

Inventors:
Labatzke, Armin (Königsteiner Strasse 14 A Kronberg, D-61476, DE)
Application Number:
PCT/DE1999/001007
Publication Date:
October 21, 1999
Filing Date:
April 01, 1999
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
VACUUMSCHMELZE GMBH (Grüner Weg 37 Hanau, D-63450, DE)
Labatzke, Armin (Königsteiner Strasse 14 A Kronberg, D-61476, DE)
International Classes:
H01F27/30; H05K3/30; (IPC1-7): H01F27/29; H01F27/02
Foreign References:
US5015981A1991-05-14
DE3602759A11987-08-06
US5656985A1997-08-12
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER (Waldstrasse 33 Villingen-Schwenningen, D-78048, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Trägerkörper aus einer Keramik für elektronische Bauelemente mit mindestens zwei voneinander elektrisch isolierten Kontaktflächen (2), wobei die Kontaktflächen auf einer gemeinsamen Ebene des Trägerkörpers angeordnet sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß sich auf mindestens einer Fläche des Tragerkörpers, welche nicht parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) verläuft, weitere metallisierte Oberflächen (3) befinden, wobei jeweils eine metallisierte Oberfläche mit einer der Kontaktflächen (2) leitfähig verbunden ist.
2. Trägerkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper ein Dachelement (13) aufweist, wobei auf der Innenfläche des Dachelements (11) ein induktives Bauelement (17) angeordnet ist.
3. Trägerkörper nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die nicht parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) verlaufenden Flache, auf denen sich die metallisierten Oberflächen (3) befinden, in einem Winkel von 90° zur gemeinsamen Ebende der Kontaktflächen (2) verlaufen.
4. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper zwei in einem Winkel von 90° zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) verlaufende Wände (12) aufweist, ein Dachelement (13), welches senkrecht zu den Wänden und parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) angeordnet ist und zwei Stirnwände (5), die senkrecht zum Dachelement und den Wänden angeordnet sind.
5. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen den metallischen Kontaktflächen (2) und den metallisierten Oberflächen (3) nutförmige Vertiefungen (4) befinden, wobei die nutförmigen Vertiefungen nicht metallisiert sind.
6. Trägerkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nutförmige Vertiefungen (4) auf der gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) angeordnet sind und weitere nutförmige Vertiefungen (4) auf den nicht parallel zu der gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen verlaufenden Ebenen befinden, wobei diese auf verschiedenen Ebenen angeordneteten nutförmigen Vertiefungen (4) Nutkanten (15) bilden.
7. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlußdraht (7) mit einer metallisierten Oberfläche (3) elektrisch leitend verbunden ist.
8. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß durch die Nutkante ein Anschlußdraht (7) geführt ist, so daß der Draht in den Nutkanten (15) eine mechanische Lokalisierung erfährt.
9. Trägerkörper nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der durch die Nutkante (15) geführte Anschlußdraht (7) an einer zur entsprechenden nutförmigen Vertiefung direkt benachbarten metallisierten Oberfläche (3) leitend verbunden ist.
10. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Koplanarität der planparallelen Kontaktflächen (2) weniger als 100 pm beträgt, wobei die Kopolanarität der maximale Abstand von einer Ebene ist, die parallel zu den Kontaktflächen (2) liegt und welche durch Mittelwertbildung aus den einzelnen Höhen der Kontaktflächen (2) berechnet worden ist.
11. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) verlaufendes Dachelement (13) vorhanden ist und in Richtung des Innenraums (6) auf der Innenfläche des Dachelements (11) ein Kegelstumpf (10) angeordnet ist.
12. Trägerkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, ein parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (2) verlaufendes Dachelement (13) vorhanden ist und in Richtung des Innenraums (6) auf der Innenfläche des Dachelements (11) ein Kern (9) mit einer Wicklung (14) angeordnet ist.
13. Elektronisches Bauteil, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß es einen Trägerkörper gemäß Anspruch 1 enthält.
14. Verwendung des Trägerkörpers nach Anspruch 1 für induktive Bauelemente.
15. Verfahren zur Herstellung eines induktiven Bauelements umfassend die Schritte : Befestigung eines induktiven Bauelements (17) auf der Innenfläche eines Trägerkörpers nach Anspruch 1, Führung der Drähte (7) des induktiven Bauelements über die Nutkanten (15), Führung der Drähte (7) in einem Winkel über die Kontaktfläche (4), Kontaktierung des Drahtes (7) mit der metallisierten Oberfläche (3) und gegebenenfalls Entfernung der über die Kontaktflächen (8) hinausstehenden Drahtenden (7).
Description:
Beschreibung Trägerkörper für elektronische Bauelemente Die Erfindung betrifft einen Trägerkörper aus einer Keramik für elektronische Bauelemente.

Trägerkörper für elektronische Bauelemente, wie z. B. Indukti- vitäten, bestehen vielfach aus Kunststoffen. Vorteile von Kunststoff als Material für den Trägerkörper sind geringe Ko- sten, leichte Verarbeitbarkeit und geringes Gewicht. So wer- den beispielsweise induktive Bauelemente für ISDN-Anwendungen in marktüblichen Bauformen in Stift-Ausführung, SMD- Ausführung oder in für PCMCIA-Karten geeigneten Bauformen hergestellt. Entsprechende Bauformen sind beispielsweise aus der Firmenschrift"ISDN-Bauelemente", Fa. Vacuumschmelze GmbH, Hanau, 1996 bekannt. Derartige Trägerkörper weisen elektrische Anschlüsse auf, die beispielsweise durch Löten mit den Leiterbahnen einer Platine verbunden werden können.

Im Zuge der technischen Weiterentwicklung werden in neuerer Zeit vorwiegend Gehäusebauformen in SMD-Technik, welche ober- flächenmontierbar sind, eingesetzt. Zur Montage der Bauele- mente auf einer Platinenoberfläche ist es wünschenswert, daß die bei der Bestückung mit der Platine in Kontakt tretenden Flächen bzw. elektrische Anschlüsse des Bauelements möglichst plan auf der ebenen Platinenoberfläche aufliegen. Bei der SMD-Montagetechnik ergeben sich Vorteile, wenn die Planheit dieser Flächen möglichst groß ist. Bezüglich der Planheit sind jedoch die vorstehend genannten Trägerkörper aus Kunst- stoff mit Nachteilen behaftet. Werden die metallischen An- schlußstifte mit den Anschlußdrähten eines elektrischen Bau- elementes beispielsweise durch Löten verbunden, kommt es durch die Erwärmung im Bereich der Stifte beim Löten zu einer Verringerung der Planheit. Auch kommt es während der nachfol- genden Auflötung auf die Platine von Zeit zu Zeit zu einem Aufblähen des Gehäuses durch Erwärmung des gesamten Gehäuses.

Ein weiterer Nachteil ist der vergleichsweise hohe Bedarf an Lötmittel während der Bestückung der Platine.

Trägerkörper aus Keramik sind aus der Informationsschrift "Keramische Werkstoffe für die Elektronik", Informationszen- trum Technische Keramik, Selb, 1996 bekannt. Die beschriebe- nen keramischen Materialien aus Aluminiumoxid oder Aluminium- nitrid werden als Substrate für elektronische Schaltungen und als Gehäuse für Halbleiterschaltungen oder Thyristoren und Dioden eingesetzt. Bei den beschriebenen Gehäusen handelt es sich um Dual-Inline-Gehäuse (DIL) oder Chip Carrier für die Oberflächenmontage nach der SMD-Technik.

Aus einem Firmenprospekt der Firma CeramTec AG, Marktredwiz, 1996 sind keramische Trägerkörper für elektrische Spulen be- kannt. Bei diesen Trägerkörpern handelt es sich um brücken- förmige Elemente, die das induktive Bauelement umschließen.

Die Zuleitungen des induktiven Bauelements, wie beispielswei- se die Anschlußdrähte einer im Inneren des Trägerkörpers be- findlichen Spule, können mit den metallisierten Flächen des brückenförmigen Trägerkörpers nur auf der dem Platinenmateri- al zugewandten Ebene des Trägerkörpers verbunden werden. Auf dieser Ebende befinden sich hierzu sektorenweise metallbe- schichtete Flächenelemente. Die Verbindung der Zuleitungen mit den metallbeschichteten Flächen erfolgt somit im Bereich der Lötstellen.

Die Anforderungen, die bei der SMD-Technik an einen Träger- körper für elektronische Bauelemente gestellt werden, lassen sich mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen nur unzureichend erfüllen. Insbesondere hinsichtlich der Planheit der dem Platinenmaterial zugewandten metallischen Flächen des keramischen Trägerkörpers sind die herkömmlich konstruierten Trägerkörper den gestellten Anforderungen nicht immer gewach- sen. Zur Ausnutzung der Vorteile der SMD-Montagetechnik ist somit eine möglichst geringe Schwankung der Planheit der Bau- elemente im Bereich der metallischen Flächen von Vorteil.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung ei- nes Trägerkörpers, der die vorstehend genannten Nachteile be- kannter Trägerkörper nicht aufweist.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch einen Träger- körper aus einer Keramik für elektronische Bauelemente mit mindestens zwei voneinander elektrisch isolierten Kontaktflä- chen 2, wobei die Kontaktflächen auf einer gemeinsamen Ebene des Trägerkörpers angeordnet sind, welcher dadurch gekenn- zeichnet ist, daß sich auf mindestens einer Fläche des Trä- gerkörpers, welche nicht parallel zur gemeinsamen Ebende der Kontaktflächen 2 verläuft, weitere metallisierte Oberflächen 3 befinden, wobei jeweils eine metallisierte Oberfläche mit einer der Kontaktflächen 2 leitfähig verbunden ist.

Unter dem Begriff"Kontaktflächen"werden gemäß der Erfindung metallisierte Oberflächenschichten, die sich auf der Oberflä- che des Trägerkörpers befinden und für die Verbindung des Trägerkörpers mit einem Platinenmaterial vorgesehen sind, verstanden. Die Kontaktflächen sind daher planparallel zuein- ander angeordnet. Die Form der Kontaktflächen ist beliebig.

Sie können je nach der gewünschten Anforderung beispielsweise quadratisch, rechteckig, rund oder auch n-eckig sein. Auch unterschiedliche Formen von Kontaktflächen auf einem Träger- körper sind denkbar.

Die Breite der Kontaktflächen 2 liegt bevorzugt in einem Be- reich von 0,1 bis 5 mm. Für die Lange der Kontakflächen ist ein Bereich von 0,5 bis 10 mm bevorzugt.

Die gemeinsame Ebene, auf denen sich die Kontaktflächen be- finden, entspricht in der Regel der Unterseite des Trägerkör- pers, also der dem Platinenmaterial zugewandten Seite.

Die auf dem Trägerkörper befindlichen metallisierten Schich- ten im Bereich der Kontaktflächen 3 oder der metallisierten Oberflächen 3 sind bestehen im wesentlichen aus einem leitfä-

higen Material, wie beispielsweise Cu, Ni, Au, C, W, Pt, Ag etc. Es ist möglich, daß die Herstellung dieser Beschichtung so erfolgt, daß zunächst eine oder mehrere Zwischenschichten aufgebracht werden und als letzte Schicht die leitende metal- lisierte Schicht. Geeignete Verfahren zur Beschichtung von keramischen Materialien mit leitfähigen Schichten sind an sich bekannt. Die Dicke der metallisierten Schicht liegt vor- zugsweise in einem Bereich von 0,1 bis 40 um.

Vorzugsweise weist der Trägerkörper ein Dachelement 13 mit einem auf der Innenfläche des Dachelements 11 angeordneten induktiven Bauelement 17 auf. Es ist jedoch ebensogut mög- lich, das das Bauelement an einer anderen Fläche des Träger- körpers, beispielsweise an einer Wand befestigt ist.

Die geometrische Form des erfindungsgemäßen Trägerkörpers muß so gewählt werden, daß die metallisierten Oberflächen 3 nicht im Bereich der Kontaktflächen 2 liegen. Daher verlaufen die nicht parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen 2 verlaufenden Flache, auf denen sich die metallisierten Ober- flächen 3 befinden, vorzugsweise in einem Winkel von 90° be- züglich der gemeinsamen Ebende der Kontaktflächen 2.

Vorzugsweise weist der erfindungsgemäße Trägerkörper zwei in einem Winkel von 90° zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen 2 verlaufende Wände 12 auf, ein Dachelement 13, welches senk- recht zu den Wänden und parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen 2 angeordnet ist und zwei Stirnwände 5, die senkrecht zum Dachelement und den Wänden angeordnet sind. Ein Beispiel für eine geometrische Form dieser Art ist ein ein- seitig offener Quader mit rechtwinkligen Flächen, der die Form eines Schuhkartons hat.

Zwischen den metallisierten Kontaktflächen 2 und den metalli- sierten Oberflächen 3 befinden sich vorzugsweise nutförmige Vertiefungen 4, die beispielsweise durch Schleifen, Sägen oder Fräsen in das Keramikmaterial eingebracht werden können.

Diese nutförmigen Vertiefungen sind nicht metallisiert. Es ist auch möglich, daß der Formkörper bei der Herstellung bei- spielsweise nach einem üblichen keramischen Herstellungsver- fahren nach dem Brennen bereits entsprechende nutförmige Ver- tiefungen aufweist. Der Abstand der nutförmigen Vertiefungen liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 0,2 und 5 mm.

Vorzugsweise sind nutförmige Vertiefungen 4 auf der gemeinsa- men Ebene der Kontaktflächen 2 angeordnet und weitere nutför- mige Vertiefungen 4 auf den nicht parallel zu der gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen verlaufenden Ebenen. Diese auf ver- schiedenen Ebenen angeordneteten nutförmigen Vertiefungen 4 bilden im Bereich der Kanten Nutkanten 15.

Wenn an den erfindungsgemäßen Trägerkörper ein Anschlußdraht 7 beispielsweise von einer Spule verbunden werden soll, so wird vorzugsweise dieser Anschlußdraht 7 mit einer metalli- sierten Oberfläche 3 elektrisch leitend verbunden.

Der besagte Anschlußdraht wird zweckmäßigerweise durch die Nutkante 7 so geführt daß der Draht in den Nutkanten 15 eine mechanische Lokalisierung erfährt. Diese Maßnahme entlastet einen gegebenenfalls vorhandenen Kontakt und schützt den Draht vor dem Verrutschen.

Vorzugsweise ist der durch die Nutkante 15 geführte Anschluß- draht 7 an einer zur entsprechenden nutförmigen Vertiefung direkt benachbarten metallisierten Oberfläche 3 leitend ver- bunden.

Die Kontaktfächen des erfindungsgemäßen Trägerkörpers sind sehr präzise hergestellt und weisen daher eine hohe Planheit auf. Die Koplanarität der planparallelen Kontaktflächen 2 be- stimmt nach der weiter oben beschriebenen Methode beträgt vorzugsweise weniger als 30 um.

Weist der Trägerkörper ein parallel zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen 2 verlaufendes Dachelement 13 auf, so kann in Richtung des Innenraums 6 auf der Innenfläche des Dachele- ments 11 eine Befestigungseinrichtung vorhanden sein. Die Be- festigungseinrichtung kann eine beispielsweise zur Befesti- gung einer Spule dienen. Vorzugsweise handelt es sich bei der Befestigungseinrichtung um einen Kegelstumpf 10.

Vorzugsweise ist auf der besagten Innenfläche des Dachele- ments 11 ein Kern 9 mit einer Wicklung 14 angeordnet.

Das induktive Bauelement (17) ist auf der Innenfläche der Oberseite zweckmäßigerweise noch befestigt, beispielsweis mit einem üblichen Kleber. Besonders bevorzugt ist es, wenn der Innenraum mit dem Kleber vergossen ist.

An den auf der Unterseite des Trägerkörpers angeordneten Kon- taktflächen (2) sind vorzugsweise keine Zuleitungsdrähte für elektrische Bauelemente angebracht oder kontaktiert. Wenn ein Anschlußdraht mit dem Trägerkörper gemäß der Erfindung ver- bunden wird, erfolgt die Verbindung mit den leitenden Flächen über die beispielsweise an der Seite des Bauelement befindli- chen metallisierten Oberflächen (3).

Die Bestimmung der Koplanarität erfolgt nach einem Laserab- standsmeßverfahren. Nach diesem Verfahren werden zunächst die Höhen der dem Platinenmaterial zugewandten metallisierten Flächen in einer Richtung senkrecht zur gemeinsamen Ebene der Kontaktflächen (Z-Richtung) bestimmt. Dabei wird so vorgegan- gen, daß die Meßwerte der Höhe in Z-Richtung in definierten Abständen von der Vorderkante des Trägerkörpers bestimmt wer- den. Aus diesen Z-Meßwerten wird eine Ausgleichebene nach Gauß errechnet. Die Koplanarität ist die Summe der Beträge der maximalen und der minimalen Abweichung dieser Werte von der berechneten mittleren Ausgleichebene.

Die erfindungsgemäßen Trägerkörper weisen vorzugsweise eine Koplanarität von weniger als 100 um, insbesondere weniger als 50 um auf. Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn die Koplana- rität unterhalb 30 pm liegt.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein elektronisches Bauteil, welches einen erfindungsgemäßen Trägerkörper ent- hält. Dies Bauteil ist dadurch gekennzeichnet, daß im Träger- körper ein elektronisches Bauelement, wie beispielsweise ein umwickelter Kern vorhanden ist.

Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung des erfindungs- gemäßen Trägerkörpers für induktive Bauelemente, wie bei- spielsweise Schnittstellen-Übertrager, Schnittstellen-Module, stromkompensierte Drosseln, Leistungsübertrager, Ansteuer- transformatoren für Transistoren, Speicher-und Siebdrosseln, Transduktordrosseln, Stromtransformatoren, Stromsensoren, Spannungstransformatoren, Ansteuerübertrager für GTO/IGBT/SIPMOS, Zündübertrager und-bausteine für Thyristo- ren oder Filter-und Glättungsdrosseln.

Das erfindungsgemäße induktive Bauelement kann nach dem nach- folgend beschriebenen Verfahren, welches ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, hergestellte werden. Das er- findungsgemäße Verfahren umfaßt die Schritte : -Befestigung eines induktiven Bauelements 17 auf der Innenfläche eines Trägerkörpers nach Anspruch 1, -Führung der Drähte 7 des induktiven Bauelements über die Nutkanten 15, -Führung der Drähte 7 in einem Winkel über die Kontakt- fläche 4, -Kontaktierung des Drahtes 7 mit der metallisierten Oberfläche 3 und gegebenenfalls Entfernung der über die Kontaktflächen 8 hinausstehenden Drahtenden 7.

Beispiel Messung der Koplanarität an 50 Trägerkörpern gemäß der Erfin- dung.

Die Koplanarität wurde an 50 Trägerkörpern mit jeweils 8 me- tallisierten Flächen gemäß der Erfindung nach der weiter oben beschriebenen Methode bestimmt. Alle Trägerkörper wiesen eine Koplanarität von weniger als 14 pm auf.

Zusätzlich wurde aus den Einzelmesswerten der Abstände der einzelnen Kontaktflächen von der gemittelten Ausgleichsebene (Z-Meßwerte) ein Datensatz gebildet. Die Anzahl der Meßwerte betrug 8 x 50 = 400. Die Haufigkeitsverteilung dieser gemes- senen Einzelabstände von den Ausgleichebenen entsprach einer Gauß-Verteilung. Die Standardabweichung der Gauß-Verteilung betrug 4,28 um.

Anhand der Figuren 1 bis 3 wird nun die vorliegende Erfindung näher erläutert.

Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Trägerkörper in schema- tischer Darstellung.

Figur 2 stellt den Trägerkörper von Figur 1 aus einer Ansicht von oben dar. Die dem Platinenmaterial zugewandten Flächen befinden sich auf der unteren Seite.

Figur 3 zeigt den erfindungsgemäßen Trägerkörper der Figur 1 von der Seite. Zusätzlich sind mit dem Trägerkörper kontaktierte und unkontaktierte Drähte eingezeichnet.

Der keramische Träger 1 in Figur 1 ist quaderförmig ausgebil- det und umfaßt vier Seitenflächen und eine ein Dach bildende Flache. Das keramische Material kann beispielweise Aluminiu- moxid oder Aluminiumnitrid sein. Auf der dem Platinenmaterial zugewandten Ebende befinden sich rasterförmig angeordnete Flächen 2. Die Flächen 2 sind metallisch beschichtet. Zwi-

schen den segmentweise angeordneten Flächen 2 befinden sich Rinnen 4, welche Vertiefungen darstellen, die beispielsweise durch Fräsen oder Schleifen in die Wandung eingebracht werden können. Die Rinnen 4 setzen sich über die seitlichen Wandun- gen nach oben hin fort. Zwischen den auf der seitlichen Wand befindlichen Rinnen befinden sich metallisierte Oberflächen 3. Die metallisierten Oberflächen 3 sind elektrisch leitend mit den Kontaktflächen 2 verbunden. Die metallischen Schich- ten lassen sich auf im Stand der Technik übliche Weise auf den keramischen Trägerkörper aufbringen. Die Aufsicht in Fi- gur 2 stellt die Rinnen 4 und die seitlichen metallisierten Oberflächen 3 dar. Innerhalb der Rinnen 4 bzw. Nuten ist ein Kupferlackdraht 7, welcher mit dem nicht dargestellten induk- tiven Bauteil verbunden ist, eingezeichnet.

Die Seitenansicht des erfindungsgemäßen Trägerkörper in Figur 3 zeigt, wie die Kupferlackdrähte über die Nutkante 15 ver- laufen. Der Draht 7 ist um die Nutkante 15 herumgezogen und verläuft in einem Winkel 16 von mehr als 0° und weniger als 90° bezüglich der Längsachse der metallisierten Flächen über die metallisierten Oberflächen 3. Der keramische Träger 1 er- möglicht eine maschinelle Kontaktierung der Drähte 7 mit den Kontaktflächen 2 auf besonders einfache Weise. Bei diesem Verfahren werden zunächst die Drähte 7, welche mit einer In- duktivität verbunden sein können, über die Nutkanten 15 ge- führt und parallel zur Seitenfläche des keramischen Trägers im besagten Winkel 16 geführt. Anschließend wird im Bereich der metallisierten Oberfläche 3 der Draht mit der metalli- sierten Oberfläche leitend verbunden. Die überstehenden Drah- tenden werden entweder entfernt oder trennen sich bei der Kontaktierung automatisch ab. Hierdurch ist es möglich, die mechanische Beanspruchung der Kontakte 8 zu verringern. Die Führung des Drahts in Nuten 4 bzw. über Nutkanten 15 verhilft zu einer mechanischen Fixierung des Drahtes 7. Die Kontaktie- rung kann beispielsweise durch Schweißen erfolgen.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform für einen erfin- dungsgemäßen Trägerkörper ohne Stirnwände 5. Auf der Innen- fläche der Oberseite des Trägerkörpers befindet sich ein ein- gearbeiteter Kegel, welcher aus dem gleichen Material wie der Träger besteht. Auf den Kegel 10 ist ein ringförmiger Magnet- kern 9 aufgesteckt, welcher beispielsweise durch eine übliche Klebemasse befestigt werden kann. Die Anschlüsse der Wicklung 14 mit den Zuleitungen 7 sind über die Nutkanten 15 geführt und enden an den Kontakten 8.

Gegenüber Trägerkörpern aus Kunststoff besitzen keramische Trägerkörper den Vorteil einer weitaus erhöhten Temperaturbe- ständigkeit und einer verringerten Feuchtigkeitempfindlich- keit.

Die geringe Koplanarität der erfindungsgemäßen Trägerkörper verhilft dem elektronischen Bauteil bei der Montage auf einer Platine zu einer verbesserten Benetzbarkeit der metallisier- ten Anschlußflächen. Hierdurch kann die Schichtdicke des ein- gesetzten Lotmaterials reduziert werden und die Verarbeitbar- keit insbesondere von Bauelementen mit kleinem Rastermaß, wie vorzugsweise weniger als etwa 0,2 mm, besonders bevorzugt we- niger als 0,13 mm, wesentlich erleichtert werden.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Trägerkörpers ge- genüber bekannten Trägerkörpern ist, daß die Führung der An- schlußdrähte eines Bauelementes in den Nutkanten (15) eine über die übliche Befestigung an der Kontaktstelle hinausge- hende mechanische Befestigung des Drahtes bewirkt. Durch die- se Maßnahme läßt sich eine nahezu vollständige mechanische Entlastung des elektrischen Kontakts mit einer einhergehenden weitaus geringen Häufigkeit von Beschädigungen im Bereich des Kontaktes erreichen.