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Title:
SUPPORT FOR FOOD, ESPECIALLY BAKED GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/029965
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a support (1) for food, especially baked goods, comprising a fabric whose warp threads and weft threads (5, 6) consist of reinforced filaments, such as glass, aramide, or carbon, which are impregnated or coated with fluoropolymers. The inventive support (1) counteracts the negative influence of germs on food while substantially lowering cleaning costs and extending the shelf life of the food by a multiple compared to previously known supports. The inventive support (1) ensures proper passage of air, heat, and moisture, which is important for fermenting processes in bakeries also with regard to energy efficiency. Unlike conventionally used plastic materials and plastic fabrics, the inventive fabric does not embrittle during sterilization by means of UV radiation, a step that is integrated in the production process.

Inventors:
Franke, Jörg (Lessingstrasse 23, Oschatz, 04758, DE)
Queisser, Wilfried (Pestalozziweg 15, Oschatz, 04758, DE)
Ehrhardt, Eberhardt (Teichstrasse 1a, Löbnitz, 04509, DE)
Application Number:
PCT/DE2004/002052
Publication Date:
April 07, 2005
Filing Date:
September 15, 2004
Export Citation:
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Assignee:
P-D TEC FIL GMBH TECHNISCHE FILAMENTE (Technische Filamente, Wellerswalder Weg 17, Oschatz, 04758, DE)
International Classes:
A21B3/13; A21B3/15; A21B3/00; (IPC1-7): A21B3/15
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Claims:
Ansprüche
1. Unterlage für Lebensmittel, insbesondere für Backwaren, bestehend aus einem Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe im Kettfaden (5) und Schussfaden (6) aus mit Fluorpolymeren imprägnierten oder beschichteten Verstärkungsfilamenten, wie Glas, Aramid oder Kohlenstoff besteht.
2. Unterlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluorpolymer PTFE ist.
3. Unterlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Fluorpolymers im Gewebe zwischen 8 bis 30 Masse%, vorzugsweise 18 Masse%, bezogen auf die Gesamtflächenmasse des Gewebes beträgt.
4. Unterlage nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenmasse des Gewebes 50 g/m2 bis 400 g/m2, vorzugsweise 125 g/m beträgt.
Description:
Unterlage für Lebensmittel, insbesondere für Backwaren Die Erfindung betrifft eine Unterlage für Lebensmittel, insbesondere Backwaren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Im Zuge der industriellen Massenherstellung von Lebensmitteln kommt der Lebensmittel- hygiene eine immer größere Bedeutung zu. Gesundheitliche Gefahren für den Verbraucher, hervorgerufen durch Schimmelpilze, Bakterien und Parasiten sind auszuschließen.

Schimmelpilze können Stoffwechselprodukte bilden, die toxisch sind. Schimmelsporen überstehen selbst eine längere Tiefkühllagerung und Wärmebehandlung. Viren und Bakterien verursachen, dass selbst bei sachgerechter Lagerung die Haltbarkeit der Lebensmittel trotz gründlicher und zeitintensiver Reinigung von Behältern drastisch reduziert wird. Aus diesem Grund ist die Beschaffenheit aller Gegenstände, mit denen Lebensmittel bei der Lagerung, dem Transport und während der Produktion in Berührung kommen, wichtig.

Lager-und Transportbehälter sind bekanntermaßen aus Metall oder Kunststoff gefertigt.

Im Bäckerhandwerk oftmals noch aus Holz oder Pettingrohr. In DE GM 9217190 werden auch Faserverbundstoffe vorgeschlagen.

Um Handhabung, Umschlag und Lagerung von Backwaren zu gewährleisten, werden beispielsweise im Bäckerhandwerk als Lager-und Transportbehälter Gärgutträger in den unterschiedlichsten Ausführungen verwendet, die mit Unterlagen versehen sind und als Gärgutträgermatten bezeichnet werden.

Bekannt ist, dass diese Unterlagen in die Behälter (Gärgutträger) eingelegt, eingeklebt, mit I (lettverschluss fixiert oder mittels Spannvorrichtungen am Behälter befestigt werden. Sie werden von Zeit zu Zeit ausgewechselt und einer Reinigung unterzogen.

In der Praxis bekannt sind Unterlagen aus Baumwoll-oder Polyestergewebe, Filz oder Vlies. In DE GM 297 11 992 ist eine flexible oder starre Unterlage aus Kunststoff- und/oder Karbonfilamenten beschrieben.

Aus DE GM 94 00 814 ist bekannt, dass eine Seite dieser Unterlage mit saugfähigem Material wie Pappe oder aus einem Cellulose-, Baumwoll-, Polymer-oder Faservlies organischer oder anorganischer Herkunft besteht, welches mittels Haftvermittler, beispielsweise Stärkekleber mit dem Gärgutträger verbunden ist.

Diese bekannten Unterlagen haben aus hygienischer Sicht den Nachteil, dass sie durch die Aufnahme der beim Gärprozess auftretenden Feuchtigkeit und von Rückständen der Lebensmittel, beispielsweise von Trennmitteln, wie Mehl, leicht verschmutzen, Keimträger aufnehmen und den Forderungen der Lebensmittelhygiene nach kurzem Gebrauch nicht mehr entsprechen.

Entkeimungsmethoden, wie in DE 100 26 766 durch elektromagnetische Strahlung vorgeschlagen oder eine nasschemische Entkeimung (Waschvorgänge) sind zur Beseitigung von Schimmelsporen, Bakterien und Parasiten erforderlich.

Wegen seiner antiadhäsiven Eigenschaft gegenüber den meisten Stoffen, Temperaturbeständigkeit über einen sehr hohen Bereich, Alterungsbeständigkeit und Lebensmittelechtheit wird PTFE seit langem als Beschichtung für Haushaltsgegenstände und Einrichtungen, die in der Lebensmittelbranche im Einsatz sind, verwendet.

In DE GM 82 20 320.2 wird beschrieben, PTFE als Folie mit eingebettetem Glasfasergewebe in Backformen als Unterlage zu verwenden.

EP 0856 256 beschreibt ebenfalls eine beidseitig auf einer Rohglasgewebeschicht aufgebrachte PTFE-Dispersionsbeschichtung mit einem PTFE-Gehalt von 55 bis 85 Gew. % bezogen auf das Gewicht des beschichteten Gewebes.

Der Nachteil der bekannten Unterlagen, die eine PTFE-Folie verwenden oder mit einer PTFE-Dispersionsbeschichtung versehen sind, ist, dass sie nicht den gewünschten Wärme-, Luft-und Feuchtigkeitsdurchgang beim Gärprozess und Transport gewährleisten. Die Lebensmittel, speziell im Bäckerhandwerk Teiglinge, kleben aufgrund ihrer Feuchtigkeitsabgabe auf der Unterlage fest. Ein Entfernen der Teiglinge ist ohne Beeinträchtigung der Form nicht möglich. Die Stockfleckenbildung auf den Behältern wird begünstigt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Unterlage für Lebensmittel zu schaffen, die dem Hygienegebot an Ausrüstungen und Geräten gemäß der Lebensmittelhygieneverordnung besser entspricht, Entkeimungsvorgänge mit UV-Strahlung während des Produktionsprozesses ermöglicht und Betriebskosten minimiert.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Unterlage aus einem flexiblen Gewebe aus Verstärkungsfilamenten wie Glas, Aramid oder Kohlenstoff, imprägniert oder beschichtet mit Fluorpolymeren, besteht. Bevorzugte Ausführungsformen werden in den Unteransprüchen beschrieben.

Die Unterlage kann in bekannter Weise konfektioniert werden, Kantenverstärkungen erhalten und/oder selbstadhäsiv ausgerüstet werden. Außerdem kann die Unterlage mit Träger-und Stabilisierungselementen versehen werden, um das Einlegen und Wechseln der Unterlage zu erleichtern. Die erfindungsgemäße Unterlage wird in die Behälter eingelegt, eingeklebt, mit Klettverschluss fixiert oder mittels Spannvorrichtungen am Behälter oder der Einrichtung befestigt.

Sie kann auch durch Überlappen des oberen Randes mit dem des Behälters und anschließender Arretierung befestigt werden.

Der wesentlichste Vorteil der erfindungsgemäßen Unterlage ist, dass sie der nachteiligen Beeinflussung der Lebensmittel durch Keime entgegenwirkt, der Reinigungszyklus

verringert wird und eine in den Produktionsprozess integrierte Entkeimung mittels UV- Strahlung ermöglicht.

Bei dieser Entkeimungsmethode erfolgt keine Versprödung, wie dies bei herkömmlich verwendeten Kunststoffen und Kunststoffgeweben auftritt. Die bekannte nasschemische Reinigung ist ebenfalls möglich. Auch die manuelle Reinigung ist ohne großen Zeitaufwand zu realisieren. Die Betriebskosten für die Reinigung werden wesentlich gesenkt. Die Haltbarkeit der erfindungsgemäßen Unterlage wird im Vergleich zu bisher bekannten um ein Vielfaches verlängert Vorteilhaft ist außerdem, dass die erfindungsgemäße Unterlage unkompliziert für bereits in Benutzung befindliche Behälter zur Nachrüstung verwendet und damit Kosten für die Neubeschaffung vermieden werden können. Die erfindungsgemäße Unterlage gewährleistet einen sehr guten Luft-, Wärme-und Feuchtigkeitsdurchgang, was für Gärprozesse in Bäckereien auch im Hinblick auf die Energieeffizienz von Bedeutung ist.

Die Trocknung der erfindungsgemäßen Unterlage nach der Benutzung verringert sich aufgrund der hydrophoben Beschichtung der Filamente um das 5-7fache.

Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung erläutert. Es versteht sich, dass die Erfindung nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt ist.

Aus PTFE imprägniertem Glasfilamentgarn mit der Fadenfeinheit in Kette und Schuss von je 27 tex wird in Leinwandbindung ein Textilglasgewebe hergestellt.

Flächenmasse inkl. PTFE : 125 g/m2 Flächenmasse Glas : 100 g/m2 Gewebedicke : 0, 12 mm Das Gewebe besitzt eine Reißkraft in Kettrichtung von mindestens 1300 N/5cm.

Es wird auf die Maße eines im Handel angebotenen Gärgutträgers konfektioniert, am Boden und/oder am Rand des Textilglasgewebes ist ein Klettverschlussband vorgesehen.

Der Kantenbereich wird durch ein Klettband stabilisiert.

Beispielhaft zeigt Fig. 1 die erfindungsgemäße Unterlage (1) wie sie in einem handelsüblichen Gärgutträger, einem Sturzkasten (4), zur Ablage von Teiglingen, mittels Klettband (2) auf dem Lochboden aus Metall (3) kantenstabilisiert und zur Befestigung auf dem Lochboden aus Metall (3) eingelegt ist.

Der vertikale Pfeil weist auf den möglichen Luft-, Wärme-und Feuchtig- keitsdurchgang bei der Handhabung hin.

Auf der erfindungsgemäßen Unterlage (1) ist ein stark vergrößerter Ausschnitt mit Kettfaden (5) und Schussfaden (6) dargestellt.

Sowohl Kettfaden (5) als auch Schussfaden (6) der erfindungsgemäßen Unterlage (1) sind PTFE-imprägnierte Glasfilamentgarne.

Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Unterlage (1), wie sie als eine in Längsrichtung bewegliche Ablagefläche für Teiglinge in einem Abzugsapparat (7) verwendet wird. Abzugsapparate dienen der Zwischenlagerung von Teiglingen, um diese beispielsweise mittels eines Förderbandes (8) zu einer weiteren Verarbeitungslinie zu befördern, die hier nicht dargestellt ist.

Als Ablagefläche für Teiglinge in einem Abzugsapparat (7) wird die erfindungsgemäße Unterlage (1) über Profilleisten (9) und unterhalb des Auflagebleches (10) geführt. Die beiden Enden der erfindungsgemäßen Unterlage (1) werden durch die Profilleiste (9) aufgenommen und verbunden.

R-kennzeichnet die Verschieberichtung der Ablagefläche mit der erfindungsgemäßen Unterlage (1) des Abzugsapparates (7). Sowohl die Ablagefläche des Abzugsapparates (7) und das Förderband (8) bestehen in Kette und Schuß aus PTFE-imprägnierten Glasfilamentgarnen.

Die erfindungsgemäße Unterlage (1) wurde über einen Zeitraum von 9 Monaten in ca. 10 Einsätzen pro Tag in einem Gärgutträger (Sturzkasten) vgl. Fig. 1, zur Ablage von Teiglingen benutzt. Die Verweildauer der Teiglinge betrug zwischen 1 und 12 Stunden in einem Temperaturbereich von minus 36 °C bis plus 40 °C. Danach wurde eine mikrobiologische Untersuchung der Gesamtkeimzahl, Hefen und Schimmel durchgeführt.

Prüfmethode Gesamtkeimzahl : Hm PC 30 °C/48 h Prüfmethode Hefen : ASU LMBG § 35 L-01.00-37 Prüfmethode Schimmel : ASU LMBG § 35 L-01.00-37 Dabei bedeuten : ASU : Amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 35 LMBG LMBG : Lebensmittel-und Bedarfsgegenständegesetz Hm : Home method PC : Plate-Count-Agar KBE : Koloniebildende Einheiten Vergleichserzeugnis Ein im Handel erhältliches in Gärgutträgern verwendetes Polyestergewebe mit Schimmelschutz wurde wie die erfindungsgemäße Unterlage über einen Zeitraum von 9 Monaten in gleicher Weise wie die erfindungsgemäße Unterlage in einem Sturzkasten zur Ablage von Teiglingen benutzt. Danach wurde ebenfalls die mikrobiologische Untersuchung der Gesamtkeimzahl, Hefen und Schimmel durchgeführt.

Die Ergebnisse sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Prüfgegenstand Prüfmethode erfindungsgemäße Vergleichserzeugnis Unterlage (KBE/10 cm2) (KBE/10 cm2) Gesamtkeimzahl Hm PC 30 °C/48 h 1, 0 x 103 1, 7 x 10° Hefen ASU LMBG § 35L-3, 2 x 103 8, 2 x 106 01. 00-37 Schimmel ASU LMBG §35L-1, 0x10'1, 6x10" 01.00-37 Die Gesamtkeimzahl, die Zahl der Hefen und die Zahl der Schimmelpilze wurden auf der erfindungsgemäßen Unterlage in einer um mehr als das tausendfache verringerten Anzahl KBE festgestellt. Die erfindungsgemäße Unterlage kann nach Entkeimung wiederverwendet werden, wogegen beim Vergleichserzeugnis eine Entkeimung nicht möglich ist, sondern eine Beseitigung als Abfall erfolgen muss.