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Title:
SUPPORT HOSE FOR MEN, IN PARTICULAR STOCKING HOSE PROVIDING SUPPORT OR COMPRESSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117247
Kind Code:
A1
Abstract:
A support hose for men, in particular a stocking hose providing support, comprises: a rear part (1); a front part (3) which, between a waistband (4) and a crotch area (7), has an elastic material layer (8) extending across the genital area (2) of the hose; and a material support piece (13) which is arranged on the front part (3), above the genital area (2), is less elastic in the transverse direction (Q) than the material layer (8) and, with its side edges (15) extending in the transverse direction (Q), is sewn onto the material layer (8) and, with its edge (16) extending towards the genital area (2), is not sewn onto the material layer (8).

Inventors:
WEISS, Oliver (Rieterstrasse 147, Wendelstein, 90530, DE)
Application Number:
EP2011/054361
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WEISS, Oliver (Rieterstrasse 147, Wendelstein, 90530, DE)
International Classes:
A61F13/08; A41B9/02; A41D1/08; A41D13/00
Attorney, Agent or Firm:
RAU, SCHNECK & HÜBNER (Königstrasse 2, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Herren-Stützhose, umfassend

- ein Hinterteil (1) und

- ein Vorderteil (3), das zwischen einem Bund (4) und einem Schrittbereich (7) eine elastische Stofflage (8) aufweist, die über den Genitalbereich (2) der Hose verläuft,

gekennzeichnet durch

- ein am Vorderteil (3) angeordnetes Stoffauflagestück (13) oberhalb des Genitalbereiches (2), das

= in Querrichtung (Q) weniger elastisch als die Stofflage (8) ist, sowie

= mit seinen in Querrichtung (Q) weisenden Seitenrändern (15) mit der Stofflage (8) verbunden und mit seinem zum Genitalbereich (2) hin weisenden Rand (16, 19) zur Stofflage (8) hin un- verbunden ist.

Herren-Stützhose nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das

Stoffauflagestück (13) außen auf oder innen unter der elastischen Stofflage (8) angeordnet ist.

3. Herren-Stützhose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffauflagestück (13) an seinem bundseitigen Rand (17) mit der Stofflage (8) vernäht ist.

4. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites, in Querrichtung (Q) weniger elastisches Stoffauflagestück (18) im Schrittbereich (7) der Hose an der Stofflage (8) angeordnet ist, das zum Genitalbereich (2) hin mit der Stofflage (8) unvernäht ist.

5. Herren-Stützhose nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stoffauflagestücke (13, 18) aus einem gemeinsamen Teil (21) einstückig ausgebildet sind, wobei im Genitalbereich (2) eine vorzugsweise ovale Öffnung (22) vorgesehen ist.

6. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stofflage (8) im Vorderteil (3) vom Bund (4) über den Genitalbereich (2) bis in den Schrittbereich (7) mittig durch ein elastisches Einsatzteil (9) gebildet ist, das im Genitalbereich (2) durch Stoffzugabe der männlichen Genitalform angepasst ist.

7. Herren-Stützhose nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (9) zweiteilig aus spitzbogenförmigen Zuschnitten (10, 10') zusammengesetzt ist.

8. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stofflage (8) im Vorderteil (3) vom Bund (4) über den Genitalbereich (2) bis in den Schrittbereich (7) mittig durch ein elastisches Einsatzteil (9) gebildet ist, das einteilig aus einem räumlich vorgeformten Zuschnitt besteht.

9. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Genitalbereich (2) hinweisende Rand

(16) des Stoffauflagestücks (13) konkav gebogen verläuft.

10. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Querrichtung (Q) weisenden Ränder (15) des Stoffauflagestücks (13) trapezartig angeordnet sind.

1 1. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffauflagestück (13, 18) aus einem in Querrichtung (Q) im Wesentlichen unelastischen Stoffmaterial gebildet ist.

12. Herren-Stützhose nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffauflagestück (13, 18) aus einem im Wesentli- chen unelastischen Material besteht, das Durchbrechungen aufweist.

13. Herren-Stützhose nach Anspruch 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material ein im Wesentlichen unelastisches Netz- oder Gittermaterial ist.

14. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Genitalbereich (2) oder oberhalb davon in der Stofflage (8) ein Eingriff (25) angeordnet ist. 15. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffauflagestück (13) mit seinen in Querrichtung (Q) weisenden Seitenrändern (15) mit der Stofflage (8) vernäht ist. 16. Herren-Stützhose nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Stütz- oder Kompressionsstrumpfhose ist.

Description:
Herren-Stützhose, insbesondere Stütz- oder Kompressions- Strumpfhose

Die Erfindung betrifft eine Herren-Stützhose und insbesondere Stütz- oder Kompressions-Strumpfhose umfassend ein Hinterteil und ein Vorderteil, das zumindest zwischen einem Bund und einem Schrittbereich eine elastische Stofflage aufweist, die über den Genitalbereich der Hose verläuft.

Zum Hintergrund der Erfindung ist festzuhalten, dass nach aktuellen medi- zinischen Studien fast ebenso viele Männer wie Frauen unter Venenproblemen leiden. Zu deren Vorbeugung oder Therapie sind klassische Stützprodukte wie Stütz- oder Kompressionsstmmpfhosen für beide Geschlechter gleich gut geeignet. Allerdings wird - wie die Erfahrung zeigt - das Tragen solcher Stütz- bzw. Kompressionsstmmpfhosen unter anderem aus Komfortgründen überwiegend abgelehnt, obwohl die Stützhose einem Stützstmmpf hinsichtlich ihrer medizinischen Wirksamkeit klar vorzuziehen ist. Sofern im Nachfolgenden von Stützprodukten die Rede ist, sollen damit durchgehend auch medizinische Kompressionsprodukte, wie Kompressionsstrümpfe und Kompressions-(Strumpf-)Hosen gemeint sein, die von Krankenkassen bei entsprechender Verordnung durch den Arzt bezahlt werden.

Die bisher verfügbaren Stütz-Stmmpfhosen, wie sie seit langem beispielsweise aus der DE 69 30 683 U bekannt sind, entsprechen eher der Anato- mie der Frau und sind somit für den Mann„unpassend". Der Gmnd hierfür liegt darin, dass der für diese Hosen verwendete Stoff komplett hochelastisch ist und somit nicht nur an den Beinen, sondern auch im Genitalbereich für eine Dmckbelastung sorgt. Stütz- oder Kompressionsstrümpfe haben im Vergleich zu Strumpfhosen den entscheidenden Nachteil, die medizinisch notwendige, nach oben graduell abnehmende Stützwirkung durch ihren Haftrand ganz oder zumindest teilweise zu irritieren. Ferner wird bei Stützkniestrümpfen oder

-schenkelstrümpfen zur Vermeidung eines Herunterrutschens im Bereich des Haftrandes innenseitig ein Silikonband angebracht. Dies kann bei vielen Nutzern zu unangenehmen Nebenerscheinungen aufgrund allergischer Reaktionen oder Hautirritationen in Form von Hautausschlag, Ekzembildung, Ausreißen von Haaren und Nässen führen.

Diese vorgenannten Nachteile sind bei einer Stütz-Strumpfhose nicht gegeben, da die graduelle Abnahme der Stützkraft vom Fuß bis zum Ende des Oberschenkels ohne Unterbrechung oder Einschnürung erfolgt, da der Haltebund in Höhe der Taille oder Hüfte zu liegen kommt, wo die Stützwir- kung nicht mehr beeinträchtigt wird.

Wenn bei der vorstehenden Schilderung des Hintergrundes der Erfindung durchgehend auf Stützstrümpfe und -Strumpfhosen eingegangen wird, ist im Übrigen festzuhalten, dass über das medizinisch indizierte bzw. präven- tive Tragen von Stütz- und Kompressionsstrumpfhosen hinaus verschiedene Untersuchungen gezeigt haben, dass das Tragen von Stütz- und Kompressionstextilien und die damit verbundene Kompression der darunterliegenden Muskeln zu einer besseren Sauerstoffversorgung derselben und dadurch zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit des Trägers führen. Insoweit bezieht sich die vorliegende Erfindung auch auf Herren- Stützhosen, die als Sport-Bekleidung in Form von Rad-, Lauf- oder anderen Sporthosen in allen Längen eingesetzt werden. Aus der DE 69 32 622 U ist ein Kleidungsstück nach Art einer Strumpfhose bekannt, bei der im Zwickelbereich ein hygienisch pflegeleichter Einsatz vorgesehen ist. Dieser ist lediglich an seinen beiden den Beinteilen zugekehrten Seiten mit dem Hosenteil verbunden.

Die DE 75 09 221 U beschreibt eine Strumpfhose, bei der von der Taille ausgehend ein elastischer Gürtel, ein Bandbereich aus einem feinen und leichten Strickmaterial, ein Schlüpfer aus einem dichteren und undurchsichtigeren Strickmaterial sowie zwei lange Beine aus einem wiederum feinen und leichten Strickmaterial vorgesehen sind.

Aus der DE 603 16 793 T2 ist eine zweilagige Unterwäsche mit schlankmachender Wirkung bekannt, bei der oberhalb des Genitalbereichs auf dem Unterbauch eine Stützbahn aus einem Material vorgesehen ist, das gegen Dehnen einen starken Widerstand zeigt und somit eine Formwirkung auf dem Unterbauch ausübt.

Die DE 26 45 797 AI zeigt eine Strumpfhose aus einem Streifenmaterial. Die EP 2 100 526 AI offenbart eine Unterhose für den Mann, die im Genitalbereich eine Art Suspensorium aufweist.

Schließlich finden derzeit unter modischen Aspekten im Bereich der Herrenbekleidung auf dem Markt eng anliegende Bekleidungsstücke, die aus stark elastischen Materialien bestehen, sowohl im Bereich der Unterwäsche als auch im Bereich der Oberbekleidung zunehmend Beachtung, bei denen ebenfalls die oben erörterten Tragekomfort-Probleme bestehen können. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Herren-Stützhose so zu verbessern, dass sie im Genitalbereich und in dessen unmittelbarer Umgebung trotz einer hohen Stützwirkung einen erheblich verbesserten Komfort bieten.

Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst, wonach ein am Vorderteil angeordnetes Stoffauflagestück oberhalb des Genitalbereichs der Hose vorgesehen ist. Dieses Stoffauflagestück ist in Querrichtung weniger elastisch als die dar- unter oder darüber liegende Stofflage und ist mit seinen in Querrichtung weisenden Seitenrändern mit der Stofflage verbunden. Mit seinen zum Genitalbereich hin weisenden Rand ist er mit der Stofflage nicht verbunden.

Das erfindungsgemäß vorgesehene unelastischere Auflagestück hat den Effekt, dass der darunter oder darüber liegende eigentliche Elastikstoff der Strumpfhose zusammengehalten wird, wodurch dieser Bereich der elastischen Stofflage als Stoffreservoir dient. Bei Dehnen der Hose im Genitalbereich kann der durch das Stoffauflagestück gewissermaßen entspannte Stoff aus der Überdeckung mit dem Stoffauflagestück nach unten„fließen" und im Genitalbereich mehr Stoff zur Verfügung stellen. Damit stellt sich ein deutlich verbesserter Tragekomfort im Genitalbereich trotz unverändert hoher Stützwirkung in den verbleibenden Teilen der Stützhose ein.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen An- Sprüchen angegeben, deren Merkmale, Einzelheiten und Vorteile sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen ergeben. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Stützhose,

Fig. 2 und 3 schematische Draufsichten auf einen Bereich des Vorderteils der Stützhose in ungedehntem und gedehntem Zustand,

Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV nach Fig. 2,

Fig. 5 und 6 Draufsichten analog Fig. 2 und 3 in einer ersten alter- nativen Ausführungsform des Vorderteils,

Fig. 7 bis 10 ausschnittsweise Draufsichten auf das Vorderteil von

Stützhosen in weiteren alternativen Ausgestaltungen, Fig. 1 1 und 12 Draufsichten analog Fig. 2 und 3 eines Vorderteils einer Stützhose in einer weiteren Ausführungsform,

Fig. 13 eine Draufsicht eines Vorderteils einer Stützhose in einer gegenüber Fig. 1 1 leicht abgewandelten Ausfüh- rungsform,

Fig. 14 eine Draufsicht der beiden Stoffzuschnitte für das mittige Einsatzteil im Vorderteil gemäß Fig. 13, Fig. 15 einen Schnitt entlang der Linie XV-XV gemäß Fig. 13,

Fig. 16 eine perspektivische Ansicht einer kurzen Stützhose mit Eingriff, Fig. 17 eine schematische Draufsicht auf das Vorderteil der

Stützhose gemäß Figur 16,

Fig. 18 eine perspektivische Teildarstellung einer langbeinigen

Stützhose mit verstärktem Hosenteil,

Fig. 19 eine perspektivische Teildarstellung einer langbeinigen

Stützhose in einer Übergröße, und

Fig. 20 eine Draufsicht eines Stoffzuschnittes für den Zwickel- und rückwärtigen Abschnitt eines Einsatzteils.

Anhand von Fig. 1 bis 3 ist dass grundsätzliche Konzept einer erfindungsgemäßen Stützhose zu erläutern. So weist die Stützhose ein sich über das Gesäß bis zu den Seiten hin erstreckendes Hinterteil 1 und ein sich über den Genitalbereich des Mannes erstreckendes Vorderteil 3 auf. Beide sind oben zusammen mit einem Bund 4 abgeschlossen, nach unten erstrecken sich die beiden Beine 5, 6. Die Zone des Vorderteils 3, die sich über den Genitalbereich des Trägers erstreckt, soll im Folgenden ebenso mit Geni- talbereich 2 der Hose bezeichnet werden.

Die gesamte Hose ist aus einem sehr elastischen Textilmaterial gebildet, sodass sich zwischen dem Bund 4 und dem Schrittbereich 7 eine elastische Stofflage 8 über den Genitalbereich 2 erstreckt.

Die elastische Stofflage 8 in diesem Genitalbereich 2 ist durch ein mittig eingepasstes, elastisches Einsatzteil 9 gebildet, das - wie beispielsweise aus Fig. 14 hervorgeht - aus zwei spitzbogenförmigen Zuschnitten 10, 10' in schneidertechnisch üblicher Weise zusammengesetzt ist. Damit ist im Bereich dieses Einsatzteils 9 eine Stoffzugabe vorhanden, die die Hose an die Form des Genitalbereichs des Trägers anpasst, wie aus der Schnittdarstellung gemäß Fig. 15 deutlich wird. Das Einsatzteil 9 mit seinen beiden spitzbogenförmigen Zuschnitten 10, 10' ist über entsprechende Vertikal- nähte 1 1 in dem Vorderteil 3 eingenäht. Diese Vertikalnähte 1 1 vereinigen sich in dieser Ausführungsform im Zwickelbereich 7 zu einer gemeinsamen Hinternaht 12. Wie allerdings aus Fig. 19 und 20 hervorgeht, ist auch nur durch eine Annäherung der Vertikalnähte 1 1 im Schritt die Ausbildung eines anatomischen Einsatzteils 9 möglich. Die Vertikalnähte 1 1 der Vor- derseite gehen dann in zwei getrennte Vertikalnähte 12, 12' am Hinterteil 1 über. Der hierfür notwendige Stoffzuschnitt 10" im Zwickel- und Hinterteil 7, 1 der Hose ist in Fig. 20 separat dargestellt. Diese Ausführungsform ist bevorzugt bei Übergrößen anzuwenden, da hierbei der zusätzlich notwendige Stoff nicht aus den Beinpartien gewonnen werden kann.

Oberhalb des Genitalbereichs 2 ist auf das Vorderteil 3 ein Stoffauflagestück 13 aufgenäht, das aus einem sehr wenig bis unelastischen Textilmate- rial besteht. Dieses Stoffauflagestück 13 ist mittels mit den Vertikalnähten 1 1 zusammenfallenden Vertikalnähten 14 mit seinen in Querrichtung Q weisenden Seitenrändern 15 vernäht, wogegen der zum Genitalbereich 2 hin weisende Unterrand 16 lose, also mit der Stofflage 8 des Vorderteils 3 unvernäht bleibt. Der Oberrand 17 kann mit dem Bund 4 vernäht sein oder ebenfalls lose bleiben. Die Zeichnungen zeigen im Übrigen Stoffauflagestücke 13, die auf die elastische Stofflage 8 des Vorderteils 3 oben aufge- näht sind. Es kann jedoch gleichermaßen ein Einnähen in das Vorderteil unter der Stofflage 8 vorgenommen werden.

Anhand der Fig. 2 und 3 ist die Wirkungsweise des Stoffauflagestücks 13 im Sinne einer Komfortverbesserung zu erläutern. So zeigt Fig. 2 das Vor- derteil 3 der Stützhose im entspannten, nicht getragenen Zustand. Der entspannte Zustand ist durch das gleichmäßige Punktgitter in Fig. 2 und die beispielhaft herausgegriffenen Teilflächen, nämlich die schwarz ausgefüllten Spannungsrechtecke S in Fig. 2 angedeutet.

In angezogenem Zustand wirkt auf die Stützhose und insbesondere das Vorderteil 3 eine in Querrichtung Q wirkende Kraft F (siehe Fig. 3), die für eine Dehnung des Materials in dieser Richtung sorgt. Dies ist durch die beiden außerhalb des Einsatzteils 9 angedeuteten, auf 163 % bzw. 196 % in Querrichtung Q gedehnten Spannungsrechtecke S in dem Gittermuster angedeutet. Dies erzeugt eine hohe Druckkraft auf die darunter befindliche Körperpartie.

Unterhalb des Stoffauflagestücks 13, das in Querrichtung Q nur geringfü- gig dehnbar ist - siehe das mit 104 % beschriftete Spannungsrechteck S - kann aus diesem Bereich Stoff nach unten in den Genitalbereich 2 fließen, der darüber hinaus durch das Stoffauflagestück 13 an seinem oberen Ende zusammengehalten wird. Insgesamt ist die Dehnung des Einsatzteils 9 im Genitalbereich 2 dadurch deutlich geringer als seitlich außerhalb des Einsatzteils 9, sodass dort weit weniger Druck auf die darunter befindlichen Körperpartien, also den männlichen Genitalbereich, ausgeübt wird. Dies ist für die erfindungsgemäß gewünschte Komfortverbesserung verantwortlich. Bei den in den weiteren Figuren gezeigten Ausführungsformen sind übereinstimmende Teile der jeweiligen Stützhose mit identischen Bezugszeichen versehen und sind zur Vermeidung von Wiederholungen nicht eigens nochmals beschrieben. Es kann jeweils auf die Erläuterungen zu den Fig. 1 bis 4 verwiesen werden. Im Folgenden werden lediglich die Unterschiede in diesen Ausführungsformen herausgearbeitet.

Bei der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungsform ist neben dem Stoffauflage stück 13 oberhalb des Genitalbereichs 2 ein weiteres Stoffauflagestück 18 unterhalb davon, also in Richtung zum Schrittbereich 7 hin, angeordnet. Analog dem Ausführungsbeispiel Fig. 1 bis 4 sind die zum Genitalbereich 2 hin weisenden Ränder 16 und 19 der Stoffauflagestücke 13, 18 mit dem darunter befindlichen Einsatzteil 9 unvernäht, was - wie in allen entsprechenden Figuren 2, 3 und 5 bis 13 - durch die strichlierte Darstellung dieser Ränder 16, 19 versinnbildlicht wird.

Fig. 6 zeigt im Vergleich zum ungespannten Zustand gemäß Fig. 5 das Vorderteil 3 in angezogenem Zustand der Hose, wobei wiederum der Geni- talbereich 2 durch die beiden Stoffauflagestücke 13. 18 quasi zusammengehalten und Stoff von oben bzw. aus dem Schrittbereich 7 in den Genitalbereich 2 hineingezogen und damit eine größere Stofffülle erzeugt werden kann. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist der nicht vernähte Unterrand 16 des Stoffauflagestücks 13 stark konkav gebogen, sodass die Spitzen 20 weit nach unten in den seitlichen Genitalbereich 2 gezogen sind. Dies stabilisiert zusätzlich das Einsatzteil 9 gegen ein Aufdehnen in Querrichtung

Q-

Die Ausführungsform gemäß Fig. 8 sieht ein gemeinsames Stoffauflagestück 21 aus minder- oder nicht elastischem Material vor, das sich vom Bund 4 bis in den Schrittbereich 7 des Vorderteils 3 der Stützhose hinein erstreckt. Im Genitalbereich 2 ist eine in Vertikalrichtung langovale Öff- nung 22 gebildet, in der das Einsatzteil 9 durch das Stoffauflagestück 21 gegen eine übermäßige Dehnung in angezogenem Zustand geschützt ist und entsprechend wieder eine einfache, komfortable Anpassung an den männlichen Genitalbereich erfolgen kann.

Die in Fig. 9 gezeigte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der gemäß Fig. 7, wobei der unvernähte Unterrand 16 des Stoffauflagestücks 13 weniger stark konkav gebogen verläuft. Die Ausführungsform gemäß Fig. 10 weist ein Stoffauflagestück 13 auf, dessen in Querrichtung Q weisenden Seitenränder 15 zusammen mit den Vertikalnähten 14 des Einsatzteils 9 trapezartig sich nach oben zum Bund 4 hin verjüngen. Der zum Einsatzteil 9 unvernähte Unterrand 16 dieses Stoffauflagestücks 13 ist an den beiden Enden konkav gebogen und mittig durch ein gerades Stück verbunden.

Die Ausführungsform gemäß den Fig. 1 1 und 12 entspricht im Bereich des Stoffauflagestücks 13 der Ausführungsform gemäß Fig. 10, im Unterschied dazu sind die Vertikalnähte 14 des Einsatzteils 9 im Genitalbereich 2 ent- sprechend dem oberen Bereich trapezförmig zum Schrittbereich 7 hin sich verjüngend angeordnet. Da die Vertikalnähte 14 im Vergleich zu dem umgebenden Stoff weniger elastisch sind, ist das Einsatzteil 9 mit den umgebenden Zonen des Vorderteils 3 auch quer zur Richtung Q gegen ein Dehnen geschützt, wodurch ebenfalls eine Komfortverbesserung zu erzielen ist.

Die Fig. 13 bis 15 zeigen eine spezielle Ausgestaltung des Einsatzteils 9, das aus den erwähnten spitzbogenförmigen Zuschnitten 10, 10' zusammengesetzt ist. Mit Hilfe der Zentralnaht 23 zwischen den gebogenen In- nenkanten 24 der Spitzbogenstücke 10, 10' ergibt sich die bereits erwähnte Ausbauchung im Genitalbereich 2, wie sie in Fig. 15 dargestellt ist.

In Fig. 16 ist eine kurze Stützhose gezeigt, wie sie beispielsweise als Un- terwäsche oder Sporthose verwendet werden kann. Die Beine 5', 6' sind hier nur durch kurze Fortsätze des Hinter- und Vorderteils 1 , 3 gebildet.

Im Genitalbereich 2 ist diese Stützhose gemäß Figur 16 mit einem Eingriff 25 versehen, der durch eine nach unten verkürzte Ausbildung des Einsatz- teils 9 gebildet ist. Letzteres endet an der einen Abschlussbund 28 darstellenden gestrichelten Doppellinie. Der Eingriff 25 liegt damit unterhalb des Stoffauflagestücks 13, sodass der Schlitzbereich im angezogenen Zustand vor einem unkontrollierten Ausdehnen geschützt ist. Der Zugang zum Eingriff ist über den konkav nach oben gewölbten Unterrand 16 des Stoffauf- lagestücks 13 hingegen leicht möglich.

Fig. 17 zeigt das Vorderteil 3 der Stützhose gemäß Fig. 16 nochmals im Detail. Fig. 18 schließlich zeigt eine Stützhose, bei der Hinter- und Vorderteil 1 , 3 ab dem oberen Ende des Oberschenkels bis zum Bund 4 in sich verstärkt ist. Die beiden horizontal umlaufenden Linien 26 an den Beinen 5, 6 markieren das untere Ende der Verstärkungszone 27. Abschließend ist daraufhinzuweisen, dass das Stoffauflagestück 13, 18 nicht nur aus einem klassischen Textilgewebe im Sinne eines , Stoffes', sondern auch aus einem im Wesentlichen unelastischen, andersartigen flächig-flexiblen Material bestehen kann, das Durchbrechungen aufweist, wie einem Gitter oder Netz.