PETUCHOW, Arthur (Theodor-Fahr-Straße 24, Hamburg, 22419, DE)
SANZ, Andre (Palmweg 1, Hamburg, 21077, DE)
PETUCHOW, Arthur (Theodor-Fahr-Straße 24, Hamburg, 22419, DE)
| Patentansprüche 1. Trägerplatte (1) mit einem Gewindeelement zur Verschraubung von an der Trägerplatte befestigten Zubehörteilen (10) an Schienenfahrzeugen, wobei das Gewindeelement als mit der Trägerplatte (1) verbundene Norm-Schraube (2) ausgebildet ist, wobei die Trägerplatte (1) mit einer Bohrung (3) versehen ist, durch die das Gewinde (4) der Norm-Schraube (2) so hindurch ragt, dass der Schraubenkopf (5) auf einer Seite der Trägerplatte (1) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (1) im Bereich der Bohrung (3) eine erhabene und zum Schraubenkopf (5) vorspringende Prägung (6, 7) aufweist, die an Teilen des Außenumfang des Schraubenkopfes (5) formschlüssig anliegt. 2. Trägerplatte nach Anspruch 1, bei der der Kopf (5) der Normschraube ein Sechskant ist und gegenüberliegende Prägungen (6, 7) an zwei zur Schraubenachse parallelen Flächen des Sechskants formschlüssig anliegen. 3. Trägerplatte nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Schraube (2) durch eine nach ihrem Einsetzen in die Trägerplatte durchgeführte und zur radialen Verengung des Bohrloches dienende Umformung von Trägerplattenmaterial (3) fixiert ist. 4. Trägerplatte nach Anspruch 3, bei der die Schraube (2) schaftlos ausgebildet und Trägerplattenmaterial durch eine nach dem Einsetzen der Schraube angebrachte radiale Verengung des Bohrloches (3) in die Gewindegänge eingedrückt ist. 5. Trägerplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Prägung (6, 7) als neben dem Schraubenkopf (5) angeordnete schräg zu letzterem ansteigende Erhöhung ausgebildet ist, welche an der formschlüssig anliegenden Grenzfläche des Schraubenkopfes auf die Höhe der Oberfläche der Trägerplatte (1) zurückspringt. Feder- oder Dämpfungselement mit einer auf einer Trägerplatte nach Anspruch 1 bis 5 auf der Seite des Schraubenkopfes befestigten Gummifeder oder Gummi- Metallfeder (10). Werkzeug (9) zur Herstellung einer Trägerplatte (1) nach Anspruch 3 bis 5, ausgebildet als das Schraubengewinde (4) mit Abstand umfassender zylindrischer Hohlstempel (11), versehen mit einer zur Trägerplatte (1) weisenden und um die Bohrung an der Trägerplatte anliegenden doppelt konischen Stempelschneide (12). |
Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Trägerplatte mit einem Gewindeelement zur Verschraubung von an der Trägerplatte befestigten Zubehörteilen von/an Schienenfahrzeugen, wobei das Gewindeelement als mit der Trägerplatte verbunden Norm-Schraube, d.h. als Schraube gemäß DIN oder ISO-Norm mit Schraubenkopf und Außengewinde ausgebildet ist, wobei die Trägerplatte mit einer Bohrung versehen ist, durch die das Gewinde der Norm- Schraube so hindurch ragt, dass der Schraubenkopf bzw. der Absatz oder Ansatz des Schraubenkopfes auf einer Seite der Trägerplatte anliegt.
Gattungsgemäße Trägerplatten werden normalerweise aus Metall hergestellt und bei Schienenfahrzeugen genutzt, um Federelemente oder Feder-Dämpfungselemente zwischen ungefederter und gefederter Masse zu befestigen oder allgemein Puffer zwischen zwei Massen anzuordnen oder an einer Masse zu fixieren. Solche federnden oder dämpfenden Elemente bestehen oft aus Gummifedern, Gummi-Metallfedern oder eine Kombination aus Federn und Dämpfern. Die bisher gefertigten Bauteile dieser Art, die eine mit einer Trägerplatte verbundene Schraube aufweisen, beinhalten üblicherweise eine Schweißnaht am Schraubenkopf, wodurch die Schraube gegen Verdrehung und gegen axiales Verschieben gesichert wird. Die entsprechenden Vorschriften für das Schweißen von und an Schienenfahrzeugen und Fahrzeugteilen von Schienenfahrzeugen schreiben eine bestimmte Schweißeignung der beteiligten Werkstoffe vor. So muss auch der Werkstoff der zu verschweißenden Schraube die Anforderungen an diese Materialien erfüllen und eine normiert nachgewiesene Schweißeignung besitzen. Dies ist bei den für solche Anwendungen üblichen Werkstoffen von höherfesten Schrauben, nämlich Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 oder höher nicht gegeben. Somit besteht ein Problem darin, dass alle Einrichtungen des Bauteils einerseits Schweißgeeignet sein müssen, andererseits Schrauben mit bestimmten höheren
Festigkeitsklassen besser und in passenderen Dimensionen eingesetzt werden sollen.
Für die Erfindung bestand daher die Aufgabe, eine Trägerplatte bereit zu stellen, die einerseits in Bezug auf Verdrehung und axialer Fixierung des an der Trägerplatte vorzusehenden Gewindeelements gleiche Sicherheiten wie bei einer stoffschlüssige Schweißverbindung aufweist, andererseits aus preiswerten Normteilen einfach und sicher unter Erfüllung aller Normen und Vorschriften hergestellt werden kann .
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs. Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen offenbart.
Dabei weist die Trägerplatte im Bereich der Bohrung eine erhabene und zum
Schraubenkopf vorspringende Prägung auf, die an Teilen des Außenumfang des
Schraubenkopfes formschlüssig anliegt und diesen damit so umgibt, dass eine Verdrehung der Schraube verhindert ist. Damit kann durch eine zum Schweißen alternative Fertigung ein sicherer Formschluss in Bezug auf Verdrehung hergestellt werden.
Eine vorteilhafte, weil besonders einfache Weiterbildung besteht darin, dass der Kopf der Normschraube ein Sechskant ist und gegenüberliegende Prägungen an zwei zur
Schraubenachse parallelen Flächen des Sechskants formschlüssig anliegen. Dies erlaubt die Nutzung einfachster Normteile und führt somit zu einer weiteren Kostenreduzierung.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Schraube durch eine nach ihrem Einsetzen in die Trägerplatte durchgeführte und zur radialen Verengung des Bohrloches dienende Umformung von Trägerplattenmaterial fixiert ist. Dabei erreicht man mit einfachen Verformungsvorgängen bzw. Umformungsvorgängen eine sichere Fixierung auch in axialer Richtung. Dies kann weiter verbessert werden dadurch, dass die Schraube schaftlos ausgebildet und Trägerplattenmaterial durch eine nach dem Einsetzen der Schraube angebrachte radiale Verengung des Bohrloches in die Gewindegänge eingedrückt ist. Schaftlos heißt hier, dass die Gewindegänge bis nahe an den Schraubenkopf heranreichen.
Besonders geeignet ist eine solche Trägerplatte für ein Feder- oder Dämpfungselement für Schienenfahrzeuge mit einer auf der Trägerplatte auf der Seite des Schraubenkopfes befestigten, d.h. in der Regel anvulkanisierten Gummifeder oder Gummi-Metallfeder. Der Schraubenkopf ist dann nicht mehr sichtbar und von der Gummi-Metallfeder umgeben.
Ein besonders geeignetes Werkzeug zur Herstellung einer Trägerplatte, bei der das Trägerplattenmaterial durch eine nach dem Einsetzen der Schraube angebrachte radiale Verengung des Bohrloches in die Gewindegänge eingedrückt wird, ist ausgebildet als das Schraubengewinde mit Abstand umfassender zylindrischer Hohlstempel, versehen mit einer zur Trägerplatte weisenden und um die Bohrung an der Trägerplatte anliegenden doppelt konischen Stempelschneide.
Anhand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Trägerplatte mit Gewindeelement
Fig. 2 die Ausbildung der Prägungen in der erfindungsgemäßen
Trägerplatte
Fig. 3 die Trägerplatte 1 gemäß Fig. 1 mit eingesetzter Schraube in der
Draufsicht
Fig. 4 die Trägerplatte gemäß Fig. 1 mit anvulkanisiertem Gummi- bzw.
Gummi-Metallelement
Fig. 5 ein Werkzeug für ein Fügeverfahren zur Herstellung eines
Formschlusses in einer erfindungsgemäßen Trägerplatte
Fig. 6 eine Trägerplatte aus dem Stand der Technik Die Fig. 1 zeigt eine Trägerplatte 1 mit einem Gewindeelement zur Verschraubung von an der Trägerplatte befestigten Zubehörteilen an Schienenfahrzeugen, wobei das
Gewindeelement als mit der Trägerplatte verbunden Norm-Schraube 2 ausgebildet ist. Die Trägerplatte 1 mit einer Bohrung 3 versehen ist, durch die das Gewinde 4 der Norm- Schraube so hindurch ragt, dass der Schraubenkopf 5 auf einer Seite der Trägerplatte anliegt.
Die Trägerplatte 1 weist im Bereich der Bohrung 3 eine erhabene und zum Schraubenkopf vorspringende Prägungen 6 und 7 auf, die an Teilen des Außenumfang des
Schraubenkopfes formschlüssig anliegen und damit diesen so umgibt, dass eine
Verdrehung der Schraube 2 verhindert ist. Der Kopf 5 der Norm-Schraube 2 ist ein Sechskant und die gegenüberliegende Prägungen 6 und 7 liegen an zwei zur
Schraubenachse parallelen Flächen des Sechskants formschlüssig an.
Die Schraube 2 ist schaftlos ausgebildet, wobei und im Bereich 8 Trägerplattenmaterial durch eine nach dem Einsetzen der Schraube angebrachte radiale Verengung des
Bohrloches in die Gewindegänge eingedrückt ist. Fig. 1 zeigt hierzu andeutungsweise und strichpunktiert das erforderliche Werkzeug 9, welches später noch beschrieben ist.
Fig. 2 zeigt noch einmal deutlich die Ausbildung der Prägungen 6 und 7 als neben dem Schraubenkopf 5 angeordnete und im Querschnitt gesehen schräg zu letzterem
ansteigende Erhöhungen, welche an der formschlüssig anliegenden Grenzfläche bzw. Umfangsfläche des Sechskant-Schraubenkopfes etwa auf die Höhe der Oberfläche der Trägerplatte zurückspringen. Dies erlaubt eine besonders einfache Fertigung durch rechteckige Stempel mit entsprechend einfacher schräg ausgebildeter Stempelfläche.
Fig. 3 zeigt die Trägerplatte 1 gemäß Fig. 1 mit eingesetzter Schraube in der Draufsicht, jedoch noch ohne anvulkanisiertes Gummi, Polyurethan oder Gummi-Metallelement. Hier wird noch einmal deutlich, auf welche Weise die Prägungen 6 und 7 an den zur Schraubenachse parallelen Flächen des Sechskants-Schraubenkopfes 5 formschlüssig anliegen.
Fig. 4 zeigt die Trägerplatte gemäß Fig. 1 mit einem anvulkanisiertem Federelement 10, welches hier zusammengesetzt ist aus Gummi und Metallelementen. Der Schraubenkopf ist nicht mehr sichtbar und vom Federelement 10 verdeckt und umgeben. Das
Federelement kann natürlich auch bereits vorgefertigt sein oder auch aus anderen elastomeren Werkstoffen oder damit verbundenen Elementen bestehen. Fig. 5 zeigt das Werkzeug 9 zur Durchführung eines Fügevorganges zur Herstellung eines axialen Formschlusses, nämlich einer zur radialen Verengung des Bohrloches dienende Umformung von Trägerplattenmaterial, bei der das Trägerplattenmaterial im Bereich 8 durch eine nach dem Einsetzen der Schraube durchgeführte radiale Verengung des Bohrloches in die Gewindegänge eingedrückt wird. Das Werkzeug 9 ist ausgebildet als ein das Schraubengewinde mit Abstand umfassender zylindrischer Hohlstempel 11, der mit einer zur Trägerplatte weisenden und um die Bohrung an der Trägerplatte anliegenden doppelt konischen Stempelschneide 12 versehen ist. Durch den bei der
Verformungsstempelung entstehend Druck der doppelt konischen Stempelschneide 12 auf die Unterseite der Trägerplatte lverschiebt bzw. verformt sich das im Bereich 8 befindliche Trägerplattenmaterial in der Bohrungswandung und dringt in die
Gewindegänge ein. Fig. 1 zeigt andeutungsweise und strichpunktiert, wie das Werkzeug 9 angesetzt wird und wo es nach der Stempelung/ nach dem Verformungsvorgang sich befindet. Fig. 6 zeigt noch einmal zum Vergleich eine mit einer Schweißnaht 13 zur Fixierung versehen Ausführung einer Trägerplatte, wie sie früher üblich war. Bezugszeichenliste
(Teil der Beschreibung)
1 Trägerplatte
2 Norm-Schraube
3 Bohrung
4 Gewinde
5 Schraubenkopf
6 Prägung
7 Prägung
8 Bereich der radialen Verengung/ Verformung
9 Werkzeug
10 Federelement
11 Hohlstempel
12 Doppelt konische Stempelschneide
13 Schweißnaht
