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Patent Searching and Data


Title:
SUPPORTING AND HOLDING DEVICE FOR BICYCLE SEAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/071119
Kind Code:
A1
Abstract:
In the present holding device for bicycle seats, comprising a seat pipe (2) that can be inserted into a guiding pipe (1) of the frame of a bicycle, a seat carrier (6) that is disposed on the upper end (2'') of the seat pipe (2), and a clamping element (7) for fixing the position of the seat pipe (2) in the guiding pipe (1), according to the invention the clamping element (7) rests against the lower end of the seat pipe (2) longitudinally displaceably on the inside wall of the lower opening of the seat pipe (2) and is connected to a draw element (10). To this end, the draw element (10) is disposed such that it runs on the inside of the seat pipe (2) and at the upper end thereof is connected to a holding element (20), the holding element (20) being disposed in the seat pipe (2) such that it can be longitudinally displaced with respect to the longitudinal axis (A) of the seat pipe (2). In this way, the clamping element (7) can be easily operated simply by displacing the holding element (20), which is disposed in the upper region (2'') of the seat pipe (2), and a clamping effect can be achieved from the inside between the seat pipe (2) and the guiding pipe (1). As a result, no additional clamping means are required on the outside of both the guiding pipe (1) and the seat pipe (2).

Inventors:
SINGENBERGER, Rolf (Grand Record 11, Echallens, CH-1040, CH)
MEILER, Ruedi (Am Schrabach 517B, Schiers, CH-7220, CH)
GASSER, Reto (Kirchweg 13, Bäriswil, CH-3323, CH)
Application Number:
EP2007/063304
Publication Date:
June 11, 2009
Filing Date:
December 04, 2007
Export Citation:
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Assignee:
BMC TRADING AG (Sportstrasse 49, Grenchen, CH-2540, CH)
SINGENBERGER, Rolf (Grand Record 11, Echallens, CH-1040, CH)
MEILER, Ruedi (Am Schrabach 517B, Schiers, CH-7220, CH)
GASSER, Reto (Kirchweg 13, Bäriswil, CH-3323, CH)
International Classes:
B62K19/36
Foreign References:
US4850733A
FR2432424A1
DE9013266U1
US5327610A
Attorney, Agent or Firm:
TROESCH SCHEIDEGGER WERNER AG (André Werner, Schwaentenmos 14, Zumikon, CH-8126, CH)
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Claims:

Patentansprüche

1. Haltevorrichtung für Fahrradsattel (3) mit einem in ein Führungsrohr (1) des Rahmens eines Fahrrades einsetzbaren Sattelrohr (2), einem am oberen Ende des

Sattelrohres (2) angeordneten Sattelträgers (6) sowie einem Klemmelement (7), zur Fixierung der Position des Sattelrohres (2) im Führungsrohr (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (7) am unteren Ende des Sattelrohres (2) längsverschiebbar an die Innenwand der unteren öffnung des Sattelrohres (2) anliegt und mit einem Zugelement (10) verbunden ist, wobei das Zugelement (10) im Innern des Sattelrohres (2) verlaufend angeordnete und an seinem oberen Ende mit einem Halteorgan (20) verbunden ist, wobei das Halteorgan (20) im Sattelrohr (2) längsverschiebbar in Bezug auf die Längsachse des Sattelrohres (2) angeordnet ist.

2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Klemmelementes (7), mindestens im Bereich des Anliegens an die Innenwand des Sattelrohres (2), eine bezüglich der Längsachse des Sattelrohres (2) konische Aussenflache aufweist.

3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Klemmelementes (7) eine zur Längsachse des Sattelrohres (2) schräg verlaufende Deckfläche aufweist.

4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (7) aus Metall besteht und vorzugsweise einteilig aufgebaut ist.

5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sattelrohr (2) einen tropfenförmigen Querschnitt aufweist, der sich mindestens von der unteren öffnung des Sattelrohres (2) über einen Grossteil der Länge des Sattelrohres (2) erstreckt.

6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sattelrohr (2) an seinem oberen Ende einen im Wesentlichen geschlossenen Kopfbereich aufweist, vorzugsweise einen im Wesentlichen eine ebene Auflagefläche aufweisenden Kopfbereich.

7. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Kopfbereich des Sattelrohres (2) mindestens zwei von der unteren Seite her von Aussen zugängliche zur Auflagefläche durchgehende öffnungen zur Aufnahme und Durchführung von Befestigungsmitteln für den Sattelträger ausgebildet sind, vorzugsweise jeweils eine öffnung an der Front und eine öffnung an der Rückseite des Sattelrohres zur Aufnahme von Befestigungsschrauben als Befestigungsmittel . 8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sattelrohr (2) aus Kunststoff besteht, vorzugsweise aus faserverstärktem Kunststoff, vorzugsweise aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. 9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Halteorgan (20) einen Stift (21) aufweist, dessen Enden exzentrisch in runden Stellscheiben (22) angeordnet sind, welche in Buchsen (23)

drehbar gelagert sind, die in der Wand des Sattelrohres (2) von Aussen zugänglich angeordnet sind.

10. Haltevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheiben (22) und/oder die Buchsen (23) Anschlagmittel zur Begrenzung des Drehwinkels der in der jeweiligen Buchse (23) gelagerten Stellscheibe (22) aufweisen.

11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (10) eine Zugstange (11) aufweist, die an ihren beiden Enden in

Verbindungselemente (12; 13) mündet, wobei die Zugstange

(11) vorzugsweise aus einem Faserwerkstoff oder Faserverbundwerkstoff besteht und die Verbindungselemente

(12; 13) aus Metall bestehen. 12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelträger (β) zweiteilig mit einer Sattelklemme und einem Niederhalter ausgebildet ist, wobei der Niederhalter vorzugsweise mittels zwei Befestigungsmitteln mit dem Sattelrohr (2) verbunden ist.

Description:

Stütz- und Haltevorrichtung für Fahrradsattel

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für einen Fahrradsattel nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Eine Haltevorrichtung für Fahrradsattel, auch Stützvorrichtung oder Sattelstütze genannt, wird für die Befestigung des Sattels am Rahmen des Fahrrades eingesetzt. Je nach Art des Fahrrades sind unterschiedliche Sattelstützen bekannt, mit denen der Sattel mit dem Rahmen des Fahrrades verbunden ist. Häufig ist dabei die relative Position des Sattels in Bezug auf den Rahmen verstellbar ausgeführt. Damit kann der Sattel individuell unter Berücksichtigung der Körperabmessungen des jeweiligen Fahrers in Bezug auf seine Position resp. Abstand zur Pedalachse und zum Lenker eingestellt werden.

In einer einfachsten Ausführung ist der Sattel am Kopf einer im Rahmen des Fahrrades längsverschiebbar fixierbaren Stange befestigt. Damit lässt sich der Abstand des Sattels zur Pedalachse entsprechend der Länge der Beine des Benutzers individuell einstellen, um einen optimalen Bewegungsablauf für das Treten zu ermöglichen. Die Fixierung der Stange erfolgt dabei beispielsweise durch Festklemmen der im Rahmen verschiebbar angeordneten Stange mittels einer über eine Schraube zu betätigenden

Klemmvorrichtung. In einer typischen Ausführungsform ist der Rahmen zur Aufnahme der Stange als Rohr ausgebildet, in dessen öffnung die Sattelstange eingeschoben ist, wobei der öffnungsbereich des Rahmens mittels einer Schelle

zusammengedrückt werden kann, um die Sattelstange in der gewünschten Position zu klemmen und damit zu fixieren. Diese Konstruktion setzt allerdings einen Rahmen, zumindest im Bereich des übergangs zur Stange, aus einem klemmbaren Material voraus.

Um den Sitzkomfort zu erhöhen, lässt sich in der Regel auch der Neigungswinkel des Sattels in Bezug auf die Sattelstange einstellen. Dabei ist der Sattel beispielsweise über einen mit einem Gewinde versehenen Bolzen drehbar resp. schwenkbar mit der Sattelstange verbunden.

Diese bekannten Lösungen weisen in der Regel für jede Verstell- resp. Positioniermöglichkeit eine eigene, separate Befestigungs- resp. Arretiereinrichtung auf, die jeweils separat bedient werden muss.

Da die Stange somit sowohl grosse Kräfte im Betrieb vom Sattel in den Rahmen übertrage muss wie auch die Befestigungselemente und Verstellelemente aufnehmen muss, sind an die Festigkeit der Stange sehr hohe Anforderungen zu stellen. Diese können durch entsprechende Materialwahl durchaus erfüllt werden, wobei aber häufig auch hohe Gewichte dieser Stangen resultieren.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand nun darin, eine Stütze für Fahrradsattel vorzuschlagen, die bei möglichst geringem Gewicht eine einfache Verstellbarkeit sowie eine zuverlässige Befestigung des Fahrradsattels erlaubt .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen definiert.

Bei der Haltevorrichtung für Fahrradsattel mit einem in ein Führungsrohr des Rahmens eines Fahrrades einsetzbaren Sattelrohr, einem am oberen Ende des Sattelrohres angeordneten Sattelträgers sowie einem Klemmelement, zur Fixierung der Position des Sattelrohres im Führungsrohr, liegt erfindungsgemäss das Klemmelement am unteren Ende des Sattelrohres längsverschiebbar an die Innenwand der unteren öffnung des Sattelrohres an und ist mit einem Zugelement verbunden. Dabei ist das Zugelement im Innern des Sattelrohres verlaufend angeordnet und an seinem oberen Ende mit einem Halteorgan verbunden, wobei das Halteorgan im Sattelrohr längsverschiebbar in Bezug auf die Längsachse des Sattelrohres angeordnet ist. Damit lässt sich das Klemmelement einfach durch Verschieben des Halteorganes, welches im oberen Bereich des Sattelrohres angeordnet ist, bedienen und eine Klemmwirkung zwischen Sattelrohr und Führungsrohr von der Innenseite her erzielen. Damit brauchen an der Aussenseite sowohl des Führungsrohres wie auch des Sattelrohres keine zusätzlichen Klemmmittel angeordnet zu werden. Damit kann beispielsweise das Führungsrohr als einfaches Rohr mit einem einfachen Abschluss resp. öffnung ausgebildet sein, was für die Herstellung des Rahmens von Vorteil ist.

Beispielsweise weist der Kopf des Klemmelementes, mindestens im Bereich des Anliegens an die Innenwand des Sattelrohres, eine bezüglich der Längsachse des

Sattelrohres konische Aussenflache auf. Durch die Konizität der Aussenfläche des Klemmelementes wird das Sattelrohr an seiner öffnung des unteren Endes beim Verschieben des Klemmelementes nach Aussen aufgeweitet und bewirkt damit seinerseits eine Presswirkung auf die Innenwand des

Führungsrohres, womit das Sattelrohr in der jeweiligen Position relativ zum Führungsrohr fixiert wird.

Hierfür ist das Sattelrohr an dieser Stelle beispielsweise radial teilelastisch ausgebildet oder weist in diesem Bereich seitliche einen Schlitz auf, der eine Aufweitung oder Verminderung des Aussendurchmessers des Sattelrohres erlaubt.

Die Klemmwirkung wird dabei vorteilhaft lediglich über den Presssitz zwischen Sattelrohr-Aussenwand und Führungsrohr- Innenwand erzielt, ohne dass weitere Arretiermittel oder

Vorrichtungen eingesetzt werden müssen, welche entweder in das Führungsrohr und/oder das Sattelrohr eingreifen oder mit diesem form- oder kraftschlüssig verbunden werden müssen. Beispielsweise weist der Kopf des Klemmelementes eine zur Längsachse des Sattelrohres schräg verlaufende Deckfläche auf. Damit wird eine im Vergleich zur rechtwinklig zur Längsachse verlaufenden Schnittfläche vergrösserte ümfanglinie des Randes des Klemmelementes erzielt und damit auch eine entsprechend vergrösserte Anpressfläche oder Anpresskante zum Sattelrohr hin. Damit wird bereits bei kleinerer Zugkraft auf das Klemmelement eine vergleichbare oder grossere Klemmkraft des Klemmelementes resp. des Sattelrohres in Bezug auf das Führungsrohr erzielt.

Beispielsweise besteht das Klemmelement aus Metall und ist vorzugsweise einteilig aufgebaut. Das Klemmelement kann beispielsweise aus einer Leichmetalllegierung gefertigt sein, die es erlaubt, bei geringstem Gewicht hohe Kräfte in das Klemmelement einzuleiten und zu übertragen.

Beispielsweise weist das Sattelrohr einen tropfenförmigen Querschnitt auf, der sich mindestens von der unteren öffnung des Sattelrohres über einen Grossteil der Länge des Sattelrohres erstreckt. Indem die Fixierung des Sattelrohres über einen Presssitz zwischen der Innenfläche des Führungsrohres und der Aussenfläche des Sattelrohres realisiert wird, kann vorteilhaft eine praktisch beliebige Querschnittform gewählt werden. Es hat sich gezeigt, dass nicht zuletzt aus aerodynamischen Gründen eine Tropfenform vorteilhaft ist, wobei beispielsweise der Bauch in Fahrtrichtung des Rahmens vorne und die Spitze in Fahrtrichtung des Rahmens hinten ausgebildet wird.

Beispielsweise weist das Sattelrohr an seinem oberen Ende einen im Wesentlichen geschlossenen Kopfbereich auf, vorzugsweise einen im Wesentlichen eine ebene Auflagefläche aufweisenden Kopfbereich. Durch den geschlossenen Aufbau wird einmal verhindert, dass Schmutz und Feuchtigkeit in das Innere des Sattelrohres eindringen kann. Weiter kann damit der Sattelträger stabil mit dem Kopf des Sattelrohres verbunden werden.

Bei einer ebenen Auflagefläche kann eine besonders gute Krafteinleitung vom Sattelträger in das Sattelrohr erfolgen und es können universell unterschiedliche Typen von Sattelträgern eingesetzt werden.

Beispielsweise sind im Kopfbereich des Sattelrohres mindestens zwei von der unteren Seite her von Aussen zugängliche, zur Auflagefläche durchgehende öffnungen zur Aufnahme und Durchführung von Befestigungsmitteln für den Sattelträger ausgebildet. Beispielsweise sind dabei jeweils eine öffnung an der Front und eine öffnung an der Rückseite des Sattelrohres angeordnet, zur Aufnahme von Befestigungsschrauben als Befestigungsmittel.

Beispielsweise besteht das Sattelrohr aus Kunststoff, vorzugsweise aus faserverstärktem Kunststoff, vorzugsweise aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Der Einsatz des Klemmelementes erlaubt die Verwendung von Kunststoff, insbesondere von faserverstärktem Kunststoff, als Material für das Sattelrohr, da für die Klemmverbindung zum Führungsrohr keine speziellen Krafteinleitungselemente ausgebildet werden müssen. Damit kann das Sattelrohr besonders leicht bei hoher Festigkeit realisiert werden.

Beispielsweise weist das Halteorgan einen Stift auf, dessen Enden exzentrisch in runden Stellscheiben angeordnet sind, welche in Buchsen drehbar gelagert sind, die in der Wand des Sattelrohres von Aussen zugänglich angeordnet sind. Damit kann einerseits die Verschiebung des Halteorgans resp. des Zugelementes einfach durch eine Drehbewegung erfolgen, und andererseits weist die jeweilige Position eine stabile Lage auf, d.h. sie kann sich praktisch nicht selbständig verschieben. Somit kann vorteilhaft eine präzise und stabile Verriegelungswirkung erzielt werden. Die Drehbewegung erlaubt die Verwendung von einfachen Werkzeugen für das Lösen und Festziehen der Verbindung.

Weiter kann damit das Betätigungsorgan einfach in die Form des Sattelrohres integriert werden, ohne dass störende Elemente aus der Aussenflache des Sattelrohres herausragen. Dies hat aerodynamische Vorteile und reduziert die Gefahr von Verletzungen durch vorstehende Teile.

Beispielsweise weisen die Stellscheiben und/oder die Buchsen Anschlagmittel zur Begrenzung des Drehwinkels der in der jeweiligen Buchse gelagerten Stellscheibe auf. Damit wird eine klar definierte Stellung des Zugelementes sowohl für die Klemmstellung wie auch für die gelöste Stellung des Klemmelementes realisiert. Damit wird beispielsweise zuverlässig verhindert, dass eine zu grosse Kraft für die Klemmstellung aufgebracht wird, welche das Sattelrohr und/oder Führungsrohr beschädigen könnte, wie dies bei bekannten Lösungen beispielsweise mit Schraubklemmen der Fall sein kann.

Beispielsweise weist das Zugelement eine Zugstange auf, die an ihren beiden Enden in Verbindungselemente mündet, wobei die Zugstange vorzugsweise aus einem Faserwerkstoff oder Faserverbundwerkstoff besteht und die Verbindungselemente aus Metall bestehen. Damit wird eine sehr leichte Konstruktion bereitgestellt, die gleichzeitig sehr hohe Kräfte übertragen kann. Die Kraftumleitung aus der Zugstange wird durch die Verbindungselemente zuverlässig und stabil gelöst. Damit besteht auch die Möglichkeit, dort beispielsweise Einstellorgane vorzusehen, um die Länge des Zugelementes genau einzustellen, beispielsweise in Form von Schraubelementen. So kann beispielsweise der Spezialist beim Zusammenbau des Fahrrades resp. des Sattelrohres die

Länge des Zugelementes genau einstellen, damit eine optimale Klemmwirkung ohne Beschädigung des Sattelrohres erzielt werden kann.

Beispielsweise ist der Sattelträger zweiteilig mit einer Sattelklemme und einem Niederhalter ausgebildet, wobei der Niederhalter vorzugsweise mittels zwei Befestigungsmitteln mit dem Sattelrohr verbunden ist. Damit lassen sich unterschiedliche Sattelmodelle universell und einfach mit dem Sattelrohr verbinden. Wenn die Klemmwirkung des Sattelträgers über die Befestigungsmittel realisiert wird, kann damit eine optimale Krafteinleitung in das Sattelrohr realisiert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachstehend anhand von Figuren noch näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch die Darstellung eines herkömmlichen Fahrradrahmens mit eingesetztem Sattelrohr;

Fig. 2 die Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Sattelrohres im Teil-Längsschnitt, ohne Sattel;

Fig. 3 die perspektivische Darstellung der Elemente des Halteorganes des Sattelrohres nach Figur 2;

Fig. 4 detaillierter die Ansicht des Kopfbereiches des Sattelrohres nach Figur 2 mit aufgesetzter Sattelhalterung;

Fig. 5 die perspektivische Darstellung eines vollständig ausgerüsteten erfindungsgemässen Sattelrohres entsprechend der Ausführung nach Figur 2.

Fig. 1 zeigt rein schematisch die Ansicht eines herkömmlichen Fahrradrahmens, in dessen zentralem Rahmenrohr 1 ein Sattelrohr 2 in axialer Richtung verschiebbar geführt ist. Am oberen Kopfende des Sattelrohrs 2 ist ein Sattel 3 in herkömmlicher Weise beispielsweise in der Neigung verstellbar angeordnet. Die Verstellung des Abstandes des Sattels 3 zur Nabe 4 der Antriebsachse des Rahmens erfolgt wie erwähnt durch axiales Verschieben des Sattelroheres 2 innerhalb des Rahmenrohrs 1 des Rahmens. Die Fixierung des Sattelrohrs 2 in der gewünschten Position erfolgt herkömmlicherweise beispielsweise mittels einer Klemmschelle 5, welche auf das Rahmenrohr 1 im Bereich seiner öffnung für das Sattelrohr 2 einwirkt und damit den öffnungsquerschnitt verkleinert und eine Klemmwirkung auf das Sattelrohr 2 ausübt. In Figur 2 ist schematisch der Teil-Längsschnitt durch ein erfindungsgemässes Sattelrohr 2 dargestellt. Der untere Teil des Sattelrohres 2 ist in die öffnung des Rahmenrohres 1 eingeführt und lässt sich darin entlang der Längsachse A des Rahmenrohres 1 verschieben. Damit kann die Höhe des Sattels (nicht dargestellt), der mit dem Kopf 2'' des Sattelrohres 2 verbunden ist, in Bezug auf den Rahmen entsprechend der Grosse resp. den Bedürfnissen des Fahrers des Fahrrades individuell eingestellt werden. Um die eingestellte Position zu fixieren, wird ein Klemmelement 7

in die untere öffnung des Sattelrohres 2 eingeschoben und mittels des Zugelementes 10 nach oben in Richtung des Pfeils F verschoben.

Dadurch, dass das Klemmelement 7 im Kopfbereich 7 ' eine leichte Konizität aufweist, wird bei der Einschiebbewegung der Querschnitt der unteren öffnung des Sattelrohres 2 aufgeweitet, wodurch ein Klemmsitz zwischen der Aussenfläche des Sattelrohres 2 und der Innenfläche des Rahmenrohres 1 erzielt wird und damit das Sattelrohr 2 gegenüber dem Rahmenrohr 1 fixiert wird.

Durch die Bewegung des Zugelementes 10 nach unten in Richtung des Pfeils L wird der Klemmsitz wieder gelöst, indem dadurch das Klemmelement 7 gegenüber dem Sattelrohr 2 nach unten verschoben wird. Damit lässt sich das Sattelrohr 2 erneut gegenüber dem Rahmenrohr 1 verschieben und in eine andere Position bringen. Dabei wird sich das Klemmelement 7 bei Zugwirkung von Aussen auf das Sattelrohr 2 selbständig nach unten verschieben, so dass das Zugelement 10 unbelastet bleibt. Beispielsweise ist der Kopfbereich 7' des Klemmelementes 7 schräg in Bezug auf die Längsachse A des Rahmenrohres 1 ausgebildet, wodurch der Rand des Kopfbereiches 7' resp. seine Umfanglinie resp. Umfangfläche vergrössert wird, was zu einer grosseren Kraftübertragungsfläche resp. Klemmfläche führt. Damit kann bereits bei einer geringen

Spannkraft in Richtung des Pfeils F eine für die Fixierung des Sattelrohres 2 genügende Klemmkraft erzielt werden. Die grosse Klemmfläche verhindert weiter, dass eine nur begrenzte Krafteinleitungsstelle, wie beispielsweise ein

dünner Ring, gebildet wird, welche zu hohen Druckbelastungen des Materials führt und beispielsweise beim Einsatz von Kohlefasern für das Rahmenrohr diese an solchen Stellen brechen können. Es ist für den Fachmann klar, dass das Klemmelement 7 auch in anderer Form als Keil ausgebildet sein kann und vorteilhaft einfach dem Querschnitt des Sattelrohres 2 angepasst werden kann. Damit lassen sich neben runden Querschnitten auch einfach andere Querschnittsformen realisieren. Es hat sich gezeigt, dass beispielsweise ein tropfenförmiger Querschnitt aerodynamische Vorteile bei gleicher oder besserer Festigkeit aufweist. Eine solche Querschnittsform kann problemlos mit einem Klemmelement 7 und einem Sattelrohr 2 realisiert werden. Weiter wird damit auch die Ausrichtung der Sattelklemme 6 und damit des

Sattels definiert und positioniert, in der Regel genau in der Längsachse des Fahrrades, was eine Klemmung mit geringeren Klemmkräften als bei herkömmlichen, kreisrunden Querschnittsformen erlaubt, bei welchen auch das Verdrehen der Sattelklemme 6 verhindert werden muss.

Ein grosser Vorteil dieser Klemmkonstruktion ist darin zu sehen, dass keine Beschädigungen oder Eingriffe an der Oberfläche des Rahmenrohres 1 erfolgen, wie dies bei herkömmlichen Befestigungsvorrichtungen beispielsweise mit Klemmbriden der Fall ist. Weiter können damit auch

Werkstoffe eingesetzt werden, die auf Pressung belastet werden können, die aber nur mit aufwändigen Konstruktionen umspannende Kraftverbindungen erlauben, wie beispielsweise Kunststoffe oder insbesondere Kohlenfaserwerkstoffe.

Selbstverständlich eignet sich diese Klemmart auch für Metalle, insbesondere für auf Kerbwirkung empfindliche Metalle wie hochfeste Leichtmetalle.

Durch die entlang des gesamten Umfangs der unteren öffnung des Sattelrohres 2 wirkende Klemmkraft wird eine optimale Krafteinleitung und -übertragung ohne punktuelle Spitzen erzielt, wodurch keine unerwünschten punktuellen Deformationen entstehen können.

Das Zugelement 10 wird, wie bereits vorgängig erläutert, praktisch nur auf Zug belastet, so dass es spezifisch auf diese Belastung ausgelegt werden kann. Beispielsweise besteht es aus einer Zugstange resp. Zugsaite 11, die jeweils in Verbindungselemente 12 resp. 13 mündet. Die Zugstange 11 besteht beispielsweise aus leichtem Carbon während die beiden Verbindungselemente 12 resp. 13 als Metallbeschläge ausgebildet sind. Das untere Verbindungselement 13 ist beispielsweise als Schraubelement ausgebildet, so dass die Länge zwischen dem Klemmelement 7 und dem oberen Verbindungselement 12 genau eingestellt werden kann. Im dargestellten Beispiel wird dies durch eine Schraubmuffe im Verbindungselement 13 realisiert, in welche eine von unten in das Klemmelement 7 eingeführte Schraube 14 eingeschraubt wird. Damit wird unter Zugbelastung eine genau einstellbare Distanz zwischen Klemmelement 7 und dem oberen Verbindungselement 12 realisiert, während bei

Entlastung der Zugstange 11 sich das untere Klemmelement 13 nach unten bewegen kann, so dass keine Druckbelastung auf die Zugstange 11 übertragen werden kann, auch wenn das Klemmelement 7 temporär in seiner oberen Klemmposition

verbleibt. Bei Zugwirkung von Aussen auf das Sattelrohr 2 wird sich das Klemmelernent 7 selbstständig nach unten aus der Klemmposition bewegen und das Sattelrohr 2 in Bezug auf das Führungsrohr 1 freigeben. Das obere Verbindungselement 12 weist ein Auge 12' auf, in welches der Zapfen 21 eines Halteorganes 20 eingreift, wie dies in Figur 3 schematisch dargestellt ist.

Der Zapfen 21 weist an seinem einen Ende einen scheibenartigen Kopf 22 auf, welcher von Aussen in eine Buchse 23 eingeführt wird und dort drehbar gelagert ist. Die Buchse 23 ist auf einer Seite in der Wand des Sattelrohres 2 (Kontur gestrichelt dargestellt) eingebracht. An der gegenüberliegenden Wand des Sattelrohres 2 ist eine weitere Buchse 24 eingelassen, welche eine weitere Scheibe 25 drehbar aufnimmt. Das andere Ende des Zapfens 2 wird mit dieser Scheibe 25 verbunden, beispielsweise mittels einer Schraube 26. Der Zapfen 21 ist erfindungsgemäss exzentrisch in Bezug auf die Drehachse des Kopfes 22 resp. der Scheibe 25 in den jeweiligen Buchsen 23 resp. 24 angeordnet. Damit wird bei einem Verdrehen des Kopfes 22 der Zapfen 21 relativ zur Achse A des Sattelrohres 2 verschoben, d.h. nach oben resp. nach unten, was zum fixieren oder lösen des Klemmelementes 7 im Sattelrohr 2 resp. Führungsrohr führt. Für ein einfaches Verdrehen des Kopfes 22 weist dieser an seiner Aussenseite beispielsweise einen einfachen Schlitz oder einen Kantschlitz zur Einführung eines entsprechenden Werkzeuges, wie beispielsweise eines Schraubendrehers auf.

Am Umfang des Kopfes 22 können beispielsweise radiale Anschlagskanten 22' ausgebildet sind, welche gegen entsprechende Anschläge an der Innenseite der Buchse 23 in Anschlag gelangen und damit den Verdrehwinkel des Kopfes 22 in der Buchse 23 begrenzen. Damit können zwei definierte Endstellungen des Kopfes 22 bereitgestellt werden, welche beispielsweise die oberste und unterste Position des Zapfens 21 in Bezug auf die Längsachse A des Sattelrohres 2 festlegen. Damit ist ein vollständiges öffnen resp. Schliessen des Klemmelementes 7 möglich, ohne dass die

Gefahr einer überbelastung des Zugelementes 10 besteht oder durch eine zu schwache Zugkraft der Sitz des Klemmelementes 7 zu schwach eingestellt wird und sich damit die Höhe des Sattelträgers 6 unbeabsichtigt und selbständig verstellen könnte.

Die Begrenzungselemente können selbstverständlich auch an der Scheibe 25, entweder alleine oder zusätzlich zu den Begrenzungselementen des Kopfes 22, angeordnet sein.

über den Kopf 22 resp. die Scheibe 26 und die Buchsen 23 resp. 24 wird die Zugkraft des Zugelementes 10 optimal in die Wand des Sattelrohres 2 eingeführt. Dadurch, dass die Buchsen 23 resp. 24 beispielsweise praktisch vollständig in die Wand des Sattelrohres 2 eingelassen sind, ragt vom Halteorgan 20 praktisch kein Teil nach Aussen ab. Dies ist einerseits aerodynamisch von Vorteil und verringert zudem das Verletzungsrisiko des Fahrradfahrers.

In Figur 4 ist die seitliche Ansicht des Kopfbereiches des Sattelrohres nach Figur 2 mit aufgesetztem Sattelträger 6 dargestellt. Hier ist zuerst einmal gut der in der Buchse

23 eingesetzte Kopf 22 des Halteorganes 20 zu sehen, der praktisch vollkommen versenkt in der Wand des Sattelrohres 2 eingelassen ist.

Die Sattelklemme 6 ist am oberen Ende 2' ' des Sattelrohres 2 angeordnet, wobei beispielsweise die Sattelklemme 30 auf einer ebenen Kopffläche des Sattelrohres 2 aufliegt und der darüber angeordnete Niederhalter 31 mittels zweier Schrauben 32 resp. 33 mit dem Kopf des Sattelrohres 2 verbunden ist. Die Sattelklemme 30 ist dabei als im Wesentlichen rechteckige Scheibe mit zwei parallel angeordneten, nach oben offenen Halbnuten 30' ausgebildet, in welche beispielsweise die Befestigungsrohre des Sattels (nicht dargestellt) längsverschiebbar eingelegt werden können. Diese Befestigungsrohre werden durch die Nasen des

Niederhalters 31 gegen die Sattelklemme 30 gepresst und damit dort fixiert.

Die Schrauben 32 resp. 33 sind von untern durch entsprechende Kanäle resp. öffnungen in der Aussenseite des Sattelrohres 2 hindurchgeführt und leiten damit die

Sattelkräfte optimal in das Sattelrohr 2 ein. Auch diese Anordnung der Verbindungselemente ist aerodynamisch vorteilhaft, dass keine nach Aussen vorstehenden Teile vorhanden sind, und auch eine mögliche Verletzungsgefahr an scharfkantigen Verbindungselementen wird damit zuverlässig vermieden.

In Figur 5 ist nochmals zur besseren übersicht ein vollständiges, erfindungsgemässes Sattelrohr 2 schematisch im Teilschnitt dargestellt. Hier ist besonders gut der

abgeschrägte Kopfbereich 7 ' des Klemmelementes 7 ersichtlich wie auch die Führung der Verbindungsschrauben des Sattelträgers 6.

Diese können beispielsweise als Hülsen mit Innengewinde ausgebildet sein, die gelenkig mit dem Niederhalter 31 verbunden sind, und in welche von der Unterseite des Kopfbereiches des Sattelrohres her eingeführte Schrauben eingreifen. Durch die Klemmverbindung lässt sich die Position des Sattels relativ zum Sattelhalte resp. zum Kopfbereich des Sattelrohres 2 einfach individuell einstellen.

Das Sattelrohr 2 kann damit beispielsweise als extrem leichte Kohlenfaserkonstruktion ausgebildet sein, ohne dass die Gefahr einer Beschädigung der empfindlichen Oberfläche des Sattelrohres 2 durch unsachgemässe Bedienung der Höhenverstellung des Sattelrohres 2 erfolgen kann.

Selbstverständlich kann die erfindungsgemässe Vorrichtung auch in Rahmenrohren aus Metall eingesetzt werden. Ebenfalls eignet sich die erfindungsgemässe Vorrichtung ebenfalls für die Nachrüstung von bestehenden Fahrrädern.