Pfister, Martin (Dorfstrasse 36, Wasserlosen/Burghausen, 97535, DE)
Neder, Dieter (Eselspfad 3, Hammelburg, 97762, DE)
Koos, Michael (Brühlstrasse 23, Arnstein, 97450, DE)
Pfister, Martin (Dorfstrasse 36, Wasserlosen/Burghausen, 97535, DE)
Neder, Dieter (Eselspfad 3, Hammelburg, 97762, DE)
| 1. | 001Tragmittel (9) für den Transport von Backrohlingen (11) durch den Innenraum eines Backofens (1), dadurch gekennzeichnet, daß das Tragmittel (9) Vorsprünge (24) zum Auflegen der Backrohlinge aufweist. |
| 2. | Tragmittel (9) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) von kammartigen Zinken (24) gebildet werden. |
| 3. | Tragmittel (9) nach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) einen Abstand zueinander aufweisen, der einem Vielfachen der Breite der Vorsprünge (24) entspricht. |
| 4. | Tragmittel (9) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) eine Breite in der Größenordnung von 1 mm aufweisen und der Abstand der Vorsprünge (24) zueinander zwischen 10 und 40 mm liegt. |
| 5. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die oberen Seiten der Vorsprünge (24) mit Buckeln (33) oder Zacken versehen sind. |
| 6. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) aus einem Blech ausgeschnitten sind und an ihrer Wurzel um 90° zur Ebene des Blechs gedreht sind. |
| 7. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) sich im wesentlichen horizontal erstrecken und konvex nach unten gewölbt sind, so daß ihre Oberseite eine Auf¬ nahmemulde für die Backrohlinge bildet. |
| 8. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß es eine nach oben abgewinkelte hintere Anlagefläche (35) aufweist, die vorzugsweise als offenes Gitter ausgebildet ist. |
| 9. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß es zwei einander gegenüberliegende Seitenwangen (30) aufweist, die sich oberhalb der Vorsprünge (24) erstrecken. |
| 10. | Tragmittel (9) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sei¬ tenwangen (30) mindestens ein Paar miteinander fluchtender Steueröffnungen (31) für den Durchtritt des Lichtstrahls einer Lichtschranke (37) aufweisen. |
| 11. | Tragmittel (9) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt einer Steueröffnung (31) nahe dem vorderen Ende jeder Seitenwange (30) und ein Abschnitt einer Steueröffnung (31) nahe dem hinteren Ende jeder Seitenwange (30) angeordnet ist. |
| 12. | Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß seine beiden seitlichen Enden oberhalb der Vorsprünge (24) schwenkbar an zwei synchron angetriebenen Förderketten (2) befestigt sind. |
| 13. | Tragmittel (9) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eins seiner seitlichen Enden mindestens einen Führungsbolzen (36) aufweist, der seitlich vorragt und zum Zusammenwirken mit einer Führungsschiene bestimmt ist. |
| 14. | Verfahren zur Herstellung eines Tragmittels (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem Blech Vorsprünge (24), insbesondere Zinken, ausgeschnitten werden. |
| 15. | Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) durch Stanzwerkzeuge oder einen Laserstrahl ausgeschnitten werden. |
| 16. | Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) gebogen geschnitten werden und an mindestens einer Seite Buckel (33) oder Zacken aufweisen. |
| 17. | Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (24) an ihrer Wurzel um 90° gedreht werden, so daß die Buckel (33) oder Zacken und die konkave Seite der Biegung oben liegen. |
| 18. | Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eins der folgenden weiteren Elemente aus dem Blech ausgeschnitten wird: hintere Anlagefläche (35); Seitenwangen (30); Steueröffnungen (31); Führungsbolzen (36). |
| 19. | Back Vorrichtung mit einem Backofen (1), einer Zufuhrvorrichtung (3) für die Zufuhr von Backrohlingen (11) und einer Transportvorrichtung (2) für den Transport der Backrohlinge (11) von der Zufuhrvorrichtung (3) durch den Innenraum des Backofens (1) zu einer Abgabestation (10), an der die fertigen Backwaren (H') abgegeben werden, wobei die Transportvorrichtung Tragmittel (9) nach einem der vorangehenden Patentansprüche 1 bis 13 aufweist. |
| 20. | Back Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr¬ vorrichtung (3) mit den Vorsprüngen (24) des Tragmittels (9) zusam¬ menwirkende Aussparungen (18) aufweist, wobei die Vorsprünge (24) bei der Transportbewegung der Transportvorrichtung (2) durch die Aussparungen bewegt werden. |
| 21. | Back Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr¬ vorrichtung (3) einen Abschnitt (17) mit mehreren parallelen Schlitzen (18) aufweist und das Tragmittel (9) kammartige Zinken (24) aufweist, die bei der Transportbewegung der Transportvorrichtung (2) mit den Schlitzen (18) der Zu fuhrvorrichtung (3) kämmen. |
| 22. | Back Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung ein Paar im Abstand und parallel zueinander umlaufender Förderketten (2) aufweist, an dem die Tragmittel (9) befestigt sind. |
| 23. | Back Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrvorrichtung eine geneigte Rutschfläche (7) aufweist, die mit einer Vibrati¬ onsvorrichtung (1316) gekoppelt ist, wobei der Abschnitt (17) mit Schlitzen (18) am unteren Ende der geneigten Rutschfläche (7) angeordnet ist. |
| 24. | Back Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite jedes Schlitzes (18) größer ist als die Breite der kammartigen Zinken (24) zuzüglich der maximalen Vibrationsbewegung der Rutschfläche (7) quer zur Längsrichtung der Zinken (24). |
| 25. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß oberhalb der Rutschfläche (7) oder oberhalb der Transport¬ vorrichtung (2) eine Abstreifschiene (22) angeordnet ist. |
| 26. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet , daß die Rutschfläche (7) in Längsrichtung mit Rippen (12) versehen ist, wobei der Abstand zwischen zwei Rippen (12) im wesentlichen der Breite eines Backrohlings (11) entspricht. |
| 27. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet , daß die Rutschfläche (7') in Querrichtung ein sägezahnartiges Profil mit schrägen Auflageabschnitten (38) und im wesentlichen senkrechten Füh¬ rungsflächen (39) aufweist. |
| 28. | Back Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Auflageabschnitte (38) etwas größer als die Breite eines Backrohlings (11) ist. |
| 29. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet , daß das Tragmittel (9) schwenkbar an den Förderketten (2) aufgehängt ist. |
| 30. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 29, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Förderkette (2) in vertikaler Richtung von unten nach oben an dem mit Schlitzen (18) versehenen Abschnitt (17) der Zufuhrvorrichtung (3) vorbei bewegt. |
| 31. | Back Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 30, dadurch gekennzeichnet , daß an mindestens einem seitlichen Ende des Tragmittels (9) mindestens ein seitlich vorragender Führungsbolzen angeordnet ist und daß im Bereich der Zu¬ fuhrvorrichtung (3) eine Führungsschiene zum Führen des Führungsbolzens vorgesehen ist. |
TRAGMITTELFÜRBACKVORRICHTUNG
Technisches Umfeld
[001] Die Erfindung betrifft ein Tragmittel für den Transport von Backrohlingen durch den Innenraum eines Backofens.
[002] Derartige Tragmittel dienen vorzugsweise der Verwendung in einer Back¬ vorrichtung mit einem Backofen, einer Zufuhrvorrichtung für die Zufuhr von Back¬ rohlingen und einer Transportvorrichtung für den Transport der Backrohlinge von der Zufuhrvorrichtung durch den Innenraum des Backofens zu einer Abgabestation, an der die fertigen Backwaren abgegeben werden.
[003] Eine derartige Back Vorrichtung ist beispielsweise bekannt aus der Druckschrift
DE 30 12 043 C2. Hier wird eine Back Vorrichtung mit einem Backofen beschrieben, der in seiner oberen Wand eine Zufuhröffnung und in seiner unteren Wand eine Abga¬ beöffnung aufweist. Über einen als Zellrad ausgebildeten Vereinzeier werden einzelne Backrohlinge zugeführt, welche im vorliegenden Fall als längliche Weißbrote, im Französischen als Baguette bezeichnet, ausgebildet sind. Die Backrohlinge sind vor¬ zugsweise vorgebackene Teigwaren (Teiglinge). Über den als Zellrad ausgebildeten Vereinzeier werden sie in eine Position oberhalb einer Gondel eines Gondelförderers gebracht und fallen beim Weiterdrehen des Zellrades in die Gondel. Die Gondel bildet das Tragmittel für die Backrohlinge. Der Gondelförderer befindet sich in dem Backraum des Backofens. Er umfaßt zwei parallele und mäanderförmig verlaufende Förderketten, mit denen die mit Teigwaren befüllten Gondeln durch den Backraum des Backofens transportiert werden.
[004] Eine derartige Zuführung der Backrohlinge ist insbesondere für kleine und kurze
Backrohlinge aber auch für vorgebackene Backrohlinge mit klebriger Oberfläche pro¬ blematisch. Die Backrohlinge können sich entweder innerhalb des Vereinzelers einklemmen oder neben eine Gondel in den Backraum fallen. In beiden Fällen ist die zuverlässige und automatische Beschickung der Transportvorrichtung mit Back¬ rohlingen gestört, und ein Mitarbeiter muß die verklemmten oder daneben gefallenen Backrohlinge entfernen.
[005] Die Kontaktfläche zwischen dem als Gondel ausgeführten Tragmittel und den
Backrohlingen kann zu Problemen führen. Die Gondeln bestehen üblicherweise aus Metall und nehmen beim Transport durch den Innenraum des Backofens Wärme auf. Diese Wärme wird über die Kontaktfläche auf die Backrohlinge übertragen. Der Wär¬ meübergang an der Kontaktfläche ist sehr viel intensiver als der Wärmeübergang über die Luft in dem Backofen. Daher besteht die Gefahr, daß die Backrohlinge un¬ gleichmäßig bräunen und insbesondere im Bereich des Kontaktes mit der Gondel
intensiv durchbacken. Offenbarung der Erfindung
[006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Tragmittel und Back Vorrichtungen der eingangs genannten Art mit einfachen Mitteln zuverlässig auszugestalten.
[007] In bezug auf das Tragmittel wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Tragmittel Vorsprünge zum Auflegen der Rohlinge aufweist.
[008] Mit anderen Worten liegen die Backrohlinge nicht vollflächig auf einer ebenen
Gondel auf, sondern lediglich im Bereich der Vorsprünge der Tragmittel. Durch die reduzierte Kontaktfläche zwischen Backrohling und Tragmittel wird der Bereich des Wärmeübergangs durch Wärmeleitung wirksam reduziert. Die Wärmeleitung an der Unterseite des Backrohlings findet nur noch in geringem Maße statt. Daraus folgt, daß die Bräunung und das Durchbacken des Backrohlings an der Unterseite nicht aufgrund überD mäßiger Wärmeleitung verstärkt erfolgt. Der Backrohling wird rundum gleichDmäßig gebräunt und durchgebacken.
[009] In der Praxis können die Vorsprünge der Tragmittel durch kammartige Zinken gebildet werden. Die Vorsprünge können einen Abstand zueinander aufweisen, der einem Vielfachen ihrer Breite entspricht. So kann die Breite der Vorsprünge in der Größenordnung von etwa 1 mm liegen, insbesondere, wenn das Tragmittel mit den Vorsprüngen aus einem Stahlblech gefertigt wird. Der Abstand der Vorsprünge zueinander kann zwischen 10 und 40 mm liegen.
[010] In der Praxis können die Vorsprünge zusätzlich an der oberen Seite mit Buckeln oder Zacken versehen sein. Diese Buckel oder Zacken ragen aus der schmalen Oberseite der Vorsprünge heraus und führen zu einer weiteren Reduktion der Kon¬ taktfläche zwischen Backrohling und Vorsprung. Ferner erhöhen die Buckel oder Zacken die Reibung zwischen der Oberseite der Vorsprünge und dem darauf auf¬ liegenden Backrohling. Hierdurch wird die Gefahr reduziert, daß der Backrohling während des Transports auf dem Tragmittel herunterrutscht.
[011] Wie erwähnt, können die Vorsprünge in der Praxis aus Blech ausgeschnitten sein.
Beim Ausschneiden liegen die Vorsprünge in der Hauptebene des Blechs. Sie können nach dem Ausschneiden an ihrer Wurzel, d.h. an dem Bereich, an dem die Vorsprünge in den angrenzenden Bereich des Tragmittels übergehen, um 90° zur Ebene des Blechs gedreht werden. Hieraus folgt, daß die Schmalseite des Blechs die Oberseite des Vorsprungs bildet und eine möglichst kleine Kontaktfläche zwischen dem Vorsprung und dem Backrohling realisiert wird.
[012] Ferner werden sich die Vorsprünge, auf denen die Backrohlinge aufliegen, in der
Praxis im wesentlichen horizontal erstrecken und konvex nach unten gewölbt sein. Auf diese Weise bildet ihre Oberseite eine Aufnahmemulde für die Backrohlinge. Diese
muldenförmige Oberseite reduziert zusätzlich die Gefahr, daß die Backrohlinge von den Vorsprüngen herunterfallen.
[013] Außerdem können die Tragmittel in der Praxis eine nach oben abgewinkelte hintere
Anlagefläche aufweisen, die vorzugsweise als offenes Gitter ausgebildet ist. Auch diese gitterförmige hintere Anlagefläche kann aus einem Blech geschnitten und an¬ schließend in bezug auf die Ebene des Bleches nach oben abgewinkelt sein.
[014] In der Praxis können die Tragmittel an ihren Seiten zwei einander gegen¬ überliegende Seitenwangen aufweisen, die sich oberhalb der Vorsprünge erstrecken. Die Seitenwangen vermeiden zum einen ein Herunterfallen der Backrohlinge und bieten zum anderen eine Fläche, an der funktionale Elemente des Tragmittels befestigt werden können.
[015] An den einander gegenüberliegenden Seitenwangen kann beispielsweise mindestens ein Paar miteinander fluchtender Steueröffnungen für den Durchtritt eines Lichtstrahls einer Lichtschranke vorgesehen sein. Das Tragmittel kann auf seinem Transportweg an einer ortsfesten Lichtschranke vorbeigeführt werden, wobei die Steueröffnungen vor der Lichtschranke vorbeilaufen. Sobald die Vorderkante der Seitenwange in die optische Achse der Lichtschranke eintritt, versperrt sie den Weg für den Lichtstrahl der Lichtschranke. Das Signal der Lichtschranke gibt somit das Vorhandensein eines Tragmittels wieder.
[016] Bei der weiteren Fortbewegung des Tragmittels wird die Steueröffnung auf die
Lichtschranke zu bewegt. Befindet sich kein Backrohling auf dem Tragmittel, kann das Licht der Lichtschranke durch die Steueröffnung wieder hindurchtreten. Das Signal der Lichtschranke signalisiert dann ein leeres Tragmittel. Ist das Tragmittel mit einem Backrohling befüllt, tritt das Licht der Lichtschranke nicht durch die Steueröffnung hindurch. Das Signal der Lichtschranke gibt somit wieder, daß das Tragmittel befüllt ist.
[017] In der Praxis kann ein Abschnitt einer Steueröffnung nahe dem vorderen Ende der
Seitenwange und ein Abschnitt einer Steueröffnung nahe dem hinteren Ende der Seitenwange angeordnet sein. Dies ermöglicht die Unterscheidung anhand des Licht¬ schrankensignals, ob das Tragmittel in seinem vorderen Bereich oder in seinem hinteren Bereich befüllt ist. Es können entweder zwei separate Steueröffnungspaare am vorderen Ende und am hinteren Ende der Seitenwangen vorgesehen werden. Alternativ können die Steueröffnungen als Langlöcher ausgebildet sein, die sich über einen großen Abschnitt der Länge der Seitenwangen erstrecken.
[018] Ferner ist das Tragmittel in der Praxis vorzugsweise an seinen beiden seitlichen
Enden oberhalb der Vorsprünge schwenkbar an zwei synchron angetriebenen För¬ derketten befestigt. Hierzu sind vorzugsweise die Seitenwangen mit Schwenkachsen versehen, welche an den Förderketten befestigt sind.
[019] Zusätzlich kann wenigstens eins der beiden seitlichen Enden, vorzugsweise eine der
Seitenwangen, mit mindestens einem Führungsbolzen versehen sein, der seitlich vorragt und zum Zusammenwirken mit einer Führungsschiene bestimmt ist. Die Füh¬ rungsschiene kann den Führungsbolzen an einer Seite oder an beiden Seiten entlang einer bestimmten Bewegungsbahn leiten. Dies ist insbesondere im Bereich der Aufnahme der Backrohlinge vorteilhaft, da hier aufgrund des Gewichts der Backrohlinge das Tragmittel wegkippen kann und die Backrohlinge herunterfallen können. Durch die Führungsschiene wird ein derartiges Wegkippen verhindert.
[020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Tragmittels der oben beschriebenen Art betroffen.
[021] Das Verfahren soll die kostengünstige Herstellung des Tragmittels ermöglichen.
[022] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß aus einem Blech Vorsprünge, insbesondere
Zinken, ausgeschnitten werden.
[023] Die Vorsprünge können in der Praxis durch ein Stanzwerkzeug oder einen La¬ serstrahl ausgeschnitten werden.
[024] Wie bereits oben erwähnt, ist die Fertigung des Tragmittels aus Blech besonders vorteilhaft, da die Vorsprünge durch die sehr dünnen Schmalseiten des Blechs gebildet werden können und dadurch eine sehr kleine Kontaktfläche aufweisen.
[025] In der Praxis können die Vorsprünge gebogen geschnitten werden und an mindestens einer Seite Buckel oder Zacken aufweisen. Die Vorsprünge werden vor¬ zugsweise an ihrer Wurzel um 90° gedreht, so daß die Buckel oder Zacken und die konkave Seite der Biegung oben liegen. Auf diese Weise wird ein sehr schmaler Vorsprung mit einer Aufnahmemulde für den Backrohling und Buckel oder Zacken an seiner Oberseite geschaffen.
[026] Ferner können aus dem Blech eines oder mehrere der folgenden weiteren Elemente des Tragmittels ausgeschnitten werden:
• hintere Anlagefläche;
• Seitenwangen;
• Steueröffnungen;
• Führungsbolzen.
[027] In der Praxis werden diese Elemente ausgeschnitten und anschließend gebogen. So wird die hintere Anlagefläche um einen Winkel von etwa 60° zur Haupter- streckungsrichtung der Vorsprünge nach oben gebogen. Die Seitenwangen werden im wesentlichen um 90° nach oben gebogen. Dabei verbleibt der Führungsbolzen, der vor¬ zugsweise aus einer Seitenwange ausgeschnitten ist, in der Hauptebene der Zinken, so daß er seitlich über eine Seitenwange hinausragt.
[028] Schließlich betrifft die Erfindung - wie eingangs erwähnt - eine Back Vorrichtung mit einem Backofen, einer Zufuhrvorrichtung für die Zufuhr von Backrohlingen und
einer Transportvorrichtung für den Transport der Backrohlinge von der Zufuhr¬ vorrichtung durch den Innenraum eines Backofens zu einer Abgabestation, an der die fertigen Backwaren abgegeben werden, wobei die Transportvorrichtung Tragmittel der oben beschriebenen Art aufweist.
[029] Die Tragmittel stellen sicher, daß mit der erfindungsgemäßen Back Vorrichtung ein optimales Backergebnis erzielt wird.
[030] In der Praxis kann die Zufuhrvorrichtung mit den Vorsprüngen des Tragmittels zu¬ sammenwirkende Aussparungen aufweisen, wobei die Vorsprünge bei der Trans¬ portbewegung der Transportvorrichtung durch die Aussparungen bewegt werden.
[031] Mit anderen Worten weisen der genannte Abschnitt der Zufuhrvorrichtung und das
Element der Transportvorrichtung einander durchragende und komplementäre Formen, nämlich Vorsprünge und Aussparungen, auf. Wenn die Transportvorrichtung bei der Transportbewegung an der Zufuhrvorrichtung vorbeiläuft, ragen die Vorsprünge in die Aussparungen. Die Transportbewegung sollte im wesentlichen rechtwinklig zur Er¬ streckung der Vorsprünge und Aussparungen erfolgen, so daß die auf dem genannten Abschnitt der Zufuhrvorrichtung liegenden Backrohlinge auf das komplementär geformte Element der Transportvorrichtung übergeben werden. Dabei können die Vorsprünge entweder an der Zufuhrvorrichtung oder an der Transportvorrichtung angeordnet sein. Gleiches gilt für die Aussparungen.
[032] In einer praktischen Ausführungsform weist die Zufuhrvorrichtung einen Abschnitt mit mehreren parallelen Schlitzen auf und die Transportvorrichtung weist mindestens ein Tragmittel mit kammartigen Zinken auf. Die Zinken kämmen bei der Trans¬ portbewegung der Transportvorrichtung mit den Schlitzen der Zufuhrvorrichtung.
[033] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die auf der Zufuhrvorrichtung ver¬ einzelten Backrohlinge in den geschlitzten Abschnitt transportiert werden, wo sie von den kammartigen Zinken des Tragmittels aufgenommen und fort transportiert werden. Bei diesem Vorgang der Übergabe der Backrohlinge von der Zufuhrvorrichtung an das Tragmittel wird keine Fallstrecke eingesetzt, über welche die Backrohlinge ungeführt aufgrund der Schwerkraft bewegt werden. Vielmehr erfolgt die zwangsgeführte un¬ mittelbare Übergabe im geschlitzten Abschnitt der Zufuhrvorrichtung. Im ersten Zeit¬ abschnitt der Übergabe liegen die Backrohlinge sicher auf dem Material der Zufuhr¬ vorrichtung zwischen den Schlitzen auf. Sobald die kammartigen Zinken des Tragmittels durch die Schlitze hindurch bewegt werden, heben diese Zinken den Backrohling von der Zufuhrvorrichtung ab und nehmen ihn in Transportrichtung mit. Selbst wenn ein Backrohling nur teilweise auf den Zinken des Tragmittels liegt und bei der weiteren Bewegung des Tragmittels von den Zinken herunterrutscht, fällt dieser Backrohling lediglich wieder auf den geschlitzten Abschnitt der Zufuhr Vorrichtung. Bei einem späteren Vorbeilauf eines Tragmittels mit kammartigen Zinken wird der
heruntergefallene Backrohling dann mitgenommen. Die Gefahr, daß ein Backrohling während dieser Übergabe an das Tragmittel herunterfällt oder sich verklemmt, ist praktisch ausgeschlossen.
[034] Die Transportvorrichtung der vorliegenden Back Vorrichtung weist vorzugsweise ein
Paar im Abstand und parallel zueinander umlaufender Förderketten auf. Diese För¬ derketten laufen von der Zufuhrvorrichtung außerhalb des Backofens in den Backofen hinein. Die Förderketten durchlaufen den Backofen, das heißt, sie verweilen in dem Backofen während einer vorgegebenen Verweildauer, wobei sie mit der Transportge¬ schwindigkeit durch den Backofen bewegt werden. Danach treten sie aus dem Backofen wieder heraus. Die Abgabestation für die fertig gebackenen Backwaren auf den Tragmitteln liegt vorzugsweise hinter diesem Austritt ebenfalls außerhalb des Backofens. Ein Abwurf der gebackenen Backwaren von dem Tragmittel kann auch innerhalb des Backofens erfolgen. Eine Rutsche für die abgeworfenen Backwaren kann aus dem Ofen heraus führen.
[035] Zwischen den zwei Förderketten des Förderkettenpaars sind die Tragmittel angeordnet. Die Tragmittel sind vorzugsweise schwenkbar aufgehängte Gondeln, welche um eine quer zu den Förderketten verlaufende Schwenkachse beweglich aufgehängt sind. Der Schwerpunkt der Gondeln befindet sich unterhalb der Schwenkachse, so daß sie während des Transports durch das Förderkettenpaar in einer stabilen Position an den Ketten hängen.
[036] Die erfindungsgemäße Zufuhrvorrichtung kann in der Praxis ein Vereinze¬ lungsmittel aufweisen, damit gewährleistet ist, daß in dem geschlitzten Abschnitt der Zufuhrvorrichtung die Backrohlinge vereinzelt vorliegen und vereinzelt an die Tragmittel übergeben werden. Dieses Vereinzelungsmittel wird in der Praxis von einer Rutschfläche gebildet, die einige erfindungswesentliche Merkmale aufweist. Das Ver¬ einzelungsmittel dient der Lösung der Aufgabe, einen zuverlässigen Transport der Backrohlinge zu dem Tragmittel zu gewährleisten. Die Zufuhrvorrichtung kann als Vereinzelungsmittel eine geneigte Rutschfläche aufweisen, die mit einer Vibrations¬ vorrichtung gekoppelt ist. Die Vibrations Vorrichtung, nachfolgend auch Rüttler genannt, versetzt die Rutschfläche in Schwingungen. Backrohlinge, die oft eine feuchte und klebrige Oberfläche aufweisen und aneinander haften, werden durch die Vibrationen voneinander getrennt. Im geschlitzten Abschnitt liegen die Backrohlinge dann vereinzelt nebeneinander auf der Rutschfläche auf.
[037] Der Vibrationsantrieb kann eine drehangetriebene Welle umfassen, an der eine ex¬ zentrische Masse angeordnet ist. Die Rutschfläche ist elastisch federnd aufgehängt. Durch den Exzenter kann die Rutschfläche in Schwingungen versetzt werden.
[038] Alternativ zu dem Exzenter kann ein Kurbelantrieb unmittelbar Hubbewegungen von einem Antriebsmotor auf die Rutschfläche übertragen.
[039] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Vibrationsantrieb einen elektro¬ magnetischen Antrieb auf. Die Zufuhrvorrichtung ist als Vibrations-Linearförderer ausgebildet werden. Ein derartiger Vibrations-Linearförderer ist beispielsweise in dem deutschen Patent DE 41 23 776 C2 beschrieben. Hier wird eine Auflagefläche für die zu fördernden Gegenstände über eine Federanordnung an einer Gegenmasse befestigt. Die Gegenmasse wird federnd mit dem Fundament verbunden. Die Federn erstrecken sich in einer zur Rutschfläche schräg verlaufenden Ebene, so daß sie in der Ebene der Rutschfläche nachgeben können. Durch eine elektrisch beaufschlagte Magnetspule, welche auf ein Magnetjoch an der Rutschfläche wirkt, wird das Federsystem mit der Rutschfläche in Schwingungen nahe der Resonanz der Federanordnung versetzt. Durch geeignete Wahl der Federn, des elektromagnetischen Antriebs und der Massen der Rutschfläche und der Gegenmasse können unterschiedliche Schwingfrequenzen und - amplituden eingestellt werden. Die Erzeugung der Schwingungen erzeugt mit einem derartigen Antrieb fast geräuschlos. Auf diese Weise kann die Zufuhrvorrichtung einerseits für den normalen Betrieb mit geringer Schwingamplitude und andererseits für einen Betrieb bei Störungen mit hoher Schwingamplitude eingesetzt werden. Eine derartige Störung kann beispielsweise bei stark verklebten Backrohlingen eintreten, die zunächst nicht voneinander getrennt werden können. Die Rutschfläche ist vor¬ zugsweise zur horizontalen Richtung geneigt, damit die Förderbewegung durch den Schwingförderer durch die Schwerkraft unterstützt wird. Eine sehr gute Förderung erreicht man, wenn die Rutschfläche ein Gefälle von ca. 7° zur Waagerechten aufweist.
[040] In der Praxis sollte der Aufnahmeabschnitt mit den Schlitzen am unteren Ende der geneigten Rutschfläche angeordnet sein. Die Schwerkraft und die Wirkung des Rüttlers transportieren die Backrohlinge zu dem geschlitzten Abschnitt der geneigten Rutschfläche.
[041] In dem genannten geschlitzten Abschnitt sollte die Breite jedes Schlitzes in der
Praxis größer gewählt werden, als die Breite der kammartigen Zinken zuzüglich der maximalen Vibrationsbewegung quer zur Längsrichtung der Zinken. Hierdurch wird vermieden, daß beim Vibrieren das Material der Rutschfläche gegen die kammartigen Zinken schlägt. Selbstverständlich ist auch in der Längsrichtung der kammartigen Zinken ein ausreichender Abstand zwischen dem Material des Tragmittels und dem Material der Zufuhrvorrichtung zu wahren, um ein Gegeneinanderschlagen dieser beiden Bauteile während der Übergabe der Backrohlinge zu vermeiden.
[042] Bei einer praktischen Ausführungsform ist oberhalb der Rutschfläche eine Ab¬ streifschiene angeordnet. Der Abstand der Abstreifschiene zur Rutschfläche sollte etwas größer sein, als die maximale Höhe eines Backrohlings. Zwischen dem auf der Rutschfläche aufliegenden Backrohling und der Abstreifschiene sollten etwa 3 - 10 mm Abstand verbleiben. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß keine zwei aufeinan-
derliegenden Backrohlinge in den Endabschnitt der Rutschfläche mit Schlitzen eintreten, was zu einem Zusammenbacken der beiden Rohlinge beim Durchlauf durch den Backofen führen könnte. Alternativ kann die Abstreifschiene oberhalb der Trans¬ portvorrichtung für die Backrohlinge vor dem Eintritt in den Backofen angeordnet sein. Diese Abstreifschiene wirft dann übereinander haftende Backrohlinge von dem Tragmittel. Diese alternative Abstreifschiene ist vorzugsweise so angeordnet, daß die übereinander haftenden Backrohlinge wieder auf die Rutschfläche fallen.
[043] Ferner kann die Rutschfläche mit Rippen versehen sein, deren Abstand zueinander im wesentlichen der Breite eines Backrohlings entspricht. In der Praxis ist der Abstand um einige Millimeter größer als die Breite des Backrohlings zu wählen. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die Backrohlinge nebeneinander liegend in den ge¬ schlitzten Bereich der Rutschfläche eintreten. In Verbindung mit der Abstreifschiene ist bei der erfindungsgemäßen Back Vorrichtung sichergestellt, daß die Backrohlinge in einer Lage und einzeln nebeneinander in den Abschnitt der Rutschfläche mit den Schlitzen eintreten. In dieser optimalen Anordnung werden die Backrohlinge von dem Tragmittel übernommen und in den Backofen eingebracht.
[044] In der Praxis kann die Rutschfläche auch in Querrichtung ein sägezahnartiges Profil mit schrägen Auflageabschnitten und im wesentlichen senkrechten Führungsflächen aufweisen. Diese Profilierung hat gegenüber Rippen den Vorteil, daß die Backrohlinge nur auf einer Seite geführt werden. Dadurch wird die Gefahr verringert, daß sich Backrohlinge während des Transports auf der vibrierenden Rutschfläche verklemmen. Die Breite der Auflageabschnitte kann etwas größer als die Breite eines Backrohlings sein, damit diese ohne gegenseitige Berührung über die Rutschfläche transportiert werden.
[045] Die Profilierung der Rutschfläche ist aber nicht unbedingt erforderlich, da die Vi¬ brationsvorrichtung auch bei einer glatten Rutschfläche die Backrohlinge sicher voneinander trennen kann.
[046] In der Praxis kann die Rutschfläche mit kleinen Vorsprüngen versehen sein.
Hierdurch wird die Kontaktfläche zwischen der Rutschfläche und den Backrohlingen verringert und dadurch die Widerstand der häufig an der Rutschfläche anhaftenden Backrohlinge gegen den Transport reduziert. Insbesondere eignet sich ein muster¬ gewalztes Blech zur Fertigung der Rutschfläche, z.B. ein mustergewalztes Blech der Profilform 5WL nach DIN 17441.
[047] In einer praktischen Ausführungsform verläuft die Förderkette in vertikaler
Richtung von unten nach oben an dem geschlitzten Abschnitt der Zufuhrvorrichtung vorbei, um die Backrohlinge mitzunehmen.
[048] Bei einer praktischen Ausführungsform ist die Abgabestation besonders vorteilhaft ausgebildet, so daß zuverlässig ohne jeglichen Verschleiß das Abkippen der fertigen
Backwaren gewährleistet ist. Eine derartige Ausbildung der Abgabestation ist auch für sich gestellt und ohne die vorangehend beschriebenen Merkmale der Zufuhr¬ vorrichtung vorteilhaft einzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, läuft das Förder¬ kettenpaar an der Abgabestation um ein Zahnradpaar, zwischen dem eine mit der Drehgeschwindigkeit der Zahnräder drehende Welle angeordnet ist, auf der das gon¬ delartige Tragmittel aufliegt, so daß die kammartigen Zinken sich neigen, wobei die Backwaren von den Zinken herunterrutschen.
[049] Der Radius der Zahnräder ist kleiner als der größte Abstand des hinteren En¬ dabschnitts des Tragmittels von einer Schwenkachse, um welche das Tragmittel ver¬ schwenkbar an dem Förderkettenpaar befestigt ist. Vorzugsweise wird das gondelartige Tragmittel durch das Zahnradpaar aus einer vorwärts gerichteten Transportbewegung in eine abwärts und nach hinten gerichtete Bewegung umgelenkt. Beim Umlenken der zwei Förderketten durch das Zahnradpaar sitzt der hintere Bereich des Tragmittels auf der Welle zwischen dem Zahnradpaar auf. Die Schwenkachse des Tragmittels, welche fest mit den Ketten verbunden ist, wird dabei weiter nach unten bewegt, wobei der Kontaktpunkt mit der Welle im wesentlichen auf der gleichen Höhe verbleibt. Dabei kippt das Tragmittel und seine Auflagefläche neigt sich nach unten, so daß die auf ihm aufliegenden Backwaren nach unten fallen. Dabei findet keine Relativbewegung zwischen dem aufliegenden Ende des Tragmittels und der Wellenoberfläche statt, da sich beide mit der gleichen Drehgeschwindigkeit drehen. Ein Abrieb in diesem Bereich, der zu einer Verunreinigung der Backwaren führen könnte, wird wirksam vermieden.
[050] Nach dem Abwerfen der fertigen Backwaren und aufgrund der weiteren Trans¬ portbewegung der Förderketten bewegt sich die Schwenkachse des Tragmittels in der Folge weiter von der Welle zwischen den Zahnrädern des Zahnradpaares weg, so daß das Tragmittel wieder freikommt. Entweder überschlägt es sich dabei um seine Schwenkachse oder es entfernt sich so weit von der Welle, daß es wieder in seine Aus¬ gangslage zurückschwenken kann.
[051] In einer praktischen Ausführungsform weist die Back Vorrichtung einen An¬ triebsmotor auf, der die genannte Welle zwischen den zwei Zahnrädern des Zahn¬ radpaares antreibt. Die Welle, die drehfest mit den zwei Zahnrädern verbunden ist, erfüllt somit neben der Funktion des Abkippens der Backwaren auch die Funktion des Antriebs der Förderketten.
[052] Wie oben erwähnt, kann an mindestens einem seitlichen Ende des Tragmittels, d.h. vorzugsweise an einer Seitenwange, ein seitlich vorragender Führungsbolzen vorgesehen sein. Im Bereich der Zufuhrvorrichtung ist eine Führungsschiene zum Führen des Führungsbolzens angeordnet. Hierdurch wird sichergestellt, daß das Tragmittel nicht verschwenkt, wenn durch die Beschleunigung des von der Zufuhr-
Vorrichtung übernommenen Backrohlings Kräfte auf das Tragmittel wirken.
[053] Schließlich kann bei einer praktischen Ausführungsform die Frequenz und/oder die
Amplitude der Vibrationsvorrichtung der Rutschfläche verstellbar sein. Diese Fre¬ quenzverstellung der Rutschfläche sowie er sich hieraus ableitende Betrieb der Vibrati¬ onsvorrichtung in verschiedenen Phasen ist erfindungswesentlich und ermöglicht einen besonders zuverlässigen und ruhigen Betrieb der Vibrations Vorrichtung. Es lassen sich dadurch unterschiedliche Transportgeschwindigkeiten für die Backrohlinge realisieren. Die Frequenz und/oder die Amplitude der Vibrations Vorrichtung kann während des Betriebs der Back Vorrichtung in Abhängigkeit von der jeweils erforderlichen Förder¬ geschwindigkeit verstellt werden. Insbesondere bei einer Back Vorrichtung, bei der Tragmittel mit kämmenden Zinken die Backrohlinge von der Rutschfläche übernehmen, ist unmittelbar nach der Übernahme eine geringe Fördergeschwindigkeit erforderlich, während die Backrohlinge von der Übergabezone abgehoben werden. Danach ist eine hohe Fördergeschwindigkeit erforderlich, bis neue Backrohlinge an der Übergabezone der Rutschfläche bereitgestellt werden. In der Übergabephase, wenn Backrohlinge bereits in der Übergabezone angelangt sind, könnte die Vibrations¬ vorrichtung abgestellt werden, da bis zur Übernahme und zum Entfernen der Backrohlinge durch ein Tragmittel aus der Übergabezone keine weitere För¬ derbewegung erfolgen soll. Es kann aber nachteilig sein, wenn die Vibrations¬ vorrichtung alternierend zwischen Fördergeschwindigkeit und vollständiger Ruhe im Leerlauf umgeschaltet wird. Das Hochfahren der Vibrationsgeschwindigkeit auf die Förderfrequenz und die Förderamplitude kann erstens energieaufwendig sein und zweitens störende Geräusche erzeugen. Verbleibt die Vibrations Vorrichtung dagegen während der Leerlaufphase bei der Förderfrequenz mit geringer Amplitude, so ist die Steigerung allein der Amplitude zur erneuten Förderung mit geringer Geräusch¬ entwicklung verbunden. Die Änderung der Amplitude erfolgt fast geräuschlos.
[054] Dementsprechend kann ein Verfahren für den Betrieb einer oben beschriebenen
Back Vorrichtung mit verstellbarer Vibrations Vorrichtung realisiert werden, dessen Merkmale erfindungswesentlich sind. Für verschiedene Fördergeschwindigkeiten der Rutschfläche wird die Frequenz und/oder die Amplitude der Vibrations Vorrichtung während des Betriebs der Back Vorrichtung verstellt, wobei insbesondere in einer Leer¬ laufphase bei gleicher Frequenz die Amplitude der Vibrations Vorrichtung und damit der Rutschfläche verringert wird.
[055] Die Frequenz- oder Amplitudenverstellung kann insbesondere dann genutzt werden, wenn - wie oben beschrieben - die Backrohlinge in einer Übergabephase von der Rutschfläche auf ein Tragmittel mit Vorsprüngen übergeben werden. Die Über¬ gabephase sollte in der Leerlaufphase der Vibrationsvorrichtung enthalten sein, so daß während des Anhebens der Backrohlinge durch das Tragmittel und kurz danach keine
starke Förderung der auf der Rutschfläche liegenden Backrohlinge erfolgt. Diese Förderung könnte dazu führen, daß die Backrohlinge auf dem Tragmittel übereinander gestapelt werden oder sich ein Backrohling auf ein vorderes Ende eines Vorsprungs des Tragmittels aufspießt. Die Förderphase wird erst dann wieder gestartet, wenn das Tragmittel einen Abstand zur Rutschfläche aufweist, der größer ist als die Höhe eines Backrohlings. Dadurch wird ein Aufspießen zuverlässig vermieden.
[056] Ebenfalls kann die Frequenz- oder Amplitudenverstellung eingesetzt werden, wenn eine Mehrzahl von Backrohlingen auf die Rutschfläche abgeworfen wird, z.B. durch einen Beschickungswagen. Die abgeworfenen Backrohlinge können noch aneinander haften oder übereinander auf der Rutschfläche liegen. Im Anschluß an den Abwurf kann für einen kurzen Zeitraum eine besonders hohe Frequenz und/oder Amplitude eingestellt werden, die durch besonders starke Vibrationsbewegungen die Backrohlinge voneinander trennt. Nach dieser kurzen Trennphase, die z.B. 10 Sekunden dauern kann, wird dann zwischen einer Förderphase mit geringerer Frequenz und/oder Amplitude und Leerlaufphase mit noch weiter abgesenkter Frequenz und/ oder Amplitude umgeschaltet, um den Transport der Backrohlinge in die Übergabezone sicherzustellen. Kurze Beschreibung von Zeichnungen [057] Nachfolgend wird eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Back Vorrichtung; Fig. 2 eine Seitenansicht der Zufuhrvorrichtung der erfindungsgemäßen Back¬ vorrichtung;
Fig. 3 eine Draufsicht der Zufuhrvorrichtung aus Fig. 2; Fig. 4 eine Seitenansicht der Zufuhrvorrichtung mit Tragmittel und Fig. 5 eine Draufsicht der Zufuhrvorrichtung mit Tragmittel; Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung eines Abschnittes der Zufuhrvorrichtung und des
Tragmittels;
Fig. 7 eine Seitenansicht der Abgabestation; Fig. 8 eine Draufsicht der Abgabestation; Fig. 9 eine schaubildliche Ansicht eines Tragmittels; Fig. 10 eine Draufsicht auf den Blechzuschnitt eines Tragmittels; Fig. 11 eine geschnittene Seitenansicht des Blechzuschnitts nach dem Hochbiegen der hinteren Anlagefläche;
Fig. 12 eine Rückansicht des Blechzuschnitts nach dem Hochbiegen der Sei¬ tenwangen;
Fig. 13 eine Draufsicht auf das Tragmittel;
Fig. 14 eine geschnittene Seitenansicht des Tragmittels;
Fig. 15 eine in der Ebene hinter einer Förderkette geschnittene Seitenansicht des an einer Förderkette in der Back Vorrichtung befestigten Tragmittels und Fig. 16 eine gemäß der Ebene Y-Y in Figur 5 geschnittene Darstellung einer al¬ ternativen Ausführungsform der Rutschfläche.
[058] Die in Fig. 1 dargestellte Back Vorrichtung umfaßt einen Backofen 1 zum Backen von Backrohlingen oder Teiglingen, welche meist angetaut, aufgetaut oder tiefgefroren und/oder vorgebacken automatisch dem Backraum des Backofens 1 zugeführt werden. Der Backofen 1 ist thermisch isoliert und weist auf der in Fig. 1 erkennbaren Seite 1 ein Sichtfenster auf. Zur besseren Übersichtlichkeit ist die Seitenwand des Backofens 1 transparent dargestellt. Die Backrohlinge sind in Fig. 1 nicht dargestellt.
[059] Zum Transport der Backrohlinge in den Backofen 1 ist eine Transportvorrichtung vorgesehen, welche ein Paar im Abstand und parallel zueinander umlaufender För¬ derketten 2 aufweist. Wiederum aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Verlauf der Förderketten 2 in der Fig. 1 nur durch eine dünne Linie eingezeichnet. Abschnitte der Förderketten 2 sind in den Fig. 5, 6, 8 und 15 zu erkennen. Da die Förderketten 2 auch durch den beheizten Backraum des Backofens 1 laufen, sind sie vorzugsweise aus hitzefesten Materialien, insbesondere aus Stahl, hergestellt.
[060] Ferner umfaßt die Back Vorrichtung aus Fig. 1 eine Zufuhrvorrichtung 3, welche aus mehreren Elementen besteht. Zum einen sind zwei Beschickungswagen 4 und 5 zu erkennen, auf denen Backrohlinge, insbesondere vorgebackene Brötchen in ver¬ schiedenen Lagen angeordnet sind. Unterhalb der Beschickungswagen 4 und 5 ist eine Wanne 6 angeordnet, deren Bodenfläche eine geneigte Rutschfläche 7 bildet.
[061] Während die Beschickungswagen 4 und 5 Backrohlinge für Brötchen trans¬ portieren, die auf die Rutschfläche 7 fallen, ist an der dem Backofen 1 zugewandten Seite des Beschickungswagens 5 ein Vorratsmagazin 8 für längliche Backwaren, ins¬ besondere Baguettes, angeordnet.
[062] Zwischen den Förderketten 2 sind jeweils quer verlaufend Tragmittel 9 angeordnet, von denen die Backrohlingen aufgenommen und in den Backraum des Backofens 1 transportiert werden. In dem Backraum des Backofens 1 verlaufen die zueinander parallelen Transportketten 2 mäanderförmig, so daß die Tragmittel 9 für eine ausreichend lange Zeit innerhalb des Backraums des Backofens 1 verweilen. Die Tragmittel 9 sind nach Art einer Gondel an dem Förderkettenpaar befestigt. Hierzu sind sie um eine quer zum Förderkettenpaar 2 verlaufende Achse schwenkbar angehängt. Aufgrund ihres unterhalb der Schwenkachse liegenden Schwerpunkts verharren sie ohne äußere Einwirkung in der in Fig. 1 dargestellten Position, in der ihre Auflagefläche im wesentlichen waagerecht verläuft oder gegebenenfalls um einen
kleinen Winkel zur in Fig. 1 rechten Seite hin nach unten geneigt ist.
[063] Am Austritt aus dem Backraum des Backofens 1 ist eine Abgabestation 10 vorgesehen, an der die fertig gebackenen Backwaren von den Tragmitteln 9 entfernt werden. Die genaue Funktion der Abgabestation 10 wird in Verbindung mit den Fig. 7 und 8 beschrieben.
[064] In den Fig. 2 und 3 ist die Wanne 6 zu erkennen, mit der die Backrohlinge 11 für
Brötchen vereinzelt und zu den Tragmitteln 9 abgeführt werden. Die Wanne 6 ist zur waagerechten Ebene um etwa 7° geneigt angeordnet, so daß ihr Boden eine Rutschfläche 7 für die Backrohlinge 11 bildet. Die Rutschfläche 7 ist an den Seiten durch die Seitenwände 20 der Wanne begrenzt und dazwischen durch vier zueinander parallele Rippen 12 unterteilt, so daß fünf zueinander parallele Streifen entstehen, deren Breite jeweils etwas größer als die Breite eines Backrohlings 11 ist. Die Höhe der Rippen 12 sollte mindestens der Hälfte der Höhe der Backrohlinge 11 entsprechen, kann aber auch höher sein.
[065] Wie in Figur 9 zu erkennen, kann anstelle der Rippen ein sägezahnförmiges Profil der Rutschfläche T vorgesehen sein. Die Rutschfläche T weist aufeinanderfolgend in Querrichtung, d.h. quer zur Förderrichtung in der in Fig. 9 gezeigten Erstreckung, ein sägezahnartiges Profil mit schrägen Auflageabschnitten 30 und im wesentlichen senkrechten Führungsflächen 31 auf. Die Breite der Auflageabschnitte 30 ist etwas größer als die Breite eines Backrohlings 11. Die Backrohlinge 11 sind dadurch nur an einer Seite durch die Führungsfläche 31 geführt. Hierdurch wird die Gefahr reduziert, daß sie zwischen zwei Rippen eingeklemmt werden. Außerdem bewirkt die Schrägstellung der Auflageabschnitte 30 der Führungsflächen 31 in Querrichtung, daß die Backrohlinge 11 eine definierte Lage zueinander einnehmen, wobei sie - wie in Fig. 9 erkennbar -jeweils gegen eine Führungsfläche 31 anliegen.
[066] Die gesamte Wanne 6 besteht vorzugsweise aus rostfreiem Stahlblech. Das Blech kann ein Profil mit kleinen Vorsprüngen aufweisen, wodurch die Kontaktfläche zwischen den Backrohlingen 11 und der Rutschfläche 7,7' reduziert wird. Da die Backrohlinge 11 meist ungebackene oder nur kurz vorgebackene Teiglinge sind, die an der Rutschfläche 7,7' haften, wird durch die Reduktion der Kontaktfläche das Anhaften der Backrohlinge an der Rutschfläche 7,7' verringert.
[067] Die Wanne 6 ist mit einer elektromagnetischen Vibrationsvorrichtung versehen.
Hierzu ist die Wanne 6 über Blattfedern 13 mit einer Gegenmasse 14 unterhalb der Wanne 6 verbunden. Die Gegenmasse 14 ist ebenfalls über Federn am Fundament befestigt. An der Gegenmasse 14 sind zwei MagDnetspulen 15 angeordnet, welche mit jeweils einem Magnetjoch 16 an der Wanne 6 zusammenwirken. Durch Beauf¬ schlagung der Magnetspule 15 mit sich periodisch änderndem Strom wird eine die Federn 13 biegende, sich synchron mit dem Strom ändernde Kraft erzeugt. Hierdurch
schwingen die Massen der Wanne 6 und der Gegenmasse 14 relativ zueinander. Durch entsprechende Auslegung der Federn und der Massen können Vibrationsbewegungen der Wanne 6 erzielt werden, die eine sehr wirkungsvolle Förderung bewirken. Durch variable Ansteuerung der Magnetspulen 15 lassen sich unterschiedliche Schwingungs¬ frequenzen und -amplituden einstellen. Ein derartiger Vibrations -Linearförderer ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift DE 41 23 776 C2 beschrieben. Er arbeitet bei optimaler Federauslegung sehr geräuscharm und überträgt nur geringe Schwingungen auf das Fundament.
[068] Die Rutschfläche 7 der Wanne 6 führt durch diesen Vibrationsantrieb
Schwingungen aus, welche Backrohlinge 11 auf der Wanne 6 in Richtung des in Fig. 2 rechts dargestellten Endabschnitts 17 der Wanne 6 transportiert. Wie z.B. in Fig. 3 erkennbar, ist der Endabschnitt 17 der Wanne 7 mit Schlitzen 18 versehen. Die Wanne 6 ist vorzugsweise aus stabilem Blech gefertigt. In der dargestellten Ausführungsform besteht der Endabschnitt 17 der Wanne 6 aus einzelnen länglichen Metallstreifen 19, wobei die Schlitze 18 jeweils zwischen zwei Metallstreifen 19 oder zwischen einem Metallstreifen 19 und einer Rippe 12 bzw. einer Seitenwand 20 der Wanne 6 verlaufen. Die Enden der Metallstreifen 19 der Wanne 6 sind nach oben umgebogen und bilden nach oben ragende Anschläge 20. Diese Anschläge 20 verhindern, daß die Backrohlinge 11 vom geschlitzten Abschnitt 17 der Wanne 6 herunterrutschen.
[069] Im Betrieb werden somit auf die Wanne 6 auffallende Backrohlinge durch die
Vibration der Wanne 6 vereinzelt und rutschen jeweils in einem der durch die Rippen 12 gebildeten Streifen der Wanne 6 entlang der Rutschfläche 7 nach unten, bis sie sich in der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Lage befinden. Am oberen Rand der Seitenwände 20 ist nahe dem Endabschnitt 17 eine Abstreifschiene 22 angeordnet. Die Abstreif schiene 22 hat einen Abstand von der Rutschfläche 7, der größer ist als die Höhe der Backrohlinge 11. Der Abstand von der Rutschfläche 7 ist jedoch kleiner als die doppelte Höhe der Backrohlinge 11. Hierdurch wird bewirkt, daß in dem Fall, in dem zwei Backrohlinge 11 übereinander liegen, der obere Backrohling 11 an der Ab¬ streifschiene 22 hängenbleibt. Durch die weitere Förderung des unteren Backrohlings legt sich der obere Backrohling 11 hinter den unteren, so daß jeweils nur eine Lage von Backrohlingen in den Endabschnitt 17 der Wanne 6 bewegt wird. Auf diese Weise wird vermieden, daß aneinander haftende und übereinander liegende Backrohlinge in den Backofen 1 transportiert werden.
[070] Alternativ kann die Abstreifschiene auch oberhalb der Bewegungsbahn des
Tragmittels 9 angeordnet werden. Wie in Fig. 1 erkennbar, verläuft das Förder¬ kettenpaar 2 direkt oberhalb des Endbereiches 17 der Wanne 6 waagerecht von der Wanne weg. Kurz hinter dem Umlenkritzel 29 für die Förderketten 2 kann oberhalb des Kettenpaares eine Abstreifschiene angebracht sein, die übereinander haftende
Backrohlinge 11 von dem Tragmittel 9 wieder zurück auf die Wanne 6 wirft.
[071] In den Fig. 4 bis 6 ist das Zusammenwirken der Wanne 6 mit den Tragmitteln 9 zu erkennen. Wie in Fig. 4 zu erkennen, ist jedes Tragmittel 9 um eine Schwenkachse 23 schwenkbar an dem Paar Förderketten 2 befestigt. Die untere Auflagefläche jedes Tragmittels 9 wird von einer Anzahl Zinken 24 gebildet. Die Zinken 24 bilden Vorsprünge zur Auflage der Backrohlinge. Jeder Zinken 24 ist derart ausgebildet, daß er in einen Schlitz 18 am Endabschnitt 17 der Wanne 6 hineinragt (siehe insbesondere Fig. 6). In der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Position wird das mit den Schlitzen 18 der Wanne 6 kämmende Tragmittel 9 durch die Förderketten 2 vertikal nach oben bewegt. Dabei wird die vorderste Reihe Backrohlinge 11 von den Zinken 24 des Tragmittels 9 angehoben und mitgenommen.
[072] Damit während dieses Vorgangs das Material der vibrierenden Wanne 6 nicht gegen die Zinken 24 der Tragmittel 9 schlägt, ist ein ausreichender Abstand von mehreren Millimetern zwischen den Metallstreifen 19 am Endabschnitt 17 der Wanne 6 und den Zinken 24 der Tragmittel 9 freizulassen, der größer ist als die maximale Amplitude der Vibrationsbewegung der Wanne 6.
[073] Durch die beschriebene Zufuhrvorrichtung 3 mit vibrierender Rutschfläche 7, welche an ihrem Endabschnitt 17 geschlitzt ist, und die mit kammartigen Tragmitteln 9 zusammenwirkt, ist gewährleistet, daß jedes Tragmittel 9 auf die gleiche Weise mit Backrohlingen 11 für Brötchen bestückt ist. Die Backrohlinge 11 liegen dabei nicht übereinander und haben zueinander im wesentlichen gleichbleibende Abstände. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Erhitzung aller Backrohlinge 11 während des Backens. Im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen, in denen die Backrohlinge 11 auf einem Backblech zugeführt werden, ermöglicht das kammartige Tragmittel 9 der erfin¬ dungsgemäßen Back Vorrichtung zusätzlich eine gleichmäßige Erhitzung von unten. Hierdurch wird vermieden, daß die Unterseite des Backrohlings 11 zu stark oder zu schwach erhitzt wird.
[074] Die Abgabe der Backrohlinge 11 kann ähnlich ihrer Aufnahme erfolgen, indem ein kammartiges Tragmittel vertikal von oben nach unten an einem hiermit kämmenden Entnahmemittel vorbei bewegt wird.
[075] Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform werden die fertig gebackenen Backwaren 11' allerdings abgeworfen.
[076] Hierzu dient die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Abgabestation 10. An dieser Abga¬ bestation 10 laufen die Förderketten 2 des Förderkettenpaares um ein Paar Zahnräder 25, welche auf einer gemeinsamen Welle 26 drehfest befestigt sind. Die Welle 26 wird durch einen elektrischen Antriebsmotor 27 in Drehbewegung versetzt und treibt die zwei Förderketten 2 der Transportvorrichtung an.
[077] Wie insbesondere in Fig. 7 zu erkennen, ist der Radius der zwei Zahnräder 25
kleiner gewählt als der Abstand der in Transportrichtung hinteren Ecke 28 des Tragmittels 9 von dessen Schwenkachse 23. Bei der Umlenkung der Förderketten 2 um die Zahnräder 25 sitzt daher das hintere Ende des Tragmittels 9 auf der Welle 26 auf. Wie in den Fig. 7 und 8 zu erkennen, neigt sich das Tragmittel 9 dabei so weit nach vorne, daß die nach dem Durchlauf durch den Backofen 1 (Fig. 1) fertig gebackenen Backwaren 11' von dem Tragmittel 9 herunterfallen. Anschließend können die Backwaren 11' durch eine Rutsche oder ein anderes Fördermittel ihrem endgültigen Bestimmungsort zugeführt werden. Der endgültige Bestimmungsort ist vorzugsweise ein Entnahmebehälter, aus dem Kunden die fertigen Backwaren 11' entnehmen können.
[078] Die Drehgeschwindigkeit der Welle 26 entspricht der Drehgeschwindigkeit der
Zahnräder 25 und folglich der durch die Zahnräder 25 transportierten Förderketten 2 und den daran befestigten Tragmitteln 9. Dadurch wird jegliche Relativbewegung zwischen der Welle 26 und der hinteren Ecke 28 des Tragmittels 9, welches auf der Welle 26 aufliegt, vermieden. Dies ist besonders vorteilhaft, da auf diese Weise keine Abriebpartikel auf die durch die Tragmittel 9 transportierten Backwaren 11' gelangen können.
[079] Das erfindungsgemäße Tragmittel 9 ist im Detail in Fig. 9 dargestellt. Es ist aus einem Zuschnitt aus rostfreiem Edelstahlblech gefertigt. Es umfaßt zwei einander ge¬ genüberliegende Seitenwangen 30. In jeder Seitenwange 30 sind zwei Steueröffnungen 31 und ein Loch 32 für die Aufnahme einer Schwenkachse 23 vorgesehen.
[080] Ferner sind die Zinken 24 zu erkennen, die nach oben konkav gewölbt sind und an ihrer Oberseite Buckel 33 aufweisen. Die Zinken 24 besteht aus ausgeschnittenen Blechabschnitten, welche um 90° zur waagerechten Blechebene gebogen sind, so daß ihre Schmalseiten oben liegen. Aus diesem Grund und aufgrund der oben liegenden Buckel 33 weisen die Tragmittel 9 nur eine sehr kleine Kontaktfläche mit den auf ihnen aufliegenden Backrohlingen auf. In Fig. 9 ist zu erkennen, daß die Zinken 24 im Bereich ihrer Wurzel 34 derart gebogen sind, daß sie zur Horizontalen um 90° gedreht sind.
[081] An dem den Zinken 24 gegenüberliegenden Bereich weist das Tragmittel 9 eine hintere Anlagefläche 35 auf. Die hintere Anlagefläche 35 ist gitterartig ausgebildet, so daß sie ebenfalls keine großen Kontaktflächen zum aufliegenden Backrohling bilden kann und den Durchtritt heißer Luft innerhalb des Backofens ermöglicht.
[082] Schließlich ist in Fig. 9 der Führungsbolzen 36 zu erkennen, der dazu dient, das
Tragmittel entlang einer vorbestimmten Bahn zu führen.
[083] Aus den Fig. 10 bis 14 ergibt sich das Herstellungsverfahren für das Tragmittel.
Zunächst wird ein Blechzuschnitt gemäß Fig. 10 ausgeschnitten. An diesem Blech¬ zuschnitt sind in der Ebene des Blechs die Seitenwangen 30 mit Steueröffnungen 31
und den Löchern 32 sowie die hintere Anlagefläche 35 und die Zinken 24 ausge¬ schnitten. Dies erfolgt sinnvollerweise durch Stanzen oder Ausschneiden mit einem Laser.
[084] Die hintere Anlagefläche 35 wird in bezug auf den Blechzuschnitt um einen Winkel von etwa 60° hochgebogen (siehe Fig. 11). Die Seitenwangen 30 werden um exakt 90° zur Hauptebene des Blechzuschnitts hochgebogen. Dabei verbleibt der Führungsbolzen 36 in der Ebene des Blechzuschnitts und ragt seitlich vor.
[085] Anschließend werden die leicht gebogenen Zinken 24 mit einem geeigneten
Werkzeug gedreht, bis sie sich beim fertigen Trögel 9 parallel zur Ebene der Sei¬ tenwangen 30 erstrecken (siehe Fig. 13 und 14).
[086] Eingebaute Tragmittel 9 sind insbesondere in der Fig. 15 zu erkennen. Die Fig. 15 zeigt eine Förderkette 2 des Förderkettenpaars im Bereich eines Umlenkritzels 29. Es ist zu erkennen, daß unterhalb des geraden Abschnitts der Förderkette 2 die Lichtquelle einer Lichtschranke 37 vorgesehen ist, deren Empfänger auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Sobald ein Tragmittel 9 in der durch den Pfeil oberhalb der Förderkette 2 erkennbaren Förderrichtung vorwärts bewegt wird, deckt es beim Vor¬ beilaufen die Lichtschranke 37 ab. Das Signal des nicht dargestellten Empfängers der Lichtschranke zeigt in diesem Moment an, daß ein Tragmittel in die Lichtschranke hinein bewegt wird.
[087] Sobald eine der Steueröffnungen 31 an der Lichtschranke 37 vorbei bewegt wird, fällt wieder Licht auf den Empfänger der Lichtschranke, falls kein Backrohling auf dem Tragmittel 9 aufliegt. Dieses Signal kann zur Steuerung der Back Vorrichtung verwendet werden. Ebenso wird bei aufliegendem Backrohling entweder in dem Bereich der vorderen oder der hinteren der Steueröffnungen 31 der Weg des Lichts versperrt, so daß eine Befüllung des Tragmittels 9 erkennbar ist und eine weitere Steuerung der Back Vorrichtung ermöglicht.
[088] Beispielsweise können dem Backofen nachgeschaltete Fördermittel aufgrund des
Lichtschrankensignals, welches die Anwesenheit eines Backrohlings signalisiert, aktiviert werden. Dabei reicht die Erfassung der Backrohlinge an der dargestellten Position vor dem Backofen aus. Die Lichtschranke 37 erzeugt bei jedem weiteren Tragmittel 9 ein neues Signal, so daß zeitlich die Anzahl der die Lichtschranke 37 durchlaufenden Tragmittel erfaßt werden kann. Die weiteren Verarbeitungspositionen, beispielsweise der Austritt aus dem Backofen oder die Übergabestelle für die fertigen Backwaren, ist um eine bestimmte Länge der Förderkette 2 und somit eine bestimmte Anzahl an äquidistant zueinander angeordneten Tragmitteln 9 entfernt. Durch die Auf¬ zeichnung der Signale der Lichtschranke kann die Anzahl der durchgelaufenen Tragmittel 9 aufgezeichnet werden, so daß für jedes bestimmte Tragmittel mit seinem erfaßten Befüllungszustand seine aktuelle Position in der Anlage und insbesondere in
bezug auf die weitere Bearbeitungsstationen der Back Vorrichtungen bekannt ist. Bezugszeichenliste:
1 Backofen
2 Förderkette, Transportvorrichtung
3 Zufuhrvorrichtung
4 Beschickungswagen
5 Beschickungswagen
6 Wanne
7 Rutschfläche
8 Vorratskarussell
9 Tragmittel
10 Abgabestation
11 Backrohling 11 ' Backware
12 Rippe
13 Blattfeder
14 Gegenmasse
15 Magnetspule
16 Magnetjoch
17 Endabschnitt
18 Schlitz
19 Metallstreifen
20 Seitenwand
21 Anschlag
22 Abstreifschiene
23 Schwenkachse
24 Zinken, Vorsprung
25 Zahnrad
26 Welle
27 Antriebsmotor
28 hintere Ecke
29 Umlenkritzel
30 Seitenwange
31 Steueröffnungen
32 Loch
33 Buckel
34 Wurzel
35 hintere Anlagefläche
Führungsbolzen Lichtschranke Auflageabschnitt Führungsfläche
Next Patent: METHOD FOR DISPLAYING IMAGE DATA
