| JP2001067915 | SURFACE LIGHTING SYSTEM |
| JP2008282770 | PRISM SHEET AND SURFACE LIGHT SOURCE |
| JP2004184973 | LIQUID CRYSTAL DISPLAY AND ELECTRONIC APPARATUS |
HILLER, Uli (Am Schwimmbad 5, Bad Abbach, 93077, DE)
KAISER, Stephan (Großprüfening 22 g, Regensburg, 93049, DE)
KUHN, Gerhard (Am Bahnhof 11 a, Köfering, 93096, DE)
MARKYTAN, Ales (Rudolf-Schlichtinger-Straße 37, Regensburg, 93055, DE)
MUSCHAWECK, Julius (Zugspitzstraße 66, Gauting, 82131, DE)
NEUGIRG, Christian (Brunhuberstraße 8 c, Regensburg, 93053, DE)
BRICK, Peter (Ziegetsdorfer Straße 4, Regensburg, 93051, DE)
HILLER, Uli (Am Schwimmbad 5, Bad Abbach, 93077, DE)
KAISER, Stephan (Großprüfening 22 g, Regensburg, 93049, DE)
KUHN, Gerhard (Am Bahnhof 11 a, Köfering, 93096, DE)
MARKYTAN, Ales (Rudolf-Schlichtinger-Straße 37, Regensburg, 93055, DE)
MUSCHAWECK, Julius (Zugspitzstraße 66, Gauting, 82131, DE)
NEUGIRG, Christian (Brunhuberstraße 8 c, Regensburg, 93053, DE)
| Flächenlichtleiter (1) mit - zumindest einer als Abstrahlfläche gestalteten Hauptseite (2 ) , - mindestens einem ersten Bereich (11), und - mindestens einem zweiten Bereich (22), wobei in Draufsicht auf die Hauptseite (2) gesehen der erste (11) und der zweite Bereich (22) benachbart angeordnet sind, wobei - sich ein mittlerer Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs (22) um mindestens einen Faktor 2 von einem mittleren Lichtauskoppelkoeffizienten des ersten Bereichs (11) unterscheidet, und - für den ersten (11) und den zweiten Bereich (22), jeweils in einer Richtung senkrecht zur Hauptseite (2) gesehen, ein Trübheitswert des Flächenlichtleiters (1) höchstens 0,15 beträgt und ein Transmissionskoeffizient des Flächenlichtleiters (1) mindestens 0,70 beträgt. Flächenlichtleiter (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, der einen Lichtleitkörper (3) mit zumindest einem Streumittel (40) beinhaltet, wobei sich, in Draufsicht auf die Hauptseite (2) gesehen, der Lichtleitkörper (3) über den ersten (11) und den zweiten Bereich (22) hinweg erstreckt, und wobei sich eine mittlere Konzentration des Streumittels (40) in dem ersten Bereich (11) von einer mittleren Konzentration des Streumittels (40) in dem zweiten Bereich (22) um mindestens einen Faktor 5 unterscheidet . Flächenlichtleiter (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem der zweite Bereich (22) durch mindestens einen, separat von dem ersten Bereich (11) ausgeformten Formkörper (15) gebildet ist, wobei der Formkörper (15) verbindungsmittelfrei und unmittelbar mit einem Grundmaterial (18), das den ersten Bereich (11) ausbildet, verbunden ist. Flächenlichtleiter (1) nach Anspruch 2 oder 3, bei dem der Lichtauskoppelkoeffizient al des ersten Bereichs (11), mit einer Toleranz von höchstens 25 % eines maximalen Lichtauskoppelkoeffizienten almax des ersten Bereichs (11), einem der folgenden Zusammenhänge entlang einer Hauptlichtleitrichtung z des Flächenlichtleiters (1) folgt: - al(z) = (ag + k z) / (1 - ag z), - al (z) = (almax + k z) / (1 + almax2 ( z-L/2 ) 2 ) Λ 0 , 5 , wobei ag ein Lichtauskoppelkoeffizient des ersten Bereichs (11) an einer Lichteintrittsseite (7) des Lichtleitkörpers (3) ist, L eine Ausdehnung des ersten Bereichs (11) entlang der Hauptlichtleitrichtung z ist und k eine reelle Zahl ist, und wobei der mittlere Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs (22) kleiner ist als der mittlere Lichtauskoppelkoeffizienten des ersten Bereichs (11). Flächenlichtleiter (1) nach Anspruch 1, der einen Lichtleitkörper (3) mit mindestens einem Streukörper (4) und/oder mindestens einer Aufrauung (5) umfasst , wobei sich, in Draufsicht auf die Hauptseite (2) gesehen, der Lichtleitkörper (3) über den ersten (11) und den zweiten Bereich (22) hinweg erstreckt, und wobei der Streukörper (4) in dem zweiten Bereich (22) an dem Lichtleitkörper (3) angebracht ist oder in dem zweiten Bereich (22) die Aufrauung (5) an dem Lichtleitkörper (3) erzeugt ist. 6. Flächenlichtleiter (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem für eine Dicke D des Streukörpers (4), bezogen auf eine Dicke T des Lichtleitkörpers (3), gilt: 0,2 < D/T < 1. 7. Flächenlichtleiter (1) nach Anspruch 5 oder 6, bei dem der Streukörper (4) zwischen dem Lichtleitkörper (3) und einem weiteren Lichtleitkörper (9) angebracht ist . 8. Flächenlichtleiter (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei dem zwischen dem Streukörper (4) und dem Lichtleitkörper (3) und/oder dem weiteren Lichtleitkörper (9) ein Sprung im optischen Brechungsindex von höchstens 0,2 vorliegt, wobei der Streukörper (4) an einer der Hauptsseite (2) zugewandten Hauptfläche (30) des Lichtleitkörpers (3) und/oder des weiteren Lichtleitkörpers (9) angebracht ist . 9. Flächenlichtleiter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, bei dem eine Strukturbreite (W) des zweiten Bereichs (22) mindestens ein Zweifaches der Dicke (T) des Lichtleitkörpers (3) beträgt. 10. Flächenlichtleiter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, bei dem die Ausdehnung (L) des ersten Bereichs (11) entlang der Hauptlichtleitrichtung (z) mindestens ein Zehnfaches der Dicke (T) des Lichtleitkörpers (3) beträgt, wobei die Dicke (T) des Lichtleitkörpers (3) zwischen einschließlich 1 mm und 20 mm beträgt. Flächenlichtleiter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 10, bei dem der Lichtleitkörper (3) in dem ersten (11) und in dem zweiten Bereich (22) das gleiche Grundmaterial (18) aufweist, wobei in das Grundmaterial (18) das mindestens eine Streumittel (50) eingebettet ist. Leuchte (10) mit wenigstens einem Flächenlichtleiter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit wenigstens einer elektrisch betreibbaren Lichtquelle (6), die an mindestens einer Lichteintrittsseite (7) des Flächenlichtleiters (1) angebracht ist, wobei im Betrieb der Lichtquelle (6) sich eine mittlere Leuchtdichte des ersten Bereichs (11) von einer mittleren Leuchtdichte des zweiten Bereichs (22) um mindestens einen Faktor 2 unterscheidet. Leuchte (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, die einen Spiegel (8) umfasst, wobei der Spiegel (8) optisch unmittelbar an einer der als Abstrahlfläche gestalteten Hauptseite (2) gegenüberliegenden weiteren Hauptseite (20) des Flächenlichtleiters (1) angebracht ist. Verfahren zur Herstellung eines Flächenlichtleiters (1) mit den Schritten: - Bereitstellen mindestens eines Formkörpers (15) für mindestens einen zweiten Bereich (22) des Flächenlichtleiters (1), - Erzeugen zumindest eines ersten Bereichs (11) des Flächenlichtleiters (1) durch ein Umspritzen oder ein Umgießen des Formkörpers (15) mindestens in lateraler Richtung mit einem Grundmaterial (18) für den ersten Bereich (11), - Aushärten des Grundmaterials (18) für den ersten Bereich (11), wobei ein einstückiger Lichtleitkörper (3) gebildet wird, der sich sowohl über den ersten (11) als auch über den zweiten Bereich (22) erstreckt, wobei - in Draufsicht auf eine als Abstrahlfläche gestaltete Hauptseite (2) des Flächenlichtleiters (1) gesehen der erste (11) und der zweite Bereich (22) benachbart angeordnet sind, - sich ein mittlerer Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs (22) um mindestens einen Faktor 2 von einem mittleren Lichtauskoppelkoeffizienten des ersten Bereichs (11) unterscheidet, und - für den ersten (11) und den zweiten Bereich (22), jeweils in einer Richtung senkrecht zur Hauptseite (2) gesehen, ein Trübheitswert des Flächenlichtleiters (1) höchstens 0,15 beträgt und ein Transmissionskoeffizient des Flächenlichtleiters (1) mindestens 0,70 beträgt. 15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Bereitstellen des mindestens einen Formkörpers (15) für den mindestens einen zweiten Bereich (22) ein Stanzen, ein Sägen oder ein Schneiden aus einem Grundkörper (16) heraus umfasst. |
Flächenlichtleiter, Leuchte und Verfahren zur Herstellung eines Flächenlichtleiters
Es wird ein Flächenlichtleiter sowie eine Leuchte mit einem solchen Flächenlichtleiter angegeben. Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Herstellung eines Flächenlichtleiters
angegeben .
Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, einen
Flächenlichtleiter anzugeben, der klarsichtig ist und über den ein Symbol und/oder ein Schriftzug anzeigbar ist. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser mindestens eine Hauptseite auf, die dazu
eingerichtet ist, eine im Flächenlichtleiter geführte
Strahlung zu emittieren. Mit anderen Worten ist mindestens eine Hauptseite eine Abstrahlfläche. Ebenso ist es möglich, dass zwei einander gegenüberliegende Hauptseiten des
Flächenlichtleiters als Abstrahlflächen gestaltet sind.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser mindestens einen ersten Bereich sowie mindestens einen zweiten Bereich auf. Bevorzugt weist der
Flächenlichtleiter eine Vielzahl von ersten und zweiten
Bereichen auf, wobei durch die zweiten Bereiche bevorzugt ein Symbol oder ein Schriftzug gebildet ist. In Draufsicht auf die Hauptseite gesehen sind der erste und der zweite Bereich benachbart angeordnet. Insbesondere schließen, in Draufsicht auf die Hauptseite gesehen, der erste und der zweite Bereich unmittelbar aneinander an, so dass kein Zwischenbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich vorliegt. Der erste und der zweite Bereich sind jeweils, in Draufsicht gesehen, zusammenhängende Flächenbereiche der Hauptseite.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters unterscheidet sich ein mittlerer Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs um mindestens einen Faktor zwei von einem mittleren Lichtauskoppelkoeffizienten des ersten
Bereichs. Mittlerer Lichtauskoppelkoeffizient kann bedeuten, dass der Lichtauskoppelkoeffizient über den gesamten, jeweiligen Bereich hinweg gemittelt ist. Mittlerer
Lichtauskoppelkoeffizient kann auch bedeuten, dass entlang eines insbesondere schmalen Streifens senkrecht zu der
Hauptlichtleitrichtung des jeweiligen Bereichs gemittelt wird und die über eine solche Mittelung erhaltenen Werte für den mittleren Lichtauskoppelkoeffizient der jeweiligen Bereiche miteinander zu vergleichen sind, speziell bei gleicher
Position entlang der Hauptlichtleitrichtung. Bevorzugt beträgt der Unterschied mindestens einen Faktor 3,5,
insbesondere mindestens einen Faktor 5 oder mindestens einen Faktor 10. Der mittlere Lichtauskoppelkoeffizient ist eine
Maßzahl für eine Fähigkeit der Hauptseite in dem ersten sowie in dem zweiten Bereich, eine in dem Flächenlichtleiter geführte Strahlung auszukoppeln und zu emittieren.
Beispielsweise gibt der Lichtauskoppelkoeffizient an, welcher Anteil einer in dem Flächenlichtleiter geführten Strahlung insbesondere pro Längeneinheit aus dem Flächenlichtleiter entlang einer Hauptlichtleitrichtung ausgekoppelt wird.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser sowohl in dem ersten als auch in dem zweiten Bereich, gesehen in eine Richtung senkrecht oder in eine Richtung näherungsweise senkrecht zu der Hauptseite, einen Trübheitswert von höchstens 0,15, bevorzugt von höchstens 0,10, insbesondere von höchstens 0,05 auf. Der Trübheitswert wird auch als Haze-Wert oder als Haziness bezeichnet. Der Trübheitswert ist zum Beispiel für Transmission definiert als der Quotient aus dem Anteil einer Strahlung, der bei
Durchgang durch ein Medium um einen Winkel von mehr als 2,5° gestreut wird, und aus der gesamten, durch das Medium
transmittierten Strahlung. Mit anderen Worten ist der
Flächenlichtleiter dann klarsichtig oder nahezu klarsichtig. Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser, sowohl in dem ersten als auch in dem zweiten Bereich, jeweils gesehen in einer Richtung senkrecht oder nahezu senkrecht zu der Hauptseite, einen
Transmissionskoeffizienten oder eine Transmission von
mindestens 0,70, bevorzugt von mindestens 0,75, insbesondere von mindestens 0,85 oder mindestens 0,90 auf. Mit anderen Worten ist der Flächenlichtleiter dann transparent oder nahezu transparent. Der Transmissionskoeffizient ist hierbei insbesondere die gesamte transmittierte Lichtleistung geteilt durch die eingestrahlte Lichtleistung.
In mindestens einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser zumindest eine als Abstrahlfläche gestaltete Hauptseite sowie mindestens einen ersten Bereich und
mindestens einen zweiten Bereich auf. In Draufsicht auf die Hauptseite gesehen sind der erste und der zweite Bereich benachbart angeordnet. Ein mittlerer
Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs ist um
mindestens einen Faktor 2 von einem mittleren
Lichtauskoppelkoeffizienten des ersten Bereichs verschieden. Für den ersten und den zweiten Bereich beträgt, jeweils in einer Richtung senkrecht zu der Hauptseite gesehen, ein Trübheitswert höchstens 0,15 und ein Transmissionskoeffizient mindestens 0,70.
Dadurch, dass sich die Bereiche in einem
Lichtauskoppelkoeffizienten voneinander unterscheiden, ist ein Symbol oder ein Schriftzug durch den Flächenlichtleiter darstellbar, wenn in diesem eine Strahlung eingekoppelt wird. Da der Flächenlichtleiter klarsichtig und transparent ist, sind, wenn keine oder nur vernachlässigbar wenig Strahlung in dem Flächenlichtleiter geführt wird, der erste und der zweite Bereich mit bloßem menschlichen Auge nicht oder
näherungsweise nicht voneinander unterscheidbar.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters beträgt ein Flächenanteil des ersten Bereichs an der als Abstrahlfläche gestalteten Hauptseite höchstens 40 %,
insbesondere höchstens 20 % oder höchstens 10 %. Der
verbleibende Anteil an der als Abstrahlfläche gestalteten Hauptseite wird dann bevorzugt und insbesondere
ausschließlich durch den mindestens einen ersten Bereich gebildet. Mit anderen Worten weisen der zweite Bereich oder alle zweiten Bereiche zusammengenommen eine Fläche auf, die kleiner ist als eine Fläche des ersten Bereichs oder aller ersten Bereiche.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters weist dieser einen Lichtleitkörper auf, der bevorzugt dazu eingerichtet ist, eine Strahlung in dem Flächenlichtleiter mittels interner Totalreflexion zu führen. In dem
Lichtleitkörper wird eine in dem Flächenlichtleiter geführte Strahlung geleitet. Der Lichtleitkörper ist bevorzugt
einstückig und zusammenhängend ausgestaltet und erstreckt sich insbesondere sowohl über den ersten Bereich als auch über den zweiten Bereich. Bevorzugt weist der
Flächenlichtleiter genau einen einstückigen,
zusammenhängenden Lichtleitkörper auf. Der Lichtleitkörper weist bevorzugt eine gleichmäßige Dicke auf. Mit anderen Worten ist eine Dicke des Lichtleitkörpers über dem gesamten Flächenlichtleiter hinweg konstant, im Rahmen von
Herstellungstoleranzen. Dicke meint hierbei die geometrische Dicke des Lichtleitkörpers. Dem Lichtleitkörper kann
vollständig oder in Teilbereichen wenigstens ein Streumittel beigegeben sein. Bei dem Streumittel kann es sich um
Streustellen handeln, die zum Beispiel durch Partikel,
Defekte, Fehlstellen und/oder Hohlräume gebildet sind.
Ebenso ist es möglich, dass an dem Lichtleitkörper
stellenweise eine Aufrauung erzeugt ist oder dass
stellenweise an dem Lichtleitkörper ein Streukörper
angebracht ist. Ein Streukörper ist zum Beispiel ein solcher Körper, der einen um mindestens einen Faktor 2 oder um einen Faktor 3,5, insbesondere um einen Faktor 5 oder um einen Faktor 10 höheren Lichtauskoppelkoeffizienten aufweist als der Lichtleitkörper.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters sind ein Grundmaterial des ersten und des zweiten Bereichs verbindungsmittelfrei und/oder formschlüssig und bevorzugt unmittelbar aneinander angeformt. Mit anderen Worten bedecken sich die Bereiche, in einer Seitenansicht gesehen,
gegenseitig teilweise oder vollständig. Dies ist ermöglicht zum Beispiel durch ein Mehrkomponentenspritzgießen, wobei der erste Bereich beispielsweise durch eine erste Gießmasse und der zweite Bereich durch eine zweite Gießmasse gebildet wird. Hiernach sind der erste und der zweite Bereich insbesondere zeitgleich und bevorzugt in derselben Gussform ausgebildet. Diese Merkmale sind am fertigen Flächenlichtleiter nachweisbar. Ebenso ist es möglich, dass zum Beispiel die ersten Bereiche separat von den zweiten Bereichen geformt sind und anschließend etwa die zweiten Bereiche durch ein Gießen oder Spritzen um die ersten Bereiche ausgebildet werden, oder umgekehrt. Auch diese Herstellungsmethode ist am fertigen Flächenlichtleiter nachweisbar. Durch das
formschlüssige, unmittelbare Anformen des ersten und zweiten Bereichs aneinander kann der Lichtleitkörper ausgebildet sein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters umgibt der erste Bereich den zweiten Bereich in einer
lateralen Richtung vollständig, oder umgekehrt. Mit anderen Worten ist einer der Bereiche in den anderen eingebettet. Insbesondere ist einer der ersten Bereiche vollständig von dem zweiten Bereich lateral umschlossen und der zweite
Bereich wiederum lateral vollständig von einem weiteren der ersten Bereiche umschlossen, oder entsprechend umgekehrt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn durch die ersten und zweiten Bereiche Buchstaben oder Schriftzüge dargestellt sind. Es ist hierbei möglich, dass innerhalb des
Lichtleitkörpers alle ersten und/oder alle zweiten Bereiche untereinander über deren jeweiliges Grundmaterial
zusammenhängen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters durchdringen die Formkörper den Lichtleitkörper, in eine Richtung senkrecht zu der Hauptseite, nicht vollständig. Die Formkörper reichen also nicht von einer Hauptseite bis zur gegenüberliegenden Hauptseite. Insbesondere ist es möglich, dass eine oder auch beide Hauptseiten vollständig durch eines der Grundmaterialien der Bereiche gebildet sind. Beispielsweise sind die Formkörper der ersten oder zweiten Bereiche auch in Richtung senkrecht zu einer der Hauptseiten von Grundmaterial der zweiten oder ersten Bereiche
eingebettet. Es ist hierbei möglich, dass innerhalb des
Lichtleitkörpers alle ersten und/oder alle zweiten Bereiche untereinander über deren jeweiliges Grundmaterial
zusammenhängen .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters unterscheidet sich eine mittlere Konzentration des dem
Lichtleitkörper beigegebenen Streumittels in dem ersten
Bereich von einer mittleren Konzentration des Streumittels in dem zweiten Bereich um mindestens einen Faktor 5, bevorzugt um mindestens einen Faktor 7,5, insbesondere um mindestens einen Faktor 10 oder um mindestens einen Faktor 15. Liegt in dem ersten und in dem zweiten Bereich des Lichtleitkörpers das gleiche Streumittel oder gleichartige Streumittel vor, beispielsweise in Gestalt von Partikeln, so kann es sich bei der Konzentrationsangabe um eine Angabe von Partikeln pro Volumeneinheit handeln. Sind in dem ersten Bereich und in dem zweiten Bereich verschiedenartige Streumittel eingesetzt, so kann Konzentration im vorliegenden Kontext ebenfalls
bedeuten, dass sich ein durch das Streumittel hervorgerufener Streuquerschnitt in dem ersten Bereich und in dem zweiten Bereich um mindestens einen der genannten Faktoren
unterscheidet. Eine mittlere Konzentration des Streumittels insbesondere in dem Bereich mit der größeren Konzentration beträgt zum Beispiel zwischen einschließlich 100 und 100000 Partikel pro mm^, insbesondere zwischen einschließlich 250 und 50000 Partikel pro mm^ oder zwischen einschließlich 500 und 25000 Partikel pro mm^ oder zwischen einschließlich 1000 und 15000 Partikel pro mm^ . Ein mittlerer Streuquerschnitt pro Streustelle des Streumittels liegt bei einer Wellenlänge einer in dem Flächenlichtleiter zu führenden Strahlung hierbei zum Beispiel zwischen einschließlich 0,001 ym 2 und 25 ym 2 , insbesondere zwischen einschließlich 0,01 ym 2 und 5 ym 2 , bevorzugt zwischen einschließlich 0,025 ym 2 und 1,5 ym 2 .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters ist der Lichtauskoppelkoeffizient innerhalb des mindestens einen ersten oder zweiten Bereichs entlang der
Hauptlichtleitrichtung gezielt variabel eingestellt. Da der Lichtauskoppelkoeffizient insbesondere durch Streuzentren oder Partikel des Streumittels hervorgerufen ist, kann zum Beispiel eine Konzentration des Streumittels analog zum
Verlauf des Lichtauskoppelkoeffizienten eingestellt sein. Insbesondere folgt ein Verlauf des
Lichtauskoppelkoeffizienten , mit einer Toleranz von
höchsten 25 % oder von höchstens 10 % eines maximalen
Lichtauskoppelkoeffizienten a max des entsprechenden Bereichs entlang der Hauptlichtleitrichtung z einem der folgenden Zusammenhänge :
- a(z) = ( a,Q + k z) / (1 - ag z) ,
- a(z) = ( a max + k z) / (1 + a max 2 ( z-L/2 ) 2 ) Λ 0 , 5 .
CXQ ist hierbei ein Lichtauskoppelkoeffizient des
entsprechenden Bereichs an einer Lichteintrittsseite des Lichtleitkörpers, L ist eine Ausdehnung des Lichtleitkörpers oder des entsprechenden ersten oder zweiten Bereichs entlang der Hauptlichtleitrichtung z. k ist eine reelle Zahl und kann in m -2 angegeben sein. L, z, k sowie α können auch
einheitenlos angegeben sein. Folgen in der
Hauptlichtleitrichtung z mehrere zum Beispiel erste Bereiche aufeinander, so folgt der Verlauf des
Lichtauskoppelkoeffizient einem der oben genannten Zusammenhänge bevorzugt über alle diese zum Beispiel ersten Bereiche hinweg gesehen.
Folgt der Lichtauskoppelkoeffizient einem der genannten
Zusammenhänge, insbesondere hinsichtlich des ersten Bereichs, so ist bevorzugt der mittlere Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs kleiner als der mittlere
Lichtauskoppelkoeffizient des ersten Bereichs. Mit anderen Worten erscheint dann der erste Bereich heller als der zweite Bereich, wenn Strahlung in den Flächenlichtleiter
eingekoppelt und geführt wird.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters sind der erste und der zweite Bereich durch eine Aufrauung oder durch mindestens einen Streukörper definiert. Mit anderen Worten ist entweder ausschließlich in dem ersten Bereich oder ausschließlich in dem zweiten Bereich eine
Aufrauung oder ein Streukörper angebracht, über den eine Auskopplung von in dem Flächenlichtleiter geführter Strahlung erzielbar ist. Insbesondere ist die Aufrauung oder ist der Streukörper ausschließlich in dem zweiten Bereich erzeugt oder aufgebracht, so dass der mindestens eine zweite Bereich heller erscheint, wenn in dem Flächenlichtleiter Strahlung geführt wird. Bevorzugt ist hierbei der Lichtleitkörper zusammenhängend und einstückig gebildet und aus einem
gleichmäßigen Material hergestellt. Mit anderen Worten ist dann zum Beispiel eine Materialzusammensetzung oder eine Konzentration eines Streumittels über den gesamten
Lichtleitkörper hinweg konstant oder näherungsweise konstant. Eine Unterscheidbarkeit der ersten Bereiche und der zweiten Bereiche voneinander ausschließlich über eine
Materialzusammensetzung des Lichtleitkörpers ist dann nicht gegeben . Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Flächenlichtleiters ist der Streukörper (4) an einer der Hauptsseite (2)
zugewandten Hauptfläche (30) des Lichtleitkörpers (3) und/oder des weiteren Lichtleitkörpers (9) angebracht.
Bevorzugt beträgt hierbei ein Sprung im optischen
Brechungsindex zwischen dem Streukörper und dem
Lichtleitkörper und/oder dem weiteren Lichtleitkörper
höchstens 0,2.
Darüber hinaus wird eine Leuchte mit einem Flächenlichtleiter nach einer der vorherigen Ausführungsformen angegeben.
Merkmale der Leuchte sind daher auch für den
Flächenlichtleiter offenbart und umgekehrt.
In mindestens einer Ausführungsform weist die Leuchte
wenigstens einen Flächenlichtleiter sowie mindestens eine elektrisch betreibbare Lichtquelle auf. Bei der Lichtquelle handelt es sich bevorzugt um Leuchtdioden, insbesondere um anorganische, auf einem Halbleitermaterial wie GaN oder GaP basierende Leuchtdioden. Eine mittlere Leuchtdichte des ersten Bereichs unterscheidet sich hierbei von einer
mittleren Leuchtdichte des zweiten Bereichs um mindestens einen Faktor 2, bevorzugt um mindestens einen Faktor 3,5, insbesondere um mindestens einen Faktor 5 oder um mindestens einen Faktor 10. Die unterschiedlichen Leuchtdichten sind insbesondere durch die unterschiedlichen
Lichtauskoppelkoeffizienten in dem ersten Bereich und in dem zweiten Bereich hervorgerufen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Leuchte umfasst diese wenigstens einen Spiegel. Der Spiegel ist bevorzugt an der weiteren Hauptseite des Flächenlichtleiters angebracht, wobei die weitere Hauptseite der als Abstrahlfläche
gestalteten Hauptseite gegenüberliegt. Weiterhin bevorzugt ist der Spiegel optisch unmittelbar an dem Flächenlichtleiter angebracht. Optisch unmittelbar kann bedeuten, dass zwischen dem Flächenlichtleiter und dem Spiegel kein Sprung im
optischen Brechungsindex, insbesondere kein Luftspalt, vorliegt .
Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung eines
Flächenlichtleiters angegeben. Mit dem Verfahren kann ein
Flächenlichtleiter hergestellt werden, wie in Verbindung mit mindestens einer der oben angegebenen Ausführungsformen beschrieben. Merkmale des Flächenlichtleiters sowie der
Leuchte sind daher auch für das Verfahren offenbart und umgekehrt.
In mindestens einer Ausführungsform des Verfahrens beinhaltet dieses die Schritte:
- Bereitstellen mindestens eines Formkörpers für mindestens einen zweiten Bereich des Flächenlichtleiters,
- Erzeugen zumindest eines ersten Bereichs des
Flächenlichtleiters durch ein Umspritzen oder ein Umgießen des Formkörpers mindestens in lateraler Richtung mit einem Grundmaterial für den ersten Bereich, und
- Aushärten des Grundmaterials für den ersten Bereich, wobei ein Lichtleitkörper gebildet wird, der sich sowohl über den ersten Bereich als auch über den zweiten Bereich erstreckt.
Nachfolgend wird ein hier beschriebener Flächenlichtleiter, eine hier beschriebene Leuchte sowie ein hier beschriebenes Verfahren unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen geben dabei gleiche Elemente in den einzelnen Figuren an. Es sind dabei jedoch keine maßstäblichen Bezüge dargestellt, vielmehr können einzelne Elemente zum besseren Verständnis übertrieben groß dargestellt sein. Es zeigen:
Figuren 1 bis 7 sowie 10 bis 12 schematische Darstellungen von Ausführungsbeispielen von hier beschriebenen Leuchten mit hier beschriebenen
Flächenlichtleitern,
Figur 8 eine schematische Darstellung eines
Ausführungsbeispiels eines hier beschriebenen
Verfahrens zur Herstellung einer hier beschriebenen Leuchte, und
Figur 9 eine schematische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels eines hier beschriebenen
Flächenlichtleiters .
In Figur 1 ist eine schematische Draufsicht auf ein
Ausführungsbeispiel einer Leuchte 10 mit einem
Flächenlichtleiter 1 und mit Lichtquellen 6 dargestellt. Die Lichtquellen 6 sind an zwei einander gegenüberliegenden, als Lichteintrittsseiten 7 eingerichteten Stirnflächen eines Lichtleitkörpers 3 angebracht. Die Lichtquellen 6, die bevorzugt einfarbiges, mehrfarbiges oder weißes Licht emittierende Leuchtdioden sind, können unmittelbar an oder beabstandet von der Lichteintrittsseite 7 angebracht sein. Im Betrieb der Lichtquellen 6 wird eine Strahlung R,
symbolisiert durch Pfeile, entlang von
Hauptlichtleitrichtungen zl, z2, die antiparallel zueinander verlaufen, in dem Lichtleitkörper 3 über Totalreflexion geführt .
In Draufsicht auf eine als Abstrahlfläche gestaltete
Hauptseite 2 des Flächenlichtleiters 1 weist der
Flächenlichtleiter 1 einen ersten Bereich 11 und einen zweiten Bereich 22 auf. Der zweite Bereich 22 ist in
lateraler Richtung vollständig von dem ersten Bereich 11 eingeschlossen. Ein mittlerer Lichtauskoppelkoeffizient des zweiten Bereichs 22 ist größer als ein mittlerer
Lichtauskoppelkoeffizient des ersten Bereichs 11. Somit erscheint im Betrieb der Lichtquellen 6 der zweite Bereich 22 heller als der erste Bereich 11. Der Lichtleitkörper 2 erstreckt sich hierbei sowohl über den ersten Bereich 11 als auch über den zweiten Bereich 22 und ist einstückig und zusammenhängend gestaltet.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Leuchte 10 ist in einem schematischen Querschnitt in Figur 2 illustriert. In dem zweiten Bereich 22 ist in dem Lichtleitkörper 3 ein
Streumittel 40 eingebracht. An dem Streumittel 40 erfolgt eine Streuung der von der Lichtquelle 6 an der
Lichteintrittsseite 7 erzeugten Strahlung R. In Figur 2 sind verschiedene Strahlverläufe dargestellt. Eine Streuung der Strahlung R erfolgt näherungsweise ausschließlich in dem Bereich 22.
Ausgehend von dem Streumittel 40 kann die Strahlung R an einer solchen Teilfläche der Hauptseite 2 abgestrahlt werden, die unter Winkeln zu dem Streumittel 40 erscheint, die kleiner sind als ein Totalreflexionswinkel. Eine laterale Ausdehnung des zweiten Bereichs 22 beträgt daher
näherungsweise ein Zweifaches einer Dicke T des Lichtleitkörpers 3, multipliziert mit dem Tangens des
Totalreflexionswinkels. In dem ersten Bereich 11 findet eine Auskopplung von Strahlung aus dem Lichtleitkörper 3 lediglich über so genannte Fresnel-Reflexionen statt, über die nur ein kleiner und/oder vernachlässigbarer Anteil der Strahlung R auskoppelbar ist. Die ersten Bereiche 11 erscheinen daher im Betrieb der Lichtquellen 6, im Vergleich zu dem zweiten
Bereich 22, dunkler. Wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen ist das Streumittel 40 in dem Lichtleitkörper 3 oder in einem
Streukörper 4 bevorzugt durch Partikel gebildet, wobei die Partikel zum Beispiel einen mittleren Durchmesser,
insbesondere ein Median, zwischen einschließlich 0,02 ym und 30 ym, insbesondere zwischen einschließlich 0,2 ym und 6 ym aufweisen. Die Partikel des Streumittels 40 bestehen aus oder umfassen zum Beispiel mindestens eine der folgenden
Komponenten: Siliziumdioxid, Titandioxid, Aluminiumoxid, Glas, luftgefüllte Partikel, ein Kunststoffmaterial . Ebenso ist es möglich, dass das Streumittel 40 durch etwa über
Laserstrahlung in dem Lichtleitkörper 3 erzeugte Hohlräume gebildet ist. Das Streumittel 40 ist insbesondere in ein Grundmaterial 18 des Lichtleitkörpers 3 eingebettet. Bei dem Grundmaterial 18 handelt es sich, wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen, beispielsweise um Polycarbonat , kurz PC, um Polymethylmethacrylat , kurz PMMA, oder um ein Glas.
Geometrische Abmessungen des Flächenlichtleiters 1 der
Leuchte 10 können sich, wie auch in allen anderen
Ausführungsbeispielen, wie folgt verhalten: Eine
Strukturbreite W des zweiten Bereichs 22 beträgt mindestens ein Zweifaches einer Dicke T des Lichtleitkörpers 3,
bevorzugt mindestens ein 3,5-Faches oder mindestens ein Fünffaches. Eine Ausdehnung L, insbesondere eine Gesamtausdehnung des Lichtleitkörpers 3 oder eine Ausdehnung aller ersten Bereiche 11 entlang der Hauptlichtleitrichtung z, beträgt mindestens ein Zehnfaches der Dicke T des
Lichtleitkörpers 3, insbesondere mindestens ein
Fünfzehnfaches oder mindestens ein Zwanzigfaches. Die Dicke T des Lichtleitkörpers 3 liegt bevorzugt zwischen
einschließlich 1 mm und 20 mm, insbesondere zwischen
einschließlich 1,5 mm und 10 mm.
Es beträgt also eine Ausdehnung der zum Beispiel hell abstrahlenden zweiten Bereiche 22 entlang der
Hauptlichtleitrichtung z bevorzugt mehr als die Dicke T des Lichtleitkörpers 3. Mit anderen Worten erfährt die Strahlung R in dem zweiten Bereich 22 entlang der
Hauptlichtleitrichtung z insgesamt eine signifikant stärkere Streuung als in eine Richtung senkrecht zu der Hauptseite 2, aufgrund der geringeren Ausdehnung des Lichtleitkörpers 3 entlang dieser Richtung. Hierdurch ist es möglich, dass der Flächenlichtleiter 1 in Draufsicht auf die Hauptseite 2 transparent und klarsichtig erscheint, so dass außerhalb des Betriebs der Lichtquelle 6 der erste Bereich 11 und der zweite Bereich 22 mit bloßem menschlichen Auge nicht oder näherungsweise nicht voneinander unterscheidbar sind. Ein zum Beispiel durch den zweiten Bereich 22 gebildeter Schriftzug an der Hauptseite 2 ist ausschließlich im Betrieb der
Lichtquellen 6 sichtbar.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Leuchte 10 ist in Figur 3 in einer schematischen Seitenansicht gezeigt. An einer der als Abstrahlfläche eingerichteten Hauptseite 2
gegenüberliegenden weiteren Hauptseite 20 des
Flächenlichtleiters 1 ist an dem Lichtleitkörper 3 ein Streukörper 4 angebracht. Insbesondere ausschließlich der Streukörper 4 weist das Streumittel 40 auf. Der
Lichtleitkörper 3 ist, über den gesamten Flächenlichtleiter 1 entlang der Hauptlichtleitrichtung z hinweg gesehen, mit dem gleichen Material gestaltet und ist bevorzugt frei von einem Streumittel. Optional kann dem Lichtleitkörper 3 in einer geringen Konzentration aber ebenfalls ein Streumittel 40 beigegeben sein. Wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen der Leuchte
10 mit dem Streukörper 4 liegt ein Verhältnis aus einer Dicke D des Streukörpers 4 und der Dicke T des Lichtleitkörpers 3 bevorzugt zwischen einschließlich 0,2 und 1, insbesondere zwischen einschließlich 0,25 und 0,75. Die Dicke D des
Streukörpers 4 beträgt beispielsweise höchstens 20 % oder höchstens 10 % oder höchstens 5 % der Ausdehnung L des
Lichtleitkörpers 3. Die Strukturweite W des Streukörpers 4 beträgt zum Beispiel mindestens ein Doppeltes oder mindestens ein Fünffaches, insbesondere mindestens ein Zehnfaches der Dicke D des Streukörpers 4. Weiterhin bevorzugt ist der
Streukörper 4 jeweils derart an dem Lichtleitkörper 3
angebracht, beispielsweise über ein Kleben, ein Anspritzen oder ein Anschmelzen, dass kein Sprung in einem optischen Brechungsindex zwischen dem Lichtleitkörper 3 und dem
Streukörper 4 auftritt, der größer ist als 0,2 oder als 0,05. Beispielsweise basieren sowohl der Lichtleitkörper 3 als auch der Streukörper 4 auf dem gleichen Grundmaterial und weisen einen gleichen Brechungsindex auf. Anders als beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 sind die
Streukörper 4a, 4b gemäß Figur 4 an der Hauptseite 2, die als Abstrahlfläche eingerichtet ist, angeordnet. Die in Figur 3 dargelegten Beziehungen zwischen der Dicke D, der Strukturweite W und der Dicke T des Lichtleitkörpers 3 gelten bevorzugt auch für das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4.
Optional ist es möglich, dass der weiter von der Lichtquelle 6 entfernte Streukörper 4b einen größeren
Lichtauskoppelkoeffizienten aufweist als der sich näher an der Lichtquelle 6 befindliche Streukörper 4a. Mit anderen Worten weisen die zweiten Bereiche 22 voneinander abweichende Lichtauskoppelkoeffizienten auf. Hierdurch ist erzielbar, dass alle zweiten Bereiche 22 mit einer gleichen oder im
Wesentlichen gleichen Leuchtdicke im Betrieb der Lichtquellen 6 Licht abstrahlen. Da bereits durch den Streukörper 4a
Strahlung aus dem Lichtleitkörper 3 ausgekoppelt wird, liegt bei dem Streukörper 4b eine im Vergleich zum Streukörper 4a geringere Lichtleistung innerhalb des Lichtleitkörpers 3 vor, was durch zum Beispiel unterschiedliche Konzentrationen eines Streumittels in den Streukörpern 4a, 4b ausgleichbar ist. Weisen die Streukörper 4a, 4b vergleichsweise große laterale Ausdehnungen entlang der Hauptseite 2 auf, so ist es auch möglich, dass das Streumittel 40 in den Lichtleitkörpern 4a, 4b inhomogen verteilt ist und eine Konzentration in eine Richtung weg von der Lichtquelle 6 innerhalb von einem der Streukörper 4 zunimmt. Wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen beträgt eine spezifische Leuchtdichte der zu einer Lichtauskopplung gestalteten Bereiche 11, 22 zum Beispiel mindestens 5 cd/m^, bevorzugt mindestens 10 cd/m^ oder mindestens 25 cd/m^. In den Figuren 5 und 6 sind schematische Seitenansichten von weiteren Ausführungsbeispielen der Leuchte 10 gezeigt, bei denen der Lichtleitkörper 3 mit einer Aufrauung 5, 5a, 5b versehen ist. Gemäß Figur 5 ist die Aufrauung 5 an der der Hauptseite 2 abgewandten weiteren Hauptseite 20 des
Lichtleitkörpers 3 in dem zweiten Bereich 22 erzeugt. Mit anderen Worten ist der zweite Bereich 22 zur Abstrahlung von durch die Lichtquelle 6 erzeugter Strahlung eingerichtet. Nur die Aufrauung 5 oder auch die gesamte zweite Hauptseite 20 sind optional mit einer reflektierenden Beschichtung
versehen .
Gemäß Figur 6 sind die Aufrauungen 5a, 5b in den ersten
Bereichen 11 an der Hauptseite 2 erzeugt. Die ersten Bereiche 11 sind also zu einer Emission von in der Lichtquelle 6 erzeugter Strahlung gestaltet. Die Aufrauung 5b kann zu einem höheren Lichtauskoppelkoeffizienten führen als die Aufrauung 5a, jeweils bezogen auf eine Flächeneinheit.
Die Aufrauungen 5, 5a, 5b gemäß den Figuren 5 und 6 sind derart gestaltet, dass der Flächenlichtleiter 1 in
Transmission transparent und klarsichtig wirkt.
Beispielsweise weisen Teilflächen der Aufrauungen 5, 5a, 5b Winkel zu der Hauptlichtleitrichtung z von weniger als 4° oder von weniger als 2° auf. Die Aufrauungen 5, 5a, 5b sind zum Beispiel über ein Schleifen, ein Sandstrahlen oder ein trockenchemisches oder nasschemisches Ätzen strukturiert, insbesondere unter Zuhilfenahme einer Maske, die entweder die ersten Bereiche 11 oder die zweiten Bereiche 22 abdeckt. Die Aufrauung kann unregelmäßig oder regelmäßig gestaltet sein.
Bei allen Ausführungsbeispielen erfolgt bevorzugt eine
Abstrahlung an der Hauptseite 2 und optional an der weiteren Hauptseite 20 mit der winkelabhängigen Abstrahlcharakteristik eines Lambertschen Strahlers oder näherungsweise mit einer solchen. Über zum Beispiel die ersten Bereiche 11 hinweg erfolgt die Lichtabstrahlung an der Hauptseite 2 bevorzugt homogen. Eine lokale Leuchtdichte der Hauptseite 2 weicht von einer über den gesamten ersten Bereich 11 gemittelten
Leuchtdichte insbesondere weniger als 20 % ab. Entsprechendes gilt bevorzugt auch für die zweiten Bereiche 22. Wird in dem Flächenlichtleiter 1 mischfarbiges Licht oder weißes Licht geführt, so erfolgt bezüglich eines Farborts der Strahlung bevorzugt eine homogene, winkelunabhängige Abstrahlung.
Beim Ausführungsbeispiel der Leuchte 10 gemäß Figur 7 weist der Flächenlichtleiter 1 einen nicht rechteckigen Grundriss auf, beispielsweise einen kreisförmigen oder ellipsenförmigen Grundriss. Der Flächenlichtleiter 1 weist beispielsweise eine ringsum laufende Lichteintrittsseite 7 auf, die nicht durch Kanten unterbrochen ist. Die Lichtquellen 6 sind bevorzugt rotationssymmetrisch an der Lichteintrittsseite 7 angeordnet.
In Figur 8 ist ein Ausführungsbeispiel eines
Herstellungsverfahrens für ein Ausführungsbeispiel eines Flächenlichtleiters 1 und einer Leuchte 10 illustriert. Gemäß Figur 8A wird ein Grundkörper 16 bereitgestellt. Aus dem Grundkörper 16 werden Formkörper 15, die zum Beispiel den Schriftzug OSRAM darstellen, etwa über ein Sägen, ein
Schneiden oder ein Stanzen herausgetrennt und geformt.
Alternativ ist es möglich, dass zum Beispiel einzelne
Buchstaben über einen separaten Gießprozess erzeugt sind und nachfolgend zusammengestellt werden. Die zum Beispiel die zweiten Bereiche 22 bildenden Formkörper 15 werden, siehe Figur 8B, in einer Form 17 entsprechend der späteren
Anordnung der zweiten Bereiche 22 angeordnet. Die Streukörper 4 sind also insbesondere separat von dem Lichtleitkörper 3 gefertigt und vollständig ausgeformt zum Zeitpunkt des
Aufbringens an den Lichtleitkörper 3. Die Strukturweite W ist insbesondere eine Linienbreite der Buchstaben des Schriftzugs. Mit anderen Worten entspricht die Strukturweite W einer minimalen, darzustellenden Strukturgröße.
Gemäß Figur 8C werden die Formkörper 15 für die zweiten
Bereiche 22 von dem Grundmaterial 18 für die ersten Bereiche 11 umgössen oder umspritzt, mindestens in einer lateralen Richtung. Nachfolgend wird das Grundmaterial 18 ausgehärtet. Es sind die Formkörper 15 für die zweiten Bereiche also separat von den ersten Bereichen 11 geformt. Durch das
Aushärten des Grundmaterials 18 für die ersten Bereiche 11 erfolgt eine formschlüssige, verbindungsmittelfreie und mechanisch feste Verbindung zwischen dem Grundmaterial 18 und den Formkörpern 15. Durch das Aushärten oder Verfestigen des Grundmaterials 18 wird also der einstückige, zusammenhängende Lichtleitkörper 3 geformt. Die ersten Bereiche 11 und die zweiten Bereiche 22 können aus dem gleichen oder auch aus voneinander verschiedenen Grundmaterialien 18 hergestellt sein. Alternativ ist es ebenso möglich, dass die ersten
Bereiche 11 und die zweiten Bereiche 22 über zum Beispiel ein Zweikomponentenspritzgießen im Wesentlichen zeitgleich in derselben Form 17 hergestellt sind.
In Figur 8C ist ferner illustriert, dass die zweiten Bereiche 22 im Betrieb der Lichtquellen 6 hell leuchten. Mit anderen Worten erscheint der durch die zweiten Bereiche 22
dargestellte Schriftzug als Positiv. Abweichend hiervon ist es ebenso möglich, vergleiche Figur 12A, dass die ersten Bereiche 11 heller leuchten und dass der Schriftzug als Negativ erscheint. Gemäß Figur 12A sind also zum Beispiel die Grundkörper 15 für die zweiten Bereiche 22 frei von einem
Streumittel und dem Grundmaterial 18 für die ersten Bereiche 11 ist ein Streumittel 40 beigegeben. Zu einer homogenen Abstrahlung des ersten Bereichs 11 ist es möglich, dass das Streumittel 40 in dem Lichtleitkörper 3 gezielt inhomogen verteilt ist. In den Figuren 8D und 12B ist illustriert, dass bei ausgeschalteten Lichtquellen 6 der Schriftzug, der durch die zweiten Bereiche 22 geformt wird, nicht zu erkennen ist. Neben Schriftzügen können durch die ersten Bereiche 11 und die zweiten Bereiche 22 auch andere Muster, Symbole und/oder Piktogramme aufgebaut und dargestellt sein.
In Figur 9A ist illustriert, dass die Formkörper 15 von der Hauptseite 2 bis hin zu der weiteren Hauptseite 20 reichen und, in eine Richtung senkrecht zu der Hauptseite 2, den Lichtleitkörper 3 somit vollständig durchdringen. Einer der ersten Bereiche 11 ist dabei lateral von den zwei zweiten Bereichen 22 vollständig umschlossen, die wiederum von den zwei am Rand liegenden ersten Bereichen 11 lateral
vollständig umschlossen sind. Die ist beispielsweise der Fall, wenn Buchstaben durch die ersten 11 und zweiten
Bereiche 11 dargestellt sind, vergleiche Figur 8C. Gemäß Figur 9B hingegen durchdringen die Formkörper 15 den Lichtleitkörper 3, in eine Richtung senkrecht zu der
Hauptseite 2, nicht vollständig, sodass alle ersten Bereiche 11 über das Grundmaterial 18 zusammenhängen. Bevorzugt bilden die Formkörper 15 einen Teil der Hauptseite 2 aus. Durch eine solche Ausgestaltung der Formkörper 15 ist zum Beispiel ein
Spritzgießen des Grundmaterials 18 für die ersten Bereiche 11 vereinfachbar. Anders als dargestellt, können mehrere zweite Bereiche 22 vorliegen, deren Formkörper 15 zum Beispiel über insbesondere dünne Stege desselben Materials wie der
Formkörper 15 miteinander verbunden sind, bevorzugt um ein Platzieren und/oder ein Spritzgießen der Formkörper 15 zu vereinfachen . Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 10 weist die Leuchte 10 an der weiteren Hauptseite 20 einen Spiegel 8 auf. Der
Spiegel 8 reflektiert bevorzugt vollständig oder überwiegend spekular, so dass die Einfallswinkel der reflektierten
Strahlung gleich den Ausfallswinkeln sind. Wie auch in allen anderen Ausführungsbeispielen ist es möglich, dass sowohl in den ersten Bereichen 11 als auch in den zweiten Bereichen 22 des Lichtleitkörpers 3 die Streumittel 40a, 40b vorliegen, wobei die Konzentrationen der Streumittel 40a, 40b oder die durch dieses hervorgerufenen Streuquerschnitte voneinander bevorzugt um mindestens einen Faktor 2 abweichen. Der Spiegel 8 ist beispielsweise durch eine aufgeklebte Folie oder durch eine aufgedampfte Schicht gebildet.
Gemäß Figur 11 ist der Streukörper 4 des Flächenlichtleiters 1 zwischen dem Lichtleitkörper 3 und einem weiteren
Lichtleitkörper 9 angebracht, zum Beispiel jeweils derart geklebt, dass kein signifikanter Brechungsindexsprung
zwischen dem Streukörper 4 und dem Lichtleitkörper 3 und/oder dem weiteren Lichtleitkörper 9 auftritt. Es ist möglich, dass der Lichtleitkörper 3 und der weitere Lichtleitkörper 9, anders als in Figur 11 gezeigt, gleiche oder im Wesentlichen gleiche Dicken aufweisen. Anders als dargestellt ist es optional möglich, dass sich die Lichtquellen 6 auch an dem weiteren Lichtleitkörper 9 befinden.
In Figur 11 ist der Streukörper 4 in lateraler Richtung von Luft oder einem anderen Medium mit geringem optischen
Brechungsindex umgeben. Abweichend hiervon ist es möglich, dass der Streukörper 4 zwischen dem Lichtleitkörper 3 und dem weiteren Lichtleitkörper 9 in lateraler Richtung von einem Medium mit einem Brechungsindexunterschied von höchstens 0,2 oder von höchstens 0,1, bezogen auf einen mittleren
Brechungsindex des Streukörpers 4, umgeben ist.
Die hier beschriebene Erfindung ist nicht durch die
Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist .
Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2010 018 029.7, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
