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Title:
SURGE ARRESTER HAVING A HOUSING AND HAVING AT LEAST ONE ARRESTING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/028724
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a surge arrester having a housing (10) and at least one arresting element, for example a varistor, as well as a disconnection apparatus, in order to disconnect the arresting element or elements from the power supply system, with the disconnection apparatus having a solder point (14) which is connected in the electrical connecting path (A, B) within the arresting means, with a moving conductor section or a moving conductive link being connected via the solder point to the arresting element on the one hand, and with the conductor section or the link (3) being connected on the other hand to a first electrical external connection of the arresting means, and having means to produce a prestressing force, for example a spring (6, 11), with the force vector relating to them acting indirectly or directly via a moving separating block (13) on the conductor section or on the link in the disconnection direction. According to the invention, a conductive element (4, 17) is arranged in the movement path of the conductor section or of the link with its first end making contact with the conductor section or the link when the disconnection apparatus has been tripped, with its second end being connected to a second electrical external connection, and with means also being provided for protection of the contact point between the conductor section or link and the conductive element against solder residue being splashed out or dissolved materials of the conductor section or of the link.

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Inventors:
EHRHARDT, Arnd (Lährer Weg 97 b, Neumarkt/Opf., 92318, DE)
SCHREITER, Stefanie (Schönwerthstrasse 25, Neumarkt, 92318, DE)
ZÄUNER, Edmund (Wiesenhaidstrasse 4, Berching/Pollanten, 92334, DE)
KÖNIG, Raimund (Gartenstrasse 5, Sengenthal, 92369, DE)
GAECK, Florian (Badstrasse 64, Neumarkt, 92318, DE)
HOHENWALDT, Wilhelm (Singenthalstrasse 4, Neumarkt, 92318, DE)
Application Number:
EP2007/057498
Publication Date:
March 13, 2008
Filing Date:
July 20, 2007
Export Citation:
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Assignee:
DEHN + SÖHNE GmbH + Co. KG (Hans-Dehn-Strasse 1, Neumarkt/Opf., 92318, DE)
EHRHARDT, Arnd (Lährer Weg 97 b, Neumarkt/Opf., 92318, DE)
SCHREITER, Stefanie (Schönwerthstrasse 25, Neumarkt, 92318, DE)
ZÄUNER, Edmund (Wiesenhaidstrasse 4, Berching/Pollanten, 92334, DE)
KÖNIG, Raimund (Gartenstrasse 5, Sengenthal, 92369, DE)
GAECK, Florian (Badstrasse 64, Neumarkt, 92318, DE)
HOHENWALDT, Wilhelm (Singenthalstrasse 4, Neumarkt, 92318, DE)
International Classes:
H01C7/12; H01H37/76; H01C7/12; H01H37/00
Attorney, Agent or Firm:
KRUSPIG, Volkmar et al. (Meissner, Bolte & PartnerPostfach 86 06 24, München, 81633, DE)
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Claims:

Ansprüche

[0001] überspannungsabieiter mit einem Gehäuse (10) und mindestens einem

Ableitelement, beispielsweise einem Varistor, sowie eine Ab trenn Vorrichtung, um das oder die Ableitelemente vom Netz zu trennen, wobei die Ab trenn Vorrichtung eine Lötstelle (14) umfasst, welche in den elektrischen Anschlusspfad (A; B) innerhalb des Ableiters eingebunden ist, wobei über die Lötstelle (14) ein beweglicher Leiterabschnilt oder eine bewegliche leitende Brücke (3) mit dem Ableitelement einerseits und der Leiterabschnilt oder die Brücke andererseits mit einem ersten elektrischen Außenanschluss des Ableiters verbunden ist, sowie umfassend ein Vorspannkraft erzeugendes Mittel, beispielsweise eine Feder (6; 11), wobei der diesbezügliche Kraftvektor mittelbar oder unmittelbar über einen beweglichen Trennbock (13) auf den Leiterabschnitt oder die Brücke (3) in Abtrennrichtung wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bewegungsweg des Leiterabschnitts oder der Brücke (3) ein leitfähiges Element (4; 17) angeordnet ist, dessen erstes Ende bei ausgelöster Abtrennvorrichtung mit dem Leiterabschnitt oder der Brücke (3) in Kontakt gelangt, wobei dessen zweites Ende mit einem zweiten elektrischen Außenanschluss in Verbindung steht, wobei weiterhin Mitel zum Schützen der Kontaktstelle zwischen Leiterabschnitt oder Brücke (3) und dem leitfähigen Element (4; 17) vor wegspratzenden Lotresten vorgesehen sind.

[0002] überspannungsabieiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Element ein brückenartiger Bügel (17) ist, dessen zweites Ende mit dem elektrischen Außenanschluss beim Anziehen einer hierfür vorgesehenen Klemme (19) verbindbar ist.

[0003] überspannungsabieiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende des leitfähigen Elements (4; 17) eine Plattenform (18) aufweist, wobei die Platte eine parallele Orierttierung zum Leiterabschnitt oder der Brücke (3) bezogen auf den Abtrennfall besitzt.

[0004] überspannungsabieiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte oder das plattenförmige Ende (18) an ihrer zum zweiten Ende des

brückenartigen Bügels (17) gerichteten Unterseite eine Aussparung (20) zur

Aufiiahme von wegspratzendem Lot aufweist. [0005] überspannungsabieiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Element (4; 17) nachträglich in den Ableiter einsetzbar ist, um neben einer Abtrenn- auch eine Kurzschluss-Fail-Safe-Funktion zu realisieren. [0006] überspannungsabieiter nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der brückenartige Bügel (17) Mittel zum Befestigen (21) am oder im

Ableitergehäuse (10) aufweist. [0007] überspannungsabieiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (21) eine Nut oder Aussparung im Bügel (17) sowie eine hierzu komplementäre Nase oder Gegennut im Gehäuse (10) zum Herstellen eines

Formschlusses umfassen. [0008] überspannungsabieiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements (4; 17) im Sinne eines im

Abtrennfall wirkenden Kurzschließers ein Isolierplättchen (7) zwischen dem leitfähigen Element (4; 17) und dem Leiterabschnilt oder der Brücke 3) anordenbar ist oder das leitfähige Element (4; 17) mindestens auf seinem ersten

Ende einen lösbaren Isolierüberzug aufweist. [0009] überspannungsabieiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements im Sinne eines im

Abtrennfall wirkenden Kurzschließers der relative Abstand zwischen dem leitfähigen Element (4; 17) und dem Leiterabschnilt oder der Brücke (3) einstellbar ist. [0010] überspannungsabieiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements (4; 17) im Sinne eines im

Abtrennfall wirkenden Kurzschließers ein den Bewegungsweg des

Leiterabschnilts oder der Brücke (3) begrenzendes Element als Stift, Bolzen oder dergleichen Anordnung einsetzbar ist. [0011] überspannungsabieiter nach Anspruch 8 oder 10,

dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierplältchen (7) oder der Stift bzw. Bolzen von außen durch das Gehäuse

(10) hindurch entfernbar ist. [0012] überspannungsabieiter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der relative Abstand durch einen von außen durch das Gehäuse (10) hindurch zugänglichen Exzenter (8) mittels eines Werkzeugs oder manuell von Hand einstellbar ist. [0013] überspannungsabieiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils mögliche Kurzschlussfunktion durch eine Anzeige signalisierbar ist. [0014] überspannungsabieiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterabschnitt oder die Brücke (3) aus einem nicht flexiblen Material besteht. [0015] überspannungsabieiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Platte bzw. dem plattenförmigen Ende (18) des leitfähigen Elements (4; 17) und dem Leiterabschnitt oder der Brücke (3) bevorzugt durch Abwinkein oder Biegen des ersten Endes veränder- oder einstellbar ist. [0016] überspannungsabieiter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch dessen Verwendung in Gleichspannungsanlagen mit hohen Systemspannungen und Betriebsströmen auf Kurzschlussstromniveau, insbesondere für Photovoltaik- Anlagen.

Description:

Beschreibung

überspannungsabieiter mit einem Gehäuse und mit mindestens einem Ableitelement

[0001] Die Erfindung betrifft einen überspannungsabieiter mit einem Gehäuse und mindestens einem Ableitelement, beispielsweise einem Varistor, sowie einer Ab trenn Vorrichtung, um das oder die Ableitelemente vom Netz zu trennen, wobei die Abtrennvorrichtung eine Lötstelle umfasst, welche in den elektrischen Anschlusspfad innerhalb des Ableiters eingebunden ist, wobei über die Lötstelle ein beweglicher Leiterabschnitt oder eine bewegliche leitende Brücke mit dem Ableitelement einerseits und der Leiterabschnitt oder die Brücke andererseits mit einem ersten elektrischen Außenanschluss des Ableiters verbunden ist, sowie umfassend ein Vorspannkraft erzeugendes Mittel, beispielsweise Feder, wobei der diesbezügliche Kraftvektor mittelbar oder unmittelbar über einen beweglichen Trennbock auf den Leiterabschnitt oder die Brücke in Abtrennrichtung wirkt, gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

[0002] Abtrennvorrichtungen auch mit Kurzschlussfunktion, wobei im aufgetrennten bzw. ausgelösten Schaltzustand der Abtrennvorrichtung der Strompfad über das defekte Ableiterelement sich im Kurzschluss befindet derart, dass der Strom vom Ableitelement auf einen geschalteten Bypass kommutiert, sind bekannt.

[0003] Der so geschaltete niederohmige Kurzschlusspfad kann z.B. dazu genutzt werden, ein vorgeschaltetes Schaltelement, welches auf den Kurzschlussstrom des betreffenden Netzes eingestellt ist, zu betätigen, oder aber einen definierten Dauerkurzschluss zu erzeugen, der bei bestimmten Anwendungen als so genannter Fail-Safe -Zustand definiert ist.

[0004] Zu diesem Stand der Technik soll beispielsweise auf die EP 0 860 927 Al hingewiesen werden. In dieser Druckschrift ist eine sehr aufwendige elektromechanische Einrichtung beschrieben, die den Strom über einen Varistor überwacht und welche nach überschreiten eines vorgegebenen Grenzwerts den Kurzschluss im Bypass zum Varistorpfad über elektromechanische Kontakte schaltet.

[0005] Gemäß der DE 37 34 214 C2 gehört eine thermisch auslösbare Abtrennvorrichtung zum Stand der Technik, deren schaltendes Element einen Wechselkontakt darstellt. Der Wechselkontakt schließt den Varistorkreis in bekannter Weise über eine Lotstelle. Wird das Schaltelement ausgelöst, wird ein weiterer Kontakt geschlossen, der entweder als interne oder externe Defektanzeige oder eben über eine entsprechende externe Verbindung als Kurzschluss verschaltet werden kann.

[0006] Zum Stand der Technik gehört die Anordnung zur Ableitung von überspannungen, wobei mehrere überspannungsbegrenzende Element, wie z.B. Varistoren oder Dioden, und z.B. durch überhitzung oder Feststellung des Leckstroms auslösende Abschaltmittel vorgesehen sind, gemäß DE 41 24 321 C2. Um die Sicherheit einer derartigen Anordnung zu verbessern, insbesondere redundant auszubilden, ist dort vorgesehen, dass zumindest zwei überspannungsbegrenzende Elemente angeordnet werden, von denen jedes Element für sich ausreichend dimensioniert ist, um an der betreffenden Einsatzstelle den überspannungsschutz zu gewährleisten. Eine thermische Abschaltung im Sinne einer Thermosicherung überwacht den Leckstrom der überspannungsbegrenzenden Elemente, so dass z.B. ein erstes Element bei überhitzung abgeschaltet und ein zweites Element zugeschaltet werden kann.

[0007] Eine zusätzliche Sicherung für den Fall, dass auch der nach Ausfall eines ersten

Varistors zugeschaltete redundante Varistor ausfällt, besteht gemäß DE 41 24 321 C2 darin, den redundanten Varistor entweder durch öffnen eines Schalters im Querstrompfad oder aber auch durch öffnen des Schalters im Längsstrompfad von der Spannung zu trennen. Hierdurch wird gleichzeitig das zu schützende System vom Netz getrennt und vor schädlichen überspannungen geschützt.

[0008] Alternativ soll es auch möglich sein, durch Kurzschließens eines zusätzlichen Schalters den Querstrompfad zu überbrücken, so dass letztendlich das geschützte System kurzgeschlossen ist. Das öffnen dieses notwendigen Schalters kann über eine gemeinsame Betätigung synchron erfolgen. Falls ein Abschalten und/oder Kurzschließen des zu schützenden Systems nicht erwünscht ist, kann die Funktion des vorerwähnten Schalters durch Einsetzen einer überbrückung oder Entfernen eines solchen Mittels aufgehoben werden. Grundsätzlich ist jedoch die Anordnung von zusätzlichen Schaltern für den Kurzschluss entweder im Längs- oder Querstrompfad erforderlich, was den Aufwand beim ohnehin begrenzten Bauraum eines in einem Gehäuse befindlichen überspannungsabieiters weiter einschränkt.

[0009] Insbesondere bei Photovoltaik- Anlagen ist aufgrund der Charakteristik der speisenden Quelle der dortige Betriebsstrom annähernd gleich dem Kurzschlussstrom. Ein klassisches Abtrennen bei Erwärmung eines Varistors und seiner Abtrennvorrichtung ist bei derartigen Gleichspannungsapplikationen nicht zielführend, da die Systemspannung von Photovoltaik- Anlagen bis zu 1000 V beträgt und die Unterbrechung von 1000 V-Qeichstromkreisen nur mit einem erheblichen konstruktiven oder apparativen Aufwand überhaupt realisierbar ist.

[0010] Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, einen

weiterentwickelten überspannungsabieiter mit einem Gehäuse und mindestens einem Ableitelement, beispielsweise einem Varistor, sowie einer Abtrennvorrichtung anzugeben, der ohne externe Verschaltung, auch nachrüstbar, in der Lage ist, einen Kurzschlussstrom sicher zu führen, so dass sich neue Anwendungsbereiche für in diesem Sinne aufrüstbare oder nachrüstbare Ableiter ergeben.

[0011] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch einen überspannungsabieiter gemäß Merkmalskombination des Patentanspruchs 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen.

[0012] Erfindungsgemäß werden an sich bekannte Abtrenn Vorrichtungen für

überspannungsabieiter mit einer zusätzlichen Verbindung ausgerüstet, die die vorhandene Abtrennfunktion um eine Kurzschlussfunktion erweitert. Hierbei wird vorgeschlagen, die zusätzliche Verbindung verschiedenartig auszugestalten, so dass auch nach Bedarf ein Aktivieren von außen am entsprechend realisierten überspannungsabieiter möglich wird.

[0013] In der nachstehenden Beschreibung wird bezüglich der Ab trenn Vorrichtung davon ausgegangen, dass diese eine Lötstelle mit einem bei entsprechender Ansprechtemperatur schmelzenden Lot umfasst. Selbstverständlich kann die Abtrennvorrichtung auch durch andere schmelzende Materialien realisiert werden, die selbst keine leitenden Eigenschaften aufweisen, und zwar dann, wenn die elektrische Verbindung zum Anschlusspfad über ein Brückenteil vorgenommen wird, dessen mechanische Lage mit Hilfe des schmelzenden Materials gesichert ist.

[0014] Erfindungsgemäß ist im Bewegungsweg des federvorgespannten Leiters oder der federvorgespannten Brücke mindestens ein leitfähiges Element angeordnet, dessen erstes Ende bei ausgelöster Abtrennvorrichtung mit dem Leiterabschnitt oder der Brücke in Kontakt gelangt.

[0015] Das zweite Ende des leitfähigen Elements ist mit einem zweiten elektrischen

Außenanschluss in Verbindung stehend. Weiterhin sind Mittel zum Schützen der Kontaktstelle zwischen Leiterabschnitt oder Brücke und dem leitfähigen Element vor wegspratzenden Lotresten oder Lotmaterial bzw. den vorerwähnten schmelzenden Materialien vorgesehen.

[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das leitfähige Element als brückenartiger Bügel ausgeführt, dessen zweites Ende mit dem elektrischen Außenanschluss beim Anziehen einer hierfür vorgesehenen Klemme verbindbar ist. Auf diesem Wege vereinfacht sich die Montage, da der brückenartige Bügel nicht separat kontaktiert werden muss.

[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das erste Ende des leitfähigen Elements eine quasi ebene oder leicht gekrümmte Plattenform auf, wobei die Platte eine im wesentlichen parallele Orientierung zum Leiterabschnitt oder zu der Brücke, und zwar bezogen auf den Abtrennfall besitzt. Durch diese parallele Orientierung soll ein möglichst großflächiges, niederohmiges Kontaktieren und Anliegen realisiert werden.

[0018] Die Platte kann an ihrer zum zweiten Ende gerichteten Unterseite eine Aussparung oder einen Rücksprung zur Aufnahme von wegspratzendem Lot bzw. schmelzendem Material aufweisen. Auf diesem Wege wird wirksam verhindert, dass sich Lot auf der Platte niederschlägt und dort erhabene Stellen bildet, mit der Folge eines unerwünschten übergangswiderstands. Auch ist die Aussparung in der Lage, gegebenenfalls erodiertes Material des Leiterabschnitts oder der Brücke aufzunehmen.

[0019] Im Sinne der Erfindung ist das leitfähige Element nachträglich in den Ableiter einsetzbar, um neben einer Abtrenn- auch eine Kurzschluss-Fail-Safe-Funktion zu realisieren.

[0020] Der bevorzugt vorgesehene brückenartige Bügel als leitfähiges Element weist Mittel zum Befestigen am oder im Ableitergehäuse auf.

[0021] Diese Mittel können z.B. eine Nut oder eine Aussparung im Bügel sowie eine hierzu komplementäre Nase oder eine Gegennut im Gehäuse zum Herstellen eines Formschlusses umfassen. Fachgemäße Abwandlungen eines solches Befestigungsmittels gehören selbstverständlich zu den denkbaren Alternativen.

[0022] Zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements im Sinne eines im Abtrennfall wirkenden Kurzschließers ist ein Isolierplättchen zwischen dem leitfähigen Element und dem Leiterabschnitt oder der Brücke anordenbar. Alternativ kann das leitfähige Element mindestens auf seinem ersten Ende mit einem lösbaren Isolierüberzug, z.B. in Form eines Isolierschlauches versehen sein. Ebenso wie das Isolierplättchen kann auch der Isolierüberzug über eine geeignete öffnung im Gehäuse entfernt werden, um die Zusatzfunktion „Kurzschluss" freizugeben.

[0023] Zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements kann bei einer

Ausführungsform der Erfindung der relative Abstand zwischen dem leitfähigen Element und dem Leiterabschnitt oder der Brücke eingestellt werden. Dabei gilt es in einer ersten Position zu bewerkstelligen, dass der Leiterabschnitt oder die Brücke im Abtrennfall in ausreichenden Kontakt mit dem leitfähigen Element gelangt. Andererseits kann durch eine Wegbegrenzung bezüglich des Leiterabschnitts oder der Brücke verhindert werden, dass das leitfähige Element berührt wird. Denkbar ist bei

dieser Ausführungsform die Anordnung eines Weg- oder Hub begrenzenden, verstellbaren Exzenters. [0024] Zum wahlweisen Aktivieren des leitfähigen Elements im Sinne eines im Abtrennfall wirkenden Kurzschließers kann bei einer ergänzenden Ausführungsform in den

Bewegungsweg des Leiterabschnitts oder der Brücke ein begrenzendes Element z.B. in

Form eines Stiftes, Bolzens oder dergleichen Anschlag eingesetzt werden. [0025] Wie bereits dargelegt, ist vorgesehen, das Isolierplättchen oder den Stift bzw. Bolzen von außen durch das Gehäuse hindurch zugänglich zu gestalten, insbesondere um diese

Mittel nachträglich entfernen zu können. [0026] Die jeweils aktivierte Kurzschlussfunktion ist über eine Anzeige signalisierbar.

Dabei kann auch vorgesehen sein, den Zugang zum Entfernen des Isolierplättchens, des Stiftes oder des Bolzens zu verplomben. Eine hier beispielsweise denkbare pfropfenartige Plombe nimmt beim Entfernen das Isolierplättchen oder den Stift oder den Bolzen mit. Ein derart plombenfreier überspannungsabieiter zeigt die vorgesehene zusätzliche Kurzschlussfunktion an. [0027] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter

Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden. [0028] Hierbei zeigen: [0029] Fig. 1 ein Prinzipschaltbild eines Ableiters mit Varistoren und kombinierten

Abtrenn- und Kurzschließeigenschaften; [0030] Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer

Abtrennvorrichtung mit Schaltfunktion im Zustand nicht ausgelöst; [0031] Fig. 3 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 2, jedoch im Zustand ausgelöst und Kurzschluss;

[0032] Fig. 4 eine Ausführungsform der Schalteinrichtung mit entfernbarer Isolierplatte; [0033] Fig. 5a und 5b eine weitere Ausführungsform der Schalteinrichtung, wobei die

Kurzschlussfunktion durch exzentergesteuerte Bewegung des leitfähigen Elements einstellbar ist; [0034] Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel eines überspannungsabieiters mit einem Gehäuse und einem Varistor- Ableitelement sowie thermischer Ab trenn Vorrichtung, wobei ein

Abtrennbock eine mechanische Bewegung auf die thermische Abtrennvorrichtung überträgt und im Abtrennfall ein Kurzschließen über einen brückenartigen Bügel als leitfähiges Element erfolgt; [0035] Fig. 6b eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Figur 6 jedoch im abgetrennten

Zustand und ausgelöstem Kurzschluss sowie

[0036] Fig. 6a eine Detaildarstellung des plattenförmigen Endes vom brückenartigen Bügel mit erkennbarer Aussparung in Kurzschlussposition bezüglich der Schaltzunge.

[0037] Gemäß der Darstellung nach Fig. 1 wird zwischen den äußeren Anschlüssen A und B ein Varistor 2 geschaltet. Dieser Varistor 2 ist über eine Abtrennvorrichtung (Schaltzunge) 3, die thermisch auslösbar ist, abtrennbar. Zwischen den Punkten a und c besteht üblicherweise über einen Leiterabschnitt oder eine Brücke eine elektrische Verbindung, und zwar im nicht ausgelösten Zustand. Im Zustand 3' ist die Abtrennvorrichtung 1 ausgelöst und es wurde eine Verbindung auf dem Weg a zu b mit Hilfe eines Kurzschlussbügels 4 hergestellt, welcher den Varistor 2 überbrückt. Der betätigte bzw. ausgelöste Kurzschlusszustand ist gemäß Figur zwischen den Punkten a und b gestrichelt dargestellt. Unter Hinweis auf die Fig. 2 bis 5 wird die Schaltbewegung nach dem Auslöten eines Lotmittels unter dem Einfluss einer Druckfeder 6 (Bezugszeichen 11 gemäß Fig. 6 und 6 b) ausgeführt.

[0038] Die Fig. 2 zeigt schematisch die Ausführung einer Schalteinrichtung 1 mit Abtrenn- und Kurzschlussfunktion im nicht betätigten bzw. nicht ausgelösten Zustand.

[0039] Der betätigte, d.h. ausgelöste Kurzschlusszustand ist gemäß Fig. 2 in der Darstellung zwischen den Punkten a und b gestrichelt dargestellt. Wie erwähnt, erfolgt die Schaltbewegung nach dem Auslötvorgang unter dem Einfluss der Kraft der Feder 6. Die Zunge 3, welche den Leiterabschnitt bildet, wird also gleichzeitig zur Realisierung des gewünschten Kurzschlusses zwischen den Anschlusspunkten A und B genutzt, indem diese in Anschlag mit dem leitfähigen Element bzw. dem Kurzschlussbügel 4 gelangt.

[0040] Mit Hilfe der Fig. 3 wird der betätigte bzw. ausgelöste Zustand, d.h. der gewünschte Kurzschluss zwischen den Punkten A und B, deutlich, und zwar infolge der Bewegung der Schaltzunge, die sich jetzt in der Kurzschlusslage 3' befindet.

[0041] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 4 ist ein Isolierplättchen 7 so angeordnet, dass die Schaltzunge 3 bzw. 3' nicht in Anlage zum Kurzschlussbügel 4 gelangen kann. Dies bedeutet, dass der Bewegungsweg der Schaltzunge 3, 3' durch die Isolierplatte 7 begrenzt wird. Anstelle einer Isolierplatte 7 kann im Sinne der Erfindung auch ein Stift oder ein Bolzen Verwendung finden oder es besteht die Möglichkeit, mindestens das gestrichelt dargestellte Ende des Kurzschlussbügels 4 mit einem entfernbaren Isolierschlauch zu überziehen.

[0042] Gemäß den Darstellungen nach den Fig. 5a und 5b ist bei der Schalteinrichtung 1 deren Kurzschlussfunktion über eine manuelle Betätigung eines Mittels, insbesondere eines Exzenters 8 zu- oder abschaltbar.

[0043] Mit Hilfe des Exzenters 8, der verschiedene Betätigungsstrecken 8', 8" ermöglicht, kann ein beweglicher Teil 4' des Kurzschlussbügels bezüglich des starren Bügelteils 4" verändert werden, so dass, wie in der Fig. 5b angedeutet, ein Inkontaktkommen mit der Schaltzunge 3 realisierbar ist, was in der Position des beweglichen Teils des Kurzschlussbügels 4' nach Fig. 5a nicht möglich ist. Zum Zweck der Bewegungsbegrenzung der Schaltzunge ist bei dieser Ausführungsform noch ein Anschlag 9 vorgesehen.

[0044] Der Exzenter 8 kann über eine öffnung im gestrichelt dargestellten Gehäuse leicht in seine verschiedenen Positionen gemäß den Darstellungen nach Fig. 5a und 5b verstellt werden, wobei durch das erkennbare freie Betätigungsende des Exzenters 8 auch deutlich wird, welcher jeweilige Zustand (Kurzschluss oder nicht) vorliegt.

[0045] In der Schalterstellung Abtrennen nach Fig. 5a befindet sich somit ein über den Drehpunkt 5 gelagerter Kurzschlussbügel 4' außerhalb des Aktionsradius und des Wirkungsbereichs der Schaltzunge 3, so dass ein Kontakt über den Weg a/b verhindert ist.

[0046] In der Position „Kurzschließen" hingegen wird durch die über die exzenterförmige Scheibe 8 hergestellte Verschiebung des beweglichen Kurzschlussbügels 4' in den Aktionsbereich der Schaltzunge 3 hinein eine Verbindung über den Weg a/b ermöglicht.

[0047] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist ein überspannungsabieiter mit zusätzlicher Kurzschlussfunktion in ein Gehäuse 10 integriert. Mit Hilfe eines verschwenkbar gelagerten Abtrennbocks 13 und der Zugfeder 11 wirkt eine Vorspannung auf die Schaltzunge 3, die mit Hilfe eines Lotes 14 mit einem durch die Gehäusetrennwand 15 geführten Anschluss 16 eines (nicht gezeigten) Varistors verbunden ist.

[0048] Das leitfähige Element ist gemäß der Ausführungsform nach Fig. 6 als brückenartiger Bügel 17 ausgebildet. Dieser brückenartige Bügel 17 weist ein erstes Ende in Plattenform 18 auf. Ein zweites Ende des brückenartigen Bügels 17 steht mit einem elektrischen Außenanschluss beim Anziehen einer hierfür vorgesehenen Klemme 19 in Verbindung.

[0049] Das plattenförmige Ende 18 des brückenartigen Bügels 17 weist an seiner zum zweiten Ende gerichteten Unterseite eine Aussparung 20 zur Aufnahme von im Abtrennfall möglicherweise weg spratzendem Lot vom Lotpunkt 14 auf.

[0050] Der brückenartige Bügel 17 ist über Mittel zum Befestigen 21 am oder im

Ableitergehäuse 10 fixierbar. Der Abstand zwischen dem plattenförmigen Ende 18 des

leitfähigen Elements und dem Leiterabschnitt bzw. der Schaltzunge 3 kann durch Abwinkein oder Biegen des plattenförmigen Endes 18 eingestellt oder verändert werden. Maßgeblich ist die Winkellage des plattenförmigen Endes 18 bezogen auf die Position der Schaltzunge 3. Auf jeden Fall ist hier sicherzustellen, dass für den gewünschten sicheren Kurzschluss die Schaltzunge 3 großflächig und eben mit dem plattenförmigen Ende 18 in Kontakt gelangt.

[0051] Wird gemäß der Darstellung nach Fig. 6 die Schaltzunge über den Lotpunkt 14 an der Position c ausgelötet, erfolgt eine Drehbewegung des Abtrennbocks 13 und damit eine Schaltbewegung der Schaltzunge 3 bis in die Endstellung gemäß Position b, welche der Kurzschlussposition entspricht.

[0052] Aus der Darstellung nach Fig. 6 wird ersichtlich, dass der weiterentwickelte überspannungsabieiter mit Kurzschlussfunktion ohne weiteres in einem Standardgehäuse zur Hutschienenmontage untergebracht werden kann, wobei der brückenartige Bügel 17 nach Abnahme des nicht gezeigten Gehäusedeckels leicht zugänglich ist. Es kann hierdurch montageseitig ein überspannungsabieiter ohne, aber auch mit Kurzschlussfunktion mit wenig Aufwand bereitgestellt werden, wobei durch nachträgliches Einsetzen des brückenartigen Bügels 17 auch eine spätere Kurzschlussfunktion realisierbar ist.

[0053] Figur 6b zeigt eine Darstellung der erfindungsgemäßen Abtrennvorrichtung in einem realisierten Gerät und zwar im ausgelösten Zustand (Schalterstellung ausgelöst b).

[0054] Die Aussparung 20 im Bereich des plattenförmigen Endes 18 vom brückenartigen

Bügel 17 liegt derart, dass der Lotpunkt 14 der Schaltzunge 3 nicht in Kontakt mit dem brückenartigen Bügel 17 gelangt. Möglicherweise hier anhaftendes oder wegspratzendes Lot kann durch den mittels der Aussparung 20 gegebenen Freiraum treten und führt nicht zu einem möglicherweise überhöhten übergangswiderstand.

[0055] Es ist also der mit der Lotpaste versehenen Lotpunkt 14 bzw. 14' (siehe Figur 6a) nicht an der eigentlichen großflächigen Kontaktgabe beteiligt. Nur der Teil b der Schaltzunge 3' liegt auf der Oberfläche des plattenförmigen Endes 18 des brückenartigen Bügels 17 an.

[0056] Bezugszeichenliste

[0057] 1 Abtrennvorrichtung mit den Kontakten a, b und c

[0058] 2 Varistor

[0059] 3 Schaltzunge (unbetätigte Position)

[0060] 3' Schaltzunge (betätigte Position)

[0061] 4 Kurzschlussbügel

[0062] 4' beweglicher Teil des Kurzschlussbügels

[0063] 4' ' starrer Teil des Kurzschlussbügels

[0064] 5 Drehpunkt

[0065] 6 Feder

[0066] 7 Isolierplatte

[0067] 8 Exzenter

[0068] 8' kurze Betätigungsstrecke des Exzenters

[0069] 8" lange Betätigungsstrecke des Exzenters

[0070] 9 Anschlag

[0071] 10 Ableitergehäuse

[0072] 11 Zugfeder

[0073] 13 Abtrennbock

[0074] A erster äußerer Anschluss

[0075] B zweiter äußerer Anschluss

[0076] a Varistorkontaktierung / Anschluss an Schaltzunge

[0077] b Schalterstellung ... ausgelöst

[0078] c Schalterstellung nicht ausgelört

[0079] b' zweite Varistorkontaktierung

[0080] 14 Lotpunkt

[0081] 15 Trennwand

[0082] 16 Varistoranschluss am Lotpunkt

[0083] 17 brückenartiger Bügel

[0084] 18 plattenförmiges Ende

[0085] 19 Klemme

[0086] 20 Aussparung

[0087] 21 Mittel zur Befestigung