Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SWING DOOR DRIVE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/138420
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a particularly compactly and cost-effectively designed drive device for swing doors, which should have a simple design and nonetheless be able to be operated both automatically and manually. To this end, the invention creates a swing door drive device (40) for driving a wing (1) of a swing door (10), comprising an electric motor (42) and a gear ratio unit (48), which can be driven by the electric motor (42) and the output member (46) that can be rotated about a rotational gear axis (464) can be directly connected to the wing (1) for driving same, wherein the gear ratio unit (48) is designed to perform a slipping clutch function.

Inventors:
KRAFT, Franz (Stumpfstr. 5, Arnsberg, 59757, DE)
LEUTNER, Ines (Körnerweg 6, Arnsberg, 59759, DE)
Application Number:
EP2011/057255
Publication Date:
November 10, 2011
Filing Date:
May 05, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HÖRMANN KG VERKAUFSGESELLSCHAFT (Upheider Weg 94-98, Steinhagen, 33803, DE)
KRAFT, Franz (Stumpfstr. 5, Arnsberg, 59757, DE)
LEUTNER, Ines (Körnerweg 6, Arnsberg, 59759, DE)
International Classes:
E05F15/12
Attorney, Agent or Firm:
KASTEL, Stefan et al. (Flügel Preissner Kastel Schober, Nymphenburger Str. 20, München, 80335, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) zum Antreiben eines Drehflügels (1 ) einer Drehflügeltür (10) mit einem Elektromotor (42) und einer durch den

Elektromotor (42) antreibbaren Getriebeübersetzungseinrichtung (48), deren um eine Getriebedrehachse (464) drehbares Abtriebsglied (46) direkt an den

Drehflügel (1 ) zum Antreiben desselben anschließbar ist, wobei die

Getriebeübersetzungseinrichtung (48) zum Ausüben einer

Rutschkupplungsfunktion ausgebildet ist.

2. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Abtriebsglied (46) und der Drehflügel (1 ) nach Art einer Kurbelschleife (463) aneinander koppelbar sind.

3. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Abtriebsglied (46) als Drehscheibenelement (462) mit Langloch (461 ) zur verschiebbaren Aufnahme eines an dem Drehtürflügel (1 ) angebrachten

Mitnehmers (1 1 ) ausgebildet ist.

4. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Elektromotor (42) ein Gleichstromgetriebemotor mit selbsthemmendem Motorgetriebe ist, wobei die Abtriebswelle des Motorgetriebes als

Motorabtriebswelle (422) an die Getriebeübersetzungseinrichtung (48)

angeschlossen ist.

5. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Getriebeübersetzungseinrichtung (48) eine Getriebeübersetzungsstufe (481 ) und eine Rutschkupplung (45) aufweist.

6. Drehflügelantriebseinrichtung (40) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Rutschkupplung (45) zum Einstellen des Reibmoments, ab welchem die Rutschkupplungsfunktion einsetzt, einstellbar ist.

7. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 5 oder 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Getriebeübersetzungsstufe (481 ) ein mit einem Motorzahnrad (43) auf der Motorabtriebswelle (422) des Elektromotors (42) in Zahneingriff befindliches Zahnradelement (44) aufweist, dessen Durchmesser, vorzugsweise um wenigstens einen Faktor 2, größer als der des Motorzahnrads (43) ist.

8. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Zahnradelement (43) konzentrisch zu dem Abtriebsglied (46) angeordnet und um die Getriebedrehachse (464) drehbar ist.

9. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Rutschkupplung (45) unmittelbar zwischen das Zahnradelement (43) und das Abtriebsglied (46) geschaltet ist.

10. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch einen signalbetätigt lösbaren Zuhaltemechanismus (50) zum Zuhalten des Drehflügels (1 ) in seiner Schließstellung.

1 1 . Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Zuhaltemechanismus (50) einen elektrisch betätigbaren Haftmagneten (5) aufweist.

12. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine oder mehrere Lichtquellen (6) derart vorgesehen sind, dass sie im eingebauten Zustand nach unten gerichtet einen Durchgang durch die

Drehflügeltür (10) erleuchten.

13. Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch eine Steuerelektronik mit Sensoreinrichtungen zum automatischen Öffnen einer anzutreibenden Drehflügeltür (10) bei Annäherung von Personen oder bei Erteilen von entsprechenden Steuerbefehlen und zum

automatischen Schließen der anzutreibenden Drehflügeltür (10) nach

durchgeführter Öffnung.

14. Drehflügelantriebsvorrichtung (40) nach Anspruch 12 und nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Lichtquellen durch Ansprechen der Sensoreinrichtung einschaltbar sind.

15. Drehflügeltür (10) mit einer Drehflügeltürantriebsvorrichtung (40) nach einem der voranstehenden Ansprüche.

16. Drehflügeltür (10) nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein hochübersetzter Gleichstrommotor (42) mit einer Außengetriebestufe (481 ) zur direkten Bewegung an einen Drehflügel (1 ) der Drehflügeltür (10) derart angeschlossen ist, dass eine mit einem Führungsausschnitt (461 ) versehene Drehscheibe (462) an einen Mitnehmerbolzen (1 1 ) des Drehflügels (19

angeschlossen ist, wobei zwischen einem letzten Zahnrad (44) der

Außengetriebestufe (481 ) und der Drehscheibe (462) eine einstellbare

Rutschkupplung (45) vorgesehen ist.

17. Drehflügeltür (10) nach einem der Ansprüche 15 oder 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass in einem Schließblech (22) einer Zarge (2) der Drehflügeltür (10) oder in einem Schließbereich ein signalbetätigbarer Zuhaltemechanismus (50),

insbesondere ein elektronisch gesteuerter Haftmagnet (5), angeordnet ist, der über eine Steuerelektronik bei einem Öffnungsvorgang angesteuert wird.

18. Drehflügeltür (10) nach einem der Ansprüche 15 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Drehflügel (1 ) manuell bei stillstehendem Elektromotor (42) aufgrund der Rutschkupplungsfunktion zu öffnen und zu schließen ist.

19. Drehflügeltür (10) nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein signalbetätigbarer Zuhaltemechanismus (50), der den Drehflügel (1 ) in seiner Schließposition hält und durch eine Steuerelektronik zum Öffnen lösbar ist, auch durch manuelles Betätigen eines Türdrückers (13) lösbar ist.

20. Drehflügeltür (10) nach Anspruch 19 und nach Anspruch 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Türdrücker (13) mit dem Zuhaltemechanismus (50) derart verbunden ist, dass beim händischen Öffnen des Drehflügels (1 ) eine Gegenplatte (12) von dem Haftmagneten (5) durch Betätigung des Türdrückers (13) abgezogen wird.

21 . Drehflügeltür (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass elektrische Endschalter und/oder mechanische Anschläge (7) zur Begrenzung der Öffnungsweiten der Drehflügeltür (10) vorgesehen sind.

Description:
DREHFLÜGELTÜRANTRIEBSVORRICHTUNG

Die Erfindung betrifft eine Drehflügeltürantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Drehflügels einer Drehflügeltür.

Als Drehflügeltüren oder auch Drehtüren werden durch Fachleute in der

deutschsprachigen Türtechnik die für Zimmertüren übliche Türkonstruktion bezeichnet, wonach ein Türflügel, aufgehängt an Scharnieren oder dergleichen, um einen begrenzten Schwenkwinkel drehbar geöffnet und geschlossen werden kann. Der Öffnungswinkel beträgt in der Regel weniger als 180°. Die korrekte englische Übersetzung solcher Drehtüren lautet„swing doors". Die Erfindung betrifft

Antriebsvorrichtungen zum Antreiben solcher Drehflügeltüren und gerade nicht Antriebsvorrichtungen zum Antreiben von sogenannten Karusselltüren (englisch: revolving doors), die ständig in einer Drehrichtung drehend wie ein Karussell und somit mit unbegrenztem Winkel gedreht werden können.

Drehflügeltüren oder Drehtüren haben in der Regel eine Zarge und wenigstens einen an der Zarge mittels Türbändern oder Zapfen um einen begrenzten

Schwenkwinkel um eine Hochachse schwenkbar gehaltenen Türflügel (im

Folgenden Drehflügel genannt). Solche Drehflügel sind in der Regel mit einem Türschloss mit Schnäpper ausgestattet, der durch einen Türgriff betätigt

zurückgezogen werden kann, um die Tür manuell zu öffnen.

Insbesondere zum Schaffen eines barrierefreien Zuganges sind einige Drehtüren durch einen Drehtürantrieb zum Öffnen und Schließen antreibbar. Andererseits gibt es auf dem Markt mechanische Türschließer für solche Drehtüren, die den

Drehflügel in seine Schließstellung hinein vorspannen, um die Drehtür nach Öffnen automatisch zu schließen. Solche Türschließer sind insbesondere für

Feuerschutztüren oder Rauchschutztüren vorgesehen. Die Erfindung betrifft insbesondere ein automatisches Türöffnungs- und

Türschließsystem für derartige Drehtüren. Automatische Turöffnungs- und

Schließsysteme sind grundsätzlich bereits bekannt und auf dem Markt erhältlich. Sie haben die Aufgabe, insbesondere sensorüberwachte Türen beim Begehen automatisch zu öffnen und nach Durchgang automatisch zu schließen. Allerdings sind die auf dem Markt befindlichen automatischen Türöffnungs- und

Schließsysteme aufwändig und großvolumig auf dem Türblatt aufgebaut. Die bekannten auf dem Markt erhältlichen Türöffnungs- und Schließsysteme sind mit einer beim Öffnen und Schließen dämpfenden Hydraulik verbunden. Diese bekannten Systeme erfordern durch eine Hebelkinematik große Federkräfte und Antriebskräfte, woraus eine entsprechend technisch aufwändige hydraulische Dämpfung resultiert. Hierdurch ergibt sich ein komplizierter Aufbau und ein hoher Kostenaufwand. Daher werden solche automatischen Türöffnungs- und

Schließsysteme in der Regel nur dann in Gebäuden vorgesehen, wenn sie unbedingt notwendig sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute und daher kostengünstige Drehflügeltürantriebsvorrichtung vorzusehen.

Diese Aufgabe wird durch eine Drehflügeltürantriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine mit einer solchen Drehflügeltürantriebsvorrichtung versehene Drehflügeltür ist Gegenstand des Nebenanspruches.

Die Erfindung schafft eine Drehflügeltürantriebsvorrichtung zum Antreiben eines Drehflügels einer Drehflügeltür mit einem Elektromotor und einer durch den

Elektromotor antreibbaren Getriebeübersetzungseinrichtung, deren um eine Getriebedrehachse drehbares Abtriebsglied direkt an den Drehflügel zum Antreiben desselben anschließbar ist, wobei die Getriebeübersetzungseinrichtung zum Ausüben einer Rutschkupplungsfunktion ausgebildet ist.

Durch einen direkten Antrieb des Drehflügels lässt sich eine sehr kompakte und einfach aufgebaute Antriebseinheit schaffen. Über die Rutschkupplungsfunktion können sowohl Sicherheitsanforderungen, z.B. beim Auffahren auf Hindernisse oder Personen, erfüllt werden als auch Möglichkeiten einer manuellen

Türbetätigung auch bei Stillstand des Motors geschaffen werden, und dies auch dann, wenn der Motor mit selbsthemmenden Getriebe ausgebildet ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Abtriebsglied und der Drehflügel nach Art einer Kurbelschleife aneinander koppelbar sind.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Abtriebsglied als Drehscheibenelement mit Langloch zur verschiebbaren Aufnahme eines an dem Drehtürflügel angebrachten Mitnehmers ausgebildet ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Elektromotor ein Gleichstromgetriebemotor mit selbsthemmendem Motorgetriebe ist, wobei die Abtriebswelle des Motorgetriebes als Motorabtriebswelle an die Getriebeübersetzungseinrichtung angeschlossen ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Getriebeübersetzungseinrichtung eine

Getriebeübersetzungsstufe und eine Rutschkupplung aufweist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Rutschkupplung zum Einstellen des

Reibmoments, ab welchem die Rutschkupplungsfunktion einsetzt, einstellbar ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Getriebeübersetzungsstufe ein mit einem Motorzahnrad auf der Motorabtriebswelle des Elektromotors in Zahneingriff befindliches Zahnradelement aufweist, dessen Durchmesser wesentlich größer, z.B. um wenigstens einen Faktor 2-10 größer, als der des Motorzahnrads ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Zahnradelement konzentrisch zu dem

Abtriebsglied angeordnet und um die Getriebedrehachse drehbar ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Rutschkupplung unmittelbar zwischen das Zahnradelement und das Abtriebsglied geschaltet ist.

Bevorzugt ist ein signalbetätigt lösbarer Zuhaltemechanismus zum Zuhalten des Drehflügels in seiner Schließstellung vorgesehen.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Zuhaltemechanismus einen elektrisch betätigbaren Haftmagneten aufweist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine oder mehrere Lichtquellen derart vorgesehen sind, dass sie im eingebauten Zustand nach unten gerichtet einen Durchgang durch die Drehflügeltür erleuchten.

Bevorzugt ist eine Steuerelektronik mit Sensoreinrichtungen zum automatischen Öffnen einer anzutreibenden Drehflügeltür bei Annäherung von Personen oder bei Erteilen von entsprechenden Steuerbefehlen und zum automatischen Schließen der anzutreibenden Drehflügeltür nach durchgeführter Öffnung vorgesehen.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass Lichtquellen durch Ansprechen der

Sensoreinrichtung einschaltbar sind.

Weiter schafft die Erfindung eine Drehflügeltür mit einer

Drehflügeltürantriebsvorrichtung nach der Erfindung oder nach einer der voranstehenden Ausgestaltungen der Erfindung.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass ein hochübersetzter Gleichstrommotor mit einer Außengetriebestufe zur direkten Bewegung an einen Drehflügel der Drehflügeltür derart angeschlossen ist, dass eine mit einem Führungsausschnitt versehene Drehscheibe an einen Mitnehmerbolzen des Drehflügels angeschlossen ist, wobei zwischen einem letzten Zahnrad der Außengetriebestufe und der Drehscheibe eine einstellbare Rutschkupplung vorgesehen ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass in einem Schließblech einer Zarge der

Drehflügeltür oder in einem Schließbereich, z.B. an einem Antriebsgehäuse, ein signalbetätigbarer Zuhaltemechanismus, insbesondere ein elektronisch gesteuerter Haftmagnet, angeordnet ist, der über eine Steuerelektronik bei einem

Öffnungsvorgang gesteuert wird.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Drehflügel manuell bei stillstehendem

Elektromotor aufgrund der Rutschkupplungsfunktion zu öffnen und zu schließen ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass ein signalbetätigbarer Zuhaltemechanismus, der den Drehflügel in seiner Schließposition hält und durch eine Steuerelektronik zum Öffnen lösbar ist, auch durch manuelles Betätigen eines Türdrückers lösbar ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Türdrücker mit dem Zuhaltemechanismus derart verbunden ist, dass beim händischen Öffnen des Drehflügels eine

Gegenplatte von dem Haftmagneten durch Betätigung des Türdrückers abgezogen wird.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass elektrische Endschalter und/oder mechanische Anschläge zur Begrenzung der Öffnungsweiten der Drehflügeltür vorgesehen sind.

Bevorzugt dient die Drehflügeltürantriebsvorrichtung zum Schaffen eines

automatischen Türöffnungs- und Schließsystems, welches die Aufgabe hat, sensorüberwachte Türen beim Begehen automatisch zu öffnen und nach

Durchgang automatisch zu schließen.

Auf dem Markt befindliche automatische Türöffnungs- und Schließsysteme sind jedoch bisher aufwändig und großvolumig auf dem Türblatt aufgebaut. Die bekannten Systeme sind mit einer beim Öffnen und Schließen dämpfenden

Hydraulik verbunden. Diese Systeme erfordern durch die Hebelkinematik große Federkräfte und Antriebskräfte, wodurch eine entsprechend technisch aufwändige hydraulische Dämpfung resultiert. Hierdurch ergibt sich ein hoher Kostenaufwand. Preise von mehreren tausend Euro für solche Antriebe von Drehflügeltüren sind keine Seltenheit.

Mit den hier vorgeschlagenen Lösungen wird jedoch ein automatischer Antrieb für Drehflügeltüren derart geschaffen, dass eine Drehflügeltür so zu öffnen und zu schließen ist, dass die automatische Öffnungs- und Schließmechanik einfach aufgebaut und an der Türzarge oder in der Türzarge und/oder in dem Drehflügel oder mit einfachem Aufbau auf dem Drehflügel anzuordnen ist.

Insgesamt wird damit eine sehr preiswerte Gesamtlösung geschaffen. Die

Erfindung ist insbesondere im privaten Wohnbereich anwendbar, wo die

Türgewichte nicht sehr hoch sind und hierdurch die reinen Bewegungsmomente des Drehflügels mit kleineren Antriebseinheiten bewältigt werden können.

Es kann somit ohne Weiteres eine einfache, platzsparende und preisgünstige Mechanik zum Einsatz kommen.

Vorzugsweise ist der automatische Antrieb auch für Rauch- und Feuerschutztüren einsetzbar.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist der automatische Antrieb für eingebaute Drehflügeltüren nachträglich nachrüstbar.

Die Gesamtmechanik lässt sich zugleich als Öffnungsmittel mit Schließfunktion oder umgekehrt als Schließmittel mit Öffnungsfunktion klassifizieren, weiter lässt sich die Gesamtmechanik als reines Öffnungsmittel oder als reines Schließmittel oder als Kombination von Öffnungsmittel und Schließmittel klassifizieren. Durch einfache Maßnahmen können dennoch sicherheitsrelevante Bestimmungen für diese Klassifikationen erfüllt werden. Vorzugsweise wird der Drehflügel an der Tür über einen hoch übersetzten

Elektrogetriebemotor in Öffnungsrichtung als auch in Schließrichtung bewegt.

Vorzugsweise wird für die eigentliche Bewegung des Drehflügels nur ein relativ geringes gleiches Drehmoment in Öffnungsrichtung und in Schließrichtung aufgebracht, wobei jedoch das Zuhaltemoment für den Drehflügel in

Schließstellung groß sein soll; dies lässt sich über einen zusätzlichen

Zuhaltemechanismus erreichen.

Vorzugsweise liegt der Angriffspunkt zur Einleitung des Drehmoments auf dem Drehflügel möglichst nah in x-Richtung zum Drehpunkt von Türbändern, jedoch in einem größtmöglichen Abstand in z-Richtung.

Vorzugsweise lässt sich ein Schwenkausgleich zwischen einem Drehpunkt der Türbänder und einem Drehpunkt einer letzten Getriebestufe der

Antriebsvorrichtung über eine Kurbelschleife erreichen. Beispielsweise sind ein Abtriebsglied der Antriebsvorrichtung und der Drehflügel wie die beiden Elemente einer umlaufenden Kurbelschleife aneinander gekoppelt.

In konkreter Ausgestaltung lässt sich ein Schwenkausgleich vorzugsweise über einen Langlocheingriff zwischen dem Drehflügel und einer Abtriebsscheibe vorsehen.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist weiter eine - vorzugsweise einstellbare - Rutschkupplung zwischen Elektromotor und Drehflügel vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass bei Überlast das Gesamtgetriebe keinen Schaden nimmt oder blockiert. Eine Überlast kann beispielsweise beim händischen Schließen oder Öffnen der Tür oder bei Auffahren der Tür auf Hindernisse auftreten.

Vorzugsweise werden Öffnungsweiten des Drehflügels über einstellbare

Endschalter oder Anschläge begrenzt. Über Endschalter lässt sich eine Beendigung der Antriebsbewegung durch den Schalter erreichen. Werden mechanische Anschläge eingesetzt, kann man in der Antriebsvorrichtung eine entsprechende Sensorik zur Erfassung dieser

mechanischen Anschläge erfüllen. Beispielsweise könnte ein Ansprechen der Rutschkupplungsfunktion erfassbar sein, so dass z.B. der Zustand eines

Rutschens der Kupplung oder eine Relativbewegung zwischen Elektromotor und Abtriebsglied erfassbar wird und beispielsweise bei längerem Durchrutschen ein Abschalten des Elektromotors erfolgt.

Der Antrieb hat gleichzeitig Aufhaltefunktion, da bei Stillstand des Motors, vorzugsweise bei Vorsehen eines selbsthemmenden Motorgetriebes, die

Getriebeübersetzungseinrichtung still steht und den Drehflügel über die

Rutschkupplung festhält.

Im geschlossenen Zustand erfolgt eine Festsetzung der Tür mit größerer Kraft vorzugsweise über einen von einer Steuerelektronik schaltbaren Haftmagneten. Ein solcher Haftmagnet kann beispielsweise in einem Schließblech angeordnet sein.

Es könnte auch ein bei Haustüren üblicher Türöffner vorgesehen sein, der zum Öffnen elektrisch angesteuert die Türfalle freigibt.

Weitere Zuhaltemechanismen sind möglich.

Bei Vorsehen eines Haftmagneten ist die Anordnung vorzugsweise derart, dass eine Gegenplatte des vorzugsweise als Elektromagnet ausgeführten Haftmagneten in dem Drehflügel über ein Türschloss drehtechnisch oder kipptechnisch

zurückgezogen werden kann.

Zum händischen Öffnen kann der Türflügel gegen die Rutschkupplungsfunktion manuell aufgedrückt werden. Ebenso ist es möglich, den Drehflügel über ein elektrisch gesteuertes umpolbares Magnetpaar verriegelt zu halten bzw. beim Öffnen durch Umpolung einen

Drehflügelöffnungsdruck über magnetische Gleichpolung zu erzeugen.

Weiter ist es möglich, einen gesteuerten elektromagnetischen Druckstift im

Schließblech anzuordnen, der die Schlossfalle zurückdrückt.

Wird das Öffnungssystem/Schließsystem stromlos oder ignoriert, kann der

Drehflügel über den Drücker entriegelt und gegen das Drehmoment der

Rutschkupplung bewegt werden.

Vorzugsweise ist eine Überlastelektronik vorgesehen, die z.B. ein Ansprechen der Rutschkupplungsfunktion erfasst.

Die Tür ist vorzugsweise manuell abschließbar. Beispielsweise ist ein bei

Türschlössern üblicher Türriegel vorgesehen.

Sollte die Öffnungsautomatik oder Schließautomatik gegen einen solchen

Schließriegel arbeiten, kann sich über die Überlastelektronik das System

abschalten. Bei Entriegelung kann die Tür gegen die Rutschkupplung geöffnet werden.

Es ist weiterhin möglich, in einem Gehäuse für den Antrieb eine oder mehrere nach unten gerichtete elektrische Lichtquellen anzuordnen, damit die Durchtrittsöffnung von einem Raum zum anderen Raum beleuchtet ist, um diesen Bereich besonders optisch zu kennzeichnen. Vorzugsweise wird die Beleuchtungszeit (Beginn und/oder Ende der Beleuchtungszeit) durch die elektronische Sensorik der

Öffnungs-/Schließautomatik gesteuert. Ebenfalls kann die Raumbeleuchtung des zu betretenden Raumes so eingeschaltet werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt: Fig. 1 eine Drehflügeltür mit Drehflügeltürantriebsvorrichtung;

Fig. 2 ein Detail der Drehflügeltür mit einem Zuhaltemechanismus, der Teil der Drehflügeltürantriebsvorrichtung sein kann;

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Drehflügeltürantriebsvorrichtung in vorderer Ansicht;

Fig. 4 eine Ansicht von oben auf die Drehflügeltürantriebsvorrichtung

gesehen zum Verdeutlichen der Drehflügelbewegung.

In Fig. 1 ist eine Drehflügeltür 10 mit einem Drehflügel 1 dargestellt, welche mittels Türbändern 3 um eine Türband-Drehachse 31 drehbar an einer Zarge 2 angelenkt ist. Der Drehflügel 1 ist mit einem Türschloss 14 versehen, welches über einen Türdrücker 13 betätigbar ist.

Weiter weist die Drehflügeltür 10 eine Drehflügelantriebsvorrichtung 40 mit einem Antrieb 4 auf.

Der Drehflügel 1 wird über den hochübersetzten Antrieb 4, der in einem Gehäuse 41 auf der Querzarge 21 der Zarge 2 in der Nähe der Türbänder 3 an der

Bandseite angeordnet ist, in Öffnungsrichtung und Schließrichtung bewegt.

Fig. 2 zeigt den Schließbereich der Zarge 2 und des Drehflügels 1 , wo ein

Zuhaltemechanismus 50 der Drehflügelantriebsvorrichtung 40 angeordnet ist. Der Zuhaltemechanismus 50 weist einen elektronisch gesteuerten Haftmagneten 5 auf, der an der Zargenseite im Schließblech angeordnet ist. Bei einer nicht näher dargestellten weiteren Ausführungsform ist der Haftmagnet 5 an der

Anschlagsseite im Gehäuse 41 angeordnet.

Eine Gegenplatte 12 des Haftmagneten ist an dem Drehflügel 1 angeordnet und kann selbst bei eingeschaltetem Haftmagneten 5 über dem Türdrücker 13 mittels einer Fallenmechanik des Türschlosses 14 zurückgezogen werden. Im Folgenden wird der Aufbau der Drehfiügelantriebsvorrichtung anhand der Darstellungen in den Fig. 3 und 4 näher erläutert.

Der Antrieb 4 weist einen Elektromotor 42 auf, der als hochübersetzter

Gleichstrommotor mit in dem Elektromotor 42 integriertem Motorgetriebe 423 ausgebildet ist. Solche Getriebemotoren sind als Massenware erhältlich; sie werden beispielsweise in der Kraftfahrzeugtechnik zum Antreiben von

Scheibenwischern verwendet. Das Motorgetriebe ist in der Regel als

selbsthemmendes Schneckengetriebe ausgebildet. Der Elektromotor 42 ist mittels eines Motorbefestigungswinkels 421 an dem Gehäuse 41 befestigt. Die

Abtriebswelle des Elektromotors 42 ist durch die Abtriebswelle des integrierten Motorgetriebes ausgebildet und wird im Folgenden als Motorabtriebswelle 421 bezeichnet.

Durch diese Motorabtriebswelle 421 wird eine Getriebeübersetzungseinrichtung 48 angetrieben, die eine Getriebeübersetzungsstufe 481 sowie eine Rutschkupplung 45 und ein Abtriebsglied 46 aufweist.

Insgesamt hat somit der Antrieb 4 aufgrund der Rutschkupplung 45 eine

Rutschkupplungsfunktion.

Das Abtriebsglied 46 ist direkt an den Drehflügel 1 nach Art einer Kurbelschleife 463 gekoppelt. Mit anderen Worten bilden das um eine Getriebedrehachse 464 drehbare Abtriebsglied 46 eine erste Kurbel und der um die Türbanddrehachse 31 drehbare Drehflügel 1 eine zweite Kurbel, welche Kurbeln zueinander verschiebbar gekoppelt sind, um so eine Kurbelschleife wie bei einer umlaufenden

Kurbelschleife zu bilden.

In der konkreten dargestellten Ausgestaltung ist das Abtriebsglied 46 als

Drehscheibe 462 mit einem Führungsausschnitt 461 ausgebildet. Vorzugsweise ist der Führungsausschnitt 461 als radiales Langloch in der Drehscheibe 462 ausgebildet. In den Führungsausschnitt 461 greift ein Mitnehmer, insbesondere ein Mitnehmerbolzen 11 , ein, der an dem Drehflügel 1 befestigt ist.

Die Getriebeübersetzungsstufe 481 weist ein erstes Antriebsrad 43, welches auf der Motorabtriebswelle 422 sitzt, und ein zweites Antriebsrad 44 auf, das

wesentlich größer als das erste Antriebsrad 43 ausgebildet ist. Die beiden

Antriebsräder 43, 44 sind z.B. als Zahnräder ausgebildet und in Zahneingriff miteinander. Das zweite Antriebsrad 44 muss nicht unbedingt ein voll umlaufendes Zahnrad sein; es reicht aus, wenn das Antriebsrad 44 als Zahnradsegment ausgebildet ist. Genauso kann auch die Drehscheibe 462 als Segment ausgebildet sein.

In einer nicht dargestellten weiteren Ausführungsform sind die Antriebsräder 43, 44 reibschlüssige Antriebsräder eines rein reibschlüssigen Getriebes (z.B.

Reibradgetriebe, Keilriemengetriebe), um so unmittelbar die

Rutschkupplungsfunktion ohne weitere Bauteile zu realisieren.

Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform sitzt das Abtriebsglied 46 auf einer Getriebeabtriebswelle 441 , welche die Getriebedrehachse 464 definiert. Das zweite Antriebsrad 44 sitzt lose auf dieser Getriebeabtriebswelle 441 , so dass es konzentrisch zu der Getriebedrehachse 464 dreht. Dieses große zweite

Antriebsrad 44 ist über die Rutschkupplung 45 reibschlüssig mit dem Abtriebsglied 46 verbunden.

Die Rutschkupplung 45 weist einen Einstellmechanismus zum Einstellen des Reibmoments, ab welchem die Rutschkupplungsfunktion eintritt, auf. Z.B. sitzt über dem zweiten Antriebsrad 44 ein einstellbares Spannelement 47, mit dem über Druck das Reibmoment der Rutschkupplung 45 eingestellt werden kann.

Die Getriebeabtriebswelle 441 ist in dem Gehäuse 41 lagertechnisch gehalten. Wie bereits erläutert, können die Drehscheibe 462 und das große Zahnrad - zweites Antriebsrad 44 - segmentartig ausgestaltet sein. Weiter kann in dem Gehäuse 41 eine Beleuchtungseinrichtung 6 vorhanden sein. Als Leuchtmittel können Glühlampen, Halogenlampen oder Leuchtdioden verwendet werden.

Die Fig. 3 und 4 zeigen somit einen automatischen Antrieb 4 für die Drehflügeltür 10, wobei der als hochübersetzter Gleichstrommotor ausgebildete Elektromotor 42 mit einer äußeren Getriebeübersetzungsstufe 481 den Drehflügel 1 der

Drehflügeltür 10 in Öffnungsrichtung und Schließrichtung direkt bewegt. Zwischen dem letzten Zahnrad - zweites Antriebsrad 44 - der Getriebeübersetzungsstufe 481 und dem Abtriebsglied 46, welches nach Art einer Kurbelschleife 463 mit dem Drehflügel 1 gekoppelt ist, ist die Rutschkupplung 45 vorgesehen. Vorzugsweise wird der Drehflügel 1 mit dem Mitnehmerbolzen 1 1 in dem Führungsausschnitt 461 des als Drehscheibe 462 ausgebildeten Abtriebsgliedes 46 geführt.

Im Schließblech 22 der Zarge 2 ist der elektronisch gesteuerte Haftmagnet 5 angeordnet, der über eine nicht näher dargestellte Steuerelektronik beim

Öffnungsvorgang geschaltet wird. Alternativ kann der Haftmagnet 5 oder ein ähnliches Zuhalteelement im Schließbereich am Antrieb 4 angeordnet sein.

Beim händischen Öffnen des Drehflügels 1 wird die Gegenplatte 12 von dem Haftmagneten 5 durch den Türdrücker 13 abgezogen, und der Drehflügel 1 wird gegen die Rutschkupplung aufgedrückt.

Ein oder mehrere nach unten gerichtete elektrische Lichtquellen - Beleuchtung 6 - können den Durchgang erleuchten. Die Lichtquellen können mit der Öffnungs- und Schließsensorik - die auch nicht weiter dargestellt ist - geschaltet sein.

Die Öffnungsweiten der Drehflügeltür 10 können über elektrische Endschalter oder über mechanische Anschläge 7 begrenzt werden. Bezugszeichenliste:

Drehflügel

Drehflügeltür

Mitnehmerbolzen

Gegenplatte

Türdrücker

Türschloss Zarge

Querzarge

Schließblech Türband

Drehachse Türband Antrieb

Drehflügelantriebsvorrichtung

Gehäuse

Elektromotor

Motorbefestigungswinkel

Motorabtriebswelle

Motorgetriebe

erstes Antriebsrad

zweites Antriebsrad

Getriebeabtriebswelle

Rutschkupplung

Abtriebsglied

Führungsausschnitt

Drehscheibe

Kurbelschleife

Getriebedrehachse Spannelement

Getriebeübersetzungseinrichtung Getriebeübersetzungsstufe Haftmagnet

Zuhaltemechanismus Beleuchtung Endschalter/Anschlag