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Patent Searching and Data


Title:
SWITCH CABINET HAVING IMPROVED LOCKING MECHANISM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/057739
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switch cabinet (1a, 1b), comprising a frame (2), a door (3), a lock (6, 6a, 6b) having a moveable bolt (7, 7a, 7b), and a retaining element (8, 8a, 8b) which covers the bolt (7, 7a, 7b) in the blocking position of said bolt and prevents the door (3) from opening. When the door (3) is moved in the opening direction (x), the bolt (7, 7a, 7b) comes into contact with a first and second locking surface (A, B) of the retaining element (8, 8a, 8b). The first locking surface (A) lies nearer to the lock (6, 6a, 6b) than the second locking surface (B). In addition, the locking surfaces (A, B) are oriented in opposite directions and lie on opposing sides of the bolt (7, 7a, 7b) relative to the opening direction (x) of the door (3).

More Like This:
JPH06272438CYLINDER LOCK
Inventors:
WEIGL, Franz (Gross-Neusiedl 7, 3961 Waldenstein, 3961, AT)
Application Number:
EP2018/075281
Publication Date:
March 28, 2019
Filing Date:
September 19, 2018
Export Citation:
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Assignee:
EATON INTELLIGENT POWER LIMITED (30 Pembroke Road, Dublin, 4, 4, IE)
International Classes:
E05B17/20; E05B15/02; E05B63/12; E05B65/02; E05B15/10; E05B17/00; E05B65/10; E05C3/04
Foreign References:
DE19549110A11997-07-03
EP1445403A12004-08-11
DE102012023087A12014-05-28
DE556226C1932-08-05
GB2522238A2015-07-22
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
EATON IP GROUP EMEA (Route de la Longeraie 7, 1110 Morges, 1110, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schaltschrank (1 a, 1 b), umfassend

einen Rahmen (2),

eine gegenüber dem Rahmen (2) bewegliche Tür (3),

ein Schloss (6, 6a, 6b) mit einem bewegbaren Riegel (7, 7a, 7b) und ein mit dem Riegel (7, 7a, 7b) wirkverbundenes Haltelement (8, 8a, 8b), das den Riegel (7, 7a, 7b) in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung der Tür (3) überdeckt und eine Öffnung der Tür (3) verhindert,

dadurch gekennzeichnet, dass

der in einer Sperrstellung befindliche Riegel (7, 7a, 7b) bei einer Bewegung der Tür (3) in Öffnungsrichtung (x) an einer ersten Verriegelungsfläche (A) und einer zweiten Verriegelungsfläche (B) des Halteelements (8, 8a, 8b) zu liegen kommt, die erste Verriegelungsfläche (A) näher am Schloss (6, 6a, 6b) angeordnet ist als die zweite Verriegelungsfläche (B) und

die erste Verriegelungsfläche (A) und die zweite Verriegelungsfläche (B) entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die Öffnungsrichtung (x) der Tür (3) an gegenüberliegenden Seiten des Riegels (7, 7a, 7b) angeordnet sind.

2. Schaltschrank (1 a, 1 b), umfassend

einen Rahmen (2),

eine gegenüber dem Rahmen bewegliche Tür (3),

ein Schloss (6, 6a, 6b) mit einem bewegbaren Riegel (7, 7a, 7b) und ein mit dem Riegel (7, 7a, 7b) wirkverbundenes Haltelement (8, 8a, 8b), das den Riegel (7, 7a, 7b) in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung (x) der Tür (3) überdeckt und eine Öffnung der Tür (3) verhindert,

dadurch gekennzeichnet, dass

der in einer Sperrstellung befindliche Riegel (7, 7a, 7b) bei einer Bewegung der Tür (3) in Öffnungsrichtung (x) an einer ersten Verriegelungsfläche (A) des

Halteelements (8, 8a, 8b) zu liegen kommt,

der Riegel (7, 7a, 7b) die erste Verriegelungsfläche (A) in einer vom Schloss (6, 6a, 6b) wegweisenden Richtung um zumindest 20 mm überragt, eine zweite Verriegelungsfläche (B) in der vom Schloss (6, 6a, 6b) wegweisenden Richtung neben der ersten Verriegelungsfläche (A) angeordnet ist, die erste Verriegelungsfläche (A) und die zweite Verriegelungsfläche (B) entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die Öffnungsrichtung (x) der Tür (3) an gegenüberliegenden Seiten des Riegels (7, 7a, 7b) angeordnet sind und

zwischen dem Riegel (7, 7a, 7b) und den beiden Verriegelungsflächen (A, B) maximal 1 mm Luft vorgesehen ist.

3. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

das Schloss (6, 6a, 6b) an der Tür (3) und das Halteelement (8, 8a, 8b) am Rahmen (2) des Schaltschranks (1 a, 1 b) angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche (A) des Halteelements (8, 8a, 8b) in ein Schaltschrankinneres (N) und die zweite Verriegelungsfläche (B) des

Halteelements (8, 8a, 8b) vom Schaltschrankinneren (N) weg weist.

4. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

das Schloss (6, 6a, 6b) am Rahmen (2) und das Halteelement (8, 8a, 8b) an der Tür (3) des Schaltschranks (1 a, 1 b) angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche (A) des Halteelements (8, 8a, 8b) von einem Schaltschrankinneren (N) weg und die zweite Verriegelungsfläche (B) des

Halteelements (8, 8a, 8b) in das Schaltschrankinnere (N) weist.

5. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) drehbar im Schloss (6, 6a, 6b) gelagert ist.

6. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) verschiebbar im Schloss (6, 6a, 6b) gelagert ist.

7. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) die erste und zweite

Verriegelungsfläche (A, B) in seiner Sperrstellung über einem Grenzwert eines im Schaltschrankinneren (N) und gleichmäßig auf die Tür (3) wirkenden Drucks (p) von kleiner gleich 10 Pa berührt.

8. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) die erste und zweite Verriegelungsfläche (A, B) in seiner

Sperrstellung bei drucklosem Schaltschrankinneren (N) berührt.

9. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch

gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) die erste und zweite

Verriegelungsfläche (A, B) in seiner Sperrstellung über einem Grenzwert eines im Schaltschrankinneren (N) und gleichmäßig auf die Tür (3) wirkenden Drucks (p) von größer gleich 100 Pa berührt.

10. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch

gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) einen Querschnitt mit einer Höhe von 15-35 mm und eine Dicke von 2-10 mm aufweist, wobei die Dicke in

Öffnungsrichtung (x) der Tür (3) und die Höhe rechtwinkelig dazu ausgerichtet ist.

1 1 . Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) ein axiales Widerstandsmoment um eine in Hochrichtung ausgerichtete Achse von 10 - 60 mm3 aufweist.

12. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (7, 7a, 7b) um eine quer zur Öffnungsrichtung (x) der Tür (3) ausgerichtete Achse (13) drehbar mit dem Schloss (6, 6a, 6b) verbunden ist.

13. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Riegels (7, 7a, 7b) einem Bereich (C) zwischen dem Schloss (6, 6a, 6b) und der ersten Verriegelungsfläche (A) verjüngt ist.

14. Schaltschrank (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verriegelungsfläche (A) und/oder die zweite

Verriegelungsfläche (B) in einer Drehachse des Riegels (7, 7a, 7b) gesehen spiralförmig verläuft oder zueinander winkelig angeordnete gerade Abschnitte (D, E) aufweist, die eine Spiralform annähern.

Description:
Schaltschrank mit verbesserter Schließmechanik

TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft einen Schaltschrank, welcher einen Rahmen umfasst, eine gegenüber dem Rahmen bewegliche Tür, ein Schloss mit einem bewegbaren Riegel und ein mit dem Riegel wirkverbundenes Haltelement, das den Riegel in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung der Tür überdeckt und eine Öffnung der Tür verhindert.

STAND DER TECHNIK

Ein solcher Schaltschrank ist aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Dabei blockiert der Riegel in seiner Sperrstellung die Tür und verhindert, dass diese unbeabsichtigt aufgeht.

In aller Regel ist das Schaltschrankinnere keinen besonderen Umweltbedingungen ausgesetzt. Insbesondere wenn die Drehachse einer Tür vertikal ausgerichtet ist, können der Riegel und das Haltelement sehr fragil ausgeführt sein, da praktisch keine Kraft zum Geschlossenhalten der Tür erforderlich ist.

Bei Schaltschränken mit elektrischen Einrichtungen können zeitweilig jedoch extreme Umweltbedingungen im Schaltschrankinneren auftreten, beispielsweise wenn betriebsbedingt ein Schaltlichtbogen oder ungewollt ein Störlichtbogen auftritt, der die im Schaltschrankinneren befindliche Luft in kurzer Zeit aufheizt, sodass sich diese explosionsartig ausdehnt. Auch bei den in diesen Störfällen hohen, auf die Schaltschranktür wirkenden, Drücken muss die Tür durch den Riegel

beziehungsweise das Halteelement sicher geschlossen gehalten werden, um eine Verletzung von Personen und eine Beschädigung von Einrichtungen, die sich vor dem Schaltschrank befinden, zu vermeiden.

Problematisch ist dabei, dass insbesondere die Schaltschranktür in aller Regel aus möglichst dünnem Material gefertigt ist, um das Gewicht des Schaltschranks niedrig zu halten. Bei einer hohen Druckbelastung auf die Tür kann diese im Speziellen im Bereich des Schlosses/Halteelements stark verformt werden, oder das Schloss/Halteelement kann im schlimmsten Fall auch aus der Türe ausreißen.

Desweiteren kann der Riegel auch aus dem Halteelement herausrutschen, wenn der Riegel bei hohen Drücken stark verformt wird. Eine bloß elastische Verformung des Rahmens, der Tür, des Schlosses, des Riegels und des Haltelement kann dabei ausreichend sein.

Erschwerend kommt generell dazu, dass die Energiedichte bezogen auf das

Schaltschrankvolumen gegenüber der Vergangenheit stark angestiegen ist und die erwähnten Probleme nun daher verstärkt auftreten. Nach dem Stand der Technik wird eine Schaltschranktür daher häufig an mehreren Stellen verriegelt. Nachteilig ist dabei, dass durch die Verwendung mehrerer Schlösser sowohl die Herstellung des Schaltschranks als auch das Verschließen und Öffnen des Schaltschranks vergleichsweise aufwändig ist.

Ähnliche Erwägungen wie sie für die Schaltschranktür dargelegt wurden, gelten auch für den Rahmen des Schaltschranks. Auch dieser wird durch die hohen Drücke in Mitleidenschaft gezogen, beziehungsweise ist dessen Herstellung bei der

Verwendung mehrerer Schlösser ebenfalls vergleichsweise aufwändig.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen verbesserten Schaltschrank anzugeben. Insbesondere soll eine starke Verformung der Tür und des Rahmens im Bereich des Schlosses/Halteelements beziehungsweise ein Ausreißen des

Schlosses/Halteelements aus der Tür oder dem Rahmen auch bei hohen, im

Schaltschrankinneren auftretenden, Drücken vermieden werden.

Diese Aufgabe wird mit einem Schaltschrank der eingangs genannten Art gelöst, bei dem

der in einer Sperrstellung befindliche Riegel bei einer Bewegung der Tür in Öffnungsrichtung an einer ersten Verriegelungsfläche und einer zweiten

Verriegelungsfläche des Halteelements zu liegen kommt,

die erste Verriegelungsfläche näher am Schloss angeordnet ist als die zweite Verriegelungsfläche und

die erste Verriegelungsfläche und die zweite Verriegelungsfläche entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die Öffnungsrichtung der Tür an gegenüberliegenden Seiten des Riegels angeordnet sind.

Die genannten Aufgabe wird auch mit einem Schaltschrank der eingangs genannten Art gelöst, bei dem

der in einer Sperrstellung befindliche Riegel bei einer Bewegung der Tür in Öffnungsrichtung an einer ersten Verriegelungsfläche des Halteelements zu liegen kommt,

der Riegel die erste Verriegelungsfläche in einer vom Schloss wegweisenden Richtung um zumindest 20 mm überragt,

eine zweite Verriegelungsfläche in der vom Schloss wegweisenden Richtung neben der ersten Verriegelungsfläche angeordnet ist,

die erste Verriegelungsfläche und die zweite Verriegelungsfläche

entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die Öffnungsrichtung der Tür an gegenüberliegenden Seiten des Riegels angeordnet sind und

zwischen dem Riegel und den beiden Verriegelungsflächen maximal 1 mm Luft vorgesehen ist.

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen wird eine Biegebelastung der Tür und des Rahmens im Bereich des Schlosses/Halteelements reduziert oder sogar ganz vermieden. Stattdessen werden diese Bereiche vorwiegend oder ausschließlich auf Scherung oder Zug belastet. Dadurch kann eine starke Verformung der Tür und des Rahmens im Bereich des Schlosses/Halteelements, beziehungsweise ein Ausreißen des Schlosses/Halteelements aus der Tür oder dem Rahmen auch bei hohen, im Schaltschrankinneren auftretenden, Drücken vermieden werden. Desweiteren wird durch die verringerte Biegebelastung des Riegels auch ein Herausrutschen desselben aus dem Halteelement vermieden, das bei Anordnungen nach dem Stand der Technik bei hohen Drücken wegen der Verformung des Riegels auftreten kann. Schließlich kann auch die Anzahl der verwendeten Schlösser gering gehalten werden, wodurch sowohl die Herstellung des Schaltschranks als auch das

Verschließen und Öffnen des Schaltschranks vergleichsweise einfach ist. Insgesamt kann der Schaltschrank durch die vorgeschlagenen Maßnahmen trotz

vergleichsweise einfachem Aufbau und fragiler Bauweise hohen Drücken

standhalten. Die oben angeführten Merkmale der Ansprüche 1 und 2 bilden alternative

Definitionen ein- und derselben Erfindung, können aber auch in Kombination zur Definition der Erfindung herangezogen werden.

Im Speziellen eignet sich die Erfindung für einen elektrischen Schaltschrank, also einen Schaltschrank mit elektrischen Einrichtungen, zum Beispiel Schaltgeräten.

Der Riegel ist im Speziellen aus Stahl gefertigt. Er kann aber auch aus einem anderen Material bestehen, insbesondere aus einem Material mit relativ kleinem Elastizitätsmodul. Beispielsweise kommen dafür Aluminium und Kunststoffe in Betracht, insbesondere faserverstärkte Kunststoffe.

Der Riegel kann drehbar im Schloss gelagert sein, er kann aber auch verschiebbar im Schloss gelagert sein. Denkbar wäre auch, dass der Riegel beim Versperren des Schaltschranks eine kombinierte Bewegung ausführt.

Das Halteelement kann insbesondere als Haltebügel ausgeführt sein. Er kann aber auch einen Haltewinkel umfassen oder als Kombination von Haltewinkel und Haltebügel ausgeführt sein.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren.

Günstig ist es, wenn

das Schloss an der Tür und das Halteelement am Rahmen des

Schaltschranks angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche des Halteelements in ein Schaltschrankinneres und die zweite Verriegelungsfläche des Halteelements vom Schaltschrankinneren weg weist.

Dadurch kann die Tür gegebenenfalls durch Ziehen am Schloss oder am Schlüssel geöffnet werden. Die Betätigung der Tür ist daher besonders intuitiv.

Günstig ist es aber auch, wenn

das Schloss am Rahmen und das Halteelement an der Tür des

Schaltschranks angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche des Halteelements von einem Schaltschrankinneren weg und die zweite Verriegelungsfläche des Halteelements in das Schaltschrankinnere weist.

Dadurch kann das Schloss gegebenenfalls am Rahmen des Schaltschranks befestigt werden, der in der Regel eine höhere Steifigkeit aufweist als die Tür. Die Gefahr, dass der Rahmen im Bereich des Schlosses verformt wird, ist daher relativ gering.

Vorteilhaft ist es, wenn der Riegel die erste und zweite Verriegelungsfläche in seiner Sperrstellung über einem Grenzwert eines im Schaltschrankinneren und gleichmäßig auf die Tür wirkenden Drucks von kleiner gleich 10 Pa berührt. Mit anderen Worten berührt der der Riegel in seiner Sperrstellung die erste und zweite

Verriegelungsfläche spätestens ab einem im Schaltschrankinneren und gleichmäßig auf die Tür wirkenden Druck von 10 Pa und darüber. Die erfindungsgemäßen

Wirkungen treten daher bereits bei sehr geringem Druck ein, wodurch die Belastung auf den Rahmen, die Tür, das Schloss, den Riegel und das Haltelement gering gehalten werden können. Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass der Riegel in seiner Lagerung etwas Spiel hat, und bei nur geringem auf die Tür wirkenden Druck in Kontakt mit der ersten und der zweiten Verriegelungsfläche kommt.

Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn der Riegel die erste und zweite

Verriegelungsfläche in seiner Sperrstellung bei drucklosem Schaltschrankinneren berührt. Mit anderen Worten wird der Riegel vorgespannt, sodass die

erfindungsgemäßen Wirkungen sofort bei Auftreten eines Innendrucks eintreten, wodurch die Belastung auf den Rahmen, die Tür, das Schloss, den Riegel und das Haltelement noch weiter verringert werden können. Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass die Tür durch eine zwischen Tür und Rahmen angeordnete Dichtung nach außen gedrückt wird.

Vorteilhaft ist es aber auch, wenn der Riegel die erste und zweite

Verriegelungsfläche in seiner Sperrstellung über einem Grenzwert eines im

Schaltschrankinneren und gleichmäßig auf die Tür wirkenden Drucks von größer gleich 100 Pa berührt. Mit anderen Worten berührt der der Riegel in seiner

Sperrstellung die erste und zweite Verriegelungsfläche frühestens ab einem im Schaltschrankinneren und gleichmäßig auf die Tür wirkenden Druck von 100 Pa und darüber. Dies kann zum Beispiel dadurch realisiert sein, dass der Riegel relativ steif und/oder spielfrei im Schloss gelagert ist. Dadurch dass der Riegel bei drucklosem Schaltschrank nicht beide Verriegelungsflächen berührt beziehungsweise Spiel zwischen dem Riegel und den Verriegelungsflächen vorhanden ist, wird für das Verschließen des Schaltschranks nur geringer Kraftaufwand benötigt.

Günstig ist es, wenn der Riegel einen Querschnitt mit einer Höhe von 15-35 mm und eine Dicke von 2-10 mm aufweist, wobei die Dicke in Öffnungsrichtung der Tür und die Höhe rechtwinkelig dazu ausgerichtet ist. Dadurch ist der Riegel für die meisten in einem Schaltschrank auftretenden Belastungen geeignet.

Günstig ist es weiterhin, wenn der Riegel ein axiales Widerstandsmoment um eine in Hochrichtung ausgerichtete Achse von 10 - 60 mm 3 aufweist. Dadurch ist der Riegel ebenfalls für die meisten in einem Schaltschrank auftretenden Belastungen geeignet.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Riegel um eine quer zur Öffnungsrichtung der Tür ausgerichtete Achse drehbar mit dem Schloss verbunden ist. Auf diese Weise kann eine Drehmomentübertragung vom Riegel auf das Schloss bis auf

vernachlässigbare Lagerkräfte völlig ausgeschlossen werden. Es werden somit lediglich Zug- oder Druckkräfte auf das Schloss übertragen. Eine Deformation der Tür oder des Rahmens, in die oder den das Schloss eingebaut ist, ist daher besonders gering.

Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn der Querschnitt des Riegels zwischen dem Schloss und der ersten Verriegelungsfläche verjüngt ist. Auch auf diese Weise kann eine Drehmomentübertragung vom Riegel auf das Schloss gering gehalten werden, wodurch auch eine Deformation der Tür oder des Rahmens, in die oder den das Schloss eingebaut ist, nur gering ist. Die Verjüngung kann durch eine Kerbe im Riegel gebildet sein, die vorzugsweise nahe am Schloss vorgesehen ist. Im

Speziellen ist der Abstand zwischen Kerbe und Schloss kleiner als 10 mm. Die Kerbe ist insbesondere in einer bei Druckbelastung auf die Tür wirksamen Biegeebene ausgerichtet.

Vorteilhaft ist es schließlich, wenn die erste Verriegelungsfläche und/oder die zweite Verriegelungsfläche in einer Drehachse des Riegels gesehen spiralförmig verläuft oder zueinander winkelig angeordnete gerade Abschnitte aufweist, die eine

Spiralform annähern. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen einem Berührpunkt des Riegels mit der ersten/zweiten Verriegelungsfläche und dem Schloss bei einer Bewegung des Riegels von einer Sperrstellung in eine

Offenstellung. Der Mit anderen Worten öffnet sich die erste/zweite

Verriegelungsfläche bei einer Bewegung des Riegels von einer Sperrstellung in eine Offenstellung keilförmig, beziehungsweise wandert der Berührpunkt des Riegels mit der ersten/zweiten Verriegelungsfläche beim Verriegeln der Tür nach innen (das heißt zum Schloss hin). Wegen der in der Offenstellung des Riegels relativ weit weg vom Schloss liegenden Einlaufkante der ersten/zweiten Verriegelungsfläche wird für das Verschließen des Schaltschranks nur geringer Kraftaufwand benötigt.

Insbesondere betrifft dies einen Fall, bei dem der Riegel sowohl die erste

Verriegelungsfläche als auch die zweite Verriegelungsfläche bereits bei geringem Druck im Schaltschrankinneren berührt und der Riegel dementsprechend

vorgespannt wird. Die zum Vorspannen des Riegels nötige Kraft wird beim Drehen des Riegels in die Schließstellung nach und nach aufgebaut. Trotz der relativ weit außen liegenden Einlauf kante der ersten/zweiten Verriegelungsfläche ist das vom Riegel in der Schließstellung auf das Schloss wirkende Drehmoment gering. Zudem kann die Baugröße des Halteelements wegen der besonderen Formgebung der ersten/zweiten Verriegelungsfläche klein gehalten werden, wodurch sich diese Bauform insbesondere für beengte Platzverhältnisse eignet.

An dieser Stelle wird angemerkt, dass die Spiralform oder angenäherte Spiralform der ersten Verriegelungsfläche auch unabhängig von der Existenz einer zweiten Verriegelungsfläche von Vorteil ist. Dementsprechend kann die Spiralform oder angenäherte Spiralform der ersten Verriegelungsfläche auch unabhängig von den in Patentanspruch 1 genannten Merkmalen die Basis für eine unabhängige Erfindung bilden. Es ergibt sich dann ein Schaltschrank, umfassend

einen Rahmen,

eine gegenüber dem Rahmen bewegliche Tür,

ein Schloss mit einem drehbaren Riegel und

ein mit dem Riegel wirkverbundenes Haltelement, das den Riegel in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung der Tür überdeckt und eine Öffnung der Tür verhindert, wobei

der in einer Sperrstellung befindliche Riegel bei einer Bewegung der Tür in Öffnungsrichtung an einer ersten Verriegelungsfläche zu liegen kommt und wobei die erste Verriegelungsfläche in einer Drehachse des Riegels gesehen spiralförmig verläuft oder zueinander winkelig angeordnete gerade Abschnitte aufweist, die eine Spiralform annähern.

Die oben angeführten Vorteile gelten sinngemäß. Sinngemäß gelten auch die zur Erfindung gemäß Patentanspruch 1 offenbarten Ausführungsvarianten und die daraus resultierenden Vorteile. Insbesondere betrifft dies die Ausführungen nach den Patentansprüchen 3, 4, 10 und 1 1 . Dementsprechend ist es von Vorteil, wenn das Schloss an der Tür und das Halteelement am Rahmen des

Schaltschranks angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche des Halteelements in ein Schaltschrankinneres weist oder wenn das Schloss am Rahmen und das Halteelement an der Tür des

Schaltschranks angeordnet ist und

die erste Verriegelungsfläche des Halteelements von einem

Schaltschrankinneren weg weist oder wenn der Riegel einen Querschnitt mit einer Höhe von 15-35 mm und eine Dicke von 2-10 mm aufweist, wobei die Dicke in Öffnungsrichtung der Tür und die Höhe rechtwinkelig dazu ausgerichtet ist, oder wenn der Riegel ein axiales Widerstandsmoment um eine in Hochrichtung ausgerichtete Achse von 10 - 60 mm 3 aufweist.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:

Fig. 1 einen beispielshaften Schaltschrank in Schrägansicht;

Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem beispielshaften Schaltschrank von schräg innen gesehen;

Fig. 3 eine Detailansicht einer ersten Türverriegelung; Fig. 4 eine Detailansicht einer zweiten Türverriegelung;

Fig. 5 einen Querschnitt (Horizontalschnitt) durch die erste Türverriegelung;

Fig. 6 wie Fig. 5, nur mit eingezeichneten, Drücken, Kräften und Drehmomenten;

Fig. 7 einen Riegel mit einer Querschnittsverjüngung im Bereich des Schlosses;

Fig. 8 einen Riegel mit einem Drehgelenk im Bereich des Schlosses;

Fig. 9 eine Anordnung, bei der das Schloss im Rahmen des Schaltschranks und das Halteelement an der Tür befestigt ist

Fig. 10 eine Anordnung, bei welcher der Riegel verschiebbar im Schloss gelagert ist;

Fig. 1 1 eine Anordnung, bei der die erste Verriegelungsfläche eine angenäherte

Spiralform aufweist;

Fig. 12 die Anordnung aus Fig. 1 1 im Schnitt;

Fig. 13 eine Anordnung mit einer besonders nahe am Schloss angeordneten

ersten Verriegelungsfläche in Vorderansicht und

Fig. 14 die in Fig. 13 dargestellte Anordnung in Seitenansicht.

DETAILIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Im Folgenden werden gleiche oder ähnliche Teile in den unterschiedlichen

Ausführungsformen mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen und Bezeichnungen versehen werden. Die auf gleiche oder ähnliche Teile bezogene Offenbarungen sind demgemäß untereinander austauschbar. Lageangaben, wie zum Beispiel "oben", "unten", "seitlich" usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

Fig. 1 zeigt einen beispielhaften Schaltschrank 1 a, welcher einen Rahmen 2 sowie eine gegenüber dem Rahmen 2 bewegliche Tür 3 aufweist. Konkret ist die Tür 3 mit Hilfe der Scharniere 4 drehbar mit dem Rahmen 2 verbunden und somit um eine Hochachse schwenkbar. An der Tür 3 sind in diesem Beispiel zwei Griffe 5a, 5b befestigt, die jeweils ein Schloss 6a, 6b aufweisen.

Fig. 2 zeigt eine Innenansicht eines beispielhaften Schaltschranks 1 b, welcher ebenfalls einen Rahmen 2 sowie eine mit Hilfe von Scharnieren 4 gegenüber dem Rahmen 2 bewegliche Tür 3 aufweist. An der Tür 3 sind wiederum zwei

Schlösser 6a, 6b befestigt, die jeweils einen bewegbaren Riegel 7a, 7b aufweisen. Des Weiteren umfasst der Schaltschrank 1 b mit den Riegeln 7a, 7b wirkverbundene Haltelemente 8a, 8b, welche die Riegel 7a, 7b in der Sperrstellung in einer

Öffnungsrichtung s der Tür 3 überdecken und so eine Öffnung der Tür 3 verhindern.

Die Riegel 7a, 7b sind im Speziellen aus Stahl gefertigt. Sie können aber auch aus einem anderen Material bestehen, insbesondere aus einem Material mit relativ kleinem Elastizitätsmodul. Beispielsweise kommen dafür Aluminium und Kunststoffe in Betracht, insbesondere faserverstärkte Kunststoffe.

In der Fig. 2 sind zwei verschiedene Haltelemente 8a, 8b dargestellt, um zu verdeutlichen, dass die Erfindung nicht an eine bestimmte Form eines

Haltelements 8a, 8b gebunden ist. Selbstverständlich können an einem

Schaltschrank aber auch gleichartige Haltelemente 8a, 8b eingesetzt werden. Das Halteelement 8a ist als geschlossener Haltebügel ausgeführt, das Halteelement 8b als offener Haltebügel.

Die Fig. 3 zeigt das Schloss 6a mit dem Riegel 7a und dem Halteelement 8a in Detailansicht von innen. Gut zu erkennen ist, dass das Haltelement 8a einen geschlossenen Haltebügel aufweist.

Die Fig. 4 zeigt das Schloss 6b mit dem Riegel 7b und dem Halteelement 8b in Detailansicht von innen. Gut zu erkennen ist, dass das Haltelement 8b einen offenen Haltebügel aufweist.

Die Fig. 5 zeigt nun einen Querschnitt durch einen Teil des Schaltschranks 1 b.

Zwischen dem Rahmen 2 und der Tür 3 ist in dieser Ansicht eine Dichtung 9 erkennbar, welche die Tür 3 im geschlossenen Zustand leicht in Öffnungsrichtung x drückt. Der Riegel 7a ist in diesem Beispiel abgewinkelt beziehungsweise gekröpft, er könnte grundsätzlich aber auch gerade ausgebildet sein. Darüber hinaus weist der Riegel 7a auch einen Vorsprung 10 auf, der beispielsweise durch Verbiegen oder Verdrehen des Riegels 7a hergestellt sein kann.

Bei einer Bewegung der Tür 3 in Öffnungsrichtung x kommt der in der Sperrstellung befindliche Riegel 7a an einer ersten Verriegelungsfläche A des Halteelements 8a zu liegen. In der Fig. 5 ist dies der Fall, da die Tür 3 durch die Dichtung 9 etwas in Öffnungsrichtung x gedrückt wird.

Wird die Tür 3 noch stärker in Öffnungsrichtung x gedrückt, etwa weil der im

Schaltschrankinneren N und damit der auf die Tür 3 wirkende Druck p ansteigt, so wird der Riegel 3 etwas verbogen, sodass dieser auch an einer zweiten

Verriegelungsfläche B des Halteelements 8a zu liegen kommt. Die erste

Verriegelungsfläche A ist dabei näher am Schloss 6a, 6b angeordnet als die zweite Verriegelungsfläche B, und die erste Verriegelungsfläche A und die zweite

Verriegelungsfläche B sind entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die

Öffnungsrichtung x der Tür 3 an gegenüberliegenden Seiten des Riegels 7a angeordnet. Dieser Zustand ist in der Fig. 6 dargestellt.

Es ergibt sich somit zusammenfassend ein Schaltschrank 1 a, 1 b, der einen

Rahmen 2 umfasst, eine gegenüber dem Rahmen 2 bewegliche Tür 3, ein

Schloss 6a, 6b mit einem bewegbaren Riegel 7a, 7b und ein mit dem Riegel 7a, 7b wirkverbundenes Haltelement 8a, 8b, das den Riegel 7a, 7b in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung der Tür 3 überdeckt und eine Öffnung der Tür 3 verhindert. Der in einer Sperrstellung befindliche Riegel 7a, 7b kommt bei einer Bewegung der Tür 3 in Öffnungsrichtung x an einer ersten Verriegelungsfläche A und einer zweiten Verriegelungsfläche B des Halteelements 8a, 8b zu liegen. Die erste

Verriegelungsfläche A ist dabei näher am Schloss 6a, 6b angeordnet ist als die zweite Verriegelungsfläche B. Die erste Verriegelungsfläche A und die zweite

Verriegelungsfläche B sind entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die

Öffnungsrichtung x der Tür 3 an gegenüberliegenden Seiten des Riegels 7a, 7b angeordnet.

Alternativ kann der Schaltschrank 1 a, 1 b auch so beschrieben werden, dass dieser wiederum einen Rahmen 2 umfasst, eine gegenüber dem Rahmen bewegliche Tür 3, ein Schloss 6a, 6b mit einem bewegbaren Riegel 7a, 7b und ein mit dem Riegel 7a, 7b wirkverbundenes Haltelement 8a, 8b, das den Riegel 7a, 7b in seiner Sperrstellung in einer Öffnungsrichtung x der Tür 3 überdeckt und eine Öffnung der Tür 3 verhindert, wobei der in einer Sperrstellung befindliche Riegel 7a, 7b bei einer Bewegung der Tür 3 in Öffnungsrichtung x an einer ersten Verriegelungsfläche A des Halteelements 8a, 8b zu liegen kommt, der Riegel 7a, 7b die erste

Verriegelungsfläche A in einer vom Schloss 6a, 6b wegweisenden Richtung um eine Länge a von zumindest 20 mm überragt, eine zweite Verriegelungsfläche B in der vom Schloss 6a, 6b wegweisenden Richtung neben der ersten Verriegelungsfläche A angeordnet ist, die erste Verriegelungsfläche A und die zweite Verriegelungsfläche B entgegengesetzt orientiert und bezogen auf die Öffnungsrichtung x der Tür 3 an gegenüberliegenden Seiten des Riegels 7a, 7b angeordnet sind und zwischen dem Riegel 7a, 7b und den beiden Verriegelungsflächen A, B maximal 1 mm Luft b vorgesehen ist. Die Luft b bezeichnet die gesamte Luft zwischen dem Riegel 7a, 7b und den beiden Verriegelungsflächen A, B. Da der Riegel 7a in der Fig. 5 an der ersten Verriegelungsflächen A anliegt, ist die Luft b aber nur zwischen dem Riegel 7a und der zweiten Verriegelungsfläche B sichtbar.

In der Fig. 6 sind zusätzlich symbolhaft die auftretenden Drücke, Kräfte und

Drehmomente eingezeichnet. Der auf die Tür 3 wirkende Druck p führt zu einer auf den Riegel 7a wirkenden Kraft Fe. An den beiden Verriegelungsflächen A und B werden die beiden Kräfte Fa und Fb eingeleitet. Zusätzlich wirkt auf den Riegel 7a noch das Drehmoment Mc. Auf das Schloss 6a wirkt demgemäß ein in die

Gegenrichtung weisende Drehmoment.

In dem in den Figuren 5 und 6 dargestellten Beispiel berührt der Riegel 7a bei drucklosem Schaltschrankinneneren N nicht beide Verriegelungsflächen A, B, sondern es befindet sich etwas Luft b zwischen dem Riegel 7a und den beiden Verriegelungsflächen A, B. Steigt der Druck p im Schaltschrankinneneren N an, so wird der Riegel 7a verbogen und berührt ab einem bestimmten Grenzwert beide Verriegelungsflächen A, B. Insbesondere kann dieser Grenzwert bei einem

Druck p = 100 Pa liegen. Dies kann zum Beispiel dadurch realisiert sein, dass der Riegel 7a relativ steif ist und/oder spielfrei im Schloss 6a gelagert ist. Vorteilhaft wird für das Verschließen des Schaltschranks 1 b bei dieser Variante wegen der Luft b nur geringer Kraftaufwand benötigt. Denkbar wäre aber auch, dass der genannte Grenzwert bei einem Druck p < 10 Pa liegt. Die erfindungsgemäßen Wirkungen treten daher bereits bei sehr geringem Druck p ein, wodurch die Belastung auf den Rahmen 2, die Tür 3, das Schloss 6a, den Riegel 7a und das Haltelement 8a gering gehalten werden können.

Insbesondere ist das Drehmoment Mc bei dieser Ausführungsform besonders klein. Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass der Riegel 7a in seiner Lagerung etwas Spiel hat und/oder relativ biegeweich ist. Zur Erreichung eines Lagerspiels kann beispielsweise die Schraube 1 1 etwas gelöst werden, sodass der Riegel 7a, praktisch kraftfrei um eine normal auf die Zeichenebene stehende Achse geschwenkt werden kann.

Denkbar wäre auch, dass der Riegel 7a die erste und zweite

Verriegelungsfläche A, B in seiner Sperrstellung überhaupt schon bei drucklosem Schaltschrankinneren N berührt. Mit anderen Worten wird der Riegel 7a

vorgespannt, sodass die erfindungsgemäßen Wirkungen sofort bei Auftreten eines beliebigen Innendrucks p eintreten, wodurch die Belastung auf den Rahmen 2, die Tür 3, das Schloss 6a, den Riegel 7a und das Haltelement 8a noch weiter verringert werden können. Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass die Tür 3 durch die Dichtung 9 entsprechend stark nach außen gedrückt wird und dass der Riegel 7a in seiner Lagerung etwas Spiel hat und/oder relativ biegeweich. Auch hier kann das Lagerspiel durch Lösen der Schraube 1 1 erreicht werden.

Die Kraft Fe, bei welcher der Riegel 7a in Kontakt mit beiden

Verriegelungsflächen A, B gelangt, hat direkten Einfluss auf das Drehmoment Mc. Ist die Kraft Fe klein, so ist auch das Drehmoment Mc klein und umgekehrt.

Um den Riegel 7a biegeweich zu gestalten, kann der Querschnitt des Riegels 7a in einem Bereich C zwischen dem Schloss 6a und der ersten Verriegelungsfläche A verjüngt sein. Auch auf diese Weise kann eine Drehmomentübertragung vom

Riegel 7a auf das Schloss 6a gering gehalten werden, Die Verjüngung kann beispielsweise durch eine Kerbe 12 im Riegel 7a gebildet sein, die vorzugsweise nahe am Schloss 6a vorgesehen ist, so wie das in Fig. 7 dargestellt ist. Im Speziellen ist der (Mitten)Abstand c zwischen Kerbe 12 und Schloss 6a kleiner als 10 mm. Die Kerbe 12 liegt insbesondere in jener Biegeebene, die bei einer Druckbelastung auf die Tür 3 wirksam ist. Die genannte Biegeebene ist im konkreten Beispiel normal zur Zeichenebene und vertikal ausgerichtet.

Zu demselben Zweck kann der Riegel 7a auch um eine quer zur Öffnungsrichtung x der Tür 3 ausgerichtete Achse 13 drehbar mit dem Schloss 6a verbunden sein. Auf diese Weise kann eine Drehmomentübertragung vom Riegel 7a auf das Schloss 6a bis auf vernachlässigbare Lagerkräfte völlig ausgeschlossen werden. Es werden somit lediglich Zug- oder Druckkräfte auf das Schloss 6a übertragen. Eine

Deformation der Tür 3 oder des Rahmens 2, in die oder den das Schloss 6a eingebaut ist, ist daher besonders gering. Im Speziellen ist der (Mitten)Abstand c zwischen der Achse 13 und Schloss 6a wiederum kleiner als 10 mm.

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kann eine Biegebelastung der Tür 3 im Bereich des Schlosses 6a klein gehalten oder sogar ganz vermieden werden.

Stattdessen wird dieser Bereich vorwiegend oder ausschließlich auf Scherung oder Zug belastet. Dadurch kann eine starke Verformung der Tür 3 im Bereich des Schlosses 6a beziehungsweise ein Ausreißen des Schlosses 6a aus der Tür 3 auch bei hohen, im Schaltschrankinneren N auftretenden, Drücken p vermieden werden. Desweiteren wird durch die verringerte Biegebelastung des Riegels 7a auch ein Herausrutschen desselben aus dem Halteelement 8a vermieden.

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kann auch die Anzahl der verwendeten Schlösser 6a, 6b gering gehalten werden, wodurch sowohl die Herstellung des Schaltschranks 1 a, 1 b als auch das Verschließen und Öffnen des

Schaltschranks 1 a, 1 b vergleichsweise einfach ist. Insgesamt kann der

Schaltschrank 1 a, 1 b durch die vorgeschlagenen Maßnahmen trotz vergleichsweise einfachem Aufbau und fragiler Bauweise hohen Drücken p standhalten.

Ganz ähnliche Überlegungen gelten auch für das am Rahmen 2 befestigte

Halteelement 8a. Auch dieser Befestigungsbereich wird durch die vorgeschlagenen Maßnahmen relativ gering belastet. Das heißt eine Biegebelastung des Rahmens 2 im Bereich des Halteelements 8a kann klein gehalten oder sogar ganz vermieden werden. Stattdessen wird auch dieser Bereich vorwiegend oder ausschließlich auf Scherung oder Zug belastet, wodurch eine starke Verformung des Rahmens 2 im Bereich des Halteelements 8a beziehungsweise ein Ausreißen des Halteelements 8a aus dem Rahmen 2 vermieden wird.

In der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsvariante ist das Schloss 6a, an der Tür 3 und das Halteelement am 8a Rahmen 2 des Schaltschranks 1 b angeordnet, und die erste Verriegelungsfläche A weist in das Schaltschrankinnere N und die zweite Verriegelungsfläche B vom Schaltschrankinneren N weg. Dadurch kann die Tür 3 gegebenenfalls durch Ziehen am Schloss 6a oder am Schlüssel geöffnet werden. Die Betätigung der Tür 3 ist daher besonders intuitiv.

Denkbar ist aber auch, dass das Schloss 6 am Rahmen 2 und das Halteelement 8, an der Tür 3 des Schaltschranks 1 a, 1 b angeordnet ist und die erste

Verriegelungsfläche A von einem Schaltschrankinneren N weg und die zweite Verriegelungsfläche B in das Schaltschrankinnere N weist, so wie das in der Fig. 9 dargestellt ist. Dadurch kann das Schloss 6 gegebenenfalls am Rahmen 2 des Schaltschranks 1 a, 1 b befestigt werden, der in der Regel eine höhere Steifigkeit aufweist als die Tür 3. Die Gefahr, dass der Rahmen 2 im Bereich des Schlosses 6 verformt wird, ist daher besonders gering.

Weiterhin wird angemerkt, dass der Riegel 7a, 7b nicht nur drehbar im

Schloss 6a, 6b gelagert sein kann, so wie dies in den Ausführungen nach Fig. 1 bis 9 der Fall ist, sondern dass der Riegel 7 auch verschiebbar im Schloss 6 gelagert sein kann, so wie dies in der Fig. 10 dargestellt ist. Auch kombinierte Bewegungen sind für den Riegel 7 grundsätzlich vorstellbar.

Generell ist es von Vorteil, wenn der Riegel 7a, 7b einen Querschnitt mit einer Höhe von 15-35 mm und eine Dicke von 2-10 mm aufweist, wobei die Dicke in

Öffnungsrichtung x der Tür 3 und die Höhe rechtwinkelig dazu ausgerichtet ist.

Alternativ oder zusätzlich ist es generell von Vorteil, wenn der Riegel 7a, 7b ein axiales Widerstandsmoment um eine in Hochrichtung ausgerichtete Achse von 10 - 60 mm 3 aufweist. Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist der Riegel 7a, 7b für die meisten in einem Schaltschrank 1 a, 1 b auftretenden Belastungen geeignet.

Fig. 1 1 und 12 zeigen eine weitere Ausführung einer Türverriegelung, Fig. 1 1 in Schrägansicht und Fig. 12 im Schnitt. Bei dieser Ausführungsvariante weist die erste Verriegelungsfläche A in einer Drehachse des Riegels 7 gesehen zueinander winkelig angeordnete gerade Abschnitte D, E auf, die eine Spiralform annähern. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen einem Berührpunkt des Riegels 7 mit der ersten Verriegelungsfläche A und dem Schloss 6 bei einer Bewegung des Riegels 7 von einer Sperrstellung in eine Offenstellung. Mit anderen Worten öffnet sich die erste Verriegelungsfläche A bei einer Bewegung des Riegels 7 von einer Sperrstellung in eine Offenstellung keilförmig, beziehungsweise wandert der

Berührpunkt des Riegels 7 mit der ersten Verriegelungsfläche A beim Verriegeln der Tür 3 nach innen. Wegen der in der Offenstellung des Riegels 7 relativ weit weg vom Schloss 6 liegenden Einlaufkante der Verriegelungsfläche A wird für das

Verschließen des Schaltschranks 1 a, 1 b nur geringer Kraftaufwand benötigt.

Insbesondere betrifft dies eine Ausführungsvariante, bei welcher der Riegel 7 sowohl die erste Verriegelungsfläche A als auch die zweite Verriegelungsfläche B bereits bei geringem Druck p im Schaltschrankinneren I berührt und der Riegel 7

dementsprechend vorgespannt wird. Die zum Vorspannen des Riegels 7 nötige Kraft wird beim Drehen des Riegels 7 in die Schließstellung nach und nach aufgebaut. Trotz der relativ weit außen liegenden Einlaufkante der Verriegelungsfläche A ist das vom Riegel 7 in der Schließstellung auf das Schloss 6 wirkende Drehmoment Mc gering (vergleiche Fig. 6). Zudem kann die Baugröße des Halteelements 8 wegen der besonderen Formgebung der Verriegelungsfläche A klein gehalten werden, wodurch sich diese Bauform insbesondere für beengte Platzverhältnisse eignet. Konkret weist das in der Fig. 1 1 dargestellte Halteelement 8 eine nur geringe

Bauhöhe auf.

Fig. 13 und 14 zeigen schließlich eine weitere Ausführungsform einer

Türverriegelung, Fig. 13 in Vorderansicht und Fig. 14 in Seitenansicht. Bei dieser Ausführungsform ist das Halteelement 8 beziehungsweise die erste

Verriegelungsfläche A besonders nahe an das Schloss 6 herangerückt. Demgemäß ist ein auf den Riegel 7 wirkendes Drehmoment Mc besonders klein, was zu den bereits beschriebenen Vorteilen führt.

Generell kann die erste Verriegelungsfläche A angeschrägt sein, so wie das in der Fig. 14 dargestellt ist um ein leichtes Verriegeln der Tür 3 zu ermöglichen.

Desgleichen können auch der Riegel 7 und die zweite Verriegelungsfläche B angeschrägt sein, so wie das in der Fig. 4 durch die Einlaufschräge 14 verwirklicht ist. Zusammenfassend wird eine Biegebelastung der Tür 3 und des Rahmens 3 im Bereich des Schlosses 6, 6a, 6b beziehungsweise Halteelements 8, 8a, 8b durch die vorgeschlagenen Maßnahmen reduziert oder sogar ganz vermieden. Dadurch kann eine starke Verformung der Tür 3 und des Rahmens 3 im Bereich des

Schlosses 6, 6a, 6b beziehungsweise Halteelements 8, 8a, 8b beziehungsweise ein Ausreißen des Schlosses 6, 6a, 6b beziehungsweise Halteelements 8, 8a, 8b aus der Tür 3 oder dem Rahmen 2 auch bei hohen im Schaltschrankinneren N auftretenden Drücken p vermieden werden. Desweiteren wird durch die verringerte Biegebelastung des Riegels 7, 7a, 7b auch ein Herausrutschen desselben aus dem Halteelement 8, 8a, 8b vermieden. Die Anzahl der verwendeten Schlösser 6, 6a, 6b kann durch die vorgeschlagenen Maßnahmen gering gehalten werden, wodurch sowohl die Herstellung des Schaltschranks 1 a, 1 b als auch das Verschließen und Öffnen des Schaltschranks 1 a, 1 b vergleichsweise einfach ist. Insgesamt kann der Schaltschrank 1 a, 1 b durch die vorgeschlagenen Maßnahmen trotz vergleichsweise einfachem Aufbau und fragiler Bauweise hohen Drücken p standhalten.

Im Speziellen eignet sich die Erfindung für einen elektrischen Schaltschrank 1 a, 1 b, also einen Schaltschrank 1 a, 1 b mit elektrischen Einrichtungen, zum Beispiel Schaltgeräten.

Abschließend wird angemerkt, dass der Schaltschrank 1 a, 1 b respektive dessen Bauteile nicht notwendigerweise maßstäblich dargestellt ist und dieses daher auch andere Proportionen aufweisen kann. Weiterhin kann der Schaltschrank 1 a, 1 b auch mehr oder weniger Bauteile als dargestellt umfassen. Schließlich wird angemerkt, dass sich die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung auf beliebige Art und Weise kombinieren lassen.

Bezugszeichenliste

1 a, 1 b Schaltschrank

2 Rahmen

3 Tür

4 Scharnier

5a, 5b Griff

6, 6a, 6b Schloss

7, 7a, 7b Riegel

8, 8a, 8b Halteelement

9 Dichtung

10 Vorsprung

1 1 Schraube

12 Kerbe

13 Drehachse

14 Einlaufschräge a Überstand Riegel

b Luft / Spiel

c Abstand zwischen Schloss und Kerbe/Drehachse

A erste Verriegelungsfläche

B zweite Verriegelungsfläche

C Bereich für Querschnittsverjüngung

D, E gerades Segment erste Verriegelungsfläche

Fa Kraft auf Riegel bei erster Verriegelungsfläche

Fb Kraft auf Riegel bei zweiter Verriegelungsfläche

Fe Kraft auf Riegel bei Schloss

Mc Drehmoment auf Riegel bei Schloss

N Schaltschrankinneres

P Druck im Schaltschrankinneren / auf Tür x Öffnungsrichtung Tür