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Title:
SWITCH AND CIRCUIT ARRANGEMENT FOR EVALUATING AT LEAST TWO SWITCHING STATES OF A SWITCH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/063901
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switch (10) having a predetermined number of different switching states (S1 to S7) and a predetermined number of connection points (12, 14, 16, 18), which can be connected to one another and/or to a predetermined reference potential via a connecting means (15) depending on a currently set switching state (S1 to S7). In order to enable particularly simple miniaturisation and a reliable mode of operation, the predetermined number of connection points (12, 14, 16, 18) is lower than the predetermined number of switching states (S1 to S7), wherein the different switching states (S1 to S7) are coded by the connection points (12, 14, 16, 18) that can be connected to one another in such a way that the connecting means (15) simultaneously connects at least one of the connection points (12, 14, 16, 18) and no more than two of the connection points (12, 14, 16, 18) to the predetermined reference potential.

Inventors:
MUELLER, Stefan (Emilie-Geissler-Str. 1, Boxberg, 97944, DE)
BOSCH, Juergen (Anton-Reicha-Str. 20, Wallerstein, 86757, DE)
Application Number:
EP2010/006962
Publication Date:
June 03, 2011
Filing Date:
November 16, 2010
Export Citation:
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Assignee:
VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH (Laiernstrasse 12, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
MUELLER, Stefan (Emilie-Geissler-Str. 1, Boxberg, 97944, DE)
BOSCH, Juergen (Anton-Reicha-Str. 20, Wallerstein, 86757, DE)
International Classes:
H01H1/40; H01H3/02
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Claims:
Patentansprüche

Schalter mit einer vorgegebenen Anzahl von verschiedenen Schaltzuständen (Sl bis S7) und einer vorgegebenen Anzahl von Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18), welche in Abhängigkeit von einem aktuell eingestellten Schaltzustand (Sl bis S7) über ein Verbindungsmittel (15) miteinander und/oder mit einem vorgegebenen Bezugspotential verbindbar sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass die vorgegebene Anzahl von Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) niedriger als die vorgegebene Anzahl von Schaltzuständen (Sl bis S7) ist, wobei die verschiedenen Schaltzustände (Sl bis S7) durch die miteinander verbindbaren Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) derart codiert sind, dass das Verbindungsmittel (15) mindestens eine der Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) und maximal zwei der Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbindet.

Schalter nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) in mindestens zwei Gruppen aufgeteilt sind, wobei die gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbundenen Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) verschiedenen Gruppen angehören .

Schalter nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die verschiedenen Gruppen von Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) zur Erkennung des aktuellen Schaltzustands (Sl bis S7) und zu Diagnosezwecken mit verschiede- nen Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) gekoppelt sind.

Schalter nach einem der vorgehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Schalter (10) als linearer mehrstufiger Schiebeschalter und/oder als mehrstufiger Drehschalter und/oder als digitales Potentiometer ausgeführt ist, dessen Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) als Kontaktflächen ausgeführt sind.

Schalter nach einem der vorgehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Schalter (10) als linearer mehrstufiger Schiebeschalter und/oder als mehrstufiger Drehschalter und/oder als digitales Potentiometer ausgeführt ist, dessen einstellbare Schaltzustände (Sl bis S7) über mindestens eine Wandlereinheit erfasst und ausgewertet werden, die magnetische Größen in elektrische Größen und/oder optische Größen in elektrische Größen umwandelt.

Schalter nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mindestens eine Waridlereinheit mindestens einen Hallsensor und/oder mindestens einen Optokoppler umfasst.

Schaltungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines Schalters (10) , der eine vorgegebene Anzahl von verschiedenen Schaltzuständen (Sl bis S7) und eine vorgegebene Anzahl von Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) aufweist, welche in Abhängigkeit von einem aktuell eingestellten Schaltzustand (Sl bis S7) über ein Verbindungsmittel (15) miteinander und/oder mit einem vorgegebenen Bezugspotential verbindbar sind, wobei mindestens zwei Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) mit Knotenpunkten vorgesehen sind, und wobei jede Verbindungsstelle (12, 14, 16, 18) mit einem Knotenpunkt verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Schalter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgeführt ist.

Schaltungsanordnung nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die verschiedenen Gruppen von Verbindungsstellen (12, 14, 16, 18) zur Erkennung der aktuellen Schalterstellung (Sl bis S7) und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) gekoppelt sind.

Schaltungsanordnung nach Anspruch 7 oder 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) jeweils einen Spannungsteiler mit mindestens zwei zueinander in Reihe geschalteten Widerständen (RPU, Rl bis R3, R,4 bis R6 , R21, R22, R23, R24 R25, R26, R27, R28) aufweisen, wobei zwischen zwei Knoten der jeweiligen Auswerteschaltung (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) jeweils ein Widerstand (RPU, Rl bis R3 , R, 4 bis R6, R21, R22, R23, R24 R25, R26, R27, R28) angeordnet ist.

Schaltungsanordnung nach Anspruch 9 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens ein Analogeingang (AI bis A4) und/oder mindestens ein Digitaleingang (Dl bis D4 ) einer Auswerte- und Steuereinheit (3, 23, 33, 43) direkt oder über einen Multiplexer (34) mit Ausgangsknoten der mindestens zwei Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) verbunden sind, wobei am Ausgangsknoten eine physikalische Größe erfassbar ist.

11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung des Verbindungsmittels (15) an mindestens einem Ausgangsknoten der mindestens zwei Auswerte - Schaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) eine Änderung der gemessenen physikalischen Größe bewirkt.

Schaltungsanordnung nach Anspruch 10 oder 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die gemessene physikalische Größe einen Kapazitätswert und/oder einen Induktivitätswert und/oder einen Widerstandswert und/oder einen Spannungswert und/oder einen Stromwert umfasst .

Schaltungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche 10 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerte- und Steuereinheit (3, 23, 33, 43) jedem gültigen Schaltzustand (Sl bis S7) einen vorgegebenen Messwertbereich aus den möglichen Messwertbereichen zuweist .

Schaltungsanordnung nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerte- und Steuereinheit (3, 23, 33, 43) allen anderen Kombinationen von möglichen Messwertbereichen jeweils einen Fehlerzustand zuordnet, der mindestens eine der Auswerteschaltungen (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) betrifft.

Schaltungsanordnung nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auswerte- und Steuereinheit (3, 23, 33, 43) in einem Notbetrieb eine als defekt erkannte Auswerteschal tung (5, 7, 25, 26, 27, 28, 45, 46, 47, 48) bei der Aus wertung nicht mehr berücksichtigt.

Description:
Schalter und Schaltungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines Schalters

Die Erfindung betrifft einen Schalter der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art und eine korrespondierende Schal - tungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines solchen Schalters .

Derartige Schaltungsanordnungen sind bekannt und werden beispielsweise zur Auswertung von Schaltzuständen eines Lenk- Stockschalters verwendet, die unter anderem zur Fahrtrichtungsanzeige und/oder zur Betätigung einer Scheibenwischeranlage eines Kraftfahrzeugs oder dergleichen eingesetzt werden können. Die Auswertung eines Schaltzustandes bzw. einer entsprechenden Schalterstellung kann entweder analog oder digital ausgeführt werden. Hierbei werden über ein Kontaktmittel des Schalters in Abhängigkeit des jeweiligen Schaltzustands verschiedene Knotenpunkte der Auswerteschaltung miteinander oder mit einem vorgegebenen Bezugspotential verbunden, wodurch sich die elektrische Konfiguration der Auswerteschaltung ändert. Diese Änderung kann dann digital oder analog, beispielsweise mit einer einen Mikroprozessor umfassenden Auswerte- und Steuereinheit ausgewertet werden.

Aus der DE 10 2006 038 375 AI ist beispielsweise eine Schal- tungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines Schalters, der eine vorgegebene Anzahl von verschiedenen Schaltzuständen und eine vorgegebene Anzahl von Kontaktflächen aufweist, in einem Kraftfahrzeug bekannt. Die bekannte Schaltungsanordnung umfasst zwei Auswerteschaltungen mit Knotenpunkten, welche jeweils mit einer Kontaktfläche des Schalters verbunden sind. Ein bewegbares Kontaktmittel des Schalters verbindet in Abhängigkeit von einem aktuell eingestellten Schaltzustand entweder verschiedene Knotenpunkte ei- ner ersten Auswerteschaltung miteinander und/oder mit einem vorgegebenen Bezugspotential oder verschiedene Knotenpunkte einer zweiten Auswerteschaltung miteinander und/oder mit einem vorgegebenen Bezugspotential . Bei der bekannten Schaltungsanordnung entspricht die Anzahl der verwendeten Kontaktflächen der Anzahl von verschiedenen Schaltzuständen, welche mit dem Schalter eingestellt werden können. Dadurch erhöht sich mit der Anzahl der auszuwertenden Schaltstufen auch die Anzahl der erforderlichen Kontaktflächen, so dass sich die Schaltungsanordnung und der korrespondierende Schalter schlecht miniaturi- sieren lassen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schalter der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art und eine korrespondierende Schaltungsanordnung der im Oberbegriff des Anspruchs 7 genann- ten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass eine besonders einfache Miniaturisierung und eine zuverlässige Betriebsweise ermöglicht werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Schalter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Schaltungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines solchen Schalters mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst. Weitere die Ausführungsformen der Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende Merkmale enthalten die Unteransprüche.

Ein mit der Erfindung erzielbarer Vorteil besteht darin, dass eine vorgegebene Anzahl von Verbindungsstellen niedriger als eine vorgegebene Anzahl von Schaltzuständen ist, wobei die verschiedenen Schaltzustände durch die miteinander verbindba- ren Verbindungsstellen derart codiert sind, dass ein Verbindungsmittel mindestens eine der Verbindungsstellen und maximal zwei der Verbindungsstellen gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbindet. Durch eine solche Codierung der verwendeten Verbindungsstellen können in vorteilhafter Weise bei gleich bleibendem Platzbedarf mehr verschiedene Schaltzustände erfasst und ausgewertet werden, so dass eine einfache Miniaturisierung des Schalters bzw. der Schaltungsanordnung ermöglicht wird. Zudem wechselt das Verbindungsmittel bei der erfindungsgemäßen Ausführung bei einem Übergang von einer Schalterstellung zur nächsten immer nur eine Verbindungsstelle. Das bedeutet, dass das Verbindungsmittel entweder eine Verbindungsstelle verlässt oder auf eine Verbindungsstelle neu auffährt. Bei einer kreisförmigen Anordnung, wie sie in einem Drehschalter vorkommt, ergibt sich dadurch der Vorteil, dass die Kontaktflächen überlappend kreisförmig anordnet werden können. Zudem kann die Codierung durch die Art der Anordnung der Verbindungsstellen so erfolgen, dass nur bestimmte Kombinationen der verschiedenen Verbindungsstellen eine gültige Schalterstellung bzw. einen gültigen Schaltzustand repräsentieren, so dass alle anderen nicht für die Codierung verwendeten Kombinationen von Verbindungsstellen jeweils einem be- stimmten Fehlerzustand zugeordnet werden können, so dass Aus- führungsformen der Erfindung in vorteilhafter Weise ein hohes Maß an Diagnostizierbarkeit des Schaltsystems ermöglichen.

Die Schaltzustände können beispielsweise durch Vernetzung mit mindestens einer Widerstandsreihe und durch analoge Messung, beispielsweise über mindestens einen Analogeingang einer Auswerte- und Steuereinheit, welche beispielsweise einen Mikroprozessor umfasst, und/oder durch direkte Auswertung der einzelnen Verbindungsstellen, beispielsweise mit Digitaleingängen und/oder Analogeingängen der Auswerte- und Steuereinheit ausgewertet werden.

In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schalters können die Verbindungsstellen in mindestens zwei Gruppen auf- geteilt werden, wobei die gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbundenen Verbindungsstellen verschiedenen Gruppen angehören. Zudem können die verschiedenen Gruppen von Verbindungsstellen zur Erkennung des aktuellen Schaltzustands und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen gekoppelt werden. Dadurch ergibt sich in vorteilhafte Weise eine teilweise Redundanz der Auswerteschaltungen, was insbe- sondere für sicherheitsrelevante Schaltzustände wichtig ist. Bei einer Unterbrechung von einer der beiden Zuleitungen zu den Auswerteschaltungen können zwar nicht mehr alle Schaltzustände erkannt werden, es kann aber die Unterbrechung der Zuleitung erkannt werden und über die verbleibende Auswerte- Schaltung eine Art „Notlaufmodus" auf Basis der noch erkennbaren und unterscheidbaren Schaltzuständen erfolgen.

Der erfindungsgemäße Schalter ist beispielsweise als linearer mehrstufiger Schiebeschalter und/oder als mehrstufiger Dreh- Schalter und/oder als digitales Potentiometer ausgeführt, dessen Verbindungsstellen als Kontaktflächen ausgeführt sind. Alternativ können die einstellbaren Schaltzustände des als linearer mehrstufiger Schiebeschalter und/oder als mehrstufiger Drehschalter und/oder als digitales Potentiometer ausgeführten Schalters über mindestens eine Wandlereinheit erfasst und ausgewertet werden, welche magnetische Größen in elektrische Größen und/oder optische Größen in elektrische Größen umwandelt. Hierzu umfasst die mindestens eine Wandlereinheit beispielsweise mindestens einen Hallsensor und/oder mindestens einen Optokoppler.

In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zur Auswertung von mindestens zwei Schaltzuständen eines Schalters sind die verschiedenen Gruppen von Verbindungsstellen zur Erkennung der aktuellen Schalterstellung und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen gekoppelt. Die Auswerteschaltungen umfassen beispielsweise jeweils einen Spannungsteiler mit mindestens zwei zueinander in Reihe geschalteten Widerständen, wobei zwischen zwei Knoten der jeweiligen Auswerteschaltung jeweils ein Widerstand angeordnet ist, um die verschiedenen Schaltzustände des Schalters unterscheiden zu können. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist mindestens ein Analogeingang und/oder mindestens ein Digitaleingang einer Auswerte- und Steuerein- heit direkt oder über einen Multiplexer mit Ausgangsknoten der mindestens zwei Auswerteschaltungen verbunden, wobei am Ausgangsknoten eine physikalische Größe erfassbar ist. Bei der Verwendung des Multiplexers können die verschiedenen Auswerte- Schaltungen in vorgegebenen Zeitabständen zeitlich versetzt ausgewertet werden. Dadurch kann die Anzahl der erforderlichen Eingänge der Auswerte- und Steuerschaltung in vorteilhafter Weise reduziert werden bzw. die Anzahl der auswertbaren Auswerteschaltungen kann bei gleicher Anzahl von Eingängen erhöht werden. Zur Unterscheidung der verschiedenen Schaltzustände des Schalters bewirkt eine Bewegung des Verbindungsmittels an mindestens einem Ausgangsknoten der mindestens zwei Auswerteschaltungen eine Änderung der gemessenen physikalischen Größe. Als gemessene physikalische Größe kann beispielsweise ein Kapazitätswert und/oder ein Induktivitätswert und/oder ein Wi- derstandswert und/oder ein Spannungswert und/oder ein Stromwert erfasst werden. So können die Schaltzustände bzw. Schalterstellungen durch Vernetzung mit mindestens einer Widerstandsreihe mit korrespondierender Widerstandsmessung oder Spannungsmessung erkannt und ausgewertet werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung weist die Auswerte- und Steuereinheit jedem gültigen Schaltzustand einen vorgegebenen Messwertbereich aus den möglichen Messwertbereichen zu. Des Weiteren kann die Auswerte- und Steuereinheit allen anderen Kombinationen von möglichen Messwertbereichen jeweils einen Fehlerzustand zuordnen, der mindestens eine der Auswerteschaltungen betrifft. Zudem kann die Auswerte- und Steuereinheit in einem Notbetrieb eine als defekt erkannte Auswerteschaltung bei der Auswertung in vorteilhafter Weise nicht mehr berücksichtigen. Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer zeichnerischen Darstellung näher erläutert. In den

Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.

In der Darstellung zeigen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels e ner erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,

Fig. 2 ein Blockdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,

Fig. 3 ein Blockdiagramm eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, und

Fig. 4 ein Blockdiagramm eines vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung. In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 1 gezeigt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst die dargestellte Schaltungsanordnung 1 zur Auswertung von sieben Schaltzuständen eines Schalters 10, zwei Auswerteschaltungen 5, 7 und eine Auswerte- und Steuereinheit 3. Der dargestellte Schalter 10 ist beispielhaft als Drehschalter mit vier als Kontaktflächen ausgeführten Verbindungsstellen 12, 14, 16, 18 und einem Verbindungsmittel 15 ausgeführt, welches mit einem Massekontakt 17 verbunden ist.

Selbstverständlich kann der Schalter 10 bei anderen nicht dar- gestellten Ausführungsformen auch als linearer mehrstufiger Schiebeschalter und/oder als digitales Potentiometer ausgeführt werden. Des Weiteren können Ausführungsbeispiele der Erfindung auch Schalter mit mehr oder weniger Schaltzustände bzw. Schalterstellung betreffen. Alternativ können die ein- stellbaren Schaltzustände über mindestens eine Wandlereinheit erfasst und ausgewertet werden, welche magnetische Größen in elektrische Größen und/oder optische Größen in elektrische Größen umwandelt.

Fig. 1 zeigt die prinzipielle Anordnung der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18, welche aus Gründen der Übersichtlichkeit linear und nicht in kreisrunder Form dargestellt sind. Der Schalter 10 weist sieben verschiedene Schaltzustände Sl bis S7 bzw.

Schalterstellungen auf, welche durch horizontale strichpunktierte Linien dargestellt und mit ihrem jeweiligen Schaltwin- kel in Grad angegeben sind. Auf Höhe des korrespondierenden

Schaltzustands Sl bis S7 wird nun mit Hilfe des beispielsweise als Kontaktschleifer ausgeführten Verbindungsmittels 15, welches in der Darstellung gemäß dem Doppelpfeil in vertikaler Richtung bewegt werden kann, eine elektrische Verbindung zwi- sehen dem Spannungspotenzial des Verbindungsmittels 15 (hier Masse) und den sich auf Höhe der momentanen Position des Verbindungsmittels 15 befindlichen Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 hergestellt . Erfindungsgemäß ist die vorgegebene Anzahl von Kontaktflächen

12, 14, 16, 18 niedriger als die vorgegebene Anzahl von

Schaltzuständen Sl bis S7 des Schalters 10, wobei die verschiedenen Schaltzustände Sl bis S7 durch die miteinander verbindbaren Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 derart codiert sind, dass das Verbindungsmittel 15 mindestens eine der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 und maximal zwei der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbindet . Die beiden Auswerteschaltungen 5, 7 weisen jeweils einen Spannungsteiler mit drei zueinander in Reihe geschalteten Widerständen Rl bis R3 bzw. R4 bis R6 auf. Die beiden Spannungsteiler sind jeweils über einen Pull-up-Widerstand R PU mit einer VersorgungsSpannung U B verbunden. Zwischen zwei Knoten der je- weiligen Auswerteschaltung 5, 7 ist jeweils ein Widerstand R2 , R3 , bzw. R5, R6 angeordnet. Zudem sind die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbundenen Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 verschiedenen Gruppen angehören. Des Weiteren sind die verschiedenen Gruppen von Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 zur Er- kennung des aktuellen Schaltzustands Sl bis S7 und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen 5, 7 gekoppelt .

Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, ist ein erster zwischen dem Widerstand Rl und dem Widerstand R2 der ersten Auswerteschaltung 5 angeordneter Knoten mit einer ersten Kontaktfläche 12 verbunden. Ein zweiter zwischen dem Widerstand R2 und dem Widerstand R3 der ersten Auswerteschaltung 5 angeordneter Knoten ist mit einer dritten Kontaktfläche 16 verbunden und ein dritter zwischen dem Widerstand R3 und dem Pull-up-Widerstand R PU der ersten Auswerteschaltung 5 angeordneter Knoten ist mit einem ersten Analogeingang AI der Auswerte- und Steuereinheit 3 verbunden. Ein vierter zwischen dem Widerstand R4 und dem Widerstand R5 der zweiten Auswerteschaltung 7 angeordneter Knoten ist mit einer zweiten Kontaktfläche 14 verbunden. Ein fünfter zwischen dem Widerstand R5 und dem Widerstand R6 der zweiten Auswerteschaltung 7 angeordneter Knoten ist mit einer vierten Kontaktfläche 18 verbunden und ein sechster zwischen dem Widerstand R6 und dem Pull-up-Widerstand R PU der zweiten Auswerteschaltung 7 angeordneter Knoten ist mit einem zweiten Analogeingang A2 der Auswerte- und Steuereinheit 3 verbunden. Dabei sind die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 so angeordnet, dass sie alternierend an einer Schalterstellung bzw. bei einem Schaltzustand Sl, S3 , S5, S7 nur allein mit dem Bezugspotenti- al verbunden werden und an der darauf folgenden Schalterstellung bzw. bei einem darauf folgenden Schaltzustand S2, S4 , S6 quasi jeweils zwei der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 überlappen, also gemeinsam mit dem Bezugspotential verbunden werden. Die Bewegung des Verbindungsmittels 15 bewirkt, dass sich der am ersten Analogeingang AI der Auswerte- und Steuereinheit 3 gegen Masse anliegende Widerstandswert und der am zweiten Ana- logeingang A2 der Auswerte- und Steuereinheit 3 gegen Masse anliegende Widerstandswert ändert. Durch Messung dieser Widerstandswerte der beiden Auswerteschaltungen 5, 7 bzw. der an den Analogeingängen AI, A2 anliegenden Spannungen können also die gültigen Schaltzustände Sl bis S7 ermittelt werden. Die Art der Anordnung der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 bedingt, dass nur bestimmte Kombinationen der an den beiden Analogeingängen AI, A2 zu messenden Widerstandswerte einen gültigen Schaltzustand Sl bis S7 bzw. eine gültige Schalterstellung repräsentieren. Das bedeutet, dass alle anderen Kombinationen von Widerstandsmesswerten unter Berücksichtigung gewisser Toleranzen als ungültig deklariert werden können. So kann beispielsweise auch erkannt werden, wenn das Verbindungsmittel 15 nicht vorhanden bzw. abgehoben ist, oder die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 fehlerhaft geschlossen sind oder nicht zulässige Widerstandswerte durch Kontaminierung, Deformation usw. aufweisen. Ausführungsformen der Erfindung ermöglichen daher ein hohes Maß an Diagnostizierbarkeit des Schaltsystems. Im dargestellten ersten gültigen Schaltzustand Sl, ist nur die erste Kontaktfläche 12 und somit der erste Knoten der ersten Auswerteschaltung 5 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch ist im ersten Schaltzustand Sl der Widerstand Rl gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analogeingang 1 ein Widerstandswert von R 2 +R 3 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung

gegen Masse an

R PU + R 2 + R

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 4 +R 5 +R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

gegen Masse an

+ R 4 +R 5 +R 6

Im zweiten gültigen Schaltzustand S2, sind die erste Kontaktfläche 12 und die zweite Kontaktfläche 14 und somit der erste Knoten der ersten Auswerteschaltung 5 und der vierte Knoten der zweiten Auswerteschaltung 7 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch sind im zweiten Schaltzustand S2 der Widerstand Rl und der Widerstand R4 gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analogeingang AI ein Widerstandswert von R 2 +R 3 und am zweiten Analogeingang A2 ein Wider standswert von R 5 +R 6 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogein gang AI die Spannung

U A i = U B x + gegen Masse an.

R PU +R 2 +R 3

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 5 +R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

R,+R,

Im dritten gültigen Schaltzustand S3, ist nur die zweite Kontaktfläche 14 und somit der vierte Knoten der zweiten Auswerteschaltung 7 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch ist im dritten Schaltzustand S3 der Widerstand R4 gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analogeingang 1 ein Widerstandswert von Rx+R 2 +R 3 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung

R, + R-, + R->

U A , = U B x gegen Masse an.

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 5 +R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

U A2 = U B x gegen Masse an.

Im vierten gültigen Schaltzustand S4 , sind die zweite Kontaktfläche 14 und die dritte Kontaktfläche 16 und somit der zweite Knoten der ersten Auswerteschaltung 5 und der vierte Knoten der zweiten Auswerteschaltung 7 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch sind im vierten Schaltzustand S4 der Widerstand Rl und der Widerstand R2 sowie der Widerstand R4 gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analog- eingang AI ein widerstandswert von R 3 und am zweiten Analogeingang A2 ein Widerstandswert von R 5 +R 6 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung

U A , =U B x gegen Masse an.

R PU + R 2 + R 3

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 5 +R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

R,+R,

Im fünften gültigen Schaltzustand S5, ist nur die dritte Kontaktfläche 16 und somit der zweite Knoten der ersten Auswerteschaltung 5 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch sind im fünften Schaltzustand S5 der Widerstand Rl und der Widerstand R2 gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analogeingang 1 ein Widerstandswert von R 3 ergibt . Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung

R

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 4 +R 5 +R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

R.+R.+R,

Im sechsten gültigen Schaltzustand S6, sind die dritte Kontaktfläche 16 und die vierte Kontaktfläche 18 und somit der zweite Knoten der ersten Auswerteschaltung 5 und der fünfte Knoten der zweiten Auswerteschaltung 7 über das Verbindungs- mittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch sind im fünften Schaltzustand S5 der Widerstand Rl und der Widerstand R2 sowie der Widerstand R4 und der Widerstand R5 gegen Masse kurzgeschlos- sen, so dass sich am ersten Analogeingang AI ein Widerstandswert von R 3 und am zweiten Analogeingang A2 ein Widerstands- wert von R 6 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung U A1 =U B x- -2 — gegen Masse an.

P U + κ 2 + 3

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R5+R6- Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung

U A2 = U B x - gegen Masse an.

R PU +R 5 +R 6

Im siebten gültigen Schaltzustand S7, ist nur die vierte Kontaktfläche 18 und somit der fünfte Knoten der zweiten Auswerteschaltung 7 über das Verbindungsmittel 15 mit Masse verbunden. Dadurch sind im siebten Schaltzustand S7 der Widerstand R4 und der Widerstand R5 gegen Masse kurzgeschlossen, so dass sich am ersten Analogeingang 1 ein Widerstandswert von R ! +R 2 +R 3 ergibt. Dadurch liegt am ersten Analogeingang AI die Spannung gegen Masse an

R PU +R, +R 2 +R

Am zweiten Analogeingang A2 ergibt sich ein Widerstandswert von R 6 . Dadurch liegt am zweiten Analogeingang A2 die Spannung gegen Masse an

R pu +R 4 +R 5 +R 6

Durch die beschriebene Anordnung der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 können neben den sieben gültigen Schaltzuständen Sl bis S7 auch einige Fehlerzustände erkannt und diagnostiziert werden. So kann beispielsweise ein abgehobenes Verbindungsmittel 15, d.h. es kann in keiner Schalterstellung bzw. in keinem Schaltzustand eine Verbindung der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 zum Massekontakt 17 hergestellt werden, dadurch diagnostiziert werden, dass in allen Schaltzuständen der maximale Widerstandswert R 1 +R 2 +R 3 der ersten Auswerteschaltung 5 am ersten Analogeingang AI und der maximale Widerstandswert R 4 +R 5 +R 6 der zweiten Auswerteschaltung 7 am zweiten Analogeingang A2 an- liegt.

Eine Unterbrechung in der ersten Auswerteschaltung 5, d.h.

nach dem dritten Knotenpunkt, kann dadurch erkannt werden, dass in allen Schaltzuständen Sl bis S7 ein unendlicher Widerstand am ersten Analogeingang AI wirkt, so dass über den Pull- up-Widerstand R PU praktisch die Versorgungsspannung U B am ersten Analogeingang AI anliegt. Eine Unterbrechung in der zwei- ten Auswerteschaltung 7, d.h. nach dem sechsten Knotenpunkt, kann dadurch erkannt werden, dass in allen Schaltzuständen Sl bis S7 ein unendlicher Widerstand am zweiten Analogeingang AI wirkt, so dass über den Pull-up-Widerstand R PU praktisch die VersorgungsSpannung U B am zweiten Analogeingang A2 anliegt.

Eine gegen Masse kurzgeschlossene erste Auswerteschaltung 5 kann dadurch erkannt werden, dass in allen Schaltzuständen Sl bis S7 ein Widerstand von ungefähr 0 Ω am ersten Analogeingang AI wirkt, so dass praktisch eine Spannung von 0 V am ersten Analogeingang AI anliegt. Eine gegen Masse kurzgeschlossene zweite Auswerteschaltung 7 kann dadurch erkannt werden, dass in allen Schaltzuständen Sl bis S7 ein Widerstand von ungefähr 0 Ω am zweiten Analogeingang A2 wirkt, so dass praktisch eine Spannung von 0 V am zweiten Analogeingang A2 anliegt.

Ein Problem mit der ersten Kontaktfläche 12, d.h. eine Erhöhung des Kontaktwiderstands bzw. ein Kurzschluss gegen Masse, kann dadurch diagnostiziert werden, dass nur die ersten beiden gültigen Schaltzustände Sl und S2 von dem Problem betroffen sind, wobei bei diesen beiden Schaltzuständen Sl und S2 nur die am ersten Analogeingang AI gemessenen Werte fehlerhaft sind und die am zweiten Analogeingang A2 gemessenen Werte auch bei diesen Schaltzuständen Sl und S2 korrekt sind. So kann die nach Masse kurzgeschlossene erste Kontaktfläche 12 dadurch er- kannt werden, dass der erste gültige Schaltzustand Sl und die gültigen dritten bis siebten Schaltzustände S3 bis S7 korrekt erkannt werden und nur der zweite gültige Schaltzustand S2 falsch erkannt wird. Die Erhöhung des Kontaktwiderstands der ersten Kontaktfläche 12 kann dadurch erkannt werden, dass der erste und zweite gültige Schaltzustand Sl und S2 jeweils einen höheren gemessen Widerstandswert am ersten Analogeingang AI aufweisen und die gültigen dritten bis siebten Schaltzustände S3 bis S7 korrekt erkannt werden. Die Unterbrechung der Verbindung zwischen der ersten Kontaktfläche 12 und dem ersten Knoten kann dadurch erkannt werden, dass bei den ersten drei gültigen Schaltzuständen Sl bis S3 jeweils der Widerstandswert für den gültigen Schaltzustand S3 am ersten Analogeingang AI gemessen wird. Auf analoge Weise können Probleme der anderen Kontaktflächen 14, 16, 18 diagnostiziert werden.

Somit ist die Auswerte- und Steuereinheit 3 in vorteilhafter Weise in der Lage, jedem gültigen Schaltzustand Sl bis S7 jeweils einen vorgegebenen Messwertbereich an den beiden Analogeingängen AI und A2 aus den möglichen Messwertbereichen zuzuweisen, um die verschiedenen Schaltzustände Sl bis S7 zu erkennen. Gleichzeitig kann die Auswerte- und Steuereinheit 3 allen anderen Kombinationen von möglichen Messwertbereichen jeweils einem Fehlerzustand zuordnen, der mindestens eine der Auswerteschaltungen 5, 7 bzw. mindestens eine der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 betrifft. Durch die Verwendung von mehreren Auswerteschaltungen 5, 7 ergibt sich in vorteilhafter Weise eine teilweise Redundanz, so dass bei einem von der Auswerte- und Steuereinheit 3 erkannten Problem mit einer der Auswerteschaltungen 5, 7 oder mit einer der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 zwar nicht mehr alle gülti- gen Schaltzustände Sl bis S7 erkannt werden können aber mit den noch unterscheidbaren verbleibenden Schaltzuständen eine Art „Notbetrieb" ausgeführt werden kann. Während des Notbetriebs berücksichtigt die Auswerte- und Steuereinheit 3 eine als defekt erkannte Auswerteschaltung nicht mehr bei der Aus- wertung.

Dadurch eignen sich Ausführungsformen der Erfindung für den Einsatz in Schaltersystemen, über welche sicherheitsrelevante Funktionen und/oder Applikationen, wie beispielsweise eine Tempomatfunktion mit vorgebbaren Geschwindigkeitswerten und/oder eine Start-Stop- Funktion mit vorgebbaren Abstandswerten usw. bedient werden können. In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 21 gezeigt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfasst die dargestellte Schaltungsanordnung 21 zur Auswertung von sieben Schaltzuständen des Schalters 10, vier Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 und eine Auswerte- und Steuereinheit 23. Der in Fig. 2 dargestellte Schalter 10 entspricht dem im ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 dargestellten Schalter 10 und ist ebenfalls als Drehschalter mit vier Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 und einem Verbindungsmittel 15 ausgeführt, welches mit einem Massekontakt 17 verbunden ist. Daher wird hier auf eine wiederholende detaillierte Beschreibung des Schalters 10 verzichtet. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel verwendet die Schaltungsanordnung 21 vier Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28, um die sieben Schaltzustände Sl bis S7 des Schalters 10 auszuwerten. Die vier Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 weisen jeweils einen Spannungsteiler mit zwei zueinander in Reihe geschalteten Widerständen R21 und R22, R23 und R24, R25 und R26 bzw. R27 und R28 auf. Die vier Spannungsteiler sind jeweils über einen Pull-up-Widerstand R PU mit der Versorgungsspannung U B verbunden. Zwischen den zwei Knoten der jeweiligen Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 ist jeweils ein Widerstand R22, R24, R26 bzw. R28 angeordnet. Zudem sind die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 im in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei- spiel in vier Gruppen aufgeteilt, wobei die gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbundenen Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 verschiedenen Gruppen angehören. Des Weiteren sind die verschiedenen Gruppen von Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 zur Erkennung des aktuellen Schaltzustands Sl bis S7 und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 gekoppelt. Wie aus Fig. 2 weiter ersichtlich ist, ist ein erster zwischen dem Widerstand R21 und dem Widerstand R22 der ersten Auswerteschaltung 25 angeordneter Knoten mit der dritten Kontaktfläche 16 verbunden. Ein zweiter zwischen dem Widerstand R22 und dem Pull-up-Widerstand R PU der ersten Auswerteschaltung 25 angeordneter Knoten ist mit einem zweiten Analogeingang A2 der Auswerte- und Steuereinheit 23 verbunden. Ein dritter zwischen dem Widerstand R23 und dem Widerstand R24 der zweiten Auswerteschaltung 26 angeordneter Knoten ist mit der ersten Kontaktfläche 12 verbunden und ein vierter zwischen dem Widerstand R24 und dem Pull-up-Widerstand R PU der zweiten Auswerteschaltung 26 angeordneter Knoten ist mit einem ersten Analogeingang AI der Auswerte- und Steuereinheit 23 verbunden. Ein fünfter zwischen dem Widerstand R25 und dem Widerstand R26 der dritten Auswerteschaltung 27 angeordneter Knoten ist mit der zweiten Kontaktfläche 14 verbunden und ein sechster zwischen dem Widerstand R26 und dem Pull-up-Widerstand R PU der dritten Auswer- teschaltung 27 angeordneter Knoten ist mit einem vierten Analogeingang A4 der Auswerte- und Steuereinheit 23 verbunden. Ein siebter zwischen dem Widerstand R27 und dem Widerstand R28 der vierten Auswerteschaltung 28 angeordneter Knoten ist mit der vierten Kontaktfläche 18 verbunden und ein achter zwischen dem Widerstand R28 und dem Pull-up-Widerstand R PU der vierten Auswerteschaltung 28 angeordneter Knoten ist mit einem dritten Analogeingang A3 der Auswerte- und Steuereinheit 23 verbunden. Dabei sind die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 so angeordnet, dass sie alternierend an einer Schalterstellung bzw. bei einem Schaltzustand Sl, S3 , S5, S7 nur allein mit dem Bezugspotential kontaktiert werden und an der darauf folgenden Schalterstellung bzw. bei einem darauf folgenden Schaltzustand S2 , S4 , S6 quasi jeweils zwei der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 überlappen, also gemeinsam mit dem Bezugspotential kontaktiert werden.

Die Bewegung des Verbindungsmittels 15 bewirkt, dass sich der jeweilige an den Analogeingängen AI bis A4 der Auswerte- und Steuereinheit 23 gegen Masse anliegende Widerstandswert än- dert. Durch Messung dieser Widerstandswerte der vier Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 bzw. der an den Analogeingängen AI bis A4 anliegenden Spannungen können also die gültigen Schalt- zustände Sl bis S7 ermittelt werden. Die Art der Anordnung der Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 bedingt, dass nur bestimmte Kombinationen der an den vier Analogeingängen AI bis A4 zu messenden Widerstandswerte einen gültigen Schaltzustand Sl bis S7 bzw. eine gültige Schalterstellung repräsentieren. Das bedeutet, dass alle anderen Kombinationen von Widerstandsmesswerten unter Berücksichtigung gewisser Toleranzen als ungültig deklariert werden können. So können analog zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 fehlerhafte Zustände diagnostiziert wer- den, wobei durch die Verwendung einer größeren Anzahl von Analogeingängen AI bis A4 die Erkennung der gültigen Schaltzustände Sl bis S7 und die Diagnose der Schaltungsanordnung 21 schneller durchgeführt werden können. In Fig. 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 31 gezeigt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, umfasst die dargestellte Schaltungsanordnung 31 zur Auswertung von sieben Schaltzuständen des Schalters 10, analog zum ersten Ausführungsbeispiel zwei Auswerteschaltungen 5, 7, eine Auswerte- und Steuereinheit 33 und einen Multiple- xer 34. Die in Fig. 3 dargestellte Schaltungsanordnung 31 entspricht mit Ausnahme der Auswerte- und Steuereinheit 33 und dem Multiplexer 34 der im ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung 1. Daher werden hier zur Vermeidung von Wiederholungen nur die Unterschiede der beiden Schaltungsanordnungen 1 und 31 beschrieben.

Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel können durch die Verwendung des Multiplexers 34 die verschiedenen Auswerte - Schaltungen 5, 7 in vorgegebenen Zeitabständen zeitlich versetzt ausgewertet werden. Dadurch kann die Anzahl der erforderlichen Analogeingänge A der Auswerte- und Steuereinheit 33 im Vergleich mit der Auswerte- und Steuereinheit 3 in vorteilhafter Weise reduziert werden bzw. die Anzahl der auswertbaren Auswerteschaltungen 5, 7 kann bei gleicher Anzahl von Analogeingängen erhöht werden. Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen kann die Diagnostizierbarkeit dadurch weiter verbessert werden, dass für die verschiedenen Auswerteschaltungen 5,7 bzw. 25, 26, 27, 28 Widerstände mit unterschiedlichen Widerstandswerten verwen- det werden. Zusätzlich oder alternativ können für die verschiedenen Auswerteschaltungen auch getrennte Spannungsquellen verwendet werden, die gleiche oder verschiedene Spannungspotentiale erzeugen. Dadurch können in vorteilhafter Weise beim Anschließen auftretende Kabelverwechslungen erkannt und ange- zeigt werden. Durch die Verwendung von getrennten Spannungs- quellen ist es zudem in vorteilhafter Weise möglich, auch bei Ausfall einer der Spannungsquellen einen Notbetrieb durchzuführen . In Fig. 4 ist ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 41 gezeigt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, umfasst die dargestellte Schaltungsanordnung 41 zur Auswertung von sieben Schaltzuständen des Schalters 10, vier Auswerteschaltungen 45, 46, 47, 48 und eine Auswerte- und Steuereinheit 43. Der in Fig. 4 dargestellte Schalter 10 ent ¬ spricht dem im ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 darge ¬ stellten Schalter 10 und ist ebenfalls als Drehschalter mit vier Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 und einem Verbindungsmittel 15 ausgeführt, welches mit einem Massekontakt 17 verbunden ist. Daher wird hier auf eine wiederholende detaillierte Be ¬ schreibung des Schalters 10 verzichtet.

Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel verwendet die Schaltungsanordnung 41 vier Auswerteschaltungen 45, 46, 47, 48, um die sieben Schaltzustände Sl bis S7 des Schalters 10 auszuwerten. Die vier Auswerteschaltungen 45, 46, 47, 48 weisen jeweils einen Pull-up-Widerstand R PU und einen Knoten auf, wobei die Pull-up-Widerstände R PU jeweils mit einem Anschluss direkt mit einem Digitaleingang Dl bis D4 der Auswerte- und Steuereinheit 43 und mit dem anderen Anschluss mit der Versorgungsspannung U B verbunden sind. Die Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 im in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind in vier Gruppen aufgeteilt, wobei die gleichzeitig mit dem vorgegebenen Bezugspotential verbundenen Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 verschiedenen Gruppen angehören. Des Weiteren sind die verschiedenen Gruppen von Kontaktflächen 12, 14, 16, 18 zur Er- kennung des aktuellen Schaltzustands Sl bis S7 und zu Diagnosezwecken mit verschiedenen Auswerteschaltungen 25, 26, 27, 28 gekoppelt. Durch Auswerten der vier Digitaleingänge Dl bis D4 können die verschiedenen Schaltzustände Sl bis S7 des Schalters 10 erkannt werden. Hierbei bewirkt eine Verbindung mit Masse einer korrespondierenden Kontaktfläche 12, 14, 16, 18 einen ersten Spannungspegel am entsprechenden Digitaleingang Dl bis D4 , der beispielsweise als erster logischer Zustand erkannt wird, und eine nicht vorhandene Verbindung mit Masse einer korrespondierenden Kontaktfläche 12, 14, 16, 18 bewirkt einen zweiten Spannungspegel am entsprechenden Digitaleingang Dl bis D4 , der beispielsweise als zweiter logischer Zustand erkannt wird. So entspricht der erste Schaltzustand Sl beispielsweise einem logischen Wert von „Olli". Der zweite

Schaltzustand S2 entspricht beispielsweise einem logischen Wert von „0011". Der dritte Schaltzustand S3 entspricht beispielsweise einem logischen Wert von „1011". Der vierte

Schaltzustand S4 entspricht beispielsweise einem logischen Wert von „1001". Der fünfte Schaltzustand S5 entspricht beispielsweise einem logischen Wert von „1101". Der sechste

Schaltzustand S6 entspricht beispielsweise einem logischen

Wert von „1100". Der zweite Schaltzustand S7 entspricht beispielsweise einem logischen Wert von „1110". Die anderen nicht verwendeten neun möglichen Codewerte können entsprechenden Fehlerzuständen zugeordnet werden.

Durch Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ergibt sich in vorteilhafter Weise eine besonders einfache Miniaturisierung und ein hohes Maß an Diagnostizierbarkeit von Schaltsystemen, wodurch eine zuverlässige Betriebsweise bei sicher- heitsrelevanten Applikationen und/Funktionen ermöglicht wird.