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Title:
SWITCHING ARRANGEMENT FOR A SUSPENDED CONVEYING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/098781
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switching arrangement for a suspended conveying device, which comprises guiding rails (3, 23) and carriers for material to be conveyed (5) with rollers (13a, 13b) projecting away from opposing sides of a base body (11), wherein the carriers for material to be conveyed (5) can be moved each with a roller on one side of the base body on a guiding rail guided along a conveying path in a laterally suspended manner. A diverter switch blade (21) for transferring carriers for material to be conveyed (5) from a first conveying path to a branching conveying path can be adjusted between a diverter position and a passive position. In the diverter position, along the first conveying path, the switch blade with the guiding profile (15b) thereof can guidably engage carriers for material to be conveyed (5) that are fed on the first guiding rail (3) on the rollers (13b), which are free from the first guiding rail (3), on the other side of the base body (11) and divert them from the first guiding rail (3). In the passive position, it has no diverting effect.

Inventors:
SCHÖNENBERGER, Rolf (Wettersteinstrasse 28, Landsberg/Lech, 86899, DE)
Application Number:
EP2008/001180
Publication Date:
August 21, 2008
Filing Date:
February 15, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RSL LOGISTIK GMBH & CO. KG (Justus-von-Liebig-Strasse 12, Landsberg, 86899, DE)
SCHÖNENBERGER, Rolf (Wettersteinstrasse 28, Landsberg/Lech, 86899, DE)
International Classes:
B65G19/02; B65G9/00; E01B25/26
Attorney, Agent or Firm:
WEICKMANN & WEICKMANN (Postfach 860 820, München, 81635, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Weichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung, die Führungs- 5 schienen (3, 23) und Fördergutträger (5) mit einem jeweiligen Basiskörper (11) und davon zu entgegengesetzten Seiten nach außen abstehenden Laufrollen (13a, 13b) umfasst, wobei die Fördergutträger (5) mit jeweils wenigstens einer Laufrolle (13a, 13b) auf einer Seite des Basiskörpers (11 ) an einer betreffenden Führungsschiene (3, 23) seit-o lieh hängend längs einer jeweiligen Förderstrecke geführt bewegbar sind, wobei die Laufrolle (13a, 13b) mit einem Führungsprofil (15a, 15b) der Führungsschiene in Eingriff steht, umfassend eine ein Führungsprofil (15b) für Fördergutträger (5) aufweisende5 Ausschleusweichenzunge (21) zum bedarfsweisen überleiten von

Fördergutträgern (5) von einer ersten Förderstrecke zu einer Abzweigförderstrecke, wobei die Ausschleusweichenzunge (21) in ihrem betriebsmäßigen Einbauzustand in der Hängefördereinrichtung seitlich neben einer der ersten Förderstrecke zugeordneten ersten Führungs-o schiene (3) angeordnet und zwischen einer Ausschleusstellung und einer Passivstellung verstellbar ist, wobei sie in der Ausschleusstellung längs der ersten Förderstrecke auf der ersten Führungsschiene (3) zugeführte Fördergutträger (5) an deren von der ersten Führungsschiene (3) freien Laufrollen (13b) auf der anderen Seite des Basiskörpers5 (11 ) mit ihrem Führungsprofil (15b) in Führungseingriff nehmen und von der ersten Führungsschiene (3) ableiten kann, wohingegen sie in der Passivstellung keine Ausschleuswirkung auf längs der ersten Förderstrecke herangeführte Fördergutträger (5) hat. o 2. Weichenvorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die erste Führungsschiene (3) eine Führungsprofilaussparung (29) aufweist, die mittels der Ausschleusweichenzunge (21) auszuschleusende Fördergutträger (5) aus dem Führungseingriff mit der ersten Führungsschiene (3) freigibt.

3. Weichenvorrichtung nach Anspruch 2, umfassend ein synchron mit der Ausschleusweichenzunge (21 ) schaltbares Führungselement (25), das bei in Passivstellung befindlicher Ausschleusweichenzunge (21) so positioniert ist, dass es auf der ersten Förderstrecke zugeführte Fördergutträger (5) in dem die Führungsprofilaussparung (29) enthaltenden Förderstreckenbereich zur Weiterbewegung längs der ersten Förderstrecke führt, und das bei in Ausschleusstellung befindlicher Ausschleusweichenzunge (21) so positioniert ist, das es den Weg zum Ausschleusen der Fördergutträger (5) aus der ersten Förderstrecke freigibt.

4. Weichenvorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Ausschleusweichenzunge (21 ) durch änderung ihrer Vertikalposition zwischen der Aus- schleusstellung und der Passivstellung umschaltbar ist.

5. Weichenvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei das Führungselement (25) durch änderung seiner Vertikalposition umschaltbar ist.

6. Weichenvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die Ausschleusweichenzunge (21 ) und das Führungselement (25) zur Ausführung gemeinsamer Schaltbewegungen mechanisch miteinander gekoppelt sind.

7. Weichenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein pneumatisches oder elektromagnetisches Schaltan- triebsmittel (44) für die Ausschleusweichenzunge.

8. Hängefördereinrichtung mit einer Weichenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7.

Description:

Weichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Weichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung, die Führungsschienen und Fördergutträger mit einem jeweiligen Basiskörper und davon zu entgegengesetzten Seiten nach außen abstehenden Laufrollen umfasst, wobei die Fördergutträger mit jeweils wenigstens einer Laufrolle auf einer Seite des Basiskörpers an einer betreffenden Führungs- schiene seitlich hängend längs einer jeweiligen Förderstrecke geführt bewegbar sind, wobei die Laufrolle mit einem Führungsprofil der Führungsschiene in Eingriff steht.

Solche Hängefördereinrichtungen mit Führungsschienen und Fördergutträ- gern sind z. B. aus der DE 198 16 688 A1 , der EP 0 623 497 B1 und der DE 199 43 141 A1 bekannt.

Derartige Hängefördereinrichtungen finden weit verbreitet beispielsweise in der Bekleidungsindustrie Verwendung und werden dort vorwiegend zum Transport von an Kleiderbügeln hängenden Bekleidungsstücken genutzt. Als Fördergutträger dienen dabei sogenannte Bügelträger mit einem Basiskörper, der an seinem unteren Ende einen Hakenbereich zum Einhängen eines Kleiderbügels hat und an seinem oberen Ende ein Paar zu entgegengesetzten Seiten von dem Basiskörper abstehender Laufrollen aufweist. Die Bügel- träger sind mit jeweils einer Laufrolle an einer auch als Laufschiene bezeichneten Führungsschiene angehängt, wobei diese Laufrolle im Förderbetrieb an einem Führungsprofil bzw. einer Führungsrille der Laufschiene geführt rollen kann. Der Basiskörper des Bügelträgers erstreckt sich seitlich neben der Laufschiene nach unten hin in einen Förderstrecken-Freiraum. üblicher- weise ist zum Antrieb der Bügelträger ein längs der Laufschiene geführtes Antriebsband vorgesehen. Im Falle des Reibband-Antriebs handelt es sich bei dem Antriebsband um ein Reibband, welches beispielsweise als Endlosband um zwei Umlenkstationen umlaufend angetrieben wird und welches

Bügelträger längs der jeweiligen Laufschiene reibschlüssig mitnehmen kann. Hängefördereinrichtungen mit solchen Reibband-Antrieben ermöglichen üblicherweise ein wahlweises Stauen einer Anzahl von Fördergutträgern bei weiterlaufendem Reibband.

Hängefördereinrichtungen der hier betrachteten Art werden häufig auch zur Durchführung von Sortieraufgaben verwendet, wobei nach entsprechenden Sortierkriterien jeweilige Fördergutträger an Abzweigungspunkten aus einer primären Förderstrecke auszuschleusen sind oder längs der primären För- derstrecke weitertransportiert werden sollen. Auch kann bei solchen Sortieraufgaben ein Einschleusen von Fördergutträgern in eine primäre Förderstrecke gefordert sein. Zum Ausschleusen von Fördergutträgern aus einer Förderstrecke bzw. zum Einschleusen von Fördergutträgern in eine Förderstrecke sind übergabestationen, z. B. aus der EP 0 582 047 B1 , und Ab- zweigstationen, z. B. aus der DE 19943 141 A1 , bekannt. Die vorliegende Erfindung befasst sich mit dem Problem des zuverlässigen Ausschleusens bzw. Einschleusens von Fördergutträgem aus einer Förderstrecke bzw. in eine Förderstrecke.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Weichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung der vorstehend erläuterten Art bereitzustellen, wobei die Weichenvorrichtung zum Ausschleusen von Fördergutträgern aus einer Förderstrecke geeignet ist, einen einfachen Aufbau hat, zuverlässig funktioniert und rasche Weichenschaltzeiten ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, bei einer Weichenvorrichtung der eingangs genannten Art folgende Merkmale vorzusehen:

eine ein Führungsprofil oder eine Führungsbahn für Fördergutträger aufwei- sende Ausschleusweichenzunge zum bedarfsweisen überleiten von Fördergutträgern von einer ersten Förderstrecke zu einer Abzweigförderstrecke, wobei die Ausschleusweichenzunge in ihrem betriebsmäßigen Einbauzustand in der Hängefördereinrichtung seitlich neben einer der ersten Förder-

strecke zugeordneten ersten Führungsschiene angeordnet und zwischen einer Ausschleusstellung und einer Passivstellung verstellbar ist, wobei sie in der Ausschleusstellung längs der ersten Förderstrecke auf der ersten Führungsschiene zugeführte Fördergutträger an deren von der ersten Führungs-

5 schiene freien Laufrollen auf der anderen Seite des Basiskörpers mit ihrem Führungsprofil in Führungseingriff nehmen und von der ersten Führungsschiene ableiten kann, wohingegen sie in der Passivstellung keine Ausschleuswirkung auf längs der ersten Förderstrecke herangeführte Fördergutträger hat. Als Ausschleusweichenzunge ist das schaltbare Weichenelemento bezeichnet.

Beim Ausschleusen eines Fördergutträgers übernimmt die Ausschleusweichenzunge die Führung des Fördergutträgers, indem sie die Laufrolle des Fördergutträgers in Eingriff nimmt, welche beim Heranführen des Förder-5 gutträgers längs der ersten Förderstrecke frei in Richtung weg von der ersten Führungsschiene nach außen abstand, während die andere Laufrolle mit der ersten Führungsschiene in Führungseingriff stand.

Gemäß einer Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass dieo Ausschleusweichenzunge den Fördergutträger von der ersten Führungsschiene abhebt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Weichenvorrichtung ist jedoch eine Führungsprofilaussparung an der ersten Führungsschiene vorgesehen, wobei die Führungsprofilaussparung mittels der Ausschleusweichenzunge auszuschleusende Fördergutträger aus dem5 Führungseingriff mit der ersten Laufschiene freigibt. Die Ausschleusweichenzunge kann somit die freie Laufrolle eines betreffenden Bügelträgers in Führungseingriff nehmen, wobei die andere Laufrolle kurz darauf die Führungsprofilaussparung der ersten Führungsschiene erreicht. Die bis dahin an der ersten Führungsschiene geführte Laufrolle kann dann, ohne angehobeno werden zu müssen, die Führungsprofilaussparung durchqueren, ohne dort eine Störkontur an der ersten Führungsschiene vorzufinden. Die Führung des Fördergutträgers findet währenddessen bereits durch die Weichenzunge oder ggf. durch einen der Weichenzunge folgenden Führungsschienen-

abschnitt der Abzweigförderstrecke statt.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung um- fasst die Weichenvorrichtung ein synchron mit der Ausschleusweichenzunge schaltbares Führungselement, das bei in Passivstellung befindlicher Ausschleusweichenzunge so positioniert ist, dass es auf der ersten Förderstrecke zugeführte Fördergutträger in dem die Führungsprofilaussparung enthaltenden Förderstreckenbereich zur Weiterbewegung längs der ersten Förderstrecke führt, und das bei in Ausschleusstellung befindlicher Ausschleus- weichenzunge so positioniert ist, das es den Weg zum Ausschleusen der Fördergutträger aus der ersten Förderstrecke freigibt. Bei dem Führungselement handelt es sich vorzugsweise um eine Führungsleiste, die mit der Ausschleusweichenzunge zur Ausführung gemeinsamer Schaltbewegungen gekoppelt ist. Das Führungselement ist vorzugsweise so positioniert, dass es bei in Passivstellung befindlicher Ausschleusweichenzunge längs der ersten Förderstrecke herangeführte Fördergutträger an einer von den Laufrollen des Fördergutträgers beabstandeten Stelle in Führungseingriff nehmen kann, vorzugsweise am obersten Bereich der Fördergutträger. Vorzugsweise ist die Ausschleusweichenzunge durch änderung ihrer Vertikalposition zwi- sehen der Ausschleusstellung und der Passivstellung umschaltbar. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Weichenvorrichtung ist auch das Führungselement durch änderung seiner Vertikalposition umschaltbar. Die Kopplung von Ausschleusweichenzunge und Führungselement erlaubt die Verwendung eines einzigen Schaltantriebsmittels für die gemeinsamen Um- schaltvorgänge. Bei diesem Schaltantriebsmittel kann es sich z. B. um einen pneumatischen Zylinder oder um ein elektromagnetisches Schaltantriebsmittel handeln.

Ausführungsbeispiele der Ausschleusweichenvorrichtung nach der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 - 5 näher erläutert.

Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Ausschleusweichen-

vorrichtung nach der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht von oben betrachtet.

Fig. 2 zeigt die Weichenvorrichtung aus Fig. 1 in einer Rückansicht mit in Ausschleusstellung geschalteter Ausschleusweichenzunge.

Fig. 3 zeigt die Weichenvorrichtung aus den Figuren 1 und 2 in einer Rückansicht mit in Passivstellung befindlicher Weichenzunge.

Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Ausschleusweichenvorrichtung nach der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht.

Fig. 5 zeigt in einer grobschematischen Darstellung eine Weichenvorrichtung nach der Erfindung in einer Draufsicht.

Die als Ausschleusweiche dienende Weichenvorrichtung 1 in Fig. 1 umfasst eine erste Führungsschiene 3, die im betriebsmäßigen Einbauzustand in einer Hängefördereinrichtung einer ersten Förderstrecke zugeordnet ist, längs welcher Fördergutträger 5 in der Förderrichtung 7 bewegbar sind.

Bei den zu transportierenden Fördergutträgern 5 handelt es sich im Beispielsfall um sog. Bügelträger zum Transport von an Kleiderbügeln hängenden Kleidungsstücken. Jeder Bügelträger 5 weist ein Laufwerk 6 und an dessen unterem Ende einen Haken 9 auf, in den der Haken eines Kleiderbügels eingehängt werden kann. Das Laufwerk 6 des Fördergutträgers 5 hat einen im Wesentlichen vertikal ausgerichteten Basiskörper 11 und zwei an den einander entgegengesetzten Lateralseiten des Basiskörpers 11 nach außen abstehende gleichartige konische Laufrollen 13a, 13b. Während der Bewegung längs einer Führungsschiene stützt sich der Fördergutträger 5 mit je- weils einer Laufrolle 13a, 13b an einem schräg ansteigenden Führungsprofil 15a bzw. 15b der Führungsschiene ab, so dass er seitlich an der Führungsschiene angehängt und in Längsrichtung der Führungsschiene geführt ist. An ihrem jeweiligen äußeren Rand, also an der Konusbasis, haben die Lauf-

rollen 13a, 13b im Beispielsfall nicht-konische zylindrische Abschnitte 14 maximalen Durchmessers, mit denen sie auf flachem Untergrund abrollen können.

Unterhalb der Laufrollen 13a, 13b ist jeweils ein seitlicher Vorsprung mit einer äußeren Reibfläche 17 an dem Basiskörper 11 des Laufwerkes 6 vorgesehen. Die der ersten Führungsschiene 3 jeweils zugewandte Reibfläche 17 eines längs der ersten Förderstrecke bewegten Fördergutträgers 5 steht normalerweise mit einem Reibband 19 in reibschlüssigem Kontakt. Das Reibband 19 ist zur Bewegung längs der ersten Förderstrecke an der Führungsschiene 3 geführt und kann bei seiner Bewegung die reibschlüssig angekoppelten Fördergutträger 5 mitnehmen.

Die Weichenvorrichtung umfasst ferner ein hier als Ausschleusweichenzun- ge 21 bezeichnetes Weichenschaltelement in Gestalt eines bewegbaren

Führungsschienensegmentes zum bedarfsweisen überleiten von Fördergutträgem 5 von der ersten Führungsschiene 3 auf eine Abzweigführungsschiene 23, die einer Abzweigförderstrecke oder zweiten Förderstrecke zugeordnet ist.

Die Ausschleusweichenzunge 21 hat wie auch die erste Führungsschiene 3 und die Abzweigführungsschiene 23 ein Führungsprofil 15b mit einer zur konischen Form der Laufrollen 13 der Fördergutträger 5 komplementären, zum oberen Schienenrand hin schräg ansteigenden Kontur. Die Ausschleus- weichenzunge 21 und die Abzweigführungsschiene 23 können daher in gleicher Weise wie die erste Führungsschiene 3 einen Fördergutträger 5 an einer seiner Laufrollen 13 in Eingriff nehmen, um ihn zur Bewegung längs der Abzweigförderstrecke zu führen. In dem in den Figuren gezeigten Beispielsfall ist die Abzweigförderstrecke eine Gefällestrecke, so dass sich die Fördergutträger 5 aufgrund der Schwerkraft längs der Abzweigförderstrecke bewegen können.

In Fig. 3 ist die Situation gezeigt, dass die Ausschleusweichenzunge 21 in

ihrer Passivstellung ist. In dieser Passivstellung hat die Ausschleusweichenzunge 21 keine ausschleusende Wirkung auf Fördergutträger 5, die längs der ersten Förderstrecke an der Führungsschiene 3 heran- und weitergeführt werden. Mit dieser Passivstellung der Ausschleusweichenzunge 21 korrespondiert eine Ausschleussperrstellung einer parallel zu der ersten Führungsschiene 3 verlaufenden Führungsleiste 25, die durch den Verbindungssteg 27 mit der daran hängenden Ausschleusweichenzunge 21 verbunden ist. Die Ausschleusweichenzunge 21 und die Führungsleiste 25 sind aus der in Fig. 3 gezeigten abgesenkten Stellung in die in Fig. 2 gezeigte angehobene Stellung gemeinsam bewegbar. Dabei kommt die Ausschleusweichenzunge 21 in ihre Ausschleusstellung seitlich neben der ersten Führungsschiene 3, so dass ihr Führungsprofil 15b auf im Wesentlichen gleicher Höhe mit dem Führungsprofil 15 a der ersten Führungsschiene 3 kommt, wie dies in Fig. 2 zu erkennen ist. Ein an der ersten Führungsschiene 3 he- rangeführter Fördergutträger 5 wird dabei an der von der ersten Führungsschiene 3 nicht gestützten Laufrolle 13b mit dem Führungsprofil 15b der Ausschleusweichenzunge in Eingriff gebracht, so dass der Fördergutträger 5 übergangsweise an beiden Laufrollen 13a, 13b unterstützt wird. Bei weiterem Vortrieb des Fördergutträgers 5 kommt dann die an der ersten Füh- rungsschiene 3 geführte Laufrolle 13a zu einer Führungsprofilaussparung 29 der ersten Führungsschiene 3 (vgl. Fig. 1 ). Im Bereich dieser Führungsprofilaussparung 29 kann die Laufrolle 13a des betreffenden Fördergutträgers 5 seitlich zur Abzweigstrecke hin aus der ersten Führungsschiene 3 herausrollen, ohne mit dem Führungsprofil 15a zu kollidieren. Danach wird die Führung des Fördergutträgers 5 von dem Führungsprofil 15b der Ausschleusweichenzunge 21 und der daran angeschlossenen Abzweigführungsschiene 23 übernommen, wobei der Fördergutträger 5 nun mit seiner bisher freien Laufrolle 13b an dem Führungsprofil 15b der Ausschleusweichenzunge 21 bzw. der Abzweigführungsschiene 23 hängt. In den Fig. 1 und 2 ist bei 31 ein solcher ausgeschleuster Fördergutträger 5 zu erkennen.

Mit der Ausschleusstellung des Weichenzungenelementes 21 korrespondiert die Ausschleusfreigabestellung der Führungsleiste 25. In dieser Ausschleus-

freigabestellung bildet die Führungsleiste 25 keine Störkontur für die auszuschleusenden Fördergutträger 5. In der Ausschleussperrstellung gemäß Fig. 3 ist die Führungsleiste 25 jedoch so weit abgesenkt, dass sie auf der ersten Führungsschiene 3 laufende Fördergutträger 5 über die Stelle der Führungsprofilaussparung 29 hinweg zur Weiterfahrt längs der ersten Förderstrecke führt. Die Führungsleiste 25 erstreckt sich somit parallel zur ersten Führungsschiene 3 neben und oberhalb der Führungsprofilaussparung 29, so dass sie in der Ausschleussperrstellung gemäß Fig. 3 als Führungsanschlag für den oberen Endabschnitt 33 eines betreffenden Fördergutträ- gers 5 dienen kann.

Als steuerbares Schaltantriebsmittel für die Führungsleiste 25 und die Ausschleusweichenzunge 21 eignet sich z. B. ein elektromagnetischer Antrieb oder ein pneumatischer Zylinder, der auf der Montageplatte 35 zu montieren ist. In Fig. 1 ist bei 37 ein Durchgangsloch für die mit der Führungsleiste 25 zu koppelnde Kolbenstange des Pneumatikzylinders erkennbar.

Je nachdem, ob ein auf der ersten Führungsschiene 3 herangeführter Fördergutträger 5 längs der ersten Förderstrecke weitertransportiert oder zur Abzweigförderstrecke ausgeschleust werden soll, ist der Pneumatikzylinder entsprechend anzusteuern, um die Ausschleusweichenzunge 21 und die Führungsleiste 25 bedarfsweise in den Schaltzustand gemäß Fig. 3 bzw. in den Schaltzustand gemäß Fig. 2 zu versetzen.

Die Fördergutträger 5 führen individuelle Markierungen, z. B. Barcode- Labels, mit sich, die von einem der Weichenvorrichtung vorgeschalteten Lesegerät erfasst werden. Das Lesegerät übermittelt die Kennungsdaten der Fördergutträger 5 an eine Steuereinrichtung, welche nach Maßgabe ihres Steuerprogramms das Umschalten der Ausschleusweichenzunge 21 und der Führungsleiste 25 steuert.

In Fig. 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Weichenvorrichtung nach der Erfindung zu erkennen. Elemente in Fig. 4, die Elementen in den Fig. 1 -

3 funktional entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszahlen gekennzeichnet, so dass zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4 auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels Bezug genommen werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist an der Abzweigfüh- rungsschiene 23 eine deren Verlauf folgende Hilfsführungsschiene 39 vorgesehen, welche an der Abzweigführungsschiene 23 transportierte Fördergutträger an deren oberen Endabschnitten führen kann. Bei 41 ist in Fig. 4 ein Anschlussschienenstück mit unterbrochenen Linien dargestellt, welches tunnelartig aufgebaut ist und Führungsprofile 43 aufweist, an denen beide Laufrollen 13a und 13b betreffender Fördergutträger abgestützt und somit geführt werden können.

Bei 44 ist in Fig. 4 ein Pneumatikzylinder als Schaltantriebsmittel für die Ausschleusweichenzunge 21 und die damit simultan zu schaltende Füh- rungsleiste (in Fig. 4 nicht erkennbar) angedeutet. Die Ausschleusweichenzunge 21 ist zwischen ihrer angehobenen Ausschleusstellung und ihrer abgesenkten Passivstellung schwenkbar an der Abzweigführungsschiene angeordnet.

In den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich bei den gezeigten Fördergutträgern 5 um Einzelbügelträger. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung mit solchen Einzelbügelträgern beschränkt, sondern kann auch Anwendung finden bei Fördergutträgern dieser Bauart, die durch Verbindungselemente gekoppelt sind und somit einseitig an Führungs- schienen anzuhängende Laufwagen bilden, die z. B. auf deren Verbindungselementen Haken von mehreren Kleiderbügeln oder dgl. aufnehmen können. Solche auch als Trolleys bezeichnete Laufwagen können somit zwei oder mehr Laufwerke mit den oben schon erläuterten Merkmalen der Laufwerke 6 aufweisen, die durch betreffende Verbindungselemente miteinander verbun- den sind.

Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform der Erfindung bildet die Ausschleusweiche einen 90°-Abzweig, d. h. die Anschlussschiene 41 verläuft

unter einem Winkel von etwa 90° zu der ersten Führungsschiene 3. Selbstverständlich sind auch andere Abzweigwinkel je nach Krümmungsverlauf der ableitenden Führungsschienen möglich.

5 In Fig. 5 ist in einer grobschematischen Darstellung eine Weichenvorrichtung nach der Erfindung in einer Draufsicht gezeigt. Zur Identifizierung bereits aus dem ersten Ausführungsbeispiel bekannter Merkmale sind diese in Fig. 5 mit entsprechend gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, so dass insoweit auf die vorausgegangene Beschreibung Bezug genommen werden kann.0

In Fig. 5 nähert sich bei A ein Fördergutträger 5 längs der ersten Führungsschiene 3 der in Ausschleusstellung befindlichen Ausschleusweichenzunge 21. Zu einem etwas späteren Zeitpunkt, der bei B angedeutet ist, hat die Ausschleusweichenzunge 21 den Fördergutträger 5 auf die Führungsschie-5 ne 23 ausgeschleust, wobei der vorher mittels seiner Laufrolle 13a gemäß Situation A an der ersten Führungsschiene 3 abgestützte Fördergutträger 5 nunmehr mit seiner anderen Laufrolle 13b gemäß Situation B an der Führungsschiene 23 abgestützt ist. Abweichend von dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 - 3 kann der Fördergutträger 5 die Abzweigführungs-o schiene 23 jedoch sogleich wieder verlassen und auf eine gesonderte Förderstrecke übernommen werden, die in Fig. 5 mit der Führungsschiene 23a gekennzeichnet ist. Diese Situation ist mit C gekennzeichnet. Der Fördergut- träger 5 ist gerade nach dem oben schon beschriebenen Prinzip von einer weiteren Ausschleusweichenzunge 21a von der Schiene 23 auf die Schiene5 23a übernommen worden, wobei er nunmehr wieder an seiner Laufrolle 13a abgestützt ist. Anstelle der Ausschleusweichenzunge 21a könnte in Fig. 5 auch ein unbewegliches Schienenstück vorgesehen sein, welches jeden herangeführten Fördergutträger 5 zur Strecke 23a überleiten würde. Mit 29a ist in Fig. 5 eine der Aussparung 29 funktional entsprechende Führungspro-o filaussparung der Führungsschiene 23 bezeichnet.

Anstelle einer Laufschiene 23a könnte alternativ auch eine nach einem anderen Förderungsprinzip funktionierende Einrichtung vorgesehen sein,

etwa ein Schrägförderer mit Mitnehmerelementen, welche bei 21a mit einzelnen Fördergutträgern in Eingriff kommen und letztere auf eine andere Höhenebene mitnehmen. Auch in diesem Fall kommen verschiedenste Verläufe der Abzweigstrecken in Frage.