SCHALLI, Niklas (Kranzhornstrasse 36, München, 81825, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Schalten eines Ladevorgangs für einen Energiespeicher (2) eines Kraftfahrzeugs (1), bei dem von einem mobilen Endgerät (6) ein Signal zum Schalten des Ladevorgangs ausgesandt wird und bei dem das Signal zum Schalten des Ladevorgangs vom Kraftfahrzeug (1) empfangen wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , bei dem das Signal zum Schalten des Ladevorgangs verschlüsselt ist und/oder eine Signatur aufweist und bei dem das Signal zum Schalten des Ladevorgangs vom Kraftfahrzeug (1) durch Entschlüsseln und/oder Verifizieren der Signatur authentifiziert wird. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Kraftfahrzeug (1) aufgrund des Signals zum Schalten des Ladevorgangs ein Laden des Energiespeichers (2) startet und/oder beendet. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das mobile Endgerät (6) ein Mobiltelefon, Smartphone und/oder PDA ist. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das mobile Endgerät (6) ein Funkschlüssel ist. 6. Mobiles Endgerät (6) aufweisend ein Eingabemittel (7) und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Signals, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal ein Signal zum Schalten eines Ladevorgangs für einen Energiespeicher (2) eines Kraftfahrzeugs ist, das aufgrund einer Eingabe in das Eingabemittel (7) erzeugbar ist. 7. Mobiles Endgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingabemittel (7) eine Taste ist. 8. Kraftfahrzeug (1) mit einem Energiespeicher (2), für den ein Ladevorgang schaltbar ist, und mit einer Empfangsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsvorrichtung eine Empfangsvorrichtung zum Empfangen eines Signals zum Schalten des Ladevorgangs ist. 9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung ein Umrichter (3) ist oder einen Umrichter (3) steuert. 10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung ein Schütz ist oder einen Schütz steuert. |
Die Erfindung betrifft ein Schalten eines Ladevorgangs für einen
Energiespeicher eines Kraftfahrzeugs.
Es sind Plug-in Hybride und Elektrofahrzeuge bekannt, die von extern geladen werden können. Im Gegensatz zum klassischen Betanken wird hierbei der Ladevorgang nicht an der Ladestation, sondern am Kraftfahrzeug gestartet.
Ein Eingabemittel zum Starten des Ladevorgangs ist dafür ungünstig in einem verschmutzbaren Bereich und/oder einem weit von der Ladebuchse entfernten Bereich anzuordnen.
DE 02008040301 A1 offenbart eine Scheibenheizung, die über einen Sender einschaltbar ist.
DE 102008056209 A1 zeigt eine fernsteuerbare Schließvorrichtung für ein Fahrzeug.
GB 2427103 A beschreibt eine Vorrichtung, die einen Passivschließteil zum Steuern des passiven Schließens des Fahrzeugs und einen Fernsteuerteil zum Steuern des Betriebs von wenigstens einer Fahrzeugfunktion umfassen kann.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, dem Benutzer eines Kraftfahrzeuges mit einem aufladbaren Energiespeicher zu ermöglichen, den Ladevorgang zu starten, ohne sich dabei zu verschmutzen oder in den Innenraum seines Kraftfahrzeugs bewegen zu müssen. Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen
beschriebenen Erfindungen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Bei einem Verfahren zum Schalten des Ladevorgangs für einen
Energiespeicher eines Kraftfahrzeugs wird von einem mobilen Endgerät ein Signal zum Schalten des Ladevorgangs ausgesandt und das Signal zum Schalten des Ladevorgangs vom Kraftfahrzeug empfangen.
Dadurch ist es unnötig, separate Eingabemittel außen am Kraftfahrzeug vorzusehen, sondern das Be- und/oder Entladen des Energiespeichers lässt sich in einfacher Weise vom mobilen Gerät aus steuern, das der Fahrer in seiner Hosen- oder Handtasche mitführen kann.
Das Signal zum Schalten des Ladevorgangs ist bevorzugt verschlüsselt und/oder weist eine Signatur auf. Das Signal zum Schalten des
Ladevorgangs wird dann vom Kraftfahrzeug durch Entschlüsseln und/oder Verifizieren der Signatur authentifiziert. Dadurch wird ein unautorisiertes Ein- oder Ausschalten des Ladevorgangs verhindert. Das Signal zum Schalten des Ladevorgangs ist dann insbesondere ein Signal zum Schalten der Ladeberechtigung.
Beispielsweise nach einer Reihe von Zwischenschritten und bei Vorliegen der entsprechenden Rahmenbedingungen im Kraftfahrzeug und an einer Ladestation startet und/oder beendet das Kraftfahrzeug aufgrund des Signals zum Schalten des Ladevorgangs ein Laden des Energiespeichers.
Das mobile Endgerät kann vorzugsweise ein Mobiltelefon, Smartphone und/oder PDA sein. Dann lassen sich Ladvorgänge beispielsweise über das Internet und/oder ein GSM-Netz steuern.
Besonders bevorzugt ist das mobile Endgerät ein Funkschlüssel, der auch ein Signal zur Benutzungsberechtigung für das Fahrzeug erzeugt. Mit diesem ohnehin mitgeführtem Schlüssel kann der Fahrer dann bequem das Laden starten, ohne sich die Finger an einem in der Nähe des Ladekontakts am Fahrzeug angeordnetem Schalter zu beschmutzen. Dafür ist es in aller Regel unerheblich, dass solche Funkschlüssel eine begrenzte Reichweite haben.
Ein mobiles Endgerät weist ein Eingabemittel und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Signals auf, wobei das Signal ein Signal zum Schalten des Ladevorgangs für einen Energiespeicher eines Kraftfahrzeugs ist, das aufgrund einer Eingabe in das Eingabemittel erzeugbar ist. Das
Eingabemittel ist insbesondere eine Taste.
Ein Kraftfahrzeug weist einen Energiespeicher auf, für den ein Ladevorgang schaltbar ist, eine Empfangsvorrichtung und eine Schaltvorrichtung zum Schalten des Ladevorgangs. Die Empfangsvorrichtung ist eine
Empfangsvorrichtung zum Empfangen eines Signals zum Schalten des Ladevorgangs.
Die Schaltvorrichtung ist vorzugsweise ein Umrichter oder steuert einen Umrichter.
Alternativ oder ergänzend ist die Schaltvorrichtung ein Schütz oder steuert einen Schütz.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Dabei zeigt die Figur ein Kraftfahrzeug und ein mobiles Endgerät.
Das Kraftfahrzeug 1 weist einen Energiespeicher 2 in Form einer
Traktionsbatterie auf. Das Kraftfahrzeug 1 ist insbesondere ein Plug-in Hybrid oder ein Elektrofahrzeug, dessen Antrieb aus dem Energiespeicher 2 mit Antriebsenergie versorgt wird.
Der Energiespeicher 2 lässt sich durch einen Ladevorgang beladen und gegebenenfalls auch entladen. Dazu ist er mit einer Leistungselektronik in Form eines Umrichters 3 verbunden. Der Umrichter 3 ist seinerseits mit einem fahrzeugseitigen Leistungskontakt 4 verbunden, in den ein Ladekabel einer Ladestation 5 gesteckt ist. Mit dem mobilen Endgerät 6 in Form eines Funkschlüssels kann ein Be- und/oder Entladevorgang des Energiespeichers 2 gestartet oder beendet werden. Dazu weist das mobile Endgerät 6 eine Taste 7 auf, die, wenn sie betätigt wird, veranlasst, dass vom mobilen Endgerät 6 ein Signal zum
Einschalten oder Ausschalten des Ladevorgangs ausgesendet wird.
Das Signal zum Schalten des Ladevorgangs wird vom Kraftfahrzeug 1 empfangen und der Ladevorgang wird daraufhin ein- und/oder ausgeschaltet.
