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Title:
SWITCHING DEVICE FOR SWITCHING A CAPACITOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/057914
Kind Code:
A1
Abstract:
Switching device for switching a capacitor with a contactor (2) and an auxiliary switch (1), wherein the auxiliary switch (1) has a movably mounted auxiliary switch contact link (3) and auxiliary switch fixed contacts (4), and the contactor has a movably mounted contactor contact link (6) and contactor fixed contacts (7). In order to improve such a switching device and therefore the reliability of a low‑voltage power supply system, the invention proposes designing the switching device in such a way that, when the contactor (2) is switched on, first the auxiliary switch contact link (3) with the auxiliary switch fixed contacts (4) and thereupon the contactor contact link (6) with the contactor fixed contacts (7) produce a contact intended for electrical connection, wherein the switching device has a disconnecting means (13), which is designed in such a way that once contact has been made between the contactor contact link (6) and the contactor fixed contacts (7), the auxiliary switch contact link (3) is disconnected from the auxiliary switch fixed contacts (4) whilst maintaining this former contact.

Inventors:
STREICH, Bernhard (Asamstr. 1, Amberg, 92224, DE)
Application Number:
EP2010/066620
Publication Date:
May 19, 2011
Filing Date:
November 02, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
STREICH, Bernhard (Asamstr. 1, Amberg, 92224, DE)
International Classes:
H01H9/00; H01H50/54
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 Schaltgerät zum Schalten eines Kondensators mit einem

Schütz (2) und einem Hilfsschalter (1), wobei der Hilfsschal- ter (1) eine beweglich gelagerte Hilfsschalterkontaktbrücke (3) und Hilfsschalterfestkontakte (4) aufweist und das Schütz eine beweglich gelagerte Schützkontaktbrücke (6) und Schütz¬ festkontakte (7) aufweist, wobei das Schaltgerät derart aus¬ gebildet ist, dass bei einem Einschalten des Schützes (2) zu- erst die Hilfsschalterkontaktbrücke (3) mit den Hilfsschal- terfestkontakten (4) und darauf hin die Schützkontaktbrücke (6) mit den Schützfestkontakten (7) eine für eine elektrische Verbindung vorgesehene Kontaktierung herstellen,

wobei das Schaltgerät ein Trennmittel (13) aufweist, welches derart ausgebildet ist, dass nach der Kontaktierung der

Schützkontaktbrücke (6) mit den Schützfestkontakten (7) bei Aufrechterhaltung dieser Kontaktierung die Hilfsschalterkontaktbrücke (3) von den Hilfsschalterfestkontakten (4) getrennt wird.

2. Schaltgerät nach Anspruch 1, wobei der Hilfsschalter (1) einen Hilfsschalterkontaktbrückenträger (5) , welcher die Hilfsschalterkontaktbrücke (3) beweglich lagert, aufweist und das Schütz (2) einen Schützkontaktbrückenträger (8), welcher die Schützkontaktbrücke (6) beweglich lagert, aufweist, wobei der Hilfsschalterkontaktbrückenträger (5) ein erstes Einrastmittel (11) aufweist und über das erste Einrastmittel (11) mit einem zweiten Einrastmittel (12) des Schützkontakt¬ brückenträger (8) verbindbar ist, wobei das Trennmittel (13) dazu ausgebildet ist, die Verbindung des ersten Einrastmit¬ tels (11) mit dem zweiten Einrastmittel (12) zu trennen.

3. Schaltgerät nach Anspruch 2, wobei das Trennmittel (13) eine Schräge aufweist, welche derart angeordnet ist, dass nach dem Kontaktieren des Schützkontaktbrückenträgers (8) mit den Schützfestkontakten (7) der Hilfsschalterkontaktbrückenträger (5) gegen die Schräge bewegt wird, wobei hierdurch ei¬ ne Kraft auf das erste und zweite Einrastmittel (11,12) aus- geübt wird, so dass sich das erste Einrastmittel (11) von dem zweiten Einrastmittel (12) löst.

4. Schaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hilfsschalterkontaktbrücke (5) , vorzugsweise durch eine erste Feder, beweglich im Hilfsschalterkontaktbrückenträger gelagert ist und die Schützkontaktbrücke (6), vorzugsweise durch eine zweite Feder, beweglich im Schützkontaktbrückenträger (8) gelagert ist.

5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei der Hilfsschalterkontaktbrückenträger (5) eine dritte Feder (15) aufweist, welche dazu ausgebildet ist, den Hilfsschalterkon¬ taktbrückenträger (5) in eine Startposition zu bewegen.

6. Schaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hilfsschalterfestkontakte (4) mit den Schützfestkontakten (7) jeweils an ihrem Eingangsbereich und an ihrem Ausgangsbereich mit einem Widerstandsdraht (9) miteinander verbunden sind.

7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Schützkontaktbrückenträger (8) eine vierte Feder (16) aufweist, welche dazu ausgebildet ist, den Schützkontaktbrücken- träger (8) bei einem Öffnen des Schützes (2) in eine Startpo¬ sition zu bewegen, so dass eine Verbindung des ersten Einrastmittels (11) mit dem zweiten Einrastmittel (12) herbeige¬ führt wird.

Description:
Beschreibung

Schaltgerät zum Schalten eines Kondensators Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät zum Schalten eines

Kondensators mit einem Schütz und einem Hilfsschalter, wobei der Hilfsschalter eine beweglich gelagerte Hilfsschalterkon- taktbrücke und Hilfsschalterfestkontakte aufweist und das Schütz eine beweglich gelagerte Schützkontaktbrücke und

Schützfestkontakte aufweist. Beim Kondensatorschalten mit ei ¬ nem Schaltgerät, wie beispielsweise ein Niederspannungs ¬ schaltgerät, wird ein Kondensator bzw. werden Kondensatoren vorzugsweise mittels einer voreilenden Hilfsschalterkontakt- brücke des Hilfsschalters aufgeladen. Hierbei sind die Hilfs- schalterfestkontakte des Hilfsschalters über Widerstandsdräh ¬ te mit den Schützfestkontakten des Schützes verbunden. Dadurch, dass zunächst die Hilfsschalterkontaktbrücke einen elektrischen Kontakt mit den Hilfsschalterfestkontakten herstellt, kann der Strom über die Widerstandsdrähte zu den Schutzfestkontakten fließen, so dass der Kondensator zunächst durch den Hilfsschalter aufgeladen wird. In einem weiteren Schritt kommt es zum elektrischen Kontaktieren der beweglich gelagerten Schützkontaktbrücke des Schützes mit den Schütz ¬ festkontakten. Die Überbrückung erfolgt nun sowohl über die Schützkontaktbrücke als auch über die Hilfsschalterkontakt ¬ brücke. Die an dem Schaltgerät angeschlossenen Kondensatoren können somit sowohl über die Überbrückung der Hilfsschalterkontaktbrücke mit den Hilfsschalterfestkontakten als auch über die Überbrückung der Schützkontaktbrücke mit den Schütz- festkontakten mit Energie versorgt werden. Nach dem Überbrü ¬ cken der Schützfestkontakte durch die Schützkontaktbrücke er ¬ folgt der primäre Energieverlauf über das Schütz.

Nachteilig an einer derartigen Anordnung ist, dass es leicht zu einem Abbrennen der Widerstandsdrähte kommen kann. Dies kann beispielsweise bei einem einseitigen Verschweißen der Hauptkontakte oder bei einem Lebensdauerende der Hilfsschal- terkontakte erfolgen. Ebenso kann es zu einer Beschädigung des Hilfsschalters und unter Umständen des gesamten Schützes kommen .

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schaltge- rät mit einem Hilfsschalter und einem Schütz zu verbessern und somit die Zuverlässigkeit eines Niederspannungsnetzes zu verbessern .

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Vorrich- tung gemäß Anspruch 1, d.h. durch ein Schaltgerät zum Schalten eines Kondensators mit einem Schütz und einem Hilfsschal ¬ ter, wobei der Hilfsschalter eine beweglich gelagerte Hilfs- schalterkontaktbrücke und Hilfsschalterfestkontakte aufweist und das Schütz eine beweglich gelagerte Schützkontaktbrücke und Schützfestkontakte aufweist, wobei das Schaltgerät derart ausgebildet ist, dass bei einem Einschalten des Schützes zu ¬ erst die Hilfsschalterkontaktbrücke mit den Hilfsschalter- festkontakten und darauf hin die Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten eine für eine elektrische Verbindung vor- gesehene Kontaktierung herstellen, wobei das Schaltgerät ein Trennmittel aufweist, welches derart ausgebildet ist, dass nach der Kontaktierung der Schützkontaktbrücke mit den

Schützfestkontakten bei Aufrechterhaltung dieser Kontaktierung die Hilfsschalterkontaktbrücke von den Hilfsschalter- festkontakten getrennt wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 7 angegeben. Bei dem erfindungsgemäßen Schaltgerät sind vorzugsweise die

Hilfsschalterfestkontakte mit den Schützfestkontakten jeweils an ihrem Eingangsbereich und an ihrem Ausgangsbereich mit einem Widerstandsdraht miteinander verbunden. Dadurch, dass bei einem Schließen/Einschalten des Schützes zuerst die Hilfs- schalterkontaktbrücke mit den Hilfsschalterfestkontakten eine elektrische Verbindung herstellt, wird ein an das Schaltgerät angeschlossener Kondensator zunächst über den Hilfsschalter aufgeladen. In einem daran anschließenden Schritt erfolgt die elektrische Kontaktierung der Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten. Der Kondensator wird nun über die durch die Schützkontaktbrücke hergestellte elektrische Verbindung von dem Schütz aufgeladen.

Dadurch, dass zunächst der Kondensator über den Hilfsschalter aufgeladen wird und anschließend über das Schütz, erfolgt ein vorteilhaftes schrittweises Aufladen des Kondensators. Ab der Kontaktierung der Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten erfolgt die Energieversorgung primär über das Schütz. Damit während der elektrischen Energieversorgung des Kondensators über das Schütz der Hilfsschalter geschont wird, erfolgt über das Trennmittel ein Trennen der elektrischen Kon- taktierung zwischen der Hilfsschalterkontaktbrücke und den

Hilfsschalterfestkontakten . Folglich erfolgt die Energieversorgung des Kondensators lediglich über das Schütz.

Der Vorteil hierbei besteht darin, dass es nicht mehr zu ei- ner unerwünschten Belastung des Hilfsschalters kommen kann. Die Lebensdauer des Hilfsschalters kann hierdurch enorm verlängert werden. Ferner kann insbesondere bei einem Einsatz von Widerstandsdrähten deren Lebensdauer stark verlängert werden. Ein Abbrennen der Widerstandsdrähte kann durch das Trennen der elektrischen Energieversorgung des Kondensators über den Hilfsschalter vorzugsweise unmittelbar nach der Kontaktierung der Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten verhindert werden. Kommt es nun beispielsweise zu einem einseitigen Verschweißen der Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten, so wird der Stromfluss nicht über den

Hilfsschalter geleitet und es kann folglich zu keiner Beschädigung des Hilfsschalters bzw. der Widerstandsdrähte kommen.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Hilfsschalter einen Hilfsschalterkontaktbrückenträger, welcher die Hilfsschalterkontaktbrücke beweglich lagert, und das Schütz einen Schützkontaktbrückenträger, welcher die Schützkontaktbrücke beweglich lagert, auf, wobei der Hilfs- schalterkontaktbrückenträger ein erstes Einrastmittel aufweist und über das erste Einrastmittel mit einem zweiten Ein ¬ rastmittel des Schützkontaktbrückenträger verbindbar ist, wobei das Trennmittel dazu ausgebildet ist, die Verbindung des ersten Einrastmittels mit dem zweiten Einrastmittel zu tren ¬ nen .

Dadurch, dass der Schützkontaktbrückenträger mit den Hilfs- schalterkontaktbrückenträger über das zweite Einrastmittel verbunden ist, wird der Hilfsschalterkontaktbrückenträger bei einem Einschalten des Schützes mit in die Bewegungsrichtung des Schützkontaktbrückenträgers bewegt. Da die Hilfsschalter- kontaktbrücke in dem Hilfsschalterkontaktbrückenträger beweglich gelagert ist und die Schützkontaktbrücke in dem Schütz- kontaktbrückenträger beweglich gelagert ist, kann der Hilfs- schalterkontaktbrückenträger sowie der Schützkontaktbrückenträger sowohl bei einer Kontaktierung der Hilfsschalterkon- taktbrücke mit den Hilfsschalterfestkontakten als auch bei einer Kontaktierung der Schützkontaktbrücke mit den Schütz- festkontakten die eingeschlagene Bewegung fortsetzen, obwohl bereits eine elektrische Kontaktierung zwischen den Festkontakten und den Kontaktbrücken vorliegt. Ebenso ist es mög ¬ lich, dass zunächst ein Schließen der Hilfsschalterkontakt- brücke mit den Hilfsschalterfestkontakten erfolgt und darauf- hin ein Schließen der Schützkontaktbrücke mit den Schützfest ¬ kontakten erfolgt. Nachdem beide Kontaktbrücken mit den Festkontakten eine elektrische Verbindung hergestellt haben und somit ein schrittweises Aufladen des Kondensators erfolgte, kann durch das Trennmittel eine Trennung des ersten Einrast- mittels von dem zweiten Einrastmittel erfolgen. Hierfür kann vorzugsweise eine noch zur Verfügung stehende Bewegungsfrei ¬ heit des Kontaktbrückenträgers ausgenutzt werden, so dass beispielsweise durch ein Fortfahren der Bewegung des Kontaktbrückenträgers gegen das Trennmittel eine Gegenkraft erzeugt wird, so dass ein Lösen des ersten Einrastmittels von dem zweiten Einrastmittel erfolgt. Ebenso ist es denkbar, dass durch einen aktiven Schritt des Trennmittels ein Lösen des ersten Einrastmittels von dem zweiten Einrastmittel erfolgt. Sobald das erste Einrastmittel nicht mehr mit dem zweiten Einrastmittel verbunden ist wird der Hilfsschalterkontaktbrü- ckenträger, vorzugsweise durch eine dritte Feder in die

Startposition (ausgeschaltetes Schütz) bewegt. Die Hilfs- schalterkontaktbrücke löst somit die Kontaktierung zu dem Hilfsschalterfestkontakt und die elektrische Kontaktie- rung/Überbrückung durch den Hilfsschalter wird unterbrochen. Folglich liegt nur noch eine elektrische Kontaktierung des Kondensators über das Schütz vor und der Hilfsschalter sowie der Widerstandsdraht werden geschont.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Trennmittel eine Schräge auf, welche derart ange ¬ ordnet ist, dass nach dem Kontaktieren des Schützkontaktbrü- ckenträgers mit den Schützfestkontakten der Hilfsschalterkon- taktbrückenträger gegen die Schräge bewegt wird, wobei hierdurch eine Kraft auf das erste und zweite Einrastmittel aus ¬ geübt wird, so dass sich das erste Einrastmittel von dem zweiten Einrastmittel löst.

Bei einem Einschalten des Schützes werden der Schützkontakt ¬ brückenträger und der mit ihm verbundene Hilfsschalterkon- taktbrückenträger bewegt. Durch eine entsprechende Dimensio ¬ nierung des Hilfsschalterkontaktbrückenträgers und des

Schützkontaktbrückenträgers kann insbesondere der Hilfsschal- terkontaktbrückenträger bei dieser Bewegung gegen eine Schräge bewegt werden. Die hierdurch resultierende Gegenkraft führt nun dazu, dass die Verbindung des ersten und zweiten Einrastmittels gelöst wird. Ebenso ist es denkbar, dass an- stelle einer Schräge der Hilfsschalterkontaktbrückenträger gegen einen Absatz fährt und somit ein Lösen des Hilfsschal- terkontaktbrückenträgers von dem Schützkontaktbrückenträger erfolgt. Das Lösen der Verbindung des ersten und zweiten Einrastmittels sollte hierbei erst nach einer elektrischen Kon- taktierung der Schützkontaktbrücke mit den Schützfestkontakten erfolgen. Auf diese Weise erfolgt ein schrittweises Auf ¬ laden des Kondensators, wobei nach erfolgtem schrittweisen Aufladen die elektrische Überbrückung des Hilfsschalters durch das Trennen des ersten Einrastmittels von dem zweiten Einrastmittel gelöst wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Hilfsschalterkontaktbrücke, vorzugsweise durch eine erste Feder, beweglich im Hilfsschalterkontaktbrückenträger gelagert und die Schützkontaktbrücke, vorzugsweise durch eine zweite Feder, beweglich im Schützkontaktbrückenträger gelagert .

Hierdurch kann ein zeitlich versetztes Kontaktieren der

Hilfsschalterkontaktbrücke gegenüber der Schützkontaktbrücke erfolgen. Ferner ist es möglich, dass nach erfolgter Kontak- tierung beider Kontaktbrücken der Hilfsschalterkontaktbrü- ckenträger sowie der Schützkontaktbrückenträger weiterhin in die durch das Schließen des Schützes eingeschlagene Bewe ¬ gungsrichtung bewegt werden kann.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Hilfsschalterkontaktbrückenträger eine dritte Feder auf, welche dazu ausgebildet ist den Hilfsschalterkontaktbrü ¬ ckenträger in eine Startposition zu bewegen.

Hierbei ist vorzugsweise die dritte Feder derart anzuordnen, dass sie den Hilfsschalterkontaktbrückenträger in die Startposition drückt bzw. zieht. Erfolgt ein Schließen/Einschalten des Schützes so wird der Hilfsschalterkontaktbrückenträger von der Startposition wegbewegt und die dritte Feder wird mit Energie beaufschlagt. Durch ein Trennen des zweiten Einrast- mittels von dem ersten Einrastmittel wird der Hilfsschalterkontaktbrückenträger durch die dritte Feder folglich wieder in die Startposition bewegt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Hilfsschalterfestkontakte mit Schützfestkontakten jeweils an ihrem Eingangsbereich und an ihrem Ausgangsbereich mit einem Widerstandsdraht miteinander verbunden. Auf diese Weise kann der Kondensator bereits durch Schließen der Hilfsschalterkontaktbrücke mit den Hilfsschalterfestkon- takten aufgeladen werden. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Schützkontaktbrückenträger eine vierte Feder auf, welche dazu ausgebildet ist, den Schützkontaktbrückenträger bei einem Öffnen des Schützes in eine Startposition zu bewegen, so dass eine Verbindung des ersten Einrastmittels mit dem zweiten Einrastmittel herbeigeführt wird.

Durch das Einschalten des Schützes wird die vierte Feder vor ¬ zugsweise mit einer Kraft beaufschlagt. Kommt es nun zu einem Öffnen des Schützes so wird der Schützkontaktbrückenträger in die Startposition zurückbewegt. Hierbei kommt es zu einer

Kontaktierung des Schützkontaktbrückenträgers mit dem Hilfs- schalterkontaktbrückenträger derart, dass das zweite Einrast ¬ mittel in das erste Einrastmittel einrastet und eine Verbin ¬ dung herbeigeführt ist. Die Verbindung des ersten Einrastmit- tels mit dem zweiten Einrastmittel wird vorzugsweise durch eine Rast-/Schnappverbindung realisiert. Hierbei wird bei ¬ spielsweise durch die vierte Feder die Rastnase (zweites Ein ¬ rastmittel) des Schützkontaktbrückenträgers in die dafür vor ¬ gesehene Rastnasenöffnung (erstes Einrastmittel) des Hilfs- schalterkontaktbrückenträgers gedrückt, so dass eine mechani ¬ sche Verbindung herbeigeführt wird.

Im Folgenden werden die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungs- beispiele der Erfindung näher beschrieben und erläutert. Es zeigen :

FIG 1 Eine schematische Darstellung eines Schaltgerätes zum

Schalten eines Kondensators im geöffneten Zustand, FIG 2 eine schematische Darstellung eines Schaltgerätes aus

FIG 1 während eines Schließprozesses des Schützes, und

FIG 3 eine schematische Darstellung eines Schalters aus

FIG 1 und FIG 2, bei welchem ein Lösen des Hilfsschal- terkontaktbrückenträgers von dem Schützkontaktbrückenträger stattgefunden hat.

FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Schaltgerätes zum Schalten eines Kondensators im geöffneten Zustand. Das Schaltgerät weist einen Hilfsschalter 1 sowie ein Schütz 2 auf. Der Hilfsschalter 1 ist hierbei auf das Schütz 2 aufge ¬ setzt. Der Hilfsschalter 1 besteht aus zwei Hilfsschalter- festkontakten 4 und einem Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5, welcher eine Hilfsschalterkontaktbrücke 3 beweglich la ¬ gert. Der Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5 ist über eine mit Zugkraft beaufschlagte dritte Feder 15 verbunden. Der Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5 weist ferner ein erstes Einrastmittel 11 auf. Das Schütz besteht aus zwei Schützfest- kontakten 7 und einem Schützkontaktbrückenträger 8, welcher eine Schützkontaktbrücke 6 beweglich lagert. Der Schützkon ¬ taktbrückenträger 8 weist ferner ein zweites Einrastmittel 12 auf. Der Schützkontaktbrückenträger 8 ist mit einer mit

Druckkraft beaufschlagten vierten Feder 16 verbunden.

Die Eingangsseite des Hilfsschalterfestkontakts 4 ist über einen Widerstandsdraht 9 mit der Eingangsseite des Schütz ¬ festkontakts 7 verbunden. Die Ausgangsseite des Hilfsschal- terfestkontakts 4 ist über einen Widerstandsdraht 9 mit der Ausgangsseite des Schützfestkontakts 7 verbunden. Der Schütz ¬ kontaktbrückenträger 8 ist durch sein zweites Einrastmittel 12 mit dem ersten Einrastmittel 11 des Hilfsschalterkontakt- brückenträgers 5 mechanisch verbunden. Diese mechanische Ver ¬ bindung 10 kann durch Aufbringen einer vordefinierten Kraft ohne mechanische Beschädigung gelöst werden. Das Schütz 2 weist hierbei ein Trennmittel 13 auf. Dieses Trennmittel 13 ist dafür vorgesehen, dass es die mechanische Verbindung 10 zwischen dem ersten Einrastmittel 11 und dem zweiten Einrastmittel 12 löst. Das Trennmittel 13 weist hierfür eine Schräge auf, auf die der Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5 bei einem Einschalten/Schließen des Schützes 2 bewegt wird. Da der Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5 mit dem Schützkontaktbrückenträger 8 miteinander verbunden ist, werden bei einem Ein- schalten des Schützes 2 beide Kontaktbrückenträger 5, 8 in Richtung des Richtungspfeils 14 bewegt.

Der in der FIG 1 gezeigte Zustand des Schaltgerätes stellt den Startzustand des Schaltgerätes dar. Hierbei ist das

Schütz 2 ausgeschaltet bzw. geöffnet.

FIG 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Schaltgerätes aus FIG 1 während eines Schließprozesses des Schützes 2. Bei einem Einschalten des Schützes 2 bewegt der Schützkontaktbrü ¬ ckenträger 8 die Schützkontaktbrücke 6 in Richtung der

Schützfestkontakte 7 und über die mechanische Verbindung 10 ebenso den Hilfsschalterkontaktbrückenträger 5 und somit die Hilfsschalterkontaktbrücke 3 in Richtung der Hilfsschalter- festkontakte 4. Die Bewegungsrichtung des Schützkontaktbrü ¬ ckenträgers 8 sowie des Hilfsschalterkontaktbrückenträgers 5 wird durch den Richtungspfeil 14 angegeben. Bei diesem

Schließvorgang stellt zuerst die Hilfsschalterkontaktbrücke 3 mit den Hilfsschalterfestkontakten 4 einen elektrischen Kon- takt her. Der an das Schaltgerät angeschlossene Kondensator wird somit über den Hilfsschalter 1 aufgeladen. Da jeweils ein Widerstandsdraht 9 an dem Schützfestkontakt 7 angeschlos ¬ sen ist kann eine elektrische Überbrückung durch den Hilfsschalter 1 erfolgen. Durch das Fortfahren der Bewegung des Schützkontaktbrückenträgers 8 stellt letztendlich auch die Schützkontaktbrücke 6 mit den Schützfestkontakten 7 einen elektrischen Kontakt her. Das Aufladen des Kondensators erfolgt folglich über das Schütz 2. Durch die Bewegung des Hilfsschalterkontaktbrückenträgers 5 sowie des Schützkontakt- brückenträgers 8 wird die Zugkraft der dritten Feder 15 ver ¬ größert und die Rückdruckkraft der vierten Feder 16 ebenso vergrößert .

Durch ein Fortfahren der Bewegung des Schützkontaktbrücken- trägers 8 in Richtung des Bewegungspfeils 14 wird der Hilfs- schalterkontaktbrückenträger 5 gegen das Trennmittel 13 bewegt. Durch die weitere Bewegung des Schützkontaktbrückenträ ¬ gers 8 in Richtung des Bewegungspfeils 14 wird die Kraft des Trennmittels 13 gegenüber den Hilfsschalterkontaktbrückenträ- ger 5 vergrößert, bis die mechanische Verbindung 10 zwischen dem ersten Einrastmittel 11 und dem zweiten Einrastmittel 12 gelöst wird. Das Lösen der mechanischen Verbindung 10 erfolgt erst nach dem ein elektrisches Kontaktieren der Schützkontaktbrücke 6 mit den Schützfestkontakten 7 stattgefunden hat. Durch die Zugkraft der dritten Feder 15 wird nun der Hilfs- schalterkontaktbrückenträger 5 in den Startzustand zurückbewegt. Die Hilfsschalterkontaktbrücke 3 löst folglich die Kon- taktierung mit den Hilfsschalterfestkontakten 4 und die elektrische Kontaktierung zwischen den Hilfsschalterfestkontakten 4 wird unterbrochen.

FIG 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Schalters aus FIG 1 bzw. FIG 2, bei welchem ein Lösen des Hilfsschalterkon- taktbrückenträgers 5 von dem Schützkontaktbrückenträger 8 stattgefunden hat. Der an das Schaltgerät angeschlossene Kon ¬ densator wird hierbei lediglich über das Schütz 2 aufgeladen. Erst nach einem Öffnen/Ausschalten des Schützes 2 wird der Schützkontaktbrückenträger 8 durch die mit Kraft beaufschlagte vierte Feder 16 in den Startzustand zurückbewegt. Hierbei wird das zweite Einrastmittel 12 wieder in das erste Einrast ¬ mittel 11 eingerastet, so dass eine mechanische Verbindung hergestellt wird. Das Einrastmittel 11,12 kann beispielsweise durch eine Rast-/Schnappverbindung realisiert werden.

Der Vorteil eines derartigen Schaltgerätes besteht darin, dass der Hilfsschalter 1 für ein schrittweises Aufladen eines Kondensators verwendet werden kann und nach erfolgtem Aufla- den bzw. Schließen der Schützfestkontakte 7 durch die Schützkontaktbrücke 6 der Hilfsschalter 1 von dem vorliegenden Stromkreislauf getrennt wird, so dass weder eine Beschädigung des Hilfsschalters 1 noch eine Beschädigung der Widerstands ¬ drähte 9 erfolgen kann. Die Lebensdauer dieser Komponenten wird folglich verlängert und ein Wartungszyklus kann verlän ¬ gert bzw. eingespart werden.