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Patent Searching and Data


Title:
SWITCHING KINEMATICS FOR VACUUM INTERRUPTERS AND METHOD FOR ADAPTING A KEEP-OPEN TORQUE TRANSMITTED TO A SWITCH SHAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192687
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switching kinematics for vacuum interrupters of a switch, in particular for low-voltage, medium-voltage and high-voltage installations, and a method for adapting a keep-open torque transmitted to a switch shaft in a switching kinematics, in particular for low-voltage, medium-voltage and high-voltage installations.

Inventors:
AWATE, Dhananjay (203 Bldg No.1, Neelkmal Society Mahalaxmi Nagar, Nere, New Panvel, Rajgarh 6, 401206, IN)
KNABE, Thomas (Kesselstr. 2, Berlin, 12307, DE)
LAST, Philipp (Goßlerstraße 18, Berlin, 12161, DE)
MEYER, Philipp (Schwartzkopffstrasse 19, Berlin, 10115, DE)
SHELAR, Namitkumar (423501, IN)
SHRIVASTAVA, Saurabh (Flat No 704, Wing No. A3Coral Heights,Ghodbunder Road, Thane 7, 400607, IN)
SIGUSCH, Claudia (Buhrowstr. 20 A, Berlin, 12167, DE)
Application Number:
EP2018/058596
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
April 04, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
H01H3/46; H01H33/40; H01H33/666
Foreign References:
US1938408A1933-12-05
DE2717958A11978-10-26
US5286936A1994-02-15
JPH06231656A1994-08-19
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Schaltkinematik (10) für Vakuumschaltröhren (5) eines Schalters (1), mit einem Antrieb, einer Einschaltfeder (20), einer ersten Schaltkulisse (30), die um eine erste Achse (40) drehbar angeordnet ist, einem ersten Schalthebel (50), auf den die erste Schaltkulisse (30) wirkt, einer Schalterwelle (470), die mit dem ersten Schalthebel (50) fest verbunden ist und einer Offenhaltefeder (190), die auf die Schalterwelle (470) wirkt, wobei die Vakuumschaltröhre (5) mindestens zwei Schaltkontakte aufweist, von denen mindestens einer ein Be wegkontakt ist, und die Vakuumschaltröhre (5) zwischen einer ersten Position, in der die Schaltkontakte der Vakuumschalt röhre (5) voneinander getrennt sind, und einer zweiten Posi tion, in der die Schaltkontakte miteinander in Kontakt sind, überführbar ist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Offenhaltefeder (190) über ein Kurbelelement (490) und ein Übertragungsglied (480) mit der Schalterwelle (470) ver bunden ist, und

die Offenhaltefeder (190) über das Übertragungsglied (480) und die Schalterwelle (470) auf den ersten Schalthebel (50) wirkt und so an dem Schalthebel (50) nicht direkt angreift.

2. Schaltkinematik (10) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Übertragungsglied (480) derart ausgelegt ist, dass das Übertragungsglied (480) ein Offenhaltemoment TOHF der Offen- haltefeder (190) auf die Schalterwelle (470) umso weiter sinkt, je weiter sich die Schaltkontakte der Vakuumschaltröh- re (5) der zweiten Position annähern.

3. Schaltkinematik (10) nach Anspruch 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Offenhaltemoment T0HF der Offenhaltefeder (190), das auf die Schalterwelle (470) wirkt, in der ersten Position der Va- kuumschaltröhre (5) größer null ist und in der zweiten Posi tion nicht kleiner als null ist.

4. Schaltkinematik (10) nach Anspruch 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Offenhaltemoment T0HF der Offenhaltefeder (190), das auf die Schalterwelle (470) wirkt in der ersten Position der Va- kuumschaltröhre (5) größer null ist und in der zweiten Posi tion kleiner als null ist.

5. Schaltkinematik (10) nach einem der vorstehenden Ansprü che,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Offenhaltefeder (190) an einem Kurbelelement (490) befes tigt ist, und

das Kurbelelement (490) zwischen dem Übertragungsglied (480) und einem Befestigungselement (400) beweglich angeordnet ist.

6. Schaltkinematik (10) nach Anspruch 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Kurbelelement (490) ein beweglich angeordnetes Ablenkele ment (510) aufweist,

das Übertragungsglied (480) beweglich mit einer Übersetzungs kurbel (610) verbunden ist, die Übersetzungskurbel (610) wie derum beweglich mit dem Befestigungselement (400) verbunden ist, und

das die Offenhaltefeder (190) über das Ablenkelement (510) auf Übersetzungskurbel (610) wirkt und so das Offenhaltemo ment TOHF auf das Übertragungsglied (480) überträgt.

7. Schaltkinematik (10) nach Anspruch 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s eine Änderung der Form der Übersetzungskurbel (610) eine Än derung des über das Übertragungsglied (480) übertagenden Of- fenhaltemomentes auf die Schalterwelle (470) bewirkt.

8. Verfahren zum Anpassen eines auf eine Schalterwelle (470) übertragenen Offenhaltemomentes T0HF

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s bei einer Schaltkinematik (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 das Übertragungsglied (480) und/oder die Übersetzungs kurbel (610) an die Anforderungen des jeweiligen Schalters (1) angepasst werden.

Description:
Beschreibung

Schaltkinematik für Vakuumschaltröhren und Verfahren zum An passen eines auf eine Schalterwelle übertragenen Offenhal- temomentes

Die Erfindung betrifft eine Schaltkinematik für Vakuumschalt röhren eines Schalters, insbesondere für Niederspannungs- , Mittelspannungs- und Hochspannungsanlagen, und ein Verfahren zum Anpassen eines auf eine Schalterwelle übertragenen Offen- haltemomentes bei einer Schaltkinematik, insbesondere für Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungsanlagen.

Im Bereich der Mittelspannungen und der Hochspannungen, aber auch der Niederspannungen, sind Leistungsschalter bekannt, die Vakuumschaltröhren verwenden. Bei diesen Leistungsschal tern sind die Schaltkontakte aller, zumeist drei Phasen in jeweils einer Vakuumröhre angeordnet. Durch den die Röhre um gebenden Atmosphärendruck wird dauerhaft eine Schließkraft F Vi auf die Röhre ausgeübt, so dass der Schalter ohne weitere Vorkehrungen automatisch schließt. Um solche Vakuumschalter sicher in der geöffneten Position halten zu können, muss eine kompensierende Gegenkraft aufgebracht werden, die größer ist als die durch den Atmosphärendruck erzeugte Schließkräfte F Vi aller Röhren im Schalter. Typischerweise wird dazu in einem Schaltgerät eine einzelne Feder, die sogenannten Offenhalte- feder, eingesetzt. Diese eine Offenhaltefeder bewirkt ein Mo ment, insbesondere ein Drehmoment, T 0 HF auf die Schalterwelle des jeweiligen Schaltgerätes. Diese Schalterwelle bedient als Zentralwelle gleichzeitig alle Pole, sprich Phasen und Vaku- umschaltröhren .

In der ausgeschalteten Position der Vakuumschaltröhre, also der Position, in der die Schaltkontakte der Vakuumschaltröhre voneinander getrennt sind, gilt, dass das öffnende Drehmoment auf die Schalterwelle größer oder mindestens gleich dem Dreh moment auf die Schalterwelle sein muss, die durch die Schließkräfte F Vi aller Vakuumschaltröhren erzeugt wird, so dass die Pole, zumeist drei, des Schaltgerätes offen gehalten werden. Beim Schließen der Schaltkontakte der Vakuumschalt röhren des Schalters wird die Schalterwelle aus der ausge schalteten Stellung um einen Winkel cp EiN gedreht. Während die ser Einschaltbewegung der Vakuumschaltröhre wird die auf die Schaltwelle wirkende Offenhaltefeder weiter gespannt. Es wird also während der Einschaltbewegung eine Energiemenge E 0 HF in die Offenhaltefeder gespeichert. Der Antrieb des Vakuumschal ters muss also zusätzlich zu sonstigen Energien (z.B.: die Energie zum Komprimieren der Kontaktdruckfedern) auch die Energie E 0 HF bereitstellen .

Im Stand der Technik werden daher für unterschiedliche Vaku- umschaltröhren mit unterschiedlich großen Schließkräften un terschiedliche Schaltkinematiken mit unterschiedlichen Offen- haltefedern verwendet. Dies führt in der Praxis dazu, dass es eine große Vielfalt an Kombinationen von Vakuumschaltröhren, Schaltkinematiken und/oder Antrieben für die Schalter gibt. Dies wiederum führt zu einer großen Varianz, schlechten Kos tenposition und zu längeren Entwicklungszeiten für neue oder geänderte Schaltgeräte.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, die bekannten Nachteile aus dem Stand der Technik zu beheben.

Gelöst wird diese Aufgabe durch den unabhängigen Anspruch 1 und die von diesem abhängigen Ansprüche.

Ein Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Schaltkinematik für Vakuumschaltröhren eines Schalters, insbesondere für Nie- derspannungs- , Mittelspannungs- und Hochspannungsanlagen, mit einem Antrieb, einer Einschaltfeder , einer ersten Schaltku lisse, die um eine erste Achse drehbar angeordnet ist, einem ersten Schalthebel, auf den die erste Schaltkulisse wirkt, einer Schalterwelle, die mit dem ersten Schalthebel fest ver bunden ist und einer Offenhaltefeder, die auf die Schalter- welle wirkt, wobei die Vakuumschaltröhre mindestens zwei Schaltkontakte aufweist, von denen mindestens einer ein Be wegkontakt ist, und die Vakuumschaltröhre zwischen einer ers ten Position, in der die Schaltkontakte der Vakuumschaltröhre voneinander getrennt sind, und einer zweiten Position, in der die Schaltkontakte miteinander in Kontakt sind, überführbar ist, wobei die Offenhaltefeder über ein Kurbelelement und ein Übertragungsglied mit der Schalterwelle verbunden ist, und die Offenhaltefeder über das Übertragungsglied und die Schal terwelle auf den ersten Schalthebel wirkt und so an dem

Schalthebel nicht direkt angreift.

Durch die Verlagerung der Offenhaltefeder und deren Ankopp lung über ein Übertragungsglied an die Schaltwelle ist eine Optimierung der Offenhaltefeder bei gleichzeitiger Vereinfa chung der Anpassung an unterschiedliche Vakuumschaltröhren und Verringerung des notwendigen Energieaufwandes beim Span nen der Feder erreichbar. Die Ankoppelung über das Übertra gungsglied stellt einen zusätzlichen Übertragungsmechanismus dar, der auf den ersten Blick aufwendiger erscheint. Die Schaltkinematik bezieht sich hier auf die mechanischen Be standteile des Schalters, die die Schaltbewegung auf die Va- kuumschaltröhre übertragen und den Antrieb des Schalters, al so auch zum Spannen der Federn.

Bevorzugt wird, dass das Übertragungsglied derart ausgelegt ist, dass das Übertragungsglied ein Offenhaltemoment T 0 HF der Offenhaltefeder auf die Schalterwelle umso weiter sinkt, je weiter sich die Schaltkontakte der Vakuumschaltröhre der zweiten Position annähern.

Auch wird bevorzugt, dass das Offenhaltemoment T 0 HF der Offen- haltefeder, das auf die Schalterwelle wirkt, in der ersten Position der Vakuumschaltröhre größer null ist und in der zweiten Position nicht kleiner als null ist und weiter bevor zugt in der zweiten Position kleiner ist als in der ersten Position . Weiter wird bevorzugt, dass das Offenhaltemoment T 0 HF der Of- fenhaltefeder, das auf die Schalterwelle wirkt, in der ersten Position der Vakuumschaltröhre größer null ist und in der zweiten Position kleiner als null ist. Diese Anordnung erfor dert das Durchfahren durch eine Streckposition von einem Schalterwellenhebel, also dem Angriffspunkt an dem das Über tragungsglied über einen Hebel auf die Schalterwelle wirkt, und Übertragungsglied, was insbesondere, aber nicht notwendi gerweise, durch Ausnutzung von Dynamischen Effekten, wie der Trägheit, möglich ist.

Bevorzugt wird, dass die Offenhaltefeder an einem Kurbelele ment befestigt ist, und das Kurbelelement zwischen dem Über tragungsglied und einem Befestigungselement angeordnet beweg lich ist.

Auch wird bevorzugt, dass das Kurbelelement ein beweglich an geordnetes Ablenkelement aufweist, das Übertragungsglied be weglich mit einer Übersetzungskurbel verbunden ist, die Über setzungskurbel wiederum beweglich mit dem Befestigungselement verbunden ist, und das die Offenhaltefeder über das Ablen kelement auf Übersetzungskurbel wirkt und so das Offenhal- temoment T 0 HF auf das Übertragungsglied überträgt.

Eine derartige Schaltkinematik ermöglicht eine einfache und kostengünstige Anpassung der Schaltkinematik an unterschied liche Anforderungen von Vakuumschaltröhren und Antrieb.

Weiter wird bevorzugt, dass eine Änderung der Form der Über setzungskurbel eine Änderung des über das Übertragungsglied übertagenden Offenhaltemomentes auf die Schalterwelle be wirkt .

Bevorzugt wird weiter ein Schalter mit einer oder mehr

Schaltkinematiken nach einer der vorstehenden Ausführungen, insbesondere mit einer oder mehr Vakuumschaltröhren. Ein Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Verfahren zum Anpassen eines auf eine Schalterwelle übertragenen Offenhal- temomentes T 0 HF, wobei bei einer Schaltkinematik gemäß einer der vorstehenden Ausführungen das Übertragungsglied und/oder die Übersetzungskurbel an die Anforderungen des jeweiligen Schalters angepasst werden

Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von Figuren näher erläutert:

Figur 1 : Schematische Darstellung der kinematischen

Kette eines Schalters mit Vakuumröhren;

Figur 2 : Beispielhafte Darstellung eines Schalters mit drei Vakuumschaltröhren zum Schalten von drei Phasen;

Figur 3 : Schematische Darstellung einer erfindungsgemä ßen Schaltkinematik mit einem Übertragungs glied;

Figur 4 : Erfindungsgemäße Schaltkinematik mit einem

Übertragungsglied und einer Übersetzungskur bel;

Figur 5 : Graphische Darstellung des Drehmomentes T 0 HF in

Abhängigkeit des Drehwinkels cp der Schaltwel le;

Figur 6: Exemplarische Darstellung des Drehmomentes T 0 HF verschiedener Übertragungsmechanismen in Ab hängigkeit des Drehwinkels cp der Schaltwelle; .

Die Figur 1 zeigt schematisch eine Schaltkinematik aus dem Stand der Technik für ein Schaltgerät mit Vakuumschaltröhren 5. Nicht dargestellt ist der Antrieb zum Spannen der Ein schaltfeder 20. Die Einschaltfeder 20 wirkt bei dieser

Schaltkinematik auf eine erste Schaltkulisse 30, die um eine erste Achse 40 drehbar gelagert ist. Diese erste Schaltkulis se 30 wirkt über eine Rolle 60 auf einen ersten Schalthebel 50. Der erste Schalthebel 50 ist an einer Schalterwelle 70 drehbar gelagert. Desweiteren wirkt am Punkt 52 des ersten Schalthebels 50 die Offenhaltefeder 90 über den ersten

Schalthebel 50 auf die Schaltwelle 70. Am Punkt 54 des ersten Schalthebels 50 ist der Abzweig mit der Kontaktdruckfeder 80 angeordnet, der wiederum am Punkt 100 mit der Schaltwippe 105 verbunden ist. Die Schaltwippe 105 ist an der Achse 110 dreh bar gelagert. Am Punkt 120 der Schaltwippe 105 wird in der Kulisse 130 die Bewegung auf den Bewegkontakt der Vakuum schaltröhre 5 umgeleitet. Der Pfeil 6 zeigt die Richtung der Schließkraft F Vi an. Der Pfeil 91 zeigt die Richtung des Drehmomentes T 0 HF der Offenhaltefeder an. Der Pfeil 92 zeigt die Richtung an, in die die Offenhaltefeder 90 auf den ersten Schalthebel 50 wirkt.

Die Figur 2 zeigt ein Beispiel für einen Schalter 1 für drei Phasen mit drei Vakuumschaltröhren 5.

Die Figur 3 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Schaltku lisse 10. Der Übersichtlichkeit halber zeigt die Darstellung nur die Schalterwelle 470 und diejenigen Komponenten der Schaltkinematik 10, die die Federkraft der Offenhaltefeder 190 auf die Schalterwelle 470 übertragen. Die Offenhaltefeder 190 wird an einer Seite 195 im Schalter 1 befestigt. Die Of- fenhaltefeder 190 wirkt mit ihrer anderen Seite auf Kur belelement 490 und über dieses auf ein Übertragungsglied 480, das mit der Schaltwelle 470 verbunden ist. Das Kurbelelement 490 ist mit einem Befestigungselement 400 am Schalter 1 be festigt. Die Verbindung mit der Schalterwelle 470 kann über ein nicht gezeigtes, fest mit der Schalterwelle 470 verbunde nes Hebelelement erfolgen, mit dem das Übertragungsglied 480 gelenkig und/oder beweglich verbunden ist.

Die Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer er findungsgemäßen Schaltkinematik 10. Auch bei diesem Ausfüh rungsbeispiel ist die Offenhaltefeder 190 mit einer Seite 195 an dem Schalter befestigt. Das andere Ende der Offenhaltefe- der 190 greift am Kurbelelement 490 an. Das Kurbelelement 490 wiederum ist drehbar mit dem Befestigungselement 400 verbun den. Außerdem verfügt das Kurbelelement 490 über ein Ablen kelement 510, hier bevorzugt eine Rolle, die wiederum auf ei ne Übersetzungskurbel 610 wirkt, die ebenfalls am Befesti gungselement 400 drehbar befestigt ist. An der Übersetzungs kurbel 610 ist das Übertragungsglied 480 befestigt, dessen andere Seite an der Schalterwelle 470 befestigt ist und so die Federkrafft der Offenhaltefeder 190 als Drehmoment auf die Schalterwelle 470 überträgt, wobei das Drehmoment wesent lich durch die Form der Übersetzungskurbel 610 bestimmt wird. Die Verbindung mit der Schalterwelle 470 kann über ein nicht gezeigtes, fest mit der Schalterwelle 470 verbundenes He belelement erfolgen, mit dem das Übertragungsglied 480 gelen kig und/oder beweglich verbunden ist.

Die Figur 5 zeigt eine graphische Darstellung bei der das Of- fenhaltemoment T 0HF gegen den Drehwinkel cp der Schalterwelle 47 0 aufgetragen ist. Die Kurve 50 1 0 zeigt am Winkel cp A us das benötigte Offenhaltemoment T A us, wie es bei Schaltkinematiken aus dem Stand der Techniken benötigt wird. Die schraffierte Fläche 502 0 unter der Kurve 50 1 0 entspricht der Energie E 0HF , die notwendig ist, um die Offenhaltefeder während des

Schließvorgangs des Schalters zu spannen. Die Abschnitte cp A u S und cp EiN markieren die Drehwinkel der Schalterwelle einmal im ausgeschalteten Zustand, also der Position, in der die

Schaltkontakte der Vakuumschaltröhre 5 getrennt sind und den eingeschalteten Zustand, in dem die Schaltkontakte der Vaku- umschaltröhre 5 geschlossen sind.

Die Kurve 5000 zeigt eine Kurve für das Offenhaltemoment T A1JS , * für eine Vakuumschaltröhre mit einer größeren Schließ kraft F Vi , * . Wie ohne Weiteres zu erkennen ist, ist die Fläche unter der Kurve 5000 größer als die Fläche unter der Kurve 5010, die mit 5020 bezeichnet ist. Daraus folgt, dass eine Vakuumschaltröhre mit einer erhöhten Schließkraft F Vi , * auch mehr Energie zum Spannen der Feder, also die Energie E 0 HF,* benötigt und somit größere Anforderungen an den Antrieb des Schalters 1 stellt.

Die Figur 6 zeigt verschiedene Offenhaltemomentkurven 6010, 6100, 6200 und 6300 für unterschiedliche Ankopplungen der je weiligen Offenhaltefeder 90, 190 aus den Figuren 1. 3 und 4. Die Kurve 6010 zeigt das Offenhaltemoment aus einer Schaltki nematik aus dem Stand der Technik, wie in Figur 1 und 5 dar gestellt. Die Kurve 6100 stellt beispielhaft das Offenhal- temoment für das Ausführungsbeispiel aus Figur 3 dar, bei der das auf die Schalterwelle wirkende Offenhaltemoment T 0 HF um so weiter sinkt, je weiter sich der Schalter in Richtung der EIN-Position bewegt, also in der die Schaltkontakte der Vaku- umschaltröhre 5 aus Figur 1 geschlossen sind. In diesem Aus führungsbeispiel bleibt das Offenhaltemoment T 0 HF stets größer 0. Es wird umso weniger Energie erforderlich, je stärker sich der Mechanismus einer Strecklage von Übertragungsglied 480 und Kurbelelement 490 nähert, wobei die Strecklage nicht er reicht wird, solange das Offenhaltemoment T 0 HF positiv bleiben soll. Die Kurve 6200 für das Offenhaltemoment T 0 HF ist eben falls für das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3. Allerdings sinkt das Offenhaltemoment T 0 HF in diesem Fall ab einem be stimmten Schalterwellenwinkel cp auf negative Werte und dadurch unterstützt die Offenhaltefeder 190 den Schließvor gang der Vakuumschaltröhre 5, die in Figur 3 nicht darge stellt ist. Ein solches Verhalten wird erreicht, indem der Mechanismus aus der Figur 3 so ausgelegt wird, dass eine Strecklage zwischen dem Übertragungsglied 480 und Kurbelele ment 490 durchfahren oder überschritten wird. Dies ist insbe sondere unter Ausnutzung von dynamischen Effekten aufgrund der Trägheit des Gesamtsystems möglich. In dem Punkt, in dem die Strecklage durch fahren wird, geht die Offenhaltemoment- kennlinie T 0 HF durch Null. Diese Konfiguration ist, was die Schließenergie angeht, nochmals günstiger als die Konfigura tion der Kurve 6100 und führt im Extremfall sogar dazu, dass das Spannen der Offenhaltefeder in Summe keine Antriebsener gie EQHF fordert, sondern sogar Energie bereitstellen kann. Die Kurve 6300 zeigt eine beispielhafte Kurve für die Konfi guration aus der Figur 4. Dieser Ansatz liefert eine größt mögliche Flexibilität hinsichtlich der Offenhaltemomentenkur- ve T OHF · Durch gezielte Gestaltung der Geometrie der in Figur 4 dargestellten Übersetzungskurbel 610 lässt sich das Offen- haltemoment T 0 HF bei einem beliebigen Winkel cp der Schalter welle 470 auf den Wert Null setzen. Ab diesem Drehwinkel wird dann keine weitere Energie in die Offenhaltefeder 190 gespei chert, was heißt, dass die Feder nicht weiter gespannt wird.

Bezugszeichenliste

1 Schalter;

5 Vakuumschaltröhre;

6 Pfeil in Richtung der Schließkraft F Vi der Vakuumschalt röhre 5;

7 Bewegkontakt der Vakuumschaltröhre 5;

10 Schaltkinematik;

20 Einschaltfeder;

30 ersten Schaltkulisse ;

40 erste Achse der ersten Schaltkulisse 30;

50 erster Schalthebel;

52 Punkt am ersten Schalthebel 50;

54 Punkt am ersten Schalthebel 50;;

60 Rolle;

70 Schalterwelle;

80 Kontaktdruckfeder;

90 Offenhaltefeder;

92 Pfeil in die Richtung, in die die Offenhaltefeder 90 auf den ersten Schalthebel 50 wirkt;

100 Punkt an der Schaltwippe 105;

105 Schaltwippe;

110 Achse der Schaltwippe 105;

120 Punkt an der Schaltwippe 105;

130 Kulisse 130 zur Übertragung des Schaltvorganges auf die Vakuumschaltröhre 5;

190 Offenhaltefeder;

195 Seite an dem die Offenhaltefeder 190 im Schalter 1 be festigt ist;

400 Befestigungselement;

470 Schalterwelle;

480 Übertragungsglied;

490 Kurbelelement;

510 Ablenkelement;

610 Übersetzungskurbel;

5000 Kurve für das Offenhaltemoment T AUS , * / 5010 Kurve für das Offenhaltemoment T A1JS ;

5020 schraffierte Fläche unter der Kurve 5010 = Energie E 0 HF; 6010 Kurve für das Offenhaltemoment T A us aus Figur 5;

6100 Offenhaltemoment für das Ausführungsbeispiel aus Figur

3;

6200 Offenhaltemoment für ein weiteres Ausführungsbeispiel aus Figur 3;

6300 Offenhaltemoment für das Ausführungsbeispiel aus Figur

4;