STÖVESAND, Peter (Stifterstraße 24, Oelde, 59302, DE)
HAGEMANN, Jörg (Bahnhofstraße 42, Blomberg, 32825, DE)
STÖVESAND, Peter (Stifterstraße 24, Oelde, 59302, DE)
| Patentansprüche 1. Schaltlogikmodul ( 1 ) , welches mit nebeneinander angeordneten E/A-Modulen (2 ) elektrisch und mechanisch lösbar verbindbar ist, wobei die E/A-Module (2 ) jeweils wenigstens einen elektrischen Kontakt aufweisen und die mechanische Verbindung über die elektrischen Kontakte erzielbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Multiplexlogik vorgesehen ist, mit welcher die elektrischen Kontakte der E/A-Module (2 ) zyklisch jeweils für eine vorbestimmte Schaltzeit mit einem Ausgang (8) des Schaltmoduls verbindbar sind. 2. Schaltlogikmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (8) des Schaltlogikmoduls einen elektrischen Kontakt, vorzugsweise eine Klemme oder einen Steckkontakt, aufweist. 3. Schaltlogikmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (8) des Schaltlogikmoduls eine Funkeinrichtung aufweist. 4. Schaltlogikmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Multiplexlogik derart ausgestaltet ist, dass die Schaltzeit konfigurierbar ist. 5. Schaltlogikmodul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schaltzeit mittels DIP- Schalter(6) konfigurierbar ist. 6. Schaltlogikmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der mit dem Schaltlogikmodul verbindbaren E/A-Module (2 ) konfigurierbar ist . 7. Schaltlogikmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfiguration der Anzahl der mit dem Schaltlogikmodul verbindbaren E/A-Module (2 ) über DIP- Schalter (7) konfigurierbar ist. 8. Schaltlogikmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Signalisiereinrichtung vorgesehen ist, mit der jeweilige Schaltzustand des Multiplexes signalisierbar ist. 9. Schaltlogikmodul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalisiereinrichtung einen, vorzugsweise elektrischen, Schaltzustandsausgang ( 9) aufweist, mittels dem der Schaltzustand, vorzugsweise binär, signalisierbar ist. 10. Schaltlogikmodul nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine digitale Signalisierung des Schaltzustandes vorgesehen ist. 11. Schaltlogikmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltzustand über elektrische Schaltzustandsausgänge ( 9) und/oder LEDs signalisierbar ist. 12. Schaltlogikmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieversorgung des Schaltlogikmoduls über die Ausgangsleitung (5) oder eine der Signalisierungsleitungen (16) vorgesehen ist. |
Die Erfindung betrifft ein Schaltlogikmodul mit Multiplex- Funktion, welches Verwendung findet in elektrischen
Steuerungen, beispielsweise für den Anlagenbau.
Für dieses Einsatzgebiet ist eine Vielzahl von Lösungen bekannt. Allerdings sind häufig sehr individuelle Probleme zu lösen, für die existierende Produkte nur unbefriedigende Lösungen bieten, sei es, dass sie zu groß oder zu klein dimensioniert sind, nicht die nötige Flexibilität aufweisen oder aber einfach unwirtschaftlich sind.
Dies gilt insbesondere für Kleinstinstallationen, für die sich der Einsatz handelsüblicher
Speicherprogrammiereinheiten (SPE) nicht wirtschaftlich realisieren lässt und für die häufig auch nur ein zu geringes Raumangebot zur Verfügung steht. Die derzeit bekannten für dieses Einsatzgebiet verwendbaren Produkte zeichnen sich durch eine in wesentlichen Aspekten
einheitliche Bauform aus, welche die Montage auf der
Hutschiene handelsüblicher Elektroinstallationsschränke ermöglicht . Die DE 10 2007 006 830 AI beschreibt ein Steuer- und/oder Datenübertragungsmodul, welches zur Ansteuerung von
benachbarten Eingabe/Ausgabe-Modulen (E/A-Modulen) dient und zur Herstellung der mechanischen und der elektrischen Verbindung auf die Module aufgesteckt wird. Dabei wird über einen ersten Anschluss wenigstens ein Signalkanal mit einem Datenbus und über wenigstens einen zweiten Anschluss einen Busteilnehmer mit dem Signalkanal verbunden. Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine raumsparende und kostengünstige Lösung anzugeben, mit der bei geringem
Installationsaufwand und großer Flexibilität mehrere elektrische Signale zyklisch auf einen Ausgang geschaltet werden können.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Dementsprechend ist erfindungsgemäß ein Schaltlogikmodul vorgesehen, welches mit nebeneinander angeordneten E/A- Modulen elektrisch und mechanisch lösbar verbindbar ist, wobei die E/A-Module jeweils wenigstens einen elektrischen Kontakt aufweisen und die mechanische Verbindung über die elektrischen Kontakte erzielbar ist, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Multiplexlogik vorgesehen ist, mit welcher die elektrischen Kontakte der E/A-Module zyklisch jeweils für eine vorbestimmte Schaltzeit mit einem Ausgang des Schaltmoduls verbindbar sind.
Typischerweise sind dabei parallel nebeneinander
angeordnete E/A-Module vorgesehen. Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Schaltlogikmodul mit den E/A-Modulen direkt verbindbar ist.
Mit anderen Worten wird also vorgeschlagen, ein Multiplex- Modul auf die nebeneinander liegende Kontakte
beispielsweise aufzustecken. Dabei wird der Ausgang des Moduls vorzugsweise als elektrischer Kontakt ausgeführt, von dem das Multiplexgerät aus abgegriffen werden kann.
Alternativ oder zusätzlich dazu ist der Ausgang
vorzugsweise aber auch als Funksendeempfangseinrichtung ausgeführt, über die ohne jede weitere Verkabelung über Standard-Funklösungen, wie beispielsweise Bluetooth, WLAN oder DECT, das Multiplex-Signal übertragen werden kann. Dabei ist es ferner vorteilhaft, die Schaltzeiten des
Zyklus der Multiplex-Logik konfigurierbar auszuführen.
Besonders platzsparend kann dies über DIP-Schalter
erfolgen . Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Anzahl der vom
Schaltlogikmodul verbindbaren E/A-Module gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung konfigurierbar ist, wodurch eine breitere Anwendbarkeit erreicht wird. Vom Schaltlogikmodul überspannte, aber nicht erforderliche E/A- Module können dabei preisgünstig durch einfache
Durchgangklemmen gleicher Gehäuseform ersetzt werden.
Vorzugsweise ist dabei die Anzahl der verbindbaren E/A- Module ebenfalls über DIP-Schalter einstellbar. Gegenüber programmierbaren Lösungen bietet der DIP-Schalter den
Vorteil, vom Status her direkt ablesbar zu sein. Des
Weiteren ist bei der Verwendung von DIP-Schaltern zur
Konfiguration kein elektrisches Programmier-Interface erforderlich .
Vorzugsweise ist das Schaltlogikmodul ferner derart
ausgeführt, dass ein jeweiliger Schaltzustand
signalisierbar ist und somit ersichtlich gemacht und/oder einer Auswertelogik zur Interpretation des Ausgangssignals zugeführt werden kann.
Vorzugsweise erfolgt dies in binärer Codierung des
Schalterzustandes digital über eine entsprechende Anzahl von Signalisierungsausgängen und/oder LEDs. Die Energieversorgung des Schaltlogikmoduls erfolgt
vorzugsweise über die Signalisierungsleitungen, z.B. dem Multiplexausgang, so dass kein zusätzlicher
Kontaktierungsaufwand zur Energieversorgung erforderlich ist .
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert .
Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Schaltlogikmoduls als
AufSteckmodul für acht nebeneinander auf einer
Hutschiene montierte E/A-Module
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild der Funktion eines
Ausführungsbeispiels des Schaltlogikmoduls und
Fig. 3 ein Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Schaltlogikmoduls bei der Überwachung mehrere Motortemperatursensoren .
Fig. 1 zeigt acht auf einer Hutschiene 3 nebeneinander angeordnete E/A-Module 2, welche von einem Schaltlogikmodul
1 überspannt werden. Den E/A-Modulen wird jeweils ein
Signal zugeführt, und von dem Schaltlogikmodul 1 geht eine Ausgangsleitung 5 ab. Innerhalb eines jeweiligen E/A-Moduls
2 kann dieses Signal beispielsweise über aus Fig. 2
ersichtliche Trennverstärker 10 verstärkt, mit anderen möglichen Funktionen des E/A-Moduls (z.B. Timer,
Verzögerungsglieder oder Logik) verknüpft, oder auch einfach nur durch dieses hindurchgeführt werden. Das Signal wird auf einen hier nicht dargestellten elektrischen
Kontakt geleitet, z. B. eine elektrische Klemme oder eine elektrische Buchse.
Das Gehäuse des Schaltlogikmoduls 1 ist vorliegend
komplementär zu den Gehäuseformen der E/A-Module 2 derart ausgebildet, dass es formschlüssig an diesen befestigbar ist und damit an diesen einen natürlichen mechanischen Halt aufweist. Passend zu elektrischen Klemmen oder elektrischen Buchsen der E/A-Module 2 weist das Schaltlogikmodul 1 nicht weiter dargestellte Stecker auf, welcher passgenau in die Klemmen bzw. Buchsen der E/A-Module 2 eingeführt werden können und sowohl eine mechanische Fixierung als auch eine elektrische Verbindungen gewährleisten.
Fig. 2 zeigt ein Prinzipschaltbild der Funktion des
Schaltlogikmoduls gemäß dem vorliegend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In dieser Figur sind der Multiplexer als logische Funktion des
Schaltlogikmoduls 1 sowie der hier exemplarisch
dargestellten vier E/A-Module 2 gezeigt. Die Signale der E/A-Module 2 werden den Schaltkontakten des Multiplexers zugeführt. Der Multiplexer weist einen Schalter 14 auf, der die Eingänge des Schaltlogikmoduls zyklisch mit dem Ausgang 8 des Schaltlogikmoduls verbindet. Dieser Schalter wird durch eine Schaltlogik 15 gesteuert, wobei der
Schaltzustand des Schalters 14 zusätzlich an die
Signalisierungsausgänge 16 signalisiert wird.
Fig. 3 zeigt ein Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schaltlogikmoduls 1 bei der Überwachung mehrerer
Motortemperatursensoren 11. Die Sensorsignale der
Motortemperatursensoren 11 sind acht E/A-Modulen 2 zugeführt, von denen die Sensorsignale über das Schaltlogikmodul 1 über einen Analog-Ausgang 8 einer
Auswerteeinheit 12 zugeführt werden. Desweiteren ist der Schaltzustand der acht möglichen
Schalterstellungen des Schaltlogikmoduls binär codiert über drei digitale Leitungen 16 mit einer Steuer- und/oder
Auswerteeinheit 13 verbunden. Die Energieversorgung des Moduls erfolgt über den analogen Signalisierungsausgang 8.
Bezugs zeichenliste
Schaltlogikmodul 1
E/A-Module 2 Hutschiene 3
Ausgangsleitung 5
DIP - Schalter Schaltzeitkonfiguration 6
DIP - Schalter Modulzahlkonfiguration 7
Ausgang 8 Schaltzustandsausgang 9
Trennverstärker 10
Motortemperatursensoren 11
Auswerteeinheit 12
Steuer- und/oder Auswerteeinheit 13 Schalter 14
Schaltlogik 15
Signalisierungsleitung 16
