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Title:
SWITCHING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/025530
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switching system (2), in particular of an on-board electrical system of a motor vehicle, comprising a hollow cylinder (16) which has a first aperture (18), within which a first contact rail (22) is arranged, and a second aperture (20), which is spaced apart from said first aperture and within which a second contact rail (24) is arranged. The switching system (2) comprises a contact slide (42) which is mounted within the hollow cylinder (16) such that it can be displaced between a first position and a second position in a transversal direction (28) and which has a first section (44), which is electrically conductive, and a second section (46), which is not electrically conductive. The first contact rail (20) and the second contact rail (24) are electrically contact-connected by means of the first section (44) in the first position, and the first section (44) is surrounded by the hollow cylinder (16) in the second position.

Inventors:
DIETRICH, Ralf (Auf der Leiten 17, Altdorf, 90518, DE)
GROSS, Patric (Dachsbau 34, Pyrbaum, 90602, DE)
MECKLER, Peter (Mittelweg 30a, Hohenstadt/Pommelsbrunn, 91224, DE)
SCHNEIDER, Ewald (Espanstr. 23a, Offenhausen, 91238, DE)
WEBER, Waldemar (Stübacher Str. 69, Nürnberg, 90431, DE)
WILSDORF, Marko (Am Wasserturm 19, Lauf a.d. Pegnitz, 91207, DE)
Application Number:
EP2016/068942
Publication Date:
February 16, 2017
Filing Date:
August 09, 2016
Export Citation:
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Assignee:
ELLENBERGER & POENSGEN GMBH (Industriestraße 2-8, Altdorf, 90518, DE)
International Classes:
H01H1/36; H01H9/32; H01H15/06
Domestic Patent References:
WO2000022641A12000-04-20
Foreign References:
US6838632B12005-01-04
EP2866242A12015-04-29
US3673365A1972-06-27
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE (Nordostpark 16, Nürnberg, 90411, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Schaltsystem (2), insbesondere eines Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs, mit einem Hohlzylinder (16), der einen ersten Durchbruch (18), innerhalb dessen eine erste Kontaktschiene (22) angeordnet ist, und einen hierzu beabstandeten zweiten Durchbruch (20) aufweist, innerhalb dessen eine zweite Kontaktschiene (24) angeordnet ist, und mit einem innerhalb des Hohlzylinders (16) zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position in einer transversalen Richtung (28) verschiebbar gelagerten Kontaktschieber (42), der einen ersten Abschnitt (44), der elektrisch leitend ist, und einen zweiten Abschnitt (46) aufweist, der elektrisch nicht leitend ist, wobei in der ersten Position die erste Kontaktschiene (22) und die zweite Kontaktschiene (24) mittels des ersten Abschnitts (44) elektrisch kontaktiert sind, und wobei in der zweiten Position der erste Abschnitt (44) von dem Hohlzylinder (16) umgeben ist.

2. Schaltsystem (2) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass in der ersten Position der erste Abschnitt (44) zwischen der ersten Kontaktschiene (22) und der zweiten Kontaktschiene (24) positioniert ist, und/oder dass in der zweiten Position der zweite Abschnitt (46) zwischen der ersten Kontaktschiene (22) und der zweiten Kontaktschiene (24) positioniert ist.

3. Schaltsystem (2) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Kontaktschieber (42) innerhalb eines Gehäuses (2) angeordnet ist, wobei insbesondere ein Abschnitt des Hohlzylinders (16) mittels des Gehäuses (2) gebildet ist.

4. Schaltsystem (2) nach Anspruch 3,

gekennzeichnet durch einen aus dem Gehäuse (2) ragenden ersten Anschluss (30), der mit der innerhalb des Gehäuses (2) angeordneten ersten Kontaktschiene (22) elektrisch kontaktiert ist, und/oder einen aus dem Gehäuse (2) ragenden zweiten Anschluss (36), der mit der innerhalb des Gehäuses (2) angeordneten zweiten Kontaktschiene (24) elektrisch kontaktiert ist.

5. Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Hohlzylinder (16) einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist, und/oder dass die beiden Kontaktschienen (22, 24) an gegenüberliegenden Seiten (14) des Hohlzylinders (16) positioniert sind.

6. Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Kontaktschiene (22) und/oder die zweite Kontaktschiene (24) bündig mit einer Innenwand (26) des Hohlzylinders (16) ist.

7. Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass der erste Abschnitt (44) in transversaler Richtung (28) benachbart zu dem zweiten Abschnitt (46) angeordnet ist, und insbesondere an diesem direkt anliegt.

8. Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Kontaktschieber (42) einen zweiten ersten Abschnitt (84) aufweist, wobei der zweite Abschnitt (46) zwischen den beiden ersten Abschnitten (44, 84) angeordnet ist, und dass der Hohlzylinder (16) einen dritten Durchbruch (72), innerhalb dessen eine dritte Kontaktschiene (76) angeordnet ist, und einen hierzu beabstandeten vierten Durchbruch (74) aufweist, innerhalb dessen eine vierte Kontaktschiene (80) angeordnet ist, wobei in der zweiten Position die dritte Kontaktschiene (76) und die vierte Kontaktschiene (80) mittels des zweiten ersten Abschnitts (84) elektrisch kontaktiert sind, und wobei in der ersten Position der zweite erste Abschnitt (84) von dem Hohlzylinder (16) umgeben ist.

9. Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen dem Hohlzylinder (16), insbesondere dem zweiten Abschnitt (46), und dem Kontaktschieber (42) eine Spielpassung erstellt ist.

10. Relais (58) mit einem Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei an dem Kontaktschieber (42) ein Aktuator (52, 56) angebunden ist, insbesondere eine aus einer Formgedächtnislegierung erstellte Feder.

1 1 .Schutzschalter (64) mit einem Schaltsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei ein Sensor (66), insbesondere ein Stromwandler, mit einer der beiden Kontaktschienen (22, 24) gekoppelt ist.

2/4 z

Description:
Beschreibung

Schaltsystem

Die Erfindung betrifft ein Schaltsystem, welches bevorzugt ein Bestandteil eines Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Relais und einen Schutzschalter, jeweils mit einem derartigen Schaltsystem.

Kraftfahrzeuge weisen üblicherweise eine Vielzahl an elektrisch betriebenen Bauteilen auf, wie beispielsweise Fensterheber, Sitzverstellungen oder Klimaanlagen. Aufgrund eines zunehmenden Energiebedarfs derartiger Nebenaggregate ist es erforderlich, ein Bordnetz bereitzustellen, das diesen erhöhten Energiefluss tragen kann. Üblicherweise ist die mittels des Bordnetzes geführte elektrische Spannung eine Gleichspannung mit im Wesentlichen 1 2 Volt. Um folglich auch einen vergleichsweise großen Energiefluss bereitzustellen, ist es erforderlich, die mittels der Kabelbäume des Bordnetzes geführte elektrische Stromstärke zu erhöhen. Infolgedessen ist ein vergleichsweise großer Querschnitt der einzelnen den Kabelbaum bildenden Stromleitungen erforderlich, was einerseits das Gewicht und andererseits Herstellungskosten erhöht. Aufgrund des erhöhten Gewichts ist eine Effizienz des Kraftfahrzeugs verringert.

Eine Alternative hierzu sieht vor, die elektrische Spannung des Bordnetzes zu erhöhen, sodass auch mit einem vergleichsweise kleinen Stromfluss eine ausreichende elektrische Energie bereitgestellt ist. Hierbei wird die elektrische Spannung auf 48 Volt erhöht, sodass bei gleichem Energiefluss die Stromstärke lediglich ein Viertel eines in einem 12-Volt-Bordnetz geführten elektrischen Stroms beträgt. Aufgrund der erhöhten elektrischen Spannung ist jedoch bei einem mechanischen Schalten des Stromflusses eine Ausbildung eines Lichtbogens die Folge. Eine derartige Problematik tritt bei einem 12-Volt-Bordnetz lediglich in verminder- tem Maße auf, da die übliche Schaltstrecke bei einem mechanischen Schalter üblicherweise mehrere Mikrometer beträgt, was im Wesentlichen der Lichtbogenspannung von 12 Volt entspricht. Mit anderen Worten wird aufgrund der Verlängerung des Lichtbogens mittels der Schaltkontakte der Lichtbogen selbst gelöscht. Um auch ein sicheres Schalten von erhöhten elektrischen Spannungen zu gewährleisten, ist es folglich erforderlich, die Schaltstrecke zu erhöhen, was zu einem erhöhten Platzbedarf des Schalters führt. Zudem dauert ein Stromfluss aufgrund der längeren Schaltstrecke und folglich der erhöhten Zeitdauer bis zum Erlöschen des Lichtbogens vergleichsweise lange an. Insbesondere in einem Fehlverhalten, oder bei einem Unfall, jedoch ist ein vergleichsweise schnelles Schalten erforderlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders geeignetes Schaltsystem, insbesondere eines Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs, ein besonders geeignetes Relais und einen besonders geeigneten Schutzschalter mit einem Schaltsystem anzugeben, wobei zweckmäßigerweise eine Ausbildung eines Lichtbogen verringert und vorteilhafterweise eine Schaltdauer verkürzt ist.

Hinsichtlich des Schaltsystems wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 , hinsichtlich des Relais durch die Merkmale des Anspruchs 9 und hinsichtlich des Schutzschalters durch die Merkmale des Anspruchs 10 erfindungsgemäß gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.

Das Schaltsystem dient dem Unterbrechen eines elektrischen Stromflusses. Mit anderen Worten ist das Schaltsystem ein elektrisches und/oder elektronisches Schaltsystem. Das Schaltsystem ist vorzugsweise ein Bestandteil eines Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs. Das Bordnetz weist insbesondere eine elektrische Spannung von 48 Volt auf. Insbesondere ist das Schaltsystem geeignet für den Betrieb in einem Bordnetz eines Kraftfahrzeugs. Zweckmäßigerweise ist das Schaltsystem vorgesehen und eingerichtet, in einem Bordnetz eines Kraftfahrzeugs eingesetzt zu werden. Das Schaltsystem weist eine erste Kontaktschiene und eine zweite Kontaktschiene auf, mittels derer bei Betrieb der elektrische Strom geführt wird. Die beiden Kontaktschienen sind vorzugsweise aus einem elektrisch leitenden Material erstellt, wie einem Metall, z.B. Kupfer. Ferner umfasst das Schaltsystem einen Hohlzylinder mit einem ersten Durchbruch und einem zweiten Durchbruch, wobei die beiden Durchbrüche voneinander beabstandet sind. Mit anderen Worten ist der Hohlzylinder umfangsseitig zur Ausbildung des ersten Durchbruchs geöffnet, ebenso zur Ausbildung des zweiten Durchbruchs. Die beiden Durchbrüche sind voneinander getrennt, sodass sich zwischen den beiden Durchbrüchen das Material der Mantelfläche des Hohlzylinders befindet. Vorzugsweise ist die Größe der beiden Durchbrüche in axialer Richtung des Hohlzylinders kleiner als die Hälfte, eines Viertels oder eines Drittels der axialen Ausdehnung des Hohlzylinders.

Die erste Kontaktschiene ist innerhalb des ersten Durchbruchs und die zweite Kontaktschiene ist innerhalb des zweiten Durchbruchs zumindest teilweise angeordnet, sodass die beiden Kontaktschienen ebenfalls zueinander beabstandet sind. Der Hohlzylinder ist zumindest abschnittsweise aus einem elektrisch nicht leitenden Material erstellt, vorzugsweise vollständig aus einem derartigen Material. Bevorzugt ist der Hohlzylinder aus einem elektrischen Isolator gefertigt, beispielsweise aus einem Kunststoff oder einer Keramik.

Das Schaltsystem umfasst ferner einen Kontaktschieber, der innerhalb des Hohlzylinders verschiebbar gelagert ist, und insbesondere mittels des Hohlzylinders geführt wird. Hierbei ist der Kontaktschieber transversal zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verbringbar. Der Kontaktschieber ist innerhalb des Hohlzylinders angeordnet, weswegen dieser folglich verliersicher gehalten ist. Die transversale Richtung bezeichnet insbesondere eine Richtung, die parallel zur Achse des Hohlzylinders ist.

Der Kontaktschieber weist einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt auf, die sich hinsichtlich deren elektrischen Leitfähigkeit unterscheiden. Der erste Abschnitt ist elektrisch leitfähig ausgebildet und insbesondere aus einem elektri- sehen Leiter erstellt, wie einem Metall, z.B. Kupfer. Beispielsweise besteht der erste Abschnitt aus dem gleichen Material wie die Kontaktschienen. Der zweite Abschnitt ist elektrisch nicht leitend und vorzugsweise aus einem elektrischen Isolator erstellt, wie Kunststoff oder einer Keramik. Beispielsweise ist der zweite Abschnitt aus dem gleichen Material erstellt wie der Hohlzylinder. Sofern sich der Kontaktschieber in der ersten Position befindet, sind die beiden Kontaktschienen mittels des ersten Abschnitts elektrisch kontaktiert. Insbesondere ist die erste Kontaktschiene elektrisch leitend mit dem ersten Abschnitt kontaktiert und der erste Abschnitt ist elektrisch leitend mit der zweiten Kontaktschiene kontaktiert. Folglich ist ein Stromfluss zwischen den beiden Kontaktschienen mittels des Kontaktschiebers ermöglicht.

Sofern sich der Kontaktschieber in der zweiten Position befindet, ist der erste Abschnitt umfangsseitig von dem Hohlzylinder umgeben. Mit anderen Worten ist der erste Abschnitt von der ersten und zweiten Kontaktschiene beabstandet. Infolgedessen bilden sich bei einem Schaltvorgang, nämlich bei einem Bewegen des Kontaktschiebers von der ersten in die zweite Position, zwei Lichtbögen aus, nämlich einerseits zwischen dem ersten Abschnitt und der ersten Kontaktschiene und andererseits zwischen dem ersten Abschnitt und der zweiten Kontaktschiene. Somit sind die beiden Lichtbögen in Reihe geschaltet, weswegen die zur Ausbildung der beiden Lichtbögen erforderliche elektrische Spannung erhöht ist. Zudem ist die entstehende elektrische Kontaktspannung aufgrund der beiden Lichtbögen im Vergleich zu einem einfachen Schaltkontakt erhöht. Ferner werden aufgrund der Verbringung des ersten Abschnitts in einen Bereich, der von dem Hohlzylinder umgeben ist, die beiden Lichtbögen zwischen den ersten Abschnitt und den Hohlzylinder bewegt. Folglich steht ein verringerter Bereich zur Ausbildung der beiden Lichtbögen zur Verfügung, was somit auch einen elektrischen Widerstand erhöht. Somit erlischt einer der beiden Lichtbogen bereits bei einer vergleichsweise geringen Lichtbogenlänge, weswegen ein Platzbedarf des Schaltsystems verringert ist.

Zusammenfassend werden die beiden Lichtbögen aufgrund der Bewegung in die zweite Position räumlich verlängert, wobei bei geeigneter Ausgestaltung des Hohlzylinders der zur Verfügung stehende Raumbereich verringert ist. Infolgedessen steigt die elektrische Spannung an, die zum Aufrechterhalten der beiden Lichtbögen erforderlich ist. Diese elektrische Spannung ist vergleichsweise groß, sodass auch bei einem 48-Volt-Bordnetz die beiden Lichtbögen erlöschen und folglich ein Stromfluss zwischen der ersten und der zweiten Kontaktschiene unterbunden ist. Zudem ist mittels der vergleichsweise sicheren Führung des Kontaktschiebers mittels des Hohlzylinders eine unbeabsichtigte Verbringung des Kontaktschiebers in die erste Position im Wesentlichen unterbunden, wenn ein Stromfluss unterbrochen sein soll. Folglich ist mittels des Schaltsystems ein vergleichsweise sicheres Schalten ermöglicht, wobei ein unbeabsichtigtes Einschalten, also ein Erstellen eines elektrischen Stromflusses zwischen den beiden Kontaktschienen wirksam unterbunden ist. Zudem ist aufgrund der Positionierung der elektrischen Verbindung zwischen den beiden Kontaktschienen im Bereich eines Hohlzylinders ein Eindringen von Verunreinigungen oder Flüssigkeiten im Wesentlichen ausgeschlossen.

Vorzugsweise ist in der ersten Position der erste Abschnitt des Kontaktschiebers räumlich zwischen der ersten Kontaktschiene und der zweiten Kontaktschiene positioniert. Auf diese Weise ist mittels des Kontaktschiebers eine vergleichsweise niederohmige elektrische Verbindung zwischen den beiden Kontaktschienen erstellt. Alternativ oder besonders bevorzugt in Kombination hierzu ist in der zweiten Position der zweite Abschnitt zwischen der ersten Kontaktschiene und der zweiten Kontaktschiene positioniert. Insbesondere befindet sich in der zweiten Position der zweite Abschnitt an der Position, an der sich der erste Abschnitt in der ersten Position befindet. Mit anderen Worten wird bei Einnahme der zweiten Position die der erste Abschnitts mittels des zweiten Abschnitts ersetzt. Infolgedessen ist vergleichsweise einfach eine elektrische Isolierung zwischen den beiden Kontaktschienen bereitgestellt, sodass in der zweiten Position ein elektrischer Stromfluss zwischen den beiden Kontaktschienen unterbunden ist.

Zweckmäßigerweise liegt in der ersten Position der erste Abschnitt vorzugsweise direkt an der ersten Kontaktschiene und/oder zweiten Kontaktschiene an. Mit anderen Worten ist in der ersten Position der erste Abschnitt mechanisch direkt mit den beiden Kontaktschienen kontaktiert und insbesondere liegen diese aneinan- der an. Infolgedessen ist ein elektrischer Widerstand verringert. Besonders bevorzugt liegt in der zweiten Position der zweite Abschnitt sowohl an der ersten Kontaktschiene als auch an der zweiten Kontaktschiene mechanisch direkt an. Folglich ist der zur Ausbildung der Lichtbögen bereitstehende Raumbereich auch mittels des zweiten Abschnitts verringert, wobei aufgrund der direkten mechanischen Anlage lediglich ein vergleichsweise geringer Spalt vorhanden ist. Folglich ist die mindestens zur Ausbildung der Lichtbögen erforderliche elektrische Spannung weiter erhöht. Mit anderen Worten ist bereits bei einer vergleichsweise geringen Länge der beiden Lichtbögen eine derartige elektrische Spannung erforderlich, die mittels des Schaltsystems nicht geschaltet wird. Folglich erlöschen die beiden Lichtbögen bereits bei einer vergleichsweise geringen Verbringung des ersten Abschnitts bzw. zweiten Abschnitts, sodass der Platzbedarf des Schaltsystems weiter reduziert ist.

Zweckmäßigerweise ist der Kontaktschieber innerhalb eines Gehäuses angeordnet, was eine Beschädigung verringert. Beispielsweise ist der Hohlzylinder an dem Gehäuse angebunden, insbesondere an diesem angeformt, was eine Robustheit erhöht. Geeigneterweise wird zumindest ein Abschnitt des Hohlzylinders, insbesondere eine Seitenwand, mittels des Gehäuses selbst gebildet, was einerseits einen Platzbedarf verringert, und andererseits Materialkosten einspart. Besonders bevorzugt sind die beiden Kontaktschienen innerhalb des Gehäuses angeordnet, was eine Beschädigung vermeidet.

Vorzugsweise umfasst das Schaltsystem einen ersten Anschluss, der aus dem Gehäuse ragt. Hierbei ist der erste Anschluss elektrisch mit der ersten Kontaktschiene kontaktiert, wobei sich die Kontaktstelle zweckmäßigerweise innerhalb des Gehäuses befindet. Alternativ oder besonders bevorzugt in Kombination hierzu umfasst das Schaltsystem einen zweiten Anschluss, der aus dem Gehäuse ragt und mit der innerhalb des Gehäuses angeordneten zweiten elektrischen Kontaktschiene kontaktiert ist. Hierbei befindet sich die Kontaktstelle vorzugsweise innerhalb des Gehäuses. Geeigneterweise ist der Anschluss bzw. sind die Anschlüsse auf ein bevorzugten Einsatzgebiet abgestellt. Insbesondere sind die Anschlüsse nach Art von Steckern ausgebildet. Beispielsweise ist der/die An- schluss/Anschlüsse nach Art einer Zunge oder eines Plättchens ausgebildet. Insbesondere umfasst der Anschluss ein Befestigungsmittel oder eine Aufnahme für ein Befestigungsmittel, beispielsweise eine Aussparung oder eine Bohrung. Der bzw. die Anschlüsse sind vorteilhafterweise aus einem elektrisch leitfähigen Material erstellt, insbesondere aus dem gleichen Material wie die jeweilige Kontaktschiene, was einen elektrischen Kontaktwiderstand verringert. Aufgrund der Anschlüsse ist eine Anpassung des Schaltsystems auf unterschiedliche Einsatzgebiete ermöglicht, wobei die Kontaktschienen bzw. der Kontaktschieber unverändert belassen werden kann. Es ist lediglich eine Anpassung der Anschlüsse erforderlich. Folglich ist die Verwendung einer vergleichsweise großen Anzahl an Gleichteilen ermöglicht, was Herstellungskosten senkt. Insbesondere ist der Anschluss bzw. sind die Anschlüsse nach Art von Plättchen oder Zungen aus einem Metall erstellt, insbesondere Kupfer.

Beispielsweise weist der Hohlzylinder einen runden Querschnitt auf. Besonders bevorzugt jedoch ist der Querschnitt des Hohlzylinders ein Vieleck, insbesondere ein regelmäßiges Vieleck. Zweckmäßigerweise weist der Hohlzylinder einen rechteckförmigen Querschnitt auf, beispielsweise einen quadratischen. Infolgedessen ist einerseits eine Herstellung vereinfacht. Andererseits ist eine definierte Position des Kontaktschiebers innerhalb des Hohlzylinders in tangentialer Richtung bestimmt. Mit anderen Worten ist eine unkontrollierte Verdrehung des Kontaktschiebers um die Achse des Hohlzylinders auf diese Weise vergleichsweise einfach unterbunden. Auch ist eine Erstellung der beiden Durchbrüche vereinfacht, da lediglich eine jeweilige Seitenwand abschnittsweise zur Ausbildung des jeweiligen Durchbruchs geöffnet werden muss.

Zweckmäßigerweise befinden sich die Kontaktschienen an gegenüberliegenden Seiten des Hohlzylinders. Insbesondere sind die beiden Kontaktschienen bezüglich der Achse des Hohlzylinders symmetrisch angeordnet. Auf diese Weise ist einerseits ein vergleichsweise großer Abstand zwischen den beiden Kontaktschienen realisiert. Andererseits befinden sich die bei Betrieb Strom führenden Bauteile des Schaltsystems im Wesentlichen lediglich in einer Ebene, was einen Bauraum verringert. Insbesondere weist der Hohlzylinder den rechteckförmigen Querschnitt auf und die Kontaktschienen sind an gegenüberliegenden Längsseiten des Hohlzylinders positioniert. Vorzugsweise ist hierbei eine weitere Seitenwand, insbesondere eine der verbleibenden weiteren Seitenwände mittels des Gehäuses bereitgestellt, was einen Bauraum weiter reduziert.

Besonders bevorzugt ist die erste Kontaktschiene und/oder die zweite Kontaktschiene bündig mit einer Innenwand des Hohlzylinders. Auf diese Weise ist ein Verhaken des Kontaktschiebers im Bereich der beiden Durchbrüche im Wesentlichen verhindert, und eine Führung des Kontaktschiebers mittels des Hohlzylinders und der beiden Kontaktschienen ist verbessert. Folglich ist eine Fehlfunktion im Wesentlichen ausgeschlossen.

Beispielsweise ist der erste Abschnitt des Kontaktschiebers in transversaler Richtung benachbart zu dem zweiten Abschnitt angeordnet. Auf diese Weise ist insbesondere eine Positionierung des zweiten Abschnitts zwischen den beiden Kontaktschienen bei Einnahme der zweiten Position durch den Kontaktschieber vereinfacht, wenn der Kontaktschieber zur Einnahme der zweiten Position in transversaler Richtung verbracht wird. Zweckmäßigerweise ist der erste Abschnitt mit dem zweiten Abschnitt in direktem mechanischem Kontakt. Folglich ist bei Einnahme der zweiten Position zur Ausbildung der beiden Lichtbögen lediglich ein umfangsseitig zwischen dem zweiten Abschnitt und dem Hohlzylinder gebildeter Raum vorhanden. Mit anderen Worten ist eine Stirnseite des ersten Abschnitts mittels des zweiten Abschnitts abgedeckt. Insbesondere fluchten der erste und der zweite Abstand miteinander, sodass die Stirnseite des ersten Abschnitts vollständig mittels des zweiten Abschnitts abgedeckt ist.

Zweckmäßigerweise ist der zweite Abschnitt an den ersten Abschnitt angebunden, was eine Stabilität erhöht. Beispielsweise umfasst der Kontaktschieber einen zweiten ersten Abschnitt, beispielsweise eine Anzahl erster Abschnitte, und vorzugsweise ein Anzahl zweiter Abschnitte, wobei sich die ersten Abschnitte mit den zweiten Abschnitten in transversaler Richtung abwechseln. Folglich wird bei einer weiteren transversalen Verbringung des Kontaktschiebers in die gleiche Richtung erneut ein elektrischer Kontakt zwischen den beiden Kontaktschienen mittels ei- nes der ersten Abschnitte ermöglicht. Beispielsweise weist der Hohlzylinder einen dritten, vierten oder mehrere Durchbrüche auf, innerhalb derer jeweils eine weitere Kontaktschiene angeordnet ist. Folglich ist mittels des Schaltsystems ein mehrpoliger Schalter bereitgestellt. Auch ist ein Hilfskontakt bereitgestellt, mittels dessen beispielsweise ein Schaltzustand überwacht wird.

Beispielsweise umfasst der Kontaktschieber einen zweiten ersten Abschnitt, wobei der zweite Abschnitt zwischen den beiden ersten Abschnitten angeordnet ist. Zweckmäßigerweisen sind die beiden ersten Abschnitte an dem zweiten Abschnitt befestigt, und/oder der zweite Abschnitt befindet sich in transversaler Richtung zwischen den beiden ersten Abschnitten. Geeigneterweise ist der zweite erste Abschnitt aus dem gleichen Material wie der erste Abschnitt erstellt oder zumindest aus einem elektrisch leitfähigen Material, wie einem Kupfer oder einem Aluminium. Der zweite erste Abschnitt ist bevorzugt baugleich zu dem ersten Abschnitt.

Der Hohlzylinder weist geeigneterweise einen dritten Durchbruch, innerhalb dessen eine dritte Kontaktschiene angeordnet ist, und einen hierzu beabstandeten vierten Durchbruch auf, innerhalb dessen eine vierte Kontaktschiene angeordnet ist. Die dritte Kontaktschiene ist zum Beispiel baugleich zur ersten Kontaktschiene und/oder die vierte Kontaktschiene ist baugleich zur zweiten Kontaktschiene, was die Verwendung von Gleichteilen ermöglicht. Zweckmäßigerweise ist die dritte Kontaktschiene und/oder die vierte Kontaktschiene bündig mit der Innenwand des Hohlzylinders. Geeigneterweise umfasst das Schaltsystem einen aus dem Gehäuse ragenden dritten Anschluss, der mit der innerhalb des Gehäuses angeordneten dritten Kontaktschiene elektrisch kontaktiert ist, und/oder einen aus dem Gehäuse ragenden vierten Anschluss, der mit der innerhalb des Gehäuses angeordneten vierten Kontaktschiene elektrisch kontaktiert ist.

Beispielsweise sind in der ersten Position die dritte Kontaktschiene und die vierte Kontaktschiene mittels des zweiten ersten Abschnitts elektrisch kontaktiert, und in der zweiten Position ist der zweite erste Abschnitt von dem Hohlzylinder umgeben. Auf diese Weise können zwei unterschiedliche Stromkreise mittels des Schaltsystems geschalten werden, wobei die fließenden elektrischen Ströme und/oder die elektrischen Spannungen unterschiedlich sein können.

Bevorzugt jedoch sind in der zweiten Position die dritte Kontaktschiene und die vierte Kontaktschiene mittels des zweiten ersten Abschnitts elektrisch kontaktiert, und in der ersten Position ist der zweite erste Abschnitt von dem Hohlzylinder umgeben. Folglich wird bei Betätigung des Schaltsystems der mit der ersten und zweiten Kontaktschiene elektrisch kontaktierte Stromkreis unterbrochen und der mit der dritten und vierten Kontaktschiene elektrisch kontaktierte Stromkreis geschlossen. Auf diese Weise können elektrisch ein Status und eine Schalterstellung des Schaltsystems überwacht werden. Beispielsweise umfasst das Schaltsystem einen dritten ersten Abschnitt und einen weiteren zweiten Abschnitt, wobei der weitere zweite Abschnitt zwischen dem zweiten und dem dritten ersten Abschnitt angeordnet ist. der weitere zweite Abschnitt ist insbesondere aus dem gleichen Material wie der zweite Abschnitt erstell, aber zumindest aus einem elektrisch isolierenden Material. In der ersten Position ist vorzugsweise der zweite Abschnitt zwischen der dritten Kontaktschiene und der vierten Kontaktschiene positioniert, und/oder in der zweiten Position ist der zweite erste Abschnitt zwischen der dritten Kontaktschiene und der vierten Kontaktschiene positioniert.

Geeigneterweise umfasst der Hohlzylinder einen fünften und einen sechsten Durchbruch, innerhalb derer eine fünfte bzw. eine sechste Kontaktschiene angeordnet ist. Somit können drei Stromkreise mittels des Schaltsystems geschalten werden, wobei beispielsweise einer hiervon der Überwachung des Schaltzustands des Schaltsystems dient.

Zweckmäßigerweise ist zwischen dem Hohlzylinder und dem Kontaktschieber eine Spielpassung erstellt, was ein Verkanten des Kontaktschiebers innerhalb des Hohlzylinders vermeidet und eine Führung verbessert. Ferner ist der Raumbereich zur Ausbreitung der Lichtbögen weiter reduziert, was folglich die Lichtbogenspannung erhöht. Somit erlöschen die beiden Lichtbögen bereits bei einer vergleichsweise geringen Lichtbogenlänge, was einen Platzbedarf des Schaltsystems verringert. Vorzugsweise ist die Spielpassung zumindest zwischen dem zweiten Abschnitt und dem Hohlzylinder erstellt, also zwischen dem elektrisch nicht leitenden Bauteil des Kontaktschiebers. Folglich ist es ermöglicht, den ersten Abschnitt im Wesentlichen auf einen vergleichsweise geringen ohmschen Widerstand hin zu optimieren. Beispielsweise ist die Spielpassung lediglich in einer Richtung zwischen dem Hohlzylinder und dem Kontaktschieber vorhanden, insbesondere zwischen den die Durchbrüche aufweisenden Wänden des Hohlzylinders, sodass bei der zweiten Position die beiden Kontaktschienen im Wesentlichen mittels des zweiten Abschnitts abgedeckt sind. Folglich sind die beiden Lichtbögen mittels des zweiten Abschnitts sowie der Innenwand des Hohlzylinders begrenzt.

Das Relais umfasst ein Schaltsystem mit einem Hohlzylinder, der einen ersten Durchbruch und einen zweiten Durchbruch aufweist. Innerhalb des ersten Durchbruchs ist eine erste Kontaktschiene und innerhalb des zweiten Durchbruchs eine zweite Kontaktschiene angeordnet. Ferner ist innerhalb des Hohlzylinders ein zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position in einer transversalen Richtung verschiebbar gelagerter Kontaktschieber angeordnet, der einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweist, wobei der erste Abschnitt elektrisch leitend ausgestaltet ist, und der zweite Abschnitt elektrisch nicht leitend ist. In der ersten Position sind die erste Kontaktschiene und die zweite Kontaktschiene mittels des ersten Abschnitts elektrisch leitend kontaktiert. In der zweiten Position ist der erste Abschnitt von dem Hohlzylinder umgeben. An dem Kontaktschieber ist ein Aktuator angebunden, der bei Betrieb mittels eines Schaltsignals beaufschlagt wird. Beispielsweise umfasst der Aktuator eine Feder, mittels derer der Kontaktschieber beaufschlagt ist. Insbesondere wird der Kontaktschieber mittels einer Verklinkung in der ersten Position gehalten. Bei Lösen der Verklinkung des Aktua- tors wird beispielsweise der Kontaktschieber aufgrund der Federkraft in die zweite Position bewegt. Alternativ oder in Kombination hierzu ist die Feder aus einer Formgedächtnislegierung erstellt, auch als Aktuatordraht bezeichnet. Beispielsweise ist an der Feder eine elektrische Leitung angebunden. Mittels Anlegen einer elektrischen Spannung an die Feder wird folglich diese erwärmt und deren Form verändert. Infolgedessen wird der Kontaktschieber von der ersten in die zweite oder von der zweiten in die erste Position bewegt, sodass eine Schaltaktion ausgeführt wird. Der Schutzschalter umfasst ein Schaltsystem mit einem Hohlzylinder, der einen ersten Durchbruch, innerhalb dessen eine erste Kontaktschiene angeordnet ist, und einen hierzu beabstandeten zweiten Durchbruch aufweist, innerhalb dessen eine zweite Kontaktschiene angeordnet ist. Innerhalb des Hohlzylinders ist ein zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position in einer transversalen Richtung verschiebbarer Kontaktschieber gelagert, der einen ersten Abschnitt, der elektrisch leitend ist, und einen zweiten Abschnitt aufweist, der elektrisch nicht leitend ist. In der ersten Position sind die erste Kontaktschiene und die zweite Kontaktschiene mittels des ersten Abschnitts elektrisch kontaktiert. In der zweiten Position ist der erste Abschnitt von dem Hohlzylinder umgeben. Der Schutzschalter weist ferner insbesondere einen Sensor auf, mittels dessen ein Überstrom oder eine Überspannung detektiert wird. Besonders bevorzugt ist der Sensor ein Stromwandler, der beispielsweise eine Spule aufweist, der mit einer der beiden Kontaktschienen gekoppelt ist. Insbesondere ist der Sensor signaltechnisch mit der Kontaktschiene gekoppelt und derart positioniert, dass der mittels der Kontaktschiene geführte elektrische Strom erfasst werden kann. Insbesondere weist der Sensor eine Spule auf, die die Kontaktschiene umgibt, und mittels der folglich ein die Kontaktschiene umgebendes magnetisches Feld erfasst werden kann. Zweckmäßigerweise ist an dem Kontaktschieber ein Aktuator angebunden, der mittels einer Steuerung, die das von dem Sensor erfasste Signal auswertet, mittels eines Signals beaufschlagt wird, sodass der Kontaktschieber von der ersten Position in die zweite Position bewegt wird.

Die Erfindung betrifft ferner ein Bordnetz mit einem derartigen Schaltsystem, welches beispielsweise ein Bestandteil eines Relais oder eines Schutzschalters ist.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung ein Schaltsystem sowie optionale

Komponenten eines Relais oder Schutzschalters,

Fig. 2 ausschnittsweise das zusammengesetzte Schaltsystem mit einem

Kontaktschieber, Fig .3 perspektivisch den Kontaktschieber,

Fig 4 in einer Draufsicht eine weitere Ausgestaltungsform des Schaltsystems in einer ersten Position,

Fig 5 gemäß Fig. 4 das Schaltsystem in einer zweiten Position,

Fig 6 gemäß Fig. 4 eine weitere Ausgestaltungsform des Schaltsystems in der ersten Position, und

Fig 7 das Schaltsystem gemäß Fig. 6 in der zweiten Position.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

In Fig. 1 ist in einer Explosionsdarstellung ein Schaltsystem 2 mit einem Gehäuse 4 dargestellt, das eine Oberschale 6 und eine Unterschale 8 umfasst. Die Oberschale 6 weist einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, wobei die Deckfläche eine Anzeige 10 mit einem Schlitz 12 aufweist. Die Anzeige 10 ist mittels Prägen in die Deckfläche der Oberschale 6 eingebracht, die mittels des Schlitzes 12 geöffnet ist. An der Unterschale 8 sind etwa mittig zwei Seitenwände 14 angeformt, die mit weiteren Bestandteilen der Unterschale 8 sowie im Montagezustand mit der Oberschale 6 einen Hohlzylinder 16 mit einem rechteckförmi- gen Querschnitt bilden. Eine der Seitenwände 14 weist einen ersten Durchbruch 18 und die verbleibende Seitenwand 14 einen zweiten Durchbruch 20 auf, die jeweils mittels senkrecht zu den Seitenwänden 14 verlaufender Schlitze gebildet sind. Mit anderen Worten sind die beiden Seitenwände 14 mittels des jeweiligen Durchbruchs 18,20 unterteilt. Die Seitenwände 14 und folglich auch die Unterschale 8 sowie die Oberschale 6 sind aus einem elektrisch nicht leitenden Kunststoff erstellt.

Das Schaltsystem 2 weist ferner eine im Wesentlichen L-förmige erste Kontaktschiene 22 und eine ebenfalls L-förmige zweite Kontaktschiene 24 auf, die aus einem elektrisch leitfähigen Material, wie beispielsweise Kupfer, erstellt sind. Im Montagezustand liegt einer der Schenkel der ersten Kontaktschiene 22 bündig mit einer Innenwand 26 des Hohlzylinders innerhalb des ersten Durchbruchs 18 ein, wie in Fig. 2 dargestellt. Der verbleibende Schenkel der ersten Kontaktschiene 22 ist parallel zum Hohlzylinder 16, also in einer transversalen Richtung 28 angeordnet. An diesem Ende der ersten Kontaktschiene 22 ist ein erster Anschluss 30 in Form eines kreuzförmigen Plättchens endseitig angeordnet, der durch einen ersten Schlitz 32 in das Innere des Gehäuses 2 ragt. An dem sich außerhalb des Gehäuses 2 befindenden Ende weist der erste Anschluss 30 eine erste Bohrung 34 auf.

Das Schaltsystem 2 umfasst ferner einen zweiten Anschluss 36, der baugleich zu dem ersten Anschluss 30 ist und folglich kreuzförmig ausgestaltet ist, sowie eine zweite Bohrung 38 aufweist. Im Montagezustand befindet sich der zweite Anschluss 36 innerhalb eines zweiten Schlitzes 40, sodass dieser auch aus dem Inneren des Gehäuses 2 nach außen ragt. Der sich innerhalb des Gehäuses 2 befindende Teil des zweiten Anschlusses 36 ist elektrisch mit der zweiten Kontaktschiene 24 kontaktiert, die sich, ebenso wie die erste Kontaktschiene 22, innerhalb des Gehäuses 2 befindet. Hierbei ist der mit dem zweiten Anschluss 36 elektrisch kontaktierte Abschnitt der L-förmigen zweiten Kontaktschiene 24 parallel zur transversalen Richtung 28, und der zur transversalen Richtung 28 senkrechte Schenkel liegt freiendseitig innerhalb des zweiten Durchbruchs 20 des Hohlzylinders 16 bündig mit der Innenwand 26 ein.

Das Schaltsystem 2 umfasst ferner einen in Fig. 3 dargestellten Kontaktschieber 42, der im Montagezustand innerhalb des Hohlzylinders 16 positioniert ist und mittels des Hohlzylinders in transversaler Richtung 28 verschiebbar gelagert ist, sodass der Kontaktschieber 42 eine erste und eine zweite Position einnehmen kann. Die erste Position ist in Fig.2 dargestellt. Der Kontaktschieber 42 weist einen ersten Abschnitt 44 aus einem Metall, wie Kupfer, und einen quaderförmgen zweiten Abschnitt 46 auf, der aus einem elektrisch nicht leitenden Material, wie einem Kunststoff erstellt ist. Im Montagezustand ist zwischen dem zweiten Abschnitt 46 und der Innenwand 26 des Hohlzylinders 16 eine Spielpassung erstellt. Die beiden Abschnitte 44,46 sind in transversaler Richtung 28 aneinander gefügt, und an den einander abgewandten Stirnseiten ist jeweils ein zylindrischer Zapfen 48 befestigt. Ferner ist an dem zweiten Abschnitt 46 ein plättchenförmige Vorsprung 50 angebunden, insbesondere angeformt, der senkrecht zur transversalen Richtung 28 ist und im Montagezustand innerhalb des Schlitzes 12 der Oberschale 6 angeordnet ist. Mittels des Vorsprungs 50 und der Anzeige 10 wird der aktuelle Schaltzustand des Schaltsystems 2 dargestellt. An dem dem ersten Abschnitt 44 zugeordneten Zapfen 48 ist eine erste Feder 52 angebunden, wobei die erste Feder 52 den Zapfen 48 umfangsseitig umgibt, sodass die erste Feder 52 mittels des Zapfens 48 gehalten ist. Das verbleibende Ende der ersten Feder 52 ist mit einem weiteren Zapfen 54 in Eingriff, der an der Unterschale 8 angebunden ist und sich an einer stirnseitig des Hohlzylinders 16 befindenden Wand der Unterschale 8 befindet. Der dem zweiten Abschnitt 46 zugeordnete Zapfen 48 wird von einer zweiten Feder 56 umfangsseitig umgeben, die in gleicher Art und Weise an der Unterschale 8 gehalten ist, wobei die beiden Federn 52,56 in transversaler Richtung 28 mittels des Kontaktschiebers 42 beabstandet sind.

Zur Ausbildung eines Relais 58 sind die beiden Federn 52,56 aus einer Formgedächtnislegierung erstellt und mittels jeweils zugeordneter Steuerleitungen 60,62 elektrisch kontaktiert, wobei der ersten Feder 52 eine erste Steuerleitung 60 und der zweiten Feder 56 eine zweite Steuerleitung 62 zugeordnet ist. Mittels Anlegen einer elektrischen Spannung an die jeweilige Steuerleitung 60,62 wird die Ausdehnung der Federn 52,56 in transversaler Richtung 26 verändert. Die beiden Federn 52,56 sind Bestandteil eines folglich elektrisch betätigten Aktuators. Die Steuerleitungen 60,62 sind aus dem Gehäuse 2 geführt und mittels einer nicht dargestellten Steuerung elektrisch kontaktiert. In einer Alternative ist die zweite Feder 56 sowie die zweite Steuerleitung 62 oder die erste Feder 52 und die erste Steuerleitung 60 weggelassen. Falls mittels des Schaltsystems 2 kein Relais 58 bereitgestellt werden soll, sind beispielsweise beide Federn 52,56 sowie die Anschlussleitungen 60,62 nicht vorhanden.

Zur Ausbildung eines Schutzschalters 64 ist ein Sensor 66 vorgesehen, der mit der ersten Kontaktschiene 22 gekoppelt ist. Hierbei umfasst der Sensor 66 eine Spule 68, die um den zur transversalen Richtung 28 parallelen Schenkel der L- förmigen ersten Kontaktschiene 22 gewunden ist. Die Spule 68 ist elektrisch ge- genüber der ersten Kontaktschiene 22 isoliert, was mittels einer Erstellung der Spule 68 aus einem Lackdraht erfolgt. Zwei Signalleitungen 70 sind an die Spule 68 angeformt, mittels derer folglich ein durch die erste Kontaktschiene 22 fließender elektrische Strom mittels dessen erzeugtem Magnetfeld erfasst wird.

Um einen elektrischen Stromfluss zwischen dem ersten Anschluss 30 und dem zweiten Anschluss 36 zu ermöglichen, wird der Kontaktschieber 42 in die in Fig. 2 dargestellte erste Position bewegt, bei der der ersten Abschnitt 44 zwischen der ersten Kontaktschiene 22 und der zweiten Kontaktschiene 24 positioniert ist. Hierbei liegt die erste Kontaktschiene 22 mittels des innerhalb des ersten Durchbruchs 18 positionierten Bereichs freiendseitig an dem ersten Abschnitt 44 des Kontaktschiebers 42 an. Auch liegt die zweite Kontaktschiene 24 freiendseitig mittels des innerhalb des zweiten Durchbruchs 20 befindenden Abschnitts an dem ersten Abschnitt 44 des Kontaktschiebers 42 an. Folglich ist ein Stromfluss von dem ersten Anschluss 30 über die erste Kontaktschiene 22, den ersten Abschnitt 44 und die zweite Kontaktschiene 24 zu dem zweiten Anschluss 36 ermöglicht, wobei der Stromfluss beispielsweise mittels des Sensors 66 erfasst wird. Zur Einnahme der ersten Position wird der Kontaktschieber 42 beispielsweise mittels des Vorsprungs 50 manuell bewegt, oder die Signalleitungen 60,62 werden geeignet beaufschlagt, sodass der Kontaktschieber 42 mittels der ersten Feder 52 und der zweiten Feder 56 in transversaler Richtung 28 bewegt wird.

Falls mittels des Sensors 66 ein Überstrom detektiert wird, oder ein bestimmtes Signal an die Steuerung übermittelt wird, werden die beiden Steuerleitungen 60,62 derart beaufschlagt, dass die Ausdehnung der ersten Feder 52 in transversaler Richtung 28 verringert und die der zweiten Feder 56 in transversaler Richtung 28 vergrößert wird. Folglich wird der verschiebbar innerhalb des Hohlzylinders 16 gelagerte Kontaktschieber 42 in transversaler Richtung 8 zur Einnahme der zweiten Position verbracht. In der zweiten Position ist der erste Abschnitt 44 von den Seitenwänden 14 und somit vollständig von dem Hohlzylinder 16 umgeben. Der zweite Abschnitt 46 befindet sich zwischen den beiden Durchbrüchen 18,20 und folglich auch zwischen den beiden Kontaktschienen 22,24, die freiend- seitig an dem zweiten Abschnitt 46 anliegen. Der zweite Abschnitt 46 steht hierbei über die beiden Durchbrüche 18,20 in transversaler Richtung 28 über.

Folglich werden die sich bei einem Schaltvorgang zwischen den Kontaktschienen 22,24 und dem ersten Abschnitt 44 ausbildenden Lichtbögen einerseits in transversaler Richtung 28 aufgrund der Bewegung des Kontaktschiebers 42 verlängert. Andererseits ist der Ausbreitung der Lichtbögen zur Verfügung stehende Raumbereich lediglich zwischen dem zweiten Abschnitt 46 und den Seitenwänden 14 im Bereich des Überstands über die beiden Durchbrüche 18,20 gebildet, was folglich den elektrischem Widerstand der beiden Lichtbögen erhöht. Infolgedessen ist bereits bei einer vergleichsweise geringen Bewegung des Kontaktschiebers 42 in transversaler Richtung 28 ein Erlöschen der beiden Lichtbögen gegeben, sodass sicher und nach einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne nach der Einleitung des Schaltvorgangs der elektrische Stromfluss zwischen dem ersten und zweiten Anschluss 30,36 unterbunden ist. Das Schaltsystem 2 ist hierbei vorgesehen, eine elektrische Spannung von 48 Volt innerhalb eines Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs zu schalten. Hierfür sind die Anschlüsse 30,36 auf einen korrespondierenden Schaltkasten des Kraftfahrzeugs angepasst, und innerhalb der beiden Bohrungen 34,38 ist im Montagezustand ein entsprechendes Bauteil des Schaltkastens verrastet.

In Fig. 4 und 5 ist in einer Draufsicht eine weitere Ausgestaltungsform des Schaltsystems 2 dargestellt, wobei die Oberschale 6 nicht gezeigt ist. Die erste Feder 52, die zweite Feder 56, deren Anbindung an die Unterschale 8 sowie deren elektrische Kontaktierung mit der ersten Steuerleitung 60 bzw. der zweiten Steuerleitung 62 sind nicht verändert. Der Hohlzylinder 16 ist verlängert und die Seitenwand 14, die den ersten Durchbruch 18 aufweist, weist einen dritten Durchbruch 72 auf, und die verbleibende Seitenwand 14 umfasst einen vierten Durchbruch 74, der dem dritten Durchbruch 72 gegenüberliegend angeordnet ist. Der Abstand des dritten Durchbruchs 72 zum ersten Durchbruch 18 ist gleich dem Abstand des vierten Durchbruchs 74 zum zweiten Durchbruch 20. Innerhalb des zweiten Durchbruchs 20 ist auch weiterhin die zweite Kontaktschiene 24 bündig mit der Innenwand 26 angeordnet, die ferner an dem zweiten An- schluss 36 angebunden und elektrisch mit diesem kontaktiert ist. Auch ist innerhalb der ersten Aussparung 18 die erste Kontaktschiene 22 positioniert, wobei deren Orientierung jedoch im Vergleich zur vorhergehenden Ausführungsform verändert ist, sodass diese nunmehr in Richtung des weiteren Zapfens 54 weist. Der erste Anschluss 30 sowie das Ende der ersten Kontaktschiene 22 sind unterhalb der ersten Steuerleitung 60 angeordnet. Infolgedessen ist die Signalleitung 70 des Sensors 66 verkürzt, was im Wesentlichen die einzelne Änderung des Sensors 66 darstellt. Innerhalb des dritten Durchbruches liegt freiendseitig eine L- förmig gebogene dritte Kontaktschiene 76 ein, deren verbleibendes Freiende mit einem dritten Anschluss 78 elektrisch kontaktiert und an diesem angebunden ist. Innerhalb des vierten Durchbruchs 74 liegt freiendseitig eine L-förmig ausgestaltete vierte Kontaktschiene 80 bündig mit der Innenwand 26 ein. Das verbleibende Freiende ist an einem vierten Anschluss 82 angebunden und mit diesem elektrisch kontaktiert. Die dritte Kontaktschiene 76, deren Positionierung bezüglich des Hohlzylinders 16 sowie bezüglich des dritten Anschlusses entspricht - ebenso wie die jeweilige Positionierung der vierten Kontaktschiene 80 bezüglich des Hohlzylinders 16 und des vierten Anschlusses 82 - derjenigen der zweiten Kontaktschiene 24 bezüglich des Hohlzylinders 16 sowie bezüglich des zweiten Anschlusses 36. Auch der dritte und der vierte Anschluss 78, 82 ragen aus dem Gehäuse 4 hinaus.

Der Kontaktschieber 42 ist abgeändert, wobei der erste Abschnitt 44 und der zweite Abschnitt 46 unverändert belassen sind. Auch ist wiederum der erste Abschnitt 44 an der ersten Feder 52 angebunden. Auf der dem ersten Abschnitt 44 gegenüberliegenden Seite des zweiten Abschnitts 46 weist der Kontaktschieber 42 einen zweiten ersten Abschnitt 84 auf, der aus einem elektrisch leitenden Material erstellt ist. Insbesondere ist der zweite erste Abschnitt 84 baugleich zu dem ersten Abschnitt 44. Mit anderen Worten ist der zweite Abschnitt 46 zwischen den beiden ersten Abschnitten 44, 84 angeordnet. Der zweite erste Abschnitt 84 befindet sich somit auf der gleichen Seite wie der Zapfen 48 des zweiten Abschnitts 46 des vorhergehenden Beispiels, der hierbei weggelassen ist. Der zweite erste Abschnitt 84 weist diesen Zapfen 48 nunmehr auf, und ist an der zweiten Feder 56 angebunden.

Bei der in Fig. 4 gezeigten ersten Position sind die erste Kontaktschiene 22 und die zweite Kontaktschiene 24 mittels des ersten Abschnitts 44 elektrisch kontaktiert, der sich zwischen diesen befindet. Zwischen der dritten Kontaktschiene 76 und der vierten Kontaktschiene 80 ist der zweite Abschnitt 42 positioniert, und der zweite erste Abschnitt 84 ist von dem Hohlzylinder 16 umgeben. Bei der in Fig. 5 gezeigten zweiten Position ist der Kontaktschieber 42 transversal verbracht, und die Länge der zweiten Feder 56 vergrößert, wobei die Länge der ersten Feder 52 verringert ist. In der zweiten Position ist der erste Abschnitt 44 von dem Hohlzylinder 16 umgeben, und zwischen der ersten und der zweiten Kontaktschiene 22, 24 ist der zweite Abschnitt 46 angeordnet. Zwischen der dritten Kontaktschiene 76 und der vierten Kontaktschiene 80 ist nun der zweite erste Abschnitt 84 angeordnet, die somit mittels des zweiten ersten Abschnitts 84 elektrisch miteinander kontaktiert sind. Folglich ist in der ersten Position ein elektrischer Stromfluss zwischen dem ersten Anschluss 30 und dem zweiten Anschluss 36 ermöglicht, wobei ein Stromfluss zwischen dem dritten Anschluss 78 und dem vierten Anschluss 82 unterbunden ist. In der zweiten Position ist ein Stromfluss zwischen dem ersten Anschluss 30 und dem zweiten Anschluss 36 unterbunden, und ein Stromfluss zwischen dem dritten Anschluss 78 und dem vierten Anschluss 82 ermöglicht.

In Fig. 4 ist eine weitere Ausgestaltungsform des Schaltsystems 2 dargestellt, wobei auch hier die Oberschale 6 nicht gezeigt ist. Im Vergleich zur vorhergehenden Ausgestaltungsform ist der Hohlzylinder 16 weiter verlängert und die Ausdehnung des Gehäuses 4 parallel zur Hauptausdehnungsrichtung des Hohlzylinders 16 ebenfalls vergrößert. Die erste Kontaktschiene 22, der erste Anschluss 30, die zweite Kontaktschiene 24, der zweite Anschluss 36 sowie die erste Feder 52, der Sensor 66 und die erste Steuerleitung 60 sind nicht verändert. Auch ist die zweite Feder 56, die zweite Steuerleitung 62, die dritte Kontaktschiene 76, der dritte Anschluss 78, die vierte Kontaktschiene 80 sowie der vierte Anschluss 82 nicht verändert. Lediglich der Abstand zwischen der ersten Kontaktschiene 22 und der dritten Kontaktschiene 76 sowie zwischen der zweiten Kontaktscheine 74 und der vierten Kontaktschiene 80 ist vergrößert, ebenso wie der Abstand zwischen dem ersten Durchbruch 18 und dem dritten Durchbruch 72 sowie zwischen dem zweiten Durchbruch 20 und dem vierten Durchbruch 74.

Zwischen dem ersten Durchbruch 18 und dem dritten Durchbruch 72 weist diese Seitenwand 14 einen fünften Durchbruch 86 auf, innerhalb derer eine fünfte Kontaktscheine 88 freiendseitig angeordnet ist. Das verbleibende Freiende ist an einen fünften Anschluss 90 angebunden. Die fünfte Kontaktschiene 88 sowie der fünfte Anschluss 90 und deren jeweilige Positionierung entspricht der der dritten Kontaktschiene 76 und des dritten Anschlusses 78. Die verbleibende Seitenwand 14 weist zwischen dem zweiten Durchbruch 20 und dem vierten Durchbruch 76 einen sechsten Durchbruch 92 auf, innerhalb dessen endseitig eine L-förmig ausgestaltete sechste Kontaktschiene 94 mit deren Freiende bündig mit der Innenwand 26 einliegt. Das verbleibende Freiende der sechsten Kontaktschiene 94 ist elektrisch und mechanisch mit einem sechsten Anschluss 96 verbunden. Die sechste Kontaktschiene 94 und der sechste Anschluss 96 entsprechen im Wesentlichen der vierten Kontaktschiene 80 und dem vierten Anschluss 82.

Der Kontaktschieber 42 ist verlängert und weist wiederum den ersten Abschnitt 44 auf, der an der ersten Feder 52 angebunden ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des ersten Abschnitts 44 ist ein zweiter zweiter Abschnitt 98 an dem ersten Abschnitt 44 angebunden, der zwischen dem ersten Abschnitt 44 und einem dritten ersten Abschnitt 100 positioniert ist. An dessen verbliebenen Ende ist der zweite Abschnitt 46 angebunden, der wiederum den Vorsprung 50 aufweist. An dessen verbleibenden Ende befindet sich der zweite erste Abschnitt 84, an dessen verbleibendem Ende ein dritter zweiter Abschnitt 102 angebunden ist, welcher den Zapfen 48 aufweist, an dem die zweite Feder 56 angebunden ist. Folglich weist der Kontaktschieber 42 drei erste Abschnitte auf, nämlich den ersten Abschnitt 44, den zweiten ersten Abschnitt 84 und den dritten ersten Abschnitt 100. Sämtliche erste Abschnitte 44, 84, 100 sind aus einem elektrisch leitenden Material, wie Kupfer, erstellt. Ferner weist der Kontaktschieber 42 drei zweite Abschnitte auf, nämlich den zweiten Abschnitt 46, den zweiten zweiten Abschnitt 98 und den dritten zweiten Abschnitt 102. Diese sind aus einem elektrisch isolierenden Material wie einem Kunststoff gefertigt. Zwischen jeweils benachbarten ersten Abschnitten 44, 84, 100 ist jeweils einer der zweiten Abschnitt 46, 98, 102 positioniert und an den jeweiligen ersten Abschnitten 44, 84, 100 befestigt.

Bei der in der Fig. 6 gezeigten ersten Position ist die erste Kontaktschiene 22 mittels des ersten Abschnitts 44 mit der zweiten Kontaktschiene 24 und die dritte Kontaktschiene 88 mittels des dritten ersten Abschnitts 100 mit der vierten Kontaktschiene 94 elektrisch kontaktiert. Die dritte Kontaktschiene 76 ist mittels des zweiten Abschnitts 46 gegenüber der vierten Kontaktschiene 80 elektrisch isoliert, und der zweite erste Abschnitt 84 ist mittels des Hohlzylinders 16 umgeben. Bei der in Fig. 2 dargestellten zweiten Position ist die dritte Kontaktschiene 76 mittels des zweiten ersten Abschnitts 84 mit der vierten Kontaktschiene 80 elektrisch kontaktiert, welcher folglich zwischen dem dritten Durchbruch 72 und dem vierten Durchbruch 74 positioniert ist. Zwischen der ersten Kontaktschiene 22 und der zweiten Kontaktschiene 24 ist der zweite zweite Abschnitt 98 und zwischen der fünften Kontaktschiene 88 und der sechsten Kontaktschiene 94 ist der zweite Abschnitt 46 positioniert, die folglich gegeneinander isoliert sind. Somit ist bei der ersten Position ein elektrischer Stromfluss zwischen dem ersten Anschluss 30 und dem zweiten Anschluss 36 sowie zwischen dem fünften Anschluss 90 und dem sechsten Anschluss 96 ermöglicht, wohingegen ein Stromfluss zwischen dem dritten Anschluss 78 und dem vierten Anschluss 82 unterbunden ist. In der zweiten Position ist ein Stromfluss zwischen dem ersten Anschluss 30 und dem zweiten Anschluss 36 sowie zwischen dem fünften Anschluss 90 und dem sechsten Anschluss 96 unterbunden, wohingegen ein Stromfluss zwischen dem dritten Anschluss 78 und dem vierten Anschluss 82 ermöglicht ist.

Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit den einzelnen Ausführungsbeispielen beschriebene Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Bezugszeichenliste

2 Schaltsystem

4 Gehäuse

6 Oberschale

8 Unterschale

10 Anzeige

12 Schlitz

14 Seitenwand

16 Hohlzylinder

18 erster Durchbruch

20 zweiter Durchbruch

22 erste Kontaktschiene

24 zweite Kontaktschiene

26 Innenwand

28 transversale Richtung

30 erster Anschluss

32 erster Schlitz

34 erste Bohrung

36 zweiter Anschluss

38 zweite Bohrung

40 zweiter Schlitz

42 Kontaktschieber

44 erster Abschnitt

46 zweiter Abschnitt

48 Zapfen

50 Vorsprung

52 erste Feder

54 weiterer Zapfen

56 zweite Feder

58 Relais

60 erste Steuerleitung

62 zweite Steuerleitung Schutzschalter

Sensor

Spule

Signalleitung

dritter Durchbruch vierter Durchbruch dritte Kontaktschiene dritter Anschluss vierte Kontaktschiene vierter Anschluss zweiter erster Abschnitt fünfter Durchbruch fünfte Kontaktschiene fünfter Anschluss sechster Durchbruch sechste Kontaktschiene sechster Anschluss zweiter zweiter Abschnitt dritter erster Abschnitt dritter zweiter Abschnitt