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Title:
SYNCHRONISED RECORDING OF VIDEO AND AUDIO WITH WIRELESSLY CONNECTED VIDEO AND AUDIO RECORDING DEVICES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/081633
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for synchronising video and audio during a recording by a video recording device and an audio recording device designed for wireless data communication between one other. Said method comprises the following steps: (a) activating a recording on the video recording device, (b) sending an audio recording command from the video recording device to the audio recording device, (c) storing a recorded video data stream in a memory of the video recording device, (d) receiving, by the video recording device, an audio data stream from the audio recording device and storing same in the memory of the video recording device, (e) determining a delay of the stored audio data stream in relation to the stored video data stream, and (f) merging the stored audio data stream and the stored video data stream, taking into account the determined delay, in order to provide a recording data stream with synchronised video and audio. The invention also relates to a system for the synchronised recording of video and audio, to a video recording device, and to a computer program.

Inventors:
SONNLEITNER, Philipp (Erzherzog Johann Gasse 22, 8200 Gleisdorf, 8200, AT)
PLANECK, Marc (Dernjacgasse 2/8/16, 1230 Wien, 1230, AT)
Application Number:
EP2018/079268
Publication Date:
May 02, 2019
Filing Date:
October 25, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MIKME GMBH (Spittelauer Lände 12, Stadtbahnbogen 335, 1090 Wien, 1090, AT)
International Classes:
G11B27/031; G11B27/10
Domestic Patent References:
WO2016162560A12016-10-13
Foreign References:
US20140056570A12014-02-27
US20060104616A12006-05-18
US20120033089A12012-02-09
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
NILSSON, Peter (Dilg, Haeusler Schindelmann Patentanwaltsgesellschaft mb, Leonrodstr. 58 München, 80636, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zur Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit einer Videoaufnahmevorrichtung und einer Audioaufnahmevorrichtung, die zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander eingerichtet sind, das Verfahren aufweisend

Aktivieren (210) einer Aufnahme bei der Videoaufnahmevorrichtung, Senden (220) eines Audioaufnahmebefehls von der

Videoaufnahmevorrichtung an die Audioaufnahmevorrichtung,

Speichern (230) eines aufgenommenen Videodatenstroms in einem

Speicher der Videoaufnahmevorrichtung,

Empfangen (240) eines Audiodatenstroms von der

Audioaufnahmevorrichtung bei der Videoaufnahmevorrichtung und Speichern desselben im Speicher der Videoaufnahmevorrichtung,

Bestimmen (250) einer Verzögerung des gespeicherten

Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und

Zusammenfügen (260) des gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten Verzögerung, um einen Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Bestimmen der Verzögerung folgendes aufweist:

Bestimmen eines Videoaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Videodaten im Videodatenstrom von der Videoaufnahmevorrichtung

aufgenommen werden,

Bestimmen eines Audioaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Audiodaten im Audiodatenstrom von der Audioaufnahmevorrichtung

aufgenommen werden, und

Bestimmen der Verzögerung des gespeicherten Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom basierend auf dem

Videoaufnahmestartzeitpunkt und dem Audioaufnahmestartzeitpunkt.

3. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei der Videoaufnahmestartzeitpunkt und der Audioaufnahmestartzeitpunkt relativ zum Zeitpunkt der Aktivierung der Aufnahme bei der Videoaufnahmevorrichtung bestimmt werden. 4. Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei der Audioaufnahmebefehl einen ersten Zeitstempel aufweist und wobei die ersten Audiodaten im

Audiodatenstrom einen zweiten Zeitstempel aufweisen.

5. Verfahren gemäß Anspruch 4, wobei der zweite Zeitstempel relativ zu dem ersten Zeitstempel und unter Berücksichtigung einer Bearbeitungsdauer der Audioaufnahmevorrichtung bestimmt wird.

6. Verfahren gemäß Anspruch 4 oder 5, wobei der

Audioaufnahmestartzeitpunkt basierend auf dem ersten und dem zweiten Zeitstempel sowie auf einer mit der drahtlosen Datenkommunikation verbundenen Übertragungsverzögerung bestimmt wird .

7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der

Videoaufnahmestartzeitpunkt durch Messen des zeitlichen Abstands zwischen dem Aktivieren der Aufnahme und dem Speichern der ersten Videodaten des aufgenommenen Videodatenstroms im Speicher der

Videoaufnahmevorrichtung bestimmt wird.

8. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend ein Zuschneiden des Aufnahmedatenstroms, wobei Audiodaten, zu denen keine entsprechenden Videodaten vorhanden sind, und Videodaten, zu denen keine entsprechenden Audiodaten vorhanden sind, entfernt werden.

9. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend

Senden eines weiteren Audioaufnahmebefehls von der

Videoaufnahmevorrichtung an eine weitere Audioaufnahmevorrichtung, Empfangen eines weiteren Audiodatenstroms von der weiteren

Audioaufnahmevorrichtung bei der Videoaufnahmevorrichtung und Speichern desselben im Speicher der Videoaufnahmevorrichtung,

Bestimmen einer weiteren Verzögerung des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und

Zusammenfügen des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms, des gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten weiteren Verzögerung und der bestimmten Verzögerung .

10. System zur synchronisierten Aufnahme von Video und Audio , das System aufweisend

eine Videoaufnahmevorrichtung (20) und

eine Audioaufnahmevorrichtung (10),

wobei die Videoaufnahmevorrichtung (20) und die

Audioaufnahmevorrichtung (10) zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander und zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche eingerichtet sind. 11. System gemäß Anspruch 10, wobei die Videoaufnahmevorrichtung ein mobiles Datenkommunikationsgerät, insbesondere ein Smartphone oder Tablet mit eingebauter Kamera ist.

12. System gemäß Anspruch 10 oder 11, ferner aufweisend eine weitere Audioaufnahmevorrichtung, die zur drahtlosen Kommunikation mit der

Videoaufnahmevorrichtung eingerichtet ist.

13. Videoaufnahmevorrichtung aufweisend

eine Datenkommunikationseinheit (22), die zur drahtlosen

Datenkommunikation mit einer Audioaufnahmevorrichtung eingerichtet ist, einen Speicher (24) und

eine Steuereinheit (26), die eingerichtet ist zum : Senden eines Audioaufnahmebefehls an die

Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit,

Speichern eines aufgenommenen Videodatenstroms in dem

Speicher,

Empfangen eines Audiodatenstroms von der

Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit,

Speichern des empfangenen Audiodatenstroms in dem Speicher, Bestimmen einer Verzögerung des gespeicherten

Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und

Zusammenfügen des gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten Verzögerung, um einen Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen. 14. Videoaufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 13, wobei die

Datenkommunikationseinheit ferner zur drahtlosen Datenkommunikation mit einer weiteren Audioaufnahmevorrichtung eingerichtet ist und wobei die Steuereinheit ferner eingerichtet ist zum :

Senden eines weiteren Audioaufnahmebefehls an die weitere

Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit,

Empfangen eines weiteren Audiodatenstroms von der weiteren

Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit,

Speichern des empfangenen weiteren Audiodatenstroms im Speicher,

Bestimmen einer weiteren Verzögerung des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und

Zusammenfügen des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms, des gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten weiteren Verzögerung und der bestimmten Verzögerung .

15. Computerprogramm, welches, wenn es von einem Prozessor ausgeführt wird, eingerichtet ist, das Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 durchzuführen.

Description:
Synchronisiertes Aufnehmen von Video und Audio mit drahtlos verbundenen Video- und Audioaufnahmevorrichtungen

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der Video- und

Audioaufnahme, insbesondere der Aufnahme mit separaten Video- und

Audioaufnahmevorrichtungen. Spezifischer betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit einer Videoaufnahmevorrichtung und einer Audioaufnahmevorrichtung, die zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander eingerichtet sind . Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein System zur synchronisierten Aufnahme von Video und Audio, eine Videoaufnahmevorrichtung sowie ein

Computerprogramm.

Hintergrund der Erfindung

Bekannte Videoaufnahmevorrichtungen mit eingebauter

Audioaufnahmevorrichtung weisen mehrere Nachteile auf. Aufgrund der angestrebten Kompaktheit solcher Videoaufnahmevorrichtungen (z. B.

Camcorder, Smartphones und Tablets) sind die Mikrofoneinheiten der eingebauten Audioaufnahmevorrichtung meistens relativ klein und können folglich lediglich eine entsprechend niedrige Audioaufnahmequalität liefern. Ferner ist die eingebaute Audioaufnahmevorrichtung sehr anfällig für

Geräusche, die vom Benutzer (z. B. durch Berührung des Gehäuses) oder der Umgebung verursacht werden . Des Weiteren ist die Verwendung einer eingebauten Audioaufnahmevorrichtung in vielen Aufnahmesituationen nicht optimal, zum Beispiel aufgrund eines relativ großen und während der Aufnahme variierenden Abstands zwischen Videoaufnahmevorrichtung und Motiv oder Objekt der Aufnahme.

Diese Nachteile können prinzipiell durch Verwendung einer separaten, hochwertigen Audioaufnahmevorrichtung überwunden werden, wobei aber neue Herausforderungen beim Zusammenfügen von Videodaten und

Audiodaten entstehen. Die Verwendung einer Kabelverbindung zwischen Video- und Audioaufnahmegerät ist einfach aber unpraktisch und unflexibel . Eine drahtlose Verbindung ist praktischer, aber hier entstehen Schwierigkeiten bei der Zusammenfügung der Daten, um einen Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Videoaufnahmevorrichtung ein mobiles Gerät mit weiteren Funktionen ist, wie z. B. ein Smartphone oder Tablet. Bei solchen Geräten können nämlich in Abhängigkeit der gegenwärtigen Auslastung des

Betriebssystems und der drahtlosen Datenübertragung zwischen

Audioaufnahmevorrichtung und Videoaufnahmevorrichtung stark schwankende Verzögerungen zwischen dem Zeitpunkt des Aktivierens einer Aufnahme (z.B. durch Betätigen eines Aufnahmebuttons) und den Zeitpunkten entstehen, zu denen die Videoaufnahme und die Audioaufnahme tatsächlich beginnen und gespeichert werden.

Zusammenfassung der Erfindung Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine effiziente

Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit einer

Videoaufnahmevorrichtung und einer Audioaufnahmevorrichtung, die zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander eingerichtet sind,

bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Gegenstände der unabhängigen

Patentansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben. Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit einer

Videoaufnahmevorrichtung und einer Audioaufnahmevorrichtung, die zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander eingerichtet sind, beschrieben. Das beschriebene Verfahren weist folgendes auf: (a) Aktivieren einer

Aufnahme bei der Videoaufnahmevorrichtung, (b) Senden eines

Audioaufnahmebefehls von der Videoaufnahmevorrichtung an die

Audioaufnahmevorrichtung, (c) Speichern eines aufgenommenen

Videodatenstroms in einem Speicher der Videoaufnahmevorrichtung, (d) Empfangen eines Audiodatenstroms von der Audioaufnahmevorrichtung bei der Videoaufnahmevorrichtung und Speichern desselben im Speicher der Videoaufnahmevorrichtung, (e) Bestimmen einer Verzögerung des

gespeicherten Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten

Videodatenstrom und (f) Zusammenfügen des gespeicherten

Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter

Berücksichtigung der bestimmten Verzögerung, um einen

Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen . Gemäß diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird erst eine Aufnahme bei der Videoaufnahmevorrichtung aktiviert, zum Beispiel durch Drücken eines Startbuttons oder ähnliches. Als Reaktion auf diese Aktivierung sendet die Videoaufnahmevorrichtung einen Audioaufnahmebefehl an die

Audioaufnahmevorrichtung, um eine Audioaufnahme durch die

Audioaufnahmevorrichtung zu initiieren. Als eine weitere Reaktion auf die

Aktivierung der Aufnahme wird Video aufgenommen und der aufgenommene Videodatenstrom wird in einem Speicher der Videoaufnahmevorrichtung gespeichert. Des Weiteren wird das von der Audioaufnahmevorrichtung aufgenommene Audio an die Videoaufnahmevorrichtung gesendet. Die

Videoaufnahmevorrichtung empfängt den entsprechenden Audiodatenstrom und speichert diesen im Speicher. Dann wird eine Verzögerung (bzw. einen Zeitversatz) des gespeicherten Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom bestimmt, und der Audiodatenstrom wird unter Berücksichtigung der bestimmten Verzögerung mit dem Videodatenstrom zusammengefügt, um einen fertigen Aufnahmedatenstrom mit

synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen, das heißt einen

Aufnahmedatenstrom, in dem Video und Audio zeitlich synchronisiert

(Lippensynchron) sind . Die Verzögerung bzw. der Zeitversatz können sowohl negativ als positiv sein. Das Vorzeichen hängt davon ab, ob der

Audiodatenstrom relativ zum Videodatenstrom verfrüht oder verspätet ist.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Bestimmen der Verzögerung folgendes auf: (a) Bestimmen eines

Videoaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Videodaten im

Videodatenstrom von der Videoaufnahmevorrichtung aufgenommen werden, (b) Bestimmen eines Audioaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Audiodaten im Audiodatenstrom von der Audioaufnahmevorrichtung

aufgenommen werden, und (c) Bestimmen der Verzögerung des gespeicherten Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom basierend auf dem Videoaufnahmestartzeitpunkt und dem Audioaufnahmestartzeitpunkt.

Mit anderen Worten werden die Zeitpunkte bestimmt, zu denen jeweils die Audioaufnahme und die Videoaufnahme tatsächlich beginnen, und die

Verzögerung wird basierend auf diesen Zeitpunkten bestimmt, zum Beispiel als eine Differenz zwischen den Zeitpunkten.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung werden der

Videoaufnahmestartzeitpunkt und der Audioaufnahmestartzeitpunkt relativ zum Zeitpunkt der Aktivierung der Aufnahme bei der

Videoaufnahmevorrichtung bestimmt.

Mit anderen Worten wird der Zeitpunkt der Aktivierung der Aufnahme als Referenzzeitpunkt für den Videoaufnahmestartzeitpunkt und den

Audioaufnahmestartzeitpunkt verwendet. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der

Audioaufnahmebefehl einen ersten Zeitstempel auf und die ersten Audiodaten im Audiodatenstrom weisen einen zweiten Zeitstempel auf. Mit anderen Worten entspricht der erste Zeitstempel dem Zeitpunkt des

Absendens des Audioaufnahmebefehls und der zweite Zeitstempel entspricht dem Zeitpunkt, zu dem die ersten Audiodaten aufgenommen werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der zweite Zeitstempel relativ zu dem ersten Zeitstempel und unter Berücksichtigung einer Bearbeitungsdauer der Audioaufnahmevorrichtung bestimmt.

Indem der zweite Zeitstempel relativ zu dem ersten Zeitstempel und unter Berücksichtigung der Bearbeitungsdauer der Audioaufnahmevorrichtung, das heißt die Zeitdauer vom Erhalt des Audioaufnahmebefehls bei der

Audioaufnahmevorrichtung bis zur Aufnahme der ersten Audiodaten, bestimmt wird, kann nun in einfacher Weise der Audioaufnahmestartzeitpunkt relativ zu dem Zeitpunkt bestimmt oder zumindest mit hoher Präzision geschätzt werden, zu welchem die Aufnahme aktiviert wurde.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der

Audioaufnahmestartzeitpunkt basierend auf dem ersten und dem zweiten Zeitstempel sowie auf einer mit der drahtlosen Datenkommunikation

verbundenen Übertragungsverzögerung bestimmt.

In diesem Ausführungsbeispiel wird auch die Datenübertragungsverzögerung berücksichtigt, um eine noch bessere Präzision bei der Bestimmung des Audioaufnahmestartzeitpunkts zu erreichen. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird der

Videoaufnahmestartzeitpunkt durch Messen des zeitlichen Abstands zwischen dem Aktivieren der Aufnahme und dem Speichern der ersten Videodaten des aufgenommenen Videodatenstroms im Speicher der

Videoaufnahmevorrichtung bestimmt.

Das Messen des zeitlichen Abstands kann insbesondere mittels eines Zählers erfolgen. Mit anderen Worten wird der zeitliche Abstand zwischen dem

Aktivieren der Aufnahme und dem tatsächlichen Videoaufnahmestartzeitpunkt bestimmt.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Verfahren ferner ein Zuschneiden des Aufnahmedatenstroms auf, wobei Audiodaten, zu denen keine entsprechenden Videodaten vorhanden sind, und Videodaten, zu denen keine entsprechenden Audiodaten vorhanden sind, entfernt werden.

In diesem Ausführungsbeispiel werden Abschnitte am Anfang oder Ende des Aufnahmedatenstroms entfernt, in denen Audiodaten oder Videodaten fehlen. Somit weist der zugeschnittene Aufnahmedatenstrom durchgehend sowohl Audiodaten als auch Videodaten auf und diese sind perfekt synchronisiert.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Verfahren ferner Folgendes auf: (a) Senden eines weiteren Audioaufnahmebefehls von der Videoaufnahmevorrichtung an eine weitere Audioaufnahmevorrichtung, (b) Empfangen eines weiteren Audiodatenstroms von der weiteren

Audioaufnahmevorrichtung bei der Videoaufnahmevorrichtung und Speichern desselben im Speicher der Videoaufnahmevorrichtung, (c) Bestimmen einer weiteren Verzögerung des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und (d) Zusammenfügen des

gespeicherten weiteren Audiodatenstroms, des gespeicherten

Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter

Berücksichtigung der bestimmten weiteren Verzögerung und der bestimmten Verzögerung .

Mit anderen Worten kommuniziert die Videoaufnahmevorrichtung mit einer weiteren Audioaufnahmevorrichtung in der gleichen Art und Weise wie sie mit der Audioaufnahmevorrichtung kommuniziert. Somit können zwei

Audiodatenströme (Tonspuren) von zwei separaten

Audioaufnahmevorrichtungen gleichzeitig aufgenommen und mit dem

Videodatenstrom zusammengefügt werden, so dass ein Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitgestellt wird . Das Verwenden von zwei (oder mehr) Audioaufnahmevorrichtungen ermöglicht eine weitere verbesserte Audioqualität, indem die einzelnen Audioaufnahmevorrichtungen an ausgewählten Positionen und/oder mit ausgewählten Orientierungen angebracht werden.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein System zur

synchronisierten Aufnahme von Video und Audio beschrieben. Das

beschriebene System weist (a) eine Videoaufnahmevorrichtung und (b) eine Audioaufnahmevorrichtung auf, wobei die Videoaufnahmevorrichtung und die Audioaufnahmevorrichtung zur drahtlosen Datenkommunikation

miteinander und zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt oder einem der obigen Ausführungsbeispiele eingerichtet sind .

Dieser Aspekt betrifft mit anderen Worten ein System bestehend aus

Videoaufnahmegerät und Audioaufnahmegerät, die zum Durchführen des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt eingerichtet sind .

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die

Videoaufnahmevorrichtung ein mobiles Datenkommunikationsgerät, insbesondere ein Smartphone oder Tablet mit eingebauter Kamera.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das System ferner eine weitere Audioaufnahmevorrichtung auf, die zur drahtlosen

Kommunikation mit der Videoaufnahmevorrichtung eingerichtet ist.

Mit diesem System können zwei Audiodatenströme (Tonspuren) von zwei separaten Audioaufnahmevorrichtungen gleichzeitig aufgenommen und mit dem Videodatenstrom zusammengefügt werden, so dass ein Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitgestellt wird. Das Verwenden von zwei (oder mehr) Audioaufnahmevorrichtungen ermöglicht eine weitere verbesserte Audioqualität, indem die einzelnen Audioaufnahmevorrichtungen an ausgewählten Positionen und/oder mit ausgewählten Orientierungen angebracht werden.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine

Videoaufnahmevorrichtung beschrieben, die folgendes aufweist: (a) eine Datenkommunikationseinheit, die zur drahtlosen Datenkommunikation mit einer Audioaufnahmevorrichtung eingerichtet ist, (b) einen Speicher und (c) eine Steuereinheit, die eingerichtet ist zum (d) Senden eines

Audioaufnahmebefehls an die Audioaufnahmevorrichtung mittels der

Datenkommunikationseinheit, (e) Speichern eines aufgenommenen

Videodatenstroms in dem Speicher, (f) Empfangen eines Audiodatenstroms von der Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit, (g) Speichern des empfangenen Audiodatenstroms in dem Speicher, (h) Bestimmen einer Verzögerung des empfangenen Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und (i) Zusammenfügen des

gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten Verzögerung, um einen

Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen.

Die Videoaufnahmevorrichtung gemäß diesem Aspekt ist mit anderen Worten dazu eingerichtet, das Verfahren gemäß dem ersten Aspekt durchzuführen, indem sie mit einem geeigneten Audioaufnahmegerät mittels drahtloser Datenkommunikation, z.B. Bluetooth, kommuniziert.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die

Datenkommunikationseinheit ferner zur drahtlosen Datenkommunikation mit einer weiteren Audioaufnahmevorrichtung eingerichtet und die Steuereinheit ist ferner eingerichtet zum : (a) Senden eines weiteren Audioaufnahmebefehls an die weitere Audioaufnahmevorrichtung mittels der

Datenkommunikationseinheit, (b) Empfangen eines weiteren Audiodatenstroms von der weiteren Audioaufnahmevorrichtung mittels der Datenkommunikationseinheit, (c) Speichern des empfangenen weiteren Audiodatenstroms im Speicher, (d) Bestimmen einer weiteren Verzögerung des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom und

Zusammenfügen des gespeicherten weiteren Audiodatenstroms, des gespeicherten Audiodatenstroms und des gespeicherten Videodatenstroms unter Berücksichtigung der bestimmten weiteren Verzögerung und der bestimmten Verzögerung.

Mit anderen Worten können zwei Audiodatenströme (Tonspuren) von zwei separaten Audioaufnahmevorrichtungen gleichzeitig aufgenommen und mit dem Videodatenstrom zusammengefügt werden, so dass ein

Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitgestellt wird. Das Verwenden von zwei (oder mehr) Audioaufnahmevorrichtungen ermöglicht eine weitere verbesserte Audioqualität, indem die einzelnen

Audioaufnahmevorrichtungen an ausgewählten Positionen und/oder mit ausgewählten Orientierungen angebracht werden. Gemäß einem vierten Aspekt der Erfindung wird ein Computerprogramm beschrieben, welches, wenn es von einem Prozessor ausgeführt wird, eingerichtet ist, das Verfahren gemäß dem ersten/zweiten Aspekt und/oder einem der obigen Ausführungs-beispiele durchzuführen. Das Computerprogramm mag insbesondere eine App für ein Smartphone oder Tablet sein.

Im Sinne dieses Dokuments ist die Nennung eines solchen

Computerprogramms gleichbedeutend mit dem Begriff eines Programm- Elements, eines Computerprogrammprodukts und/oder eines

computerlesbaren Mediums, das Anweisungen zum Steuern eines

Computersystems enthält, um die Arbeitsweise eines Systems bzw. eines Verfahrens in geeigneter weise zu koordinieren, um die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verknüpften Wirkungen zu erreichen.

Das Computerprogramm kann als computerlesbarer Anweisungscode in jeder geeigneten Programmiersprache wie beispielsweise in JAVA, C++ etc.

implementiert sein. Das Computerprogramm kann auf einem

computerlesbaren Speichermedium (CD-Rom, DVD, Blu-ray Disk,

Wechsellaufwerk, flüchtiger oder nicht-flüchtiger Speicher, eingebauter Speicher/Prozessor etc.) abgespeichert sein. Der Anweisungscode kann einen Computer oder andere programmierbare Geräte wie insbesondere ein

Steuergerät für einen Motor eines Kraftfahrzeugs derart programmieren, dass die gewünschten Funktionen ausgeführt werden . Ferner kann das

Computerprogramm in einem Netzwerk wie beispielsweise dem Internet bereitgestellt werden, von dem es bei Bedarf von einem Nutzer

heruntergeladen werden kann.

Die Erfindung kann sowohl mittels eines Computerprogramms, d.h. einer Software, als auch mittels einer oder mehrerer spezieller elektrischer

Schaltungen, d .h. in Hardware oder in beliebig hybrider Form, d.h. mittels Software-Komponenten und Hardware-Komponenten, realisiert werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass Ausführungsformen der Erfindung mit Bezug auf unterschiedliche Erfindungsgegenstände beschrieben wurden.

Insbesondere sind einige Ausführungsformen der Erfindung mit

Verfahrensansprüchen und andere Ausführungsformen der Erfindung mit Vorrichtungsansprüchen beschrieben. Dem Fachmann wird jedoch bei der Lektüre dieser Anmeldung sofort klar werden, dass, sofern nicht explizit anders angegeben, zusätzlich zu einer Kombination von Merkmalen, die zu einem Typ von Erfindungsgegenstand gehören, auch eine beliebige

Kombination von Merkmalen möglich ist, die zu unterschiedlichen Typen von Erfindungsgegenständen gehören. Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden beispielhaften Beschreibung einer bevorzugten

Ausführungsform.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Figur 1 zeigt ein System zur synchronisierten Aufnahme von Video und Audio gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung .

Figur 2 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit einer Videoaufnahmevorrichtung und einer Audioaufnahmevorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung

Die Figur 1 zeigt ein System 100 zur synchronisierten Aufnahme von Video und Audio gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung . Das System 100 weist eine Audioaufnahmevorrichtung 10 und eine

Videoaufnahmevorrichtung 20 auf. Die Audioaufnahmevorrichtung 10 weist ein Mikrofon 12, einen Prozessor 14 und eine drahtlose

Datenkommunikationseinheit 16, insbesondere eine Bluetooth- Datenkommunikationseinheit oder eine WLAN-Datenkommunikationseinheit auf. Die Videoaufnahmevorrichtung 20 weist eine drahtlosen

Datenkommunikationseinheit 22, insbesondere eine Bluetooth- Datenkommunikationseinheit, einen Speicher 24, einen Prozessor oder

Steuereinheit 26 und eine Kamera 28 auf. Die Videoaufnahmevorrichtung 20 mag insbesondere ein Smartphone oder Tablet sein. Die

Audioaufnahmevorrichtung 10 und die Videoaufnahmevorrichtung können mittels der jeweiligen drahtlosen Datenkommunikationseinheiten 16 und 22 miteinander kommunizieren. Die Funktionalität des Systems 100 wird nun im Rahmen eines Verfahrens näher beschrieben.

Die Figur 2 zeigt ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens 200 zur Synchronisierung von Video und Audio beim Aufnehmen mit dem in der Figur 1 gezeigten System 100, das wie oben beschrieben eine

Videoaufnahmevorrichtung 20 und einer Audioaufnahmevorrichtung 10 aufweist, die zur drahtlosen Datenkommunikation miteinander eingerichtet sind .

Das Verfahren beginnt bei 210, indem ein Benutzer durch Betätigen der Videoaufnahmevorrichtung 20 eine Aufnahme aktiviert. Wenn die

Videoaufnahmevorrichtung 20 ein Smartphone oder Tablet ist, kann dies zum Beispiel durch Drücken auf einen Aktivierungsbutton auf dem Display erfolgen. Als Reaktion auf die Aktivierung bei 210 sendet die Videoaufnahmevorrichtung 20 innerhalb kurzer Zeit bei 220 einen Audioaufnahmebefehl an die

Audioaufnahmevorrichtung 10 mittels der drahtlosen

Kommunikationsverbindung . Als eine weitere Reaktion auf die Aktivierung bei 210 aktiviert die Videoaufnahmevorrichtung 20 auch eine Videoaufnahme mittels der Kamera 28 und speichert bei 230 den aufgenommenen

Videodatenstrom in ihrem Speicher 24. Bei 240 empfängt die

Videoaufnahmevorrichtung 20 einen Audiodatenstrom von der

Audioaufnahmevorrichtung 10 und speichert auch diesen im Speicher 24. Bei 250 wird dann eine Verzögerung oder einen Zeitversatz zwischen dem

Audiodatenstrom und dem Videodatenstrom bestimmt. Bei 260 werden der

Audiodatenstrom und der Videodatenstrom unter Berücksichtigung der bei 250 bestimmten Verzögerung zusammengefügt, um einen Aufnahmedatenstrom mit synchronisiertem Video und Audio bereitzustellen. Das Bestimmen der Verzögerung mag insbesondere wie folgt erfolgen : (i) Bestimmen eines Videoaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Videodaten im Videodatenstrom von der Videoaufnahmevorrichtung 20 aufgenommen werden, (ii) Bestimmen eines Audioaufnahmestartzeitpunkts, zu welchem die ersten Audiodaten im Audiodatenstrom von der Audioaufnahmevorrichtung 10 aufgenommen werden, und (iii) Bestimmen der Verzögerung des empfangenen und gespeicherten Audiodatenstroms relativ zu dem gespeicherten Videodatenstrom basierend auf dem

Videoaufnahmestartzeitpunkt und dem Audioaufnahmestartzeitpunkt, insbesondere als eine Differenz zwischen dem Videoaufnahmestartzeitpunkt und dem Audioaufnahmestartzeitpunkt.

Sowohl der Videoaufnahmestartzeitpunkt als auch der

Audioaufnahmestartzeitpunkt werden vorzugsweise relativ zum Zeitpunkt der Aktivierung 210 der Aufnahme bestimmt.

Der Audioaufnahmebefehl bei 220 weist vorzugsweise einen ersten

Zeitstempel auf und die ersten Audiodaten im Audiodatenstrom weisen vorzugsweise einen zweiten Zeitstempel auf. Der zweite Zeitstempel mag insbesondere relativ zu dem ersten Zeitstempel und unter Berücksichtigung einer Bearbeitungsdauer der Audioaufnahmevorrichtung 10 bestimmt werden. Des Weiteren mag der Audioaufnahmestartzeitpunkt basierend auf dem ersten und dem zweiten Zeitstempel sowie auf einer mit der drahtlosen

Datenkommunikation verbundenen Übertragungsverzögerung bestimmt werden.

Der Videoaufnahmestartzeitpunkt wird vorzugsweise durch Messen des zeitlichen Abstands zwischen dem Aktivieren 210 der Aufnahme und dem Speichern der ersten Videodaten des aufgenommenen Videodatenstroms im Speicher 24 der Videoaufnahmevorrichtung 20 bestimmt.

Der resultierende Aufnahmedatenstrom mag optional zugeschnitten werden, wobei Audiodaten, zu denen keine entsprechenden Videodaten vorhanden sind, und Videodaten, zu denen keine entsprechenden Audiodaten vorhanden sind, entfernt werden. Das oben beschriebene System und das entsprechende Verfahren können mit einem oder mehreren weiteren Audioaufnahmevorrichtungen 10 erweitert werden, so dass der Audiodatenstrom von jeder einzelnen

Audioaufnahmevorrichtung 10 in der oben beschriebenen Art und Weise mit dem Videodatenstrom zusammengefügt wird.