SUTTERLUETTI, Harald (Achstrasse 7, Fussach, A-6972, AT)
ISELE, Olaf (Windrütti 22, Lustenau, A-6890, AT)
SUTTERLUETTI, Harald (Achstrasse 7, Fussach, A-6972, AT)
| Patentansprüche Synchronisationsvorrichtung zur synchronen Bewegung einer ersten Stellvorrichtung mit wenigstens einer zweiten Stellvorrichtung, wobei die erste und die zweite Stellvorrichtung im Montagezustand an einem Möbel zum Bewegen eines bewegbaren Möbelteiles vorgesehen sind, umfassend: eine Synchronisationsstange zur Übertragung einer synchronen Bewegung der wenigstens zwei Stellvorrichtungen, wenigstens eine Befestigungseinrichtung, über welche die Synchronisationsstange mit wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen lösbar verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine lösbare Sperrvorrichtung (12) vorgesehen ist, welche ein Verbinden der Synchronisationsstange (7) mit der wenigstens einen Befestigungseinrichtung (8) im Sperrzustand der Sperrvorrichtung (12) verhindert, wobei sich die Sperrvorrichtung (12) ohne vorhergehende Betätigung durch einen Benutzer im Sperrzustand befindet. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Sperrvorrichtung (12) auch Teile der Befestigungseinrichtung (8) bilden, durch die die Synchronisationsstange (7) relativ zu wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) feststellbar ist. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (8) ein durch eine Person zu betätigendes Griffelement (10) und wenigstens ein durch das Griffelement (10) lösbares und arretierbares Arretierelement (14) aufweist, sodass die Synchronisationsstange (7) nach erfolgter Positionierung relativ zu wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) feststellbar ist. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierelement (14) im Wesentlichen keilförmig ausgebildet ist und relativ zur Synchronisationsstange (7) bewegbar gelagert ist. 5. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierelement (14) in Längsrichtung der Synchronisationsstange (7) verschiebbar gelagert ist. 6. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierelement (14) durch eine Federvorrichtung (15) in Richtung Arretierstellung beaufschlagbar oder durch die Federvorrichtung (15) ständig in Richtung Arretierstellung beaufschlagt ist. 7. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Arretierelement (14) und die Federvorrichtung (15) Teil der Sperrvorrichtung (12) sind. 8. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (10) als Schieber ausgebildet ist, durch den das Arretierelement (14) zumindest in die Lösestellung bewegbar ist. 9. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (10) als ein schwenkbar gelagerter Hebel (17) ausgebildet ist, durch den wenigstens ein Arretierelement (14) an oder in einer der beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) klemmend fixierbar ist. 10. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbar gelagerte Hebel (17) Teil der Sperrvorrichtung (12) ist. 11. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Arretierelemente (14a, 14b) vorgesehen sind, die durch eine Betätigung des Griffelementes (10) in eine Spannstellung bewegbar sind, sodass dadurch die Synchronisationsstange (7) relativ zu einer der beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) fixierbar ist. 12. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisationsstange (7) im Montagezustand an einem drehbaren Teil (5) einer Stellvorrichtung (3a, 3b) angeordnet ist. 13. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (8) derart ausgebildet ist, dass die Synchronisationsstange (7) auch dann mit dem drehbaren Teil (5) einer Stellvorrichtung (3a, 3b) verbindbar ist, wenn der drehbare Teil (5) bereits an einer Seitenwand eines Möbelkorpus (2) vormontiert ist. 14. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisationsstange (7) innerhalb einer, vorzugsweise U-förmigen, Führung (9) einer Stellvorrichtung (3a, 3b) einführbar und darin verspannbar ist. 15. Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (8) eine Abdeckung (13) aufweist, wobei die Abdeckung (13) erst dann über der Befestigungseinrichtung (8) positionierbar ist, wenn die Synchronisationsstange (7) mit wenigstens einem der beiden Stellantriebe (3a, 3b) bestimmungsgemäß verbunden ist. 16. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (13) relativ zur Synchronisationsstange (7) verschiebbar gelagert ist. 17. Möbel mit wenigstens einer Synchronisationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16. 18. Möbel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) an gegenüberliegenden Seitenwänden eines Möbelkorpus (2) montiert sind, wobei eine Bewegung der beiden Stellvorrichtungen (3a, 3b) über die Synchronisationsstange (7) synchronisierbar ist. |
zum Bewegen eines bewegbaren Möbelteiles
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Synchronisationsvorrichtung zur synchronen Bewegung einer ersten Stellvorrichtung mit wenigstens einer zweiten Stellvorrichtung, wobei die erste und die zweite Stellvorrichtung im Montagezustand an einem Möbel zum Bewegen eines bewegbaren Möbelteiles vorgesehen sind, umfassend:
eine Synchronisationsstange zur Übertragung einer synchronen Bewegung der wenigstens zwei Stellvorrichtungen,
wenigstens eine Befestigungseinrichtung, über weiche die Synchronisationsstange mit wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen lösbar verbindbar ist. Im Weiteren betrifft die Erfindung ein Möbel mit wenigstens einer Synchronisationsvorrichtung der zu beschreibenden Art.
In der WO 2006/113953 A1 der Anmelderin ist eine gattungsgemäße Synchronisationsvorrichtung beschrieben, wobei die Bewegung zweier Stellvorrichtungen durch eine Synchronisationsstange synchronisierbar ist. Auf diese Weise kann eine gleichlaufende Synchronbewegung der beiden Stellvorrichtungen zum Antrieb eines bewegbaren Möbelteiles - insbesondere einer hochbewegbaren Klappe - herbeigeführt werden. Die beiden Stellvorrichtungen werden in einem ersten Montageschritt an gegenüberliegenden Seitenwänden des Möbelkorpus vormontiert, woraufhin in einem nachfolgenden Montageschritt die Synchronisationsstange über eine Befestigungseinrichtung mit einem drehbaren Teil der jeweiligen Stellvorrichtung verbunden werden kann. Diese Verbindung zwischen der Synchronisationsstange und dem drehbaren Teil der jeweiligen Stellvorrichtung kann durch eine Rastverbindung bzw. durch eine Schraubverbindung realisiert werden. Bei der Verwendung einer Schraubverbindung hat sich in der Praxis häufig gezeigt, dass die Schraube vom Montagepersonal aus Unachtsamkeit von vornherein erst gar nicht angezogen wurde. Durch die lose Schraube verbleibt ein unerwünschtes Spiel zwischen der Synchronisationsstange und dem drehbaren Teil der Stellvorrichtung, was in den meisten Fällen auch eine unharmonische Bewegung der beiden Stellvorrichtungen relativ zueinander zur Folge hat.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Synchronisationsvorrichtung der eingangs erwähnten Gattung mit einer verbesserten Befestigungseinrichtung vorzuschlagen.
Dies wird erfindungsgemäß in einer vorteilhaften Ausgestaltung dadurch erreicht, dass wenigstens eine lösbare Sperrvorrichtung vorgesehen ist, welche ein Verbinden der Synchronisationsstange mit der wenigstens einen Befestigungseinrichtung im Sperrzustand der Sperrvorrichtung verhindert, wobei sich die Sperrvorrichtung ohne vorhergehende Betätigung durch einen Benutzer im Sperrzustand befindet.
Mit anderen Worten wird eine lösbare Sperrvorrichtung vorgeschlagen, die einen Sperrzustand und einen Freigabezustand aufweist. Befindet sich die Sperrvorrichtung im Sperrzustand, so ist eine Montage der Synchronisationsstange an der jeweiligen Stellvorrichtung erst gar nicht möglich. Erst nach Überführen der Sperrvorrichtung in den Freigabezustand - ausgelöst durch eine bewusste Verstellung durch einen Benutzer - kann eine bestimmungsgemäße Montage der Synchronisationsvorrichtung an der jeweiligen Stellvorrichtung erfolgen.
Die Sperrvorrichtung kann beispielsweise ein zur Handbetätigung ausgebildetes Griffelement aufweisen, welches bei der Montage der Synchronisationsstange durch einen Benutzer manuell entgegen der Kraft einer Federvorrichtung in eine Lage bewegbar ist, in welcher der Freigabezustand der Sperrvorrichtung vorliegt und somit eine Montage der Synchronisationsstange möglich ist. Wird das Griffelement durch einen Benutzer hingegen nicht betätigt, so befindet sich die Sperrvorrichtung im Sperrzustand und eine Montage der Synchronisationsstange ist nicht möglich. Die Montage der Synchronisationsstange am drehbaren bzw. schwenkbaren Teil der Stellvorrichtung kann dabei über eine spannbare Befestigungseinrichtung erfolgen. Durch eine im Wesentlichen spielfreie Arretierung der Synchronisationsstange relativ zum Stellantrieb kann eine gleichlaufende Stellbewegung der beiden Stellvorrichtungen relativ zueinander herbeigeführt werden. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass Teile der Sperrvorrichtung auch Teile der Befestigungseinrichtung bilden, durch welche die Synchronisationsstange relativ zu wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen feststellbar ist. Mit anderen Worten werden vorhandene Teile der Sperrvorrichtung gleichzeitig auch als Teile der Befestigungseinrichtung verwendet, durch welche die Synchronisationsstange an zumindest einer Stellvorrichtung arretierbar ist. Es sind aber auch Sperrvorrichtungen realisierbar, die von der eigentlichen Befestigungseinrichtung losgelöst sind.
Die Sperrvorrichtung kann in manueller Weise werkzeuglos in einen Freigabezustand bewegt werden oder alternativ auch eine Aufnahmevorrichtung für ein Werkzeug - insbesondere einen Schraubenzieher - aufweisen, wobei durch eine entsprechende Werkzeugbetätigung der Freigabezustand herstellbar ist.
Die Befestigungseinrichtung kann ein durch eine Person zu betätigendes Griffelement und wenigstens ein durch das Griffelement lösbares und arretierbares Arretierelement aufweisen, sodass die Synchronisationsstange nach erfolgter Positionierung relativ zu wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen feststellbar ist. Es kann hierbei zweckmäßig sein, wenn das Arretierelement durch eine Federvorrichtung in Richtung Arretierstellung beaufschlagbar oder durch eine Federvorrichtung ständig in Richtung Arretierstellung beaufschlagt ist. Bei einer konstruktiv einfachen Lösung können das wenigstens eine Arretierelement und die Federvorrichtung gleichzeitig auch Teile der Sperrvorrichtung bilden. In einem ersten Montageschritt dient das vorgespannte Arretierelement als Sperrvorrichtung, welche zunächst durch einen Benutzer entgegen der Federkraft bewusst in den Freigabezustand bewegt werden muss. Erst in diesem Freigabezustand kann ein Ende der Synchronisationsstange mit einem korrespondierenden Teil der Stellvorrichtung verbunden werden, wobei eine selbsttätige Verklemmung und/oder Verrastung der Synchronisationsstange durch das federbeaufschlagte Arretierelement erfolgen kann.
Das manuell zu betätigende Griffelement kann als Schieber ausgebildet sein, durch den das Arretierelement zumindest in die Lösestellung bewegbar ist. Der Schieber wird also bei der Montage entgegen der Kraft der das Arretierelement beaufschlagenden Federvorrichtung gedrückt, nach erfolgter Positionierung der Synchronisationsstange relativ zum korrespondierenden Teil der Stellvorrichtung wird die manuelle Kraft vom Schieber genommen, woraufhin eine selbsttätige Verklemmung bzw. Verrastung des Arretierelementes mit dem korrespondierenden Teil der Stellvorrichtung erfolgt.
Alternativ kann das Griffelement auch einen schwenkbar gelagerten Hebel aufweisen, durch den das Arretierelement relativ zu wenigstens einer der beiden Stellvorrichtungen klemmend fixierbar ist. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der schwenkbar gelagerte Hebel auch Teil der Sperrvorrichtung ist. In diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen sein, dass die Befestigungseinrichtung eine Abdeckung aufweist, wobei die Abdeckung erst dann über die übrigen Teile der Befestigungseinrichtung positionierbar ist, wenn die Synchronisationsstange mit wenigstens einem der beiden Stellantriebe bestimmungsgemäß verbunden ist. Die Abdeckung bildet somit einen Teil der Befestigungseinrichtung, wobei die Abdeckung - vorzugsweise unverlierbar - relativ zur Synchronisationsstange bewegbar - insbesondere verschiebbar - gelagert sein kann.
Das erfindungsgemäße Möbel ist durch wenigstens eine Synchronisationsvorrichtung der beschriebenen Art gekennzeichnet. Die beiden Stellvorrichtungen können dabei an gegenüberliegenden Seitenwänden eines Möbelkorpus montiert werden, wobei eine Bewegung der beiden Stellvorrichtungen über die Synchronisationsstange synchronisierbar ist.
Das erfindungsgemäße Möbel ist durch wenigstens eine Synchronisationsvorrichtung der beschriebenen Art gekennzeichnet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläutert. Dabei zeigt bzw. zeigen:
Fig. 1a, 1 b eine perspektivische Darstellung eines Möbels mit einer hochbewegbaren Klappe sowie eine - teilweise aufgebrochene -
Darstellung des Möbels mit abgenommener Klappe,
Fig. 2a, 2b die zum Synchronisieren der beiden Stellvorrichtungen vorgesehene
Synchronisationsstange mit einer Sperrvorrichtung im Sperrzustand sowie eine Darstellung der am Stellantrieb montierten
Synchronisationsstange,
Fig. 3a-3c die Sperrvorrichtung im Sperrzustand, eine Darstellung im
Montagezustand sowie eine perspektivische Darstellung der Befestigungseinrichtung,
Fig. 4a-4c eine Darstellung der Sperrvorrichtung im Freigabezustand, im montierten Zustand sowie eine Explosionsdarstellung der verwendeten
Teile,
Fig. 5a-5d zeitliche Abfolgen der Montage der Synchronisationsstange am drehbaren Teil des Stellantriebes, wobei die Sperrvorrichtung in einem weiteren Ausführungsbeispiel gezeigt ist.
Die Fig. 1a zeigt eine perspektivische Darstellung eines Möbels 1 mit einem Möbelkorpus 2 sowie mit einer relativ dazu hochbewegbaren Klappe 2a. Erkennbar ist eine Stellvorrichtung 3a mit wenigstens einem schwenkbar gelagerten Stellarm 4, wobei der Stellantrieb 3a zum Bewegen der Klappe 2a vorgesehen ist. Fig. 1b zeigt eine perspektivische und teilweise aufgebrochene Darstellung des Möbels 1 mit abgenommener Klappe 2a, wobei auch die gegenüberliegende Stellvorrichtung 3b ersichtlich wird. Die beiden Stellvorrichtungen 3a, 3b können grundsätzlich identisch ausgebildet sein und weisen jeweils eine hier nicht näher dargestellte Antriebsvorrichtung in Form einer Federvorrichtung und/oder eines Elektromotors auf, wobei durch die Antriebsvorrichtung der Stellarm 4 um die Drehachse P in Öffnungsrichtung beaufschlagbar ist. Die beiden Stellvorrichtungen 3a und 3b weisen jeweils einen drehbaren Teil 5 auf, der bei einer Bewegung der Klappe 2a über einen begrenzten Drehwinkelbereich um die Drehachse R mitverdreht wird. Zur Synchronisation einer Bewegung der beiden Stellvorrichtungen 3a und 3b ist eine Synchronisationsvorrichtung 6 vorgesehen, welche eine länglich ausgebildete Synchronisationsstange 7 aufweist, welche über eine Befestigungseinrichtung 8 mit dem drehbaren Teil 5 der jeweiligen Stellvorrichtung 3a, 3b lösbar verbindbar - vorzugsweise werkzeuglos montierbar und/oder vorzugsweise werkzeuglos demontierbar - ist. Wenn die Synchronisationsstange 7 mit dem drehbaren Teil 5 der jeweiligen Stellvorrichtung 3a, 3b bestimmungsgemäß verbunden ist, so kann der gewünschte Gleichlauf der beiden Stellvorrichtungen 3a und 3b relativ zueinander herbeigeführt werden. Fig. 2a zeigt eine vergrößerte Darstellung des drehbaren Teiles 5 der Stellvorrichtung 3a gemäß Fig. 1 b. Der drehbare Teil 5 ist mit einem Zwischenhebel 11 der Stellvorrichtung 3a drehfest verbunden, sodass sich bei einer Bewegung der Möbelklappe 2a der Zwischenhebel 11 zusammen mit dem drehbaren Teil 5 über einen begrenzten Drehwinkelbereich um die in Fig. 1b eingezeichnete Drehachse R verdreht. Der drehbare Teil 5 weist eine Führung 9 zur Aufnahme und Befestigung der Synchronisationsstange 7 auf. Die Führung 9 ist nach vorne hin offen ausgebildet, sodass die Synchronisationsstange 7 auch dann mit dem drehbaren Teil 5 verbindbar ist, wenn die Stellvorrichtung 3a mit dem drehbaren Teil 5 bereits am Möbelkorpus 2 vormontiert wurde.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2a weist die Synchronisationsstange 7 eine Sperrvorrichtung 12 auf, welche ein Verbinden der Synchronisationsstange 7 im gesperrten Zustand der Sperrvorrichtung 12 verhindert. In Fig. 2a befindet sich die Sperrvorrichtung 12 im Sperrzustand, d.h. die Synchronisationsstange 7 kann ohne vorhergehende Betätigung des Griffelementes 10 mit dem drehbaren Teil 5 der Stellvorrichtung 3a nicht verbunden werden, weil ein Einführen der Synchronisationsstange 7 in die Führung 9 des drehbaren Teiles 5 im Sperrzustand der Sperrvorrichtung 12 nicht möglich ist. Erst wenn das Griffelement 10, das im gezeigten Ausführungsbeispiel als linear verfahrbarer Schieber ausgebildet ist, bei der Montage manuell in Richtung X bewegt wird, so ist der Freigabezustand der Sperrvorrichtung 12 hergestellt. Die Synchronisationsstange 7 kann nun bei gedrücktem Griffelement 10 in die Führung 9 des drehbaren Teiles 5 eingeführt werden, woraufhin durch Loslassen des Griffelementes 10 eine selbsttätige, bestimmungsgemäße Verriegelung mit dem drehbaren Teil 5 der Stellvorrichtung 3a erfolgt. Der Montagezustand der Synchronisationsstange 7 ist in Fig. 2b dargestellt. Die Synchronisationsstange 7 ist also nunmehr mit dem drehbaren Teil 5 der Stellvorrichtung 3a fest verbunden. Diese Verbindung kann über eine kraftschlüssige und/oder über eine zumindest teilweise formschlüssige Befestigungseinrichtung 8 erfolgen. Besonders günstig kann hierbei eine Schnappverbindung eingesetzt werden. An der Synchronisationsstange 7 ist eine, vorzugsweise hülsenförmige, Abdeckung 13 gelagert, welche nach erfolgter Montage der Synchronisationsstange 7 auf den drehbaren Teil 5 aufschiebbar ist, wodurch die verbleibenden Teile der Befestigungseinrichtung 8 im Wesentlichen vollständig abdeckbar sind und ein Herausfallen der Synchronisationsstange 7 aus dem drehbaren Teil 5 nicht möglich ist.
Fig. 3a zeigt eine schematisch gehaltene Draufsicht des drehbaren Teiles 5 mit der darin ausgebildeten Führung 9 zur Aufnahme und Befestigung der Synchronisationsstange 7. Die Synchronisationsstange 7 ist mehrteilig ausgebildet und umfasst einen Steckteil 7a, der mit dem übrigen Teil der Synchronisationsstange 7 lösbar verbindbar ist. Erkennbar ist die Sperrvorrichtung 12, welche sich im gezeigten Ausführungsbeispiel im Sperrzustand befindet. Ermöglicht wird dieser Sperrzustand durch ein Arretierelement 14, welches in der in Fig. 3a gezeigten Stellung ein Einführen der Synchronisationsstange 7 in die Führung 9 des drehbaren Teiles 5 nicht gestattet. Erst wenn das Griffelement 10 durch einen Benutzer in Richtung X gedrückt wird, so ist ein Einbringen der Synchronisationsstange 7 in die Führung 9 des drehbaren Teils 5 möglich. Nach dem Einschieben der Synchronisationsstange 7 in die Führung 9 und durch eine manuelle Entlastung des Griffelementes 10 wird eine selbsttätige Verklemmung des Arretierelementes 14 innerhalb der Führung 9 durch Aufspreizen des Arretierelementes 14 hergestellt, so wie es in Fig. 3b dargestellt ist. Fig. 3c zeigt eine perspektivische Darstellung der Synchronisationsstange 7 mit dem Steckteil 7a, welches mit dem drehbaren Teil 5 - vorzugsweise kraftschlüssig - verbindbar ist.
Fig. 4a zeigt eine Schnittdarstellung der Befestigungseinrichtung 8, wobei das Steckteil 7a der Synchronisationsstange 7 das in Fig. 3a gezeigte Arretierelement 14 aufweist, welches durch eine Federvorrichtung 15 ständig in Richtung Arretierstellung vorgespannt ist. Durch den als Schieber ausgebildete Griffelement 10 kann das Arretierelement 14 entgegen der Kraft der Federvorrichtung 15 gedrückt werden, wodurch der Freigabezustand der Sperrvorrichtung 12 herstellbar und ein Einführen der Synchronisationsstange 7 in die Führung 9 des drehbaren Teiles 5 möglich ist. Das Arretierelement 14 ist keilförmig ausgebildet und ist entlang einer korrespondierenden, schrägen Führungsfläche 16 des Steckteiles 7a verschiebbar gelagert. Innerhalb der Führung 9 des drehbaren Teiles 5 wird das Arretierelement 14 durch die schräge Führungsfläche 16 und die Kraft der Federvorrichtung 15 aufgespreizt, wodurch eine klemmende Verbindung mit dem drehbaren Teil 5 hergestellt wird, so wie es in Fig. 4b dargestellt ist. Fig. 4c zeigt eine Explosionsdarstellung der verwendeten Teile. Der drehbare Teil 5 weist eine Führung 9 auf, wobei das durch die Federvorrichtung 15 vorgespannte Arretierelement 14 eine klemmschlüssige Verbindung zwischen dem Steckteil 7a der Synchronisationsstange 7 und dem drehbaren Teil 5 der jeweiligen Stellvorrichtung 3a, 3b herstellt. Durch eine Betätigung des Griffelementes 10 entgegen der Federkraft kann das Arretierelement 4 wieder in eine Lösestellung bewegt werden, sodass auch die Demontage problemlos möglich ist.
Fig. 5a bis 5d zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sperrvorrichtung 12, welche im Sperrzustand eine bestimmungsgemäße Montage der Synchronisationsstange 7 mit dem drehbaren Teil 5 der Stellvorrichtung 3a und 3b verhindert. In der gezeigten Figur weist die Sperrvorrichtung 12 einen schwenkbar gelagerten Hebel 17 auf, der gleichzeitig auch Teil der Befestigungseinrichtung 8 zum Befestigen der Synchronisationsstange 7 mit dem drehbaren Teil 5 bildet. Erkennbar sind zwei Arretierelemente 14a und 14b, welche durch eine Verschwenkbewegung des Hebels 17 jeweils in Richtung Y aufspreizbar sind, wodurch eine klemmende Verbindung zwischen der Synchronisationsstange 7 und dem drehbaren Teil 5 herbeigeführt wird. Mit dem Bezugszeichen 13 ist eine Abdeckung gekennzeichnet, welche relativ zur Synchronisationsstange 7 verschiebbar gelagert ist. In einem ersten Montageschritt werden also die beiden in der Lösestellung befindlichen Arretierelemente 14a, 14b in die Führung 9 des drehbaren Teiles 5 eingeführt, so wie es in Fig. 5b dargestellt ist. Solange der Hebel 17 nicht betätigt wurde, kann auch die Abdeckung 3 durch den abstehenden Hebel 17 nicht bestimmungsgemäß über den verbleibenden Teil der Befestigungseinrichtung 8 positioniert werden. Durch Kippen des Hebels 17 werden die beiden Arretierelemente 14a und 14b innerhalb der Führung 9 des drehbaren Teiles 5 aufgespreizt, woraufhin der Hebel 17 eine wie in Fig. 5c gezeigte Lage einnimmt. Der Hebel 17 in Fig. 5c liegt nun an einer Außenfläche der Synchronisationsstange 7 an. Nur in dieser Schwenklage des Hebels 17 kann die Abdeckung 13 ordnungsgemäß über den restlichen Teil der Befestigungseinrichtung 8 positioniert werden, so wie es in Fig. 5d dargestellt ist. Wenn auch die Erfindung anhand der gezeigten Ausführungsbeispiele ausführlich erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht-auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr besteht eine Grundidee der Erfindung darin, eine Sperrvorrichtung vorzusehen, welche ein Verbinden der Synchronisationsstange 7 im Sperrzustand verhindert, sodass eine unsachgemäße Montage von vornherein ausgeschlossen wird. Erst nach bewusster Überführung der Sperrvorrichtung in einen Freigabezustand kann die bestimmungsgemäße Montage ausgeführt bzw. ordnungsgemäß abgeschlossen werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Synchronisationsstange 7 längenveränderlich - insbesondere längenverstellbar - auszubilden. Auch sei angemerkt, dass die vorgeschlagene Synchronisationsvorrichtung 6 auch zur Stabilisierung des Laufverhaltens einer in einem Möbelkorpus 2 verfahrbaren Schublade eingesetzt werden kann, wobei die Schublade an gegenüberliegenden Seiten jeweils wenigstens ein Zahnrad in der Funktion der drehbaren Teile 5 aufweist, welche mit einer korrespondierenden Zahnstange kämmen. Der erwünschte Gleichlauf der beiden Zahnräder kann in Montagelage über die vorgeschlagene Synchronisationsvorrichtung 6 herbeigeführt werden.
