Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
SYSTEM FOR DETECTING AN ACCIDENT SITUATION AND EMERGENCY CALL ACTIVATION AND METHOD FOR SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/018168
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system and method for detecting an accident situation and emergency call activation, having a protective helmet (1) that is equipped with at least one first sensor unit (10) for detecting accident characteristics and a transmission unit (11) by means of which sensor data of the sensor unit (10) or an activation signal are transmitted to a control unit (3). A sensor (4) coupled to the control unit (3) is also provided for the purpose of detecting an emergency call signal. The system also comprises a motor vehicle (2). The motor vehicle (2) comprises a second sensor unit (20) for detecting accident characteristics, which is connected to the control unit (3). An analysis unit (30) is associated with the control unit (3), which checks for the presence of accident characteristics in both sensor units and, if accident characteristics are present, activates the transmitter (4).

Inventors:
LEJEUNE, Marcel (Tismarstraße 24, Magdeburg, 39108, DE)
SERBEST, Erhan (Karl Marx Str. 25, Braunschweig, 38104, DE)
KEONG, Choo Chun (2 Kaki Bukit Place # 05-00 Tritech Building, Singapur 0, Singapur 0, 41618, SG)
Application Number:
EP2010/004712
Publication Date:
February 17, 2011
Filing Date:
August 02, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHUBERTH GMBH (Stegelitzer Str. 12, Magdeburg, 39126, DE)
LEJEUNE, Marcel (Tismarstraße 24, Magdeburg, 39108, DE)
SERBEST, Erhan (Karl Marx Str. 25, Braunschweig, 38104, DE)
KEONG, Choo Chun (2 Kaki Bukit Place # 05-00 Tritech Building, Singapur 0, Singapur 0, 41618, SG)
International Classes:
A42B3/04
Attorney, Agent or Firm:
STORNEBEL, Kai (Gramm, Lins & Partner GbRTheodor-Heuss-Straße 1, Braunschweig, 38122, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. System zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung mit einem Schutzhelm (1), der mit zumindest einer ersten Sensoreinrichtung (10) zur Erfassung von Unfallkenngrößen und einer Übermittlungseinrichtung (11) ausgestattet ist, mit der

Sensordaten der Sensoreinrichtung (10) oder ein Auslösesignal an eine Steuereinrichtung (3) übermittelt wird, mit einem Sender (4) zur Übermittlung eines Notrufsignals, der mit der Steuereinrichtung (3) gekoppelt ist, und mit einem Kraftfahrzeug (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftfahrzeug (2) eine zweite Sensoreinrichtung (20) zur Erfassung von Unfallkenngrößen aufweist, die mit der

Steuereinrichtung (3) verbunden ist und der Steuereinrichtung (3) eine Auswerteeinheit (30) zugeordnet ist, die das Vorliegen von Unfallkenngrößen beider Sensoreinheiten (10, 20) überprüft und bei Vorliegen von Unfallkenngrößen den Sender (4) aktiviert. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (30) eine

Timerfunktion aufweist, die durch die zuerst eingehende Unfallkenngröße aktiviert wird.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (10, 20) einen Beschleunigungssensor, Geschwindigkeitssensor, Temperatursensor,

Verformungssensor, Lagesensor und/oder Belastungssensor aufweist.

4. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (10, 20) über eine drahtlose Übermittlungseinrichtung (11, 21) mit der Steuereinrichtung (3) gekoppelt ist.

5. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (4) mit einer Ortungseinrichtung (5) gekoppelt ist, die die Position des Schutzhelmes (1) und/oder des Kraftfahrzeuges (2) ermittelt.

6. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das ein Schalter (12, 22) an dem Schutzhelm (1) und/oder an dem Kraftfahrzeug (2) angeordnet ist, über den der Sender (4) unabhängig von einer Unfallkenngröße aktivierbar ist.

7. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Testschalter (13, 23) vorgesehen ist, über den die Funktionalität der

Sensoreinrichtungen (10, 20), Übermittlungseinrichtung (11, 21), der Ortungseinrichtung (5) und/oder des Senders (4) überprüfbar ist.

8. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deaktivierungsschalter (14, 24) an dem Schutzhelm (1) und/oder Kraftfahrzeug (2) angeordnet ist, über den der Sender (4) deaktivierbar ist.

9. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (3) und der Sender (4) an dem Kraftfahrzeug (2) befestigt sind und eine von der Stromversorgung des Kraftfahrzeuges (2) unabhängige Stromversorgung aufweisen.

10. System nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinrichtung (3) eine Pairing- Funktion für Schutzhelme (1) vorhanden ist.

11. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerteeinrichtung (30) ein Detektor zugeordnet ist, der das Vorhandensein einer Verbindung der Steuereinrichtung (3) zu beiden Sensoreinrichtungen (10, 20) ermittelt und bei Vorliegen von Unfallkenngrößen von nur einer Sensoreinrichtung (10; 20) und einer Unterbrechung der Verbindung zwischen einer Sensoreinrichtung (20; 10) und der

Steuereinrichtung (3) den Sender (4) aktiviert.

12. Verfahren zur Unfalldetektion und Notrufaktivierung bei dem Unfallkenngrößen auf der Grundlage von Sensordaten einer ersten Sensoreinrichtung (10) einer Steuereinrichtung (3) übermittelt oder detektiert werden, die einen Sender (4) zur Übermittlung eines

Notrufsignals aktiviert, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Sensoreinrichtung (20) mit der Steuereinrichtung (3) gekoppelt ist und Unfallkenngrößen oder Sensordaten übermittelt und das Notrufsignal nur dann abgesetzt wird, wenn Unfallkenngrößen von beiden Sensoreinrichtungen (10, 20) vorliegen oder Unfallkenngrößen von lediglich einer ersten Sensoreinrichtung (10, 20) vorliegen und die Verbindung zu der zweiten Sensoreinrichtung (10, 20) zum Übermitteln der

Unfallkenngrößen oder Sensordaten getrennt wurde.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass nach Detektion oder Übermittlung der ersten Unfallkenngröße ein Timer aktiviert und das Notrufsignal nur dann abgesetzt wird, wenn die zweite Unfallkenngröße innerhalb eines festgelegten

Zeitraumes detektiert oder übermittelt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Sensoreinrichtung (10) an einem Schutzhelm (1) und die zweite Sensoreinrichtung (20) an einem Kraftrad (2) angeordnet sind und nach dem ersten Notrufsignal zumindest ein weiteres Notrufsignal abgesetzt wird, wenn innerhalb eines festgelegten Zeitraumes nach dem ersten Notrufsignale keine Lageveränderung des Schutzhelmes (1) und/oder des Kraftrades (2) detektiert wird. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Notrufsignal aktuelle oder letzte verfügbar Standortkoordinaten übermittelt werden.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Sensordaten einer Auswerteeinheit (30) übermittelt werden, in der überprüft wird, ob zumindest ein festgelegter Grenzwert erreicht oder überschritten wird und dass bei

Erreichen oder Überschreiten des Grenzwertes ein Auslösesignal der Steuereinrichtung

(3) zur Auslösung des Notrufsignals übermittelt wird.

Description:
System zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung und Verfahren dazu

Die Erfindung betrifft ein System zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung mit einem Schutzhelm, der mit zumindest einer ersten Sensoreinrichtung zur Erfassung von Unfallkenngrößen und einer Übermittlungseinrichtung ausgestattet ist, mit der Sensordaten der Sensoreinrichtung oder ein Auslösesignal an eine Steuereinrichtung übermittelt wird, mit einem Sensor zur Übermittlung eines Notrufsignals, der mit der Steuereinrichtung gekoppelt ist, und mit einem Kraftfahrzeug. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung, bei dem Unfallkenngrößen auf der Grundlage von Sensordaten einer ersten Sensoreinrichtung einer Steuereinrichtung detektiert und/oder übermittelt werden, die wiederum einen Sender zur Ermittlung eines Notrufsignals aktiviert. Ein solches System und ein solches Verfahren sind insbesondere für Schutzhelme und Motorräder vorgesehen.

Notrufsysteme und Verfahren zur Aktivierung eines Notrufes sind vielfach bekannt. Die DE 100 16 991 Al beschreibt einen Helm mit einem Crash-Sensor und einer Einrichtung zum Absenden eines automatischen Notrufes. Zusammen mit dem Notruf können Koordinaten aus einem GPS-System übermittelt werden.

Die DE 102 10 975 Al beschreibt ebenfalls einen Helm mit einem Crash-Sensor sowie einem

Übertragungsmittel zur Auslösung von Sicherheitsfunktionen, beispielsweise eines Notrufes mit Koordinatenübermittlung. Als Grundlage für einen Notruf werden dabei der Zustand des Helms sowie der Bewegungszustand herangezogen.

Die DE 199 20 402 C2 beschreibt ein Kraftfahrzeug mit Crash-Sensoren und einem

Abfragemodus, ob eine Handlungsfähigkeit des Fahrzeugnutzers besteht. Zusammen mit dem Notruf wird ein GPS-Signal übermittelt. Die DE 10 2006 037 731 Al beschreiben ein Kraftfahrzeug mit Sensoren, die ermitteln, ob zwischen einem Motorrad und einem Nutzer noch Kontakt besteht. Reißt dieser Kontakt ab, wird ein Notruf mit GPS-Koordinaten übermittelt. Die WO 2005/110138 Al beschreibt eine Helm-Motorrad-Kombination, bei der ein Diebstahlschutz dadurch hergestellt wird, dass das Motorrad nur dann fahrt, wenn ein Helm getragen wird und ein Funkkontakt zwischen dem Helm und dem Motorrad besteht. Die WO 2002/0160723 Al beschreibt einen Sturzhelm mit einem Sensor und einer Kommunikationseinrichtung, die den Sensor mit dem Motorrad verbindet. Von dem Motorrad wird dann ein Notrufsignal mit Standortkoordinaten über ein Mobiltelefon abgesetzt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Notruf- Aktivierungssystem und Verfahren zur Notrufaktivierung bereitzustellen, mit dem zuverlässig eine Unfallssituation detektiert werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein System mit den Merkmalen des Hauptanspruches und ein Verfahren mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen aufgeführt.

Das erfindungsgemäße System zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung mit einem Schutzhelm, der mit zumindest einer ersten Sensoreinrichtung zur Erfassung von Unfallkenngrößen und einer Übermittlungseinrichtung ausgestattet ist, mit der Sensordaten der Sensoreinrichtung oder ein Auslösersignal an eine Steuereinrichtung übermittelt werden, mit einem Sender zur Ermittlung eines Notrufsignals, der mit der Steuereinrichtung gekoppelt ist, und mit einem Kraftfahrzeug, sieht vor, dass das Kraftfahrzeug eine zweite Sensoreinrichtung zur Erfassung von Unfallkenngrößen aufweist, die ebenfalls mit der Steuereinrichtung verbunden ist, und dass der Steuereinrichtung einer Auswerteeinheit zugeordnet ist, die das Vorliegen von Unfallkenngrößen beider Sensoreinheiten überprüft und bei Vorliegen von Unfallkenngrößen den Sender aktiviert. Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass über zwei Sensoreinheiten, die an getrennten Systemkomponenten angeordnet sind, Sensordaten erhoben werden, die in Verbindung mit einem Unfall relevant sein können. Diese Sensordaten werden dahingehend überprüft, ob sie bestimmte Grenzwerte erreichen oder überschreiten, so dass aufgrund des Überschreitens oder Erreichens der Grenzwerte angenommen werden kann, dass ein Unfall vorliegt. Die Überprüfung kann in der Sensoreinrichtung, der Auswerteeinheit oder der Steuereinheit erfolgen. Sensordaten, die bestimmte Grenzwerte überschreiten, so dass anzunehmen ist, dass ein Unfall vorliegt, werden als Unfallkenngrößen angesehen. Liegen Unfallkenngrößen basierend auf den Sensordaten sowohl der ersten als auch der zweiten Sensoreinrichtung vor, kann mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass ein Unfall stattgefunden hat. Es kann dann mit einer erhöhten Sicherheit eine Notrufaktivierung erfolgen, wobei die Gefahr eines Fehlalarmes reduziert wird, da in der Regel bei einem Unfall, insbesondere bei einem Motorradunfall, sowohl der Helm des Fahrers als auch das Motorrad mit im Normalbetrieb nicht auftretenden Kräften oder Beschleunigungen in Kontakt kommt oder bestimmte unübliche Positionen einnimmt. Bei einem Unfall, bei dem nur das Motorrad in Mitleidenschaft gezogen wird, ist es nicht notwendig, einen Notruf abzusetzen. Ebenfalls wird eine Notrufaktivierung vermieden, wenn lediglich der Sturzhelm herunterfällt.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass in der Steuereinrichtung eine Timerfunktion vorhanden ist, die durch den Empfang eines ersten Sensorsignals oder einer ersten Unfallkenngröße aktiviert wird. Durch die Timerfunktion wird verhindert, dass zeitlich beliebig auseinanderliegende Sensordaten oder Unfallkenngrößen zur Aktivierung eines Notrufes herangezogen werden. Nur wenn Unfallkenngrößen zweier Sensoreinrichtungen innerhalb eines vorbestimmten Zeitfensters vorliegen, wird ein Notruf aktiviert. Ebenfalls ist es möglich und vorgesehen, dass innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters besondere Sensordaten erfasst werden, aufgrund derer ermittelt werden kann, ob ein Notfall vorliegt oder nicht.

Die Sensoreinrichtung, sowohl am Schutzhelm als auch an dem Kraftfahrzeug, kann mehrere Sensoren aufweisen, beispielsweise einen Beschleunigungssensor, Geschwindigkeitssensor, Temperatursensor, Lagesensor, Verformungssensor und/oder Belastungssensor. Für jeden Sensor können Grenzwerte festgelegt werden, deren Überschreitung eine Unfallkenngröße bildet, so dass ein Unfall angenommen werden muss. Ebenfalls kann aus mehreren Sensordaten über eine Auswertung von Wertekombinationen auf einen Unfall geschlossen werden. Die Sensoreinrichtung kann über eine drahtlose Übermittlungseinrichtung mit der Steuereinrichtung gekoppelt sein, dies ist insbesondere bei der Sensoreinrichtung an oder in dem Schutzhelm zweckmäßig, um die Bewegungsfreiheit des Motorradnutzers nicht einzuschränken. Auch die Sensoreinrichtung an dem Kraftfahrzeug kann über eine drahtlose Verbindung die ermittelten Daten an die Steuereinrichtung übermitteln. Grundsätzlich ist jedoch auch eine kabelgebundene Übermittlung möglich und vorgesehen.

Vorteilhafterweise ist der Sender mit einer Ortungseinrichtung gekoppelt, die die Position des Schutzhelmes und/oder des Kraftfahrzeuges ermittelt, so dass zusammen mit dem

Notrufsignal die Information über den gegenwärtigen Standort oder zumindest den zuletzt bekannten Standort übermittelt werden kann. Der Notruf wird bevorzugt an eine

Notrufzentrale übermittelt, es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Notruf an mehrere

Empfänger gleichzeitig übermittelt wird, wobei die Empfänger in dem Sender gespeichert sein können. Als Sender kann beispielsweise ein Mobiltelefon genutzt werden, das zudem über das bekannte Mobilfunksystem bereits über eine Ortungsfunktion verfügt.

An dem System kann ein Aktivierungsschalter angeordnet sein, über den der Sender unabhängig von dem Vorliegen der Unfallkenngrößen aktivierbar ist. Der Aktivierungsschalter kann an dem Schutzhelm, an dem Fahrzeug oder an beiden Komponenten angeordnet sein. Eine solche Aktivierung kann beispielsweise dann notwendig sein, wenn ein Unfall lediglich beobachtet wird und schnellstmöglich ein Notrufsignal abgesetzt werden muss. Darüber hinaus können Notfallsituationen eintreten, die nicht unbedingt mit dem Schutzhelm oder dem Kraftfahrzeug verbunden sind, so dass auch bei Situationen, in denen nicht Helm und Kraftfahrzeug involviert sind, ein Notrufsignal abgesetzt werden kann.

Umgekehrt können Situationen vorliegen, in denen aufgrund der Datenlage ein Notrufsignal abgesetzt werden müsste, dies jedoch nicht notwendig ist. Um hier eine Fehlaktivierung zu vermeiden, ist ein Deaktivierungsschalter an dem Schutzhelm und/oder dem Kraftfahrzeug angeordnet, über den der Sender deaktivierbar ist. Der Deaktivierungsschalter kann auch auf die Steuereinheit einwirken, so dass kein Aktivierungssignal von der Steuereinheit an den Sender übermittelt wird.

Darüber hinaus kann ein Testschalter vorgesehen sein, über den die Funktionalität der Sensoreinrichtung, der Übermittlungseinrichtung, der Ortungseinrichtung und/oder des Senders überprüfbar ist. Beispielsweise kann der Batteriestatus der Übermittlungseinrichtung von dem Helm zu der Steuereinrichtung überprüft werden. Darüber hinaus können Testsignale von der Sensoreinrichtung zu der Steuereinrichtung übermittelt werden oder überprüft werden, ob die korrekte Position durch die Ortungseinrichtung übermittelt wurde.

Um unabhängig von dem Betriebszustand des Kraftfahrzeuges Notrufsignale absenden zu können, ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung und der Sender an dem Kraftfahrzeug befestigt sind und eine von der Zündanlage des Kraftfahrzeuges unabhängige Stromversorgung aufweisen. Ähnliches gilt für den Helm, der ebenfalls mit einer Stromversorgung ausgestattet ist, die unabhängig von dem Zustand der Zündanlage des Kraftfahrzeuges arbeitet. Auf diese Weise ist es möglich, eine autarke Notrufaktivierung durchzuführen.

In der Steuereinrichtung kann eine Pairing-Funktion für mehrere Schutzhelme vorhanden sein, so dass es möglich ist, das System auf eine bestimmte Anzahl an Helmen einzugrenzen und diese automatisch zu erkennen. Dies kann beispielsweise über einen RFID-Chip erfolgen, dessen Daten in der Steuereinrichtung abgelegt sind. Werden entsprechende Helme automatisch detektiert, wird das System aktiviert. Es kann eine Unfallsituation auftreten, bei der eine Unterbrechung der Verbindung zwischen einer Sensoreinrichtung eintritt, beispielsweise wenn ein Motorradfahrer durch den Unfall von dem Fahrzeug getrennt wird. Bei einer solchen Unfallsituation senden beide Sensoreinrichtungen Auslösesignale an die Steuereinrichtung, eine Auslösung des Alarms erfolgt jedoch nicht, da ein Sensorsignal nicht empfangen wird. Es ist daher vorgesehen, dass zur Schaffung einer zweiten Redundanz der Auswerteeinrichtung ein Detektor zugeordnet ist, der das Vorhandensein einer Verbindung der Steuereinrichtung zu beiden Sensoreinrichtungen ermittelt und bei Vorliegen von Unfallkenngrößen von nur einer Sensoreinrichtung und einer Unterbrechung der Verbindung zwischen einer Sensoreinrichtung und der Steuereinrichtung den Sender aktiviert. Der Detektor kann ein herkömmlicher Empfanger sein, der ein Kontrollsignal der Sensoreinrichtungen empfängt und kontinuierlich oder periodisch abfragt, ob das Signal empfangen wird. Fehlt das Kontrollsignal, ohne dass eine Unfallkenngröße einer Sensoreinrichtung übermittelt wurde, kann ein Warnsignale ausgegeben werden. Entfernt sich der Helmträger absichtlich von dem Fahrzeug, kann das Warnsignal abgestellt und eine Alarmauslösung unterbunden werden. Befindet sich die dem Helm zugeordnete Sensoreinrichtung außer Reichweite und wird ein Unfalldetektiert, löst der Alarm aus.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Unfallerkennung und Notrufaktivierung, über das Unfallkenngrößen auf der Grundlage von Sensordaten einer ersten Sensoreinrichtung einer Steuereinrichtung übermittelt werden, die einen Sender zur Ermittlung eines Notrufsignal aktiviert, sieht vor, dass eine zweite Sensoreinrichtung mit der Steuereinrichtung gekoppelt ist und Unfallkenngrößen detektiert oder übermittelt und dass das Notrufsignal nur dann abgesetzt wird, wenn Unfallkenngrößen beider Sensoreinrichtungen vorliegen oder Unfallkenngrößen von lediglich einer ersten Sensoreinrichtung vorliegen und die Verbindung zu der zweiten Sensoreinrichtung zum Übermitteln der Sensordaten getrennt wurde.

Nach Eingang der ersten Unfallkenngröße in der Steuereinrichtung kann ein Timer aktiviert werden, wobei ein Notrufsignal nur dann abgesetzt wird, wenn die zweite Unfallkenngröße innerhalb eines festgelegten Zeitraums der Steuereinrichtung übermittelt wird. Dadurch wird verhindert, dass zeitlich nicht korrelierte Ereignisse, die auf das Kraftfahrzeug und den Schutzhelm einwirken, zur Aktivierung eines Notrufes genutzt werden.

Die erste Sensoreinrichtung kann an einem Schutzhelm und die zweite Sensoreinrichtung an einem Kraftrad angeordnet sein. Nach dem Eingang der ersten Unfallkenngröße wird neben dem Timer ein Voralarm aktiviert, der innerhalb des in dem Timer festgesetzten Zeitraumes aktiviert bleibt. Wird das Unfallszenario durch eine zweite Unfallkenngröße aus der zweiten Sensoreinrichtung bestätigt, wird das Notrufsignal abgesetzt. Dabei kann der Timer sowohl von der Sensoreinrichtung an dem Kraftfahrzeug als auch von der Sensoreinrichtung an dem Schutzhelm aktiviert werden.

Es kann vorgesehen sein, dass nach dem ersten Notrufsignal zumindest ein weiteres Notrufsignal abgesetzt wird, wenn innerhalb einer vorbestimmten Zeit keine Veränderung der Position des Schutzhelmes und/oder des Kraftrades detektiert wird. Ein solcher weiterer Notruf ist sinnvoll, da bei einem Unfall, der von keinem weiteren Verkehrsteilnehmer beobachtet wird, eine Mobilitätsunfähigkeit des Fahrzeugnutzers angenommen wird, wenn nach der Detektion beispielsweise einer großen Verformung an dem Schutzhelm oder einer großen Beschleunigung der Schutzhelm über einen längeren Zeitraum unbewegt bleibt. Dann ist anzunehmen, dass der Nutzer bewegungsunfähig oder bewusstlos ist, so dass durch das Absetzen eines weiteren Notrufes die besondere Dringlichkeit unterstrichen wird. Ebenfalls kann bei Nichtbewegen des Motorrades aus einer liegenden Position über einen längeren Zeitraum darauf geschlossen werden, dass der Fahrzeugnutzer sich nicht zu helfen weiß und Hilfe benötigt.

Das Notrufsignal kann die aktuellen oder zumindest die letzten verfügbaren Standortkoordinaten enthalten, so dass die Rettungskräfte wissen, wo sich der Unfall ereignet hat.

Die Sensordaten können einer Auswerteeinheit übermittelt werden, in der überprüft wird, ob festgelegte Grenzwerte überschritten werden. Bei überschreitenden Grenzwerten werden Unfallkenngrößen oder gleich ein Auslösesignal der Steuereinrichtung übermittelt, die dann den Sender aktiviert. Die Auswertung der Sensordaten der ersten Sensoreinrichtung kann im Schutzhelm selbst erfolgen, so dass nur ein Auslösesignal der Steuereinrichtung übermittelt werden muss. Wenn die Auswertung der Daten in der Steuereinrichtung erfolgen soll, werden die Sensordaten ohne Auswertung übermittelt. Die Auswerteeinrichtung und die Steuereinrichtung können als ein gemeinsames Modul zusammengefasst sein, ebenfalls kann das GPS-Modul und der Sender, der beispielsweise als GSM-Modul ausgebildet sein kann, in einer Baueinheit zusammengefasst werden. Diese Baueinheit ist bevorzugt an dem Motorrad angeordnet und dort permanent untergebracht. Die Baueinheit kann eine separate Stromversorgung aufweisen oder für den Normalbetrieb an dem Bordnetz angeschlossen sein und für den Notfall eine Stromversorgung durch einen Akkumulator oder eine Batterie sicherstellen. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen schematischen Aufbau des Systems; Figur 2 eine Detaildarstellung eines Schutzhelms;

Figur 3 eine Detaildarstellung eines Zweirades mit Steuereinrichtung.

In der Figur 1 ist in einer schematischen Darstellung ein System zur Erkennung einer Unfallsituation und Notrufaktivierung mit einem Schutzhelm 1 und einem Kraftfahrzeug 2 in Gestalt eines Motorrades dargestellt. In der Figur 1 sind zwei Schutzhelme 1 vorhanden, die exemplarisch für die Möglichkeit stehen, dass das Motorrad 2 von zwei Personen benutzt wird. Grundsätzlich ist auch vorgesehen, dass mehr als zwei Schutzhelme 1 als Systemkomponenten vorgesehen sind.

An dem Motorrad 2 ist eine Steuereinrichtung 3 angeordnet, die im rechten Teil der Figur 1 vergrößert dargestellt ist. Die Steuereinrichtung 3 ist fest an dem Motorrad 2 befestigt und kann mit dem elektrischen Bordnetz gekoppelt sein. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass die Steuereinrichtung 3 über eine autarke Stromversorgung verfügt, so dass auch bei einem Ausfall der Stromversorgung über das Bordnetz des Motorrades 2 sichergestellt ist, dass eine Notrufaktivierung erfolgt.

In den Schutzhelmen 1 sind Sensoreinrichtungen angeordnet, die einen

Beschleunigungssensor, Geschwindigkeitssensor, Temperatursensor, Lagesensor, Verformungssensor und/oder Belastungssensor aufweisen können. Die Sensoreinrichtung 10 steht mit der Steuereinrichtung 3 in Verbindung, entweder über eine kabelgebundene oder eine kabellose Übermittlungseinrichtung 11. An die Steuereinrichtung 3 werden bei einem Unfall Daten bezüglich der ersten Sensoreinrichtung 10 im Schutzhelm 1 übermittelt. Innerhalb der Steuereinrichtung 3 werden dann die Daten ausgewertet. Von dem Schutzhelm 1 können entweder die Sensordaten oder bereits ausgewertete Sensordaten übermittelt werden. Dazu ist es vorgesehen, dass in der Sensoreinrichtung 10 bereits eine Auswertung dahingehend stattfindet, ob festgelegte Grenzwerte, beispielsweise Beschleunigungen, Verformungen oder Positionen, erreicht oder überschritten werden. Liegt ein solches Überschreiten von Grenzwerten vor, wird dies als Möglichkeit eines Unfalles aufgefasst. Es werden dann diese die Grenzwerte überschreitenden Daten der Steuereinrichtung 3 übermittelt. Dort können dann die auch quantitativ vorliegenden Daten ausgewertet werden. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass nach der Auswertung in der Sensoreinrichtung 10 lediglich ein Auslösesignal übermittelt wird, das anzeigt, dass von der ersten Sensoreinrichtung 10 ein Unfall detektiert wird. Welche Art die Überschreitung eines Grenzwertes ist, welcher Grenzwert überschritten wird oder welche Belastung oder Position gemessen wurde, wird dann nicht mehr übermittelt. Der ermittelte Wert, der einen Grenzwert überschreitet, wird als Unfallkenngröße angesehen. Dabei ist es vorgesehen, dass lediglich bei Überschreiten der Grenzwerte ein Signal an die Steuereinrichtung 3 übermittelt wird, um einen möglichst geringen Energieverbrauch durch Vermeidung von Datenübertragung zu erreichen.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Steuereinrichtung 3 auch die zweite Sensoreinrichtung 20 angeordnet, die Daten bezüglich des Motorrades 2 erfasst. Die Sensoren können an anderen Stellen des Motorrades 2 angeordnet sein und müssen nicht unbedingt gemeinsam mit der Steuereinrichtung 3 in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein. Wird auch von der zweiten Sensoreinrichtung 20 ein Überschreiten von Grenzwerten detektiert, wird der Steuereinrichtung 3 ein entsprechendes Signal übermittelt, entweder eine Unfallkenngröße, das qualitative oder quantitative Sensorsignal oder ein Auslösesignal. Liegen sowohl von der ersten als auch von der zweiten Sensoreinrichtung 10, 20 Signale vor, die auf einen Unfall schließen lassen, wird über einen Sender 4 ein Notruf an eine Notrufzentrale 6 übermittelt. Ebenso wird ein Notruf übermittelt, sobald von nur einer ersten Sensoreinrichtung 10, 20 Signale vorliegen und die Übermittlung von Signalen von der zweiten Sensoreinrichtung 10, 20, beispielsweise aufgrund einer Verbindungsunterbrechung zwischen der Sensoreinrichtung 10, 20 und der Steuereinrichtung 3, nicht erfolgen kann. Der Steuereinrichtung 3 ist eine Ortungseinrichtung 5 in Gestalt eines GPS-Moduls zugeordnet, über das die aktuellen Positionsdaten der Steuereinrichtung 3 oder des Motorrades ermittelt werden können. Diese Standortdaten werden bevorzugt mit dem Notrufsignal der Notrufzentrale 6 übermittelt, um eine gezielte Hilfemaßnahme einleiten zu können.

Es ist vorgesehen, dass innerhalb der Steuereinrichtung 3 eine Timerfunktion anläuft, wenn die erste Unfallkenngröße oder das erste Auslösesignal einer der beiden Sensoreinrichtungen 10, 20 eingeht. Werden von den Sensoreinrichtungen 10, 20 gleichzeitig Unfallkenngrößen ermittelt oder Sensordaten erfasst, die eine Unfallkenngröße ermitteln lassen, wird ein Notrufsignal abgesetzt. Ob zwei Unfallkenngrößen oder die übermittelten Sensordaten einen Unfall innerhalb eines Zeitfensters anzeigen, kann in der Auswerteeinheit 30, die in der Steuereinrichtung 3 integriert ist, bestimmt werden.

In der Figur 2 ist ein Schutzhelm 1 in Gestalt eines Motorradhelmes schematisch dargestellt. An dem Schutzhelm 1 ist die Sensoreinrichtung 10 befestigt, beispielsweise mit einem Beschleunigungssensor, einem Dehnmessstreifen und einem Positionssensor. Wird über die Sensoreinrichtung 10 ein Überschreiten eines Grenzwertes festgestellt, wird über eine Übermittlungseinrichtung 11 ein Signal an die Steuereinrichtung 3, insbesondere an die Auswerteeinheit 30 übermittelt. Dies kann drahtgebunden oder drahtlos geschehen. Auch ist es möglich, dass eine Vorauswertung der Sensordaten in der Sensoreinheit 10 stattfindet. Die Sensoreinheit 10 kann Teil einer Außenkalotte und/oder der Innenausstattung des Schutzhelms 1 sein.

An der Außenkalotte des Schutzhelms 1 können mehrere Schalter 12, 13, 14 angeordnet sein, beispielsweise ein Aktivierungsschalter 12, um einen Notruf auszulösen, auch wenn keine

Unfallkenngrößen durch die Sensoreinrichtung 10 ermittelt wurden. Ein Testschalter 13 ist vorgesehen, um die Funktionalität der Sensoreinrichtung 10, der Übermittlungseinrichtung 11 oder einer nicht dargestellten Ortungseinrichtung, die die Position des Schutzhelmes 1 ortet, zu überprüfen. Ebenfalls kann der Batteriestatus der Übermittlungseinrichtung 11 oder einer Auswerteeinheit innerhalb der Sensoreinrichtung 10 überprüft werden.

Ein Deaktivierungsschalter 14 ist ebenfalls vorgesehen, um die Möglichkeit zu geben, eine Aktivierung eines Notrufsignals durch den Sender 4 zu unterbinden, wenn zwar entsprechende Unfallkenngrößen ermittelt wurden, der Nutzer des Schutzhelmes 1 jedoch keinen Notruf wünscht oder es beurteilen kann, dass keine Hilfe benötigt wird.

In der Figur 3 ist die Anordnung der Steuereinrichtung 3 an dem Motorrad 2 dargestellt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Steuereinrichtung 3 zentral im Motorrad 2 angeordnet, die Position ist jedoch beliebig. Die Sensoreinheit 20 kann Teil eines Moduls der Steuereinrichtung 3 sein oder an einer anderen Stelle oder anderen Stellen des Motorrades 2 angeordnet sein. Auch können der Steuereinrichtung 3 verschiedene Schalter 22, 23, 24 zugeordnet sein, die eine Funktion haben, die den Schaltern 12, 13, 14 an dem Schutzhelm 1 entsprechen. Die Positionierung der Schalter 22, 23, 24 muss nicht an dem Ort der Befestigung der Steuereinrichtung 3 sein, sondern kann an beliebiger Stelle des Motorrades 2 liegen. Der Schalter 22 dient als Aktivierungsschalter, der Schalter 23 als Testschalter und der Schalter 24 als Deaktivierungsschalter.

Das GSM-Modul 4 als Sender ist Teil der Steuereinrichtung. Der GPS-Empfänger 5 kann an anderer Stelle des Motorrades 2 angeordnet sein, was durch die Kabelverbindung angedeutet ist.

Wird am Schutzhelm 1 ein Unfall detektiert, indem ein festgelegter Grenzwert durch eine Sensoreinrichtung 10 überschritten wird, wird ein entsprechendes Signal an die Steuereinrichtung 3 oder die Auswerteeinheit 30 übermittelt. Es wird dann ein Voralarm ausgelöst. Wird dieser Voralarm durch den Eingang eines zweiten Signals von der zweiten Sensoreinrichtung 20 des Motorrades 2 bestätigt, wird ein Notruf automatisch abgesetzt. Eine bewusste und willkürliche Absendung eines Notrufes kann über die Aktivierungsschalter 12, 22 erfolgen. Ein Notruf erfolgt bevorzugt nur dann, wenn die Signale der Sensoreinrichtungen 10, 20 innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters liegen, so dass bei einem isolierten Überschreiten eines Grenzwertes kein Notruf abgesetzt wird. Es können mehrere Notrufe abgesetzt werden, beispielsweise wenn nach Vorliegen zweier Unfallkenngrößen durch die Sensoreinrichtungen 10, 20 sich die Lage des Schutzhelmes 1 oder des Motorrades 2 innerhalb eines ebenfalls festgelegten Zeitraumes nicht ändern, so dass von einer Bewegungsunfähigkeit des Heimnutzers ausgegangen werden muss. Betätigt der Heimnutzer den Deaktivierungsschalter 14, 24 wird kein weiterer Notruf abgesendet, ebenfalls kann dadurch der erste Notruf annulliert werden. Die Sensordaten der dem Motorrad 2 zugeordneten Sensoren können über eine drahtlose Übermittlungseinrichtung 21 übermittelt werden.