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Title:
SYSTEM FOR DRYING AND/OR FOR DETERMINING THE WATER CONTENT OF A SAMPLE AMOUNT OF SCRAP, USE OF THE SYSTEM AND METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/093219
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system (2, 62) for drying a sample amount of scrap and/or for determining the water content of a sample amount of scrap, comprising a ventilation device (4, 64) having a gas inlet (10, 66) and a gas outlet (14, 68a-d) arranged on an upper side (12) of the ventilation device (4, 64), such that a gas flow introduced into the ventilation device (4, 64) via the gas inlet (10, 66) is directed to the gas outlet (14, 68a-d) of the ventilation device, comprising a container (6, 72a-d) adapted to the ventilation device (4, 64) for receiving a sample amount of scrap, having a gas-permeable base (32) and a receptacle (26) into which a sample amount of scrap can be filled, wherein the container (6, 72a-d) can be coupled to the ventilation device (4, 64) in such a way that a gas flow exiting the ventilation device (4, 64) from the gas outlet (14, 68a-d) is directed through the base (32) of the container (6, 72a-d) and flows through the receptacle (26). The invention also relates to the use of the system for drying a sample amount of scrap or for determining the water content of a sample amount of scrap. The invention further relates to respective methods for drying a sample amount of scrap and a method for determining the water content of a sample amount of scrap using the system (2, 62) according to the invention.

Inventors:
BAUERSCHLAG NILS ROBERT (DE)
GILLNER RONALD (DE)
Application Number:
EP2016/079076
Publication Date:
June 08, 2017
Filing Date:
November 29, 2016
Export Citation:
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Assignee:
HYDRO ALUMINIUM ROLLED PROD (DE)
International Classes:
F26B3/06; F26B9/06; F26B9/08; F26B25/00; F26B25/06
Foreign References:
GB946081A1964-01-08
US0817533A1906-04-10
CH421824A1966-09-30
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

System (2, 62) zur Trocknung einer Probenmenge Schrott und/oder zur

Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott,

mit einer Belüftungsvorrichtung (4, 64), die einen Gaseinlass (10, 66) und einen an einer Oberseite (12) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) angeordneten

Gasauslass (14, 68a-d) umfasst, so dass ein durch den Gaseinlass (10, 66) in die Belüftungsvorrichtung (4, 64) eingeleiteter Gasstrom zu dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung geleitet wird,

mit einem an die Belüftungsvorrichtung (4, 64) angepassten Behälter (6, 72a-d) zur Aufnahme einer Probenmenge Schrott, der einen gasdurchlässigen Boden (32) und eine Aufnahme (26) umfasst, in die eine Probenmenge Schrott einfüllbar ist,

wobei der Behälter (6, 72a-d) derart mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) austretender Gasstrom durch den Boden (32) des Behälters (6, 72a-d) geleitet wird und die Aufnahme (26) durchströmt.

System nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (6, 72a-d) einen gasdurchlässigen Deckel (33) aufweist und in zwei Orientierungen mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) koppelbar ist, wobei der Behälter (6, 72a-d) in der ersten Orientierung derart mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) austretender Gasstrom durch den Boden (32) in die Aufnahme (26) des Behälters (6, 72a-d) geleitet wird, und wobei der Behälter (6, 72a-d) in der zweiten Orientierung derart mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) austretender Gasstrom durch den Deckel (33) in die Aufnahme (26) des Behälters (6, 72a-d) geleitet wird.

System nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (6, 72a-d) einen die Aufnahme (26) umgebenden Behälterkörper (20) mit einer bodenseitigen Öffnung (22), ein gasdurchlässiges Bodenelement (28) zum Verschließen der bodenseitigen Öffnung (20) und Kopplungsmittel (31) zum lösbaren Verbinden des

Bodenelements (28) mit dem Behälterkörper (20) aufweist.

System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (6, 72a-d) einen die Aufnahme (26) umgebenden Behälterkörper (20) mit einer oberseitigen Öffnung (24), ein gasdurchlässiges Deckelelement (30) zum Verschließen der oberseitigen Öffnung (24) und Kopplungsmittel (31) zum lösbaren Verbinden des Deckelelements (30) mit dem Behälterkörper (20) aufweist.

System nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass der gasdurchlässige Boden (32) und/oder der gasdurchlässige Deckel (33) ein Gitter (36), ein Sieb oder eine Lochplatte umfasst.

System nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass das System eine Mehrzahl von Boden- und/oder Deckelelementen (28, 30) mit verschiedenen Maschen- bzw. Lochweiten für den Behälter (6, 72a-d) umfasst.

System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (6, 72a-d) mindestens einen, vorzugsweise mindestens zwei seitliche Griffe (38) umfasst.

8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet dass die Belüftungsvorrichtung (4, 64) eine

Wasserabführung (16) aufweist, die dazu eingerichtet ist, durch den Gasauslass (14, 68a-d) in die Belüftungsvorrichtung (4, 64) eintretendes Wasser separat vom Gaseinlass (10, 66) abzuführen.

9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass der Gaseinlass (10, 66) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) derart angeordnet ist, dass ein durch den Gaseinlass (10, 66) in die Belüftungsvorrichtung (4, 64) eingeleiteter Gasstrom mit zumindest einer Richtungsänderung der Gasströmung zum Gasauslass (14, 68a-d) der

Belüftungsvorrichtung (4, 64) geleitet wird.

10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungsvorrichtung (64) eine Mehrzahl an Gasauslässen (68a-d) umfasst und dass das System (62) eine Mehrzahl von an die Belüftungsvorrichtung (64) angepassten Behältern (6, 72a-d) zur Aufnahme jeweils einer Probenmenge Schrott umfasst, wobei die Behälter (6, 72a-d) derart mit der Belüftungsvorrichtung (64) koppelbar sind, dass ein aus einem jeweiligen Gasauslass (68a-d) der Belüftungsvorrichtung (64) austretender Gasstrom durch den Boden des jeweiligen Behälters (6, 72a-d) geleitet wird und die Aufnahme (26) durchströmt.

11. Verwendung eines Systems (2, 62) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur

Trocknung einer Probenmenge Schrott oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott.

12. Verfahren zum Trocknen einer Probenmenge Schrott unter Verwendung eines Systems (2, 62) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend folgende Schritte: Einfüllen der Probenmenge Schrott in den Behälter (6, 72a-d),

Koppeln des Behälters (6, 72a-d) mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64), Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass (10, 66) in die

Belüftungsvorrichtung (4, 64), so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) durch den Boden des Behälters (6, 72a- d) geleitet wird und die Aufnahme (26) durchströmt.

Verfahren nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet, dass ein System (2, 62) nach Anspruch 5 verwendet wird und das Verfahren folgende Schritte umfasst:

Koppeln des Behälters (6, 72a-d) mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) in der ersten Orientierung des Behälters (6, 72a-d),

Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass (10, 66) in die

Belüftungsvorrichtung (4, 64), so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) durch den Boden (32) des Behälters (6, 72a-d) in die Aufnahme (26) strömt,

Koppeln des Behälters (6, 72a-d) mit der Belüftungsvorrichtung (4, 64) in der zweiten Orientierung des Behälters (6, 72a-d) und

Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass (10, 66) in die

Belüftungsvorrichtung (4, 64), so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass (14, 68a-d) der Belüftungsvorrichtung (4, 64) durch den Deckel (33) des Behälters (6, 72a-d) in die Aufnahme (26) strömt.

Verfahren zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott unter Verwendung eines Systems (2, 62) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend folgende Schritte:

Bereitstellen einer Probenmenge Schrott,

Trocknen der Probenmenge Schrott mit einem Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,

Ermitteln des Wassergehalts der Probenmenge Schrott aus einer

Gewichtsdifferenzmessung vor und nach dem Trocknen.

Description:
System zur Trocknung und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, Verwendung des Systems und Verfahren

Die Erfindung betrifft ein System zur Trocknung einer Probenmenge Schrott und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, eine Verwendung dieses Systems sowie ein Verfahren zum Trocknen bzw. zur

Wassergehaltsbestimmung einer Probenmenge Schrott unter Verwendung des Systems.

Unter Schrott wird vorliegend Metallschrott, insbesondere Aluminiumschrott verstanden, wobei der Schrott Fremdfraktionen, beispielsweise Kunststoffe, enthalten kann.

Beim Recycling von Schrotten ist es aus verschiedenen Gründen erforderlich, den Wassergehalt der Schrotte zu bestimmen. Zum einen sind die Einkaufspreise von Schrotten typischerweise auf das Gewicht bezogen, so dass es wünschenswert ist, den Wassergehalt der Schrotte zu kennen, um diesen bei der Bestimmung des

Schrottnettogewichts berücksichtigen zu können oder die Einhaltung von

Einkaufsspezifikationen, die beispielsweise einen maximalen Wassergehalt vorschreiben, überprüfen zu können. Zum anderen kann ein hoher Wassergehalt der Schrotte beim Einschmelzen im Schmelzofen zu Problemen führen, so dass die

Schrotte einen vorgegebenen maximalen Wassergehalt nicht überschreiten sollten, der mittels einer Wassergehaltsbestimmung zu überprüfen ist.

Im Stand der Technik werden Metallschrotte bei der Eingangskontrolle häufig nur einer augenscheinlichen Begutachtung unterzogen. Der Nachteil einer solchen augenscheinlichen Begutachtung liegt vor allem in der mangelnden

Quantifizierbarkeit des Wassergehalts der Schrotte, d.h. in der unzureichenden Genauigkeit der Wassergehaltbestimmung, und in der mangelnden Objektivität und Dokumentierbarkeit dieser Wassergehaltsbestimmung.

Weiterhin ist es bekannt, aus einer Schrottlieferung Probenmengen zu entnehmen und diese in Trockenschränken bis zur Gewichtskonstanz zu trocknen. Durch eine Wägung vor und nach dem Trocknen kann der Wassergehalt der Schrottprobe bestimmt werden. Diese Vorgehensweise hat jedoch den Nachteil, dass das Trocknen der Probenmengen Schrott im Trockenschrank sehr zeitaufwendig ist. Typischerweise muss von einer Verweilzeit im Trockenschrank von mindestens 60 Minuten, teilweise sogar von mehreren Stunden ausgegangen werden. Zudem ist das Verfahren auch aufwendig durchzuführen, da die heiße Probe zur Überprüfung der Gewichtskonstanz mehrfach aus dem Trockenschrank entnommen und verwogen werden muss. Bei der Entnahme der heißen Probe aus dem Trockenschrank besteht zudem eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Aus anderen Technikbereichen sind sogenannte Schnelltrockner zur Trocknung granulärer Stoffe bekannt. Diese Schnelltrockner sind zur Trocknung von Schrotten jedoch nicht geeignet, da sie zum einen für zu geringe Volumina ausgelegt sind, um Schrottproben repräsentativ analysieren zu können. Zudem ist Schrott typischerweise sehr inhomogen und daher sehr schlecht belüftbar, so dass die Trochnungszeit selbst in Schnelltrocknern deutlich verlängert würde.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein System und ein Verfahren zur Trocknung einer Probenmenge Schrott und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott bereitzustellen, mit dem sich die Analysezeit bei möglichst gleichbleibender Messgenauigkeit deutlich verkürzen und die Arbeitssicherheit verbessern lässt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß zumindest teilweise gelöst durch ein System zur Trocknung einer Probenmenge Schrott und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, mit einer Belüftungsvorrichtung, die einen Gaseinlass und einen an einer Oberseite der Belüftungsvorrichtung angeordneten Gasauslass umfasst, so dass ein durch den Gaseinlass in die Belüftungsvorrichtung eingeleiteter Gasstrom zum Gasauslass der Belüftungsvorrichtung geleitet wird, mit einem an die Belüftungsvorrichtung angepassten Behälter zur Aufnahme einer Probenmenge Schrott, der einen gasdurchlässigen Boden und eine Aufnahme umfasst, in die eine Probenmenge Schrott einfüllbar ist, wobei der Behälter derart mit der

Belüftungsvorrichtung koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass der

Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Boden des Behälters geleitet wird und die Aufnahme durchströmt.

Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin zumindest teilweise gelöst durch die Verwendung dieses Systems zur Trocknung einer Probenmenge Schrott oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass sich mit dem zuvor beschriebenen System Probenmengen Schrott, insbesondere mit einem für eine repräsentative Wassergehaltsbestimmung ausreichendem Volumen bzw. Gewicht, innerhalb kurzer Zeit von beispielsweise etwa 10 Minuten trocknen lassen, um eine ausreichend genaue Wassergehaltsbestimmung zu ermöglichen.

Das System umfasst eine Belüftungsvorrichtung und einen separaten, an die

Belüftungsvorrichtung angepassten Behälter zur Aufnahme einer Probenmenge Schrott. Der Behälter ist so an die Belüftungsvorrichtung angepasst, dass er mit der Belüftungsvorrichtung derart gekoppelt werden kann, dass ein aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Boden des Behälters in die Aufnahme geleitet wird. Durch diesen durch die Aufnahme geleiteten Gasstrom kann dann eine zuvor in der Aufnahme angeordnete Schrottprobe getrocknet werden.

Die Belüftungsvorrichtung weist einen Gaseinlass auf. Dieser Gaseinlass ist

vorzugsweise dazu eingerichtet, an eine zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung, beispielsweise an eine Turbine oder einen Ventilators mit Heizaggregat, angeschlossen zu werden. Der Gaseinlass kann beispielsweise seitlich an der Belüftungsvorrichtung angeordnet sein. Dies erleichtert den Anschluss der zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichteten Vorrichtung an die

Belüftungsvorrichtung und verhindert, dass durch den Gasauslass in die

Belüftungsvorrichtung eingedrungenes Wasser oder Partikel durch den Gaseinlass gelangt.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des Systems umfasst das System zusätzlich eine zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung, die mit dem

Gaseinlass der Belüftungsvorrichtung derart verbindbar oder verbunden ist, um einen heißen Gasstrom, beispielsweise einen heißen Luftstrom durch den Gaseinlass in die Belüftungsvorrichtung zu leiten. Vorzugsweise sind die Temperatur und/oder der Volumenstrom des mit der Vorrichtung erzeugbaren Gasstroms einstellbar.

Beispielsweise kann die zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete

Vorrichtung als Heißluftgebläse ausgebildet sein.

Das System umfasst einen an die Belüftungsvorrichtung angepassten Behälter zur Aufnahme einer Probenmenge Schrott. Der Behälter ist vorzugsweise aus Metall, um für die Aufnahme der Schrottprobe ausreichend stabil zu sein und um den

thermischen Belastungen bei der Trocknung standhalten zu können. Vorzugsweise ist der Behälter so dimensioniert, dass die Aufnahme des Behälters ein Volumen von mindestens 10 1, vorzugsweise mindestens 15 1 Schrott fassen kann. Auf diese Weise kann im Behälter eine ausreichend große Probenmenge Schrott getrocknet werden, um eine repräsentative Wassergehaltsbestimmung zu ermöglichen.

Der gasdurchlässige Boden des Behälters hält einerseits die Schrottprobe in der Aufnahme des Behälters und erlaubt es andererseits einem aus der

Belüftungsvorrichtung austretenden Gasstrom, in den Behälter und damit in die Aufnahme zu gelangen. Der Boden ist insbesondere so ausgestaltet, dass er das Gewicht der Schrottprobe in der Aufnahme tragen kann, vorzugsweise ein Gewicht von mindestens 500 g, vorzugsweise mindestens 1 kg, insbesondere mindestens 5 kg. Der Behälter weist vorzugsweise einen Gasauslass auf, aus dem der durch den Boden des Behälters in diesen hineingeleitete Gasstrom wieder aus dem Behälter austreten kann. Beispielsweise kann der Behälter als Gasauslass eine oberseitige Öffnung aufweisen.

Der Behälter ist derart mit der Belüftungsvorrichtung koppelbar, dass ein aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Boden des Behälters geleitet wird und die Aufnahme durchströmt. Zu diesem Zweck können der Behälter und die Belüftungsvorrichtung vorzugsweise einander entsprechende Kopplungsmittel aufweisen, beispielsweise einen Rohrstutzen und eine

korrespondierende Aufnahme für den Rohrstutzen. So kann beispielsweise der Gasauslass der Belüftungsvorrichtung in Form eines Rohrstutzens ausgebildet sein und der Behälter kann im Bereich des gasdurchlässigen Bodens einen Kragen aufweisen, der über den Rohrstutzen gestülpt werden kann, um die

Belüftungsvorrichtung und den Behälter miteinander zu koppeln. Alternativ kann auch am Gasauslass der Belüftungsvorrichtung eine Aufnahme, beispielsweise in Form eines Kragens, vorgesehen sein, in den der Behälter mit dem Boden und/oder mit dem Deckel einsetzbar ist.

Weiterhin wird die oben genannte Aufgabe erfindungsgemäß zumindest teilweise gelöst durch ein Verfahren zum Trocknen einer Probenmenge Schrott unter

Verwendung des zuvor beschriebenen Systems, umfassend folgende Schritte:

Einfüllen der Probenmenge Schrott in den Behälter,

- Koppeln des Behälters mit der Belüftungsvorrichtung,

Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass in die

Belüftungsvorrichtung, so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass der

Belüftungsvorrichtung durch den Boden des Behälters geleitet wird und die Aufnahme durchströmt. Bei dem Verfahren zum Trocknen einer Probenmenge Schrott wird eine Probenmenge Schrott in den Behälter gefüllt. Die Probenmenge Schrott hat vorzugsweise ein Gewicht von mindestens 500 g, vorzugsweise mindestens 1 kg. Auf diese Weise ist die Probenmenge groß genug, um eine repräsentative Wassergehaltsbestimmung des Schrotts zu ermöglichen. Die Probenmenge Schrott kann in den Behälter gefüllt werden, bevor oder nachdem der Behälter mit der Belüftungsvorrichtung gekoppelt wird.

Für eine repräsentativere Wassergehaltsbestimmung werden vorzugsweise mehrere Probenmengen Schrott nacheinander oder gleichzeitig in mehreren Behältern getrocknet. Aus den jeweils ermittelten Wassergehalten kann dann ein Mittelwert für den Wassergehalt berechnet werden. Für eine Wassergehaltsbestimmung mit guter Genauigkeit weisen die einzelnen Probenmengen Schrott auch in diesem Fall vorzugsweise ein Gewicht von mindestens 500 g, vorzugsweise mindestens 1 kg auf.

Bei dem Verfahren wird ein heißer Gasstrom durch den Gaseinlass in die

Belüftungsvorrichtung eingeleitet, so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung durch den Boden des Behälters geleitet wird und die

Aufnahme durchströmt. Auf diese Weise wird die zuvor in die Aufnahme gefüllte Probenmenge Schrott mit dem heißen Gasstrom beaufschlagt und dadurch

getrocknet.

Die Temperatur des heißen Gasstroms wird vorzugsweise auf den Bereich von 60 °C bis 150 °C, vorzugsweise von 60 °C bis 120 °C, insbesondere von 60 °C bis 100 °C eingestellt. Durch die Begrenzung der Temperatur auf maximal 150 °C, bevorzugt maximal 120 °C, insbesondere maximal 100 °C wird verhindert, dass etwaige

Kunststofffraktionen in der Probenmenge Schrott verschmoren oder zu brennen beginnen. Die Mindesttemperatur von 60 °C führt zu einer ausreichend kurzen Trocknungszeit. Zusätzlich oder alternativ kann die Temperatur des Gasstroms so eingestellt werden, dass die Temperatur der Probenmenge Schrott im Behälter an einer vorbestimmten Stelle der Aufnahme des Behälters in einem Bereich von 60 °C bis 150 °C,

vorzugsweise von 60 °C bis 120 °C, insbesondere von 60 °C bis 100 °C liegt.

Insbesondere kann die Temperatur des Gasstroms geregelt werden, um diese

Temperatur an der vorbestimmten Stelle der Aufnahme zu erreichen, beispielsweise mittels eines in der Aufnahme angeordneten Temperaturmesssensors.

Der Gasstrom wird vorzugsweise so eingestellt, dass die Gaswechselzahl für den Behälter zwischen 30 und 100 pro Minute liegt. Mit diesen Gaswechselzahlen wurde eine gleichmäßige Durchtrocknung des Schrotts bei gleichzeitig guten

Trocknungszeiten erreicht. Unter der Gaswechselzahl wird das Vielfache des

Behältervolumens verstanden, das pro Zeiteinheit (hier pro Minute) als Gasstrom durch den Behälter strömt. Bei einer Gaswechselzahl von 30 pro Minute strömt beispielsweise das 30fache des Behältervolumens an Gas pro Minute durch den

Behälter. Dadurch wird das Gasvolumen im Behälter 30 mal pro Minute ausgetauscht.

Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin erfindungsgemäß zumindest teilweise gelöst durch ein Verfahren zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott unter Verwendung des zuvor beschriebenen Systems, umfassend folgende Schritte:

Bereitstellen einer Probenmenge Schrott,

Trocknen der Probenmenge Schrott mit dem zuvor beschriebenen Verfahren zum Trocknen einer Probenmenge Schrott,

Ermitteln des Wassergehalts der Probemenge Schrott aus einer

Gewichtsdifferenzmessung vor und nach dem Trocknen.

Die Probenmenge Schrott kann insbesondere durch Probenentnahme aus einer größeren Menge Schrott, beispielsweise einer Schrottlieferung, bereitgestellt werden. Die Probenmenge Schrott hat vorzugsweise ein Gewicht von mindestens 500 g, bevorzugt mindestens 1 kg. Auf diese Weise lässt sich der Wassergehalt an einer repräsentativ großen Probenmenge Schrott bestimmen und damit auf den

Wassergehalt der Ausgangsmenge Schrott zurückschließen.

Der Wassergehalt der Probenmenge Schrott wird aus einer

Gewichtsdifferenzmessung vor und nach dem Trocknen ermittelt. Unter einer

Gewichtsdifferenzmessung vor und nach dem Trocknen wird verstanden, dass ein Wert für das Gewicht der Probenmenge Schrott jeweils vor dem Trocknen (Einwaage) und nach dem Trocknen (Auswaage) der Probenmenge Schrott gemessen wird. Aus der Differenz dieser beiden Werte ergibt sich ein Wert für das Gewicht der

Wassermenge, die durch das Trocknen aus der Probenmenge Schrott entfernt wurde, aus der sich beispielsweise unmittelbar der relative Wassergehalt der Probenmenge vor dem Trocknen berechnen lässt.

Vorzugsweise wird die Probenmenge Schrott vor und nach dem Trocknen zusammen mit dem Behälter verwogen. Dies erleichtert die Handhabung, da einfach der Behälter mit der darin enthaltenen Probenmenge auf eine Waage gestellt werden kann.

Die Probenmenge Schrott kann auch während des Trocknungsvorgangs verwogen werden, insbesondere zusammen mit dem Behälter. Vorzugsweise wird der

Trocknungsvorgang so lange fortgesetzt, bis mindestens zwei aufeinanderfolgende

Wägungen sich höchstens noch um eine vorgegebene maximale Gewichtsdifferenz von vorzugsweise maximal 0,1 g unterscheiden, d.h. bis das Gewicht zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wägungen im Wesentlichen konstant geblieben ist oder sich nur noch geringfügig geändert hat (Gewichtskonstanz). Zwischen den zwei aufeinanderfolgenden Wägungen hat eine weitere Trocknung auf der

Belüftungsvorrichtung von vorzugsweise mindestens 3 min. zu erfolgen.

Im Folgenden werden verschiedene Ausführungsformen des Systems, der

Verwendung des Systems, des Verfahren zum Trocknen und des Verfahrens zur Wassergehaltsbestimmung beschrieben, wobei die einzelnen Ausführungsformen jeweils sowohl für das System, die Verwendung als auch für die Verfahren anwendbar sind und zudem untereinander kombiniert werden können.

Bei einer ersten Ausführungsform weist der Behälter einen gasdurchlässigen Deckel auf und ist in zwei Orientierungen mit der Belüftungsvorrichtung koppelbar, wobei der Behälter in der ersten Orientierung derart mit der Belüftungsvorrichtung koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Boden in die Aufnahme des Behälters geleitet wird, und wobei der Behälter in der zweiten Orientierung derart mit der Belüftungsvorrichtung koppelbar ist, dass ein aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Deckel in die Aufnahme des Behälters geleitet wird.

Schrotte sind typischerweise recht inhomogen und lassen sich daher schlecht belüften. Insbesondere wurde festgestellt, dass Kunststofffraktionen im Schrott, insbesondere Kunststofffolien, die Belüftung des Schrotts derart behindern, dass das Anströmen des Schrotts mit einem heißen Gasstrom von nur einer Seite zu langen Trocknungszeiten führt, da beispielsweise die Kunststofffolien den Gasstrom erheblich behindern können. Weiterhin können auch flächige Schrottbestandteile aus Metall den Gasstrom behindern.

Es wurde festgestellt, dass sich dieser Nachteil dadurch beheben lässt, dass die Anströmungsrichtung des Gasstroms während der Trocknung gewechselt wird. Die zuvor beschriebene Ausführungsform erlaubt daher, den Behälter in zwei

verschiedenen Orientierungen mit der Belüftungsvorrichtung zu koppeln, so dass der Gasstrom einmal durch den Boden und einmal durch den Deckel des Behälters strömt.

Beispielsweise kann der Behälter zum Trocknen des Schrotts zunächst mit dem Boden auf die Belüftungsvorrichtung aufgesetzt werden und dann nach einiger Zeit umgedreht und mit dem Deckel auf die Belüftungsvorrichtung aufgesetzt werden. Der Behälter kann also in zwei Orientierungen an der Belüftungsvorrichtung angeordnet werden. Auf diese Weise wurden eine erheblich gleichmäßigere Durch trocknung der Schrottprobe und damit verbunden kürzere Trocknungszeiten erreicht.

Bei einer entsprechenden Ausführungsform des Verfahrens zum Trocknen einer Probenmenge Schrott ist das System wie zuvor beschrieben ausgebildet und das Verfahren umfasst folgende Schritte:

Koppeln des Behälters mit der Belüftungsvorrichtung in der ersten

Orientierung des Behälters,

Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass in die

Belüftungsvorrichtung, so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass der

Belüftungsvorrichtung durch den Boden des Behälters in die Aufnahme strömt, Koppeln des Behälters mit der Belüftungsvorrichtung in der zweiten

Orientierung des Behälters und

Einleiten eines heißen Gasstroms durch den Gaseinlass in die

Belüftungsvorrichtung, so dass der Gasstrom aus dem Gasauslass der

Belüftungsvorrichtung durch den Deckel des Behälters in die Aufnahme strömt.

Der Behälter kann auch mehrfach abwechselnd in der ersten und in der zweiten Orientierung mit der Belüftungsvorrichtung gekoppelt werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, um Probenmengen Schrott zu trockenen, die eine große Fremdfraktion, insbesondere eine große Kunststofffraktion aufweisen, durch die die Belüftung des Schrotts behindert werden kann.

Der Deckel und der Boden des Behälters können insbesondere gleichartig ausgebildet sein und beispielsweise jeweils eine Aufnahme zum Beispiel in Form eines Kragens aufweisen, die sich über den Gasauslass der Belüftungsvorrichtung stülpen lässt.

Der Behälter kann beispielsweise eine im Wesentlichen zylindrische Form aufweisen, insbesondere in Form eines Rohrabschnitts, wobei an der unteren und oberen

Öffnung des Rohrabschnitts der Boden bzw. der Deckel angeordnet ist. Um den Behälter mit einer Probenmenge Schrott befüllen bzw. die Probenmenge Schrott wieder aus dem Behälter entnehmen zu können, können der Boden und/oder der Deckel vorzugsweise geöffnet werden. Insbesondere können der Boden und/oder der Deckel abnehmbar ausgestaltet sein.

Bei einer Ausführungsform weist der Behälter einen die Aufnahme umgebenden Behälterkörper mit einer bodenseitigen Öffnung, ein gasdurchlässiges Bodenelement zum Verschließen der bodenseitigen Öffnung und Kopplungsmittel zum lösbaren Verbinden des Bodenelements mit dem Behälterkörper auf. Wenn das Bodenelement mit dem Behälterkörper verbunden ist, bildet dieses den luftdurchlässigen Boden des Behälters.

Zusätzlich oder alternativ kann der Behälter eine oberseitige Öffnung, ein

gasdurchlässiges Deckelelement zum Verschließen der oberseitigen Öffnung und Kopplungsmittel zum lösbaren Verbinden des Deckelelements mit dem

Behälterkörper auf. Wenn das Deckelelement mit dem Behälterkörper verbunden ist, bildet dieses den luftdurchlässigen Deckel des Behälters.

Dadurch dass der Boden und/oder der Deckel durch separate Boden- und/oder Deckelelemente gebildet werden, können diese ohne weiteres ausgetauscht werden. Insbesondere ist es auf diese Weise möglich, Boden- und/oder Deckelelemente mit verschiedenen Maschen weiten oder Lochgrößen für Schrotte mit verschiedenen Partikelgrößen einzusetzen. Die Maschenweiten bzw. Lochgrößen des Bodens und/oder Deckels können beispielsweise in einem Bereich von 1 - 5 mm liegen.

Als Kopplungsmittel zum lösbaren Verbinden des Deckelelements mit dem

Behälterkörper können beispielsweise ein oder mehrere Schnellverschlüsse am Behälterkörper und/oder am Deckel- bzw. Bodenelement vorgesehen sein. Der Behälterkörper und das Deckel- bzw. Bodenelement können auch eine oder mehrere zueinander korrespondierende Bohrungen aufweisen, durch die das Deckel- bzw. Bodenelement mit dem Behälterkörper beispielsweise durch Flügelschrauben miteinander verschraubt werden können.

Bei einer weiteren Ausführungsform umfassen der gasdurchlässige Boden und/oder der gasdurchlässige Deckel ein Gitter, ein Sieb oder eine Lochplatte. Wird der Boden und/oder der Deckel durch ein entsprechendes Bodenelement und/oder

Deckelelement gebildet, so umfassen entsprechend vorzugsweise das Boden- und/oder Deckelelement ein Gitter, ein Sieb oder eine Lochplatte. Auf diese Weise wird ein robuster Boden bzw. Deckel zur Verfügung gestellt, der einerseits

luftdurchlässig ist und andererseits den Schrott in dem Behälter halten kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst das System eine Mehrzahl von

Bodenelementen und/oder Deckelelementen mit verschiedenen Maschenweiten bzw. Lochgrößen für den Behälter. Auf diese Weise kann die Maschenweite bzw. Lochgröße für den luftdurchlässigen Boden bzw. Deckel an die jeweiligen Partikelgrößen des Schrotts angepasst werden. Bei gröberem Schrott können beispielsweise größere Maschenweiten verwendet werden als bei Schrott mit kleineren Partikeln.

Die Boden- und/oder Deckelelemente sind vorzugsweise gleichartig ausgebildet, so dass sie gegeneinander ausgetauscht werden können.

Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst der Behälter mindestens ein,

vorzugsweise mindestens zwei seitliche Griffe. Diese sind vorzugsweise

wärmeisoliert. Auf diese Weise kann der Behälter bequem per Hand transportiert und beispielsweise während eines Trocknungsverfahrens von einer ersten in eine zweite Orientierung gedreht werden. Weist der Behälter mindestens zwei seitliche Griffe auf, so sind diese vorzugsweise gegenüberliegend angeordnet, d.h. um etwa 180° zur Längsachse des Behälters versetzt zueinander angeordnet. Auf diese Weise kann der Behälter einfacher getragen und einfacher gewendet werden. Bei einer weiteren Ausführungsform weist die Belüftungsvorrichtung eine

Wasserabführung auf, die dazu eingerichtet ist, durch den Gasauslass in die

Belüftungsvorrichtung eintretendes Wasser separat vom Gaseinlass abzuführen. Beispielsweise kann unterhalb des Gasauslasses der Belüftungsvorrichtung eine Kondensfalle vorgesehen sein, durch die während der Trocknung aus dem Behälter durch den Gasauslass in die Belüftungsvorrichtung gelangendes Wasser abgeführt werden kann. Die Belüftungsvorrichtung weist vorzugsweise eine Öffnung auf, durch die durch den Gasauslass eintretendes Wasser wieder aus der Belüftungsvorrichtung herausgeführt werden kann.

Bei der Trocknung sehr nasser oder vereister Schrotte kann es vorkommen, dass das Wasser beim Trocknen nicht vollständig verdampft, sondern dass ein Teil des

Wassers, insbesondere in flüssiger Form, durch den Gasauslass in die

Belüftungsvorrichtung eindringt. Durch das Vorsehen einer Wasserabführung kann verhindert werden, dass sich Wasser unkontrolliert in der Belüftungsvorrichtung ansammelt und diese beschädigt. Weiterhin kann verhindert werden, dass das Wasser über den Gaseinlass der Belüftungsvorrichtung in eine an diesen angeschlossene, zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung gelangt und diese beschädigt.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Gaseinlass der Belüftungsvorrichtung derart angeordnet, dass ein durch den Gaseinlass in die Belüftungsvorrichtung eingeleiteter Gasstrom mit zumindest einer Richtungsänderung der Gasströmung zum Gasauslass der Belüftungsvorrichtung geleitet wird. Der Gaseinlass ist demnach insbesondere nicht unmittelbar unterhalb des Gasauslasses angeordnet, so dass durch den Gasauslass eintretendes Wasser nicht über den Gaseinlass in eine an diesen angeschlossene, zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung gelangen und diese beschädigen kann. Der Gaseinlass kann beispielsweise an einer Seitenwand der Belüftungsvorrichtung angeordnet sein, so dass der Gasstrom vom Gaseinlass nach oben zum Gasauslass der Belüftungsvorrichtung umgelenkt wird. Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst die Belüftungsvorrichtung eine

Mehrzahl an Gasauslässen und das System umfasst eine Mehrzahl von an die

Belüftungsvorrichtung angepassten, vorzugsweise gleichartigen Behältern zur Aufnahme jeweils einer Probenmenge Schrott, wobei die Behälter derart mit der Belüftungsvorrichtung koppelbar sind, dass ein aus einem jeweiligen Gasauslass der Belüftungsvorrichtung austretender Gasstrom durch den Boden des jeweiligen Behälters geleitet wird und die Aufnahme durchströmt.

Bei dieser Ausführungsform kann die Belüftungsvorrichtung demnach gleichzeitig mit einer Mehrzahl von vorzugsweise gleichartigen Behältern gekoppelt werden, so dass mit einer Belüftungsvorrichtung parallel mehrere Probemengen Schrott getrocknet werden können. Auf diese Weise kann der Durchsatz bei der Trocknung weiter erhöht werden. Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst die Belüftungsvorrichtung eine

Wiegeeinrichtung, die dazu eingerichtet ist, das Gewicht eines mit der

Belüftungsvorrichtung gekoppelten Behälters zu bestimmen. Auf diese Weise muss der Behälter zum Wiegen nicht mehr auf eine separate Waage gestellt werden, sondern das Gewicht kann unmittelbar auf der Belüftungsvorrichtung bestimmt werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen wird.

In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Systems zur Trocknung und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, die Belüftungsvorrichtung des Systems aus Fig. 1 in Seitenansicht, Fig. 3 die Belüftungsvorrichtung aus Fig. 2 in Aufsicht,

Fig. 4 die Belüftungsvorrichtung aus Fig. 2 in perspektivischer Ansicht,

Fig. 5 den Behälter des Systems aus Fig. 1 in Seitenansicht,

Fig. 6 den Behälter aus Fig. 5 in Aufsicht, Fig. 7 den Behälter aus Fig. 5 in perspektivischer Ansicht,

Fig. 8 ein zweites Ausführungsbeispiel des Systems zur Trocknung und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott und Fig. 9 ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, umfassend ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Trocknung einer Probenmenge Schrott.

Die Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Trocknung einer Probenmenge Schrott bzw. zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott. Das System 2 weist eine Belüftungsvorrichtung 4 sowie einen an die Belüftungsvorrichtung 4 angepassten Behälter 6 zur Aufnahme einer

Probenmenge Schrott (nicht dargestellt) auf. Weiterhin umfasst das System 2 im vorliegenden Ausführungsbeispiel noch eine zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung in Form eines Heißluftgebläses 8.

Die Fig. 2 - 4 zeigen verschiedene Darstellungen der Belüftungsvorrichtung 4, und zwar eine Seitenansicht (Fig. 2), eine Aufsicht (Fig. 3) und eine perspektivische Ansicht (Fig. 4). Die Belüftungsvorrichtung 4 umfasst einen seitlich angeordneten Gaseinlass 10 und einen an einer Oberseite 12 der Belüftungsvorrichtung 4 angeordneten Gasauslass 14. Wird mit dem Heißluftgebläse 8 ein heißer Gasstrom in den Gaseinlass 10 eingeleitet, so wird dieser durch die Belüftungsvorrichtung 4 zum Gasauslass 14 geleitet. Da der Gaseinlass 10 seitlich angeordnet ist, kann durch den Gasauslass 14 eindringendes Wasser nicht durch den Gaseinlass 10 in das Heißluftgebläse 8 gelangen.

Weiterhin ist zur Abführung von in die Belüftungsvorrichtung 4 eindringendes Wasser unterhalb des Gasauslasses 14 eine Wasserabführung 15 mit einer

Kondensfalle 16 in Form eines schrägen Blechs angeordnet. Durch den Gasauslass 14 eindringendes Wasser wird durch die Kondensfalle 16 zu einer bodenseitigen

Auslassöffnung 18 der Wasserabführung 15 und damit aus der Belüftungsvorrichtung 4 herausgeleitet. Die schräge Anordnung der Kondensfalle 16 hat zudem den Effekt, dass ein durch den Gaseinlass hineinströmender Gasstrom besser zum Gasauslass 14 umgeleitet wird.

Die Fig. 5 - 7 zeigen verschiedene Darstellungen des Behälters 6, und zwar eine Seitenansicht (Fig. 5), eine Aufsicht (Fig. 6) und eine perspektivische Ansicht (Fig. 7). Der Behälter 6 weist einen Behälterkörper 20 in Form eines zylindrischen

Rohrabschnitts mit einer bodenseitigen Öffnung 22 und einer oberseitigen Öffnung 24 auf, wobei der Behälterkörper 20 eine Aufnahme 26 für eine Probenmenge Schrott umgibt. Weiterhin umfasst der Behälter 6 ein gasdurchlässiges Bodenelement 28 und ein gasdurchlässiges Deckelelement 30, welche über jeweilige Kopplungsmittel 31 in Form von Schnellverschlüssen mit dem Behälterkörper 20 verbindbar sind.

Wenn das Bodenelement 28 bzw. das Deckelelement 30 mit dem Behälterkörper 20 verbunden sind (wie in Fig. 5 für das Bodenelement 28 gezeigt), bilden diese den gasdurchlässigen Boden 32 bzw. den gasdurchlässigen Deckel 33 des Behälters 6. Das Bodenelement 28 und das Deckelelement 30 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel gleichartig ausgebildet und umfassen jeweils einen Kragen 34, in den ein Gitter 36 eingesetzt ist.

In Fig. 5 sind die Innenkonturen des Bodenelements 28 und des Deckelelements 30 durch gestrichelte Linien angedeutet. Zudem ist in der Detailansicht in Fig. 5 auch die Außenkontur des in das Bodenelement 28 eingesetzten unteren Teils des Behälters 6 durch die kürzeren gestrichelten Linien angedeutet. Wie aus der Fig. ersichtlich, ist die Innenkontur des Bodenelements 28 an die Außenkontur des Behälters 6 angepasst. Zum Befüllen der Aufnahme 26 des Behälters mit einer Probenmenge Schrott oder zum Austausch des Deckel- und/oder Bodenelements, können das Deckel- bzw.

Bodenelement abgenommen werden (wie in Fig. 5 für das Deckelelement 30 gezeigt).

Der Kragen 34 des Boden- bzw. Deckelelements 28, 30 ist so dimensioniert, dass der Behälter 6 wie in Fig. 1 dargestellt auf die Belüftungsvorrichtung 4 aufsetzbar ist. Auf diese Weise kann der Behälter 6 mit der Belüftungsvorrichtung 4 gekoppelt werden, so dass ein aus dem Gasauslass der Belüftungsvorrichtung 4 austretender Gasstrom in den Behälter 6 gelangen kann. Der Behälter 6 kann einerseits in einer ersten Orientierung mit dem Bodenelement 28 auf die Belüftungsvorrichtung 4 aufgesetzt werden und in einer zweiten Orientierung mit dem Deckelelement 30 auf die Belüftungsvorrichtung 4 aufgesetzt werden.

Der Behälter 6 weist wärmeisolierte Griffe 38 auf, um die Handhabung des Behälters 6 zu erleichtern. Insbesondere kann der Behälter 6 mit den Griffen 38 per Hand transportiert und umgedreht werden, um ihn beispielsweise von der ersten

Orientierung in die zweite Orientierung zu drehen oder um ihn zu einer Waage zu transportieren. Fig. 8 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Systems zur Trocknung einer

Probenmenge Schrott und/oder zur Wassergehaltsbestimmung von einer

Probenmenge Schrott. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst das System 62 eine Belüftungsvorrichtung 64 mit einem Gaseinlass 66 und einer Mehrzahl an Gasauslässen 68a-d. Wird eine zur Erzeugung eines heißen Gasstroms eingerichtete Vorrichtung, beispielsweise in Form eines Heißluftgebläses 70, an den Gaseinlass 66 angeschlossen, so wird der durch den Gaseinlass in die Belüftungsvorrichtung 64 eingeleitete Gasstrom zu allen

Gasauslässen 68a-d geleitet.

Das System 62 umfasst weiterhin eine Mehrzahl gleichartiger Behälter 72a-d, die beispielsweise wie der in den Fig. 5 - 7 dargestellte Behälter 6 ausgebildet sein können. Die Behälter 72a-d sind jeweils so an die Belüftungsvorrichtung 64 angepasst, dass die Behälter 72a-d wie in Fig. 8 dargestellt mit einem jeweiligen Gasauslass 68a-d gekoppelt werden können. Insbesondere können die Behälter 72a-d in zwei

Orientierungen mit dem jeweiligen Gasauslass 68a-d gekoppelt werden. So ist beispielsweise der Behälter 72a in einer ersten Orientierung mit dem Bodenelement 28 auf den Gasauslass 68a aufgesetzt und der Behälter 72b in einer zweiten

Orientierung mit dem Deckelelement 30 auf den Gasauslass 68b aufgesetzt.

Mit dem System 62 ist es möglich, mit einer einzigen Belüftungsvorrichtung 64 gleichzeitig mehrere Probenmengen Schrott in den Behältern 72a-d zu trocknen. Auf diese Weise kann der Durchsatz für die Trocknung bzw. Wassergehaltsbestimmung erhöht werden bzw. es können gleichzeitig Probenmengen Schrott von verschiedenen Schrottlieferungen getrocknet werden.

Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Wassergehaltsbestimmung von einer Probenmenge Schrott, umfassend ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Trocknung einer Probenmenge Schrott, als Ablaufschema. Das Verfahren kann insbesondere unter Verwendung des Systems 2 aus Fig. 1 durchgeführt werden und wird im Folgenden auch anhand des Systems 2 erläutert. Alternativ kann auch das System 62 aus Fig. 8 verwendet werden.

Im ersten Schritt 82 wird eine Probenmenge Schrott bereitgestellt. Beispielsweise kann aus einer Schrottlieferung eine Probenmenge von beispielsweise 500 g oder 1 kg entnommen werden.

Diese Probenmenge Schrott wird im Schritt 84 in den Behälter 6 eingefüllt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise das Deckelelement 30 vom Behälterkörper 20 entfernt werden (wie in Fig. 5 gezeigt), so dass die Probenmenge Schrott in die Aufnahme 26 eingefüllt werden kann. Anschließend wird das Deckelelement 30 wieder mit dem Behälterkörper 20 verbunden.

Im dritten Schritt 86 wird der Behälter 6 mit der darin befindlichen Probenmenge Schrott mittels einer Waage gewogen, um einen Wert für das Gesamtgewicht des Behälters 6 und der Probenmenge Schrott vor dem Trocknen zu ermitteln.

Im nachfolgenden vierten Schritt 88 wird der Behälter 6 mit dem Bodenelement 28, d.h. in erster Orientierung, auf den Gasauslass 14 der Belüftungsvorrichtung 4 aufgesetzt.

Im fünften Schritt 90 wird mit dem Heißluftgebläse 8 für eine vorgegebene Zeit ein heißer Luftstrom in den Gaseinlass 10 der Belüftungsvorrichtung 4 eingeleitet, so dass der heiße Luftstrom über den Gasauslass 14 und das Bodenelement 28 in die

Aufnahme 26 gelangt und die dort angeordnete Probenmenge Schrott trocknet.

Nach einer vorgegebenen Zeit wird der Behälter 6 im sechsten Schritt 92 um 180° gedreht und mit dem Deckelelement 30 auf den Gasauslass 14 aufgesetzt, d.h. in der zweiten Orientierung. Im siebten Schritt 94 wird wiederum mit dem Heißluftgebläse 8 ein heißer Luftstrom in den Gaseinlass 10 der Belüftungsvorrichtung 4 eingeleitet, so dass der Gasstrom nunmehr durch den Gasauslass 14 und das Deckelelement 30 in die Aufnahme 26 gelangt. Dadurch wird der Schrott nunmehr von der anderen Seite mit dem heißen Luftstrom angeströmt, so dass eine gute Durchtrocknung der gesamten Probenmenge Schrott erreicht werden kann, auch wenn Kunststofffraktionen, beispielsweise Kunststofffolien im Schrott den Luftstrom behindern.

Der Behälter 6 kann während des Trocknungsvorgangs auch mehrfach von der ersten in die zweite Orientierung bzw. von der zweiten in die erste Orientierung gedreht und in entsprechender Orientierung auf den Gasauslass 14 aufgesetzt werden,

insbesondere wenn die Probenmenge Schrott eine große Kunststofffraktion, insbesondere Kunststofffolie aufweist. Nach Ende des Trocknungsvorgangs wird der Behälter 6 mit der Probenmenge Schrott im achten Schritt 96 ein zweites Mal gewogen, um einen Wert für das

Gesamtgewicht des Behälters 6 und der Probenmenge Schrott nach dem Trocknen zu ermitteln. Aus der Differenz der bei der ersten Wägung (Einwaage) und der zweiten bzw. letzten Wägung (Auswaage) ermittelten Werte ergibt sich das Gewicht des Wassers, das durch die Trocknung aus der Probenmenge Schrott entfernt wurde. Mit diesem Wert lässt sich der Wassergehalt der Probenmenge Schrott vor dem Trocknen bestimmen. Der Behälter 6 mit der Probenmenge Schrott kann auch während des

Trocknungsvorgangs, ggf. auch mehrfach gewogen werden, beispielsweise bei jeder Drehung des Behälters 6 oder in vorgegebenen Zeitintervallen. Vorzugsweise wird der Trocknungsvorgang so lange fortgesetzt, bis mindestens zwei aufeinanderfolgende Wägungen sich höchstens noch um eine vorgegebene maximale Gewichtsdifferenz von beispielsweise maximal 0,1 g unterscheiden, d.h. bis das Gewicht zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wägungen im Wesentlichen konstant geblieben ist oder sich nur noch geringfügig geändert hat, d.h. Gewichtskonstanz erreicht ist. Zwischen den zwei aufeinanderfolgenden Wägungen hat eine weitere Trocknung auf der

Belüftungsvorrichtung von vorzugsweise mindestens 3 min. zu erfolgen. Eine weitere Trocknungszeit von mindestens 3 min. hat sich insbesondere für eine

Schrotteinwaage von 1000 g bzw. bis zu 1000 g als sinnvoll herausgestellt. Bei größeren Schrotteinwaagen kann vorzugweise länger zwischen den Wägungen getrocknet werden, beispielsweise mindestens 5 min.

Werden Wägungen während des Trocknungsvorgangs durchgeführt, so entspricht die jeweils letzte Wägung der zweiten Wägung zur Ermittlung des Wassergehalts (Auswaage), d.h. das Gewicht des Wassers, das durch die Trocknung aus der

Probenmenge Schrott entfernt wurde, wird in diesem Fall aus der Differenz der bei der ersten und der letzten Wägung ermittelten Werte bestimmt.

Es wurde festgestellt, dass mit dem zuvor beschriebenen System und mit den beschriebenen Verfahren eine zuverlässige und schnelle Trocknung einer

ausreichenden Probenmenge Schrott erreicht werden kann, so dass insbesondere schnellere und gleichwohl präzise Wassergehaltsbestimmung von Schrotten ermöglicht wird.