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Title:
SYSTEM AND METHOD FOR AUTOMATICALLY CREATING A VIDEO OF A JOURNEY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162128
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system and to a method for automatically creating a video of a journey, the system comprising a vehicle. The system comprises at least one computer unit and at least one vehicle. The vehicle comprises at least one sensor which is configured to continuously detect technical driving parameters of the vehicle. Moreover, the vehicle comprises at least one video camera which is configured to continuously record video sequences of a predefinable length. The computer unit is configured to process each of the video sequences with respect to the detected technical driving parameters and also to tag each of the processed video sequences with reference to predefinable criteria. Moreover, the computer unit is configured to automatically create a video comprising a predefinable number of suitably tagged video sequences.

Inventors:
GÖTZ, Philipp (Mitterfeldstr. 39, Petershausen, 85238, DE)
Application Number:
EP2019/053314
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 11, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
International Classes:
G07C5/08
Foreign References:
US20160371553A12016-12-22
US20110304447A12011-12-15
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. System (100) zur automatischen Erstellung eines Videos (210) einer Fahrt, umfassend: zumindest eine Recheneinheit (1 12, 132);

ein Fahrzeug (1 10), wobei das Fahrzeug (1 10) umfasst:

zumindest einen Sensor (1 16 A ... 1 16 N), der eingerichtet ist, kontinuierlich technische Fahrparameter des Fahrzeugs (1 10) zu erfassen;

zumindest eine Videokamera (1 14), die eingerichtet ist, kontinuierlich Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge aufzunehmen;

wobei die Recheneinheit (1 12, 132) eingerichtet ist:

- jede der Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen

Fahrparameter zu verarbeiten;

- jede der verarbeiteten Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien zu markieren; und

automatisch ein Video (210) umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeigneter markierter Videosequenzen zu erstellen.

2. System (100) gemäß Anspruch 1 , wobei der zumindest eine Sensor (1 16 A ... 1 16 N) umfasst:

einen Beschleunigungssensor; und/oder

einen Gyrosensor; und/oder

ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung.

3. System (100) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Erweitern der Metadaten der

Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter umfasst.

4. System (100) gemäß Anspruch 3, wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters umfasst.

5. System (100) gemäß Anspruch 4, wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge umfasst, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfasst.

6. System (100) gemäß Anspruch 4 oder 5 wobei das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen umfasst:

- eine Gesamtbewertung der verarbeiteten Videosequenz gemäß vordefinierbarer Kriterien; und/oder

- eine Zuweisung eines Kontexts zur verarbeiteten Videosequenz.

7. Verfahren (300) zur automatischen Erstellung eines Videos (210) einer Fahrt, umfassend:

kontinuierliches Erfassen (310), durch zumindest einen Sensor (116 A ... 1 16 N), technischer Fahrparameter eines Fahrzeugs (1 10);

kontinuierliches Aufnehmen (320), durch zumindest eine Videokamera (1 14), von Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge;

Verarbeiten (330), durch eine Recheneinheit (1 12, 132), jeder der aufgenommen Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter;

Markieren (340), durch die Recheneinheit (1 12, 132), jeder der verarbeiteten

Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien; und

automatisches Erstellen (350), durch die Recheneinheit (1 12, 132), eines Videos umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeigneter markierter Videosequenzen.

8. Verfahren (300) gemäß Anspruch 6, wobei der zumindest eine Sensor (1 16 A ... 1 16 N) umfasst:

- einen Beschleunigungssensor; und/oder

- einen Gyrosensor; und/oder

- ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung.

9. Verfahren (300) gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7,

wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Erweitern der Metadaten der Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter umfasst.

10. Verfahren (300) gemäß Anspruch 9,

wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters umfasst; wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge umfasst, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der

Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfassen kann.

1 1. Verfahren (300) gemäß Anspruch 10, wobei das Markieren der verarbeiteten

Videosequenzen umfasst:

- eine Gesamtbewertung der verarbeiteten Videosequenz gemäß vordefinierbarer

Kriterien; und/oder

- eine Zuweisung eines Kontexts zur verarbeiteten Videosequenz.

Description:
System und Verfahren zur automatischen Erstellung eines Videos einer Fahrt

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines aussagekräftigen Videos einer Fahrzeugfahrt.

Moderne Fahrzeuge umfassen eine Vielzahl von Sensoren, die beispielsweise bei der

Bereitstellung von F a h re rassiste nzsyste men eine Rolle spielen. Fahrerassistenzsysteme sind Systeme, die teilautonom oder autonom in den Antrieb, die Steuerung und/oder

Signalisierungseinrichtungen des Fahrzeugs eingreifen. Die Sensoren können beispielsweise Videokameras, Lidar-Sensoren, Radar-Sensoren, etc. umfassen. Die durch die Sensoren erfassten Messgrößen werden Verarbeitet und für den Einsatz der Fa h re rass iste nzsyste m e verwertet.

In manchen Fahrsituationen, wie beispielsweise bei Fahrten auf Rennstrecken und/oder bei Fahrertrainings, kann ein Fahrer eines Fahrzeugs ein Interesse an aussagekräftigen Aufnahmen von der eigenen Fahrt haben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, im Fahrzeug vorhandene Sensoren zu nutzen, um automatisch ein aussagekräftiges Video einer Fahrt zu erstellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die vorstehend genannte Aufgabe wird durch ein System zur automatischen Erstellung eines Videos einer Fahrt gelöst, umfassend:

eine Recheneinheit;

ein Fahrzeug, wobei das Fahrzeug umfasst:

zumindest einen Sensor, der eingerichtet ist, kontinuierlich technische

Fahrparameter des Fahrzeugs zu erfassen;

zumindest eine Videokamera, die eingerichtet ist, kontinuierlich Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge aufzunehmen;

wobei die Recheneinheit eingerichtet ist:

- jede der Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen

Fahrparameter zu verarbeiten; - jede der verarbeiteten Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien zu markieren; und

- automatisch ein Video umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeignet markierter Videosequenzen zu erstellen.

Der Begriff Fahrzeug umfasst PKW, LKW, Busse, Wohnmobile, Krafträder, etc., die der Beförderung von Personen, Gütern, etc. dienen. Insbesondere umfasst der Begriff

Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung.

Das System umfasst zumindest eine Recheneinheit. Das System umfasst zumindest ein Fahrzeug. Jedes Fahrzeug umfasst zumindest einen Sensor. Der Sensor ist eingerichtet, kontinuierlich technische Fahrparameter des Fahrzeugs zu erfassen. Kontinuierlich umfasst dabei beispielsweise in regelmäßigen zeitlichen Abständen und/oder zu vordefinierten

Ereignissen. Jedes Fahrzeug umfasst zumindest eine Videokamera, die eingerichtet ist, kontinuierlich Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge aufzunehmen.

Die Videokamera, zumindest ein Sensor und/oder die Recheneinheit können fest im Fahrzeug integriert sein. Die zumindest eine Videokamera kann derart im Fahrzeug angebracht sein, dass sie Videosequenzen vom Fahrer des Fahrzeugs aufnehmen kann. Darüber hinaus oder alternativ dazu kann die zumindest eine Videokamera derart im Fahrzeug angebracht sein, dass sie Videosequenzen von der Fahrzeugumgebung aufnehmen kann.

Darüber hinaus oder alternativ dazu können die Videokamera, zumindest ein Sensor und/oder die Recheneinheit über ein mobiles Endgerät ins Fahrzeug integriert sein. Bei einem mobilen Endgerät handelt es sich um ein Gerät, das in der Lage ist, in einem mobilen Netzwerk über lokale Netzwerke bzw. Local Area Networks (LANs), wie z.B. Wireless Fidelity (WiFi), oder über Weitverkehrsnetze bzw. Wide Area Networks (WANs) wie z.B. Global System for Mobile Communication (GSM), General Package Radio Service (GPRS), Enhanced Data Rates for Global Evolution (EDGE), Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), High Speed Downlink/Uplink Packet Access (HSDPA, HSUPA), Long-Term Evolution (LTE), oder World Wide Interoperability for Microwave Access (WIMAX) drahtlos zu kommunizieren. Eine

Kommunikation über weitere gängige oder künftige Kommunikationstechnologien ist möglich. Der Begriff mobiles Endgerät beinhaltet insbesondere Smartphones, aber auch andere mobile Telefone bzw. Handys, Personal Digital Assistants (PDAs), Tablet PCs sowie alle gängigen sowie künftigen elektronischen Geräte, welche mit einer Technologie zum Laden und Ausführen von Apps ausgestattet sind.

In diesem Beispiel kann ein mobiles Endgerät derart im Fahrzeug platziert sein, dass die Front- und/oder Rückkamera des Fahrzeugs Videosequenzen vom Fahrzeuginnenraum bzw. Fahrer und/oder von der Fahrzeugumgebung aufnehmen kann bzw. können. Beispielsweise kann das mobile Endgerät derart im Fahrzeug angebracht werden, dass die Frontkamera des mobilen Endgeräts Videosequenzen des Fahrers des Fahrzeugs aufnehmen kann, wohingegen die Rückkamera des mobilen Endgeräts Videosequenzen der Fahrzeugumgebung aufnehmen kann. Das mobile Endgerät kann drahtgebunden und/oder drahtlos mit dem Fahrzeug verbunden sein.

Die Recheneinheit kann die Recheneinheit des mobilen Endgeräts umfassen. Die technischen Fahrparameter können zumindest von einem Sensor des mobilen Endgeräts erfasst werden. Darüber hinaus oder alternativ dazu können die technischen Fahrparameter von zumindest einem Sensor des Fahrzeugs erfasst werden. Die Sensordaten können vom Fahrzeug an das mobile Endgerät drahtgebunden und/oder drahtlos übertragen werden.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann sich die Recheneinheit im Fahrzeug befinden. In diesem Beispiel können die Sensordaten und/oder die Videosequenzen vom mobilen Endgerät drahtgebunden oder drahtlos an die Recheneinheit des Fahrzeugs übertragen werden.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann ein Backend-Server die Recheneinheit umfassen. In diesem Fall können die technischen Fahrparameter und die Videosequenzen vom Fahrzeug und/oder vom mobilen Endgerät an den Backend-Server übermittelt werden. In diesem Beispiel kann das Fahrzeug ein Kommunikationsmodul umfassen. Das Kommunikationsmodul ist in der Lage, eine Kommunikationsverbindung mit anderen Kommunikationsteilnehmern, z.B. anderen Fahrzeugen, dem Backend-Server, mobilen Endgeräten etc., aufzubauen, um Daten zu übertragen. Das Kommunikationsmodul kann ein Teilnehmeridentitätsmodul bzw. ein Subscriber Identity Module bzw. eine SIM-Karte (nicht gezeigt) umfassen, welche(s) dazu dient, eine Kommunikationsverbindung über ein Mobilfunksystem aufzubauen. Das

Teilnehmeridentitätsmodul identifiziert dabei das Kommunikationsmodul eindeutig im

Mobilfunknetz. Bei der Kommunikationsverbindung kann es sich um eine Datenverbindung (z.B. Paketvermittlung) und/oder um eine leitungsgebundene Kommunikationsverbindung (z.B. Leitungsvermittlung) handeln. Auch eine drahtlose Kommunikationsverbindung über weitere gängige und künftige Technologien, z.B. lokale Netzwerke bzw. Local Area Networks (LANs) wie z.B. Wireless LANs etc. kann über das Kommunikationsmodul mit anderen

Kommunikationsteilnehmern aufgebaut werden.

Die Recheneinheit ist eingerichtet, jede der Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter zu verarbeiten.

Darüber hinaus ist die Recheneinheit eingerichtet, jede der verarbeiteten Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien zu markieren.

Die Recheneinheit ist eingerichtet, automatisch ein Video umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeignet markierter Videosequenzen zu erstellen.

Vorteilhafter Weise kann somit automatisch ein Video einer Fahrt eines Fahrzeugs erstellt werden, das Videosequenzen enthält, die mit Bezug auf technische Fahrparameter sowie gemäß geeignete Markierung

Vorzugsweise umfasst der zumindest eine Sensor:

einen Beschleunigungssensor; und/oder

einen Gyrosensor; und/oder

ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung.

Ein Beschleunigungssensor bzw. Accelerometer ist ein Sensor, der eine Beschleunigung durch die Messung einer auf eine Masse oder Test-Masse wirkende Trägheitskraft bestimmt.

Beispielsweise kann der Beschleunigungssensor die Beschleunigung ermitteln sowie eine Geschwindigkeitszunahme oder -abnahme.

Ein Gyrosensor ist ein Beschleunigungssensor bzw. Lagesensor, der kleinste

Beschleunigungen, Drehbewegungen und/oder Lageänderung einer Masse oder Test-Masse erfasst. Daten des Gyrosensors können mit Positionsdaten eines Positionsermittlungssensors kombiniert werden. Ein Positionsermittlungssensor ist ein Sensor, der mithilfe eines

Navigationssatellitensystems aktuelle Positionsdaten ermitteln kann. Bei dem

Navigationssatellitensystem kann es sich um jedes gängige sowie künftige globale Navigationssatellitensystem bzw. Global Navigation Satellite System (GNSS) zur Positionsbestimmung und Navigation durch den Empfang der Signale von Navigationssatelliten und/oder Pseudoliten handeln. Beispielsweise kann es sich dabei um das Global Positioning System (GPS), GLObal NAvigation Satellite System (GLONASS), Galileo, positioning System, und/oder BeiDou Navigation Satellite System, handeln. Im Falle von GPS ist der

Positionsermittlungssensor ein GPS-Sensor. Durch die Kombination von Gyrosensor und Positionsermittlungssensor können Richtungsänderungen sehr genau bestimmt werden.

Eine Fahrdynamikregelung bzw. Electonic Stability Control (ESC) ist ein elektronisch gesteuertes Fahrerassistenzsystem für Fahrzeuge, das ein Schleudern des Fahrzeugs im Grenzbereich im Kurven beim Übersteuern bzw. beim Untersteuern verhindert. Dazu kann die ESC das Antiblockiersystem (ABS) mit einer elektronischen Bremskraftverteilung, einem Bremsassistenten und einer Antriebsschlupfregelung kombinieren.

Die ESC kann folgende Sensoren umfassen:

Lenkwinkelsensor zur Erfassung des Lenkeinschlagwinkels; und/oder

Drucksensoren zur Erfassung des Bremsdrucks; und/oder

- ABS-Radsensoren zur Erfassung der Raddrehzahlen; und/oder

Drehratensensor zur Erfassung der Drehrate; und/oder

Querbeschleunigungssensor zur Erfassung der Querbeschleunigung.

Ein elektronisches Steuergerät verarbeitet alle Signale der o.g. Sensoren und gibt

entsprechende Ansteuerungssignale an geeignete Aktuatoren aus.

Die vorgenannten Sensoren erfassen somit technische Fahrparameter. Mit anderen Worten umfassen technische Fahrparameter ein oder mehrere der durch die vorgenannten Sensoren erfassten Daten.

Vorzugsweise umfasst das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Erweitern der Metadaten der Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter umfasst. Jede Videosequenz umfasst eine Vielzahl von Metadaten. Die automatische Erfassung und Hinterlegung von Metadaten zu digitalen Foto- und Videodateien ist bekannt. Metadaten umfassen beispielsweise ein Aufzeichnungsdatum des jeweiligen Bildes entlang eines

Zeitstrahls einer Videodatei. Darüber hinaus können Metadaten Informationen über eine Orientierung der Kamera, einer Auflösung, einer GPS-Position, sowie der verwendeten

Kameraeinstellungen, etc. umfassen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter umfasst das Erweitern der Metadaten über die Zeitachse um zumindest einen technischen Fahrparameter, der von dem zumindest einen Sensor erfasst wurde. Der Begriff„Über die Zeitachse“ bedeutet insbesondere, dass die Metadaten jeweiligen Bilder einer Videosequenz zeitsynchron durch die jeweiligen technischen Fahrparameter erweitert werden.

Vorteilhafter Weise werden dadurch technische Fahrparameter mit jeweils automatisch aufgenommen Videosequenzen in Bezug gebracht.

Vorzugsweise umfasst das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz umfasst das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters. Der Begriff „entlang der Zeitachse“ bedeutet insbesondere, dass für jede Bildaufnahme jeder Videosequenz entlang deren Zeitachse eine Bewertung stattfindet, die auch als Metadatum hinterlegt wird.

Die Bewertung der jeweiligen Videosequenz entlang der Zeitachse kann dabei gemäß zumindest einer Bewertungsskala erfolgen.

Beispielsweise kann für jeden Sensor eine Bewertungsskala vordefiniert werden. Die

Bewertungsskala kann geeignete Skalenwerte umfassen und Beispielsweise eine

Skaleneinteilung von 0-5; 0-10; 0-100; etc. umfassen. Die Bewertungsskala ist für jeden Sensor geeignet auszuwählen, um die technischen Fahrparameter, die vom jeweiligen Sensor erfasst werden, geeignet auswertbar darzustellen. Beispielsweise kann für den Beschleunigungssensor eine Bewertungsskala von 0-10 gewählt werden, wobei 0 für„keine Beschleunigung“ steht und wobei 10„für maximale Beschleunigung“ steht.

Analog dazu kann eine geeignete Bewertungsskala für jeden weiteren Sensor gewählt werden.

Für jeden technischen Parameter kann dabei automatisch eine eigene Bewertung entsprechend der zugeordneten Bewertungsskala erfolgen.

Vorteilhafter Weise kann durch die Bewertung aller Videosequenzen entlang ihrer Zeitachse entsprechend den technischen Parametern jede Videosequenz automatisch anhand der technischen Parameter ausgewertet werden.

Vorzugsweise umfasst das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfasst.

Durch die Bewertung aller Videosequenzen entlang ihrer Zeitachse entsprechend den technischen Parametern kann jede Videosequenz automatisch verkürzt werden, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der Videosequenz mit der bzw. den höchsten Bewertungen entlang der Zeitachse umfasst. Die Erstellung der verkürzten Videosequenz kann mittels eines geeigneten Algorithmus erfolgen. Der Algorithmus kann aus den Bewertungen den Teil der Videosequenz auswählen, in dem die technischen Fahrparameter (kombiniert) am höchsten waren.

Vorteilhafter Weise wird somit der fahrtechnisch am höchsten bewertete und somit für den Fahrer des Fahrzeugs relevanteste Teil der Videosequenz als verkürzte Videosequenz gewählt.

Vorzugsweise umfasst das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen:

- eine Gesamtbewertung der verarbeiteten Videosequenz gemäß vordefinierbarer Kriterien; und/oder

- eine Zuweisung eines Kontexts zur verarbeiteten Videosequenz. Die verarbeiteten Videosequenzen können darüber hinaus oder alternativ dazu markiert werden. Das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen kann eine Gesamtbewertung dieser gemäß vordefinierbarer Kriterien umfassen. Beispielsweise kann eine Gesamtbewertung der

Bewertungen aller Videosequenzen (bzw. verkürzten Videosequenzen) entlang der Zeitachse unter Verwendung eines geeigneten Algorithmus erfolgen.

Vorteilhafter Weise ist dadurch eine automatische Kategorisierung jeder Videosequenz bzw. verkürzten Videosequenz entlang ihrer technischen Bedeutung mit Bezug auf die technischen Fahrparameter (z.B. maximale Beschleunigung, hoher Lastwechsel, Vollbremsung, etc. bzw. einer geeigneten Kategorisierung dieser) möglich.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann das Markieren der Videosequenzen die automatische Zuweisung eines Kontexts zu der Videosequenz bzw. verkürzten Videosequenz umfassen. Beispielsweise kann für vordefinierte technische Fahrparameter eine Zuweisung eines Kontexts zur jeweiligen Videosequenz umfassen:

Technische Fahrparameter Kontext leichte Beschleunigung und/oder keine 1 (unspektakulär)

Querbeschleunigung und/oder kein

Bremsdruck , etc.

Mittlere Beschleunigung und/oder leichte 2 (interessant)

Querbeschleunigung und/oder mittlerer

Bremsdruck etc.

Hohe Beschleunigung und/oder hoher 3 (spektakulär)

Lenkeinschlagwinkel und/oder hoher

Bremsdruck und/oder hohe

Querbeschleunigung

Vorteilhafter Weise kann durch die Zuweisung des Kontexts eine automatische Selektion der verarbeiteten Videosequenzen für die Erstellung des Videos der Fahrt erfolgen. Gemäß einem zweiten Aspekt wird die zugrundeliegende Aufgabe durch ein Verfahren zur automatischen Erstellung eines Videos einer Fahrtgelöst, umfassend:

kontinuierliches Erfassen, durch zumindest einen Sensor, technischer Fahrparameter eines Fahrzeugs;

kontinuierliches Aufnehmen, durch zumindest eine Videokamera, von Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge;

Verarbeiten, durch eine Recheneinheit, jeder der aufgenommen Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter;

Markieren, durch die Recheneinheit, jeder der verarbeiteten Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien; und

automatisches Erstellen, durch die Recheneinheit, eines Videos umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeignet markierter Videosequenzen.

Vorzugsweise umfasst der zumindest eine Sensor:

- einen Beschleunigungssensor; und/oder

- einen Gyrosensor; und/oder

- ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung.

Vorzugsweise umfasst das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Erweitern der Metadaten der Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter.

Vorzugsweise umfasst das Verarbeiten jeder Videosequenz das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse mit Bezug unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameter entlang der Zeitachse des Videos;

wobei das Verarbeiten jeder Videosequenz das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge umfasst, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der

Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfassen kann.

Vorzugsweise umfasst das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen:

- eine Gesamtbewertung der verarbeiteten Videosequenz gemäß vordefinierbarer Kriterien; und/oder eine Zuweisung eines Kontexte zur verarbeiteten Videosequenz,

Diese und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile dar vorliegenden Erfindung werden aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausföhrungsformen und der beiliegenden Figuren verdeutlicht. Es ist ersichtlich, dass - obwohl Ausföhrungsformen separat beschrieben werden einzelne Merkmale daraus zu zusätzlichen Ausführungsformen kombiniert werden können.

Fig. 1 zeigt ein schematisches System zur automatischen Erstellung eines Videos einer Fahrt; Fig. 2 zeigt schematisch ein beispielhaftes automatisch erstelltes Video einer

Fahrt, dass sich aus verschiedenen Videosequenzen zusammensetzt;

Fig. 3 zeigt ein beispielhaftes zur automatischen Erstellung eines Videos einer

Fahrt.

Figur 1 zeigt schematisch ein beispielhaftes System 100 zur automatischen Erstellung eines Videos einer Fahrt, Auf dem System 100 kann das Verfahren wie mit Bezug auf Figur 3 beschrieben ausgeführt werden.

Das System 100 umfasst zumindest eine Recheneinheit 11 2, 132 und zumindest ein Fahrzeug 110, Der Begriff Fahrzeug 11 0 umfasst PKW, LKW, Busse, Wohnmobil©, Krafträder, etc., die der Beförderung von Personen, Gütern, eie, dienen. Insbesondere umfasst der Begriff

Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung, Das Fahrzeug 11 0 zumindest einen zumindest teilautonomen Fahrmodus umfassen.

Jedes Fahrzeug 11 0 zumindest einen Sensor 11 4A ... 114N. Der Sensor 114A ... 11 4N Ist eingerichtet, kontinuierlich technische Fahrparameter des Fahrzeugs 1 10 zu erfassen.

Kontinuierlich umfasst dabei beispielsweise in regelmäßigen zeitlichen Abständen und/oder zu vordefinierten Ereignissen, Jedes Fahrzeug 11 0 umfasst zumindest eine Videokamera 11 2, die eingerichtet ist, kontinuierlich Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge aufzunehmen. Der zumindest eine Sensor 1 14A ... 1 14N kann einen Beschleunigungssensor bzw.

Accelerometer umfassen. Dieser bestimmt eine Beschleunigung durch die Messung einer auf eine Masse oder Test-Masse wirkende Trägheitskraft bestimmt. Beispielsweise kann der Beschleunigungssensor die Beschleunigung, eine Geschwindigkeitszunahme oder -abnahme etc. ermitteln.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann der zumindest eine Sensor 1 14A ... 1 14N einen Gyrosensor umfassen. Ein Gyrosensor ist ein Beschleunigungssensor bzw. Lagesensor, der kleinste Beschleunigungen, Drehbewegungen und/oder Lageänderung einer Masse oder Test- Masse erfasst. Daten des Gyrosensors können mit Positionsdaten eines

Positionsermittlungssensors kombiniert werden. Ein Positionsermittlungssensor ist ein Sensor, der mithilfe eines Navigationssatellitensystems aktuelle Positionsdaten ermitteln kann. Bei dem Navigationssatellitensystem kann es sich um jedes gängige sowie künftige globale

Navigationssatellitensystem bzw. Global Navigation Satellite System (GNSS) zur

Positionsbestimmung und Navigation durch den Empfang der Signale von Navigationssatelliten und/oder Pseudoliten handeln. Beispielsweise kann es sich dabei um das Global Positioning System (GPS), GLObal NAvigation Satellite System (GLONASS), Galileo, positioning System, und/oder BeiDou Navigation Satellite System, handeln. Im Falle von GPS ist der

Positionsermittlungssensor ein GPS-Sensor. Durch die Kombination von Gyrosensor und Positionsermittlungssensor können Richtungsänderungen sehr genau bestimmt werden.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann der zumindest eine Sensor 1 14 A ... 114N ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung umfassen. Eine Fahrdynamikregelung bzw. Electonic Stability Control (ESC) ist ein elektronisch gesteuertes Fahrerassistenzsystem für Fahrzeuge, das ein Schleudern des Fahrzeugs im Grenzbereich im Kurven beim Übersteuern bzw. beim Untersteuern verhindert. Dazu kann die ESC das Antiblockiersystem (ABS) mit einer elektronischen Bremskraftverteilung, einem Bremsassistenten und einer

Antriebsschlupfregelung kombinieren.

Die ESC kann folgende Sensoren umfassen:

Lenkwinkelsensor zur Erfassung des Lenkeinschlagwinkels; und/oder

Drucksensoren zur Erfassung des Bremsdrucks; und/oder

- ABS-Radsensoren zur Erfassung der Raddrehzahlen; und/oder

Drehratensensor zur Erfassung der Drehrate; und/oder Querbeschleunigungssensor zur Erfassung der Querbeschleunigung.

Ein elektronisches Steuergerät erfasst die Signale der ESC-Sensoren und gibt entsprechende Ansteuerungssignale an geeignete Aktuatoren aus.

Die vorgenannten Sensoren erfassen somit technische Fahrparameter. Mit anderen Worten umfassen technische Fahrparameter ein oder mehrere der durch die vorgenannten Sensoren erfassten Daten bzw. Sensordaten.

Die Videokamera 1 12, der zumindest ein Sensor 114A ... 1 14N und/oder die Recheneinheit 112 können fest im Fahrzeug 110 integriert sein. Die zumindest eine Videokamera 1 12 kann derart im Fahrzeug 1 10 angebracht sein, dass sie Videosequenzen vom Fahrer des Fahrzeugs 1 10 aufnehmen kann. Darüber hinaus oder alternativ dazu kann die zumindest eine Videokamera 1 12 derart im Fahrzeug 1 10 angebracht sein, dass sie Videosequenzen von der

Fahrzeugumgebung aufnehmen kann.

Darüber hinaus oder alternativ dazu können die Videokamera 112, zumindest ein Sensor 1 14A ... 1 14N und/oder die Recheneinheit 1 12 über ein mobiles Endgerät 140 ins Fahrzeug 1 10 integriert sein. Bei einem mobilen Endgerät 140 handelt es sich um ein Gerät, das in der Lage ist, in einem mobilen Netzwerk über lokale Netzwerke bzw. Local Area Networks (LANs), wie z.B. Wireless Fidelity (WiFi), oder über Weitverkehrsnetze bzw. Wide Area Networks (WANs) wie z.B. Global System for Mobile Communication (GSM), General Package Radio Service (GPRS), Enhanced Data Rates for Global Evolution (EDGE), Universal Mobile

Telecommunications System (UMTS), High Speed Downlink/Uplink Packet Access (HSDPA, HSUPA), Long-Term Evolution (LTE), oder World Wide Interoperability for Microwave Access (WIMAX) drahtlos zu kommunizieren. Eine Kommunikation über weitere gängige oder künftige Kommunikationstechnologien ist möglich. Der Begriff mobiles Endgerät beinhaltet insbesondere Smartphones, aber auch andere mobile Telefone bzw. Handys, Personal Digital Assistants (PDAs), Tablet PCs sowie alle gängigen sowie künftigen elektronischen Geräte, welche mit einer Technologie zum Laden und Ausführen von Apps ausgestattet sind.

In diesem Beispiel kann ein mobiles Endgerät 140 derart im Fahrzeug 1 10 angebracht sein, dass die Front- und/oder Rückkamera des mobilen Endgeräts 140 Videosequenzen vom Fahrzeuginnenraum bzw. Fahrer und/oder von der Fahrzeugumgebung aufnehmen kann bzw. können. Beispielsweise kann das mobile Endgerät 140 derart im Fahrzeug angebracht sein, dass die Frontkamera des mobilen Endgeräts 140 Videosequenzen des Fahrers des Fahrzeugs 1 10 aufnehmen kann, wohingegen die Rückkamera des mobilen Endgeräts 140

Videosequenzen der Fahrzeugumgebung aufnehmen kann. Das mobile Endgerät 140 kann drahtgebunden und/oder drahtlos mit dem Fahrzeug verbunden sein.

Die Recheneinheit 1 12 kann die Recheneinheit des mobilen Endgeräts 140 umfassen. Die technischen Fahrparameter können zumindest von einem Sensor 1 14A ... 114N des mobilen Endgeräts 140 erfasst werden. Darüber hinaus oder alternativ dazu können die technischen Fahrparameter von zumindest einem Sensor 1 14A ... 1 14N des Fahrzeugs 1 10 erfasst werden. Die Sensordaten können vom Fahrzeug 1 10 an das mobile Endgerät 140 drahtgebunden und/oder drahtlos übertragen werden, um von der Recheneinheit verarbeitet zu werden.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann die Recheneinheit 1 12 im Fahrzeug 1 10 integriert sein. In diesem Beispiel können die technischen Fahrparameter der Sensoren 1 14A ... 1 14N (im Folgenden auch Sensordaten genannt) und/oder die Videosequenzen der zumindest einen Videokamera 1 12 vom mobilen Endgerät 140 drahtgebunden oder drahtlos an die

Recheneinheit 1 12 des Fahrzeugs 1 10 übertragen werden.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann ein Backend-Server 130 eine Recheneinheit 132 umfassen. In diesem Fall können die technischen Fahrparameter der Sensoren 1 14A ... 1 14N und die Videosequenzen vom Fahrzeug 1 10 und/oder vom mobilen Endgerät 140 an den Backend-Server 130 übermittelt werden. In diesem Beispiel kann das Fahrzeug 1 10 ein Kommunikationsmodul umfassen.

Die Recheneinheit 112, 132 ist eingerichtet, jede der Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter zu verarbeiten.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter kann das Erweitern der Metadaten der Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor 1 14 A ... 1 14N erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter umfassen. Jede Videosequenz umfasst eine Vielzahl von Metadaten. Die automatische Erfassung und Hinterlegung von Metadaten zu digitalen Foto- und Videodateien ist bekannt. Metadaten umfassen beispielsweise ein Aufzeichnungsdatum des jeweiligen Bildes entlang eines

Zeitstrahls einer Videodatei. Darüber hinaus können Metadaten Informationen über eine Orientierung der Kamera, einer Auflösung, einer GPS-Position, sowie der verwendeten

Kameraeinstellungen, etc. umfassen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter kann das Erweitern der Metadaten über die Zeitachse um zumindest einen technischen Fahrparameter, der von dem zumindest einen Sensor 1 14 A ... 1 14N erfasst wurde, umfassen. Der Begriff„Über die Zeitachse“ bedeutet insbesondere, dass die Metadaten jeweiligen Bilder einer Videosequenz zeitsynchron durch die jeweiligen technischen Fahrparameter erweitert werden.

Vorteilhafter Weise werden dadurch technische Fahrparameter mit jeweils automatisch aufgenommen Videosequenzen in Bezug gebracht.

Darüber hinaus kann das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters umfassen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz kann das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameters umfassen. Der Begriff„entlang der Zeitachse“ bedeutet insbesondere, dass für jede Bildaufnahme jeder Videosequenz entlang deren Zeitachse automatisch Bewertung erfolgt, die auch als Metadatum hinterlegt werden kann.

Die Bewertung der jeweiligen Videosequenz entlang der Zeitachse kann dabei gemäß vordefinierter Bewertungsskalen erfolgen.

Beispielsweise kann für jeden Sensor 1 14 A ... 1 14 N eine Bewertungsskala vordefiniert werden. Die Bewertungsskala kann geeignete Skalenwerte umfassen und Beispielsweise eine Skaleneinteilung von 0-5; 0-10; 0-100; etc. umfassen. Die Bewertungsskala ist für jeden Sensor 1 14 A ... 114 N geeignet auszuwählen, um die technischen Fahrparameter, die vom jeweiligen Sensor 114 A ... 1 14 N erfasst werden, geeignet darzustellen.

Beispielsweise kann für den Beschleunigungssensor eine Bewertungsskala von 0-10 definiert werden, wobei 0 für„keine Beschleunigung“ steht und wobei 10„für maximale Beschleunigung“ steht.

Analog dazu kann eine geeignete Bewertungsskala für jeden weiteren Sensor 114 A ... 1 14 N definiert werden.

Für jeden technischen Parameter kann dabei automatisch eine eigene Bewertung entsprechend der zugeordneten Bewertungsskala erfolgen.

Vorteilhafter Weise kann durch die Bewertung aller Videosequenzen entlang ihrer Zeitachse entsprechend den technischen Parametern automatisch eine Auswertung der Videosequenzen anhand der zum Fahrzeitpunkt vorherrschenden technischen Parameter erfolgen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter kann das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge umfassen, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfasst.

Durch die vorstehend erläuterte Bewertung aller Videosequenzen entlang ihrer Zeitachse entsprechend den technischen Parametern kann jede Videosequenz automatisch verkürzt bzw. geschnitten werden, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der Videosequenz mit der bzw. den höchsten Bewertungen entlang der Zeitachse umfasst. Die Erstellung der verkürzten Videosequenz kann mittels eines geeigneten Algorithmus erfolgen. Der Algorithmus kann aus den Bewertungen den Teil der Videosequenz auswählen, in dem der bzw. die technischen Fahrparameter am höchsten bzw. besten bewertet wurden.

Vorteilhafter Weise wird somit jede Videosequenz automatisch anhand der fahrtechnisch höchsten bzw. besten Bewertung gekürzt und umfasst somit den für den Fahrer des Fahrzeugs 1 10 relevanteste Teil der Videosequenz. Die Länge der verkürzten Videosequenz kann vordefiniert sein. Darüber hinaus ist die Recheneinheit 1 12, 132 eingerichtet, jede der verarbeiteten Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien zu markieren. Das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen kann dabei eine Gesamtbewertung der verarbeiteten

Videosequenz anhand vordefinierbarer bzw. vordefinierter Kriterien umfassen. Beispielsweise kann eine Gesamtbewertung der Bewertungen aller verarbeiteten Videosequenzen entlang der Zeitachse unter Verwendung eines geeigneten Algorithmus erfolgen (z.B. je höher die maximale Beschleunigung in der verarbeiteten Videosequenz, umso höher die Gesamtbewertung und/oder je höher die Bremskraft, umso höher die Gesamtbewertung, etc.). Die Kriterien können - je nach gewünschtem Ergebnis - individuell definiert werden.

Vorteilhafter Weise ist dadurch eine automatische Kategorisierung jeder Videosequenz bzw. verkürzten Videosequenz entlang ihrer technischen Bedeutung mit Bezug auf die technischen Fahrparameter (z.B. maximale Beschleunigung, hoher Lastwechsel, Vollbremsung, etc. bzw. einer geeigneten Kategorisierung dieser) möglich.

Darüber hinaus oder alternativ dazu kann das Markieren der Videosequenzen die automatische Zuweisung eines Kontexts zu der Videosequenz bzw. verkürzten Videosequenz umfassen. Beispielsweise kann für vordefinierte technische Fahrparameter eine Zuweisung eines Kontexts zur jeweiligen Videosequenz umfassen:

Technische Fahrparameter Kontext leichte Beschleunigung und/oder keine 1 (unspektakulär)

Querbeschleunigung und/oder kein

Bremsdruck , etc.

Mittlere Beschleunigung und/oder leichte 2 (interessant)

Querbeschleunigung und/oder mittlerer

Bremsdruck etc.

Hohe Beschleunigung und/oder hoher 3 (spektakulär)

Lenkeinschlagwinkel und/oder hoher Bremsdruck und/oder hohe

Querbeschleunigung

Vorteilhafter Weise kann durch die Zuweisung des Kontexts eine automatische Selektion der verarbeiteten Videosequenzen für die folgende Generierung eines Gesamtvideos des

Fahrzeugs erfolgen.

Die Recheneinheit 1 12, 132 ist eingerichtet, automatisch ein Video umfassend eine

vordefinierbare Anzahl geeigneter markierter Videosequenzen zu erstellen.

Vorteilhafter Weise kann somit automatisch ein Video einer Fahrt eines Fahrzeugs erstellt werden, das Videosequenzen enthält, die mit Bezug auf technische Fahrparameter sowie gemäß geeignete Markierung. Die automatische Generierung eines Videos einer Fahrt wird in einem Beispiel mit Bezug auf Figur 2 näher erläutert.

Figur 2 zeigt schematisch ein beispielhaftes, automatisch erstelltes Video 200 einer Fahrt. Das Video 200 setzt sich aus verschiedenen Videosequenzen 21 1 , 222, 214, 224, 226, 228, 216 zusammen, die in einen Videorahmen bzw. Videoframe 210 eingefügt sind. Das Video 200 kann auf dem System 1 10 wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben, erstellt werden. Das System 1 10 kann dazu ein Verfahren 300 wie mit Bezug auf Figur 3 beschrieben ausführen.

Zunächst kann ein Fahrer im Fahrzeug 1 10 identifiziert werden. Dies kann auf aus dem Stand der Technik bekannte Weise wie beispielsweise über biometrische Merkmale (z.B. Gesichtserkennung), über Wissen (Eingabe einer Nutzer-Identifikationsnummer mit entsprechendem Passwort), über die Erkennung des Smartphones des Nutzers, über das Einlesen eines QR-Codes, der den Nutzer eindeutig identifiziert, etc. erfolgen.

Nach der erfolgten Identifizierung des Fahrers kann nach einem Motorstart die Erfassung der technischen Fahrparameter durch die Sensoren 1 14 A ... 1 14 N sowie die Generierung von Videosequenzen vordefinierbarer Länge - wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben - erfolgen. Beispielsweise können die Kameras derart gesteuert werden, dass Videosequenzen von 1 Minute (Min), 2 Min, 3 Min oder einer sonstigen geeigneten Länge generiert werden. In einem nächsten Schritt können die aufgenommenen Videosequenzen entsprechend verarbeitet werden, indem die Metadaten jeder Videosequenz - wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben - durch die technischen Fahrparameter der Sensoren 1 14 A ... 114 N zeitsynchron erweitert werden.

In einem nächsten Schritt können die um die technischen Fahrparameter erweiterten Videosequenzen zu Videosequenzen einer vordefinierten Länge wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben verkürzt bzw. geschnitten werden.

In einem nächsten Schritt können die verkürzten Videosequenzen wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben markiert werden.

In diesem Beispiel wird ein Videoframe bzw. Videorahmen 210 bereitgestellt, der drei vordefinierte Videosequenzen 212, 214 und 216 umfasst. Die Videosequenz 212 ist eine Einleitungs- bzw. Intro-Sequenz, die für alle erstellten Videos gleich ist und beispielsweise eine bestimmte Rennstrecke vorstellt. Die Videosequenz 214 ist eine Zwischensequenz, die beispielsweise eine bestimmte Gefahrenstelle der Rennstrecke vorstellt. Die Videosequenz 216 ist eine vordefinierte Endsequenz, die beispielsweise einen Abspann und/oder Werbeinhalte umfassen kann.

Aus den wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben verarbeiteten Videosequenzen einer Fahrt werden in diesem Beispiel vier geeignete Videosequenzen 222, 224, 226, 228 zum Einfügen in das Videoframe 210 ausgewählt. Die Auswahl der Videosequenzen erfolgt automatisch unter Berücksichtigung deren Bewertung entlang der Zeitachse und/oder der Markierungen.

In diesem Beispiel ist Videosequenz 222 markiert als„1 (unspektakulär)“, da die technischen Fahrparameter auf leichte Beschleunigung und/oder keine Querbeschleunigung und/oder geringen Bremsdruck, etc. hinweisen. Diese Videosequenz 222 zeigt den Fahrer des Fahrzeugs und kann dazu diesen, den Fahrer des Fahrzeugs als„Rennfahrer“ vorzustellen.

Die Videosequenz 224 ist markiert als„spektakulär“ und als„Lastwechsel“. Die Videosequenz 226 ist markiert als„spektakulär“ und als„hohe Querbeschleunigung“. Die Videosequenz 228 ist markiert als„spektakulär“ und als„hoher Bremsdruck“.

In jede Videosequenz können weitere Elemente, z.B. personalisierte Daten, eingeblendet werden. Z.B. kann in die Sequenz 222 der Name des identifizierten Fahrers eingeblendet werden. Vor dem Einfügen Videosequenzen 222, 224, 226, 228 in den Videoframe 210 können die Videosequenzen 224, 226, 228 nochmals evaluiert werden. Je nach vordefinierten Kriterien (z.B. höchste Bewertung entlang der Zeitachse) können die Videosequenzen nochmals verkürzt bzw. geschnitten werden. In diesem Beispiel werden die Videosequenzen 222, 224 und 228 nochmals - analog wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben - gekürzt, wohingegen Videosequenz 226 ohne weitere Bearbeitung eingefügt wird.

Vorteilhafter Weise wird somit automatisch ein personalisiertes Gesamtvideo 200 einer Fahrt erstellt, welches eine Vorstellung des Fahrers des Fahrzeugs sowie eine Zusammenfassung der spektakulärsten Fahr-Abschnitte der Fahrt enthält.

Das Video 200 wird von der Recheneinheit 112, 132 im Fahrzeug bzw. mobilen Endgerät oder am Backend-Server 130 erstellt.

Das Video 200 kann über den Backend-Server 130 (ggf. nach vorheriger Übermittlung an den Backend-Server 130) für den Nutzer auf aus dem Stand der Technik bekannte Weise für den Download und/oder zum Videostreamen bereitgestellt werden. Darüber hinaus oder alternativ dazu kann das Video 200 automatisch an das mobile Endgerät 140 des identifizierten Fahrers übermittelt werden.

Die Videosequenzen 222, 224, 226, 228 die geeignet markierten Videosequenzen, die automatisch in das Video 200 integriert werden.

Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm, das ein beispielhaftes Verfahren 300 zur automatischen Erstellung eines Videos 210 einer Fahrt veranschaulicht. Das Verfahren 300 kann auf einem System 100 wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben ausgeführt werden. Die Verfahrensschritte des Verfahrens können wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben realisiert werden.

Das Verfahren 300 umfasst ein

kontinuierliches Erfassen 310, durch zumindest einen Sensor 1 16 A ... 1 16 N, technischer Fahrparameter eines Fahrzeugs 1 10;

kontinuierliches Aufnehmen 320, durch zumindest eine Videokamera 1 14, von

Videosequenzen einer vordefinierbaren Länge; Verarbeiten 330, durch eine Recheneinheit 112, 132, jeder der aufgenommen

Videosequenzen mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter;

Markieren 340, durch die Recheneinheit 112, 132, jeder der verarbeiteten

Videosequenzen anhand vordefinierbarer Kriterien; und

automatisches Erstellen 350, durch die Recheneinheit 1 12, 132, eines Videos umfassend eine vordefinierbare Anzahl geeigneter markierter Videosequenzen.

Der zumindest eine Sensor 1 16 ' 4 A ... 114 N kann umfassen:

- einen Beschleunigungssensor; und/oder

- einen Gyrosensor; und/oder

- ein oder mehrere Sensoren einer Fahrdynamikregelung.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz mit Bezug auf die erfassten technischen Fahrparameter kann das Erweitern der Metadaten der Videosequenz über die Zeitachse um zumindest einen von dem zumindest einen Sensor erfassten zumindest einen technischen Fahrparameter umfassen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz kann das Bewerten der Videosequenz entlang der Zeitachse unter Berücksichtigung des zumindest einen technischen Fahrparameter des Videos umfassen.

Das Verarbeiten jeder Videosequenz kann das Erstellen einer verkürzten Videosequenz einer vordefinierbaren Länge umfassen, wobei die verkürzte Videosequenz den Teil der

Videosequenz mit der höchsten Bewertung entlang der Zeitachse umfasst.

Das Markieren der verarbeiteten Videosequenzen kann umfassen:

- eine Gesamtbewertung der verarbeiteten Videosequenz gemäß vordefinierbarer Kriterien; und/oder

- eine Zuweisung eines Kontexts zu der verarbeiteten Videosequenz.