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Title:
SYSTEM AND METHOD FOR ELECTRONICALLY PROVIDING AN ACCESS AUTHORIZATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/101486
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for electronically providing an access authorization for a user to a location selected by the user, comprising at least one access reporting device which signals a respective user identification of the user that is stored on at least one portable data carrier of an access-authorized user via a data network to a transmission device, said device electronically transmitting the reported user identification via the data network to at least one access read device provided at the respective selected location. Said access read device grants the user access to the selected location if the user identification that is stored on the portable data carrier of the user and that is read by the access read device from the data carrier, corresponds to the user identification that was electronically transmitted to the access read device.

Inventors:
KIM, Timotheus (Hornweg 18, Kitzbühel, A-6370, AT)
Application Number:
EP2011/052590
Publication Date:
August 25, 2011
Filing Date:
February 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EASY AXESS GMBH I.G. (Amalienstrasse 71, München, 80799, DE)
KIM, Timotheus (Hornweg 18, Kitzbühel, A-6370, AT)
International Classes:
G07B15/00; G07C9/00
Domestic Patent References:
2001-03-01
2001-11-08
Foreign References:
DE10130061A12003-01-02
NL9301902A1995-06-01
EP1345180A12003-09-17
US20070276944A12007-11-29
EP2081140A12009-07-22
JP2002109343A2002-04-12
DE10032409A12001-02-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
CHARLES, Glyndwr (Reinhard, Skuhra Weise & Partner Gb, Friedrichstrasse 31 München, 80801, DE)
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Claims:
Patentansprüche

System (1) zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer (2) zu einem von dem Nutzer selektierten Ort (3) mit mindestens einer Zu- tritts-Meldevorrichtung (8), welche eine auf mindestens einem tragbaren Datenträger (9) eines zutrittsberechtig¬ ten Nutzers (2) jeweils gespeicherte Nutzer- Identifikation (N-ID) des Nutzers (2) über ein Datennetzwerk (4) an eine Übermittlungsvorrichtung (6) meldet, welche die gemeldete Nutzer-Identifikation (N-ID') über das Datennetzwerk (4) elektronisch an mindestens eine an dem jeweiligen selektierten Ort vorgesehene Zu- tritts-Lesevorrichtung (10) übermittelt, welche dem Nut¬ zer (2) den Zutritt zu dem selektierten Ort (3) gewährt, falls die auf dem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) gespeicherte Nutzer-Identifikation (N-ID), welche durch die Zutritts-Lesevorrichtung (10) von dem Datenträger (9) ausgelesen wird, der an die Zutritts- Lesevorrichtung (10) elektronisch übermittelten Nutzer- Identifikation (N-ID') entspricht.

System nach Anspruch 1,

wobei die an dem jeweiligen selektierten Ort (3) vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung (10), die aus dem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) ausgelesene Nut¬ zer-Identifikation (N-ID) lokal mit Nutzer- Identifikationen (N-ID') vergleicht, die von der Übermittlungsvorrichtung (6) zu der Zutritts-Lesevorrichtung

(10) elektronisch übermittelt werden, und dem Nutzer (2) den Zutritt zu dem Ort (3) gewährt, falls die aus dem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) ausgelesene Nutzer-Identifikation (N-ID) mit einer von der Übermittlungsvorrichtung (6) zu der Zutritts-Lesevorrichtung

(10) elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikationen

(N-ID') übereinstimmt. System nach Anspruch 2,

wobei die Zutritts-Lesevorrichtung (10) nach ihrer Installation und Inbetriebnahme an dem jeweiligen Ort (3) sich bei der Übermittlungsvorrichtung (6) anmeldet und die Nutzer-Identifikationen (N-ID') derjenigen Nutzer (2) elektronisch empfängt, die den jeweiligen Ort (3) selektiert haben.

System nach Anspruch 1,

wobei die an dem jeweiligen Ort (3) vorgesehene Zu¬ tritts-Lesevorrichtung (10), die aus dem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) ausgelesene Nutzer- Identifikation (N-ID) an die Übermittlungsvorrichtung

(6) sendet, welche die von der Zutritts-Lesevorrichtung

(10) empfangene Nutzer-Identifikation (N-ID) zentral mit allen gespeicherten Nutzer-Identifikationen (N-ID') von registrierten Nutzern (2) vergleicht, die den jeweiligen Ort (3) selektiert haben, und eine Zugangsberechtigungs- bewilligungsnachricht an die Zutritts-Lesevorrichtung

(10) sendet, falls die empfangene Nutzer-Identifikation

(N-ID) mit einer der gespeicherten Nutzer- Identifikationen (N-ID') übereinstimmt,

wobei die Zutritts-Lesevorrichtung (10) nach Empfang der Zugangsberechtigungsbewilligungsnachricht dem Nutzer (2) den Zutritt zu dem Ort (3) gewährt.

System nach Anspruch 1 - 4,

wobei der tragbare Datenträger (9) ein elektronischer Personalausweis des Nutzers (2) mit einer auslesbaren Personalausweisnummer als Nutzer-Identifikation ist.

System nach Anspruch 1 - 4,

wobei der tragbare Datenträger (9) ein mobiles Endgerät des Nutzers mit einer auslesbaren Gerätenummer des Endgerätes als Nutzer-Identifikation ist, wobei das mobile Endgerät ein Mobiltelefon, ein Laptop, ein Smartphone oder ein PDA ist.

System nach Anspruch 1 - 4,

wobei der tragbare Datenträger (9) eine Nutzerkarte oder einen Nutzerchip eines bei der Übermittlungsvorrichtung (6) registrierten Nutzers mit einer auslesbaren Mitgliedsnummer als Nutzer-Identifikation ist.

System nach Anspruch 5 - 7,

wobei sich der Nutzer (2) bei der Übermittlungsvorrichtung (6) mit einer oder mehreren Nutzer-Identifikationen (N-ID) des Nutzers (2) als Mitglied registriert.

System nach Anspruch 1 - 8,

wobei die Zutrittsberechtigung zu dem jeweiligen Ort (3) von einem registrierten Nutzer (2) auf einen anderen registrierten Nutzer (2') übertragbar ist, indem der zutrittsberechtigte Nutzer (2) die Übertragung bei der Übermittlungsvorrichtung (6) unter Angabe des anderen Nutzers (2') meldet,

wobei die Übermittlungsvorrichtung (6) die Nutzer- Identifikation (N-ID) des meldenden Nutzers (2) durch die Nutzer-Identifikation des anderen Nutzers (2') für den jeweiligen Ort (3) ersetzt.

System nach Anspruch 6,

wobei die an dem Ort (3) vorgesehene Zutritts- Lesevorrichtung (10) zusätzlich die Ortskoordinaten des als tragbaren Datenträger (9) eingesetzten mobilen Endgerätes mit seinen Ortskoordinaten vergleicht und den Zutritt zu dem Ort (3) nur gewährt, wenn die Ortskoordi¬ naten nahezu übereinstimmen.

System nach Anspruch 4 - 10, wobei der Nutzer (2) mehrere tragbare Datenträger (9) mit sich trägt, die jeweils eine eigene Nutzer- Identifikation (N-ID) des Nutzers (2) aufweisen,

wobei die Zutritts-Lesevorrichtung (10) den Zutritt zu dem Ort (3) nur gewährt, falls alle aus den verschiede¬ nen Datenträgern (9) ausgelesene Nutzer-Identifikationen (N-IDs) des Nutzers (2) den zugehörigen an die Zutritts- Lesevorrichtung (10) elektronisch übermittelten Nutzer- Identifikationen (N-IDs') entsprechen.

12. System nach Anspruch 1 - 11,

wobei der Ort (3) ein begrenzter Veranstaltungsort, ins¬ besondere ein Konzertveranstaltungsort, ein Theaterver¬ anstaltungsort, ein Kinoveranstaltungsort, ein Sportver¬ anstaltungsort, ein Messeveranstaltungsort oder ein Kon¬ ferenzveranstaltungsort ist, oder

ein begrenzter Bereich innerhalb eines Gebäudes ist oder ein Personentransportmittel ist.

13. System nach Anspruch 1 - 12,

wobei die Übermittlungsvorrichtung (6) von der Zutritts- Lesevorrichtung (10) nach gewährtem Zutritt eine Zutrittsmeldung für den jeweiligen Nutzer (2) empfängt und weitere spezifische Orts-Informationsdaten an den Nutzer (2) übermittelt, insbesondere eine Sitzplatznummer, ei¬ nen Stehbereichsblock, eine Messestandsnummer, eine Zimmernummer, eine Parkplatznummer oder eine Skiliftnummer.

14. Zutritts-Lesevorrichtung (10) für ein Zutrittsberechtigungssystem (1) mit:

einer Schnittstelle (10A) zum Auslesen einer Nutzeridentifikation (N-ID) aus einem tragbaren Datenträger (9) eines Nutzers (2);

einer Schnittstelle (10B) zum Empfang einer elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation (N-ID'); und

mit einer Auswerteeinheit (10C), welche die ausgelesene Nutzer-Identifikation (N-ID) mit der empfangenen Nutzer- Identifikation (N-ID') vergleicht und dem Nutzer (2) einen Zutritt zu dem Ort (3) gewährt, falls die aus dem Datenträger (9) ausgelesene Nutzer-Identifikation (N-ID) mit der elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation (N-ID') übereinstimmt.

Übermittlungsvorrichtung (6) für ein Zutrittsberechtigungssystem (1) mit:

einer Schnittstelle zum Empfang einer Nutzer-Identifi¬ kation (N-ID) eines Nutzers (2) sowie eines von dem Nut¬ zer (2) selektierten Ortes (3); und mit

einer Auswerteeinheit, welche die empfangene Nutzer- Identifikation (N-ID) mit in einer Datenbank (7) gespeicherten Nutzer-Identifikationen (N-ID') von registrierten Nutzern (2) vergleicht, und bei Übereinstimmung die Nutzer-Identifikation (N-ID) an mindestens eine an dem jeweiligen Ort (3) vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung (10) elektronisch übermittelt.

Verfahren zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer (2),

wobei eine auf einem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) gespeicherte Nutzer-Identifikation (N-ID) sowie ein von dem Nutzer (2) selektierter Ort (3) einer Übermittlungsvorrichtung (6) gemeldet wird, welche die ge¬ meldete Nutzer-Identifikation (N-ID) an mindestens eine an dem jeweiligen Ort (3) vorgesehene Zutritts- Lesevorrichtung (10) elektronisch übermittelt, welche dem Nutzer (2) den Zutritt zu dem Ort (3) gewährt, falls die auf dem tragbaren Datenträger (9) des Nutzers (2) gespeicherte Nutzer-Identifikation (N-ID) , welche durch die Zutritts-Lesevorrichtung (10) von dem Datenträger

(9) ausgelesen wird, der an die Zutritts-Lesevorrichtung

(10) elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation (N-ID') entspricht.

Description:
Beschreibung

System und Verfahren zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung

Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer, insbesondere zu einem von einem Nutzer selektierten Veranstaltungsort, zu unterschiedlichsten Aktivitäten unter Verwendung einer Platform und einer einzigen persönlichen digitalen Nutzer ID. In vielen Fällen ist es notwendig, für einen bestimmten Ort und einem bestimmten Zeitraum eine Zutrittsberechtigung zu erlangen. Insbesondere zu bestimmten Veranstaltungen, beispielweise Konzertveranstaltungen, Theaterveranstaltungen, Kinoveranstaltungen, Sportveranstaltungen, Messeveranstaltun- gen oder auch Konferenzveranstaltungen ist es für einen Teilnehmer bzw. Nutzer notwendig, vorab Zutrittsberechtigungen bzw. Zutrittskarten zu erwerben, die bei dem jeweiligen Veranstaltungsort vorzuweisen sind, um Zutritt zu erlangen. Ein weiteres Beispiel sind Personentransportmittel, bei denen ein Nutzer die Zutrittsberechtigung in Form eines Beförderungstickets erwirbt, bevor er Zutritt zu dem Personentransportmit ¬ tel erlangt. Derartige Personentransportmittel umfassen bei ¬ spielsweise Züge, Flugzeuge oder auch Schiffe. Durch die Verbreitung des Internets ist es zunehmend möglich, derartige Zutrittsberechtigungen über Web basierte Portale zu erhalten, die beispielsweise Tickets zu Veranstaltungsorten für Endverbraucher bzw. Nutzer anbieten. Dabei erhält herkömmlicherweise ein Verbraucher beim Kauf des Tickets eine Buchungsnummer für jedes von ihm gebuchte Ereignis bzw. für den von ihm gebuchten Veranstaltungsort, wobei dem Verbrau ¬ cher zusätzlich in der Regel ein gesondertes Ticket per Post zugestellt wird. Beim Vorzeigen der Buchungsnummer bzw. des zugesandten Tickets erhält der Verbraucher anschließend Zu ¬ gang zu der jeweiligen Veranstaltung. Um einen Zutritt unberechtigter Personen mit Hilfe von gefälschten Zutrittsberechtigungen bzw. Tickets zu unterbinden, sind herkömmlicherweise gewisse Sicherheitsvorkehrungen vor ¬ gesehen. So können beispielsweise Buchungsnummern mit Listen an dem jeweiligen Veranstaltungsort verglichen bzw. abgegli- chen werden. Dies ist jedoch bei größeren Veranstaltungen mit einer Vielzahl von Personen, welche die Veranstaltung besuchen, äußerst unpraktisch. Um eine Vervielfältigung bzw. eine Verfälschung von Tickets zu unterbinden, verfügen die zugeschickten Tickets bzw. Zutrittsberechtigungen ferner norma- lerweise über Merkmale zum Kopierschutz, beispielsweise Holo ¬ gramme, Magnetstreifen oder Barcodes. Verfügen die zugesand ¬ ten Tickets über Magnetstreifen bzw. Barcodes, können die dort gespeicherten Informationen zusätzlich vor Ort an dem Veranstaltungsort ausgelesen werden.

Ein weiteres herkömmliches System zum Bereitstellen von Zutrittsberechtigungen sind RFID-Zutrittssysteme, die bei ¬ spielsweise bei Skiliften oder Messen eingesetzt werden.

Hierbei wird dem Teilnehmer bzw. dem Zutrittsberechtigten für das jeweilige Ereignis bzw. die jeweilige Veranstaltung eine RFID-Karte ausgestellt. Diese RFID-Karten enthalten einen RFID-Chip, auf dem Daten für das jeweilige Ereignis gespei ¬ chert sind. Bei Zutritt der jeweiligen Person zu dem jeweili ¬ gen Ereignis werden die auf der RFID-Karte gespeicherten Zu- trittsinformationen durch Lesegeräte aus dem RFID-Chip bzw. der RFID-Karte ausgelesen. Beispielsweise erhält ein Skifah ¬ rer, der einen Wochenpass erworben hat, eine entsprechende RFID-Karte ausgestellt, wobei in dem Chip der RFID-Karte die Zeitdauer des erworbenen Wochenpasses gespeichert wird. Die an den Skiliften vorgesehenen stationären Lesegeräte lesen diese Zugangsdaten aus und ermitteln, ob der jeweilige Ski- pass noch gültig ist oder nicht. Die Herstellung einer ein- zelnen RFID-Karte ist zwar relativ günstig, jedoch muss bei jedem Neuerwerb eines Tages- bzw. Wochenpasses eine neue RFID-Karte ausgestellt werden, wobei dies einen relativ hohen administrativen Aufwand erfordert.

Die herkömmlichen Systeme zum Bereitstellen von Zutrittsberechtigungen weisen jedoch noch erhebliche Nachteile auf. Verliert beispielsweise eine Person bzw. ein Nutzer, der eine Zutrittsberechtigung bzw. eine Karte zu einem Veranstaltungs- ort erworben hat, die ihm per Post zugesandte Karte, besteht für ihn in der Regel keine Möglichkeit mehr, einen Zutritt zu der jeweiligen Veranstaltung zu erhalten. Verliert beispielsweise ein Nutzer bzw. Fußballfan eine Zutrittsberechtigung bzw. ein Ticket zu einem begehrten Fußballspiel, besteht für ihn keine Möglichkeit mehr, einen Zutritt zu dem jeweiligen Fußballstadion zu erlangen. Eine andere Person, die die verlorene Karte auffindet, hat ohne Weiteres Zutritt zu dem Ver ¬ anstaltungsort. Da auf einer derartigen Zutrittsberechtigung bzw. Karte für jeden ohne Weiteres ersichtlich ist, um welche Veranstaltung es sich handelt, besteht zudem ein Anreiz, derartige wertvolle Zutrittsberechtigungen zu entwenden bzw. zu stehlen .

Werden anstatt gedruckter Tickets RFID-Karten als Datenträger für die Zutrittsberechtigung für den jeweiligen Nutzer verwendet, besteht ebenfalls die Gefahr, dass die auf dem Chip der RFID-Karte abgelegten Informationen hinsichtlich der Veranstaltung für einen Dritten auslesbar sind, womit für Dritte weiterhin ein Anreiz besteht, einen derartigen Datenträger mit einer gespeicherten Zutrittsberechtigung zu entwenden und gegebenenfalls weiterzuverkaufen. Herkömmliche Systeme zum Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung, die auf einem Datenträger gespeichert bzw. aufgedruckt ist, haben also den Nachteil, dass für Dritte ein Anreiz besteht, diesen Daten- träger zu entwenden und entweder sich selbst einen Zutritt zu der Veranstaltung zu verschaffen oder gegebenenfalls den entwendeten Datenträger an weitere Personen zu verkaufen. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System und ein Verfahren zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer zu schaffen, das besonders sicher ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein System mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Die Erfindung schafft ein System zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer zu einem von dem Nutzer selektierten Ort mit mindestens einer Zu- tritts-Meldevorrichtung, welche eine auf mindestens einem tragbaren Datenträger eines zutrittsberechtigten Nutzers je- weils gespeicherte Nutzer-Identifikation des Nutzers über ein Datennetzwerk an eine Übermittlungsvorrichtung meldet, welche die gemeldete Nutzer-Identifikation über das Datennetzwerk elektronisch an mindestens eine an dem jeweiligen selektierten Ort vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung übermittelt, welche dem Nutzer den Zutritt zu dem selektierten Ort gewährt, falls die auf dem tragbaren Datenträger des Nutzers gespeicherte Nutzer-Identifikation, welche durch die Zutritts-Lesevorrichtung von dem Datenträger ausgelesen wird, der an die Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittel- ten Nutzer-Identifikation entspricht.

Bei dem erfindungsgemäßen System wird im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen auf dem tragbaren Datenträger keinerlei Informationen hinsichtlich des von dem Nutzer selektierten Ortes bzw. Veranstaltungsortes gespeichert, sondern lediglich eine eindeutige Nutzer-Identifikation des Nutzers. Ein Drit ¬ ter, der im Besitz des tragbaren Datenträgers gelangt, hat somit keinerlei Möglichkeiten, Informationen hinsichtlich eines oder mehrerer von dem Nutzer selektierten Veranstaltungs- ortes zu erfahren bzw. aus dem tragbaren Datenträger auszulesen. Es besteht daher für einen Dritten auch keinerlei An- reiz, einen derartigen tragbaren Datenträger von einem berechtigten Nutzer zu entwenden.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Systems besteht darin, dass auf dem tragbaren Datenträger, welcher nur über einen begrenzten Speicherplatz verfügt, keinerlei Informationsdaten hinsichtlich möglicher von dem Nutzer ausgewählter Veranstaltungsorte bzw. selektierter Orte abgelegt werden müssen, sodass insgesamt der tragbare Datenträger nur über einen sehr geringen Speicherplatz verfügen muss bzw. der verfügbare Speicherplatz für andere Informationsdaten verwendet werden kann.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems vergleicht die an dem jeweiligen selektierten Ort vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung die aus dem tragbaren Datenträger des Nutzers ausgelesene Nutzer-Identifikation lokal mit Nutzer-Identifikationen, die von der Übermittlungsvorrichtung zu der Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittelt werden, wobei die Zutritts-Lesevorrichtung dem

Nutzer den Zutritt zu dem selektierten Ort nur gewährt, falls die aus dem tragbaren Datenträger des Nutzers ausgelesene Nutzer-Identifikation mit einer von der Übermittlungsvorrichtung zu der Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittel- ten Nutzer-Identifikation übereinstimmt.

Bei dieser Ausführungsform erfolgt somit der Vergleich zwischen der ausgelesenen Nutzer-Identifikation und der übermittelten Nutzer-Identifikation lokal bei der jeweiligen Zu- tritts-Lesevorrichtung, d.h. an dem Veranstaltungsort.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems meldet sich eine Zutritts-Lesevorrichtung nach ihrer Installation und Inbetriebnahme an dem jeweiligen Ort bei der Übermittlungsvorrichtung an und empfängt elektronisch die

Nutzer-Identifikationen aller derjenigen Nutzer, die den jeweiligen Ort selektiert haben. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems sendet die an dem jeweiligen Ort vorgesehene Lesevorrichtung die aus dem tragbaren Datenträger des Nutzers ausgelesene Nutzer-Identifikation an die Übermittlungsvorrichtung, welche die von der Zutritts-Lesevorrichtung empfangene Nutzer-Identifikation zentral mit allen gespeicherten Nutzer-Identifikationen von registrierten Nutzern vergleicht, die den jeweiligen Ort selektiert haben, wobei die Zutritts- Lesevorrichtung eine Zugangsberechtigungsbewilligungsnach- richt an die Zutritts-Lesevorrichtung sendet, falls die empfangene Nutzer-Identifikation mit einer der gespeicherten Nutzer-Identifikationen übereinstimmt und wobei die Zutritts- Lesevorrichtung nach Empfang der Zugangsberechtigungsbewilli- gungsnachricht dem Nutzer den Zutritt zu dem Ort gewährt.

Bei dieser alternativen Ausführungsform erfolgt somit der Vergleich zwischen der ausgelesenen Nutzer-Identifikation und allen gespeicherten Nutzer-Identifikationen von registrierten Nutzern, die den jeweiligen Ort selektiert haben, zentral durch eine zentrale Übermittlungsvorrichtung, d.h. nicht am Veranstaltungsort .

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist der tragbare Datenträger ein elektronischer Personalausweis des Nutzers mit einer auslesbaren Personalaus ¬ weisnummer als Nutzer-Identifikation.

Diese Ausführung bietet den Vorteil, dass eine Vielzahl von Nutzern bereits über einen derartigen tragbaren Datenträger verfügen und somit nicht zusätzlich ein separater tragbarer Datenträger für das erfindungsgemäße System zusätzlich bereitgestellt werden muss. Außerdem besitzt diese Ausführungs ¬ form den besonderen Vorteil, dass ein derartiger elektroni- scher Personalausweis besonders fälschungssicher ist. Darüber hinaus besitzt dieses System den weiteren besonderen Vorteil, dass mit einem elektronischen Personalausweis ein Nutzer zu- sätzliche relevante Informationen über sich verifizieren kann, beispielweise sein Alter. Verlangt beispielsweise der Nutzer Zutritt zu einer bestimmten Veranstaltung, bei der der Nutzer volljährig sein muss, kann der Nutzer mit dem elektro- nischen Personalausweis zusätzlich nachweisen, dass er das notwendige Alter erreicht hat.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist der tragbare Datenträger ein mobiles End- gerät des Nutzers, wobei eine auslesbare Gerätenummer des Endgerätes als Nutzer-Identifikation dient. Diese Ausführungsform bietet den besonderen Vorteil, dass derartige mobi ¬ le Endgeräte weit verbreitet sind und von den meisten Nutzern sowieso ständig mit sich geführt werden.

Bei einer möglichen Ausführungsform handelt es sich bei dem mobilen Endgerät um ein Mobiltelefon, einen Laptop, ein

Smartphone oder um ein PDA. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist der tragbare Datenträger eine Nutzerkarte oder ein Nutzerchip eines bei der Übermittlungsvorrichtung registrierten Nutzers mit einer auslesbaren Mitgliedsnummer als Nutzer-Identifikation. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass der Nutzer, welcher im Besitz einer derartigen Nutzerkarte bzw. eines derartigen Nutzerchips ist, als re ¬ gistriertes Mitglied eine Vielzahl verschiedener Veranstal ¬ tungsorte selektieren kann. Eine derartige Nutzerkarte bzw. Nutzerchip ist somit universell für verschiedenartigste Ver- anstaltungen benutzbar bzw. einsetzbar. Bei dem Nutzerchip kann es sich beispielsweise um einen RFID-Chip handelt, der sich auf einer Karte befindet oder beispielsweise mittels ei ¬ nes Aufklebers auf das Gehäuse eines mobilen Endgeräts ange ¬ bracht wird, beispielsweise auf das Gehäuse eines Mobiltele- fons . Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems kann sich der Nutzer bei der Übermittlungsvorrichtung mit einer oder mehrerer Nutzer-Identifikationen des Nutzers als Mitglied registrieren. Bei der Übermittlungsvorrichtung kann es sich beispielsweise um einen zentralen Server bzw. ein zentrales Web basiertes Portal handeln. Bei dem erfin ¬ dungsgemäßen System ist es somit möglich, sich nicht nur mit einer, sondern auch mit mehreren Nutzer-Identifikationen als Mitglied zu registrieren.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist eine Zutrittsberechtigung zu dem jeweiligen Ort von einem registrierten Nutzer auf einen anderen registrierten Nutzer übertragbar, indem der zutrittsberechtigte Nutzer die Übertragung bei der Übermittlungsvorrichtung unter Angabe des anderen Nutzers meldet, wobei die Übermittlungsvorrichtung die Nutzer-Identifikation des meldenden Nutzers durch die Nutzer-Identifikation des anderen Nutzers für den jeweiligen Ort ersetzt. Das erfindungsgemäße System erlaubt somit die Übertragung der Zutrittsberechtigung zu anderen registrierten Nutzern, beispielsweise falls ein Nutzer keine Gele ¬ genheit hat, an der von ihm gebuchten Veranstaltung teilzunehmen . Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems vergleicht die an dem Ort vorgesehene Zutritts-Lesevor- richtung zusätzlich die Ortskoordinaten des als tragbaren Datenträgers eingesetzten mobilen Endgerätes mit seinen Orts ¬ koordinaten und gewährt den Zutritt zu dem Ort nur dann, falls die Ortskoordinaten nahezu übereinstimmen. Bei dieser Ausführungsform wird als Datenträger ein mobiles Endgerät, beispielsweise ein Mobiltelefon, eingesetzt, wobei als Nut ¬ zer-Identifikation eine auslesbare Gerätenummer des Endgerätes dienen kann. Zudem verfügt die Zutritts-Lesevorrichtung bei dieser Ausführungsform über eine Einrichtung zur Ermittlung ihrer Ortskoordinaten, beispielsweise einen GPS- Empfänger. Es erfolgt ein Vergleich der Ortskoordinaten des Mobiltelefons mit den Ortskoordinaten der Zutritts- Lesevorrichtung am Veranstaltungsort so dass eine zusätzliche Sicherheit gegenüber Manipulationen erreicht werden kann. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems trägt ein Nutzer mehrere tragbare Datenträger mit sich, die jeweils über eine eigene Nutzer-Identifikation des Nutzers verfügen. Dabei gewährt die Zutritts-Lesevor- richtung den Zutritt zu dem selektierten Ort nur dann, falls alle aus den verschiedenen Datenträgern ausgelesenen Nutzer- Identifikationen des Nutzers den zugehörigen an die Zutritts- Lesevorrichtung elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikationen entsprechen. Bei dieser Ausführungsform führt der Nutzer mehrere tragbare Datenträger mit sich, beispielsweise einen elektronischen Personalausweis und zusätzlich eine Nutzerkarte bzw. einen Nutzerchip, wobei die Zutritts-Lesevorrichtung den Zutritt nur gewährt, falls aus den beiden verschiedenen Datenträgern ausgelesene Nutzer-Identifikationen des Nutzers den jeweili ¬ gen an die Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikationen entsprechen. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems erhöht somit ebenfalls die Sicherheit gegenüber Manipulationen. Diese Ausführungsform eignet sich daher besonders für Orte, die eine besonders hohe Zutrittssicherheit erfordern, beispielsweise Unternehmensab ¬ teilungen mit dort verfügbaren hochsensiblen Daten.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist der Ort ein begrenzter Veranstaltungsort, bei ¬ spielsweise ein Konzertveranstaltungsort, ein Theaterveran ¬ staltungsort, ein Kinoveranstaltungsort, ein Sportveranstal ¬ tungsort, ein Messeveranstaltungsort oder ein Konferenzveran ¬ staltungsort .

Bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist der Ort ein begrenzter Bereich innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise eine besonders gesicherte Abteilung innerhalb eines Unternehmens.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungs- gemäßen Systems ist der Ort ein Personentransportmittel, bei ¬ spielsweise ein Personentransportzug, ein Passagierflugzeug oder ein Passagierschiff.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems empfängt die Übermittlungsvorrichtung von der Zu- tritts-Lesevorrichtung nach gewährtem Zutritt eine Zutrittsmeldung für den jeweiligen Nutzer. Auf diese Weise erfährt die Übermittlungsvorrichtung, dass der Zutritt dem jeweiligen Nutzer tatsächlich gewährt worden ist.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems übermittelt die Übermittlungsvorrichtung nach Empfang der Zutrittsmeldung weitere spezifische Ortsinforma ¬ tionsdaten an den jeweiligen Nutzer, beispielsweise eine Sitzplatznummer, eine Stehbereichsblocknummer, eine Messestandsnummer, eine Zimmernummer, eine Parkplatznummer oder eine Skiliftnummer. Verfügt der Nutzer beispielsweise über ein mobiles Endgerät, insbesondere ein Mobiltelefon, kann die Übermittlungsvorrichtung nach gewährtem Zutritt zu dem Veran- staltungsort dem Nutzer weitere Informationsdaten übermit ¬ teln, die beispielsweise auf einem Display des Mobiltelefons angezeigt werden. Beispielsweise wird einem Nutzer nach ge ¬ währtem Zutritt zu einem Konzert eine Sitzplatznummer auf dem Display seines registrierten Mobiltelefons angezeigt, wobei diese Anzeige dem Nutzer zusätzlich vor Ort als Nachweis dient, dass der angezeigte Sitzplatz tatsächlich von ihm und keiner anderen Person gebucht worden ist. Weiterhin kann der Nutzer mit der angezeigten Sitzplatznummer das Personal an dem Veranstaltungsort nach dem richtigen Weg zum Auffinden seines Sitzplatzes fragen. Die Erfindung beschreibt ferner eine Zutritts-Lesevorrichtung für ein Zutrittsberechtigungssystem mit

einer Schnittstelle zum Auslesen einer Nutzer-Identifikation aus einem tragbaren Datenträger eines Nutzers,

einer Schnittstelle zum Empfang einer elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation und

mit einer Auswerteeinheit, welche die ausgelesene Nutzer- Identifikation mit der empfangenen Nutzer-Identifikation vergleicht und dem Nutzer einen Zutritt zu dem Ort gewährt, falls die aus dem Datenträger ausgelesene Nutzer-Identifi ¬ kation mit der elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation übereinstimmt.

Die Erfindung betrifft ferner eine Übermittlungsvorrichtung für ein Zutrittsberechtigungssystem mit

einer Schnittstelle zum Empfang einer Nutzer-Identifikation eines Nutzers sowie eines von dem Nutzer selektierten Ortes und mit

einer Auswerteeinheit, welche die empfangene Nutzer-Identi- fikation mit in einer Datenbank gespeicherten Nutzer-Identifikationen von registrierten Nutzern vergleicht, und bei Übereinstimmung die Nutzer-Identifikation an mindestens eine an dem jeweiligen Ort vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittelt.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer,

wobei eine auf einem tragbaren Datenträger des Nutzers ge- speicherte Nutzer-Identifikation sowie ein von dem Nutzer selektierter Ort einer Übermittlungsvorrichtung gemeldet wird, welche die gemeldete Nutzer-Identifikation an mindestens eine an dem jeweiligen Ort vorgesehene Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittelt, welche dem Nutzer den Zutritt zu dem Ort gewährt, falls die auf dem Datenträger des Nutzers gespeicherte Nutzer-Identifikation, welche durch die Zutritts-Lesevorrichtung von dem Datenträger ausgelesen wird, der an die Zutritts-Lesevorrichtung elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation entspricht.

Im Weiteren werden mögliche Ausführungsformen des erfindungs- gemäßen Systems und des erfindungsgemäßen Verfahrens zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer zu einem von dem Nutzer selektierten Ort unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:

Fig.l ein Diagramm zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Systems zum elektro ¬ nischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer;

Fig. 2 ein Signaldiagramm zur Erläuterung der Funktionsweise einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßen Systems zum elektronischen Bereitstellen einer Zu- trittsberechtigung für einen Nutzer;

Fig. 3 ein Blockschaltbild zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels für eine erfindungsgemäße Zutritts- Lese orrichtung;

Fig. 4 ein Signaldiagramm zur Erläuterung der Funktions- weise eines weiteren Ausführungsbeispiels eines er ¬ findungsgemäßen Systems und eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer. Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, verfügt ein System 1 zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer 2 zu einem von dem Nutzer 2 selektierten Ort 3 über mehrere Komponenten, die über ein Datennetzwerk 4 miteinander verbunden sein können. Bei dem Datennetzwerk 4 kann es sich um einen Verbund von Datennetzwerken, beispielsweise das Internet handeln. Bei einer alternativen Ausführungsform handelt es sich bei dem Datennetzwerk um ein lokales Netz- werk, beispielsweise um ein lokales Netzwerk LAN eines Unternehmens. Ein Nutzer 2 verfügt über ein Nutzerterminal 5, das an dem Datennetzwerk 4 anschließbar ist. Über dieses Nutzerterminal 5 kann sich der Nutzer 2 bei einer zentralen Über- mittlungsvorrichtung bzw. einem Übermittlungsserver 6 registrieren, wobei eine Nutzer-ID des registrierten Nutzers durch die Übermittlungsvorrichtung 6 in einer Datenbank 7 abgelegt werden kann. Daher besteht für den Nutzer 2 die Möglichkeit, über eine Zutritts-Meldevorrichtung 8 bzw. einen Zutritts- Meldeserver 8 eine Zutrittsberechtigung zu dem Veranstaltungsort 3 zu erlangen. Die Zutrittsmeldevorrichtung 8 ist ebenfalls mit dem Datennetzwerk 4 verbunden.

Der Nutzer 2 verfügt über mindestens einen tragbaren Daten- träger 9, auf dem eine Nutzer-Identifikation N-ID des Nutzers 2 gespeichert ist. Bei diesem tragbaren Datenträger 9 kann es sich bei einer möglichen Ausführungsform um einen elektronischen Personalausweis des Nutzers 2 handeln, auf dem eine auslesbare Personalausweisnummer als Nutzer-Identifikation N- ID abgelegt ist. Alternativ kann es sich bei dem tragbaren

Datenträger 9 auch um ein mobiles Endgerät des Nutzers 2 mit einer auslesbaren Gerätenummer des Endgerätes als Nutzer- Identifikation N-ID handeln. Das mobile Endgerät kann beispielsweise ein Mobiltelefon, ein Laptop, ein Smartphone oder ein PDA des Nutzers 2 sein. Weiterhin kann es sich bei dem tragbaren Datenträger 9 um eine Nutzerkarte oder um einen Nutzerchip, insbesondere einen RFID-Chip eines bei der Übermittlungsvorrichtung 6 registrierten Nutzers 2 mit einer auslesbaren Mitgliedsnummer als Nutzer-Identifikation handeln.

Zunächst registriert sich der Nutzer 2 bei einer möglichen Ausführungsform bei der Übermittlungsvorrichtung 6 bzw. dem Übermittlungsserver mit einer oder mehreren Nutzer- Identifikationen N-ID des Nutzers als Mitglied bzw. regist- rierter Nutzer. Bei einer Zutritts-Meldevorrichtung 8 kann der Nutzer 2 anschließend einen von ihm gewünschten Ort selektieren, wobei sich der Nutzer 2 anhand seiner Nutzer- Identifikation N-ID gegenüber der Zutritts-Meldevorrichtung 8 identifiziert, welche die Nutzer-Identifikation N-ID des Nut ¬ zers 2 an die zentrale Übermittlungsvorrichtung bzw. den zentralen Übermittlungsserver 6 meldet. Die Übermittlungsvor- richtung 6 übermittelt die ihr gemeldete Nutzer- Identifikation N-ID über das Datennetzwerk 4 elektronisch an mindestens eine an dem jeweiligen selektierten Ort vorgesehe ¬ ne Zutritts-Lesevorrichtung 10, wie in Fig. 1 dargestellt. Diese Zutritts-Lesevorrichtung 10 gewährt dem Nutzer 2 den Zutritt zu dem selektierten Ort 3 nur, falls die auf dem tragbaren Datenträger 9 des Nutzers 2 gespeicherte Nutzer- Identifikation N-ID, welche durch die Zutritts- Lesevorrichtung 10 von dem Datenträger 9 ausgelesen wird, der an der Zutritts-Lesevorrichtung 10 elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation N-ID' entspricht. Bei einer möglichen Ausführungsform gewährt die Zutritts-Lesevorrichtung 10 dem Nutzer den Zugang zu dem selektierten Ort 3 lediglich dann, wenn die aus dem tragbaren Datenträger 9 ausgelesene Nutzer- Identifikation N-ID identisch mit der übermittelten Nutzer- Identifikation NID' ist. Bei einer möglichen Ausführungsform steuert die Zutritts-Lesevorrichtung 10 einen Aktor 11, beispielsweise eine Zutrittsschranke, und öffnet die Schranke 11 nur, wenn die ausgelesene Nutzer-Identifikation N-ID mit der elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation N-ID' über- einstimmt. Bei dem erfindungsgemäßen System 1 zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung für einen Nutzer 2, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, werden auf dem trag ¬ baren Datenträger 9 keinerlei Informationsdaten hinsichtlich des von dem Nutzer 2 selektierten Veranstaltungsort 3 gespei- chert bzw. hinterlegt. Ein Dritter, welcher den tragbaren Datenträger 9 des Nutzers 2 entwendet bzw. auffindet, hat somit keinerlei Informationen über von dem Nutzer 2 gebuchte Veranstaltungsorte und kann somit den Datenträger 9 weder für sich verwenden noch an weitere Personen weiterverkaufen.

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Veranstaltungsort 3 kann es sich um einen örtlich begrenzten Veranstaltungsort, bei- spielsweise einen Konzertveranstaltungsort, einen Theaterver ¬ anstaltungsort, einen Kinoveranstaltungsort, einen Sportver ¬ anstaltungsort, einen Messeveranstaltungsort oder auch einen Konferenzveranstaltungsort handeln. Außerdem kann es sich bei dem begrenzten Ort 3 um einen begrenzten Bereich innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise eine Sicherheitsabteilung han ¬ deln. Weitere Beispiele für derartige Sicherheitsabteilungen sind Abteilungen mit sensiblen Unternehmensdaten oder geschlossene Abteilungen innerhalb einer psychiatrischen Heil- anstalt. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 handelt es sich bei dem selektierten begrenzten Ort 3 um ein Personentransportmittel, bei ¬ spielsweise ein Personenzug, ein Passagierflugzeug oder ein Passagierschiff. Der in Fig. 1 dargestellte Ort 3 kann ein lokal fixierter Ort, beispielsweise ein Fußballstadion, aber auch ein beweglicher Ort, beispielsweise ein S-Bahn-Zug sein.

Das erfindungsgemäße System 1, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, erlaubt es einen Zutritt zu, einer Vielzahl unterschied- lichster Veranstaltungsorte mittels eines Datenträgers 9 bzw. einer Nutzer-Identifikation N-ID des Nutzers 2 bei verschiedenen Zutritts-Meldevorrichtungen 8 zu buchen bzw. zu erlangen, wie beispielsweise Konzertkarten, S-Bahn-Fahrkarten und Karten für einen Skilift. Bei der Zutritts-Meldevorrichtung 8 kann es sich um ein Web basiertes Portal zum Kauf von Zu ¬ trittsberechtigungen handeln. Bei einer möglichen Ausführungsform handelt es sich bei dem Datenträger 9 um ein mobiles Endgerät des Nutzers 2. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, dass dieses mobile Endgerät gleichzeitig als Nutzer- terminal 5 zum Registrieren des Nutzers 2 bei der Übermitt ¬ lungsvorrichtung 6 und zum Erwerb von Zutrittsberechtigungen bei der Zutritts-Meldevorrichtung 8 verwendet wird. Bei dieser Ausführungsform werden somit der Nutzerterminal 5 und der tragbare Datenträger 9, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind, durch ein einziges Gerät gebildet. Bei einer möglichen Ausführungsform verfügt der Nutzer 2 nicht nur über einen einzigen tragbaren Datenträger 9, auf dem eine Nutzer-Identifikation N-ID des Nutzers 2 gespeichert ist, sondern über mehrere tragbare Datenträger 9 mit der gleichen oder unterschiedlichen Nutzer-Identifikationen des Nutzers 2. Beispielsweise verfügt der Nutzer 2 neben einem elektronischen Personalausweis als ersten Datenträger 9-1, dessen Personalausweisnummer eine erste Nutzer-Identifikation N-IDi bildet, zusätzlich über ein mobiles Endgerät 9-2, des- sen auslesbare Gerätenummer als eine weitere Nutzer- Identifikation N-ID 2 dient und gegebenenfalls weiterhin über eine Nutzerkarte bzw. einen Nutzerchip 9-3 mit einer ausles ¬ baren Mitgliedsnummer als weitere Nutzer-Identifikation N- ID 3 . In diesem einfachen Beispiel verfügt der Nutzer 2 somit über drei verschiedene Datenträger 9 mit drei Nutzer- Identifikationen N-ID. In dieser Ausführungsform kann sich der Nutzer 2 somit nicht nur mit einer, sondern mit mehreren Nutzer-Identifikationen als Nutzer bei der Übermittlungsvorrichtung 6 registrieren. Bei diesem Ausführungsbeispiel führt der Nutzer 2 nicht nur einen, sondern mehrere Datenträger 9- 1, 9-2, 9-3 mit sich, um durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10, die an dem jeweiligen Veranstaltungsort 3 angebracht ist, einen Zutritt zu erhalten. Dabei prüft die Zutritts- Lesevorrichtung 10 beispielsweise nicht nur die aus dem mit- geführten elektronischen Personalausweis ausgelesene Perso ¬ nalausweisnummer N-IDi, sondern zusätzlich die Mitgliedsnummer N-ID 3 der ebenfalls mitgeführten Nutzerkarte bzw. des mitgeführten Nutzerchips 9-3 und gegebenenfalls zusätzlich die aus dem ebenfalls mitgeführten mobilen Endgerät 9-2 aus- gelesene Gerätenummer a des Endgerätes 9-2 als weitere Nut ¬ zer-Identifikation N-ID 2 des Nutzers 2.

Bei einer möglichen Ausführungsform können verschiedene Sicherheitslevel definiert werden, wobei bei einem Hochsicher- heitsbereich 3 dem Nutzer 2 ein Zutritt nur dann gewährt wird, wenn alle aus den verschiedenen Datenträgern 9-i ausgelesenen Nutzer-Identifikationen N-IDi mit dem in der Daten- bank 7 hinterlegten Nutzer-Identifikationen übereinstimmen. Bei weniger kritischen Veranstaltungsorten, beispielsweise einer Konzertveranstaltung, wird beispielsweise lediglich das Vorlegen einer Nutzerkarte bzw. eines Nutzerchips verlangt, auf dem die korrekte Nutzer-Identifikation hinterlegt ist, die mit der elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation NID' übereinstimmt.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 ist eine von einem Nutzer 2 erworbene Zutrittsbe ¬ rechtigung zu einem Veranstaltungsort 3 von dem registrierten Nutzer 2 auf einen anderen registrierten Nutzer 2 ' übertragbar. Bei einer möglichen Ausführungsform meldet der zutrittsberechtigte Nutzer 2 die Übertragung bei der Übermittlungs ¬ vorrichtung 6 unter Angabe des anderen Nutzers 2 ' . Bei einer möglichen Ausführungsform ersetzt die Übermittlungsvorrichtung 6 die Nutzer-Identifikation N-ID des meldenden Nutzers 2 durch die Nutzer-Identifikation des anderen Nutzers 2'. Hat ein Nutzer 2 aufgrund einer zeitlich anderen Verpflichtung nicht die Möglichkeit, bei einer von ihm gebuchten Veranstal ¬ tung teilzunehmen, besteht somit für ihn die Möglichkeit, seine Zutrittsberechtigung ohne Weiteres an einen weiteren Nutzer 2 ' zu übertragen, sofern dieser weitere Nutzer ebenfalls bei der Übermittlungsvorrichtung 6 als Nutzer registriert ist.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 vergleicht die an dem Ort vorgesehene Zu- tritts-Lesevorrichtung 10 zusätzlich die Ortskoordinaten x, y, z des als tragbaren Datenträgers 9 eingesetzten mobilen

Endgerätes mit seinen Ortskoordinaten und gewährt den Zutritt zu dem Ort 3 nur, wenn die Ortskoordinaten nahezu übereinstimmen. Wird beispielsweise als mobiler Datenträger 9 ein mobiles Endgerät, insbesondere ein Mobiltelefon des Nutzers 2, eingesetzt und als Nutzer-Identifikation N-ID die ausles ¬ bare Gerätenummer des mobilen Endgerätes verwendet, kann die Zutritts-Lesevorrichtung 10 zusätzlich die Ortskoordinaten x, y, z des vor Ort ausgelesenen mobilen Endgerätes 9 mit seinen Ortskoordinaten vergleichen und gegebenenfalls den Zutritt nur gewähren, falls die Ortskoordinaten nahezu übereinstimmen. Durch diese Maßnahme kann eine zusätzliche Sicherheit gegenüber Manipulationen erreicht werden.

Bei einer möglichen Ausführungsform werden an einem Veranstaltungsort 3 eine Vielzahl unterschiedlicher Zutritts- Lesevorrichtungen 10 aufgestellt. Bei diesen Zutritts- Lesevorrichtungen 10 handelt es sich vorzugsweise um mobil aufstellbare, zum Teil auch tragbare Zutritts-Lesevorrichtungen 10, die es erlauben, einen tragbaren Datenträger 9 lokal auszulesen. Das Auslesen erfolgt dabei vorzugsweise kon ¬ taktlos über eine Luftschnittstelle. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass eine Vielzahl von Nutzern 2 in rela ¬ tiv kurzer Zeit eine durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10 gesteuerte Schranke 11 passieren kann. Beispielsweise werden die Daten aus den Datenträger 9 durch ein RFID-Lesegerät 10 oder über eine Bluetooth-Schnittstelle ausgelesen. Alternativ kann auch ein auf dem Datenträger 9 vorgesehener Barcode bzw. Magnetstreifen durch die Lesevorrichtung 10 ausgelesen werden, um die Nutzer-Identifikation N-ID des Nutzers 2 zu erhalten . Bei einer möglichen Ausführungsform meldet sich eine an dem jeweiligen Ort 3 aufgestellte Zutritts-Lesevorrichtung 10 nach ihrer Installation und Inbetriebnahme zunächst bei der Übermittlungsvorrichtung 6, indem sie eine entsprechende Meldevorrichtung über das Datennetzwerk 4 an die Übermittlungs- Vorrichtung 6 bzw. den Übermittlungsserver sendet. Daraufhin übermittelt die Übermittlungsvorrichtung 6 die Nutzer-Identi ¬ fikationen N-ID aller derjenigen Nutzer 2, die den jeweiligen Veranstaltungsort 3 selektiert haben. Die elektronisch über ¬ mittelten Nutzer-Identifikationen N-ID aller Nutzer 2, die den entsprechenden Veranstaltungsort 3 selektiert haben, kön ¬ nen an die verschiedenen an dem Veranstaltungsort 3 aufge ¬ stellten Zutritts-Lesevorrichtungen 10 übermittelt und dort lokal gespeichert werden. Während der Nutzer 2 den tragbaren Datenträger 9 mit sich führt, kann vor dem Öffnen der Zugangsschranke 11 am Veranstaltungsort 3 bei einer möglichen Ausführungsform die Zutritts-Lesevorrichtung 10 die auf dem Datenträger 9 vorgesehene Nutzer-Identifikation N-ID auslesen und mit allen in ihrem lokalen Datenspeicher abgelegten Nutzer-Identifikationen vergleichen. Ist die in dem Datenträger

9 enthaltene Nutzer-Identifikation N-ID identisch mit einer aus der Gruppe gespeicherter Nutzer-Identifikationen N-ID', die in dem lokalen Datenspeicher der Zutritts-Lesevorrichtung

10 abgelegt sind, kann der Nutzer 2 die Zugangsschranke 11 passieren und Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 erlangen.

Der Abgleich zwischen der aus dem tragbaren Datenträger 9 ausgelesenen Nutzer-Identifikation N-ID und der Nutzer- Identifikation des registrierten Nutzers, welcher den Ort 3 selektiert, kann bei einer möglichen Ausführungsform am Veranstaltungsort 3 durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10 lokal bzw. dezentral erfolgen. Bei einer alternativen Ausführungs- form erfolgt der Abgleich zwischen der ausgelesenen Nutzer- Identifikation N-ID und der Nutzer-Identifikation des registrierten Nutzers 2, welcher den Ort 3 selektiert hat, zentral beispielsweise in der Übermittlungsvorrichtung 6. Fig. 2 zeigt ein Signaldiagramm zur Erläuterung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung, bei der ein Abgleich bzw. eine Auswertung der Nutzer-Identifikation N-ID dezentral durch die jeweilige Zutritts-Lesevorrichtung 10 er- folgt.

Zunächst erfolgt in einem Schritt Sl eine Nutzer-Registrie ¬ rung eines Nutzers 2 mit Hilfe eines Nutzerterminals 5 bei der Übermittlungsvorrichtung bzw. bei dem Übermittlungsserver 6. Die registrierten Nutzer-Identifikationen werden beispielsweise in einer lokalen Datenbank 7 der Übermittlungsvorrichtung 6 abgelegt. In einem weiteren Schritt S2 selektiert ein Nutzer 2 bei einer Zutritts-Meldevorrichtung 8, beispielsweise einem Web basierten Ticketportal, einen von ihm gewünschten Veranstal- tungsort 3, beispielsweise eine Konzertveranstaltung. Durch die Zutritts-Meldevorrichtung 8 wird zunächst geprüft, ob die gewünschte Veranstaltung noch verfügbar ist bzw. entsprechende Plätze noch vorhanden sind. Optional kann die Zutritts- Meldevorrichtung 8 zusätzlich prüfen, ob der anfragende Nut- zer 2 bei der Übermittlungsvorrichtung 6 tatsächlich registriert ist, indem die Zutritts-Meldevorrichtung 8 eine entsprechende Anfrage an die Übermittlungsvorrichtung 6 richtet. Ist die gewünschte Veranstaltung verfügbar und der Nutzer 2 bei der Übermittlungsvorrichtung 6 registriert, kann die Zu- tritts-Meldevorrichtung 8 im Schritt S3 den Bestellauftrag bestätigen und dem Nutzer 2 über sein Nutzerterminal 5 melden, dass der Zutritt zu dem von ihm gewünschten Veranstaltungsort 3 an dem von ihm gewünschten Zeitpunkt möglich ist und bereitsteht. Anschließend meldet die Zutritts- Meldevorrichtung 8 den selektierten Veranstaltungsort 3 sowie die Nutzer-Identifikation N-ID' des selektierenden Nutzers 2 in Schritt S4 an die Übermittlungsvorrichtung 6. Die Übermittlungsvorrichtung 6 kann anschließend optional nochmals prüfen, ob die übermittelte Nutzer-Identifikation N-ID' zu einem registrierten Nutzer 2 gehört. Anschließend wird die Nutzer-Identifikation N-ID' zusammen mit dem selektierten Veranstaltungsort 3 und dem gewünschten Veranstaltungszeit ¬ raum in einem Datenspeicher der Übermittlungsvorrichtung 6 zwischengespeichert und zu gegebener Zeit an die Zutritts- Lesevorrichtung 10 an dem Veranstaltungsort 3 in Schritt S5 übertragen. Findet beispielsweise ein selektiertes Konzert an dem gewünschten Veranstaltungsort 3 erst in Zukunft statt, beispielsweise in drei Monaten, kann es vorkommen, dass die Zutritts-Lesevorrichtung 10 zum Zeitpunkt der Selektion des Veranstaltungsortes 3 durch den Nutzer 2 an dem vorgegebenen Veranstaltungsort 3 noch nicht aufgestellt worden ist. In diesem Falle wird die Nutzer-Identifikation N-ID' des selek- tierenden Nutzers 2 in einem Datenspeicher der Übermittlungsvorrichtung 6 zwischengespeichert und erst nach Aufstellung der Zutritts-Lesevorrichtung 10 an diese übermittelt. Zu diesem Zwecke kann die Zutritts-Lesevorrichtung 10 bei einer möglichen Ausführungsform eine Meldung an die Übermittlungsvorrichtung 6 über das Datennetzwerk 4 senden, welche angibt, dass die Zutritts-Lesevorrichtung 10 an dem Veranstaltungsort 3 nunmehr aufgestellt ist. Ist die Zutritts-Lesevorrichtung 10 bei einer alternativen Ausführungsform ständig an einem Veranstaltungsort 3 fest installiert, beispielsweise am Ein ¬ gang eines Fußballstadions, kann die Nutzer-Identifikation N- ID in Schritt S5 bereits im Vorfeld von der Übermittlungsvorrichtung 6 an die Zutritts-Lesevorrichtung 10 übermittelt werden und dort gespeichert werden.

Nähert sich der Nutzer 2 mit seinem tragbaren Datenträger 9, auf dem die Nutzer-Identifikation N-ID gespeichert ist, der Zutritts-Lesevorrichtung 10, wird bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel die gespeicherte Nutzer- Identifikation N-ID aus dem tragbaren Datenträger 9 in

Schritt S6 durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10 automatisch ausgelesen. Die Zutritts-Lesevorrichtung 10 vergleicht bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel die ausgele ¬ sene Nutzer-Identifikation N-ID mit allen bei ihr lokal ge- speicherten Nutzer-Identifikationen N-ID' von registrierten Nutzern 2, welche den jeweiligen Veranstaltungsort 3 selektiert haben. Ist die ausgelesene Nutzer-Identifikation N-ID' in der Gruppe von gespeicherten Nutzer-Identifikationen N-ID' vorhanden, welche in der Zutritts-Lesevorrichtung 10 lokal gespeichert sind, wird der Aktor 11, beispielsweise eine Zu ¬ gangsschranke, durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10 geöffnet und der Nutzer 2 erlangt Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3. Bei einer möglichen Ausführungsform erhält die Übermittlungsvorrichtung 6 zusätzlich eine Zutritts-Bestätigung in Schritt S7 von der Zutritts-Lesevorrichtung 10, welche die Übermittlungsvorrichtung 6 bei einer möglichen Ausführungsform in Schritt S8 an die Zutritts-Meldevorrichtung 8 weiterleitet. Bei einer möglichen Ausführungsform überträgt die Übermittlungsvorrichtung 6 zusätzlich nach Erhalt der Zutrittsbestätigung in Schritt S7, d.h. nach gewährtem Zutritt, weitere spezifische Ortsinformationsdaten an den Nutzer 2 in Schritt S9. Handelt es sich bei dem tragbaren Datenträger 9 beispielsweise um ein mobiles Endgerät, beispielsweise ein Mo ¬ biltelefon, oder verfügt der Nutzer 2 zusätzlich zu dem tragbaren Datenträger 9 über ein entsprechendes Mobiltelefon, kann die Übermittlungsvorrichtung 6 in Schritt S9 weitere spezifische Ortsinformationsdaten über den Veranstaltungsort 3 an den Nutzer 2 übermitteln, welche beispielsweise auf ei ¬ nem Display des Mobiltelefons angezeigt werden. Diese Ortsin ¬ formationsdaten umfassen beispielsweise eine Sitzplatznummer, eine Stehbereichsblocknummer, eine Messestandsnummer, eine

Zimmernummer, eine Parkplatznummer oder etwa eine Skiliftnummer. Auf diese Weise ist es dem Nutzer 2 möglich, vor Ort am Veranstaltungsort beispielsweise seinen Sitzplatz aufzufinden und anhand der Anzeige nachzuweisen, dass der Sitzplatz tat- sächlich von ihm gebucht worden ist. Weitere Ausführungsvarianten sind möglich. Beispielsweise kann die Übermittlungsvorrichtung 6 bei einer möglichen Ausführungsform zusätzlich den Nutzer 2 zu seinem Sitzplatz navigieren bzw. ihm den Weg dorthin anzeigen.

Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Zutritts-Lesevor- richtung 10, die an einem Veranstaltungsort 3 aufstellbar ist. Die Zutritts-Lesevorrichtung 10 weist eine erste

Schnittstelle 10A zum Auslesen einer Nutzer-Identifikation N-ID aus einem tragbaren Datenträger 9 eines Nutzers 2 auf. Weiterhin weist die Zutritts-Lesevorrichtung 10 eine zweite Schnittstelle 10B zum Empfang einer elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation N-ID über das Datennetzwerk 4 von der Übermittlungsvorrichtung 6 auf. Die erste Schnittstelle 10A liest bei einer bevorzugten Ausführungsform die Nutzer- Identifikation N-ID aus dem tragbaren Datenträger 9 des Nutzers 2 kontaktlos über eine Luftschnittstelle aus. Die zwei- te Schnittstelle 10B ist vorzugsweise zugangsgesichert an ein Datennetzwerk 4 anschließbar. Bei einer möglichen Ausführungsform ist die Zutritts-Lesevorrichtung 10 ein handtragbares Lesegerät. Bei dieser Ausführungsform können beide Schnittstellen 10A, 10B drahtlose Schnittstellen sein. Die beiden Schnittstellen 10A, 10B sind mit einer Auswerteeinheit IOC der Zutritts-Lesevorrichtung 10 verbunden. Die Auswerteeinheit IOC wird beispielsweise durch einen Mikropro ¬ zessor gebildet, welcher ein entsprechendes Auswerteprogramm ausführt. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform vergleicht die Auswerteeinheit 10C der Zutritts- Lesevorrichtung 10 die durch die erste Schnittstelle 10A ausgelesene Nutzer-Identifikation N-ID mit der elektronisch übertragenen, von der zweiten Schnittstelle 10B empfangenen Nutzer-Identifikation N-ID' und gewährt dem Nutzer 2 einen Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 nur, falls die aus dem Datenträger 9 ausgelesene Nutzer-Identifikation N-ID mit der elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikation N-ID' übereinstimmt. Bei einer möglichen Ausführungsform hat die Aus- werteeinheit 10C Zugriff auf einen lokalen Datenspeicher

10D, in dem die Nutzer-Identifikationen N-IDs aller registrierten Nutzer 2 abgespeichert sind, welche den jeweiligen Veranstaltungsort 3 zu dem entsprechenden Zeitpunkt selek ¬ tiert haben und die von der Übermittlungsvorrichtung 6 im Vorfeld der Veranstaltung über das Datennetzwerk 4 zu der Zutritts-Lesevorrichtung 10 über die zweite Schnittstelle 10B übertragen worden sind. Ist die von dem Datenträger 9 ausgelesene Nutzer-Identifikation N-ID identisch mit einer in dem lokalen Datenspeicher 10D abgelegten Nutzer- Identifikation N-ID', kann die Auswerteeinheit 10C ein Steu ¬ ersignal CRTL an den Aktor 11 übertragen, der beispielsweise eine Zugangsschranke zu dem Veranstaltungsort 3 für den je ¬ weiligen Nutzer 2 öffnet und somit dem Nutzer 2 den Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 gewährt.

Die Zutritts-Lesevorrichtung 10 kann bei einer möglichen weiteren Ausführungsform eine Einheit 10E aufweisen, die Ortskoordinaten der Zutritts-Lesevorrichtung 10 bereitstellt. Diese Einheit 10E kann beispielsweise durch einen GPS-Empfänger gebildet werden. Bei einer möglichen Ausführungsvariante vergleicht die Auswerteeinheit IOC zusätzlich die Ortskoordinaten der Zutritts-Lesevorrichtung 10, welche durch den GPS-Empfänger 10E bereitgestellt werden, mit den Ortskoordinaten eines mobilen Endgerätes, welches der Nutzer 2 als tragbaren Datenträger 9 beim Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 mit sich führt. Bei dieser Ausführungsvariante wird dem Nutzer 2 der Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 nur gewährt, wenn auch die Ortskoordinaten seines mobilen Endgerätes 9 mit den Ortskoordinaten der Zutritts-Lesevorrichtung 10 weitestgehend übereinstimmen.

Weitere Varianten sind möglich. Beispielsweise kann in dem Datenspeicher 10D der Zutritts-Lesevorrichtung 10 für die jeweilige Veranstaltung gespeichert sein, so dass der Nutzer 2 nicht nur über einen Datenträger 9 mit einer ersten Nutzer-Identifikation N-IDi verfügen muss, sondern mindestens einen weiteren tragbaren Datenträger 9 mit einer weiteren Nutzer-Identifikation N-ID 2 bei sich haben muss, damit er Zu ¬ tritt zu dem Veranstaltungsort 3 erhält. Bei diesem Ausfüh ¬ rungsbeispiel vergleicht die Auswerteeinheit 10C die aus den verschiedenen Datenträgern 9 ausgelesenen Nutzer- Identifikationen N-IDs des Nutzers 2 jeweils mit den zugehö ¬ rigen zu der Zutritts-Lesevorrichtung 10 elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikationen. Nur falls alle aus den verschiedenen Datenträgern 9 ausgelesene Nutzer- Identifikationen N-IDs des Nutzers 2 den zugehörigen an der Zutritts-Lesevorrichtung 10 elektronisch übermittelten Nutzer-Identifikationen N-ID's entsprechen, erhält der Nutzer 2 Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3.

Bei einer möglichen Ausführungsform sind mehrere Veranstal- tungsorte 3 ineinander verschachtelt, d.h. ein Kernveranstaltungsbereich weist eine höhere Sicherheitsstufe auf als ein peripherer Veranstaltungsbereich, wobei die jeweiligen Zutritts-Lesevorrichtungen 10 für den inneren Veranstaltungsbereich eine höhere Sicherheitsstufe aufweisen und eine größere Anzahl von Nutzer-Identifikationen N-ID von verschiedenen Datenträgern 9 für den Zutritt von dem jeweiligen Nutzer 2 fordern. Beispielsweise weist der Nutzer 2 bei die ¬ ser Ausführungsvariante für den Zutritt zu dem peripheren Veranstaltungsort lediglich sein Mobiltelefon 9 mit der darauf gespeicherten Gerätenummer als Nutzer-Identifikation N- ID vor, um den Zutritt zu dem peripheren Veranstaltungsbe- reich zu erhalten, wobei der Nutzer 2 für den Zugang zu einem Kernbereich zusätzlich seinen elektronischen Personalausweis vorlegen muss.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 benutzt der Nutzer 2 den tragbaren Datenträger 9 nicht nur, um Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 zu erlan ¬ gen, sondern auch, um diesen Veranstaltungsort wieder zu verlassen. Bei einer weiteren möglichen Variante erfolgt die Prüfung der Zutrittsberechtigung nicht beim Zutritt zu dem Ort 3, sondern ausschließlich beim Verlassen des selektierten Ortes 3.

Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante des erfin ¬ dungsgemäßen Systems 1 zum elektronischen Bereitstellen ei- ner Zutrittsberechtigung für einen Nutzer 2. Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsvariante sind die ersten Schritte Sl, S2, S3, S4 identisch mit der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante. Im Gegensatz zu der in Fig. 2 darge ¬ stellten Ausführungsvariante erfolgt keine Übermittlung der Nutzer-Identifikation N-ID' von der Übermittlungsvorrichtung 6 über das Datennetzwerk 4 zu der Zutritts-Lesevorrichtung 10, da die Auswertung der Nutzer-Identifikationen bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsvariante nicht dezentral bei den Zutritts-Lesevorrichtungen 10 erfolgt, sondern zentral durch die Übermittlungsvorrichtung 6 bzw. den Übermittlungsserver 6. Die in Schritt S6 ausgelesene Nutzer- Identifikation N-ID wird bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsvariante von der Zutritts-Lesevorrichtung 10 an dem Veranstaltungsort 3 in Schritt S7 beispielsweise über die Schnittstelle 10B und das Datennetzwerk 4 an die Über ¬ mittlungsvorrichtung 6 elektronisch übertragen und dort aus- gewertet. Der Übermittlungsserver 6 überprüft, ob die emp ¬ fangene Nutzer-Identifikation, welche er von der Zutritts- Lesevorrichtung 10 über das Datennetzwerk 4 erhalten hat, mit einer der für die jeweilige Veranstaltung gespeicherten Nutzer-Identifikationen N-ID von registrierten Nutzern 2 übereinstimmt. Ist dies der Fall, wird dies durch die Über ¬ mittlungsvorrichtung 6 der Zutritts-Lesevorrichtung 10 in Schritt S8 gemeldet und die Zutritts-Lesevorrichtung 10 ge ¬ währt dem Nutzer 2 einen Zutritt zu der selektierten Veranstaltung. Weiterhin kann die Zutritts-Lesevorrichtung 10 in Schritt S9 eine entsprechende Zutrittsbestätigung an die

Übermittlungsvorrichtung 6 zurück übertragen, welche die Zutrittsbestätigung in Schritt S10 an die Zutritts- Meldevorrichtung 8 weiterleiten kann. Handelt es sich bei dem tragbaren Datenträger 9 um ein mobiles Endgerät des Nut- zers bzw. führt der Nutzer 2 sein mobiles Endgerät mit sich, kann die Übermittlungsvorrichtung 6 zudem in Schritt Sil weitere Ortsinformationsdaten an das mobile Endgerät des Nutzers 2 übertragen, beispielsweise eine Sitzplatznummer. Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsvariante bietet den Vorteil, dass von Seiten der Zutritts-Lesevorrichtung 10 keine Auswertung der Nutzer-Identifikationen erfolgen muss, so dass der technische Aufwand und die Komplexität der ent ¬ sprechenden Zutritts-Lesevorrichtungen 10 geringer ist als bei der in Fig. 3 dargestellten Variante der Zutritts- Lesevorrichtung 10. Allerdings bietet die im Zusammenhang mit Fig. 2 und Fig. 3 dargestellte Ausführungsvariante den Vorteil, dass unmittelbar vor der Veranstaltung keine Datenverbindung zwischen der Zutritts-Lesevorrichtung 10 über das Datennetzwerk 4 zu der Übermittlungsvorrichtung 6 bestehen muss, so dass diese Ausführungsvariante weitestgehend immun gegenüber einer Störung der Netzwerkverbindung vor der Ver- anstaltung ist. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante können die Nutzer-Identifikationen N-ID' durch die Übermittlungsvorrichtung 6 im Vorfeld der Veranstaltung bereits zu den Zutritts-Lesevorrichtungen 10 übertragen wer- den, beispielsweise bereits zwei Stunden vor der geplanten Veranstaltung. Fällt danach die Datenverbindung zwischen der Übermittlungsvorrichtung 6 und den Zutritts- Lesevorrichtungen 10 über das Datennetzwerk 4 aus, verfügen die Zutritts-Lesevorrichtungen 10 bereits über die Nutzer- Identifikationen N-ID' fast aller Nutzer 2 und lediglich die Nutzer, die in letzter Minute die Veranstaltung gebucht haben, können nicht verifiziert werden.

Bei einer möglichen Ausführungsform werden die in Fig. 2 und Fig. 4 dargestellten Ausführungsvarianten kombiniert, d.h. ein Abgleich der Nutzer-Identifikationen erfolgt sowohl in der Zutritts-Lesevorrichtung 10 als auch in der Übermittlungsvorrichtung 6. Hierdurch kann die Sicherheit des Zutrittssystems 1 weiter gesteigert werden. Nur, wenn die Aus- wertung durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10 als auch die

Auswertung durch die Übermittlungsvorrichtung 6 angibt, dass der jeweilige Nutzer 2 zutrittsberechtigt ist, wird durch Betätigen des Aktors 11 dem Nutzer 2 der Zutritt zu dem Veranstaltungsort gewährt 3.

Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 wird dieses zum Kartenverkauf von einem Nutzer bzw. Verbraucher eingesetzt, wobei die Zutritts- Meldevorrichtung 8 eine Kartenverkaufsvorrichtung bildet, bei der ein Nutzer 2 eine Zutrittsberechtigung für ein Ereignis bzw. einen Veranstaltungsort 3 erwirbt. Dabei wird eine Identifikation des Nutzers bzw. Verbrauchers 2 sowie eine Information über das Ereignis bzw. den Veranstaltungs ¬ ort von der Zutritts-Meldevorrichtung 8 bzw. der Kartenver- kaufssteile an die Zutritts-Lesevorrichtung 10 übermittelt. Anschließend wird der Verbraucher bzw. Nutzer 2 anhand der Identifikation bzw. Nutzer-Identifikation bei der Zutritts- Lesevorrichtung 10 identifiziert.

Der tragbare Datenträger 9 kann ein Transponder sein. Wei- terhin ist es möglich, dass der tragbare Datenträger bzw. die Ausleseeinrichtung ein RFID-Chip sein kann, wobei sich der RFID-Chip in einer Karte befinden kann oder beispielsweise mittels eines Aufklebers an einem mobilen Endgerät, insbesondere einem Mobiltelefon, angebracht sein kann. Bei einer möglichen Ausführungsform ist der mobile Datenträger 9 ein Mobiltelefon, wobei die MAC-Adresse des Mobiltelefons als Identifikation dienen kann. Weiterhin ist es möglich, dass die Identifikation in einem Magnetstreifen gespeichert ist, wobei der Magnetstreifen zu einer Debitkarte bzw. Kre- ditkarte gehören kann.

Nach dem Kauf der Zutrittsberechtigung übermittelt die Kartenverkaufsstelle bzw. die Zutritts-Meldevorrichtung 8 eine Identifikation des Nutzers 2 sowie Informationsdaten des je- weiligen Ereignisses bzw. des Veranstaltungsortes 3 an die Zutritts-Lesevorrichtung 10. Anhand der empfangenen Identifikation des Nutzers sowie der Informationen über das Ereignis bzw. den Veranstaltungsort 3 kann die Zutritts-Lesevorrichtung 10 bei einer möglichen Ausführungsform ermitteln, welcher Nutzer tatsächlich Zutritt zu dem jeweiligen Ereignis bzw. Veranstaltungsort erhalten soll. Bei dem erfin ¬ dungsgemäßen System 1 muss sich der Nutzer bzw. Verbraucher lediglich anhand seiner Identifikation bei der Zutritts- Lesevorrichtung 10 identifizieren. Durch die Verwendung der- selben Identifikation auf der Verbraucherseite und der Orga ¬ nisationsseite, d.h. dem Organisator der Veranstaltung am Veranstaltungsort 3, wird die Kopiersicherheit bei dem er ¬ findungsgemäßen System 1 in hohem Maße gesteigert. Um den systembedingten Schutz zu umgehen, müsste die Identifikation bzw. Nutzer-Identifikation N-ID auf beiden Seiten, d.h. auf der Verbraucher- als auch auf der Organisationsseite manipu ¬ liert werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Systems 1 und Verfahrens besteht darin, dass dieses für beliebige Ereig ¬ nisse bzw. Veranstaltungsorte parallel angewandt werden kann. Beispielsweise ist es möglich, für die Buchung einer Liftkarte in einem Skiurlaub dasselbe Verfahren zu verwenden wie für eine Eintrittskarte bei einem Konzert. Hierdurch wird der bisherige Aufwand des Ticketinhabers bzw. Nutzers sowie für den Organisator der Veranstaltung erheblich redu- ziert.

Das erfindungsgemäße System 1 erlaubt eine Vielzahl unter ¬ schiedlicher Dienstleistungen. Beispielsweise kann durch das erfindungsgemäße Verfahren auch eine Zutrittsberechtigung zu einem Hotelzimmer als Ort 3 erworben werden. Bei der Zu- tritts-Meldevorrichtung 8 bzw. Kartenverkaufsvorrichtung handelt es sich in diesem Fall um eine Plattform für eine Hotelbuchung. Ein weiteres Beispiel ist der Erwerb von Parkscheinen für Parkhäuser und dergleichen.

Bei einer möglichen Ausführungsform ist als Identifikation des Nutzers 2 bzw. Verbrauchers eine Kundenkarte verwendbar. Diese Kundenkarte enthält eine auslesbare Nutzer-Identifi ¬ kation N-ID. Eine weitere Variante besteht darin, als trag- baren Datenträger 9 einen Transponder einzusetzen, der beispielsweise in einem Kleidungsstück, Schmuck, einer Armbanduhr, einem Anhänger oder einem Mobiltelefon integriert ist. Vorzugsweise erfolgt bei dem erfindungsgemäßen System 1 die Integration des Transponders bzw. des tragbaren Datenträgers 9 in einem Gerät, das der Verbraucher bzw. Nutzer 2 sowieso mit sich führt. Hierdurch wird die Gefahr eines Vergessens des Datenträgers 9 bzw. des Verlustes der Nutzer- Identifikation erheblich minimiert. Die Übertragung der Informationsdaten, insbesondere der Nutzer-Identifikation N-ID erfolgt vorzugsweise über einen gesicherten und kryptographisch verschlüsselten Datenweg, um einen Missbrauch weitestgehend auszuschließen. Der tragbare Datenträger 9 bzw. die Identifikationskarte ist vorzugsweise wiederverwendbar. Der Nutzer bzw. Verbraucher 2 muss bei dem erfindungsgemäßen System 1 keine unterschiedlichen Karten verwenden, um jeweils unterschiedlichen Ereignissen beizuwohnen. Weiterhin bietet das erfindungsgemäße System 1 den Vorteil, dass der Veranstalter bzw. Organisator der Veranstaltung bzw. der Verkäufer der Zutrittsberechtigung seinerseits keine Karten für die Zutrittsberechtigung ausgeben und verwalten muss. Hierdurch wird der administrative und tech ¬ nische Aufwand für den Veranstalter als auch für den Verkäufer erheblich reduziert.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsvariante ist der tragbare Datenträger 9 eine Identifikationskarte, die zu ¬ sätzlich als Zahlungsmittel verwendet werden kann. Bei die ¬ ser Ausführungsvariante ist die Identifikationskarte gleich ¬ zeitig eine Kredit- bzw. Bankkarte. Derartige Karten verlan ¬ gen ebenfalls eine eindeutige Identifikation des Kunden, so dass diese Identifikation nicht nur für Geldgeschäfte, son ¬ dern auch für die Zutrittsberechtigung bei dem erfindungsgemäßen Zutrittssystem 1 verwendbar ist. Mit dem erfindungsgemäßen System 1 ist es möglich, die Vielfalt an unterschied ¬ lichen Identifikationsdienstleistungen zu vereinheitlichen, so dass der Nutzer bzw. Verbraucher 2 mit einem einzigen, einfach zu handhabenden Identifikationsmittel ausgestattet ist, das ihm erlaubt, unterschiedlichste Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und Zutritt zu unterschiedlichsten Veranstaltungsorten 3 zu erhalten.

Bei einer möglichen Ausführungsform kann sich der Nutzer 2 vor Verwendung des Datenträgers 9 bei der Übermittlungsvorrichtung registrieren. Das Ausstellen der Identifikation des Nutzers kann vor oder während des Erwerbs der Zutrittsbe- rechtigung sowie des Wiederverwertens erfolgen. Bei einer möglichen Ausführungsform wird dem Nutzer bzw. Verbraucher 2 beim ersten Benutzen des Verfahrens eine Nutzer-Identifikation seitens der Übermittlungsvorrichtung 6 ausgestellt. Dies bietet den Vorteil, dass für die Benutzung des Verfahrens der Nutzer 2 keine weiteren Voraussetzungen zu erfüllen hat und somit jedermann an dem Zutrittsberechti ¬ gungssystem 1 teilhaben kann. Falls eine Nutzer- Identifikation bei einem früheren Kauf schon ausgestellt wurde, kann dieselbe Nutzer-Identifikation für beliebig vie- le Ereignisse bzw. Veranstaltungsorte 3 wiederverwendet wer ¬ den .

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Zutritts- Meldevorrichtung 8 bzw. Kartenverkaufsvorrichtung 8 keinen direkten Zugriff auf die Zutritts-Lesevorrichtung 10 auf.

Die Kartenverkaufs- bzw. Zutritts-Meldevorrichtung 8 hat nur indirekt über die Übermittlungsvorrichtung 6 auf die Zu- tritts-Lesevorrichtungen 10 Zugriff, so dass die Übermittlungsvorrichtung 6 eine zusätzliche Kontrollinstanz bildet. Bei dieser Ausführungsform ist die Zutritts-Meldevorrichtung 8 bzw. Kartenverkaufsvorrichtung 8 z.B. eine Webseite, ein Call-Center, ein Ticketbüro oder ein Reisebüro. Die Verbrau ¬ cher- und Ereignisdaten bzw. Nutzer-Identifikationen N-ID und Veranstaltungsortdaten werden von der Zutritts- Meldevorrichtung 8 an die Übermittlungsvorrichtung 6 verschickt. Innerhalb der Übermittlungsvorrichtung 6 werden dann die Identifikationen der Verbraucher 2 ermittelt und an die Zutritts-Lesevorrichtungen 10 übermittelt. Da nur die Übermittlungsvorrichtung 6 Zugriff auf die Zutritts- Lesevorrichtungen 10 hat, werden die Nutzer-Identifikationen der Verbraucher bzw. Nutzer 2 nur systemintern weitergeleitet. Dies ist wiederum sehr vorteilhaft für die Sicherheit des Systems 1, da die Nutzer-Identifikationen und Veranstal ¬ tungsortdaten bzw. Veranstaltungsortzeiten das System 1 nie verlassen und somit nicht abgefangen werden können. Bei einer möglichen Ausführungsform sorgt die Übermittlungsvorrichtung 6 dafür, dass kein Dritter einen unberechtigten Zugriff auf die Zutritts-Lesevorrichtungen 10 erhält. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Daten an die Zutritts-Lesevorrichtungen 10 verschlüsselt übermittelt werden. Dazu eignen sich sowohl symmetrische als auch asymmet- rische kryptographische Verschlüsselungsverfahren. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass sich die Übermittlungsvorrichtung 6 ihrerseits bei der Zutritts-Lesevorrichtung 10 identifizieren muss, damit sie Daten an die Zutritts-Lesevorrichtung 10 übermitteln kann. Die Datenübermittlung erfolgt beispielsweise drahtgebunden oder drahtlos. Die Datenübermittlung kann beispielsweise über das Internet oder ein Mobilfunk-Telefonnetz erfolgen.

Die Übermittlungsvorrichtung 6 kann für weitere Dienstleis- tungen eingesetzt werden. Beispielsweise kann die Übermitt ¬ lungsvorrichtung 6 dazu verwendet werden, um Rechnungen, Bestätigungen, Buchungsbestätigungen oder Reservierungen elektronisch an Nutzer bzw. Kunden 2 zu übermitteln. Bei einer möglichen Ausführungsform ist hierfür eine weitere Kun- dendatenbank vorgesehen, die Kundendaten, wie beispielsweise E-Mail-Adresse oder Mobiltelefonnummer von Nutzern 2 speichert. Diese Daten können von der Übermittlungsvorrichtung 6 in einer zentralen Datenbank verwaltet werden. Bei einer möglichen Ausführungsform umfasst die Datenbank vorzugsweise darüber hinaus die notwendigen Informationen zur Übermittlung der notwendigen Daten an die Zutritts-Lesevorrichtungen 10. Bei einer möglichen Ausführungsform umfassen diese Daten eine Identifikation der Zutritts-Lesevorrichtung 10 selber, eine Identifikation bzw. Nutzer-Identifikation des Kunden und die Art und/oder Dauer der Zutrittsberechtigung. Bei einer möglichen Ausführungsform wird einem Nutzer 2 die Möglichkeit gegeben, eine Zutrittsberechtigung zu einem Veranstaltungsort 3 für eine vorgegebene Zeitdauer, beispielswei ¬ se mehrere Stunden, zu erhalten. Nach Ablauf der Zutrittsbe- rechtigung kann der Nutzer 2 beispielsweise über ein mobiles Endgerät eine entsprechende Nachricht erhalten und gebeten werden, den Veranstaltungsort 3 wieder zu verlassen, da sei- ne Zutrittsberechtigung abgelaufen ist. Beispielsweise erhält ein Nutzer 2 eine Zutrittsberechtigung zu einem geschlossenen Veranstaltungsort, beispielsweise einem Tierpark für eine vorgegebene Zeitdauer von beispielsweise vier Stun- den. Nach Ablauf dieser Zugangsberechtigungszeit wird der Nutzer 2 durch die Übermittlungsvorrichtung 6 aufgefordert, den geschlossenen Veranstaltungsort 3, d.h. den Tierpark innerhalb einer bestimmten Zeit wieder zu verlassen. Verlässt der Nutzer 2 den Veranstaltungsort 3 nicht innerhalb dieses Zeitraums, wird er beispielsweise an einer Austrittsschranke dazu aufgefordert, nachzuzahlen.

Bei einer möglichen Ausführungsvariante des erfindungsgemä ¬ ßen Systems 1 wird zusätzlich aus dem von dem Nutzer 2 ge- buchten Ereignis bzw. Veranstaltungsort durch die Übermitt ¬ lungsvorrichtung 6 automatisch die der entsprechenden Veranstaltung zugeordneten Zutritts-Lesevorrichtungen 10, beispielsweise anhand von Datenbankeinträgen, ermittelt, wobei die Nutzer-Identifikation des Nutzers 2 abschließend an die ermittelte bzw. die ermittelten Zutritts-Lesevorrichtungen 10 automatisch übermittelt wird.

Bei dieser Ausführungsvariante wird die Sicherheit des Sys ¬ tems 1 weiter erhöht. Dadurch, dass die den Veranstaltungs- orten bzw. Ereignissen zugeordneten Zutritts- Lesevorrichtungen 10 erst von der Übermittlungsvorrichtung 6 ermittelt werden, kann jemand, der Zugriff auf die Kartenverkaufsvorrichtung bzw. den Server der Zutritts- Meldevorrichtung 8 nicht in Erfahrung bringen, welche Zu- tritts-Lesevorrichtung 10 für das jeweilige Ereignis bzw. den jeweiligen Veranstaltungsort 3 verwendet werden. Dies beschränkt wiederum die Möglichkeit eines unbefugten Zu ¬ tritts zu dem Veranstaltungsort 3. Ein weiterer Vorteil die ¬ ser Ausführungsvariante besteht darin, dass hierbei nur die Nutzer-Identifikation des Verbrauchers bzw. Nutzers an die jeweiligen Zutritts-Lesevorrichtungen 10 übermittelt werden, die auch tatsächlich an dem jeweiligen Veranstaltungsort 3 aufgestellt sind.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungs- gemäßen Systems 1 erfolgt zusätzlich eine Eingabe einer

Identifikation in die Zutritts-Lesevorrichtung 10 zur Identifikation des Verbrauchers bzw. Nutzers 2, wobei die Zu ¬ tritts-Lesevorrichtung 10 dem Nutzer 2 den Zutritt zu dem Veranstaltungsort 3 nur bei einer erfolgreichen Identifika- tion sowohl anhand der ausgelesenen Nutzer-Identifikation N- ID als auch anhand der zusätzlich eingegebenen Nutzer- Identifikation gewährt. Beispielsweise kann bei dieser Aus ¬ führungsvariante der Nutzer 2 neben dem Vorlegen des tragba ¬ ren Datenträgers 9 zum Auslesen einer Nutzer-Identifikation N-ID aufgefordert werden, ein von ihm hinterlegtes Passwort bei der Zutritts-Lesevorrichtung 10 über eine Eingabeeinrichtung beispielsweise einer Tastatur einzugeben. Hierdurch kann die Sicherheit des erfindungsgemäßen Systems 1 weiter erhöht werden. Bei dieser Ausführungsvariante muss sich der Nutzer 2 zusätzlich zu der Identifikation beispielsweise ein Passwort merken und dieses Passwort in die Zutritts- Lesevorrichtung 10 eingeben, um sich erfolgreich zu identifizieren . In einer möglichen weiteren Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Systems 1 erfolgt das Auslesen der Nutzer-Identifikation N-ID des Nutzers bzw. Verbrauchers 2 aus einer mobilen Auslesevorrichtung bzw. aus einem mobilen Endgerät 9 über die Zutritts-Lesevorrichtung 10 zur Identifizierung des Nutzers 2 und zum Gewähren des Zutritts zu dem Ereignis durch die Zutritts-Lesevorrichtung 10. Ein Vorteil dieser Ausführungsvariante besteht darin, dass sich der Nutzer 2 keine Identifizierungsnummer bzw. Nutzer-Identifikation selber merken muss, so dass es möglich ist, eine relative kom- plexe Identifizierung bzw. Gerätenummer zu verwenden, die beispielsweise eine Vielzahl von Bits umfasst, beispielswei ¬ se eine binäre Nummer von 32 Bit Länge. Bei einer möglichen Ausführungsvariante wird der tragbare Datenträger 9 durch einen Transponder gebildet, wobei der Transponder einen RFID-Chip aufweisen kann. Bei einer mögli- chen Ausführungsform befindet sich dieser RFID-Chip auf einer Nutzerkarte. Weiterhin ist es möglich, dass der RFID- Chip mittels eines Aufklebers an einem mobilen Endgerät des Nutzers 2 angebracht ist. Vorteilhaft an dieser Ausführungs ¬ form ist die einfache Aufbewahrung des Transponders. Bei ei- ner möglichen Ausführungsform ist der RFID-Chip als ein passiver Transponder ausgebildet und benötigt daher keine sepa ¬ rate Energiequelle, um ein Aufforderungssignal der Zutritts- Lesevorrichtung 10 zum Auslesen der Nutzer-Identifikation zu erwidern. Dies wiederum ermöglicht die Unterbringung eines tragbaren Datenträgers 9 in sehr begrenzten Räumen. Daher kann sich ein derartiger RFID-Chip auch ohne Weiteres in einer Nutzerkarte oder einem Klebestreifen befinden. Der Vorteil einer derartigen Nutzerkarte bzw. eines Klebestreifens, der beispielsweise an einem mobilen Endgerät befestigt wer- den kann, liegt in der Mobilität. Nutzerkarten in dieser

Größe passen in jede Geldbörse und sind daher für den Nutzer 2 in einfacher Weise mitführbar.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform ist der tragba- re Datenträger 9 ein Mobiltelefon, wobei dessen MAC-Adresse als Nutzer-Identifikation dienen kann. Bei dieser Ausführungsform wird somit eine ohnehin mitgeführte Identifikati ¬ on, beispielsweise die MAC-Adresse des Mobiltelefons, als systeminterne Identifikation bzw. Nutzer-Identifikation bei dem erfindungsgemäßen Zutrittssystem 1 benutzt. Bei dieser Ausführungsvariante kann für den Nutzer bzw. Verbraucher einmal eine RFID-Karte bzw. Nutzerkarte seitens des Organi ¬ sators ausgestellt werden. Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist die Nutzer- Identifikation auf einem Magnetstreifen gespeichert, wobei der Magnetstreifen zu einer Kreditkarte gehören kann. Der Vorteil dieser Ausführungsvariante besteht darin, dass eine ohnehin stets von dem Nutzer mitgeführte Identifikation, d.h. Daten, welche auf dem Magnetstreifen der Kredit- bzw. Debitkarte gespeichert sind, für die systeminterne Identifi- kation des erfindungsgemäßen Zutrittsberechtigungssystems verwendet werden.

Das erfindungsgemäße System 1 ermöglicht dem Nutzer, bei ei ¬ ner Kartenverkaufsvorrichtung bzw. einer Zutritts- Meldevorrichtung 8 Eintrittskarten verschiedenster Anbieter für Sport-, Event-, Reise- und Freizeitaktivitäten zu erwerben. Die Zutritts-Meldevorrichtung 8 überträgt nach dem Erwerb bzw. Kauf automatisch die Nutzer-Identifikation für die verschiedenen erworbenen Zutrittsrechte als elektronischen Datensatz an die Übermittlungsvorrichtung 6. Die Übermittlungsvorrichtung 6 ist mit den verschiedenen Zutritts- Lesevorrichtungen 10 verbunden, welche wiederum die tragbaren Datenträger 9 auslesen können. Bei dem erfindungsgemäßen System 1 findet somit kein Versand oder gar ein Ausdruck wie bei bisher bekannten auf Papier gestützten Eintrittskarten statt bzw. ist nicht mehr erforderlich. Für die Identifizie ¬ rung als Zutrittsberechtigter vor Ort oder als Kaufberechtigter in der Kartenverkaufsvorrichtung bzw. Zutrittsmeldevorrichtung 8 benötigt der Nutzer 2 einmalig eine Identifi- kation, die beispielsweise zu einem auf einer Nutzerkarte integrierten RFID-Chip hinterlegt werden kann. Diese Nutzerkarte kann als persönlicher Zutrittsschlüssel von dem Nutzer 2 benutzt werden und bietet dem Nutzer bzw. Verbraucher 2 darüber hinaus die Möglichkeit, diese als Kreditkarte einzu- setzen. Bei einer möglichen Ausführungsvariante wird ein

RFID-Chip bzw. ein RFID-Transponder als tragbarer Datenträger 9 eingesetzt, wobei jeder RFID-Transponder durch seine weltweit einmalige und eindeutige Identifikation bei dem er ¬ findungsgemäßen Zutrittssystem 1 einer Person bzw. einem Nutzer 2 zugeordnet wird. Derartige RFID-Transponder können beispielsweise an einem Gehäuse eines Mobiltelefons oder an einem Akkumulatorgehäuse angebracht sein. Das erfindungsge- mäße Zutrittsberechtigungssystem 1 wird bei einer möglichen Ausführungsform mit einem Abrechnungssystem zur Abrechnung der Nutzerbestellungen verbunden. Weitere Varianten des Zutrittsberechtigungssystems 1 gemäß der Erfindung sind möglich. Bei einer möglichen Variante erhält ein Nutzer 2 Zutritt zu einem geschlossenen Veranstaltungsort 3 nur zusammen mit einem weiteren registrierten Nutzer. Beispielsweise erhält ein jugendlicher Nutzer ledig- lieh Zugang zu einem Veranstaltungsort 3 in Begleitung eines erwachsenen Nutzers. Bei dieser Ausführungsvariante gibt es somit verschiedene Typen von Nutzern 2, die sich bei dem angegebenen Beispiel über das Attribut „Alter" unterscheiden. Auf diese Weise können beispielsweise Eltern sicherstellen, dass jüngere Geschwister stets unter Aufsicht von älteren

Geschwistern bzw. einem Erwachsenen an einer bestimmten Veranstaltung teilnehmen.

Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist der Veranstal- tungsort 3 ein bestimmter Weg zwischen einem bestimmten Eingang und einem bestimmten Ausgang innerhalb eines Systems, wobei durch das erfindungsgemäße Zutrittsberechtigungssystem 1 mittels mehrere Zutritts-Lesevorrichtungen 10 ein bestimmter Weg gesteuert wird, welcher der Nutzer 2 innerhalb des Bereichs nehmen kann. Bei dieser Ausführungsvariante kann beispielsweise das erfindungsgemäße Zutrittsberechtigungs ¬ system 1 dafür sorgen, dass ein Nutzer 2 automatisch in eine korrekte Warteschlagen vor einem Schalter, beispielsweise bei einer Verwaltungsbehörde, gelangt.

Bei einer weiteren Ausführungsvariante wird der tragbare Da ¬ tenträger 9 nicht direkt von einer Person 2 als Nutzer mitgeführt, sondern beispielsweise an einem von einem Nutzer 2 betriebenen Fahrzeug angebracht. Beispielsweise befindet sich der Datenträger 9 an einem Personenkraftfahrzeug, das von dem Nutzer 2 gesteuert wird. Bei dieser Ausführungsvariante steuert der Nutzer 2 ein Kraftfahrzeug beispielsweise in ein geschlossenes Parkhaus und erhält Zutritt zu dem Parkhaus nach erfolgreicher Identifikation der Nutzer- Identifikation, die in dem Datenträger 9 des Kraftfahrzeugs abgelegt ist. Nach gewährtem Zutritt kann die Übermittlungs- Vorrichtung 6 dann als Ortsinformationsdaten zusätzlich eine Parkplatznummer an ein Endgerät des Nutzers 2 übertragen, die beispielsweise auf eine Anzeige des Fahrzeugs dem Nutzer 2 angezeigt wird. Weitere Varianten sind möglich. Beispielsweise kann der mo ¬ bile Datenträger 9 an einem Sportgerät des Nutzers 2 ange ¬ bracht werden, beispielsweise dessen Ski. Bei dieser Ausführungsvariante erhält der Nutzer beispielsweise Zutritt durch eine Zutritts-Lesevorrichtung 10 zu einem Skigebiet.

Bei einer möglichen weiteren Ausführungsvariante ist die Zu ¬ tritts-Lesevorrichtung 10 in einem mobilen Fahrzeug integriert und ist somit ihrerseits mobil. Bei einer möglichen Ausführungsvariante ist die Zutritts-Lesevorrichtung 10 über Mobile-IP mit einem Datennetzwerk 4 verbunden und kann auf diese Weise Nutzer-Identifikationen N-ID von zutrittsberechtigten Personen bzw. Nutzern 2 erhalten.

Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist der mobile Daten- träger 9 in dem Nutzer 2 implantiert. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsvariante wird der Zutritt des Nutzers 2 zu einem geschlossenen Bereich 3 einer Überwachungsvorrichtung gemeldet und diese wird somit in Kenntnis darüber ge ¬ setzt, an welchem Ort 3 sich der jeweilige Nutzer 2 derzeit befindet.

Aus den vorangehenden Beispielen wird ersichtlich, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsvarianten existiert, bei denen das erfindungsgemäße System 1 zum elektronischen Bereitstellen einer Zutrittsberechtigung einsetzbar ist. Darüber hinaus ist das erfindungsgemäße Zutrittsberechti ¬ gungssystem universal 1 für unterschiedlichste Veranstal- tungsorte 3 einsetzbar. Dabei ist das erfindungsgemäße Sys ¬ tem 1 besonders sicher vor Manipulationen und ohne erheblichen zusätzlichen administrativen Aufwand durch einen Organisator einsetzbar. Das erfindungsgemäße System 1 setzt vor- zugsweise auf Nutzer-Identifikationen N-IDs eines Nutzers 2 auf, die auf einem tragbaren Datenträger 9, beispielsweise einem elektronischen Personalausweis bereits zur Verfügung stehen. Das erfindungsgemäße System 1 ist somit ohne erheb ¬ lichen Aufwand, insbesondere ohne Ausgabe zusätzlicher eige- ner Identifikationsmittel in einfacher Weise implementier ¬ bar .