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Title:
SYSTEM FOR PRODUCING CEMENT CLINKERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/134824
Kind Code:
A1
Abstract:
The system according to the invention for producing cement clinkers from raw cement mix is composed substantially of a pre-warmer for pre-warming the raw cement mix, a calcination device for pre-calcining the pre-warmed raw cement mix, a sintering kiln for firing the pre-calcined raw cement mix to form cement clinkers, and a cooler for cooling the fired cement clinker. Additionally provided between the cooler and the calcination device is a tertiary air line via which tertiary air is supplied to the calcination device. The calcination device is additionally traversed by the waste gases of the sintering kiln and has a calcining nozzle in its inlet region. Also provided are means for setting the cross section of the calcining nozzle, which means are formed by at least one element which is arranged in a rotatable or pivotable fashion in order to set the cross section and which is exposed to the waste gases of the sintering kiln.

Inventors:
KLEGRAF, Tobias (Dorfstr. 23, Rüthen, 59602, DE)
MOHR, Markus (Westhagen 40, Dülmen, 48249, DE)
OSBURG, Ralf (Hansaring 90, Beckum, 59269, DE)
Application Number:
EP2007/004495
Publication Date:
November 29, 2007
Filing Date:
May 21, 2007
Export Citation:
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Assignee:
POLYSIUS AG (Graf-Galen-Strasse 17, Beckum, 59269, DE)
KLEGRAF, Tobias (Dorfstr. 23, Rüthen, 59602, DE)
MOHR, Markus (Westhagen 40, Dülmen, 48249, DE)
OSBURG, Ralf (Hansaring 90, Beckum, 59269, DE)
International Classes:
F27B7/20; C04B7/43; F16K1/16
Attorney, Agent or Firm:
TETZNER, Volkmar et al. (Van-Gogh-Str. 3, München, 81479, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Anlage zur Herstellung von Zementklinker aus Zementrohmehl mit a. einem Vorwärmer (1) zum Vorwärmen des Zementrohmehls, b. einer Calciniereinrichtung (2) zum Vorcalcinieren des vorgewärmten Zementrohmehls, c. einem Sinterbrennofen (3) zum Fertigbrennen des vorcalcinierten Zementrohmehls zu Zementklinker und d. einem Kühler (4) zum Kühlen des gebrannten Zementklinkers, e. wobei zwischen dem Kühler (4) und der Calciniereinrichtung (2) eine Tertiärluftleitung (5) vorgesehen ist, über welche der Calciniereinrichtung Tertiärluft (6) zugeführt wird und, f. wobei die Calciniereinrichtung (2) von den Abgasen (7) des Sinterbrennofens (3) durchströmt wird und in ihrem Anfangsbereich eine Calcinatordüse (8) aufweist, und g. ferner Mittel vorgesehen sind, um den Querschnitt der Calcinatordüse (8) einzustellen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Einstellung des Querschnitts der

Calcinatordüse (8) durch wenigstens ein Element (9) gebildet werden, das zur Einstellung des Querschnitts drehbar bzw. schwenkbar angeordnet und den Abgasen (7) des Sinterbrennofens (3) ausgesetzt ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine

Element (9) zur Einstellung des Querschnitts beidseitig gelagert ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine

Element (9) zur Einstellung des Querschnitts im Bereich einer Ausbuchtung des Calcinators angeordnet ist, wobei das Element zur Vergrößerung der

Calcinatordüse (8) zumindest teilweise in die Ausbuchtung dreh- bzw. schwenkbar ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gegenüber liegend angeordnete Elemente (9) zur Einstellung des Querschnitts vorgesehen sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Kühlung des wenigstens einen Elements zur Einstellung des Querschnitts vorgesehen sind.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Element (9) zur Einstellung des Querschnitts durch ein Pendel (9.6) gebildet wird, das derart schwenkbar ist, dass es eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse (8) bewirkt.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Element (9) zur Einstellung des Querschnitts durch einen Zylinderausschnitt oder Zylinderabschnitt (9.5) gebildet wird, der derart drehbar ist, dass er eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse (8) bewirkt.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Element (9) zur Einstellung des Querschnitts durch eine segmentartige Scheibe (9.7) gebildet wird, die derart drehbar ist, dass sie eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse (8) bewirkt.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine bewegliche (9) Element zur Einstellung des Querschnitts wärme- und verschleissgeschützt ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine bewegliche Element (9) zur Einstellung des Querschnitts mit Mitteln zum Antreiben am Umfang ausgestattet sind.

Description:

Anlage zur Herstellung von Zementklinker

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Zementklinker aus Rohmehl mit einem Vorwärmer zum Vorwärmen des Zementrohmehls, einer Calciniereinrichtung zum Vorcalcinieren des vorgewärmten Rohmehls, einem

Sinterbrennofen zum Fertigbrennen des vorcalcinierten Zementrohmehls zu Zementklinker und einem Kühler zum Kühlen des gebrannten Zementklinkers.

Die Calciniereinrichtung wird zum einen von den Abgasen des Sinterbrennofens durchströmt und erhält zum anderen Tertiärluft über eine zwischen dem Kühler und der Calciniereinrichtung vorgesehenen Tertiärluftleitung. Da diese beiden Gasströme in ihrer Temperatur und vor allem in ihrem Sauerstoffgehalt sehr unterschiedlich sind, ist es bekannt, einen Schieber in der Tertiärluftleitung vorzusehen, um die Verteilung zwischen Abgas und Tertiärluft einstellen zu können. Die Calciniereinrichtung weist zudem in ihrem Anfangsbereich eine Calcinatordüse auf, die meist durch eine Einschnürung in der Steigleitung gebildet wird. Die dabei gewählte Querschnittsfläche der Calcinatordüse bildet einen Kompromiss zu den im Anfahr-, Teillast und Nennbetrieb zu erwartenden Strömungsverhältnissen. Die Feiηjustierung der Gasverteilung wird im Betrieb der Anlage allein über den Tertiärluftschieber realisiert. Weicht der Betrieb der Anlage stark vom

Auslegungspunkt ab, besteht die Gefahr, dass eine Regelung der Gasverteilung über die Bewegung des Tertiärluftschiebers nicht mehr möglich ist. Dies resultiert zumeist aus Ablagerungen von Klinkerstaub in der Tertiärluftleitung durch längerfristigen Teillastbetrieb. Andererseits ist beim Einsatz von stückigen Brennstoffen eine Erhöhung der Gasgeschwindigkeit in der Calcinatordüse wünschenswert.

Um Einfluss auf den Düsenquerschnitt zu nehmen, ist es heut Stand der Technik, den Düsenquerschnitt während eines Stillstands der Ofenanlage durch Hinzufügen oder Ausbrechen der Feuerfestauskleidung zu variieren.

Eine weitere Möglichkeit der Querschnittsverkleinerung in der Düse stellt das Einschieben von feuerfest ausgekleideter Hohlprofile im Düsenbereich dar. Für die Düsenverstellung ist bei dieser Vorgehensweise zwar keine Begehung des Calcinators notwendig, aber ein Anlagenstillstand ist auch hier erforderlich.

Eine weitere aus der Praxis bekannte Anordnung sieht mehrere im Bereich der Düse installierte Flachschieber vor. Sie bestehen aus einem feuerfesten Material und können horizontal verschoben werden, wodurch die Calcinatordüse gezielt eingestellt werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist eine relativ aufwendige Abdichtung erforderlich, die nur eine manuelle Betätigung der Flachschieber erlaubt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Mittel zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse dahingehend weiterzuentwickeln, dass eine Verstellung der Düse während des Betriebs der Anlage auf einfache Art und Weise möglich ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Anlage zur Herstellung von Zementklinker aus Zementrohmehl besteht im Wesentlichen aus einem Vorwärmer zum Vorwärmen des

Zementrohmehls, einer Calciniereinrichtung zum Vorcalcinieren des vorgewärmten

Zementrohmehls, einem Sinterbrennofen zum Fertigbrennen des vorcalcinierten

Zementrohmehls zu Zementklinker und einem Kühler zum Kühlen des gebrannten

Zementklinkers. Zwischen dem Kühler und der Calciniereinrichtung ist ferner eine Tertiärluftleitung vorgesehen, über welche der Calciniereinrichtung Tertiärluft zugeführt wird. Die Calciniereinrichtung wird außerdem von den Abgasen des

Sinterbrennofens durchströmt und weist in ihrem Anfangsbereich eine

Calcinatordüse auf. Weiterhin sind Mittel zur Einstellung des Querschnitts der

Calcinatordüse vorgesehen, die durch wenigstens ein Element gebildet werden, das zur Einstellung des Querschnitts drehbar bzw. schwenkbar angeordnet und den

Abgasen des Sinterbrennofens ausgesetzt ist.

Ein drehbar bzw. schwenkbar angeordnetes Mittel zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse ist gegenüber einem horizontal verschiebbaren Flachschieber wesentlich einfacher und zuverlässiger abzudichten sowie unempfindlicher gegenüber Ansatz. Außerdem lässt sich die Verstellung des Elements während des

Betriebs der Calciniereinrichtung auf einfache Art und Weise, insbesondere automatisiert, realisieren.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind zwei gegenüberliegend angeordnete Elemente zur Einstellung des Querschnitts vorgesehen. Außerdem ist das wenigstens eine Element zur Einstellung des Querschnitts derart ausgebildet und angeordnet, dass es von außen während des Betriebs der Calciniereinrichtung betätigbar ist.

Weiterhin ist das wenigstens eine Element zur Einstellung des Querschnitts vorzugsweise beidseitig gelagert. Außerdem ist das wenigstens eine Element zur Einstellung des Querschnitts im Bereich einer Ausbuchtung des Calcinators angeordnet ist, wobei das Element zur Vergrößerung der Calcinatordüse zumindest teilweise in die Ausbuchtung dreh- bzw. schwenkbar ist.

In einer weiteren Ausgestaltung sind Mittel zur Kühlung des wenigstens einen Elements zur Einstellung des Querschnitts vorgesehen.

Das Element zur Einstellung des Querschnitts wird in einem Ausführungsbeispiel durch ein Pendel gebildet, dass derart schwenkbar ist, dass es eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse bewirkt. In einem anderen Ausführungsbeispiel wird das Element durch einen Zylinderausschnitt oder Zylinderabschnitt gebildet. Weiterhin ist denkbar, dass das Element aus einer segmentartigen Scheibe besteht.

Das Element muss aber nicht notwendigerweise rotationssymmetrisch ausgeführt sein.

Die Elemente zur Einstellung des Querschnitts sind vorzugsweise wärme- und verschleißgeschützt. Dabei können auch Mittel zum Schutz gegen chemischen

Angriff vorgesehen werden. Der Antrieb der beweglichen Elemente zur Veränderung des Querschnitts kann beispielsweise über seine Dreh- bzw. Schwenkachse oder über seinen Umfang erfolgen.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele und der Zeichnung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Anlage zur Herstellung von

Zementklinker,

Fig. 2a eine dreidimensionale Darstellung eines als Zylindersegment ausgebildeten Elements zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse,

Fig. 2b eine Schnittdarstellung des Elements gemäß Fig. 2a,

Fig. 2c eine dreidimensionale Darstellung eines als Zylinderausschnitt bzw. Zylinderabschnitt ausgebildeten Elements zur Einstellung des

Querschnitts der Calcinatordüse gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,

Fig. 2d-2f schematische Darstellungen der Mittel zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse in verschiedenen Stellungen,

Fig. 3a+3b eine zweidimensionale Darstellung sowie eine Draufsicht eines als Pendel ausgebildeten Elements zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse,

Fig. 4a+4b verschiedene Ansichten eines als segmentartige Scheibe ausgebildeten Elements zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse,

Fig. 5a eine dreidimensionale Darstellung des Elements zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse im Bereich der Anbindung an das Gehäuse der Calciniereinrichtung,

Fig. 5b eine geschnittene Detailansicht im Bereich der Abdichtung,

Fig. 6a+6b dreidimensionale Vorder- bzw. Rückansichten der Calciniereinrichtung im Bereich der Calcinatordüse und

Fig. 7 eine geschnittene dreidimensionale Ansicht eines Elements zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse, aus der die Mittel zur Kühlung des Elements als ein Ausfϊihrungsbeispiel ersichtlich sind.

Fig. 8a-8c eine schematische Draufsicht einer Anlage zur Herstellung von

Zementklinker mit unterschiedlichen Anordnungen der Elemente zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse relativ zur Ofenachse

Die im Fig. 1 dargestellte Anlage zur Herstellung von Zementklinker aus Zementrohmehl besteht im Wesentlichen aus einem Vorwärmer 1 zum Vorwärmen des Zementrohmehls, einer Calciniereinrichtung 2 zum Vorcalcinieren des vorgewärmten Zementrohmehls, einem Sinterbrennofen 3 zum Fertigbrennen des

vorcalcinierten Zementrohmehls zu Zementklinker und einem Kühler 4 zum Kühlen des gebrannten Zementklinkers.

Weiterhin ist zwischen dem Kühler 4 und der Calciniereinrichtung 2 eine Tertiärluftleitung 5 vorgesehen, um der Calciniereinrichtung Tertiärluft 6 zufuhren zu können.

Die Calciniereinrichtung 2 wird zudem von Abgasen 7 des Sinterbrennofens 3 durchströmt. In ihrem Anfangsbereich weist die Calciniereinrichtung eine Calcinatordüse 8 auf. Um die Gasverteilung zwischen Ofenabgas 7 und Tertiärluft 6 einstellen zu können, ist zum einen in der Tertiärluftleitung 5 ein Schieber oder anderes Einstellmittel 15 vorgesehen und zum anderen sind im Bereich der Calcinatordüse 8 Mittel zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse angeordnet. Diese Mittel zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse werden durch wenigstens ein Element 9 gebildet, dass zur Einstellung des Querschnitts drehbar bzw. schwenkbar angeordnet und den Abgasen 7 des Sinterbrennofens 3 ausgesetzt ist.

Im Folgenden werden nun verschiedene Ausfuhrungsbeispiele für das Element 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse näher beschrieben.

Das in Fig. 2a dargestellt Element 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse wird durch einen Zylinderausschnitt bzw. Zylinderabschnitt, insbesondere ein Zylindersegment 9.1 gebildet. Dieses Zylindersegment, welches insbesondere einen Winkel im Bereich von 90°- 180° aufweisen kann, ist an beiden

Stirnseiten durch jeweils eine zylindrische Stirnplatte 9.2 abgeschlossen. Das Element 9 ist über eine Welle bzw. zwei Wellenzapfen 9.3 im Bereich der Calcinatordüse derart gelagert, dass das Element 9 eine Drehbewegung ausführen kann. Aus den Fig. 2d-2f sind verschiedene Einstellmöglichkeiten für das Element 9 im Bereich der Calcinatordüse 8 dargestellt.

Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel sind zwei gegenüberliegend angeordnete Elemente 9 zur Einstellung des Querschnitts vorgesehen. Im Rahmen der Erfindung ist es aber selbstverständlich auch möglich, lediglich ein Element bzw. mehr als zwei Elemente vorzusehen.

In Fig. 2d sind die beiden Elemente 9 so eingestellt, dass sich der größtmögliche Querschnitt für die Calcinatordüse 8 ergibt. In Fig. 2e wird der Querschnitt durch beide Elemente 9 reduziert, während in Fig. 2f eine einseitige Querschnittsreduzierung dargestellt ist. Durch einseitiges Betätigen der Elemente 9 kann neben einer Veränderung des Querschnitts eine Ablenkung des Abgasstromes 7 bewirkt werden. Dadurch erhält die Calciniereinrichtung einen zusätzlichen Freiheitsgrad in der Strömungsfuhrung der Abgase, um für bessere Mischverhältnisse im Bereich des Calcinatorbrenners 16 zu sorgen.

Wie insbesondere aus Fig. 2b ersichtlich wird, ist das Element 9 vorzugsweise als

Hohlkörper ausgebildet, der mit einer feuerfesten Ummantelung 9.4 ausgestattet ist, damit das Element den über 1000°C heißen Abgasen 7 Stand hält. Die Ausbildung als Hohlkörper bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer Kühlung, wie später noch anhand der Fig. 7 näher erläutert wird.

Während das Element 9 gemäß den Fig. 2a und 2b als Zylindersegment 9.1 ausgebildet ist, besteht natürlich auch die Möglichkeit einen anders ausgebildeten Zylinderausschnitt oder Zylinderabschnitt 9.5 vorzusehen, wie er beispielhaft in Fig. 2c dargestellt ist. Prinzipiell kommt es bei dem Element 9 im Wesentlichen nur darauf an, dass es so ausgestaltet ist, dass es bei einer Dreh- bzw. Schwenkbewegung eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse bewirken kann.

Im Ausfuhrungsbeispiel gemäß den Fig. 3a und 3b ist das Element 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse als Pendel 9.6 ausgebildet, dass derart schwenkbar ist, dass es eine Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse bewirkt.

In den Fig. 4a-4b ist ein Ausfiihrungsbeispiel darstellt, bei dem die Elemente 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse durch segmentartige Scheiben 9.7 gebildet werden, die zur Veränderung des Querschnitts der Calcinatordüse 8 drehbar gelagert sind. Der Winkel zwischen der Drehachse 9.13 und der Strömungsrichtung der Abgase 7 liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0 und 60°.

Das Element 9 wird am Gehäuse des Calcinators 2 gelagert, wobei Dichtungen zur Anwendung kommen, die entweder direkt an der Welle bzw. den Wellenzapfen 9.3 oder im Bereich des Umfangs, insbesondere im Bereich der Stirnplatten 9.2, des

Elements 9 angeordnet sind.

Fig. 5 a zeigt einen Abschnitt des Elements 9 im Bereich der Anbindung an das Gehäuse des Calcinators 2. Li Fig. 5b ist ein Detail dieser Anbindung näher dargestellt. Das Element 9 weist dabei insbesondere einen Flansch 9.8 auf, der mit seinem einen Ende fest mit dem Gehäuse 2 verbunden ist. Das andere Ende des Flansches ist als Gegenlauffläche 9.9 für den drehbaren Teil des Elements 9 ausgebildet. Die Abdichtung erfolgt hier durch eine innenliegende und eine außenliegende Dichtung 9.10, 9.11. Die beiden Dichtungen drehen dabei mit dem drehbaren Teil des Elements 9 und sind beispielsweise als V-Ringe ausgebildet.

Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung auch andere Abdichtungen denkbar.

Das Element 9 zur Einstellung des Querschnitts ist vorzugsweise beidseitig gelagert, wobei es zweckmäßigerweise im Bereich seiner Welle bzw. seiner Wellenzapfen 9.3 in zwei außerhalb der Calciniereinrichtung 2 angeordneten Lagern gehaltert wird.

Der Antrieb des Elements 9 erfolgt zweckmäßigerweise auf der Außenseite der Calciniereinrichtung und kann je nach Ausgestaltung des Elements 9 über dessen

Welle bzw. Wellenzapfen 9.3 oder über dessen Umfang erfolgen, wobei geeignete Mittel 10 zum Antreiben des Elements 9 vorzusehen sind.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedem Element 9 ein Antriebsmotor 10.1 und 10.2 zugeordnet, die jeweils über einen Antriebstrang 10.3, 10.4 mit dem

Umfang des durch das Gehäuse der Calciniereinrichtung 2 herausgeführten, drehbaren Elements 9 verbunden sind. Zu diesem Zweck sind am Umfang des

Elements 9 geeignete Mitnehmer für den Antriebstrang vorgesehen. Der

Antriebstrang kann beispielsweise durch einen Kettentrieb oder einen Zahntrieb gebildet werden.

Weiterhin sind im Bereich der Calcinatordüse 8 verschließbare öffnungen 13, 14 vorgesehen, um eine ggf. erforderliche Inspektion oder Wartung vornehmen zu können. Außerdem besteht über diese öffnungen die Möglichkeit, etwaige Ansatzbildungen zu entfernen. Der Ansatzbildung im Bereich der Elemente 9 kann aber auch durch turnusmäßiges Betätigen der Elemente 9 entgegengewirkt werden.

Die mit den heißen Abgasen 7 in Kontakt kommenden Elemente 9 werden gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung gekühlt. Hierbei wird das Element 9 beispielsweise als Hohlkörper ausgebildet, wie das in Fig. 7 schematisch angedeutet ist. Die

Zuführung eines Kühlmediums 17, beispielsweise Kühlluft oder Wasser, erfolgt zweckmäßigerweise über die Welle bzw. die Wellenzapfen 9.3. Durch Anordnung geeigneter Umlenkelemente 9.12 im Inneren des Elements 9 kann die Kühlwirkung erhöht werden. Das Kühlmedium kann dabei über den einen Wellenstummel 9.3 zugeführt und über den anderen Wellenstummel abgeführt. Denkbar ist ebenfalls eine einseitige Zu- und Abfuhr des Kühlmediums.

Die Elemente 9 bewirken nicht nur eine Veränderung der Abgasmenge, sondern ermöglichen auch eine gezielte Einstellung der Gasgeschwindigkeit im unteren Bereich der Calciniereinrichtung. Eine Erhöhung der Gasgeschwindigkeit ist

beispielsweise bei der Verbrennung von stückigen Brennstoffen im Bereich des Calcinators wünschenswert.

Die relative Anordnung der Elemente 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse 8 zur Symmetrieachse 3.1 des Ofens ist in Fig. 8a - 8c dargestellt.

Dabei muss die Symmetrieachse 3.1 nicht notwendigerweise mit den Drehachsen 9.13 der Elemente 9 fluchten, wie in Fig. 8a gezeigt, oder einen rechten Winkel aufzeigen, wie in Fig. 8b gezeigt. Die Anordnung der Elemente zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse kann auch anlagenspezifisch erfolgen.

Zweckmäßigerweise sind die Elemente 9 zur Einstellung des Querschnitts im Bereich einer Ausbuchtung des Calcinators angeordnet ist, wobei die Elemente 9 zur Vergrößerung der Calcinatordüse 8 zumindest teilweise in die Ausbuchtung dreh- bzw. schwenkbar ist.

Das oben beschriebene dreh- bzw. schwenkbare Element 9 zur Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse 8 zeichnet sich vor allem durch einen sehr einfachen Aufbau und eine einfache Abdichtung gegenüber der Umgebung aus. Das Element 9 lässt sich dadurch auch während des Betriebs der Calciniereinrichtung von außen verstellen. über eine geeignete Steuereinrichtung kann die Stellung des Schiebers 15 zur Einstellung der Tertiärluftmenge und die Einstellung des Querschnitts der Calcinatordüse 8 automatisiert aufeinander abgestimmt werden, um so jederzeit auf sich ändernde Betriebsbedingungen zu reagieren.