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Title:
SYSTEM FOR SECURING THE COURSE OF A CABLE ROUTING DEVICE, AND ROUTING CHANNEL THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197284
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for securing the course of a cable routing device (1) for routing at least one cable between a first connector location at a fixed point, to which a lower run can be connected, and a second connector location which can be moved relative to said first connector location on a driver, to which an upper run can be connected. During movement, the upper run (14) runs above the lower run (13), to which it is connected via a movable deflecting curve (15). According to the invention, the system comprises a number of securing devices (21, 41, 61, 71) which are arranged along the movement path, with at least one locking body (30) which can be moved between a locked position and an unlocked position. At least one part of the locking body (30) is positioned above the movement path in the locked position, in order to limit the freedom of movement of the upper run (14) in the upward direction. In the unlocked position thereof, the locking body (30) has a position which differs from the locked position thereof, with the result that the deflecting curve (15) can move past said locking body (30).

Inventors:
HERMEY, Andreas (Annostr. 96, Hennef, 53773, DE)
BARTEN, Dominik (Elstarweg 6, Meckenheim, 53340, DE)
Application Number:
EP2019/058634
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
April 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
IGUS GMBH (Spicher Str. 1a, Köln, 51147, DE)
International Classes:
F16G13/16; H02G11/00
Foreign References:
DE202009005547U12009-08-20
DE202017106108U12017-10-24
DE202014104550U12014-10-02
DE202016107317U12017-03-27
DE202016107316U12017-03-27
DE202016107317U12017-03-27
DE102012111545A12014-05-28
Attorney, Agent or Firm:
LIPPERT STACHOW PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Postfach 30 02 08, Bergisch Gladbach, 51412, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. System zur Sicherung des Verlaufs einer

Leitungsführungseinrichtung (1), insbesondere einer Energieführungskette, zum Führen mindestens einer

Leitung, wie z.B. eines Kabels, Schlauchs oder

dergleichen, zwischen einer ersten Anschlussstelle an einem Festpunkt und einer dazu relativbeweglichen zweiten Anschlussstelle an einem Mitnehmer, wobei die Leitungsführungseinrichtung (1) einen mit der ersten Anschlussstelle verbindbaren Untertrum (13) und einen mit der zweiten Anschlussstelle verbindbaren Obertrum

(14) aufweist, die über einen verfahrbaren Umlenkbogen

(15) miteinander verbunden sind, und wobei die

Leitungsführungseinrichtung (1) entlang eines

Verfahrwegs verfahrbar ist und beim Verfahren der

Obertrum (14) oberhalb des Untertrums (13) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass das System mindestens eine Sicherungsvorrichtung (21, 41, 61, 71) umfasst,

insbesondere eine Anzahl Sicherungsvorrichtungen (21,

41, 61, 71) die entlang des Verfahrwegs angeordnet sind, mit mindestens einem Sperrkörper (30), der zwischen einer Sperrposition und einer Entsperrposition beweglich ist, wobei in der Sperrposition mindestens ein Teil des Sperrkörpers (30) oberhalb des Verfahrwegs positioniert ist, zum Begrenzen der Bewegungsfreiheit des Obertrums (14) nach oben, und der Sperrkörper (30) in seiner

Entsperrposition eine von seiner Sperrposition

abweichende Stellung hat, sodass der Umlenkbogen (15) an diesem Sperrkörper (30) vorbeifahren kann.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der

Sperrkörper (30) eine Sperrfläche (301, 311) aufweist, die in der Sperrposition einer Auflagefläche (131) des Untertrums (13) und/oder einer Oberseite (141) des

Obertrums (14) zugewandt ist, um bei einem Abweichen des Obertrums (14) von seinem Nominalverlauf nach oben hin zum Anschlag mit der Oberseite (141) des Obertrums (14) zu kommen.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (21, 41, 61, 71) jeweils eine eigene mechanische Lagerung, insbesondere eine Linearführung, aufweist durch welche die Bewegung des bzw. der Sperrkörper (21, 41, 61, 71) vorgegeben ist.

4. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sperrkörper (30) jeweils zwei entgegengesetzte Anlaufflächen (302), insbesondere

Anlaufschrägen, aufweist, die mit dem Umlenkbogen (15) Zusammenwirken, um den jeweiligen Sperrkörper (30) aus der Sperrposition in die Entsperrposition zu bewegen.

5. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige Sperrkörper (30) jeweils mindestens eine Rolle umfassen, die in der

Sperrposition ein Abrollen des Obertrums (14) am

jeweiligen Sperrkörper (30) ermöglicht.

6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (21, 41) jeweils ein Gehäuse (32) aufweist, in dem ein zugeordneter Sperrkörper (30) längsverschieblich

aufgenommen ist.

7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (61) mindestens eine L-förmige Klammer (306) als Sperrkörper umfasst, die schwenkbar gelagert ist, sodass in der Sperrposition ein Schenkel der Klammer (306) oberhalb des Verfahrwegs, insbesondere senkrecht zur

Längsrichtung, positioniert ist und die Sperrfläche (311) bereitstellt, wobei in der Entsperrposition die Klammer (306) zur Seite geschwenkt ist.

8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (71) als Sperrkörper dienende, drehbare Sperrrollen (307) umfasst, die quer zum Verfahrweg zwischen der

Sperrposition und der Entsperrposition verschieblich gelagert ist.

9. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (41) einen steuerbaren Antrieb (34) aufweist, zum Verstellen des Sperrkörpers (30) zwischen der Sperrposition und der Entsperrposition .

10. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrkörper (30) durch

mechanische Einwirkung des vorbeifahrenden Umlenkbogens (15) aus der Sperrposition in die Entsperrposition bewegbar sind.

11. System nach einem der vorstehenden Ansprüche,

insbesondere nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sicherungsvorrichtung (21, 41) zum

selbsttätigen Rückstellen des Sperrkörpers (30) von der Entsperrposition in die Sperrposition eine Rückstellfeder (33) aufweist.

12. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das

System mindestens eine Sensorvorrichtung (4) zum

Erfassen der Position der Leitungsführungseinrichtung (1) in Bezug auf den Verfahrweg umfasst.

13. System nach Anspruch 9 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass das System eine Steuereinheit (5) umfasst, zum Steuern der Antriebe (34) der Sicherungsvorrichtungen (41), ausgehend von einem Signal der mindestens einen Sensorvorrichtung (4).

14. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtungen (21,

41, 61, 71) regelmäßig, insbesondere gleichmäßig, entlang des Verfahrwegs verteilt sind.

15. System nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtungen (21, 41, 61, 71) mit einem

Abstand voneinander angeordnet sind, der kleiner als der 6-fache Betrag des Umlenkbogen-Radius ist, insbesondere kleiner gleich dem doppelten Betrag des Umlenkbogen- Radius .

16. System nach einem der vorstehenden Ansprüche,

insbesondere nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sperrkörper (30) jeweils mindestens eine Anlaufrolle aufweist, die mit dem Umlenkbogen (15) zusammenwirkt, um den jeweiligen Sperrkörper (30) aus der Sperrposition in die Entsperrposition zu bewegen.

17. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig entlang des vorzugsweise horizontalen Verfahrwegs mehrere Sperrkörper (21, 41,

61, 71) angeordnet sind.

18. System nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei die Leitungsführungseinrichtung (1) als Energieführungskette ausgebildet ist, insbesondere mit zwei parallelen und durch Querstege (92) verbundene Laschenstränge (90) die einen Aufnahmeraum (93) für die mindestens eine Leitung bilden, wobei jeder Laschenstrang (90) eine Vielzahl in Längsrichtung benachbarter Seitenlaschen (94) aufweist, die schwenkbar durch eine Gelenkverbindung (99)

miteinander verbunden sind, wobei jede Seitenlasche (94) zwei Breitseiten (96) und zwei Schmalseiten (98)

aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder

Seitenlasche (94) eine der Schmalseiten (98) einer

Auflagefläche (131) des Untertrums (13) und die

gegenüberliegende Schmalseite (98) der Sperrfläche (301; 311) zugewandt ist.

19. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Obertrum (14) zum Abgleiten auf dem Untertrum (13) ausgebildet ist, und die

Sicherungsvorrichtungen (21, 41, 61, 71) vertikal so positioniert sind, dass die Sperrkörper (31) in der Sperrposition sich, bezogen auf eine Auflagefläche (131) des Untertrums (13), auf einer Höhe befinden, die kleiner des 2-fachen des Umlenkbogen-Radius und größer des 2-fachen der Höhe eines Trums der

Energieführungskette ist.

20. System nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtungen (21, 41, 61, 71) horizontal so positioniert sind, dass die Sperrkörper (30) beide Laschenstränge (90) gegen unerwünschtes

Abweichen des Obertrums (14) nach oben sichern,

insbesondere wobei die Sperrflächen (301; 311) jeweils den Schmalseiten (98) der Seitenlaschen (94) an der Oberseite (141) des Obertrums (14) zugewandt sind.

21. Führungsrinne (6) für eine Energieführungskette, die zum Führen mindestens einer Leitung, wie z.B. eines Kabels, Schlauchs oder dergleichen, zwischen einer ersten

Anschlussstelle zum Anschluss an eine Basis, und einer dazu relativbeweglichen zweiten Anschlussstelle zum Anschluss an einen Mitnehmer, ausgebildet ist und zwei Trume (13, 14) umfasst, die über einen verfahrbaren Umlenkbogen (15) miteinander verbunden sind, wobei die Führungsrinne (6) zwei gegenüberliegende Seitenwände (63) aufweist, die sich in einer Längsrichtung

erstrecken und zwischen denen mindestens eines der Trume (13, 14) aufgenommen werden kann, dadurch

gekennzeichnet, dass die Führungsrinne (6) eine Anzahl Sicherungsvorrichtungen (41) aufweist, die entlang der Führungsrinne (6) zumindest an einer Seitenwand (63) angeordnet sind und wobei jeder dieser

Sicherungsvorrichtungen (41) einen beweglichen

Sperrkörper (30) und einen steuerbaren Antrieb (34) umfasst, zum Bewegen des Sperrkörpers (30) zwischen einer Sperrposition, in der mindestens ein Teil des Sperrkörpers (30) von einer Seitenwand (63) der

Führungsrinne (6) in Richtung der anderen Seitenwand (63) hervorragt, um ein Entweichen des mindestens einen Trums (13, 14) aus der Führungsrinne (6) zu versperren, und einer Entsperrposition, in der der Sperrkörper (30) eine von der Sperrposition abweichende Stellung hat, sodass der Umlenkbogen (15) an diesem Sperrkörper (30) vorbeifahren kann.

22. Führungsrinne nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl Sensorvorrichtungen (4) zum Erfassen der Position zumindest eines Abschnitts der

Energieführungskette (1) entlang der Längsrichtung an der Führungsrinne (6) angeordnet ist, wobei die Antriebe (34) der Sicherungsvorrichtungen (41) anhand der Signale der Sensorvorrichtungen (4) steuerbar sind.

23. Führungsrinne nach Anspruch 21 oder 22, gekennzeichnet durch die kennzeichnenden Merkmale aus einem der

Ansprüche 2 bis 20.

24. System mit Führungsrinne (6) nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das System eine

Steuereinheit umfasst, zum Steuern der Antriebe (34) der Sicherungsvorrichtungen (41) ausgehend von den Signalen der Sensorvorrichtungen (4).

Description:
System zur Sicherung des Verlaufs einer

Leitungsführungseinrichtung und Führungsrinne hierfür

Die Erfindung betrifft ein System zur Sicherung eines bestimmungsgemäßen Verlaufs bzw. zum Vermeiden eines unerwünschten Verlaufs einer Leitungsführungseinrichtung, die zum dynamischen Führen mindestens einer Leitung zwischen einer ersten Anschlussstelle und einer dazu

relativbeweglichen zweiten Anschlussstelle geeignet ist. Die Leitungsführungseinrichtung kann insbesondere eine

Energieführungskette sein. Typisch führt eine solche

Leitungsführungseinrichtung mehrere Versorgungsleitungen, wie Kabel zur elektrischen Leistungs- und/oder

Signalversorgung und/oder Schläuche zur Versorgung mit flüssigen oder gasförmigen Betriebsmitteln.

Die Leitungsführungseinrichtung ist meist entlang eines Verfahrwegs in einer Längsrichtung bzw. linear verfahrbar, zwischen zwei Anschlussstellen. Sie weist dabei einen mit der ersten Anschlussstelle verbindbaren Untertrum und einen mit der zweiten Anschlussstelle verbindbaren Obertrum auf, die über einen verfahrbaren Umlenkbogen miteinander

verbunden sind. Beim Verfahren verläuft der Obertrum in vielen Anwendungen oberhalb des Untertrums, z.B. bei horizontalen Anwendungen. Die erste Anschlussstelle kann an einer Basis bzw. einem Festpunkt angeordnet sein. Die zweite Anschlussstelle kann an einem dazu relativbeweglichen

Mitnehmer angeordnet sein, der seinerseits an einem beweglichen Teil einer Maschine angeordnet ist, die z.B. vom Festpunkt aus versorgt werden soll. Der Obertrum ist

üblicherweise der mitnehmerseitige Trum.

Im Normalbetrieb bzw. bei bestimmungsgemäßem Betrieb der Leitungsführungseinrichtung wird der Obertrum durch den Mitnehmer in Verfahrrichtung gezogen oder geschoben. Die Leitungsführungseinrichtung verursacht aufgrund von Reibung und Trägheit eine der Bewegung entgegengesetzte Kraft und wird, je nach Länge und Gewicht, z.T. erheblichen Zug- bzw. Druckkräften ausgesetzt.

Besonders wegen der Druckkräfte kann es, vor allem bei hohen Verfahrgeschwindigkeiten und/oder langen Verfahrwegen, während des Betriebs zu Fehlerzuständen kommen. Insbesondere bei Verbrauchern, die sich mit großen Fahrgeschwindigkeiten und demnach hohen Beschleunigungen bzw. Verzögerungen bewegen, wie z.B. bei Portalrobotern oder sonstigen

Automatisierungsanlagen, ergeben sich Schwierigkeiten, im Betrieb stets den gewünschten Verlauf zu gewährleisten.

Zudem kann es auch bei geringeren Geschwindigkeiten,

insbesondere bei langen Verfahrwegen, durch externe Störung, z.B. durch Fremdkörper, zu einem vom ordnungsgemäßen Verlauf übermäßig abweichenden Verlauf, zu einem Austreten des

Obertrums aus einer Führung, usw. bis hin zum Bruch der Leitungsführungseinrichtung kommen .

Es sind deshalb bereits Systeme zur Überwachung des Betriebs der Leitungsführungseinrichtungen bekannt. Diese Systeme sind zur frühzeitigen Erkennung eines unerwünschten

Verlaufs, noch bevor die Leitungsführungseinrichtungen mit den darin geführten Leitungen beschädigt werden können, geeignet .

Solche Überwachungssysteme beschreiben z.B. die

Gebrauchsmuster DE 20 2016 107 316 Ul und

DE 20 2016 107 317 Ul der Anmelderin. Diese Systeme umfassen zumindest einen Geber, dessen verlaufsabhängiges Signal an eine Auswerteeinheit geleitet wird. Die Auswerteeinheit vergleicht den Ausgang mit einem vorbestimmten

Toleranzbereich, um zu überwachen, ob ein Fehlerzustand, wie z.B. unerwünschte Lage oder inkorrekter Verlauf, auftritt.

So kann die Maschine angehalten werden noch bevor ein

Schaden entsteht. Der Fehlerzustand kann dann anschließend behoben werden.

Als weiteren, anderen Ansatz beschreibt

DE 10 2012 111 545 Al ein System zur Sicherung des Verlaufs einer liegend angeordneten Energieführungskette, bei der der mitnehmerseitige bewegte Trum seitlich neben dem ruhenden Trum verfährt. Dieses System weist eine Anzahl Halteklammern auf, die unter Ausnutzung der Schwerkraft in eine

Sperrposition bewegt werden, in der sie einen der Trume umklammern bzw. umgreifen, um seitliche Bewegung in Richtung des anderen Trums zu verhindern.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es jedoch, ein Auftreten besonders kritischer Verläufe bei

Leitungsführungseinrichtungen, bei denen der

mitnehmerseitiger Trum oberhalb des Untertrums verfährt, möglichst zu verhindern bzw. übermäßige Abweichungen vom bestimmungsgemäßen Verlauf der Leitungsführungseinrichtung zumindest zu reduzieren. Damit können Wartungsaufwand und/oder unerwünschte Standzeiten der Anlage zumindest reduziert oder ggf. vermieden werden. Dabei soll also einem unerwünschten Kettenverlauf möglichst vorgebeugt werden.

Als eine Lösung der genannten Aufgabe schlägt die

vorliegende Erfindung ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und unabhängig davon eine Führungsrinne mit den Merkmalen des Anspruchs 20 vor. Vorteilhafte

Ausführungsformen des Systems und der Führungsrinne sind Gegenstand der Unteransprüche. Das System ist zur Sicherung des Verlaufs einer Leitungsführungseinrichtung, insbesondere einer

Energieführungskette, ausgebildet. Die

Leitungsführungseinrichtung ist geeignet zum Führen

mindestens einer Leitung, wie z.B. eines Kabels, Schlauchs oder dergleichen, in einer Längsrichtung der

Leitungsführungseinrichtung zwischen einer ersten

Anschlussstelle an einem Festpunkt und einer dazu

relativbeweglichen zweiten Anschlussstelle an einem

Mitnehmer, wobei die Leitungsführungseinrichtung in einer Betriebsposition einen mit der ersten Anschlussstelle verbindbaren Untertrum und einen mit der zweiten

Anschlussstelle verbindbaren Obertrum aufweist. Der

Untertrum und der Obertrum sind über einen verfahrbaren Umlenkbogen miteinander verbunden. Die

Leitungsführungseinrichtung ist entlang eines linearen

Verfahrwegs verfahrbar, insbesondere mit einer überwiegend horizontalen Komponente oder etwa horizontal. Der Verfahrweg verläuft vorzugsweise entlang einer Horizontalen. Beim

Verfahren verläuft der Obertrum oberhalb des Untertrums.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bereits dadurch gelöst, dass das System zumindest eine Sicherungsvorrichtung mit mindestens einem Sperrkörper aufweist. Das System kann insbesondere eine Anzahl Sicherungsvorrichtungen mit jeweils mindestens einem Sperrkörper umfassen, wobei die

Sicherungsvorrichtungen entlang des Verfahrwegs der

Leitungsführungseinrichtung angeordnet sind. Der bzw. jeder Sperrkörper ist dabei zwischen einer Sperrposition und einer Entsperrposition beweglich. In der Sperrposition ist

mindestens ein Teil des Sperrkörpers oberhalb des

Verfahrwegs bzw. der Nominallage des Obertrums so

positioniert, dass ein Begrenzen der Bewegungsfreiheit des Obertrums nach oben bewirkt wird. Der Sperrkörper in seiner Sperrposition ist also in der Lage, ein unerwünschtes

Abweichen des Obertrums von einem Nominalverlauf nach oben zu begrenzen. Der Sperrkörper nimmt in seiner

Entsperrposition eine von seiner Sperrposition abweichende Stellung an, sodass der Umlenkbogen an diesem Sperrkörper ungehindert bzw. ohne Beeinträchtigung vorbeifahren kann.

Der Sperrkörper in seiner Sperrposition kann einem

unerwünschten Entfernen des Obertrums weiter weg von dem Untertrum entgegenwirken. Demnach ist es ausreichend, wenn nur dem Obertrum der mindestens eine oder mehrere

Sperrkörper zugeordnet sind.

Als Umlenkbogen wird ein bestimmungsgemäß gekrümmter

Längsabschnitt einer Leitungsführungseinrichtung bezeichnet, innerhalb dessen die Orientierung bzw. der Verlauf der

Leitungsführungseinrichtung umgelenkt wird und der einen vorbestimmten Radius einhält. Die

Leitungsführungseinrichtung ist im Umlenkbogen um eine

Achse, die senkrecht zu Längsrichtung und vorzugsweise senkrecht zur Vertikalen verläuft, gebogen.

Der Obertrum und der Untertrum verlaufen insbesondere jeweils voneinander in vertikaler Richtung beabstandet, mit dem bewegten Obertrum oberhalb des ruhenden Untertrums, insbesondere parallel zu einer vertikalen Ebene. Eine

Auflagefläche des Untertrums ist von einer Auflagefläche des Obertrums in vertikaler Richtung beabstandet.

Vorzugsweise wirkt jeder Sperrkörper mit der Oberseite des Obertrums zumindest im Störfall sperrend zusammen, wobei die Oberseite die Außenseite der Energieführungskette bzgl. des Umlenkbogens bildet bzw. die vom Untertrum abgewandte Seite des Obertrums darstellt.

Im Falle eines Abweichens des Obertrums von seinem

Nominalverlauf nach oben hin kann somit der Obertrum in Kontakt kommen mit dem Teil mindestens eines Sperrkörpers, der in der Sperrposition oberhalb des Obertrums positioniert ist. Der Obertrum kommt in diesem Fall zum Anschlag mit einer Sperrfläche des Sperrkörpers, d.h. mit einer

Oberfläche des Sperrkörpers, die in der Sperrposition der Leitungsführungseinrichtung zugewandt ist. Diese Sperrfläche ist also insbesondere in der Sperrposition einer

Auflagefläche des Untertrums und/oder einer Oberseite des Obertrums zugewandt. Ein weiteres Abweichen von

Nominalverlauf nach oben kann dadurch einfach und sicher begrenzt werden. In der Sperrposition kann der Sperrkörper vorzugsweise nicht durch eine Kraft entriegelt werden, die überwiegend senkrecht zur Längsrichtung des Obertrums in vertikaler Richtung gerichtet ist, d.h. auch nicht durch ein in diese Richtung bewegenden Abschnitt des Obertrums.

Es ist je nach Anwendungsfall und Gestaltung der Sperrkörper möglich nur einige wenige Sicherungsvorrichtungen

vorzusehen. Insbesondere bei Anordnung im kritischsten

Bereich und/oder kurzer Führungslänge und/oder ausreichender Längserstreckung des Sperrkörpers kann ggf. nur eine einzige Sicherungsvorrichtung bereits ausreichen, um einen

unerwünschten Verlauf zu vermeiden.

Wie Versuche bei hohen Verfahrgeschwindigkeiten zeigen, tritt ein unerwünschtes Verhalten typisch etwa im ersten mitnehmerseitigen Drittel des Obertrums, in Schubrichtung vor dem Umlenkbogen auf. Daher kann es grundsätzlich

ausreichend sein, nur diesen Längsbereich des Verfahrwegs mit wenigen oder ggf. nur einen erfindungsgemäßen

Sicherungsvorrichtung auszurüsten .

Das erfindungsgemäße System bietet eine Reihe von Vorteilen in Vergleich zu Systemen, die lediglich für eine Überwachung des Betriebs von Leitungsführungseinrichtungen ausgelegt sind. Das erfindungsgemäße System ist dazu ausgebildet, einem etwaigen Abweichen vom vorgesehenen Nominalverlauf entgegenzuwirken und einer tatsächlichen Begrenzung des Abweichens zu dienen. Dadurch ist ein besonders sicherer Betrieb auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten möglich.

Außerdem ist das System besonders flexibel einsetzbar. Eine Begrenzungsvorrichtung in Form einer Überdachung oberhalb eines Bereichs des Obertrums wäre zwar denkbar, würde allerdings den Zugang zum überdachten Bereich der

Leitungsführungseinrichtung erschweren. Bei dem

erfindungsgemäßen System ist der Zugang zur

Leitungsführungseinrichtung nicht beeinträchtigt, was u.a. Montage, Inspektion und Wartung vereinfacht. Die

Bewegungsfreiheit nach oben ist dennoch begrenzt, sodass unerwünschter Verlauf weitgehend vermieden wird.

Das erfindungsgemäße System ist besonders vorteilhaft für sogenannte „gleitende Anwendungen", d.h. Anwendungen bei denen der Obertrum während des Verfahrens auf den Untertrum ablegt, wie bei langen Verfahrwegen üblich. Der Obertrum kann dabei auf dem Untertrum abgleiten oder abrollen, letzteres insbesondere wenn die Leitungsführungseinrichtung z.B. als sog. Rollenkette mit Rollen an einem Teil der

Kettenlaschen ausgeführt ist. Ein Umlenkbogen umfasst bei den gleitenden Anwendungen zwei Abschnitte: einen ersten bogenförmigen Abschnitt, innerhalb dessen die

Leitungsführungseinrichtung um eine Achse senkrecht zu

Längsrichtung gebogen ist, sodass die Verlaufsrichtung der Leitungsführungseinrichtung an beiden Seiten des Abschnitts gegenläufig ist, und einen zweiten bogenförmigen Abschnitt, der in die andere Schwenkrichtung, ggf. mit einer in Bezug auf den ersten Abschnitt rückwärtigen Biegung, zum Obertrum übergeht. Bei gleitenden Anwendungen könnten die Sperrkörper in Sperrposition das Verfahren des Umlenkbogens stören. Die Sperrkörper gemäß der Erfindung sind jedoch beweglich ausgeführt und können in eine Entsperrposition bewegt werden, um das Verfahren des Umlenkbogens vorbei an dem jeweiligen Sperrkörper zu ermöglichen. Beim Verfahren des Obertrums in eine erste Richtung fährt zuerst der erste Abschnitt des Umlenkbogens an einer Sperrvorrichtung vorbei, und beim Verfahren in die entgegengesetzte Richtung fährt zuerst der zweite Abschnitt des Umlenkbogens an dieser

Sperrvorrichtung vorbei.

Die Sicherungsvorrichtungen sind vorzugsweise so angeordnet, dass sie mit diesen beiden Abschnitten des Umlenkbogens Z usammenwirken können, insbesondere oberhalb des Untertrums, jedoch unterhalb des Scheitelpunkts des

Umlenkbogens . Vorzugsweise gibt es einen nominalen vertikalen Abstand zwischen der Oberseite des Obertrums und der

Sperrfläche des jeweiligen Sperrkörpers. Eine

Anschlagwirkung bzw. eine wirksame Begrenzung soll nur bei unerwünschten Abweichungen eintreten, d . h . vorzugsweise nicht im Regelbetrieb bzw. Normalbetrieb.

Vorzugsweise weist jede Sicherungsvorrichtung jeweils eine eigene mechanische Lagerung auf, durch welche die Bewegung des bzw. der Sperrkörper vorgegeben ist. So kann bei dieser Ausführungsform jede Sicherungsvorrichtung einzeln betätigt werden. Die mechanische Lagerung kann insbesondere in Form einer Linearführung, z.B. als eine lineare Gleitlagerung, quer zur Längsrichtung der Leitungsführungseinrichtung, und insbesondere quer zur Vertikalen, ausgeführt sein.

Vorzugsweise weist jeder Sperrkörper dementsprechend jeweils zwei entgegengesetzte Anlaufflächen auf, die mit dem

vorbeifahrenden Umlenkbogen Z usammenwirken, um den

jeweiligen Sperrkörper aus der Sperrposition in die

Entsperrposition zu bewegen. Die Anlaufflächen können insbesondere als Anlaufschrägen ausgebildet sein. Beim

Verfahren der Leitungsführungseinrichtung in eine erste Richtung kommt bei dieser Ausführungsform der Umlenkbogen in Kontakt mit einer ersten Anlauffläche eines Sperrkörpers, der aufgrund der abgeschrägten Form der Anlauffläche durch den Umlenkbogen in die Entsperrposition bewegt wird,

insbesondere in Richtung quer zur Längsrichtung und quer zur Vertikalen. Bei einem Verfahren der

Leitungsführungseinrichtung die entgegengesetzte Richtung kommt der Umlenkbogen in Kontakt mit einer zweiten

Anlauffläche dieses Sperrkörpers, der wiederum aufgrund der abgeschrägten Form der Anlauffläche durch den Umlenkbogen in die Entsperrposition des Sperrkörpers bewegt wird. So kann der Umlenkbogen in beide Richtungen an einem Sperrkörper vorbeifahren und diese ggf. direkt betätigen.

In einer Ausführungsform umfassen zumindest einige

Sperrkörper jeweils mindestens eine Rolle, die in der

Sperrposition ein Abrollen des Obertrums am jeweiligen

Sperrkörper ermöglicht, falls der Obertrum in Kontakt mit dem Sperrkörper kommen sollte. Jede Rolle kann insbesondere an einer Achse drehbar gelagert sein, die senkrecht zum Verfahrweg angeordnet ist. Eine Umfangsfläche der Rolle kann dabei als Sperrfläche dienen. Wenn der Obertrum sich von Normalverlauf nach oben verschieben sollte, kann der

Obertrum an die Rolle (n) gelangen und kann unterhalb der Sperrfläche der Sperrkörper abrollen.

In einer Ausführungsform weist jede Sicherungsvorrichtung jeweils ein Gehäuse auf, in dem ein zugeordneter Sperrkörper längsverschieblich aufgenommen ist, insbesondere in Richtung quer zur Längsrichtung und quer zur Vertikalen. Der

Sperrkörper ist in dem Gehäuse gelagert. Das Gehäuse schützt u.a. die Lagerung vor Verschmutzung, um den Wartungsaufwand zu reduzieren.

Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst jede

Sicherungsvorrichtung mindestens eine L-förmige Klammer als Sperrkörper, die schwenkbar gelagert ist, sodass in der Sperrposition ein Schenkel der Klammer oberhalb des

Verfahrwegs der Leitungsführungseinrichtung, insbesondere senkrecht zur Längsrichtung, positioniert ist und die

Sperrfläche bereitstellt . In der Entsperrposition kann die Klammer zur Seite geschwenkt bzw. verschwenkt sein, sodass kein Teil der Klammer sich oberhalb des Verfahwegs befindet bzw. sodass ein Bereich oberhalb der Ebene, in der sich die Oberseite des Obertrums bewegt, frei wird und der

Umlenkbogen vorbeifahren kann. Insbesondere kann eine solche Sicherungsvorrichtung beidseitig des Verfahrwegs jeweils eine L-förmige Klammer umfassen, sodass die Leitungsführung beidseitig gehalten wird, wenn sie mit dem Sperrkörper in Anschlag kommen sollte. Das vermeidet ungleichmäßige

Beanspruchung und erlaubt eine gemeinsame mechanische

Lagerung und/oder eine gemeinsame Betätigung. Die Klammer kann schwenkbar um eine Achse, die parallel zur

Längsrichtung verläuft, gelagert sein.

Ungeachtet der Bauweise kann jede Sicherungsvorrichtung ein Paar aus zwei entgegengesetzt beweglichen Sperrkörpern haben, um von zwei Seiten die Leitungsführung zu sichern.

In einer Ausführungsform umfasst jede Sicherungsvorrichtung mindestens eine drehbare Sperrrolle, die als Sperrkörper wirkt, und zwischen der Sperrposition und der

Entsperrposition verschieblich gelagert ist, insbesondere quer zur Verfahrebene der Leitungsführungseinrichtung. Mit Rollen kann ein Abrollen der Leitungsführungseinrichtung außerhalb des Nominalverlaufs bewirkt werden, z.B. wenn unerwünschte Abweichungen anwendungsbedingt häufiger auftreten .

In einer Ausführungsform weist jede Sicherungsvorrichtung einen steuerbaren Antrieb auf, wie beispielweise einen elektrischen Servomotor, Schrittmotor, Linearmotor, einen pneumatischen Hubantrieb oder dgl . , zum Verstellen des Sperrkörpers zwischen der Sperrposition und der

Entsperrposition. Diese Ausführungsform reduziert Verschleiß und ist vorteilhaft, wenn Anschlaggeräusche vermieden werden sollen .

Die Sperrkörper können auch so ausgeführt sein, dass sie durch mechanische Einwirkung des vorbeifahrenden Umlenkbogens aus der Sperrposition in die Entsperrposition bewegbar sind.

Jede Sicherungsvorrichtung kann zum selbsttätigen

Rückstellen des Sperrkörpers von der Entsperrposition in die Sperrposition eine Rückstellfeder aufweisen. Eine

Rückstellfeder kann mit einem steuerbaren Antrieb kombiniert sein, kann aber ohne solchen Antrieb auskommen. Die

Rückstellfeder kann im oder an dem Gehäuse der

Sicherungsvorrichtung angeordnet sein.

In einer Ausführungsform umfasst das System mindestens eine Sensorvorrichtung zum Erfassen der Position zumindest eines Abschnitts der Leitungsführungseinrichtung in Bezug auf den Verfahrweg entlang der Längsrichtung. Sensorvorrichtungen können berührungslos funktionieren. Insbesondere können die Sensorvorrichtungen eine Erkennungsstrecke entlang des Verfahrwegs bilden. Eine Sensorvorrichtung kann z.B. die Position des Umlenkbogens erfassen. Alternativ kann eine Sensorvorrichtung die Position des beweglichen Endes der Leitungsführungseinrichtung erfassen. Eine Sensorvorrichtung kann insbesondere eine Änderung der Verfahrrichtung des beweglichen Endes der Leitungsführungseinrichtung erfassen.

Das System kann insbesondere eine Steuereinheit umfassen, zum Steuern der Antriebe ausgehend von einem Signal der mindestens einen Sensorvorrichtung. Die Steuereinheit kann die gegenwärtige Position des Umlenkbogens feststellen, insbesondere basierend auf Informationen über die Position des beweglichen Endes der Leitungsführungseinrichtung.

Die Sicherungsvorrichtungen können entlang des gesamten Verfahrwegs verteilt sein. In anderen Ausführungsformen können die Sicherungsvorrichtungen jedoch ausschließlich oder vermehrt entlang eines störanfälligeren Teils des Verfahrwegs angeordnet sein, z.B. dem o.g. endseitigen ersten Drittel.

Die Sicherungsvorrichtungen können regelmäßig, insbesondere gleichmäßig, verteilt sein oder aber z.B. in zunehmendem Abstand zueinander entsprechend abnehmender Reaktionskräfte.

Besonders bevorzugt, sind die Sicherungsvorrichtungen mit einem Abstand voneinander angeordnet, der kleiner als der 6- fache Betrag des Umlenkbogen-Radius ist, insbesondere kleiner gleich dem doppelten Betrag des Umlenkbogen-Radius.

Jeder Sperrkörper kann jeweils mindestens eine Anlaufrolle aufweisen, die mit dem Umlenkbogen zusammenwirkt, um den jeweiligen Sperrkörper aus der Sperrposition in die

Entsperrposition zu bewegen. Die Rollen können an den

Anlaufflächen angeordnet sein. Anlaufrollen verringern den Verschleiß von Sperrkörper und Leitungsführungseinrichtung.

Besonders bevorzugt, sind die Sperrkörper beidseitig entlang des Verfahrwegs angeordnet. Insbesondere können die

Sperrkörper symmetrisch beidseitig entlang des Verfahrwegs angeordnet sein, mit einer Symmetrieachse, die entlang der Längsrichtung des Verfahrwegs verläuft.

Die Leitungsführungseinrichtung kann als

Energieführungskette ausgebildet sein, insbesondere mit zwei parallelen und durch Querstege verbundenen Laschensträngen, die einen Aufnahmeraum für die mindestens eine Leitung bilden, wobei jeder Laschenstrang eine Vielzahl in

Längsrichtung benachbarter Seitenlaschen aufweist, die schwenkbar durch eine Gelenkverbindung miteinander verbunden sind .

Solche Energieführungsketten umfassen typisch gelenkig verbundene Kettenglieder mit jeweils zwei gegenüberliegenden Seitenlaschen. Dabei kann jede Seitenlasche zwei Breitseiten und zwei Schmalseiten aufweisen. Bei jeder Seitenlasche kann eine der Schmalseiten einer Auflagefläche des Untertrums und die gegenüberliegende Schmalseite der Sperrfläche zugewandt sein .

In einer Ausführungsform ist der Obertrum zum Abgleiten auf dem Untertrum ausgebildet. Die Sicherungsvorrichtungen sind in diesem Fall in einer vertikalen Richtung vorzugsweise so positioniert, dass die Sperrkörper, insbesondere die

Sperrflächen der Sperrkörper, in der Sperrposition sich auf einer Höhe bezogen auf eine Auflagefläche des Untertrums befinden, die kleiner des 2-fachen des Umlenkbogen-Radius und größer des 2-fachen der Höhe eines Trums der

Energieführungskette ist.

Bevorzugt sind die Sicherungsvorrichtungen in einer

horizontalen Richtung so positioniert, dass die Sperrkörper beide Laschenstränge gegen unerwünschtes Abweichen des

Obertrums nach oben sichern. Eine solche Ausführung ist wirkt möglicher Torsionsbeanspruchung der

Energieführungskette entgegen. Die Sperrflächen der

Sperrkörper können dabei insbesondere den Schmalseiten der Seitenlaschen an der Oberseite des Obertrums zugewandt sein, welche dem Untertrum bzw. der Auflagefläche des Untertrums abgewandt sind.

Die Erfindung betrifft ferner eine Führungsrinne für eine typische Energieführungskette, die zum Führen mindestens einer Leitung, wie z.B. eines Kabels, Schlauchs oder

dergleichen, zwischen einer ersten Anschlussstelle zum

Anschluss an einer Basis, und einer dazu relativbeweglichen zweiten Anschlussstelle zum Anschluss an einem Mitnehmer, ausgebildet ist und dabei zwei Trume bildet, die über einen verfahrbaren Umlenkbogen miteinander verbunden sind. Die Führungsrinne weist zwei gegenüberliegende Seitenwände auf, die sich in einer Längsrichtung erstrecken und zwischen denen mindestens eines der Ketten-Trume aufgenommen werden kann . Erfindungsgemäß weist die Führungsrinne eine Anzahl

Sicherungsvorrichtungen auf, die entlang der Führungsrinne zumindest an einer Seitenwand angeordnet sind, wobei jeder dieser Sicherungsvorrichtungen einen beweglichen Sperrkörper und einen steuerbaren Antrieb umfasst, wie beispielweise einen elektrischen Servomotor, Schrittmotor, Linearmotor, einen pneumatischen Hubantrieb oder dgl . , zum Bewegen des Sperrkörpers zwischen einer Sperrposition, in der mindestens ein Teil des Sperrkörpers von einer Seitenwand der

Führungsrinne in Richtung der anderen Seitenwand hervorragt, um ein Entweichen des mindestens eines Trums aus der

Führungsrinne quer zur Längsrichtung zu versperren, und einer Entsperrposition, in der der Sperrkörper eine von der Sperrposition abweichende Stellung hat, sodass der

Umlenkbogen an diesem Sperrkörper vorbeifahren kann.

In einer Ausführungsform ist eine Anzahl Sensorvorrichtungen zum Erfassen der Position zumindest eines Abschnitts der Längsrichtung an der Führungsrinne angeordnet, wobei die Antriebe der Sicherungsvorrichtungen anhand der Signale der Sensorvorrichtungen steuerbar sind. Sensorvorrichtungen können berührungslos funktionieren. Insbesondere können die Sensorvorrichtungen eine Erkennungsstrecke entlang des

Verfahrwegs bilden. Mindestens eine Sensorvorrichtung kann die Position des Umlenkbogens erfassen. Alternativ kann eine Sensorvorrichtung die Position des beweglichen Endes der Energieführungskette erfassen.

Die oben beschriebenen möglichen Ausgestaltungen und

Anordnungen der Sperrkörper, der Sensorvorrichtungen usw. können mit den Merkmalen der Führungsrinne kombiniert werden .

Die Erfindung betrifft ferner ein System mit der

Führungsrinne, an der eine Anzahl Sensorvorrichtungen zum Erfassen der Position zumindest eines Abschnitts der

Energieführungskette entlang der Längsrichtung angeordnet sind, umfassend eine Steuereinheit zum Steuern der Antriebe der Sicherungsvorrichtungen ausgehend von den Signalen der Sensorvorrichtungen .

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich ohne Beschränkung aus der nachfolgenden, ausführlichen Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Abbildungen. Diese zeigen:

FIG.l: eine schematische Seitenansicht eines

Ausführungsbeispiels des Systems gemäß der Erfindung;

FIG.2A-2C: schematische Ansichten eines Teilabschnitts des Systems nach FIG.l in Seitenansicht (FIG.2A), in Draufsicht (FIG.2B) und perspektivisch (FIG.2C);

FIG.3A-3B: schematische Ansichten eines Ausführungsbeispiels einer Sicherungsvorrichtung perspektivisch von unten in der Entsperrposition (FIG.4A) und in der Sperrposition (FIG.4B);

FIG.4A: ein Prinzipschema einer Sicherungsvorrichtung nach FIG.°1 mit einer Rückstellfeder;

FIG.4B: ein Prinzipschema einer Sicherungsvorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel mit einer Rückstellfeder und mit einem Antrieb; FIG.5A-5B: schematische Teilansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems in Draufsicht (FIG.3B) und perspektivisch (FIG.3C);

FIG.6A-6B: schematische Teilansichten eines weiteren

Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems

perspektivisch (FIG.6A) und in Stirnansicht (FIG.6B);

FIG.7: schematische Teilansicht eines weiteren

Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems in

Draufsicht ;

FIG.8: ein Prinzipschema einer Führungsrinne nach einem Ausführungsbeispiel in Stirnansicht; und FIG.9: ein Abschnitt einer beispielhaften

Energieführungskette für ein System nach FIG.l in

perspektivischer Darstellung.

FIG.l zeigt schematisch eine Leitungsführungseinrichtung, hier am Beispiel einer Energieführungskette 1. Die

Energieführungskette 1 ist mit einem stationären Ende 11 an einer Basis und mit einem beweglichen Ende 12 an einem zur Basis relativbeweglichen Mitnehmer angeschlossen und führt dazwischen nicht näher gezeigte Leitungen. Die Leitungen versorgen z.B. ein bewegliches Maschinenteil von der Basis aus mit Strom oder Prozessmedien. Die Basis (nicht

dargestellt) ist hier ein Festpunkt. Der Mitnehmer (nicht dargestellt) ist mit dem Maschinenteil verbunden und bewegt sich mit diesem relativ zur Basis, z.B. in einer

horizontalen Translationsbewegung hin- und zurück zwischen zwei Endpositionen A und B.

Die Energieführungskette 1 bildet drei Längsabschnitte:

einen Untertrum 13, einen Obertrum 14, und einen

verfahrbaren Umlenkbogen 15, der den Untertrum 13 und den Obertrum 14 miteinander verbindet. Der Untertrum 13 ist durch einen Bereich zwischen dem stationären Ende 11 und dem Umlenkbogen 15 gebildet. Der Obertrum 14 ist durch einen Bereich zwischen dem Umlenkbogen 15 und dem beweglichen Ende 12 gebildet. Während des Betriebs verfährt der Mitnehmer zusammen mit dem beweglichen Teil der Maschine entlang des Verfahrwegs und zieht das bewegliche Ende 12 mit dem

Obertrum 14 in die Richtung von A nach B (Zugkraft) oder schiebt das Obertrum 14 in die Richtung von B nach A

(Schubkraft) . Mit abnehmender Länge des Obertrums 14 in die Richtung von A nach B bzw. B nach A nimmt die Reaktionskraft in der Energieführungskette 1 ab. Beim Verfahren verläuft der Obertrum 14 im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa horizontal und z.T. gleitend auf dem Untertrums 13 entlang eines linearen Verfahrwegs. Der Obertrum 14 gleitet oder rollt dabei auf dem Untertrum 13 ab. Der Umlenkbogen 15 ist ein gekrümmter Längsabschnitt der Energieführungskette 1, innerhalb dessen die Energieführungskette 1 eine Biegung um eine Achse, die senkrecht zu der Längsrichtung des

Verfahrwegs verläuft, aufweist, sodass der Verlauf der

Energieführungskette 1 um ca. 180° umgekehrt wird. Im

Umlenkbogen 15 hält die Energieführungskette 1 einen

vorbestimmten Biegeradius ein, sodass die geführten

Leitungen vor mechanischer Belastung geschützt werden. Der Verfahrweg muss nicht zwingend horizontal sein.

FIG.9 zeigt rein beispielhaft einen Längsabschnitt einer an sich bekannten Energieführungskette 1 mit zwei

Laschensträngen 90, die parallel zu einander und mit einem Abstand in der Querrichtung angeordnet sind. Die

Laschenstränge 90 sind durch Querstege 92 miteinander verbunden und bilden einen Aufnahmeraum 93 für geführte Versorgungsleitungen (nicht gezeigt) . Jeder Laschenstrang 90 ist aus einer Vielzahl in Längsrichtung, d.h. in

Längsrichtung der geführten Versorgungsleitungen,

aufeinanderfolgenden Seitenlaschen 94 aufgebaut. Jede

Seitenlasche 94 ist plattenartig aufgebaut und weist zwei Breitseiten 96, welche Überlappungsbereiche bilden, und zwei Schmalseiten 98 auf. Jeweils zwei aufeinanderfolgende

Seitenlaschen 94 überlappen mit entsprechenden

Überlappungsbereichen der Breitseiten 96 bzw. ihren

Längsenden und sind miteinander durch eine Gelenkverbindung 99 schwenkbar verbunden. Es können gekröpfte Seitenlaschen oder, wie FIG.9 auch zeigt, alternierende Innen- und

Aussenlaschen als Seitenlaschen 94 verwendet werden. FIG.9 zeigt ein spezielles Beispiel einer Energieführungskette 1 mit Rollen zum Abrollen des Obertrums auf dem Obertrum.

FIG.l und FIG.2A-2C zeigen schematisch ein System zur

Sicherung des Verlaufs der Energieführungskette 1, das im Wesentlichen aus Sicherungsvorrichtungen 21 besteht. Die Sicherungsvorrichtungen 21 sind entlang des Verfahrwegs angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Sicherungsvorrichtungen 21 gleichmäßig und beidseitig entlang des gesamten Verfahrwegs verteilt. Der Abstand in Längsrichtung zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Sicherungsvorrichtungen 21 entspricht hier in etwa dem

Radius des Umlenkbogens 15. Der Abstand kann ggf. auch ungleichmäßig sein, z.B. zunehmend von B nach A in Funktion abnehmender Schubkraft im Obertrum 14. Die

Sicherungsvorrichtungen 21 können z.B. wie FIG.2A-C zeigen, paarweise gegenüberliegend symmetrisch zum Verfahrweg oder ggf. in Längsrichtung versetzt angeordnet sein.

FIG.2A-2C zeigen das System nach FIG.l in verschiedenen Teilansichten. Die Sicherungsvorrichtungen 21 umfassen jeweils einen Sperrkörper 30. Die Sperrkörper 30 sind im hier gezeigten Beispiel in einer horizontalen Ebene, die oberhalb des Obertrums 14 verläuft, angeordnet (FIG.2A) . Die Sperrkörper 30 sind zwischen einer Sperrposition und einer Entsperrposition quer zu der Längsrichtung des Verfahrwegs verschiebbar (FIG.2B). In der Sperrposition erstreckt sich ein Teil des jeweiligen Sperrkörpers 30 vertikal oberhalb des Verfahrbereichs, in dem sich der Obertrum 14 bewegt, um die Oberseite 141 des Obertrums 14, bzw. die Seite welche dem Untertrum 13 abgewandt ist (vgl. FIG.2B rechts), zu überschneiden (in Draufsicht betrachtet) .

In einem normalen Betriebszustand verläuft der Obertrum 14 bestimmungsgemäß unterhalb der Sperrkörper 30. Wenn der Obertrum 14 von dem normalen Verfahrweg übermäßig nach oben abweichen sollte, kommt er zum Anschlag mit einer

unterseitig vorgesehenen Sperrfläche 301 des jeweiligen Sperrkörpers 30, die dem Obertrum 14 zugewandt ist, und kann z.B. mit der Oberseite 141 daran abgleiten. So wird ein weitergehendes Abweichen des Obertrums 14 vom normalen

Verfahrweg nach oben verhindert, ohne die Bewegung des Mitnehmers anzuhalten. Die Sperrfläche kann mit einer Rolle (nicht dargestellt) versehen sein, sodass der Obertrum 14 ggf. abrollen kann.

Die Anordnung der Sicherungsvorrichtungen 21 ist

vorzugsweise so gewählt, dass in der Sperrposition ein vertikaler Abstand zwischen der Oberseite 141 des Obertrums

14 und den Sperrflächen 301 der Sperrkörper 30 vorliegt, sodass der Obertrum 14 im Normalbetrieb nicht an den

Sperrkörpern 30 reibt. Dieser Abstand kann minimiert werden oder ggf. auch entfallen, insbesondere wenn die Sperrflächen mit Rollen ausgestaltet sind.

Der Umlenkbogen 15 hat aufgrund des vorgegebenen Biegeradius eine bestimmte vertikale Erstreckung. Aus Sicherheitsgründen soll der Verlauf des Obertrums 14 eine bestimmte Grenzhöhe H nicht überschreiten, welche in aller Regel deutlich

unterhalb der Scheitelhöhe bzw. des Höhepunkts S des

Umlenkbogens 15 liegt. Die Oberseite 141 des Obertrums 14 bewegt sich beim Nominalverlauf auf einer Ebene, die an oder unter der Grenzhöhe H verläuft. Dementsprechend ist die Höhe der Wirkebene der Sperrkörper 30, d.h. die Entfernung der Sperrfläche 301 von der Auflagefläche 131 des Untertrums 13, gewählt. Die Sperrkörper 30, denen sich der Umlenkbogen 15 annähert, werden in eine Entsperrposition verschoben, sodass der jeweilige Sperrkörper 30 das Verfahren des Umlenkbogens

15 nicht blockiert bzw. der Umlenkbogen 15 an diesem

Sperrkörper 30 vorbeifahren kann. Nachdem der Umlenkbogen 15 vorbeigefahren ist, wird dieser Sperrkörper 30 zurück in die Sperrposition verstellt.

In den Teilansichten FIG.2A-2C sind als beispielhafte

Momentaufnahme entsprechend der Lage des Umlenkbogens 15 die beiden äußeren Paare der Sperrkörper 30 in Sperrposition, und die drei mittigen Paare der Sperrkörper 30 in

Entsperrposition dargestellt.

FIG.3A-3B zeigen eine Sicherungsvorrichtung 21 nach den FIG.2A-2C perspektivisch von unten. Die

Sicherungsvorrichtung 21 nach diesem Ausführungsbeispiel umfasst ein quaderförmiges Gehäuse 32. In jedem Gehäuse 32 ist jeweils ein Sperrkörper 30 aufgenommen und

längsverschieblich z.B. mittels einer Linearführung

gelagert. Der Sperrkörper 30 hat im vorderen Teil die Form eines Sperrriegels bzw. einer Sperrklinke mit zwei

abgeschrägten nach vorne zulaufenden Seitenflächen 302, die als Anlaufflächen bzw. Anlaufschrägen bei horizontalem

Auftreffen dienen, und einer unteren Fläche (FIG.3B), die als vertikal sperrende Sperrfläche 301 zur Verriegelung quer zu den Anlaufrichtungen dient. In der Entsperrposition

(FIG.3A) befindet sich der vordere Teil des Sperrkörpers 30 mit der Sperrfläche 301 weitestgehend im Inneren des

Gehäuses 32. In der Sperrposition (FIG.3B) ist der

Sperrkörper 30 aus dem Gehäuse 32 ausgefahren, sodass die Sperrfläche 301 aus dem Gehäuse 32 vorseht, bzw. die

Sperrfläche 301 zum Sperren bzw. Verriegeln bereitsteht. Der Sperrkörper 30 wirkt, z.B. anders als eine Türfalle, gegen Kräfte in Richtung senkrecht zur Sperrfläche 301 stets sperrend und freigebend nur bei Kraft in einer dazu quer stehenden Richtung (Anlaufrichtung) . Die Gehäuse 32 dienen als Führung und zur Montage der Sperrköper 30 und sind so angeordnet, dass die Gehäuse 32 das Verfahren des

Umlenkbogens 15 nicht stören, aber in Sperrposition die Sperrkörper 30 sich oberhalb des Verfahrwegs befinden. Das Gehäuse 32 wird in Bezug auf die Energieführungskette 1 so ausgerichtet und angebracht, dass die Sperrköper 30

senkrecht zur Längsrichtung verschieblich sind, in FIG.2A-2C z.B. horizontal.

In FIG.2A-2C sind die Sperrkörper 30 durch eine mechanische Einwirkung des vorbeifahrenden Umlenkbogens 15 in die

Entsperrposition verstellbar. D.h., die Anlaufschrägen 302 wirken mit dem vorbeifahrenden Umlenkbogen 15 zusammen, um den Sperrkörper 30 aus der Sperrposition in die Entsperrposition zu bewegen, in der der Sperrkörper 30 ins Innere des Gehäuses 32 verschoben wird. In weiteren (nicht dargestellten) Ausführungsbeispielen sind die Anlaufschrägen 302 mit Anlaufrollen versehen, so dass der Umlenkbogen 15 während des Verschiebens der Sperrkörper 30 in die

Entsperrposition an den Anlaufrollen abrollt.

FIG.4A zeigt eine Sicherungsvorrichtung 21, die zum

Verstellen des Sperrkörpers 30 aus einer Entsperrposition zurück in die Sperrposition mit einer Rückstellfeder 33 ausgestattet ist. Bei diesem Verstellen kommt der

Sperrkörper 30 an einer Rückhaltekante 321 des Gehäuses 32 zum Anliegen.

FIG.4B zeigt eine Sicherungsvorrichtung 41 mit einem

steuerbaren Antrieb 34, z.B. ein Linearantrieb oder dgl . , zum Verstellen des Sperrkörpers 30 aus der Sperrposition in die Entsperrposition. Der Linearantrieb 34 ist über ein Getriebe mit Freilauf mit dem Sperrkörper 30 wirkverbunden und verstellt den Sperrkörper 30 in die Entsperrposition, noch bevor der Sperrkörper 30 in Kontakt mit dem

vorbeifahrenden Umlenkbogen 15 kommt - so kann der

Sperrkörper 30 vor diesem Kontakt ausweichen.

Die Sicherungsvorrichtung 41 nach dem in der FIG.4B

dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst zusätzlich zu dem Antrieb 34 noch eine Rückstellfeder 33 zum selbsttätigen Rückstellen des Sperrkörpers 30 von der Entsperrposition (vgl. FIG.3A) in die Sperrposition (vgl. FIG.3B). Ein

Verstellen des Sperrkörpers 30 zurück in die Sperrposition ist somit auch passiv ohne den Antrieb 34 möglich.

FIG.5A-5B zeigen Teilansichten des Systems mit den

Sicherungsvorrichtungen 41 mit den Antrieben 34 für das Verstellen der Sperrkörper 30. Das System ist ferner mit Sensorvorrichtungen 4 ausgestattet, die gleichmäßig und beidseitig entlang des Verfahrwegs der Energieführungskette 1 verteilt sind. Die Sensorvorrichtungen 4 sind hier als Lichtschranken ausgeführt, welche quer zu dem Verfahrweg ausgerichtet sind und die Position des Umlenkbogens 15 berührungslos erfassen. Das System ist ferner mit einer Steuereinheit 5 ausgestattet, die anhand der Informationen der Sensorvorrichtungen 4 über die Position des Umlenkbogens 15 die Antriebe 34 der Sicherungsvorrichtungen 41 steuert. Die Sensorvorrichtungen 4 sind in dem dargestellten

Ausführungsbeispiel durch Signalleitungen 53 mit der

Steuereinheit 5 verbunden, z.B. kabelgebunden durch einen Bus oder drahtlos.

FIG.6A-6B zeigen Teilansichten nach einem weiteren

Ausführungsbeispiel, wobei das System sich vor allem durch die Form der Sicherungsvorrichtungen unterscheidet. Die Funktion der Sperrkörper bei den Sicherungsvorrichtungen 61 nach FIG.6A-6B erfüllen jeweils zwei gegenüberliegende L- förmige Klammern 306, die an einem Gestell 320 schwenkbar gelagert sind. In der Sperrposition erstreckt sich ein kurzer Schenkel jeder Klammer 306 oberhalb des Verfahrwegs senkrecht zu der Längsrichtung des Verfahrwegs und stellt eine Sperrfläche 311 bereit. Die Sperrfläche 311 erstreckt sich knapp oberhalb der Ebene, in der sich die Oberseite 141 des Obertrums 14 bewegt. In der Entsperrposition ist die Klammer 306 zur Seite geschwenkt, sodass der Umlenkbogen 15 vorbeifahren kann. Die beidseitig schwenkbare Lagerung der Klammern 306 hat jeweils eine Achse, die parallel zur

Verfahrrichtung verläuft. In FIG.6B sind sowohl Klammern 306 in der Sperrposition, als auch zu den beiden Seiten

weggeschwenkten Klammern 306 in Entsperrposition zu sehen.

FIG.7 zeigt eine Teilansicht des Systems in Draufsicht nach einem weiteren Ausführungsbeispiel, wobei die Sperrkörper der Sicherungsvorrichtungen 71 als frei drehbare Sperrrollen 307 ausgeführt sind, die beidseitig des Verfahrwegs

angeordnet sind. Die Drehachsen der Sperrrollen 307 sind senkrecht zur Verfahrebene ausgerichtet. Die Höhe bzw. hier horizontale Ebene, auf der sich die Drehachsen relativ zur Auflagefläche 131 des Untertrums 13 befinden, ist zumindest um ein Radiusmaß der Sperrrollen 307 größer als die

Entfernung der Oberseite 141 des Obertrums 14 von der der Auflagefläche 131 des Untertrums 13, ggf. zzgl. Spiel damit die Sperrrolle 307 zunächst unbelastet sind. Jede Sperrrolle 307 ist verschieblich parallel zu ihrer jeweiligen Drehachse und kann z.B. durch einen Linearantrieb (nicht gezeigt) zwischen der Sperrposition und der Entsperrposition bewegt werden. Jede Sperrrolle 307 kann z.B. auf einem Drehzapfen sowohl drehbar als auch verschiebbar gelagert sein. Die umfängliche Rollfläche der Sperrrollen 307 dient hier als Sperrfläche. Bei einem Abweichen des Obertrums 14 vom normalen Verfahrweg nach oben kann der Obertrum 14 so an den Sperrrollen 307 abrollen.

FIG.8 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der

erfindungsgemäßen Führungsrinne 6 in Stirnansicht. Die

Führungsrinne 6 ist zum Führen einer Energieführungskette (vgl. FIG.l) in Längsrichtung entlang des Verfahrwegs A<->B ausgebildet. Die Führungsrinne 6 hat einen U-förmigen

Querschnitt mit einem Boden 62 und zwei gegenüberliegenden Seitenwänden 63, die sich in Längsrichtung der Führungsrinne 6 erstrecken, um ein Abweichen der geführten

Energieführungskette 1 vom Verfahrweg in Querrichtung zu verhindern. Die Seitenwände 63 haben jeweils einen offenen Rand 65, der dem Boden 62 abgewandt ist und der sich entlang der Führungsrinne 6 erstreckt. Die Führungsrinne 6 ist mit Sicherungsvorrichtungen 41 ausgestattet, um ein Entweichen der Energieführungskette aus der Führungsrinne 6, d.h. über die offenen Ränder 65 hinaus, zu verhindern. Die

Sicherungsvorrichtungen 41 sind entlang der gesamten

Führungsrinne 6 in gleichmäßigen Abständen und beidseitig der Führungsrinne 6 verteilt. Die Sicherungsvorrichtungen 41 z.B. nach FIG.4B, ausgebildet, und haben jeweils einen Sperrkörper 30, der in einem Gehäuse 32 längsverschieblich gelagert ist. Die Sicherungsvorrichtungen 41 weisen jeweils einen steuerbaren Linearantrieb 34 zum Verschieben des Sperrkörpers 30 zwischen der Sperrposition und der

Entsperrposition. In einem weiteren, nicht gezeigten

Ausführungsbeispiel werden die Sperrkörper ohne Antrieb verstellt. Das Gehäuse 32 der jeweiligen

Sicherungsvorrichtung 41 ist in dem dargestellten

Ausführungsbeispiel am offenen Rand 65 befestigt, sodass der Sperrkörper 30 in der Sperrposition vom offenen Rand 65 der einen Seitenwand 63 in Richtung des offenen Randes 65 der gegenüberliegenden Seitenwand 63 vorsteht.

Die Führungsrinne 6 weist ferner eine Vielzahl (in FIG.8 nicht gezeigten) Sensorvorrichtungen auf, die an den offenen Rändern 65 in Längsrichtung der Führungsrinne 6 gleichmäßig verteilt sind. Die Sensorvorrichtungen sind z.B. als

Lichtschranken quer zur Energieführungskette 1 ausgeführt, zum berührungslosen Erfassen der Position des Umlenkbogens 15 entlang der Führungsrinne 6. Die Führungsrinne 6 ist in FIG.8 Bestandteil eines Systems zur Sicherung des Verlaufs einer Leitungsführungseinrichtung. Das System umfasst ferner eine Steuereinheit 5 (vgl. FIG.5), zum Steuern der Antriebe 34 der Sperrkörper 30 ausgehend von den

Informationen der Sensorvorrichtungen 4 über die Position des Umlenkbogens 15. Die Führungsrinne 6 eignet sich auch für überweigend vertikale Verfahrwege.

Bezugszeichenliste

A, B Endpositionen

H Grenzhöhe

S Höhepunkt (Umlenkbogen)

I Energieführungskette

II stationäres Ende der Energieführungskette

12 bewegliches Ende der Energieführungskette

13 Untertrum

131 Auflagefläche des Untertrums

14 Obertrum

141 Oberseite des Obertrums

15 Umlenkbogen

21; 41; 61; 71 Sicherungsvorrichtung

30 Sperrkörper

301, 311 Sperrfläche

302 Anlaufschräge

306 L-förmige Klammer

307 Sperrrolle

32 Gehäuse

320 Gestell

321 Rückhaltekante des Gehäuses

33 Rückstellfeder

34 steuerbarer Linearantrieb

4 Sensorvorrichtungen

5 Steuereinheit

53 Signalleitungen

6 Führungsrinne

62 Boden der Führungsrinne

63 Seitenwände der Führungsrinne

65 offener Rand der Führungsrinne

90 Laschenstrang

92 Quersteg

93 Aufnahmeraum

94 Seitenlasche

96 Breitseite

98 Schmalseite

99 Gelenkverbindung