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Patent Searching and Data


Title:
SYSTEM FOR A SELF-SERVICE PRODUCT DETECTION STATION AND METHOD FOR SAID SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/038849
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for detecting products at a self-service product detection station containing a reading device for detecting a number of products, wherein the detected products are each allocated identification data and wherein the reading device is operated by a customer him/herself; a registration device, in which the identification data of the products provided by the reading device are allocated price data, such that, on completion of product detection, registration information about the products detected by means of the reading device can be output, and a payment device for transacting a payment process on the basis of the registration information, wherein an optical control detection device is provided for detecting a number of products smaller than the total number of products presented for the purchasing procedure, wherein products detected by the control detection device are each assigned identification data, and a verification device is provided, by means of which the identification data of the products detected by means of the control detection device are checked for consistency with the identification data of the products detected with the reading device, so that, depending on the comparison result, an acknowledgment signal continuing the purchasing procedure or a correction signal interrupting the purchasing procedure is generated.

Inventors:
KLEIN, Gordon (Franz-Liszt-Str. 87, Dallgow, 14624, DE)
KRUSE, Bernd (Huehnerfeld 10, Altenbeken, 33184, DE)
Application Number:
EP2010/005759
Publication Date:
April 07, 2011
Filing Date:
September 21, 2010
Export Citation:
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Assignee:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
KLEIN, Gordon (Franz-Liszt-Str. 87, Dallgow, 14624, DE)
KRUSE, Bernd (Huehnerfeld 10, Altenbeken, 33184, DE)
International Classes:
G07G1/00
Attorney, Agent or Firm:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. System zum Erfassen von Waren an einem selbstbedienten Warenerfassungsplatz enthaltend

- eine Leseeinrichtung zum Erfassen einer Anzahl von Waren, wobei den erfassten Waren jeweils Kennungsdaten zugeordnet sind und wobei die Leseeinrichtung durch einen Kunden selbst bedient wird,

- eine Registriereinrichtung, in der die von der Leseeinrichtung bereitgestellten Kennungsdaten der Waren Preisdaten zugeordnet werden, so dass nach Beendigung der Warenerfassung Registrierungsinformationen über die mittels der Leseeinrichtung erfassten Waren ausgebbar sind,

- eine Bezahleinrichtung zum Abwickeln eines Zahlungs- vorgangs auf Basis der Registrierungsinformationen, gekennzeichnet durch

- eine optische Kontrollerfassungseinrichtung (12) zur Erfassung einer Anzahl von Waren (4) , die kleiner ist als die Gesamtzahl der für den Kaufvorgang bereitgestellten Waren (4) , wobei in von der Kontrollerfassungseinrichtung (12) erfassten Waren (4) jeweils Kennungsdaten (K2) zugeordnet sind, und

- eine Überprüfungseinrichtung (13, 23), mittels derer die Kennungsdaten (K2) der mittels der Kontrollerfassungseinrichtung (12) erfassten Waren (4) auf Übereinstimmung mit den Kennungsdaten (Kx) der mit der Leseeinrichtung (3) erfassten Waren (4) überprüft werden, so dass in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein den KaufVorgang fortsetzendes Bestätigungssignal (18) oder ein den KaufVorgang unterbrechendes Korrektursignal (19) erzeugt wird.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfungseinrichtung (13) ein Kontrollsteuerprogramm (14) aufweist, mittels dessen in Abhängigkeit von einem Identifizierungsgrad der Waren durch die Kontrol- lerfassungseinrichtung (12) Kennungsdaten (K2) eines Teils der bereitgestellten Waren (4) der Überprüfung auf Übereinstimmung mit Kennungsdaten ( Ki ) der Waren

(4) zugeführt werden.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Kontrollerfassungseinrichtung (12) als ein Bilderfassungsgerät ausgebildet ist, wobei eine Beschriftung und/oder eine Form und/oder eine Größe und/oder eine graphische Gestaltung der Ware (4) erfassbar ist.

4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinrichtung (3) als ein Strichcodelesegerät ausgebildet ist.

5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrollerfassungseinrichtung (12) eine solche Anzahl und/oder eine solche Anordnung von digitalen Kameras aufweist, dass ein vorgegebener Ablagebereich (5, 5', 5'') erfassbar ist, auf dem die für den KaufVorgang bereitgestellten Waren (4) abgestellt sind.

6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfungseinrichtung (13, 23) eine Datenverarbeitungseinheit mit einem Vergleichsprogramm (15) aufweist, mittels dessen die Übereinstimmung der durch die Kontrollerfassungseinrichtung (12) er- fassten Waren (4) mit den von der Leseeinrichtung (3) erfassten Waren überprüfbar ist.

7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dass eine Meldeeinrichtung (20) zur Ausgabe und/oder des Korrektursignals (19) an dem Warenerfassungsplatz (1) angeordnet ist .

8. Verfahren zum Erfassen von Waren an einem selbstbedienten Warenerfassungsplatz, an dem durch Kunden jeweils eine vorgegebene Anzahl von zum Kauf vorgesehene Waren in einem Ablagebereich bereitgestellt werden, dann die Waren durch Betätigen einer Leseeinrichtung durch den Kunden erfasst werden, wobei warenspezifische Kennungs- daten der erfassten Waren weiterverarbeitet werden zur Ausgabe von Registrierungsinformationen, so dass anschließend der Kunde den in den Registrierungsinformationen enthaltenen Kaufpreis für die erfassten Waren entrichtet, dadurch gekennzeichnet, dass während der Erfassung der Waren (4) durch mindestens einen Kunden stichprobenartig zusätzlich eine Anzahl von in dem Ablagebereich (5) angeordneten Waren (4) erfasst wird, die auf Übereinstimmung mit den durch den mindestens einen Kunden erfassten Waren (4) überprüft wird und dass in Abhängigkeit von der Übereinstimmungsüberprüfung (17) ein Bestätigungssignal (18) oder ein Korrektursignal (19) erzeugt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Übereinstimmungsprüfung (17) nach vollständiger Beendigung des Erfassungsvorgangs der Waren (4) durch den Kunden erfolgt .

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennungsdaten (K2) der stichprobenhaft erfassten Waren (4) als Bilddaten in einem ortsfern angeordneten Monitor (21) angezeigt werden, so dass durch eine Kontrollperson einzelne Waren (4) identifiziert und dann durch Anwählen eines Vergleichsprogramms (15) eine Überprüfung dahingehend stattfindet, ob die identifizierte Ware (4) mit einer von dem Kunden erfassten Ware (4) übereinstimmt.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass weniger als die Hälfte aller für einen KaufVorgang an dem Ablagetisch (5) bereitgestellten Waren (4) auf Übereinstimmung mit den von dem Kunden erfassten Waren überprüft wird.

Description:
System für einen selbstbedienten Warenerfassungsplatz und Verfahren hierzu

Beschreibung :

Die Erfindung betrifft ein System zum Erfassen von Waren an einem selbstbedienten Warenerfassungsplatz enthaltend eine Leseeinrichtung zum Erfassen einer Anzahl von Waren, wobei den erfassten Waren jeweils Kennungsdaten zugeordnet sind und wobei die Leseeinrichtung durch einen Kunden selbst bedient wird, eine Registriereinrichtung, in der die von der Leseeinrichtung bereitgestellten Kennungsdaten der Waren Preisdaten zugeordnet werden, so dass nach Beendigung der Warenerfassung Registrierungsinformationen über die mittels der Leseeinrichtung erfassten Waren ausgebbar sind, und eine Bezahleinrichtung zum Abwickeln eines Zahlungsvorgangs auf Basis der Registrierungsinformationen.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Erfassen von Waren an einem selbstbedienten Warenerfassungsplatz, an dem durch Kunden jeweils eine vorgegebene Anzahl von zum Kauf vorgesehene Waren auf in einem Ablagebereich bereitgestellt werden, dann die Waren durch Betätigen einer Leseeinrichtung durch den Kunden erfasst werden, wobei warenspezifische Kennungsdaten der erfassten Waren weiterverarbeitet werden zur Ausgabe von Registrierungsinformationen, so dass anschließend der Kunde den in den Registrierungsinformationen enthaltenen Kaufpreis für die erfassten Waren entrichtet .

Aus der DE 20 2004 021 433 Ul ist ein selbstbedienter Warenerfassungsplatz bekannt, an dem Kunden selbst- und vollständig die üblicherweise durch eine Kassenkraft vorgenom- mene Erfassung der Waren sowie anschließender Bezahlung derselben durchführen. Der selbstbediente Warenerfassungs- platz weist daher eine entsprechende Leseeinrichtung zum Erfassen einer vorgegebenen Anzahl von Waren auf, wobei die Leseeinrichtung beispielsweise als ein Infrarotscanner ausgebildet sein kann. Nach Einlesen von beispielsweise

Strichcodes der Waren werden diese warenspezifischen Ken- nungsdaten mittels der Leseeinrichtung einer Registriereinrichtung zur Verfügung gestellt, in der Registrierungsinformationen bzw. den erfassten Waren zugeordnete Preisdaten erzeugt werden, so dass diese in einer Anzeigeeinheit, beispielsweise ein berührungsempfindlicher Bildschirm, angezeigt werden und der Kunde zur Zahlung eines Gesamtbetrages aufgefordert wird. Der selbstbediente Warenerfassungsplatz weist hierzu eine Bezahleinrichtung auf, so dass der Kunde dann selbstständig den Bezahlvorgang vornehmen kann, wobei die Bezahleinrichtung einen Kartendurchzugsleser aufweisen kann zur bargeldlosen Bezahlung. Nach Bezahlung der erfassten Waren erhält der Kunde dann über einen Ausgabeschlitz einen Registrierungsbon (Kassenbon) , der in üblicher Weise die einzelnen Waren mit ihren Preisen und den Gesamtbetrag ausweist. Damit kontrolliert werden kann, dass alle von dem Kunden an dem Warenerfassungsplatz bereitgestellten Waren durch die Leseeinrichtung erfasst werden, ist eine Wägeeinrichtung mit jeweils einer zu beiden Seiten der Leseeinrichtung angeordneten Bodenwaagen vorgesehen. Bei jedem Einscannvorgang der Waren erfolgt ein Gewichtsvergleich der beiden jeweils einen Einkaufswagen aufnehmenden Bodenwaagen. Entspricht die Gewichtszunahme der einen Bodenwaage der Gewichtsabnahme der anderen Bodenwaage, wird davon ausgegangen, dass der Einscannvorgang von dem Kunden ordnungsgemäß vorgenommen worden ist, so dass der Kunde akustisch oder visuell aufgefordert wird, eine weitere Ware einzus- cannen. Insbesondere bei unsachgemäßem Gebrauch führt diese Gewichtskontrolle zu Störungen, die das Eingreifen einer Aufsichtsperson erforderlich macht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein System und ein Verfahren zum Erfassen von Waren an einem selbstbedienten Warenerfassungsplatz anzugeben, dass die Überprüfung eines Kaufvorgangs hinsichtlich der Vollständigkeit der durch den Kunden erfassten Waren einfacher und schneller erfolgen kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Kontrollerfassungseinrichtung zur Erfassung einer Anzahl von Waren, die kleiner ist als die Gesamtzahl der für den Kaufvorgang bereitgestellten Waren, wobei in von der Kontrollerfassungseinrichtung erfassten Waren jeweils Kennungsdaten zugeordnet sind, und eine Überprüfungseinrichtung, mittels derer die Kennungsdaten der mittels der Kontrollerfassungseinrichtung erfassten Waren auf Übereinstimmung mit den Kennungsdaten der mit der Leseeinrichtung erfassten Waren überprüft werden, so dass in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein den Kaufvorgang fortsetzendes Bestätigungssignal oder ein den Kaufvorgang unterbrechendes Korrektursignal erzeugt wird.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch den Einsatz einer optischen Kontrollerfassungseinrichtung, die eine Anzahl der an dem Warenerfassungsplatz für den Kauf bereitgestellten Waren erfasst, die Überprüfung auf etwaige Unstimmigkeiten beim Warenerfassungsvorgang durch den Kunden vereinfacht bzw. der KaufVorgang beschleunigt werden kann. Der Einsatz der optischen Kontrollerfassungseinrichtung ermöglicht ein Erfassen bzw. Abtasten der Waren, ohne dass auf die von dem Kunden durchzufüh- renden Schritte, wie beispielsweise Einscannen und Bezahlen der Waren, eingegriffen wird. Dadurch, dass ein Wägeschritt bei dem Kaufprozess wegfällt, kann in der Regel der Kauf- vorgang beschleunigt werden.

Die von der optischen Kontrollerfassungseinrichtung bereitgestellten Kennungsdaten der erfassten Waren werden einer Überprüfungseinrichtung zur Verfügung gestellt, in der ein Vergleich mit Kennungsdaten der von dem Kunden erfassten Waren erfolgt. Falls eine Nichtübereinstimmung festgestellt wird, ist davon auszugehen, dass der Kunde die betreffende Ware versehentlich oder in betrügerischer Absicht nicht selbst eingescannt hat. In diesem Fall wird mittels einer Meldeeinrichtung ein entsprechendes Korrektursignal abgegeben, so dass beispielsweise eine Aufsichtsperson auf den Kaufvorgang Einfluss nehmen kann dahingehend, dass die vom Kunden nicht erfasste Ware nachträglich erfasst wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirkt eine Überprüfungseinrichtung derart auf die optische Kontrollerfassungseinrichtung ein, dass lediglich ein Teil der bereitgestellten Waren erfasst wird. Durch diese stichprobenweise Erfassung der bereitgestellten Waren kann das Informationsaufkommen bei der Detektion klein gehalten werden, so dass eine nahezu hundertprozentige Warenidentifizierung möglich ist. Dadurch, dass die zum Kauf bereitgestellten Waren lediglich stichprobenweise von der Kontrollerfassungseinrichtung erfasst werden, kann vor Beendigung des KaufVorgangs durch den Kunden eine sichere Überprüfung erfolgen, ohne dass es zu Fehlalarmen aufgrund einer fehlerhaften Warenerkennung kommt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die optische Kontrollerfassungseinrichtung ein Bilderfas- sungsgerät, insbesondere eine digitale Kamera auf, so dass mit geeigneter ObjekterkennungsSoftware eine Erkennung der Waren mit relativ hoher Identifikationssicherheit (100 %) ermöglicht wird. Vorzugsweise ist das Bilderfassungsgerät mittels der Objekterkennungssoftware derart programmiert, dass möglichst alle Waren zumindest teilweise erfasst werden. Bei Voreinstellung einer Stichprobengröße von 30 % aller erfassten bzw. bereitgestellten Waren werden die Bilddaten derjenigen Waren weiterverarbeitet, die eindeutig erkannt worden sind.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Kontrol- lerfassungseinrichtung eine solche Anzahl und Anordnung von Bilderfassungsgeräten auf, dass ein vorgegebener Ablagebereich, in dem die von den durch die Kunden zu erfassenden Waren angeordnet sind, durch die Kontrollerfassungseinrichtung erfasst wird. Hierdurch ist sichergestellt, dass eine große Anzahl von Waren mit einer hohen Identifikationssicherheit erfasst werden können.

Zur Lösung der Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 8 dadurch gekennzeichnet, dass während der Erfassung der Waren durch mindestens einen Kunden stichprobenartig zusätzlich eine Anzahl von in dem Ablagebereich angeordneten Waren erfasst wird, die auf Übereinstimmung mit den durch den mindestens einen Kunden erfassten Waren überprüft wird und dass in Abhängigkeit von der Übereinstimmungsüberprüfung ein Bestätigungssignal oder ein Korrektursignal erzeugt wird .

Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass eine Überprüfung auf Unstimmigkeit hinsichtlich der Erfassung der für den Kauf bereitgestellten Waren durch den Kunden schnell und sicher erfolgen kann. Dadurch, dass die für den Kauf bereitgestellten Waren lediglich stichprobenartig erfasst werden, kann zum einen die Überprüfung innerhalb des durch den Kunden vorgegebenen KaufVorgangs abgeschlossen werden. Zum anderen kann hierdurch eine relativ hohe Identifikationssicherheit (nahezu 100 %) bei der Identifizierung der Waren erfolgen, da für die stichprobenartige Erfassung nur eindeutige Kennungsda- ten der erfassten Waren herangezogen werden. Dadurch, dass die erfindungsgemäße Überprüfung parallel zu dem Erfas- sungs- und gegebenenfalls KaufVorgang des Kunden erfolgt, kann der reguläre Kaufvorgang insgesamt beschleunigt werden, da der ansonsten erforderliche Zwischenschritt des Kontrollwiegens wegfällt. Die Stichprobe kann sich auf den KaufVorgang jedes einzelnen Kunden beziehen oder sich auf eine Gruppe von Kunden beziehen, so dass in diesem Fall die Warenerfassung nicht von jedem Kunden überprüft wird.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Überprüfung auf Übereinstimmung der von dem Kunden erfassten Waren mit den stichprobeweise erfassten Waren nach Beendigung des Erfassungsvorgangs durch den Kunden. Dies kann unmittelbar nach Beendigung des Erfassungsvorgangs durch den Kunden erfolgen, wobei dann alle durch den Kunden eingescannten Ken- nungsdaten der Waren vorliegen. Durch Vergleich der entsprechenden Kennungsdaten kann dann relativ schnell ein Überprüfungsergebnis erzielt werden. Hierbei können die von einer Kontrollerfassungseinrichtung stichprobenhaft erfassten warenspezifischen Kennungsdaten der Waren selbsttätig an eine Überprüfungseinrichtung weitergegeben werden, in der der Vergleich stattfindet. Alternativ können von der optischen Kontrollerfassungseinrichtung detektierte Bilddaten auch in einem Monitor visualisiert werden, so dass stichprobenhaft von einer Kontrollperson einzelne Waren identifiziert und dann durch Anwählen eines entsprechenden Kontrollprogramms eine Überprüfung erfolgt, ob die identifizierte Ware mit einer der von dem Kunden erfassten Ware übereinstimmt. Die Überprüfung erfolgt anhand einer von für den Bezahlvorgang vorgesehenen Registrierungsliste, so dass bei fehlerhafter Warenerfassung durch den Kunden eine Korrektur des Kaufvorgangs in der Regel erst nach Beginn des Bezahlvorgangs erfolgen kann.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung werden lediglich weniger als die Hälfte aller für den KaufVorgang bereitgestellten Waren, vorzugsweise 30 % der für den KaufVorgang bereitgestellten Waren vollständig erfasst und einer Übereinstimmungsprüfung zugeführt. Hierdurch ist gewährleistet, dass eine hohe Identifikationssicherheit der Waren gegeben ist .

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert .

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Seitenansicht eines selbstbedienten Warenerfassungsplatzes,

Figur 2 ein Blockschaltbild eines selbstbedienten Warenerfassungsplatzes nach einer ersten Ausführungs- form und Figur 3 ein Blockschaltbild eines selbstbedienten Warenerfassungsplatzes nach einer zweiten Ausführungs- form .

Ein selbstbedienter Warenerfassungsplatz 1 dient zur Erfassung von Waren bzw. Artikeln durch den Kunden selbst, ohne dass eine Kassenkraft herangezogen werden müsste.

Der selbstbediente Warenerfassungsplatz 1 weist ein Terminal 2 auf, in dem eine Leseeinrichtung 3 zum Erfassen von Waren 4 integriert ist. Die Leseeinrichtung 3 ist vorzugsweise als ein herkömmliches Strichcodelesegerät ausgebildet.

Die für einen Kaufvorgang bereitgestellten Waren 4 werden entweder direkt von einem Einkaufskorb bzw. Einkaufwagen des Kunden oder von einem benachbart zu dem Terminal 2 angeordneten Ablagetisch 5 an eine Scannscheibe 6 der Leseeinrichtung 3 gehalten. Durch einen entsprechenden Piepton wird die korrekte Erfassung der entsprechenden Ware 4 signalisiert. Nachdem der Kunde alle für den Kaufvorgang bereitgestellten bzw. vorgesehenen Waren 4 eingescannt hat, kann er diesen Einscannvorgang durch Drücken eines hierfür vorgesehenen Bereiches eines berührungsempfindlichen Bildschirms 7 abschließen. Nachfolgend wird der Bezahlvorgang eingeleitet durch Aufforderung, den entsprechenden Kaufbetrag durch Bargeld oder durch eine Karte bargeldlos in einer Bezahleinrichtung B zu zahlen. Für das Zahlen mit Bargeld weist das Terminal 2 einen Einlass 8 für Münzen und/oder Banknoten und einen Auslass 9 für Wechselgeld auf. Für das bargeldlose Zahlen ragt von dem Terminal 2 ein Kartenleser 10 ab. In dem Terminal 2 ist eine Registriereinrichtung 11 enthaltend ein Datenverarbeitungsgerät angeordnet, so dass die von der Leseeinrichtung 3 erfassten warenspezifischen Ken- nungsdaten Ki verarbeitet und entsprechenden jeweils den Waren zugeordneten Preisdaten zugeordnet werden können. In der Registriereinrichtung 11 werden entsprechende Registrierungsinformationen erzeugt, die im Wesentlichen aus einer Liste der erfassten Waren 4 und der entsprechenden Preise sowie dem Gesamtbetrag besteht. Diese Registrierungsinformationen können dann in dem berührungsempfindlichen Bildschirm 7 dargestellt werden sowie nach Bezahlung mittels eines im Terminal 2 integrierten Druckers in Form eines Registrierbons, Kassenbons ausgedruckt werden. Alternativ kann der Registrierbon auch unmittelbar nach Ab- schluss des Scannvorgangs ausgedruckt werden, wobei der Kunde diesen dann erneut einscannen muss, bevor er den Kaufpreis zahlt.

Die Registrierungsinformationen können auch nach und nach mit jedem Scannvorgang der einzelnen Waren 4 in den Bildschirm 7 dargestellt werden, so dass der Kunde eine visuelle Überprüfung über die erfolgreiche Einscannung der betreffenden Ware hat.

Zur Überprüfung, ob der Kunde alle für den Kauf bereitgestellten Waren 4 eingescannt hat, ist eine Kontrollerfas- sungseinrichtung 12 vorgesehen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei oberhalb des Ablagetisches 5 (Ablagebereich) angeordneten optischen Bilderfassungsgeräten aufweist. Diese Bilderfassungsgeräte 12 sind jeweils als eine digitale Kamera mit einem CCD-Sensor ausgebildet, wobei die eine Kamera 12' in einer solchen Höhe orientiert zu dem Ablagetisch 5 angeordnet ist, dass die auf dem an der einen Seite des Terminals 2 angeordneten Ablagetisch 5' abge- stellte Waren 4 erfasst werden können. Die andere Kamera 12'' ist derart auf einer zu dem Terminal 2 gegenüberliegenden Seite angeordnet und ausgerichtet, dass der entsprechend unterhalb angeordnete weitere Ablagetisch 5'' vollständig erfasst wird, so dass entsprechende Bilddaten von auf dem Ablagetisch 5'' abgelegten Waren 4 erzeugt werden können. Die von den Kameras 12', 12'' generierten Bilddaten werden als Kennungsdaten K 2 nach einer ersten Ausführungs- form der Erfindung gemäß Figur 2 an die Registriereinrichtung 11 übertragen. Die Registriereinrichtung 11 weist eine Überprüfungseinrichtung 13 auf, in der die von der Kontrol- lerfassungseinrichtung 12 bereitgestellten Bilddaten K 2 verarbeitet werden. Insbesondere kann die Registriereinrichtung 11 ein Kontrollsteuerprogramm 14 aufweisen, mittels dessen Bilddaten K 2 lediglich eines Teils der zu den gesamten bereitgestellten Waren 4 korrespondierenden Kennungsdaten K 2 einer weiteren Überprüfung zugeführt werden. Diese Auswahl der Bilddaten K 2 kann stichprobenhaft erfolgen, wobei weniger als die Hälfte der von der Kontroller- fassungseinrichtung 12 erfassten und für den Kaufvorgang von dem Kunden bereitgestellten Waren 4 einer späteren Überprüfung zugeführt werden. Hierdurch kann insbesondere die Identifikationssicherheit der entsprechend erfassten Waren 4 verbessert werden, so dass eine Fehlerkennung ausgeschlossen werden kann. Es reicht beispielsweise aus, eine Stichprobe von maximal 30 % der bereitgestellten Waren 4 einer Überprüfung zuzuführen.

Diese Stichprobe muss sich nicht auf Waren eines einzelnen Kunden beziehen. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich die Stichprobe auf Waren einer Gruppe von Kunden bezieht, so dass es vorkommen kann, dass vereinzelt die von einem Kunden bereitgestellten Waren 4 gar nicht auf Übereinstim- mung mit den tatsächlich von dem Kunden erfassten Waren überprüft wird.

Die Überprüfungseinrichtung 13 weist darüber hinaus ein Vergleichsprogramm 15 auf, mittels dessen die Übereinstimmung der zusätzlich von der Kontrollerfassungseinrichtung 12 erfassten Waren 4 mit den durch den Kunden erfassten Waren 4 erfolgt. Hierzu werden die entsprechend aufbereiteten Kennungsdaten Ki der Waren, die der Kunden mittels der Leseeinrichtung 3 detektiert hat, jeweils mit den Kennungsdaten K 2 , die die Kontrollerfassungseinrichtung 12 erfasst hat, miteinander verglichen.

Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich ist, werden mittels des Vergleichsprogramms 15 nach sequentieller Zuordnung der Kennungsdaten K 2 zu den Kennungsdaten Ki gemäß Schritt 16 in einem weiteren Schritt 17 nach und nach die Kennungsdaten K 2 der kontrollierten Waren 4 mit den infolge des Einscannens des Kunden erzeugten Kennungsdaten K x verglichen. Konnte eine Übereinstimmung festgestellt werden, wird ein Bestätigungssignal 18 erzeugt, so dass die Kennungsdaten K 2 der nächsten Waren 4 überprüft werden können. Fällt die Übereinstimmung negativ aus, wird ein Korrektursignal 19 erzeugt, das an eine Meldeeinrichtung 20 übertragen wird zur Abgabe eines Alarmsignals. Beispielsweise kann die Meldeeinrichtung 20 durch eine rotes Licht abstrahlende Signalleuchte gebildet sein, die sich säulenförmig von dem Terminal 2 erhebt. Wird ein solches Korrektursignal 19 erzeugt, kann mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der Kunde die stichprobenhaft von der Kontrollerfassungseinrichtung 12 erfasste Ware 4 nicht eingescannt hat, so dass der Kaufvorgang unterbrochen und unter Betreuung einer Aufsichtsperson der entsprechende Scannvorgang für die betreffende Ware 4 wiederholt werden kann. Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 3 werden im Unterschied zu dem vorgenannte Ausfüh- rungsbeispiel die von der Kontrollerfassungseinrichtung 12 erfassten Bilddaten K 2 zu einem ortsfern angeordneten Monitor 21 eines Kontrollplatzes 22 übertragen und dort visua- lisiert dargestellt. Die Bilddaten K 2 können sich aus einer Beschriftung, beispielsweise einen Strichcode der Waren 4 und/oder einer Form und/oder einer Größe und/oder einer graphischen Gestaltung der Waren 4 zusammensetzen. Wesentlich ist, dass die Kontrollperson nur Bilddaten K 2 von solchen Waren 4 für die Überprüfung vorsieht, die eindeutig identifiziert sind.

Eine an dem Kontrollplatz 22 sitzende Kontrollperson kann nun nacheinander nach einem vorgegebenen Schema oder beliebig Waren identifizieren und diese identifizierten Waren in einer Überprüfungseinrichtung 23 anwählen. Hierzu kann die Überprüfungseinrichtung 23 beispielsweise eine Anzahl von Piktogrammtasten aufweisen, die jeweils einer bestimmten Kategorie von Waren oder Waren selbst zugeordnet sind. Alternativ kann die Kontrollperson auch einen zu den erkannten Waren korrespondierenden Code in eine Eingabeeinheit der Überprüfungseinrichtung 23 eingeben.

In der Überprüfungseinrichtung 23 wird - wie bereits oben zu dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben - die stichprobenweise Überprüfung der von der Kontrollerfassungseinrichtung 12 erfassten Waren mit den von der Leseeinrichtung 3 erfassten Waren durchgeführt.

Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können die gemäß der ersten Ausführungsform und der zweiten Ausführungsform vorgesehenen Bereitstellung der von der Kontrollerfassungseinrichtung 12 bereitgestellten Kennungs- daten K 2 an das Vergleichsprogramm 15 auch überlagert vorgenommen werden. Hierdurch wird eine Redundanz bzw. eine höhere Kontrollsicherheit erzeugt.

Bezugszeichenliste

1 Warenerfassungsplatz

2 Terminal

3 Leseeinrichtung

4 Waren

5 Ablagetisch

6 Scannscheibe

7 Bildschirm

8 Einlass

9 Auslass

10 Kartenleser

11 Registriereinrichtung

12 Kontrollerfassungseinrichtung

13 Überprüfungseinrichtung

14 Kontrollsteuerprogramm

15 Vergleichsprogramm

16 Schritt

17 Schritt

18 Bestätigungssignal

19 Korrektursignal

20 Meldeeinrichtung

21 Monitor

22 Kontrollplatz

23 Überprüfungseinrichtung B Bezahleinrichtung