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Patent Searching and Data


Title:
SYSTEM FOR TRACKING FOOD INTAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/137202
Kind Code:
A1
Abstract:
A system (200) for tracking the food intake of at least one user is described. The system (200) comprises a central unit (201) that is set up to manage at least one user-specific data record for at least one user. In this case, a user-specific data record for a user comprises food data with reference to the food intake of the user. The system (200) further comprises a multiplicity of devices (100) for producing a food (117). A device (100) is set up to produce a food (117) for a user, and to send food data with reference to the food (117) produced and identification data with reference to the user to the central unit (201) via a communication link.

Inventors:
ARENTOFT, Nina (Pestalozzistr. 28, München, 80469, DE)
JEDLINSKI, Jakub Jan (Hohenbrunner Str. 5, Neubiberg, 85579, DE)
SCHUSTER, Lucia (Schwanthalerstr. 95, München, 80336, DE)
Application Number:
EP2017/050488
Publication Date:
August 17, 2017
Filing Date:
January 11, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BSH HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
International Classes:
G06F19/00; A23L5/00; A23P30/00; G06Q50/24
Foreign References:
US20150325076A12015-11-12
US20150302375A12015-10-22
EP2930008A12015-10-14
Other References:
LIPTON JEFFREY I ET AL: "Additive manufacturing for the food industry", TRENDS IN FOOD SCIENCE AND TECHNOLOGY, vol. 43, no. 1, 31 May 2015 (2015-05-31) - 31 May 2015 (2015-05-31), pages 114 - 123, XP029153887, ISSN: 0924-2244, DOI: 10.1016/J.TIFS.2015.02.004
None
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

System (200) zur Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers, wobei das System (200) umfasst:

- eine Zentraleinheit (201 ), die eingerichtet ist, zumindest einen nutzerspezifischen Datensatz für zumindest einen Nutzer zu verwalten; wobei ein nutzerspezifischer Datensatz für einen Nutzer Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers umfasst; und

- eine Vielzahl von Geräten (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17), die jeweils eingerichtet sind,

- ein Nahrungsmittel (1 17) für einen Nutzer herzustellen, und

- Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf das hergestellte Nahrungsmittel (1 17) sowie Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer über eine Kommunikationsverbindung an die Zentraleinheit (201 ) zu senden.

System (200) gemäß Anspruch 1 , wobei ein Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) eingerichtet ist:

- ein Rezept für die Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) zu ermitteln, wobei das Rezept Zutaten und Prozessschritte für die Herstellung des Nahrungsmittels (1 17) anzeigt; und

- Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf das hergestellte Nahrungsmittel (1 17) in Abhängigkeit von dem Rezept zu ermitteln.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) einen Nahrungsmitteldrucker umfasst, der eingerichtet ist, aus einer Vielzahl von essbaren Zutaten (1 12) ein Nahrungsmittel (1 17) zu drucken.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) umfasst:

- eine Vielzahl von Behältern (102), wobei die Behälter (102) jeweils unterschiedliche essbare Zutaten (1 12) aufnehmen können; - eine Mischeinheit (104), die eingerichtet ist, aus Zutaten (1 12) von ein oder mehreren der Vielzahl von Behältern (1 12) eine essbare Druckmasse (1 14) zu erzeugen;

- eine oder mehrere Düsen (106), die eingerichtet sind, die Druckmasse (1 14) an unterschiedlichen Positionen auszutreiben, um eine räumliche Anordnung von Druckmasse (1 14) herzustellen; und

- eine Gareinheit (107), die eingerichtet ist, die räumliche Anordnung von Druckmasse (1 14) zu garen, um ein Nahrungsmittel (1 17) herzustellen.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist:

- auf Basis der Nahrungsmittel-Daten für einen Nutzer einen Nahrungsmittel- Hinweis zu ermitteln, der einen Nährstoff und insbesondere eine Menge des Nährstoffes anzeigt, die der Nutzer in Zukunft konsumieren oder vermeiden sollte; und

- den Nahrungsmittel-Hinweis über die Kommunikationsverbindung an zumindest ein Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) zu senden; und

- das zumindest eine Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) eingerichtet ist, ein Nahrungsmittel (1 17) für den Nutzer in Abhängigkeit von dem Nahrungsmittel-Hinweis herzustellen.

System (200) gemäß Anspruch 5, wobei das zumindest eine Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) eingerichtet ist, in Abhängigkeit von dem Nahrungsmittel-Hinweis zumindest eine Zutat (1 12) und insbesondere eine Menge einer Zutat (1 12) für die Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) für den Nutzer anzupassen.

7. System (200) gemäß einem der Ansprüche 5 bis 6, wobei die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist:

- eine Soll-Menge eines Nährstoffs für einen Zeitraum zu ermitteln; - auf Basis der Nahrungsmittel-Daten eine Ist-Menge des Nährstoffs zu ermitteln, die der Nutzer in dem Zeitraum konsumiert hat; und

- den Nahrungsmittel-Hinweis auf Basis der Ist-Menge und auf Basis der Soll- Menge des Nährstoffs zu ermitteln.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- ein Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) eine Schnittstelle (122) umfasst, über die sich ein Nutzer an dem Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) registrieren kann; und

- die Identifikations-Daten anzeigen, welcher Nutzer sich an dem Gerät (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) registriert hat.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist, persönliche Daten in einem nutzerspezifischen Datensatz eines Nutzers zu speichern; und

- die persönlichen Daten ein oder mehrere der folgenden Daten in Bezug auf den Nutzer umfassen: Geschlecht, Alter, Geburtstag, Größe, Gewicht, Body-Mass- Index, Körper-Anteile von Fett bzw. Muskeln bzw. Wasser, Blut-Daten, und/oder gesundheitliche Daten. 10. System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist, Aktivitäts-Daten in einem nutzerspezifischen Datensatz eines Nutzers zu speichern; und

- die Aktivitäts-Daten ein oder mehrere der folgenden Daten in Bezug auf körperliche Aktivitäten des Nutzers umfassen: eine ausgeführte Sportart, eine Häufigkeit der Ausführung einer Sportart, eine Dauer der Ausführung einer Sportart, und/oder eine Intensität der Ausführung einer Sportart.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist, eine Vielzahl von nutzerspezifisch Datensätzen für eine entsprechende Vielzahl von Nutzern zu verwalten. System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

- das System (200) ein elektronisches Gerät (203) eines Nutzers umfasst; und

- das elektronische Gerät (203) eingerichtet ist, über eine Kommunikationsverbindung mit der Zentraleinheit (201 ) zu kommunizieren, um den nutzerspezifischen Datensatz des Nutzers zu editieren und/oder einzusehen.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das System (200) zumindest eine Restaurant-Schnittstelleneinheit umfasst, die es einem Verwaltungssystem eines Restaurants ermöglicht, Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein von einem Nutzer bestelltes Nahrungsmittel und Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer an die Zentraleinheit (201 ) zu senden.

System (200) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zentraleinheit (201 ) einen Daten-Server umfasst.

Zentraleinheit (201 ) zur Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers, wobei die Zentraleinheit (201 ) eingerichtet ist:

- zumindest einen nutzerspezifischen Datensatz für zumindest einen Nutzer zu verwalten; wobei ein nutzerspezifischer Datensatz für einen Nutzer Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers umfasst; und

- von einer Vielzahl von Geräten (100) zur Herstellung eines Nahrungsmittels (1 17) Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein für einen Nutzer hergestelltes Nahrungsmittel und Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer zu empfangen.

Description:
System zur Nachverfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme

Die Erfindung betrifft ein System zur Ermittlung, zur Auswertung und/oder zur Anpassung der von einem Nutzer oder mehreren Nutzern konsumierten Nahrungsmittel. Des Weite- ren betrifft die Erfindung eine Zentraleinheit bzw. einen Server für ein solches System.

Das Bedürfnis der Menschen nach einer gesunden und ausgewogenen Ernährung steigt stetig an. Das vorliegende Dokument befasst sich mit der technischen Aufgabe, ein System bzw. eine Zentraleinheit bereitzustellen, die es einem Nutzer ermöglichen, in zuverlässiger und effizienter Weise aufgenommene Nahrungsmittel und insbesondere aufgenommene Nährstoffe zu erfassen und ggf. bei Bedarf an persönliche Bedürfnisse anzupassen.

Die Aufgabe wird jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind insbesondere in den abhängigen Patentansprüchen definiert, in nachfolgender Beschreibung beschrieben oder in der beigefügten Zeichnung dargestellt.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein System zur Verfolgung bzw. Nachverfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers beschrieben. Das System umfasst eine Zentraleinheit, die eingerichtet ist, zumindest einen nutzerspezifischen Datensatz für zumindest einen Nutzer zu verwalten. Die Zentraleinheit ist typischerweise eingerichtet, eine Vielzahl von nutzerspezifischen Datensätzen für eine entsprechende Vielzahl von Nutzern zu verwalten. Die Zentraleinheit kann dabei z.B. einen oder mehrere Daten-Server umfassen. Insbesondere kann die Zentraleinheit in einer sogenannten Cloud (d.h. in einem Netzwerk von Servern) angeordnet sein.

Ein nutzerspezifischer Datensatz für einen Nutzer umfasst Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers. Insbesondere können die Nahrungsmittel- Daten anzeigen, welche Mengen und Typen von Nahrungsmitteln bzw. Nährstoffen ein Nutzer in einem bestimmten Zeitraum (z.B. innerhalb eines Tages) konsumiert hat. Die Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers kann somit mittels eines nutzerspezifischen Datensatzes verfolgt werden.

Das System umfasst weiter zumindest ein Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels, das eingerichtet ist, ein Nahrungsmittel für einen Nutzer herzustellen. Typischerweise umfasst das System eine Vielzahl von Geräten zur Herstellung eines Nahrungsmittels. Solche Geräte zur Herstellung eines Nahrungsmittels können z.B. in privaten Haushalten und/oder in öffentlichen Bereichen (z.B. in Kantinen) angeordnet sein. Ein Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann eingerichtet sein, eine individuelle Portion eines Nahrungsmittels für einen Nutzer herzustellen. Die Herstellung des Nahrungsmittels kann dabei auf Basis von ein oder mehreren Zutaten erfolgen, die dem Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels bekannt sind, so dass das Gerät typischerweise die Zusammensetzung eines hergestellten Nahrungsmittels kennt (insbesondere in Bezug auf die darin enthaltenen Mengen von unterschiedlichen Nährstoffen). Das zumindest eine Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels ist weiter eingerichtet, Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf das hergestellte Nahrungsmittel (z.B. in Bezug auf die darin enthaltenen Mengen an unterschiedlichen Nährstoffen) sowie Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer über eine (drahtlose und/oder drahtgebundene) Kommunikationsverbindung an die Zentraleinheit zu senden.

Die Zentraleinheit kann die von einem Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels empfangenen Nahrungsmittel-Daten in dem Datensatz des jeweiligen Nutzers speichern. Somit kann die Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers in zuverlässiger und effizienter Weise erfasst bzw. verfolgt werden.

Das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann eingerichtet sein, ein Rezept für die Herstellung eines Nahrungsmittels zu ermitteln. Dabei kann das Rezept Zutaten und ggf. Prozessschritte für die Herstellung des Nahrungsmittels anzeigen. Das Gerät kann das Rezept dazu verwenden, das Nahrungsmittel herzustellen. Des Weiteren können die Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf das hergestellte Nahrungsmittel in Abhängigkeit von dem Rezept ermittelt und an die Zentraleinheit gesendet werden. Die Verwendung eines Rezeptes für die Herstellung eines Nahrungsmittels und für die Ermittlung der Nah- rungsmittel-Daten ermöglicht eine präzise Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers.

Das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann z.B. einen Nahrungsmitteldrucker umfassen, der eingerichtet ist, aus einer Vielzahl von essbaren Zutaten ein Nahrungsmit- tel zu„drucken". Dabei kann ein Rezept verwendet werden, um die erforderlichen Mengen an Zutaten und ggf. die erforderlichen Prozessschritte zu bestimmen. Das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels (insbesondere ein Nahrungsmitteldrucker) kann z.B. eine Vielzahl von Behältern für die Aufnahme von jeweils unterschiedlichen essbaren Zutaten umfassen. Bestimmte Mengen von essbaren Zutaten können dann, gemäß einem Rezept, in eine Mischeinheit überführt werden, die eingerichtet ist, aus Zutaten von ein oder mehreren der Vielzahl von Behältern eine essbare Druckmasse zu erzeugen. Alternativ oder ergänzend kann die Druckmasse direkt aus einem Behälter bereitgestellt werden. Mittels einer oder mehrerer Düsen kann die Druckmasse an unterschiedlichen Positionen ausgetrieben werden, um eine räumliche Anordnung von Druckmasse herzustellen. Dabei kön- nen die ein oder mehreren Düsen und/oder die Bodenplatte mit der räumlichen Anordnung von Druckmasse relativ zueinander beweglich sein. Die Druckmasse kann (optional und/oder bei Bedarf) in einer Gareinheit gegart werden, um ein Nahrungsmittel herzustellen. Ggf. kann das Nahrungsmittel auch ohne Garvorgang verzehrfertig sein. Das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann somit in flexibler Weise aus verschiedenen Zutaten Nahrungsmittel herstellen. Dies ermöglicht einerseits eine abwechslungsreiche Ernährung und andererseits eine präzise Verfolgung und ggf. Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers. Die Zentraleinheit kann eingerichtet sein, auf Basis der Nahrungsmittel-Daten für einen Nutzer einen Nahrungsmittel-Hinweis zu ermitteln, der einen Nährstoff und insbesondere eine Menge des Nährstoffes anzeigt, die der Nutzer in Zukunft konsumieren oder vermeiden sollte. Insbesondere kann die Zentraleinheit eingerichtet sein, eine Soll-Menge eines Nährstoffs für einen Zeitraum (z.B. für einen Tag) zu ermitteln. Des Weiteren kann auf Basis der Nahrungsmittel-Daten eine Ist-Menge des Nährstoffs ermittelt werden, die der Nutzer in dem Zeitraum konsumiert hat. Der Nahrungsmittel-Hinweis kann dann auf Basis der Ist-Menge und auf Basis der Soll-Menge des Nährstoffs bestimmt werden. Z.B. kann durch den Nahrungsmittel-Hinweis angezeigt werden, ob die Ist-Menge über bzw. unter der Soll-Menge liegt.

Der Nahrungsmittel-Hinweis kann über die Kommunikationsverbindung an das zumindest eine Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels gesendet werden. Das zumindest eine Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann dann ein Nahrungsmittel für den Nutzer in Abhängigkeit von dem Nahrungsmittel-Hinweis herstellen. Dabei kann das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels in Abhängigkeit von dem Nahrungsmittel-Hinweis zumindest eine Zutat und insbesondere eine Menge einer Zutat für die Herstellung eines Nahrungsmittels für den Nutzer anpassen (z.B. um die Ist-Menge eines Nährstoffs in Richtung zur Soll-Menge für diesen Nährstoff zu erhöhen). Das System ermöglicht somit eine präzise und zuverlässige Verfolgung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers. Insbesondere kann durch das System in automatischer weise eine ausgewogene Ernährung eines Nutzers sichergestellt werden. Das zumindest eine Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels kann eine Schnittstelle umfassen, über die sich ein Nutzer (manuell oder mittels eines persönlichen elektronischen Geräts des Nutzers) an dem Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels registrieren kann. Die (an die Zentraleinheit gesendeten) Identifikations-Daten können dann anzeigen, welcher Nutzer sich an dem Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels registriert hat. So kann eine zuverlässige und automatische Zuordnung von Nahrungsmittel-Daten zu einem nutzerspezifischen Datensatz gewährleistet werden.

Die Zentraleinheit kann eingerichtet sein, persönliche Daten in einem nutzerspezifischen Datensatz eines Nutzers zu speichern. Die persönlichen Daten können ein oder mehrere der folgenden Daten in Bezug auf den Nutzer umfassen: Geschlecht, Alter, Geburtstag, Größe, Gewicht, Body-Mass-Index, Körper-Anteile von Fett bzw. Muskeln bzw. Wasser, Blut-Daten, und/oder gesundheitliche Daten. Diese persönlichen Daten können z.B. manuell durch einen Nutzer an einem elektronischen Gerät des Nutzers eingegeben werden. Alternativ oder ergänzend können die persönlichen Daten von einem anderen Daten- Server bezogen werden. Die persönlichen Daten eines Nutzers können dazu verwendet werden, einen Nahrungsmittel-Hinweis in Bezug auf die zukünftige Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers zu generieren. Durch die Berücksichtigung der persönlichen Daten kann die Verfolgung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers weiter verbessert werden.

Die Zentraleinheit kann eingerichtet sein, Aktivitäts-Daten in einem nutzerspezifischen Datensatz eines Nutzers zu speichern. Die Aktivitäts-Daten können ein oder mehrere der folgenden Daten in Bezug auf körperliche Aktivitäten des Nutzers umfassen: eine ausgeführte Sportart, eine Häufigkeit der Ausführung einer Sportart, eine Dauer der Ausführung einer Sportart, und/oder eine Intensität der Ausführung einer Sportart. Diese Aktivitäts- Daten können z.B. manuell durch einen Nutzer an einem elektronischen Gerät des Nutzers eingegeben werden. Alternativ oder ergänzend können die Aktivitäts-Daten von einem anderen Daten-Server bezogen werden. Die Aktivitäts-Daten eines Nutzers können dazu verwendet werden, einen Nahrungsmittel-Hinweis in Bezug auf die zukünftige Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers zu generieren. Durch die Berücksichtigung der Aktivitäts-Daten kann die Verfolgung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers weiter verbessert werden.

Das System kann ein (persönliches) elektronisches Gerät eines Nutzers (z.B. ein Smartphone) umfassen. Das elektronische Gerät kann eingerichtet sein, über eine (drahtlose und/oder drahtgebundene) Kommunikationsverbindung mit der Zentraleinheit zu kommunizieren, um den nutzerspezifischen Datensatz des Nutzers zu editieren und/oder einzusehen. Die Einbindung eines elektronischen Geräts eines Nutzers ermöglicht eine verbesserte Kommunikation mit dem Nutzer (z.B. zur Ausgabe eines Nahrungsmittel-Hinweises). Des Weiteren können mit dem elektronischen Gerät Nahrungsmittel-Daten von Nahrungsmitteln erfasst werden, die z.B. von dem Nutzer selbst hergestellt wurden. Somit ermöglicht die Einbindung eines elektronischen Geräts eines Nutzers eine weitere Ver- besserung der Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers.

Das System kann optional zumindest eine Restaurant-Schnittstelleneinheit umfassen, die es einem Verwaltungssystem eines Restaurants ermöglicht, (automatisch) Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein von einem Nutzer bestelltes Nahrungsmittel und Identifikations- Daten in Bezug auf den Nutzer (über eine drahtlose und/oder drahtgebundene Kommunikationsverbindung) an die Zentraleinheit zu senden. So kann die Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers weiter verbessert werden. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Zentraleinheit zur Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers beschrieben. Die Zentraleinheit ist eingerichtet, zumindest einen nutzerspezifischen Datensatz für zumindest einen Nutzer zu verwalten. Dabei umfasst ein nutzerspezifischer Datensatz für einen Nutzer Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers. Die Zentraleinheit ist weiter eingerichtet, von einem Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein für einen Nutzer hergestelltes Nahrungsmittel und Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer zu empfangen.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels beschrieben. Das Gerät zur Herstellung eines Nahrungsmittels ist eingerichtet, Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein für einen Nutzer hergestelltes Nahrungsmittel und Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer zu ermitteln und an eine Zentraleinheit zur Speicherung weiterzuleiten. Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Verfolgung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers beschrieben. Das Verfahren umfasst das Herstellen eines Nahrungsmittels für einen Nutzer mittels eines Geräts zur Herstellung eines Nahrungsmittels. Außerdem umfasst das Verfahren das Übermitteln von Nahrungsmittel- Daten in Bezug auf das hergestellte Nahrungsmittel sowie von Identifikations-Daten in Bezug auf den Nutzer an eine Zentraleinheit. Des Weiteren umfasst das Verfahren das Verwalten von zumindest einem nutzerspezifischen Datensatz für zumindest einen Nutzer an der Zentraleinheit; wobei ein nutzerspezifischer Datensatz für einen Nutzer Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme des Nutzers umfasst. Es ist zu beachten, dass jegliche in diesem Dokument beschriebenen Aspekte des Systems, der Zentraleinheit und/oder des Verfahrens in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden können. Insbesondere können die Merkmale der Patentansprüche in vielfältiger Weise miteinander kombiniert werden. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von in den Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei zeigen

Figur 1 ein Blockdiagramm eines Gerätes zur Herstellung eines Nahrungsmittels; und Figur 2 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Systems zur Ermittlung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers.

Wie eingangs dargelegt, befasst sich das vorliegende Dokument mit der effizienten und zuverlässigen Erfassung, Auswertung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers. In diesem Zusammenhang zeigt Fig. 2 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Systems 200 zur Erfassung, Auswertung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme zumindest eines Nutzers. Das System 200 umfasst eine Zentraleinheit 201 (z.B. einen Server und/oder eine Datenbank). Die Zentraleinheit 201 kann über draht- lose und/oder drahtgebundene Kommunikationsverbindungen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Geräten 202, 100, 203 kommunizieren, um Daten auszutauschen. Des Weiteren kann die Zentraleinheit 201 für eine Vielzahl von Nutzern nutzerspezifische Datensätze speichern und bereitstellen. In einem nutzerspezifischen Datensatz können Daten (in diesem Dokument als Nahrungsmittel-Daten bezeichnet) bezüglich der Nahrungsmittel-Aufnahme eines Nutzers erfasst und gespeichert werden. Des Weiteren können in einem nutzerspezifischen Datensatz Daten (insbesondere persönliche Daten und/oder Aktivitäts-Daten) in Bezug auf den Nutzer gespeichert werden.

Ein Nutzer kann z.B. über ein persönliches elektronisches Gerät 203 (z.B. über ein Smartphone) mit der Zentraleinheit 201 kommunizieren. Insbesondere kann ein Nutzer über eine Software-Applikation (eine sogenannte App) auf dem elektronischen Gerät 203 Daten an die Zentraleinheit 201 übermitteln und/oder von der Zentraleinheit 201 empfangen. Ein Nutzer kann mittels des elektronischen Geräts 203 persönliche Daten für einen nutzerspezifischen Datensatz verwalten. Beispielhafte persönliche Daten sind: allgemeine Informationen wie Alter, Geburtsdatum, Geschlecht, Größe, Gewicht, Body-Mass-Index, Körper-Anteile von Fett, Muskeln, Wasser, etc.; Gesundheits-bezogene Daten, wie Allergien, Diabetes, eine Nahrungsmittel-Intoleranz, etc.; Blut-Daten, wie z.B. ein Magnesium-, Kalzium-, Eisen-Spiegel, etc. Des Weiteren können auch Aktivitäts-Daten bzw. Fitnessbezogene Daten verwaltet werden, wie z.B. ein Typ des praktizierten Sports, die Häufigkeit von sportlichen Tätigkeiten, Fitness-Ziele, etc. Außerdem kann der Nutzer über das elektronische Gerät 203 Daten in Bezug auf die Aufnahme von Nahrungsmitteln erfassen. Insbesondere kann die Menge von Nahrungsmitteln erfasst werden, die der Nutzer im Laufe eines Tages zu sich nimmt. Die Nahrungsmittel-Daten können manuell von dem Nutzer eingegeben werden. Alternativ oder ergänzend können z.B. Barcodes an der Verpackung von Nahrungsmitteln mittels einer Scan-Funk- tion des elektronischen Geräts 203 ausgelesen werden. Anhand der Barcodes kann dann ermittelt werden, welches Nahrungsmittel der Nutzer gegessen und/oder getrunken hat. Außerdem können anhand von Barcodes die Nährstoffe ermittelt werden, die sich in dem Nahrungsmittel befinden. Alternativ oder ergänzend zu Barcodes können andere Identifikationsmittel wie z.B. Bilderkennungsverfahren, QR Codes, etc. verwendet werden, um ein verzehrtes Nahrungsmittel zu identifizieren.

Es kann so in der Zentraleinheit 201 ein Datensatz für einen Nutzer verwaltet werden, der Nahrungsmittel-Daten umfasst, die anzeigen, wie sich der Nutzer in einem bestimmten Zeitraum ernährt hat. Der Datensatz kann weiter persönliche Daten umfassen, die den Nutzer in Bezug auf seine Nahrungsmittel-Bedürfnisse und/oder in Bezug auf Nahrungsmittel-Einschränkungen beschreiben. Außerdem kann der Datensatz Aktivitäts-Daten umfassen, die einen Energieverbrauch des Nutzers in einem bestimmten Zeitraum anzeigen. Auf Basis der Daten in dem Datensatz eines Nutzers können somit Soll-Mengen für die Aufnahme von unterschiedlichen Nährstoffen bestimmt werden. Andererseits können auf Basis der gespeicherten Daten Ist-Mengen der tatsächlich aufgenommenen Nährstoffe ermittelt werden. Durch einen Vergleich zwischen Soll-Mengen und Ist-Menge können dann Empfehlungen bzw. Hinweise (z.B. über das persönliche elektronische Gerät 203) für die zukünftige Nahrungsmittel-Aufnahme erstellt werden, z.B. um einem Mangel an bestimmten Nährstoffen vorzubeugen. Derartige Empfehlungen und/oder Hinweise werden in diesem Dokument auch als Nahrungsmittel-Hinweise bezeichnet.

Das manuelle Erfassen von Nahrungsmitteln zur Ermittlung der Nahrungsmittel-Daten ist für einen Nutzer typischerweise mühsam und kann zu fehlerhaften und/oder ungenauen Daten in Bezug auf die Nahrungsmittel-Aufnahme führen. Außerdem kann durch die Aus- gäbe von Nahrungsmittel-Hinweisen (z.B. über einen Bildschirm des elektronischen Geräts 203) nicht zuverlässig ein Nährstoff-Mangel vermieden werden. Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm eines beispielhaften Geräts 100 zur Herstellung eines Nahrungsmittels 1 17 (auch als Nahrungsmitteldrucker bezeichnet). Das Gerät 100 kann dazu verwendet werden, aus ein oder mehreren Zutaten 1 12 ein Nahrungsmittel 1 17 für einen Nutzer herzustellen. Das Gerät 100 kann, wie in Fig. 2 dargestellt, mit der Zentraleinheit 201 Daten austauschen, insbesondere in Bezug auf die für einen Nutzer herge- stellten und/oder herzustellenden Nahrungsmittel 1 17.

Das Gerät 100 umfasst eine Vielzahl von Behältern 102 zur Aufnahme von einer entsprechenden Vielzahl von Zutaten 1 12. Die Behälter 102 können in das Gerät 100 eingeführt werden (an dafür vorgesehene Positionen), und die Behälter 102 können bei Bedarf aus- getauscht werden. Die Behälter 102 können innerhalb des Geräts 100 in einer Temperierungseinheit 101 (z.B. in einem Kühlschrank) angeordnet sein. Durch die Temperierung der Behälter 102 kann die Haltbarkeit der darin enthaltenen Zutaten 1 12 verlängert werden. Die essbaren Zutaten 1 12 können zumindest teilweise eine formbare Konsistenz aufweisen. Die essbaren Zutaten 1 12 können z.B. zumindest teilweise in pürierter Form vorliegen. Des Weiteren können die Zutaten 1 12 unterschiedliche Komponenten eines zu erstellenden Nahrungsmittels 1 17 umfassen. Beispielsweise können die Zutaten 1 12 in einem ersten Behälter 102 eine Fleischkomponente (z.B. Hackfleisch) umfassen. Ein zweiter Behälter 102 kann z.B. eine Kartoffelkomponente enthalten und ein dritter Behälter 102 kann z.B. eine Komponente aus grünem Gemüse enthalten. Außerdem können in ein oder mehreren der Behälter 102 Gewürze als Zutaten 1 12 bereitgestellt werden.

Die Behälter 102 können über Leitungen 103 mit einer Mischeinheit 104 verbunden sein. In der Mischeinheit 104 können ein oder mehrere der Zutaten 1 12 aus der Vielzahl von Behältern 102 gemischt werden, um eine Druckmasse 1 14 für die Herstellung des Nahrungsmittels 1 17 zu erzeugen. Die Druckmasse 1 14 kann über eine Leitung 105 zu einer Düse 106 befördert werden, wobei die Düse 106 eingerichtet ist, die Druckmasse 1 14 an bestimmten Positionen auszustoßen, um eine räumliche Anordnung von Druckmasse zu erstellen. Beispielsweise können schichtweise unterschiedliche Druckmassen 1 14 ausgestoßen werden, um schichtweise eine räumliche Anordnung aus den unterschiedlichen Druckmassen 1 14 zu erstellen. Die Düse 106 kann zu diesem Zweck an einer Schiene 108 beweglich angeordnet sein, so dass die Düse 106 an unterschiedliche Positionen bewegt werden kann, und an unterschiedlichen Positionen Druckmasse 1 14 ausstoßen kann.

Die anhand der Druckmasse 1 14 hergestellte räumliche Anordnung kann durch eine Gareinheit 107 gegart werden, um ein fertig gegartes (z.B. ein gekochtes, gebackenes oder gebratenes) Nahrungsmittel 1 17 zu erstellen. Die Gareinheit 107 kann einen thermischen Ofen, einen Mikrowellenofen, eine Dünsteinheit, einen Grill, eine Pfanne und/oder einen Kochtopf umfassen. In dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel wird die räumliche Anordnung von Druckmasse 1 14 direkt durch die Düse 106 innerhalb der Gareinheit 107„gedruckt". Dies ist vorteilhaft, da so der Aufwand für den Transport der räumlichen Anordnung zu der Gareinheit 107 reduziert werden kann.

Das fertig gegarte Nahrungsmittel 1 17 kann über eine Ausgabe 109 des Geräts 100 an einen Nutzer ausgegeben werden. In dem dargestellten Beispiel umfasst die Gareinheit 107 eine Klappe 109, durch die ein Nutzer das Nahrungsmittel 1 17 aus der Gareinheit 107 entnehmen kann.

Das Gerät 100 umfasst eine Steuereinheit 120, die eingerichtet ist, ein Rezept für ein zu erstellenden Nahrungsmittel 1 17 zu ermitteln. Beispielsweise kann die Steuereinheit 120 dazu auf eine Rezept-Datenbank auf einer Speichereinheit 123 des Geräts 100 zugreifen. Alternativ oder ergänzend kann die Steuereinheit 120 über eine Kommunikationseinheit 121 auf eine externe Rezept-Datenbank zugreifen, die auf einem externen Server gespeichert ist. Die Kommunikationseinheit 121 kann eingerichtet sein, über ein drahtloses und/oder drahtgebundenes Netzwerk mit dem externen Server zu kommunizieren. Alternativ oder ergänzend kann das Rezept über eine Benutzerschnittstelle 122 (z.B. über einen berührungsempfindlichen Bildschirm) des Geräts 100) der Steuereinheit 120 bereitgestellt bzw. ausgewählt werden.

Die Steuereinheit 120 ist weiter eingerichtet, in Abhängigkeit von dem Rezept bestimmte Mengen von Zutaten 1 12 aus der Vielzahl von Behältern 102 (ggf. über die Mischeinheit 104) auf die räumliche Anordnung von Druckmasse 1 14 bzw. auf das herzustellende Nahrungsmittel 1 17 aufzubringen. Des Weiteren ist die Steuereinheit 120 eingerichtet, die Gareinheit 107 des Geräts 100 in Abhängigkeit von dem Rezept anzusteuern, um die räumliche Anordnung von Druckmasse 1 14 zumindest teilweise zu garen. Ein derartiger Nahrungsmitteldrucker 100 kann von einem Nutzer dazu verwendet werden, eine individuelle Mahlzeit herzustellen. Dabei hat der Nahrungsmitteldrucker 100 detaillierte Informationen über die Zusammensetzung der hergestellten Mahlzeit (insbesondere über die darin enthaltenen Mengen an Nährstoffen). Diese Informationen können als Nahrungsmittel-Daten direkt von dem Nahrungsmitteldrucker 100 an die Zentraleinheit 201 übermittelt werden. Die Verwendung eines Nahrungsmitteldruckers 100 ermöglicht somit die zuverlässige und effiziente Ermittlung von Nahrungsmittel-Daten.

Des Weiteren kann ein Nahrungsmittel-Hinweis für einen Nutzer direkt von der Zentralein- heit 201 an den Nahrungsmitteldrucker 100 übermittelt werden. Der Nahrungsmitteldrucker 100 kann dann unter Berücksichtigung des Nahrungsmittel-Hinweises ein Nahrungsmittel 1 17 für den Nutzer herstellen. So kann in automatischer und zuverlässiger Weise sichergestellt werden, dass ein Nutzer die erforderlichen Mengen an Nährstoffen aufnimmt bzw. bestimmte Nährstoffe vermeidet.

Ein Nahrungsmitteldrucker 100 kann in einem privaten Haushalt eines Nutzers verwendet werden. Des Weiteren können Nahrungsmitteldrucker 100 auch in öffentlichen Bereichen (z.B. in Kantinen) verwendet werden, um individuell portionierte Nahrungsmittel 1 17 herzustellen. Ein Nutzer kann sich z.B. über die Bedienschnittstelle 122 des Nahrungsmittel- druckers 100 identifizieren. Alternativ oder ergänzend kann das persönliche Gerät 203 (z.B. eine Near Field Communication, NFC, Schnittstelle) dazu verwendet werden, sich bei einem Nahrungsmitteldrucker 100 zu identifizieren. Durch die Identifikation des Nutzers (und durch die Übermittlung von Identifikations-Daten) können die Nahrungsmittel- Daten bezüglich eines hergestellten Nahrungsmittels 1 17 in der Zentraleinheit 201 dem Datensatz des jeweiligen Nutzers zugeordnet werden. Des Weiteren können nutzerspezifische Nahrungsmittel-Hinweise bei der Herstellung eines Nahrungsmittels 1 17 für einen identifizierten Nutzer berücksichtigt werden.

Die Zentraleinheit 201 kann eingerichtet sein, mit weiteren Nahrungsmittel-Geräten 202 Nahrungsmittel-Daten auszutauschen. Beispielhafte weitere Nahrungsmittel-Geräte 202 sind (Snack-)Verkaufs-Maschinen, Kaffeemaschinen, Eismaschinen, Suppenmaschinen, etc. Diese Nahrungsmittel-Geräte 202 können Nahrungsmittel-Daten in Bezug auf ein von einem Nutzer erworbenes Nahrungsmittel an die Zentraleinheit 201 übermitteln. Die Identifizierung eines Nutzers kann dabei z.B. über ein eingesetztes Zahlungsmittel (z.B. über eine Zahlkarte bzw. Kreditkarte) erfolgen. Des Weiteren können auch Restaurants (insbesondere Fast-Food-Restaurants) mit der Zentraleinheit 201 kommunikativ verbunden sein (z.B. über einen Restaurant-Schnittstelleneinheit), um Nahrungsmittel-Daten für einen Nutzer an die Zentraleinheit 201 zu übermitteln. Durch eine möglichst umfassende Einbindung der Orte, an denen ein Nutzer Nahrungsmittel konsumiert, kann eine umfassende, zuverlässige und effiziente Erfassung der Nahrungsmittel-Daten für einen Nutzer gewährleistet werden.

Die Einbindung der verschiedenen Geräte 100, 202, 203 in ein System 200 zur Ermittlung und/oder Anpassung der Nahrungsmittel-Aufnahme ermöglicht darüber hinaus weitere Vereinfachungen bzw. Anwendungen für einen Nutzer, wie z.B. eine vereinfachte Zahlung von konsumierten Nahrungsmitteln.

Durch das beschriebene System 200 können in zuverlässiger Weise Nahrungsmittel- Empfehlungen und/oder Nahrungsmittel-Verbote (d.h. Nahrungsmittel-Hinweise) ermittelt und umgesetzt werden. Beispielsweise kann durch das System 200, insbesondere durch einen Nahrungsmitteldrucker 100, gewährleistet werden, dass ein Nutzer mit einer bestimmten Allergie kein Nahrungsmittel 1 17 konsumiert, das bei dem Nutzer einen allergischen Anfall verursachen könnte. Des Weiteren kann sichergestellt werden, dass ein Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. im Laufe eines Tages) eine empfohlene Menge an Nährstoffen zu sich nimmt.

Die Zentraleinheit 201 kann somit aus unterschiedlichen Quellen (z.B. von einem Nahrungsmitteldrucker 100, von einem weiteren Nahrungsmittel-Gerät 202, von einem persönlichen elektronischen Gerät 203, von einer vernetzten Küchen-Waage, etc.) Nahrungsmittel-Daten ermitteln, die anzeigen, welche Nahrungsmittel und insbesondere welche Mengen an unterschiedlichen Nährstoffen (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und/oder Wasser) ein Nutzer konsumiert. Diese Nahrungsmittel-Daten können in einem nutzerspezifischen Datensatz gespeichert werden. Des Weiteren können von der Zentraleinheit 201 persönliche Daten und/oder Aktivitäts-Daten für einen Nutzer ermittelt und in dem nutzerspezifischen Datensatz gespeichert werden. Diese Daten können ggf. auch von anderen Applikationen und/oder Datenbanken bezogen werden. Auf Basis der gespeicherten Daten können dann Nahrungsmittel-Hinweise für einen Nutzer ermittelt und ausgegeben werden. Insbesondere kann veranlasst werden, dass ein Nahrungsmittel-Hinweis durch einen Nutzer umgesetzt wird (z.B. durch eine Ausgabe auf einem persönlichen elektronischen Gerät 203 des Nutzers und/oder durch die Herstellung eines entsprechend angepassten Nahrungsmittels 1 17 mit einem Nahrungsmitteldrucker 100).

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere ist zu beachten, dass die Beschreibung und die Figuren nur das Prinzip des vorgeschlagenen Systems bzw. der vorgeschlagenen Zentraleinheit bzw. des vorgeschlagenen Verfahrens veranschaulichen sollen.