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Title:
SYSTEM FOR TRANSPORTING AND SORTING PACKETS AND SIMILAR GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/012463
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a system for transporting and sorting packets (6, 9) and similar goods with a plurality of transport elements (2) of a crossover conveyor (5) or tilting-bowl conveyor, which transport elements (2) circulate on a closed path (3) and onto which the packets (6, 9) are placed for transporting and are sorted by lateral discharging at different target locations. In order for it to be possible for both small and/or flat-format goods (9) and normal packets or similar goods (6) to be transported and sorted in an effective way and thus to provide an economical utilization of the system, it is proposed that, in order to transport and to sort a plurality of small and/or flat-format goods (9), at least one of said transport elements (2) carries at least one cassette (7) which is equipped with a plurality of pockets (8) of identical spacing, in which in each case one of the small and/or flat-format goods (9) can be transported and from which the goods (9) can be ejected at the target location.

Inventors:
ASCHPURWIS, Carsten (Mainaustr. 212, Konstanz, 78464, DE)
ENENKEL, Peter (Schottenstraße 71, Konstanz, 78462, DE)
TANZ, Torsten (Staufenstr. 15, Hilzingen, 78247, DE)
WILKE, Wolf-Stephan (Thomas-Saettele-Str. 12, Konstanz, 78467, DE)
PAUSINGER, Michael (Mühlengasse 3, Allensbach, 78476, DE)
PRETZEL, Hermann (Volapükweg 16, Konstanz, 78465, DE)
Application Number:
EP2010/060284
Publication Date:
February 03, 2011
Filing Date:
July 16, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ASCHPURWIS, Carsten (Mainaustr. 212, Konstanz, 78464, DE)
ENENKEL, Peter (Schottenstraße 71, Konstanz, 78462, DE)
TANZ, Torsten (Staufenstr. 15, Hilzingen, 78247, DE)
WILKE, Wolf-Stephan (Thomas-Saettele-Str. 12, Konstanz, 78467, DE)
PAUSINGER, Michael (Mühlengasse 3, Allensbach, 78476, DE)
PRETZEL, Hermann (Volapükweg 16, Konstanz, 78465, DE)
International Classes:
B65G47/38; B07C3/08; B65G47/96
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen und dergleichen Gütern mit einer Vielzahl auf einer geschlossenen Bahn umlaufender Transportelemente eines Querband- oder

Kippschalenförderers, auf die die Pakete zum Transport aufgegeben und durch seitliches Austragen an

unterschiedlichen Zielorten sortiert werden,

dadurch gekennzeichnet,

dass zum Transport und zum Sortieren mehrerer kleiner

und/oder flachformatiger Güter (9) mindestens eines dieser Transportelemente (2) zumindest eine Kassette (2) trägt, die mit mehreren Taschen (8) bestückt ist, in denen jeweils eines der kleinen und/oder flachformatigen Güter (9)

transportierbar und aus denen die Güter (9) am Zielort auswerfbar sind.

2. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass jede Kassette (7) mit vorzugsweise vier bis acht

gleichgroßen zueinander parallelen Taschen (8) bestückt ist, die in ihren Abmessungen dem zu transportierenden Spektrum an kleinen und flachformatigen Gütern (9) angepasst sind.

3. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 1 und 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Taschen (8) und die darin aufgenommenen Güter (9), zumindest beim Transport auf den Transportelementen (2) , vertikal ausgerichtet sind.

4. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kassette (7) zum Einschießen der Güter (9) in die Taschen (8) außerhalb des Sortierförderers in einer Lage positionierbar ist, in der die Taschen (8) waagerecht

orientiert sind und dass die gefüllte Kassette (7) um 90° in eine Lage verschwenkbar ist, in der die Taschen (8) und die darin aufgenommenen Güter (9) zum Aufschießen auf das

Transportelement vertikal ausgerichtet sind.

5. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die mit Gütern (9) gefüllte Kassette (7) auf dem

Transportelement (2) aufliegend transportierbar und die Güter (9) am Zielort einzeln oder mit der Kassette (7) auswerfbar sind. 6. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach

Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kassette (7) zusammen mit den in den Taschen (8) transportierten Gütern (9) auf das Transportelement (2) aufgeschossen und ausgeworfen wird.

7. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass zum Ausschleusen der Güter (9) jede Tasche (8) der

Kassette (7) seitlich oder unten zu öffnen ist.

8. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass jede Tasche (8) der Kassette (7) mit jeweils einem separat ansteuerbaren Querband zusammenwirkt, die eine individuelle Entleerung der einzelnen Taschen (8) ermöglicht.

9. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kassette (7) über dem Transportelement (2) anhebbar ist und die Entleerung der Kassette (7) nach Öffnen der Taschen (8) nach unten auf das Transportelement (2),

beispielsweise das Querband (5) des Querbandsorters erfolgt. 10. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem oder mehreren der vorhergehende Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die dem Transportelement (2) zugeordneten Kassetten (7) mit Mitteln der internen oder externen Stromversorgung und/oder Steuerung koppelbar sind.

11. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem oder mehreren der vorhergehende Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kassette (7) mindestens zum Zeitpunkt der Befüllung mit den Gütern (9) auf dem Transportelement (2) fixiert ist.

12. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die dem Transportelement (2) zugeordnete Kassetten (7) in einer solchen Höhe über diesem montiert ist, dass zwischen Kassette (7) und Transportelement (2) ein für den Transport von nicht taschenfähigen Gütern (9) ausreichender Freiraum verbleibt.

13. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Abstand (Hs) der Unterseite der Kassette (7) von dem Transportelement (2) entsprechend der größten zu erwartenden Höhe der flachformatigen Güter (9) festgelegt ist.

14. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 12 oder 13,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (7) mittels eines Ständers (16) auf dem Rahmen des Transportelementes (2) montiert ist und das Transportelement (2) als Teil eines

Sortierförderers (1) mit einer Kippschale oder einem Quergurt (5) versehen ist, die bzw. der zum Austragen sowohl der kleinen und/oder flachformatigen Güter (9) als auch der nicht taschenfähigen Güter (Pakete 6) verwendbar ist.

15. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass die Taschen (8) der Kassette (7) in Transportrichtung des Sortierförderers (1) ausgerichtet sind.

16. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach einem oder mehreren der vorhergehende Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllung der Taschen (8) der Kassetten (7) von oben und das Entleeren der Taschen (8) nach unten erfolgt.

17. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 14 bis 16,

gekennzeichnet durch eine Zufuhrstrecke (13) oberhalb der auf den Transportelementen (2) fixierten Kassetten (7), die aus einzelnen parallelen Kanälen (15) gebildet wird, in denen die Güter (9) mittels eines Unterflurbandes (17) auf

Transportgeschwindigkeit der Kassetten (7) beschleunigbar sind, wobei oberhalb der Taschen (8) in der Zufuhrstrecke (13) Bereiche ohne Unterflurband (17) vorgesehen sind, in denen ein Abwerfen der Güter (9) in jeweils eine rastergenau darunter befindliche Tasche (8) ermöglicht ist.

18. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 16 und 17,

dadurch gekennzeichnet, dass im Abwerfbereich zwischen den Kanälen (15) und den Taschen (8) das fallende Gut führende Leitbleche (18) vorgesehen sind.

19. Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen nach Anspruch 17,

dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrstrecke (13) Weichen enthält, die einen Tracking der zugeführten Güter (9) zu deren den Sortierzielen zugeordneten Taschen (8) ermöglichen.

Description:
Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen und dergleichen Gütern

Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen und dergleichen Gütern mit einer

Vielzahl auf einer geschlossenen Bahn umlaufender

Transportelemente eines Querband- oder Kippschalenförderers, auf die die Pakete zum Transport aufgegeben und durch

seitliches Austragen an unterschiedlichen Zielorten sortiert werden .

Der Durchsatz einer herkömmlichen Paketsortieranlagen ist im Wesentlichen unabhängig von dem verarbeiteten Gut, da die Pakete einzeln und ungeachtet ihrer Größe auf die

Transportelemente des Sortierförderers, in der Regel eines Kippschalen- oder Querbandförderers aufgeschossen werden, wobei die Transportelemente allesamt eine einheitliche Größe aufweisen. Das stellt bei weitgehend gleichen Gutgrößen kein Problem dar. Werden häufig oder überwiegend kleinformatige Sendungen verarbeitet, so führt dies zu einer schlechten Ausnutzung des potentiell verfügbaren Transportvolumens der Sortieranlage . Man hat deshalb schon vorgeschlagen, die Transportelemente mit unterschiedlicher Längs-Teilung, d.h. Breite in

Transportrichtung, auszuführen, um dadurch der Abbildung des zu fördernden Gutspektrums nahe zu kommen und kleinformatige Güter auf kleineren Transportelementen zu transportieren. Dieser Lösungsansatz ist aber nicht flexibel anpassbar, vor allem, wenn sich das Gutspektrum ändert. Es ist auch bereits bei Querbandsortern vorgeschlagen worden, mehr als eine kleinformatige Sendung unmittelbar auf ein und dasselbe

Transportelement aufzuschießen, was aber die Sortierfähigkeit behindert, da ein Ausschleusen nur gleichzeitig aller auf diesem Transportelement transportierter Güter möglich ist. Schließlich ist es bekannt, das Querband eines

Transportelementes quer zur Transportrichtung zu teilen und so den verfügbaren Raum besser auszunutzen. Auch diese Lösung ist aufwändig und teuer sowie wenig flexibel.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Anlage zum Transportieren und Sortieren von Paketen und dergleichen Gütern so auszugestalten, dass in effektiver Weise sowohl kleine und/oder flachformatige Güter wie auch normale Pakete oder dergl . Güter transportiert und sortiert werden können und somit eine wirtschaftliche Ausnutzung der Anlage gegeben ist.

Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, dass zum Transport und zum Sortieren mehrerer kleiner und/oder flachformatiger Güter mindestens eines dieser Transportelemente zumindest eine Kassette trägt, die mit mehreren Taschen bestückt ist, in denen jeweils eines der kleinen und/oder flachformatigen Güter transportierbar und aus denen diese Güter am Zielort auswerfbar sind. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die kleinen und/oder flachformatigen Güter nicht unmittelbar auf dem Transportelement aufliegend zu fördern, sondern in Kassetten aufzunehmen, die auf den herkömmlichen Transportelementen der Sortieranlage transportierbar sind. Auf diese Weise können auf einem Transportelement jeweils eine Vielzahl kleiner oder flachformatiger, ggf. vorsortierter Güter zusammengefasst zum Transportziel bewegt werden, was eine optimale Auslastung der Transportelemente und damit der gesamten Anlage ermöglicht.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Taschen einer Kassette eine gleiche Teilung auf.

Vorzugsweise ist jede Kassette mit 4 bis 8 gleichgroßen zueinander parallelen Taschen bestückt, die in ihren

Abmessungen dem zu transportierenden Spektrum an kleinen und flachformatigen Gütern angepasst sind. Um den Be- und

Entladevorgang der Taschen einerseits sowie einen sicheren Transport andererseits zu ermöglichen, wird nach einem besonderen Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, die Taschen und die darin aufgenommenen Güter, zumindest beim Transport auf den Transportelementen, vertikal, d.h. aufrecht stehend, auszurichten.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kassette zum Einschießen der Güter in die Taschen außerhalb des Sortierförderers in einer Lage positionierbar ist, in der die Taschen waagerecht orientiert sind und dass die gefüllte Kassette um 90° in eine Lage verschwenkbar ist, in der die Taschen und die darin aufgenommenen Güter (9) zum Aufschießen auf das Transportelement vertikal ausgerichtet sind. Die mit den kleinen und/oder flachformatigen Gütern gefüllte Kassette kann nun auf dem Transportelement aufliegend transportiert, die Güter können am Zielort einzeln oder insgesamt

ausgeworfen werden. In diesem Fall wird die Kassette zusammen mit den in den Taschen transportierten Gütern auf das

Transportelement aufgeschossen und später wieder ausgeworfen. Sowohl das Befüllen, wie auch das Entleeren der Kassette findet außerhalb des Sortierförderers statt, die Kassette wird beim Transport und beim Sortiervorgang wie ein Paket behandelt . Um die Güter am Zielort einzeln auszuschleusen, ist nach einem günstigen Merkmal der Erfindung jede Tasche der

Kassette seitlich quer zur Transportrichtung offen oder ist nach unten zu öffnen, beispielsweise durch Öffnen einer

Bodenklappe. Die seitlich offene Kassette hat den Vorteil der mechanischen Stabilität.

Vorzugsweise wirkt in einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung jede Tasche der Kassette mit einem separat

ansteuerbaren, im Bodenbereich der Tasche angeordneten

Querband zusammen, das eine individuelle Entleerung der einzelnen Taschen nach einer oder auch nach beiden Seiten ermöglicht . Wird nach der Erfindung eine Kassette mit Bodenklappe

verwendet, ist erfindungsgemäß die Kassette über dem

Transportelement anhebbar und nach Öffnen der Taschen erfolgt die Entleerung der Kassette nach unten auf das

Transportelement, beispielsweise das Querband des

Querbandsorters, mit dem die Güter seitlich ausgetragen werden .

Um die Bodenklappen oder das Querband der Taschen

anzutreiben, sind nach einem ausgestaltenden Merkmal der

Erfindung die dem Transportelement zugeordneten Kassetten mit bekannten Mitteln der internen oder externen Stromversorgung (z.B. Akkus) und/oder Steuerungen koppelbar. In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist

vorgesehen, die Kassette - mindestens zum Zeitpunkt der

Befüllung mit den Gütern und während des Transportes - auf dem Transportelement zu fixieren. Dabei kann gleichzeitig die Kassette mit einer externen Stromversorgung und Steuerung verbunden werden, über die der Auswurf einer Sendung am

Zielpunkt initiiert werden kann. Bei der vorstehenden

Ausführung der Erfindung bleibt die Kassette sowohl beim Be- und Entladen der Taschen als auch beim Transport auf dem Transportelement fixiert. Allerdings können trotzdem zur Anpassung an die erforderlichen Kapazitäten die Kassetten ganz oder teilweise von den Transportelementen entfernt oder durch zusätzliche Kassetten ergänzt werden. Die Kassetten bleiben ansonsten im permanenten Einsatz, so dass ein

separater Kassettenumlauf nicht erforderlich ist.

Eine andere besonders günstige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die dem Transportelement zugeordnete Kassette in einer solchen Höhe über diesem zu montieren, dass zwischen Kassette und Transportelement ein für den Transport von nicht taschenfähigen Gütern ausreichender Freiraum verbleibt, der aber gleichzeitig ein Entladen der Taschen nach unten auf das Transportelement bzw. dessen Querband gestattet. Bei diesem Vorschlag können bei auf dem Transportelement montierter Kassette auch nicht in die Taschen der Kassette passende Güter, beispielsweise Pakete bis zu einer bestimmten Höhe unterhalb der Kassette von dem Querband übernommen werden, also gleichzeitig oder wahlweise normale Güter wie Pakete und kleine und/oder flachformatige Güter auf ein und demselben Transportelement transportiert werden. Dazu wird

erfindungsgemäß der Abstand der Kassettenunterseite von der Auflage auf dem Transportelement entsprechend der größten zu erwartenden Seitenhöhe der flachformatigen Güter festgelegt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die rechteckigen flachen

Güter auch - gewollt oder ungewollt - hochkant in den Taschen aufgenommen werden können und diese beim Entladen auf das Transportelement die Unterseiten der Taschen nicht tangieren sollten. Es ist mit dem Vorschlag der Erfindung gleichsam möglich, das Transportelement selbst mit einem Querband oder einer Kippschale auszubilden.

Vorzugsweise sind in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die Kassetten jeweils mittels eines Ständers auf dem Rahmen eines Transportelementes montiert; das

Transportelement als Teil des Querbandförderers ist mit dem Quergurt versehen, der zum Austragen sowohl der kleinen und/oder flachformatigen Güter als auch der nicht

taschenfähigen Güter verwendbar ist. Bei den Varianten, bei denen die Kassetten beim Befüllen bereits auf dem

Transportelement fixiert sind, sind vorzugsweise die vertikal orientierten Taschen der Kassette in Transportrichtung des Förderers ausgerichtet. Die Befüllung der Taschen erfolgt erfindungsgemäß von oben und das Entleeren der Taschen erfolgt nach unten in den Freiraum zwischen den

Bodenöffnungen der Taschen und dem Querband. Statt des

Querbandes ist eine Kippschale verwendbar.

Zu Beladen der Taschen von oben ist erfindungsgemäß eine Zufuhrstrecke oberhalb der auf den Transportelementen

fixierten Kassetten vorgesehen, die aus einzelnen parallelen

Kanälen gebildet wird, in denen die kleinen und/oder

flachformatigen Güter mittels eines Unterflurbandes auf Transportgeschwindigkeit der mit den Transportelementen bewegten Kassetten beschleunigbar sind, wobei oberhalb der Taschen in der Zufuhrstrecke Bereiche ohne Unterflurband vorgesehen sind, in denen ein Abwerfen der Güter in jeweils eine rastergenau darunter befindliche Tasche erfolgt. Dadurch wird ein Befüllen der Taschen während der kontinuierlichen Bewegung der Transportelemente möglich.

Um zu verhindern, dass die Güter beim Abwurf in die Taschen an diesen hängen bleiben oder sich verkanten, ist in einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass im Abwerfbereich zwischen den Kanälen und den Taschen das fallende Gut führende Leitbleche vorgesehen sind. Darüber hinaus enthält die Zufuhrstrecke der Erfindung schaltbare Weichen, die ein Tracking der zugeführten Güter zu den

Sortierzielen zugeordneten Taschen bewirken.

Die Erfindung ermöglicht es in vorteilhafter Weise, den

Durchsatz einer gattungsgemäßen Anlage bei gleicher Anzahl an Transportelementen und bei hoher Funktionssicherheit

annähernd zu verdoppeln. Die Dynamik ist relativ gering. Die gesamten Quergurtbreite bzw. Kippschalenbreite ist nutzbar. Die Kassetten sind flexibel einsetzbar und können, selbst wenn sie beim Transport mit dem Transportelement fest

verbunden sind, vor Sortierläufen oder bei Anpassungsbedarf auf erhöhtes Kleingutaufkommen schnell an- oder abgebaut werden .

Die Vorrichtung kann mit einem Akku autark gemacht werden, da für Kommunikation, Rechenleistung und das Öffnen der Taschen, keine hohen Leistungen für den Betrieb nötig sind. Alternativ kann aber auch eine Verbindung mit dem CANopen fähigen

Rollenmotor des Querbandantriebs des Sorters von CP

hergestellt werden. Die Rechenleistung und Kommunikation findet dabei in der Motorelektronik statt, die Versorgung geschieht parallel zum Motor. Die Funktion und der Nutzen der Kassette sind bei einer ähnlichen Maschinenbasis bei

Querbandsortern und bei Kippschalensorter gegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigt: Figur 1 in einer Draufsicht einen Abschnitt eines

Querbandsorters mit auf Transportelementen aufliegenden Paketen und Kassetten,

Figur 2 das Befüllen und Aufrichten einer Kassette mit flachformatigen Gütern,

Figur 3 eine alternative Ausführung eines Querbandsorters mit darauf fixierten Kassetten für flachformatige

Güter,

Figur 4 den Querbandsorter nach Figur 3 in der

Draufsicht,

Figur 5 einen Querschnitt durch ein Transportelement des

Querbandsorters,

Figur 6 eine Draufsicht auf das Transportelement nach

Figur 5,

Figur 7 eine andere Seitenansicht des Transportelementes nach Figur 6,

Figur 8 die Dimensionen eines flachformatigen Gutes und Figur 9 einen Querschnitt durch die

Beschleunigungsstrecke und die Kassette zur

Aufnahme von flachformatigen Gütern.

In Figur 1 ist in sehr grob schematischer Darstellung eine erste Variante der erfindungsgemäßen Anlage zum

Transportieren und Sortieren von Paketen und kleinen

flachformatigen Gütern dargestellt. Gezeigt ist ein Abschnitt eines Sortierförderers 1 in der Draufsicht, der aus einzelnen Transportelementen 2 besteht, von denen hier nur sieben dargestellt sind. Die Transportelemente 2 sind bei 3 gelenkig aneinander gefügt und bilden eine endlos umlaufende Kette. Jedes Transportelement 2 ist mit einem quer zur

Transportrichtung 4 des Sortierförderers 1 antreibbaren

Querband 5 versehen, mit dessen Hilfe das auf dem Querband 5 aufliegende Gut ausgetragen werden kann. Wie in Figur 1 in der der Draufsicht erkennbar, sind die Quergurte 5 einzelner Transportelemente 2 mit Paketen 6 bestückt, andere Transportelemente 2 tragen Kassetten 7 mit Taschen 8, in denen flachformatige Güter 9 aufgenommen werden. Die Taschen 8 erstrecken sich senkrecht zur

Zeichnungsebene und quer zur Transportrichtung 4, stehen also vertikal auf dem Querband 5 des Transportelementes 2 auf und sind in ihren Abmessungen entsprechend den üblicher Weise zu transportierenden kleinen und/oder flachformatigen Gütern 9 ausgebildet. Die Taschen 8 sind vorzugsweise mindestens auf einer Seite offen und an der Unterseite mit verschließbaren Bodenklappen 10 versehen, die zum Entladen der Kassetten 7 gesteuert geöffnet werden können. Bei geöffneter Bodenklappe 10 gelangt das kleine oder flachformatige Gut 9 in Folge der Schwerkraft aus der Tasche auf das Querband 5 des

Transportelementes 2 und wird bei angetriebenem Querband 5 seitlich aus der Tasche 8 ausgetragen. Auf diese Weise lassen sich durch Ansteuern der Bodenklappen 10 beliebige Güter 9 austragen und seitlich abführen und können so den Vorgaben entsprechend sortiert werden.

Die Kassette 7 selbst wird bei dieser Ausführung in gleicher Weise wie eines der Pakete 6 in konventioneller Weise auf das Querband 5 „aufgeschlossen", nachdem die Kassette 7 zuvor befüllt wurde.

Der mögliche Füllvorgang der Kassette 7 ist in Figur 2 schematisch dargestellt. Ein flachformatiges Gut 9 wird auf dem Zuförderer 11 mit einer Geschwindigkeit von

beispielsweise 2m/s in die neben dem Sortierförderer 1 zu diesem Zweck flach gelegte Kassette 7 „eingeschlossen", deren Taschen 8 in dieser Lage waagerecht angeordnet sind. Nach Befüllen der einzelnen Taschen 8 wird die Kassette 7, wie der gebogene Pfeil 12 symbolisiert, um 90° in eine aufrechte Position gedreht, die Bodenklappen 10 sind verschlossen. Die so vorbereitete Kassette 7 wird, wie der Pfeil symbolisiert, auf das Querband 5 überführt und verharrt dort bis zum

Zielort in der in Figur dargestellten Lage. Am Zielort kann die Kassette 7 entweder komplett befüllt durch Antrieb des Querbandes 5 ausgetragen werden oder bei angehobener Kassette 7 und gesteuert geöffneten Bodenplatten 10 können einzelne flachförmige Güter 9 auf das angetriebene Querband 5

abgeworfen und durch dieses am Zielort ausgetragen werden. Im Beispielsfall wird die geleerte Kassette 7 konventionell ausgeschleust und kann im Rücklauf einer neuen Befüllung (siehe Figur 2, linke Seite) zugeführt werden. In Figur 3 ist eine andere Variante der Erfindung

dargestellt, bei der die Kassette 7 fest mit einem der

Transportelemente 2 verbunden ist, wie später noch

beschrieben wird. Die Zeichnungsfigur zeigt grob schematisch eine Seitenansicht dieser alternativen Vorrichtung, die ebenfalls aus zu einer endlos umlaufenden Kette

zusammengeführten Transportelementen 2 besteht, von denen einzelne mit den erfindungsgemäßen Kassetten 7 bestückt sind. Oberhalb der Transportelemente 2 und der Kassetten 7 befindet sich eine Zufuhrstrecke 13, auf der zwischen Führungsbändern 14 das in die Taschen zu ladende flachformatige Gut 9 in einzelnen Kanälen 15 heran transportiert wird. Die Anzahl der Kanäle 15 richtet sich nach der Anzahl der Taschen 8 in den Kassetten 7, die hier innerhalb der Kassetten 7 in

Längserstreckung bzw. Transportrichtung der Transportelemente 2 und damit in Richtung der Kanäle 15 ausgerichtet sind. In Folge der erforderlichen Breite der Führungsbänder sind, wie in Figur 4, die eine Draufsicht auf die Anlage nach Figur 3 darstellt, zwei Zuführbereiche vorhanden, wobei der in Figur 4 rechts erkennbare zweite Zuführbereich jeweils um eine Teilung der Taschen 8 versetzt ist.

Wie in Figur 3 auch erkennbar, sind die Kassetten 7 bei 16 in einer Höhe H s über dem Querband 5 aufgeständert montiert, so dass unterhalb der Kassette 7 ausreichend Raum verbleibt, um die kleinen und flachformatigen Güter nach unten auszutragen. Gleichzeitig verbleibt ein genügend großer Freiraum für

Pakete 6 oder dgl . Güter, wenn deren Höhe nicht größer ist, als der Raum unterhalb der Kassette 7. Auf diese Weise können auf einem einzigen Transportelement 2 sowohl eine gefüllte Kassette 7 mit kleinen und flachformatigen Gütern 9, sowie ein Paket 6 transportiert werden, wobei allerdings

sichergestellt sein muss, dass das Paket 6 über das Querband 5 seitlich ausgetragen werden kann, bevor die Taschen 8 von den flachformatigen Gütern 9 geleert werden können.

Die Vorwärtsbewegung der flachformatigen Güter 9 in den

Kanälen 15 wird durch ein Unterflurband 17 innerhalb der Kanäle 15 unterstützt. Dieses Unterflurband 17 ist in

bestimmten Bereichen 18 oberhalb der Transportelemente 2 geöffnet oder kann geöffnet werden, um ein flachformatiges Gut 9 aus der Zufuhrstrecke 13 mittels Schwerkraft in ein Fach 8 der darunter befindlichen Kassette 7 abzuwerfen. Das Abwerfen kann ggf. in freiem Wurf erfolgen oder durch eine seitlich gefederte ggf. gesteuerte Gurtwippe unterstützt sein. Auf diese Weise lassen sich über die Kanäle 15 der Zufuhrstrecke 13 und die in Figur 4 rechts erkennbaren weiteren Zuführspuren, die über (nicht dargestellte) Weichen anzufahren sind, die Taschen 8 der Kassetten 7 mit kleinem und/oder flachformatigem Gut 9 füllen und zum Zielort

transportieren .

Figur 5 zeigt (ebenfalls schematisch) eine Seitenansicht eines Transportelementes 2 mit darauf montierter Kassette 7. Die Länge L To der Tasche 8 im oberen Bereich ist durch die Länge der Kassette 7 gegeben und durch die Teilung der

Transportelemente 2 begrenzt. Verschränkungen der

Transportelemente bei der Kurvenfahrten des Sortierförderers sind dabei zu berücksichtigen; allerdings sollte die Länge L To der Tasche 8 möglichst maximal sein. In ihrem unteren Bereich soll die Länge L Tu der Tasche 8 kleiner als die

Breite des Querbandes 5 sein, damit die flachformatigen Güter 9 nach dem Öffnen der Klappe 10 im unteren Bereich der Tasche 8 sicher auf das Querband 5 fallen können, ohne sich am

Ständer 16, mit dem die Kassette 7 auf dem Rahmen des

Transportelementes 2 montiert ist, seitlich anzulegen. Die Höhe H k der Kassette 7 sollte mindestens der Höhe H des flachformatigen oder kleinen Gutes 9 entsprechen und sollte auch um 90° verdrehte Güter berücksichtigen, so dass diese ohne erhöhte Reibung an der oberen Kante auf das Querband 5 fallen können. Ggf. kann die Oberkante 18 der Tasche 8 in der Kassette geneigt (Winkel α) sein, um das Einführen des flachformatigen Gutes 9 zu erleichtern.

In Figur 6 ist eine Draufsicht auf die Kassette 7 nach Figur 5 schematisch dargestellt, erkennbar sind wiederum das

Querband 5 und die Kassette 7 mit den einzelnen Fächern 8. Figur 7 ist eine nach rechts gedrehte Seitenansicht des

Transportelementes 2. Das Querband 5 ist hier in der

Seitenansicht dargestellt; des Weiteren ist einer der beiden Ständer 16 erkennbar mit dem die Kassette 7 auf dem Rahmen des Transportelementes 2 befestigt ist. In Figur 7 erkennbar, sind einzelne der Taschen 8 durch Aufklappen der Bodenklappen 10 in Richtung Querband 5 geöffnet, so dass in den Taschen 8 liegende flachformatige Güter 9 in Folge der Schwerkraft auf das Querband fallen und durch Querantrieb des Querbandes 5 seitlich ausgetragen werden können. Die Klappen 10 lassen sich einzeln steuern, so dass ein Sortieren auch einzelner flachformatiger Güter 9 einer Kassette 7 problemlos möglich ist .

In Figur 8 ist ein beispielsweise dimensioniertes

flachformatiges Gut 9 mit der Länge L und der Höhe H sowie der Breite B p dargestellt; die eingezeichnete Diagonale D ist relevant für ein mögliches Klemmen des Gutes 9 in der Tasche 8.

Figur 9 zeigt in einem Querschnitt - ebenfalls schematisch - die Leitbleche 18, die in Fortsetzung zu dem durch die

Führungsbänder gebildeten Kanal 15 Kanal links und rechts neben dem fallenden Gut 9 fest angebracht sind. Die lichte Weite zwischen den Leitblechen 18 ist etwas größer als die maximale Kanalweite aber kleiner als die Spur der Taschen 8 der Kassetten 7. Dadurch wird gewährleistet, dass die lichte Weite der Leitbleche 18 immer von der Spur der Tasche 8 überdeckt wird, wodurch verhindert wird, dass Güter 9 an einer der stehenden Störkanten am freien Fall gehindert werden .

Im Ausführungsbeispiel ist die Kassette 7 mit sechs Taschen i dargestellt, dieser Wert ist jedoch abhängig von einer individuell festzulegenden Taschenbreite, die wiederum vom Gutspektrum, das zu sortieren und transportieren ist, abhängt. Ein notwendiger Sicherheitsbereich zwischen der äußeren Tasche 8 und dem Rand des Transportelements 2 ist zu berücksichtigen .